LMllcherWMtullg. Nr. 32. Pränumerationsprel«: Im rch Bestimmungen jilr die Fälle erlassen werden, wenn ein "tagsabgeorducter ^ ^incr Strafe ucrurlheilt wird ober iu sirasgcrichtlichcr Untersuchung sich befindet. Laibach, den 10. Februar 1869, ^«M l. t. RcbactillNsbiireau des Gesetzblattes für Krain. Nichtamtlicher Theil. Die polnische /rage H^frühcr als mau annchmen zu dürfeu glaubte, den sö/tt ^ beschäftigen. Die Regierung hat dein Aus-^a I c»l>f dessen Ersuchen die Resolution des galizischcn ^ ^ages mitgetheilt, nachdem ihr die Genugthuung ge-^ldel^ daß der Ausschuß erklärte, sie sei eigentlich hierzu nicht verpflichtet. Die Regierung hat theoretisch Nccht Ehalten, und die Polen hauen, wenn, wie vorauszusehen, °s Haus den Antrag deS Ausschusses annimmt, das seicht, was sie wollten, nämlich die Discutirung der ^tsolntwn lM Nelchsrathc. Der Gang, den die Angelegenheit mm nehmen "'ld, läßt slch nach der Ansicht Wiener Blätter in Kur- ^M folgendermaßen bezeichnen: Der Ausschuß wird sei- ^ Antrage gemäß von dem Hanse beauftragt werden, bie I Inhalt der galizischen Resolution, also übei ^ ?uiässigtcit der Erweiterung der Landcsautonomic ^ ^Ulis und über das Maß dcr Erweiterung Bericht ^ ^'^ttcn und Anträge zu stellen. Die Regierung hat lein? ^ ^""b des Ministers Giskra erklärt, daß sie ^ .^cheu trage, in die mcritorische Behandlung jener ^z ^l°n einzugehen. Es ist demnach zu hoffen, daß ^ ltt^^ ^^^ '" ^^ ^"^ scin wird, auf Grund des ^^cNtcnden Ausschnßrcferatcs über eine Revision der sltebt^ll in dem von dem galizischcn Landtage ange- ^ Sinne zn verhandeln. schlitzen Wichtigkeit ist eS, daß der VcrfassungsauS- ^cn y!^ uicht auf die Erledigung des Zicmialkowski'- tt^Ura^es beschränkt hat. Unter stillschweigender An- btt^""9 des Rechtes der Landtage, Anträge auf Aen. "icis/" ^r Verfassungs- nnd anderer Gesetze an den tig ^1 zu stellen, hat er seinem Subcomil^ gleichzei- «ilie a°s'^,strag gegcbeu, darüber zu berathen, was für lrä^ ^^tzlichc Bestimmung zn treffen sei, um solche An- ^ichtz ^ sscschästsordnungsmäßigen Vchandluug im ^ HcH theilhaftig werden zu lassen. Möge nun aber °en odef Usordnung des Reichsrathcs abgeändert wer- ^ ^esoi^t. in jedem Falle ist damit, daß das Haus s ^nsta«. des galizischcn Landtages als solchen zum Iches d^ Vcrhandlnng macht, ein parlamentari- !,^ grösi ^ geschaffen, dessen maßgebende Wirkungen "l'°"en >uer Bedeutung sein werden. Fortan werden die ^"oeil y, ""lllmenles ^n von den Landtagen auS- ^bsfnet s.z'^ägen auf Aenderung allgemeiner Gesetze ^ler 5, ''"- Zmiächst werden wohl die Auträge mch- ^ordriet^ ^'^ Einführung directer Wahlen in das -^^^^ihren Einzug in dasselbe halten. " ^"lchailigllng dcg Llln>cg Krain str l" tncmncrirtln PromuWlson». Allcrdin lSchluß.) ^ ^°" der Ges^?"!^" ^>" löbliche Landesansschuß, 4^'?' D°mesNs1" lumme der vom Staate übernom- '"' «"'z"säN^7 'ln Betrag von 1,831.353 fl. '"' das ist jeuer Betrag, liezüg' lich dessen die französische Regierung die Gläubiger ailf die Renten und Grundzinse der Domänen angewiesen hatte, nnd dcr von dcr österreichischen Regierung, nachdem ihnen diese Bedeckung durch die Domäucu-Erträgnisse wieder entzogen worden war. nencrdings dcr Do-mesticalschnld einverleibt wurde. Allein die Transfertcnschnld war von dcr franzö-fischen Regierung ganz willkürlich aus der Domcstical-schnld ausgeschieden nnd ans den Staat überwälzt worden. Nun wird gewiß der löbliche Landcsansschuß so billig sein, den für das Land aufgestellten Grundsatz, daß es durch die französische Occupation in seinen Eigentumsverhältnissen nicht bleibend geschmälert werden konnte, und daher alle hichcr einschlagenden Akte der französischen Regierung als null und nichtig erschei' nen. auch umgekehrt gelten zu lassen und zuzugeben, daß eine Verbesserung dieser Eigenthum Svcrhältnisse, die auf Kosten eines anderen Rechtssnbjckts stattfand nnd wodurch dieser Andere in seinen Eigenthumsverhältnisscn geschmälert wurde, gleichfalls als null und nichtig erscheinen mußte. Dieser Andere war aber der Staat, und so wie dcr löbliche Landcsansschnß ganz richtig voranssetzt, daß dcr Staat an dem (um bei den Worten des löblichen LandcsauSschnsses zu bicibcn) dnrch die französische Regierung vollzogenen Raube keineu Antheil nehmen wollte, ebenso glaube auch der Staat voraussehen zu dürfen, daß das Land Kram die von der französischen Regierung zum Schaden des Staates erlassenen Verfügungen nicht zn seinem Vortheile wird ausbeuten wollen. Die Wicdercinreihnng der TranSfertenschnld in die Domesticalschuld, deren Theil sie früher gebildet hatte, war daher nichts als eine Wiederherstellung dcs vorigen Zustandes, gegen den keine begründete Einwendung erhoben werden lann. Ein weiterer Einwurf könute bezüglich der Einbeziehung des Kapitals von 200.000 fl. B. Z. -50.000 fl. EM. erhoben werden, da dessen Abschreibung von Seite dcr Rcaicrung bereits verfügt worden ist. Allein diese erfolgte nnr deshalb, weil durch die Uebernahme dcr krainischen Schuld, unter welche nnch jene 50.000 fl. gehörten, Gläubiger und Schuldner in einer Person, jener dcS Acrars, zusammentrafen nnd soglcich cine Consolidation erfolgte, welche aber die Thatsache der faltisch erfolgten Uebernahme jenes Schuldbetrages nicht aufhebt. Bcdcntt man nun noch weiter, daß der Staat im Jahre 1827 außerdem einen Betrag von 50.700 fl. an rückständigen Zinsen dcr Domcstikalschuld, einen Betrag von 41.310 fl. an Zinscnrückständcn ocS Acrarial-darlehens vom 23. Mai 1808 übernommen, ferner AnSgabcn im Betrage vun 6484 ft. 26z kr. ans dem ständischen Bndget ausgeschieden und auf verschiedene Fondc überwiesen hatte; erwägt m.in endlich, daß schon früher die ständische Aerarialschuld Krams im Betrage von 5.223,436 fl. 59H kr. vom Staate übernommen nud in die Verlosung cinbezogcn worden war, so erscheint von diesem Gesichtspunkte ans allein schon daS Vor< gehen der Regierung selbst insoweit es sich um das Wcindazäauiualcnt handelt, gercchtfcrtiget und vom Rechtsstandpunkte der Ansftinch des Landes auf eine weitere Entschädigung nicht begründet. Allciu ich verschließe mich andererseits nnch nicht den Ailligkcitsrücksichtcn, welche dcr Regierung die Möglichkeit an die Hand geben, in dieser Beziehung noch weiter zu gehen, als sie bereits gegangen ist. Ich verkenne nicht, daß das Land mit dem Einkommen aus seinem Vermögen und mit dcr ihm bisher jährlich gewährten Dotation eben nur seine dringendsten Bedürfnisse bestreitcn nnd für die Entwicklnng seiner ökonomischen Verhältnisse, für die Anlage von Humanitäts-Anstalten u. s. w. weniger aufwenden konnte, als es vielleicht hätte aufwenden können, wenn ihm statt dcr Dotation daS Wcindazäquivalcnt als Einnnhmsauellc belassen worden wäre. Von diesen Rücksichten geleitet, beehre ich mich dem löblichen Laüdesausschussc als Gcgeuvorschlag zu seinen Verglcichsanträgcn, die unter allen Umständen als unannehmbar bezeichnet werden müssen, beiliegend den Ent wnrf eines Vergleiches zu übermitteln, rücksichtlich dessen ich mir, falls dcr löbliche LandcsanSschnsi dic Zustimmung dcs Landtagen zur Annahme desselben erwirken sollte, die allerhöchste Genehmigung zur Einbringung ciner darauf bezüglichen Vorlage an den Rcichs-rath zu crbiltcu keinen Anstand nehme. Ich habe bei der Ncdigirnng dieses Vergleichsent« wnrfeS jenen Betrag zu Grunde gelegt, der dem Lande zugeflossen wärc, wenn man ihm, statt es mit einer jährlichen Dotation zu bctheilen, den Bezug des Weindaz-äauivalents belasse» hätte, uud dcr sich nach Abzna. dcr von demselben entfallenden Steuer für die Zeit vom 1.1827 bis Ende 1868 mit 737.372 fl. 61 kr. U. W. herausstellt. Bringt man hic-von dic Summe dcr dem Landc bis Endc 1868 gewährten Dotationen mit . 455.822 fl. 40 kr. in Abschlag so ergibt sich ein Rest von.....281.550 fl. 21 lr. welcher allenfalls als cin dem Lande entgangener Gewinn angesehen werden könnte und, zu 5"/<, gerechnet, demselben cinc Rente von . 14.077 fl. 50 kr. jährlich abwerfen würde. Hiezu käme, wenn man dem Lande den Bc,zng deS Weindaz-äqniualcnts anch für dic Znknnft beließe, eine weitere fixe rcinc Rente von 14.929 fl. 83 kr. wornach sich dann dcr jähr^ liche reine Bezug anf . . 28.907 ft. 33 lr. stellt, welchem Betrage cin Capital von 688.174 ft, in neuen 5"/^ Schuldtitcln dcr einheitlichen Staatsschuld mit einer reinen Rente von 4^"/<, entspricht. In dem Vergleichs - Entwnrfe erscheint dieser Ge< trag auf 700.000 fl. erhöht, und damit dem Lande eine jährliche Rente von 29.400 fl. gesichert. In demselben erklärt sich der Staat noch weiter bereit, auf die vom Landesausschussc selbst in seinem VerglcichSantrage als EompcnsatiouSobjctte bezeichneten Forderungen 1) 24.000 fl. für Laudwehrausrüstnngen, 2) 251,000 ft. für Requisitionen und 3) 133.000 fl. aus Anlaß der den Bezirkskassen geleisteten Vorschüsse, welche von den Staatsrechnungs-bchörden bisher in einem Betrage von 408.000 ft. er» mittclt wordcn sind, zn verzichten; jedoch hätte ihm das beiläufig 67.000 fl. betragende Vermögen dcs Rcqui» sitwnsfmldcS, welches bei jener Liciuidirung''.bereits ,in Abschlag gebracht wordcn ist. anheimzufallen. Ich glaube, daß hicdurch allen BilligkeitSrücksichten, dic das Land beanspruchen kann, die weitgehendste Rech-nnng getragen ist, nnd gebe mich der Hoffnuug hin, daß dcr löbliche Landcsansschnß von seinem Standpunkte nicht anstehen werde, den Landtag zur Annahme^der gedachten Vcrglcichsproftositionen zu bestimmen. Wien, am 23. September 1868. Brestel m. p. Dismrck's letzte Ncie. Der Paviser Correspondent von „Warrens'Wochen» schrifl" schreib!: Von allen großen politischen Reden,'die Graf Bismarck bis jrtzl gehalten, ist diejenige, welche er anläßlich dcr Beschlagnahme der wclfischrn nnd tur> hessischen Güter implooisirlc, dem Tone nach die stärkste, dcm Inhalte „ach dic schwächste. Er behandelt die de« ft^'ssi'dillci! Flltsten quasi als Rebellen; daS sind sie alier nickt, so wie Preußen kein anderes Recht als das der Eroberung rncksichtlich dcr anncctirtcn Länder gellend machen kann. DaS Eiobrrunysrecht ist ciu sehr zwcifclliaftcs Recht, wir möchten saacn ein internatio-nales Standlicht. Man muß es sich gefallen lassen, wenn man nicht anders kann; aber kein Völkerrechts-lchrcr wird unterjochten Völkern und vertriebenen Für-stcn das Ncckt abzusprechen wagen, bei gelegener Zeit daS fremde Joch zn zerbrechen. Wir Oesterreich« ha« ben insbesondere ein Recht zu dieser Auffassung; denn Wir haben Ungarn gegenüber die Verwirknngs Theorie fallen lasfen, ungeachtet wir cS im Jahre 1849 mill» tnrifch bezwängen. Die gewaltlhatigc Eroberung ift das Factum, woranf die gewaltthätig Theorie ^der Ver» Wirkung gepfropft wird. König Georg und dcrssKmfürst seien,'all ihrer Rechte verlustig, weil ihnen dieselben von Preußen ge-nommen wurden - - dicsc Schlußfolgerung ist allerliinge» so anßcroldentlich, so haarsttaubcnd, daß Graf BiS-marck sehr wohl that, uon vorhinein auf juristische Bo nründunaen zu verzichten. Abcr noch halsbrecherischer ist der folacnde logische ^Ito mm-lal^: Weil die bei. den Fürslcn dic ihnen entrissenen Kronen reclamireu, muß man lhr Prmatvcrmogen confiSciren nnd es zu Polizeizwccken verwenden, In den Augen der preußischen Reaiernng ist König Georg derzeit ein simpler, auswärts domicilirenoer 232 Hannoveraner, dcr Knrflirst ein Kurhcsse, wie jedcr andere; nun verbittet abcr das preußische Rccht selbst wcliu erklärter Hachuerralh vorliegt, Vermögcnsconfis-cationcu ohne vorhergehendes Uithcil, l:nd selbst nach gtfalllcm, rechtskräftigem Uithcilc kann nur uvn Schadenersatz die Rede fei", foweil ei» Schade nachgcwils^n werde:, kann. Aber Graf Bismaick hat Rcchl; juristi' sche Gedenken sind seine Sache nicht. Wollte er sich ennoern, daß er irgendwo an ci»cr deutsche,! Uniucr» sitat jemals cin Rcchtvcollcgium geholt, so müßte er vor der Kühnheit seiner Beliauptliuaen scibst slntzcn. Ii? welcher Wissenschaft stallt er sich nnn eigentlich die de'possedirlen Fmsw, uol? Als legitime, kri':g-fühlende Mächte, d>e freilich ohncHcer und Geld il>cn Widerstand nur noch >m Princ'pe foils hcn? Aewahre — denn schwebte dem li0ld,>eulschc!i Bundeskanzler diese Auffassung uo<-, so m»ßte cr nach den Regcln des Völl^riechls das Piioaluermogen sci„er Gegner scdonen. Er betrachtet sie cinf.ch als außcihalb dis gemeinen nnd öffentlichen Rcchlcs slctiendc Ucb^llhatcr, als cll'e Alt Seeräuber, »nd um seinen Gedanken vullcn Aliödliick sie schlechtweg „Reptile." Dicsc? Woal'libralen Spbä>c kaum eil, anüänd gcs Glatt in Euiopa, welches diese Art, gefallene Gidß.n mit F.'lßcn zu trete", nicht cl)uisch «»fnndcn l)älle. Bor n»s l'e'^t die „Palrie", cin Älatt, Welches in dem Rufe sttht, die Gedai>k»n der fian^öfifchen Regierung peinlich genau ^l t^uicn „nd den Berns erfüllt, eil'rn Tli^il dnselben wi.dcr zu geben. D>c „Panic" constuirt nun allerdil'gö, daß sie den Ueberelfer einiger Journale, wclchc in den Bis^ luarä'schcn Reden gegen Fraicklcich gerichtete Pioooca-tionen lind Acleidigungcn zn finden glanl'tcil, nicht gnl> heißen künne; Fraoücich stll'st sei darin uüt keinem Worte ellvüh»t, a»ch ni>clit mittelbar angegriffen. Aber nach diesem Gestüiidnisse geht das Glatt auf den Inhalt der Rede cin und vernichte! dieselbe niit einem Aplomb von Ironie und glller ^amie, die frei ist von jcdcr Ochässifiteit, welche aus gcrcizlcr Sliimnnng zu entspliilgcn pflegt. Diesel objective Standpnnkt ist auch der unserige;! wir suhlen leinen Äcruf, die Sache der cntite Oesterreich ul'N'.uglich anstüßia erscheinen. Sage Graf Aismiuck was er will. — die Fragc, um die es sich handclt, dünkt n n S gerade eine eminent preußische, während wir ihr politisches Gewicht gar nicht hoch ausplätten lölincn. Stellen wir uns einander anf den specifisch preußischen Standpunkt. Plcl'.ßen will die lHihallnng dcs Friedens, dcr ihm so großen Gewinn gebracht. Gut! Hat dieser Friede fcstt, gesicherte Grundlagen und bietet die Politik Preußens keinen Anstoß, der ihn gcfälirdcn tonnlc' wctdcn die hcfligslcn Agitationen wclfischcn und hessischen Urlprungs ihn zu c'.'schüttc>n vermögen? Rim-Nlcrmehr. Die in Frankreich rclcgilte ^e^ion tmn'tc nicht 1200, sondern sogar 12 000 Maim start sein, und Europa würde nicht einmal zucken. Der Exkur-fürst tonnte nicht cin Änch, sondern ganze Bibliotheken von Pvotcstcn verschicken, und Graf Vismalck diirftc den nächsten Sommer so ruhig in Barzin zubringen-wie den letzlu^rflosfel?c!i. Wären die großen Cabinctc Europas w rklich so leichtfertig und nn.rfahrcn. sich von zwei unglücklichen verarmten Fürsten, ihren Interessen znwider, in den Kiic^ hineinhctzcn zu lassen? Wo schöpft Gmf Bismarck die Verechtigiing; von der Diplomatie der alißcrpicnß'schm Welt so überaus gering' schätzig zu denken? Es heißt in der Rede: Die Kriegsgefahr habe wirklich bestanden, und nur der Minislermechsel in Bn-larcst l)abe die ncspannlc Situation erleichtert. Wie fo? Wenn Bratiai.o und Consortcn die Fahne der Revolution erhoben und Ocslerreich oder die Pforte oder blidc Älächtc freventlich angcliriffeu halten, wärm die Angegriffenen nicht start genug gewesen. dem Ul.fnge an der untern Donau cin Ende zu machen? Und welche andere Macht hätte sich nur mit einem Anscheine von Berechtigung darein mengen können, ohne das Gewissen der gainen gebildeten Welt zu empören? ' Ueberhaupt, bei jeder Gelegenheit legt der Bundeskanzler ein Gewicht, darauf anzudeuten, der Weltfriedc sei bedroht gewesen. Vor etlichen Wochen spielte cr diesbezüglich auf daS ..unerwartete (5rcigniß" in Spanien an. Diese Anspielung mag ihn seither gcnirt haben. Denn wenn die Vorgänge auf der pyrcnäischcn Halbinsel den Krieg verhinderten, so konnte dieser Krieg unmöglich orientalischen Interessen gelten. Also heute Krieg da, morgen Krieg dort! dieses beständige Hinmalen dcs Kricgstcufclö an die Wand erscheint unS gelinde gesagt, sehr undiplomatisch, cs wird damit ein unachcurcc«, gefährliches Argument in Bewegung gesetzt, um vert)ältnißmäßig geringfügigeVcrmögcnSconfiscationcn zu begründen. Bis jetzt war man gewohnt, den Gc-sammtausdruck der europäischen Börsen für den Kriegs- und Fricdcnsthermometcr zu halten. Herr von Bismarck belehrt uns cincs besseren; maßgebend ist hiefür, ob das Gesicht des Exkurfürsten sich erheitert oder in Falten liegt.- Es scheint uns bei allcdem, daß die Nedc eine gewisse Kriegsbefürchtung athmet, die sie jedoch näher zu bezeichnen wohlweislich unterläßt. Die noch ungelösten Fragen scheine:, bellcmmcnd auf d.n illustren Redner gc-wirlt zu habcn. Die nordschlcöwigsche Frage, jene der Garnison oon Mainz und die der Constituiruug Süddeutschlands sind anch nicht aus der Welt geschafft, sind immer noch nicht im üintlangc mit den Besnmlnuna.cn des Präger Friedensinstrumeiltes erledigt. Das ist's, was den Premier Preußens ucruös erregt macht, daS ist's, was man namcnttich in Paris ans seiner großcn Reoc herausgelesen, das isl's, worüber man in Paris ein gewisses stilles Behagen bis auf Weiteres empfindet, während man sich in Wien mit gutem Grunde verstimmt fühlt, weil man dort die Erhaltung des Friedens mindestens so aufrichtig will und braucht, wie Preußen. Müsse» wir nicht demgemäß wünschen, daß jene leidigen Fragen, welche der ungeslörten Fortdauer des Friedens dci Weitem gefährlicher sind, als welfische und k^rhessische Vcllcitäten, endlich g^öst werden? Eine solche Lösung muß Preußen selbst beantragen, - - das hat ein preußisches Blatt, die „Kölnische Ztg.", bei jedem sich darbietenden Anlasse betont. Ergreift Preußen die Initiative in dicser Richinna., so wird es damit dem Weltfrieden zuverlässigere Bürgschaften verleihen, als durch die Versicherung, daß es den Frieden wolle, weil er ihm manche Güter in den Schoß geworfen, die ihm von Rechtswegen denn doch nicht ganz gehören. Die grüßte Staatsllughcit Preußens wird fortan seine Mäßigung sein. Eine um' Kmic lwn Europa. Der „International" macht seit jeher in Sensa^ tionsnachrichtcn. In seiner jüngsten Nnmmer veröffentlicht cr in einem stümperhaft ausgeführten Holzschnitte cinc nach den Intentionen des Grafen Bismarck ent- s worfcne neue Karte von Europa. Wenn es auch immer-! hin etwas fchwcr fallen dürfte, dem Grafen Bismarck i die Autorfchaft dieses unsinnigen Werkcs nachzuweisen, j kann man doch andererseits annehmen, daß dasselbe nicht ohne einen polnischen Hintergedanken der Oeffentlichkeit übergeben wurde. Im Westen erhält Frankreich von Preußen seine „natürliche," Nheingren^e Mainz. Köln, Trier, Saar« lcnns mit seinem „größten Bürger" Ncy. Im Osten bringt Preußen das „intelligente Opfer" eines großcn Theils der Provinz Ncstpreußcn und ganz Ostpreußen an Rußland; Preußen wird in folgender Art vergrößert. Dasselbe enthält dcn ganzcn jetzigen norddeutschen Bund, ferner Baden, Württemberg, ganz Hessen^ Darmstadt, Baicrn nud — Böhmen. Von Holland ist nichts zu Preußen auncttirt, hingegen werden die Grenzen gegen die Schweiz und gcgcn Jutland offen gelassen — so was man in Musikstücken mit „"n" genannt — überläßt Böhmen an Preußen, dagegen behält sie Galizicn und erhält von Preußen Charte blanche, Rumänien zu occupircn; sie erhält den Namen — „Donaurcich." Dcr „International" sieht in dieser Karte folgendes: 1. Den Wunsch, die gcgcn Preußen sich gegenwärtig bildende Coalition zu sprengen, ii. DaS Mittel, die Absorption Deutschlands zu vollcuden. 3. Die Annexion Böhmens, um an dieser natürlichen Festung c>nc i Basis für weitere Operationen zu gewinnen. Der „In-j tcrnational" wcist dc:i Frankreich zugewiesenen Theil > Hollands mit Entrüstung als ein Danaergeschenk zurück nnd meint, daß, wenn, wie cr glaubt, Preußen einmal Holland erobern wollte, Frankreich zur Vertheidigung diescs bvavcn Volkes dic Waffen ergreifm würde. Ebenso' bestrebt fich dcr „International,"' den Argwohn der Schweiz gcgen Preußen zu erwecken und behauptet, Preußcu hätte in Paris Hie Theilung der hclvctischen Republik nach Nationalitäten vorgeschlagen, sci jedoch damit zurückgewiesen worden. Es ist noch zu bcmcrten, daß dcr „International" dcm Grafen Bismarck die Ädsicht zuschreibt, im zukünftigen Deutschland ein fen-dal-föderatiues System zu errichten; die Städte Hannover nnd Posen, Stuttgart, München, Prag'und Dresden werden als Hauptstädte von Vicetönigreichen bc-zcichnct. welche Preußen mehreren dcposscdirten Dynastien, unter anderen auch dcr wclfischcu, gleichsam als Ent« schäoiguug verleihen würde. Vm crclischcn Ausstand. Aus Kreta vom 30. Jänner vorliegende Berichte bestätigen wiederholt und mit vieler Ausführlichkeit die definitive und vollständige Beendigung dcö Ausstandes. Die in die Enge gctricberen Freifchürlcr capilliliitcn nnd silid ihrcm ciacncn Verlangen a-mäß auch schon gioßclithcllo in ihic Hcimat zurückacführt worden. Die rmhcimischcn Insurgenten habcn sich ebenfalls großcn-theils unterworfen uno auch von ihren Häuptern habcn sich mehrere zur Enlfermma von dcr Insel einschlössen, um deren Interessen sie sich, wie ein Correspondent des „Oss. Trieft." wohl mit Recht bemerkt, nicht schr verdient gemacht haben. Sowohl dic Einschiffung der Insurgenten auf Krcta am Vord des französischen DaM-pfcrö „Pboc^en", als derci, Auoschiffuug ans Syra >>t ohne irgendwelche Ruhestörung vor sich gegangen. Der „Phoc^cn" wurde von einem türkischen Kricgsdampfcl escoltirt. Die Verpflegung dcr Trai,spc>ltirt?n, dclie» Waffen und Gepäcke am AuSschiffnngöorte zurücka/geben wurdcn, erfolgte auf Kosten dcr lüitlschcn Regierung. Man bcrechnet, daß während der Dancr dcs AufM" ocS nicht nimmer alö 3000 Ficischärlcr theils dcn >"' Kampfe erhaltenen Wunden, lheilö dcn Strapazen m>d dcr Rauhigkeit des WellcrS cilegen si"d. Von CaN' diotcn selbst sind nicht wcni.M als 10.000 Mcnschc" in Folge dcs Alifstandcs zu Giundc gegangen, darnnttt eine große Anzahl Wcibcr und Kinder in noch zarte«" Alter. , Hügesneuiglieiteu. W — (^Soll und Haben.") Von dieser vlaltlW" Anleitung süi Geschäftsleute aus dcm Vellage von R. "> Waldheim in Wien liegl das 'l. Hsft voi-, welches l>c , Verbuchiliig eines drnmonallichen Gcschilstsaanges in de» dtt> ^ laufmiinnischsn Hauptbücheln enthält. Nir lönnen dielst praktische und vabei üuhelsl billige We«l Gcschastslcuten dc > stens tMpfshlen. — (H äusereinslürze.) In Prag ist ein vier Stoä werke hohes neuaebaules Hau? eingestürzt, ohne jedoch A mand'n zu beschiioic;en. Ein MaurcrgrseNe und seine Gal' tin, wrlcbe sich im Hause besauten, wuiden unveisehrl a^ d^in Sckutle grle!tl1. -- Auck in Pest hat cin Ha"' sercinsturz staltglflmden. Am 5). d. M. Abrnds sind nä>" lich die Gerüste un^ die Wölbungen des neuetbauten, praäil' vollen Hauses eines Herrn .ssubinskt? c-.m Franz-Joseph platze eina/stluzt. GlüciÜcherwcise war keiner uon den M beitei-» mehr im Hause. Nur die beiden Wachter erliltt" Beschädigungen, doch sind diese nicht grfähilich. — (Aus Rom) liegen Nachrichten uom 2. d. M. »>"' welche daS in dcn letzten Tagen ucrl'reitttc irrige Gerücht v^ dem Ableben des Papstes erklären. Man schreibt nämlich, dnü dic außerordciülichc jtältv, wi-lchc di.' ewige Stadt heimssewch^ unter nndorcn Stcrdlickcn anch 2e. H eiliglcil gczivmigcn hab^ ilichrerc Sluudcu des Tageö das Bell ;n hütrn. Sein Zust»^ scheint aber dcdentliche^ alö cin .M'öhnüchrö Zittern vor del" Froste gewesen zn sein, da eigens sein Leibarzt von Fano herbe? gcrnfw wnrde. Dieser rieth ihm auch ab, dcn militärisch^ Uebungen, für welche sein Besuch migcsagt »uar, vor dcr Pol> San Paolo persönlich bcizuwohnr». l ,S o c a l e s. — (Commercielles.) Der hiesigen Handels' u"° Gcwclbckammer ist »achstehende Mittheilung dcö Hai'dcls' Ministeriums zugekommen ' „Laut eines im Wegc deö l. l. Ministeriums d^ Aeuheln hiehelqclangltn Velichtes des l. k. Consuls in Ta«' ger, Dr. Schmidl, vom 19. IHnner 1809, hat die Reg«' rung von Malocco die Ausfuhr uun Kollbolz aus den H^, sen von Malocco silr 6 Monate, endend mit dem 13.3"' 16L9, gcgen ß„tsichlung eines Ausfuhrzolles von 12 3^' len gkich F^c§. 3.15 pcr Cantaia gestaltet. Die Kamm.r wild hicvon bchufs geeigneter Versl^ digung jener .ttauflcute und Fabricanten ihres Kammes ziites, welche etwa geneigt sein sollten, von der hiedmch^ dsfncten BezugsaueNe Gebrauch zu machen, mit d.m Veisü^ in Kenntniß gesetzt, oah der genannte k. t. Consul die ^' sicht ausgesprochen hat, mit dcm nächsten von Gibraltar "^ Trust fahrenden Dampfer an die verschiedenen Handels'^ Gkwtlbelammcrn Muster dicses Attilcls zu übeisenden. Wien am I. Februar 1869 für den Minister ^ Pretis m. I'." — (Eisenbahn Laibach-Ta rvis.) Die ,,3t,F.^ schreibt: Wie wir boren, bewirbt sich die Klonptinz-3luvo^ bahn um die Concession für die vom Reichsrathe bereits ,, Vorjahre volute Linie Laibach-TarviS. Die Bahnlinie ^ !3.g Meilen lang. Ehedem bcwarbcn sich die Vau - Ü>^ nchmcr Gebrüder Klein im Vereine mit der Credita"", nm die betreffende Concession, scheinen adei seither von ^. Äewcrbui'.g zurückgetreten zu sein, und die Südhcihn hat ". dcm ihr zustehenden Vorrecht auf diese Concession ke> ! Gebrauch gemacht. DaS slovcnische Eiscnbahn-Comil^ "^. ! Dr. Toman scheint die Äeweibung der Nudolfsbahn i" > terstllßcn. ^,- — (Gesellschaft der Aerzte.) Nächsten 0° tag, d. i. am 13. d. M., findet die ob unvoihcra/s^s, Hindernisse vertagte wissenschaftliche Versammlung des „ ^, eins der Aerzte in Krain zu Laibach" !n dessen ^"'^^ cale um halb 6 Uhr Abends statt, und zwar ni'l nämlichen Programm. ^i> — (Die Soiree) beim „Elefanten" si"»" ^, heule Abend statt: dic gestlige Meldung bel"ht« eincm Irrthum. ^i^ Z — (Theater.) Die gestrige Vorstellung uo" ""^, > Enlcns picgel" war von den, llcincu PublicuM ^ ^ » schingbienetags schr start besucht und daösclbc wurde du^ ^ « vortreffliche Spiel deß Herrn Moser in der Titelrolle m>b ' ^tj>" « z'ucrchfellerschüttiNlde Komik deö Herrn Mttllcr °^/'zst e^ B fortwährend in aniimrtcsler Stimmung erhalten, ^" s.^^' Bühne geschlossen. Fitr die SamStagsuorstellnug: ,^"" 233 v°!l Gerolsteiu" werden große N°rbercituugcu getroffen. Herr H'rcctor Zöllner hat ein außerordentliche Personale von 30 Personen engagirt, --(Die gestrige Liedertafel) war auberor.-denlllch übetfülll. Die Chöre wutdcn mit großer Präcision gesungen, den durchschlagendsten Erfolg b'lten Sträub' ..Donauwalzer." Um 10 Uln wurde der Salon gerilumt "Nd man gab sich dem anlmirtcstcn Tanzvergnügen hin. "- (Ueberfahlen.) Der gcsliige Nachmittag loäte ^e grohe Menschenmenge, welche sicy deS schönen Welters lleute und theilweise mit Hoffnungen aus ein Cotsovergnü-l>"' trug, c!nn!ngc sck.u gn Athen dic Bildung des Miuisieriums Zaimis! ^'l!gc,i sei, gsmcldet. Hicmit wäre dic Annahme dcr^ ^feirl'z Dcclaralion scitcns der griechischen Regierung! Mnt. ZaimiS, ein hc> vorragendes Mitglied der ,^'cn consnvativen Partei in der griechischen Kammer, "ll «ls ein schr geschickter Administrator. Als Eng' ^ die jonischcn Inscln ai» Griechenland abtrat, war < Zaimis, wclchcr 5,c UcbcrnahmSgcschäsle lcilcte. In i ^ neuen Comliinaliou ist wieder ein Dclyann!« Vii» ^>^r hfl nuewaltigcu Angelegenheiten. Er ist ei» "Utcv des dishcrigcl, Inhabers dieses Polttfeuillcö ul,d! st Gesandten in Constanlinopel, war schon »lilcrj . "'9 Otto Mitlislcr, dann Gesandter in Paris, Er ^t «ls schr bcfähigt; von den großgiicchischen Ten« "'zu> hat er sich stets fern gehalten. ,Das „Frelnden-Blatt" schreibt: In Folge der j'"6m,sli^n ^agc in Wielicczta, da die Netlungsarbeiten >! Klosl! schlage cingcstcllt werden inußten, hat der ^nzmlilislcr Dr Vrcslel, der diese Angclcgcnhcil mit N^ ^ Auslncrlsamteit verfolgt, mehrere hervorragende . Wan-Capaciläten nach Wien bcrnfe» (unter andern " Olielbergrath vom Nlonlanwerte in N^ubcrg), mit ^'en deisclbc täglich Verhandlungen pflegt. Dcr ge-l'Nlinlc Olicrlicrgrall) hat ein nencS Project zur Bc-'unlliglmg dcs Wassers ausgembeiltt und dcm Ministcr l'bmc.cht. Ucberdics hören wir, Varon Hingenau hege noch immer Hoffnung, daß daS Wasser weide bewältig werdcn können. Krakau, 8. Februar. (Pr.) Der „Czas" meldet, °"ß der BcrfassnngSüusschuß nächsten Montag Bericht Mtttn werde in dcr Ncsoluiions-F, age. Der Popelnd ^ust für Montag alle polnischen Nclchsralhs-Dcpulirtcn ""ch Wien. «. Pest, ^. Febmar, (N. Wr. Tgdl.) Im kleinen ^lhandlnngssaale dcs hiesigen Stadtgerichtes hat hcnte ^.^ Schlnßocrhandlung gegen den EMrsteu vou Ser-^' Alexander itarageorgiewics und dessen Sccrctär lo»i' ' sowie gcgcn dcn Gorstenuiehhändlcr Slan-im^ lvcgen Mitschuld an der Ermordung dcs Fürsten t^'- l vou Serbien begonnen. Vtachdcm dic Angcklag-« >^' )lationalc angegeben hatten, beeidigen dic Zcn-^ ^lc in der Vornntcrsuchnng abgegebenen Anssacien. f,^"Uliche Angellagtc betheuern ihre Unschuld; ihr W?^^luucnt ist, daß sic die Möglichkeit zur Flucht s^bt hätten und dennoch geblieben wären. Triflovics ^ ' cr habe die Waffen aus Gcfälligtcic für seine ,><^n,tc gekauft. Stantovicö ist verdächtig, am Tage des Atteutatcs in Belgrad gcwcscn zu sein; dagegen sagt der Zeuge Maljich aus, daß Stankovics mit ihm das allererste Telegramm von dcm Attentate iui Hotel „zum weißen Schiff" zu Pest beim Kaffee gelesen habe. Der Zeuge Ostvich will Stankovics zwei Tage vor und zwei Tage nach der That in Steinbruch nächst Pest in Ocschäftsangelcgenheiten gesprochen haben. Die Aussagen dcs als Zeugen vernommenen Mitredacteurs deS „Napredak" sind gegen den EWrsten erschwerend. Wäh. rend dessen Aussagen erhebt Trivtovics widerholt Widersprüche. Agram, 8. Februar. (Deb.) Die hiesige Stadt-Vertretung verlieh dcm Minister Andrassy, Frauz Dcak und Fclozcugmeistcr Baron Gablenz einstimmig das Ehrcnbürgcrrecht. Trieft, 8. Februar. Der bei Daila in Istrien aufgefahrene und verspätet angekommene kloyddampfer „Jupiter" brachte die ostindisch'chinestfche UcbcrlandSpost mit Nachrichten ans Bombay, 16. Jänner, Singapore, 5. Jänner und Hongkong, 31. December. — Der vertriebene Sultan von Muscat steht im Begriffe, in Abbas cinc Expedition gegen Muscat auszurüsteu. — Hakodade wurde von der Flotte des Mikado eingenommen. Alle nördlichen Daimios nntcrwarfen sich dcm Mikado, dessen Negierung den fremden Behörden die Herstellung dcs Friedens mittheilte. - Zwischen der japanesischcn und der russischen Regierung sollen wegen des mit der Negiernng dcs Taitun abgeschlossenen Vertrages Mißhclligkeiten entstanden sein, weshalb der Stotö-Baschi eiligst nach dcm Norden abging. — Die ostindische Ncgiernng hat dem Emir von Afghanistan Geld'Subsioieu uud 20.000 Stück Waffen gegeben. Paris, 9. Februar. (Tricslcr Zeitung.) ES geht das Gerücht von der Abdanlnng dcs Königs von Grie> chenland. — Ein Artikel dcr „Patric" signalisirt die ernste Lage der Donaufürstcnthümcr, wo die Actions' partci Drohnngen erhebt und man in den Schwierig-feiten den preußischen Einfluß wahrnimmt. London, 8, Februar. (N. Fr. Pr,) Der Gric, chcnlönia, halte, wie die Morning Post anzeigt, dic Ab-ficht, abzudanken, angctiindigt. Er habe fnr dcn Fall, das; dcr Widerstand forldanerc, die Vorbereitungen zn seiner Abreise anbefohlen. Telegraphische Wechselcouv uom 9, Februar. üpere, Metalliques «1,80. . s>perc. MctalliqueS mit Mai-und Novm,l>er-Zinscn Ll.80. — 5verc, National-Aulchen 67, — l«Mrr Staatsanlehen!>7.U> - Bantacüen k«tt, - Creditaclicn 2^i9.80, London 12l. -- Silber Nft.50.— K. l, Dncatcn5,«9'/, Kandel und Wolkswirthschastliches. Die österreichische ^tente i>» Amsterdam. Dir Phlegmatischen Holländer, die ein schönes Thcil unserer Metalls qncv besitzen, siüd anfansss iU'er die Coin'mirnnn. der Staats: schuld schr aufgebracht gewesen; ader nicht liluS von N'egcn den Hinscn, die sie bei deni Geschäfte cinbilßen, sondern anch der Hlörungeii und Nnssele>;cnheiten hnlber, die ihnen das lUntan-schen uon Effecten, wic sie siirchteten, uerursachen werde. Der österreichische Füiaiizmimsler hat es unseren braven Holländern jedoch licqnrni gemacht, Kttrzlich sind nämlich die ersten Sittcke ^iinl Umtausche nach Amsterdam gclominen. Dieselbe» wurden in Amsterdam mit Zchnsucht eriuarttt, nnd wie ein Telegramm meldet, mit Jubel aufgenommen. Die Holländer sind ordentlich entzückt uon dem ncncn Papiere, dessen Umtausch ihnen so bequem gemacht wurde, nnd tauscheil dasselbe auch clslia. um. Dieser lolienSwerthc Eifer unserer prattische» holländischen Kund-schabt ist uicht ohuc Werth fitr unö; deuu dieselben ^'rute, die jetzt so eifrig hmlcudrein sind, um ihre alten Titel gegen ncm-nnnillauschcn, werden nun, wo die neuen Stilcke in Berlehr gelangt siud, ihre Ersparnisse, die jährlich ein niudeö Iitiumcheu ausmachen, wieder dcu üslerreichischcil Papiereil zuwenden, und glauben wir kanm fehl ;n greife», wenn wir annehmen, daß daö Geschäft in Slaatdpapl^rrn erst jetzt, wo die Holländer mit dem Umtausche begonnen, sich lebhafter gestaltm wird. Gramer Bankfiliale. Die Vlationalbank hat die Dotation, dcr Filiale in Graz namhaft erhöht, und zwar siir daö E^-comptcgeschäst, sür wclcheö bisher 1,ij^0,6l)s) sl. bestinnut warcu, »m 5)00«!(»0 fl, Dil- Dotation f,,r die sieierinärlische Ei>coinpte-blnit mit 7(>(».(>0l> fl, ist darin nicht einbegriffen. Ebenso wnrde der Fond fiir da« ^eihgcschäft Dun 1.5>N0 0 »!» sl. um 500.000 fl,. somit auf die Summe von 2M0.UW fl. erhöht. Hlrainburg, 8. Februar. Auf dem heutigen Marlte find erschienen: 70 Wagen mit Oetreibe und 20 Wagen mit hol», 86 Stllck Schweine (13-19 lr. pr. Pfd.), 18 Wägen mit ,'— 2.9 'windstill' dichier'Neliel 9, 2 „ N. 326.«» 4- 8.Ä W. z. starl heiler 0.^ w„ Ab. 327.52 '^ 5.a SW. miißig großlh. bew. Morgenucbel mit starlem Reis, heilerer, sonniger Tag, win« dig, Abcudö zunehmende Bewijltuua, aus SW, Das Tagesmittel der Wärine -r-3^4°, mn 3^7° ilber dem Nnrmale. Mrällllvorilicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmnyrl " Heute Mittwoch den w. Februar gllißer Hiiringöschmm i !N „Hotel Elefant." Abends SOIREE der RrMlfllt5-3ltujlkcaiielse Hrn) s)uyn .Nr. 79. Heute, Aschermittwoch, fmdct in „Leopoldsruhe" ein gllljjer Hmllgöschlllllus verbunden mit eiiler statt, wvzu hicnnt die ergebrnc Einladung geschieht. Anfang 4 Uli,-. ^ntl-«o l5 kr. s^ol^nl^»«»^^ Wien, 8. Februar. Die steigende Teuden; beherrschte dcu Effecteumarlt und alle Papiere fanden zur theurem Notiz mehr Nehmer al<ü Geber. Devisen und Valuten /^«lllrlllyl. schloffen ziemlich unverändert. Geld minder flüssig. _____ Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. lti„. , Gelb Waare ll> N„. ^r Stlllllsschnld zu 5 pCt.: /l°teuverzinöl.Mai-Nouember 62.30 6'.<50 .. ^,s " Febrnar-August 6^,30 62.50 ,. ^"b" . Iä»..er-Inli . 67,35 67.50 ^n üs,^, «." April-October. —.— "'" d t^.3'^^ - 5 ,. 63.70 63.80 de"° UMzahlbar (^) , „ „ 98.- 98.50 ^"ber-Anl 1«-. .^). 5 „ 9?.- 97.50 l'Änl. ik^^.St) 5 „ 73.— 73.50 1uM..^"' " ".."" ^rl/^ " W.70 98.90 ^iV^''^"' " """"'^ '^'«'utmsch. zu 42 ii. '"'" l^.60 "'N^'V^Psandbriefe zu '"" "'" in ^'./ "U. Mo Nr. 5 PCt.) ' Suber pr. Stticl . . . 115.^ N5.50 Grundentlastunas-Vbliaationeu. Filr 100 fl. Geld Waurl Niedcr-Ocstcrrrich. . zu bpLt, 89.— 89.^0 Obcr-Oestcrrcich . . „ 5 „ 89.— 8950 Salzburg .... „ 5 „ 8?.— 88.- Vijhmen .... ,. 5> „ 91.75 92.50 Mähren .... „ 5 „ 89.— 89.50 Schlesien , . . . „ 5 „ 88.50 89. ^ Stelcrmarl ... „ 5 „ H8.— H9.- Ungaru.....„ 5 „ 79. __ 80,— Temeser-Banal . . ^ 5 „ 7?.^^ 78.— Craatieu und Slavonieu „ 5 „ 79.— 79.50 Oalizien .... „ 5 ^ «9.50 70.— Siebeublkgcu . . . „ 5 „ 7450 75.._ Bulovina .... „ 5 „ 69.25 69.75 Ullg. ui. 0. V.-C. 1867 ,. ^> „ 7«.25 78.75 Tcm,B,md.V.-C. 1867,, 5 „ 7<;.._ 79.50 Actieu (Pr. Stltck), Natioualbanl . - - - - - 685.— «86 — Kaiser Ferdinauds-Norddahu ,u1000si.CM.....5^35.-2240- Credit.Austalt zu 200 si. <). W, 270,80 270,90 N.ö.Escou..-Gcs.zu500fl.^W. 731- 734,-Slatöeiseub..Ges.zu200ft.EM, oder 500 Fr...... 321.30 /.,. 93.— 93,25 Mg. oft. Bodeu-Eredit-Ailftalt uerloöbar zu 5°/« iu Silber 107.— 107 25 dto.in33I.rlickz.zu5pCt.iuö.W. 90. - 90,50 V,ose (Pr. Stück.) Ered-N.f.H.u.G.z.100fl.o.W. 163.75 164.25 Dou.-Dmftfsch,-G.z.100st.EM. 9?.- 98.- Stadlgcm. Ofeu „ 40 „ ö. N, 34.- 35.— Soln! „ 40 ^ „ . 41,50 42.— Geld Waare Palssy zu 40 fl. ö. W. 35.- 3550 Clary „ 40 ^ ,. . 35,— 36.- St. Genois „ 40 „ „ . 32.50 33.50 Wiudischgrich „ 20 „ „ . 2l.— 22.— Waldstein „ 20 „ „ . 24,50 25.50 Kcglrvich „ 10 „ „ , 15.- 15.50 Rudolf-Stiftung 10 „ « . 15.50 16,50 Wechsel (3 Niou) Augsburg fur 100 ft, slldd. W. 100.50 100.75 Frankfurt a.M. 100 st. dcttc, 100.60 100 90 Hamburg, fllr 100 Mark Nnüto 89 — 89.20 London ftlr 10 Pf, Sterling . 120 60 120.80 Paris fi!r 100 Franks . . . 48.- 48.10 <5o„rs der Geldsorten Geld Waa« K. Münz-Ducater. . 5 si. 68 lr. 5 fl. 6»j tr. N°pole°u«,d'°r . . 8 „ 67 , 9 „ 67 „ Russ. ImpenalS ... ., _ ^ ^ _' Vereiusthaw . . 1 „ ??^ 1^ 78 I ^llber . Hg ,. 50 „ N8 ,, 75 „ Kraiuische Ornudeutlaslungö-Obligatloneu, Pn» vatnotiruus,: 86.50 Geld, 90 W°a,e