Deutsche Macht Kerausgeber: Heryard Kamßerg. fc tmlfti Bucht «(dielst IStrl,ch *. »aldjthti, ((.*.10—. «»Mna «I. «.««.— «tnjtliu Haaiain J It. »>,» ,«, »erden nad> tttif detachart. »et ■m» lLi?det»olai>,ea eatlprecheader Zi-chlof >1» beteateadea 1>nk!lNdiqai»,«.AaA»lt«n W Z». aab llaiURkfl aehaien Aa,ei«en ttitjcftn. Za <3i0i MBca («Ich« beim OnaMdrr »er DeaKchea wochi p9' Ctchl. Haapldl»» l. I eins »dgegeven werden. iieaktste sttist ! BitNa^ch an» eo*(Ug 10 Ihr B«raiitt»«. S prechstaaden «°n 11—1* Uhr Vormitti«! aa» tun 3—S Uhr fUchatfttai*. <»»« Bitt »erden auch ia der »achdrnckerei Zdhaaa «»laich »erertwilligst ctltzeiitX Kchrtflleitaa» t, 1. Ein«. Sprechstunde» M Her«a»jebcr» (ant iz^tedoctear»): 11—1» lltzr B«i ailtl-q« (ant Hat n«ljair l«t ©onn- Uird friert« »r.) — *etI«nHU»n»n find portofrei. — Berichte, teren Bet (»((er de» HeraasHeter aatelaaat (lad, liinnen nicht deritMchti«! werden. Nr. 8V Eilli, Donnerstag den K. Octobcr 1892. XVII. Jahrgang Pas Sotk ats Hesetzgever. Unsere Gewerbsleute haben beim G e-«ojfenschaftStage inPettau bewiesen, kb sie ihre Zeit verstehen. Seitdem Oesterreich tat kostbare Gut der Verfassung besitzt, darf tat Bolk selbst Gesetze schaffen und seine Ab-Mdneten in den Reichsrath, den eigentlichen ziietzgebenden Körper entsenden. Bisher aber »iirdc dieses gute Recht nur «angelhaft auS-Mi. Der Wähler hat seinem Abgeordneten i3t Arbeit und allen Ruhm, alle Pflichten und *11« Rechte, alle Macht und alle Verantwort-lichten überlasten und (4 hat sich mit der Kritik ta im Reichsrath« entwickelten Thätigkeit kgufigt. Mit schlichten Worten: Das Volk hat sich IUN die Aufgaben des Unterhauses wenig zebimmert und hat geschimpft, wenn diese Aus, ja&eii nicht glücklich gelöst schienen. Bom Steuerausschuß des Abgeordneten-hauiH wurde neuerdings ein« engere Verbindung zwischen Volk und Volksvertretung angebahnt. Man hat den Entwurf des neuen Steuer-Qrf«$(« dem Volke vorgelegt, um seine Meinung einzuholen und um seine Wünsche nitzegenzunehmen. Die Gewerbetreibenden von P e t t a u haben w Wichtigkeit dieser Angelegenheit richtig erkannt. 3ib in dieser richtigen Erkenntnis haben sie ihre Genossen in Steiermark, Körnten und trara eingeladen, die Gesetzesvorlage durch zu-«hmen. etwaige Aenderungen vorzuschlagen und die Wünsche des Gewerbestande« festzustellen. Am Sonntag ist diese bedeutsame Ver» Hütchen Ein Märchen von Adolf Wilbrandt. lNnchdruck «rtotf«.» (0. Fortsetzung.) Als er wieder zu sich kam, sah er außer ta» blauen Himmel ein blasses Gesicht über ßch das ihm wohlbekannt war; er wußte nicht alticf), wen es vorstelle, aber er hatte ein tanpsts Gefühl von Verwunderung, daß dieses Mitht ihn nicht finster und zornig, sondern jnmdlich anblickte. Nach und nach, mit dem «machenden Schmerz der Wunde, kam ihm auch ta Einsicht: Der junge Mann, der an ihm hmierte, war einer von den Nothhelfern, die Iw Verwundeten-Ernte auf dem Schlachtfeld kaieben, um sie dem großen Schnitter abzu-gwumen i und dieser sein Nothhelfer, selber am lopf« verwundet und verbunden, war jener .lerachtungswerthe Krüppel", den er ohne Ptchens Eingriff an feiner Ehre beschimpft djtte. Als er dies begriffen und verstanden, wib ihm ganz sonderbar zu Muth. Sie sind sich hier! sagte er nach einer Weile, wobei fctf Wehgefühl in serner Wunde etwas stärker «m- Ja, antwortete der Andre freundlich und Wch. Ich helfe, so gut ich kann. Das ist schön von Ihnen! sagte Jemand jb4 Richard. fammlung abgehalten worden, an der sich die Gewerbsleute von Steiermark und Kärnten — zu ihrer Ehre sei es gesagt! — in reicher Zahl betheiligten. Das Kronland K r a i n war nur durch einen einzigen Gewerbs-mann vertreten. Alle Reichsrathsabgeordneten von Steiermark. Kärnten und Krain waren zum GenossenfchaftStag geladen. Erschienen ist nur Einer: Herr Dr. Richard Foregger. Aus E i l l i waren ein gutes Dutzend Gewerbe-treibender anwesend. Und demnächst soll auch in unserer Stadt ein Genoffenschaftstag zu ähn-lichen Zwecken einberufen werden. DaS Volk scheint seine Aufgabe als Gesetzgeber allmählich zu erfassen! (Den Bericht über die Pettauer Verfamm-lung veröffentlichen wir an a n d e r e r S t e l l e.) Mmschan. Die Thronrede, die der Kaiser bei Er-öffnung der Delegationen in Budapest gehalten hat, betont entschieden die friedliche Lage: Unsere Beziehungen zu allen Mächten sind durchaus freundliche geblieben und das vertrauensvolle Zusammenstehen mit den Uns verbündeten Reichen bewährt auch fortan seine heilbringende, den Frieden erhaltende Wirkung. DaS Ruhebedürfnis der Völker und die Sorge um ihr materielles Wohl üben unverkennbar «inen mäßigenden Einfluß aus die internationalen Verhältnisse aus. Auch sind die Bemühungen Meiner Regierungen im vergangenen Jahre vielfach auf die Regelung ökonomischer Fragen Wieso ist da» schön? erwiderte der Andre. Wenn man nicht marschieren kann, so muß man auf andre Weise--Halten Sie nur still! Richard nahm sich zusammen und suchte seine Worte; endlich brachte er hervor: DaS trifft sich aber wunderbar; finden Sie nicht t Wie haben wir damals bis auss Blut gestritten. — Der Nothhelfer lächelte: Und nun ist das alles so überflüssig, nicht wahr. Jeder thut, was er kann! — Aber sprechen Sie nicht so viel; daS thut Ihnen nicht gut. Ich muß noch ein wenig sprechen, murmelte Richard. Falls ich nicht davonkäme, muß ich Ihnen noch sagen — Nur ruhig; Sie kommen davon! Desto besser; aber für alle Fälle muß ich Ihnen sagen: ich hab' Unrecht gehabt. Tragen Sie mi?S nicht nach! Ich hätte Ihnen damals, im Wirthshaus, das nicht sagen sollen — WaS denn? fragte der Blasse. Sie haben ja nichts gesagt. Sie waren allerdings schauder-haft aufgeregt (wie liebenswürdig er lächelt! dacht« Richard und ward feucht in den Augen)? aber dann mußte ich bewundern, wie Sie sich beherrschten. Mitten im Wort brachen Sie ab; und waren dann au« der Thür, Niemand wußte wie. Das haben Sie gut gemacht. Das hat mir mächtig gefallen. Ich nahm mir damals vor: in einem ähnlichen Fall will ich'« auch so machen; — daS heißt, wenn ich'S kann! und insbesondere dabin gerichtet gewesen, die Handelsbeziehungen der Monarchie durch Ab-schluß von Verträgen für eine Reihe von Jahren auf eine gesicherte Basis zu stellen. Kaiserworte. B»im Empfang der öfter-reichischen Delegationen hat der Kaiser beherzigenswerte Worte gesprochen. Dem Abgeord-neten Professor Richter rief der Kaiser mit lauter Stimme, so daß es die Nächststehenben ge>ra« vernehmen konnten, zu: »Das war ein schöner Landtag! So kann es nicht fortgehen. Da war ja jede gedeihliche Arbeit unmöglich; da« ist eine Schande vor der ganzen Welt.' Der Monarch wendete sich sofort zu dem Delegierten Professor S u e ß und sagte zu demselben: „Sie haben böse Tage im Landtage mitgemacht. Wie es in diesem Landtage auch zugeht! Das ist eine S ch a n d e, ein S c a n d a l. Man weiß gar nicht, was man dazu sagen soll.' Delegierter Sueß erwiderte: „Dem Gebildeten sind Grenzen in der parlamentarischen Ver-theidigung gezogen, über die er nicht hinaus« gehen kann. Wir können unserer Entrüstung Ausdruck geben, aber wir können nicht einen Scandal mit einem Scandal beantworten.' Darauf sagte der Kaiser: .Da haben Sie recht. Es gehen aber in Folge dessen auch die Geschäfte des Landtages nicht vorwärts, und eS wird nicht gearbeitet.' — Für uns D e u t s ch e n in der S ü d m a r kist eine Aeußerung des Kaisers gegenüber dem Abgeordneten S p i n c i c beinahe noch wichtiger. Aus die Frage des Monarchen, ob er zum erstenmale der Delegation angehöre, antwortete Spincic: «Ich bin der erste istrianische Slave, der in die Delegation entsendet wurde," worauf der Kaiser im Weggehen noch die Worte sprach: „Sie haben Uns in der letzten Zeit viel Kummer durch Ihr Verhalten gemacht." Richard schüttelte den Kopf. Er war so bewegt, wie nie: er wollte sagen, wie eS sich verhielte; aber die Kraft vergieng ihm. Die Augen fielen ihm zu. Erst im Lazareth wachte er wieder auf; der Blasse pflegte ihn. ES zogen noch Wochen so hin zwischen Leben und Tod. Endlich ward er gesund. Als er da« Lazareth verließ, umarmte er seinen Rothhelfer, mm seinen besten Freund; sie waren wie Brüder geworden, und für alle Zeit. Au« dem Krieg, der zu Ende gieng, wuchs daS deutsche Reich. Richard kam nach Hause, mit der Welt zufriedener als je; auch segnet« er im Stillen Hütchen, der ihn offenbar wohl berathen hatte. Indessen mischte sich bald ein anderer kleiner Zauberer in sein Leben ein. der unendlich viel Gutes und Besnigenswerthet, aber auch heidenmäßig viel Unheil angerichtet hat. und den die Poeten vielleicht etwa« mehr anpreisen, als gut ist: der tolle Knabe, den wir den Liebesgott nennen. Bisher hatte er den «großen Häuptling' nur mit kleinen, hautritzen-den Pfeilen und mehr von Ferne gedeckt; jetzt aber trat er ihm eines TagS mitten in den Weg, setzte ihm seinen ftraffg-spannien Bogen fast auf die Brust und jagte ihm einen seiner gefährlichsten Pfeile, die man wohl mit Recht für vergiftet hält, gradauS in das Herz. (Fortsetzung folgt.) 2 Tlovenische Erfolge Au« L a i b a ch wird geschrieben: Der Tabormann Dr. I. 23 • i n j a f ha, vor einigen Jahren in einem Leitaussatze des hiesigen radikalen Organ«, dem er mit Professor Schuklje al« Hauptmit-arbeite? angehörte, alle die Erfolge aufgezählt, «elche die Slooenen seit Beginn der Versöhnung«-ära zu verzeichnen hatten. Wenn dieser nun allerdings schon fast ganz außer Cur« gekommene Sloornensührer über die »eiteren Errungenschaften unserer Gegner berichten wird, dann dürfte er auch aus da« sogenannte Intelligenz-blatt unserer amtlichen LaibacherZeitung zu sprechen kommen, da« vor der Präsident-schast de« Baron« Winkl« r nur selten «in« bezirtSgerichtliche Verlautbarung in slovenisch« Spracht, nie aber ausschließlich slovenisch« brachte, nun aber seit Jahren Tag für Tag sast nur slovenisch« Kundmachungen der einzelnen kraiai« schen Bezirksämter enthält. Wenn ti schon Verwunderung erregen muß. daß di« Finanz» d i r «c t i o n dem Slooenischen den Vorzug vor dem Deutschen gibt und eine lang« Kund» machung über ^autheinHebungen zuerst slo-venisch und erst i n z w «i t« r L i n i« deutsch verlautbart, so ist eS doch noch viel wunderbarer, daß auch unsere Lande«regie-rung ihre Verlautbarungen in erster Linie im gepriesenen Slovenisch herausgibt und diesem da« Deutscht erst nachfolgen läßt. Dazu hätte sich kein früherer LandeSchef ent-schloffen! Erst kürzlich brachte da« Amtsblatt wieder eine Kundmachung der Landesregierung, die der deutschen Sprache den zweiten Platz anweist. Die Cholera ist in B u d a p e st aus-gebrochen. In der Bevölkerung herrscht große Aufregung. Z)er Henossenschaststag in Tettau wurde am Sonntag, gegen 9 Uhr vormittags eröffnet, indem der Einberufer, Herr Michael M a r t s ch i t sch der Versammlung zunächst den Regierungsvertreter. Herrn Commissär Cza p ek vorstellte. Aus Einladung des Einberusers verliest Herr P o g a t s ch n i g die Vorschläge für die Wahl des Vorsitzenden, der Ausschüsse und der Schriftführer. Es werden vorgeschlagen: als Obmann Herr Josef Ornig; als Obmann-Stell-vertreter Herr Martschitsch; als Ausschüsse die Kammerräthe Wratinschitsch au« Graz und A l t z i e b l e r au» Cilli. sowie die Herren L i e g l aus Klagenfurt. Pirch aus Marburg. S ch a f f e r aus Leoben, Kasper. Löcker, Scheichenbauer, Heller und H l u b e k (sämmtlich aus Pettau); zu Schrift-führern schließlich die Herren S t ra s ch i l l aus Pettau und Sie der aus Marburg. Alle diese Vorschläge finden die Zustimmung der Versammelten. Nur Herr Jakob Rieschner aus Ratschach erhebt dagegen Einsprache, weil er meint, daß alle die Kronländer, die zum Ge-nossenschaflStage geladen worden sind: Steier-mark, Kärnten und Krain im Ausschusse vertreten sein sollen. Da die Versammlung geneigt ist. diesen Wunsch zu erfüllen, und da der Sprecher der einzige Th«iln « hmer au« Krain ist, wird er ebenfalls zum Besitzenden gewählt. Schriftliche Grüße und Enischuldigungs-schreiben waren eingelangt von den Reichsraths-Abgeordneten Freiherrn von Dumreicher (aus Äbbazzia), Dr. HeilSberg (au« Salz-bürg). Dr. Hof mann (aus Graz). und Dr. Kokofchinegg, wie auch von de» Landtags-Abgeordneten Carl G h o n (aus Villach) und Dr. Jurtela (aus St. Marein); ferner aus Bleiburg. Haus (Obersteier). Gurkfeld. KraSla, Troisach (F. Freiberger), Graz (Kammerrath Ad. Stowasser), Graz (Wilh. Adam), Arnsels, Ober-vellach, Vijjach, Schladming (Jos. Niederbauer). Obdach, Judenburg, St. Veit a. d. Glan und Eberstein in Kärnten. Außerdem waren Draht« grüße aus Friesach und Villach gekommen. In seiner Eröffnungsrede betont Herr Ornig die Wichtigkeit des Tages. Das Steuergesetz sei veraltet, es drücke den Gewerbe-stand, der ohnedies schon durch den Geist der jetzigen Zeit, durch das Fabrikswesen und durch ^Deutsche Macht" die Massenerzeugung genug zu leiden habe. Daß die Regierung selbst zu dieser Einsicht gtkommen s«i. beweise ihre Vorlagt zur Steuerreform. Ehe nun diese Vorlage zum Gesetz wird, solle sie hier zur Berathung kommen. Der Berichter-statte? Herr Aug. Heller werde ein Dutzend Paragraph? angeben, die geändert werden müssen, wenn der Gew.rbestand nicht noch größere Lasten tränen soll, al« bisher. — Der zweite Punkt der Tagesordnung werde sich mit dem Plane besassen, zu der vom Steuerausschuß des Abgeordnetenhauses einzuleitenden Prüfung Sachverständige zu entsenden. — W«it«rs wolle man sich mit der Altersversorgung für den Fall der Arbeitsunfähigkeit und mit der Versorgung von Witwen und Waisen besassen. Vom höchsten Würdenträger bi« zum letzten Diener genießen die Beamten die Wohlthat «iner Altersversorgung. Der GewerbSmann müsst nun gleichfalls für sein Alter und für seine Witwen und Waisen etwa« thun. Schließlich sollte ein Antrag der Bleiburger Genossen auf Trennung der Handels- und Gewerb«-Kammern eingebracht werden. Der Vor« sitzende schließt mit der Mahnung: di« Anwe-sende» mögen die Gegenstände sachlich, obne Leidenschaft erwägen und — zur Ehre de« Ge-Werbestandes — die gesetzlichen Grenzen nicht überschreiten! Der Bürgermeister vo» Pettau. Herr Eckl, begrüßt die Gäste in freundlichster Weise und wünscht dem Genofsenschast«tage da« beste Ge« deihen. Von den beiden Kamm«rräth«n, die der Versammlung vorgestellt wurden, erklärt Herr A l t z i e b l e r aus Cilli. er sei zwar nicht als Vertreter der Handels- und Gewerbekammer an-wesend, er werde aber die Beschlüsse de« Ge-nossenschaststages nach besten Kräften in der Kammer vertreten. (Beisall.) Da» neue Steuergesetz. Der Berichterstatter bezeichnet die Para-graphe, die nach seiner Ansicht geändert werden sollen: § 11, 13. 28, 32, 33, 37, 63, 55, 61. 03, 68 und 84. Nachdem der Vorsitzende gefragt hat. ob ein Mitglied der Versammlung zu den vom Berichterstatter nicht erwähnten Para-graphen I bis 1 l das Wort wünscht, beantragt Herr Altziebler di« Streichung des 8 5, der dürftigen Gewerbetreibenden unter Umständen Steuersreideit zusichert; die« fördere ledig-lich das Psujcherwesen, namentlich bei Schneidern und Schustern. Herr Pongraschitsch au« Graz unterstützt den Antrag mit dem Beaierken, daß in L«o b«n am 13. Sepiemder ein gleicher Beschluß gesaßt worden sei. Auch von anderer Seite wird der Antrag unterfUutt. Dagegen meint Herr K r a i n e r aus Marburg, man soll« die von der Regierung erwiesenen Wohl-thaten nicht vtrschmähen, woraus Herr Altziebler erwidert: der Punkt 8 des § 3 befreie ohnedies die ganz armen Gewerbsleute von der Steuer. Herr Pongraschitsch aus Graz erklärt geradezu: die Gewerbsleute verlangen keine Wohlthaten, sondern nur gerechte Äertheilung der Lasten. Der Antrag Altziebler wird angenommen. Herr G r o l z aus Klageasurt beantragt die Abänderung von § 3. dessen fünfter Punkt auch solchen Fabriksarbeitern Steuerfreihtit ge« währt, die außerhalb der Fabrik (als Haus-industrielle) ihre Arbeit für Rechnung «in«s Unternehmens liefern. Das würd« den Ruin de« Gewerbestand«s bedeuten. Nachdem Herr Tischbergtr aus Radkersburg und Herr Pongraschitsch aus Graz ihr« Zustimmung gegeben halten, wird der Ausdruck des Wunsches beschlossen, daß § 3 Absatz 5 wegzulassen sei. Der Berichterstatter erklärt nun. daß die Bestimmung des § 11 gemildert werden müsse, nach der sich sür jede Veranlagungsperiode di« Erwerbsteuerhauptsumme um je 4*8 Perzent ihres letzten Betrages erhöht. Nach eingehender Erörterung, an der sich namentlich Herr K r a i n «r betheiligt, wird der Antrag des Berichterstatters angenommen. Maßgebend für diesen Beschluß war die Erwägung, daß der Staat ja ohnedies als Ersatz für die Verluste von der Erwerb- 1899 steuer die unmitt«lbare Personalsteuer einführt. Zum § 12 bemerkt Herr Denzel aus Marburg, daß Veranlagungsbe,irke n,cht nur. wie die Vorlage meint, die politischen Bezirk« und Landeshauplstädte bilden sollen. Die Ver-onlagungsdezirke mögen vielmehr auch am alle Städte mit selbständigen Satzungen ausgedehnt werden. Dieser Annag wird lebhaft bekämpft und abgelehnt § 13 bestimmt, daß in jedem Veranlagungs-Bezirke eine Krwerbsteue r-C o m m i s s i o n aufgestellt werde, deren Mitglieder zur Hälfte von den betreffenden Steuerpflichtigen gewählt -wird, während «in Viertel der Mitglieder von der HandelSkamm«r und das letzte Viertel vom Fmanzminister ernannt wird. Aui Antrag des Herrn Krain «r auS Marburg wird die unmittelbare Wahl der CommissionS-Mitglieder durch die Steuerpflichtigen als wünschenswert erklärt, wodurch der Einfluß der Handelskammer aus die Zusammensetzung der Commissionen ent- ! fallen würde. Die Erörterung über diesen Punkt j ist sehr lebhaft, da der Berichterstatter einen anderen Antrag gestellt hatte, der jedoch ab-gelehnt wird. (Während der Verhandlung darüber erscheint der ReichSrathsabgeordnete Herr Dr. F o r e g g e r. der sogleich von Mitgliedern de« AuSschussts auf dit Rednerbühne geleitet wird und dort Platz nimmt.» § 28 weist dem Ermessen der Steuer-commission einen weiten Raum zu. Auf Antrag de« Berichterstatters wird daher eine genauere Feststellung ihrer Befugnisse verlangt. §. 32 will solche Gewerbsleute, die mit ftemden Erzeugnissen derselben Gutlunq Handel treiben, bei erheblichem Umfange des leger» auch als Händler besteuern. Bei gering« fügigem Umfange des bezeichneten Handel» ist aber „auf denselben lediglich bei Ausmessung der vom ProductionSbetried entfallenden Erwerb-steuern entsprechende Rücksicht zu nehmen." E« wird der Wunsch ausgedrückt § 5 (Absatz e) möge entfallen. Sehr wichtig ist § 3» der Regierungsor»1 lag«. Er will unter HilsSarbeitern im Sinne de« TaritS auch Lehrlinge verstanden wissen. Der Berichterstatter erläutert nun. daß der Lehrling höchstens in der Fabrik eine Hilfskraft bildet, wo er aber meistens nichts lernt, sondern oft nur ein Bedienter der Maschine wird. Der Hand» werker könn« jedoch den Lehrling so wem« als Hilfsarbeiter betrachten, wie der Staat den Gym> nasiasten als Berufsbeamten. Wenn der Lehrling wirklich zum Schluß seiner Lehrzeit dem Meister etwaS leiste, so werde dieser Gewinn reichlich ausgewogen durch die Verluste an Zeit und Geld, die in der ersten Halste der Lehrzeit entstehen. Der Lehrling dürfe also nicht als Hilssardeiter betrachtet werden. (Angenommen.) Derselbe Paragraph räumt Arbeitern, die das 65. Jahr überschritten habe«», eine Ver-günstigung ein. Der GenossenschastStag hält es für angezeigt, jeden Hilssarbeiter, der da« 45 Jahr überschritten hat, von der Steuer zu befreien. § 37 bestimmt, daß nicht nur di« mensch» licht«, sondern auch die thierischen und mecha-nischen Hilfskräfte zu besteuern sind. Jede mechanisch« Pf«rd«krasl soll als j« süns Arbeit«-träft« in Anschlag gebracht werden. Der Bericht-erstatter meint, es möge sür jede mechanische Pferdelrast nur ein Mann berechnet werden. Dieser Antrag wird angenommen, jedoch mit der Einschränkung: für Motoren bis zu fünf Pferd«kraft«n. Wer stärkere Motoren in Betrieb hat, soll zur Großindustrie gerechnet werden. Di« Vorlag« beantragt im £ 53, daß zur Einziehung der erforderlich«» Nachrichten die Mitwirkung der politischen Behörden und Ge-memdevorstthungen in Anspruch genommen werden können. Nach der Ansicht des Bericht-erftatterS ist diesrr Paragraph, der sich aus ungerechlsertigt«s Mißtrauen gegen die B«völ-kerung gründet und außerdem den Gemeind«vor-stehungen Last und Verantwortung aufbürdet, zu streicht». (Angenommen). Aus ähnlichen Rücksicht«« wird d«r Schluß-sag d«s § 55 zur Streichung empfohlen, der in Steuerfragen die eidlich« Vernehmung von Aus-kunfiSperfonenund Sachverständigen einführen w>". I § 61 bestimmt, daß eint Contingent-Com-Zi'silvn einzusitzen sei, für die der Finanzminister km Vorsitzenden und drei Mitglieder ernennt, während die übrigen sechs Mitglieder zu gleichen Zhnlen von den beiden Häusern de» ReichSraths jtber nicht aus seinen Mitgliedern) zu wählen sind. Sex Berichterstatter meint nun, daß die Mit-gbederzahl dieser Contingenl-Commission viel i» gering sei. Uno weshalb sollen die Mitglieder »m Reichsrath und rom Finanzminister ge» »ählt werden? Weshalb nicht lieber durch die Lindiage. etwa zwei sür jedes Kronland? Die iemmission soll aus 24 Mitglieder» besteben, lie von den Steuerzahlern zu wählen find. Angenommen.) Bei § 63 werden Aenderungen über die ldärigkeit der Contingent-Commission und über ki Stimmenerfordernis zur Erreichung der Rthrheit beantragt; ebenso bei § 68 über Be- nnvnasbegkhren. 8 84 verlangt, daß der Verpächter eines Gewerbes für die dem Pächter bemessene Steuer heften soll. Der Berichterstatter beantragt die kkeichung dieses Satzes. (Angenommen). Dir vom Berichterstatter e>faßte Resolution wird vorbehaltlich aller durch den j Serlauf des Genossenschastsiages bedingten Aenderungen und Zusätze genehmigt. • O m Ter zweite Punkt der Tagesordnung beschäftigt sich mit einem Antrag aus Entsendung ju einer sogenannten Enquete, die vom Lt»erausschuß zu veranstalten wäre. Hier muß eingeschaltet werden, was der ReichSrathsabgeordnete Dr. Hosmann in feimm Begrüßungsschreiben dem GenossenschastS-: Ugt über diesen Punkt mittheilt. Herr Dr. Hof» «ann schreibt, die Versammelten mögen ihre Beschlüsse dem Steuerausschuß durch ihreAbge-«rdaeten mittheilen. Die Einberufung von Sach-»Mndigen (eine Expertise) sei jedoch seines Wissens vom Steuerausschuß nicht geplant. Die Versammlung beschließt, den Wunsch nach der Einberufung von freigewählten Sach» «Mndigen allen Genossen mitzutheilen und dann gemeinsame Schritte zu unternehmen. Gin Zwischenfall. Ein GewerbSmann aus St. M a t e i n ■ernt, das betreffende Rundschreiben möge, auch * slovenischer Spracht ausgefertigt i »erden. Der Berichterstatter drückt sein Bedauern darüber aus, diesen Wunsch nicht erfüllen zu sonnen. Uebrigens spreche ja der Herr auS K>. Marein recht gut deutfch; er werde »» also I auch verstehen. Darauf folgt lebhafte Himmung und allgemeine Heiterkeit. Ob auch ■Dr Jur» ela an dieser Heiterkeit theil-genommen hat, wissen wir nicht; er war während ber Versammlung im Hinlergrunde des Saales | »schienen. Es ist Mittag geworden. Die Sitzung wird af eine Stunde unterbrochen. Dr. Foregger» Ansprache. Nach Wiederaufnahme der Sitzung stellt der Borsitzende als Regierungsvertreter Herrn Commissär P i ch l e r und als willkommenen Saß den Reichsrathsabaeordneten Herrn Dr. Foregger vor. Die Anwesenden erheben sich von den Sitzen. Herr Dr. Foregger drückt zunächst sein Be» dauern aus. einen Theil der Verhandlungen onsäumt zu haben. Aber der Zug sei nicht schneller gefahren, und einen Extrazug habe er sich nicht nehmen können. Der Gegenstand der Verhandlungen habe ihn besonders in« terefsiert und die Anregungen, die er em» saugen, seien gewiß bedeutend. Dr. Fore g * 9«r verweist unter dem Beifall feiner Zuhörer daraus, daß er die Ehre habe. Mitalied des KleuerauSschusses zu sein, und daß er Ge-legenheit finden werde, sür den steirischen Tewerbestand einzutreten. Er müsse bewundern, wie klar die Gewerbsleute die schwierigen Ent-würfe beurtheilen. Um diese Vorlage zu ver-stehen, müsse man alle fünf Sinne haben, und womöglich einen sechsten. Nach einmaligem Anhören sei es kaum möglich, den ganzen Inhalt zu ersassen. Umso anerkennenswerter sei eS deshalb, daß die Anwesenden die Vor-läge so gewissenhaft studiert haben. Die ausgedrückten Wünsche seien durchweg» be-scheidener Natur und können gewiß nicht al» zu weitgehend betrachtet werden. Die Gering-fügigkeit dieser Wünsche bilde aber auch eine Anerkennung für das ganze Re> sormwerk. Die Grundzüge der Vorlage werden nirgends berührt. Desto mehr Au<-ficht sei vorhanden, daß die vorgeschlagenen Aenderungen wirklich durchgeführt werden. Wenn auch Herr Dr. Foregger nicht mit allen Beschlüssen der Versammlung ein-verstanden ist. so darf er doch die Ver-sicherung geben, daß diese Beschlüsse von großer Wichtigkeit sind. Manchmal, sagt der Redner, habe ich bei Ihnen jenen gesunden Egoismus vermißt, der in solchen Fragen nothwendig ist; Sie besitzen Ihre eigensten Interessen und Sie hoben keine Rücksicht auf andere Steuer» träger zu nehmen. Die Anderen werden sich ihrer Haut schon selber wehren; Sie sollen lediglich di« Interessen des Gewerbestande» vertreten! Nun ist e« eine bekannte Thatsache, daß unter allen Berussständen keiner mit so großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. wie der Gewerbestand. Und doch bildet er das Mark des Staates. Für seine Erhaltung sollten alle wahrhaften Patrioten eintreten. . . Den Beweis sür die Geneigtheit des Steueraus-schusseS, Ihre Wünsche zu berücksichtigen, bildet ja die Versendung der Vorlage an alle Genossenschaften. Der Ausschuß hätte dies nicht gethan, wenn er nicht hohen Wert auf unmittelbare Aeußerungen der Steuerträger legte. Sie sollten sich jedoch mit der schrist-lichtn Mittheilung ihrer Wünsche nicht be-gnügen. sondtrn die Entsendung von Sach-verständigen in« Auge fassen, damit sich die Männer des Gewerbes selbst mit den be-treffenden Abgeordneten aussprechen können. Gut wäre es, wenn Ihr Wunsch auch in anderen Kronländern ausgesprochen würde. Doch müßte die Anregung möglichst rasch erfolgen, da da» Gesetz schon zu Neujahr 1894 in» Leben treten soll; was so viel heißt, als daß alle Einzelnheiten in der Mitte de» Jahres 1893 geregelt sein müßten. An der Opserwilligkeit deS LteuerauSschusses ist aller-dingS nicht zu zweifeln. Sorgen Sie aber, daß Ihre Stimme nicht vereinzelt bleibe, damit jener Eindruck gewonnen werde, den Sie an-streben! (Lebhafte Beifallsrufe und Händeklatschen.) Inzwischen waren Drahtgrüße einge-langt vom Reichsrathsabgeordneten Dr. von Kraus, von der Marburger Zeitung und solche aus Villach, Turnau. Aussee, Knittelfeld, Kind-berg, St. Veit und FeldSberg. Altersversorgung. Der d r i t t e P u n k t der Tagesordnung brachte die Erläuterung über eine geplante Ver« forgung für Alter und Arbeitsunfähigkeit wie auch für W i t w e n und W a i f e n. Diese Erläu-terung gab der Buchhalter der Pettauer Spar» casse, Herr Joh. KaSper in Narer und fach» kundiger Weife. Die Vortheile, die fönst den Actionären anheimfallen, sollen den wechselseittg Versicherten selbst zu theil werden. An der Redeschlacht betheiligen sich nament« lich die Herren : Kogler (aus Siezen), Krainer, Potoönif (von der Umgebung Graz) und Pongratschitsch (aus Graz). Schließlich beantragt Herr Hausmann aus Cilli „Schluß der Debatte" und es wird die grundsätzliche Förderung des gemeinnützigen Planes beschlossen. Gewerbekammern. Hierauf verliest Herr M a d e r auS Blei-berg einen Antrag auf Trennung der Handels» und Gewerbekammer, der beim I. Gewerbetag von Kärnten schon zum Beschluß erhoben worden ist. Vor Allem entspringe der Wunsch dem Dränge nach Selbständigkeit. Heute könne von gleichen Jnteressen des Handels und des Gewerbes nicht mehr die Rede sein. Der Handwerker werde zum Hausgesellen de» Han- del» erniedrigt. Und wenn der Handwerker-stand schwinde, würde sich die Socialdtmo« kratie vermehren... Eine Handelskammer habe den Brauereien das Recht zugestanden, Fässer zu erzeugen. Was soll unter solchen Um-ständen der Binder thun ? Die Wiener Handels-kammer habe einmal die Frage gestellt, ob die Schlosser berechtigt seien, einen Ofen zu reparieren u. f. w Die österreichisch»» Consu-late im Au»lande hätten bi»her nur den Großhandel gefördert. E» sollte ihre Aufgabe sein, auch dem Kleingewerbe neue Absatzgebiete zu schaffen. Von den Consulat»berichten werden nur Großindustrielle und Exporteure verstän-digt. welche letzteren durch die Ausfuhr von Pofelwaren den Ruf des Kleingewerbe» schä» digen. Man schaffe Arbeiterkammern, aber bald! (Lebhafter Beifall.) Der An-trag wird einstimmig angenommen. Schluß. Auf die Interpellation eines Gewerbsmannes ergreift Herr Dr. Foregger nochmals da» Wort. Er meint, wer sich sein Geld durch geistige oder körperliche Arbeit verdient, sollte einen nicht nur thatsächlich, sondern auch ver-hältniSmäßig geringeren Steuersatz leisten, al» Einer, der lediglich Coupons abschneidet. Darin würde keine Ungerechtigkeit liegen. Im Gegen-theil, gerade das wäre gerecht. < Lebhafter Beifall.) Schließlich wird dem Vorsitzenden, dem Berichterstatter und dem Ausschuß der Dank der Versammlung ausgedrückl. Die Anwesenden er-heben sich zum Zeichen der Ehrung von den Sitzen. Mit klingendem Spiel zogen sodann die Pettauer Gewerbsleute und ihre Gäste in den Volksgarten, wo der ernste Tag einen heiteren Abschluß sand. Kin Wort an die Delegationen. Herr General V. K i l l i ch e s in Cilli hat ein Buch geschrieben, da», bei Hans Wagner in Graz verlegt und bei Johann Rakusch in Cilli gedruckt, den Titel führt: Studie über einekriegSgtmäßtLösung uns«rer technischen Armee-Frage. Die Deutsche Wacht hat schon in Nr. 56 auf diese» Buch auf« merksam gemacht und eine eingehende Besprechung in Aussicht gestellt. Wir lösen heute dieses Ver-sprechen, indem wir einen Aussatz der TageSpost mittheilen, der sich mit unseren Ansichten voll-kommen deckt. Der erste Abschnitt der Studie ist dem Nachweise gewidmet, daß die heutige Organisa-tion der Geniewaffe unhaltbar sei. Der Verfasser erblickt die Ursachen der UnHaltbarkeit der gegenwärtigen Organifalion in zwei Um-ständen, und zwar einerseits darin, daß sür jeden Genieofficier al» wichtigst« Forderung die Eignung für drn Baudienst aufgestellt ist, und daß nahezu die Hälfte des ganzen Genieofficiers-corps mit einem den Anforderungen des Kriegs-dienstes und dem militärische!» Geiste wider-strebenden Baubetaildienste überlastet ist, anderer» seits aber in der Abgeschlossenheit der Waffe von der taktischen Truppe. Diesen beiden Um-ständen schreibt eS der Verfasser zu, daß nicht nur die militärische Fortbildung deS Genie-ossiciers gehemmt wird, sondern auch, daß in den höheren Armeekreisen allmählich die Ansicht herrschend geworden ist, der Genieofficier sei, mit geringen Ausnahmen, für höhere, rein mili» tarische Dienstesposten nicht geeignet. Diese für die Geniewaffe so kränkenden und für den einzelnen Officier derselben so schädlichen Ver-Haltnisse begründen nach der Ansicht des Generals Killiches, namentlich mit Rücksicht auf die emi« nente Vorbildung deS Genieofficiers, den An-fpruch auf eine gründliche Reform zur „Befrei-ung der Waffe aus den Banden des Friedens-baudienstes durch Wiederherstellung ihres Cha-rakters als desjenigen eines KriegskörperS." Im zweiten Abschnitte verläßt der Ver« sasser den Standpunkt der engeren Jnteressen der Geniewaffe, um sich auf denjenigen der maßgebenderen Interessen der A r m e e zu stellen; er bespricht zunächst die Verhältnisse des Festungs-baues als derjenigen Friedenslhätigkeit der Geniewasie, die der eigentliche Grund der Ver« quickiing des militärischen Dienstes mit dem Baudienste ist, und hieraus den Dienst im Felde, sowohl den sortificatorischen, als den nicht-sortificatorischen (rein technischen) Dienst. Hinsichtlich des FestungSbaueS ist der Verfasser der Ansicht, daß durch Vertbeilung der mit demselben verbundenen Geschäfte an einen nicht nur militärisch, sondern auch sorti-ficaiorisch gründlich durchgebildeten Generalstab und an ein neu zu errichtendes, aus Civil-Ingenieuren zu ergänzendes Militär-Jngenieur-corps eine Entlastung deS GenieossicierS vom Militär-Baudienste ganz wohl möglich wäre. Aus die fortificatorische Thätigkeit der Geniewaffe im Kriege übergehend, bespricht er die Frictionen, die sich zum großen Nachtheile dieses Dienstes infolge deS gegenwärtigen sieben-einanderstehenS des GeneralstabeS und des Geniestabes ergeben. Hieran schließt sich die Dar-legung, daß es nothwendig sei, den Geniestab in den Generalstab ausgehen zu lassen, worauf eine überaus klare und überzeugende Abhandlung über die vielumstrittene Frage des Wertes der Festungen folgt, in der nicht nur die Wichtigkeit der sesten Plätze an sich, sondern auch die unbedingt nöthigen Vorbedingungen für die erfolgreiche Verwertung derselben vorgeführt werden, um hieraus die Reformen abzuleiten, deren die zer-fahren« sortificatorische Organisation bedarf. Als Ktrnpunkt der Reformen wäre — wie bereits angedeutet — die Auflösung des Genie-stabes anzusehen, aber nnter der ausdrücklichen Voraussetzung der Reorganisation deS General-stabs in dem Sinne, daß ein Theil desselben fortificatorisch ausgebildet sei. Von den weiteren Reformvorschlägen hebm wir nur noch den Wunsch nach einer centralen Leitung der selbst-ständigen technischen Truppen durch einen aus dem Generalstabe hervorgegangen?», technisch erfahrenen höheren General hervor. Der wichtigste Punkt des vom General-st a b e ausgearbeiteten, von dem entscheidenden Militärrath bereits angenommenen Planes einer Reform der technischen Truppen ist die Auflösung der Genietruppe, was geradezu im Gegensatze »u den Ausführungen des Generals KillicheS steht, der die Auflassung dieser Truppe als eine ernstliche Schädigung hochwichtiger Armee-Jnter-essen bezeichnet: mlt aller Kraft für den Fort-bestand der aus früheren Zeiten rühmlichst be-kannten Genietruppe eintritt und verlangt, daß den vor einem oder zwei Jahren in dieser Richtung begonnene» Experimenten ein Ende ge-macht werde. Einige allgemeine Bemerkungen über di« Einbeziehung der Festungsartillerie rn dem vom Verfasser projectierten sortificatorischen Organismus, insofern? eine solche Einbeziehung von artilleristischer Seile gewünscht werden sollte, schließen die Abhandlung über die forti-icatorifche KriegSihätigkeit der Geniewaffe. Der Verfasser bespricht hierauf mit einer Sorgfalt und Wärme, die diesem Gegenstande bisher wohl noch nicht zugewendet worden, den nichtfortificatorischen, daS ist reintechnifchen Theil des Kriegsdienstes, schildert insbesondere die mißliche Lage eineS Millionenheeres, wenn eS, etwa in einem Kriege gegen Rußland, in uncultivierien, durch den Feind ausgesogenen oder systematisch verwüsteten Landstrichen über-wintern muß, und betont unter Hinweis auf das Jahr 1812 mit warnender Stimme, daß der Mangel umfassender technischer Vorkehrungen die operierende Armee in die Gesahr bringen könnte, bereit« errungene Vortheile nicht nur nicht ausnützen zu können, sondern wieder auf-geben zu müssen, ja, daß ein solcher Mangel die Armee und selbst den Staat einer Katastrophe preisgeben könnte. Er weist nach, daß in unserer gegenwärtigen technischen Organisation noch gar keine Vorsorge für diese technischen Vorkehrungen getroffen ist. und schlägt zur Ausfüllung dieser mächtig klaffenden Lücke die Errichtung eines KriegSbaucorpS vor, di« er eine erst-berechtigte. unabweiSliche Forderung unserer braven Armee nennt. Im dritten Abschnitt werden die durchzu? führenden, im vorigen Abschnitte skizzierten Reformen, nämlich jene deS Generalstabs, jene der technischen Waffe und die Organisation des Militär-Jngenieur-, sowie deS Kriegsbaucorps unier sorgfältiger Berücksichtigung der Organi-fation unseres Heeres infoweii detailliert, al« dies nötdig ist, um etwaigen Zweifeln hinsichilich der Durchführbarkeit der Reformen von vorne> herein zu begegnen. Der Verfasser verkenn« hie-bei insbesondere die Schwierigkeiten nicht, mit denen die Ausbildung eines tüchtigen General-st a b s schon gegenwärtig zu kämpfen hat; er ist jedoch der Ansicht, daß e» nicht nur nicht geboten, sondern ganz unzweckmäßig wäre, von allen Generalstabsofficieren auch die Verwend-barkeit im sortificatorischen Dienst zu verlangen, und daß eS sich nur darum handle, einen den Anforderungen dieses Dienstes im Kriege ern-sprechenden Theil deS Generalstabs — er nennt diese Officiere technische Generalstabsofficiere — hiefür auszubilden. Die dem Verfasser unbedingt nöthig erscheinende Uebernahme auch der Leitung deS technischen Dienstes durch den Generalstab würde also keineswegs eine durchgreifende Reform dieses Corps im Ganzen, sondern lediglich eine Verbesserung in der Ausbildung der aus der technischen Waffe in den Generalstab zu über-setzenden Officiere erforden». und mit dieser Darlegung werden nach der Anschauung des Verfassers alle Einwendungen hinfällig, die von Seite des Generalstabs gegen das Projekt etwa erhoben werden sollten. WaS daS KriegSbaucorpS anbelangt, fo müßte dasselbe der eine Theil der gesammten Kriegsorganifation des technischen Dienstes werden, deren zweiter Theil die zur Versehung deS militärisch-technischen Dienstes bestimmten technischen Truppen wären, und zu diesen letzteren zählt General KillicheS sowohl ein P i o n n i e r c o r p s, als auch ein Geniecorps, während er in der Organi-sation deS jetzigen Eisenbahn- und Tele-graphenregimentes im Sinne einer engeren Verbindung desselben mit dem Kriegs-bau corps wesentliche Aenderungen nicht für ausgeschlossen erachtet. (Schluß folgt.) Aus Stadt und Land. Kaiser» Namenstag wurde am 4.Octo» ber in Cilli würdig gefeiert. Des Morgens um 8 Uhr verfamnielte» sich die hiesige» Staats-deamten, die hier anwesenden Mitglieder des Heeres, der Bürgermeister von Cilli, andere Würdenträger und eine zahlreiche Gemeinde in der Stadtpfarrkirche. Herr Abt Ogrady hielt unter großer Assistenz eine feierliche Messe ab. Hum Schluße wurde die Volkshymne gesungen: eine Strophe deutsch, zwei Strophen slovenisch. In der deutschen Kirche wurde der Namenstag deS Kaisers am Dienstag gleichfalls gefeiert. Die Lehrer und Schüler der Volks-schulen, der steiermärkischen Landesdürgerschule und der Mädchenfortbildungsschule waren voll-zählig erschienen. Auch eine große Zahl von Vaterlandsfreunden hörte die deutsche Messe an-dächtig an. Vom Hochwürdigen Herrn I. Att e-n e d e r wurde der F e st g o t t e S d i e n st für die städtischen Volksschulen in der bisher üblichen Wei'e abgehalten. Die Schülerinnen des Fort-bildungScurseS und jene der fünften Classe (76 im ganzen) sangen unter der Leitung deS Oberlehrer» Weiß daS vollständig« Amt von H a y d n, de» Chor Großer Gott und die VolkShymne recht schön und mit gebührender Aus-merksamkeit. — Diesem FestgotteSdienst« hat sich auch das Jnstistut Haußenbüchl ange-schlössen. Im DtaatSgymnasium fand am 4. October eine Schulfeier stau, zu der sich außer den Professoren und Schülern zahlreiche Ehren-gäste eingefunden hatten. Da uns die genaue Rangordnung nicht bekannt ist, seien die Herren, die wir bemerkt haben, nach dem ABC. an-geführt: Präsident Dr. Gertscher. General KillicheS, LandesgerichtSrath L u l e k. Oberstlieutenant Mayer, Gemeinderath Traun, Major Freiherr von Ueblagger und Raths-secretär Dr. Z h u b e r von Okrog. Der Ver-treter der Geistlichkeit, wie einige andere Würden-träger, die gleichfalls anwesend waren, können wir nicht anführen, weil uns ihre Namen leid«r nicht bekannt sind. Nach einer kurzen Begrüßung durch dm Director, Herrn Schulrath Dr. K o n c n i k und nach Äbsingiina eines vater-ländischen Chores, hielt Herr Professor Wretschko die Festrede. Er feierte den Kaiser Franz Joseph als Erzieher, der nicht nur der Schule seine Gönnersl afl gewöhn, sondern auch durch sei» persönliches Beispiel erziehlich wirkt. Der Redner Sedachte der kaiserlichen Auszeichnung, die sein >irector jüngst erhalten hat; er gab einige noch unbekannte Züge zum Besten, die deS Kaisers Pflichttreue, wie feine Leutseligkeit kenn» zeichnen; und er schloß mit einer Mahnung an di« Schüler, dem Must«r, das uns Kaiser Franz Joseph bietet, nachzueifern. Auf die Aufforderung deS Festredners brachten die Anwesenden dem Monarchen ein dreimaliges begeistertes Hoch aus, in das sich auch einige Zivio - Rufe mischten. Sonst verlief die Feier ungestört. Die Absingung der VolkShymne in deutscher Sprach« bildete ihren Abschluß. Herr Professor Wretschko wurde von den Festgästen beglückwünscht. Eine Chronik von Eilli wird zur Feier deS 25jährigen Bestandes selbständiger Gemeindesatzungen vom Stadtamt herausgegeben. Die Schrift dürfte ziemlich umfangreich werden. Unser Stadttheater ist am Montag mit BauernfeldS Schauspiel Ein deutscher Krieger eröffnet worden, dem eine Art Huldigung für den Kaiser (zur Vorfeier des Allerhöchsten NamensfesteS) oorauSgieng. ES verdient Anerkennung, daß Herr Galotzy die Spielzeit in Cilli mit einem gut deutschen Stücke eines vaterländischen Dichter« eingeleitet hat. Das Bauernfeld'sche Schauspiel, das mit einer seltenen Feinheit durchgeführt ist. verlangt tiefe« Eindringen in den Geist der Dichtung; dank» bare Rollen — im Sinne deS Schauspielers — bietet «S nicht. Darin mag der mäßige Erfolg des ersten Abends begründet sein. Einen allge» mein gunstigen Eindruck hat der Tarsteller de« Kurfürsten gemacht. Im Uebrigen galt der Bei» sall der Zuhörer mehr den vom Dichter ver-sochlkiien Gedanken, al« dem Vortrag oder dem Spiele der Künstler. Die Heldin scheint reich begabt zu sein; die Undelolfenheit ihrer Bewe-gungen wird sich in demselben Maße lösen, als ihre Befangenheit schwindet. Daß einige Ver-»reter kleinerer Rollen den Anforderungen der hiesige» Kunstfreunde nicht genügen, wird der neue Bühnenleiter wohl selbst heransgesühlt haben. Sein Bestreben muß dahin gerichtet sein, einzelne Lücken auszufüllen und einzelnen Mängel» abzuhelfen. Wir vermeid«» es absichtlich. jetzt schon bestimmte 'Namen zu nennen; denn wir wollen Niemandem weh thun. Aber die unan-genehm« Pflicht: der Unzufriedenheit eines großen Theiles unserer Theaterbesucher Ausdruck zu verleihen, müssen wir erfüllen. Der Schwer« punkt der neuen Künstlertruppe soll ohnedies nicht im Schauspiel, fondern in der Operette liegen: was zwar betrübend, aber in den Herr-ichenden Theateroerhältnisse» begründet ist. Und wir werden d&* Gute dankbar anerkennen, aus welchem Gebiete es auch sri. Warten wir also ab: eS wird schon besser werden! Die Versteigerung der Logen sür unser Gtadttheater hatte ein außerordentlich günstiges Ergebnis. Im Ganzen sind 1651 Gulden eing?gangen. Ein Adeliger erstand seine Loge für 150 Gulden. Auch Herr Director Galotzy konnte jene vier Logen, die ihm zur eigmm Verwertung überlassen worden sind, schon für die ganze Spielzeit verpachten. Man sieht, daß die Knnstfteunde große Erwartung«» hegen: der Bühnenleiter wird diese Erwartungen hoffentlich erfüllen. Ein Theaterbesucher sendet un» folgende Zuschrift: Bei der montägigen Bor-stellung war auf der Stehgalerie eine große Unruh« bemerkbar und trotzdem der Polizei-führer eingeschritten ist, wiederholten sich öfters bei unpassender Gelegenheit von einen, einzelnen betrunkenen Manne die Bravorufe. Es wäre im Interesse der Theaterbesucher, solche Leute sofort au« dem Theater zu entfernen und keine Scho-nung auszuüben. i. Vermächtnis. Die jüngst hier ver-storbene Frau A u e r hat den Stadtarmen taufend Gulden vermacht. 892 Beschlagnahme. Am vergangenen Montag brachte ein Mann in daS Fleischerge-schast des Herrn Grenka in der RathhauSgosse wie R e h g a i S zum Verkaufe und leg» dieselbe sogleich ab mit dem Bemerken, daß die Eigen» thümerin später kommen werde, um da« Geld idjitholen. Herr Grenka untersuchte die Gais »ad fand, daß sie schon in Fäulni« über-«mg. Derselbe schickte um den Fleischbeschauer Herrn Reidinger, der nach vorgenommener Untersuchung erklärte, daß das Fleisch uugenieß-dar sei und beschlagnahmt werden solle, was auch mer Vermittlung des städt. Wachtmeisters ge-Hetze» ist. Am nächsten Tage wurde das be-schlaqnadmte Wild nochmal« unier Zuziehung de4 Stadtarztes untersucht, der ebenfalls dir Un-Meßbarkeit bestätigte und außerdem feststellt«, daß die Gais nicht geschossen, sondern «ingesangen in» abgestochen wurde. Da« Thier ist sodann »im Wasenmeister zur Vertilgung übergeben mrden. Es ist doch unerklärlich, was das Landvolk von dem Städter für Begriff« hat! Anstatt, daß die Leute das Wild selbst verspeist imd sich den Magen verdorben hätten, sollen die Ltadibewodner davon krank werden. Wer weiß me viele Personen Herr Grenka durch die Ver-! «ilasiung der Beschlagnahme vor Erkrankung ge-rette! hat Bemerkt wird, daß nach dem Aus-hmche der Sachverständigen die Gais mindesten« S Tage früher, also noch in der Schonzeit ge-«nM« worden ist. cb. Stor5 Der Männergesangverein G e-sell i g k e i t hält am Sonntag, den v. Oktober itends 6 Uhr im Gasthofe de« Herru Loko-tyegg eine Liedertafel ad. an der sich ein Tanz-lrünjchen anschließen soll. Au» Straniyen lies am 3. Oktober ! bei der Bezirkshaupimannschaft die Drahtnachricht ; ein, e« fei der 21jährige WirtSfohn Johann Latnik plötzlich unter verdächtigen An-zeich m gestorben. Die BezirkShauptniannschaft entsendete sogleich den hitsigen Bezirksarzt Hern» Dr. Keppa an Ort und Stklle, der m Inrine mit dem hiesigen Arzte Herrn Dr. Trümmer sogleich die Obduction der Leich« wmiahm. Dieselbe ergab unzweifelhaft eine ilcsenitvergiftung. ES fand sich Ar-srmk in reichlicher Menge in dem stark an-| Mim Mag'n des Verstorbenen vor. Gerücht-»eise verlautet, der junge kräftige Bursche hab« Wi aus Angst vor seiner Assentierung ver-fester, ein Gerücht, das bei der Lebenslust »et Verstorbenen wenig glaubwürdig ist. Beim GenoffenschastStag in Pettau varea aus Ei l l i anwesend, und zwar als Ver-Klier der Collectiv-Genoffenschaft die Herren Altziebler, Jerebitfchnigg und Lchmuck; als Vertreter der Metallgcnofsen-jchail die Herren U n g e r und HauSmann; a!4 Vertreter der Bekleidungsgenossenschaft die Herren Korofchetz und Jamfcheg; und «13 Vertreter des Gewerbebunds Cilli Herr «igers l, e r g er. Vom Bezirke Cilli wann erschienen: die H«rr«n Günter und 2# d e aus Windifchgraz, sowie Herr Schmuck o*l Lichtenwald. Ein MiHersolg des Fremdwortes. Leim Genossenschaftstag in Pettau wurde viel m Experten, Expertise und Euquvte gesprochen. Nachdem eingehend erörtert worden war, wie jvtlkmäßig «s sei, Experten zu entsenden, war »er der Gewerbsleute fo ehrlich, auszurufen: Ich weiß ja gar nicht, was «in Ex« >>erle ist! Kein Wunder! Weshalb wendet «an nicht da« deutsche Wort Sachverstän-tiger an? Namentlich unsere Abgeordneten Mttn bei ihrem dem Volke gewidmet en Irbeiten alle uanöthigtn Fremdwörter vermeiden. 5»r allzuhäufig dünkt sich der Gelehrt« dtsto g,lehrt», je weniger ihn der Laie versteht. Der Mck der Sprach« aber ist di« Verständigung, , »o dieser Zweck wird durch das Fremdwörter-itsm geschädigt. Wen also nicht Rücksichten auf stiri Dättschthum und auf den guten Geschmack bistnmnni, der follte sich wenigstens von dieser Wen Berechnung leiten lassen. Wie oft wird ein Fremdwort mißverstanden und nur wenig Ltuie sind so ehrlich, wie unser Gewerbsmann « Pettau. ..Deutsche Wacht" Lichtenwald. Herr Dr. Kautschitfch hatte das Unglück, an einem Fußleiden zu er-kranken. Wir wünschen ihm baldige Genesung! Im Bergwerke Dem Lehrhäuer Franz Habe wurde am l. Oktober um 4 Uhr nach-mittags durch das Herabfallen eines Stückes Kohle im Franz Josef-Schachte des Kohlenbergwerkes zu W ö l l a n durch «igen«s Verschulden der Oderschenkel am linken Fuß« gebrochen, weil er nach dem Schuß« di« First« nicht ab-lautete, sondern gleich mit dem Zerstücken der Kohle begann. Im Cementbruch Am 3. Oktober früh 7 Uhr wurden Maria K«r ch l i k e r und Anton Ia « bec, Arbeitsleute des Trifailer Cementbruches durch einen beladenen Material-Wagen, den zwei ander« Arbriterinen auf der dortigen Bahn das über abschüssige Gefälle frei laufen ließen, erreicht und schwer verletzt. Diebftahl Dem Grundbesitzer Stefan Sabukojek inLippa (Gemeinde Tuchern) wurden am 23. Sept. zu einer Zeit, al« sämmtliche Hausleute abwesend waren, Kleidungsstücke und verschiedene andere Gegenstände (im Gesammtwerte von 56 Gulden 29 Kreuzer) von einer Magd gestohlen, die unter Mitnahme ihres Dienstboten-buches die Flucht ergriffen hat. Marburg. Am 15. Oktober übersiedelt die Freiwillige Feuerwehr sowie die Polizeiwoche in ihre neuerrichtete Kaserne gkärntnerstraße Nr. 12), die Eigenthum der tadtgemeinde ist. Rauserei Am 2. Oktober um '/>H Uhr abcuds kam in der Fleischergasse zu Marburg unter Flößern, die in «in«r dort bksind-lichen Schnapsschänke zechten, zu einer Rauferei. Einer erhielt «inen Schlag auf den Kopf und wurde sofort ins städtische Spital befördert. An feinem Auskommen wird gezw«if«lt. Drei Raufer wurden verhastet. Hlom Schwurgerichte. Cilli, am 2. Octob». Vorsitzender Herr Präsident Dr. G e r t f ch e r. öffentlicher Ankläger Herr StAS. Schwentner, Vertheidiger Herr Dr. B a d n i k. Vertreter der Privatdetheiligten Dr. Schurbi. Die 37 Jahre alte Lehrersgattin Karoline G r a ch aus St. Georgen a. d. Sdb. hat in ihrer Rechtsfache gegen Maria Chiba wegen Zahlung von 2000 Gulden am 22. April 1892 vor dem k. k. städt. del. Bezirksgerichte Cilli beeidet, es sei ihres Wissen« und Erinnern« nicht wahr, daß Maria Chiba ihrer Mutier Karoline Ledl den Betrag von 2000 Gulden bar dargeliehen habe; — es sei weiters nicht wahr, daß sie nach erreichter Volljährigkeit d. i. am 3. November 1878 wiederholt, insbesondere aber noch drei Jahre vor dem Tode des Karl Kurz d. i. vor dem 6. Mai 1888 der Klägerin Maria Chiba die Bezahlung des in dem Schuld-scheine vom 25. Oktober 1877 und der Er-klärung vom 1. Juli 1878 verbrieften Dar-lehenS von 2000 Gulden zugesichert habe. Diese Eide waren nun falsch und wurde sonach Karoline Grach über Wahrspruch der Geschwornen zu zweieinhalb Jahren schweren Kerkers mit j« einem Fasttage im Monate, ferner zur Bezahlung der Chiba'schen Kosteuforderung und zur Tragung der Kosten des Strafverfahrens und Vollzüge« verurtheilt. KindeSmord. Vorsitzender Herr Präsident Dr. Ger t» scher, öffentlicher Ankläger Herr StAS. Dr. Nemaniö, Vertheidiger Herr Dr. B a b n i f. Die 24 Jahre alte, ledige Magd Maria K r i st a n aus Oswald bei Ponial hat am 14. August 1892 in den Vormittagsstunden in einem Walde nächst Ponigl ein Kind männ-lichen Geschlechtes zur Welt gebracht, dasselbe aber sofort durch Zertrümmerung des Schädel« mit einem harten Gegenstande getödtet. Sie wurde daher über Wahrspruch der Geschwornen wegen des Verbrechens des Kindesmordes zu 6 Jahren schweren, mit einem Fasttage alle Monate, einmal im Jahr Dunkelhaft, und hartes Lager verfchärften Kerkers, verurtheilt. s Nach dem Jahrmärkte Vorsitzender Herr Präsident Dr. Gertfch er, öffentlicher Ankläger Herr StAS. Dr. Nemanic, Vertheidiger Herr Dr. B r e n c i c. Am Nachmittag des 12. Juli 1892 kehrten die Bauern Martin Pinier und Ka«per Lipovßek je mit einem Paar Ochsen vom Jahrmarkte in Montprei« heim. Unterwegs besuchten sie da« Gasthaus des Lonöaric in Berdo, woselbst sich unter mehreren Gästen der 20 Jahre alte, Grund-besitzerssohn Karl 8 e s k o auS Bedo befand, Martin Pinter gerieth mit dem Wirte in einen scherzhaften Wortwechsel, in welchen sich öeSko unberufen einmischte, so daß ihn Pinter arg beschimpfte; worüber ßeiko ausgebracht wurde und gegen Abends 9 Uhr am Heimwege unweit des genannten Gasthauses durch einen einzigen wuchtipen Schlag auf den Kops mit einem harten Gegenstande den Martin Pinter zu Boden streckte. Der Schwerverletzte kam nicht mehr zur Besinnung und starb am 17. Juli in-folge der Zertrümmerung des Schädels, da das Blut in das Gedirn eingedrungen war. Nach dem Wahrspruche der Geschwornen verhängte der Gerichtshof über Karl Zeöko wegen des Verbrechens des Todtfchlage» die Strafe des fünfjährigen, mit einmal Fasten in jedem Monat verschärften Kerkers. Betrug. Vorsitzender Herr LGR. L u l e k, öyentlicher Ankläger Herr StAS. Trenz, Vertheidiger Herr Dr. Stepifchnegg. Johann Schneeberger, 54 Jahre alte, verehelicht Grundbesitzer aus Sredernik, hat bei der am 6. September 1880 vor dem k. k. Notar Friedrich von Formacher in Drachen, bürg nach seiner verstorbenen Ehegattin Maria Schneeberger gepflogenen Verlavabhandluiig daS Vorhandensein feines aus dieser Ehe mit Maria Schneeberger erzeugten erbsberechtigten Kinde« Anna Schneeberger verschwiegen, demzufolge der gesammte Maria Schneeberger'sche Nachlaß mit 630 Gulden ihm verlaßbehördlich einge-antwortet wurde; er bat also den Irrthum und die Unwissenheit eine« Andern be-nützt, damit eine andere Person an ihren Rechten einen 300 Gulden übersteigenden Schaden leiden sollte. Durch die Erhebungen und durch be> stimmte Zeugenaussagen seiner unredlichen That-Handlung überführt, wurde er nach dem Wahr-spruch der Geschworenen wegen Betrugs zu 18 monatlichem schwerem, mit Fasten verschärftem Kerker v-rurtheilt. Eine verhängnisvolle Züchtigung. Borsitzender Herr LGR. Reitter, öffent-licher Ankläger Herr StAS. Trenz, Ver-theidiger Herr Dr. K o s j t f aus Graz. Die 42 Jahre alte, verh. Grundbesitzerin Maria Lesnik auS SeSdoben ertappte ihre 24 Jahre alte Ziehtochter Johanna Wreßnik am Morgen deS 7. August l. I. bei einem Stell-dichein mit einem verheiratheten Winzer und wurde hierüber derart erzürnt, daß sie dieselbe züchtigte. Das Mädchen legte sich noch am nämlichen Tage zu Bette und verschied um 5 Uhr nachmittags. Man fand bei der Obduction der Leiche mehrere schwere Verletzungen, dann im Magen eine bedeutende Menge Arsenik«. Die Beschuldigte gab die Züchtigung der Zieh-tochter zu, behauptete aber, deren Tod dadurch nicht verschuldet zu haben, indem sie dieselbe nur mit der Hand ins Gesicht schlug und ihr später mit einer dünnen Ruthe zwei Streiche über den Rücken gab, woraus das Mädchen das Hau« verließ und erst mittags wieder zurücklehne. Während des Mittagessens sei e» dann in die Küche gekommen, habe Wasser getrunken und sei dann wiederholt auf den Steinboden der Küche gefallen, wodurch es sich schwer befchädigt habe. Alle diese Umstände wurden von der Vertheidig-ung in überzeugender Weife hervorgehoben, wo-nach Maria Lesnik über Wahrspruch der Ge-schworenen vom Verbrechen des Todtfchlages freigesprochen wird. Kunst, Schriftthum. Wühnc. Die im Verlage von R. v. Waldheim in Wien erscheinrnden Volkskalender: Elmar'« Wiener Bote, sowie der im vorigen Jahre »um erstenmal erschienene Jahie«bote für Oesterreich-Ungarn sind un« soeben zugekommen. Der „Wiener Bote", der seit mehr al« 20 Jahren von Hundert-tausenden mit Ungeduld erwartet wird, ist seit Langem ein Liebling«buch der deutschen Familien in Oesterreich-Ungarn. Da« Jahrbuch enthält u. A. eine Geschichte au« den Tiroler Bergen von Karl Wolf in Meran. dem Schöpfer der Tiroler Volk«« schauspiele, die heuer in Meran »um erstenmal auf-geführt werden. Diese Erzählung heißt H « rzleid und behandelt denselben Stoff, wie da« gleichnamige Schauspiel Wolf«, da« im vergangenen Winter zu Meran gegeben worden und in der Grazer Tage«-post ausführlich besprochen worden ist. Die Geschichte ist, ebenso wie die übrigen Erzählungen mit hübschen Bildern geziert. — Der zweite Waldheim'sche Kalender der Jahre«b»te, der den Zweck verfolgt, Minderbemittelten einen schönen illustrierten Kalender für einen billigen Prei« (20 fr.) zu liefern, erfüllt diesen Zweck in geradezu überraschender Weise. Wir kennen keinen Kalender, der für diesen Prei« auch nur Sehnliche« bietet. Ernst Renan, der Verfasser de« berühmten Werke«: Da« Leben Jesu, ist in Pari« gestorben. Die deutsche EröffnungSvorftillung im neuen L a i b a ch e r Theater hatte großen Erfolg. Mehrere Eillier Kunstfreunde wollen demnächst einen Ausflug nach Laibach unternehmen, um sich selbst ein Urtheil über die Leistungen der deutschen Künstler-truppe zu bilden. Zn Graz werden Volt«schauspiele nach dem Muster von Kraiburg und Meran geplant. Im Wiener Hofburgtheater werden v»lk«thümliche Nachmittag«aufführungen classischer Stück« bei sehr ermäßigten Preisen eingeführt. »iimmtltchk tut «Bttuiatra «Schrr sind ia brtuten t» »tt Loch». Jtantf- un» Siufitolirn - {wittiuiij I' r i t ■ Hauch il Siui. Aremd-ukiste der Stadt gili Gasthof zum„Erzhtr,ogJohann": Anton Rautnik, Kaufmann, Graz; Johann Freiherr v. Reichlin. k. k. Oberst. sammt Frau und Tochter, Graz: Valentin lallhau, Reisender, Sternberg; Gustav Fröhlich, kgl. Hofbaumeister, Dresden; Dr. Eduard Glantfchnig, Advocat. Marburg; Kleinfeller. Reifender, Wien; Emanuel Ritter von Scarpa, k. u. k. Rittmeister i. R., sammt Frau und Tochter, Wien; Bincenz Biebl, t. f. Hauptmann, Graz; Ad. Jarosch, Administrationsbeamte, Graz; Anton Schütz, k. u. k Militär-Rechnung«-rath, Trm««vür; Josef Rosmann, Beamter, Trieft; Girolamo Nardini, Beamter. Trieft ; Karl Siegmund, k. k. Eommissär, Wien ; Joses Nardini, k. k. Gerichts-b«amter, Trieft; Karl Pawlink, Reisender, Frei-waldau, Schlesien; Hedwig Baronin Ott, Station«-Chef«-Gattin, sammt Tochter und Kind«mSdchen, Storö; Clemen« Sagaser, Privatier, sammt Frau, Karlstadt; A. Jilleh, Professor, Cambridge, England; Joses Seidl, Kaufmann, Trieft; Dr. Eduard Wolf-hardt, Advocat. Wien ; Dr. Robert Ritter v. Schaul, Privatier, sammt Gemalin, Wien ; Friedrich Machor, Privatier, sammt Frau, St. Leonhard; Dr. Treschl Josef, Graz. Gasthof Koscher (Wregg): Josef Mandl, Beamter, sammt Gattin, Laibach; Dr. Josef Edler v. Ducor, k. k. Gericht«-Adjunct. sammt Gemalin. Rohitsch; Dr. OrosI, Advocat, Marburg; Emilie Schubitz, Lehrerin, Gonobitz; Otto Hübner, Reisender, Wien; Friedrich Treu. Kaufmann, Schlaggenwald; Karl Lubec, k. k. Finanzfecretär, Graz; Franz Sollar jun., Agram; Julius Sauerbrunn, Procurist, Wien; Adolf Hudov«ki, Senator, Agram; Heinrich Schreiber, Kaufmann, Budapest; I. Meiner, Reifender, Wien ; Loui« Weinel, Reifender, Wien; Elisabeth Kupljen, Notarsgattin, sammt Tochter und Anlonia Jermann, BürgerStochter, Tschernembl; Josef Kragl, Statthaltereibeamter, sammt Frau und Tochter, Graz; Johann Kunej, Pfarrer, Römerbad; Karl Sitte, StationSchef, Landendorf, N.-Oe.; Dr. Josef Kenda. Arzt in Wipppach; Heinrich Flatschat, Montanbeamter, Ear-pano; Wilhelm Gradel, Militär, Wie» ; Kaspar Zernko, Theolog, Hl. Kreuz; Jakob Kitak, Kaplan. Schönstein; Josef Remit, Organist. Schönstem; Maria Margarether, Private, mit Sohn und Tochter, Radker«b»rg; Moriz Jellinek und Alben Steiner, Kaufleule, Wien. Gasthof zum Elefanten: Samuel Zeisler, Reisender, Wien; L. Hermann, Reisender, Wien; Florentine Ferk, Pr»fess»r«-Gattin. Gra,; Marie Goriup, Lehrerin, Gra,: Amalie Schiebt, Gut»b«sitz«rin. Breiten«»; Erna Petz, Lehrerin. Graz; August Nußbaum. Fabrikant, Haidenschaft: Gustav Bezdek, k. t. Reserve-Lieutenant. Ran»; Johann Horak, Privatier, sammt Familie, Prag; Franz Rischlavy. Apotheker, lammt Frau, Wien; Simon Hutter, Kaufmann, Pettau; Johann Kramer, Groß-grundbesitzer, W.-Graz; I. R»«kie»i». k. u. k. Feld-marschall-Lieutenant, sammt Diener, Trieft; Aloi« Zdruhal, k. k. Hüttenverwalter, Wien; Jakob Fürst, Privatier, Gra,; Michael Ekocir, k. k. Oberlieute-naiit. Trieft; Frau K»lsek, Realititenbesitzerin, Sannbrücke; Emil Gonnermann. Kaufmann, Wien. Gasthof zum gold. Löwen: Theobald Zemann. Stadtwachtmeister. Marburg; Han« «roeber, Beamter, Wien; Johann Ogriseg, Realitätenbesitzer, Sauerbrunn; Johann Avar. Realitätenbesitzer, Gna«; Roman Minar, Ingenieur, Pieri«. Küstenland; Wilhelm Fuch«, Postcommissär, Graz;Johann Winter-Halter, Reisender, Marburg ; Franz Puinik, k. u. k. Artillerie Hauptmann. Rohitsch; Johann Wurj.,, kaiserl. Rath und Realitätenbesitzer, Rohitsch; Karl Zeiringer, Taubstummenlehrer. Graz; Georg Kügerl, Lande«-Taubstummenlehrer. Gra, ; I. Krau«, Reisender, Graz ; Franz Flapank, Privatier, Gra,; Franz Skreiner. Privatier, Gra,. Gasthof , u r Stadt Wien: M. Zabedin, Privatier, Gra,; Jgna, Dettela, Kauf-mann, Wöllan ; Fran, Kueß, k. k. G«richt»-Adjunct. Rosegg; Alb. Petschar, Handelsmann, W.-Land«-berg ; Maria Munda. Köchin. Lichtenwald; Andrea« Socebran, Besitzer, Gra,; Helene Schaler, Private, Gra,; Dr. Johann «ersaf, f. f. Notar. Friedau : Martin Lorger. Schulleiter, St. Leonhard b. Taster; Fran, Flantschger. Berj.-Steuer-Revident. Graz; Fran, Krajnik. Reisender. Raudnitz; Karl HauSmann, Reisender. Ära,; Aloisia Bre«nik. Köchin. Gör,; R. Grubitsch, Kaufmann, Gra,: Johanna Negreeli. Köchin. Schleinitz ; Fran, Ricoletti, Bauunternehmer. Gra,; Johann Kerschbaumer, Reisender, Wien; Johann Tomic, Realitätenbesitzer. Landstraß; Aug. Graser. Retsender, Klagenfutt; Johann Dietrich, emsr. Pkarrer, Gra,; Gottfried Trost, Geschäft«-reisender, Gra,; Eduard Geßler, Kaufmann, Wien ; Fran, Doleschal. Reisender. Wien; Iosefinr Ruck. Besitzerin, Landstraß; Alexander Stöger, Fabrik«-direkter, Marburg ; Fran, H. Ascher. Generaldirektor, Gra,; Josef Schwammel, Privatier. Gra,; Fran, Doberschek, Kaplan, Laibach; Rudolf Steinwender, Reisender, Gra,; Gustav Schönreicher, Kaufmann, Graz; Jobann Bauer, Reisender, Sarling; Anton ASker», Kaplan, Praßberg; Arnold Kobn. Kauf-mann, Wien; I. Blasich. Privatier, Agram; Karl Petz, Obsthändler, Mureck; Fran, Wollau-schegg, k. k. GerichtSdiener; Eduard Eonte di Man-,ano. k. k. RegierungS-Rath i. R., mit Frau, Gra,: Jakob Jllouschegg, Realitätenbesitzer und Wirt, mit Herrn Stefan Rasel, St. Veit b. Pettan; Josef Kladnik, Postexpeditor, Fran,; Jakob Meftc, Realitätenbefitzer, Fran,; Leopold Richter, Reisender, Wien ; T. Seher, Reisender, Wien ; Michael Gaber, Schneider. Marburg; Aloi« Sovan, Besitzer, sammt Frau, Et. Barthlmä. Gasthof ,um gold. Engel: Georg Milik von ^.umberak, Privatier, sammt Frau, Agram; Karl Petz, Obsthändler, Mureck; Fran, Kofiitsch, Obsthändler, Mureck; Andrea« Habermann, Besitzer, Mahrenberg ; Anton Hülbling. Schuhmacher, Mahrenberg; Andrea« Ronacher, Gastwirt, Mahren-berg; Georg Puschnig, Besitzer, Mahrenberg; Ludwig We«jak, Ber,.-Steuer-Beamter, Mahrenberg; Andrea« Drofenig, Kaufmann, Wien. Gasthof Stern: Fran, Perschak, Schneidermeister, Mahrenberg; Mathias öusteröic, Realitätenbesttzer, Widem; Jgnaz Ileiic, Grund-besitzer, Husletinzen; Fran, Cucef, Grundbesitzer, Trebetnitz; Adalbert Pauscher, Lederermeister, Hl. Geist; Franz Germuth, Gastwirt, Mahrenberg; Oetavian Suchowaty, Musiker. Wien ; Johann Paul, Schuhmachcrmeister. Mahrenberg; Leopold Paulitsch, Schuhmachermeister, Mahrenberg; Bincenz Ledineg, Schuhmachermeister, Mahrenberg; Josef Kump, r«Jvu" Dinrnist, Drachenburg ; Martin HajZek, Finanzwach-Obermlfseher, Sachsenseld; Johann Ra«worschek, Reisender, Gra,; Josef G«ist, Lederhändler, Wiener« Neustadt; Eorneliu« Grengg. k. k. Lieutenant. Gra,; Andrea« Wesiak, Lederermeister, St. Loren,en Ktbhn ; Jgna, Poljak, f. ung. RechnungS-Rath, Budapest. Gasthof zum Mohren (Skoberne): Josef Schober, Kaufmann, sammt Frau. Mahren-berg; Emerich Müller, Kleidermacher. Mahrenberg; Georg Wornig, Gastwirt, Mahrenberg; M. Tomitsch. Oberlehrer, Lichtenwald; Heinrich Damof«»p, Lehrer. Lichtenwald ; Fran, Tschernouscheg, Station«» chef, sammt Frau und Sohn, Lichtenwald; Rudolf Goritar t. t. Postofieal, Judenburg; Wladimir Lipold. Privatier, Praßberg; Ema Bähr. Eassierin, Wien; Martin Jelouschek, landschaftl. Be,irk«thier-arU. Fraßlau; Leopoldine Stäuber. Private, Stein» brück; Karl Hochholtzer, Ingenieur, Budapest; Marku« Lipold, Bergbeamte i. P., Praßberg; Fran,i«ka Margreiter, Privatier. Gra,; Ehriftl Germel, Realitätenbesitzer, Sulzbach. Gasthof Strauß: I. Pecnik, Grund-besitzer, Wisell; Georg Strauß, Gastwirt, Mahren« berg; Josef Horwaih, Fleischer, W.-Landsbcrg; Matthäu« Kobe,. Schneider, Steinbrück; Michael Jasbe,, Student. Montprei« ; Sigmund Wol,. Schul» leiter, Leutich; Johann Krebs, Gastwirt. Marburg; Valentin Rovak, Grund««sitztr. St. Peter. Brielkalien. Bad I^euhaus. Der Bericht ist leider erst am Mittwoch, also verspätet eingetroffen. An alle Mitarbeiter. Wir bitten, alle Eigennamen und Fremdwörter (wenn solche nicht vermieden werden können) doppelt d. h. mit deutschen und lateinischen Buchstaben ,u schreiben. Die Lieferungsfrist für Berichte ist Dienstag und Freitag abend«. Hingesendet. Hervorragende Leistungen in der Thonöfen-Jnduftrie. Vor wenigen Decenmen noch lag die Thonösen - Industrie und alle damit im Zusammenhange stehenden Fabrikat« in unserer Monarchie sehr darnieder, bi« man zur Ueberzeugung gelangte, angeregt durch die großen Erfolg« der ausländischen Eoncurrenz, daß auch au« unserer heimatlichen Erde gleichfalls je« Produkte zu schaffen seien, durch welche un« da« Au«land bi« dahin infolge der Qualität überragt«. Durch fortwährende Per uche, welche große finanziell« Opfer erheischten, ist e« unserer rühmlichst bekannt« Firma L. und E. Hardtmuth gelungen, Thonöfen ,u erzeugen, die nunmehr dem ausländischen Fabrikate nicht nur ebenbürttg gegenüberstehen, sondern sie sogar in vieler Hinsicht übertreffen. — Welche« Wert die Tbonöfen der genannten Firma erlangt hnben, erhellt am besten darau«, daß deren Fa« brikatc nicht allein rn allen Provinzen unserer Monarchie, sondern auch in fast allen Staaten de« Kontinent« beliebt sind und gesucht werden. Jedermann kann sich im Geschäft«locale (Tegetthofstraße Rr. 6, Gra,), von der Qualität, wie von der fachtüchtigen Au«-sühruntz überzeugen, wo Thonösen in großer Zahl, Sparherde und Badewannen aufgestellt sind. Bon Jntereffe wäre noch ,u bemerken, daß im neuen Rathhause, im Empfangssalon de« Herrn Bürger» meiste?«, von der genannten Firma ein Majolika» Kaminofen gesetzt wurde, welcher sich durch die har-monisch reizende Farben-Znsammenstellung. durch guten Stil und exacte tadellos« Au«führung an«» zeichnet. Die großen Zparhetde in der Land««» Siechenanstalt zu Schwanberg und im zweiten Re-staurant zu Sauerbrunn, wie di« zwei Herde im neuen Hause d«« Herrn Baumeister« I. G. Wolf am Tummelplatze stnd gleichfall« Erzeugnisse der genannten Firm», und geben Zeugni« von der vorzüglichen Leistung«fähigkeit derselben. 75.000 Gulden ist der Haupttreffer der Großen 50 Kr«uz«r Lotterie. Wir machen unser« geehrten Leser darauf aufmerksam, daß di« Ziehung bereu« am 15. October stattfindet. un ßuMnnfetl crldurntiten füfec Vvllllllll l1 »Mlv s>»d d»,ch di- ew«it>»»»lilns Z«b«Ml M a r s 1 d) i» (ItSi tu kpchr». 1892 Schwärze, weiße und farbige Seiden-Damaste voN st. 140 6iä * '77Sp. Mi« (ca. 38 Qual. u. «00 *t14. Sorte» i — »««i>(fon «U«» Flncatc. Entree |>er Person 30 kr. Hacb Sclliss ier Proinctico: BV~ Kränzchen. -M> EXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX! KATHREINER s S Unübertroffener Kaffeezusatz. 860^13 Nnr echt mit dieser Schutzmarke, i# pp Vir Nach" K ä T T 6 6 akmameB Ueberall zu haben Wirt MM, V» e -gfweers- Grosse jO Krcuzer-liOtterie. ZietL-ujag* schon 15. October. E3IaAjLpttre£fer 75.000 7oa— iä hlt zur Herbstsaison sein grosses Lager von Herren-, Knaben-nid KinderhUten in verschiedenen, neugewählten Formen und Farben, Jagdhüte ans Lodenfllz, Pliisehhüte, «»»aufgeputzte Dtmen- nnd HädcbeuhUte, Stranssfedern filr Damenhüte, Plüschkappen niid Filzschuhe in allen Qualitäten zu äusserst billigen Preisen. 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