3K.3. Samstag, 4. Jänner 1902. I»hlgang 121. Oaibacher M Zeitung. Aänumtra««nsprrlS: Mit Postoeijendung! ganzjährig.W ll, Halbjahr«,, 15 li. Im Comptoir: aa^< Mr«g 28 x^ H„i5^h^ ^ ^ Für hi^ «ustclluiig ii,^ Ha^ ganMrlg 2 li. — Inselttonö«,bU,: Für lie!»« Ixierate bis ^ 4 geilen 5« b, grvfte« per Zelle l!i l») l>l> öfteren Wiederholungen per >Me l! t>. Die ^Lllibacher geitung» erscheint tW!ch, niir «lliöiuhme dti Ionil ,ml> Feiertag«. Tie Abmiuistlalio» bcstiidet sich Cunssrelsplah M, «. die «edactton Lalmatin-^asie Htr. «. Vpicchstluchen d« Uedactwn vou 3 bis iu Uhr vormittags, Uniranliertc Vriefr werben nicht an»ciwmm«n, Manujcnpte nicht z»inkl«est>ut der-schränkten Armen der Möglichkeit entgegensehen, dass das einzige Gebiet an der asrikaniscklen Küste, iln Mittelineere, das bishM uo,l der Vorherrschaft westeuropäischer Staaten freigeolieben ist, nämlich Tripolis, bei der etwaigen weiteren Entwickelung der Schicksale desselben in einen Machtbereich gelange, durch den eintretendenfalls das Thor dieses Gebietes dein Handel und Bevölkerungsabflusse Italiens ver-Iprrrt werden könnte. Das römische Cabinet sott nicht gezögert haben, seinein Unbehagen über die durch das fnglisch'französische Abkommen eröffnete Perspective ni Paris sowie in London Ausdruck geben und daran die entschiedene. Erklärung t'nüpfen zu lassen, dass Italien, dessen ganzer Leib soznsagen im Mittelineere Uecki, den Eintritt der angedeuteten Eventualität i>urchau5 ,ncht dulden tonnte. Die von englisch Seüe untenwlnnienen Versuche, die. italienischen Bedenten zu entträsten, sollen in Rom »licht überzengcnd gennrkt haben, »,an gelangte vielmehr in der italienischen tzanptstadt nach dem sN'sammten Stande der Frage zu der Eonseailenz, dass eine Anseinandersetznng mit Manlreich für die Sicheruug vitaler Interessen Italiens ersprießlich wäre. Der voui früheren italieni» Ichm Minister des Aeußern, Marchese Visconti "Uenosta. init dem Pariser Eabinelte eingeleitete Ge° bankenanstansch ergab eine befriedigende Anftlärung "bor die gegenseitige Ttettuug in, Mittelmeere und die ^rlrnittnis der Möglichkeit hinreichender Anpassnilg äwischi,»,! heil beiderseitigen Bedürfnissen. Das Eoniple. lnent der französischen Zugeständnisse hinsichtlich der ^lnerkennnng der Interessen Italieils ill Tripolis WIlen italienische Einrämilungen gegenübei' den An-Ipriichen Frankreichs bezüglich der künftigen Gestaltung der Dinge in Marokko bilden. Diese Erörterung swlschon Rom und Paris war das Wert Visconti- Venostas nnd der Antheil des jetzigen italienisclM Ministern des Aellßern, Herrn Prinetti, an der Action bcsteht hauptsächlich darin, dass er Anlass nahm, von dicier ^^uiesftrack)e zwischen den beiden Eabinetteu der Oeffentlichteit Mittheilung zu machen. Dies bedeutet insoserne einen Fortschntt d^»r Angelegenheit, als den Eröffnungen Prinetns in der klammer eine Ver» ftändignng mit der französischen Regierung über die Ausdrücke voransgieng, in welche die Kennzeichnung des Verlaufes und Sinues des Meinuilgsalistausches d<:r beiden Mächte zu fassen war. Diese genetische Dar» stclluug lasse erteimen, dass die italienisch-französische Auseinandersetzung, sowie sie einem außerhalb der Dreibimd Angelegenheiten liegenden Gebiete ent-sprosse»! ist, auch in ihrer Entwickelnng auf,die Zirtel dieses Äündmssev incht störend einwirkt, da es sich um den Schntz solcher Interessen Italiens handelt, den dieser Ttaat nicht aus seinem Vündnisverhältnisse schöpfen kann, sondern durch eigene Vorkehrungen schaffen muss. Ocsierreich-Ungarn nud Paraguay. Einem der „Pol. Eorr." uorli^enden Ämchte aus Paraguay ist zn entnehnien, dass der Präsident dieser Nepublik, Herr Emilio Acedal,. den neilen oster l cichisch ^ ungarischen Ministerresidenten in Asuncion, Grafen .Uuziebrodzli, vor niehreren Wochen in An-tritts^ludienz enipfangen hat. Graf Kozieorodzki, der gleichzeitig al<; Vertreter der Monarchie in der argen^ tinifchen »lepublit beglaubigt ist und seinen Sitz in Vuenos-Amc^ hat, hatte sich zum bezeichneten Zwecke von dort nach Asnncion begeben. Bei der Andienz ilbe^ reichte er dem Präsidenten seine Accreoitive,, sowie da5 Abberufungsfchreiben des friiheren Ministerrefidenten Würste» Wrede nnd betonte in feiner Ansprache in üblicher ^orm die frenndlichen Aeziehungen zivischen Oesterreich-Nngarn lind Paraguay. Graf Koziebrodzki erinnerte bei diesem Anlasse daran, dass er scholl früher mit einer diplomatischen Mission in Südamerika be« traut war nnd sich freue, wieder in diesen reichen nnd anssichtsvollen rändern zn weilen. Präsident Aceval begnügte sich ill seiner Erwiderung nicht mit kurzen HöslichteitHformeln, sondern äufzcrto sich in sehr freundschaftlichen Worten, indem er erklärte, dass der nene Ministerresident ill diesem Lande, das für Oester-reich Ungarn und dessen Herrscher anfrichtige Zu-»-eiguilg hege, der herzlichsten Aufnahme sicher sein tonne. Der Ministerresident werde sich davon überzeugen, dass die Behörden und das Volk in Paragttay die Landsleute des Mi nisterresidenten, „die als fort» schrittliche, arbeitsame und ehrliche Allsiedler an dem Werke unserer nationalen Fortschritte mitarbeiten", mit dem größten Wohlwollen behandeln. KuweN. Verschiedene in Eonslantmopel eingetroffene Eon-sularw'richte constatieren, dass gegenwärtig zwischM Mnbaret el Sabcch, dein noinmeUen, türtischen Kai' makam von Vtuweil, und ^bn il Naschid, dem selbst» ständigen Herrscher vsn ^ Missionen überwacht, befindet sich noch immer in Vassorah, woraus man schließen Zu können glaube, dass türkischerseits die Situation noch keineswegs als geklärt und beruhigt betrachtet werde. Au5 mehrfachen in Bagdad und Bassorah beobachteten Anzeichen sei zu erkennen, dass, die jüngste türkische Ti-uppenconccntration bei Sa« mavah keineswegs gegen Mubarel ei Tabah allein go richtet war, sondcm überhaupt gegen alle mehr oder weuiger unabhängigen Araber^Stämme so z. V. dic Montefit Araber nnd sogar gegen Ilm el ?1iaschid selbst, da dessen gegenwärtige 5ülkenfrenndlichkeii keine^lvegs als eine aufrichtige und dauernde angt> seheil wird. Das Hanptmotw der jehigen türlen« freundlicheil Hallung Ibn cl ^aschids sei zn.'eifellos ein rein egoistisches: nämlich da,5 Bestreben sich mtt türkischer Hilfe seines Nebenbuhlers Mubaret el Sabah zn entledigen. Türkischm'eits wlirde aber nicht mit Unrecht, befürchtet, das'?, sobald dies geschähe, Ibn el Naschid, desseil Eiilflllsssphäre sich natürlicherweise aus die unter Mubarets Protection stehenden Stämme onsdehnen lvürde, bald seine Haltung gegen die Türken verändern könnte. Mit dem Stamme Anezah, der mit Mubarek verbunden ist, werden zur Zeit Unter» Handlungen gepflogen. Alls diese und alls andere fried' lichc Verhandlungen scheine man türkischerseits das Hauptgewicht zu legen. Es habe den Anschein, dass dies geschickte Bestrebungen seien, mn Mnbaret zu schwächen und zn isolieren. Feuilleton. Tie neueste Orthographie. (Fortsetzung.) . . bewahrt in solcher Verbiuduug das Hauptwort '^"f"' ursprünglichen Wert, so wird eo mit großem y "sangsbuchstaben Mchrioben, z. V. er hat keinen Teil "nr, »5 findet eine gliteStatt, er tat sich ein Leid an. bindu!^"^"^l)ö'^ und Umstandswörter in Ver-kür'«'/"'' ^^ ^ uäheren, des weitereil, des weitem tt".^ ^^"' ""'" deutlichste, allfs nene, bei inln«..^ -"' ^^^ 'Ul allgemeiilcn, im ganzen, im so Mlden, nn lvefentlichen, im voran», ohne weiteres, >' neuem, von vorn, vor kurzem, zum letzten, bis auf "lere^, von klein auf, nm ein beträchtliches. Ebenso m unveränderlichen Verbindnngcn nne alt nnd iuug, ,^» ^" "' ^'" und reich, durch dick nnd dünn, "„" uirz oder lang- j,'der beliebige, der erste beste, n lev inogllche, un großen ga.lzen; ferner ill Redens-n «,! "" U". ^'""'"' ''")"', ^" gnte halten (kon,-attn / i!"" ^^"^ baben, ini reinen sein. Man schreibt nbn- "' "''^'"^ "'^ äußerste, sie liest am besteil'. "'" Vchc""' "'^' ^ "leußerste gefaßt, e,o fehlt ihm sen ?!"/ ^'^ Eilbelltrenlmngen, wie Knospe, kälnp. hen' ^. '^^ '5""'" (bisher: Kno-spe, känl-pfen, kra. Gnm^>^^"^ die Satzzeichen »v.lrde ans "Md der b,yher,gl>n Elfahrnngen im Cmzelnm ?r- lreitei-t. i'lell, aber sehr zu begrüßen ist die Negel: Der Beistrich trennt die cinzelneu Sätze einer Satzverbiil» dung. Silld die Sätze mit und verbunden, so steht kein Beistrich, z. B. der Mensch denkt und Gott lenkt (früher: Der Menfch denkt, und Gott lenkt). Die Schreibnng der Fremdwörter weicht von den bisher i» den östcrreichifchen Schulen geltenden Regeln vielfach ab, daher es sich empfiehlt, die wesentlichen Grundsätze hier im Wortlallte zur Kenntnis zu bringen. l.) Insoweit die fremde Aussprache keine Aenderung erfahreil hat, wird in der Negel auch die fremde Schreibweise beibehalten, z. B. Chef, Chaise; Tour, Noute (Neiseronte); Logis, rangieren: Jalousie, ^onmal; Ballon, Refrain; Adagio; Violoncello. 2.) Der K-Laut wird meist mit k, der Z-Laut mit ,; geschrieben, u) Für c mit dem K-Üaute schreibt man in ge-läufigen Fremdwörtern t, auch in solchen Wörtern N elche die lateinische Endung -um (Mehrzahl --a) oder die franzöfifche Eudung -eur haben, z. B. Publikum, Adjektiv«; Kondnktenr. Insbesondere schreibt nlan immer l in den zahlreichen Wörtern mit der Vorsilbe »o- (Kol«, Konl°, Kon-, Kor-) ,lnd in der Verbindung mit t, z. B. Konfession, korrigiereil; Edikt, fnktifch; Uonjnllltio, Konfekt. Ferller schreibt man immer k in Wörtern griechischen Ursprungs, z. B. Akademie, Diakon, elektrisch, Protokoll, Syndikus. Beibehalten wird dagegen c oft in solchen Fremdwörtern, die auch sonst undontscho LmttbeMhmmH bewahrt haben, z. B. Coiffeur, Directrice. Indessen ist hier der Gebrauch vielfach schwankend. In einigen ganz eingebürgerten Fremdwörtern dieser Art schreibt man t, z. B. Korps, Kompagnie, ferner Karton l.vergl. kartonieren), Kolportage (vergl. kolportieren). d) Für c mit dem Z^Lante schreibt man in allen gelänfigen Frenidwörtcr» z, auch in solchen Wörtern, uelche die lateinische Endnng »liin (Mehrzahl «a)^ haben, z. B. Medizin, Offizier-, Offizin, Parzelle, Po« lizei, Porzellan, Procch; Partizipiulu; llnd i>l der Endnng zieren, z. B. ererzieren, multiplizieren, mu« siziercn. Insbefondere muss der Z. Lallt »nit z ge-schriebm lverdeil in Würteni, in denen ein m-sprüng-liches c mit dem K-Lant dlirch l zn bezeichnen ift^ z, B. 5lonzert, Konzil, Kruzifix. Tas fremde ti bleibt vor betontem Selbstlaute, z. B. Patient, Quotient; Auktiou, Nation. Vor unbe« tontein e schreibt man meist zi, z. B. Grazie, Inare' dicuzieu, Reagenzien nebeil der dem Lateinischen ant« spreclMden Schreiblillg Illgredientien, Reageritiell,' doch hinter l schreibt man ti, z. V. Altien. In einigen griechischen Wörter,?, die uns aus dem Lateinischen mit der Vezeichnnng des nrsprünglichell tt Lallten durch c überkonlnien sind, nnrd jetzt das c n,'ie z gesprochen; es dars daher statt c auch g gl!' schrieben lvclden, z. V. Diözese, Szene. u) Staat cc mit deni K-Lauto darf »nan überall kf. statt cc »nit dein Laute von kz überall kz schreiben, z, B. Akkord, Akkusativi AlMt, Akzise. (Schluss i«ht.z Lllibacher Zeitung Nr. 3.______________________________________16_____________________________________________4^Iäntter 1902. Politische Ueberficht. Laibach, 3. Jänner. In einer Itnten'edilng mit dem Eorrespondenten der „Bohemia" hat der Ministerpräsident Dr. von Koerber sich dahin geäußert, dass er das Parlament nicht herabgesetzt habe. dieses selbst habt.» es gethan. Dass eine Nadicalcur unvermeidlich ist, habe nicht nur das Abgeordnetenhaus durch die forcierte Thätigkeit, sondern auch die Bevölkerung durch ihr üseiäMltiges Verhalten bewiesen. Es sei zu wünschen dass die schwache Besserung, welche vor den Weih nachtsferien zu constatieren war. anhalte und das Parlament sich wieder finde. Man könne zwar nichts voraussagen, aber ein übertriebener Pessimismus sei nicht am Platze. Durch die in Aussicht genommene deutsch - czechische Verständigungsconferenz soll da'' Terrain für die Verhandlungen geebnet, die Stimmung beruhigt werden: die Theilnehmer an der Con-ferenz sollen sich mit festen Vorsätzen an den grünen Tisch setzen: sie sollen wissen, was sie zu verlangen haben, was sie geben können. Deshalb sei es gefährlich und der guten Sache gewiss nicht förderlich, wenn schon jetzt eilizelne Postulate aus dem Zusammenhange herausgerissen und lvenn durch die Publicistil Forderungen erhoben werden, welche hie und da gar nicht Forderungen der Abgeordneten sind. In den Neu j a h rs betr ach tu ng en der Wiener Blätter wird die Besserung in der inneren Lage constatiert, loelck)e in den letzten Tagen der Par» lamentsthätigteit zu beobachten war und im Hinblicke auf die großen Fragen, deren Lösung im Jahre !W2 erfolgen muss, der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Verständigung zwischni den Nationalitäten zu einem günstigen Resultate führen, das Parlament, um dessen Existenz es sich handelt, zu neuer iti-aft em» Porwachsen werde. Es wurde auch ein Vorschlag gemacht, die nationale Versöhnung nicht durch Abgeord-nete herbeizuführen, sondern einem Areopag zu über-tragen, der der Einflussnahme der Wähler entrückt sein soll. Das „Vaterland" veröffentlicht ein päpstlich e s S ch r e i b e n an denEpiscopat von Böhmen und Mähren, in welchem Nachschlage wegen der durch die Tprachverschiedenheit verursachten Un-einigteit ertheilt werden. Der Papst erklärt darin, dass er sich der Entscheidung der- bezüglichen Streitpunkte enthalte, und fügt hinzu: ..Jedenfalls verdient der Schutz der Muttersprache, wenn er sich innerhalb bestimmter Grenzen hält, keinen Tadel: was jedoch von allen übrigen Privatrechten gilt, muss auch hier als geltend festgehalten werden, dass bei ihrer Verfolgung der gemeinsame Nutzen des Staates nirgends leide. Es ist also Aufgabe der Leiter des Staates, unbeschadet der Billigkeit, den ungeschmälerten Bestand de.s Rechtes derEinzelnen zu erstreben, vorausgesetzt jedoch, dass hiebei das gemeinsame Wohl des Staaten in it rast bestehe. Die Personen des geistlichen Standes müssen allen übrigen durch ihr Beispiel vorangehen." Die Drahtung, womit Präsident Loubet den drahtlicl>en Neujahrs ° Glückwunsch des Kaisers vonNusslnn b beantwortete, Yat folgenden, nunmehr genau festgestellten Wortlaut: „Sr. Majestät dem Kaiser von Nusslcmd', Carskoje-Selo. Sehr gerührt von den Wünschen, welche Ew. Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin für das befreundete und verbündete Frankreich hegen, fühle ich mich herzlichst gedrängt. Ihnen meine lebhaftesten Danksagungen auszudrücken. Frankreich, welches dem ziveiten Be-suche, den Ew. Majestät ihm zu widmen geruht huben, eine dankbare Erinnerung bewahrt hat, wird mit Freuden den glücklichen und dauernden Eindruck erfahren, welchen dieser neue Aufenthalt unter uns bei Ihnen und Ihrer Majestät der Kaisei-in hinterlassen hat. Emile Loubet." Aus G l asgow , 2. Iäuner, wird gemeldet i Die Schiffsbauer im Clyde erhielten von der Ad° miralität die Aufforderung, tt o st e n v o r a n ^ s ch läge für zwei Linienschiffe, fünf Panzerkreuzer erster Classe und zwei geschützte Kreuzer dritter Classe einzureiä>en. Die Linienschiffe sollen die größte Artil-leriebewaffnuug in der gesammten englische»! Marine erhalten. Die Vergebung der Vaucontrarte soll sofort erfolgen. Nach Meldungen aus Kiel hat der deutsche Kren zer „Gazelle" Befehl erhalten, nach V enezuela ab zugehen. Deutschland verstärkt also seine Macht mittel im Earaibiscl>en Meere, denn die „Gazelle" ist das fünfte Schiff, das »lach der venezuellnnfchen Republik gefendet wird. Der große Kreuzer „Pineta" nnd der kleine Kreuzer „Falke" befinden sich bereits in dor tigen Häfen, die Schulfregatten „Molrte" und „Stein" find anf den« Wege von den westindischen Inseln nach Venezuela. Tagesneuigteiten. — (Selbstmordversuch wegen — Zahn-schmerze n.) Aus Wien tommt die folgende absonderliche Meldung: Der Schuhmacher Franz Doolihty trcml am Syl-vesterabend eine Phosvhoilösung. Doblihly wollte wegen startn Zahnschmerzen seinem Leben ein Ende machen. Die Ncttungsgesrllschaft brachte ihn ins Allgemeine Krankenhaus. — (Von einer falfch gelesenen Schenkung) wirb aus Oberschwaningen in Mittelfrcmlen geschrieben: Dort besteht eine Stiftung, wonach der jährliche Pacht-ertrag des sogenannten Schulacters dazu venoenbet wird, dass alle Kinder, die die Werltagsschulc besuchen, am Don-nerstag vor Weihnachten zwei Wecken erl)alten. Der Stif-tungspflcger lommt in die Schule und theilt die Wecken aus. In der Stiftungsurlunde heißt es, dass der Ertrag der Stiftung zu „Schulzwccken" vertvendet werden s»ll. Nun haben die biederen Vorfahren aber gelesen „Schulz-Wecken" (der Bürgermeister hatte früher den Titel „Schulze"), weshalb auch der Bürgermeister einen Wecken erhält, ebenso die Gemeinde- und Kirchenverwaltung. der älteste Mann und die älteste Frau der Gemeinde. — (D i e M a h l i e i t i n d e r P i l l c n s ch a cht e l.) Der jetzt so viel genannte Sully Prud'homme hat einmal ge ssigt: „Es liegt eine teuflische Ironie in dem Gebrauche, den gegenwärtig die Chemie von ihren erstaunlichen Entdeckungen macht." Zum Theile trifft dieser Satz auch auf die Fortschritte zu, die in den letzten Jahren die Nahrungsmittelchemie mi' Vezug auf di? Herstellung condcnsiertcr Nährstoffe gemach: Hai. Grst Zeh! aber scheint diesem Zweige der Wissenschaft ei,'. Erfinder nach dem Musier des großen Tesla erstanden ZU stin, wenigstens berichtet der Pariser „Kosmos", dem wil oi: Verantwortung für die Wahrheit der Mitteilung zuschreiben müssen, dass ein Chemilcr in Massachusetts — der Name wird nicht genannt — ein Verfahren zur Behandlung oon Nahrungsmitteln erfunden hat, das ganz außerordentliche Folgen haben lonnte. Er unterwirft ^um Beispiel ein großeü Stück Fleisch einer intensiven elektrischen Strahlung und gleichzeitig einem Strome warmer Luft und verwandelt e» dadurch in ein Häuflein trockenen Pulvers. Eine lleine Messerspitze des Pulvers soll zur Ernährung eines Menschen füc einen Tag geniigen, so dass jedermann Lebensrnittel für mehrere Tage in der Westentasche on sich tragen könnte. Dasselbe macht der große Erfinder auch mit anderen Stoffen. Zur Bereitung einer Tasse Chocolade wird man künftig nur einen Körper von der Größe cin<5 Stecknadellnopfes brauchen Speckseiten werden in mikroskopische Würfel verwandelt usw. Die Nahrungsmittelchemie wäre damit so ziemlich am End^ der Leistungsfähigkeit angelangt. Ob die Mensche» dadurch glücklicher werben würden? Mas würde aus dem Festessen, den Gesellschaften, den gelegentlichen Zusammenkünften, wenn jcder »ach dem Verschlucke» einer Pille mit der Mahlzei^ flitig wäre? Damit würde wohl niemand einverstanden sein, ausgenommen vielleicht die allerschärfften Vertreterinnen de^ Frauencmancipation, die oon einer derartigen Umwandlung das endgilüge Verschwinden des alten Kochherde» erhoffel'. würden. — (C h i ne s i > che „Höfl ichke i t.") Ein Redacteur det- Pariser „Journal" hat auf einem Dampfer den Doyen der fremden Gesandten in Peking, Bernadoy de Cologan, den spanischen Gesandten getroffen, mit dem er sich natürlich auch über die Belagerung im vorigen Jahre unterhielt. Der Ge^ sandte Spaniens hat, wie mail begreifen kann, eine sehr un-c'i'gemhme Erinnerung cm diese Tage behalten, aber er lässt doch der ausgezeichneten „Höflichkeit" der Feinde Gerechtigkeit widerfahren. „Es war äußerst amüsant," erzählte er. „dass die Chinesen, wenn das Gewehrfeuer eingestellt war, uns rothe Briefe sandten — das sind Briefe ohne officiellen Eha-ralter und ohne Unterschrift, in denen sie sich höflich nach unserer Gesundheit erkundigten. Denn man correfpondierte unterwegs weiter. Es war wohl .^trieg, aber er war nicht officiell. und man stellte sich. als ob man nichts davon wusste, Uebrigens sind die Bemühungen der Chinesen unaufhörlich darauf gerichtet, den Anschein zu wahren . . . Eines Mor' gens wurde man gewahr, dass auf einer Brücke des Canals in der Nachbarschaft der Gesandtschaften sich über Nacht ein« Barricade aufgerichtet Watte. Und während des ganzenTages gieng an dieser Stelle das Gewehrfeuer, das natürlich gegen uns gerichtet war. Am anderen Tage stellte sich in der O<" sandtschaft ei» sehr eleganter Mandarin in kostbarer Seiden' robe, mit blauein Knopfe lind einer Pfauenfeder auf d<^ Hute. ein. Wie gewöhnlich, fragte er sehr höflich »ach d^ Gesundheit der Gesandten »nd ihrer Frauen. Nachdtiu er dann die ganze unendlich lange Neihe der gebräuchlichen Hos-üchkeitsformcln heruntergesagt hatte, beklagte er bitter den Angriff, indem er ihn den Gesandtschaften zuschob. ,Ia, aber dik Barricade?...' ,Die Barricade'....' sagte der Mandarin mit einem wunderbar gespielten Erstaunen, .Nein. das war keine Barricade, das waren Arbeiten an einer Reparatur der Brücke . . .' - ,Sehr gut! Aber die Schüsse?' -- ,Ach'. sagte er wieder, diesmal mit einem seltsamen Lächeln, ,das hat nicht mehr zu sagen als der Ton des Gong am Morgen oder der Klang der Glocken des Abends . . .' Darauf zog er sich ceremoniell zurück, noch immer in seiner sonderbaren Art lächelnd. Zwei Stunden später begann das Schießen von neuem auf der Brücke, die nur.....zu reparieren war." Line Hamburger jDatriciertochter. Roman aus dem modemen Hamburg von Or«««»s Sand«. (2. Fortsetzung.) Vei Kleysens Eintritt erhob sich euu? zierliche weib-l'che Gestalt aus einem der VambusleHnsessel auf dem Valkon und gieng ihm entgegen. „Grüfj' Gott, Thomas! Du bleibst lange!" „Ja, es wurde etwas später als gewöhnlich. Dafür bringe ich heute einen hervorragenden Appetit mit. Henriette!" „Das höre ich gern!" Sie gieng zur Thür und berührte den Knopf des Haustelegrapheu, während Kley sen sich schon auf seinem gewohnten Platze am Tische niederließ. Frau Henriette war noch einen halben Kopf klei» ner als ihr Mann' ihre zierliche, wohlpropol-tiouierte Figur hatte etwas Nippesartiges, ihre Vewegungei' athmeten Anmuth. Hübfch im eigentlichen Sinne war sie wohl nie gewesen, aber aus ihren unregelmäßigen Zügen lag jener unverkennbare Ausdruck vou Herzens-gute und Herzenswärmc, den die Poeteil nicht mit Nn-recht als „Scelenadel" bezeichneil, und es wäre deshalb niemand eingefallen, dieses klare, wie von innen heraus erleuchtete Frauenantlih mit den sausten grauen Augen als hässlich zu bezeichnen, Avei Minuten später trat die Nichte des Ehepaares, Lisa Wagner, die nach dem Tode ihrer Eltern eine zweite Heimat bei den Kleysens gefunden hatte, mit der Suppenterrine in das Zimmer. Lisa zählte ungefähr 20 Jahre. Sie war ein großes, hübsches, schlankes Mädchen mit welligem Schwarzhaare, kecken dunklen Augen und rothen Wangen. In diesem Augenblicke schien das Inccrrnat ihrer Wangen noch rinen Ton dunkler, blitzten ihre Augen noch lmfgeren« typ nls gewöhnlich. „Guten Tag. Onkel! So sag' doch, ist es wahr, was Johann vorhin in dcr Ma>' erzählte? Er brachte e^ aus dom Contor mit! Sind Meeders bankerott?" „Nein!" sagte Herr Mensen scharf und in einem so unzweideutig abweisenden Tone, dass Lisa sofort verstummte. Während sie schweigend den silbernen Vorlege,' löffel ergriff lind die Suppe in die Teller schöpfte, be obachtete sie. dass die alte Frau plötzlich merkwürdig blass und erregt aussah und ihre Hände, die die Ser-viette entfalteten, wie im Fieber flogen. Aber nur einen Augenblick. Dann hatte die Hausfrau fich ge fasst. Leise klopfte sie mit dem Griffe des Messers auf den Tisch und sofort senkten sich die Köpfe über die gefalteten Hände zu einem stillen Gebete. Die Mahlzeit verlief ziemlich schweigend. Als das Dessert anfgetragen wurde, kam Lisa wieder auf das Tl>ema von vorhin zun'lck. „Johann erzählt, die ganze Stadt wäre voll da» von, dass der Meeder Pleite macht. Eine schöne Ge» schichte das!" „Jedenfalls eine beklagenswerte Saa>', wenn es wahr wäre!" „Ach was! Wie die es getrieben haben! Dieser fürstliche Aufwand! Das würde der .Prinzessin' schön ankommen, wenn die sich ilir täglichem Vrot einmal selbst verdienen müsste! So eine, die, nichts gelernt hat als französisch plappern und Clavier spielen und reiten und Sport treiben!" „Doppelt traurig, wenn das Gerücht sich bewahrheitete!" „Sie ist eine schrecklich lwchmüthige Person, diese Gisela Meeder! Einer solaren taun man's schon gön» nen, dass sie mal eineil Stein auf den Kopf bekonnnt nnd dass unser Herrgott Stopp sagt. Niö jetzt rutschte dic ganze Welt vor ihr cms don Knm! hemm; nun soll sic mal probieren, wio. es ist, wenn der Goldglanz ihrer Millionen von ihr abgleitet und sie dasteht wie ein al>' deres. gewöhnliches Mädchen. Der wird das Vrot in der Fremde anch nicht besonders süs; munden, denkc' ich!" „Es ist nicht scholl, cius anderer Leute Unglück kapital zu schadenfrohen Bemerkungen zu schlagen", sagte die alte Frau mit ruhiger Würde. „Bedenke. das<' mich dir das ,Vrot in der Fremde' nicht erspart gc-blieben wäre, wenn du nach dem Tode deiner Eltern nicht zu uns gekonnneu wärest. Lisa. Willst du uns ' jeht den Kaffee bringen? Onkel ist müde!" , Lisa verstand den Wink. Mit etwas verdrossener Miene stand sie auf und räumte den Tisch ab. Nach Mittag liebte das Ehepaar es, eine Weile allein zu fein. Herr Kleysen rauchte dann, auf dem Sofa lie» ^ gcnd, feine Cigan-e und seine Frau scy; neben ihm nnd lies; sich von den Vorgängen im Geschäfte und a>«' dcren, beide interessierenden Angelegenheiten berichten- Heute gieng er freilich, seiner sonstigen Gewöhn^ heit entgegen, erst eine Weile nnruhig im Zimmer a»>s und nieder. Frau Henriette lies; ihn gewähren. Erst alc Lisa das Theebrett mit der kleinen silberneil jlaffeekanne lind zwei Tässchen gebracht und fich wi> der entfernt hatte, trat sie zu ihrem Manne und zwang ihn. seine beiden Hände ergreifend, zm» Stehenbleiben. „Thomas", sagte sic> leise, mit merkbare,» Schwanken in der Stimme, „ist etwas Wahres daran«? Du weißt, was ich meine!" Er nickte. „Es ist wahr! Er wird sich nicht halten könne,'!' Zwei Minuted laug blieb es ganz still in, Zlü' mer. Dann brach die klare Stimme der Frau wicde''' das Schweinen: (Fo,lletzm,g fylß!.; Laibacher Zeitung Nr. 3. 17 . 4. Jänner 1902. "- (Dle E in tö n igteit bes Hare m 5 lebens.) Einen Besuch im Harem des Großveziers von Marokko schil-°^/'ne Engländerin Mrs. Bishop. „Es wäre nicht schick-uch,' schreibt sie, „Meinungen im einzelnen über den Haushalt des Veziers zu äußern, aber ich lann sagen, dass die '"lfahrung jenes langen Tages meinen Hass gegen das System der Polygamie sehr verstärkt hat. die Männer sowohl, wie Frauen werden unsäglich degradiert und die geistigen und Michel, Eigenschaften der dort geborenen binder zerstört. Die .Damen' fanden, dass die Zeit ihnen sehr lange wurde. Sie tränten ständig einen sirupartigen Aufguss von Tl>e< Ul'.dPfefseiminze und aßen ebenso ständig feuchteSühigteitn, und häufig wurden einer jeden ,Tische', mit lräftigenSpeisen beladen, von Sclaven gebracht, die mit ihren Herrinnen auf dem Fuße der Gleichheit zu stehen schienen. Die Babies wul> den genährt- mit anderen Kindern wurde gespielt, ober die Thätigkeit bestand darin, dass man Nägel u»d Fingerspitzen nut Henna färbte, den Schatten unter den Äugen mit Ant,, mon verdunlelte und neidischen Zuschauern die Juwelen Mgte. Gelegentlich klimperte ein lebhafterer Geist mit einem 6mgei auf dem Clavier, sehte auch wohl eine Spieldose in Bewegung ober nahm ein heißes Nad. Einige tobten mit den Knabenhaften Eunuchen und belamen einige Hiebe von der "Uenna. Essen, schlafen und auf dem Fußboden zusammen gekauert sitzen waren jedoch die Hauptbeschäftigungen. Um halb 12 Uhr trat el Mencbhi ein, und die niederen Sclavinnen rannten fort. Er sagte, indem er die Worte mit Gesten betonte: .Sultan, er arbeiten, arbeiten, arbeiten!' woraus ich entnahm, dass meine Audienz verschoben war. Knrz darauf gab mir ein Eunuch zu verstehen, dass Kaid Maclean drau ßen war und mir sageii ließ, der Sultan wäre mit wichtigen Depeschen aus Tanger beschäftigt und tonnte mich wahrscheinlich erst nach 3 Uhr empfangen- er fürchtete, ich müsste mir wie gefangen vorkommen." Local« und Provinzial-Nachrichten. — (E r nennun g.) Der Finanzminister hat den l- t. Bezirlshauptmann Johann T e l a u <"> i ö an Stelle de^ gleichzeitig von der Function des Vorsitzenden der,Personal' emlommensteuer-Schätzungscummission für den Schätzungs-begirt politischer Bezirk Littai abberufenen pensionierten t. t. Aezirtshauptmannes Matthias Grlll in Littai zum Vor sitzenden der genannten Lonmiission sowie zum Vorsitzenden der Erwerbsteuercommissionc» lil. und IV. Classe fnr den Veianlagungsbezirt Littai ernannt. —ik. — (D i e l. l. G e n da r m er i e.) Laut der vom 1. d. giltigen Dislocations-Tabelle beziffert sich der Stand der l^ t. Gendarmerie in Krain folgendermaßen: ;<) beim ^>tabe I Oberstlieutenant. Landes-Gendarmeric Comman. dant. 1 Oberlieutenant. Adjutant, 1 Hauptmann, Rech' MMgsfuhrer I. Classe. I Wachtmeister, Rechnungs-Hilfs^ nrbeiter. 1 Wachtmeister. Hilfsarbeiter des Adjutanten. 1 Kanzleidiener l. Elasse; l>) bei der Ergänzungs-Abthei. lung: 2 Wachtmeister; .:) bei den Dienst-Abtheilungen: ^Nlttmeister. 1 Oberlieutenant. 1.1 Wachtmeister. Bezirte-Gendarmerie - Commandanten. 88 Postenführer, 241 Gendarmen. Zwei Mann starte Posten gibt es fünf im Lande, Einzelposten teinc mehr. Zur Ueberwachung entfallen auf elnen Mann durchschnittlich 0 29 Quadrat Myriameter Landes und 1478 Einwohner. —<>. — (Militärisches.) Zur Vorprüfung für die ^negsschule wurden einberufen: Lieutenant Vladimir V e ^>5 und Lieutenant Emil Holub. beide des IN. 7'. Tblrlieutenant Josef Rettl und Lieutenant Rudolf L u -tanc Edler von Savenburg, beide des IN. 17; Ober. llmtenant Heinrich bitter Clanner v. Engelhofcn. '-^«lieutenant Franz Köppl, Lieutenant Walther von Stecher, Franz Krusi^ und Fedor Ulman sly, lllle fünf des JR. 97; Lieutenant Oskar Ritter v. T o n l l i und Lieutenant Karl Plcntzner Edler von Schar necl, beid: des FB. 7; Lieutenant Alois Grillmaicr l^nd Lieutenant Heinrich Kern. beide des DAN. 7. Die ^'"Prüfung findet von, 1,!. bis inclusive 18. d. M. statt. Iur Hauptpriifnng für die Kriegsschule wurden einberu. ^ Oberlieutenant Thomas K lima n und Lieutenant Mttnz Freiherr v. S i l v a t i c i. beide de^ IN. 17: Ober-ueutenant Gustav Novy Edler v. Nallersberg und "eutenant Othmar Wenzel, beide des JR. 27. "- (Ernennllng i in E i se n b a h n ? B a u ^'^.uste.) Herr Karl Kytla. gew. activer Pionnier-"fftcler. wurde zum Bau-Assistenten mit Zutheilung zu er l t. V. E. Section Laibach, Untertrainer Bahnen, er- . ^ (^ asi n o - V e re i n.) Das für heute angesagt ^,oe,ene Souper-Concert findet erst Dienstag, den 14ten N >s 's, "ste diesjährige Vereinsunterhaliung statt. Die ."euienfolge der weiteren'Faschingsunterhaltungen erleidet h'eburch tnne Aenderung. . 7" (6 1.' vc> n » ka üolÄkll Uu t ic « ) Der Aus^ Ml,s dieses Pädagogischen Vereines hielt am 28. v. M. eine Sitzung ab. in welcher alle Vorkehrungen getroffen wurden, oc mit d,e Vereinspublicationen bis Ende Jänner zur Heraus. Nabe gelangen. Der Verein hat bisher 3575 X an Einnahmen, bunter 439 li an Gründungsgcldern zu verzeichnen, wählend stch die Ausgaben auf 529 X belaufen; es steht daher nn betrag von 2007 l< nebst den Interessen zur Verfügung, ^e werden die Honorare für die Autoren, den Redacteur und "n Eecrelär bestimmt. ^ Da die Vücher nur an die Ver- anensmännrr versendet werden, wollen diese das Porto V,'.^" "'^elnen Mitgliedern einHeben. — Für die heurigen "uvliccUionen werden folgende Ladenpreise festgesetzt ^elop,2" 1 l< (X) li. „Slovens« jezil" 2 l<, ..Zgodovina" ^v. — Dantend wird zur Kenntnis genommen, dass sich ^-. '^sausschuss "b" Ansuchen des Vereinsauilschussee ^ "" "llnrt hat. jene Verfasser slovenischcr Lehrbücher, welche 4er«m cbicreil wird, mit Honoraren zu öttheilrn. In erster Reihe werden methodische Bücher für Lehrerbildung«-ai.stalten Zur Auögaoe gelangen; es wird aber auch eine neue Arsgabe der „Somatologija" von Woldiich-Erjadec, welches Buch im Verlage der „Slodensla Matica" bereits vergriffen ist und welches dieser Verein nicht mehr zu verlegen beab> sichtigt, veranstaltet werden. Von der speciellen Methodik aber erscheint vorerst der Theil „Slovensti pout", dessen Plan von einem Specialausschusse festgestellt loeroen soll. — In> nächsten Jahre wirb die „Matica" folgende Bücher her ausgeben: ..Letopis", Fortsetzung der „Igodovina" und Siundenbilder zu den Lesebüchern; den Plan zur letzteren wird Herr Director Schreiner ausarbeiten. — Die „Matica" wird mit der Sammlung des Materiales für die Herausgabe eines etymologischen, synonimischen und Phraseology scheu Wörterbuches in Angriff nehmen. — Endlich wird die Fcrm für die Diplome der gründenden Mitglieder bestimmt. — (Von der Grazer Universität,) Das .Grazer Tagblatt" meldet: Verschndenc deutsche Blätter trachten die Nachricht, dass der Professor an der Universität Christiania, Olof B r o ch, einen Ruf alö Slavist an di^ Unircrsität Graz erhalten, aber abgelehnt habe. Wir erfahr rci:, dass der genannte Gelehrte selbst wünscht, dass bi.-Nc.chricht in der vorliegenden Form als irrig bezeichn?! werde. — (V o l ls sch u l le h re r - Geha lte im Gör zischen.) Aus Görz wird gemeldet: Am 1, d. M. ijl das sanctionierte Lanbesgeseh in Kraft ge-treten, womit die Gehalte der Voltsschullehrer auf 1400. ^200 und 1000 X, sowie für die Äürgerschullehrer auf 1600 und für Äürgcrschullehrerinnen auf 1400 X erhöhl werden. Die Lehrer und Lehrerinnen haben weiter Anspruch auf Quinquennien. — (Ce n t r a lc o m m i s s i o n für K u n st - und historische Denkmale.) Aus der Sitzung vom 13. December 1W1: Da nach de» gepflogenen Erhebungen einr Erweiterullg der alten Inseltirche in V e l d e ö unburch-führbar erscheint, erhob die Centralcommission gegen den beabsichtigten Neubau eine» Gotteshauses an Stelle der gegenwärtigen Kirche leine Einwendung. (Referent: Naurath N o 5 n e r.) — (Der Aau der n e u e n A l p e n b a y n e n.) Die allgemeine Offertausschreibung behufs Vergebung der definitive» Vauarbeiten ain Wocheiner - Tunnel wird in der zweiten Hälfte des Jänner erfolgen. D« Verzögerung in dieser Ausschreibung ist darauf zurückzuführen, dass es für ungemessen erachtet wurde, für die Staats-Eisenbahnbautcn. welch? nun in so großem Umfange durchgefühlt werden sollen, ein ueuc5 aUgcmeines BedingniZljeft auszuarbeiten und auch die Dctaildedingnisse einer sinngemäßen Revision zn unterziehen. Die Bau . Ausschreibung für den Kara^ wanken - Tunnel ist im Laufe des Februars zn gewärtigen. Der Bau beider Tunnels wird sonach bis zum Frühjahre vergeben sein. Wie das „Eisenbahnblatt" meldet, ist nun die elektrisch Vohnlng bei den Tunnelbauten beschlossen. Dem gemäß wird zunächst im Rothweinbache eine Wasserkraft anläge hergestellt, welche bereits der Commissionierung unterzogen worden ist. — (Todesfal l.) Am 1. d. M. starb in Stein der pensionierte Pfarrer Michael Horvat nach längerer Krankheit. Er war zu Weinitz in Krain am 28. September 1830 geboren, wurde zum Priester geweiht am 30. Juli 1857 »nd diente in der Seelforgc an mehreren Orte», zu-lctzt als Pfarrer zu Tschatesch an der Save. Vor einem halben Jahre trat er in den Ruhestand und lebte seitdem in der Stadt Stein. Seine Beerdigung hat gestern vormit tags stattgefunden. (^. — (Sanitäts-Wochenver ich t.) In der Zeit vom 22. bis 28. December 1901 kamen in Laibach 25 Kinder zur Welt (37 12 A), darunter 3 Todtgeburten. dagegen starben 19 Personen (28-21 ^), und zwar an Masern 1. cm Entzündung der Athmungsorgane 3, an sonstigen Krank-l'eitl-n 15 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sicl. U Ortsfremde (3l. 5 <>?) nnd 10 Personen aus Anstalten <52:U 5o). Infectionsertranlungen wurden gemeldet: Masern 14, Typhus 1. Schafblattern I. ^ (Straßenwese n.) Die im vergangenen Jahre im Treffcner Bezirke vorgenommene Straßenumlegung der Agramer Neichsstrahe ist bis auf die Herstellung einiger Böschungen und Wassergräben, welche Arbeiten im tommen-den Frühlinge zur Ausführung gelangen, vollendet und ist diese neu angelegte Strecte schon vor einiger Zeit dein Verkehre übergeben worden. Die umgelegte Strecte befindet sich zwischen Kni47'581 bis 51'1W, und wurde die alte Straße innerhalb dieser Distanz an vier Stellen, und zwar zwischen kni 47.581 bis 49 071. kiu 49 314 bis 49 556. kin 50 401 bis 50 834 und km 51'029 bis 51'196. umgelegt. Zweck der Umleaung war die Schaffung günstigerer Steigungsverhält nisse, nachdem die betreffenden Stelleil der alten Reichs-straße bis zu 14 A, Steigung aufwiesen. Der rrstc Theil der Umlegung ist lang 1490-39 in der alten Straße. Die Umlegung, bei Plusta beginnend, fällt zuerst mit 45^, geht dann eine Strecte horizontal, fällt dann wieder mit 4'5<^, Uni schließlich bei Steinbrütten horizontal in die alte Straße einzumünden. Während dieser ganzen Zeit wird die alte Straße links liegen gelassen. Die zweite Um legnngöstrecie ist 242 m lang. ebenfalls rechts von der alten Straße abschwenlend. steigt zuerst mit 3 <^ an und fällt auf eine kurze Strccte. dann wieder mit 3 A, auf die alte Straße zu. Der dritte Umlegnngstheil ist 433 in lang, steigt mit 1 7^ an, fällt hierauf ein turzes Stück wieder mit 1 ^, welch Gefalle sodann in 4/8^ übergeht bis zur Einmün dung in die links liegende, alte Straße. Der vierte Um-legungvtheil endlich ist 16tt 80 in lang. steigt mit 3 cH bis ^ zu den ersten Häusern der Ortschaft Treffen und ist eigeni-! lich als eine Hebung der alten Straße anzusehen. Durch diese gesammte Umlegung wurde die alte Slraßcnstrecte zwischen Vluoka und Treffen um 1A> m abgekürzt. Ortschaft wild durch die einzelnen Umlegungen direct leine durchzogen, wohl aber mündet der erste Theil in die Ortschaft Steinbrücten und der vierte Theil in das Dorf Treffen ein. 8. — (S y lveste rfeic r.) Aus Littai wird uns geschrieben: Wie alljährlich, veranstaltete auch heuer der hie sige Leseverein eine Sylvesterfeier im Gasthausc „zur Post", für welche ganz besondere Vorbereitungen getroffen worden waren, so dass dieselbe die ähnlichen Veranstaltungen aus früheren Jahren beiweitem überflügelte. Das Comit,"' dot eine Menge Ueberraschungen verschiedenster Art den zahlreich erschienenen Gästen aus Littai und Umgebung, und jung und all unterhielt sich vorzüglich. Mit einer fröhlichen Tanzreunion fand die Feier erst hei Tagesgrauen ihren Abschluss. —ik. — (Petroleum Heizung der Locomo-t i o e n.) Wie wir hören, wird als eiste von den österreichischeil Privatbahnen die Südbahn Versuche mit der Petroleumheizung machen. Sie will 27 ihrer Locomotiven für diese Feuerungsarl einrichten und zunächst den Berg-verlehr (vor allein über den Brenner und Semmering) auf diese Art betreiben. — Es ist begreiflich, dafs eine Bahn. welche fast gar teine eigene Kohle besitzt und welche über-dil-2 mit Rücksicht auf ihre zahlreichen Tunnels auf die Be schräntung der Rauchentwictelung bedacht sein muss, als erste dieser Frage nahe tritt. —ik. — (Postsparkasse.) Im December betrugen in Krain d> die Rückzahlungen im Eparvertehre 4^.046 l< 95 1«, im Checkverichre 1,735.926 X 87 li. '— (Rauferei.) Am 26. v. M. nachts entstand zwischen Johann AnÄ5 und Franz Lampiö in Bizobit in einem Gasthausc daselbst ein Streit, welch« bald ill That-lichlciten ausartete, wobei Anxi>'> dem Lampic- einen Messerstich in den Kreuzbeinkamin versetzte und ihn schwer beschädigte. —1. — (Verunglückt.) Der 48jährige Grundbesitzer Icsef Aevc aus Zerer wurde am 1. b. M. im Lcx'-nicabactiü in Zei-er wdt aufgefunden. Derselbe hatte angetrunken in finsterer Nacht den Weg längs des Lo^nicaoacheZ nach Hause genommen und war h«oei m den Bach gefallen. Im Fallen blieb er mit dem linken Fuße an einen, Gebüsche hängen, während e-r mit dem Oberkörper ins Wasser zu liegen kam. — (E i n b r u ch s d i e b st ci h l e.) Am 9. und am 25. v. M. wurdc bei I. Stnnec in KruHnji vrh, Gemeinde Dövernig. unt> bei I. Kukec in Falisec eingebrochen und Gelb, Wäsche, Kleidungsstück!! und diverse andere Gegenstände gestohlen. Dell eifrigen Nachforschungen der Genbar-lnciic gelang es festzustellen, dass der 19jährigc Franz Zurc aus Untelsteinovrf der Thäter sei. Die Invigilienlng des Einbrechers, welcher nach Trifail geflüchtet ist, wllide ein-geleitet. Q — (W e l t u n t e r ga n g?) Das „Neue Wiener Tag-blctl" berichtet: Von Zcit zu Zeit setzt irgendein „himmlischer Forscher" die 'Nachricht von dem lnoorstehcnden Ende der Erbe in die Welt. Wir mall weiß, hol unser alter Planet alle diese angesagten Katastrophen stet» überlebt. Dievmal kommt die Weltnntergangaprophezciung auö Kalifornien, und di: Astronomen des Lick, Observatoriums haben sie auf ihren, Gewissen. Die Herren wollen nämlich eim> Sonne sechster Größe entdeckt habe», welche „Groombrioge" getauft wurde. Diese Sonne soll sich nun mit der für eine menschliche Vorstellung absolut uiifassbaren Geschwindigkeit von 24O Kilometer in der Secunde bewegen. So weit wäre ja alles recht schön, denn schließlich taun uns das auch ziemlich gleich-giltig sein. Aber das Furchtbare kommt rrst. Denn die Becbachter wollen auf Grund mehrerer photographischer Auf-nahmen herausbekommen haben, dass die neue Sonne direct auf unsere Hlde losgeht, und noch dazu mit der fabelhaften Geschwindigkeit von beinahe 90.000 Kilometer die Stunde. Wie weit ist nun noch dieser Feind unserer OemüthsruyV' Leider sagen die .helfen vom Lick Observatorium darüber trin Wort. Und gerade dies !oäre doch am meisten interessant! Dic einzige Hoffnung, die uns unter diesen Umständen bleibt, isi. dass die neue Sonne zwischen heute und dem 1. April sich doch noch einrm verlockenderen Sterne zuwenden wird, als unsere Erbc es ist. — (Schonzeit für W i l d a r t en.) Im Monale Jänner stehen nachfolgende Wildarten in Schonung: männliches Roth' und Damwild, Gemsböcke, Gemsgeihen und Gemslitze, Rehgeißen und Rehkitze, Feld- und Alpenhasen (in der zweiten Hälfte des Monates), Auer- und Birkhähne. Auer und Birkhennen, endlich Rebhühner und Wachteln. — (N ach Amerit a.) Im vergangeilen Jahre sind vom Laibacher Sübbahnhofe aus 4476 Personen nach Amerika ausgewandert. Die städtische Polizei verhaftete 66 Burschen, welche sich im stellungspslichtigen Alter befanden, und auswandern wollten, sowie fünf Auswan-berungsagenten. — (Nach A merit a.) Im Monate December v. I. habeil, sich aus dem Verwaltungsgebiete Littai 30 Personen nach Amerika begeben, beziehungsweise wurden soviel Personen dehörbliche Reisepässe ausgestellt. Die Auswanderung beinlg im II. Halbjahre o. I. 147 Personen und wies eine» beträchtlichen Zuwachs gegen jene des Jahres 1900 c-us. Im Jahre 1900 haben sich nämlich im ganzen 204 Personen aus dem politischen Bezirke Littai nach Amerika auf Erwerb begeben, während die Zahl der im Jahre 1901 nach Amerika ausgewanderten laut amtlicher Anfzeichnun^ gell 309 beträgt. Die bedeutende Zunahme in der Auswande rung hat ihren Grund einestheils in den schlechten Arbeits-Verhältnissen, hauptsächlich aber in den Missjahren der letzten Jahre. ^- -- (Nach Westfalen.) Im vergangenen Jahre haben sich aus dem Verwaltungsbezirke Littai 365 Personen ^ nach Deutschland begeben, um in den Bergwerken daselbst. ^volzu^weist in w) Der 149. Psal m. Für gemischten Chor und Oralster. 0p. 69. Vorgetragen vom Chore der „Glasbena Matica". — Karten. Programme und Texte bei Herrn I. Lozar am Hauptplatze. — Das vom Com-pcnisten den symphonischen Dichtungen vorgestzte Programm lautet: „M i t t a g s h e r, e": In einer ärmlichen Hütte spielt das Kind ruhig in seinem Winkel, während die Mutter das Mittagessen für ihren Mann, der auf dem Felde arbeitet, zubereitet. Da wirb das Kind unruhig und fängt schichlich aus Leibeskräften zu schreien an. Die Mutter weist zornig das Kind zurecht und versucht, es zu beruhigen, indem sie ihm allerhand Spielzeug gibt. Da alles nichts fruchtet, droht sie ihm mit der „Mittagshexe". Das wirkt. Für eine Weile beruhigt sich das Kind. aber in turzem beginnt das Geschrei von neuem. Die Spielsachen fliegen in die Ecke und die Mutter, die sich mit dem lleinen Wildfang leinen Rath mehr weih. ruft ärgerlich: „He. Trnde. komm und hole den Schreihals!" Da öffnet sich die Thür. und herein tritt am Krückstock ein dürres, gespenstisches Weiblein ..Her mit dem Kinde!" ruft sie. Zutode erschrocken, schließt du Mutter das Mnd in ihre Arme. Aber wie ein Schatten schleicht die Mittagshexe näher; schon streckt sie die Arme nach dem Kinde aus. da stürzt die Mutter besinnungslos zu Bcden. Eben läutet es Mittag. Ahnungslos lehrt der Vater vom Felde heim und findet die Mutter ohnmächtig am Blden liegend, das Kind au ihrem Busen erstickt. — Die Waldtaube. I. ^.nlwnte, kinrcin I'un^bro. Neh-tlagend folgt die junge Frau dem Sarge ihres verstorbenen Gatten. II. ^llotll-l), später ^nc1:,ntl>. Ein fröhlicher, schmucker Bursche begegnet der schönen Witwe, tröstet und überredet sie. ihre» Kummer zu vergessen und ihn zum Manne z,; nehmen. III. klokci vivz,^. später ^Nc^r^to ^il<-xic^o. Sie erfüllt den Wunfch des Freiers: fröhliche Hoch ,;eit. IV. ^näulN^. Aus den Zweigen der frisch grünenden Eiche, die das Grab ihres - durch sie vergifteten — ersten Galten beschattet, ertönt das klagende Gurren der Waldtaube. Die wehklagenden Laute dringen zum .Herzen des verbrecherischen Weibes, das, von Gewissensbissen gepeinigt, dem Wahnsinn verfällt und in den Wellen den Tod findet. V. ^nck,ntl> 1'ompc» l, fpäter ?iü lont«. (Epilog.) — (Ude l-Qu a r t e t t.) In dem Sonntag, den 6. d. M.. nachmittags ^" Uhr stattfindenden Concerte bringt das Quartett nachfolgendes, für Laibach durchgängig neues Programm zur Aufführung: 1.) Kirchl. Velociped-Nallade. 2. «) Blümel. Schatzerl tlein. b) Im Schlvabeland. 3 :,) Vernay. Rhinoceros-Ballade, l,') Koch, Schade. 4.) Kirchl. Der alte Goethe. 5.) Solovortrag (Prof. Udel). 6.) Lackenbacher. Zeugnis. 7.) Vernay. Guter Grund. 8.) Kirchl. Der Fischer. 9.) Vernay. Telephonstörungen. — (,.I) o m I n « v <> t.") Die 1. Nummer dieser illn-strierten Familienzeitschrift enthält nebst Gedichten von Sil-vii' Sardent 0 und Anton Medved nachstehende Beiträge in Prosa: „Unglückseliges Gold!" Erzählung von Bogdan Vened . ...An stillen Abenden" von 3. M e z l 0 . „Die Kirche von Aquileja unier den Slovenen". geschicht.-lich« Studie von Dr. Josef Gruden, „Auf der Bühne des Lebens". Drama in vi; von Ant. Foerster. I« der KtndtpfarrKivche Kl. ZaKoft. T 0 nntag. den 5. Iä n lle r. um 9 Uhr Hochalnt: Xll ^!»«ix^ von I. N, Tresch. Gcschästü^eituny. — (Viehmart t.) Auf de» am 2. d. M. in N 0 < dolenborf abgehaltene» Viehmarlt wurden etwa 160" Stück Vieh aufgetrieben. Der Verkehr war ein reger, da nebst Laibocher Fleischhauern und solchen aus der Umgebung auch Viehhändler aus Tirol gekommen waren. Von diesen letzteren wurden mehrere Partien Mastochsen aus^ g!lauft und auf der Bahnstation Rodotendorf verfrachtet. Das Zug- und Meltvieh fand weniger Absah und die für das gekaufte Vieh gebotenen Preife waren nur mittelgute. Die zahlreich erschienenen Krämer machten ziemlich gute Geschäfte. «. — (Viehvevleh r.) Im Monate December wurden auf der Bahnstation Treffen 591 Schweine verladen und theils nach Böhmen, th 65 kr. > fl. 14-65 Ball-Seide > 60 kr. > fl. 14*65 B aliai IIhI II lH || |J\^ fl #¦ fl. 765 WUIULII I ¦JBHimill lli y iliJ ^l' ~lda ^"^ »"^ steuerfrei inö .pau<<. — Wuftcr umge^enb. — So^dteS Briefporto . ^'^ ^^ ¦ ^PB ^^ B ¦ BP ¦ ^0 M ^^^^ ¦¦¦ ¦¦ WW nac^ t,ec gcfjroeij. (14) io_i _ G. Henneberg, Seiden-Fabrikant, Zürich (i. d. k. Hoflieferant). ^rlcurologl,ll)e ^coliacl)tuugen m Vailiach. Seehöhe 306-2 m. Mittl, Luftdruck 736 0 mm. ' 3. ^^t^TZ^T—-^ S^chwllch ^lter ^-^2^__^3^6 1b___N, mäßiss Nebel________ ^l^ ' F. ! 7-l0 3!—1-U^ 'windstill Nebel 0 0 male-^2-7?^"""^ ^^ gestrigen Temperatur 3 5°, Nor« Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. e»/t«!ii< ^^ ^ci/t,tv »ei/t, «t^ei«« «^ttl l/e«««tl. » . ^in antes Hausmittel. Untcr den Hausuiitteln. die "" !ch!l!klzstillcnde uud ableilnldc Einreibung bei Ertältun-UlN usw. lltigewcndtt zu w^dcn Pflegen, nimmt das ill dem Moratorium ^er Nichtrr'schen Apotheke in Prag erzeugte I^ni-«a ^ ^p"" camp. die rrste Strlle ein. Der Preis ist tMig, °" voller. 1 z^rone 40 Hrllrr uud li kronen die Flasche; jrde wasche besiudet sich iu eleganter Schachtel und ist lcnulüch an °"n brlannicn Anter. (4346) 3—3 ^ des Npojhekers sl<3(3()kl in Vaibach. A Z irerrost unZ scljvvachePersonen. ^, ^^ OchnKIich in Ipoihcken. ' ^ Herrn Apotheker Ploooll Laibaoh. Bestätige Ihnen, dass mit dem Gebrauche der von Ihnen erzeugten Glyoerln - Oxöme die Haut wunderbar weiss und glatt wird. (4511) 10—5 Wien, lö. Mai 1897. Ootavle Laurent. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. Adler-Apotheke, Laibacb. ipiisliiüilililll.äsij iyi!-p!ii:-i ;i]:tHilu mmmmm WiliÜlsIsrrtHl * S9 ^ÄJJ.ein. ecliter Somatose-Kraft-Wein enthält in 100 g medic, feinstem Malaga 5^ Somatose. 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Hoflieferant I in (3140) 26-8 ¦ Neunkirchen, Niederösterreich I I ist durch alle Apotheken zum Preise von 2KB ] ö. W. per Puket zu beziehen. ¦ Course an der Wiener Dorse vom 3. Jänner 1902. N°« d«m oMellen Cou,«blatte Die notierten Course verstehen sich in ltluneiiwährung. Die Notierung sämmtlicher Actien und der «Diverse» Lose» versteht sich per stück. Mgemtlne SlaalLschuld. Ge'° W°« ^K" Nente !„ Noten Mai- Cil.^.^lug.pr^^L"/« W,5 WZs. """'F"»."I»!ipl.l!,4-2"/„ >^i5 »9^5 l«5. kronenw'H° "''^ ^""N ' ' ^« W'5« 971« >'"lnr., 4U0 ilronen . 4"/u y?.,^ _._ "^^'Tir.^«fl-ü^-L' "°'""^ " U...... 429 50 431 i,0 Geld Ware Vom Etaatc zur Zahlung übernommene Eiseul».>Prior« Oblillatiunen. Elisabethbal),! eou u. 20U0 M, 4"/, ab iU"/„...... 113 M 1I4'üN Elisabethbahn, 40U u. 20U0 M. 4°/n......... 117 4U 118 40 Franz Iuscs-B., Lm. 1884 (div. St,) Silb,, 4«/„ ..... 97^50 98 .19 Oalizischr Karl Ludwig - Nahn (diu. Et,) Cilb, 4l>/„ . . . 96'lw »? 80 Vurarlbcrgcr Vahn, Em. 1884 (div. St.) Silb. 4"/, . . . 98— !18ü0 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4»/o lma, Guldrcnle per Casse . 118 70 118 90 dto. dto, per Ultimo .... 118'7^118 90 4"/« dto. Ncntc in ttroiiemullhr., stcncrlni, pcr Cassa . . . 94'40 94 liu 4"/„ dtu. dto, dto, per Ultimo . 94 40 94 60 U»,i, St.-Eis,M!il. Gold 100 sl. 121 90 122 90 dto, bto, Silber 100 sl. . . . iui'— lui^u dto, Staats Ob!!». (Ung. Oslb.) v, I, 1»7l»....... 119Ü0 12«'— dlo. Echanlrcnal.-Ablüs-Odli,!, i<«>'i0!i«i'- dto. Präl!l.-«.N.1«0fl, — 2U0li !i7?ÜU 178-50 dto. dto. ^ 5«sl. —IU0li 177-50 178 5« Theiß-Rcg.-Lose 4°/n .... 147 7« 14870 4"/a ungar. Grundentl.-Oblig. 92'85 93'85 4''/» lruat. und slavou, betto 93 50 ^-'— Andere össenll. Hnlehen. 5"/„ DonauNen, Anlcihc 1878 . 105'75 INll'75 Anlelicu der Ltadt Würz . . 99 25 99 75 Anlelieu der Slnbt Wien . . . 104 75 1«575> dtu. dti>. (Silber od, Gold) 123 U« 124tl0 bto. dto. (1«Ui). . . . 8!i'3« 93 30 dto. bto. (1898). . . . »5-— 95 75 Avrsebau-Anlelien, ucrlosb. b°/, 1««-— 10« l>« 4"/<> ltrainer ^andeü Anlehen . 9t 50 95'5>0 Geld Ware Vfandbriese »tc. V°bcr,lllla,Lst,i»5«I,vell,4"/u 94U« 95 6« N.-üstet-r, Landes Hnp.-Anst, 4°/n 97'— 98'— llest,-unn, Ban! 4«ViMir. verl, 4«/l>......... 99— 100 — dto. bto, 50jähr, bcrl. 4"/» 99— iun — Sparcasse, i.äst,.«0I.,verI..4"/i> 9825 99 25 Eisenbahn-prioritälS' Gbligatiunen. sserdinaiids Nordbahn Ein. 188« 99 15 1«N iü Oestcrr. Nordwestbahu . . . 1066« 1«? u» Staatsbahn....... 43575 436 75 Südbahn il 3°/„vcrz.IHnn,'I«li 818 — 220 — dto. l^ 5"/,...... 120— 121- Ung.-galiz, «ahn..... 1058U 10680 4"/« Unterlrainer Vahnen . . —— — — Diverse ßose (per Stüct). Verzinsliche Lose. 3°/, Bobcncrebit Lose En>, 188« 256 — 258' — 3«/„ „ „ EM. 1889 250 —251-50 4"/n Donau Dampfsch. 1«U fl. . b00 —b40 — 5"/° Do!lllil°Nrgul,-Losc . . . —— —'— Unverzinsliche ^'«se. Vudap.-Basilica (Dombaii) 5 fl, 17-10 18-10 Crrditlose 1«u fl...... 898 — 401 — Clary-Lose 4« fl. CM. . . . 15L- 160- Ofener Lose 4« sl..... 1?«'— 174 — Palsfl, Lose 4« fl, CM. . . . 168 — 172- No'lMNreuz, Ocst.Ges.,», 1«fl. 5«— 51- „ Uül,. „ „ üfl. 24 40 25-40 Nubolf-Üuse 10 fl...... 76— 80'- SalmLosr 4« sl..... 225 — 23« — St, Geiwis Lose 40 sl. . . . 240 — 250'— Wiener Comm, Lose v. I. 1874 395— 889'— Grwinslsch, b. 3"/« Pr.«Schuldv. d. Äubeiiercdilanst., Vm.1889 bb— bg — Laibacher Lose...... 73— 78 — Gelb Ware «etlen. TranLpurt'^lnter' nehmungen. Aussig-Tepl, Eisenb. 500 sl, . . »955' 2965' «au- u, Betriebs Ges. für stadt. Strahenb. in Wien lit. ä . 282 — 284 — bto, dto. dto. lit. Il . 279 — 28«-— Völim. Nordbahn 150 fl. . . 379 — 380 — «lischtiehrader Eis. 50« sl. CM. 2K7U- 268«- dtu. bto, Gesell. Ocsterr,, 5«<> fl, llM. , , , 820 — 82L — D»^-Vobr»bacher (t, A. 4«« l( 530 — 54« — Ferdl!!anbs Nurbb,1W«sI,CM. 5480- 550«-Leinb,- Czernuw, Iasjii- Visenb,- Gesellschaft 200 fl, E. . . . 58« — 532 — Ll°r,b,0est„ Trieft, 50« fl.EM, l>54- 858- Oesterr. Nordwrstbahu 200 fl. S, 443' - 445- — bto. bto. (lit. U)200fI.S. 454 — 455 — PragDnxerliisenb. loafl.abgst. 182— 184 — Staatlieisenbahli 200 fl. S. . . 655 — 65« — Siidbahn 2«« fl, V..... 8« - 8l- Eiidnol-bb, Verb-«. 200 fl,CM. 379 — 381-Tramwa» Gel,, Neue Nr., Prio^ ritätsAclien 10« fl. . , . 170 — 1?b — Una.„llliz. Eisciib. 20« sl, Silber 421 — 423 — U!ig.Westb.(«aab'Oraz)2N0ll.<2. 4,3'- 42« — Wiener Localbahnen'Uct.'Ves. —'— ^'^ Danken. Anglo-Oest, «anl 12« fl. . . 261'k« 2«, 5« Vanlverein, Wiener. 2tt« sl. . 444 — 445 — Vodcr.Mnst,, Ocst., 20« fl.S, . 876 — 88« — Crbt.-Mst. f. Hand. u.G. I6«sl, — — — — dto, dto. per Ultimo . . 63575 63« ?b Lrebitbanl, Alll,, »ng,, 20« sl. . ^6U« — 662'— Depusilenbaül, All«., ^!«U sl, . ^«»'— 423 — Escompte Ges., Nbrüst., b«0 fl. 485 — 487 — Oiro-u.Casseiw,, Wiener 20« fl. 47« — 481 — Hllpothelb., «Dcst.. 2««fl.3«"/!>E, 118?'— 189 — «»lb »«« Länberbanl, vest., »00 sl. . . <16'b0 417 5- l««o- Unionbanl »00 sl..... 04« — l»4? — Ncrlehribanl. «llg.. 140 fl. . »10 — »15 — Industrie »zlnler« nehmungen. Vauges., Ullg, öst,, 100 fl. . . 142«» l« — Egydicr Eiscn- und Stahl'Ind. in Wili, 10« fl..... l«6-— 100-— Eisenbllhnw.-Leihg.lzrste. I««sl, 273 — «75 — ..(ilbemnhl". Papiers, », U.»V, 15» — 1«i>— Liesinger «rauerei 1«« fl. . . 303 — 3«« — Montan Gesellsch., Oest.-alpine 402 — 4»3»» Pr«l,er Eisen Inb,-Ges. ^0« fl, I42l>- 14«' Salao Tarj, Steinlohlen 10« sl. 557 — 5«»-— „Schlöglmühl", Papicrf, 20« fl. 234— 24Y-— ..Strlirerm.", Papiers. u.V.'O, 34« — 343 — Trifailer Kuhleiiw,-Gesell. 7« fl. 425 — 4»ü-— Waffenf.-G.iHestinWieu.ioofl. 386 — »9Ä — Waggon-Leihanst,.All«..erften3 geben toit ollen SJer- B Hj roanbten, ^reitnbcn uub SBefannten bie traurige H B 9sJad)vid)t, ba\$ unsere bielgelie&te SJatttn, bejieljungS- H H tocife Sdja'äQcci» unb Xante; Ortau h 9 Änua lYkau, $eu. llratavtc g |H Gafetieršgatfin R| B nadj längerer ffranltjctt, öerjc^en mit ben Ijcü'igen Hg B ©tcrbefocramcntcn, f)eutc um */t9 U^r oorinittagS BB ^1 in itjrcin 36. üeben^jaljce selig im .^crrn ent= H9 ^m fctjlafi'it ist. B ^M Sie irbifc^c $Me bn theuren 93erbttri)enen B B rotrb (Sonntag, bcn 5. Sä">icr, um fyalb 4 Ufjr aM jH nadjiuittafiS im ©terbefyaufe Ša^bSp(a^ 3lt. 2 mß ^m feierlich eingesegnet unb fobarnt auf bem ^riebfjofe k| B SU <3t. E^riftoVl) im eigenen ©rabe jur testen Öiulje raj B bestattet. B HB ©ie ^eiligen ©eetcnmefjen werben in ber ©tabt« Bg ¦¦ pfarrürcfje ftu ©t. ^aTob grlefen nierben. H| B S)ic theure SSerfclidjtne luitb betn frommen B B 9tubeuTeu empfohlen. (65) B B Saibodi am 3. Jänner 1902. B B S)ic tieffranernbeu ^iutcrtiltclicttcu, B I 2)aiif[ai|uni]. B B t^ür bic Söctücife ^er^tidjer ^^eitna^mc tüä^renb B B ber ^ran!l)eit unb beim §iujd)eibcn unserer innigst* U B geliebten ©djioeftet, Sd^iüägertn unb Xante, be« B B {jräutciuö B ¦ iltaric (Orltvitt H B für bie so^treidje SBestteitimfl 511t Icjjten 9tu^e* m B statte foroie für bie frönen Straustyenben banlen H B bie trau'.-rnbcu ^iutevBlie^cnen. B I üaibarf) am 3. Jänner 1902. (66) B