^ 95 »8M«tz Samstag ven 28. November. D l l v r i e n. Xriest, 19. November. Ws beherrscht (Espartero), feierlich versprochen hat, uns sowohl die Grafschaft Rouffillon als Nieder« Navarra wieder zu verschaffen. Schätzt Euch glück« lich, baß es ihm nicht beiglfaUcn ist, Eure Städte Toulouse, Narbonne, Carcassonne, Beziers zurückzu< fordern, weil einige Könige von Spanien als Nachfolger der westgothischen Könige Anspruch darauf zu haben vorgaben 1 (2est. A.) Gs manisch es Neich. ' ^Durch außerordentliche Gelegenheit aus Con» siantinopel eingegangene Bericht« vom ti. November bringen di» wichtige Nachricht, das die Fe» .stung Saint Jean d'Acre gm 4. d. M., nach einem heftigen Bombardement vom vorhergehenden Tage, in die Gewalt des Sultans gefallen ist. Folgendes ist der Bericht, welchen der k. k. Centre - Admiral Baron Vandiera über diese glänzende W^ffriuhat an den k. k. Internuntius «rstal-let hat: „Saint Iea» d'Acre, /z. November i8/,c>. Durch ein dreistündiges Feuer der Türken, Engländer und Oesterrelcher ist die Festung Saint Jean "b^lcre unter di« Herrschaft ihres rechtmäßigen Souveräns Abdul-Medschld zurückgekehrt. Folgendes sind die näheren Umstände dieses höchst wichtigen Ereignisses, daS als das ehrenvollst« und glänzendste Resultat unserS gegenwärtigen Feldzuges zu betrachten ist. Nachdem ich von 5em Herrn Admiral Stopforb sämmtliche Weisungen zum Angriff von Saint Jean d'Acre erhallen hatte, ging ich am 3l. Oct. Abende mit den beiden Fregatten Medea und Guerriera und dem ottomannischen Linienschiff, welches die Flaggt d,s Contre « Admirals Walker Bei führt, unter Segel. Als ich am l. November Morgens del Salba vorüberfuhr, nahm ich die Ccrveltc Lipsia mit mir, und am Abend desselben TageS kreuzte ich scbon vor Saint Jean d'Acre, wo ich »ine englische Fre-g>!tt» und vier englische Dampfschiffe vorgefunden halt,. Letztere beschossen von Zeit zu Zeit die Festung Mit ihrem schweren Geschütz a la Paixli3sl5. Am 2. Abends erschien die ganze englische Es-cadre, besiehend aus d»n Linienschiffen Prinzeß Charlotte von 10^, Powerful. Thunderer und Revenge von 8il. Bellerophon. Edinburgh und Nembow von 80 Kanonen, den Fregatten Castor, Carisford und Talbot, der Corvette Hazard, dem Brigg Wasp unb einem fünften Dampfschiffe. In der Nacht von 2. gingen wir außerhalb Schußweile von der Festung vor Anker. Ich hatte am selben Abend «ine lange Conferenz mit Sr. Er» cellenz dem Admiral Stopforb über den Angriff, der am folgenden Tage unternomme« werden sollte. Am 3. Murgens feuerten die fünf Dampfschiffe von Zeit zu Zeit mit ihnrn schweren Geschütz auf die Fistung Oeqcn 10 lldr Vormittags gingen wir aus ein von dem Admiral gegebene« Signal alle un: ter Segel. Als um 2 Uhr Nachmittags ein kleiner Wind von Außen zu blasen ansing, näherten sich die Dampfschiffe weit mehr der Festung, auf welche sie ein sehr lebhaftes Feuer eröffneten. Der Admiral gab Vefehl, Anker zu werfen. Die Linienschiffe Prinzeß Charlotte, Powerful, Thunderer, Bellerophon und Revenge gingen auf wirksame Kanonenschußweite vor der westlichen Fronte, welche die Hauptlinie der Festungswerke gegen daS Meer hin bildet, vor Anker. Mit den F«g«tten Medea und- Guerriera gingen wir vor der südlichen Fronte und gegeu daö Ende der Verlängerung der westlichen vor Ankcr. Die Beschaffenheit des Grundes gestattete mir. die beiden Fregatten Sr. Majestät auf zwei Drillet Kanonenschußweite und unler 22 Geschützen von schwenm Caliber, die gleich anfangs sehr kräftig auf uns schössen , querüber zu legen. Die Corvette Lipsia ging weiter jenseits der beiden Fregaten vor Anker, da ihr «ine nahe gelegene Untiefe nicht gestattete, «ine bessere Position zu nehmen. 447 Die Linienschiff« Bembow und Edinburgh, di, Fregatten Lastor, Earisford und Talbot, di» Lor. vetlt Hazard und der Brigg Wasp, nebst dem ot-tomannischen ilinienschiffe, nahmen vor der südöstlichen Fronte und am Ende der südlichen Position. Das Geschütz der Verbündeten überschüttete mit «inem Kugelregen die ganze Festung, in welcher man ledon Augenblick den belrächllichcn Schaden, den un» fer Feuer anrichtete, wahrnehmen konnte. In weniger alS einer Stund» brachten unsere beiden Fregatten, von der Livsia, so weit es ihre Stellung erlaubt,, unterstützt, 16 von d,n Geschützen, die unS gegenüber waren, zum Schweigen, und um 5 Uhr halt» der Kampf ein Ende, da nur ein einziges Geschütz noch übrig war, welches auf uns feuern konnte. Um halb 5 Uhr flog «in Pulvermagazin, uns fast g»rad, gegenüber, mit einer ungehe«. ren Explosion in die Luft. Der dadurch angerichtet« Schaden war unerm»ßlich. Um 5'/« Uhr wurde-das Feuer eingestellt, und man konnte wahrnehmen, daß die Festung in allen ihren Theilen sehr stark beschädiget, Zinnen herabgefallen, Brustwehren eingestürzt, und zu Bresche geschossen, und zwei von Erde ausgeworfene Kavaliere gänzlich zerstört waren. In der Nacht näherte ich mich mit der Medea dem Linienschiffe t>es Admirals Slopsord, um mich mit ihm zu besprechen. Heute um i» Uhr fiüh ließ der ociomannische Eonlreadmiral Walker Se. k. k. Hoheit den Erzherzog Friedrich, der in seiner N'ihe lag, benachrichtigen, daß I5W ägyptische Soldaten aus dem Platze au?Zeiückt seyen, daß das Wasserthor vollkommen frei sey. unö daß er 3W von seinen Soldaten dahin schicken wolle, Ihn aber da er diese Abtheilung für zu schwach halte, bitte, sie durch ein Detaschement der Unsrigen zu verstärken. Der Graf Nugent, der als Freiwilliger in der ottomannischen Armee dient, war, nachdem er das Ausrücken der Aegpptier erfahren halle, allein in die Festung gegangen, die er ganz verlassen fand. Der Graf Nugent setzte von Allem diesem auch Se. k. k. Hoheit den Erzherzog in Kenntniß, wel-cherauqendlicklich einen seiner Offiziere abschickte, um mir diese wichtige Nachricht mitzutheilen. Dieser Offizier fand mich in geringer Entfernung unter Segel mit der Medea, die von dem Admiral Stopford zurück.- kehrte. Sobald ich d:c Anzeige des Offiziers, den S«. kais. Hoheit an mich abgeschickt hatte, erhielt, ließ ich die Medea, so gut es seyn konnte, Anker werfen, und schickte das ganze Detaschement dieser Fregatt« und daS der Lipsia ans Land, welch« ich selbst m5t dem Herrn Fregailenlieutenant, Baron Bourgu'gnon Eöcadreadjulanten, und meinem eigenen Adjutanten begleitete. AIs wir ans Land kamen, fan-den wir daselbst verschiedene türkische Truppen und Se. k. k. Hoheit den Erzherzog, welcher mit seinem Detaschement die Citadelle beseht hielt. Es kamen dann allmahlig die englischen Detaschements, welche nebst 2000 otlomannischen Soldaten, und 100 von unseren Soldaten, die ich so lange, als eS nöthig seyn wird, dort lassen welde, die Festung besetzten. Ich kann Ew. Excellenz in diesem Augenblicke die Zahl der Geschütze und di» Vorrälh« an KriegS-munilion, die sich in dieser Festung befinden, nlcht genau angeben. Außer der sehr großen Anzahl von Kanonen, Mörsern und Haubitzen, die in den F». stungswerken stehen, befinden sich auch in den Magazinen sehr schöne neue Mörser 5 I2 l^oiner, mehrere gleichfalls neue Kanonen von schwerem Caliber und eine «lstaunliche Meng, von Kugeln und Bomben. Es ist in der That unbegreiflich, wie ein« so große Festung, mit einer Besahung von mehr alS 5UUU Mann, in so kurzer Zeit sich ergeben konnte. Unser Feuer ist allerdings sehr zerstörend, g»««-fen, aber ohne die Demoralisation der Besatzung konnt« das so schwierige Unternehmen unmöglich so leicht gelingen. Di« Explosion des Pulvermagazins hat gleichfalls nicht, wenig dazu vegeiiragen, da eg eine sehr breite und wohl gangbar, Sresch, an der Lanbseiie verursachte, und den Verlust von 1000 Soldaten, von denen einige halblodt unter den Rui« nen gefunden wurden, zur Folge halle. ^ Die Engländer, Oesterreicher und Türken wett« eifern an Muth und Thätigkeit. Unser Geschütz schwieg nicht einen Augenblick, und wurde immit sehr gut dirigirt; der Feind im Gegentheile schoß gewöhnlich viel zu hoch. Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Friedrich benahm Sich mit vieler Tapferkeit, und fand Gelegen-h«it, der erste nach dem Grafen Nugent zu seyn, der die Festung von Saint Jean d'Acre betrat, die wenige Stunden zuvor vom Feinde verlassen worden war. Auch der Herr Obrist Lebzeltern hat vielen Muth und groß« Thätigkeit bei Uni"stützung seines erlauchten Prinzen bewiesen. Ich kann Niemanden von den Generalstäben. und Mannschaften der Fregatten M.oea und Guer-, tiera und der Corvette Lipsia besonders hervorheben, weil alle. die Commandanten, die Offiziere, dit 448 Cabmen und dle gesammt« Mannschaft den größten Enthusiasmus und Eifer an den Tag legten und unserem erlauchten Gebieter mit wahrem Ruhme dienten. ^ i" ^ Wir haben bloß den Matrosen zweiter Class«, Antonio RomHnato von der Medea, der durch eine Kanonenkugel todt zur Erde gestreckt wurde, und den zweiten Kanonier Albini von der Gucrriera verloren, d»r durch «inen zurückgeprallten Schuß von der eigenen Kanone, die er debienle, getodl,t wurde. Di« beiden Fregatten erlitten unbedeutende, leichl auszubessernde Beschädigungen im Takelwerk und an den Masten. Die Mebea erhielt drei Kugeln in den Rumpf, und die Guerriera «ine. Wir fanden auf den Wallen von Saint Jean d'Acr« viele Tobte. Der Ueberrest der ägyptisch«« Be« fatzung, nebst 1000 Mann Cavalier««, die vor der Stadt gelazert waren, zog sts» in Unordnung auf den Straßen von Damaskus und Jaffa zurück. Viele der letzteren desertirlen jedoch und kamen in die Festung zurück. Der polnische Ingenieur «Oberst Schulh ist verwundet und gefangen in der Festung zurückgeblieben; »r ist bereits an Bord der englischen Schiffe gebracht worden. Der gedachte Oberst befindet sich seit meh-«eren Jahren in ägyptischem Dienst. Er war es, der die groß« Festung Kulek'Vogaz in d»n Engpässen des Taurus angelegt hatt« und dann voc mehr als acht Monaten nach Saint Jean b'Acre gekommen war, um die dortigen Festungswerke zu beendigen. Dieser Oberst wurde bei unserm Angriff am Arm schwer verwundet und wollte in der Nacht mit der Besatzung aus dem Platze ausziehen: aber der Zustand seiner Wunde erlaubte ihm nicht, dieseü Vorhaben auszuführen und er mußte ln der Festung zurückbleiben. Dieser Off'zier leitete die Verth»idi< gung des Platzes und die Garnison setzte auf ihn ihre größte Hoffnung. „Genehmigen le. B a n d l e r a." Admiral Ttopford hat unterm 5. November an den k. k. Contreaomiral Bandiera nachstehende« Schreiben gerichtet: Nach dem glänz«nd«n Siege, welchen die ln Verbindung mit der unter Ihrem Commando stehenden österreichischen Marine, operirende Escadre Ihrer großbriiannischen Majestät errungen hat. b«, nütze ich mit wahrer Freude den ersten Augenblick der Ruhe, um Ihnen meinen lebhaftesten Dank für die nützlichen Dienste an den Tag zu legen, welche die unter ihrem unmittelbaren Befehle stehenden d'stecl reichischen Streitkrafte bei b,m Angriff auf Sa!nt Jean d'Acre geleistet haben. — Ich ersuche Sie, diese meine Gefühle Sr. kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Friedrich und sämmtlichen Offizieren und der Mannschaft der ö'stelleichischen Ebcadre bekannt zu geben.Ää ^ ^est. V.) A e ll v V t e n. Alexandrien, 2l. October. Die neuester» Nachrichten aus Beyrut reichen bis zum 27. Octo» b«r. Ibrahim und Soliman stehen bei Zachle im Gebirge, auf der Straße nach DamüskuS. Dort haben sie sich befestigt, und allen Truppen der Umgegend Befehl g«gedtn, zu ihnen zu stoßen. Tripolis wurde von den Alliirlen angegriffen, und nach ein«c hartnäckigen Vertheidigung Mustapha Ney'S genom« wen. Letzterer sprengte zuvor die Cicabelle in die Luft, und stieß mit der Besatzung zur Armee Ibrahims, hatt» aber unterwegs einige Gefechte mit den Insurgenten zu bestchm. Cin Theil der Besatzungen von Latakiah, Aleppo unb Damaskus ist, !5,0uu Mann und ,Sporlboote, je zwei mit Kellen au »inander gebunden, und mit Brennsteff angefkUt, gegen oaS Vlokadegeschw^der mit Wind und Strömung locschwimmen j diese Blander thaten aber den Engländern nicht den mindesten Schaden, sondern H,ivährt,n ihn,n nur dt« Anblick citleZ harmlosen Feuerwerks, und wurden von den Booten d,S Geschwaders schnell, an daS Ufer geschafft. Vorher halle die', chinesische Regierung «ine Bootsladung vergifteten, in kleine Packchen vertheilten TheeS geschickt, um ihn an die englischen Matrosen verkaufen zu lassen; zum Gluck aber wur. de das Boot von chinesischen Piraten weggenommen, Welch« die Ladung an ihre Landsleute verkauften. Viele Le«le. die von dem Thee genossen, starben — so viele, daß dieser Umstand die Aufmerksamkeit der Nezirksobrigkeit erregte. — Am 3. Juni si»rb an Void des Druid (dessen Matrosen in eigenthümlicher Laune sich «in abenieuerliches Costume' beigelegt ha.-den, das dcm Namen deS Schiffs entsprechen soll) Capitnn Lord I. Sptncer Churchill, vierter Sohn des Herzogs v. Marlborvllyh, und ward in Macao Unter kriegerischen EhrenbezeiKmigen der portugiesischen Besatzung bestattet.. Die Pottugiesen srhcn übrigens den verlängerten Aufenthalt d«,r Engländer in und bei Macao sehr ungern. (Zm Laib. Zeitung Nr. 95. !L20^ Tsuschan, wohin die Hauptmacht ber englischen^ Flotte ihren Lauf nahm, ist di« größte Insel (20 " «ngl. Meilen lang und 15 breil) in einer Gruppe von ungefähr HW Inseln und Inselchen, an der Huste der nördlichen Provinz Tschekiang, die ihrer starken Seidenmanufactur und ihreS Handels wegen ^ berühmt ist, der Ausmündung deß großen FlusseS^^ Vung-Tseu gegenüber. — Die Chinesen halten ln,^ der Bocca Tigris aufwärts eine Anzahl mit Granit bcladener Dschunken liegen, die sie zu versenken be° absichliglen, wenn die Engländer da« Eindringen über die Barre versuchen würben. Ihre Kriegsmarine scheint übrigens sehr unbedeutend zu scyn; um lhcen Schiffen ein imposantere« Aussehen z« geben, haden sie dieselben blutrolh und gelb bemalt. Die Chinesen sollen von der sondttbaren Idee ein« genommen seyn, daß sie den Engländern zwar nicht zvr See, aber jedenfalls zu Land übcrlegen seyen; vermuthlich weil si« bis jehc die Engländer nur als seefahrende Nation kannten. So glaubten sie früher von den Holländern, dieselben besäßen gar kein festeS Land, sondern seyen «uf b,m, Meer geboren und, lebten darauf,- — eine Vorstellung, die in China nicht so ganz närrisch aussieht, weil daselbst wirklich eine Menge Menschen — man sagt, ein Zehntel der, Nation — seine Wohnungen auf dem Wasser hat.— Das portugiesische Gouvernement in Macao hat ein Edict erlassen, worin es, um den Argwohn der Chinesen zu beschwichtigen, ,n bem Kampfe zwischen diesen und den Engländern sich für streng neutral erßlärt., (Allg. Z.) Vermischte Na-chrichtrn. In dcr Sitzung der. zoblogischcn Gesellschaft zu London am 3. September las Herr Gould (dcr aus Austl-alicn zmückgekchrte Naturforscher) übcr dcn 85ür-stcn-Truchahn von Ncu-Süd-Wales, jcncn son? delbarcn, ganz anomalen Vogcl, über. den die Or» nithologcn, in Bezug auf seine Verwandtschaft (Hcvr Swainson will ihn zu dm Geiern zählen) noch nicht cinig sind. Hr. G. theilte schr inm-cssante Notizen, auS eigenen Beobachtungen gewonnen / übcr. diesen Vogel mit. ^ ^,1 .^,:7^^ Der bcmcvlcnswcithestc Umstandest, daß derselbe seine eigenen Eicr nicht sell'st bcbrütct, son^ dem zu diesem Behufe eine A-lt künstlicher Incubation awvendct. lTinige Wochen vor dcm Legen trägt dcr Vogel nämlich., cine, ausicrord-cntliche McnKe/ von «igetabilischcn Stoffen, "ohl an 2 — ^ Karren-Ladungen, zusammen,, und bildet daraus einen, py. ramidenformige». H>ul>'n; in d^eftn. legt er, seine. 459 Eier, etwa 13 Zoll tief und 9 bis 12 Zoll auseinander. Die Eier, welche sämmtlich mit ihrem breiten Ende obcrwäits stehen, werden sorgfältig bedeckt», und dann der Ausbrütung durch die Hitze überlassen, welche durch dic Zersetzung der umgebenden Stoffe hervorgebracht wird. Die Haufen werden v^n mehreren Vogelpaaren gemeinschaftlich angelegt, und enthalten häufig eine Anzahl von Eiern, die einen ganzen Korb füllen würden. Die Eier sind weiß und viel grösier, als die des gemeinen Truthahns; wcgeu ihres vortrefflichen Geschmacks werden sie sehr gesucht. Ein Vogel dieser Art, dcn Hr. G. in dem Garten des Hrn, Maclean in Sidney zu be-obachcen Gelegenheit hatte, hatte dort in einem Bosquet einen ähnlichen Haufen zusammengetragen , wie ihn die Aögel im freiem Zustande in den Wäldern anlegen. An und auf diesem Haufen stolzirte er, wie der Haushahn, umher, und ließ zuweilen gackelnde Laute hören. Das Fleisch hat eine reine Lachsfarbe und ist saftig und zart; Hr. G. bemerkt, daß er nie ein schmackhafteres Geflügelfleisch gegessen habe. Nach Allem, was Hr. G. beobachten konnte, trägt er kein Bedenken, dem Vogel eine Stelle in den Gal-linaceen anzuweisen; auf keinen Fall gehört er zu den Vulturiden, und eben so weit ist er von Menura ent« fernr. Professor Ow.'N fügte den Mittheilungen des Hrn-G. einige Bemerkungen hinzu, welche dessen An-sicht bestätigen , und machte in dieser Hinsicht namentlich auf die Form des Brustbeins am Skelett auf-merksam, welches das charakteristische Kennzeichen der Hühnerarten, die beiden tiefen Ausrandungen, gleichfalls hat. Verleger: Ignaz Alois Edler v. Kleinmayr. Anhang Mp IaHaHer^eitnna. ^remnrn - Anzeige der hi «r Angekommenen und Abgereist« n. Am 20. November 1 8 e»0. Hr. Simon Vruner, Handlungg- Agent, nach Wien. Den 2l. Hr. Graf v. Gltisbach. k. k. Kamme. rer, von Gör; nach Grätz. — Hr, Emanu.l Ciamician, Handelsmann, sammt Gattinn, von Wien nach Trieft. Den 22. Hr. Alex. Kr^siky, Neitmeister, von Wien nach Mailand. Den 24, Hr. Grafv. Mestroy, Rentier, mit Fa. milie, von G5rz nach Grätz. — Hr. Wilhelm Müller, Hanollmgs' Agent, von Agram nach Trieft. Den 25. Hr. Gustav Schröder, Privater, mit Gattinn, von Wien nach Neapel. Den 26. Hr. Eugen Ritter v. Dikman, kä'rnt-Nerischcr Lcmdstand, von Klagenfurt nach Trieft. — Hr. Rudolph Graf v. Amadei, Rentier, von Wien nach Trieft. ^crzelchlliß vcr hier Verstorbenen. Den 20. November l8<»o. Dem Gregor Potissik, Maurer, sein Kind Io? ftpha, alt l Iahrund 6 Monate in der St Peters-Vorstadt Nr. i2l, an der häutigen Bräune. Den 2». Dem Herrn Franz Lackner, ß k. Provin. zlal -Staalsvuchhallungs - Nechnungs-Offijialen, sein Kind Silvcrius, alt 2 Jahre a Monate, in der Stadc Nr. 150, am chronische« Wasserkopf. Den 25. Maria Keß, Dienstmagb. alt 20 Jahr«, im Civilspital Nr. l, am Gedärmbrand. Im k. k. Mllirar - Spital. Den 2,. Georg Verhouz, Gemeiner des 9 ten I5-ger-Bataillons, alt 25 Jahre, an der allgemeinen Wassersucht. Das Haus Nr. 66 in der Petersvorstadt, sammt einem dazu gehörigen Garten, ist aus freier Hand täglich zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt die im Hause wohnende Eigenthümermn. Z. ,727. (Z) Ein in der Stadt, Hauptgaffe liegendes laudemialfreies, zu jedem Er- wcrbsbetriebe geeignetes Haus, ist um ein rein 7 pCt. rentirendes Capital, wovon ein großer Theil erliegend bleiben kann, aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft im Zei-tungs-Comptoir. Z. 1738. (2) Im Verlage des Joseph Vlasnik, am Raan Nr. 190, ist erschienen und daselbst zu haben : E V S T A II I J A, dobra hzhi. Isgled \fim poboshnim deklizhem. Ein Seitenstück zu Schmid's Eustachius, aus dem Deutschen. PreiS: In Umschlag 15 kr.