Laibacher Seituna. .M «4«. Dinstag am «s. Juni «^KH Die ^Laibacher Zrituiig" crschcint, mit Ausimhmc dcr S»!„l- n,!i> Ml.-rt.i^. »äglich, „n^ kost.t sa,»»,t dc» A.il^,'!, im C » », v i u ii qaiijjährig «l sl., halb jäh rig 5 ss. 3ll fr mit Kreuzband im (5«»»'toir .,2st., l,al!',ahr,q <» ,1. Für ^,.> Zilsslll»»^ iil'H H.iils ilud ha! bj cil» ri q 30 kr. mehr zu entricht«n. M it b'cr 'l>o!t vorto-frei qanzjäbri^. unter Kreuzband »»i, gedruckter Apre^ <<> ss., ha,b,ahrig 7 ,!, ^.<> fr. — I„ ,c>, atiunH^el,» s, r für eine K>'alt,n,s>,e ober rnl ülanm oerselben !>,r s„>-maligs Einschalt,»^ :^ fr,, für pv^ima!,qe 4 lr ,»r me»!n>!,qe .-> !r (^. M. Inserate bis 12 Z.il,n kosten , st. iür 3 Mal. 50 sr. sm 2 Mal und 4N lr, für 1 Mal ,i„'n,schalten 8,l disse» Gebühren ist nach dem „Pnwism'ischcn Ge,ehe vmn <». '.'l^veml'er !. I. f»r ^ns.rtirin'stämp^l" noch 10 lr. für s,„e >sd,S!».ii,> Einscl'allnng bi»,!i ,n rechinn. Der heutigen Heitung liegen Mau queren zur Einsendung des Prann-Nterations-Wetrages bei. Os wird höflichst um baldige Praunmeratious-Erneuernng ersucht, dnmit i« der Zusendung keine Unterbrechung geschieht. Asntlicher Theil. M^as k. k. Finanznunisterilün hat z» Secretären bei der Finanz-Landesdirection in Triest die Cameral-BezirkScommissäre erster Classe im Bereiche derselben, Franz Bö hm und Johann Inchelli, ernannt. Von dem k. k. Finanzministerium sind die im Verwaltungsgebiete der küstenländisch- dalmatinischen Finanz-Landesdirection missarsstellen erster Classo den dortländigen Cameral-Bezirkscommissären zweiter Classe, Simon Sellak und Franz Srd^nko, verliehen worden. Das k. k. Finanzlniuisterium hat die Cameral-concipisten im Bereiche der Triester Finanz-Landes-direction, Nichard Hartmaun, Franz Koch und Joseph Pavesch, zn Camera!-Vezirkscommissärcu zweiter Classe daselbst ernannt. Veränderunssen in der k. t. 2lr«lee Der Platzmajor von Verona, Johann ^lletsera, wurde mit dem Charakter nnd der Pension eines Oberstlieutenants in den Ruhestand versetzt. Am 1l). Juni 1862 wird in der k. k. Hof-lmd Staatsdruckcrei in Wien das XXXVII. Stück des allgemeinen Neichsgesetz- und Regierungsblattes, und zwar in sämmtlichen Ausgaben ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthalt unter Nr. 123. Den Erlast des Finanzministeriums vom 13. Mai 1862, betreffend die ausschließende Inständigkeit des k. k. Landesgerichtes in Wien bei Amortistrnng von Como-Neutenscheinen. Nr. 124. Den Erlasi des Finanzministeriums vom 28. Mai 1862, womit die Tara für die Eingangs-verzollung von fetten Oelen und Wein in Schlauchen festgesetzt wird. Nr. 126. Die Verordnung des Justizministeriums vom 2. Juni 1862, in Betreff der Aufhebung der ständigen Gerichtssenate und der bisherigen Art der Abstimmung bei den Gerichten aller Instanzen-Nr. 126. Die Verordnung des Finanzministeriums vom 9. Juni 1862, womit bestimmt wird, daß endlose Walzenüberzüge für die Papierfabrikation, verzollt werden solleu. vom 14 ^" .^"ordnnug des Finanzministeriums ^6 ^i^""^''"' "°'"'t bekannt gemacht wird, ^ m^" ^""> und Rußland ein Ueber-e." omnen wegen gegenseitiger Zuweisung der durch Fuhrsendungen «„ der Gränze zwischen Galizien Mlt dem Krakauer Gebiete einerseits und NuMsch-Polen andererjetS abgeschlossen wurde. Wien, am 18. Juni 1862. Vom k. e. Redactionsbureau des allgemeinen Reichs-gesen- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. (5orrespol«denzeu. Turin, 16. Inni, ..^.. Man sagte, das EhegeseN werde nicht in gegenwartiger Session debattirt werden, doch haben sich die Deputirten sch^, j„ ^„ verschiedenen Kanzleien versammelt, um die Praliminardiscussion anzufangen, und die Commission zn ernennen. In drei Vnreaur fanden die Versammlungen Statt, und es wurden die Herren Guglianetti, Cavallini und Bonavera zu Connnissären ernannt. Das GeseN wird hin nnd wieder einige Oppositionen finden. Ungeachtet der Ernennung der Commission, ungeachtet der anerkannten Dringlichkeit, zweifelt man sehr, daß das Gest»; in gegenwärtiger Session angenommen werde; denn nicht nur im Senate, sondern selbst in der Dcpntirtenkammer sind viele Mitglieder, welche es ungemessen finden, eln so wichtiges Gesetz mit solcher Schnelligkeit zu votiren. Es handelt sich nicht unr um das Princip, sondern um die kleinsten Details, von welchen das Glück der einzelnen Familien abhängt. Damit Ihre Leser sich einzu Begriff des neuen Ehegesetzes machen können, halte ich es nicht ohne Interesse, Ihnen einige Hauptartikel aus demselben mitzutheilen. Es wird in sieben Hauptstücke, oder 47 Artikel eiugttheilt. Der Ehecontract ist von dem Tage an giltig, als er von cinem dazu bestimmten Staatsbeamten, dem Syndiclls, in daö betreffende Register umgeschrieben wurde. Der Bräutigam muß wcuigstenö Ift, die Braut 16 Jahre alt seyn. Ein Vormund kann seine Mündel heiraten, nur wenn Letztere großjährig geworden ist. Der Heirat müssen drei Verkündigungen voran gehen, welche vom Syndicus (Bürgermeister) angeordnet werden. Eine Copie des Verkündignngsactes wird und bleibt am Eingangsthore des Gemeindesaales angeheftet, bis die Heirat vor sich gegangen ist. Die dritte Ver-kimdignng muß wenigstens 1l) Tage oder längstens 3 Monate vor der Heirat geschehen. Die Ehehindernisse werden dem Syndicus (also nicht dem Pfarrer) angezeigt, welcher 1l) Tage nach der letzten Verkündigung die Erlaubniß zur Heirat ertheilt. Der Ehecontract wird in Gegenwart des Richters vor vier Zeugen geschlossen, welcher das Protocol! ausfertigen läßt, wovon eine Abschrift dem Bräutigam übergeben wird; dann wird der Vetrag vom Syndicus in dein allgemeinen Register aufgenommen. Im vierten Hauptstücke, bestehend aus dem 24—31 Artikel, wer-die die Gründe angegeben, in Folge deren die Ehe aunnllirt werden kaun, und die beiläufig wie iu andern Staaten gleich lauten. Das fünfte Hauptstück spricht über die Treunung, das sechste über die Strafen für Jene, die das Gesetz übertreten, uud das siebeute enthält eiuige allgemeine Grundsätze. Von der Kirche wird im ganzen Gesetze kei»e Erwähnung gemacht, nur in der Rede des Ministers heißt es: „In der Regel wird die Ehe durch eine religiose Feierlichkeit sanctiouirt." Mau kaun sich leicht denken, ob die 47 Artikel dieses Gesetzes, welches laut dem letzten Paragraph am 1. Jänner 1863 in's Leben treten soll, Stoss zu interessanten Debatten geben werden. i In der gestrigen Sitzung der Deputirtenkammer wurde die Discussion über die Rcorganisirung des Personales der Sicherheitsbehörden fortgesetzt; der 3. Artikel wurde augcuommen. Es wurden die Berichte über das Gesetz, wodurch die Grundsteuern erhöhet werden, und über das Gesep zur Regeluug der Nationalbank vorgelegt. Den Vorsitz hielt in der Kammer der Viceprasident Benso, indem der Präsident Rattazzi krank ist. — Heute wurde dem gewesenen Feldwebel Sacchi die silberne Bürgerkrone in einem Saale einer Militärkanzlei feierlich übergeben. — In Mandovi ist ein neues Journal unter dem Titel »Kl,xx mo,>nl-,:!,in" erschienen. Gestern »nurde das Gesetz über die Hundesteuer veröffentlicht. Für jeden Hnnd ohne Unterschied der Race werden 16 Francs jährli ch gezahlt. Ausgenommen sind die Hunde, welche noch saugen, jene welche einem Blinden angehören, und endlich die Banernhnnde, welche znr Bewachung der Heerden nnd der Land-hänser dienen. — Die Commission, welche die von der Pulvererplosion beschädigten Einwohner der Vor; stadt Dora zn mtterstützen beauftragt war, hatte bis 1. Mai 7064 Lire an 601 Familien, bestehend aus 1648 Individuen, ausgetheilt. Die meisten Gelder wurden aber vom 1. bis 12. Juni ausgetheilt- Im Ganzen wnrden bis jetzt 87.80« Lire 92 (5. gesammelt, und davon 85.941 Lire 18 Cent. ausgetheilt. 1W4 Lire 74 C. sind noch in der Casse der Commission geblieben. — Herr Graf Cavonr stattete einen Besuch dem Hrn. Thiers ab. Letzterer wird sich in ein Pmir Tagen nach der Schweiz begeben ,md sich an den Usern des Genfer Sees aufhalten, wo auch seine Fran sich einfinden wird, „m bis zu Ende deS künftigen Herbstes dort zu verweilen. Oesterreich Trieft. Mehrere Umstände lassen auf nahe größere Belebung des directen Verkehrs zwischen der adriatischen Küste und der iberischen Halbinsel hoffen, auch vorläufig abgesehen von der Reform der spanischen SchifffahrtSgesrtze und schwebenden Unterhandlungen. Das österreichische Generalconsulat zu Paris hat vor Kurzem hervorgehoben, daß der Chef deS Hanses Abello, eines der vornehmsten Hänser in Fer-rol, eigens nach Triest gereist sey, um zwischen den spanischen und österreichischen Häfen directe Verbin-dnngen anzuknüfen. In der That, sonst nichts könnte vielleicht diesen Zweck mehr fördern, als gerade eine Verbindung spanischer und österreichischer Handelsfirmen. Auch wäre dem so combinirten Unterneh-muugSgeiste, bei den schützenden Vestimmnngen des spanischen Handelssystems, die Möglichkeit nahe gelegt, die so begonnenen Geschäfte noch über die Gränzen der Halbinsel hinaus bis zu den fernsten Colo-nien auszudehnen, soweit deren Bedarf au Manufac-teu bei uns gedeckt werden kann. Andererseits hat die um Oesterreichs Handelsverkehr so viel verdiente Gesellschaft des österreichischen Lloyd bereits die Aus-zweigung einer DampfschifffahttSlinie nach den Mittelmeerhäfen Spaniens, und die unmittelbare Ver« knüpfuug mit der neu iu's Leben gernfenen spanisch? westindischen Linie in bestimmte Aussicht genommen. Dieser fruchtbare Gedanke, den überseeischen Verkehr Oesterreichs mit Hilfe der Dampfkraft künftighin in doppelter Richtung nach Westen wie nach Osten ans> zudehnen, muß und wird zur Verwirklichung reift». Zugleich sind, namentlich uach Abschaffung der allen britischen Schifffahrtsgesetze, auch immer mehr zahlreiche Handeleschiffe im Verkehr mit uud von England 39A angewiesen, die Meerenge von Gibraltar zu passiren, und sie hätten daher den Beruf, dabei gleichzeitig ei: nen Theil des spanischen Handels mit zu vermitteln. Wenige Jahre dürften hinreichen, um in allen diesen Beziehungen erhebliche Erfolge vorzubereiten, und dann auch Spanien zu überzeugen, wie sehr es in seinem Interesse liegt, diese Verbindungen mit Oesterreich, mit dem es auf der Mittellandsee wie auf dem Weltmeere dle gleichen Anliegen hat, aus allen Kräften zu pflegen, und dadurch innige Handelsvertrag«: zu besiegeln. Wien, 18. Juni. Ejne Verordnung des Ministerinms für Landescnltur und Bergwesen vom 16. April 1852, giltig für alle Kronländer, mit Ausnahme des lombardisch - venetianischen Königreiches, womit die verordnungsmäßige, strenge Ueberwachung des Bergbaubetriebes angeordnet wird, ist erschienen. Die wesentlichsten Bestimmungen desselben sind folgende: Zeige sich bei den gepflogenen Erhebungen ein so hoher Grad der Vernachlässigung des geregelte» Bergbaubetriebes, dast durch dessen wettere Fort-sehung das Leben oder die Gesuudheit der Arbeiter, oder anderes fremdes Eigenthum offenbar und nahe gefährdet erscheint, so ist der Vergbauunternehmer znr sogleichen Abstellung der Gebrechen durch die Berg» behörde zn verhalten, oder von dieser hierzu die nöthige Einleitung auf Kosten des saumseligen Berg-bannnternehmers zu treffen. Sind durch den vernachlässigten Bergbaubetrieb andere öffentliche Rücksichten, oder die Interessen einer anderen öffentlichen Verwaltungsbehörde g'fährdet, so ist die politische, oder die hierbei betheiligte Verwaltungsbehörde zn der ersten Untersuchung einzuladen, und im Einverständnisse mit derselben von der Bergbehörde weiter vorzugehen. Gegen die Verfügungen der Bergbehörden steht zwar der Recurs an das Ministerium des Bergwesens binnen vier Wochen von der Zustellung der Verordnung, ohne Glstattnng einer weiteren Frist, offen; wem, jedoch Gefahr am Verzüge obwaltet, so hat derselbe keine aufschiebende Wirkung, und es musi den Anordnungen der Bergbehörde sogleich Folge geleistet werden. Die politischen Behörden werden angewiesen, die Bergbehörden bei der Handhabung dieser Vorschriften auf jede Weise, und nöthigen Falles mit Hilfe der Gensd'armerie zu unterstnften. Wien, 18. Illui. Heute Früh 1l) Uhr wurde in der Seitencapelle der Hof- und Stahtpfarr--kirche, zum heiligen Augustin, das jährliche Kirchenfest für den im Jahre 1767 bei Kolliu unter Landon gegen die Preußen erfochtenen Sieg nnd das damit verbundene Maria - Theresien - Ordens-fest (der Orden wurde am 18. Juni 17.l7 durch Maria Theresia gestiftet uud datirt seine Sta-tnten vom 12. Dec. 1738) gefeiert. Es hatten sich die Ordensritter, die Herren Generale, Stabs- und Oberofficiere bei dem Feste sehr zahlreich eingefunden. Der k. k. militärische Maria-Theresien-Orden. dessen Großmeister Se. Maj. der Kaiser ist, zählt gegenwärtig l! Großkreuze (Sr. k. k. Hoheit Erzherzog Johann, Wellington, Radchky, Paskiewm, Win-dischgräl), Haynau), 17 Commaudeurs uud 147 Ritter. Von leftteren sind 73 in den Jahren 1848, 184!) und 18üN ernannt worden. — Se. Majestät der Kaiser hat die Organisi-rnug und das Inslebentreteu der bei den Caudes-Militärcommanden zn Agram und Temesvar zu bildenden Gränz-Sectionen genehmigt uud gleichzeitig ist auch die Ernennung der Sectionsvorstände erfolgt — Aus der k. k. Arcieren - Leibgarde gehen Samstag 14 Garden von hier nach Ofen ab, um bei Ankunft Sr. Majestät des Kaisers, welche am 22. Nachts erfolgt, den Gardedieust zu verrichten. Während der Reise im Lande war a. h. Se. Majestät von keinen Garden begleitet und eS befanden nur die kaiserlichen Adjutanten und die k. k. Hofdienerschaft sich in der nnmtttelbaren Nahe des Monarchen. ^- In der Vorstadt Vreitenfeld wird mit einem Kostenaufwande von 200.000 fl. (5. M. eine neue Kirche gebaut. Ende dieses Monates beginnt die Prüfung der von den ausgezeichnetsten Architecten Oesterreichs verfaß«» Baupläue und der Bau selbst dürfte sonach ohne Verzug in Angriff genommen werden, da die Erbauung di« Genehmigung Sr. Maj. des Kaisers bereits erhalten hat. — Wie man vernimmt, ist beantragt, dast das seit dem Jahre 1848 in Wien aufgehobene niedere medicinische Stndium wieder iuV Leb^n treten soll. — In finanziellen Kreisen ist man der Ansicht, daß die nächste Finanzoperation das Bankinstitut berühren, und daß es, um die Vauk-Vorrälhe zn heben, zur Emission der Neserve-Bankactien kommen werde. Die Meinungen sind in dein Hauptpuncte ungttheilt und nnr hinsichtlich des Zeitpunctes der Tnrchfnhrnng dieser Maßregel die Angaben abweichend. — Sonntag den 20. d. um !> Uhr wird, wenn die Witterung günstig ist, die feierliche Einweihung des Denkmals vor sich gehen, welches zur Erinnerung an die in den Feldzügen 1848 und 184!) gefallenen k. k. Krieger aus Böhmen auf der Bastei bei dem Nenthore in Prag errichtet wurde. Es wird daselbst ein Gottesdienst und eine militärische Parade abgehalten werden. — Wie Tiroler Zettungeu berichten, ist in Folge einer a. h. Entschließung angeordnet worden, daß anch das in Tirol stationirte Gensd'armerie-Regiment, gleich jenen der übrigen Provinzen, stets ans Landeseingebor-nen im gewöhnlichen Wege dcr Recrutirung ergänzt werden soll, was insofern von Bedeutung erscheint, als Tirol bisher zur Heeresmacht dcr Monarchie das Kaiser-Jäger-Regiment allein abstellte. — Auf den Gütern eines gewissen Johann Schallansky im Zempliner Comitate Ungarns, werden abermals Colvnisirungsversuche gemacht, welche ebenso wie die verunglückte Ehrenberg'sche Uuternehmnng, keine Garantie bieten. Die behördliche Warnung we. gen Betheiligung ist bereits erftosseu, uud mau erwartet demnächst von Seite des Ministeriums des Innern eine warnende Darstellung des Sachverhaltes bei dieser Unternehmung. — Dem Veruehmeu nach hat die belgische Re-giernug die Vermittlung Oesterreichs in der immer verwickelter werdenden Tarifsfrage mit Fransreich in Ansprnch genommen, und wll sich gleichzeitig in derselben Angelegenheit auch an Preußen und Rußland gewendet habe». — Seit Km",?tn mehren sich die Gesuche dn flüchtige,, Polen um die Nückkehv in ihv- Heimat, bei der Gesandtschaft in ungewöhnlich starker Zahl, welche durch die in Paris erstossene Verfügnng, daß allen aus österreichisch, russisch und preußisch Po-leu stammenden Flüchtlingen jede UnterstülMg von Seite der Negierung entzogen worden ist. — Der k. k. Generalconsul in Marseille, Herr I. A. Lavison, ist vom dortigen Consularkörper einstimmig zu dessen Abgeordneten bei der Sanitäts-Commission gedachter Seestadt gewählt und diese Wahl von ihm angenommen worden. Von Seite des k. k. Handelsministeriums ist derselbe aus diesem Anlasse angewiesen worden, von Zeit zu Zeit umständliche Berichte über die Verhandlnngen der genannten Commission einzusenden. — In Stuttgart hält sich ein Individmlm auf, welches sich Alerander Graf v. S. Alb an, apostolischer General-Delegat des Ordens der hetligen Dreifaltigkeit (älcxunlkr l'om^ 8. /V!l»3!w, 1)^1« ^!l,^ !?< M'rl'Ii^ ^l><)5l('licl!" <)nlml> 55. ?l-!!,ill,li>) nennen läßt. Wir sind ermächtigt zn erklären, daß das gedachte Individuum uicht das Recht hat, diese Titel und die Attributions»,, mit denen es angeblich versehen lst, sich beizulegen. (Wr. Ztg.) TemeSvar, 16. Mai. Ueber die heute von Sr. Majestät dem Kaiser vorgenommene feierliche Gruudsteinlegung zum Denkmale für die während der dreimonatlichen Cernirung der Festung Gefallenen, entnehmen wir der „T. Z." folgende Details: Nach Besichtigung der Truppen begaben Sich Se. Maj. in das für Allerhöchstdieselben eigens bereitete Zelt. Es wurde nun die Ceremonie des Einsegnen« der für den Grundstein bestimmten Münzen und der Denkschrift von dem hochwürdigen Bischöfe vorgenommen, nnd dann diese Gegenstände von Sr. Maj. Höchsteigenhändig m die kupferne Umwandung des Grundsteines eingelegt — Die über die Veranlassung des Monumentes zur Erinnerung für die spätesten Zeiteu verfaßte Denkschrift lautet wie folgt: „Um Meiner Armee einen neuen Beweis Meiner dankbaren Anerkennung ihrer ruhmvollen Thaten zu geben, habe Ich zur dauernden Erinne» rung an die l0?tägige Heldenmüthige Vertheidigung der Festnng T e m e s w a r nnd deren dnrch die denkwürdige Schlacht vom !). August 1840 bewirkten Entsaft die Errichtung eines bleibenden Denkmals in dieser Stadt angeordnet. Meine Anwesenheit bietet Mir die sehr erfreuliche Gelegenheit, den Grnudstem zn diesem Mo-numeute eben hente legen ;n lassen. Der Vollzng in Meiner Gegenwart wird hie-mit bestätigt. Ten,es war, am !.^. Juni 1862. Franz Joseph „>. ,»." Nachdem nun die Kapsel geschlossen war, begaben Sich Se. Maj. zum Baue, und gernhteu daselbst Höchsteigenhändig den hohen Act der Weihe dmch das Legen und Befestigen eines Steines, wozu eine silberne Kelle, dann Hammer nnd Schlägel bereit gehallen war, zn versinnlichen. Dem Beispiele Sr. Majestät folgte Se. kais. Hoheit Erzherzog Albrecht, dann die übrige Generalität. Dechargen der bei der Feier anwesenden Truppen und Kanonenschüsse von den Wällen der einst so hart bedrängten Festnng bezeichneten den denkwürdigen Moment, wo Se. Maj. die Trene Temeswar's belohnten. Gleichzeitig fand eine Betheilnng in Geld bei jener Militärmannschaft Statt, welche unter den gegenwättig hier befindlichen Truppen anch zur Zeit der Cernirung sich hier befunden, nnd die Velagernng mitgemacht hatten. ES erhielt jeder gemeine Mann einen, der Corporal zwei, und der Feldwebel drei Dncaten in Gold. Weiterhin wird berichtet: Nach der so glänzend beendigten Feierlichkeit geruhten Se. k. k. Majestät die Besichtigung der Militär - Etablissements vorzunehmen, bei welcher Gelegenheit Sc. Maj. an Einzelne der Mannschaft des Infanterie-Regiments Hartmann einige huldvolle Worte in polnischer Sprache richteten, was nicht verfehlte, bei der ganzen Mannschaft einen sichtbaren Eindruck hervorzubringen, denn Einer der Glücklichen äußerte sich nachträglich, dast er augeul'licklich seinen Aeltern beichten wolle, wie seill guter Kaiser mit ihm polnisch sprach; „din Tag, an welchem Sie mein Schreiben bekommen, schloß der brave Pole, werden Sie festlich begehen, denn Ihr Sohn hat mit dem Kaiser gesprochen, nnd zwar polnisch." Wieder cm Beweis, wie sehr die gewinnende Persönlichkeit unseres geliebten Monarchen geeignet ist, allenthalben die regste Sympathie uud enthusiastische Begeisterung zu erregen. Als Höchst-dieselben in, Fortgehen bei der Wachmannschaft anlangten, ließen Se. Majestät Alarm schlagen; nach Verlauf von kaum drei Minnteu war anch schon sämmtliche Mannschaft des Regiments im Casernhofe versammelt, und so zmar, daß im Ganzen binnen fünf Minuteu über die Stärke der versammelten Truppen die Meldung erstattet werden konnte. Se» Majestät geruhten selbst einige Bewegungen anzuordnen, die bann compagnieweift vorgenommen wurden» Alle hier weilenden Ossiciere vom Ingenieurchor, der Artillerie, des Infanterie-Regiments Strassoldo, so wie des Romanen - Banaler Gränz - Regimentes, welche während der !07täglgen Belagerung dieser Festnng hcldenmüthig dieselbe vertheidigt hatten, genoft sen die hohe Ehre, der heutigen Hoftafel beigezogen zu werden, und sonnt erhielten diese Tapferen den sprechendsten Beweis, daß Se. k. k. Majestät jeden Seiner allerhöchsten Person nnd dcr Monarchie ge> leisteten Dienst in würdiger Weise zn vergelten nie ermangelt. Wegen der überhäuften Staatsgeschäfte, welche" Se. k. k. apost. Majestät auch ferne von ihrer Ne-sidenz die regste ununterbrochene Theilnahme ange' deihen lassen, wurde die projectirte Besichtigung des Schlachtfeldes zwischen der Stadt und Klem-Becskc-rck abgesagt. Abends wnrde unserem städtischen Theater das Glück zu Theil, Se. k. k- apost. Majestät in sei""' Räumen aufzunehmen; ein Ereigniß, welches in del Annalen dieses Institutes „och uicht vorgekommen, daher iu uuvergänglichem Andenken bleiben w^'d-Nach dem zweiten Acte der Oper (Kunok) verließ^ Se. k. k. apost. Maj. das Theater. nnd begab" sich mit Ihrem Hofstaate unter unendlichem 2"be "N der Menge durch eine Spalter blumenstreuender M" ch«,l iu Allerhochstlhr Absteigequartier zurück. 3ft5 Deut l ch l a n d. Berlin, ><». Juni. Ueber die Zusammeuseyung der ersten Kammer fur die nächste Diät Hort die ,,Sp. Ztg.", daß das dein Könige zustehende Recht, die Hälfte ihrer Mitglieder zu bestimmen, in dem beschränktesten Masie ausgeübt werden durste. Aus der Wahl gehen nämlich, den Bestimmungen des Art. l>li der Verfassung gemäß, im Ganzen 120 Mitglieder hervor, von denen dreißig durch die Magistrate der größeren Städte, nnd neunzig von der dreißig-sacken Zahl der höchst bestimmten Urwähler gewählt werden. Diese Bestimmung ist positiv, relativ dagegen das Recht des Königs, daß die Zahl der von ihm zu Ernennenden mit Einschluß der volljährigen Prinzen des königl. Hauses nnd den ehemals Reichsunmittel-baren in Preußen (17) die Summe der zu Wählenden nicht übersteigen soll. Dem Vernehmen nach soll es nun die Absicht Sr. Majestät seyn, von diesem Rechte für die nächste Kammer-Diät den cingeschrän-testen Gebranch zu machen. — AuS OdentHal, m, Regierungsbezirke Köln, wird vom „Fr. I." berichtet: Als bei der am 11. d. stattgehabten Frohnleichnamsprozession der Zng auf der Dhünbrücke angelangt war, brach diese unter dem Gewichlc der frommen Wanderer ein, so, daß mehrere hundert Menschen, Männer, Frauen und Kinder MM) in den angeschwollenen Strom stürzten. Glücklicherweise ist kein Menschenleben zu betrauern, und es haben selbst, anfier einigen Arm- nud Beinbrüchen, keine bedeutenden Verleynngeu Statt gefunden. Frau k r c i ch. Paris, 14. Juni. Der Staatsrath hat die Prüfung der von der Budgetcommission vorgeschlagen nen Amendemeius so gnt wie beendigt. Diese Commission hat bereits die Nückäußerungen des Staatsrathes über sämmtliche Anträge, mit Ansnahme zweier Ministerien, erhalten. Die Commission hatte im Ganzen eine Reduction der Ausgaben um 23—24 Millionen vorgeschlagen; die vom Etaatsrath zugelassene Reduction beträgt bloß 2iA!.000 Fr. Man sieht, die beiden Körperschaften sind um ein Bedeutendes auseinander. Wenn der geschgebende Körper die Ansichten seiner Vndgetcommission theilt, so bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Budget-Artikel selbst, auf welche sich dic Amendments beziehen, Zu verwes fen, da bekanntlich nach den Beifinmiungen der Constitution diese Amendements, wenn sie vom Staatsrathe nicht, zngelassen werden, in der Kammer gar nicht zur Berathung kommen dürften. General St. Aruaud, der Kriegsminister, hat sich auf einige Zeit in die Bäder von Vichy begeben. Durch Decret vom Prinz-Präsidenten ist das Portefeuille interimistisch dem Marineminister Ducos übertragen worden. Gestern empfing der Prinz-Präsident i» einer Privat-Audirnz die Abgeordneten der Compagnie Doll-fust und Cussin-Legendre, welche dem Staate das Anerbiete!, macht, eine transatlantische Dampfcrlinie zwischen Havre nnd New-Vork, mit der sich Frankreich schon seit 1840 beschäftigt, herzustellen. Der Prinz unterhielt sich längere Zeit mit den Abgeordnelen und sprach sein lebhaftes Nedaueru darüber aus, daß blsher immer noch eine solche Lücke in der französischen Marine herrsche. Die Compagnie Dollfuß besteht aus der Elite der französischen Fabrikanten und Handelshäuser, und es ist ihr somit die Fracht ziemlich gesichert. Sie hat einen Allianzvertrag mit der amerikanischen Gesellschaft des „Franklin" und „Humboldt" geschlossen. Paris. I«. Juni. Der „Monitem" gibt Kennt-"'st von der neuen Zusammensetzung des Admiralitätsraths m Gemäßheit der kürzlich verfügten Reorganisation. Dle allgemein verbreitet gewesene Nachricht, daß oer Minister des Innern allen polnischen Flüchtlin-Wre Unterstüftungen entzogen habe, wird amtlich widerlegt. Aus vielen Städten sind telegraphische Depe-nhen eingelaufen, die von der glänzenden Feier des HrohilleichnamfesteS berichten, das seit 22 Jahren uicht öffentlich begangen worden war. Zu Litte fand ein bedauerlicher Unfall Statt: ein religiöser Zierrath war durch einen Strick am Giebel eines Hauses befestiget worden, den er aber durch die Schwere herunterriß, so daß ein Vorübergehender lebensgefährlich verlent wurde. Fast überall habeu die Behördeu dcu Umzug mitgemacht. Dagegen hat zu Dreur eine Art von Conflict zwischen der Geistlichkeit und der Gemeindebehörde Statt gefunden, weil lchtere es vorzog, einer Ackerbanvereins-Siftung beizuwohnen. Paris, 16. Juni. Der Staatsrath soll von den Rrduttionen, die die Budgetkommission aufA3 Millionen angefeftt hatte, 10 Millionen angenom> men haben, die sich auf die öffentlichen Arbeiten beziehen. Die von dem legislativen Körper ernannte Commission scheint den neuen Steuer» nicht sehr günstig. Von den 14 Commissaren sind vier unbedingt für die NegierungSvorschläge, zwei nehmen sie unter Einschränkungen an, und acht sind ihnen feindlich. Die neuen Steuern sind folgendermaßen moti-virt: Die Vrhöhnng der EinregistrirungSgebühren auf gewisse Uebertraguugcn von unbeweglichen Gütern ist durch die Vermehrung des Werthes des nnbeweg-lichen Eigenthnms motivirt. — Zn Guusteu der Erhöhung der Steuer auf die Alcohole führt die Negierung die Nothwendigkeit au, das Gleichgewicht zwischen dieser Steuer und der Verkaufssteuer der Weiue, des Aepfelmostes u. s. w. herzustellen, welche durch Decret vom 17. März 1«.'>2 vou 10 auf 111 pCt. erhöht wurden. Man erwartet von der Erhöhung der Steuer auf die Alcohole 7 Mill. Die Papiersteuer belegt jeden Rieß Packpapier oder Carton mit l<) Cent., und jedes Rieß des andern Papieres mit 2!! Cent. Die Regierung erwartet von der Papier-stener 10 Millionen. Die Steuer auf die Lurus-wagen, Luruspferde und Lurushuude so« 10 Milliouen tragen. Die Regierung beruft sich behufs der Eiuführnng dieser, wie der Papierstener, anf daS Beispiel Englands und Belgiens. S p a ni e n. Das Journal „el Valear" meldet die Ankunft der k. k. Dampffregatte „Volta" m Palma, au dessen Bord Se. kaiseiliche Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Ferdinand Mar sich befindet. Se. k. k. Hoheit kam von Triest nnd Mahon, wird in Carthagena und vielleicht in Lissabon und Madera landen und über Malaga nach Triest zurückkehren. Die Reise Sr. k. k. Hoheit wird 80 Tage dauern. Die Fregatte wnrde mit 2l Kanonenschüssen begrüßt. Der dnrchlauchligste Erzherzog stieg incognito' an's Land, uud durchschritt mehrere Straßen der Stadt, deren Autoritäten sich sohin an Bord des Schisses begaben, um Sr. k. k. Hoheit zur glücklichen Ankunft ihre Glückwüusche darzubringen. Neues und Neuestes. Laiback, 22. Juni. Heute in der Früh um 2 Uhr 13 Minuteu war abermals ein Erdbeben hier in der Stadt, jedoch be. deutend stärker als gestern in der Früh; die eigentliche Erderschütterung und das unmittelbar darauf folgende Gesumse dauerte ungefähr 2 Secunden: der Barometerstaud nach Reaumur war 27« 9<" bei ganz heiterm Himmel. Das gestrige Erdbeben war ebenfalls anch in der Früh, doch um 45 Minuten später. Telegraphische Depesche Sr. kaiserl. Hoheit des Herrn Erzherzogs Militär- und Civil-Gouverneurs für Ungarn an Se. Ercellenz den Herrn Minister des Innern in Wien. Ofen, 19. Juni. Den 17. haben Se. k. k. apostol. Majestät abermals das Gebiet von Ungarn bei Arad betreten. Der Empfang gleich an der Maros-Ueberfuhr war einer der prächtigsten uud herzlichsten uuter Anwesenheit aller Würdenträger und einer unabsehbaren Volksmenge, hierauf Vorstellung bei Sr k. k. apostol. Majestät. Den Ortsrichtern von Vilagos und Kovacsin haben Se. k. k. apostol. Majestät wegen ihrer Treue das silberne Verdienstkrenz mit der Krone verliehen. Dem Vernehmen nach sotten mehr als >!0 Gefangene entlassen worden seyn. Am 18. d. mit Tagesanbruch Reise nach Groß-wardein. Telegraphische Depesche au Se- Ercellenz den Herrn Feltmarschall-Lieutenant v. Kempen in Wien. Arad, 17. Inni, Nachmittag 4 Uhr. Nachdem Se. k. k. apostolische Majestät heute Morgens um 6 Uhr bei günstiger Witternng und im besten Wohlseyn die Vesichtignng der Caserne nnd des Spitals zn St- Miclos nnd eine Revue über die dort cnifge; stellten 2 Divisionen Savoyen Dragoner und des in der Festung statiouirten Garnisonbataillono vorge-nommen hatten, geruhteu Allerhöchstdiesclben lim t)^ Uhr Vormittag nach Alt-Arad sich zn verfügen. Am Ufer des Maios wurde Sr. Majestät von dem Vorstande der Gemeinde die ehrfurchtsvollste Huldigung dargebracht, worauf AUerhöchstdieselben geruhten, Ihren Anfenthalt im Ccmitatöhause zn nehmen, und alldort die Behörden, den Clerus und Adel, so wie die Gemeindevorsteher des District zn empfangen, hierauf die Anstalten und Kirchen der Stadt zn besehen, und vor der Mittagstafel aller» gnadigst Audienz zu ertheilen. — Se. Majestät wurde auch hicr, bei jedesmaligem Erscheinen, von dem äußerst zahlreich aus der Umgegend herbeigeeillen Landvolke, so wie von den Stadtbewohnern mit dem stürmischsten Iubelrufe begrüßt. Telegraphische Depeschen. — Genua, 17. Juni. Mehrere Spielhöllen sind hier aufgehoben und die Spieler verlaftet worden. — Paris, 16. Inni. Der Conflict in der Orleans'schen Güterangelegenheit soll vom StaatS-rache mit 9 gegen 8 Stimmen zu Gunsten der Ne« gierung entschieden worden seyn. -^ Astende, 16. Juni. Die Herzogin von Orleans nnd der Graf von Paris sind hier auS England nach Deutschland durchpassirt. — Vondon, 16. Juni. Eine königliche Proclamation ist erschienen, womit öffentliche Umzüge der katholischen Geistlichkeit (Prozessionen) verboten werden, (hoffentlich, bemerkt die „österr. Corresp.", gilt dieß nnr von England nnd Schottland, nicht aber zugleich von dem specifisch katholischen Irland.) Locales. Laiback, 21. Juni. In der letzten Versammlung der Actionäre zur Errichtung einer Schwimm- nnd Badeanstalt in Laibach wurde beschlossen, an der Errichtung der Badeanstalt un verweilt zn arbeiten, nnd mittlerweile die Einca ssi rung der substti bitten Betrage vorzunehmen. Die nnn eröffnete Schwimmschnle wird gemeinschaftlich mit dem k. k. Militär benicht, und wurden die dießfälligen Modalitaten, da die Anstalt selbst Eigenthum der Actionäre ist, in ter genannten Versammlung berathen, denen znfolge das k. k. Militär den Director, die drei Schwimmmeister und zwei Substitnten beistellt, nnd dafür von Früh !j bis 8 Uhr, nnd Nachmittags von 2 bis 4 Uhr die Schwimmanstalt nnentgeltlich bennyen kann und den Unterricht für die Mannschaft erhalt. Die Herren k. k. Officiere zahlen eben so, wie die Herren vom Civile, für den Unterricht und die ganze Bade-Saison 8 fl., Freischwimmer nur 4 fl.; für Einzel^Billeten sind die Beträge ebenfalls gleich gestellt. Die Mann; schaft des k. k. Militärs hat eigene Badewäsche; für die übrigen Besucher ist ein entsprechender Vorrath angeschafft worden, falls die Herren Schwimmer nicht eigene Wäsche haben. Zum Bevollmächtigten der Actionäre wurde der Magistratsrath Herr Am drosch erwählt, uud wir hoffen, daß es anch mit dem Baue der Badeanstalt nach dem Plane des Hrn. k. k-Hauptmanns Ritter jept recht rüstig vorwärts gehen werde. !>,. tt. Verleger: I>; n. v. Kleinmayr und Fedor Bamberu. Verantwortlicher AlHalHzur ImIlaclierOeitun^ Telegraphischer Eonrs«Vericht der Staathpapiere vom 2l. Juni «852. Staatsschulduerschreil'ungtn zu S M. (in EM.) 96 5/8 delta „ ^ l/i . .. 86 7/8 detto ., 4 „ „ 7" Etaatsschulbucrsch. v. Jahre 1850 mit Rückzahlung ., ^ „ . 9l Darlclnn »ut Vtrloiun'g v. I. l839, für 250 !,st.rda»,. für lft« Thaler Currant, »tthl. «65 Vf. Moilat. ÄnM'nrg, für 100 Gnlde» <^ur.. O»ld. l »3 l/« Uso. F'anlsult a.M., (s!>r «20 st. siidd. Ver- eixS-Wahr. lu.24 !/i sl. F»,!, Gillo.) l l7 3/^ .'l Monat, Hamburg, si'ir «00 Thaler Banco, Nil)! 175 As. « V.'m,a». l< >. « < >v>^ ^ ^ ,' ^»^ l 1l-1? tur,c Sicht. London, fur 1 'l'sund «terlin, Gulden < n.^« l V'onat Malland, fur 300 Ocsternich. Lire. Guld. 1 l ^ 1/t 2 Mont. Machine, siir 30<)sransc», . Onld. 1)9 3/^ 2 Monat. -Un. Bnfaresi Mr l Guldc» . . . Para 228 A«?'. Sicht. Ho»sta,M!lo','sl, für 1 Gulden . vava !lW lil T. Sicht. K. K. Mimz < Ducaten .... 26pr.lkcnt.Agio. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am!9. Juni !852. Markwreise. ^ M^"'^ Ein Wienkt Metzen , ^"«se. r'^N.'^,?-?»^^'st«^-,-^;»!^«» ^^.^!^,«^^,—..,»..^ ^,^,^,^. ! ! Neizcn ... - — 5 ,« Kulurutz ... — „ . 4 n Haldfrucht . . - — 4 20 Korn .... — .^ ! 4 ,« Gclste .... — - ^ 3 s, Hufe .... — — ^ 4 l(» Heidci, ... -- j ^. Z 40 Hafer .... .« „_ 2 ! >2 Fremden-Huzeige der hie» Allgekommeuen und Abgereisteu Don 8. Illin »652. Hi-. Baron Schlechte. Landesgerichtsrath; — Hr. v. Lcöling, k. k. Hauotmann; — Hr. Fürst Schtschendatoff, k. rufs. R'tcmeister, — Fr. Freiin v, Werklcin, Oberstcliswitwez — Hr. Wilhelm Schel-has,, b. bail'. Assessor, — u. Hi'. Nikolits, Handels-mami, allc 6 von Wien nach Tü'cst. — H>'. Franz! Taiqunhaiso», k. engl. Genera!; —Hr. Johann 7l>,-^ tomadis, ?)lilt,ueistel; — Hr. Franz Tripin, k. k. Director; — Fr. Wilhelmme Edle 0. Thiery, Pri-vatc, — und Hr. Ignaz Lieberman», Handelsmann, alle .'> von Trieft nach Wien. Den 9. Hr. Dcmlnik Leonaldi, k, k. Hofsecretär; -. Hr. Hcvlnaiil, Bötger, Appellationsrath; — Hr. Io-seph Byszo>^'sty, k. rnss. ?)teg,erungs Comnussär; — Hr. Dr. Reinegger, ?ldvocat; __ Hr. Moritz Abstät-ter, Med. Doctor; _. Hr. Haiislnai,», — ». Hr. Schmidt, belde Prediger; — Hr. ?lnton Gabrcwsty, Gutsbes,Y?r; — Hr Georg (i raf Mitiovich, Bes,^ zer, — l,. Hr. Joseph Frantl, Handelsmann, alle 10 von Wien „ach Trieft. —Hr. NitolauS Edl. r.

k-her, Trlbunalrach, — u. Hr. Franz Edl. v. Nad-herny, Teclionsralh, beide von Trie>1 nachWicn. Den «0, Hr. Biagio F:eih. v. Ghetold, t. k. Hofrath; — Hr. Ferdinand Oraf Orsich, k. k. Fi-nanzconcipist; — Hr. Emanliel Hilberger, Med. Doc-tor; — Fr. Johanna Leveling, Majors - Gattin, — l». Hr. He.nrich Briccio, Handelsmann, alle 5 von "icst „ach Wien. — Hr. Kuh, Faorlksmhaber; -«''- Bavoinn Pelet.Narbone.—u. Hr. Graf Dubsky, beide Privatier), — und Hr. Hilschl, Handelsmann, "Ue 4 von Wien nach Trieft. De„ ,l. Hr. Franz Meguscher, k. k. Forst, rath; -- Hr. Joseph Mujani, — u. Hr. Ernst 0, Dumreicher. beid« Handelsleute; — Hr. Peter Bello, Schiffbauer, -_ «.Hr. Philipp Vi'llovich, Bürger, alle 5 von T'iest „ach Wien. — H-.Goldschmidt, — und Hr.Builhart, beide Haudelslenle; — Hr, Stcin-fmth, Hi'^oli«nmal«r, — u. Hr. SNoe'lrini, Bauuu» ternehmer, alle 4 von Wien „ach Trieft. Z. 326. 2 Nr. 2847. Herr^Altton Perme, Vovstehcr des Btadl-bezntes vom Haus-Nr. 234 lns 3l4, hat für die durch Feuer verunglückten Bewohner des Dor-fcs Inncrgoritz durch vorgenommene Sammlung in seinem Stadtbezirke von nachstehenden Wohlthätern, als: vom Hrn. Souvan «^ Zottmann . 2 fl. —kr. >> „ Franz Oreschek . . - „ 4U » » » Michael Hansel . . 1 „ — >> „ „ MaUner > Vo,ou . . . 2 >, — ,, >, » Mayer <.>l. Schreyer 5U Pfund Reis lm Werthe v, 7 » — >> „ ,, Leopold Fleischmann . I » — >/ „ » Eduard Klevcl, Klelderm. — » 30 „ » » Joy. Klcdll, Handelsm. I » — ,. das Handlungohaus Souuan l » — » „ dto. Suppan<:! Skodlcr I „ — » vom Hrn. Johann Kraschovitz j>ü'., Handl'lümann . . l. ./ — » », „ Johann Kraschovitz ^<^>., Handelsmann . . 2 » — » vom Handlungsh. Paucl o>. Maußer — » 4N » vom Hrn. Gedr. Stralutzky . . l » — » vom Hrn. Sig. Schneider, Handlsm. 1 >> — „ von Fr. Taml)ornino . . . - - „ ltt „ vom Hrn. Ios. ?iichholz»r, Handlsm. 1s/ — „ von Fr. Forstncr, ^ederhändlcritl . — ,/ 30 „ vom Hrn. Ü. Mlkujch . . — » 3« ,, » » Pleirve>ß »<üi. . . l » ^- » .. » Anton KriSpcr . . 2 » - „ „ „ ?l. Achneider . . I ^ — » ., » Jacob Vadmk . . -- » 30 „ von N. N........... » 2l » rom Hrn. Joseph P.tera, Dam»>,- klewermacher . — >' » ., Wühclm VoNheim . « » „ „ » Emanucl UUsliann . — ., 3« » » Ios. Schreyer, Handlüm. ^ „ — >> „ » Jacob Kokali . . — » 3tt „ von Fr. Rosalia Eger , . l » — „ „ » Maria Grumnig . . 2 >> — » vom Hrn. Ferdinand Mahr . 3 „ — » » » Alois Traun . . l „ — „ ,/ „ I. Wlontiüi . . i „ — » Zusammen: 38 fl, «kr. zur Unterstützung d.r B.dürftigcrcn dcr Venn« glückten dem Magistrate üdngeden. Indem dcr Magistrat für diese milden Gad.n den Dank dcn Gcdcrn öffentlich adstatttt, fühlt ^r zugleich obigen Betrag und 5,0 Pfd, Ncis durch die hicr-oltige k. k. Bezirkshaliptmaunschast sciner Vc-stimmung zu. Stadtmagistrat Laibach , am l5, Iu,u !852. Z. «19. (l) Nau - LicttationS - Kundmachung. Wegen Herstellung eines neuen Thurmda-cheö an der"Pf(nttnchc zu 'Ht. Martin dci iiittai, wird eme öffentliche Miuuc»do«^!citatil>n dei dem Gemeinde . Voistande St. Martin a m 5. Juli l, I,, Vormittags um 9 Uhr abgehallcn werden. Die dabei vorkommenden uud bcrechnctei, Po. fessilmisteN'Aldeiten sind folgende: Die Maurerarbeit s. Materials, mit 254 fl, 39 kr. >> Zimmermannsardtit sainmt Ma- teliale, mit . . - 6^7 „ 42 » ,) Schmio- und Schlosselalbcit, mit 238 „ 25 ,> „ Hupferschmidarbeit mit . . l3 » 20 ,» „ Spenglerarbeit »> . . 77! „ 22 „ „ Anstreicherardeit « . . 12 » 30 „ » Malerarbeit » . - 16 „ — » », Vergoldelarbeit » . .93 » >2 „ « Gußeisenwaren . . . 37 „ — » Zusammen mit 2074 fi.45kr. Die Untelnehmungslustigen wilden zur Versteif gerunq mit dem Bemerken eingeladen, daß der bezügliche Bauplan, das Ausmaß nebst dem Kosteii' Voranschläge, dann das Einheitspreis, Verzeichmß, die Vvlsteiqerungs- und Baubedingnisse sammt der Baudtscbreibung taqlich bei der gefeitigttN Kirchen» vorstehung und am LicitalionStage bei d«m Gemeinde Vosstandc zu St. Marti» cmgcschm werden können; ferner, daß Jeder, ter für sich oder als Be-vollmächtiatcr für einen Andern licitireu will, daß 5 ^ Vadium der ciuzclncn odcr do Gcs.nnmlsumme vor dem Beginne der Licitatioi, zu Handen dcr Velsteigerungs'Lmnmissim, zu erlegen hat. Anbotc löluien sowohl für einzelne, ft wie auch für sämmtliche Arbeiten gtt. (l) "osr7?05^. 0 d i c t. Das hohe k. k. iiandcsgench! ii.ib.ch hat laut VccordNliiig vom N. Iuni l. ?., Z. 2534, dcn Amon Tronic! von Pcrou als Verschwender zu er« klären befunden, wornach m^in ihin hiesge,ichlä de» Helln Joseph Kl.nuer vo,> Pelou als, (!?uratus bei' gegcbcii hade. K. k Bezirksgericht llingeblinq l'ailc.sli am !3. Juni 1852. 3. 847. <,) ^ ^)^. 2375^ Edict. Vom k. k. Vezuksgerichte Itm>, wird hicmit bck^unt gcinacht, daß die mit Bescheid ddo. 4. März 1852, Z. 2640, bcailligte und auf den 2l. Juni »852 angeordnete dritte Feill'ietungstaqsatzung, zur Veräußerung dcr in Iderskilog ^,,1» lllb. Nr. W?, N. Z. »57, lieaendcu Realitäten, über Ansuchen dcs Erccntilmssührcrs, Hrn. A»ton PIcsch. »cr, bis auf sein weiteres Anlangen sistirt wurde. K. k. Bczittsgclicht Idri,,. dcn 18. Juni «852. 'Z.^838. ^^ > ^7" Ber Gcsertlgle inacht hiemlt cinem hohen Adcl und vcrchlung^'wüldigcn Pildllkum dic ergeben« stc Anzüge, daß er daß (finlaffen und Puhen dcr Zimmeil^'dcn aus dcm Grunde verstehe und die von ihm hrrqcrichtcttn Fnßböc'l'U u. Parquelteu eine ganz l'cMdci'c Dauer und Schöohcit erholtcu. Da er hier in Laibach »nchrere öffentliche Salons cil'stelassrn u. geputzt lind sich jcdcrzeit die vollste Zufriedenheit crworbcn hat, so empfiehlt er sich fernen, geneigten Anfttageii. Auch Fußboden vou weichem Holz werden von ihm so wie von hartem Holz hergestellt. Jacob Pinflechner. Wohnhaft: Hiuter der Mauer, H. - Nr. 252 in der Stadt oder im Kaffehhause des Hrn. Herr m a n n auzufrageu. Z"tt2<^(Ä) :.^s"Nr. 4992. Edict. W e i n l i c i t a t i 0 u. Mit Bewilligung dcr k. k. Bezirkshauptmannschaft Marburg werden am 24. Juni d. I, u. z. zu Frauhcim im sogenannten Stökl, fest an der Tlicster (5onimerzialstlaßc>, nächst dcr Bahnstation Kl anichsfcld, um 8 Uhr früh, — und zu Okerpulsgau Nachmittagä um ^ Uhr, im Hause dcß lHigcuthümclö selbst, KW Eimer Eigenbau-Ncme von den bcstcn Frauhcimcr uud Süßenbcr< gcr Gebilgcn, aus dcn Iahrgäugcn l^^4,18i6 uüd l8^8, im Wcge der ftcicn Licitation gegen glcich bale Bezahlung, theils mit, theils ohne Gcbindcn hint. Oblak'schcn Hau'e Nr. 172 am neuen Markt im 2. ^ocl' verschiedene neue Elnnchtunqslnw , dann ein neuer gedeckter, sehr lctc^ ter, zwelspännlger Neutitschelner, tw Llcitatlonewege veräußert werden- Laibach am 20. Ium ttt52.