Nr. 143. Dienst!,,,, 35. Inni l889. 10«. Iahrnan,, Mbacher Ieitung. «mu« u'll,na'te »,, ^ tl.. «rößt« per ^eil. , 7r > be! i«kt«re° Wl.b.rholuligell P«. itell« , t, ^ 10 bl, 1» Uhr vormittag«, - Un,ranli«,e «r,«», werben »lcht a»l,t«vmm«<, and »ia»»,c,t»»t« »,«,^°i..^n" , Mit 1. Juli brginnt ein neurs Abonnement ans di? Laibacher Zeitung. Die Pränumcrationsil'c>n " " eriindert «nd betrngcn: mit Postversenduna: fiir Laibach: ««>'M)Nss . . 15fl. - lr. nanMinq , . N fl. - ll. ^llMinq . . 7 „ 5,0 „ halbjährig . . 5, „ 5»<> „ "lonmlich . . 1 „ 25 „ nionatlich . . — „ !»^ „ «,, lfNr die I ., ftsllulin insHaus sür hicji „ e °°nnenlen ftcr Inhr 1 Guldrn. , , >U- T>ie Präunmera,ug von, 8. Juni d. I. dem ^nsiouierten Finanzrathe der Finanzdirection i,, Klagen ^ltt Abalbert Hampejs in Anerkennnng seiner sehr ^frigen und ersprießlichen Dienstleistung den Titel und Hharakler eines Oberfillanzrathcs mit Nachsicht der Taxe nllergnädigst zu verleihen geruht. Dunajewski m, p. Nichtamtlicher Hheil. Die Delegationen. . Ungefähr sieben MiNionen beträgt das gemein» !""e Heeres-Vudget für das Jahr 1890 weniger ale ^. aleiche Budget des laufenden Jahres. Es liegt ^Nn einerseits eine erfreuliche Thatsache fiir die an . "llmnerliche Budget'Erhöhungen gewöhnten Stener- H^er. anderseits aber ein indirecter Beweis filr das "bstvertrauen und die Zuversicht, mit welcher die N?klnsame Regierung der momentanen politischen Kation gegenübersteht. Diese Herabsetzung des Er- fordernisses wird gewiss auch im Auslande ihre befriedigende moralische Wirlilng th»n; man wird die Uebcr-zengung schöpfen, dass das Wiener Cabinet den enro päischcn Frieden wenigstens für dieses Jahr nicht bedroht erachtet. Dieser Erwartung haben auch die Antrittsreden der Präsidenten der beiden Delegationen Allsdruck verliehen, und die Ansprache, welche Seine Majestät der Kaiser bei dem Empfange der Delegationen hielt, hat derselben erfreulichen Erwartung Aus druck verliehen. Angesichts der allgemeinen und latenten Spannung, welche in Europa herrscht, müssen sich die Völker der friedliebenden Staaten auch mit einer Ver» sicherung von so kurzer Sicht begnügen. Es ist schon das driltemal, dass man allgemein glaubt, das nächste Jahr werde den vermeintlichen Krieg bringen. Vielleicht bleibt auch für diesmal der Friede noch erhalten, so weit auch die Rüstungen der Gegner des mittel-enropciischen Bündnisses gediehen sein dürften. Es bleibt ja noch immer die Hoffnnng übrig, dass sich die Groß, mächte ans dem Wege friedlicher Auseinandersetzung verständigen könnten. Das Budget des Ministeriums des Aeußern bewegt sich im normalen Geleise, da es nur ein Mehr-erfordcrnis von 159.110 Guldcu aufweist. Mit besonderer Allfmerksamkeit erscheint diesmal das Consulats-wesen bedacht, denn es erscheinen die Agenden der Consulate von Livorno, Nncona, Patras und Salonich erheblich erweitert, ja es wurde auch in Ueöküb — an der Zwcitheilung der von Salonich kommenden Eisenbahnlinie—ein'nenrs Consulat errichtet. Infolge eiurr im Jahre 1687 in der ungarischen Delegation gege° benen Anregung ließ das Ministerium des Aeußcru Erhebungen an Ort und Stelle pflegen, und es wurden nicht nur die vorgefundeueu handelspolitischen, sondern auch die administrativen Verhältnisse so zwingend gefunden, dass zur Errichtung des erwähnten Consulate geschritten werden musste. Den letzten Anlass hiezu gaben die jüngst staltgefuudenen Verschiebungen in der türkischen Provinzial« Verwaltung - bestehend in der Transfericrung der Vilajets» Regierung von Prischtina nach Ueskilb nnd in der Einverleibung des S-indschaks von Prisren in das Vilajet von Kosovo — wodurch der österreichische Cousnl in Prisren. der nur für das bctrrffende Sandschak. nicht aber auch für das Vilajet von Kosovo accreditiert war, in eine ganz unhaltbare Position gerieth. Infolge desfen wurde in Ueslüb ein Consulat errichtet uud das bisherige Consulat iu Prisren in ein dem ersteren unterstehendes Vice-Cousulat verwandelt. Aus dem Budget des Ministeriums des Asußcrn wäre noch der Ankauf des! --------- Natibol'schen Palais in Berlin für ein Gesandtschafts« Hotel zu erwähnen, zu welchem Zwecke ein Nachtrag«, credit von 750.000 Gulden gefordert wird. Das Budget des Reichs Kriegsministeriums ent» hält auch diesmal im Ordinarium leine bemerkens» werten Positionen. Im Exlra^Ordinarium fallen zuerst die 6,036.100 Gulden auf. welche als weitere Rate zur Beschaffung von Repetiera/wehren und Repetier» Carabinern verwendet werden sollen. Ebenso dienen 700.000 Gulden zur Fortsetzung der bereits im vo« rigen Jahre bewilligten Herstellung der neuen In-fanterie-Ausrüstung. Weitere Raten von je 1lX).000 Guldeu dienen als Bauraten für die Befestigungen in Südtirol uud Süddalmatien. Zur Completierung vou 27. Iufautcricregimentcrn erscheinen 693.200 Gulden, für außergewöhnliche Ausgaben bei der Cavallerie 1.092.069 Gulden eingestellt. Für die Aufstellung von 14 schweren Batterien berechnet das Kriegsministerium eiueu Aufwand von 2,020.000 Guldeu. doch werden davou in diesem Jahre nur 288.000 Gulden gefordert. Die Aufstellung des 3. Bataillons beim Eisenbahn, und Telegraphen. Regiment kostet 225.834 Gnlden; Ver-ändcrungen in der militär-territorialen Eintheilung er« fordern einen Betrag von 662.100 Gulden, wovon der größte Theil znr Herstellung von Unterkunftsbaracken vei Przemysl dienen wild. Die Nachlragscredite des Kriegsbudgets betragen 6-4 Millionen, so dass durch dieselben die erfreuliche Herabsetzung des außerordentlichen Erfordernisses nahezu wettgemacht wird. Von diesnn Betrage entfallen 1-6 Millionen auf ein nachträgliches Mehrerfordernis für die Verpflegung, 2'7 Millionen für die Herstellung von Militärbaracken in Galizien. uud 15 Milliouen siud durch de» beschleunigten Fortgang der Infanterie« Bewaffnilng zu Zwecken der Umgestaltung der Infanterie ^ Alisrüstung nothwendig geworden. . . . Das Budget der occupierte» Provinzen zeigt gegen das Vorjahr eine Steigeruug vo» 300.000 Gulden, welche zumeist aus deu Mehreinnahmen der Zehenteinlünfte und des Tabakgefälles resultiert. Auch in diesem Jahre decken die Einnahmen das Erfordernis der Vermal» tung vollständig. Eine namhafte Steigerung der Ausgaben zeigt sich im Militärwesen rücksichtlich der Stellung und Erhaltuug der bosnischen Mannschaft und wegen der Herstellung neuer Militärunterlünfte. Da« gegen weisen die Kosten für die Erhaltung der Ven« darmerie eine Herabfehung von 116.000 Gulden auf, was jedenfalls ein Beweis für die fortschreitende gün» stige Sicherheit im Lande anzusehen ist. Für das Unterrichtswesen sind größere, für das Bau. und Imisseton. Meine Tochter. ^ A"" Freund erzählte gestern folgende Geschichte: U bu, kein sentimentaler Mensch, aber manches, was ,3/he. entlockt mir doch Thränen, nud so wie <2lr Vt?.,?'" sehen, habe ich vor einiger Zeit a»f offnem du?ll^be aeweiut. Ich unterhielt mich bci drn Pro-lHen einer Alrobatengrsellschaft. die eine sehr H? Vorstellung gab, in welcher der Säbel« lveiü M "üt einer Riesendamc um die Palme rang, Nimmt ^e lebender Schlangen in den Muud Hllars3.^"nd die ersten Mitglieder der Gesellschaft die ^"bende Dinge leisteten, um das Publicum sur ein ll«i "'l""l! in glltc Stimmung zu ucrsetzeu. gleug W d,' ^ Mädchen von dreizehn oder vierzehn Jahren Watt" K"pfe und den Händen, als ob sie nicht dazu die H' wäre, auf ihren Füßen zu gehen; sie erhielt bleich ," Kupfermünzen, denn sie war hübsch und 'ch y'^,7 wilguon. Das arme Kind rührte mich. und ^»ll»er . ?"" 'Director, der Gesellschaft Vorwürfe k" CckH2 " das arme Geschöpf zu so anstrengen-. «Ln ' lN""gen verurtheile. i^lcn. . T'e sich darüber keiu graues Haar ! ^lde V ,M"ete ^ dir ziemlich zerlumpt aus-^er als V". ^as Geschöpf uuterWt sich dabei >aus^ ""t> "I Ihre größte Freude besteht ' "k" Händen z>l tanzen. Sehen Sie liumal, sie schlägt das Rad wie ei» Circus-Clown; man möchte beinahe sagen, dass sie in der ,Knnst' geboren wurde.» — «Sie ist also nicht die Tochter von,Arti-sten'?» fragte ich. «Ich habe kein so gutes Gedächtnis, um das zu wssen. Der Teufel soll mich holen, wenn ich mich erinnere, wo sie geboren ist uud wie sie zu uns kam; aber das weiß ich, dass sie hier lebt, als ob sie znr Familie gehörte.» Der Akrobat hatte noch nicht aufgehört zu sprechen, als ein Mann sich aus der Menge hervordrängte, auf das Kind losstürzte, dasselbe in seine Arme schloss und den Ruf ausstieh: «Meine Tochter!» Allein das Kind entschlüpfte ihm wie ein Aal und eilte auf den Akrobateu zu, um Schutz gegen denjenigen zn suchen, der es seine Tochter nannte. Der Mann trat auf uns zu - es war ein Arzt aus der Vorstadt, dem man seiue Tochter vor zchn Jahren gestohlen hatte. «Meine Tochter! Mine Tochter!» rief er, indem er es versuchte, das Kiud aufs neue zu ersassen. «Der Mann st wahnsinnig!' rief der Gaukler, indem er das Mädchen aufhob und es kunstgerecht auf dle Estrade warf. Der Vater aber wandte sich an mich. -Mein Herr. im Namen von allem, was Ihnen auf Erden theuer ist. helfen Sie mir dazu, dass ich mcln Kind w.eder ^"ch'war bewegt, wie im fünften Act einer Tra-aöt»e" Der Ausruf dieses Mannes war naml.ch der Sck,rei der Natur. Ich stand mit ei»em Fnße auf der Hu Stufe der Estmde; ich st.eq h.nauf, ohne m.ch u die Zuschauer zu tüm.nm., d.e Uch emb.l.' dete». dass man ihnen da eine Komödie vorspiele, denn die Gauller haben es den wirklichen Schauspielern abgeguckt und spielen hie und da ihre Scenen theilweise anch im Zuschauerraume. Die Riesendame, welche erst vor kurzem herabgestiegen und bis zu mir gelom. men war. stieg die Estrade wieder hinauf, als ob sie die Kleine hinter ihren kolossalen Leibcsumfang verbergen wollte. Der Arzt, der mir folgte, klammerte sich an mich, weil ihm Kraft nnd Stimme versagten. Er war auf dem Punkte, in Ohnmacht zu fallen. »Muth!» rief ich ihm zu. indem ich ihn wieder auf seine Beine brachte; »seien Sie ein Mann. ich werde Ihnen Ihre Tochter wiedergeben.' T^r Gaukler hatte seine bocchi» schcn Manieren wieder angenommen, als ob die Komödie wieder begänne. »Mein Herr,» sagte ich ihm mit dem Ernste eines Mannes, der eine große Rolle spielt, 'jemand von Ihnen hat dieses Kind gestohlen-geben Sie es seinem Vater wieder. — Ha, ha, ha!,' rief der Gaukler. «Es gibt also uoch Leute, die sich einbilden, dass man Kinder stiehlt?- — Ja, mein Herr. es gibt solche Leute!» rief ich ihm zu. Zugleich stieß ich ihn beiseite und eilte auf die Kleine zu, die einen Schreckensruf ausstieß. Sie war beweglich wie ein Vogel und wäre mir auf eilt Haar wieder entschlüpft. «Neiu. «eiu,> rief sie, «ich will nicht mit diesem schwarzen Manne gehen.. Ich hielt sie bei emer Hand fest, ihr Vater bei der anderen und er neigte sich zu ihr, um sie zu küssen; allein sie stieß ihu von sich. .Meine Tochler! Meine Tochter!. üblicher Zrituncl Nr. 143. 1230 85. Juni lM. Straßenwesen etwas geringere Summen als im vorigen Jahre eingestellt. Im allgemeinen ist ein leichtes Anschwellen aller bedeutsameren Ziffern des bosnischen Budgets zu constatieren, was auf einen allgemeinen nnd gleichmäßigen Fortschritt der Cultur in den occu-pierten Provinzen schließen lässt. Um von diesem Fortschritte eine theilweise Vorstellung zu geben, erwähnen wir nur, dass das bos» nische Landcsbudget im Jahre 1880 5,578.790 Gulden betrug, während es für 1890 mit 9.686 641 Gulden eingestellt ist, was also eine Erhöhung um 73 Procent gleichkommt. Das Tabakgefälle trug vor zehu Jahren etwas mehr als .800.000 Gulden ein. heute beträgt das gleiche Einkommen 2 - 8 Millionen — und ähnlich steht es mit anderen indirectcn Steuern, während die directcn Steuern im Laufe dieses Decen-ninms nur eiue relativ unbedeutende Steigerung erfahren haben. Im übrigen zeigt das bosnische Budget keine namhaften Veränderungen gegen das Vorjahr; es entspricht in dieser Beziehung dem gcsammtcn gemeinsamen Vudgct, das für die Steuerträger wenigstens keiue uuangenehmeu Ueberraschungen enthält und die zisfermäßige Transpouicruug des modernsten Wahlspruches ist: ^i v>5 pn^om pnrn. Iiolium! Politische Uebersicht. (Die Delegationen.) Die Delegationen, welche vorgestern vom Kaiser empfangen wurden, be ginnen sofort ihre Thätigkeit. Der ungarische Ansschusö für äußere Angelegenheiten wird schon hente die Berathung des Voranschlages in Angriff nehmen, nnd da das Budget selbst wenig Anlass zu eiugehcuden Debatten geben dürfte, ist eine Discussion über die äußere Politik und sind im Zusammenhange mit derselben Erklärungen des Ministers des Aeußcrn über die Lage schon in wenigen Tagen zu erwarten. Auch der Hceres-ausschuss der ungarischen Delegation wird sofort mit der Berathung des Voranschlages des gemeinsamen Heeres beginnen, und sind eingehende Besprechung/» verschiedener, die Armee berührender Fragen zu er» warten. (Erlass des Oberlandesgericht s«Prä» si den ten.) Die «Presse» bemerkt zu dem Erlass des Präsidenten des Grazer Oberlandesgerichtes: «Inhalt und Tendenz dieses Erlasses können nicht anders als gebilligt werden. Es wäre dringend zu wüuschen, dass auch in gewissen anderen öffentlichen Berufen, deren Angehörige dieselbe politische Zurückhaltuug sich auferlegen sollten, seitens der maßgebenden Vorgesetzten ähnliche Mahnungen ergiengcn. Auch vom Lehrerstande — um nur ein Beispiel hervorzuheben — muss eine gewisse Objectivitüt und ein gewisses Wohlwollen gegenüber allen ihm anvertrauten Kindern gefordert werden, uud damit steht die tolle agitatorische Hetze gegeu einzelne Nationen und Confessionen, welcher sich zahlreiche Mitglieder dieses Berufes hingeben, in schreien-dem Gegensatze.» (Handwerkerschule in Klagenfurt.) Seine Majestät der Kaiser hat die Activirrung und Systemi-siernng einer zweiclassigen Staats-Handwerkerschule in Magenfurt zu genehmigen geruht. Die erwähnte Schule wird gemäß den organischen Bestimmungen für allgemeine Handweikerschulen als Tagesschule in Verbindung mit einer gewerblichen Fortbildungsschule und einem offenen Zeichensaale eingerichtet und gelangt mit Beginn des Schuljahres 1889/90 zur Eröffnung. (Das Reichsgesetzblatt) publiciert das Gesetz, betreffend den Meliorationsfond, und eine Verordnung des Ministeriums des Iuncrn, mit welcher in Gemäßhcit des H 18 des Gesetzes, betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter, die Frist für die von den Versicherungspflichtigen Äctriebsunternehmcrn zu erstattenden Belriebsanzeigen festgesetzt wird. (Aus Kladn o.)' Bis nun sind bereits 70 Per. sonen verhaftet worden, znmeist junge, beschäftiguugslose Bursche. Die bei den Excessen erschossenen Knaben wurden Samstag um 7 Uhr morgens in aller Stille begrabcu. Der Friedhof war militärisch abgesperrt. Bürgermeister Hrabe ist mit seiner Familie aus Schlau zurückgekehrt. Iu der Stadt herrscht vollste Ruhe. (Bezirksvertretuug Cilli.) Der Verwal-tuugsgerichtshof hat der Beschwerde der Deutscheu von Cilli bezüglich der Stenerquotc keiuc Folge gegebcu, soudern erkannt, dass in die Gruppe des Großgruud besitzes nnr solche Wähler eingereiht werden sollen, welche von der Gcsammtstcuer per 60 fl. zwei Drilt-theile, also 40 st., an Grundsteuer bezahlen. (Unfallversicherung.) Laut einer Vei> orduuug des Ministeriums des Inueru haben die Ve^ trirbsunternehmer, deren Unteruehmcu dem Unfalls versichernngsgesetze unterliegen, an die Versichernngs austalt ihres Bezirkes bis 1. September eine Anzeige zu erstatten, welche den Gegenstand und die Art des B'triebes, die Zahl der beschäftigleu Personen nnd die Summe der für die Versicherung dieser Personen maß gebenden Iahresverdmlste angibt. Die Anzeigeformu-larc werden von den Versicherungsanstalten festgestellt werden und bei diesen sowie bei den politischen Behörden erster Instanz und den Gemeinde-Aemtern zu beziehen sein. (Galizien.) Seine Majestät der Kaiser hat dem vom galizischen Landtage beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die Ergcmzung der Eiudeichung des Weichsel und San » Flusses im Bezirke Tarnobrzea., die Aller» höchste Sanction zu ertheilen geruht. (Aus Agram) meldet man uns: Der Rector Magnificns und die Mehrzahl der Professoren der hiesigen Universität übersendeten dem Papste einen Protest gegen die Giordano-Bruno-Feier. (Reisen des deutschen Kaisers.) Die für Ende diefes Monates in Ausficht genommene Reise des deutschen Kaisers nach Straßburg ist nun ebenso wie der Ausflug, welcheu der Kaiser Eudc Mai mit dem Könige Humbert nach Straßburg unternehmen wollte, aufgegeben worden. Es heißt, dass dem Kaiser jetzt nicht die nöthige Zeit zu diesem Besuche zugebote stehe. Die nächsten Tage mnss derselbe wegen der Feierlichkeiten, die anlässlich der Vermählung des Prinzen Friedrich Leopold von Preußeu mit der Prinzessin Luise Sophie zu Schleswig - Holsteiu, Schwester der Kaiserin Augusta Victoria, stattfinden, in Potsdam und Berlin verweilen. Am 27. Juni wohnt Kaiser Wilhelm in Hohenzollern der Feier der Vermählung des Erbprinzen Wilhelm mit der Prinzessin Maria Theresia von Aourbou, Tochter weiland des Grafen von Tram, bei, worauf er eine etwa vierzehntägige Reise nach dem Nordcap unternimmt. (Zur Lage in Serbien.) Da die Untersuchung ergab, dass bei der Abfassung der anfrüh-rerischen Proclamation in Belgrad sich nebst einem Mitarbeiter des Fortschrittsorganes «Vidclo» anch der dort weilende russische Journalist Sarapov betheiligt hatte, verfügte der Minister des Innern dessen Ausweisung. Der Ausweisungsbescheid wurde sofort vollstreckt. Der betreffende Journalist heißt Lazarevic u>,o bekannte protokollarisch ein, dass er Mitarbeiter des Fortschrittsorganes sei. ^ (Aoulangisten-Meeting) Am 20. d M. fand in Brüssel' unter dem Vorsitze des Deput'em» Turquet eine große boulangistische Versammlung Mt, an welcher 150 Delegierte bonlangistischer Vereu" Nordfrankreichs theilna'hmen. Turqiiet verlas e>nel> Brief des Generals Boulauger, welcher das balM Eudc der parlamentarischeu Republik und die 9i>w' kehr aller Verbannten ankündigt, Eiu Vertreter M Prinzen Victor Napoleon wohnte der Versau"'-lung bei. .. (Hochzeit in Cetinje.) Infolge des an Vll serbische Regentschaft gerichteten, überaus zuvorkomme»' deu Schreibens des Fürsten Nikola von MontelM" wird Serbien bei der Hochzeit der Prinzessin M'^ durch deu Regenten General Belimarkovic verltt-l"l sein. ., (Der französische Senat) nahm das Ml^ betreffs Regelnng der Lehrergehalte an nud M"'"' sodann die Berathung über die für die Verbess»'"»' der Mililärhä'fen bestimmten Ausgaben, welche ""l 69 Millionen geschätzt und anf mehrere Jahre vertycl werden. (Del Schach von Persien) traf ""«''!"' in Antwerpen ein. Auf dem Bahnhofe wurde derjeM von der Ehrenwache, dem Bürgermeister nnd der «e^ neralität empfangen. Die Truppen bildeten Spalier o zum Schlosse. TlMsncuigleiten. Se. Majestät der K a i s e r haben der O"ne'l'^ Ponsec im politischen Bezirke St. Polten iu M° österreich zur Bestreitung von Schulban-Auslaaen "' Unterstützung von 200 fl. aus der Allerhöchsten Pr'w casse allcrgnädigst zu bewilligen geruht. — (Ruine Ober-Cilli.) In der M^" Sitzung der l. k. Centralcommissioi, für K»nst< ' historische Dcukmale referierte Oberingenieur Ros < über die balllichen Verhältnisse der Ruine Oberem Grund seiner Wahruehmunssen, bezeichnete die lion» ^' Mllsealvereinc durchgeführten Conservicrungs-Maßn^ ,^ als ganz zweckmäßig, und hob hervor, dass >'s ""Ü sche lvendiss erscheint, die beiden Vefestigungslhür,»e, lv ganz besonders schadhaft erscheinen, in ihrcm ^ ^ werle zu verstärken. Die Ccntralcommission beschloß ^ Musealvcrein zu diesem Vehufe im laufende» Inh^ auch 1890 mit einer Subvention zu unterstützen. ^ — (Die «Gleichheit. — eingcste z Das Erscheinen des Wiener socialdemokratischen ^3^^ «Gleichheit», dessen Herausgeber Dr. Victor ^ <.,-eine führende Rolle in der Parteileitung ^", «nier^ chischcn Socialdemokratie spielt, wurde behördlich >' ^, Diese Maßregel dilrfte mit den jüngsten VorgM^l Steur in gusammenhana. stehen. Die Verichte au« ^, haben darauf hingewiesen, dass die unmittelbar ^^ aulassmia. zum Uuöbruch der Arbeiterunruhcn '" .^ Fabrilsstadt eiu Artikel der «Gleichheit» sei, dess" ^ sich gegen den Fabrikanten Teuselmayr ",^ ^d^ Herausgeber Dr. Adler und der verantwortliche ' ^ teur derselben, Ludwig Vrel scheid er, werden^-- rief er. indem er in Schluchzen ausbrach. Die Kleine hatte sich zurückgeworfen, fo dass ich sie in den Armen des unglücklichen Vater« festhalten musste. Unterdessen war der Akrobat wuthschäumcnd. mit geballten Fäusten an uns herangetreten. «Beruhigen Sie sich. mein Lieber.» sagte ich ihm sehr sanft. «Sie fehen ja, dafs ich mich vor Ihnen nicht fürchte,» und ich hielt ihm gleichfalls meine geballte Fanst unter die Nase. wie um die Waffen zumessen. Allein nun ließ er die seinige sinken, denn er fühlte, dass die Zuschauer nicht auf seiner Seite waren. In der Volksmenge erhob sich ein Murren, wie es dem ausbrechenden Sturme voranzugehen pflegt. «Was will man denn von mir?» rief er, indem er sich an den Vater wandte. «Macht man uns vielleicht ein Verbrechen daraus, dass wir dieses Bettelkind da aus Mitleid von der Straße aufgelesen haben? Mein Gott, wenn sie mit euch gehen will, so will ich sie gewiss nicht zurückhalten!» — «Nein, niemals!» rief die Kleine, indem sie sich aus den Armen ihres Vaters wand, den sie nicht anerkennen wollte. «Sie müssen doch nun sehen,» rief der wieder lecker werdende Akrobat, »dass sie nicht Ihre Tochter ist.» «O, mein Herr.» sagte der Vater zu mir, iudcm er seine Tochter von sich stieß, »begreifen Sie mein Unglück? Dieses Mädchen ist meine Tochter . . . und sie will nicht meiue Tochter sein...» Ich gestehe, dass ich nicht mehr wusste, was ich deuten sollte. Und doch war dieser Mann nicht watM sinnig, wenn er es nicht aus Verzweiflung geworden war. Allein es konnte nicht bezweifelt werden, dass die ll.-me Gmlke pe ',.f ;ch seinen Hals warf und seine Thränen trank. ^9 Os alles. Ja, dieses Kind, dieses unglückliche Kmo. ^„t-das Rad schlug, wie ein englischer Clown, das ^, wein trank, wie andere Kinder Milch trmlen, .^ ^1' frechen Älit der Ausschweifung hatte, war"""" „och Pfuhl des Lasters gesunken.''Und sie war so 1"^ hB in ihrer Gesuntenheit wie eine Blume. "^,aMi'0>'' Moder eines Sumpfes wächst. Das war ">H ,^ d>e die sich nach dem Himmel sehnt, sondern '^"U nach Hölle strebt. ^,. erst ^ In diesem Augeublicke begriff der ""'Mbatt" ganze Größe seines Unglücks; von "ner ' ^,,ftml Zorneswallung ergriffen, warf er sich >"'t ^ hajö auf deu Gaukler und schleuderte ihn zu A ^ ,i>l> er beta'M am Fuße der Estrade liegen """- ^M ein seltsames Schauspiel, auf offenem ^" ^hc!'. diesen Akrobaten sich in seinem Tricot wa^' .^ ^.' Die ganze Volksmenge ergriff Parte', d"^^ V' für den Arzt, der andere für den Alroo. ^e Polizei musste einschreiten, nnd die V'«.^ucl'""' nicht leicht hergestellt: mehr als Manzlg 4> ' t^ch"' fügten fich aus d,e Polizei, der Vater «no an der Spitze. , ^morden?.,?,., Und was ist aus dem Mädcheu g "oro ^ befindet sich in. Kloster der Aüßermnen °^„ l Michael aber der Vater kann s", '«^ '"^e ^ sie nicht berene» will. Der Gauller Y" «Mdtet! ArscneHonßay' Xaibacher Zcltung Nr. 143. _______________________ ^31____________________________^__________________z>5 ^„z ^^^ ben nächsten Tagen wegen einer strafgerichllichen An-b ^ "" ^^ AuSnahmsgerichtshose zu verantworten «,. -" (Edelweiß im Riesengebirgc.) Ans v'rschberg wird berichtet: Im vergangenen Sommer wurde ^'"/ große Anzahl Edelweiß nach den Haupthöhepuulten °es 'ch infolge dessen demnächst vor dem Landrsgerichte ^gen Pergehens nach t> 303 St. G. zu verantworten haben. -- (Die Bevölkerung Belgiens.) Nach °em «Monileur Velge» ergab die am 3l. December in Belgien vorgenommene Volkszählung eine Bevölkerung ^n 6,N30.043 Seelen. Im Jahre 1831 belief sich die Einwohnerzahl des Landes auf 3,785.814, im Jahre ^ll!1 auf 4,!)l»1.l',44. Bei einem Flächen-Inhalte von ^9.455 Quadratkilometer kommen gegenwärtig auf das Quadratkilometer 2U4 Einwohner, welche Vcvölkerungs-^'chtigkeit von keinem sonstigen Lande Europa's erreicht lvird. — (Der Huldig ungsobelisl aus der Ortlerspitze.) Das bekannte Ortler-Comite hat seine Thätigkeit wieder aufgenommen und beabsichtigt, in nachher Zeit den zur Erinnerung an das vierzigjährige Negierungs'Iubiläum Sr. Majestät des Kaisers bc-ftimmten Obelisken auf die Ortlerspitze zu befördern. — (Gold fund.) Australischen Blättern zufolge ^at ein junger Oestcrreicher Namens Costa Clovichj fei Wedderburn in Victoria einen großen Goldklumpen 'ln Gewichte von 336 Unzen gefunden, dessen Wert auf "60 Pf. St. geschäht wird. Der glückliche Finder war l'l vor kurzem in der Colonie angekommen. «.,. ^ (Zu Fuß zur Parifer Ausstellung.) "le türlifche Blätter melden, hat ein armer Türke sich ^schlössen, zu Fuß von Constantinopel nach Paris zu kehen, i,n, dort die Ausstellung zu besuchen. Derselbe '"ll stets längs des Vahngeleises gehen, im Freien ilbcr-^)len und sich die nöthigen Äiahningsmittel erbetteln. — (Unwetter.) Bei Makow in Galizien hat ein furchtbares Gewitter mit Hagelfchlag große Verwüstungeu angerichtet. In mehreren Gemeinden wurden die Fcld-saaten gänzlich vernichtet. Die plötzlich angeschwollenen Gebirgsbäche zerstörten zahlreiche Brücken. Der Blitz hat einen Bauer gelobtet. — (Reicher Fischfang.) Auf der Höhe von Teignmouth und in der Vabbacombe-Bay an der englischen Küste wurden kürzlich so viele Makrelen gefangen, dass das Dutzend für ein Penny verlauft wurde. Einige Boote hatten 30.000 Stück an Bord. — (Es liegt in der Nafse.) «Aber Herr Gevatter, der Hund, den Sie mir verkauft haben, ist eine Hündin.» — «Das ist nicht meine Schuld, lieber Schulze, das liegt in der Rasse, seine Mutter war auch eine Hündin.» Dcr sogenannte Stnrrkrnmps im Wasser. «Der Verstorbene, im übrigen cin tüchtiger Schwimmer, wurde vom Tramps era.riffell und faul augenblicklich, el>- ciuer der Umstchl'udcu zuhilfe eilen loimt,'.» Solche imd ähnliche Au» zeigen sind wälircud der Nadesaisoi, leider nur zu häufig »ud dienen dazu, deu weitverbreiteten Glauben zu befestigen, dass weder Kraft nach (heschicklichleit cinen Schwimmer ue>r plötzlichem Tude reuen löüiu',,, sobald er vom Krampf erfasst wird. Doch wcuu man detaillierte Berichte über derartige Unglücks» fälle gewissenhaft untersucht, so fällt ein Umstand ganz bison dcrs ins Auge, daft nämlich der Ertrinkende leinen Naf um Hilfe auögestosM. Seiu kurzes Ringen, wenn überhaupt eiu solches uoransgiena,, wnrde uon denen, die am Rande zusahen oder von anderen Schwimmern für Plätschern gehalten, bis er ocrsanl, um uicht wieder zum Vorschein zu kommen, und dies alles, ohue ciueu Rus um Hilfe zu thun. Eine Erlläruug dieser wunderbaren Erscheinung wurde kilrzlich in eiucm amerikanische!! wissenschaftlichen Journal von l'iuem »r. moä. R o ch c gegeben, wohnhaft zn Vath an der Küste uon Maine. Die genaue Untersuchung uon Ertrunkenen überzeugte ihu, dass die Todesursache uicht ilramps war. Er hat bei dru deichen, »lochten dieselben nun längere ober kürzere Zeit unter Nasser gewesen sein, vergebens nach Anzeichen von Krampf gesucht. Nach Anführung von drei Fällen, wo Personen verfnulen waren, ohne einen Schrei um Hilsc auszustehen, und in welchen die genaueste Untersuchmiq lein Anzeichen von Krampf feststellen konute, während der Verdacht des Selbstmordes gänzlich ausgeschlossen war, erzählt Dr. Roche cine Begebenheit, bei welcher er selbst nur mit knapper Noth dem Tode des Ertrinkens enlgieng und welche ihm Aufklärung über die eigenthümliche Erscheinung gab, welche man so ganz „lit Unrecht mit dein Namen Krampf belegt. Er hatte als Vadepllch eine kleine Nucht gewählt, in wel chcr das Nasser l> Fuß hoch stieg; in diese hiuein war ein Damm von Holzblöckcn gebaut, mit Erde ausgeschüttet. Der Damm erhob sich etwa 2 ssufj hoch über dem Wasser uud bil-dcte einen guten Laudungsplcch. In dieser Bucht, etwa 18 Fuß uon dem Dame nnd ebenso weit uon dem User entfernt, stand der Doetor ans den ssnhspil)en so tief im Wasser, dass der ge-schlosscne Mund gerade von den Wellen bespült wnrdc. Während er sich in dirser Stellung lirsand, brach sich eine kleine Welle, durch das Plätschern der Angelrulhe eines am Ufer stehenden Knaben ucrursacht, au seiner Oberlippe und — in rmcm Nu,i<>n-blicke und ohne die Gefahr im geringsten geahnt zu haben, sah fich der Doetor sprachlos uud um sein iicben ringend, ltr be schreibt seine Empfindung selbst mit folgenden Worten: «Lauge Zeit überkam mich eine Uueutschlosseuhrit, eine peinliche Un-gewissheit. ob das Ufer oder der Damm am nächsten läge. Dann strebte ich mit lchlcr Krast dem Damme zu. Es gelang mir, mich mit äußerster Anstrengung hinauszuziehen, dann siel ich mit dem Oesicht nach uuteu zu Boden, nicht achtend, dass die Fuße noch ins Wasser hiengen. Ich konnte nicht den geringsten Laut von mir geben, »leiue Brust und Athmungsorgaue versagten den Dienst, ich kam mir vor wie eine eiserne Tonne mit eisernem Boden. Ich konnte alle meine Gelenke bewegen, aber sie waren sehr schwer, ich hatte das eigenthümliche Gchlhl, als wären sie uon immenser Größe und als könnte ich fie wegen dieser Größe uud Schwere nicht bewegen. Körper und Herz schu'uen gleich massiv zn sein; das Herz gieng in schnellen Ichlä-gen. Mein erster Impuls nach dem Anfall war. alle Bemühung um Rettung aufzugeben und willenlos ius Wasser zu sinken Ich glaube, es dauerte 12 Minuten, ehe ich mich so weit er-holte, dass ich gehen uud sprechen tonnte. Das Vermögen, einen Ton «««zustoßen, lchrte nach rtwa vier Minuten zurück, die Möglichkeit, Worte zu bilden, die vou au-deren gehört und verstanden werden konnten, rtwa uier Minuten später. Nach dem Zustand, in welchem ich beu Damm rrreicht«' zu urlheilen, glaube ich, dass ein au Schwimmen und Unter-' tauchen gewöhnter Mann unter gleich kritischen Umstand«-» im» stände ist. zwanzig bis vierzig Fuß weiter zu schwimmen, che rr das Bewusstsein vollständig verliert uud der Körper aui Mana.'l au Kraft untersinkt. Im ersten Augenblick des Ausall., hob ich die Hände aus dem Wasser nach Gesicht und Nacken in in^ stiuetiver hilfesuchender Bewegung, ähnlich derjenigen, wie wir sie bei Kindern während der Erstickungsansällr beim Croup beobachten. Die angelnden Knaben auf dem Damme erzählten mir später, dass ich nicht sogleich auf dru Damm zugeschwommen sei sondern mit den Armen um mich geschlagen und im Wasser geplätschert habe; sie hätten geglaubt, ich mache Kunststücke im Wasser.» Die Erklärung, welche der Doetor über diese eigenthümliche Erscheinung gibt, der die Wissenschaft bisher vergebe „ach gespürt, ist diese: Der Schaum oder vielmehr der Wasserstaub der kleinen Welle, welche sich au seiner Oberlippe brach, wurde durch die Nasenlöcher cingeathmct, und. mit dein Athemzug durch deu Schlund gelangend, von der Luftröhre eiugcsogcn. Er draug hiulrr der Epiglottis sZäpschrn) eiu uud vermied solchergchalt deu feinfühlenden Wärter, welchen Mutter Natur dort zum Schul) der Luströhre gegen durch den Mund eindringende schädliche Einslüs,c stationiert hat — und die Folge war eine angri,-blickliche Stockuug sämmtlicher Respirations Orgaue, ähnlich der Erscheinung, wenn ein Slüclcheu Brot oder riu anderer sestrr Körper «in die Sonntagskehle geräth», wie die Landleute sagen. Solcher Zufall, selbst unter den günstigsten Umständen, ist sehr bedenklich, doppelt gefährlich aber. wenn eine Person sich gauz allciu im Wasser befindet. Geräth daS Wasser bn dem Begiun eines Athemzuges in die Luftröhle, wenn die Lungen ganz luftleer sind. so wird der Körper sogar augenblicklich unter' sinlen; ereignet sich dies dagegen während des Älhemholens, so wird der Kamps um etwas verlängert, und tritt es am Schluss der Respiration ein, so mag der Körper sich immerhin line Weile über der Oberfläche halten, doch bleibt auch in ditsem Fall das Untersinke» unvermeidlich. Bemerkt man daher, dass ein Schwimmender oder Baden« der ungewöhnliche Bewegungen mit den Armen macht, so sollte mau leiueu Augenblick zögern, ihm znhilsc zu eilen, selbst wenn er leiueu Ruf um Hilfe ausstößt. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht,) Vorgestern abends ist der Divisionär FML. Ritter von Keil aus Laibach in Trieft eingetroffen und im «Hotel Delormc» abgestiegen. — (Goldagio bei Zollzahlungen.) Fllr den Monat Juli 1889 wird seitens des Finanzministeriums festgesetzt, dass iu denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlung von Zöllen und Nebengebüren, dann bei Sicherstellung uon Zöllen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung lommen, ein Aufgeld von 18 Procent in Silber zu entrichten ist. — (Ein Mord in Graz,) Wie schon gemeldet, wurde am vergangenen Donnerstag der i» Graz, Annen-straße Nr. 9 wohnhaft gewesene, oacierende Commis Franz Hafner aus Krainburg ermordet in seinem Zimmer aufgefunden. Der Ermordete hatte an der rechten Wange uud der rechten Halsfeite je eine klaffende Schnitt« wunde, bann Wunden am Unterarm, Daumen und Rücken. Die silberne Taschenuhr und ein Stück der Uhrlette Hafners fehlten, während aus dem Koffer, an welchem der Schlüssel steckte, nichts geraubt war. Sogar drei Stück Hundert-Guldennoten, welche, in Papier gewickelt Wiedergefunden. Novelle von Harriet Oriinewald. (i:i. Fortsetzung.) . «Ihr habt mich alle so lieb. wie ich rs wohl Mln verdiene, was wird aus mir werden, wenn ich ?"kuch scheiden muss. denn mit dem künftigen Jahre M meine Studien an der Universität beendet, dann M es nach dem Wanderstabc greifen und sein Glück ' der weiten Welt versuchen.» . ., 'In der weiten Welt. wo es so nahe liegt ^» Cl°n^" Zilrich wird sich schwerlich sogleich eme 2 sinden. auch das Glück will gewonnen und er- Ml sein. liebe Mutter.» ^, , diel» ^" "ennst es ja immer die Wissenschaft.» warf "'«lächelnd ein. t>asei,'^w'ss. sie ist ein heller Stern im Menschen-M,^. "ef Anton mit leuchtenden Am,en. «Eme ^"bliche Gottheit, nicht war. Bruder?. Er wandte die "°ch der Stelle, wo vorhin Theobald stand, doch vor l. *"" lautlos wie ein Schatten an den belden s^Heschritten und in der Thüre der Wohnung ver° 'lir^"c" Koreman. die sich in den neun Jahren in das« s?"Wn Erscheinung nur insofern verändert hatte. ">Ml^ b"l staler qeworden war. blickte jetzt fast H.5" Anton auf: lvcirr »./^ ll»t. dass er deine Frage nicht geHort, stc ^'schen der die Urheberin eines heftigen Wmtwechsels !"d?l., ^ geworden, denn der arme Theobald »st ilytr si vt"' drei Wochen noch viel reizbarer und.' ^"ter „."" einem schweren Seufzer hinzu, «auch n Horden.. ^lsn ^s Gesicht des Studenten M e,u «Seine Frilmmia.leit hat etwas nn^ sagbar Beängstigendes ,md Widernatürliches,» sagte er langsam. Der Wohnung zuschreitend theilte Anton mit wenigen Worten der Mutter die Scene im Garten des Fabrikbesitzers mit; Frau Koreman ließ ihn zu Ende reden, dann legte sie ihre Hand ans seinen Arm nnd sah ihn bittend an: «Denke nur immer, du hast eineu Schwerkranken vor dir, einen am Körper nimmer Genesenden;» sie neugte sich tiefer zu dem Ohre des Sohnes nieder und flüsterte: «Doctor Deutnrr meint, die längste Frist sei der nächste Herbst.» Wieder entstieg ein schwerer Seufzer dem bekümmerten Herzen der Frau. Eine Stunde später saß die Familie Koreman beim Abendbrot, das man in einer kleinen Weimeben-laube vor dem Haust einnahm. So froh und sehnsuchtsvoll das H>rz des Studenten beim Anblicke Niirichs dem Elternhause enta/genschlug, so bedrückt suhlte es sich jetzt, als der junge Mann dem bleichen, finstern Bruder gegenübersaß, der während der ganzm Mahlzeit nicht einmal das Wort an ihn richtet»», auch der Vater war gegen seine sonstige Gewohnheit still und einsilbig. Er hatte Anton wohl e,n herzliches Willkommen zugerufen und sich der Ankunft seines ältern Sohnes innig gefreut, doch die unmuthlge Stimmung, mit der er schon aus dem Bureau Heinis aekrhrt war. übermannte ihu auch bet Tische und machte ihu sehr wmttarg. Als Anton uud Theobald später die Laube verl,ehen. leatc Frau Korcman ihre Hand auf drn Arm chres Gatten nud. ihm tief in die Augen blickend, fragte ste: «Was hast du. lieber Manu?» Ein jähes Roll) schoss in das Gchcht des em stigm Schullehrsrs bei dcr Frage seiner Frau. «Ich hatte wieder einen Auftritt mit Bernau.» sagte er kurz »md trocken. «Einen Auftritt, weshalb?» «Die Arbeiter verlangen bei den theuren Zeilen mehr Lohn — Gothen verweigert in stimm Eigen« sinn entschieden ihre B'tte. und so wollen sie. wie mir Vernau heute angedroht. Streik machen.» «O. ist's möglich!» rief die erschrockene Frau. i„. drin sie unwillkürlich einen Schritt zurückwich. «Du hast den Fabrilsbesitzrr doch schon in Kenntnis davon gesetzt?» fügte sie nach einer kleinen Pause hinzu. «Allerdings ^ er bleibt aber bei seinem ,Nein!» Koremans Stirn zog sich in finstere Falten, da er fortfuhr. «Er geizt um jeden Pfcnr.iq. damit seine Tochter nur eine reiche Dame wird. Wie schlecht hielt Gothen seiu Wort. indem cr mir versprach, mich zum Llim« pagnon des Geschäftes zu ernennen; neun Jahre voll Arbeit und Pflichttreue liegen hinter m»r — nnd was habe ich mir. uns in diefer langen Zeit gewonnen.. «Vieles, lieber Mann!» warf die Frau rasch ein «offenes Vertrauen konnte ich freilich nie zu deinem Schulfreunde fassen, dnucht mir ja immer, es li^t irgend eine schwere Schuld auf seiner Seele — aber Daukbarkeit schulden wir ihm doch; hätte er uns nicht dem kummelvollcn Dasciu entrissen, was wär aus uusereu Knaben geworden — aus Antou?. sehte sie aufseufzend hinzu. «Ja. in dieser Hiusicht hast du recht, alxr «in Ehrenmann hält sein Wort — Gulhm jedoch lummt mir immer mit Ausflüchten, sobald ich ihu mn leise an sein Verspreche» mahue.» lssortschunq fnlstt.) ^ltidachrl Zeitung Nr. 143.____________________________________1232___________________________25». Juni 18«!^ ganz oben lagen, fanden sich vor. Hafner war ein ruhiger gutmüthiger Mensch, der im Kreise seiner Velannten sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. Er war seinerzeit Ve-sitzcr eines Spezereigeschäftes am Hauptplahe in Laibach gewesen und war in Concurs gerathen. Neber den Thäter fehlen bisher Unhaltspunltc, doch wird die Ansicht ausgesprochen, dass es sich um keinen Raubmord, sondern um einen Mord aus Rache handelt. — (Lebensrettung.) Die kl. Landesregierung hat dem Anton Malouec, Schustergchilfen in Laibach, für die am 30. April l I. mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung des Knaben Paul Debevec von Lai' bach a»s der Gefahr des Ertrinkens im Laibachflusse die gesetzliche Lebensrettungstaglie im Betrage von 26 fl. 25 kr. zuerkannt. — (Schluss des Schuljahres an den hiesigen städtischen Volksschulen.) Der k. k. Stadtschulrath hat angeordnet, dass das laufende Schuljahr an allen städtischen Volksschulen Laibachs Samstag den 18. Juli zu schließen ist. — (Promenade-Concerte im Juli.) Wie man uns mittheilt, werden im Laufe des Monates Juli im Falle günstiger Witterung an nachfolgenden Tagen Promenade - Concerte der hiesigen Militärkapelle statt» finden, und zwar: am 1., tt, 15., 22. und 29. in Ti« voli, am 4., 11, 18. und 25. in der Sternallee. Beginn jedesmal um halb 7 Uhr abends. — (Schadenfeuer.) Aus Gottschee schreibt man uns: Am 14. d. M. um halb 1 Uhr nachts brach in der Scheuer des Besitzers Josef Ionle in Sele Feuer aus, welches vier Wohnhäuser sammt allen Wirtschaftsgebäuden, zufammen vierzehn Objecte, fowie einen großen Theil an Lebensmitteln, Einrichtung und Wirtschaftsgeräthen ein« äscherte. Den Anstrengungen der freiwilligen Feuerwehr von Gottschee mit zwei Feuerspritzen sowie jener von Mitterdorf mit einer Spritze ist es zu verdanken, dass der Brand localisiert wurde. Der Gesammtschaden beträgt beiläufig 7760 fl. Dagegen sind sämmtliche abgebrannten Objecte in der Gesammthöhe von 5418 st. assecuriert. Die Entstehungsursache dieses Brandes betreffend, wird von den Ortsinsassen allgemein ein irrsinniger Bursche von Sele beschuldigt, das Feuer gelegt zu haben. — (Vodnik - Denkmal.) Der Schöpfer des Modells zum Vodnik - Denkmal, Herr A. Gangl, ist vorgestern in Laibach eingetroffen, um die morgen erfolgende Aufstellung der Statue zu überwachen. — Auf dem Valvasorplahe sind die Arbeiter bereits mit der Errichtung von zwei Triumphpforten beschäftigt. — (K r a i n i s ch e r M u s e a l v e r e i n.) Die P. T. Mitglieder dieses Vereines werden noch einmal auf die heute abends um halb 7 Uhr im «Rudolftnum» stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht und zu derselben hiemit eingeladen. — (Die Giftmorde bei Schön st ein.) Nach zweitägiger Verhandlung wurde vorgestern in Cilli über die drei angeklagten Gistmischerinnen, die ihre Männer mit Al senil vergiftet haben, auf Grund des Schuldspruches der Geschwornen vom Gerichtshofe unter Vorsitz des Hosrathcs Heinrich er das Urtheil im Sinne der Anklage gefällt. Elise Lahovnik wurde zum Tode, Helene Ztcfek zu zehn Jahren, Marie Mrav-lat zu lebenslänglichem schweren Kerker verurthcilt. — (Aus Marburg) wird unterm Gestrigen telegraphisch berichtet: Fürstbischof Dr. Maximilian Ste-pischncgg liegt seit einigen Tagen schwer krank darnieder und wurde heute mit den heiligen Sterbesacra-menten versehen. — (Hymen.) Herr Dr. Valentin Temnikar, Advocat in Windischgraz, hat sich gestern mit Fräulein Ll'nccl in Blanca bei Lichtenwald vermählt. — (Für Obsthändler.) Aus Villach schreibt man uns: Es wäre angezeigt, die Obstverläufcr in Ihrem Blatte darauf aufmerksam zu machen, dass es sich lohnen würde, hier Obst - Verkaufsstellen zu errichten. Es gibt hier nur wenige Obstverläufcr, obwohl der Bedarf ziemlich bedeutend ist. — (Ertrunken.) Am 17. d. M. nachmittags ist der 14jährige Besitzerssohn Georg Panjan aus Hrast während des Badens in einem Teiche ertrunken. — (Wochenausweis der Ster befalle.) In der Zeit vom 16. bis 22. Juni sind in Laibach 17 Personen, und zwar 10 männlichen und 7 weiblichen Geschlechtes, gestorben. In der gleichen Periode wurden 11 Knaben und 10 Mädchen, zusammen 21 Kinder, geboren. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Oemcindevorstandcs der Ortsgemeinde Unter loses im politischen Bezirke Stein wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher der Grundbesitzer Jakob Capuder von Vidcm, zu Gcmeinderäthen die Grundbesitzer Johann Airl und Matthäus Lebar — beide von Preserje. — (Vom Blitze erschlagen.) Am 21. Juni circa halb 7 Uhr srüh wurde der 14jährige Besihers-sohn Georg Medos aus Kovalji Grad bei Weinitz auf einer Hulweide von einem Blitzschläge getroffen und blieb sofort aus dem Platze todt. — (Der steierische Ge b i rg sverc i n ) pro-jectiert für den 4. August eine Vergnügungsfahrt nach Adelsberg mitlels Scparalzug, wenn sich eine genügende Nnznhl von Theilnehmcrn meldet. Aunsl und Aiteratnv. — («Deutsche Dichtung.») Die April und Mai Hefte der gleichzeitig in Monats- und Halbmonats Heften erscheinenden, uon Karl Emil ssranzos in Berlin im Verlage von L. Ehler mann in Dresden herausgegebenen Zeitschrift «Deutsche Dichtung" enthalten Porträts und Autographen uon Klans Groth und Franz Grillparzer. Die beiden Poeten, der platt« deutsche Dichter sowohl als der grosze österreichische Dramatiker, dem im vergangenen Monat in Wien ein Denkmal enthüllt wnrde, sind auch durch wertvolle dichterische Beiträge vertreten. Insbesondere ist ein bisher ungedruckter selbstbiographischer Aus M vou Grillparzer, seine italienische Reise betreffend, von hohem Interesse. Anch der sonstige Inhalt der beiden Hefte ist sehr reichhaltig. Neben Gedichten nud kleineren Aussägen voll Conrad Ferdinand Meyer, Adolf Wilbrandt, Hermann Lingg, Otto Roquelte, Robert Hamerling, Karl Emil Franzos n. a. heben wir insbesondere ein sehr hübsches cinactiges Lustspiel von Lnd wig Fulda: -. ^»l!-.. Wien. — Hranz und L. Leneek, Fichtenwald. — Knfsler, Krieger und Stnnim, Wien, — Mally, vienmarltl. — Milhlhausen, Privatier, Trieft, Verstorbene. Den 24, Iuu i. Josef Terek, Schneider, 23 I., Florians« gasse 15), Tuberculose. Im SPita Ir: Deu 22. Inn i. Johanna Sojcr. Messners-Tockter, N I-, Starrkrampf. — Matthäus Ureear. Arbeiter, 48 I-, S"n-lämia. Wol'kswirlschaslliches. il.'utwlfswrrt, 24. Juni. Die Durchschnitts-^"'!'' sl^l" sich ans dem lieutigeu Markte wie folgt: Weizen per Hektoliter sl 5>l) Vntter pr. Kilo ..." ^ Korn . 4 M Eier pr. Stint . . . ^ '" Gerste . 4 5>4 Milch pr. Liter - - ^ <^ Hafer . 2 4 0 Tauben » . - ^ ' Fisolen per Hektoliter 5, slU Hen pr. M.-Clr. . > f ^ Erbsen » b ll« Stroh 100 ... ^ " Linsen » 5 5>2 Holz, hartes, pr.Eubil« .« Leinsamen » 7 «5, Meter..... ^ Rindsschmalz pr. Kilo —80 Holz, weiches, pr.Cubil-Schweineschmalz » — 80 Meter....."7 <.. Speck, frisch, .----------Nein, rolh., pr.Hrltl. "^ Speck, geräuchert, » — «0 > Wein, weißer, » ^ Meteorologische Beobachtungen in Kaibach^ ' ?Ä.Mg? ^2-7^l?.0 W. schwach Regen ! Z-30 24.2. N. 732 4 22 N O. schwach halb heiter gleg" 0 . A. 735 2 15»« O. schwach heiter ^ Morgens Regen, dann etwas Sonnenschein, sehr W^ ' nachmittags zwischen 4 nnd 5> Uhr Regen, dann ziemlich yl ^ Das Tagcsmittcl der Wärme 18'5", um 03" unter de»> -" male. Verantwortlicher Redacteur: I. Annlil. Farbige Seidenstoffe uon l»0 kr. bis fi^ ^ pr. Meter — glatt nnd gemustert (circa 25»lX) versch.ss"^ nnd Dessin«!) — versendet roben- und stückweise porw ''. zollfrei das ^abrilöDepol <1.1l<'nn<'1»<'ln (K. nnd K. ^. > lirferanl). Aüri«!». Muster umgehend. Vrie e losten I" Porto. (5824) '>^. Die Beweise von Theilnahme, welche uns a" l lässlich des Ablebens unseres «cliebten Tüchterch""' l A i N ct uon so vielen Seiten entgegengebracht wurden, habll unjllen nnsäglichen Schiuerz lindern geholfen. Men, die uns ihr Beileid ob des herbe» Vl'^ lustes bezeigt, insbesondere denen, dir unserem"" blicheueu Kinde das Geleite auf dem lchttu 2^'g gegeben, sowie jenen, die Kränze aus die ^. .!., ! haben niederlegen lassen, sprechen wir aus diw l Wege den innigsten Dank ans. ! K rainbnrg am 24. Juni 1««!1. Franz Mariniiel nnd »aroline Mariniet geb. Kriöper. > . Ein allbewshrles N^Muck Nl > >U> über »»<>» Necepte. V Z.D Husstrd«» bthandrll blrseo »°GÄ„,Ä ^ U > 70 'set^n dle Vorl,e»nln!lft Mr til'ch«"'^ ^ ^» > mlt. enlMl iliiln ItnhllNl, ülier w" ?l" ltl " ^ > dicken nnb Diroirren, sowlr Hp»'»el« . ^ > lilr allr lllonale. ^ 'I'D 7l2 5lll«n. prelo L fl.Lv kr. <5ltg. s«b. »p. s^ Z,D ipraw's ..Süddeutsche M«e" > W giU allgemein als ^^M > ' '»«lan der ,..chh«ndlun« .»l«r«a' w «'«- 1233 Course an der Wiener Börse vom 24. Iwni 1889. M« ^m off^n Coursbwte Staats. Anlehen. ^„einheitliche «ente in Note» »8 8ü »3 05 v'llo'rrente....... «3 45 »2 «H """ 4"/,, Staatslose . 25« fl. 133 . 134 - ,","l>«/„ » ga,,,e l,(«>n, ,4,20 14,70 «"" » » Fünflel 100 I. ,44 75 14b 75 "">"l Ltlllltlluse . . 100 l. 173 50 174'- .,' » . . 50 ft. I73" »74— b/,P°U!,.Psdl>r. kl»«fl. . . 150- 151- ^ vest. «l>lbr.>!,tc. stenerslei , 10>< 50 108 75 "k»0l>, «utrnrente, steuerfrei , M Ul> V» «l, Garanlierle «isrnbah«. «««lduerschrelbunntn. «ll!llbctt,l>n>)» ii, G. steuersle! . ,2450,25,0 'Na»,^ Iuj^pl, Bai,» i» Lilbel . I^A' »15 5» <°!ar!l'.'»n.'! Bal», in Lllbel ,03 50 104 50 Mabrchlia!,,, i!00 ft, !l>,l>al,!! sur 20» Mal» . 113 50 114 30 °">u !iir Ä»> Mär» 4"/„. . . II« 50 II» - M»z Iukpl, »>» «olbrente 4"/<, .... 100 «0 »00 40 °">u Papierrexte 5"/» . . . S4'4<> 94 , Vl!,l,,liNjl,»,W,T. «4» - «43 nn °° dlu, luin.ll, Silictr . . ,4.1 - <4!< -^ «"<< U" ? ° Llaa!« Odliaal, v, 1,1«7« ll^ !>>',,!. 40 °° W>i!!z,hs»l, Ol>, >!«'si. >'«'- ll)<»b" ? ° Pläm, «,,l, k ,!»<> N, 0, W, »4N «> 141 - >^ ,, b»!,, l» b<» si, «, W, «4U- - 14«! 7°» ^«e!b.Nfg,.LoIe 4".. „«» fi, >«<'> »« «27 M) Vcld Ware Grundcntl.-Obliaationen (für w<» ft, CM.), 5°/<, galizlsche..... l«»b'— l<»b?« 5"/„ mählischr...... 10» 75 1,0 75 5"/„ lllllin »nb Küstenland , , — —------- 5«/., »il'delösll'rrelchischs . . . 11U —------ 5"/„ stcirilch.»...... 1N4-7K — - 5"/„ ll°<,t!sch!> »üb slavoüilche , 1()b — 1C<> - b"/„ sirlienbiilnilchc , , , . 1N4M» 1N5 4» 5"/„ Irmeler Bannt , . , , 1l)4 !«> IN.i«, 5»»>>!>> ><»!.«« Andere öffentl. Anlehen. Do»au!«ea, Lose 5"/„ I0l» st. . 122 - 123 - bto. «»leihe 1«?« . . «<»»,—------- »I,»ehl',i der S!ad> G»rz . . II» — —- «„!!'!»>-» b, Slndlssslnsiül'e Wien 1U5. »5 loll'UK Präm, Vlnl, d, S!ad>!icl!!, Me» 145 75 14!>'l5 Mrlenbau »I»lel»en vnw«, 5«/„ !»7-— 97 85 Pfandbrlesc (fnr 1W ft), Vodenrr. aNg, iist. 4"/,. G. . . l,l< ü<» l l!> 5l' dto, » 4>/,"/° . . . Kw'75 U>,'?5 d»o, » 4"/„ , . . u»'75 W^'» d!> !»5 10» '<5 Oest, Hypolhelenbanl loj. 50"/,, 101- - - vest, >!»g, Banl bell, 4'/,"/« . <<»!!«' lil l»<> detlo » 4"/„ , . ion «> ol «> dello 5<>jäl»r, » 4'7„ . . ,>x>-5o!lOl I<> Pliorltäts-Olllinatinuen (s,l>- ><»!' st,), sselkinandl H.mdbnli!! ltm, INNl» lN« 2« 10^' — Gallzische t»a< l L»t»ui«' Vahn «»!, 1U«, »00 st, V, 4'/,°/° . lVVli« 101 10 «elb Na« Oesterr, Nordwestbah« . . , 10« 40 ,0» «<> Elaatsbahn....... ,e? - 19« - Südbahn il 3"/,...... 14<: 50 i4?-5o » il 5"/....... II!» «!0 ,2«! !!0 Ung.-galiz, Äal,n..... 9!» «0 l0o 2o Diverse Lose (per Stück), Cledillose 100 st...... I«»-.. l«4 — lllan, Losr ^0 fl...... l;, .. U2-- 4«/„ Dona» Dainpssch, 100 fl. , i«« — i»2- Ü3- Palss» Los»- 40 st...... 6(,.5ü «, 5l> «utlim ttn »^. öst. «es. V., 10 st. ,« «5 18 75 Nütwlph Lose 10 ft..... ,z,s.l. 2., kl, Sall» Lu>e 40 st...... «g-.,. L»'5O E>, Ol-iwii« Loir 40 si. . . . s.2-b'! «K z,» Waldslei» üule 20 fl..... 4...50 41.5,» Windijch Vläv Loje 20 st. . . 57.— 5«-.. Vc>l>. Lch, b. A"/« Plain,-Schuld- versch d. Aodciieredilllustnll , 17-. i»-— Vanl. Actien (pel Stüct), Nnsslo-Oest. Vllül 200 st, NO«/., E. 180 75 I«l 25 Äanlverei». Wlenel 100 fl, , . 104 ?s> l<» 7-> Ädxcl, Anst, «st, 200 st, S, 40"/n 2!<« 50 2«!» 5'> llldt. Ans!, <, Hand, u, G, Ii^si, 3< 5<> »<" - Lledltbanl, «ll«, »na., 200 st, . 3a»l. «!lg, 200 fl, . 184 — 1«U - ltöcompte Ge!.^b»M. 5W fl, . 5»4'— 5^« — Oilv n, '!»i,. Wienel 200kl, 200 — «l»2 50 Hhpollielenb., vst, 200 st. 25«/ !k, «7' - — — Veld War,, Länberlia»!. ösl, 200 fl. «. . . 227 — 22? bO Oestell,ungar, Äanl U00 ft. . l».',5 - W7 - Unionbanl 200 st...... »25-- 2«t, 25 Vellehrsbanl, Ally, 140 fl, , . 157. - 15» — Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stück), «Ilnecht-Äali» 200 fi. Sllbel . -' - -- — '.'llsült, ssiuman, Äah» 200 fi. 3, »O0'bo »,°Z,) 2»0 fl, E, ltt? 50 ,!»8 ^. D»l,- «odenb, 2ü«l. Gal.Call llildw, Ä, ^oo fi LM, 2!>^ 7!> 204 25 Lemb, Lzrrnow. - Iassy - ltisen- bahn-Gcsrllsch. 20» fl. S. . . 254 50 2»ü-- Lloyb,«st.°u»z,,Triesl500st.CM. 3«4 — z«ü - oesterr. Nordweslb. 200 st. Silb, I«« zc» i«< - dto. (M. U) 200 fl, E. . . 2lü75 2>»-— Prag Duxel Visenb. 150 st. Ellb. 51 50 53' — N»dolpli Bahn 200 fl, Sllbel .----------------- stnatKeisenbal,,! 200 fi, Silber «37 »5 437 75 Südbal,» 200 ss, Silber. . , 121 —jiLl-sl, End Nordd.lljerb A,200fi,EM. 1ll6 ^0 i<>7 . IlNMWlly Ves.,Wl.,170fl.ö. W. 23» !i5 230 7ü » neue Wl., Priorität« «ttie» 100 st......9« s.o U>0 5>o Ung-galiz. «tisenb. 200 fl. Silber i«»50 «l»l — »eld W»r. Una,, Noldoslbahn 200 st, Silber 1»7" l«7 ?ü UngWfstb («aab Vra,)200fl L. l«« — ll», — IndustrieActien (per Llücl), Äaugel,, Vlllg, vest, 100 ft, . »5«) 8« — «gybier ««en- und Ltohl-Ino. in Wien 100 fi...... —>— —>-. «isenbahnw,-Leih«, erste, »ofl,-------—«- .«tlbemühl., Papiers, u. «,«, 5»! — 57 - Lieslngrl Ära»erei >'»0 si, , , 10« 50 l0? - Mo»tai, Gesell,, üsterr,-alpine «ü 70 »» 3<» Plllssil — «Lchlöglniübl», Papiers. 200 fi, ltll'bo --'— «Vleyrermühl»,Papiers,u,«.'«. I», -- :«l-t»0 Irisailer llchlei,w Ofs. 70 fl. . lou .- lO7'— Wa!sens.'G.,0ss> in«iien1l»ofl. 410- 4,5' -Wangl», Leihanft.. «ll«. in Pest «0 fi......... 7,-b0 7Ü - l Wr. VllugeseMchllst 100 ft. . . — . -» . Wirnerberger Zlegc! Nctien Ves, »Ut l»0 »S«^u Devisen. Deutsche Plähe...... «» 4t» «-«0 llonbon........ lll»el> ,,l»„5 Par!«......... 4? 47. »7 l<5 Ullluten. Duraten........ b «l b68 20 ssra»ci! Ltiicke..... »4«» »50 Dextsche zXeichöbclnliwte« . . 5» 45 Ü« 52., Papier Rübr!...... 1 2«^ l'!l2,. Italienische Banlnote» (ll»0 L ) 47 uo 4? 4«