BrLuumerations-Prcise: Für Laibach: »anzjährig . . 8 fl. 4V kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — « „ Mil derPoft: Ganzjährig...............12 f1- Halbjährig................6 " vierteljährig.............3 » tzür Zustellung ins HauS dieNklj. 25 kr., monatl. 9 kr. einzelne Nummern ti h. Laibacher Redaktion: Bahnhosgaffe Nr. 132. fogblatt Anonyme Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zunickgesendet. Krvedition- & Inseraten-Bureau: Cvngreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von 3g. v. Altin-mayr & Fed. Bamberg.) InsertionSprcise: Für die einspaltige PetitrHe . L 4 kr., bei wikderbolter feiti* schaltung L a kr. , ' . Anzeigen bis 5 ZAleqßO kr. - Bei größeren Jnserateni^j, Sfterer Einschaltung entspre chender Rabatt. Für complicierten Satz beson. dere Vergütung. Rr. 66. DmÄag, 23. März 1875. — Morgen: Gabriel. 8. Jahrgang. Zum Knlturlamps in Oesterreich. (Fortsetzung.) 31m zweiten Verhandlungstage sprachen noch der als Generalredner für den Gesetzentwurf ge-tvzhlte Abg. Suk und der Berichterstatter Dr. ä-o k Beide Redner ernteten durch ihre beredten Ausführungen wiederholt den stürmischen Beifall hta Hauses. Der schneidige Strchzug. welchen Fux »uf das theologische Gebiet des Glaubens,atzeS der Unfehlbarkeit unternahm, war eine geharnischte Ant-tenrt auf die oberflächlichen KatechlSmuS-Tlraden L hochwürdigen Herren Wurm. Weeber und Pflügl. tzbenso waren Kopps °llgemeln-k.rchenp°l.t.sche Beleuchtungen über das Recht des Staates tn dog. tnatischen Dingen zu entscheiden. >° oft bürgerliche Wt in Frage kommen, eine ausgezeichnete rheto- ^'^Wmn^Uwas zeitgemäß ist - begann der Ab-, ifur — und innere Berechtigung hat, so ist es die baldige Erlassung dieses Gesetzes schon vom allaemeinen Gesichtspunkte aus, daß wir bei und i gleichen Umständen dasselbe Bedürfnis fühlen rrMm wie in anderen Ländern, wo d.e Frage schon SLct wurde oder in der Lösung begriffen .ft, 5nb weil wir eS unseren Ideen, unserm ganzen Endpunkte schuldig sind, auch «n Oesterre.ch recht-zeitig und thatkräslig einzutreten in den Kamps Srgen UltramontaniSmuS und Jesuit,Smus und an- deren, ohne Unterschied der Nation, die ünS voran-gegangen, brüderlich die Hand zu bieten zum gemeinsamen Kampfe, damit wir nicht von unseren gefährlichen Gegnern, die einen einheitlichen, allgemeinen Angriffsplan vorbereiten, vereinzelt angefaßt, geschlagen und zertrümmert werden. Der Gesetzentwurf muß mit Borsicht behandelt werden, er enthalte viele Häkeleien und Subtilitäten. Vorerst muß man sich mit den klerikalen Gegnern über die Haltung zum Gesetze zurechifinden; sie würden sich freuen, wenn wir den Altkatholiken die Rechte einer selbständigen Religionsgenossenschaft geben würden; sie wären so gnädig, darauf einzugehen; es wäre wirklich nur ein Gnadenact der Ultramontanen. Denn ultramontan correct müßten die Altkatholiken, nachdem sie schon durch die Bulle als Ketzer erklärt find, vor des heilige Officium kommen und als Ketzer zum Feuertode verurtheilt werden. Beschäftigt man sich ja schon, mit der Wiedereinführung der Inquisition, wo man die Gewalt dazu hat, wie im südamerikanischen Staate Ecuador. Bei uns unterbleibt es gegen das Princip und gegen den Willen der Ultramontanen, weil sie nicht die Macht dazu haben, weil es der arg verpönte Zeitgeist nicht mehr duldet, daß man eine Menschencreatur um ihreS Glaubens willen foltere oder gar verbrenne. Man ist also tolerant, weil man nicht anders kann. Man verweist auf die Lebensschwäche des Alt-katholiciSmuS, man bemerkt spottend, daß er ohne Staatshilfe nicht existieren könne. Nimmt denn aber die ultramontane Kirche nicht beständig alle möglichen Vorrechte und Privilegien und den staatlichen Arm in Anspruch? Ob sie das alles entbehren könne, sei die Frage; der Beweis wäre erst dann gegeben, wenn sie darauf verzichten würde. Man bekritelt die geringe Anzahl der Allkatholiken. Es stehe nicht dafür, um dieses Häufleins willen eine so schwierige Gesetzarbeit zu unternehmen. „Tant de bruit pour une Omelette!“ habe ein Redner ge« rufen: aber mir scheint dieses Citat von dem betreffenden Redner sehr unglücklich gewählt, denn er hat vergessen, unter welchen Umständen dieser Ausspruch gethan wurde. ES war bekanntlich Heinrich IV. von Frankreich, der bei einem Streite um die Communion in die Worte auöbrach: „Soviel des Lärmes wegen einer Oblale!" Aber selbst, wenn es sich um einige Tausende von Altkatholiken handelt, hat der Rechtsstaat die Pflicht, die Beschwerden dieser seiner Bürger anzuhören und gewissenhaft zu untersuchen. Der Staat müsse dafür sorgen, daß nicht einmal ein einziger, nicht einmal der letzte seiner Bürger recht- und schutzlos bleibe. Den Altkatholiken eine Rechtsgrundlage geben, das ist unsere Sache; wie sie dieselbe benützen und ob sie gedeihen werden, ist ihre Sache. (Schluß folgt.) Feuilleton. fein bescheidenes Wort über unsere Nieatersmge! (Von einem warmen X^cotcrfrcunbc.) f-DD-) Soeben haben sich die Pforten unseres LrusmlempelS am grünen Laibachstrande geschlossen, Unfam und verödet liegen jene Raume, m denen tttr, wie alle Jahre, so auch Heuer, dem ge proche-den und gesungenen Worte der Dichtkunst und Sßufif unsere Tribute zollten, oder doch zu zollen bereit gewesen wären, und schon tri" die Frage »vieder an uns heran, wie sich wohl die Geschicke r>i,,'rS der Kunstpflege bestimmten Hauses tn der hschstkommenden Wintersaison gestalten werden? ft dies eine Frage, die gegenwärtig noch voll-^bnimen unbeantwortet vor uns liegt und deren Lng, foferne dieselbe überhaupt in gedeihlicher ^r-ise erreicht werden will, unbedingt schon im Laufe Vr allernächsten Tage spruchreif werden muß^ Bei hH großen Wichtigkeit, welche die alljähnge Sicher-h.rtuna unserer Theaterverhältnisse für das allge-k ine sociale Leben unserer Stadt zweifellos besitzt toJU angesichts der gefährdeten Lage, andererseits in «ch dieselben, wie wir uns nicht verhehlen dürfen, infolge eingeUetener ungünstiger Eonstellationen Heuer befinden, glauben wir eine kurze, möglichst sachgemäß gehaltene Besprechung dieser Angelegenheit nicht für ganz unzeitgemäß halten und uns hiezu die Aufmerksamkeit der Theaterfreunde Laibachs für einige Augenblicke wohl erbitten zu dürfen. Wir wollen es versuchen, den Stand der Theaterfrage, wie sich derselbe auf Grund der uns vom Comitö hiezu zur Verfügung gestellten authentischen Daten gegenwärtig stellt, klarzulegen und jene Mittel und Wege, die unserer unvorgreiflichen Meinung nach zu einer glücklichen Lösung derselben allein zu führen imstande sind, zu erörtern, eventuell zu freier DiS> cussion in Rede und Gegenrede zu bringen, damit die seitens des ComiteS bereits auf den 25. d. M. unberufene Versammlung der Theaterfreunde nicht unvorbereitet, sondern in Kenntnis des wahren Sachverhaltes — wenigstens so weit dies in dem, im» zu Gebote stehenden Rahmen zweier Feuilletons erreichbar ist — zur Berathung und Entscheidung dieser Frage herantreten könne. Wie bekannt, beträgt die der jeweiligen Theater-Unternehmung seit Jahren gezahlte und auch von den Heuer eingekommenen Bewerbern für die kommende Saison in ungeschmälertem Maße beanspruchte Subvention (nebst den ihr außerdem noch alljährlich zugewiesenen 13 Thcatelfondslogen im beiläufigen Erlöse von circa 1500—2500 fl.) im Barem netto 4000 fl. Oe. W. Da nun der, obgleich zur Zahlung hiezu zunächst berufene Landesausschuß an dieser Summe bloS mit dem, im Gegenhalte zu der slvvenischen Subvention per 2400 fl. geradezu lächerlich geringen Betrage per 900 fl. participiert, so entfällt somit die Deckung des ganzen übrigen Restes per 3100 fl. auf die Logenbesitzer und Theaterfreunde Laibachs, welche diese Summe jahrtitr, jahraus im Privatsubscriplionswege mühsam auf-zubringen genöthigt sind. Zu diesem Zwecke verpflichteten sich die in dieser Angelegenheit natürlich auch materiell sehr wesentlich mitinteressierten Logen-besitzer in einer vor einigen Jahren abgegebenen binden-den Erklärung zur Zahlung eines fixen, jährlichen Beitrages, welcher für Parterrelogen auf je 35 fl., für Logen im I. Range auf je 40 fl, und für die im II. Range auf 30 fl. festgesetzt wurde und von allen 55 (10 + 18 + 21) Privatlogen zusammen* genommen einen Jahresbeitrag von 1890 fl. erzielt. Die von der krainifchen Sparkasse, diesem in unermüdlichem Wohlthun und Unterstützen aller edlen und humanen Zwecke einzig dastehenden heimischen Anstalt, mit dankbar anzuerkennende Generosität alljährlich gespendete Theatersubvention per 300 fl. hinzugerechnet, ergibt eine Summe von 2190 fl. wornach also zu dem, wie oben angeführt, privater-seit« aufzubringendem Subventionszuschusse per 3100 fl. noch immer nahezu 1000 fl. mangeln, welche von dem übrigen, nicht logenbesitzenden Theater« Politische Rundschau. Laibach, 23. März. Island. Beide Häuser des Reichs-rathS hielten am Samstag Sitzung. Im Abgeordnetenhauses welches seine letzte Sitzung vor der Vertagung des Parlamentes abhielt, wurde die Verhandlung über den Gesetzentwurf, betreffend die Fusion der Nordwestbahn fortgesetzt und schließlich der Vertagungsantrag des Abg. Fux angenommen. Vorher hatte der Finanzminister das Wort ergriffen, um die Stellung der Regierung gegenüber der Vorlage zu beleuchten. Zum Schlüsse folgte eine Reihe von Jnterpellationsbeantwortungen, worauf das Abgeordnetenhaus sich vertagte. — Der galizische Landesmarschall, Fürst Leo Sapieha, der im Ofenheimprozeß als Zeuge vorgeruscn wurde, wurde „über eigenes Ansuchen" der Würde eines Landesmarschalls enthoben und der ehemalige Ministerpräsident Graf Alfred Potocti zum Landesmarschall ernannt. Aus Böhmen ist eine ebenso unerwartete wie erfreuliche Nachtragsmeldung über den Ausgang der Städtewahlen zu berichten. In der Gruppe der Städte Landskron, Wildenschwert und Böhmisch-Trübau ist es nemlich den deutschen Wählern Lands, kronö diesmal gelungen, die Majorität zu erringen und die Wahl des verfassungstreuen Candidaten Niederle durchsetzen. Schon seit zehn Jahren war die durch verfassungstreue und deutsche Gesinnung ausgezeichnete Stadt Landskron, Dank ihrer Zusammenkoppelung mit den zwei anderen czechischen Städten, der directen Vertretung im Landtage beraubt. Die Czechen pochten mit besonderer Genugtuung auf ihre Parteiherrschaft in diesem Bezirke, in dem sich vor seiner Einsperrung wegen Betruges früher immer der Eigentümer der „Politik" hatte wählen lassen. Die Wahl eines verfassungstreuen Abgeordneten in diesem Bezirke ist für die föderalistische Opposition in Böhmen, für Alt- wie für Jungczechen ein ebenso schwerer Schlag, wie bei den vorjährigen Wahlen der Verlust des Tauser Bezirkes, wo bekanntlich wider alles Erwarten die Wähler sich selbst einen verfassungstreuen Candidaten aufstellten, der auch die Majorität erhielt. In der Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses vom 19. d. hat die äußerste Linke wieder einmal zum Fenster hinausgefprochen. Ernst Simonyi warf anläßlich des Finanzbudgets der Regierung, speciell aber dem Finanzminister Szell Unehrlichkeit vor, da die Regierung jene Steuer« crhöhungen, welche sie vor den Wahlen zu perhor-rescieren vorgebe, nach den Wahlen einzuführen be- absichtige. Szell wies diesen Angriff mit der Berufung auf jene Erklärung zurück, in welcher die Regierung für den Fall, als die gegenwärtig geplanten Maßregeln, unter welchen sich auch eine Steuererhöhung von fünf Millionen befindet, zur Beseitigung des DeficitS nicht ausreichen sollten, eine weitere Steuererhöhung in Aussicht gestellt hatte. Gegen den Vorwurf der Unehrlichkeit verwahrte sich Szell unter allgemeinem Beifall in energischer Weise. Im Oberhaus kündigten Graf Ferdinand Zieht) und Graf Johann Ejiraky, der erstere unter Berufung auf die im Haufe weiterverbreiteten Tendenzen, die Bildung einer konservativen Partei, respective einen Anschluß an die Partei Senny-y als Corrollar zu der neuen Parteibildung im Unterhause an. Ausland. Das preußische Abgeordnetenhaus vertagte Samstag seine Sitzungen bis zunl 5. April. Die dritte Lesung des „Brol-korv g e setz es" wird erst nach dem Wiederzusammentritt des Hauses vorgenommen werden; inzwischen wird man sich auch über die Frage schlüssig machen, in welcher Weise llericale Ueberraschangen, wie die Verlesung der Encyclica, abzuwehren sind. Einer erheblichen Beschränkung der Geschäftsordnung zeigt sich die liberale Presse nicht gerade sehr geneigt. Die „Nationalzeitung" meint mit dem Abgeordneten Gneist, daß die Zeit des Redens überhaupt vorbei und die des Handelns gekommen sei. Man discutiere heute um nichts anderes mehr, als ob eine Anzahl von Personen in Preußen gleichsam exterritorial seien und das Recht zum Widerstand gegen die Staatsgewalt besitzen. Derlei könne aber überhaupt nicht zur Diskussion kommen. Zu dem im Namen der preußischen Bischöfe vom Erzbischof von Köln an das preußische Abgeordnetenhaus gerichteten Protest bemerkt die „Nat.-Ztg.": „Wenn die Bischöfe sich wirklich ge» gen das Gesetz über die kirchliche Vermögensverwaltung negativ verhalten und die Bildung der Gemeindeorgane zu verhindern suchen werden, so wird die Folge sein, daß der Staat die Verwaltung des gesummten Pjarr» und localen Kirchenvermögens co mm i ff arisch in die Hand nehmen muß. Eine enorme Frage, welche aber die Bischöfe mit sehenden Augen herbeiführen." Das Ereignis in der Sitzung des englischen Unterhauses vom 16. d. M. war, daß Gladstone zum erftenmate in dieser Session das Wort ergriff, ein Ereignis, bas von den Opposi-tivnsbänken mit lautem Jubel begrüßt wurde. In seiner kurzen aber sehr geistvollen Rede warnte er die Regierung vor einer reaktionären Gesetzgebung über den Stellenverkauf im englischen Heer, \st fragte, ob es weife, patriotisch oder selbst schickli für das Haus sei, sich mit einer Gesetzgebung $ beschäftigen. die darauf hinziele, dem Reichtho einen Voriheil über Fähigkeit, Bildung und jjtiü einzuräumen. — Uebrigens wurde nach lebhaft Verhandlung, in welcher auch der neue Führer dr Opposition, Hartington, fii) betheiligte, diertfl tionärc Vorlage der Regierung angenommen. Die madrider Regierung gibt mittels die Echtheit des Uebereinkommens mit Cabrrr zu, indem sie nur erklärt, die Veröffentlichung dk hierauf bezüglichen Urkunden sei nicht von ihr au? gegangen. Die den Carlisten darin zugestanv nen Bedingungen sind ein sehr beredetes ZeugO daß die Regierung sich nicht die Macht zutraitt, Bürgerkrieg mit den Waffen zu beendigen. @81 jetzt geradezu eine Lebensfrage für die madrider ® gierung geworden, daß die Carlisten wenigsten« M Mehrzahl nach das Ucbereikommen wirklich aitntj men. Es gehen der „Pr." hierüber folgende Hnbn tungen zu: „Die sogenannten Alten unter W Carlisten, die Veteranen, die Carlisten von rei« Rate, sowie die Jungen, welche sich nur aus Hi gegen die Revolution den Carlisten angeschlvsio sind mit Cabr era einverstanden. Dagegen 6 kämpfen die Glücksmacher, sowie die NeofathotiÜ leidenschaftlich den Gedanken eines friedliche» Bi gle chö. Zwischen den beiden Gruppen dürfte * jetzt zum offenen Conflict fontmen." Zur Tagesgeschichte. — Kaiser Ferdinand. Man schreibt dem F T." aus Prag: lieber das Befinden des Kaisers dinand werden zwar beruhigende Bulletins ausgegeben. W ist die Situation mit Rücksicht auf das hohe Aller des eine entschieden ernste. Falls das schlimmste eintretm fei so kann man sich auf große Veränderungen in der schiner Hofburg gefaßt machen. Die Kaiserin dürfte IM verlass.» und sich auf ihren prächtig restaurierten @if !: Stra im Venetianischen zuruckziehen, während in der W* Hofburg Erzherzog Karl Ludwig entziehen soll, der #M vor drei Jahren gemachten Testamente als Erbe aller fideicommiffarischen 9ieichthiimer des Kaisers Ferdinand gesetzt worden ist und auf dessen förderndes @itiroirfcn k Kunstgenossenschaften Prags bereits große Hoffnungen W Jetzt gehen ein großer, wenn nicht der größte Tbeil * Revenüen des Hradschiner Hofes, selbstverständlich * Wissen und obne Willen des tränten, greisen Kaisers, Spanien zur Erhaltung der carlistischen Truppen. ® bekannt, wie bescheiden der Haushalt am Hradschin ist, rend das Einkommen bei der musterhaft rationelle» publicum im SubscriptionSwege hereingebracht, respective, um uns eines mehr richtigen als klassischen Ausdruckes zu bedienen, — herausgepreßt werden müssen. Wie schwer dies nun alljährlich ging, wie viel Aufopferung an Zeit, Mühe und persönlichen In-teressen eS die einzelnen Comitömitglieder, vor allen ihrem mit unvermeidlichem Eifer und einer seltenen geradezu bewunderungswürdigen Geduld und Un-verdrosscnheit sich der Geschäfte widmenden Obmanne, Herrn Direktor Mahr, kostete, alljährlich die vielen, oft 3 bis 4mal wiederholten Gänge, Vor. fteöungm u. f. w. zu den erwähnten 55 Theater. Großgrund- und übrigen p. t. Kleinbesitzern zu unternehmen ; wie mitunter so manche peinliche und un-angenehme Erfahrung mit in den Kauf genommen werden mußte, bis es endlich nach langen Mühen und Plagen gelang, die benöthigten Summen aufzubringen, um das nächste Jahr gleich wieder mit derselben sauren Arbeit von vorne zu beginnen, — das vermag nur derjenige ganz zu ermessen, der selbst schon einmal in seinem Leben mit ähnlichen undankbaren VertrauenSstellen beglückt wurde und den Leidenskelch derartiger von Jahr zu Jahr wieder-lehrender Preßgänge persönlich auszukosten Gelegenheit hatte! Daß sich da» Comitö dessenungeachtet diese Arbeit nicht verdrießen ließ, und sich derselben jahrelang mit Eifer und ititvertiofftott Gröirfd unterzog, beweist eben nur, wie sehr das Theater-publicum Laibachs demselben zum Danke verpflichtet ist, läßt andererseits aber auch feine vor einigen Tagen erfolgte MiffionSniederlegung, wie wir, trotz unseres lebhaften Bedauerns hierüber, offen zugestehen müssen, nicht ganz unerklärlich erscheinen. WaS das Comitö hauptsächlich hiezu veranlagte, war eben der Umstand, daß die Theilnahme des Publicum« an dem Theater von Jahr zu Jahr immer mehr und mehr erlahmte, die SubscriptionSgänge immer schwieriger und erträgnisärmer wurden, wo nicht sogar direkter Abweisung begegneten, und selbst subskribierte Beträge — wie wir dies namentlich seitens einiger Logenbesitzer anzuführen in der Lage wären — oft gar nicht ober nur in reduciertem Maße gezahlt wurden, fo daß sich die Arbeit des Comitös immer schwieriger und undankbarer gestaltete, um endlich im Lause der heutigen Saison sogar bis zu einem ausgesprochenen, noch heute unbedeckten Deficite von nahezu 200 fl. ö. W. heranzuwachsen, obgleich vom vorigen Jahre her noch ein Ueberschuß von 230 fl. existierte, der Heuer natürlich hiezu geschlagen und zur theilweise Deckung des ursprünglich eigentlich Über 400 fl. betragenden Abganges verwendet wurde. Es ist nach allem dem somit wohl evident, daß ein entscheidender Schritt geschehen muß, um dieser sich von Jahr zu Jahr wiederholenden Misere radikal abzuhelfen und unsere Thleaterfrage ein für allemal auf gesündere und verläßlichere zu stellen. Wenn wir die einzelnen Faktoren inl ziehen, die naturgemäß in erster Linie dazu wären, die Sichcrstellung unserer Thealerverhi in die Hand zu nehmen, so tritt uns zunächst das Land selbst, beziehungsweise dessen ejer Bertretungskörper, der Landesausschuß, als tu entgegen, von dem wir, wenn es nach Recht Billigkeit ginge, entschieden eine weit ausgiebigere die bisher geübte Unterstützung des deutschen The« dieses so wichtigen socialen BildungSmIttelS Stände, erwarten und beanspruchen dürfen. Ö klingt es nicht wie Ironie, wenn wir lesen, da? Land die wenigen, kaum 24 bis 30 slovemst Vorstellungen mit einer JahreSsubvention per 24W somit per Abend mit 80 bis 100 fl. ö-tiert, während es die in künstlerischer und vilW* Hinsicht unvergleichlich höher stehenden 150 Vorstellungen mit einem wahren Ctttrigw* , 900 fl., also mit 6 fl. per Abend, abfindet; a»WJ hievon, daß diese 900 fl. zugestandenermaßm lich keine Subventionierung des deutschen »9 . sondern nur ein demselben als Entschädigt «bkauftsumme für die abgetretenen vier »ve Monat zukommender Betrag sind, daher all" genommen auch nur der vom Lande für v» lichüng der slovenischen Borstellünge« gelkifle schast auf den kaiserlichen Domänen flcfi von Jahr zu Jahr steigert. So hat 3. B. die Milchwirtschaft im letzten Jahre allein einen Reingewinn von 100,000 fl. ergeben. Jetzt skblen dem greisen Kaiser die Kräfte, um zu verhindern, daß Millionen zur Anfachung des Brandes, der Tausenden das Leben kostet, nach Spanien gehen, aber als vor zwanzig tzahren in einem Burgfliigel am Hradschin Feuer ausbrach Und das Militär zum Löschen herbeieilte, da rief Kaiser Ferdinand, man solle es lieber fortbrennen lassen, ehe das Leben eines Soldaten gefährdet werde. Nach dem Brande »rhielt die Quarta des Gymnasiums der Neustadt als Stil-«»sgabe. den Brand in der Hofburg zu beschreiben. Ein tzchiiler erwähnte in der Aufgabe rührend der eben citierten SSorte Kaiser Ferdinands. Dem Klassenlehrer (jetzt ein Domherr) glückte es, diese Stilaufgabe vor die Augen des iichrs gelangen zu lassen, worauf die Klasse mit dem Bilde btj heiligen Aloisius und der betreffende Schüler (ein Hsraelit) mit einer hebräischen Prachtbibel vom Kaiser be-tenft wurde. ___________________________ Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (UrainischerGrundentlastungsfond.) Dn krain Landesansschnß hat beschlossen, den Voranschlag fceg krainischen Grundentlastungsfond pro 1876 in den Erfordernissen mit 630,962 fl., in der Bedeckung mit 412,556 dulden 80 kr., darunter 20perz. Zuschläge zu den directen Beuern per 200,000 fl., 20perz. Zuschläge zur Verzehrnngs-kkrer mit 61,816 fl. 80 kr., sohin in einem erforderlichen tzt-atsvorschusse von 218,405 fl. 20 kr. dem Landtage vor-riligen, sowie das Ansinnen der k. k. Negierung auch pro I875 einen LOperz. statt des lOperz Berzehrungssteuer-r»schlags den Einkünften des Grundentlastungsfondes zu krwirken, dem Landtage zur Schlußfassung mitzntheilen. — (Gemeind e r a t h s w a h l e n.) lieber Beschluß ^ Gemeinderathes vom 9. März l. I. wird den Wahl-brrechtigten bekannt gemacht, daß die Ergänzungswahlen stzr den Gemeinderath für das Jahr 1875 im städtischen ^thsaale in nachbenannter Reihenfolge vorgenommen wer-V- a) Der dritte Wahlkörper wählt am 5. April l. I., tnmtitggs von 8 bis 12 Uhr, fünf Gemeinderäthe. Sollte »me engere Wahl nothwendig werden, so wird diese den lieblichen Tag von 3 bi« 6 Uhr nachmittags stattfinden. Die Wahl des zweiten Wahlkörpers für drei Gemeinde-tfofc findet am 6. April l. I-, vormittags von 8 bis 12 eine etwa nothwcndig gewordene engere Wahl am 7 April von 8 bis 12 Uhr statt, c) Der erste Wahlkörper »Mt zwei Gemeinderäthe am 8. April l I. in den Vor-diittagsstunden von 8 bis 12 Uhr, einenöthige engere Wahl »dird denselben Tag nachmittags von 3 bis 6 Uhr vorge-i,0nmm werden. Die Wählerliste und Stimmzettel werden d»n Herren Wahlberechtigten demnächst znkommen gemacht «dkiden Hievon werden dieselben mit dem Beifügen ver-«»ndiget. daß nach 8 39 der hierortigen Gemeindeordnung allfällige Einwendungen gegen die Giltigkeit der stattgefundenen Wahlen binnen längstens acht Tagen nach vollendetem Wahlacte beim Gemeinderäthe einzubrlngen find. — (Probewahlen.) Zahlreiche Wähler des dritten Wahlkörpers versammelten sich gestern abends im Clubzimmer der Casinorestauration zum Zwecke einer Probewahl als Ersatz der nach den Bestimmungen des städtischen Ge-meindestatnts austretenden Gemeinderäthe Fink, Hauffen, Ko-mar, Mikusch und Plautz. Der Obmann des Wahlcomitvs, Herr Karl Deschmann, hielt eine Ansprache an die Wähler, setzte die Wichtigkeit des Wahlactes auseinander und ermahnte die Wähler nur solche Männer mit ihrem Vertrauen zu beehren, welche sich nicht als willenlose, blinde Werkzeuge für nationale oder klerikale Zwecke würden brauchen lassen, sondern, von der Wichtigkeit ihres Mandates durchdrungen, zum besten des Gemeinwohles zu wirken bereit wären. Bei der vor-genommenen Probewahl vereinigten die Herren Jos. Hauffen, Franz Doberlet, Dr. Emil Ritter v. Stöckl, Lorenz Mikusch und Joh. Komar die Mehrzahl der Stimmen für sich. — Die Probewahlen des zweiten WahlkörperS finden heute um 8 Uhr abends statt. — (Bei der Verlosung) zum besten des krainischen Schnlpsennigs, wurde dem Inhaber des Loses Nr. 68 der Gewinnst bestehend in zwei Oelsarbendruckbildern gutheil. — (Der vierte und letzte Kammermusik« b e n d) findet morgen statt. Zur Aufführung kommen: W. A. Mozart: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncell, A-dur; F. Schubert: Streichquartett-Satz (Fragment), C-nioll; Robert Schumann: Quintett, Es-dur, für Pianoforte, zwei Violinen, Viola und Violoncell. — („Neue Illustrierte Zeitung" Nr. 12.) Illustrationen: Anton Rubinstein. — Die Kirche in Perch-tholdsdorf bei Wien. (Nach der Natur gezeichnet von I. Berndl.) — Bilder aus Norwegen: In Romsdalen. — Bilder aus Norwegen: Die Horuntinderne. Das Krankenhaus in Christiansund. Im Fjord von Framnäs. Fjord von Feblnngsnaeset. — Kirchengang der Schuljugend. (Nach einem Gemälde von V. Nautier.) — Albanesische Trachten. (Nach Photographien ans Holz gezeichnet von I. W. Frey.) — Der Südoststurm im Canal la Manche. — Jean Bap-tiste Camille Corot. — Texte: Heimatlos. Von B. M. Kapri. (Fortsetzung.) — Die Ernährung des Menschen. Von Dr. S. Hajek. — Jean Baptiste Camille Corot. — Bilder aus Norwegen. — Kirchengang der Schuljugend. — „Zu spät." Novelle von Capitan Ul. Dillinger. (Schluß.) — Südoststurm im Canal la Manche. — Die Kirche in Perch-tholdsvorf. — Albanesische Trachten. — Der Kampf um ein Erbe. Roman aus dem Englischen, von George L. Aiken Deutsch von Taver Riedl. (Fortsetzung.) — Anton Rubin-stein. — Die Bilder vom Nordpol im wiener Künstlerhanse. Von Emerich Ranzoni. — Kleine Chronik. — Schach. Verstorbene. D e n 22. M 8 r z. Josefine Strukl, Fleischhauers-Kind, 14 Monate, Polanavorstadt, Tnbercnlose. — Apollonia Bonadaj, Privatschreibers-Witwe, 31 I., Hühnerdorf Nr. 37, Gehirnhautentzündung. ProdkUlchlm. Das gefertigte Comitö beehrt sich hiernit zu den anläßlich der bevorstehenden Gemeinderathswahlen zu veranstaltenden Probe wählen einzuladen. Dieselben finden statt: Für den II. Wahlkörper: heute, 23. Marz 1. I. Für den I. Wahlkörper: Mittwoch, 24. Mär? I. I. Sämmtliche Versammlungen, um deren pünktliche» und zahlreichen Besuch seitens der Herren Wühler dringendst ersucht wird, werden im Casino« Glassalon abgehalten und beginnen jedesmal abends 8 Uhr. Laibach, am 18. März 1875. Vom Cenlral-Wahlcomitv des constitiltiollcllen Vereins. Witterung. Laibach, 23. März. Herrlicher Morgen, dann trübe, schwacher Ost. Temperatur; morgens 6 Uhr — 8 9°, nachmittags 2 Uhr + 4-2« C., (1874 -f 9.4«; 1873 + 98° C.) Baro-meter 73V75 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 2 7°, um 6 0° unter dem Normale. Telegraphischer (Kursbericht am 23. März. Papier-Rente 71-40 — Silber-Rente 75-85 — 1860er Staats-Anlehen 112 40 — Bankaktien 9ti3.— Sredit 237 25 — London 11140 — Silber 104-50. — K. k. Münz-ducaten 5 23. — 20-Francs Stücke 8 88. — 100 Reichsmark 54-45. Zahnarzt Docent Dr. Tänzer aus Graz ordiniert hier, Laibach, „Hotel Elephant", Zimmer Nr. 36 und 37, 2. Stock, in der Zahnheilkunde und Zahntechnik täglich von 8 Uhr früh bis 5 Uhr abends. (203) 2—1 Aufenthalt bis inclusive Lharsamstag. Dr. Tänzers Autiseptikan-Mundwaffer. Zahnpulver und Zahnpasta sind zu bekommen b:t den Herren C. Mahr; Apotheker B i r s ch i tz und P i c c o l i in Laibach und in Den Apotheken in Krainburg, Lack und Stein. *Wion ruaerählt werden müßten, was dieselbe aus $300 fl erhöhen und die maßlose Ungerechtigkeit dieses kifferiitableaus noch viel flagranter erscheinen Wen würde. Vielleicht gelingt es unseren liberalen % aeordneten im Landtage, insbesondere dem ebenso tühiigtn als hochbegabten Vertreter der Stadt Lai. U. hierin Abhilfe zu treffen und die LandeSver-tJmta zu einer ausgiebigeren und gerechteren Unter« Atzung des deutschen Theater« zu bewegen; weS> Wb wir uns auch erlauben, ihnen diese Frage, für btten glückliche Lösung sie sich gewiß des herzlichsten Dankes aller Theaterfreunde Krainö versichert Hallen können, anläßlich der bevorstehenden Landtagssession das wärmste und dringendste anzuempfehlen. Als zweiten Factor, der, wenn auch nicht in «kichern Maße wie da« Land, so doch sicherlich auch gewisser Hinsicht berufen wäre, etwas für die fcr6a(tung des Theaters zu thun, glauben wir mit 6 L wohl auch die Stadtgemeinde Laibach nennen fc, können. Die Bewohner Laibachs participleren innSchst an den Vortheilen und Annehmlichkeiten H.* guten Bühne, und ebenso sind e« gleichfalls L ^ster Linie wieder die Bürgerschaft und die Ge. WbSlente unserer Stadt, denen die zahlreichen, unbedeutenden materiellen Zuflüsse, die mit der «li-hrlichen Anwesenheit eine» verhältnismäßig so ^tutenden Körper», wie ihn unser Theater an Personen erfordert, verbunden sind, zugute kommen; und endlich bildet das Theater gewiß auch für viele, die geneigt sind, sich hier niederzulassen, einen sehr wesentlichen und nicht selten ausschlaggebenden An-ziehungsgegenstand, ohne welchen sich vielleicht so mancher von ihnen ohneweiterS für ein anderes Domicil entscheiden und unserer, im Winter außer dem Theater wohl nur sehr wenig anderweitige Zerstreuungen bietenden Stadt den Rücken kehren würde Dies sowie noch manche andere Momente, die wir — auch abgesehen von dem selbstverständlich auch hier seine unverminderte Giltigkeit habenden Momente der allgemeinen Bildung und Geschmacksveredelung — noch anzuführen in der Lage wären, sind gewiß genug der Gründe, die für unsere Ansicht sprechen und die es daher zum mindesten nur recht und billig erscheinen lassen würden, wenn auch die Vertreter unserer Stadt sich entschließen wollten, zur Erhaltung und besseren Fundierung der deutschen Bühne einen entsprechenden, wenngleich auch mit Rücksicht auf die beschränkten Mittel der Gemeinde nur bescheidenen Jahresbeitrag zu bewilligen. Sie dürften die vollste Gewissensüberzeugung mit sich nehmen, hiemit gewiß keinem unwürdigen Zwecke zu dienen und nur einem ebenso wohlberechtig, ten als nachahrnenswerthen Beispiele vieler anderer Städte, humaner Corporation-» und Institute, die das Gleiche thun, gefolgt zu sein. Als ein, wenn, gleich subjektiv nicht ganz gleichartige«, so doch in mancher Hinsicht ähnliches und einen Vergleich daher immerhin zulassendes Beispiel wollen wir nur aus die laibacher Sparkasse kurz Hinweisen, also auf ein Institut, das seinen Statuten nach gewiß ebensowenig wie die Stadtgemeinde die Verpflichtung hat: da« Komödiespielen — wie unsere Gegner nach bekannter Manier wohl sagen würden — mit den blutig gezahlten Zinsgroschen des slovenischen Volke« zu unterstützen, das aber in richtiger und verständnisvoller Erfassung des WertheS und der hohen Bedeutung, den ein gutes Theater in kultureller Hinsicht für die allgemeine Bildung und Veredlung des Menschen überhaupt hat, es mit feiner Stellung und eigentlichen Bestimmung trotzdem sehr wohl vereinbarlich findet, einen kleinen Theil seine» Gewinnes neben zahllosen anderen humanen und edlen Acten alljährlich auch diesem Zwecke zu widmen. Wir und mit uns gewiß noch viele Gesinnungsgenossen, dessen sind wir überzeugt, würden e» daher mit freudigem Danke begrüßen, wenn dieser unser bescheidener Appell Anklang und unter den Gemeindevertretern einen von dem gleichen Gesicht», punkte ausgehenden, berufenen und beredteren An-«alt, als mir die» zu fein imstande find, finden w^de. - (Schluß fvlgk) Am Schlüsse der diesjährigen Theatersaison sage ich allen p. t. Herren Opernsrennden für das mir durch Herrn Kaufmann P i r k e r überreichte Präsent meinen innigsten Dank. (202) _____________________________________ l>alfy. Zur Thcaterftage! Will man, daß unsere Theatercalamität ein für alle mal beseitigt werde, muß vor allein erst dieses seit Jahren bestandene TheatercomitL aufgelöst werden ; es hat sich h e n e r abermals bewiesen, daß dieses System zur Erhaltung und Hebung unseres Kunstinstitutes ein durchaus versehltes war 11 n t i st. Es soll ein C o m i t e bestehen, und zwar nur aus Logenbesitzern, und nur von denselben gewählt werden, dessen Aufgabe es dann ist, im Vereine mit der Landschaft, die Mittel zur Erhaltung und Führung des Theaters ausfindig zu matten und dieselben zu ermöglichen. Eben so tiat diesesComil6 bei Verleihung des Theaters dann zu intervenieren, wie und unter welchen Bedingungen das Theater an die Unternehmer zu Überlassen sei; denn die Eigenthümer unseres Theaters sind jedoch nur die Landschaft und die Logenbesitzer, 54 an der Zahl, unter denen sich doch welche finden werden, die ihr eigenes Interesse und ihre Rechte, sowie das der übrigen Logenbesitzer zu wahren und zu vertreten im flande sein werden. Teun ein öffentliches Institut, wie das Theater eines ist, dies muß jeder Unbefangene ein-sehen, kann auf die Dauer mit Snbscriplionsbeiträgen nicht erhalten werden. SkhigaN, als Logenbesitzer. Agentie für A'andwirthl'chast und landwirth. Industrie, Wien, III. Salesianrrgaffe Nr. 20. 1. 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