Kummer 48. Petto», de« 26. Rsvember 1S99. X. Jahrgang PettauerZeitungl" Erscheint jeden Fonnrag. Prei» für Pettau mit Zusteltu», in« H«»» MnMMiii f. 1J0, halbiShria fl. -.40. ganMrig fl. 4.80, mit PostVersendung im Anlande: «iertetiSbria fl. 1 40 kalbiSbria fl. 2.80, ganz,ihng fl. S.SO. — SWzeln« Nummern lO tr. u 1 9al0Jn9t Vertag: 0. Bltnft, H«nch«»t»tz Hr. 6. Haudschristen werden nicht zurückgestellt. «n»ndigm>gen billigst berechnet. — Beitrüge find erwünscht und wollen längsten» bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden Der Vulkan im Worden. Um bic unausweichliche» politischen Folge» riiicr Entwicklung zu erkenne», welche heute i» Österreich BolkSelemeate in die Höhe bringt, die j» einem unversöhnlichen Rassengegensatze zu den mitteleuropäischen Zustünden siehe», muß man sich die grundlegenden Gedanke» klar machen, uiriche in schwerem Ringen der Geister und der Waffen zu der heuligen Staatenorganisation Mitteleuropa» geführt haben. Ihre Grnndge-sanken hat mit eisernem Griffel der eiserne I Kanzler in da« Buch der Geschichte geschrieben und eine ansehnliche Literatur von vier Jahr-ahnten hat denselben lehrhaft erörtert. Danach hat Oesterreich seine führende Rolle in Mittel« europa dauernd verloren, weil die deutsche Ein» heitSbewegurig, wie sie alle Gemüther in den Lande«gedieteu de» Norden» und Westen» erregt, sich aus ein intensiv nationale« Staat«gebilde richtet und nur durch ein solche« zu befriedigen ist. Eine Einigung solcher Art kann Oesterreich den Deutsche» nicht bieten, da e» in feine« Innern die Mcsaik der subgermanische» Gelt, die zu einem von Mitteleuropa getremUe» Dasei» freilich zu schivach. dagegen nicht schwach genug ist zu einem Aufgehen im Deutschthnm. Somit ergibt sich eine natürliche Abgrenzung zweier großer, selbständiger, gleichberechtigter uud ver-bündeter Gruppe». Drüben ein reinnationaler Reich«körper der deutscheu Mittel- und Klein-slaaten unter preußisch?«, Primat, hüben da« SabSburgerreich ohne scharf ausgeprägte nationale estaltuna, doch unter Führung der Deutschen und der deutschfreundlichen Elemeute. Diese» Gedanken. d»r bereit« vor fünfzig Jahren in der ersten deutschen Natioualvcrsamm-Ihm, eine zustimmende Mehrheit fand, hat der größte StaaUmann unsere« Zeitalter» verkörpert und durchgeführt. Er stellt die für Mitteleuropa maßgebende OrganisationSidee dar. Er hat fängst Gelegenheit gehabt, sich unsrrem Frieden förder-lich und günstig zu zeigen und jeder Deutsche, jeder Oesterreich«!, zedcr Ungar von staatSerhal- Der lange Pelzrock. Ein Winterabend war lind es mochte gegen halb ein Uhr sei». In einem eleganten Restaurant, in der Rahe der Stephaniebrücke in Wien, saß nur »och an einem Tische eine Gesell-ichojt junger Lebemänner: Advocaten, Doktoren, u. f. w. und erholte sich bei einigen Vierteln Gnmpoldkirchner von d;8 Tage« Losten. Plötzlich musterten alle Anwesenden einen eben eintretenden fremden Gast, der sich anschickte, an einem noch zum Essen reservierten kleinen Tische Platz zu nehmen. Der Fremde trug einen opulenten bis über die Knie reichenden und reichlich mit Pelz ein-gefasSten Winterrock, blanke Stulpstiefeln, eine niedrige runde Pelzmüze und in der behandschuhten linken Hand ein kleine«, aber sehr feines Reise-kofferchen von russischem Leder, auf dessen einer Seite da» Monogramm „F. v. M." gepresst war. . „ Heinrich, der elegante Zählkellner, kam tendem Sinne wünscht seine dauernde Bewährung. Mit dieser obersten Organisationsidee verträgt sich ein sehr weitgehende« Mag ungarischer Selbst-ständigkeit, weil infolge gleicher LebenSinteresien die bestimmenden Gesichtspunkte für Ungarn» Weltbeziehvngen die gleiche» sind, wie für die anderen Gebiete Mitteleuropas, au« ähnlichen Ursachen behindert sie nicht die freiere Stellung der österreichische» Polen, mit ihr aber vertrügt sich dnrchau« nicht ein slavische« StaatSgebilde an der nordwestlichen BerührungSgrenje zwischen dem deut-schen Reiche und der habSbuegische» Monarchie. Denn ersten« ist es eine Forderung der Lebensfähigkeit, diese« ganzen StaatensistemS. Hass die außer u>>-garische Ländermasse de« habSpurgischen Reiche« doch noch irqend einen größeren Kern einheitlichen, da« heißt wie die Dinge einmal liegen, über-wiegend deutschen Cbarakker« besitze, zweiten« aber nimmt insbesondere die wichtige Nordwestprovinz OchsterreichS da« Kronland Böhmen. eine derartige »eograpbische Lag, ein. das« ein an dieser Stelle Mitteleuropa« befindlicher politischer Körper slavischen Gepräge« sich al« ein Herd der Beunruhigung für da« ganze mitteleuropäische Gebiet fcvrisni müsste. Wa» dieser böhmisch« Boden für Mitteleuropa bedeutet, kann keinem aeschicht«-kundigen Politiker unklar sein. Im 17. Jahr-Hunderte habe» dreißigjährige BcrnichtungSkämpf-von diesem Boden ihren AuSgaug genommen nnd in den Kriegen de« 18. und 19. Jahrhundert» um die Führung sind die größten Ent-scheidungen auf böhmischer Erde gefallen. Wa» wird man dort im 20. Iahrbnndertc sehen? Die tschechischen Parteigänger alter, wie anch »euer Richtung kennen auch sehr wohl die Gunst der örtlichen Loge ihrer Heimat und die Rolle, welche sie ihnen kommendenfall« ermöglicht. Nur österreichische Minister scheinen bi«her von dielen Dingen nicht» gewns»t zu haben, denn sie schufen durch ihre Schulpolitik alle Borau«-setz,mgen. damit auf diesem gefährlichen Punkte ein Slaventhum entstand »nd sie richteten der Begehrlichkeit zuliebe womöalich in der Nach-barichost noch einige „Rebenlände?" her. Sie selbst herbeigehüpst nnd überreichte ihm mit der ibm eiaenen Eleganz Speise, nnd Weinkarte. Jede Bewegung de« Fremdling« war selbst-bewnsst. bestimmt von jener sichere» Ruhe. die. wie man da» an den außerordentlich tiefen refpketvollen Bücklingen abnehmen konnte, nicht nur dem .Heinrich" imponierten, sondern anch den Wirt veranlagten, sich nach den „Anfträqen" deS späten GasteS z» erkundigen. Gast und Wirt wechselten einige Worte mit tinander. woraus der letztere sich mit einer abermaligen tiefen Ber-beugung entfernte, um sich ebenfalls in die Küche jt„ begeben und zu sehen, das« da« statt-liche Menü in gehöriger Weise zubereitet und serviert werde. Die Herrer, am Stammtische hatten im Anfang dem Fremdling, wie gekagt einige Aufmerksamkeit geschenkt; doch kümmerten sie sich schließlich nicht weiter »m ihn und setzten die einige Minuten lang unterbrochene Unterhaltung ruhig fort. Erst als der Wirt sich wieder zu ihnen züchtete» von der »nterfte» Stufe des Unterricht«-baue« bi« zur höchste» ein in sich abgeschlossenes, den übrigen Reichsbewohnern entfremdete« BolkS-thnm heran und schmeichelten sich, damit wunder, bare Bürgschaften für den Staat gewonnen zu haben, wenn sie von einigen wenigen dieser ab-geschlossen Erzogene» bei Prüfungen »och eine gewisse Kenntnis der Staatssprache begehrten. So scheidet ei» ganze« Volk au» unserer allgemeinen BildnngSeinheit au« «nd e» wird kein Staatsmann im Truste daran glauben, das» e» sich hier blos nm die Kenntnis einer Sprache dreht. Die Gefahr für den Staat liegt in der Abfchließung eine» ganzen Volke« durch die Ab-schließnng seiye« Bildn»g»w«sen«. Sei»? Tugend vollendet ihren VikdnngSiveg nur mehr im engsten Kreise ihrer Volksgenossen. Bon seinen Bildung««», staltinist jeder andere Staatsangehörige als Schüler wie als Lehrer ferngehalten, die Freizügigkeit österreichischer Staatsbürger gilt hier nicht. Einseitig und loSgrlöSt von der übrigen StaatSgeiiofsenschaft betreiben Lehrende wie Ler-nknde ihr Tagewerk, jede UnterrichtSanstalt stellt daS Slaventhum unter sich dar. Da» gibt Ent-wlckelungSlxbiiigungen, die nachwirke» in den jugendlichen Seelen, da» schafft gute Grundlagen für eine» Staat im Staate. Und so wächst denn »ine Generation auf von der Volksschule an durch die Mittelschule hindurch bis zum Abschlüsse der Hochschule den Berührungen entzogen, welche sie mit der Ideenwelt des übrige» Mitteleuropa verknüpfen könnten, — eine Generation, durch-tränkt von der gesammelte» Kraft de» Nationa-li»mn«. Dieses Geschlecht hat in seiner Betrach. tung der Gegenwart wie der Zukunft nicht« mehr gemein mit den Anschauungen der germa-nischen Bewohner Mitteleuropa« nnd nicht» waltet i» ihm. al« da« siichere Bewusstsein eines Jn'e-ressengegtnsatze« zum Dentschthum und zum Un-garthum. <£« hegt ganz andere LieblingSgedanke.l. als den der centraleuropäischen Gemeinsamkeit. Die Zersprenguug der heutige» Organisation Mitteleuropa« ist sein Ideal, Böhmen soll der Pfeiler werden, »ach dem die östlichen und setzte, dachte man auch wieder an den Gast, von dem der erstere jetzt erzählte, dass derselbe mit dem .SxpresSznge" d'rect von Pari« gekommen fei «nd durch einen unglücklichen Zufall den ganzen Tag nichts gegessen habe. weShalb er sich denn anch sofort zn ihm. dessen Kilche nnd Keller ihm von einem Bekannten bestens empfohlen worden fei. begab, um sich einmal gründlich von der lang-weiligen Reise zu restaurieren. Heinrich ließ e« sich unterdessen nicht nehmen, dem „Herrn Baron" zn servieren und gelegen «liche Blicke überzeugten die Stammgäste, dass der Herr Baron in der That einen sehr gesunden Appetit und ebenso gesegneten Durst hatte, denn der Mann gosS Glaö um GlaS der feinsten Weine hinab. Endlich trat der Zeitpunkt ein, wo dem letzte» nnd mitunter unaugcnehmste» Gange de« DinerS, dem Zahlen, nichts niehr im Weae stand. Heinrich, der in respektvoller Entfernung der Winke des Herr» Baron harrte, kam herbei-gehüpft nnd überreichte schon in der Vorahnung westliche« Feinde der beiden verbündeten Reiche ihre Brücken schlagen. Da« soll die geschichtliche Sendung Böhmen« lein und dazu braucht maw-den böhmische» Staat, dazu die Unterdrückung der Deutsche« im Land«. Bon ihrem Standpunkte hoben diese Politiker Recht, wenn sie nun solche slavische AuSdreitirng und eine solche Verdrängung der Deutsche» als nöthig erkennen, den» ihr böhmischer Rational» staat muss. um den Endzweck aller tschechischen Politik zu erreiche», bi« aus die Kammhöhe» der Nordgebirge und de« Böhmerwalde» da« Land in voller Gewalt haben, nur dann bildet er wirklich jene slavische Festung in Mitteleuropa, jene« .Trutz-Deutschland", von dem au« sich der erträumte dynamische Beruf Böhmens ausübe» lässt und »ur dann könne» sich die heißen Host' nnnaeii erfülle», die von tschechischer Seite bei russischen Pan>Iavisten und bei französischen Revai'chepolitikern genährt werden. Da« sind so die ZnkunstSpläne. mit de«eu sich die gesammte tschechische Partei trägt und man kaun in ihr zwei Richtungen insofern« untei scheiden, ol« die eine da« unumwunden ringe« steht, allezeit und an allen One», während die andere da« innerste Gefühl im Busen in Abrede stellt. Aber auch der JannSkopf dieser letzteren Richtung wird keinen täuschen, der sehe» will, und »ur darüber mag man sich wundern, das« öfterrnchisch« Regierungen grsunden werden konnt,n, die in solche treibende Suömmigen eine ganze BolkSerziehung hineigestellt haben. Gemeinderathssitzung. Am Moniag den 20. d M. fand um 4 Uhr im Amtszimmer de« Bürgermeister« ein, außer-ordentliche Sitzung statt. Vorsitzender: Herr Bürgermeister I. 0 r n i g; auwesend die Hcrrrn Gemeinderäthe: W. Blanke, HanS B r i g o l a. Karl F i l a f e r r o. Josef Kasimir, Earl Kasper sen., H. Kerjche. Karl Kratzer. Jakob M a tz u n. Jgnaz Roß. mann, Adolf S e l l i n s ch e g g. Ha?« Stroh» mayer. Joses W r e ß n i g. Der Borsitzende erinnert daran, dos« der Gemeinderath, von der k. k. Bezirtthanptmann-schast da, um ersucht, in der letzten ordentlich«» Sitzung die Herr«« Gemeinderäthe S a d n i k und Kasimir al« gewählte Mitglieder der Personalsteuer-Bemessungs Kommission namhast gemacht hat. Nachdem Herr S a d n i k scho» vor» her gewählt worden war und noch nicht al« au«» geschieden betrachtet werden kann, muß noch ein anderer Vertrauensmann aufgestellt werden. Die Wahl sällt auf Htrrn Geineinderath I Koll« uz We>lers macht Herr Bürgermeister die amt» liche Mittheilung, das« die k. k. Stat'halterei dem langgehegte» und wiederholt geäußerte»? Wunsche der Stadtgemeinde nach Vermehrung bisherige» MonatSmärkte für Großvieh um weiter« zwölf Markt« nachgekommen ist »nd diese be- «ine« noblen Trinkgelde» dem Gaste mit einer tiefen Verbeugung die Rechnung; aber wie von einer Tarantel gestochen, schnellte er wieder empor, al« der Gast jetzt mit tiefer wohlklingender Stimme gelassen da« große Wort anSsprach: .Ja, lieber Freund. Geld habe ich nicht." Deutlich hörte» das auch die Stammgäste und noch deutlicher der Wirt, der aufsprang und einige»maßen aufgeregt auf den Tisch zueilte; selbstverständlich wendete sich die Aufmerksamkeit der Stammgäste ebenfalls der S nifchavorstad». von der Bahnübersetzung weg. die dort noch bestehenden Petroleumlampen auf der rechten Straßenseite aufgestellt sind, während sie a» di« linke gehörten, die weitau« mehr Häuser ausweist. Seinem Antrage auf Übersetzung auf die link« Straßenseite wird zugestimmt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Hoffnung und Erwartung aukgesprochen, eS werd« sich in diesem Stadttheile eine hinreichend« Anzahl pri» vater Abnehmer von Gatflamme« melden, dann wäre die Gemeinde bereit und veranlaßt, da« Röhrn.tz anch b»h»f« öffentlicher Beleuchtung dorthin zu erweitern. Bei dem bi«hengen gänzliche» Mangel o» Abnehmern von Ga» in diesem Biertel erschien die« der Kosten wegen unthunlich. Außerdem «in« wichtig« vertrauliche Besprechung_ • Sie scheinen mir em Schwindler zu fein." .D«r Schri» trügt mitunter." .Mein Herr, so kommen Sie mir nicht fort: ich werde von Ihnen de» Winterrock al« Pfand behalt«»." .Das wäre mir nicht sehr angenehm; aber ich will Ihn«» «inen Borschlag mache»; de» Winterrock kanu ich bei dein schlechte» Wetter nicht gut entbehren, aber ich lasse Ihnen mein« — Hose als Unterpfand." Sprachlo« standen Wirt »nd Kellner da »nd die Gäste brach«» in ein lautes Gelächter aus. Herrn! Sind Sie verrückt?" Nicht im mivdestesten! Sehe» Sie. mit meinen Stulpstiefeln und dem langen Winterrock kann ich auch ohne Hofe »ach Hause gehen und ich verspreche Ihnen »n der That, das« ich da« nebenbei sehr elegante und wertvolle Kleidung«-stück morgen wieder einlösrn werde." Der Mann sprach da« mit einer so nu-erfchütterlichen Ruhe, das« der Wirt nicht wusste, Pettaner Wochenbericht. (3ir Erinnern*!} an lie iciferin Clisa-beth) wohnt« am 90. d. M über schulbehvrd-liche Anordnung die Schuljugend mit dem Lehr, körper «iuer Messe bei. Der übrig« Tau war schalfrei. lherr «nchhaller flauer), den zum Leid-ivestll seiner zahlreiche» Freunde «ine laugwi^ GelenkSkrankheit an» Bett gefesselt hatte, «rlel-ir am l«tzie» Sonntag al« unv«rwüstlicher Waid-mann die wohlvergöni'te Freude, wieder einmal eine» wohlgerathenen Meister Lampe zn erlege». Der glucklich, Schütze mußte auf dem Heimweg? noch immer den «tab gebrauchen. u t« r i t f ch eine neuer-liche Gerichttverhandtiing statt, bei der diesmal die Feuerwehr als Kläger auftrat. Hen P i ii I«r»1 f ch halte für jene Mitglieder dcr Feuerwehr, welche damal« di« drutsch« Fahu.> hißten, «in« beleidigend, Bezeichnung angewendet, wofür «r zn 10 fl. verurtherlt wurde. (Vom veilschen Verei«»ha«se.) Wie i» den letzlen Tagen Maueranschläge groß und hehr ver-kündet»'«, hat der neue Wirt im Berein«ha»se für einige Tage irgend ein seist«« 14 jährige« Riesen, mädchen .al« Kellnerin" aufgenommen. Schreiber diese« Hot beim Lesen eine« solchen Anschlages feinen Hut niedergezogen und ist davon geeilt, den» er hat sich geschämt. Meine Herr«»! Da« geht ülxr di« Hutschnur nnd ist gklind« grfagt, «ine Geschmacklosigkeit! Dies« soll und kann irgend «in« vergessene Bude in marktschreierischer Weise aufsuchen. D«r Zweck de« .Deutsche» B bildeten Deutschen in Pettau. ist «in so »««»er und großer Gedanke nnd die Reinhaltung dieser Stätte muß jedem Deutschen eine so ernste Pflicht sein, das« man über eine solche Bera>>staltung nur sehr, sehr verwundert sein muß. Auf drr «ittt» Seit« da« Brstreben d«r Leitung, durch möglichst hohe Bi'steuerlilig der Hunde Haltung da« Mitnehmen von Hunden in» .Deutsche Vereins-haui" unmöglich zu machen, anf der andeien Seite die 14 jährige Riesendamek! Man braucht durchaus nicht Philister und Spaßverderber zu fein, um derartige« durchaus u npassend für ein scharf beobachtete« deutsche« Hau» zu finde»! , lprtrolrllm Glählrcht.) Über Einladung de» Kaufmannes Herrn O t t hatten wir kürzlich Gelegenheit, u»S von der Lichtitärke einiger mit Glühftrümpfe» versehene« Petroleumlampen zu üd«rzkuge». Der Spaß ist zwar «twa« th«uer — ein Brenner kostet 5 fl. 10 kr. — und macht die Petioleumlampe noch viel mehr compliciert. Aber warum soll e« nicht auch Petroleumlampe» mit Älühsinimpsen geben, welch letzt«« unsere so schöne und einfache Gasbeleuchtung dort und da mißliebig gemacht haben. Leute, welche da» Vorurtheil nnd die Furcht vor dem Ga« nicht nx>S er daraus macheu 'sollte. Die Stammgäste amüsirttn sich köstlich und denen g,fl,l da.Einfall so, das» sie dem Wirt zuriefen, er sollte doch ans den Vorschlag eingehen. Letztere war, wie gesagt, ein gutmüthiger, jovialer Herr und das Ende vom Lied« war. das« der Vorschlag des Fremden arceptiert würd« und unter dem Gelächter der Gesellschäst entledigte sich der sonderbare Herr Baron seiner Stulpstiefel, zog daS Beinkleid aus, die Stiefel an und überreichte mit w»»derbarer Würd« di« .Hofe" dem Oberkellner Heinrich, dem einzig«« in der Gesellschaft, der die Sitna-tion nicht komisch fand, sondern den .frechen Menschen" mit tinem Ausdrucke tiefster Indignation und moralischer Verachtung vo» ode» bis unten ansah. Dav genierte den Fremdling aber nicht. Derselbe zog ruhig seinen Winterrock an, knüpfte denselben zu. zog die Handschuhe über, nahm seine Reisetasche und verließ mit würdiger Gredezza da» Lvcal. <«chlu,4 io.,t ) überwinden können. Herben bei Gebrauch diese» Brenner« immerhin ihre explosive Petroleum-lampe mit einer gewissen Achtung betrachten. (Dir jNIlirfr*) wurden am Montag — e« war mtlfl&lid) der Womenlfeftfrier weiland der Kaiserin Elisabeth schulfrei — von einem Schwärm ujijj* begieriger Jugend — «o, e« wäre» übrigen» auch Große sammt dem Berichterstatter dabei — mit viel Aufmerksamkeit aus dem Bahnhöfe er» wartet und empfangen. Da» heißt, von einem eigentliche» „Empfange" konnte nicht die Rede sein, denn die plattsüßigen Männer und Weiber kümmerten sich au« alter Gewohnheit nicht viel um die Schaulustige» und schleppten allerlei »äthselhastt« Zeug durch die neugierige Schor. Nebe» dem Wogen standen einige Negerbaby« mit einem geschorene» Schädel, der den Eindruck machte, al» Hütte ein Bürstenbinder in die Kopsichwarte einige massive Borstenbündel eingezogen. Die Vorführungen der Schwarzen wurde» ohne >egliche Erklärung geboten. Eigentlich ein 80«« pliment. «eil man dem Besucher zutraut, das» er .,!» Österreicher doch auch da» wohllautende Sudanesisch und den gute» Ton in dieser Kreise» kennen müsse. Wa« den Gesang der schwarze» Gcsellfchaft anbelangt, s? kann man in Pobresch. wen» im Frühjahre die Frösche minniae Lieder singen und die Pobreschaier nach!» durch ihr Torf ziehen, schon ein bischen schöner fingen hören. Bon einer klappenden Quadrille und dem entsprechenden Ballanzuge keine Idee. Man mußte tavongehen mit dem Gedanke»: .Wir Pettauer sind doch bessere Leutei" — Am letzten Abend verfielen die arme» Heimatlosen durchweg« in Krämpfe, welche dieselbe» in unserem Klima regelmäßig zweimal im Jahre befallen solle». Die sch»hw>ch»sarbioe Haut der schwarzen Teufel wurde darum mit Essig eingerieben, woraus sie beruhigt waren nnd sanft und selig von ihren heimatlichen schlanken Palmen geträumt hoben mögen. Wer d doch anhSre» könnte, wa» dies« Afrikaner einst in ihrer Heimat erzählen werden! (Ein zrstörle« Stäutchen.) Königin Nacht hat ihren schweren Sammetmantel über dir herbsr« müde La.idfchaf» gesenkt, die Pfade find verlassen, dir Kastaniendäume vor der Brentfchitsch'schen Behausung träumen von Lenzdüften und Liedern. Doch nun erscheinen, gleich den Gothen, die den Manch beweine», vier Schatten im verschwiegene» Dunkel. Slovenische Kanzleigehilsen und gewesene Gymnasialschüler sind'», die nun zum Preise einer mollige» Küchenfee eine duftige Probe slovenische» Gesänge» in die Stille der Nacht hinau»senden nnd süße Träume durchziehen die Seele der Besungenen. Doch: „ffitr reitet so schnell durch Nacht und Wind?" — Ein Wachmann ist», der dem liedcrreichen Mund der Jünglinge lauschen möchte, die nu» in holder Befangenheit auseinandersprange». Doch gelang e«dem Auge de» Gesetze», zwei der Vögel zu haschen und auszufordern, im Verein mit den Entflohenen solch kräftige» Biergefa ig auf dem Siadtamte zu allseitigem Ergötzen zu wiederholen. Da hiebei aber einer der Vögel einen spitzen Schnabel wie», dürfte ihm die Sa»ge»lust für einige Zeit ver-dorben worden sein. (ttisrr Ätulrnlmhrim.) Die Vorarbeite», welche den Zweck hattcn, in den iveiten deutschen Landen einflußreiche Förderer der Sache und Fürsprecher für unser Deutsche» Studentenheim zu werben, sind uun der Hauptsache »ach voll-bracht nnd gerechter und erfreulicher Weise fand unser Hilferuf nicht minder freundliche« Gehör und wertthätige Antwort, wieder unserer Schwester-städte Marburg und Eil!'. Allüberall äußerte sich da« theilnahmSvolle Verständnis dafür, das» unser deutsche« FestungSdreieck im st,irische» Unter-lande: Marburg Lilli-Pettau und die kleineren deutsche» Gemeinwesen im Schirmbanne desselben in Erfüllung einer volklichen Ehienpflicht mit allen Mitteln befestigt werden. In anerkennen»-wert rascher und opferwilliger Weise hat sich unsere Schwesterstadt Marburg hilfsbereit ein-gefunden, welche unsereni Stndenteiiheinie hundert Gulden gewidmet hat. Deutsch, Mitbürger! Lasset Euch im volklichen Opsersinn dicht von den Slaven übertreffen! Traget Bausteins herbei, indem Ihr da« Erträgni» von Wetten, Spielen, Fremd-wörlerbußen unserem Deittschen Studentenheim widmet. Viele Federn füllet ein Veit, viele kurze Schritte bnvältigen laiige Strecken, viele Nadelstiche bringen ein Kleid zustande; an« Kleinem wird durch gtnnte Thätigkeit Große». Die tausendjährige Vergangenheit unserer ehr-würdigen Draustadt mahnt un« Enkel, nicht weniger opferwillig zu sein, al» unsere Vorfahren, welche die Zukunft P,ttan» mit Leib und Leben gegen den türkischen Erbfeind vertheidigt haben. Heil Allen, die eine» guten Willen» sind. (Uosrrr Eiithftriiwpfk.t AI» vor Jahrzehnten da» Petroleum in Gebrauch kam, erfreuten sich zwar alle am schönen helle» Lichte, da» doch etwa» anderes war al» die Tklgsunzel» nnd di« Kienspäne; aber die Glascylinder, diese kleinen Schlote, thaten unter den ungeschickten Tatzen gar so spröde. Alle Augenblicke war» umS zarte Dingel-chen geschehei>. wa« mau von einem Kienhalter oder einer Putzschere jnst nicht behaupten konnte. Mit Verlaub, istS bei un« hellte mit den Glüh-strümpseu ander«? Da nimmt ein sonst ganz wackere« Dienstmädchen vom yande so ein äthcri-sche« Ding, da« zart nnd blaß wie eine Stadt-dame ist, i» die Hand wie ein Stück Wurst »nd die Beleuchtn»g»herrlichkeit ist zu Ende und die Klagen beginnen. Dieweilen »ia» uun dort und da geneigt zu sein scheint, da« Kiud mit dem Bade, da» Wasscrga« mit dein unvermeidlichen Gliihstrumpf auszuschütten, haben wir un« er-kündigt, wie e« denn im allgemeinen mit der Sache steht, da erhallen wir denn vom städt. Bauamte aus Grund der genauesten Rechnung«-führung folgende Mittheilungen: Nach de» dort geführten Ausschreibungen ivnrden im Monate O c t 0 b t x an Private 124 Stück Glühnetze verabfolgt, das find per Tag 4 Stück bei einer Ge-sammtzahl von 800 Flammen.Wenn man nune i » e minimaleBrenndauer v o u 2 S i u »-den per Tag und Netz annimmt. ergibt die» fflf den Molrnt 49.000 Brenustündeii nnd siir da« einzelne, ordentlich behandelte Netz 400 Stunden, ein Ergebnis, da« doch nicht un-günstig ist, denn e« kostet der Verbrauch für je ei» Glühnetz pro Monat 7 b Kreuzer. Um den ebenso onfsallende» al» ungleichmäßigen Verbrauch an Gtnhkörpern zu beleuchte», einige Beispiele mit An«wahl der Extreme in verschiedenen Ge-brauch»stätten: l.G a st hä it f r r: V. 8Flammen, seit 1. Juli bi» Ende Oktober 3 Netze; dagegen Sch. 7 Flammen, in derselben Zeit 10 Netze. 2. Gewerbliche Betriebe (Bäckereien mit zum Theil ganznächligen Flamme») O. 1t Flammen, seit 1. Juli bi» 31. October 7 Netze; St. S Flamme», 14 Netze. 3 Kauf' lente: S. 4 Flammen. 2 Netze; M. 4 Flammen, 4 Netze. Man wird zugeben, das« in diesem t»lle die Zahlen eine nicht in'ßzuvcrstehende prache spreche», man müßte höchsten« im P»b-licurn der Meinung sein, dis Netze würden in verschiedener Güte erzeugt »»d das« man bei Zu-Wendung der Netze Begünstigungen ausüben könnte. Run sind die Netze au« dem g l e i ch e n S t o s f e. iv l e a l l e g l ä s e r n e n Lampe n cylinder und es hängt ihre Dauer nur von der Sorgfalt ab, mit der man eben alle« Zerbrech-liche überhaupt behandeln muß. Da« ist beim Geschirr ja auch nicht anders. (Das Fahrrad tu AichrrhritstirnKr.) An, 23. d. M. langte vom Genidarmerieposten Präger-Hof bei der hiesigen SicherheitSwache die Mel-duug ein. das» ei» Kellner der Bahnhosrestanra-tion mit der Nachtlosnnp im Betrage vo» 40 fl. durchgegangen sei und ledeufall« mit Wagenge-legenheit Petta» passiert habe.Die sofortigen Erheb»»-gen ergaben, das« sich der Wagen mit dem Flüchtling schon auf der Straße »ach Warasdin bewegte. Dem städt. Sicherheitiwachmaiine Jakopin gelang e» nun, währendderFlüchllingder Sämtlicher Übersnhrzustrebte. aus dem Wege über die Brücke einen Vorfprung zu gewinnen »nd die GenSdarmerie in Sauritsch inr Festnehmung de» nachkommenden Fuhrwerke» sammt Insasse» zu veranlassen, die dem Straf-geeichte «eingeliefert wnrden. — Wiederholt hat e« sich nun erwiesen, das» 'S unserer radlüchtigcii SicherheitSwache nur an» dein Grnnde möglich war. wirksam einzuschreiten, weil ihr,i» Dienst-rad. ein alt,r Karren, zur Berkitgung steht. Die Erhöhung de« Stande« auf zwei leistungsfähigere Räder, die in solche» Füllen und zur raschen Dienstleistung im Stadtgebiete sich oft genug nützlich erweisen würden, wäre darum sehr wünschenswert. (UJilMiebr.) Borige Woche wurde der Wild-Heger B o m b e ck, der Herrschaft Thurnisch, in der Abenddüminernng vo» Wilderern au« Ri-verze» angeschossen und im Gesichte verwundet. Der Heger konnte noch eine» Schuß abgeben, der einen der Angreiser schwer verwundete. (Verbotene Schweinerinfnhr.) Wegen Gefahr der Einschleppimg der Schweinepest ist die Ei»-suhr au« nachstchkndkiideu kroatische» Bezirken verböte»: Krizevci (Eomitat Belovar Krizevci); Brod (Eomitat Pozega). Viiikovce. Vukovar Ssomitat Srieiii), Novimarof, Zlatar, (Coniitat arazdin); Virovilica (Coniitat Virovitica). Stiibica. Sv. Ivan Zelina (Eomitat Zagreb), au« d.» Miliiidpalstädten Krizevci. Osiek (Esi'k). (Frorrdrrritschast irr freiwilligen Fruer-wehr.) Für di« lausende Woche hält der I. Zug und die I. Rotte Fenerb«r«itschast. — ZugS» führet Laurentschitsch Rüttführer Martschitsch und 8 Mann. Feuermeldungen sind auf der Eentral-statio» in der' Sicherheit«w.ichstube im Rathhaiise zu melden Bermischte Nachrichten. (Zur ungarischen Wrinriafnhr.) Die Söhne der StephanSIrone sind für nn« wirklich nicht angenehme Nachbar». Gefährde» sie ,inerseit« durch die mit ungarischer Genauigkeit überwachten ViehauSlieserunge» unsere Viehbestände durch ein» geschleppte Seuchen und de» einheimischen Züchter durch Preisrückgänge, >o droht insbesondere »n-sereni Weinbauertrag durch die ungarische» Zu» führe» vo» Wein «in gefährlicher Schlag. In der greifbarsten Form wird unseren Leute» der wirtschaftliche Unterschied zwischen hüben und drüben deutlich und sühlbar werden. Drüben weitgehende und rasch gewährte Unterstützungen deS Weinbaues, im Gebiete der siebzig Perzeitt ein unschlüssiges, »»sichere« Tasten. So hat der nngarjsche Weinbauer eine» bedeutenden und für un« gefährlichen Vorsprung errungen, der sich in kürzester Zeit durch ungarische Weinimporte äußer» wird. Der einzelne mag sich auf den philiströsen Standpunkt stellen und sagen: .Da» ist ja günstig, wenigstens bekommt man billigen Wein!" Gewiß, wohlseil wird er fein, aber man vergesse nicht, dass da» ungarische Gesetz gerade» zn schamlo» vom S p i r i t n » spricht, welcher dem Weine zur Erhöhung deS Alkoholgehalte» beigemengt wird nnd werden darf und damit die Verfälsch n n g e i n e» Genußmittel» geradezu sanktioniert. In berechtigter Sorge, dass solch eiugesührter ungarischer Pantsck manch treuen und unbestechlich kritischen Gast abtrünnig mache» wird und muß, hat der .Steiermärkisch« Gastwirte-Ver-band" an die k. k. Statthalterei i» Graz folgendes Ansuche» gestellt: „Nach einem für die Länder der k. ungarischen Krone bereit« zur Rechtskraft gelangten Gesetze über Besteuerung von Spiritus genießt jener, welcher von Wein-Händlern dem Weine behufs Erhöhung deS Al-koholiiehalleS beigemengt wird, Steuerfreiheit. Die Provinz Steiermark importiert eine beträchtliche Quantität ungarischen Weine« und bietet nnS bis jetzt nicht« Gewähr, das« derselbe ohne Beimengung vo» Alkohol oder sonstigen gesund-heitSschadlichen Ingredienzien in den Handel kommt. Die Geist- und Schankgewerbetreibenden setze» sich bei Ausschaut von ungarischen Weinen der Gefahr aus, gegen das Gesetz über Leben«» mittklvcrfälschuiig zu verst^be», andereri.il» ist diese» Gesetz txit steiermärkischt» Wein- bau in Mibcredit zu bringt» »nd den guten Ruf »njerer heimischen Weine zu u nter 4ra« 6 e n. Um dieser Gefahr zu begegnen, gestattet sich der Striermärkischc Gastmirteverb^ind. zu bitten, die f. f. Statthaltern wolle verfüge», dass der von den Ländern der t. ungarischen Krone nach Sleiermart eingeführte W ti » in de» Einbruchstationen ausseineEchthcit geprüft werde." (Nachklänge zum Tschrchrafestr in Ciili.) Eine in mehrfachst Hinsicht lehrreiche Verhandlung fand nm >6 d. M in Cilli gegen den wegen Ve>brechen» der öffentlichen Gewaltthätigkeit angellaMn stud. jur. A. Valogh statt. In der Kanzlei eines slovenifchen Advocaten ent-Hand auS Anlafi der heranfbeichworenen Heraus-soideriiiig geg. n die Teutsche» in Lilli und infolge der Al'weyrlnndgebung krhobriurmußeit eine Anzeige gegen d» ersteren Schüvlingen nur die Spatzen sieht, die undankbar in die Hand picke», die ihnen Futiter streut — da» sind die Pfeiler der Handlung, an denen sich ein fröhliches Geranke voll von gefuuden, ungesnchtcm Hnmor eniporfchlingt. Im allfeit» beruhigenden Abschlüsse hat der Menschen freund seinen Optimismus trotz allem nicht verlöre», der Knicker hat menschlich mitfühle» ii»d die Gefühle anderer zu achten gelernt. — Den Vielen, die wieder einmal abwesend waren, darf eS sicherlich leid sein, diese» wohlgeliingene» Theaterabend nicht miterlebt zu habe», denn das allgemeine Urtheil der dankbare» Theatergenieinde, dem wir un» ohne Vorbehalt anschlirben, hat den lieben Theaterdirector über die abermal» schmale Ein-nähme hinweg«rösten müssen, wenn er e» ver-niochte. — Einen köstlichen guten Wienerpapa bot Herr N a sl o r, der sich von Scene zu Scene d?r sreundlichsleu Aufnahme erfreute; schade da>S seine GesangScinlagen nicht länger dauerte». Eine» i» jeder Beziehung wirksamen Gegensatz bildete sein schroffer Bruder (Herr S p e r ch). Aber auch den übrigen Rollcnträgeru kbnnen wir die Anerkennung nicht versagen. Fräulein Gnsli Knirsch war ein ganz licber naiver Backfisch nnd erlebte besonder» nach ihrer herzigen Spatzeugejchichte einen Abgang mit Beifall, wa» auch bei Fil. Nordegg (Frau Rosalia WieSthaler) der Fall war. Über die unbequem rasche Sprache dieser letzteren Tanie können wir uu» diesmal nicht beklagen. Im übrigen hat jeder Mitwirkende feine» Antheil am gerne gespendeten Beifalle redlich vei dient. Um da» so theaterfreundlich« Pettauer Publikum für die in der abgelaufenen Woche auSfalleuen Vorstellung zn entschädige», beabsichtigt die Bühnenleitung am D i e n st a g den 28. 0. M. die Strauß'jche Operette: .D i e Fieber in a ii 4" bei erhöhte« Preisen zubringen. Die Melodien reiche Schöpfung unsere» echt öfter» reichischen Tonmeisters Strauß hat in de» 25 Jahre« ihre» siegreichen Dasein» de» Lauf um die ^rde vollendet und dürste auch bei dem kritische« Publikum vo» Peltau einige Aneikennui'g finden. Hoffentlich finden so viele Anmeldungen von Sitzcibnehmer» statt, das» sich für den Direktor die AiifführungSkosten verlohnen. ' Ä »ii o »c k n k. litoa IMtonjen nn.l I\uhiciti»ihrislon t :<»nr«bOch«r »lc. OMtorfl rstch ui»!'»««, htftrt KotU»«n»chIAf«. Entwirf« för ■PJttHlUÜ» «iff |fyiai£kiolb Aowij« iovii loserricj,* Tarife koetenfrti. __v 1Z\2.dLol± os^e L. S^llerstätJ* ?. Prag, Graben 14. ■•Ma. I«k> Irin«», »rutfurt *. IUa*«r«. («■, , HMh. MnOVf, Url«*. Die „NEW-YORK" Lebens-V ersichenrngs-Gesellscliaft Aoltest« Internationale Lebens-Ver-■ioherun^B-Oeeellacbast der Walt. Gegründet im Jahre 1H46. In Österreich seit 1876 Polizzen, Polizzen, Polizzen, Polizzen, stellt aus: ohne Beschränkung in He/.ug auI Beruf, Beachftlli-fcun«. Reisen und I.ebensge-wohnheiten; an anfechtbar nach Einem Jahre; unverfallbar nach drei .fuhren; enthaltend «ine Tabelle über die ziffermäßsig garan - tot» Höhe .ler vom be-endeien 3. Versicherungqahre ab von Jahr zu Jahr zu gewährenden Darlehen; PnÜ77Pn w<^lche im Falle der aus wel-' chem (irunde immer erfolgten - Einstellung der Prämienzahlung, vom beendeten 3 Ver-sieherungsjahreabdie Rtick-kanfa- und Rednotiona-Betraga, sowiedie kooten-freie Ausdehnung der Vereicherung für den vollen oreprünglichen Betrag nnd für eine IT xirte Anzahl von Jahren garantieren. General-Direttion für Öitarreich; WIEN, I.. Graben 8 (in Palais der Gesellschaft.) General-Agentschaft für Sie»« mark, Kirnten und Krain: GRAZ, Herreogasse 28, Psarrgasse (neuer Thoocthos.) Briefkasten. v«»tr,»eit»,,, M«atifart Lanb«m»nnisch«n bmt. Ichen ««8! Abbrfld« au« der .Pelwuer Zeilnng" jeder-zeit mit greud» bemerv. Literatur. (Der Meile Jahr»»»« »er »sterreichisch«» A»«,,»e> von Kürschner «Jahrbuch ist Ivedrn erschienen. Dem versass. 7 galt et bei diesem z«eilen Jahrgange de«I» rasch zu außer, aewöhnlicher Beliebtheit gelangten Buches, nicht nur di, flehenden Rubriken »ach handlicher und nach dem neuestrn Stande zu gestalten, sondern er bestrebte sich vielmehr, zugleich eine Äenge neuen Material» aufzunehmen nnd «ebiete zu betreten, die von den ?argängern noch »ich, betreten waren Mancherlei Äntaß zu rachchauende» u»i> autbltttenden Artikeln bat da» benorstehende neue Jahr. iunderl. («ann besinnt e«? Si« berechnet man aten und Tage in ihm? Wer reaieNe vor tvl> Jahren? wie war die Einwohnerzahl geotzer Städte vor einem Jahrhundert im Vkiglrichr zn heute? Mode »oe 1(1(1 Jahre» k. k.) wohllahrt«-. grauen» und soziale Fragen, komniu-nate, und winschasiliche und vertehrtangelegeiiheiten sa»den sacharmShe Behandtnng, tn einer stoffreichen Thnmologie wurde» die «tisindunaen Wd »ntde«tung,n seit Beginn der (iieschichte vorgeführt, O»ntd<>ikn. Hygiene, BSdee »e. »e. jusammenhSngtub behandelt, ei» WSrterbuch der deutschen Lprache geboten, die anorganische Chemie abge-handelt, die BerShmcheilrn de« Jahre« lelitalisch -iusge-zahlt. In einem «bnfc der PHUosaM» uud Logik die oft gebrauchten selten verstandenen Begriff« verständlich ot-macht u. ». o. Reu ist auch' ein initruktiver Wegweiser für Reisende: Aanderziele und Raststitten in den Alpen mit einer Fülle vo» Ansichten, ebenso . . . Dvch warum da« anführen? Sehen Sie da« Buch selbst an. prüfen Sie ei auf seine Eigenheiten — da« geae» früherftarere Satzbild machen da« Buch mit zu einem sehe schütze»» > werten Handbuch, besten Anschaffung jedermann zu em^ehlm^^Bv^St^i^^w^^nkein^^^ V. Schulfink PETTAU. Empfehle Feinste Canditen: Fourrö's Glückauf. Fourr^'s Erdbeeren. Fourrta Mandeln. Fourre's Pfirsichkerne. Fenrr^s Schotten. Fouitö's Muscheln. Fourre't Espag. Mocca. Fourr6*8 Espagnola. Foirr^s TaBiiemapfeD. Fourrö's Coquilles. Fourre'« Blätter. Fourre's Caramellen schw. Fourrö's Bohnen. Four re's Wallnüsse. Fourrä'e Ananas. Fourri's Datteln. Fonrrt's Himbeeren, Feinste Malz, gefüllt Gelatin Drops. Drops Melange. Drops Malaie. Drops Felice. Hirschkräuter-5Jelteln. Chocolade Suchard. Cacao Suchard, van Houtten, Jordan & Timäus, Rügen und Stollwerk. Wegen Auflassung des Winter-Geschäftes verkaufe ich mein reichhaltiges Lager von geputzten Damen- und Kinderbüten,-» sowie 90T leere Formen und Aufputzartikel "Mlli zu tiefherabgesetzten Preisen. Emma Kräber, Allerheiligengasse 13. Mt" Kein Holz Im Haoshalto mehr nJHMg I Kohlen=Anztinder, unentbehrlich für Zimmer- n. Küchenheizungen, verkauft per Packet um 16 kr. Jakob BEatzun. MM- 1 Packet genügt für 40, bez. 60 Unterzündnngen. -M> — i ■ _ll —i—11 riij-i i ,imitmmm . i» — Weinlicitation. An der LandeS-Winzerschule in Silberberg bei Leibnitz ge-langen am 4. December d. I. 1898er Kolloser, 1899er Lutten-berger, St. Peterer und Silberberger gut sortierte, rein abge-zögerte Sortenweine, im Ganzen etwa 100 .Hektoliter, ohne Ge-binde zur Versteigerung. Die Gestehungskosten sind sofort zu erlegen. Die Abholung deS Weines hat innerhalb 14 Tagen vom Erstehungstage an zu erfolgen. Mhere Auskunft ertheilt der Landes-Wein- und Obstbau-Commifsär Äato» Atiezler, vra), kaitdhaas. G r a z, am 18. November 1899. .Vom steiernl. Landes-Ausschusse. 13------rw -i~ r~~~zznr"~- , ------------- mehrere alte Kachelöfen, sowie zwei neue, nur durch einige Wochen gebrauchte werden verkauft bei C. Fürst & Söhne, Pettan. Keine Hausfrau Ä&ßK wird einen Versuch mit Schicht1* neuer Bleioheeise bereuen. Sie ist ein roll-kommenes, keiner - *< /. u s a t 2 e bedürfendes Wasch- u. , j x B I e i c h mittel; ve r-einigt aussero r-deutliche Reini-m*rk«. gungskraft mit grösster Au sgie-bigkeit und ist vollkommen unschftdlich für Witsche und H (t n d e. Sc.ui*. —I Für Eheleute I Reneste hygien. Schutz»«ittrl. — Preislisten geqe» 25 Pf. «. Ligel. Berlin m __Potsdamerstraße 181. Für alle Hustende sind ^aisvr's Brnst-Bonbonsl auf» dringendste zu empfehlen. O/l.Qn notariell begkaubigke Zengniss«! w'-fl'OvJ liefern den besten Beweis als| unübertroffen bei Husten. Heiserkeit, (Katarrh »nd Verschleimung. Packe» ä 10 und 20 fr. bei H. Molitor,^ Apotheker in Pcltau, 100-800 Bnlden monatlich können Personen jeden Standes In allen Ortschaften, sicher und ehrlich ohne Capital und Risico verdienen, durch Verkauf gesetzlich erlaubter Jkaatspapicre und Lose. AntrÄge an P, VIII., Deutschegasse Nr. 8, ■adapeat. 46te Auflag», mit Abbildungen t»«I»hrend uitb tjo^tntrrrfTitnt. 900 Seit« stark, Prei« 30 fr., für Porto 12 fr. ext»», wofür Eendung altgefchlossenerTopp»!- briej erfolgt. (Oesterr.-imgar. Marken werden in Zahlmig genommen ^ z. X»n>v» * Co., f)4M»Rf0. Plüß-Staufer-Kitt, I da» Keste zum Sitten zerbrochener Gegenstände, ! & 30 und 50 Psg., empfiehlt: I IXbolf Sellinschegg. pettan. Lungen- und Halsleidende, Asthmatiker und Kehlkopfleidende: Wer sein Lungen- oder kehlkopfleiden, selbst dat harlnSckigste, wer sein Asthma, und wenn «. («Oni » un* Msdbtt »irir.ben vor Irüd wiltM« 9rjt«atn bi« in ba« Mdifl» Hilft. Prei* ein«* Tiefet* i II., , fl., 3 fl., 3 ». P«itv«r»ndt tlglich bei Vorein* Mndunf de* Betrage« od. mittelet Poitnachnehme der faneen Welt •us der Fabrik, wohin all« Auf. Iris« tu richten »Ind. Anna Csillag, Wien. I-, Srilrrgassr 5. — 6 — Beehren uns, unseren verehrten Kunden und einem P. T. Publikum erge-benst anzuzeigen, dass wir eine mit 15. November eröffnet haben. — Indem wir für das uns durch eine Reihe von Jahren geschenkte Vertrauen bestens danken, bitten wir, selbes sowohl uns, als auch dem Leiter unserer Filiale, Herrn Hans Heller, der durch seine langjährige Thätigkeit am hiesigen Platze die nöthigen Kenntnisse sich erworben hat, zu bewahren. Hochachtungsvoll Brüder Slawitsch. Zahl 6596. KALENDER pro 1900. Bauern-Kalender. Neuer...........10 kr. Familie, Die hl., gr. Aasg............40 kl. .............30 Feierabend-Kalender.............4-5 Fliegende-Blätter-Kalender (Münchner).....66 Ceschäfte-Vormerk-Kalender, geb........80 Grazer-Schreib-Kalender ...........45 Haus- u. Familien-Kai., gr. Ausg., geb......50 ,, kl. „ n .....26 Hausfrauen-Kalender, Wiener.........60 Josefs-Kalender, St., geb............40 Krakauer-Kalender, Neuer, gr. Auag.......60 Marien-Kalender, gr. Ausgabe.........40 kl. .. . .........30 Neigahrsbote, Christi.............30 Fratika, mala............% » . . IS-jr „ velika...............15 Frohaska's Familien-Kalender.........50 Schulvereins-Kalender, Deutscher........65 Soldatenfreund, geb..............60 „ broach.............45 Südmark-Kalender..............50 Universal-Kalender, Illuut. I Bd. geb......120 .. " .. .. .....!20 .. Hl. .. .......120 Vogel's Volks-Kalender ...........40 Wand-Kalender, gr. Ausg. auf Carton.....16 „ W- i» ii »> ..... 14 Wiener-Bote....................40 Wirtschaft»- und Haus-Kalender........25 (Jrösste Auswahl von Portemonnaie- und Ströfer-schen Blnmen-Knlendern bei W. BLANKE, Buchhandlung, Haupt platz 6 PETTTAU, Ungarthorgasse 6. rer •Bar gangbaren Borten von Geschäftsbüchern Im starken EIhMimK» la der Buch- und Papierhandlung W Blanke, P e 11 a n. Gratis versende an Interessenten meinen W eihnacht s-Eat alog, enthaltend die neuesten Erscheinungen auf dem Büchermarkte, > herrliche Kunst- und Prachtwerke, Jugendschriften, Bilderbücher für jedes Alter und jeden Stand etc. etc. W. BLANKE, Buchhandlung, PettBU. Kundmachunft. Zur regelmäßigen Stellung de» Jahre» ISOO sind die iu den Jahren 1879, 1878 und 1677 geborenen Wehrpflichtige» berufen u»d werden alle im Stadtbezirk ®rltau sich auffaltenden Stellnn^pfl-chti^e.i dieser drei «lter»classtn oufgesvrdcrt. sich behm» ihrer Berzeichnring in der Zeit vom 1. bi» 30. R»»e«der 1899 bei dem gefertigten Stadt-amte zu melden. Die fremde», da» sind die nicht »«ch Pettau )nftändiAen Siel. lungSpflichtigen haben zu dieser Meldung ihre LegitimalionSuriunden bei» zubringe». Sind Meldnng»pflichtige ans Ihrem Heimat«, oder Aufenthalt«-orte abwesend und hiedurch, oder durch Krankheit verhindert, sich münd« lich oder schriftlich zu melden, so tan« die» durch die Eltern, Vormünder oder durch sonstige Bevollmächtigte geschehe». Wer diese Meldung unterlaßt, ohne hievou durch ein unüberwind-liche» Hindernis abgehalten worden zn so». »erfüllt in eine Geldstrafe von 5 b>» 100 fl. Gesuche zur Geltendwachung etwaiger «nsprüche auf eine in der in de» g 31. 32. 33 und 34 de« Wehrgesetze» bezeichnet,,, Begünstigungen sind, mit den voraeschriebenen Dokumenten belegt, bei den zu« -stündigen Behörden, späteste»« aber am Tage de: Hauptstellung bei der SlellungSwmmission einzubringen.' Ansuchen um Bewilligung zur Stellung außerhalb de« Heimattbe» zirke» sind mit de» Nachweisen der Gründe schon bei der StellungSan-Meldung einzubringen. ( Sladtamt Pkttii. am 7. Oetober 1899. D ihm ktBiUtrUuk Tom|llcbel faaeballaa Porträtmaler eitb d«» ta eeio und nur, uju dieaatban weiter. bneh»M|»a iu können, fVr km* Zeit a. We auf Wldarraf bMChlouen aas Jeftlebeo fivlun odar slawtna «a v errichten, « Wir Utitia VM- für nur 7 fl. BO kr. -M> aleo kaum 4m Hklfta 4m Warte. dar tl«M Her»U!hinj.ko«t.n ein Porträt in Lebensgrösse (Brustbild) lo pracbtroUein, eiegaateo, Scbvm-Gold-BiroekrihineD dM.cn wirklich«! Wart mlMMtM« U hllN ist W« «Ufcar aetn «ifeoea. »dar daa Portrtl aalner Fra«. «einer Ktoder, »ta«, OMchwUl« odei aadarer th«ainr eo»*t II^M .raratarkaaer Verwandte« aear Fraaada michan »» laaMB. bat bi« ilt- batrrlTende PlutOfraphle, allllkulH ••»alobar Stallaa«, .imaModon und arhkll In U Tarn oia Porirtt, woroo It (DrtM aal. MckaW Ibirraaabt and < nuftckt eatn wird DI« Klate tarn PortrtU wird mm Salbetkoetenprele berechnet. taUlnpa Bit Belächln« d«r PbotoirapUa. »«leb. mit dani fortJ«« Portrtt anbMeMdlft refearairt wild. werden aar kla aas WMairaf tu oUfem P ala« Nachnahme adar vorfcarfgar Rloaamdvng DW Maeoenhafta Auarkannunga- und DankMiunraachraiban Heran aar Öffentlichen Eingeht für Jedermann auf. "WM Fleischjelcher Max Schlief, L Wurst-Flibrttt, Neunkirchen a. d. Süd Bahn liefert täglich frisch alle Gattungen Aelch- nnd tvurstwaren von 5 Kg. Postcolli aufwärts. Versauä« seit wahren von Mitte September an täglich nach Triest, Pola, Laibach etc. Preisliste gratis and franco, prompte Bedienung. Telegramm-Adresse: Schlief, Uennkirchen a. d. Änddahn. GIGIGtGtGlGIGtGIGlE'IGtG Fleijch-Preife. jT" §j%3lef -»ß ist zu vermiethen. Anzufragen bei W. BLANK JE, Pettau. R«»e de» Sleischer« JÜ'iL I !ü 11 | i Welt! Wer seifte Besehuhung schön gltezcnd unit dauerhaft erhalten will, kaufe aar Fernolendt-Schuhwichse für lichte« Schuhwerk nur Fernolendt'8 Naturleder-Crfcme. ■C Ueberall vorräthig -M> K. k. O priv. Fabrik, Begründet 1832 in Wien. P f brU«-Niederlage: WIEN. I., SolralBrattasse Mr. 21. Wegen der vfelen wertlosen Nachahmungen achte man genau auf meinen Namen St. F p r n o I o n d t. IC" Stadtbahn-Station Arsanal. Ifengebaat, 200 Zimmer von 1 fl. aaswärts inclis. Liebt and Service. ^ |* ff A\ dänber, selbst für jchiverste Fälle, liefert unter U l U tA) vollster Garantie jit Fabrikpreisen: Pr Arilfi, Bondageiijabrik, Konsian? (»baden), Ciavier-Niederlage..»Leihanstalt von Berta Volckmar staatlich geprüfte Musiklehrerin Marburg, obere Herrengasse 54, Parterrelocalitftten (flfflfiitiber dein t f. SfcuUggnnafluai empfiehlt in größter Auswahl neu« eiavivr« und Pianino ceuzsaitig, mis«poIitirt, schwär» und amem. matt Ras«h»lz) |w»t« (europäischen und amerikanischen Saugsystem«) auS den hervorragendsten Fabriken, z» Oeißiaal Fa»rif«prrisea, Eh r ha r-C laviere! Schriftliche Oarantie Ratenzahlung, Einlausch und Berfaus überspielter Klaviere. BC Billigst. Miethe. -MO Echte Tiroler Wetter-Mäntel ans garantirt wasserdichtem Kameel-haar-Lodeu, bester Schutz gegen Nüsse nnd Verkühlung, empfehlen in stets lagerndem Vorrathe in jeder Mannes-Grösse im Preise ä 10 11., 13 fl., 15 II. Brüder Slawitsch. Für Damen, Mildchen und Knaben wird jede Grösse auf Bestellung für prompte Lieferung entgegengenommen. Tapezierer-Möbel- Verhaus. Wegen vollständiger Umänderung weinn Getchäfts-locales werden sämmtliche fertigen Tapezieret-Möbel wie Schlafdivan#, Ruhebetten, Betteinsätxe, Oto-mane, Garnituren und MatraUen billiget verkauft und lad« ich das kauflustige PuLlicum höflichst ein. Achtungsvoll US A. Stelzer-Stanic, Tapeziere r-O eachäft, Herrengasse 12. Vadeordnung der Pettauer Badeanstalt mit Gastwirtschaft, am linken Drauuser. fllaVItltbädtr i*n Wochentagen von 11 Uhr vormittag« bi» 7 Uhr abend«. «tt w Sonntagen Don 11 Uhr vormittags Ml 3 llhr nachmittag«, »"-»«- »«■»'»«<" a rnr. ^ islä-ä tagen oon U bis 12 llhr Mittags, UcIkS'DanpYbüdeft Täglich vo» ia b>« 3 qhc mittag«, «nfÄüigt Wünsche der geehrten Badegäste find schriftlich oder mündlich an Herrn gos» «asim i r zu richlea. Zu zahlreichem Besuche ladet achtangssvoL Die Vorstehung. *1 & * ** *1 * Größte Auswahl von Ansichtskarten in allen Ausführungen, Blnmenkarten, Künstlerkarten, besonders hübsche Nicolo-, Weihnachts- und Neujahrskarten bei tU. Slanke, pettau. * r« t* ta m w t* m Interessantes Blatt, Münchener Jugend, SIMPLICISSIMUS im Einzelverkauf zu haben in W. BLANKE'S Blich-handlung, PETTAU. Täglich frische Thee-Butter per Kilo fl. 1.40. Zu haben bei- Ferdinand V e I k i, PETTAU, Hauptplatz Nr. 14. Loantwoitlich: Jgnaz Cpritzey jun. Druck: W. Blanke, Pettau T!TTTiT!T!TXTl>TTTTT!TTTTTTTTlll?f!TiT •■•■• f»TiIir»T«T»m«T»TiTi1 I :"L5xlr--~-iSF 'mm Weitage zur 1|0etta»ci: Leitung verla» Boa S. Bl«nf« Im $t; sie sah in diesem Hausr ein Asyl, in dieser alten Dame Wesen. das sie pflegen mußte, in ihrer »och so bescheidenen kllung ein Band, da» sie wieder an ihre Mitmenschen knöpfte, lag in ihrer Hingab« für die Alte sogar eine tiefe Dankbarkeit. Schiffbrüchige, der sich au» Liebe zum Leben an das Gestriipp User klammert, sindet selbst die Dornen schön, die ihm die nd zerreißen. Frau du Planti» lebte eigentlich nur uoch, »in I ____________ „«louWl- Wrlrnflt li* btfdrnllKt Cu<«nal) #« »raurr- tot t»|t lo utrl gtitanni« «htmalla, Wittflifö dci Mrlmtaaltammcr bei ttoriftr .... | M« «tOe Utoiwlle wuuietnlre», Mr iu Heiitliter sbrnij« erhW». •i U»l»t bent H|»boii«in tat )t|t lo blrt Kh: nt^olr«. a, ist bis sich zu zanken^ Die Bostonspieler der Stadt hatte» vor ihr de» Rück-zug angetreten! ihre Gesellschafterinnen waren eine nach der ander» geflohen. Sie engagierte Leontine, wie ei» Boixer seine» Partner sucht, um ihm tüchtige Hiebe zu versetzen; sie rechnete bei dieser ans recht hübsche Scenen, denn sie war der Meinung, eine Erzieherin müsse den Mnnd aus dem rechten Fleck haben. Und nun nichts der-gleichen; trotz eine» bis zu den höchsten Raffinement» der Kunst ge-triebenen Widersprnchsgeistes konnte die Witwe »ur ganz zu Anfana unbedeutende Wortgefechte durchsetzen; später gar nichts mehr. Dieses unerschütterliche Zchweigen entwaffnete sie. Die Zänke-reien in Fvrät von Monologen langweilten sie; dennoch sing sie an. diese» allzu tadellose GesellschastSsräulein zu Haffe». als der Schlagfluß ihr einen erste» Besuch machte. Nnn überließ sie sich, fast gebändigt, der sorgsamen Pflege Leontine» »nd begnügte sich damit, unerträgliche Launen zu zeige». Die Bewohner der Kleinstadt wurden deshalb in ihren Erwar< tungen getäuscht: Leontine zog nicht. Ihre Rengier wnrde noch stärker, al» die Baronin in dem öffentliche» Garten erschien. Ihr kleiner Wagen wnrde von einent Diener geschoben, der schon über drei Monate hei ihr war; Fräulein Duval hielt ihren Sonnen-schirm über sie und sprach leise mit ihr. Die gute Iran warf, un-beweglich, perganientartig gelb, den Kops ans ihr Kissen gelehnt, einen scheuen Blick auf die Spaziergänger, die sie grüßten; dodi seltsamerweise erschienen ihre Züge zeitweise ruhig, nnd ihre Stimme klang nicht zornig. Man fnhr sie in den Schatten unter die Platanen, wo der bei den letzten Wahlen durchgefallene Maire ländliche Bänke aus seine Kosten hatte aufstellen laffen. Da» GesellschastSsräulein setzte sich, zog ein Buch aus der Tasche und las laut vor. Von Zeit zu Zeit unterbrach sie sich, um das Kiffen hochzuziehen, oder dir Decke über die sühllosen Beine der Kranke» auszubreiten, und ver-suchte, diese durch irgend eine freundliche Bemerkung aufzuheitern Sobald die warme Stunde vorüber war, rief sie Jean. Der große Mensch stand vor dem Bassin und betrachtete die Enten, die wie aus Porzrllan verfertigt erschienen; schnell zog er seine bäum-wollenen bandschuhe ail und spannte sich vor den Rollstuhl. Dann wickelte Leontine ihre Herrin ein, nahm ihr Buch unter den Arm und schob den Stuhl von hinten. Ihrem Eifer war jede Affektiertheit fern; was sie that, that sie freiwillig, fteudig, sie dachte an alles. Nach einem Jahre wußten die Klatschbasen nicht mehr, was sie sagen sollten. .Begreifen Sie das? Die alte du Planti» kann ihrr Gesellschafterin nicht mehr entbrhrrn. Das Mädchen hat sie gezähmt." »Sie muß aber viel hiituntrrgrschluckt haben, bevor ihr das ge-lnngen ist." ... »Sie verschluckt noch alle Tage bittere Pillen. Die Alte scheint sich jetzt in einem jämmerlichen Zustande zu befinden. Doch da> durch läßt sich das GesellschastSsräulein nicht beirren. Frau du Plantis kann vor Erstaunen nicht zu sich kommen." .Diese» Geschöpf ist ja keine Frau; das ist ein Renfundlänoer." Dir Sache wurde zur Lrgendr. Leontine wnrde in den Erzäh-lnngen der Stadt zum Typus der Aufopferung und Entsagung. Die Abneigung, die Frau du Planti» einflößte, ließ die Lvbrs> erhebnngen, die man ihrer Gesellschafterin zu teil werden ließ, nur «och bedeutender erscheinen. Ein ungläubiger überzähliger Beamter, den diese» lobende Geschwätz ärgerte, versuchte vergeblich dagegen anzukämpfen. »Ihr Unschuldslamm scheint mir rinc schlaue Person zu sein. Ihr Heroismus stammt daher, daß sie im Testament bedacht sein will. Sie nehmen für Tugend, was einfache Berechnung ist." Drr dicke Prosper Mileent griff den Fehdehandschuh sofort ans. 190 „Sie spreche» sehr leichtfertig. Ist eS vielleicht nicht bekannt, da« die Karoni» auf Leibrente gesetzt ist und da« es bei ihrem Tode auch nicht einen Sou zn erben giebt? Das Gesellfchaftsfrän-lein weib das besser als sonst jemand, denn alles geht int Hause durch ihre Hände. Nein, mein Lieber, sie verdient Ihre Bosheiten nicht. Werden Sie ihr lieber ähnlich, streben Sie ihr nach; das ist besser als alles mög-liche durcheinander zn schwatze»." Milccut krönte durch seine Behauptungen das Gebäude, denn er war ein iogenannter starker Äopf. Man wußte, daß er zwölftau-send Francs Rente besaß, abgesehen von sei-nein Hanse und seiner Papierfabrik. Uebri-gens >var er geradezu sehr ein Feind aller hohle» Phrasen, sogar ein wenig grob. Seine sehr selten optimistische Ansicht galt als Au-tovität; das Bürgertum erklärte ihn für einen Mann von richtig» in Urteil; einen Augenblick hatte man sogar daran gedacht, ihn in den JHat t>cv Stadtbezirk» zn wählen. Wenn Leon-tine von ihm verteidigt wnrde. dann ward sie unangreifbar nnd wuchs noch höher in der Achtnng der Stadt. Das antte Mädchen, das ohne ihr Wissen zu einer interessanten Person geworden war, hatte tutr eins gegen sich; man fand sie zu häßlich, um sie ganz und gar zu bewundern. Die Welt, die aus oberflächliche» Leuten be Marti«»« steht, verlangt, daß jede Größe auch mit plasti« scher Schönheit bekleidet ist. Sie bekrittelt in hämischer Weise die unsichtbaren Vorzüge oder findet sie, wenn sie sie zuläßt, nnvollkonime». Eine schöne Seele unter einer auinnt-losen Hülle ist nur ein abstrakter Begriff und entzückt nicht. Man ist stets bereit, aus einer hübschen Kran einen Engel zn machen; dir aber, die nicht zu den Sinnen spricht, stößt nur auf übelgelaunte Richter. Nur allzu oft schließen sich Form nnd Seele sogar aus, »nd da» Publikum beurteilt gern das eine nach dem andern. Die körperliche Bedentniigslosigkeit Leomines wäre »»bemerkt geblieben; doch sobald sie gewisse Leute in eine AnSuahmesteUuna er-hoben' hatten, wurden die Forderungen ihr gegenüber ganz ander», nnd die Wohlwollendsten sagten, wenn sie dies arme, bescheidene Geschöpf erblickten: „Es ist wirklich schade!" Wohlverstanden Übertrieb man; die Ratnr war nicht großmütig, aber auch nicht grau-sam neue» sie ocrfnli ren. Uebrigen» kommt A es sehr selten vor. daß «Kä v eine Frau vollständig ' häßlich ist. Fast im- WM- wer besitzt selbst die D? am wenigsten von der Natur Beschenkte ein eine Kleinig- die ÄIci» wen» man znr Geltung zu brin-«C; gen versteht. , die frühere statt zur Knnst ihre Zuflucht zu nehmen, r* schlimmer als sie in -~v^T -r.__Wirklichkeit war. Sie Paul Krüger, hatte schöne Augen. Prtislixn» d«r «üdasritanisch-n Mepudlii. (Mit lexl.) doch ihr Blick War fast immer scheu und angst- [ich; hübsche Hände, doch die grobe Arbeit hatte ihren Glanz getrübt; kleine seine Füße, deren Anmut von plumpem, großem Schuh-werk verdeckt wurde. Dagegen traten ihre Fehler schärfer hervor; die Schüchternheit ließ ihren Gang fast lächerlich erscheinen; platte, an die Schläfen angedrückte Flechten erweckten den Anschein, sie wäre kahlköpfig. Linkisch und ungeschickt gekleidet, befaß sie weder die Bewegungen ihres Alters, noch dachte sie daran, zu gefallen; im Gegenteil, sie wich scheu znr Seite und suchte ängstlich, nie-maudes Ausmerksamkeit auf sich zu lenken. Wohl erschien auf ihrem Gesicht ieuer Strahl der Verklarung, der von einer inneren Flamme zu kommen scheint und den gefühl-volle» Wesen eigentümlich ist: doch ihr armseliger Hut mit dem Schleier, den selbst die alten Leute für altmodisch erklärten, schreckte den Beobachter ab, nnd man wandte sich von ihr fort, ohne anch it i »ur zu vermute», daß sie noch jung war. Mau wit sie bei solchem Aeußern eine Seele hatte: »nd dort' | Die Bergangeilheit von Leontine Dnval war tut' begnügte sich mit der Thatsache, daß sie sich mit z> allein auf der Erde befand >, Kindheit und ihrer Familie iiu ,rj innerunge». wenig Lehren u r spiele zurückbehalten hatte. T. n telligent, durch Willenskraft g. fchütterlich anständig und reib Selbstachtung, war sie weiter iii zieher und versuchte von der A Der Versuch war schwer. Zi Borzüge, kannte niemand, beim Wurde, die die höhere Seite du und ging mit schwerem Herzend» gültige Leben, ohne Eutgegeukt, i den Mehr als einmal beraub i, f Nahrung, tun sich Handschuhe ' | neu. denn ein gewisse» Elend > wissen Schein retten. Sie sah vornehme Damen, die. «j wohlthätiger Bestrebungen stau | Unterstützung vo» siinf Franc» schenkreunde. die wegen ihrer An.lelj Frauenrechte berühmt wäre», u > salbungsvollen Reden ab: Großkn^ ihr aiitworte», sie wären »ich «| Doch sie ward in diesem ungleiche» i nicht müde, und seltsamenveise ward sie dabei edlet u:i) ^hre Achtung vor der Elire und Rechtschaffen^ vor jeder Erniedrigung; ihre hartnäckige Willenskraft ImioI Hangers ztt sterben; sie machte die lange tkrisis de» L. >>- I beschützt vo» dem innige» Kultus der rettenden ©eiiiM.c " aufrecht erhalten hatten. Meistens zürnen die. die da leiden, der Welt wegen den: die Entbehrungen bringe» sie zur Verzweiflung; ihrtl "nd Sorgen erscheinen ihren Augen als eine Ungeretii! finden es logisch, vor der Härte anderer ebenfalls hart ,» i ntth titfif tin im« aY r911 fJ..K C.k.'... r - » c___ n..A . ?h. Stejn, Priiidri» 9c» Crantc-ifrciftaatt«. ('Wit Z«xt.) Dieser Zustatis nnd weil sie unglücklich sind, hassen sie. bitternng ist einer der vielen Abarten des Egoismus. Lcontinewar anders geartet und ge-langte naturgemäß zu einem entgegengesetzten Resultat. Sie besaß keine Eigen-liebe. Sie achtete sich nicht besonders hoch, strebte nur »ach einem ganz kleinen Teil in der socialen Teilung, dachte vor allem nach jeder Prüfung an da» Elend, das sie unterwegs ken-neu gelernt, und vergaß alle die, die sie abge-wiesen, um sich nur an die zn erinnern, die sie aufgenommen hatten. Geschah es nun aus über-triebener Empfindlich-feit, war es Eharakter-schwäche, geschah es ans diesen beiden Ursachen zusammen: sie empfand ein ungeheures Bedürfnis zu lieben. Diese» sozusagen i liche Wesen litt nur unter seiner Vereinsamung, sie h> für einen andern gelitte», für einen andern gearbeitet, sei sie weniger zu essen gehabt hätte. Die Aussicht aus die erschreckte sie: denn sie wagte nie, ihre Träume Im» zu di liehen Begriff der Ehe und der Mutterliebe zu erheben, ewige Einsamkeit erschien ihr schwarz wie ein Trauerst, bildete sie sich itt ihren ehrgeizigen Stunden ein, ihr B>' als Bankerott«« geflüchtet, käme eines Tages arm und au» Australien oder anderswoher zurück, sie hätte Erfvai macht nnd könne die Traurigkeit seiner letzten Jahre Hin AI» sie Unterlehrerin in einem Pensionat war. bracht freien Stunden im »rankensaalc zu: als Hilfskafsiererin i Handklshatisc pflegte sie abends »ndSonntags eine kranke N> General Ionbert, CK'tfommflntinir txr tran»unnt Vunn. i 191 3. Die Baronin d» PlautiS starb zivei Jahre nach ihrem Schlag-ansall. Da» bescheidene Gehalt des Gesellschaftsfräuleins wnrde ausbezahlt, »nd die Nichte, die reich war, fügte, der aflgeitirtneii BolkSstimme gehorchend, ein Tansendfranesbillet hinzu. Tas mo< narchisch gesinnte Organ de» Departements erwähnte diesen Akt der Freigebigkeit am Ende seines schönen Rachrnfs in lobender Weise. Leontine packte ihren kleinen ttosser, nmarmte die Dienstboten, die weinten, als sie sie weine» sahen, nnd fragte sich zitternd, wohin sie gehen sollte. Ja, wo sollte sie hingehen? DaS arme Mädchen war eS müde, allein und ziellos durch die große Wüste des Le-benS z» wan-dern, in der anch nicht eine Blume für sie erblühte. sie wurde achtundzwau» zig Jahre. Jh. re ganze Euer-gie war iu den jungenIahren ihres Daseins in herbem Lei« den anfge-braucht. Sie hatte sich da-ran gewöhnt, in ihrer Stel-lnng den L>a-feu zu sehen, und es war nnr eine Rast, einAusenthalt gewesen. Jetzt sollte sie wieder anfdieEnt decknng aus-ziehen. Ihre Fübe versag-ten ihr de» Dienst. ihr Jöm blutete. Diese Stadt, welche sie drei Jahre langbe-wohnt — die drei beste» ih-res Lebens, — erschien ihr wie ein Ba-terland. Sie kannte die Bänmeaufder öffentlichen Promenade; die Straben, die sie so oft durchwandelt, erschienen ihr wie gastliche Freunde; hier und da nah-nie» auch die Leute mit et-was liebeus-würdigen» Kopsnicken die Hüte ab und sagte»: .Guten Zag. Fräulein Tnval.' Ob sie nicht ihren Lebensunterhalt verdienen konnte? — Sie brauchte ja so wenig! Ohne den Mut zu haben, sich zu entfernen, fühlte sie doch den Mut, ihre elende Erisienz von früher wieder anfznnehme». Sie mietete ein möbliertes Zimmer und suchte An-sängerinnen sür de» Unterricht im Fran.Msche» und Ulavieripiel, die Stunde zn einem Franken. Das Unglück wollte e». dab sich zu gleicher Zeit eine ziemlich hübsche Witwe a»s den, niederen Adel in der Stadt niederlieb, die vo» der ganze» .Gesellschaft' protegiert wurde: mau tadelte sie, dab sie sich mit der .klaffe' ihrer Woblthäterin verfeindete. OltIt«|t»l)ei« macht Xitkt. Nach dem von llhocarnc.Morea» (ttit tfrt.l und sobald sie drei Schüler hatte, erklärte man ihr den Urleg. Man wiederholte überall, der bering rieche doch immer »ach der Lake, und anslerdem verstände sie kaum das A-B-E, Bald küu-digte ihr ilire Wirtin, eine Spitzenkloppleri». dir für .alle diese Damen' arbeitete, für den nächsten Monat. Als diese Fran Leontine» Zimmer verlieb, traf sie ans der Treppe Prosper Milrent. Der dicke Mann trat ein, sehte sich nnd lieb die Blicke umherschweifen. Tiefes traurige Mädchen, das i» der Mitte dieses ärmlichen Zimmers stand, der kleine in die Ecke geschobene Ofen, ans dem man »och ans einem Teller eine» Brotrest bemerkte, das alte «leid, das infolge eines lange» Ge* branches fadenscheinig ge worden war und an dem einzigenHakeu des Kleider-ständers hing; diese gröbliche Stuvnhr aus imitierter Bronze, die nicht ging, das alles machte einen düsteren und Mit-leid erwecken* den Eindruck, „Mein Frän-leinsagte »un Mileent mit der behag-lichen Rulie eines Jlslns-manns, welcher Bermö-gen erworben hat, .hundert Worte zn ma-chen, ist nicht mein Fall: ich kenne Sie! — Sehen Sie, ich habeüberzehn Jahremil der alten dn Plan tis herninpro-»eisiert; sie war der Ten-sei in Person! Ta Sie mit der fertig geworden sind, ist alles mög-lich.Nniideun. ich habe einen Sohn, einen Burschen, der für sein Alter noch weil zu-rück ist uud den ich anch i'ichl wage, in das Gymna-sinin zu bringen. weil die Aerzte ihn für schwächlich halten. Ich mochte ihn des-halb gern zu L»auje unterrichte» lasie». Er ist niein ganzes Eben bild: nicht leicht zn behandeln, aber nicht schlecht: man i»»b ihn nur zu nehmen wissen. Man behauptet. Sie solle» sehr tüchtig sei». Wolle» Sie ihn, Unterricht gebe»? Ans den Preis sehe ich nicht.' 4. Sie nahm mit Freuden an und erschien schon am nächsten Tage im Hause ihres reichen „Klienten". Eine schon bejahrte Uöchin hatte ihr die Thür geöffnet; als sie die ersie Etage erreichte, bemerkte sie durch das Fenster den Gärt i-er, den Gatten der genannte» Köchin, der Nübjanien ausstreute. -+ 102 + In derMittelallee tummelte sich ein Junge ans einem Schaukelpferde. Reise», »reiset, ein Drache »nd anderes Spielzeug tafle» im Salon. Der in dunklem Granat gehaltene Salon mit dem Kanapee »nd den mit Ueberziigeu bedeckten Fauteuils war kalt »nd luütlich. In da» folgende Zimmer, da« »ta» zum Studier-saal »mflewandelt, war das Klavier geschleppt worden. Ein Ge-duldsspiel, das Geographiekarten darstellte, lag aus dem Teppich. Ans dem Tiiche erblickte man ei» halb zerrissenes Buch. Bleisoldaten, von denen mehrere von einer kleinen tkugel umgerissen worden waren, »nd ei» Ausgabeuhest. auf das ei» mit Tinte beschmiertes, zusammengedrücktes Stück Papier schwarze Zickzacklinie» gemalt hatte. .Wie alt ist Ihr i»»ger öerrV* sragte die Erzieherin. .Dreizehn Jahre, nie!» Fräulei»." Mileent erschien und begrüßte Fräulein Duual. .Ich glaubte, der Junge wäre bei Ihnen," sagte er. »Ich fmtte ihm gesagt, er solle seine Konjugation machen und Sie hier erwarte». Er muß bei dem Gärtner sein ... da sieh! der kleine Nichtsnutz hat schon wieder seine Grammatik zerrisse». Jean-nette, rufe» Sie ihn." üre vertieft, daß er ganz vergißt, aus den Inhalt seine» Korbe» aufznvassen. Der Schwarz-künftler ist sich sicher nicht bewnßt, daß ihn sei» Sttpizen teuer z» stehen kommen kann und daß er unter allen Umständen etwa» Unerlaubte« thut. ?. rmkinnilhigeg Die farbigen Lampenschirme, die da« Heim einer Modedame so reizvoll machen, werden jetzt von den Aeezten heftig bekämpft. Die Aerzte behaupten nämlich, daß die Garden die Ursache mannigfache' Augenleiden seien. Da« Sonnenlicht, dem da» menschliche Auge angepaßt ist. ist weiß. Jede andere Farbe, die da» Licht annimmt, — behaupten Fe*tcrllilt>. die ««lehrten — erfordert eine ungewöhnliche nnd vergrtßert» Anstrengung der Sehnerven. Je mehr eine Farbe von dem weißen Grund-tone absticht, desto schlimmere Wirkung Übt sie au». — 06 die Warnung der Aerzte et-wa» nützen wird? Wenn der Ldft«»ft nicht alsbald in Gährnng übergeht, so empfiehlt e» sich, dem Hektoliter bundert Gramm ganz frische Preß' Hefe zuzusetzen. Die Hefe besteht au» kleinen Pflänzchen, die zn ihrer Entwickelung Nähr-staffe nötig haben Au» diesem «runde sollte man In dem Most, welcher nicht gut gäbrl, zwanzig Gramm Salmiak auf den Hektoliter aufläsen. Wasche» »»» Perser- und Smhrna le». piche». Auf etwa lO Liter Wasser, da» langsam zum Kochen gebracht wird, kommt nuge-sähr > Kilogram« Harzkernseife, die in dünne, kleine Stücke geschnitten wird. Diesem Seifen-wasier wirb unter fortwährendem Umrühre» zugesetzt: weiße Thanerde, Borax, Salicylsäure, Quillaharindeunb Salpeter, alle» im gestoßenen Zustande und In Nennen Mengen. Die Mischung läßt man äster aufkochen: wenn dieselbe er-kalte», bildet sie eine harte Masse. Zum Zweck de» Gebrauche» verdünnt man dieselbe wieder mi» etwa» kaltem Wasier, streicht nun den breiartigen Teig aus den Teppich und verreibt ihn «it einer Bürste Um nun der. Schmutz und di» Hofft vom Teppich »u entfernen, bedient «an sich z«eier Brettchen von etwa 20 llentimeter Länge und 11 Eentimeti» Breite, zwischen welchen ein um I Zentimeter vorstehender Wuramiftretfeei eingeklemmt ist, und wisch« sodann den Teppich mit eine» nassen Schwämme nach. — Die s» behandelten Teppiche werden vallständig .ein und erleiden selbst di» zattesten Farben keine Einbuße. 1 Amsr? Immer fleißig. Kaufmann (zum neuen Lehrling): .Wenn Sie alle Flaschen gespült habe», dann können Sie die übrige Zeit damit «»«füllen, daß Sie fliegen sangen »nd aus unser patentierte« Fliegenpapier setzen! Immer fleißig sein, junger Mann, da» ist die Hauptsache!" Kaps oben, Lebrer: .Wa« lehrt un» die Geschichte König Karl» I. von England?" — Schüler: .Daß man in Augenblicken ber Erregung nicht den ilopf verlieren loll," Heiratoaunonre im I X. Jahrhundert. Der Weg zum lldeglück durch den Inseratenteil der Presse ist nicht so modern al« viele glauben. Der ,,lt>r*r-rn»d*ir* d«* t'horchann» et Cnrien*" erinnert daran, daß schon in dem Lustspiel «»»graphische« Versteck-Nitsel. »ie Bat», eint tibetanisch» vchsenart. weiden mit Vorliebe an steilen «erghängen. — Um die Zeit der Monlune sollt in den indilcheu saniern fast immer eine bedeuten!»» Negenmenge. - Im Südfrüchte-gmp»« der nordischen »ander behauptet die Cranae noch immer den ersten Platz. — In jedem der vorstehenden » Satze ist ein aeograptziich« r Harne verborge». — «Bit lauten diese? Jtiannel tr»pe. Kryptogramm. A , A A A 1 A | B R ClD E j E | R H | I | L X M so |L|L|M|M|N|M 'O O OOIR R H 1 R 1 11 R1 8 | T T j U i W | Problem 9)r. 20«. >»» C »nistn» Schwarz Zie Buchstaben In vorstehender islflur Snd I» »u ordnen, daß Irrt» sich kreuzen»! JBricr enisteden. Hie vertikalen Steche» I bejelitiiten: i> Stadt In (hiflland. Tuech «Irinbau betaun »»Torlimiarotzderzogtum Baden. >1 Stadt in «Snrilemberg. — Die tiorijontaleii Methat bezeichnen: I) Stadt in Spanien. 1) 8ln «rofUjerjoalinu t)Vin englische« «efchiitzstzstem P. »lein Weiß. »«II in « tfieca- Aulidiung folgt in nächster Mummet. «nflitfnngen au« »»riger Nnmmer: ?ee Ilbarade! l^estzug. De« MAifcIS: »rille, Parzen, «elllparzer. !e» Arltb-mogripb»^ Xxnn». ülenä Htzabat, l-e^a». 0,ill». Xipo», — Äefcten—(IWlon. Alle WeOie uotketzauen. lürtaniluotilirtie •>it»aliloii »»n e niii Hielller. «»rncki un» >n>rd»» piiii Mreiurr* Ljei ller in Siulliiait.