Pri»»»er«ti«»s - Preise: Für Seite*: Gauzjihrtg . . 8 fl. 4V kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 „ vkouatlich ... — „ 70 „ Mit der Post O«izt>hrtg.................12 #• Haldjührig................. 6 . «irrtrltiihrig..............3 „ Wr Austeldlng in« Heu» viertelt. 86 lt., »onetl. 9 kr. «talHlnt Hummern 6 kr. Laibacher TJ ^agblßtt. Anonyme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt; Mennflripte nicht zurückgesendet._ Wt&echen: vahnhofgaffe Nr. 15. *xprditi»uS- * 3#ferete*= Bureau: »ongreßplatz Nr. S (Buchhandlung von Jg. v. Klein-mayr k ged. Bamberg.) Inserttousvreise: Kür dir einspaltige Petit,eile * 4 k., bei wiederholter > schaltung i 3 tr. Anzeigen bi» 6 geilen Bei größeren Inserate, öfterer Einschaltung ei chender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. i WM’i Nr. 260. Montag, 12. November 1877. — Morgen: Stanislaus. 10. Jahrgang. Vom Tage. Der zur Publikation gelangte allgemeine Zolltarif beschäftigt bereits die Wiener und ProvinzblSller. Obgleich ein umfaffenbt» Uriheil über bieje Vorlage derzeit noch nicht abgegeben wer-din tonn, so wird doch schon übereinstimmend Betont, daß eS sich um sehr einschneidende Aenderungen handelt, namentlich sollen zahlreiche Abweichungen von den jetzigen Zöllen tintreten und dir Goldzahlung eingesührt werden. Da« Ueberraschendste an der neuen Vorlage ist die namhafte Erhöhung der Finanz, zöllr. Zu beklagen ist, daß «rtikek. die zur Serie der notwendigsten und unentbehrlichsten Leben-, brdürsnisse zühlen, durch den neuen Zolltarif eine fühlbare, bedeutende Bertheuerung erfahren, namentlich soll der Zoll für fieffee, Reis und PkirvUum, für Artikel, die in jeder, auch in btt ärmlichsten Haushaltung vorhanben fein müssen, bebeutenb erhöht weiben; auch bie nolhwenbigsten Fleisch, galtungen sollen eine Mehrbelastung erfahren. Durch die Erhöhung btt Zolle« für bie noihwenbigsten Lebenebebürsnifle werden einerseits b.r confumi.ren-den Bevölkerung große Lasten auserlegt und deren Erist,nz geführdet, andererseits werden dir Erzeugnisse de« allgemeinen Gebrauches im Preise er. höht und hiedurch in erster Linie das Los der arbeitenden Bevölkerung, welches ohnehin nicht zu beneiden ist, noch hflbtr als bisher gestaltet. E» wird wol anerkannt, daß einzelne Industriezweige und Artikel im neuen Zolltarife wesentliche Berück^ sichligung und Begünstigung erfuhren, aber da» Urtheil über die Gefammtvorlage lautet heute un. günstig, namentlich wurden die Zollerhöhungen bei den Artikeln: weiße Stärke, Baumöl, Petroleum, Kaffee, Reis, Garne und Wein nicht sympathisch begrüßt. Dir Berliner „National-Zeitung" bedauert das Scheitern des deutsch-österreichischen Handelsvertrages und bemerkt, daß Deutschland seine Grenzzöllr nun auch autonom gestalten und Oesterreich gegenüber Differentialzölle einführen müsse. Deutschland werde auch bie Erneuerung des Zollcartells verweigern unb es Oesterreich überlassen, die Folgen feiner Handelspolitik zu tragen; übrigens werde Deutschland den versuch, Oester» reich zur Aenderung der jetzt eingeschlagenen Politik zu bewegen, nicht aufgeben. Im oSmanifchen Reiche folgt eine Katastrophe der ändern. Die „Pol. Korr.« empfängt au» Konstantinopel folgenden Bericht: „Neulich wurden in Gtambul Placate angeschlagen, welche zur Ermorbung MahmubDamatS anfforbtrten, welcher beschuldigt würbe, den Frieden herbeiführen und die Türkei an dir Russen verrathen zu wollen. Mahmud Damat beschuldigte wieder den Cx«Sultan M u r a d der (Konspiration, weshalb der Sultan seinen Bruder aus dem Palais Tscheragan nach dem alten Serail überführen ließ. Hiebei widersetzten sich 40 Diener MuradS, dessen Leben fie bedroht hielten, und wurden deshalb erdrosselt, obwol die Türktnblätler nur von dtren Exilirrung sprechen; seitdem wird Murad als Staatsgefangener in Topcap« überwacht, und hält man allgemein dessen Leben für gefährdet. Mittlerweile wurden auch viele Anhänger Mithad Pascha's verhaftet und außerdem ein BergiftungSverfuch gegen MahmudDamat durch defsen Arzt paralysiert. Dir Aufregung in Konstan-tinopel ist gewaltig, erhält auch durch rin tendenziös ausgestreutes Gerücht Nahrung, daß der Profit dem Sultan erschienen und ihm geboten habe, Frieden zu schließen." Zubern meldet die Korrespondenz ,,Hava«".au» Konstantinopel: „Es wurden gegen die Regierung gerichtete Maueranfchlitge gefunden und Verhaftungen vorgenommen." Dir Unzufriedenheit der Bevölkerung hindert dir Ersetzung drr Garnison durch dir Bürgergarde. Diese Berichte find wahrlich nicht geeignet, da« Vertrauen aas günstigen Erfolg der türkischen Waffen zu stärken, feit einigen Wochen ist in der Beurlheilung der Lage drr Türkei ein mächtiger Umschwung eingetreten. Vor kurzem bewunderte ganz Europa die Widerstand«-sähigkeit der Türkei, und heute steht dir Debatte über den Zerfall und die Theilung der europäischen Türkei auf der Tagesordnung. In Konstantinopel herrscht nicht nur Schrecken, sondern ein völlige» Chao», völlige Anarchie. Derlei Zustände find nicht geeignet, dm Muth der türkischen Armee zu stärken. Dieser Umschwung ist tief zu beklagen. Die Türkei hat bei Beginn und während de« anfänglichen Verlaufe» de» gräßlichen Krieges bewiesen, daß sie Truppenmacht und Hilfsquellen besitzt, die Tapferkeit der Türken erregte Bewnnde- IimÄeton. Ein Abenteuer an der t««nischen Grenze. (Erzählt von einem englischen Korresporidevten.) Welfe ist es, den Kennern de» Cher—i, des heiligen Gesetze» btt Moslem», zu gehorchen. Weil ich btm freundschafiiichen Rathe de» Kabi von Ko-stajnlza nicht gehorchte unb meinen Weg nach Banjo-luko auch ohne Escorte sortzufttzen entschlossen war, passierte mit unb meint» an meinem Uetimnth vollständig unschuldigen Dienet Stavti folgende eben nicht angtnthmr Geschichte: Ich fragte wenig noch de» modern Kadi Befürchtungen, welche auch bet Bimbasch ober Major der in Kostajniza statlonletenben Truppen ge,hellt hatte, unb ritt wvhlgemmh auf Dvlnza zu, wo ich hoffte, alte Freunbe, Orman und Ibrahim »go, amntttfftn, al», kaum eine Stunde von Dubiza entfernt, etwa 25 Banditen bosnischer Fa?on un-fern Reiselust ein paffablr energische- „non plus ultra“ entgegensetzten. 6« waten verteufelt romantisch a»«sehrnd» Gr« feilen, wir fit ein Salvator Rosa fich nur »tat-schm tonnte — leider nicht an besondere tonventio-#tHt Höflichkeiten gewöhnt, welche, trotz mrinr« lrb. haften Protestieren«, meinen atmen Stavti aus einem Pferde festbanden, mit selbst eine Hand in Baststile schnürten und erst, an ihrem Lagerplätze angtkommen, mich losbanden, um folgende Zeilen zu schreiben: „To the honourable Sir Arthur Collins, Esq. Mexhans. I want 35,000 piasters in order to save my head, which never was worth so much in our Old England tut never mind. I’ll try to escape this very night.“ Und so that ich. Meine betrunkenen Wächter waren eingeschlafen — ich war so glücklich, durch ein Slallfenster zn entkommen und dann durch die Uno zu schwimmen. _ Leidet hielt btt arme Fischer, an dessen Thür ich klopfte, mich für einen österreichischen Justlz-Entflohenen und wogte nicht, sofort mich zu bther-bergen, bis da« Anerbieten meiner Uhr den gewissenhaften Mann geschmeidiger machte und Ihn bestimmte, mit einen Platz an feinem Feuer zn gönnen, mir eint warme Suppe zu geben und früh morgen» mich mit 60 Kreuzer für meine Weltetteife nach Agram au-zntüsten. Tag und Nacht wandernd, kam Ich auch glück lich in der alten kroatischen Landeshauptstadt an. durfte dort ein Feuilleton übet den Zustand drr bosnischen Flüchtlinge an der Grenze in btt „Agra-met Presse" verwerthen und gelangte so mit Hilst des in Agram empfangenen Honorar« bl« nach Laibach, d. i. legte den halben Weg meiner nach Triest nothwendlg gewordenen Reife zurück. Jetzt, ficaliter, ein Wort übet die politische Bedeutung meines an btt boSnlschrn Grenze erlebten Abenteuer«: ES würde äußerst ungerecht sein, die türkischt Nation für verbrecherische Ausschreitungen einzelner Marodeur« verantwortlich zu machen, weder btt Koran noch die Sunna, die mündliche Überlieferungen der Muhamedaner, gestatten, an einem Fremden Raub oder Erpressungen zu üben; ober jene Leute hatten einfach nicht« zu leben, konnten mir während meiner sechsstündigen Gefangenschaft unter ihntn nicht einmal für 3 Kreuzet Btod anbieten, und s, hatte sie drr unerbittliche Hunger z« Vttbttchttn gemacht. Wo müssen wir also die Schuld von solchem sträflichen Vorgehen einiger wenigen BoSnlaktn suchen? Einfach im Etntrum der 1. ottomanischen Regierung, btt t« nachgerade an Gtld gebricht, ihre Der B e y vsn Tunis bereitet die Absendung tung, die Lebensfähigkeit, die Unabhängigkeit der > K a i s e r S, in Gegenwart des Erzherzogs Feld-1 Türkei wurde von ganz Europa anerkannt. Die marschallS Alb recht, der Feldmarfchall>LieutenantS! von 5000 Mann Truppen nach der Türkei vor. englische Regierung gibt, ungeachtet die Lage der Graf B y l a n d t und Baron S ch ö n f e l d, eine Be- Türkei eine üble geworden, die Hoffnung auf einen rathung statt, dir ausschließlich currente Angelegenbaldigen Frieden nicht auf, im Gegentheil, sie ließ heiten der Armeeleitung, reglementäre Bestim- " m UN gen u. s. w. zum Gegenstand gehabt, und erklärt sich der Zusammentritt so hochgestellter Sommitäten einfach aus dem Umstande, daß infolge der Abwesenheit des Kaisers von Wien der Armee-Inspektor, an der sich ganz Kriegsminister und Generalstabschef seit längerer Zeit nicht die Gelegenheit hatten, mit dem obersten bei Gelegenheit des am 9. d. in London staltgefun-denen Lordmayors-Banketts durch den Premier! Lord BeaconSfield konstatieren: daß die Türkei eine hinfällige Macht nicht fei und nun die Zeit zur Friedensvermittelung heranrücke, Europa betheiligen müsse. Reichsrath. 302. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Dem Haufe wurden nachgenannte Regierungsvorlagen zur parlamentarischen Behandlung übergeben; 1.) Gesetzentwurf, betreffend den allgemeinen Zolltarif; 2.) Gesetzentwurf, betreffend die Einführung einer Petroleumsteuer; 3.) Gesetzentwurf, beziehungsweise den SchiffahrtS- und Post- Lloyd. Kriegsherrn zu verkehren. Morgen beginnt im österreichischen Abgeordnetenhause die Bank-Debatte. Als Redner haben sich bereits eintragen kaffen, und zwar contra: die Abgeordneten Freiherr v. Kellersperg, Dr. Magg, Fux, Weiß v. Starkenfels, Dr. Prälat, Dr. von Plener, Dr. Kopp, Weeber, v. Pflügt und Auspitz; pro: die Abgeordneten Klinkosch, Dr. Schaffer, Neuwirth, Göllerich, Freiherr von Scharschmidt, Ritter v. Carneri, Dr. Dunajewski und Teuschl. Das ungarische Abgeordnetenhaus nahm die vertrag mit dem österr.-ungar Es folgte die Fortsetzung der Spezialdebatte überdaSEisenbahn-Expropriationsgesetz.jBan^vor^lage nahezu unverändert an. Die §§ 25 bis 48 wurden sofort und das ganze ~......... _ __ Das Landesbudget für Kroazien pro 1878 Gesetz" in dritter Lesung"angenommen. Die Annahme I ist fertig und wird demnächst zur Sanclion unter-erfolgte größtenteils nach den ««Sschußanträgen; breitet werden. Das Einnahms-Präliminare ist be Aenderungen erfuhren nur der § 30 (Entschädigung«- deutend höher al« das vorjährige Ausmittelung) und die §§ 44 und 45 (Kosten des Verfahrens). Vom Kriegsschauplätze. Ausland. Die Petersburger Korrespondenz der „Nordd. Allg. Ztg." enthält folgende Stellen Rußland ist eine der großen Mächte, die mit der l Machtstellung und den Verhältnissen der ändern Der Sieg Mukhtar Pascha's über die Großstaaten rechnen, in Europa und Asien, und Russen bestätigt sich. Dieselben griffen die Re- wenn es von England viel Unerfreuliches zu erfahren doulen im Osten von Erzerum an, wurden indeß gehabt hat, so kann dies nie zu Velleitäten veran zurückgeworfen und bis Dewe-Bojun verfolgt. Ein laffen. Dem uns freundlich gesinnten Andraffy'schm zweiter Angriff von Süden scheiterte ebenfalls, wo- Kabinette Schwierigkeiten zu bereiten, dazu liegen rauf die Russen sich unter Zurücklaffung ihrer Todten wahrlich keine Anläffe vor, geschweige denn Anzeichen, und Verwundeten und vieler Munition vollends Rußland wird kämpfen, hartnäckig kämpfen und zurückzogen. Die Russen bombardierten Rustschuk, Osman Pascha soll über 50,000 Com> battanten verfügen. Greift Mehemed Ali recht zeitig in die Action ein, d. H. ist es der Pforte möglich, rechtzeitig eine Entsatz-Armee bei Orhanje deshalb in seiner guten Sache erfolgreich, weil es auf sich genommen hat, das zu verwirklichen, was | das Berliner Memorandum wie das Londoner Pro lokoll als gerecht und nolhwendig anerkannten. . . Das kaiserliche Rußland hat seinen Sitz unter den Großstaaten und wird diesen Sitz behaupten in Krieg zu concentrieren, so ist die Möglichkeit nicht aus- und Frieden, es wird seine moralischen Allianzen geschloffen, daß sich die Armee Osman Pascha'S fort erhalten. Die Übereinstimmung der drei Kaiser- nach Sophia rettet und wenigstens in Rumelien dem Baterlande noch weitere wesentliche Dienste leistet Politische Rundschau. Laibach, 12. November. Island. Nach Bericht des „Pester Lloyd" fand am 9. b. M Höfe, sie ist kein leerer Wahn." Der dänische Reichstag hat in Uebereinstim mutig mit der Regierung den Antrag auf vorläufige Bewilligung des provisorischen Budgets an genommen. Der „Moniteur" und der „Constitotionnel" in Budapest unter Vorsitz deS|anerkennen die der französischen Republik gün stigen Volksabstimmungen und entsagen der Ueber Soldat«»: NtzamS, Redifs oder Bafchi-Bozuks, zu zeugung, die Monarchie fei die beffere Staatsform besolden. Sie machen Anstrengungen, den Marschall von der Eine ans Fabelhafte grenzende Liederlichkeit macht Verantwortlichkeit der Minister loszulösen. Der sich in allen Zweigen der ottomanischen Regierung Marschall ist geneigt, ein Kabinett des Widerstandes — resp. Administration — geltend. Bargeld existiert aus de« ihm und den conservativen Grundsätzen nicht mehr, und selbst die 12.000,000 Lira Caim6s ergebenen Personen zu bilden, oder Papiergeld erweisen sich ungenügend, das tag- Der am 9. d. M. in Belgrad abgehaltene lich anwachsende Deficit zu decken. außerordentliche Ministerrath unter Vorsitz des So nagt denn die ganze Nation am Hunger- Fürsten verhandelte über die Betheiligung Ser Inch«, und ist ts daher zu verwundern, daß sich in biens am Kriege. ES wird versichert, daß d wenig kontrollierten Distrikten, wie an der bosnischen Action früher bevorstrht, als allgemein geglaubt Grenze, Räuberbanden bilden? wird. Rußland nahm die Subsidienzahlung wie Der Türke, wie ich ihn während meines acht- der auf. jährigen Aufenthaltes int ottomanischen Reiche kennen Der rumänische Finanzminister zeigt den lernte, ist ehrlich, gastfrei und hochherzig, ein „rittet- rumänischen Agenten im Auslande telegrafisch an, licher Wilder," wenn Sie mir wollen das Wort daß der am 1. Januar fällige Coupon der Oppen gelten laffen. Die Noth kann auch ihn degradieren, heim-Anleihe bereits gesichert ist, ebenso sind alle aus selbst zum Räuber machen, aber noch als Räuber ländischen Zahlungen bis zum Monat April geleistet verführt er nobel. Er wird, wenn Sie hungrig find, Der Rückstand der Eisenbahn-Garantie ist gleich Ihnen nicht den Kops abschneiden, ehe er Ihnen falls geregelt. nicht eine kräftigende Speise vorsetzt. Ob Ihnen eine solche, von dem Damoklesschwerte bedrohte Gastfreundschaft gefallen möchte, ist freilich eine andere Frage, und ich verzeihe Herz-lich gerne denjenigen, die angesichts besagten Schwerte» zu Rusiensreundeu. werden. Baron la Roche. Zur Tagesgeschichte. -Hoftrauer. Aus kaiserliche Anordnung wurde iic weiland Amalie Auguste, verwitwete Kiinigin von Sachsen, die Hoftrauer vom 10. November angefangen durch 46 Tage mit einer Abwechslung, nämlich die ersten achtzehn Tage — vom 10. bis einschließlich 27. November — die tiefe, während der letzten achmndzwanzig Tage — vom 28. November bis einschließlich 25. Dezember — die mindere Trauer getragen. — Reducierte Eisenbahn-Subventio» l? Der Abg. Dr. H e r bst erstattete im BudgetauSschuffe des Abgeordnetenhauses Bericht über daS Kapitel „Subvention an Berkehrsanstalten." Ec konstatierte, daß im Laufe des heurigen Jahres sich bei einigen Bahnen «ine Besserung der Verkehrsverhältmfse und der Einnahmen eingestellt habe und beantragt daher, in das Budget pro 1877 geringere Summen auszuncbmen, als die Regierung prä-lintiniert hatte, und zwar soll für die Kronprinz Rudolfsbahn nur 6.180,000 fl. (um 74,000 fl. weniger), für die galizische Karl Ludwigbahn 500.000 fl. (um 191,000 fl. weniger), für die Mährisch-schlesische Nordbahn 740,000 fl. (um 21,000 fl. weniger), für die Ungarische Westbahn 520.000 fl. (um 10,000 fl. weniger), für die AlbrechtSbahn 900.000 fl. (um 11,000 fl. weniger), für die Linien Linz-Budweis der Westbahn 1.050,000 fl. (um 174,0 ’O fl. weniger), für die Linie Salzburg-Tirol 2.040,000 fl. (um 20.000 fl. weniger), für das Ergänzungsnetz der Staatsbahn 800,000 fl. (um 195,000 fl. weniger) eingestellt werden. — AuS dem neuen Zolltarife. Der neue Zolltarif beantragt folgende wesentliche Veränderungen: Zollerhöhungen finden statt per 100 Kilo bei Kaffee um 8 fl., bei Pfeffer um 8 fl., Safran um 28 fl. 50 kr., bei Feigen um 40 kr., Rosinen um 1 fl,, Zitronen und Orangen um 3 fl. 60 kr., Datteln, Mandeln um 5 fl., Thee 18 fl. 50 kr., Rohzucker unter 19, Sandard 2 fl. 40 tr., Reis, enthülst fl. 50 tr., in Hülsen 60 fr., Obst 1 fl. 50 kr., Fische fl., Kaviar 3 fl., Ochsen per Stück 2 fl., Schweine per Stück 1 fl., Kälber 40 kr.. Fleischwürste 4 fl., Käse 4 fl. 60 kr., Essig 1 fl. 50 kr., Spiritus, Rum 6 fl., Liqueure 10 fl., Wein 4 fl., Sago 5 fl., Teigware 6 fl., feine Eß» waren 15 fl., Baumwollgarne über Nr. 30 4 fl., Seide n-garne 10 fl., feine Baumwollware 20 fl., buntgewebte 10 fl., Packleinwand 50 kr., feine Leinware 40 fl., Seile 1 fl. 60 ft., Spitzen 10 fl., Shawls 30 fl., Seide, feine 140 fl., gewöhnliche Seidenware 80 fl., Nähnadeln 18 fl., Messing 2 fl., Kotzen 3 fl., Tapeten 6 fl., feine Kautschulware 8 ff., Schuhware 4 fl., Pelzware 5 fl., Waggons 200 fl. per Stück. — (Ein neues Beloctped. Der Maschinist Herr Joses Erlach in Korpitsch bei Villach hat, wie die „Klagens. Ztg." erzählt, ein neues Belociped konstruiert und auch schon ein Privilegium dafür angesucht. Dieses neue Behifel besteht durchwegs aus Stahl und Eisen und zeichnet sich durch leichte Beweglichkeit aus, so daß ein halbwegs kräftiger Mann auch aus die Länge der Zeit mit einem guten Trapper erfolgreich konkurrieren kann; will sich der Fahrende aber anstrengen, fo kann ihn auf kürzere Strecken und auf gut« Straße ein Pferd kaum überholen. Jedermann kann, ohne zu lernen und ohne die geringste Gefahr zu laufen, dieses Fahrzeug sogleich benützen, weshalb es der Erfinder „Sicher-Heits-Velociped" geteuft hat. Der Weg von Villach ins Warmbad wurde damit in 7 Minuten zuriickgelegt. Unter diesem „Tretwagen" ist eine Vorrichtung angebracht, in welcher mau circa 20 bis 40 Pfund Gepäck unterbringen kann . DaS Vehikel eignet sich also für Touristen und für längere Ausflüge. / Die Hohe Pforte hat beschlossen, das dies jährige Rekruten « Contingent sowie alle bisher noch nicht einberufenen Mustehafiz und Re difs sofort unter Waffen treten zu lasten. Man berechnet diese Kräfte auf ungefähr 300,000 Wamk Das Kriegsministerium trifft Verfügungen zur Bewaffnung und Equipierung dieser Truppen. Lokal- und Provinzial-Angelegeuheiten. — (Spenden für den krainischen Schul' Pfennig.) Dr. Robert v. Schrey 5 fl., krain. Escompte« Bank 5 ft., Direktor Ferdinand Mahr 5 fl., Oberlehrer Bt' nedek in Planina 3 fl , Oberlehrer Cojic in Sairach 1 fl , Frau Josefine Schusierschiz 2 fl., Bemeinderath Leopold Bürger 5 fl. ‘ - (Der Besuch der Volksküche) ist,ip»>em-lich gleichbleibender. ®le Vereinsleitung Hai dem Wunsche eines Theüe» der hiesigen Bevölkerung entsprochen und gitzt amt auch Ärldmarken zu einem hialben Kreuzer aus. — (I. Entlkß' Menagerie,) ausgestellt am «bern Petersdamme, erfreute sich gestern aus allen Kreisen der Gesellschaft eineS zahlreichen Besuches, namentlich waren Äinienoelt und Landbevölkerung stark verrtreten. — (Pariser Glas-Photographien-Aus-stellung.) Die vom 11. bis 14. d. ausgestellte Serie bringt reizende Ansichten von Florenz, Turin, Rom, Pisa, Venedig, Verona u. |. w. und zeigt uns in erster Reihe die Meisterwerke der römischen Bau» und italienischen Bildhauerkunst. Der Besuch dieser Ausstellung war gestern ein lebhafter. — (Aus dem Vereinsleben.) Das Heran* uahen der Wintersaison bringt in die verschiedenen Vereine erhöhte Thätigkeit. Am abgelaufenen SamStag hielten der hiesige Turnverein im Klubzimmer der Kafino-Restauration und der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft im Wintersalon der Schreiner'schen Bierhallr Vergnügungsabende ad. — (Aus der „Laibacher S ch u l z e i t u n g.") In der heurigen 21. Nummer finden wir an leitender Stelle den Schluß des interessante» Artikels „Zur Geschichte des Kramer Volksschulwesens von 1770 bis 1780." Der Verfasser dieses Artikels erzählt, daß man eS dazumal für räth. lich fand, einen Referenten über Schulsachen auch aus Krain nach Wien abzusenden, damit derselbe die ihm etwa noch fehlenden Kenntnisse deS Schulwesens sich vollkommen aneigne, und bemerkt, dieser Vorgang würde sich auch heute empfehlen, denn die heutigen Schulobrigkeiten seien zum-theil aus Laien zusammengesetzt, die entweder ein Verständnis und Interesse für die Schule und Lehrer nicht besitzen können oder nicht besitzen wollen, und bei so manchen sogenannten Schnlräthen der Gegenwart finden wir Richtkönnen und Nichtwollen vor. In Krain traten im vorigen Jahrhundert an Stelle der ausgelassenen Gymnasien die Hauptschulen zu Krainburg, Stein, Bischoflack, Jdria und Rad» uiannsdors; es wurden auch Stadtschulen errichtet in St. Beit bei Sittich, Gurkfeld, Naffenfuß und in anderen Orten. Auch auf Mädchenschulen wurde Gewicht gelegt und ein Fräulein «ohlöffel in Wien eigens „abgerichtet", um die Klosterfrauen mit der neuen Unterrichtsmethode bekannt zu Machen. Emanuel Gras v. Torres wurde im Jahre 1776 zum kaiserlichen Schnlkommisfär sür Laibach und Triest ernannt; in Laibach fand er aus dem Gebiete des Normal-schnlwesenS viel Faules vor, er gab den betreffenden Organen die allerhöchste Unzufriedenheit zu erkennen; er forderte die Lehrerschaft zur Ersüllung ihrer Pflichten auf, errichtete auf eigene »osten zwei norrnalrnäßig eingerichtete Schulen, erwarb sich den Dank des Landes und der großen Kaiserin Maria Theresia. Tus Volksschulwesen machte ungeachtet der von den bekannten Dunkelmännern in den Weg gelegten Opposition erfreuliche Fortschritte, und in dem ersten Berichte (1778) heißt eS: „Unsere rohen Bauern-linder lernen nicht nur Deutsch, Religion, Höflichkeit, sondern auch ihre eigene Muttersprache vollkommen." Schon Schon in den Jahren 1770 bis 1780 war die Aussicht und Leitung der Schule völlig und ihrem ganzen Umfange nach eine Staatsangelegenheit, schon damals kam man zur Ueberzeugung, daß die Leitung der Schulen und die Heranbildung der Jugend durch religiöse Orden in keiner Weise die Anforderungen befriedigen. In der Neuzeit wurde der Volksschule ein würdiges Plätzchen im großen Staatshaushalte angewiesen, der Lehrstand wurde der Bot-Mäßigkeit der Pfarrer entzogen, zu Ehren gebracht und hiedurch dessen Stellung und Bewußtsein gehoben. — An zweiter Stelle finden wir die Kundmachung, betreffend die Herstellung einer entsprechenden Gesundheitspflege In den Volks» und Bürgerschulen in Krain. — Dieser folgen Verfügungen, betreffend die Anschaffung approbierter Lehrmittel und eine Rundschau auf die Schul-gebiete in Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich, Ungarn und Deutschland. — AuS der Reihe der Lokalnachrichten titieten wir folgende: 1.)Die Volksschullehrerin in Pettau, Marje Schulz, wurde zur Lehrerin an der Uebnngsschule dir Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Laibach ernannt; P. Sigmund I e r a j, bisher Leiter der Knabenvolksschule deS Franziskaner-Conventes zu Rudolsswerth, und M. Juliana Lauter, Lehrerin an der äußern Mädchenschule des Ursu. linerinnen-ConventeS in Laibach, zogen sich vom Schuldienste lurtitf. 2.)ZudenLehrbesähigungspriisungen, welche am 29. Oktober geschlossen wurden, war von den 15 angemeldeten Kandidaten für Bürgerschulen ein« nicht erschienen, zwei traten während der Prüfung zurück. Bon allen Kandidaten erhielten: einer ein Zeugnis Nr. II, elf (darunter zwei für Bürgerschulen) Zeugniffe Nr. III, vier (darunter einer sür Bürgerschulen) Zeugniffe 9ir. IV; von den Kandidatinnen: eine ein Zeugnis Nr. I, fünf Zeugniffe Nr. II, drei Zeugnisse Nr. III. 3.) Bei der Bezirkslehrer» konferenz in Stein wurde besonderes Gewicht gelegt: auf den fleißigen Schulbesuch, auf die genaue Revision der Armenbücher, aus die Förderung der Sprechsertigkeit, auf den Schreibunterricht, aus das Zeichnen, aus den Gesang, aus das Turnen, und man nahm folgende Resolutionen an ,1.) Die Konferenz wolle sich dafür aussprechen, daß die Strafgelder vonfeite des BezirksschulratheS, resp. der Be-zirkshauptmannschast, allfogleich eingetrieben werden und damit nicht etwa monatelang gewartet oder dieselben sogar während der Ferienzeit und dazu noch für die erste Hälfte des Jahres erst eingehoben werden. 2.) Wenn einmal die Strafe (Geldstrafe) diktiert ist, soll sie keineswegs gnädigst nachgelassen werden, da dieses geradezu einen ungeregelten Schulbesuch im höchsten Grade herbeiführt. 8.) Die Konferenz wolle sich dafür entscheiden, daß die SchulversäumniS-ausweise von der Schulleitung direkt an den Bezirksschulrat geleitet werden, da zuletzt ja alles vom löbl. k. k. BezirkS-schulrathe abhängig ist, nicht aber vom Ortsschulrathe." — (Archäologische Excurse.) Proseffor Alsons Müllner, Mitglied der k. k. Centralkommisston sür Kunst- und historische Denkmäler, Konservator für Krain, hat dec ersten Section feinen Bericht über die von ihm im Jahre 1876 unternommenen archäologischen E x-cnrse durch Krain und Südsteiermark vorgelegt, derselbe wird demnächst in ihren Mittheilungen veröffentlicht werden. Die Section beschloß über Antrag des Referenten Dr. Kenner, dem genannten Conservaior für die Aufnahme und Durchforschung von D e r n o v a und Umgebung seinerzeit eine entsprechende Subvention zu bewilligen, auch sprach sie den Wunsch au», Professor Müllner möge seine archäologischen Forschungen unter anderen auch auf die Umgebung von A d e l S b e r g ausdehnen. — (Die Landwirthschastsgesellschast in Krain) hält am 21. d. im hiesigen Gerneinderathsjaale eine Generalversammlung ab. Tagesordnung: 1.) Eröffnung der Versammlung durch den Präsidenten ; 2.) Rechenschaftsbericht de» Lentralausschnsse« ; 8.) Borlage der Gesellschaft?-rcchnung pro 1876 und de» Voranschlages pro 1878; 4.) Berichte und Anträge der Filialen oder einzelner Gesellschasts-mitzlieder nach Maßgabe des § 19 der Statuten; 5.) Bericht über die Bewirthschastung des gesellschaftlichen Ver-suchsgartenS; 6.) über eine gesetzliche Regelung der Stier» Haltung durch gemeindeweise vorzunehmende Licenziernug der Sprungstiere; 7.) über die Notwendigkeit eine» Gesetzes zur Vertheiluug der Gemeinde- Hnlweiden und Regelung der Wechselgründe; 8.) Wahl von sieben Mitgliedern de« Len-Ualausschnsses an Stelle der nach § 22 der Gesellschafts-Statuten austretenden; 9.) Wahl von Ehren- uub korrespondierenden GesellschastSrnitgliedern. — (Unglücksfälle auf Eisenbahnen.) In der Nacht zum 10. d. fand nach Bericht der „Klagenfurter Zeitung" in der Station Ossiach ein Zusammenstoß zweier Züge statt, mehrere Waggons wurden stark beschädigt, zwei Zugführer blieben todt. — Am 7. d. nachmittags wurde, wie die „Lillier Ztg." meldet, von dem in der Richtnng Triest-Wien verkehrenden Schnellzug Nr. 1 zwischen ben Stationen Pöltfchach und Windifch-Feistriz ein vierjähriges Mädchen, NamenS Josesa Leskovar, überführt und sogleich getödtet. DaS Kind, dessen Eltern Grundbesitzer sind und in der Nähe der Bahn wohnen, entfernte sich auf« fichtSloS vom Hause und betrat daS Bahngeleise kurz vor Ankunft des ZugeS. Der Führer desselben, welcher die Kleine bemerkte, gab den eben aus der Bahn beschäftigt gewesenen Arbeitern ein Zeichen und versuchte den Zug zum Stehen zu bringen, was ihm jedoch sowol wegen dessen außerordentlicher Schnelligkeit, wie auch wegen der zu geringen Entfernung von dem hilflosen Mädchen nicht mehr gelang, während die Bahnarbeiter möglicherweise dasselbe hätten retten tönen, jedoch vor Schrecken gelähmt und rathlos geworden zu sein schienen. — (Landschastl.Theater), Laibach, ll.November. Gense'S und Zells komische Operette „Die Porträtdame" ging gestern zum viertrnmale über unsere Bühne. DaS Haus war sehr beifall-lustig gestimmt, jedoch nur mittelmäßig besucht. Bei den erhöhten Eintrittspreisen ist eS nicht allen BevölkerungSklassen möglich, der Aufführung dieser amüsanten Novität anzuwohnen. Morgen geht zum wiederholtenmal« FlotowS reizende Oper „Martha, oder der Markt zu Richmond« auf hiesiger Bühne in Szene. In der Besetzung der Partien hat ins», ferne eine Veränderung stattgefunden, als die „Lady Harriet" von Frau Directrice F r i tz f ch e - W a g n e r, und der „Pächter Plumkott" an Stelle deS bei Nacht und Nebel verschwundenen Bassisten Herrn DohrS von dem neu engagierten Bassisten Herrn M i k o l a sch , vom königlichen freistädt. Theater in Oldenburg, gesungen wird. — Diese Woche werden auch die angekündigten Novitäten „Ein Fallissement" und „Sein Einziges" in Szene gehen. — Daß kaum wieder eine Direktion in einer Saison so viele Novitäten, wie die Direction Fritzsche, dem Publikum biete« wird, ist außer Zweisei, und wird diese Thatsache auch von einem Wiener Blatte lobend anerkannt. — (Der erste allgemeine Beamtrnverei« der österr.-ungar. Monarchie) theilt seinen Ge» schäftsausweis pro Oktober 1877 mit: Der Lebensverstche-rungsadtheilung gingen im Monate Oktober 385 neue Anträge über fl. 414,798 Kapital und fl. 1322 Rente zu. Abgeschlossen wurden 311 Versicherungsverträge pro fl. 350,948 Kapital und fl. 222 Rente. Der Besammtstand der 16» theilnng bezifferte sich nach Abzug aller Ausscheidungen mit fl. 27.097,981 Kapitals- und fl. 52,139 Rentensumme, von welchem Totale fl. 769,000 Kapital rückversichert waren. Durch Todesfälle sind seit Beginn diese- Jahre» 315 Lebens» Versicherungspolicen mit einem Kapitale von fl. 285,700 und einer Rente von fl. 400 fällig geworden. Die feit dem Bestehen deS Vereines ausgezahlten Versicherungskapitalien betragen fl. 1.651,600. An Prämien pro Oktober war der Betrag von fl. 99,200 einzuheben. Die Borfchußabtheilung deS Vereines, bestehend aus 78 Borschnßconsortien in allen Theilen der Monarchie, zeigt nach den GeschäftSauSweisen für daS erste Semester d. I. mit 30. Juni folgende Ge-barungSrefuttate: Mitgliederzahl 21,076, bar eingezahlte, haftungSpflichtige Antheilseinlagen fl. 2.791,556, aufgenommene Darlehen und Spareinlagen fl. 986,858. Im ersten Semester wurden 7083 Vorschüsse im Gesammtbetrage von fl. 1 361,501 ertheilt; am 30. Juni waren fl. 3.815,568 Vorschüsse ausständig. Lautionsdarlehen werden vonfeite der cautionSpflichtigen Beamten bei der Erntralleitung fortwährend in Anspruch genommen. Im Monate August ist das vom Vereine in Budapest erbaute Witwe«, und Waisenhaus der Benützung übergeben worden. — (vom Büchertische.) JuliuS Berne’» @e'. sammtschristen, illustrierte Volks» und Familien-Ausgabe, 26 Bände, ungefähr 500 Bogen, Octav, in 100 Lieferungen mit 100 Illustrationen, A. Hartlebens Verlag in Wien, Pest und Leipzig, Preis jeder Lieferung nur 25 kr. 6. W. enthaltend Romane, und zwar: Bon der Erde zum Mond. Direkte Fahrt in 97 Stunden 20 Minuten. — Reise um den Mond. (Fortsetzung des Obigen.) — Reise nach dem Mittelpunkt der Erde. — Zwanzigtausend Meilen unterm Meer. — Reise um die Erde in 80 Tagen. — Abenteuer des Kapitän HatteraS. — Fünf Wochen im Ballon. — Abenteuer von drei Russen und drei Engländern in Süd-Afrika. — Die Kinder des Kapitän Grant. — Die geheimnisvolle Insel. — DaS Land der Pelze. — Eine schwimmende Stadt. — Die Blockadebrecher. — Eine Idee de« Dr. Ox. — Meister ZachariuS. — Ein Drama in den Lüsten. — Eine Ueberwinterung im Eise. — «me Moitt-Blanc-Besteiguna. — Der Lhancellor. Tagebuch deS Passagier I. R. Kazallon. — Der Courier de» Zaren (Michael Strogoff). — Ein Drama in Mexiko. — Schwarz-Indien. — Reise durch die Svnnenwelt. — Der Zweck dieser interessanten Erzählungen ist Belehrung, gehüllt in angenehmes Gewand, edle und reine Sprachsorm; der Leser wird mit athemloser Spannung den Inhalt dieser Lektüre verfolgen und au« letzterer eine Fülle von Kenntnissen schöpfen. Nebst dem Zwecke der Belehrung wird auch jenem der Unterhaltung beste Rechnung getragen. Bestellungen auf diese» Werk realisiert promptest die hiesige Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg. lieber Traubenreife und Weinbereitung. (Fortsetzung.! Faßt man also die Bestandtheile deS Weinlaubes gegen den Herbst zusammen, so ergeben sich: Weinstein, weinsanrer Kalk. Gerbstoff, Apfelsäure. Zucker, Oxalsäure, kurz alle oben angeführten Stoffe, welche sich fast zur Ginze i« den Trauben vorfinden. Das Abfälle» der Büttes im Herbste bedingt als» die völlige Traubenreise, und stellten sich dieselben als die einzige Quelle der Traubennahrung dar. mit der Zeitbestimmung der der guten toeinbereitmg in Die Lranbenreise fleht Weinlese, diese mietet mit innigem Zusammenhänge. Die Weinlese-Zeitbestimmnng ist auch eine Kardinal-frage, sie hängt mit der Traubenreife innig zusammen, und fie steht abseits von den Herbstarbeiten jener Landwirthe, welche ihre Aepfel, ihren Weizen und andere Srzeugniffe ruhig einheimsen können. Im AuSlande ist es dir Obrigkeit, welche den tag der Lese bestimmt, bei unS ist die Lese noch jedem nach eigenem Ermessen anheimgestellt. Wir wollen hier die Vritude, welche im AuSlande gegen und für den Lesezwang inS Treffen geführt werden, nicht in allen Details besprechen; unserer Anficht nach ist fie keine ganz verwerfliche Maßregel, weil hier die Lese mit unreifen Trauben verhindert und durch einen Producenten, der etwa ju früh geltst, ein schlechtes Produkt erhielt und dieses aus den Markt brachte, nicht da» Wtnommee einer ganzen Wein gegend geschädigt werden kann. DieS aber ist ein so oft zum Ueberdruß ventiliertes Kapitel, und wir glauben, daß mit dem Fortschreiten des Bildungsgrade» unserer weinbautreibenden Bevölkerung und der Landwirthe sich jeder so viel Erfahrung sammeln wird, um zu wissen, wann es gerathen ist, die Traube vom Stocke zu lesen, sei es, daß er sie als Kelter-, sei es, daß er sie als Taseltraube verwetten will. Daß die Spätlese einen besseren Wein verspricht, ist konstatiert, doch hat sie auch zuweilen insofern ihre mißlichen Seiten, als bei eintretender nasser Witterung dir Löhne sich erhöhen und, wie wir es jetzt z. B. sehen, die Leute wieder getadelt werden, welche schon geltst haben und den günstigen Witterungswechsel als für die Trauben reife verloren betrachten können. Lesezwang, so viel man auch immer dafür sprechen mag, wird nur dort, namentlich wo kleine Besitzer vorherrschend find, lohnend; wo Weinbaugesellschaften vorhanden find, werden fie allein unter allen Umständen dem Winzer ärmerer Kategorie einen lohnenden Siebbau garantieren und ihn einer rationellen Weinbereitung näher bringen. Sprechen wir aber von der SpLtlese. Nehmen wir nun an, daß man durch Hängenlassen die Kneblung »nstrebt, mit anderen Worten: eine Ueberreise der Trauben erlangen will, so muß man sich allerdings auf eine Einbuße an Saft gefaßt machen, denn Sonnenschein, gelinde Regengüsse, Nebel, Thau rc. befördern die Haut-Verdünnung der Beeren, wodurch die Wasserlheile der Säfte verdunsten und sich zu einem erhöhten Zuckergehalte ausbilden; doch wird man durch die Qualität reichlich entschädigt sein, nur muß man darauf Bedacht nehmen, daß Trauben, welche der Rohsäule oder Briinsäule verfallen find, nicht mitgepreßt werden. (Banz etwas andere» ist eS mit der Edelfäule, die eigentlich von der Spätlese nicht zu trennen ist, sie bezweckt neben der Eoncentration des ZuckerS noch die Förderung des Bouqets der Weine, was allerdings nur bei einigen Traubensorten in besonders auffälliger Weise der Fall ist, z. B. beim grauen oder rothen Riesling, beim weißen oder rothen Traminer, Ruländer, Spätclevner, Muskateller sowie bei der eigentlichen Bouquettraube. Alle übrigen Sorten besitzen diese Eigenschaften gar nicht oder nur in schwachem Maße, wie z. B. der blaue Trollinger. Durch Ebelfäule vermehrt sich bei dem Riesling und Traminer baS Bouquet, während er aus bisher unbekannten und unerforschten Gründen beim Muskateller, Ruländer und Spätburgunder abnimmt. Die Edelsäule erkennt man daran, daß die Trauben ihre eigene gelbgrüne Farbe verlieren, rin braune» Kolorit annehmen und bei warmem und trockenem Wetter zu schleimigsüßen Trockenbeeren zusammenschrumpfen. Wir speziell sind keine Freunde der übertriebenen Sdelsäule und SpLtlese, weil solche Trauben selbst mit der stärksten Presse die Trennung des Saftes von den Schalen und Kernen aus physikalischen Gründen erschweren und ein au» solchem Produkte gewonnener syrnpdicker Säst nur schwer, langsam, selbst unvollständig in Währung kommt und daher auch leicht Krankheiten ««»gesetzt sein kann, (Schluß folgt.) Den 10. November. FranziSka Snoj, Arbeiterin, 29 I., Zivilspital, Lungentuberkulose. — Gabriele Pammer 1(6. PaS-tali, Fabrikanten« fflernatin, 39 I., Rathausplatz [jr. 19, Verblutung. — Maria Mandel, Bäcker» Witwe, 98 I, Polanastraße Nr. 25, Entkräftung. Witterung. Laidach, 12. November. Trübe, vormittag» etwa» Sonnenschein, schwacher SW. Temperatur: morgens 7 Uhr + 10-8*, nachmittag» 2 Uhr + 13 8* C. (1876 — 6 4«, 1875 + 12-6* C.) Barometer im Fallen, 730 66 nun. Des vorgestrige TageSmittel der Temperatur + 31', das gestrige + 10 8°, beziehungsweise um 18° unter und 6 2' über dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 175 mm. Regen, der gestrige 4 40 mm. Regen. In Klcinmayr & Hambergs Verlagsbuchhandlung in Laibach ist soeben erschienen: LebenSmittel-Preise in Laibach am 10. November. Weizen 9 fl. 59 tr., Äom 6 fl. 50 kr., Gerste 5 fl. 36 kr., Hofer 3 fl. 25 tr., Buchweizen 6 fl. 50 tr., Hirse 5 fl. 67 tr., «ukurutz 6 fl. 60 tr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 2 fl. 85 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 7 fl. — kr. per Hektoliter; Rindfchmalz 94 tr., Schweinfett 80 kr., Speck, frischer, 64 tr., Speck, geselchter, 72 kr., Butter 84 kr. per Kilogramm; Eier 21/« tr. per Stück; Milch 7 tr. per Liter; Rindfleisch 54 tr., «albfleisch 52 tr., Schweinfleisch 54 tr. per Kilogramm; Heu 2 fl. 5 tr., Stroh 1 fl. 95 tr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr,, weiches Holz 4 fl. 50 kr. pr. vier L.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Gedenktafel über die am 15. November 1877 stattfindenden 8icitationtn. 3. geilt»., Javornit'fche Real., Podhojnihrib, 8®. Groß-laschiz. — 3. Feilb., Jelenc'sche Real., Maltouz, BG. Nassen-suß. — 2. Feilb., Bolte'sche Real., Plemberg, CG. Rudolfs-werth. — 2. Feilb., Pousche'sche Real., Dobou, BG. Ru-dolfSwerth. — 2. Feilb., Gaswoda'sche Real., Jgleuit, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Rauber'sche Real., Jurkenvors, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Bradai'sche Real., Suchor, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Bochte'sche Real., Germ, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Kuster'fche Real., Olscheuk. 1. Kraiuburg. — 2. Feilb., Gorsche'sche Real., Grintowiz, >. Bottschee. — 1. Feilb., Eriulj'sche Real., Zagoriza, BG. Großlaschiz. — 1. Feilb., Virant'sche Real., Raschiza, BG. Dioßlaschiz. — 1. Feilb., Hoievar'sche Real., Zagoriza, BG. Großlaschiz. — Reass. Slejto'scher Real., Bukooje, 8®. AdelSberg. — «taff. 3. Feilb., Podboj'sche Real., «eisto, BG. AdelSberg. — 3. Feilb., «oschir'sche Real., Cesta, «G. Großlaschiz. — 3. Feilb., Lazar'sche Real., MalavaS, 39"' Großlaschiz._____________________________________________ Verstorbene. Den 8. November. Maria MatM, Taglöhner» Gattin, 68 I., Zivilspital. KrebSdystrafie. Den 9. Novrmber. Jakob Brittlj, Arbeiter» Sohn 8 I , Zivilspital, Siterungefieber. Druck von 8g. ». Klrinmatzr * ged. Bamberg Slovenska Pratika za navadno leto L8S8. Pariser Gktt8-Photographien (Kunst-Ausstellung). Vom 11. bis 14. November ist ausgestellt: VI. Serie: Reise durch Ober- und Mittelitalien. Zu sehen im Hause der Haudrls-Lehr-anstalt am Kaiser Josessplatz Nr. 12. Geöffnet von 10 Uhr vorm. bis 8 Uhr abends. Eintritt 20 kr. (537) 16 Eine Partie Glasbilder ist zu verkaufen, auch einzeln. Theater. Heute (ungerader Tag): Arria und Messalina. Trauerspiel in 5 Auszügen von Adolf Wilbrandt. Morgen (gerader Tag): Erstes Auftreten des Opernsängers Herrn W. Mikolasch vom königl. sreistödt. Theater in Ottenburg. Martha, odtr: Der Markt zu Richmond. ________________Oper in 3 Acten von Flotow.______________ Telegramme. Budapest, 12.November. (Fruchtbörse.) Prima «Weizen, per Meterzentner 80 Kilo effektiv wiegend, kostet 11 fl. 60 kr., angenehmer; Usance Weizen 10 fl. 70 kr., Mittelsorten unverändert. Petersburg, 11. November, offiziell. Au« Bogot wird am 10. d. M. gemeldet: Das Detache ment des Generals Leonoff nahm gestern die von 800 Mann Infanterie und 300 Tscherkefsen verthei digte Stadt Wratscha ein, erbeutete 1000 Wagen und große Borräthe von Mehl, Geletten und ©erste, Der russische Verlust ist unbedeutend. Ein Jifumer ist zu verkaufen. Adresse - Wienerstraße Nr. 8, erster Stock, rückwärt». (563) 3—1 Spitzwegerich-Sast. Dieser unschätzbare Saft dient al» Heilmittel für Brust-und Lungenleiden, Bronchial-Berschleimung, Hnsten, Heiser keit rc. Eine große Flasche sammt Anweisung kostet 80 kr., eine kleine Flasche sammt Anweisung 60 kr. Depot für Krain bei Victor v. TrnUoezy Apotheker „zum goldenen Einhorn" in Laibach, Rathau» platz Nr. 4. (503) 10-5 Wiener Börse vom 10. November. Allgemeine Staats- ruta. Papierrenle............. feilbertentc ........... ©clhtente............... Staatslose, 1839. . 1854. . „ 1860. . „ 1860(5tel) „ 1864. . . Crnndent(a|kungi- •Migationen. Galizien............. Siebenbürge» . . . Lemeser Banat . . Ungarn.............. Geld Ware 63-65 63-75 6710 67-20 7405 74- 5 302 — 304 — 107 — 107-25 112*— 112 25 121*75 12225 137X6 137 75 Andere iiffenlliAe Antefien. Donau-Regul.-Lose Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . Aetien e. Kanten. Lreditanstalt sH.u.G S«compte-Ges.,n.ö. . Nationalbank......... Aetien ».Transport Internehmungen. «llfold-Bahn........ Donau-DamPsschiff-Elisabeth-Wchba-N . FerdinandS-Nordb. . Franz-Ioseph-Bahn Galiz. Äntl=$i' Lember« Lloyd-« 85-80 75-25 77-76 78 — 103-75 78-75 90 820*— Lndwigb. • Czernowitz -eseuschast . . 86-10 76'— 78-25 78-50 104-25 79-25 90-50 205-50 113*60 114 — 331- 333 — 160 — 160-50 1915 1920 189 — 130 — 242-50 242-75 121 — 121*50 3W— 392 — Nordwestbahn . . . > RndolsS-Bahn .... StaatSbahn .... Südbahn............. Ung. Nordostbah» . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- Pri»rilüt»-Otkig. klisabethbahn, i.Em. serd-Nordb. i. Silber kranz-Joseph-Bahn Naliz.A-Luowigb.l.S. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Staatsbahn, 1. Em. Südbahn n 3 Perl. „ 4 5 „ . Prioatkose. «reditanstalt .... RudolsSstiftung. . . Devisen. London ............. •eldfatkn. Dukaten............. 20 Franc» .......... 100 d. Reichrmark . Silber.............. Geld Ware 108-50 109 — 117-— 117-50 256-— 256*50 7625 76*60 109 — HO— 103-50 88-50 97-46 91-75 10t — 8S-78 97-60 92 — 92 — 105-75 86-50 10010 86-50 65-75 151-50 105-75 91'25 16» 13-25 11910 9215 106— 86 75 100-30 867» 66— 152— 106— 91-50 163 ro 13-50 119i0 5-68 9-58 58-85 106-45 6-60 95» 5890 10«» Verleger: Drtemar Bamberg. Telegrafischer Äursdencht am 18. November. Papier-Rente 63 80. — Silber-Rente 66-90. -Rente 73.70. — 1860er Staat».»nlehen 112 —. — »«“* aetien 820. — Ärebitectien 203 25. — London 119-20. Silber 10680. — *. 1. Münzdukaten 568. — 20--Fte*C» Stücke 9 59. — 100 Reich-Mark 58-90. gib dir Redaction verantwortlich: Franz Miller.