A. 72. Dunncistllg, 31. März 1898. Jahrgang 117. Aibllcher Zeitung. 2'nMri« ,."°"sp«is: Mt Postversenbung: ganzjährl« fl. 15, halbjährig fl. 7 bli. Im Comptoir: llriüc ">«,„'. ""blahrig sl. 5>b0. Für die gustellung ins haus ganzjährig sl. l. — Insertions«»»«?: Für -^ ^erale bis zu 4 Zeilen 25 li,, größere per gelle 6 tr,i bei Sftcren Wiedevholuxgeii per Zelle 3 lr. Die »Laib. gtg,» erscheint täglich, mit «usnahme d« Sonn« und Feiertage. Die Administration befindet sich Congressplnh Nr. ii, d>c Mtbactlon Narmherzigergasse Nr. 15. Sprechstunden der Redaction von 8 bi« 11 Uhr vormittags, Unfranlleitc Äricfc iverben nicht angenommen, Vlanuscrlple nicht zurückgestellt. Mit 1. April begmnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. unve^^^"""erations-Vedingunaen bleiben modert und betragen: °NI " " si. - lr. ganzjährig . . 1» si. - lr. vimelW. ' ' ^ » »" ' halbjährig . . 5 » »O . "°n S^ ' « ' 7« . viertelsährig . « . 75 < ""ch... » . »z . monatlich- . 0» . «ll>on«^bie Zustellung ins Haus für hiesige "nenten per Jahr 1 Gulden. Vvrtol^ ^^ Pränumeratwns - Betrage wollen ""et zugesendet werden. ^_____Jg. u. Kleinmayr k Fed. Zamberg. Amtlicher Theil. ^llerM^/'^^'. Apostolische Majestät haben mit Etat2' Entschließung vom 24. März d. I. dem den Ork ""he Dr. Johann Majuni in Innsbruck 3lachs^ ". oer eisernen Krone dritter Classe mit Aiatttiä, a <^ ^"l^ und dem Bezirkshauptmanne Iran^5 Daum in Imst das Ritterkreuz des «^"'^Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. AlleMck^ ^'^^ l- Apostolische Majestät haben mit ^nd/«m.!?. "Schließung vom 26. März d. I. dem das Nittlvf ^^ ^' Eduard Neuhold in Graz in verleihen ^ ^ F^nz-Iosef-Ordens allergnädigst 3llerh?M,/^"'b k- A^st^ische Majestät haben mit ^cbnun^/ H^^'^ung vom 23. März d. I. dem ^Walter 3^ ^""ä Retzer und dem Hofzehrgaden-^!prieülil4, "^3?^ Hoffmann in Anerkennung ihrer A°sef-OrX ^enstleistung das Ritterkreuz des Franz« "ens allergnädigst zu verleihen geruht. Majestät haben mit verkenn n. ^"schließung ^m 25. März d. I. in tletuna? erfolgreicher Berufsthätigkeit bei Ver-Hof- unk k""M^ Interessen im Auslande dem '" Wien ^^chtsadvocaten Dr. Karl Kottnauer ^"Mdiast ,,. "s"'.^^ bes Franz-Josef-Ordens "^>l zu verleihen geruht. ^"lnlM^- ""d f. Apostolische Majestät haben mit ^-.^Wn Entschllchung vom 23. März d. I. dem mit dem Titel und Charakter eines Hof- und Ministerial - Secrctärs bekleideten, im literarischen Bureau des Ministeriums des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern in besonderer Verwendung stehenden I. Dr. Konrad Ritter von Zdekauer anlässlich der von ihm erbetenen Uebernahme in den bleibenden Ruhestand den Titel eines Sectionsrathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. März d. I. dem Oberrechnungsrathe im Finanzministerium Leopold Gall anlässlich der erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand den Titel und Charakter eines Regierungsrathes und dem Rcchnungsrathe daselbst Moriz Marchand aus dem gleichen Anlasse den Titel und Charakter eines Oberrechnungsrathes, beiden mit Nachsicht der Taxen, allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat den Vezirksarzt Dr. Stanislaus Sterger zum Oberbezirksarzt in Krain ernannt. Der Handelsminister hat der Wiederwahl des Friedrich Lange nhan zum Präsidenten und des David Tittinger zum Vicepräsidenten der Handelsund Gewerbekammer in Czernowitz für das Jahr 1898 die Bestätigung ertheilt. Den 29. März 1898 wurde in der l. l. Hof- und Staats» bruckerei das XXIX. und XXX. Stück der slovcnijchen Ausgabe des NeichsgeselMatles vom Jahre 18!)li, das X0III,und 5VI. Stuck der italienischen Ausyabe des Reichsaesehblattes vom Jahre 1897, das l. Stück der italienischen, das VI. Stück der slovenischen. das VlI. und VIII. Stück der italienischen, das IX. Stück der slove< nischen und das XI. Stück der italienischen Ausgabe des Reichs« gesehblattes vom Jahre 1898 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Der spanisch-amerikanische Conflict. Der spanisch-amerikanische Conflict beherrscht die öffentliche Meinung, die in Unruhe versetzt wird durch die Steigerung der Gegensätze zwischen den beiden Staaten und durch die kriegerischen Aeußerungen der amerikanischen wie durch die selbstbewussten Aeußerungen der spanischen Presse. Nichtsdestoweniger wird die Hoffnung auf den Frieden nicht aufgegeben und von einer angekündigten Vermittelung der conti-nentalen Großmächte eine Ausgleichung der Gegenfätze erwartet. In der «Reichswehr» wird ein Gespräch mit dem spanischen Botschafter am Wiener Hofe, Marquis Hoyos, mitgetheilt, der die Genesis des drohenden Conflictes, die «Maine»-Affaire, berührend betonte, dass Spanien eine gemischte Untersuchungscommission vorgeschlagen habe, die von Amerika abgelehnt wurde, und dass, wenn man annehmen wollte, die spanische Untersuchung sei nicht objectiv, dies noch weniger von der amerikanischen gelten würde. Merkwürdig sei auch das Ansuchen gewesen, das Wrack zu sprengen, als hätte man ein Beweismittel aus der Welt schaffen wollen; auch der Vorgang, den Bericht nicht zuerst der betheiligten Macht, sondern dem Congresse zu unterbreiten, sei ein ungewöhnlicher. Die Katastrophe der «Maine» biete aber vielleicht nur einen Vorwand, um die cubanische Frage bedrohlich zu gestalten. Es wird hiebei auf das amerikanische Zuckersyndicat hingewiesen. Spanien habe alle billigen Anforderungen erfüllt; in Amerika wolle man jedoch die Monroe-Doctrin bis zur letzten Consequenz durchfuhren und sich Cubas als einer Position bemächtigen, die nach Durchführung des Panamacanals den Eingang gegen Ostasien beherrscht. Spanien werde auf seine historischen Rechte nicht verzichten und das Aeußerste aufbieten, um sein Recht zu wahren. Dennoch müsse der Krieg nicht als unvermeidlich betrachtet werden. Eine etwa beabsichtigte Einschüchterung Spaniens werde nicht gelingen, und diese Erkenntnis werde vielleicht beitragen, dass auch Amerika friedliche Wege einschlage. Die «Neue Freie Presse» erörtert die nunmehr bekannt gewordenen neuen Forderungen der Vereinigten Staaten und wirft die Frage auf, ob Spanien die Einmischung in die cubanische Angelegenheit zurückweisen oder ihr Folge leisten werde. Hievon hänge Krieg oder Frieden ab. Es scheine, als ob in Spanien der psychologische Moment eingetreten sei, sich den Fordernngen nicht zu widersetzen. Wenn dann auch in Washington Mac Kinleys friedliche Absichten die Oberhand behalten, sei die Hoffnung auf Beseitigung dieses widersinnigen Krieges nicht unbegründet. Viele wichtige Erwägungen müssten auch die europäischen Mächte einigen, eine friedliche Lösung des Conflictes anzustreben, und für eine europäische Vermittelung werde es sowohl in Madrid wie in Washington an Boden nicht fehlen. Das «Neue Wiener Tagblatt» fetzt die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens in das Verhalten der spanischen Regierung; doch fehle es auch in Amerika an warnenden Stimmen nicht, welche den Krieg per- Feuilleton. * Philharmonische Gesellschaft. V- Mitglieder-Concert. cv I. Wche beschloss die philharmonische At. der ,.3 ""Ehren und Erfolgen reiche Concert-^sttudinm? . ^'"dig willkommen geheißenes ^werqcilui ^l "c^"^^^"l"iches Concert mit Haydns l°lgen wir? ^?""" Oratorium «Die Jahreszeiten' ^wltmia>,?V.^"" wir die musikalischen Ver-"'lerem a ,i.^"'^"lon in ihrer Gesammtheit vor ?" wieder ,«?.u"^ vorüberziehen lassen, werden Allunq sick ? ?"gthuung gewahr, welche Macht-Aege bis Am 5< lMM Tonkunst, die uns von der pichle erw^ ?e tröstend begleitet, die die edelsten ^W. in «I/^^^ besten Seiten des Menschen bewahr, wi. s 1 b""s erobert hat; wir werden an Boden gewinnt, s" durch nusi.r ,5^'^^" '" ihren Bannkreis zieht, s> Aufführungen, durch die org! b" Gesch?^" I?"rags.Ordnungen in hohem Maße 7.bie'Q^ 3 ldet wlrd, wie daher die Ansprüche ^ ferner a2 ^er ausübenden Künstler wachsen Astungsfähigkeit in fortwährender ^"une^7uck"i^^^^«3^itionen zu vernachlässigen. "Uch in chren Mtglleder-Concerten die M harmoniker der wichtigen Verpflichtung nach, dem Publicum das Beste und Gediegenste der neuen Richtung zu vermitteln; die einzelnen Musikepochen sind durch unsterbliche Meisterwerte vertreten, hervorragende solistische Leistungen bieten Fesselndes in schöner Fülle. Die nachfolgende Zusammenstellung, nach Musikepochen geordnet, möge ein Bild von dem planmäßigen Vorgehen des kunstverständigen Musik-directors bieten. Classiker: Gluck, Ouvertüre zu «Iphigenia auf Aulis»; Mozart, Jupiter-Symphonie; Beethoven, Fidelio-Ouverture in ll-äm-, V. Symphonie. Romantiker: Weber, Ouvertüre zum «Freischütz»; Schumann, II. Symphonie. Neuromantiker: N. Wagner, Ouvertüre zum «Flicgeuden Holländer»; «Charfreitags-Zauber» aus Parsifal; Liszt, «Tasso»; Nheinberger, «Wallenstein», symphonisches Tongemälde; H. Goetz, Ouvertüre zur «Zähmung der Widerspenstigen». Solistische Leistungen für Clavier: Chopin, Clcwievconcert in ll-moll, Phantasie op. 49, Compo-sitionen von Godard, Gricg und Zöhrer. Violine: Spohr, Adagio; Laub, Polonaise Beethoven, Romanze in 5-äur; Zarzycli, Mazurka; Godard, (^onoolt roinanti^uo. Cello: Dvorak, «Waldesruhe»; Popper, «Pavillon». ^,, < ^ ^^ Gesang: Compositwnen von Schubert, Schumann, R. Wagner, Grieg. Neinecke, Lassen, Goldmarl. Kienzl. Fielitz u. a, Es erfreuten durch Concertvorträge das Publicum: Fräulein Valentine Karinger, Frau Marie Furlani-Seydel (Clavier), Concertmeister Gerstner, Frau Theresina Schuster-Seydel, Leo Funtek (Violine), der Gesellschaftslehrer Syrinel (Cello), Frau Hanna Lindner, Fräulein Fanny Wild, Frau Kulp-Kordin, Herr Franz Lulek und Herr Adolf Kord in (Gesang). «Wer in der Literatur nicht das Bedeutendste der neueren Erscheinungen kennt, gilt für ungebildet. In der Musik sollten wir auch so weit sein», bemerkt Robert Schumann zutreffend. Freilich trifft nicht immer das Publicnm allein die Schuld, dass sem Wissensdrang nicht Befriedigung findet, denn orchestrale Werke müssen ihm in den Concerten vermittelt werden. Wir haben bereits betont, dass die philharmonische Gesellschaft den neueren Erscheinungen, den Werken der Ncnronlanliker, in den Vortragsordnungen der Kammermusik-Aufführungen und Mitglieder-Concerte eine achtunggebietende Stellung eingeräumt hat. Zwei Namen wtchten insbesondere glänzend hervor, die jedem ernsten, wirtlich kunstverständigen Concertbesucher theurNl Namen der Meister Liszt und N.Wagner, die in der vorjährigen und heurigen Concertzeit mit bedeutungsvollen, tiefsinnigen Schöpfungen vertreten waren. Wir wollen uns vor allem der im letzten Concerte aufgeführten symphonischen Dichtung «Tasso»zuwenden, welche die begeistertste künstlerische Aufführung und die freudigste Ausnahme sand. Geistvoll schildert Laibacher Zeitung Nr. 72. 558 31. März 1898. horrescieren, so dass auch hieraus die Hoffnung erwachse, Amerika werde es nicht zum äußersten kommen lassen. Die letzten Nachrichten stellen eine friedliche Lösung des Conflictes in Aussicht. Die Drahtnachrichten vom 29. März lauten: London. Nach einer Depesche der «Pall-Mal-Gazette» aus Newyork nimmt Spanien die Vorschläge Mac Kinleys wegen Herbeiführung eines Waffenstillstandes auf Cuba bis October 1898 an. Inzwischen werden die Vereinigten Staaten au die Reconcentratos Unterstützungen vertheilen. Der Bericht über die Katastrophe der «Maine» wird auf unbestimmte Zeit in den Händen des Ausschuss-Congresses für auswärtige Angelegenheiten verbleiben. Madrid. Meldung der Agence Havas. In Spanien herrscht vollständige Ruhe. Die öffentliche Meinung ist ruhig geworden. Man glaubt, der Zwischenfall mit den Vereinigten Staaten von Amerika werde m freundschaftlicher Weise beigelegt werden. Die heute nachmittags stattfindende Conferenz des amerikanischen Gesandten Woodford mit dem Ministerpräsidenten Sagasta dürste zu einem friedlichen Ergebnisse führen, da die Regierung entschlossen ist, alles mögliche zu thun um den Krieg zu vermeiden, solange die Ehre und Würde Spaniens nicht gefährdet wird. Washington. Der Ministerrath beschäftigte sich heute morgens mit der Notschaft des Präsidenten Mac Kinley und den letzten Depeschen Woodfords, welche beruhigender Natur sind. Man kommt immer mehr zu dem Glauben, dafs die Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien sich in befriedigender Weise lösen werde. Es wird versichert, dass Spanien zu erheblichen Zugestäudnissen bereit sei und selbst einer Zurückziehung seiner Truppen aus Cuba zustimmen würde. Die Besitzergreifung von Port-Arthur. Die Vertreter Russlands und Chinas haben, diesbezüglich hinreichend autorisiert, in Peking am 15. (27.) März d. I. ein besonderes Uebereinkommen unterzeichnet, auf Grund dessen Port-Arthur und Ta-Lien-Wan mit den umliegenden Gebieten und den dazu gehörigen territorialen Gewässern der kaiserlichen Regierung auf die Dauer von 25 Jahren zur Nutznießung abgetreten wurden, welcher Termin fpätcr durch gemeinsame Abmachung erstreckt werden kann. Weiter gestand China Russland das Recht der Erbauung einer Eisenbahnlinie zu, welche bestimmt ist, diese Häfen mit der großen transsibirischen Eisenbahn zu verbinden. Dieses Uebereinkommen ist eine dirccte und natürliche Folge der freundschaftlichen Beziehungen, die zwischen den beiden großen Nachbarstaaten bestehen, deren sämmtliche Anstrengungen dahin gerichtet sein müssen, in der ganz ungeheure» Ausdehnung ihrer angrenzenden Besitzungen für das Wohl ihrer Völker die Ruhe aufrecht zu erhalten. Die Thatsache der friedlichen Besetzung von Häfen und Gebietstheilcn in einem befreundeten Staate durch russische Streitträfte beweist aufs klarste, dass die chinesische Regierung die wirkliche Tragweite dieses Uebereinkommens wohl gewürdigt hat. Unter Anfrcchthaltuug der Integrität der Souveränitätsrechte Chinas und mit Berück-» sichtigung der wesentlichen Bedürfnisse Russlands als benachbarte Seemacht verletzt dieses Ucbereinkommen die Interessen keines fremden Staates, sondern gibt im Gegentheil allen Nationen die Möglichkeit, in naher Zukuuft mit dem Küstengebiete des Gelben Meeres, das ihnen bisher verschlossen war, in Verbindung zu treten. Politische Uebersicht. Laibach. 30. März. In der gestrigen Sitzung des Abgeordneten -Hauses befanden sich u. a. im Einlaufe: Ein Gesetzentwurf über die Cartelle auf Verbrauchsgegenstände, ferner ein Gefetzentwurf, betreffend die Verwendung von einer Million Gulden in Gold für die Kriegs-» marine sowie von 1^/, Millionen Gulden zur Erwerbung eigener Missionsgebäude in Petersburg, Washington, Peking, Tokio und Cetinje; weiters ein Gesetzentwurf, betreffend einige Abänderungen des Gesetzes vom 23. Mai 1883 über die Eoidenzhaltung der Grundsteuer-Cataster; ferner ein Dringlichkeitsantrag des Abg. Geßmann über die Aufhebung des Zeitungsstempels; weiters eine Interpellation des Abgeordneten Breznowsky über die traurige Lage der Diurnisten bei den Staatsämtern sowie eine Interpellation des Abg. Leopold Steiner gegen die Erzeugung und den Handel von Halb- und Kunstwein. Finanzminister Dr.Kaizl wird in den nächsten Tagen dem Abgeordnetenhause den Staatsvoranschlag für das Jahr 1898 unterbreiten. Im wesentlichen werden die Vorlagen, wie das «Fremdenblatt» berichtet, mit dem Budget übereinstimmen, das der frühere Finanzminister am 1. October v. I. eingebracht hat. Die Ausgleichsvorlagen werden, da deren Einbringung noch einer Vereinbarung mit Ungarn bedarf, erst nach den Osterferien am 20. oder 21. April unterbreitet werden. Der deutsche Reichstag hat, wie gemeldet, den Flottengesetz-Entwurf in dritter Lesung angenommen und damit eine für die Marine des deutscheu Reiches bedeutungsvolle parlamentarische Action beendet. Staatssecretär Contre-Aomiral Tirpitz, welcher die Vorlage im Reichstage vertreten hatte, wurde, wie heute aus Berlin berichtet wird, zum preußischen Staatsminister ernannt. — Auf der gestrigen Tagesordnung stand die dritte Berathung des Etats. Bei dem Etat des Auswärtigen Amtes erklärte der Ministerial-Director des Auswärtigen Amtes, Reichart, dass die Verhandlungen mit England wegen des Handelsvertrages sich günstig fortentwickeln. Staatssecretär Bülow theilte mit, der Oesammtvertrag zwischen der deutscheu und chinesischen Regierung sei am 6. März in Peking unterzeichnet worden. Die Urkunden treffen voraussichtlich Anfangs Mai ein. Die Debatte wird heute fortgesetzt. Mau schreibt aus Rom, 2U. März: Die italienische Regierung hat dem Parlament einen Gesetzentwurf über die Verbesserung der Bezüge der niederen Geistlichen vorgelegt. Eine aus Rom zugehende Meldung betont gegenüber anderweitigeil Gerüchten, dass man an den dortigen maßgebenden Stellen nicht daran denke, in der Stärke der italienischen Besatzung auf Kreta oder des in diesen Gewässern befindlichen italienischen Geschwaders eine Reduction eintreten zu lassen. Wie aus Parls gemeldet wird, wurde am 29. März mittags im Ministerium des Aeußern das Uebereinkommcn, betreffend die griechische An° leihe, vom Minister des Aeuhern, Hanotaux, sowie von dem englischen und dem russischen Botschafter unterzeichnet. Das englische Unterhaus nahm in zweiter Lesung die Bill betreffs der Reserve uud der Miliz an. Parlamentssecretär Kurzon erklärte, dass England die Einladung Belgiens zur Theilnahme an der Zucker« conferenz angenommen habe. Redner glaubt, dass gleiche Antworten von anderen Regierungen ein- gegangen seien; von welchen dies geschehen ist, sel H nicht bekannt. Die Bill, betreffend die griechische ."' leihe, wurde vom Ausschuss angenommen. ^ Die Pforte hat an die Botschafter das ^ suchen gerichtet, die Beendigung der GrenzbestimmW Thessaliens durch die Militärattache's zu veranlag Der griechische Gesandte Fürst Maurocordato lN > Privatangelegenheiten nach Athen abgereist. Bisher i auf die letzte Circulardepesche der Pforte bezug u°) Kretas von drei Mächten ungünstige Antworten eu gelaufen, welche im Mdiz-Kiost Eindruck gew"^ haben. Wie verlautet, beginnt man an maßgebend Stelle die Nothwendigkeit der Ernennung eines eu päischen Gouverneurs für Kreta einzusehen. ^ Im Senate zu Washington brachte oc Demotrat Ravlins eine Resolution ein, wol'^ die Unabhängigkeit Cubas anerkannt und SM der Krieg erklärt wird. Foraker (Republican^ beantragt eine zweite Resolution, wonach nur Unabhängigkeit Cubas anerkaunt werden soll. . ^ Die' «Times» melden aus Peking: So> nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Russl.a wurde der Auftrag gegeben, die chinesische ^ ^^ von Port-Arthur zurückzuziehen, und das Dock, Arsenal und die Werkstätten seien Russland einzurauM, Die Pläne, nach welchen sofort alles für Befestigung Erforderliche hergestellt werden soll, sind fe"^ Der japancsische Gesandte erhob keinerlei Einspra^ Tagesneuigleiten. — (Allerhöchste Auszeichnung.) ^ «Budapester Amtsblatt' veröffentlicht die Verleihung " Ordens der eisernen Krone erster Classe an den schauer Bischof Signnmd Bubics in Anerkennung hervorragenden Thätigkeit desselben auf dem Gebiete kirchlichen und öffentlichen Angelegenheiten. ^ — (Ein Selbstmord in den Alpen-)" Bozen wird berichtet: Landleute fanden auf dcm "w' berge bei Hohenems in Vorarlberg die Leiche eines gant gekleideten Herr,: mit einer tödlichen Wunde in Schläfe. Ein Revolver lag bei der Leiche. Im ^, des Unbekannten wurde nichts vorgefunden als eine H rechnung aus Wiesbaden und Fahrscheine der MeMon Trambahn. ^) — (Pariser Weltausstellung 1^^ Aus Paris berichtet das «Dresdener Journal»: -" gewinnt jetzt schon ein Bild von den großen Vorbereitung Arbeiten, welche für die Weltausstellung untcrilonlw werden. Der Trocadero wird bekanntlich unvcriin erhalte,; bleiben und zweckentsprechende Verwendung ft" ^ Das Palais de l'Industrie dagegen verschwindet v Erdboden und wird durch zwei Palais ersetzt ^ ^ die in der neuen, von den Champs Elysees bis ^ Seine führenden Avenue Alexander III. sich M""^ zu stehen kommen. Das sogenannte kleine Palais, P" ^, Gircmlt, soll künftig Eigenthum der Stadt Paris "ero und im Jahre 1900 mit großen Gallerten als ^ stellungsraum für eine retrospective Kunstausste" dienen. Das große Palais soll 195 Meter Läng ausdchmmg und 4l> Meter Breite erhalten, wird "ls" ,z ein geringes kleinere Dimensionen haben, als das P" ^, de l'Industrie hatte; dagegen werden beim Eintritte der pompösen Facade der Avenue Alexander I^ ^ sogleich die Vlicke gehemmt sein durch die ^genu . liegende Mauer, sondern die Eintrittshalle wird sich ^, und weit aufbauen mit Hilfe eines Seitenschiffes, in ^ eine Momlmeutal-Trcppc zu den oberen Empfangs- ,^ Kunstausstcllungsränmcn und Gallcrie.! cmporführt. ^ dem Müudungsplahc der Vrücke Alexander Kretzschmar an einer Stelle das Wesen der genialen Symphonien des Meisters: «Die Liszt'schen Symphonien repräsentieren eine geistige Kraft und ein künstlerisches Gestaltungsvermögen von außerordentlicher Stärke in der Freiheit, in der Kühnheit und Sicherheit, mit welcher die Grundlinien des Formenbaues entworfen und durchgeführt sind. Liszts Symphonien führten die von Berlioz gegebene Anregung zu einer vollen Reform aus und brachen die Alleinherrschaft des Haydn-Beethoven'scheu Systems. Berlioz trat für die Deutlichkeit des poetischen Inhaltes nnd des Zusammenhanges der Sätze ein; Liszt erweiterte diese Forderungen mit der dritten: Freiheit des Formenbaues! Wohlverstanden: Freiheit, künstlerische Freiheit, nicht etwa Anarchie und Formlosigkeit!» «Eine außerordentliche Gabe, mit wenigen Strichen einen Charakter zu zeichnen, leuchtet auch noch aus den schwächsten nnter seinen Orchesterwerken. Die Mehrzahl von allen fesselt durch den Geist und die Hingabe, welche sich ill der Haltung des Ganzen aussprechen, durch die Wärme des Ausdruckes, durch die Macht der poetischen Anschauung, welche einzelne Stellen belebt, durch eine Reihe schöner Momente, deren Genialität selbst vom Standpunkte des absoluten Mnsikgennsses nicht geleugnet werden kann.» So weit der berufenste Gewährsmann; wie richtig seine Anschauungen sind, sehen wir bei näherem Eindringen in Liszts herrlichen «Tasso». 5. Der alte Horatius in seiner Villa Sabina. Vou Dr. I. slush. II. Er war es gründlich satt geworden, den egoistischen Städtern als Mittel zum Zweck, d. h. als Bittschriftenüberbringer, zu dienen und sehnte sich nach Ruhe, uud Mäcenas, der wahrscheinlich um des Dichters Herzensgeheimnis wusste, konnte nichts Besseres thun, als seinem neuen Freunde ill der abgelegenen Villa Sabina einen stets offenen Zufluchtsort vor dem Getöse der Weltstadt und vor lästigen Menschen zu verschaffen. Früher schon, ehe er in den Besitz seines Landgutes kam, drängte es ihn jährlich mindestens einmal hinaus ins Freie und Grüne, nm den ungekünstelten Reizen des Landes uud dessen naturwüchsigen Bewohnern nahe zu seiu, und sobald die Hitze des Iunius die Krösussc Roms mit ihrem Sclaventrosse in Bewegung setzte, sattelte auch er seinen bescheidenen Maulesel und erfrischte Geist und Körper droben im schattigen Gebirge oder drnnten am nervenstärkenden Meercsstrande zu Tarent oder Vajä. Bedarf es deshalb der Versicherung, dass Horaz sich in seiner allerdings bescheidenen Villa in den Sabinerbergcn glücklich fühlte? Zeigten sie doch bald überall Spuren seines Schaffens, denn das Geschenk Mäcenas' konnte eine gründliche Restauration, ' Umwandlung, recht gut vertragen. Und so ward tM kurzem aus dem vernachlässigten, zerfallenden > mäuer ein wohnliches, fast behagliches Wohnhaus, die angrenzenden dazu gehörigen Ländereien s^^ voll einer praktischen schaffenden Hand. Was ^u" , wenn es den Dichter immer und immer wieder . den sieben Hügeln Romas in das düstere Schattens der Digcntia zog? < « zll An Vorwänden, der Hauptstadt den M^" °h kehren, fehlte es nie; bald verlangte feine Muse "^ Ruhe und Einsamkeit, bald hatte er sich "^.^s lästige Hitze, bald über die Kälte in den Gassen in^ zu betlagen, oder aber er hatte Wichtiges, d. h- ^, wichtig Hingestelltes, mit seinem Gutsverwalter zu.^ sprechen oder seine Arbeiter zu überwachen. 3^hst fuhr es ihm hie und da in den Kopf, irgendwo 1^ Hand an die Arbeit zu legen, fo merkteil feine ^ barn bald, dass ein großer Denker nicht immer . praktischer Mann sei, und lachteil ihn weidlich ^ Als Revanche dafür lud er sie mitunter abends^ frugalen Mahlzeit ein, die meist ans «Brot, SM ^, pythagoräischcn Bohnen, mit saurem SabinerNieine gössen., zu bestehen pflegte. Aber zu Ehren der2U^, heit sei hier beigefügt, dass Horaz nnr als .^? :^s so genügsam lebte; im übrigen wusste er ein I ., Diner uud eiucn guteu Tropfe», einem Dichter sprechend, recht wohl zu würdigen. Laibacher^Ieituna Nr. 72. 559 II.Msrz 1898. Esplanade der Invaliden, wird der neue Bahnhof der Kompagnie d'Ouest sich nach rechts und links aus« "Men und dahinter die Gallerien des Lehr- und ^zlehungswesens sich anreihen. Hier sind auch zur Linken "k^aume der Decorationstunst und zur Rechten die der °eichledenen Industriezweige zu finden. In der Richtung uegen das Marsfeld wird man zuerst auf die Pavillons "er fremden Staaten stoßen und sodann auf die Aus-Mtung der Land- und Seemächte, die sich bis über die I?"e ^strecken wird. Den Cours de la Reine entlang, "nye dcin Pavillon de la Ville de Paris, werden sich in ""Räumen und Anlagen die Schätze der Blumen-^ ^"""äucht und Landwirtschaft entfalten. Am Fuße dp ^ "dero, halb zu Wasser, halb zu Lande, lagern stell "^ ^ Flomen. Im Brennpunkte der Aus-scki^^ ^" Champ de Mars, gruppieren sich die ver-^«oenen Abtheilungen in der Weise, dass die geistige und k^- ""^"s Jahrhunderts: Wissenschaft, Indllstrie " 7""^, der Abtheilung für Nahruugsmittcl-Production u «enuber Platz findet und die Verwendung des Materials des N ? ^"^ucte durch Maschinen :c. sich vor dem Auge Plä,, such^ vollzieht, worüber noch viele unerledigte terw ""^ Studien vorliegen. Als letzter Anmeloungs-Ißg" °er Ausstcllungsgegenstäude ist der 1. Februar Oli " »estgesetzt. Die Eröffnung wird am 15. April, am "'^tage, stattfinden. Man ^ ine neue Congo-Expeditio n.) Wie taatpH^ ^"^ ^^ibt, hat die Regierung des Congo-hat ? ?"^ Expedition organisiert, welche die Mission zu 'erl -I"^k" Gegenden dieses Staates wissenschaftlich sollte 5-"' ^s es sich als durchführbar erweisen lüfte,l!^ ^^ Expedition den Rückweg über die West-Ausses "?' '""bei sie den oberen Lauf des Kassai-Un'^""b dessen zahlreiche Nebenflüsse übersetzen müsste, stehen ^ ^" Expedition wird Lieutenaitt Lemaire schwind ^?^ Grausamkeit in der Küche) Iabrkw k ^"^icherweife immer mehr. Zu Anfang unseres Auth/n s?^ peitschte man noch die Spanferkel mit Das yl !- ^" ^^e, um das Fleisch zarter zu machen, der tt;" - bk" der Krebse im kalten Wasser, das Nudeln des Ai ^ "" Verschwinden. Ist das bei den Völkern gegen ?^"des der Fall, so wehrt sich der Chinese tann ra« .^"""'ütät mit aller Kraft; denn niemand als die . "^ U"d grausamer in der Kochkunst sein, setzt z m A^n Bewohner des Reiches der Mitte. Man Nimnit d ^^^ "' eiuer planne auf das Feuer. Dann Huhn yd - ?!"esische Koch das lebende uud zu bratende die Pf^ " ^e Ente und hält das Thier lebendig über der sied, ,^ '" ^ass die Füße diese berühren. Die Hitze Blut str" " ^""" lässt die Beine anschwellen. Das ^schnitt ^^ ^^ig in die Extremitäten, die nun zuckende,, 3 ^"^"'' während mail den noch schmerzlich ^ach de„, ?" wegwirft oder den Dienern überlässt, lebend a° ?"^^'^en Kochbuch muss ein Lamm auch ^ein unk <^'" '""den, während es gezwungen wird, werden von?^ ^" ^ s" «ehmen. Auch Schildkröten ^ "n be,, Chinesen in ihrer Umhüllung gebraten. London vmi "^ ° " ^ Verkehr.) Ntan schreibt aus bische V .s ' ^ M.: Es gehört schon eiue an astro-^ Vorstess ""^" geschulte Phantasie dazu, um sich Zahlen b,k "2 von dem machen zu können, was die ^ndoner Kl 5"' ^^ ^ie «Railway News» über den Ehrlich .» w « ertchr mittheilen. Nach ihnen befördern ^"en die ^^''^lcrcn die vier Stadtbahnen 191 Mil-s"städten ."^Bahnen, die den Verkehr zwischen den °"en die 11^ "'"eren Stadt vermitteln, 210 Mil-"^^ "70 Pferdebahnwagcn 150 Millipnen und die etwa 3150 Omnibusse 330 Millionen Menschen. Das gibt zusammen die hübsche Zahl von 881 Millionen beförderter Personen. Und dabei sind die 11.034 Drofchken noch gar nicht gerechnet. — (Der seltene Fall, dass eine Frau) den hundertsten Geburtstag ihres Gatten festlich begeht, ereignet sich in diesem Jahre in Frankreich. Am 2isten August sind hundert Jahre verflossen, seit der bedeutende französische Geschichtsschreiber, Philosoph und Pädagoge Michel et geboren wurde. Diesen Tag beabsichtigt man in Frankreich zu einer großen Nationalfeier zu gestalten. Der Volksvcrcin für weltliche Jugenderziehung hat in ganz Frankreich Sammlungen eröffnet, um ein «Institut für Voltserziehnng» zu Ehren Michelets zu begründen; eine andere Vereinigung will Michelet als Philosophen und Gcschichtsschreiber verherrlichen. Die große Zahl der persönlichen Verehrer und Freunde Michelets wird jedoch eine Ehrung seiner jetzt 81 jährigen Gattin veranstalten, welche selbst Schriftstellerin ist und während der letzten fünfzehn Lebensjahre ihres leidenden Gatten nach seinem Dictat dessen sämmtliche Werke schrieb und ihm in jeder Weise als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Seite stand. Auch die Mehrzahl der franzöfischeu Frauen-vercine wird zu dieser Feier Ehrengaben nnd Vertreterinnen entsenden. — (Zwei merkwürdige Städtebilder), die so recht den Contrast zwischen amerikanischer Cultur und armseliger orientalischer Elitwickelung veranschaulichen, entwirft ein englisches Blatt durch Gegenüberstellung von Peking und Chicago. In der chinesischen Hauptstadt beginnt es langsam hell zu werden. Wenigstens verbreiten jetzt endlich zwei Gaslaternen einerseits und drei Petroleumlampen anderseits des Nachts ein mageres Licht in zwei verschiedenen Theilen der Metropole des himmlischen Reiches. Aber diese plötzliche Erleuchtung geht nicht etwa von einheimischem Unternehmungsgeist aus. Die zwei Gaslampcn brennen vielmehr vor der russischen Gesandtschaft und die drei kleineren Lichtspender erleichtern den Zutritt zur russisch-chinesischen Bank. In den übrigen Stadtvierteln der Riesenstadt herrscht des Nachts noch völlige Dunkelheit. Chicago dagegen übertrifft jetzt schon die «Licht-Stadt» Paris an glänzender Beleuchtuug. Aber auch an Reichthum und Production sucht Chicago seinesgleichen. Leider hat diese Uebercultur eiu großes Uebel im Gefolge. Die Atmosphäre von Chicago ist so giftdurchseucht geworden, dass sie alles zu zerfressen beginnt. Kunstwerte können nicht länger dort der Luft ausgesetzt bleiben. Gemälde verderben unrettbar. Einer der berühmtesten Bildersammler, James Ellcsworth, hat sich daher gezwnngen gesehen, seine Gallcrie, die mehr als vier Millionen im Kunstwert hat, nach Newuort bringen zu lassen, um die kostbaren Schätze vor allmählicher Zerstörung zu retten. — (Lieferungen für die Türkei.) Aus Constantinopel meldet man: Mit deutschen und österreichischen Fabriken wnrden Verhandlungen bezüglich der Lieferung von hundcrtMillionen Patronenhülsen fürMaufer-Gewchre und mit deutschen Fabriken wegen Lieferung des dazu gehörigen rauchlosen Pulvers eingeleitet, da sich die hiesige Fabrik nicht leistungsfähig erweist, fo dass nur die Patronenfüllung hier erfolgen kann. — (Erdbebe n.) Eine Depesche aus Constantinopel vom 28. d. M. meldet: In Koily-Hissar im Vilajet Simas wurde vorgestern ein heftiges Erdbeben verspürt. In Trapezuut, Simas und Samsun wurden leichte Erderschütterungen beobachtet. Mn' edlen^'V""dlsi) und Mäcen sgest. 8. v. Chr.), und Beschützer, den er «nicht zu ^ un? s!>?,.)""er trauten Landbehausung begrub er p " bleibt. "c?" zu stillenden Schmerz; sein .lie I '-." ^ die Last der Jahre, obschon "s ihn/Z "cht trug, und das Nahm des Alters, ?^"ch°lisV^"'' "bschon er nichts weniger als "" nach' ^Klnperame.ttos war. Weltschmerz war i Ntusen ^"""' ^schnack; für ihn existierten w> H rde s" ^l? und Sorge und Aergcr von ^ " w' er« zu halten. Von Tod und^Sterben b^"> m3 Z,^''"' denn Sterben war ihm, dem tutend. Vernichtung feines Seins natürlich gleich. r^7 twcken"Zi^ >?"'"""" "us seinem Munde die '^"den viele Lebensweisheit ver- w^" schnnt's ' ^ l^" ödende sich merken kann: *"""^ '"acht "ns erträglicher, Mh zu andern ist!. (Carm. I. 24.) Diesen Rath befolgte niemand befscr als er selbst; denn als er sich vereinsamt sah, wählte er die Einsamkeit seiner Villa Sabina zum dauernden Aufenthalte, «wo er, müde von Wogen und Fluten, rastete, müde vom Kampfe.» Denn in der That, wenn wir das stille Thal von Rocca Giovine durchschreiten, so kann man nicht umhin zu fühlen, dass dies ein trauliches Heim für das Alter eines Weisen ist und dass Horaz hier in Gesellschaft seiner Freunde, seiner Bücher nnd vor allein sciner Muse, so glücklich sein musste, als nur immer ein Mensch es sein kann, dem das gegenwärtige Leben alles ist — bis Charons Nachen ihn entführte (27. November 8 v. Chr.). Das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich und meine Gefährten Abschied nahmen von dieser classischen Stätte. Der feurige Sonnenball fant eben im Westen, hinab nnd geheimnisvolle Dämmerung zog ihre duftigen Schleier von Baum zu Baum, und die Bergesgipfel erglühten vom letzten Kusse des weichenden Tagesgestirnes. ... ^. ^-^^ Warm und verklärend schmiegte ftch die Llcht-flut an das üppige Moos der starren Felswände, traulich rieselte die «kalte Digentia» durch die dunkclndc Schlucht dahin, und als unser schnellrädigcr Wagen m das Tlal des braufendcn Anio wieder embog, hatte bereits die eilige Nacht ihre grauen Fittiche über die Villa Sabina und die sie umschließenden Hohen ausgebreitet, es war eine stillfeierliche Nacht, wie sie der alte Horatius geliebt hat. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Eine Biographie des Erzherzogs Karl Ludwig.) Unter Mitwirkung der geheimen Räthe Graf Franz Falkenhalm, Graf Andreas Cfelonics, Graf Franz Coronini, Graf Karl Coronini und des Ministers Dr. v. Wittet; der Herren Graf Arthur Dzieduszycti, Dr. Weihrich, Dr. Mayr, Dr. Smolle, Hofrath Dr. Ka« tharin, Hofrath Dr, Schönherr, Professor Dr. Mosettig-Moorhof, Regierungsrath Dr. Rollet, Professor Dr. Hirn, Hofrath Exner, Hofrath Migerka, Dr. Scala, Hofrath Dr. v. Schrötter, Dr. Weitlof, Dr. Karpf, R. v. Sonnen-thal, Rittmeister Kreuth, Prof. Dr. Velke u. a., welche theils mündliche, theils schriftliche Veiträge lieferten oder wertvolles Quellenmaterial zur Verfügung stellten, hat Herr Alfred von Lindheim es unternommen, eine Biographie Sr. k. uud k. Hoheit des verewigten Erzherzogs Karl Ludwig (Druck uud Verlag der Hof- und Staatsdrnckerei, 1897) der Oeffentlichteit zu übergeben, in welcher dem verdienstvollen Wirken des verstorbenen Herrn Erzherzogs, das so viele Gebiete umfasste, die eingehendste Würdigung zuthell wird. In der vom Autor Ihrer t. und t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Theresia gewidmeten Einleitung wird mit tiefer Empfindung ausgeführt, welch segensreicher Thätigkeit Erzherzog Karl Ludwig sein Leben zugewendet hat, was er auf staatlichem, wirtfchaftlichem und humanitärem Gebiete vollführt hat, wie cr sich die Herzen der ganzen Bevölkerung erobert und ein unvergängliches Andenken gesichert hat. Dies wird in fünfzehn Capiteln detailliert ausgeführt. Im Schlussabschnitte des Wertes werden die Anschauungen des Erzherzogs über staatliche, wirtschaftliche und sociale Verhältnisse dargelegt, in denen fein Edelsinn, seine Pflichttreue, seine Religiosität und Nächstenliebe sich wiederspiegeln. Achtund-vicrzig Illustrationen, unter denen viele, zum erstenmale veröffentlicht, Scenen aus dem Leben der kaiserlichen Familie darstellen, ferner Mittheilungen ans dem intimen Familienleben der erzherzoglichcn Familie vervollständigen den Reiz und erhöhen das Interesse an diesem auch in patriotischer Beziehuug mit vollster Anerkennung zu begrüßenden Buche, das die Hof- uud Staatsdruckerei wahrhaft mustcrgiltig ausgestattet hat. — (Altersversicherung der Privat-Beamten.) Das Ministerium des Innern hat bekanntlich im vorigen Monat den ersten Theil der Ergebnisse der amtlichen Erhebungen über die Lage der Privatangestelltcn veröffentlicht. Wie nun gemeldet wird, ist die Bearbeitung der übrigen Ergebnisse dieser Aufnahme, fpcciell des Materiales über die bestehenden Vorkehrungen für Alters-, fowie Witwen- und Waifen-verforgung, fchon so weit fortgeschritten, dass dem Erscheinen des zweiten, abschließenden Bandes schon für April oder Mai entgegenzusehen ist. Die Publication wird übrigens auch die Standesvcrhältnisse der Beamten der Verkehrsunternehmungcn und der öffentlichen, aber nicht pensionsbercchtigten Beamten der Landes-, Fonds- nnd Gemeindeverwaltungen ?c. darstellen. — (K. k. Gendarmerie.) Das k. k. Landes-vertheidigungs - Ministerium hat im Bereiche des t. k. Landes-Gendarmerie-Commandos Nr. 7 für Küstenland zu St. Croce (Triester Territorium) und zu Aquileja (Bezirk Gradisca) neue Gendarmerie-Posten aufgestellt. Im Bereiche des k. k. Landes-Gendarmerie-Commandos Nr. 5 für Galizien wurde der Posten Kropiwnik nowy, Bezirk Drohobycz, nach Schodnica im gleichen Bezirke verlegt. — (Verhandlungen des t. k. Reichsgerichtes.) Vor dem t. k. Reichsgerichte (1. Bezirk, Schillerplatz Nr. 4) werden in den Tagen vom 18. bis 25. April d. I. öffentliche mündliche Verhandlungen stattfinden. * (Verunglückt.) Gestern um halb 12 Uhr mittags fiel die Dienstmannsgattin Marie Nevljan, als sie auf der Stiege beim Nicman'schen Hause Wäfchc wnsch. in die Üaibach. Sie wurde vom hochgehenden Wasser bis zum Rettungskahne am Franzens-Quai fort-gerissen, wo sie durch den Pionnier Valentin Kavur und die Dienstmänncr Matiö und Pikus, die m den angeketteten Kahn stiegen, glücklich erfafst und aus dem Wasser gezogen wurde. Dic halb Bch..nungslose wurde gelabt und sodann der häuslichen Pflege übergebe.. W.r waren znfällig Zeuge diefes Vor alles der großes Auf-sehen erregte, und müssen zugestehen, dass es nur emem äam besonders glückliche» Zufalle zn verdanken ist, dass die Verunglückte gerettet wurde, denn niemandem war bekannt, wo ocr Schlüssel und die Ruder zum Rcttuugs-tahn aufbewahrt werden. Später erfuhren wir, dafs sie an leicht erreichbarer Stelle im Schantel'schen Hausflur deponiert sind. Nun wäre es sehr ersprießlich, wenn irgend ein Wahrzeichen den Aufbewahrungsort kennzeichnen würde. Eine kleine Tafel, in der Nähe des Kahnes affigiert, wurde ganz gut entsprechen. In solchen Fällen thut rascheste Hilfe noth, und bevor man die Wachstube erreicht hat, ist der Verunglückte meistens schon verloren. — (Vom Moor gründe.) Laut einer uns zugehenden Mittheilung betrug im verflossenen Jahre in den Gemeinden Stadtgebiet Laibach, Bresovitz, Brunndors, Dobrova, Dobrunj^e, Iggdors, Igglack, Log, Tomischel, Laibacher Zeitung Nr. 72. 560 31. M«rz 1898. Verblene, Franzdorf, Oberlaibach und Presser die Ausbeute von Torf 23,478.000 Stück Torfziegel; das durch-schnittliche Gewicht von 1000 Torfziegel in lufttrockenem Zustande berechnet sich auf 570 Kilogramm. Ein Fest-metcr buchenen Brennholzes mittlerer Qualität hat einen Heizwert von 810 Kilogramm Torf. —o. "< (Populär -wissenschaftliche Vorträge.) Gestern hielt Herr Professor Prost einen durch zahlreiche Experimente veranschaulichten Vortrag über Röntgen'schc Strahlen. Es ist Röntgens Verdienst, obschon andere Physiker bereits auf die Vorstellung der Längswellen aufmerksam gemacht hatten, dieselben als die Grundlage einer besonderen, durch die Körper hindurch-gehenden Wellenart oder Strahlcnart bezeichnet zu haben, während die Querwcllen auf ihrem Wege allerlei Störungen und selbst Unterbrechungen erfahren sollen. Auch hier ist es wieder die Elektricität, als allgemeine Bewegungsquelle, die von der elektrischeu Kathode aus, d. h. von der Stelle aus, aus welcher die negative Elektricität in die Stromvorrichtung eintritt, diese be« sonders gerichtete Wellcnbeweguug, die Kathodenstrahlen, ins Leben ruft und in einer neuen eigenthümlichen Erscheinungsweise, der Strahlcnphotographie, auftritt. Wir werden auf den interessanten Vortrag noch näher zurückkommen und erwähnen vorderhand, dass sämmtliche Versuche schön gelangen und zwei photographischc Aufnahmen mit Röntgen - Strahlen in verhältnismäßig kurzer Zeit ein überraschendes Resultat auswiesen. Das zahlreich erschienene Publicnm drückte feine Anertcnnnng durch lang-andaxerndcn reichen Beifall aus. — (Flotteumauöver iu der Aoria.) Aus Pola wird der «Neuen freien Presse» berichtet: Die Flottenmanöver in der Adria werden in der Zeit vom Mai bis August abgehalten werden. Die Sommcrescadre wird von den modernen schweren Thurmschiffen, den sogenannten Küstmucrcheidigungsschiffcn «Monarch», «Wien» und «Budapest», uud von den drei Casemattschiffen älteren Typs «Don Juan d'Austria», «Kaiser Max» und «Prinz Eugen» gebildet werden. Die drei letztgenannten Schlachtschiffe giengen schon im Jahre 1875 vom Stapel. Außer diesen sechs Panzerschiffen soll noch eine Torpedo-flottille bei den Flottenmanövern Verwenouug finden. Das Escadre-Obercommando ist dem Contre-Admiral Freiherrn voll Minutillo zugedacht, das Commando der Torpedoflottille dem Contre-Admiral Rudolf Grafen Montecuccoli-Poliuago. Das Schiff «Wien», das an den Flottenmanövern theilnehmen wird, weilt derzeit noch in Kanea, wird aber durch das Torpcdo-Nammfchiff «Kaiser Franz Josef» abgelöst. Als Nachfolger des in den taneifchen Gewässern bisher in Verwendung gestandenen Contre-Admirals Johann Edlen von Hinke, welcher das Hafen-admiralat übernehmen und Festuugscommandant von Pola werden soll, wird der Contre-Admiral Franz R. v. Perin-Wogcnburg genannt. — (Export nach Egyten.) Die öfterrcichisch-uugarische Haudclstammer ill Alcxandrien hat, von dein Wunsche beseelt, in möglichst zweckentsprechender Weife zur Hebung und Ausbreitung des vaterländischen Handelsverkehres mit Egypten beizutragen, den Beschluss gefasst, ihren bisherigen Wirkungskreis dadurch zu erweitern, dass sie von nun an einen monatlichen Bericht unter dem Titel «Mittheilungen über dcu Handel mit Egyptcn mit specieller Berücksichtigung der Interessen der östcrreichisch-ungarischen Monarchie» im Drucke crfcheiucn lassen wird. Diese Berichte sollen, kurz gesagt, theils in Special-aufsähen, theils in ausführlichen statistischen Daten alles enthalten, was den Angehörigen der Industrie und des Handels unseres Vaterlandes über egyptische Verhältnisse wissenswert sein kann. Außerdem hat die Kammer ein Informations-Bureau gegründet, dessen Aufgabe es sein wird, auf Grund eingehender Plcchtenntnisse etwaige Anfragen üsterreichisch-uugarischer Corporations uud Export-firlmn möglichst zweckdienlich zu beantworten. Die erste Nummer der erwähnte» «Mittheilungen» ist bereits erschienen uud hat nachsteheudcn Inhalt: Vorwort. — Die Creditvcrhältnisse in Egyptcu. — Berichte über die wichtigsten Exportartikel. — Allgemeines über den Import. — Handelsstlltistik. — Börsen- und Wcchsclcourse. — Die jährliche Pränumeration auf die Mittheilungen kostet 25 Francs in Gold, die Beantwortung eines Informatious-gefuches 5 Francs iu Gold, welche Taxe gleichzeitig mit der Anfrage per Postanweisuug einzusenden ist. Die Kammer lädt alle jene Kreise ein, deren Beziehungen zu Egyptcn entweder schon bestehen oder doch für die Zunknnfl gewünscht werden, sich an diesem Unternehmen zu betheiligcn. Das erste Heft der «Mittheilungen» liegt in der Kanzlei der Handels- und Gewerbekammer in Laibach zur allgemeinen Einsicht auf. — (Licfcrungs-A us fchreibuug.) Das Commando des Artillerie-Arsenals in Sofia hat eine Submission wegen Lieferung vou Blank-, Juchten-, Riemen- und Schafleder, Eiseumatcrial und Gelbgießerei-metallcn ausgeschrieben. Die Offertverhandlung ist für den 7. April, die Superlicitation für den I!. April d. I. bestimmt. Nähere Daten erfährt man in der Kanzlei der Handels- und Gewerbctammer in Laibach. — (W n id m ä n n is ch es.) Im politischen Bezirke Umgebung Laibach ist im abgelaufenen Jahre nachstehendes Wild zum Abschüsse gelangt: 1 Stück Rothwild, 358 Rehe, 1436 Hasen, 24 Stück Auerwild, 101 Stück Haselwild, 652 Rebhühner. 1080 Wachteln, 220 Wald- und 291 Moosschnepfen, 4 Wildgänse, 511 Wildenten. 90 Füchfe, 9 Marder, 18 Iltisse, 4 Fischottern, 1 Wildkatze, 9 Dachse, 5 Adler, 11 Uhus, 32 Eulen sowie 239 Habichte. Falken und Sperber. —o. — (Böhmische Mufikauten auf der Heimreise.) Achtuudvicrzig wandernde Musikanten alls Böhmen, zum größten Theile unter 21 Jahre alt, waren von vier böhmischen Unternehmern in Tiflis angestellt worden, erfuhreu aber dortfelbst eiue folche Behandlung, dafs sich die ruffifche Polizeibehörde veranlafst fah, die« selben, da sie mittlerweile gänzlich mittellos geworden waren, aus Russland zu entfernen. Auf Staatskosten heimgefandt, langten dieselben mit dein Lloyddampfer «Saturno» aus Constantinopcl in Trieft an, von wo sie polizeilich in ihre Heimat geschafft werden. — (Sanitäres.) Iu letzterer Zeit erkrankten in der Ortfchaft Feld in der Wochcin 3 Erwachsene und 10 Kinder an Scharlach-Diphtheritis, von welch letzteren 2 gestorben sind. Nach Abschlag dieser und der Genesenen beläuft sich der jetzige Krankenstaud nur uoch auf vier Personen. —o. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 29. auf den 30. d. M. wurdeu zehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar sechs wrgen Vacicrens, zwei wegen Excesses, eine wegen Reversion und eine wegen Uebertretuug des Betruges. —r. — (Diebstahl.) In der Zeit vom 15. auf den 17. d. M. wurden den Eheleuten Ioha n n und M aria Lampe, Kaischler in Unterloitsch, zwei Sparcassebüchel mit Einlagen von 825 fl. durch unbekannte Thäter aus ihrem Schlafzimmer gestohlen. Die Sparcassebüchel befanden sich in einer dem Johann Lampe gehörigen versperrten Kleidcrtruhe in einem geheimen, unter einer Lade angebrachten Fache. Die beiden Büchel sind von der trainischen Sparcasse in Laibach ausgefertigt; eiues lautet auf den Namen Johann Lampe aus 380 fl., das andere auf Maria Lampe auf 445 fl. Der Abgang der Büchel wurde erst am 23. März entdeckt, au welchem Tage Maria Lampe das Geld beheben wollte. Auf die bei der krainischen Sparcasse in Laibach eingezogenen Erkundigungen ergab sich, dass obiges Geld am 18. März bereits behoben worden war. Die gerichtlichen Erhcbuugcn werden gepflogen. —l, * (Todt aufgefunden.) Am 27. d.M. wurde, wie man uus aus Stem meldet, der 29 Jahre alte Grundbesitzers-Sohn Franz KompalHek von Kraxen auf dem durch die Waldung des Franz Hrovat von Kraxen nach Vrh führenden Fahrwege todt aufgefunden. Da Kompalsel abends vorher in Gesellschaft mit mehreren anderen Burschen im Gasthause des Karl Lavric in Kraxen viel Brantwcin getrunken und sich abeuds gegen 11 Uhr auf den Weg begeben hatte, fo dürfte er infolge des übermäßigen Vrantweingenuffes gestorben fein. An der Leiche wurden leine Verletzungen vorgefunden. Die Anzeige wurde dem Gerichte erstattet. —r. * (Deutsche Vühuc.) Als letzte Operetten-Vorstcllung und zum Vortheile der Sängerin Fräulein Hcrmine Kollin wurde gestern Offenbachs unverwüstliche «Schöne Helena» im allgemeinen recht brav, aber zu schwerfällig und schleppend anfgeführt. Das zahlreiche Publicum fand augenscheinlich großeil Gefallen an dcm lustigen Werte und nahm die Darstelluug sehr wohlwollend alls. Fräulein Kollin erhielt reichen Beifall und mehrere schöne Blumenspcnden, Herr Kapellmeister Gott-lieb eine prächtige Blumculyra. In dem Nachrufe, den wir der Spielzeit widmen wollen, werden wir auf die Operctteuaufführungen zurückkommen. — (Aus der Theater kanzlei.) Morgeu findet ein nochmaliges Gastspiel, uud zwar das letzte, des Adolf Fröocns statt; es gelangt Sturm-Trau's Lebensbild «Verjährte Liebe», ein Stück aus dem Wiener Leben, gemüthlich, lebensvoll, voll gesunden Humors, zur Erstaufführung. Dies ist die vorletzte Vorstellung in dieser Saison. Als Schlussvorstellung hat die Direction für einen auserlefcnen, gcnufsreichen Abend Sorge gc-tragen, uud findet ein Ensemble-Gastspiel der k. k. Hof-burgschauspielcr Karl v. Zeska, Alexander Nömpler und Hcdwig Bleib treu statt. Das Programm des Abends ist nachfolgend zusammengestellt: 1.) Gedichte, vorgetragen von Frl. Hcdwig Bleibtreu; 2.) «Fritz-chen », Drama in einem Acte von Hermann Sudermann; 3.) Humoristische Vorträge von Alexander Römpler; 4.) «Lästige Schönheit», Lustspiel in einem Act von Ludwig Fulda. Der Vorverkauf für diefe illustre Vorstellung wird bereits heilte eröffnet und bis Sonntag fortgesetzt. Die morgige Vorstellung findet bei gewöhnlichen Preisen statt, und haben Blocks sowie ermäßigte Karten Giltigkeit. Am Sonntag jedoch werden erhöhte Preise eingehoben uud entfallen alle wie immer gearteten Begünstigungen. — (Telegraphen-Verkehr mit der Türkei und Kreta.) Von nun an können Telegramme an die griechischen Minister und Eonsuln in der Türkei wieder in geheimer Sprache abgefasst werden; ferner find die Beschränkungen bezüglich Abfassung der Privattelegramme nach Kreta aufgehoben. Neueste Nachrichten. Sihung des Abgeordnetenhauses am 30. März. (Original-Telegramm.) Vor Nebergaug zur Tagesordnung verlangt Abg. Dr. Verkauf (Socialdemokrat), dafs fein Dringlichkeitsantrag wegen der Confiscation von Zeitungen, welche im Abgeordnetenhause eingebrachte Interpellationen zum Abdrucke brachten, nach der Verhandlung der Nothstandsanträge verhandelt werde. Der Antrag findet nicht die nöthige Zweidrittelmajorität. Abg. Wolf (Schönerianer) verlangt, dass über seinen gestern zur Tagesordnung gestellten Antrass die Abstimmung eingeleitet werde, was der Präsident ablehnt. Der Präsident ertheilt nachträglich dem Abg. Daszynski (Socialdemokrat) wegen einer ungcbürlichen Aeußerung über das ungarische Ministerium in seiner letzten Rede den Ordnungsruf. Das Haus geht zur Tagesordnnng über, das »!' zur Verhandlung der in Nothstandsangelegenheuen eingebrachten Dringlichkeitsanträge. Zur Verhandlung gelangen dreizehn Nothstands-Dringlichkeitsanträge. Abg. Kern beantragt die An-setzung eines 48gliedrigen Vudgetausschusses, der morgen gewählt werden und Freitag über seinen Dringlichlclts' antrag berichten soll. Das Haus nahm sodann ^ Dringlichkeit sowie den Antrag der Wahl elnes 48gliedrigen Budgetausschusses an. , , Abg. Schönerer führt in Begründung />" Dringlichkeit seines Nothstandsantrages aus, am drlM lichsten sei die Erledigung der Sprachenfrage. Er "^ dauere, dafs das deutfche Volt in Oesterreich ^' manchem feiner Vertreter in den wichtigsten nationale Lebensfragen im Stiche gelassen werde, und behaupte, die deutschen Abgeordneten hätten dein ehemals Ministerpräsidenten Baron Gautsch zugesichert, w^ Ministerantlage wegen der Sprachenverordnungen g^ Baron Gautsch einzubringen. Abg. Groß bezcich^ diese Behauptung des Abg. Schönerer als gänzlich "' funden. ,'. Abg. Peßler begründet die Dringlich" feines Nothstandsantrages und beantragt die Emsctz^ eines besonderen 36gliedrigen Nothstandsausfchu!!. Redner polemisiert eingehend gegen die tatholli^ conservative Majorität im oberösterrcichischen "<"' tage. .,-, In der Debatte über die Nothstands-Dringlichlel^ antrage constatierte der deutschvoltlichc Abg. K"ll ' die heutige Behauptung Schönerers beruhe auf " Hafteln Tratsch und entbehre jeder Grundlage. UN fortwährenden Schmährufen Schöncrers gegen Linke und Dr. Lueger bezeichnet Kaiser die ^. hauptungen Schönerers als Verleumdung. (LebtM Beifall und Händeklatschen links.) .^. .„ Die Schönerianer Turk und Kittel pulcims»^ gegen Kaiser. Abg. Kittel behauptet, er habe ",^ Steinwender gehört, dass die deutschen Parley den Besprechungen mit Oautsch erklärt hätten, »ntt ^ neuen Sprachenveroronungen nicht formal, "«) materiell einverstanden zu sein. (Widerspruch lu' >, Steinwcnder erklärt, er habe gerade das ^^gel 7 gesagt, nämlich, dass seine Partei meritorisch "lO verstanden sei. Steinwendcr wirft Schönerer ^üge A- Abg. Funke erklärt namens der DeutschforM'; lichen, dafs die Mittheilung Schöncrers unrichtig^, Seine Partei habe beschlossen, gegen Gautsch keine ^ klage zn erheben, nnd zwar nach reiflicher "^ .^ legung. Seine Partei fordere die Aufhebung ^ Sprachenverordnungen, verwahre sich aber geg^" Dictatur. . ,^e Abg. Wolf greift die deutfchen Partelen " ^ Dr. Luegcr an, von welchem er behauptet, d^p .^ (Lueger) versprochen habe, die Dentschnationalen.^ Wien zu bekämpfen. Gerade diefer Zwist werde , leicht zur Schaffung einer wahren Volkspartei s»") (Beifall bei den Schönerianern.) .^ ^ Dr. Lueger erklärt, er verstehe unter ^e» ^ bürgschaft der Deutschen das Unterordnen des ^ zelnen unter die Gesammtheit. Redner bezeichne ,^, Behauptung Wolfs betreffs Bekämpfung der 2X" ^ nationalen als bewufste Lüge und fagt, er >e guter Deutfcher, aber auch ein guter Oesterreichs -^ Abg. Schücker weist entschieden die Behaupt" v^ Wolfs bezüglich der Fortschrittspartei zurück "" ,^ zeichnet die Haltung seiner Partei als voUlo" ^ correct und den Interessen des deutscheu Volkes ^ sprechend. ^ Sämmtliche Nothstands - Anträge wurden h, Vudgetausschufse zugewiesen und die VerhanoluM gebrochen. Nächste Sitzung morgen. Die Lage im Orient. (Ortgmal'teleglllmm.' kittill^ Constantinopcl, 30. März. Fürst 3"" ^ von Bulgarien sandte der Prinzessin Naime al""'^, ihrer Vermählung kostbare Geschenke, welche ^ ^ garische diplomatische Agent Markos heute ,""" .M. Glückwünschen des Fürsten im Wdiz-Palais dar^ .jacher Zeitung Nr. 72. 561 31. «ärz 1898. l^.^vnstantinopel, 30. März. Die fremd-°2?" Militär-Attaches beschlossen in einer heute ;ur m - M Versammlung, am 15. Mai die Arbeiten '^Wmimung der thessalischen Grenze wieder auf- witti ? ^ ^' ^- März. Ueber Ersuchen der Admirale lnaX ^schmal) Pascha ein, am 2. April die otto-z^M^n Truppen aus der Umgebung von Kanea Die Vorgänge in Ostaften. (Original-Telegramme.) ch^ Petersburg, 30. März. Die Blätter bespre-^"" russisch-chinesische Uebereintommen, Hebendessen ein^ M'^liche Bedeutung hervor und nennen es '"en Triumph Russlands. schilt"kohama, 30. März. Die englischen Kriegs. liH^ 'Powerful», a .c? ^" "ften Wahlku'rper vorgeno,nmen uud wiil^ IMfvrtschrittliche ""d 17 Christlichsociale ge-^^ Deutschfortschrittlichen gewannen einen Sitz. deuts^ An' ^' M"'z' (Orig.-Tel.) Wie die .Nord-Gen^ r ^""^ ^itung. "^ldet, begibt sich der des A p ?""l ^es deutschen Kaisers und Commandeur nach N?' Regiments Oberst v. Moltke heute abends Auftra? ! urg, um dem Kaiser voll Russland im dingen ^' Wilhelms zwei Jagdgewehre zu über- hande^"!^ ^^' ^^z- (Orig.-Tel.) Die Kammer ver-der Np,;?. den Bericht Vivianis über die Haltung beantraat - " ^ Panama - Affaire. Der Bericht General» "" Tadelsvotum gegen den ehemaligen Echlm«« . "^^' Bcaupaire. Viviani begründete die Die ^"'""ge und machte Beauftaire viele Vorwürfe. Vwimiia '"? beschließt die Affichierung der Rede P«.'"nd nimmt einstimmig die Schlussanträge an. bels s^ 'r^' März. (Orig.-Tel.) Infolge des Ne-Vatignoll^^"^ """'gens auf der Gürtellinie bei statt 3jj« ^n Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge ^^ler^ersonen wurden leicht verwundet. Verstorbene. p ^lm 2« ^„^'" Siechenhaufe. «V^m^ pul, °^' ^"^" ^""^' Inwohnerin. 75 I., ^"ellrologilch^Beobachtungen in ^aibach. ->—->_^^ Seehöhe 306 2 m. « ^—?—-------.------------>--------------------------------- ^ ^ kZ^ M ! «nllcht K3Z 8a ^uTU^^ii. "^ ^ -^-^__________-______-^ 7^ »Ab ?A n ^'6 S.mäßi^ bewölkt ^ l'U~U^~^—-^'^_ iN^schwach Regen_______ Dag 5 ^ ^'^ l NO. schwach'"' Regen ,11? ^^' «der d«?3"""" der gestrigen Temperatur 7 9°. »m «7^^-^. normale. "Ulcher Rttter von Wissehrad. Lottoziehung vom 30. März. Prag: 80 32 25 2 . 58. Volkswirtschaftliches. Laibllch, 30. März. Auf dem heutigen Markte sind er-schienen: 2 Wagen mit Getreide und 10 Wagen mit Holz. Durchschnitts«Preise. Mlt.- Mgz,- Mlt,. Vlgz.. fl. lr, fl. lr. fl. tr. fl, tr. Weizen pr. Heltolit. 12 80 13 — Butter pr. Kilo. . — 85------- Korn , 9 20 9— Eier pr. Stück . . —, 2—!— Gerste . 8 — 8 — Milch pr. Liter . . — 10 -^— Hafer » 7 50 7 50 Rindfleisch pr. Kilo —! «4 — — Halbsrucht » —!-------— Kalbfleisch » — 66—^ — Heiden » 920 9 75 Schweinefleisch » —,70 —— Hirse » 7 50 750 Schöpsenfleisch » —40 — — Kukuruz » 6 60 6 70 Hähndel pr. Stttck — 60 —!— Erdäpfel » 3,80 — - Tauben » >13 —!— Linsen » 14------->— Heu pr. M. Letztes und Abfchieds»Gastspiel des Herrn Adolf Frvden vom Raimundtheater in Wien. Novität! Zum erstenmale: Novität! Verjährte Liebe. Lebensbild mit Gesang in drei Acten von Sturm und Irau. Musik vo n M. v. Weinzierl. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 5: U. FLIX ^ Herrezigrasse IŠTr. G, IFarterxe xeclrts. Erstes und ältestes Wohnungs-, Dienst- und Stellen-Vermittelungs-Bureau (behördlich bewilligt) empfiehlt und placiert Dienst- und Stellensuchende aller Art für Laibach und auswärts. Gewissenhafte, mögliohst rasohe Besorgung zugesichert. (856) 25-22 Die Laibacher Ffeischhaueroenossenschaft beehrt sich dem P. T. Publioum bekanntzugeben , dass infolge Verordnung der hohen k. k. Landesregierung in Laibach vom 27. April 1895, Z 5500, LG. Bl Z. 13, der Fleischverkauf an Sonntagen nur bis 9 Uhr vormittags gestattet ist und zu dieser Stunde alle Fleischbänke in der Stadt und in den Vorstädten gesperrt werden müssen. Laib ach am 26. März 1898. Der Genossenschafts-Vorstand: (1209) 3 -2 «Fo&cf Kozak. Professor Dr. Inverardi Präses der medioinischen Facultät, Director des Institutes für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der königl. Universität zu Padua hat wiederholt die Magen -Tinctur des Apothekers Piccoli in Laibach erprobt, und empfiehlt dieselbe wegen Ihrer vor-ztigliohen Wirkung. (461j 10—9 Course an der Wiener Oörse vom 30. März 1898. n°ch dem oMene« Courmatte Geld Ware Vom Vtoaie zur Zahlung Ubernommtne Gisenb.»Pil»»^ vbllglltionen. lliwbtthbahn «0« u. 300« M. 4'/, ab 1U"/<, «, Gt. ... ne 7Ä li? 75 «lisabethbahn, <«> u. 2884, 4»/<,(blv.St,)S.,f. luo sl, 3t. lW2U l(,l-2u Ung. «olbrente 4°/„ per Cass« l^i^N i!il 40 dto. dto. per Ultimo . , . . l2l-2U'l2l, n> dto. Rente i» Kroneüwähr., 4°/„ flturificl sllr 200 Kronen Nom. W 25, 9!» 4l> 4°/„ bto. b/,°/, 11U ..... 122 10 12«- bto, 4>/,°/„3cha»iregal.Nbl,.Ob1. n.u-üü,«>l 65 bto. Präm.'llnl. l^ 100 sl, «. W. ,s,„ — l6> — bto dto. i^ bN fl. «. i». lU0 - lßl - TheIH.«eg..L«s« 4°/, 10« fl. . ,41 b0 142 l>0 Grundtntl. - ybllgalionen (für 100 fl, VM.). 4»/„ ungaiilchc (100 fl, 0. W.) . «7 2b 96 25 4°/, lroatlsche und slavonisch« . 87'7ü l>» 7d Andere össentl. Anlehen. DonllU'Utg.-Lose b°/„ . . . . i?0 — l»l — bto. .«»leihe 1»7> . . lUS - " ^ Nnlehen b« Etabt Vü« . . iliiüN ^-'— Ailleyen b, Stadt,irmel»d« Wien lUt — l<1!» — Äüleyen b. Sladl!>l'!»e!»de Wien ,Silber uder Oold) . , . . iliN 50 12? !>0 PlämIcnAn!, b, Llabtgm.Wltn llw - lUU b« ihörsllillll.Anlch en. v«l<»»b, 5'/, 10« »a l«l A, 4°/, «l,aw« 2andl».«lnl«h«n . 9U - ^ »" Veld Ware ßftndbrles» (für 100 fl.). »oder. »Ila,ost.ln5aI,»nl.4«/, 99 iu loo- dto, PrHm..«2chldU. N«/,, I, »«. 119 75 ILU 75 bto, dto. 3«/a, II, u N -üsterr, Aande«-Hyp.-«nst. 4»/, 9U «u NW W Oest-ilng. Vanl Verl. 4°/„ . . 1004U wi 40 bto, dto. 50jähl. „ 4°/« . . 10U 40 1U, 40 eparcasse.l.üst.. »oIb'/,"/««. 101 5U -- ßriolltäl«.Vbligatl«n«n (lül 100 fl.). sserblNllndz.Noidbahn «m. l8« ilxi'50 101 5U Oesterr, Nordwestbal,!! . . . 111'üO 1l2 30 VtaatsbahnSo^ilFrcz^anp^t. 223 50 224 l« Sudbllhn »"/» ^Frc«. 500p, St. 183 <0 184« d!o. b"/. il2U0sl. p, 100fl 12L'40 12?'4U Una,'galiz, Bahn..... «0880 in« 80 «»/, Unterliali«, V 99 50 100- Danket«» 7— 4b«- «rot.«»st. f. Hand, u, «, n>n ft---------"^ dto blo per Ultimo Septbr. 3N4-75 » °»l.«lla,»»a.. «<«ft. . »»2-!l5 3»!l ?!. 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(lit. v) 200 fl, T. 260 — 2!»' 50 Prag-Duzer ltlsml,. 150 sl, V.. s,''25 95.75 Ztll3t«elsenb°h» 200 ,l, T, . »"75 342 25 Sübbahn 200 fl. E..... 7""^ '/ " Vüdn°"dd, Verb, -V. 20.' fl «M. 209 - 20? ü<1 Iramway Oes,Wr..l?0sl°.!». -'- - " b!°, E>". l»87. 200 sl, . . 502-504-Iramwa» Gel-, «exeNr., Pr<^ ^i<^,« Al-tie» inn fl, . . . l2«'5r>>»«^ N,m a°'!z °ki"w,-Ueiha . «rst!-. »0 fl. l3,'5O 132-— ElbemMil", Papiers, „ «5, ». >.,!! 50 98 - Ilk'swller «railerfi U>0 fl. . . ,45 50 14« 7.°, Moiilan-Htsellsch,. l>sl, -alpine l»ü 05 153-55 Planer «iisen-Inb.-Ges, 200 jl. ?:n— ?»4 — Slllgo-lan, Glelnludleil «0 fl. «20 — üli2> — „3chl»«l»öhl". Puplerf. «»ll. 207— «0«— Velb Ware «li,aller Kohlen».«Ves. 7« st. 182 —l84 — Wllsfens..O..0est.inWien,ieofl. 304— 306 - wagaim Utihans«.,«!!«.. lnPeft, 80 fl. . »' " ", ^^,.^ ^g.^. Wr. Ballgesellschaft ,00 fl. . . "0 25 «125 »ienerberger Zie«el.«ct........ 120 45 2055 ««i« ........ 4? ü?» 47 65 Vt. Peteribur« . . . . » —— — —, Palulen. 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