Nr. 214. Montag, 2U. September 1886. 105. Jahrgang. Macher Zeitung. «M'Yriss n ,?^'l?/.,.^it Postvelstnbung: gan,l«hr«a »I,l5, balbj»hr«g fl. 7.5°. Im «°mpt°ll: --^^ «!««« dl, ,u 4 Zellen 2l kr.. gröhe« pr. ^t«l- « ,r. - d°, östcr.,'n «ö«eb»h°l,»,««n pr. Zeile 8 lr. Dle ,?aibachn Zeitung" erscheint täglich mi« «»«nahm« der Sonn- und yeieitazr. Dl» «v»i»»stratio« befindet sich Vahnhofftlaße ib, die «edattl«» lllüenerftlahe 15 — Nnfranlierte »r ^^linisse der Strafrechtspflege im Jahre lwlnel ,. ^""'^ v"' und da sie die sorgfältig ge-voranac./' "^" des einen Jahres mit denen der '''htm?, ' "" Mi Jahre vergleicht, so erhält man 3°rtsckr tt ?" lehrreichen Ueberblick iiber die erzielten zu Ber^«' >""ber» auch wichtige Materialien, welche Hitllm?'5""aen Anlass oder'znr Venrtheilnng der die a°s" °"" Gesetzen Stoff bieten. Anch sind darin l'chen 33 .". ^"ege znr Beurtheilnng der richter-belleii lA^Mt enthalten, und da die statistischen Ta. FcMe znr Anzeige, nnd da 23 330 vom ^l>c>udl m ^ben "°"n. 171331 znr gerichtlichen ?/>Gnen' l,?/^ ""^""s größte Zahl der neu zu-^009 " Mte Galizien, 48 000. dann Böhmen. l3(X)y' "rderösterreich mit Wien. 16000. Mähren. 10000; die geringste Zahl hatte IV c> ^''4. Ziffttii^V^lakeit der Gerichte zeigt sich in folgenden ^eschris^" Anklage wnrden erledigt 111510. An-^handl n ""^en 42 276 abgcfasst. 40 499 Hanpt-^ ini 3^" Wlden statt. Sehr groß ist die Anzahl . rch N"s""crfahren vor Einbringung der Anklage lägttz„?"<""g. sei es infolge Rücktritts des An-We. " ^auer des Vorverfahrens bis zur ..b's?m ^''klalleschrift. In 157 141 Fällen. ^rfllhr"'" "»mage gediehen waren, hatte das Vor- ?Io,lctte « c^ ^""nt bis 1 Monat. 25 Procent bis Al°liat> .P"cent bis 6 Monate. 2 Proccnt bis 0.4 Procent über 12 Monate gedancrt. In Niedcrösterreich wurden 87 Procent innerhalb eines Monats erledigt, ebenso in Salzburg, 84 Procent in Schlesien und' 83 Procent in Oberösterreich, in Dal-matien nur 19 Procent. Die Verhaftung wurde gegen 46 714 Personen verhängt, welche an 1085 455 Tagen verpflegt wurden, so dass auf einen Häftling durchschnittlich 23 Ver-Pflegstage kamen. Die Dauer der Haft bis zur Einbringung der Anklage betrug bei 37 Procent bis acht Tage. bei 21 Proccnt bis 14 Tage. bei 22 Procent bis 1 Monat, bei 12 Procent bis 2 Monate, bei sechs Procent über 2 Monate. Nach Einbringung der Anklage bis zur Rechtstraft des Urtheils dauerte die Haft bei 18.8 Procent bis 8 Tage. bei 25 Proccnt bis 14 Tage. bei 34 Proccnt bis 1 Monat, bei 21 Procent über 1 Monat. Die Anklage wnrde gegen 67 940 Personen erhoben , von denen 8737 dagegen Einsprache geltend machen; in 861 Fällen wurde diesem Einspruch Folge gegeben. Vor di Geschwornen kamen 3802 Angeklagte; von diesen wurdrn 75 Procent der vom Staatsauwalle nnd 20 Procent der von Privattlägern Angeklagten vernrtheilt. Vor Erlcuntnisgerichte kamen 52 866 Angeklagte, von denen 86.8 Proccnt der vom Staats-anwa'ltc, 11.9 Proccnt der von Priuatklägcrn und 44,4 Procent der vom Staatsauwalte als Subsidiar. klüger Angeklagten verurtheilt wurden. Die Nichtigkeitsbeschwerde wurde in 521 Fällen von den Gerichtshöfen znrückgewicscn und gelangte in 1298 Fällen an den Obersten' Gerichtshof. Von diesen wurden 61 sofort verworfen. über 3 ist eine neue Hanptvcrhandlung angeordnet worden. Was den Rest betrifft. fand iiber 36 Procent eine offene Cassations Verhandlung statt. 22 Procent wurden verworfen, 14 Procent' hatten die Anfhcbnng des Urtheils zur Folge. 25 Nichtigkeitsbeschwerden zur Wahrnng des Gesetzes waren insgesammt von Erfolg begleitet. An Ucberlretungen siud im Jahre 1882 852997 zugewachsen; von diesen wurden 70 bis 80 Procent in der Hauptverhandlung. 10 bis 30 Proccnt ohne Hauptverhaudluug und 1 bis 7 Proccnt durch Straf-verfügnng erledigt. Verurtheilt wurden von den vom öffentlichen Ankläger verfolgten 46 bis 82 Procent, freigesprochen 54 bis 18 Proccnt; es wechselt dies nach Ländern sehr verschieden. Von den Privattlägern Angeklagte wurden in den meisten Ländern fast die Hälfte oder über die Hälfte freigesprochen, in einzelnen Ländern stieg das Verhältnis sogar aus 70 bis 80 Procent. Wenn wir nnn die Personen ins Auge fassen, welche von der Strafgewalt getroffen wurden, so zeigt sich uus. dass im Jahre 1882 32 092. um 1377 we« niger als im Jahre 1881, zur Verurtheiluug famen. Es ist dies eine umso erfreulichere Thatsache, als die Strafverfolgung seitens der SicherheitsOrgane und der Gerichte von Jahr zu Jahr zunimmt. Auch in einzelnen Verbrechen zeigte sich eine erfreuliche Abnahme. Die Mehrzahl der Fälle betraf Diebstähle 17 818 gegen 20 074 im Jahre 1881 und 19 491 im Jahre 1880. Die schweren körperlichen Beschädigungen haben zugenommen, und zwar auf 4595 von 4183 im Jahre 1881 und 4056 im Jahre 1880; auch die Betrugs-fällc haben zngenommen von 2647 im Jahre 1880 nnd 2658 im Jahre 1881 auf 2773 im Jahre 1882; ein gleiches Verhältnis zeigen öffentliche Gewaltthätigkeiten und Kindesmord sowie Todtschlag; eine Abnahme zeigen Münzverfälschung, Mord, Ver» nntreuung, Raub, Verleumdung. Vorschubleistung an Verbrecher. Von den Vcrurtheilten waren 85 Procent Männer. 15 Procent Frauen. Auf die Bevölkerung reduciert, ergibt sich im Jahre 1880 auf 390. im Jahre 1881 auf 382, im Jahre 1882 auf 397 männliche und auf 2340 weibliche Bewohner ein Vernrtheilter. Die Todesstrafe wurde in drei Fällen vollzogen, in 97 Fällen durch kaiserliche Gnade in Kerkerstrafe umgewandelt. Von sämmtlichen verurtheilten Personen waren 2 Procent im Alter von weniger als 16 Iahreu. 14 Procent im Alter bis 20 Jahre, 39 Procent im Alter bis 50 Jahre, 43 Procent im Alter bis 60 Jahre. 2 Procent im Alter über 60 Jahre. Die Betheiliguug der jugendlichen Verbrecher unter 16 Jahren geschieht vorzugsweise bei Diebstählen, die Betheiligung der jugendlichen Verbrecher von 16 bis 20 Jahren bei Diebstählen und schweren körperlichen Beschädigungen. Der Religion nach entfallen auf 1000 Katholiken 1.44 Verurtheilte. auf 1000 Griechisch-Orthodoxe 2,08. auf Protestanten 1.08, auf Israeliten 1.38 Procent. Dem Unterrichte nach waren 47.9 Procent dcs Schreibens und Lesens unkundig, 51.85 Pro» cent kundig; 0.24 Procent hatten höhere Bildung. Vermögenslos waren 88.6 Procent. 10,9 Procent hatten einiges Vermögen, 0,38 Procent waren wohlhabend. Das größte Contingent lieferten Dienstleute aller Art, und zwar 30 Procent landwirtschaftliche Bedienstete. 22 Procent Gehilfen und Lohnarbeiter im Handel und Gewerbe. 10 Procent Hausdienstpersonen; dann Grundbesitzer mit 12.57 Procent. Kaufleute und Gewerbetreibende mit 5.67 Procent; die anderen Classen hatten Jemlleton. tz. Die Uhr der Mutter. !>te ^"te die Uhr geliebt, so lange sie denken ^siegten w ""H father. Die Thränen des Kindes ^elt. ^'. ."" die Mutter ihm die Uhr entgegen-9/^r die !!!"'.H""de Kisten nach der Kette, an Mhte sick ^ befestigt war. das Auge des Kiudes w!^ «us On" ,^'" °"f der Rückseite befindlichen ^lsaln i>r ^ und Steinen, sein Ohr lauschte anf-h .'Uhr. ""en Musik - dem Ticke., der Uhr, ^es s an'.n,^ das erste Wort. das der Mund des > es M?l" ler"e; an dem Zifferblatt der Uhr 3^"nüA ", Das Werk der Uhf ward der Mutter ^' des M""". dem Kinde zn erzählen von der den Werlen des Schöpfer«, es ?"'nchtiae, N" 5" "wecken nnd znr Verehrung ^c^der U.s^"s und Erhallers anznlcitcn. l?b von nN '"' das kleine Mädchen das große U ''" Bild V^ W'lkung kennen, die Uhr ward N n^""d «in A, 5"dnung, Pünktlichkeit. Regelmähiq- Nende^ Sporn für die Aneignung dieser Tu« ^ ^Higkei"der u^ ^anwachsende I""gfrau bo, ">' der Ei c". ^'^. Die Uhr zeigte ihr die ba A? ?lter ^z7'9. die Stunde, wo sie, begleitet Aendinabl ,. erstenmale zum Altare trat. um "le Uhr ""/"'pfnngen. s M die ersehnte Stunde des ersten Balles und mancher anderen jugendlichen Frende. wie schnell, ach, nur wie zu schnell verrauschten sie, und ernst und trübe ward die Zeit. Die Uhr wies die Todesstunde der Eltern und die schwere Stunde, wo sie die Heimat verließ nnd arm nnd freunblos in die kalte Fremde zog. Alles, was sie in, Vatcrhause umgebeu. hatte sie hinter ftch lassen müssen, von allen dn'rch die Erinnerung geheiligten Besitzthümern hatte sie uichts behalteu als die Uhr. Vou ihr vermochte sie sich nicht zu trennen, sie war verwachsen mit ihrem Leben. Hart nnd rauh. aber auch siiß nnd lockend nahten die Prüflingen dem einsamen, schutzlosen Mädchen — die Noth ist ein gar mächtiger, gefährlicher Anndes. genosst der Sünde. Sie übertäubte das ängstliche Klopfen ihres Herzens, brachte die Stimme des Gewissens zum Schweigen - da im letzten Augenblicke ließ sich ganz nahe ihrem Herzen eine andere Stimme vernehmen — das Ticken der Uhr. der Warnnngsru der Mutter, hcrüberlöueud aus einem anderen Handel Und sie war gerettet. Der leise, einförmige Ton wurde zum ^loclen-geläutc. das sie zurückrief in das Paradies der Unschuld, und sie folgte ihm und blieb auf dem Pfade der Tugend nnd des Rechtes. Dornenvoll war dieser Pfad. Ein Leben voll Mühsal lllld Entbehrungen war ihr zutheil geworden; ihre Tage flössen einsam nnd freudlos dahin; das Alter nahte. Die Uhr war ihre Freundin und Trösterin geworden; sie hatte sich gewöhnt, sie wie em mensch- liches Wesen zu betrachten, sie sprach zu ih: und glaubte ihre Antwort zu vernehmen. Die Uhr konnte ihr so viel erzählen. Sie sprach von den Tagen der Kindheit und des Glückes, aber auch von den überwundenen Leiden und von jener Zukunft, wo es keine Einsame und Verlassene, keine Noth uud keiuc Thräucn mehr gibt. Die letzte Krankheit kam; verpflegt von der kalten Hand der öffentlichen Wohlthätigkeit gieng die Arme ihrer letzten Stnnde entgegen, in der sie auch nicht die Stimme der Uhr vermissen wollte, die sie vernommen ihr ganzes Leben; mit erstarrenden Fingern zog sie sie noch einmal auf. Die eisige Hand des Todes legt sich auf ihr Herz, es steht still für immer, noch aber tickt fort und fort die darauf ruhende Uhr. Mit Staur.en findet man die Arme. die stets gedarbt, im Besitze einer goldenen Uhr. Man nimmt ihr einen solchen Luxus beinahe übel. verzeiht ihn ihr aber. da der Erlös dieses uuverhofften Nachlasses vielleicht zur Bestreitung der Begräbnislosten ausreicht. Die Uhr wird verlaust um wenige Gulden, denn sie ist altmodisch, niemand will sie mehr tragen, ihr Gehäuse ist nnr noch gut zum Einschmelzen, sie wird zerbrochen. Wozu sollte sie auch noch reden? Es ist ja d-ch niemand mehr da, der ihre Stimme versteht, und warum soll das Lcbcn eiuer Uhr läuger währen, als das des Menschen, den sie begleitet von der Wiege bis zum Grabe? i Der Rest ist Schweigen. I- H- Laiblicher Zeitung Nr. 214 1758 20. Sevtcmbtt IM. kaum 1 Procent. Von den Vernrtheilten waren 50 Procent Rückfällige. Wegen Vergehen wurden 12 243 Personen im Jahre 1882 verurtheilt, im Jahre 1881 dagegen 18 482, während im Jahre 1880 nur 4180 Personen verurtheilt worden waren. Die außerordentliche Zunahme der beiden letzten Jahre kommt fast ganz auf Rechnung des damals noch neuen Rinderpest- und Thierscuchcn-Gesetzes, dessen strenge Bestimmungen von den Landleutcn im allgemeinen nicht eingehalten worden sind. Da sich nun schon im Jahre 1882 eine Abnahme gegen das Jahr 1881 zeigt, so lässt sich erwarten, dass die nützlichen und nothwendigen Bestimmungen dieses Gesetzes immer mehr werden respectiert werden. Dass die Daten, welche die statistische Central-Commission liefert, zu sehr wichtigen Schlüssen führen und dass diese auch in der nachfolgenden Gesetzgebung und in der Verwaltung nicht ohne wohlthätige Wirkung bleiben, dürfen wir wohl hervorheben. Die bulgarische Krisis. Wien, 17. September. Seit dem gestrigen Tage hat unzweifelhaft eine beruhigte Auffassung der politischen Situation in der bulgarische» Frage die Oberhand gewonnen. Die von London her verbreiteten Nachrichten, dass die drei Kaisermächtc zu formellen Abmachungen in dieser Angelegenheit gelangt und ein gemeinsames Vorgehen für die Zukunft vereinbart, haben sich zwar als irrig erwiesen, denn nichts dergleichen ist in den letzten Tagen pactiert oder auch nur zu pactieren versucht worden. Allein es bedarf wohl für den Moment solcher Vereinbarungen überhaupt nicht, wenn Russlaud sich bescheidet und in seinen Plänen bezüglich Bulgarieus über die Verträge uicht hinausgreift. Letzteres scheint in der That der Fall zu seiu. Es sind nunmehr acht Tage verflossen, seitdem Fürst Alexander Bulgarien verlassen, ohne dass irgend welche Störungen eingetreten und ohne dass von Petersburg aus der Versuch irgend einer ungebürlichen Intervention unternommen worden. Es zeigt sich also wohl, dass die Versicherungen der Petersburger Regierung, dass dieselbe die Selbständigkeit Bulgariens, wie sie vertragsmäßig festgestellt worden ist, respectieren wolle, ernst gemeint waren, und so lange sie ernst gehalten werden, besteht für keine andere Macht ein Grund zu besonderem Hervortreten. Ohne Zweifel könnte die österreichisch-ungarische Monarchie eine militärische Occupation Bulgariens durch Rnssland nicht ruhig mit ansehen, und ganz zweifellos würde das Wiener Cabinet in einem solchen Falle seine Stellung Russland gegenüber in der entschiedensten Weise prononcieren. Aber zu einer solchen Stellungnahme war bisher absolut kein Anlass vorhanden, da nichts geschehen, was dieselbe provocieren konnte. Oesterreich-Ungarn und die übrigen Mächte haben vorsichtig und klug gehandelt, dass sie in der kritischen Situation der jüngsten Epoche allesammt vermieden haben, die russische Empfindlichkeit zu reizen oder aufzustacheln. Hätten sie, den Eingebuugen des Momentes folgend und den bewegten Strömungen der öffentlichen Meinung sich anschließend, durch energische Vorstellungen nnd Erklärungen Russland provociert, wer weiß, ob sie hiedurch nicht gerade dasjenige hervorgerufen hätten, was zu hindern sie vor allem bestrebt waren: dadurch, dass sie sich ruhig gehalten haben, haben sie der russischen Regierung die Möglichkeit gegeben, auch ihrerseits die Lage ausschließlich nur vom sachlichen Standpunkte und ohne alle Leidenschaftlichkeit in Erwägung zu ziehen. Das Petersburger Cabinet ist dabei zur Conclusion gekommen, dass es auch seinerseits Ursache hat, auf die Uebereinstimmung mit den europäischen Mächten nach wie vor Wert zu legen uud dass keiu augenblicklicher Erfolg die Schädigung aufzuwiegeu vermöchte, die die Loslösung vom europäischen Concerte unzweifelhaft im Gefolge haben müsste. In der That hat denn auch die russische Regierung alles unterlassen, was die Interessen oder die Empfindlichkeiten anderer an dem Schicksal der Balkan-Halbinsel interessierter Staaten zu taugiercn geeignet wäre. Aufäuglich gedachte man in Petersburg zur Inaugurierung der neueu Aera iu Vulgarieu, deu Fürsten Dolgorukov mit außerordentlichen Vollmachten als Spe-cialcommissär des Zaren nach Sofia zn entsenden. Man hatte sogar im Sinne, dem genannten Commissar eine ziemlich starke militärische Escorte zur Seite zu geben, welche den Bulgaren demonstrativ die Macht des Zaren vor die Augen führen sollte. Dieser Plan hat bei einigen Großmächten Bedenken erregt, uud siehe da, die russische Regierung hat sich sofort bereit gezeigt, denselben fallen zu lassen. General Kaulbars, der nnn-mehr im Namen Russlauds nach Sofia sich begibt, wird dort nicht als Specialcommissär des Zaren, sondern einfach als diplomatischer Agent Russlands er-scheinen und keine anderen Vollmachten besitzen als diejenigen, welche ihm in diesem Range ohnehin zukommen. Die befriedigende Lösung, welche diese Affaire, die von Haus alls geeiguet schien, einen gewissen Gegensatz zwischen Russland und den übrigen Mächten zu provocieren, hervorgerufen, lässt erhoffen, dafs auch in der Zukunft die russische Regierung in ihrem Vorgehen Bulgarien gegenüber sich von der Uebereinstimmung mit den übrigen Mächten nicht lossagen werde. Niemand bestreitet, dass Russland durch die Thatsache, dass seine Truppen und seine Geldopfer deu bulgarischen Staat geschaffen haben, einen gewissen Anspruch auf eine patronisierende Rolle in Bulgarien erheben darf. Niemand wird gegen diese Rolle ankämpfen, solange dieselbe in den Grenzen der Verträge sich hält. Die Mächte haben klug gehandelt, dass sie bisher alles vermieden haben, was Russland einen Vorwand oder einen Anlass bieten konnte, zu eiuer militärischen Intervention in Bulgarien zu schreiten. Wenn die Bulgare» selbst eine gleiche Haltung der Mäßigung und der Klugheit beobachten, wenn sie ihrerseits durch Befestigung der Ordnnng jede Ursache einer fremden Einmischung von vorncherein ausschließen, dann ist die Hoffuuug eiue wohl begründete, dass die bulgarische Krise, wie drohend sie sich vor kurzem noch ausgenommen, ohne Störung des Friedens nnd ohne besondere Aufregungen zum Abschlüsse gelangen werde. Politische Uebersicht. (Reichsrath.) Uebereinstimmenden Meldungen zufolge wird der Reichsralh auf den 29. d. M. zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit einberufen werden. Seitens des Präsidiums des Abgeordnetenhauses ist die Tagesordnung für die am 29. d. M. swttft"dend Swung bereits 'festgestellt worden. Dieselbe enW nebst geschäftlichen Mittheilungen und Angelobm'!,' ne..r Mitglieder nnr Berichte des Petitions- u Legitimations-Alisschusses. Präsident Dr. Smolta ">„ demnächst in Wien ein. . «.! (Die Waffenfragc in der Armee.) ^ dem heutigen Stande der Dinge in Europa >!' jedeu Staat die Waffenfrage' eine Lebensbeding» Alle Opfer, die ein Staat für sein Heer, für'"'. Vertheidigung gebracht hat, wären nutzlos gew" ,' sobald die Hanptniaffen seiner Soldaten. dos M^ nnd das Geschütz, hinter den Anforderungen der ^ , zeit zurückbliebcn. Sobald also iu irgend einem 2?« eine wesentliche Verbesseruug dieser Waffen ansta''^ muss sich auch jeder andere Staat entschließen, nm Verbesserer gleichen Schritt zu halten. Mit traun Miene die Börse in der Hand haltend, sieht die ul>^ europäische Menschheit das Wettrennen mit an» ^ Deutschland und Frankreich anstellen, nm s'H j^-Art und Weise zu übertreffen, wie man in der zesten Zeit die meisten Menschen kampfunfähig """ kann. Auch jetzt haben die beiden tonangev" Staaten eine Neuerung, das Repctiergcwehr, eilM^ In Frankreich besitzen' schon hunderttausend M"" "^ Büchse, im deutschen Reiche sind zwei Armeecocp» » reits vollständig damit versehen nnd vier ^rmee werden es in kürzester Zeit sein. Dies ist der <0" ^ gründ, warum auch uuscre Armeeverwaltung." ^ Delegationen mit der Forderung herantreten ^t'^ili Kostm zur Einführung des neuen Systems be« ""'^ Heere zu bewilligen. Das Gesammterfordernis stl ^ Neueinführnng wird sich auf 15 Millionen O»M^ laufen. Von diesem Betrage dürften in b"s?:^ei> für 1887 als erste Rate etwa dritthalb M"' Gulden eingestellt werden. ^^st (Die' czechische Schule in Wien.)«, Blättern wird aus Wien gemeldet, das Unm^ Ministerium habe das Gesuch des Vereins "^Hi< um (Wheilung des Oeffcntlichkeitsrechtes an die ^ sche Privat-Volksschule in Wien abgewiesen. ^ (Kroatie n.) Wie wir schon berichteten. ^ der kroatische Landtag nächstens eröffnet. Von "t ^, Oppositionsparteien des Landtages ist bloß ^Me« trumsclnb fähig, die Stellung einer zurechmMss ^ Opposition einzunehmen, die beiden anderen, ^^B' die Starceviöianer, dürften wohl nirgends ernst l! ,^ men werden. Der Centrumsclub soll mm rcorg ^ werdeu. Am 14. d. Mts. fa>.,d nun in Äg">^ Berathung seiner Mitglieder statt, bei welch" M Ziukovic, Plivcric und Arnold den nenen ^L^rie, cntwurf vorlegten. Derselbe gründet sich auf ble/^„eü dass Kroatien ein Staat sei, und fordert day"^l eigenen Finanzgerichtshof, die Unterbreitung ^,g Slaatsvcrträge, welche anf die autonomen Nessolt? ^ haben, an den kroatischen Landtag, Pressfrcchcn,,.^ abhäugigkeit der Richter, Gründung einer '" ,^tie^' Facultät, und endlich — die Einverleibung Daw ^, Uebrigens soll das Programm die wcitestgcheno ^ dcsfreundliche Gesinnung für Ungarn zu«« ^^,Ds bringen. Eine Einigung bezüglich dieses P^M»!^ wurde nicht erzielt. Iu zehn Tagen sollen die ^ berathuugcn stattfinden. ' ^,, Sie hatte nnr den einen Wunsch. u'''^^e '^ angenehm nnd ruhig zn gestaltn, und ich ^ ^ ^ eiue tiefe Dankbarkeit für ihr.' Wohlthaten. „^ ^ vermag die Zukunft vorherzusth^u uud w" /,, M als er mich sorglos nnd fröhlich sah. vorans, «^ Oi neu, dass mir von all dem Glücke nichts al iuueruug übrig bleiben werde. ,c „üch ^' Vor kurzem kam die junge Danie. a"l ^. abn- diesmal war sie nicht allein. "".''? ale»^^ der einige Jahre älter sein mochte als !"' h^ebe" ^ Sie giengeu miteinander plaudernd. ^" ne ^a"' stehen nnd setzten sich dann auf eine st", in deren Nähe mein Vater seinen Platz ^ ^>N <° . - Maxime! sagte das junge MdA«. ^ H sich an den jungen Mann wandte. l"M" ^ li" , ich große Lust hätte. Ihnen zu grollen . - - ^ "'^ Herr! Schon seit zwei Tagen h"b" ^ «e i^ sehen lassen. Sie Hässlicher.'.. Sonst ""^ gäbe!" um mich, und jetzt scheint es eine schw"« " ^bachei Heilung ^tr. 214 1759 20. September 18U6. 1 t i^n ^"^^ daselbst die Instruction zugekommen Üs K?."en Einfluss dahin geltend zu machen, llnd^ "? der Ruhe und Ordnung in Bulgarien sichert !!!,".") hintangehalten werden. Es wird ver-M V.° /"^^°"dere auch die russische und eng-b iniil/s ? V "^ "" Sinne dieser Instructionen 2 l'^' ?l.e Besprechuugeu der Führer der ver-wen ^" k°"^" ?' Lande haben ergeben, dass die-Bulaar'., / Wunsche. ,ede fremde Intervention in das Kl^ ^^'^deu zu sehen, einiq sind. Es soll. was dnn b «/ ""^ Erhaltung der Ruhe in beiden Län-"zielt w d "^' "^"M"e Verständigung unter ihnen ^e d^!.^^'"Uche Kammersession) wird E'lde ^ «3'^"'^' aus Rom berichtet wird. gegen und ,w. ^^iats November wieder eröffnet werden. Vtttam... -""^der Budgetberathung. welche bei der Wiä r? '"!n^""' "ach erfolgter Bewilligung eines Nach V^en Vudget-Prouisoriums unterbrochen wurde, neue M^-c. get "'rd der Gesetzentwurf über die nisteri^"' ^"h"lung fischen den einzelnen Mi-heit ^H?d,e Reihe kommen, bei welcher Gelegen-"an^inis/ -^ die Errichtung eines eigenen, dem Fi-schikdri, "."" "ordinierten Schatzministeriums eut- ilells^^.!°"d.) «United Ireland», das Organ Par-nunll^V rücksichtlich der wahrscheinlichen Ableh-dkln lNps'^""^'schen Agrarvorlage "ur. dass alle aus Asyle s/^ ^setzten Pächter sich in Massen in die vor ha - "othleidende begeben. Das Blatt hebt hrr-des'w,.."'"" 'n solchen Districten, wo die Mehrheit Achten ?^rathez "'^ Nationalisten besteht, solchen Mrete, ..^^llch der Freiheit, in die Asyle ein-zilqlich ^ n ^^cn wieder zu verlassen, so wie bc-wsse. "»terhalteK besondere Privilegien zugestehen theilte 1"6l""d i" Egyftten.) Lord Churchill "lväae i,, ^Mischen Uutcrhause mit. die Regierung der /ukUnf? ^'^ "'chtige Vorschläge Wolffs betreffs Glätte ?"en ^"angements in Egypten. Fergusson stlltw„'/°s Gerücht. England errichte eine Kohleu-einiller c>"l, ^^ ""d beabsichtige die Besetzung ^sindun " ln der Nähe der Dardanellen als leere Tagesneuigteiten. Zeitllu^ ^lchät der Kaiser haben, wie die «Nrünner des Htli^ ^^' d^ Genieinde Prasklitz zur Lindernng I>,sass^.^udes ihrer dnrch Hagelwetter betroffeneü E. W ^ ^' senden gerllht. Zeitig . "Ichät der Kaiser haben, wie die «Linzer "u OH . '"^det. dem Vürgcrcorfts in Freistadt für das ^teil ,„ ^ °. I. stattfindende Vestschießcn zwanzig Du-"" Ipeuden geruht. ^°nu„,^/e Enthüllung des Tegetthosf-ftgt. ^ ^s,) Se. Majestät der Kaiser hat zu-Erster» ^^"""3 des Tcgctthoff-Munnments i,n Me ^ , "n Freitag, den 24. d.M.. beizuwohnen, '"lt>! ci V d'^ Kaiserin ist zu dieser Feierlichkeit vom ^'"zessn, ^^" worden. Der Kronprinz und die Kron-^^" werden gleichfalls dnbci erscheine», ebenso der ""e 3 ^"nde in nleiner Nähe zu verleben. Das ist '^schlnnme Sache. " b°">l nickt '^"."^"cht s"'d Sie. Aurelie! Wissen Sie MM k'l« '^ n^in Vater, dcr Graf. es absolut ^kte Tl^/s ^.""'^ Eruennnng z,-,n Attache^ eine voll. ?" Ihre k'"? !"' bevor er beim Herzog von Iscll.'Z !!"' skit 2'^l "üch «"hält. . . Ja.' theure Eou-? den,, ,, ^a»en arbeite ich wie ein Sclave. Hätte ? hier' ,!"" ,'"cht ein schwerwicgclldcs Motiv mich Me ^Z'^ N"ff mich; mir war's, als bt^" wisse, ','? ^^"k '"ich kommen und gehen. 5i Zlete m H' ^ w""^ "' Bewegung setzte. A.lrelie ^^uen. "^s " V«g"ügen. und oF.e den Schmerz t>r '^'n Iina r.' ^r""s«cht hatte, erhob sie mich L ^ M T"!!"d legte mich in Maxime's Hand. ^"" wen^ dankte und dann ^ck.^"«"f"bef/s!!^ ^""'l" wie schön bist dll! 3?^ ' ^nig5^ '"ich in das Knopfloch seines ' "nd gü,a c' "' lp^er nahm er Abschied von U sort, lndem er mich mit sich nahm. Cardinal Ganglbaucr. Der Wiener Männergesangsverein hat seine Mitwirkung bei der Feier zugesagt. — (Gladstone in Oesterreich.) Gladstone hat Herrn John Morlcy telegraphisch benachrichtigt, dass cr heute morgens in London eintreffen wird. Die Aus kunft, warum Gladstone so schleunig nach Hause geht. hat er diescrtage im Stift Reichersberg felbst gegeben, als er äußerte, dass die augenblicklich in, englischen Parlamente in Verhandlung kommenden Antrage Parnells und Consorten es seien, die ihn zwingen, seinen ihm so angenehmen Aufenthalt in St. Martin abzukürzen; er müsse nach London zurückeilen. — (Cholera in Kroatien.) Die Cholera nimmt in der Ogulincr Gegend besorgniserregende Dimensionen an. Nach den letzten amtlichen Meldungen sind neue Erkrankungen und Todesfälle vorgekommen in Oguliu, Pod-sum. Hreljin. Tonnj, Draziee, St. Peter, Skradnik. Potok. Modrus. Dobrimeselo. Popouosclo. Dubravc und Oraho-vica. Auch nach Karlstadt wurde die Cholera eingeschleppt. Man zählt 40 Fälle, darunter einige mit tödlichem Aus-gang. Der Agramer Magistrat ordnete für Reisende aus Ogulin die Desinfection und eine dreitägige Quaran-tainc an. — (Ein Mondfüchtiger.) Großes Aufsehen erregt in Tcmesvar seit einigen Tagen ein mondsüchtiger Schuhmacherlehrling Namens Josef Hellberger in der Vorstadt Fabrik. Äci herrschendem Vollmond verlässt dieser fünfzehnjährige Bursche kurz vor Mitternacht sein Lager und klettert mit geschlossene!, Augen auf die Dächer mit einer fast verblüffenden Sicherheit. Hellberger stammt aus Cakova und kam vor mehreren Jahren nach Temesvar. Sein nächtliches Treiben zur Zeit des Vollmondes wurde jedoch erst vor drei Monaten zum erstenmale beobachtet. Erst vor mehreren Wochen wurde dieser Bursche einer elektrischen Cur, doch ohne Erfolg, unterzogen. — (Theure Küsse.) Drei Monate Gefängnis für zwei geraubte Küsse warrn einen, Zahntechniker vom Berliner Schöffengericht auferlegt worden, und am 1 ?. d. Mts. gelangte die Sache in zweiter Instanz zur Verhandlung, weil der Angeklagte die Berufung eingelegt hatte. Als Belastungszcugin trat ein sechzehnjähriges Mädchen, die Tochter achtbarer Eltern, auf. welche ihr Abcntcner beim Zahnarzte folgendermaßen erzählte: Sie sei an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen in das Atelier des Angeklagten gekommen, um sich die Zähne plombieren zu lassen. Als sic am letzten Sonntage im Begriffe gewesen sei, sich zu verabschieden, habe der Angeklagte ihr plötzlich wieder den Hut abgenommen, sie mit Gewalt auf einen Stuhl niedergedrückt und sie geküsst, bevor sie eigentlich wusste, was ihr geschehen. Sie sei aufgesprungen und hinausgeeilt, vor der Corridorthür habe der ihr folgende An' geklagte sie aber eingeholt und noch einmal ein erfolgreiches Attentat a.lf ihre Lippen begangen. Ihr verstörtes Wesen sei ihrer Mutter zwar gleich nach ihrer Nachhausc-tunft aufgefallen, aber erst nach einigen Tagen habe fic ihrer Mutter von den, ihr pafsierten Ereignis Mittheilung gemacht. T.is Schöffengericht erachtete diesen Missbrauch des Vertrauens, welches eine junge Dame einen, Zahntechniker entgegenzubringen gezwungen sei, sür so strafbar, dass es auf die obenerwähnte hohe Freiheitsstrafe erkannte. Nnn behauptete der Angeklagte mit großer Dreistigkeit, dass die ganze Geschichte von der Velastungs-zeugin aus der Luft gegriffen sei, wusste aber diese Behauptung nicht zu begründen., Dcr Gerichtshof fchenkte daher der Zeugin vollen Glauben, änderte aber das Urtheil dahin ab, dafs an Stelle der dreimonatlichen Gefängnisstrafe eine Geldstrafe von fünfhundert Mark, eventuell fünfzig Tage Gefängnis treten soll. — (Selbstgezimmerter Sarg) Ein Tischler in Bockcnheim. welcher von einer unheilbaren Brnstkrank-hcit heimgesucht war, fühlte, dass es mit ihm zu Ende gehe. Mit Aufbietung seiner letzten Kräfte fertigte cr stch selbst den Sarg an und drapierte ihn ans. Nachdem der Sarg in das Schlafzimmer gebracht worden war, legte sich dcr Meisler zu Bette; am anderen Morgen war cr todt. — (Die Näherin eines Königs.) Dcr kürzlich aus seinem Amte geschiedene abcssinische Kr,egs-minister Herr Naretti ist soeben mit seiner Frau zum Besuche seiner Familie in Nom eingetroffen, Derive hat zwar schon vor neun Monaten seine Entlassung erhalten, da aber dessen Gattin für König Johannes d,e Hemden nähte, fo wollte ihn dicfer nicht abreisen laffcn, aus Furcht, es werde niemand mehr die königliche ^.clv-wäsche ausbessern. Nach langem Suchen gelang es nun Herrn Naretti, eine europäische Näherin aufzutrcioen. worauf der König ihn in Frieden ziehen ließ. — (Missglückte Luftschiffahrt^ Du französischen Luftschiffer Herve" und Allouarb, welche am vorigen Sonntag abends in Boulogne aufst'cge'l. um cme, Ballonfahrt nach Norwegen zu unternehmen, wurden am Montag abends an dcr englischen Ostliistc autzerhalo Croß Sands von dein Schleppdampfer «Glcancr» auf-acnommcn und mit ihrem Ballon in Great Yarmouth gelandet. Die Mronauten geben an. dass ihr Steuer zu fnnctionieren aufhörte, wodurch sie zum N,ederstelgen gezwungen wurden. Jedenfalls haben sie von Glück zu sagen, dass ihr Signal um Beistand von der Bemannung des Schleppdampfers bemerkt wurde. — (Backfisch-Schwärmerei.) Backfisch (seinen Namen in der Badeliste findend): «Ach, jetzt kann ich es den jungen Dichtern nachfühlen, wie erhebend ei ist, sich zum erstenmale gedruckt zu sehen!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Abgeordneten-Conferenz.) Wie wir bereits mitgetheilt, hielten die slobemschen Reichsraths-Abgeordneten im Verein mit den in Laibach domicilieren-den Abgeordneten des krainischen Landtages am vergangenen Donnerstag eine Confcrenz ab, in welcher die allgemeine politische Lage und die Bestrebungen des sloveni-schcn Volkes zur Sprache gebracht wurden. Mehrere Wiener Blätter bringen nun gleichlautende Telegramme aus Laibach, in welchen statt des im slovenischen Communique vorkommenden Wortes «Bestrebungen» (doiui«) der diesen Organen besser in den Kram passende Ausdruck «Forderungen» unterstellt wurde, um dann. wie es die «Deutsche Zeitung» und die Grazer «Tagespost» thun. cine «energische Pression» auf das Ministerium als beschlossen hinzustellen und auf die Lockerung der Beziehungen zwifchen der Reichsraths-Majorität und der Regierung hinzuweifen. Wir find zwar nicht eingeweiht in die Beschlüsse der erwähnten Conferenz, wie ja auch der Laibacher Correspondent der Wiener Blätter nnr das Communique zu entstellen in der Lage war, glauben jedoch auf diese Fructificierung als charakteristisch hinweisen zu sollen. Wahrlich: «Im Auslegen seid ihr munter, legt ihr nicht aus, so legt ihr unter». — (Das Laibacher Obergymnasium) zählt in dem soeben begonnenen Schuljahre 836 Schüler, um 34 mehr als im Vorjahre. Die erste Classe zählt in drei Abtheilungen 203 Schüler, und zwar die deutsche Abtheilung 45, die beiden slovenischen je 79 Schüler. — (Personalnachricht.) Regierungsrath Prof. Dr. Valenta ist von seiner Urlaubsreise zurückgekehrt und hat die Spitalsleitung wieder übernommen. — (Cholera in Krain,) Der nunmehr eingelangte Bericht über das Ergebnis der bakterieologischen Untersuchung des Darminhaltes der zwei am II. und 13. September in Oberlaibach unter choleraverdächtigen Symptomen verstorbenen Konrad III und Lulas Hren ergab bci dem ersten Falle unzweifelhaft asiatische Cholera als Todesursache, bei dem zweiten Falle war das Untersuchungsresultat kein positives; der dritterlrantte Johann Kervina ist mittlerweile genesen, und der vierterkrankte und verstorbene Anton Lesnjal starb, wie die Section constatiertc. an Darmverschlingung. Es reduciert sich daher das Gesammlbild dcr Cholerafälle in Oberlaibach auf drei Fälle, bei dcnen zwei Personen starben und eine genas. Im Momente ist Oberlaibach demnach feuchenfrei. - (Eröffnung der Marine-Akademie.) Nachdem sich die sanitären Verhältnisse in Fiumc derart gebessert haben, dass die Eröffnung der Marine-Akademie nnnmchr stattfinden kann, wird der Curs am 1. Oktober beginnen. Die Aufnahmsprüfungen der neu eintretenden Zöglinge finden vom 27. bis 30. September statt. — (Pfarrer Sorglechner freigefpro-ch c n.) Vor dem Gerichtshöfe Cilli hat vorgestern die Verhandlung gegen den Pfarrer Josef Sorglechner aus Laak bei Steinbrück und den Schuster Johann Dezelak wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit nach 8 12!> lit. d St. G. stattgefunden. Der Pfarrer ist bekanntlich am 10. Juni nachts von der Gendarmerie im Pfarrhofe verhaftet, zuerst ins Gefängnis nach Tüffer, tagsdarauf nach Cilli eingeliefert, nach einem Verhöre aber für die Dauer der Untersuchung wieder auf freien Fuß gestellt worden. Als Ankläger fungierte Staatsanwalt Dr. Gertscher, die Vertheidigung führte der Grazer Advocat Dr. Kosjek. Die geheim durchgeführte Verhandlung endete mit der Freisprechung beider Angeklagten. — (Gemeindcraths-Sitzung.) Morgen 6 Uhr abends findet eine öffentliche Gemeinderaths-Sitzung mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.) Mittheilungen des Vorsitzenden. 2.) Bericht der Finanzsection über die Einladung zur Subscription auf die Prioritäts-Obligationen für den Bau der Localbahn Laibach-Stein. 3.) Bericht der Baufcction über das Gesuch der Hausbesitzer an der Wicnerstraße wegen Verlängerung des Asphaltpssasters. 4.) Berichte der Polizeisection: a) betreffend die Regelung dcr Prostitution, d) über einen Recurs wegen Uebertretung der Polizeivorschriften. 5.) Bericht der Schulsection betreffs Vergebung eines Stiftplatzes zum Befuche der l. k. Staats-gewerbeschule in Graz. 6.) Selbständiger Antrag des Gemeinderathes Dr. Vosnjat betreffs Errichtung einer Hausfrauenschule in Laibach. — (Ueber den Stand der Cholera) in Trieft und dem Küstenland« vom 9. bis Ili, September erhalten wir folgenden Bericht: In Trieft und Territorium belief sich in der bezeichneten Periode der Zuwachs auf 95 Fälle mit tt7 Todten. In, Vergleiche mit der Vorwoche ergibt sich eine Erhöhung von 35 Fällen und von 32 Todten, von welch letzteren die Mehrzahl auf die Stadt entfällt. Seit 7. Juni sind im ganzen ' 570 Personen erkrankt, 157 genasen, 306 starben und 51 verblieben in Behandlung, In Istrien hat die Seuche im Bezirke Capodiftria etwas zugenommen. In Lailiacher Feitung Ni. 214 1760 20. September 18«6. Ricmanje dürfte die Epidemie erloschen sein; seit 9, d. M. ist dort kein neuer Fall mehr constatiert worden. Im ganzen sind dort 65 Personen erkrankt, von welchen 35 starben. In Isola ist die Seuche in Abnahme begriffen; an neuen Fällen sind in der Berichtswoche 12 Erkrankungen mit 2 Todten zu verzeichnen; im ganzen sind dort 219 Personen erkrankt, von welchen 102 starben. Auch in Muggia ist eine Besserung eingetreten; 8 neue Fälle; im ganzen 37 Erkrankungen, 13 Sterbefälle. Die übrigen Bezirke Istriens blieben in der Berichtswoche von der Cholera verschont, mit Ausnahme der Stadt Rovigno, woselbst zu den früheren sechs Fällen 7 neue mit 4 Todten hinzukamen, und der Stadt Pola, woselbst nach den ersten zwei tödlich verlaufenen Fällen vier neue Erkrankungen mit zwei Sterbefällen constatiert wurden. Seit dem Erscheinen der Cholera in Istrien, d. i. seit dem 13. Juli, wurden 520 Personen von der Krankheit ergriffen, von welchen 262 starben; der Zuwachs in der abgelaufenen Woche betrug 98 Fälle mit 36 Todten. In der Provinz G örz-Gradista ist der Gesundheitszustand ein zufriedenstellender; in der Gemeinde Pliskovica wurde ein Fall constatiert. Seit dem 27. Juli sind in dieser Provinz 18 Personen an der Cholera erkrankt, 13 gestorben. — (Lieferungs-Ausschreibung.) Zur Deckung des Bedarfes von 900 m^ an scharf vierkantig bezimmerten Eichenschiffbau-Langhölzern für das k. k. See-Arsenal zu Pola in, Jahre 1887 wird am 30. September l. I., nachmittags um 4 Uhr, beim k. k. See-Arsenals-Commando eine Offertverhandlung über schriftliche Anbote abgehalten. Offertfurmulare und die Lieferungsbedingnisse werden den hierauf Reflectierenden auch von der Handels« und Gcwerbekammer in Laibach ausgefolgt. — (Pferdeprämiierungen.) Aus Anlass der Pferdeschau wurden am 1. September in Radmanns-dorf für den gleichnamigen Bezirk vorgeführt: Zehn Mutterstuten mit Saugfohlen, 11 junge, gedeckte Stnten und 12 ein- bis zweijährige Stutfohlen, zusammen also 33 Pferde. Folgende Pferdebesitzer erhielten Staatspämien, und zwar für Mutterstuten mit Saugfohlen: Franz Stroj aus Zerovnica 40 fl. in Silber, Michael Beraus aus Rann 25 fl., Lorenz Vovk aus Cernivc 20 fl., Georg Globocnik aus Oberotok 15 fl., Johann Gogala aus Hrasc und Theresia Avsenck aus Zgos je eine silberne Staatspreis-Medaille ; für junge, gedeckte Stuten: Johann Ma-rovt aus Rothwein 30 st., Anton Presern aus Rann 20 fl., Anton Kersinset aus Zerovnica 15 fl., Franz Kummer aus Möschnach und Mathias Debelak aus Hofdorf je eine silberne Staatspreis-Medaille; für ein- bis zweijährige Stutfohlcn: Josef Kokalj aus Löschach, Johann Pogacnik aus Podnart und Franz Dezman aus Hrase je 10 st., Johann Legat aus Sabresniz und Adolf Muhr aus Veldes je eine silberne Staatspreis-Medaille. Sämmtliche vorgestellten Zuchtpferde waren gut gewartet und gepflegt, auch ist die Verbesserung des Nachwuchses durch die ärarischen Hengste norischer Rasse anerkannt worden. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Vor dem hiesigen Landes- als Schwurgerichte hatte sich am vergangenen Mittwoch der Grundbesitzer Franz Weber aus Eisnern des Verbrechens des Todtschlages zn verantworten. Der Angeklagte lebte mit seinem nächsten Nachbar Georg Luznar, welcher auf das Anwesen zugeheiratet hatte, nicht im besten Einvernehmen, da Weber einen anderen Bräutigam protegiert hatte. Am Palmsonntage d. I., nachts gegen 12 Uhr, als sich Weber auf die Sägemühle begab, begegnete er dem Nachbar Georg Luznar, der eben n^ch Hause gieng. Luznar, der an diesem Tage bei der Beichte gewesen und vom Pfarrer belehrt worden war, er müsse sich mit seinem Nachbar versöhnen, bot seinem Gegner die Hand und sprach den Wunsch aus, sie mögen in Hinkunft Freunde sein. Allein Franz Weber wollte davon nichts wissen und schlug mit einem Stocke auf Georg Luznar; es entstand nun ein Handgemenge, bei welchem Luznar den entzweigebrochenen Stock ergriff und dem Weber mehrere Hiebe auf den Kopf versetzte, während dieser dem Luznar mit der Spitze einer Feile einen Stost in die Schläfe versetzte. Infolge der erlittenen Verletzung ist Luznar am Charfreitag gestorben. Der Angeklagte stellt die dem Luznar beigebrachte Verletzung als einen Act der Nothwehr hin. Die Geschwornen bejahten die Schuldfrage, desgleichen aber auch die auf Nothwehr gestellte Frage, und der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Weber zu fünf Monaten Arrest und zur Zahlung von 50 st. für das Leichenbegängnis des verstorbenen Luznar. Mit den übrigen Entschädigungsforderungcn wurde die Wltwe Luznar auf den Civilrechtsweg gewiesen. — Bei der zweiten Verhandlung war der Bauernbursche Hieronymus Trost des Verbrechens des Todtschlages angeklagt. Am Abend des 27. Juni spielte der Angeklagte mit dem Bauernburschen Johann Iez in St Veit bei Wippach, und es entstand ob des Gewinnes ein Streit zwischen beiden. Iez erhob eine mit Wein gefüllte Flasche gegen den Angeklagten, Trost aber wehrte den Hieb mit der Hand ab, so dass dem Iez nur der Hals der Flasche in der Hand blieb. Darauf hin versetzte der Angeklagte dem Iez mit einem Holzscheit rücklings einen wuchtigen Schlag auf den Kopf, so dafs Iez zusammenbrach und infolge der erlittenen Verletzung am 4. Juli starb. Der Angeklagte ist der That geständig und wird zu dritthalb Jahre» schweren Kerkers mit einer Faste in jedem Monate verurthcilt. — (Ans Stein) berichtet man uns, dass der dortige l. k. Bczirkshauptmann mit Rücksicht auf die gesteigerte Gefahr einer Einschleppung der Cholera alle Jahr- und Viehmärktc im politischen Bezirke Stein bis auf weiteres untersagt hat. Die Gestattnng der Ausübung des Gewerbebetriebes im Umherziehen wird auf diejenigen Perfonen beschränkt, welche nachzuweisen vermögen, dass sie sich während der letzten acht Tage nicht in Orten ausgehalten haben, in »vvlchen die Cholera herrscht. — (Vom Wetter.) Bis zum Dienstag erhielt sich, gleich wie in den Vorwochen, über dem Nordwesten und Norden unseres Continents niederer Luftdruck. Die Winde waren daher südlicher Richtung, die Temperatur blieb hoch. Im Verlanfe des Dienstags trat ein ziemlich rapider Wetterumschlag ein, die bisher südlichen Winde giengcn rasch gegen Norden über, vielfach traten ziemlich heftige Gewitter, doch allgemein mit geringen Regen, auf, und die Temperatur begann rapid zu sinken. Das lang-fame Fallen des Barometers lässt wieder Temperatur-zunahmc bei vorläufig heiterem und trockenem Wetter in unferen Gegenden erwarten. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Brünett, 19. September. Beim gestrigen Fackelzuge mit Serenade wurde der Kaiser von der massenhaft herbeigeströmten Landbevölkerung stürmisch begrüßt. Morgens nach dem FestaMesdicnste begab sich der Kaiser zum Hauptschießstande, von dcn Schichen und der Volksmenge jubelnd empfangen, wohnte durch eine halbe Stunde dem Schießen bei und kehrte unter rauschenden Huldigungen ins Hoflager zurück. Um 11 Ühr 20 Minuten begab sich der Kaiser mit Gefolge nach Welsbcrg, wohnte der Enthüllung der Denksäule bei und drückte auf die Ansprache des Bürgermeisters scine Freude darüber alls, dass das so schwer heimgesuchte Thal zu neuer Vlnte sich aufrichtet. Seine Majestät besichtigte sodann die Schiltzbauten, verweilte einige Zeit auf dem Schießstande und trat unter ebenso begeisterten Huldigungen, wie bei der Ankuuft, die Rückfahrt nach Vruneck an. Wien, 18. September. Die «Wiener Zeitung» publiciert eine Verordnung des Statthalters von Niederösterreich betreffs Maßregeln gegen die Cholera. Budapest, 18. September. ' Nach Eröffnung des Abgeordnetenhauses interpellierte der gewesene Justiz-minister Horoath, ob das Ministerium des Aeußeren in die Entfernung des Fürsten von Bulgarien im vorhinein unter gewissen Bedingungen eingewilligt oder ob sich Rilssland der österreichisch-deutschen Allianz angeschlossen habe, und welche Haltung Deutschland einnehmen würde, falls Oesterreich-Ungarn gegen die Ausbreitung des russischen Einflusses am Balkan Stellung nehmen müsste. Budapest, 18. September. Tisza hat das Verlangen Hclfy's auf Vorlage des kaiserlichen Handschreibens in der Iansti-Affaire zurückgewiesen. Er sagte, das Handschreiben sei im Amtsblatte publicicrt und sei ein uubezweifelbares, echtes officielles Tocument, dessen Mittheilung noch in anderer officieller Form daher weder ufuell noch nothwendig sei. Nachdem noch Tisza dagegen protestiert hatte, dasö ein königlicher Act als Verfassungsverletzlliig declariert werde, welchen die ganze Wclt als die größte Huldigung vor dem Constitutio-nalismus betrachtete, zog Helfy seinen Antrag zurück. Budapest, 18. September. In den letzten 'vierund-zwanzig Stunden sind an (^kolei^ nu«t,l'u« 7, an Cholera 2 Personen erkrankt und an letzterer 1 Person gestorben. Seit 12. September sind im ganzen 61 Erkrankungen und 19 Todesfälle vorgekommen. Straßlmrg, 19. September. Der Kaiser ist mittags nach Baden-Baden abgereist; der Kronprinz begibt sich morgen in Vertretung des Kaisers nach Metz. Moskau, 18. September. Die «Moskovskija Vje-domosti» schreiben, anknüpfend an die erfolgte Auszeichnung des Kriegsministers durch Verleihung der Abzeichen des Alexander-Nevsty-Ordens in Brillanten für seine Verdienste um die Hebung der russischen Wehrkraft: «Der Krieg von 1877 traf Russland an, als es inmitte der durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht hervorgerufenen Reorganisierungen stand. Gleichwohl schlug sich die russische Armee gut Jetzt hätten die Reformen der letzten sechs Jahre das Ihrige gethan, und ein Plevna wäre jetzt unmöglich geworden. Welche Wendung die Ereignisse auch nehmen mögen, könne die russische Armee denselben im Bewusstsein ihrer Kraft ruhig entgegensehen, und sie könne ebenso ein mächtiger Verbündeter wie ein schrecklicher Feind sein. Eine solche Armee sei ein sicheres Unterpfand des Friedens, eines ehrenhaften, die vitalen Interessen des Landes schlitzenden Friedens. Diese Thatsachen könne und müsse dic Diplomatie im Auge haben. Auf der Balkanchalbinsel könne nicht nur gemacht werden, was Russland wolle, wie jüngst ein Wiener Blatt bemerkte, sondern es werde dort gemacht werden, was Rusöland für nothwendig halte und wovon es irgendwem ZU Gefallen nicht abstehen könne. Die Zeit der ConceM nen sei vorbei. Dic Manöver bei Brest-Litovsk M ein Examen für die Armee gewesen, das die gewillW' ten Resultate ergeben habe. 'Jetzt komme die Rech? an die Diplomatie.» < Petersburg, 19. September. Der hiesige tilrlW Botschafter Shalir Pascha wurde nach ConstantuMl berufen und reiste gestern abends über Odessa V0' hin ab. _ ., Sofia, 19. September. Das Sobranje hat gesten die Gesetzentwürfe angenommen, betreffend den Awa ^ der unbeweglichen Güter des Fürsten, die Aufnay^ eines Anlehens von 15 Millionen und die AnwendM des diesjährigen Budgets auch für das Jahr l6^'- Sofia, 19. September. Das Sobranje wurde dü^ den Präsidenten auf unbestimmte Zeit vertagt. Dara»! hin wurde von den Deputierten eine Berathung a^ gehalten; einige sind abgereist, die meisten i^^^-bleiben in Anbetracht der ungewissen Situation Yl ' Madrid, 19. September. Das ministerielle Im""" «Correspondence, signalisiert eine karlistische BeweglW an der östlichen Pyrenäengrenze und fügt hinzu, ?' karlistische Emigranten ihre Reorganlsationsarbeli^ begonnen haben und dass einige karlistische Agenten den Grenzstädten erschienen sind. ^,., Washington, 19. September. Dem Journal «Vw zufolge wird Staatssecretä'r Manneng zum Oesano der Vereinigten Staaten ill Wien eruannt. Volkswirtschaftliches. Laibach, 1». September. Auf den, heutigen Markte si«^< schienen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und «?> 10 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preisc._________^ N,,,s, sl,!lr,! ^>>^ Weizen ftr. Heltolit. 6 50 7 35 Butter pr. Kilo . . ^ ^ ^ Korn » 4 87 NA) Eier pr. Stück . . ^ ^^ Gerste » 4 l! ü - , Milch pr. Liter. . ^ .? ^ ^ Hafer . 2 7« 3 10 Rindfleisch pr. Kilo ^ A ^ Halbfrucht ,-------6 «0 Kalbfleisch » ^A^ Heiden » 4 22 5! 5 Schweinefleisch » ""A^.^ Hirse . 4«74 5 Ü Schöpsenfleisch ' ^A>^ Knlnruz . 4 74 5 50, Händel pr. Stilcl . ^,A^ Erdäpfel 100 Kilo 2 50-------Tauben . ^^^ Linsen pr. Heltolit. 10-----------Heil pr. M.<«' ualier. sammt Tochter. Gürz. - Wassermann, Priua!", ^»f, Hotel Europa. Pribisch. Ingenieur, Wien. - DeuM ^, m.uln, Güns. — Ullmann, Reisender, Oedenbura. "^.^ffici«" l. l. Lieutenant, Villach. — Rouert, f. l. ZollaM«'"^ sammt Frau - von Krampelfeld Louise, Private, sä«"" und Abram, Privatier, Triest. _, ^M"' Hotel Vairischcr Hof. Tomicich, l. l. Oberlandes - Oe"" s, Familie. Trieft. ^N. ,^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Gcholle. Reisender, " «M'' Mcllans, Hascnbaudirectors-Gattin, und Przihauzrl, >p s. Frau. Pola. ..^ O^' waslhof TMahnhof. Dr. u. Poth, l. l. ssinanzcon'MM^M, bürg. — Koru. Vierbrauer. Tawis. — Mm, ""Allalilts Seeland. — Noulian, Privatier, und Rounert, o ^ste>' Official, sammt Frau. Triest. - Saino, Privat'", uuuvl).___________ _____^.---- Verstorbene. ^. Den 1 ?. Scp tember. Johann Supanz, V" 79 I. Tirnauer Läudc «. Wassersucht. ^,^r. 2'"'H' Den 1«. Teptember. Wilhelm Ahacic, SGW ^n, Karlsiädterstraße 7. Lmigentuberculose. - Francs Heizers Gattin. 56 I., Aahnhofgasse 4. (^rcmoma "'.59^' Dcn 19. Septembcr. Franz Komar, Inwoyi" Kralaucrdamm 10, Rheumatismus. ______ Lottozichungcn vom 1«. September. Wien: 15 87 81 23 U. Graz: 43 88 39 7b ^^^-^ "MelttroMsch^ >ß «Z ZLZ 3s ««sich«,, Zs5 7 U. Mg. 1«, 2 . N. 7A9.50 17.0 N. schwach U ^ ^, 9. Ab. 7^9.24 10^0 ^.schwach-----H^ ^ ?U.Mg. ?»9.^ b,U ' windstill U l), 19.2.N. 737.32 20,0 W. schwach A^ ^ 9 . Ab. 736,92 12,0 SW. schwach ^" , 1l^l>!"!>, ^'c-,'.'.- --.. «5-35 85 5« '»Nl','! «<,/" laalslosc 25.0 fi, ,8,25. '32 7s, '^"5"/ lt^"^ bO0 „ 140'«» 140 «0 ^s'»r^H"b«nte. steuerfrci . >,8-«5.,»«,. "oiemenle. stcu«lsrei . IN, 4510,0' « N^ >°8- 15,85« " E°a,V^V"'«« - - lO0 25>i«0-<« «.-- P'ciwi»« Ä ^""" ^ 'b?N . I1?'7bll»«5> ^e!ß'Nr ,?."' ^«°f< °-W, "0 80 III- ^/° böhmisch^ ./°"'ahri,chc ...... l«4?ni05- Veld wore b>°/„ Tlmesel »anat . . . . ,«»0!05»0 5«/« >!N!,«il«e...... >c« «5105-50 Andere Vffentl. Nnlehen. T>onau'»!lg.»kosc 2«/« 100 fl. . li«-?5N»«5 dlo. «»leihl !»?». silueiftcl . IUS —>oe<» Nnlebtn d, Qtobigemeinbe Nicn I05l0io5«o Nülchen t klablgenicindc Wien (Silber und Geld) .... —— l»4 - Pliimicn.Nnl, t, Etndtgem. Wien 1« «0 ll« — Pfaudbriefe lsUr ,00 f>.) 't'odencr, allg, österr, <>/,°/° Gold. »25 — lL5 25 d«o. in 5<» « „ 4'/, °/° 100 40101 — dto. i>« 5U „ « <"/<>. »? — »?«' d. Pliimicn-Echuldverschl.»"/« 101 — 101 s>n Qcs!,Hypott>c!cnba»l !Uj.5V,"/° wild 10175 Ortung. Bu»l VN». 5«/n . , I0N'5U'0l» 70 dlr. « <'/2°/u - 101-15101-55 dlr. « <"/, . . W'N »l!.«0 Ung, al!^, 8'elelicscdil.Acticnges. >» P»s! in «. 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Vilb. ^--------— Nudols'^ayn xuu jl. Slld« , it,z-5« 1U3-?» Siebcnbüro^r «iiscnb. !lU0 sl. . — — —--. Staatee!>c,lt'.^!l ^„u N. o- W. . «l8«0»z»— Gelt, Mär? Südbahn »00 sl. Silber . , .103— >o« »0 Vb .»esb,.><,2fl.. N. . . —------------- Iramwah'Ves,, Wr, I70?>-«b Inbnftrie.Actlen (per Stüll). «igydi und Kmbberg, Eisen« und Ot«hl»Ind, in Wien ino fl. . — — — — H>!enbahnw..Veib,. I. »0 ll,40«/<> «5— «,-— «Elbcmilhl". Papiers, u. >8..O, «4— «45«, !l)iontan'Ocsell!ch., öfterr,»alpine i!5 75 2S-25 Präger «tisen'^nd'Gcs, leou jl, ,Ui0b0i6l üU SalHo.Tari, Eis^nraff. >!»0 sl. . —-— — — Wasicuf,.«., Oeft. m W, 1(X» «,» .........4» 77. 4» «7» Petersburg .......—-_I —.- Valuten. Duc«ten........ 5 »7 59s üU»Kranc«'Stlicle..... 9»z, 9^. Silber......... —— ____ Deutsche Ue,ch«ba»tn»l«l! . . ,i7y ^.,g