WbacherWMtllltg. Nr. 78. PränunierationSprei»: Im Eomptoil ganzj. fi.11, hal^j. fi. 5.5U. ßür die.^ufteNunss in« Hau« halbj. 5U lr. '^lit der Post ganzj. fl. 15, halbi. fl. 7.50. Doilnelstag, 8. April Insert! on«gedil hr blS ,0 Zeilen: Imal 60 ll., Lm.ttolr., »m. 1 ss.; sonst pr.Zeile im. 6lr.,Lm.8lr., »m. lo lr. u. s. w. Insertionsstcuipel jedeSm.Zu l». 1869. Amtlicher Theil. Se. k. nnd f. Apostolische Majestät habm dcin Ritt-Meister a. D. Lothar Frcihcrrn von Dorth dic k. k. Kämmererswürde allcrgnädigst zu verleihen geruht. Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 3. April d. I. den frühcrcu Proviuzialdclcgatcu Hicronymns Alcsani zum Statt-haltcrcirathc erster Classe bei der dalmatinischen Statt-haltcrci allcrgnädigst zu ernennen geruht. Giskm in. i>. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. März d. I. den Director der Proßnitzcr Hanpt- und Unterrcalschulc, Dr. Melchior Mlcoch znnsProfcssor des Vibclstudiums ^S alten Vnndes an der theologischen Facnltät in Dlmütz allcrgnädigst zu ernennen geruht. Hasner in. p. Sc. k. nnd f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung uom 20. März d. I. den Assistenten nnd Docenten an der Berg- und Furstakadcmie zu Schcmnitz Karl Hollmcr zum ordentlichen Pio-fessor der Statik und Mechanik am l. k. technischen Institute in Vrüuu allcrgnädigst zu ernennen geruht. Hafner iu. p. Nichtamtlicher Theil. General v. Moering und Vcncnü MorWl, Wien, 0. April. Unter dicscm Titel veröffentlicht die „Italic" nachstehenden Artikel: „Ohne nns auf dic Gerüchte über eine vorgebliche französich-österreichische Allianz näher einzulassen, können wir gcwiß der Doppclrcisc des Generals Moroz;o delta ^occa, der zur Begrüßung des Kaisers von Oesterreich ^>u Florenz nach Trieft ging, nnd des Generals von Moering, der sich znr Bcgrüßnna des Königs uon Ita-uen von Trieft nach Florenz begibt, eine wirkliche Bc-mitung beilegen. So wie die Abtretung Vcnelicns eine vollzogene Thatsache geworden war, wurdcu sehr angemessene diplo-Niatische Bczichnugcu zwischen Wien uud Florcuz hcr-^stellt. Unsere am Hofe des Kaisers Franz Joseph beglaubigten Gcsaudten tonnten sich nur lobend über die Regierung des Herrn v. Bcust aussprcchcu, und der chrcnwcrthe Vertreter Oesterreichs an nnscrcm Hofe, Herr v. Kübeck, wußte stets eine aufrichtige Sympathie mit einer dnrch die Umstände gebotenen tactvollcu Zurückhaltung zu vereinigen. In den diplomatischen Besprechungen, welche auf Mentana folgten nnd welche soeben das Grünbuch zu unserer Kcuntniß gebracht hat, war die Haltung Oestcr^ rcichs, daS im Jahre vorher unser Gegner gewesen war, für uus nicht weniger wohlwollend als die der anderen Mächte, Herr von Vcust erwärmte sich nicht mehr als die Herren'v. Bismarck, Gortschakoff, Stanley :c. für eine Eonfcrenz, die im Grnndc genommen sich für nns sehr schlimm anzeigte. Er war der Ansicht, daß, wenn die Confcrcnz stattfinden sollte, Italien zu derselben zugezogen werden müßte. Auch er, sagt Herr Blam', zeigte sich „überrascht" vou den sonderbaren Worten, dem befremdlichen oratorischcn Schwung nnd den wahrhaft übertriebenen Fignren der Ncdc des Herrn Nouher vom 5. December 1867. Endlich nahm man nicht wahr, daß die Herren Barral nnd Blanc sich in Wie» einer minder angemessenen anstandSvollen Diplomatic gegenüber befanden, als ihre Collcgen au den anderen europäischen Höfen. So befanden sich bald die Beziehungen zwischen Oesterreich uud Italien auf eiucm gutcu Fuße. Die alten Wunden begannen beinahe uuvcrzüglich zu vernarben, wie man es übrigens von Seite zweier Staaten erwarten dnrftc, die vou so hochcinsichtsvollcn Politikern geleitet wurdcu. In der letzten Zeit. müssen wir beifügen, hat die Gewandtheit uud die Thätigkeit deS auf den diplomatischen Posten in Wien berufenen Marquis Pcpoli viel zur Beschleunigung des von seinen Vorgängern so glücklich eingeleiteten VcrsöhnnngswcrkeS beigetragen. Allein es sollten Zwischcnfällc eintreten, welche dcntlich darznthun berufen waren, daß die beiden in dcr Versöhnung begriffenen Staken befreundete Staaten geworden. Diese Zwischcnfällc haben dic gesammtc Presse beschäftigt: zunächst war dies das Erscheinen dcr El-zlicl> Mc anf dem Feste, das Marquis Pcpoli znr Fcicr des Geburtstages des Königs Victor Emauucl uud des Prinzen Humbert gegeben, nnd dann war es dic doppelte HöflichkcilSbotfchaft dcs Königs an den Kaiser nnd des Kaisers au den König. General delta Rocca ward in Trieft in wahrhaft herzlicher Weise aufgenommen, und wir hegen die Hoffnung, daß General Mocrina. eine cbcnfo gute Erinnerung von Florenz nach Hause mit-nehmen wird. Ohne feiner Person irgendwie schmeicheln zn wollen, können wir sagen, daß niemand von dcr ganzen officicllcn Welt Oesterreichs besser als er diese Mission auszufüllen geeignet war. Ganz Italien erinnert sich noch daran, mit welchem hohen Anstand, mit welchem vollendeten Tacte er sich in den letzten Angcnblickcn dcr Fremdherrschaft in Bcncticn benahm. In Aller Gedächtniß lebt das ergreifende Bild scincr Abfahrt, als mau von dem dichtgedrängten Ufer der Piazzctta uud von Bord des Schiffes, anf dcm fich General Mocrina befand, in seltsam bewegtem Schweigen sich mit Tücheru und Hüteu ein Lebewohl zuwinkte, das zn besagen schien: Nach der feindseligen Occupation kommt nun vielleicht die Freundschaft iu dcr Freiheit und Gleichheit nnfcrcr beiden Völker. Dieses Vielleicht dcr Piazzctta von Venedig ist zur Wirklichkeit gcwordcu. Oesterreich uud Italien sind fortan zwei befreundete Nationen. Möchten die Ereignisse sie einfach als Frcuudc bclasfcu, denn Nationen, die im Frieden lcbcn, nennt man befreundete Nationen. Ncnnt man fie Alliirtc, so setzt mau gemeiniglich voraus, daß sie einen bestimmten Zweck, der zum Kriege führen kann, dnctm ^icbig, Bradcr und AttemS werden mchrwöchcntlichc Urlaube ertheilt. Vom Ministerium des Innern wird ein Gesetz« cutwinf über die Kundmachung von Gesetzen nnd Verordnungen dnrch das Rcichs^esctzblalt übermittelt. Vom E»ltnSmi»istcrinm wird zur Kenntniß gebracht, daß daS Gcsctz, betreffend dic Systcmisirung der bci den Laudcö - Schulräthcn von staatswca.cn zu be« schcudcu Slcllcu die kaiserliche Sanction erhalten, und dast das Miiiistcl'mm mit Rücksicht darauf einen Nach-ttagS-Crct.it von «0,000 fl. bcanspruchc. Das Fma,'MiiiiM-i,!::l lcat cine» Gesetzentwurf vor „wcgcil anlicipatiucr AüSpiä^ma von ncnrr S °pf. aber sciuc warucudcn Worte vcrfolatcu mich cm,^"'^" ^lbcnd, während ich, in cincn schlechten Barroc-„^ ^;,y^,g^ ^„ bilden Gebirgsweg hinfuhr, dcr ^Kt. Andrea führte. .^ . . , drol,. ."' ich in dcr That im Begriff, uuch m m,e so "l)cndc Gefahr zn stürzen? Und aus welchem Grundes lcii,, ^'^ "lir nicht d,c Illusion machen, daß ich auS Ges. s "lchc'Uicbc handle; noch weniger ans cincm ich li .. "°" ^llnciginig. Ich kannte Saint-Iuhn nicht, Vebc '^" "lclnals gesehen, nnd was man von seinem Ich V».^^' wnte mich nicht für ihn intcrcssiren. "der u/<^ /?°^ ^'"c Belohnung für meine Dienste, Gcfaln s ^"lschädigung würde hinreichen, wcnn die Er äl,n ü ^^ '""^"^ Und dann dieser Bericht, dicse lanat "' "h ^^'l; nicht, was man von mir vcr- ten dicsc ^""'^ '^ ^ Material dazu suchen? Glaub-U"d z. ven'cu, daß ich „,ich ^i Bauditcu niederlassen "" B a»l^"^""°Wicitcn st'ldircn würde, damit sic hätten? Konnte man Wiitte bm?./^ 'ü'^" Polizeicommissär mich iu ihre "'U ihr A ,v s'". ^ "" 'l)lc Namen uud Vornamen, '"", stlt wann sie raubten und mordeten, und ob ihre Arbeit einträglich sei, fragen werde? Ich will mich über dicscn Gegenstand nicht länger nbqnälcn, dachte ich endlich. Ich wcrdc den Brigantcn beschreiben wie ich ihn finde; derjenige welchem ich das ^öscgeld übergeben wcrdc, wird mir als TypnS für die ganze Clasfe diene», und ich zweifle nicht, daß mcinc Erzäh-lnng so lrcu sciu wird wie alles, waS je über dicscn Gegenstand geschrieben worden ist. Ich kam in dcm Momente in Sauct Andrea an, als die Glocke das ?Ingclus läutete, uud ich konnte ein ganzes Dorf zum Abcudgcbctc anf dcu Kuiecu schcn. Nur wäre die Scene anziehender gewesen, wenn die Vcntc nicht Vanditcnmiencn gehabt hätten, wic ich dcrcu uoch uic gcschcu hattc. Von Sanct Andrea nach Nocco waren noch scchs-zchn Meilen, aber ich war froh den ermüdenden Barroo c,uo zu verlasfcu, in welchem ich sechs Stunden hin-und hcrgcrüttclt worden war; nachdem ich also eine leichte Mahlzeit, bestehend ans Brot und Zwiebeln, zu mir gcuommm halte, begab ich mich iu Mglcituug ciucS Führers auf den Weg. Mit mciucm ncucu Gcfährtcu ein Gespräch anzuknüpfen war mir nicht möglich, denn er redete ein für mich ganz unverständliches PatoiS und ich konnte nur scinc Zeichcu vcrstchcu. Seine Panto-mime war übrigens sehr ansdruäsvoll, und er verstaub es vortrefflich, mir begreiflich zu machen, daß wir nnS dcr Region dcr Briganlcn näherten, indem er mit ciner bczcichncndcn Gcbcrdc dic Hand an seinen Hals nnd an sein Hcrz lcgte, um aiizudcntcu, daß cin plötzlicher Tod iu dicscr wilden Gcgcnd keine Seltenheit sei. Ein hie nnd da am Rande dcs Weges aufgcrichtctcs Krenz, oder ein anf einen Felsen gemaltes Bild gabcu Kunde von vergangenen Unglücksfällen. Mein Führer kniete da immer nieder, bekreuzte sich, sprach ein knrzcs Gebet, uud jedesmal, wcnn cr anfstand, fchicn er weniger entschlossen, mich weiter zu begleiten. Endlich, nach vier Stuudeu eines ermüdenden Marsches erreichten wir den Gipfel deS Gebirges, da blieb mein Gefährte plötzlich stehen, und zciatc mir bci dcm schwachen dichte des Mondes cincn Steinhaufen, in dcsseu Mitte sich cin Galgen crhob. Einigc Worte sehr leise lnnrmclnd, hob cr acht feiner Finger empor, wahrscheinlich, um mir zu sagcu, daß acht Pcrsoncu hier ermordet oder eingescharrt worden waren, nnd cr wollte nicht weiter gchcn. Er zeigte mir den Pfad, den ich zu verfolgen hätte, und dcr so steil abfallend war, daß er in einen Abgrund zn führen fchicn, streckte die Hand gegen Nocco d'Anco auS, dann machte cr die Schnur loö, dic mcincn leichten Nachlsack anf feiner Achsel festhielt, und streckte die Hand auS, um sciuc Bezahlung zu verlangen. Ich verweigerte es anf das Bestimmteste und befahl ihm mit einer Gcbcrdc scine Last wieder aufzunehmen nnd dcn Weg fortzusetzen; cr schüttelte mit eigen« sinniger Micnc dcn Kopf und verlangte scinc Bezahlung, iudem cr mit dcm Daumcu anf dic Fläche sciner Hand dcutctc. Sciuc Bewegungen drückten Unverschämtheit und Herausforderung aus, abcr wir warcu Mann gegen Mann; ich fühlte, daß es Feigheit gewesen wäre, nachzugeben, und ich weigerte mich entschieden, ihm etwas zu gcbcn. Da blinkte plötzlich dic lauge scharfe Klinge ciues Messers vor mciucn Augcu. nicht wcuigcr schnell hattc ich meinen Revolver anö dcr Tasche gezogen Abcr kaum hörte dcr Schelm das Klingen deS Gewehrschlosses, so schwang er sich mit cincm Sprung über eine niedrige 566 Abg. Freiherr v. W id mann und Genossen in' terpcllircn das Landcsverthcidi^ungs . Mioistcrium, ob und wann dasselbe gesonnen sei, die in der Sitzung vom 28. März im vorigen Jahre angenommene» Grundzügc znr Reorganisation der Gendarmerie durchzuführen. Der Landesvertheidiguugs - Minister sagt die Beantwortung dieser Interpellation für eine der nächsten Sitzungen zu. Minister Potocki beantwortet die Interpellation bezüglich der Militär-Gestüte. Auf Grund des vorjährigen Dclcgations-Bcschlusses trat in Pest eine gemischte Commission, verstärkt durch ungarische Fach-mänucr, zusammen. Gleich bei Beginn der Verhandlungen habcu sich jedoch Disfercuzcu in Betreff der Rechtsfrage ergeben. Im Interesse des ungehinderten Fortganges der Administration ward nun ein Provisorium vereinbart, das unter Aufrechterhaltung der beiderseitigen Rechtsstandpuuktc bis zur Erzielung eiucs Dc-finitivums dauern soll. Die Verhandlungen über die Rechtsfrage wurden später wieder aufgenommen, aber eine principielle Eini-gung nicht erzielt, da für die Theilung des Eigenthums nach dem in der Interpellation erwähnten Onotcnvcr-hältnissc (70: 30) die Zustimmung der ungarischen Regierung nicht zn erlangen war. Dic definitive Lösung kann nur durch ciu Uebcreiukommcn mit der uugarischcu Regierung erzielt, dessen Grnndzüge verfassnngögcmüß dem Reichsrathe znr Gcuchmignng vorgelegt werden. Es wird die Schriftführcrwahl vorgenommen, das Scrutiuium wird vom Bureau deS HanscS vorgenommen werden. Es folgt hierauf der Bericht des Verfasfungs-Ans-schusscS über die vom Hcrrcnhause an dem „Gesetze betreffend das Reichsgericht" vorgenommenen Aenderungen. Dieselben werden sämmtlich acccfttirt. Mchster Gegenstand der Tagesordnung: Bericht des Ausschusses über den Gesetzentwurf, wodurch die Frist bestimmt wird, uach deren Ablanf die Vcrpftcgstostcn-Ersatzansprüche der allgemeinen öffentlichen Kraukcuan-stallen an die LandcSfondS erlöschen. Abg. Schlosser erstattet den Bericht. Minister Giökra bemerkt, daß Ersatzansprüche der Krankenanstalten an die Landcöfonds oft auf Dc-cenuieu zurückgestellt wcrdeu. Es habe das thcilwcisc iu der GcschäftSübcrbürdung, theilwcisc aber auch iu dem Mandel an dem gchörigcu Fleiße in der Administration mancher Anstalten seinen Grnnd. Eine Frist von drei Jahren sei nach allen Seiten hin ausreichend. Das Gesetz wird ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Abg. Kaiser erstattet hierauf Bericht über dcu Beschluß des Herrenhauses, betreffend die Erfordernisse der Ez'ccntionsfähigl'cit der vor Vcrtraucnsmäiilicrn ans der Gemeinde abgcschlosseucn Vergleiche. Die Aenderungen des Herrenhauses werden ohne Debatte acccptirt. Schluß der Sitzung halb 1 Uhr. Nächste Sitzung: Freitag 10 Uhr. Tagcsorduuug: Erste Lesung der hente eingebrachten Regierungsvorlagen und Berichte des Pctitionöausschnsscs. Dic belgisch-frauMschc Mgc. Man schreibt der ..Presse" ans Paris vom 4ten d. M.: Der belgische Ministerpräsident Fr«'rc - Orban hatte heute Nachmittags halb N Uhr Audienz bei dem Kaiser. Nach Andcntuugcu der Officiöscn hätte Herr v. Lavalettc gestern demselben den Standpuukt der fran< zösischcn Regierung in folgender Weise präcisirt: Es handle sich darum, dcu letzten Keim dcS Mißtrauens auszurottcu, welches die Auuahmc dcS belgischen Eikn-bahugcsctzcs hcrvorgcrufeu. Hocherfreut fei er über die Annahme des CommissionsvorschlagS; damit sei das Mittel gegeben, um eine friedliche, heilsame Annähernng beider Länder, unbeschadet der Neutralität Belgiens, zu vermitteln. So groß diese Neutralität stets vou Frankreich geachtet werden würde, so sei doch volkswirlhschaft-lichc Neutralität uicht möglich. Die kleinen Staaten müßten anf diesem Gebiete nothwendig der Auzichnngs-kraft großer Staaten unterliegen, uud er könne kein Hehl daraus machen, das; cS für Frankreich iu hohen, Grade nachthcilig wäre, wenn Belgien von anderen grüßen Handelssystemen angebogen würde. Alls diesem Gruudc sei die französische Regierung nöthigcnfalls selbsl zu Opfern bereit, nm sich mit Belgien, solange eS noch Zeit sei, gehörig auseinanderzusetzen; je vcrtranensvollcr sich dieses an Frankreich anschließe, desto gesicherter könne es allen Wcchsclfällcn der Zutuuft cutgcgeuschaucn. Jedenfalls ist dies jetzt hier der dominircudc Gedanke, und ohne Zweifel hat Lavalctte so gesprochen, um Herrn Fr»'re-Orbau für die Audienz angemessen zn imprägnirc». Die Demokraten sind mit vielen jener Unterscheidungen, welche Thiers im Corps legislativ zog, durchaus uichl zufrieden. Ihrer Ansicht nach sind Freihandel, Abschaffung der stehenden Heere und Treunuug dcS Staates vou der Kirche keine Fragen, worüber vom demokratischen Standpunkte eine Meiunngsuerschicdcnheit zulässig sei. AuS verläßlicher Quelle kauu ich Ihucn mitlheilcu, daß die Opposition all ihre Kräfte aufspart, nm die Rcgiernng besonders auf dem Felde der äußeren Auge-lcgcuheiten anzugreifen, um sie zu nöthigen, Farbe zu bekennen. Diese hochwichtige Debatte wird sich bereits in den nächsten Tagen entspinnen. Mcnblics >cs Eybijchoss von Paris. Der Erzbischof von Paris hat soeben aus Anlaß des bevorstehenden Pikste,jubllänms Pins IX. einen Hirtenbrief erlassen, in welchem es heißt: „Die katholische Welt wird nicht verfehlen, an diesem Fest Theil zu nehmen nnd Gott Dankgcbetc für vie Pins IX. bewilligten Jahre darzubringen und zu flehen, daß ihm noch langes Leben und Glück geschenkt werde. Wir werden i» der Pariser Diöccsc alle u„s dieser Kliudgcbuua. anschließen; die Schicklichlcit macht unö daraus cu,c Pflicht und daS Hcrz macht unö daraus cin Bedürfniß. Dcr Papst wciß übrigens, welche aufrichtige und vollkommene Hingcbnug wir für ihn hcgcu, und mehr als ciumal geruhte er den Ausdruck di^r Gesinnungen gütig entgegenzunehmen und darauf in einer Form zu antworten, in welcher wir ohue Zweifel nicht sowohl Lobsprüchc als Aufmunteruugcn und Er-muthigungcn erblicken sollen. So geruhte Sc. Heilig« keit uns unter dem 1. August 1868, iu Erwiderung ciucs Schreibens vom 13. Juli 1867, in welchem wir von unserer Diöccsc uud vou uns spracheu, zu schrei' bcn: Wir scheu mit Vergnügen iu Ihrem Briefe, wic Sie aufs neue Ihre Gefühle zärtlicher Ehrfurcht vor uns und dem heiligen Stuhle anssprcchen und bestäli' gen, uud wic Sie allc Ihre Mühe uud Sorgfalt darauf richten wollen, die Sache dcr katholischen Kirche und deS heiligen StnhlcS zu vertheidigen, die Ehrsamkeit dcr Sitten, die Religion und Frömmigkeit zn entfalten und zu befestigen. Wir schculcu diesen durchaus Brustwehr und war mit der Schnelligkeit des Blitzes meinen Augen eutschwnndcn. Ein kalter Schweiß überrieselte mich vom Kopf bis zu den Füßen, als ich meinen Nachtsack aufnahm nnd mich zur Fortsetzung des Weges anschickte. Ueber mciucu Neg konnte ich nicht in Zweifel fein, da nur cin Pfad sichtbar war, aber ich gestehe es, daß beim Hinabsteigen dies steilen Abhangs mich dcr Muth verließ uud ciuc unnennbare Angst sich meines ganzen WcscnS bemächtigte. Daß dieser Bandit die Absicht habe, sich bei irgend einer Wendung des WegcS anf mich zu stürzen, schien mir so wenig zweifelhaft, daß ich an jeder vorspringenden Ecke stehen lilicb, um Athem zn schöpfen und mich zn dem bevorstehenden Kampfe vorzubcrcitcu. Dieses oftmalige Stehenbleiben verzögerte meinen Marsch bedeutend, indem es meine Müdigkeit vermehrte, nnd als dcr Tag endlich anbrach, irrte ich noch immer in-einem dichten Fichtcnwaldc umher, der den uutcru Theil des Gebirges bedeckte. Ich war gauz erschöpft, denn außer meinen Nachtsack trug ich auch deu mit Gold gefüllten Gürtel und dic Last wurde mir fast unerträglich. Welcher unbegreifliche Wahnsinn hatte mich m dies gewagte Unternehmen geführt? Wie konnte ich so schwach sein, eine derartige Mission anzunehmen? Ich war also nnn mchr als tanscnd Mcilcu von meinem Vaterland entfernt, allein, verloren in dicscu Gebirgen, dic der bcvorzngtc Zusammcntunftsort dcr gcfürchtclstcn Banditen Europa's waren! Und um mcincu Untergang noch gewisser herbeizuführen, trng ich ciuc bcdcutcude Summe iu Gold bei mir! Woran dachte mein Freund, als er mir ciu so unsinniges Unternehmen vorschlug? Glaubte er, daß dic Wege dcr Basilicata Pall-Mall ähnlich seien? Oder, was wahrscheinlicher ist, glanblc er, daß cin Mann, dcr so wenig zu leben hat, den Tod nicht zn fürchten brancht? Wenn es, um in den Dienst der Regierung zu treten, nothwendig ist, seine Existenz zn riskircn, so ziehe ich etwas anderes vor. So sind diese großen Herren, dachte ich mit Bitterkeit, verächtlich werfen sie uus hin, was sie um keinen Prcis für sich selbst haben möchten. Für uns die Gefahr, für fie die Ruhe! Für uns den Tod, für fic dic gebahnten Wege, wo mau uicht ciumal die Gesundheit riskirt. Während ich so mciucu schwarzen Gedanken uach-hing, begann die anfgchcndc Sonne die prachtvolle Land-schaft zu beleuchten, die sich zu meinen Füßen ausbreitete. Iu Mitte einer bewaldetet, Ebene dehnte sich cin schöner, mit mehreren kleinen Inseln bedeckter Scc, während die beschneiten Gipfel dcr Mruzzcn hie und da ans dcm leichten Gewölk hervortraten, das anS den mitcrn Partien des Thales anfsticg. Dieser reizende Aubllck vcrsöhutc mich etwas mit mir selbst uud mit dcr Welt im allgemeinen -. ich hatte oft weite Fnßparticn gemacht, nm Anssichtcn zu bewundern, dic mit diesem schönen Lande nicht zu vergleichen waren, uud ich bedauerte lebhaft, meine Farbcu nicht bei mir zu haben, da dcr Crayon nutzlos ist, wo alles von Farbe uud "icht abhäugt. Eine leichte, bläuliche Nanchlinic stieg über die den See nmgcbcudcn Vänmc empor und zeigte mir dic Richtung von Rocco d'Anco; ich faßlc frischen Muth und, obschon ermüdet und mit wunden Füßen, ciltc ich doch vorwärts, um endlich das Ziel meiner Waudcrung zu errcichcu. (Fortsetzung folgt,) eiucs katholischen Bischofs würdigen Gesinnungen im» fcren Beifall uud wir habcn das Vertrauen, daß Sie nach Ihrcu besten Kräfteu thuu wcrdcu, was Sic so ausführlich crllärcu. Wir wisfcu wohl, welche Schwie< rigkcitcu Sie umgeben; aber unterstützt dnrch den Bei« stand des Himmels wird Ihr frommer Eifer nichts versäumen, um in aller christlichen Vorsicht und mit allein Muthe zn thun, was für den höheren Ruhm Gottes nnd der Kirche uud für das Seelenheil der Gläubigen Ihrer Gcnieindc von Nichtigkeit ist." Und am 31tcn October dcösclben Iahrcö: „Inmitten dcr Sorgen u»d Acngslcl,, welche uns bedrücken, ist Ihre uud Ihrer Diö< ccsc kindliche Ergebenheit gegen uus und den heil. Stuhl, wie sie durch Ihren Brief vom 14. October 1807 bc< släligt wird, kein geringer Trost für uns. Auch sind wir von Dantbaitcit dafür erfüllt. . . ." Oesterreich, V3ic„, 2. April. (Die cleric ale Agitation), dcrcn Wogen feit kurzem diesseits der Leilha enlschiedeu weniger hoch gchcu, und sich möglicherweise noch mchr glätten, wenn die Regierung crst daö RechtS-uclhälonß dcr verschiedenen Mehrdotationcu der Bischöfe ernstlich einer Prüfnng zu unterziehen begonnen l)at, ;icht ihre Kreise jetzt nach Ungarn hiuülicr. Der Pri< mas hat die „katholische Autouomic" auf dic Tagesordnung gesetzt, uud bcrcits an dcu Cullnsminisler die Mahinma crgchcn lasscu: bis dicsc Autonomie zu stände gebracht, mit keinen Anträgen vor den Reichstag zu ttclcn, welche die religiösen oder materiellen Interessen dcr katholischen Kirche berühren möchten. Füc die Zeit gleich nach Pfiuastcn ist eine „vorbereitende" Vcrsammluug iu Aussicht genommen, die aus den sämmtlichen Bischöfen des Lande« uud dcm Martinö-bcrger Er;-Abt, daim ans je einem Abgeordneten geist-lichcn Standes a,is jeder Diöcefe nud aus 103 Laien-Abgeordneten zu bcNchcn, uud dcu Wahlmodus für ciue spätere zur Organisirung dcr Gesammtheit dcr römisch' katholischen Kirche berufene Versammlnng festzustellen hat. Die Stellung dcr Regierung zu dieseu Bestrebn^ acu cine „Autonomie", d. h. eine fest geschlossene kirchliche Phala»x aufzurichten, welche ohne Zweifel ihre Waffen sofort wesentlich zur Occupiruna des entscheidenden politschcu Terrains verwenden würde, ist noch uichl klar; uachdem indessen daS bischöfliche Element Iici den gegtuwärtiaen ReichSlagSwahlen auf uichts weniger als auf die Stärkuug der siouvernemcutalcn Politik bedacht gcwcscn, würdc cS uicht wundcrnchmcil dürfen , wenn mau auf dcr andern Scitc wcuigslens allc ! Vorkchrungcu träfe, dic Bewegung nicht übcr daS streng ^ kirchliche Terrain hiuauSgrcifcn zu lassen. Im gegebenen Augenblick hat das Ministerium Andrassy noch ^ immcr die nöthige Energie gefunden, uud vielleicht wird j es dicsc Eocrgic auch ciucm Anlanf gegenüber nicht ver- ! missen lassen, mit dessen ersten Regungen cS sympathisch ! l'okctlircn zu dürfen geglaubt hat. — 6. April. (Ueber dieErnennung des bishcrigcu Geu era lcousu ls in Egypten) zu in diplomatischen Agcutcn nnd Gcncrakonsnl erster Classe, schreibt man von hicr dcm „Pester L." : „Man braucht nur einigermaßen mit den Verhältnissen in« Orient vertraut zu sciu uud namentlich die Feinfühlig' kcit dcr cgyplischen Regierung sür diplomatische Etikctte-fragcn zu kennen, um cincsthcils die Schwierigkeit der bisherigen Stellung dcs österreichisch - uugarischcu Vertreters iu Egyptcn sofort zu begreife», audcrcnthcils aber auch dcu großen Umschwung, dcr sich jetzt vollzieht, richtig zu beurtheilen. Herr v. Schreiner wird dcu Einfluß, den er bereits jetzt im Interesse dcr Monarchie ausübte, verstärkt durch seine neue diplomatische Stcl' lung, noch in höherem Grade geltend zu machen in dcr Lage sein und auch diplomatisch unter deu Vertretern der Großmächte in Egyptcu jenen Rang einnehmen können, dcr Ocstcrrcich-Uugaru unbedingt gebührt. Ob maN in diesem Schritte unseres Cabinets ciuc Art factisch^' Aucrkcuunng dcr unabhängigen Stellung EgyPtcuS z'"' Pforte erblicken darf, mnß crst die Zntunft lehren; darf mau jedoch in Aualogic früherer Verhältnisse einen ^ Schluß zichcu, so dürfte derselbe in letzter Auflösung, ! wenigstens nach Außen hin, darauf hinauslaufen, daß ^ die österreichisch-ungarische Rcgicrnng den thatsächliche" Bczichuugcn Egyptcns zur Pforte hicmit cin Zugestand" uiß weittragender Art machte, daß sie ihrer Vertretung in Egyptcn einen von Coustantiuopcl thcilwcisc unabhängigen, selbständigen uud obendrein diplomatischen Cha' ^ raltcr gab. Ocstcrrcich-Ungarn kommt zwar diplomatist ^ etwas spät in Egyptcn, aber jedenfalls noch früh gcn»^ z um das handelspolitisch vom Herrn von Schreiner st^' ! die Monarchic bereits occnpirte Terrain uunmchr nw ^ dcm Vollgewichte seiner ganzen Stellung in Besitz i" j nehmen. l Iaroolau, 2. April. (Juden-Excesse.) M« ! Ostcrsountagc Nachinittags wurden Indcn auf öffcnt' ^ lichen Spazicrgäugeu attaquirt. Die Iudcu flüchteten '" ^ ihre Wohnungen. U:n 8 Uhr Abends erscholl cin Hul' ^ rahruf durch dic Straßen, und bald darauf regnete co Steine in dic Fenster jüdischer Wohuuugeu. Ein arnM ^ jüdischer Taglühncr, der vom Abcudgcbctc aus der SY , nagogc nach Hause giug, wurde blutig geschlagen »n ^ liegt krank danieder. Viele Juden erlitten leichte Vcue, uugen. Erst um 10 Uhr Nachts wurde dcr Haufe dm ^ , 567 eine starke Militär-Patrouille zerstreut. Tags darauf, d. i. am Ostermontag, erneuerte sich die Iudcuhetze mit uoch größerer Wuth. Rotteu durchzogen, mit Knüttclu uud Stücken bewaffnet, die Straßen und zwangen die jüdischen Kaufleute, ihre Läden zu sperren. Meister, Gesellen, Lchrjuugcu, Hauswächtcr, kurz das gauze Proletariat von Iaroslau, fowie viele Vaucru aus dcu bc-uachbarteu Dörfern bcthciligteu sich an dieser Iudcuhetzc So oft auch ciu Haufe vom Militär zersprengt wurde, immer rottete sich das Gcsiudel aufs ncnc zusammen. Im Laufe des ganzen Tages mußten die Mischen Gewölbe geschlossen bleiben; fast in allen jüdischen Häusern waren die Thore verrammelt. Es gibt fast kein jüdisches Haus in der tz-tadt, welches nicht wenigstens einige zerbrochene Fensterscheiben auszuweisen hat. Um 5 Uhr Nachmittags trafeu Hußarcn ciu, welche vou ciucr zwei Meilen entfernten Ortschaft rcquirirt wurden, weil die hier statiouirtcn zwei Compagnien Infanterie den Tumnlt zu dämpfen nicht im Stande waren. Pest, 4. April. (Die Parteien nach der Wahl.) Der Kampf in den Blättern verliert allmälig seine Heftigkeit; man beginnt in beiden Lagern ciucr ruhigeren Äuffassuug der Sachlage Naum zu geben. So viel aus den heutigen Euuutiatioucu der verschiedenen Partei-Organe hervorgeht, ist die Deak-Partci nicht gewillt, irgend eine Fusiou auf Kosten der staatsrechtliche» Basis ciuzugcheu, während die Organe der gemäßigten linken noch immer die Hoffnung nicht aufgeben, daß sich eine solche Fnsion denn doch vollziehen werde. „Naplo" beruhigt die Anhänger der Dcak-Partci anf dem Lauoc, die über deu Ausfall der Wahlen iu ihrer Gcgcud Vc-sorguissc hegen. Es sei keinerlei Grund zn Pessimismus vorhanden. Es mögcu wohl ciuigc Gcgcudcu uoch uuter dcu Nachweheu der Wahlbcwcgung leiden — das ist wie der Schmerz einzelner Regimenter nach der Schlacht; im Centrum, um den Führer aber betrachtet man nnr das Gcsammtrcsultat und dies ist: der Sieg, Der Sieg der Deak-Partci sei niu so glänzender, als der Angriff sehr hcftig war. Eine Position, die gegen solche Augriffe vertheidigt wcrdcu tonnte, sei unciuuehuiliar. Dieses Bewußtsein erhöhe die Zuversicht nud Thatkraft der Dcat-Partci. Von einer Fusiou wolle die Partei entschieden nichts wissen; die Besonnenen und Starken köu-ucn keine Fnsion wollen mit dcu Unbedachten uud Schwache». Die Partei müsse nur Arbeitsamkeit uud Thatkraft auf dem Gebiete der inneren Reformen entwickeln nnd alle Zumuthungcn auf eine Acndcruug der 186?er Basis zurückweise». Gegenüber dcu Versicherungen der Majoritäts-Organc, daß die Dcak-Partci fortan cucrgischcr auftreten werde, gibt Hazauk zu bedenken, daß die Majorität der nngarischen Nation sich denn doch gegen die Dcak-Partci und für die Opposition erklärt habe. Außerdem dürfte die Dcak-Partci die Erfahrung gemacht habcu, daß auf der gegenwärtigen slants' rechtlichen Basis line gedeihliche Entwicklung der iuucrcn Angelegenheiten des Landes unmöglich sei. A„ram, 3. April. (Ncneruugcn in der Militär grenze.) Das Institut der Militärgrenze, welches viele Feinde, aber auch schr ciufllißieiclie Freunde zählt, hat in neuester Zeit einen argen Stoß bekommen. Wir mciuc» darunter iu erster Linie die Aufhlbuug des luilitcnischcn Wachcordons gcgcn die Türkei uud dic Er-setzuug rcssclbcu durch Finanzorganc, fowic die Ein-« sührnng der Fincmzwachc im Innern der Grenze selbst, b>e seit den Zeiten 5cs Ban Iellacic aufgehoben wurde. Gegenwärtig tagen in dcr Kailstädtcr nnd Warasdiuer ^rcnzc gemischte Eommissioncu; es fungircu bei elfterer 3>!illnzralh Badouiuac, bei dcr zwcilcu Finanz - Eom-^'ssär Pcl'arz als Abgeordnete des Filiauziniuisteriuuis. "amit diese Ncucrunst uicht vielleicht so aufgefaßt wird, ^6 wollte mau Eivil - Finaiizmauuschaft in die Gicuzc '^dcn, auf welche daö Volk vou jchcr nicht gut z» 'pichen war, so wild dicsc neue Grci'zfinauzwachc mi-l'l"risch orgauisirt, uud hauptsächlich aus altgcdicntcu, zu Klicsssdi'cuslcn minder tauglichen Osficiercn und Uutcr-°!IlNsicn bestehen, welche bcdcnlcud besser als dic Ei-^'Fmanzwache bcsoldct, uud iu gcwissrr Beziehung ^ln Negiilieius » Eounnaudanten untcrc>cordnct werden >°Ueti ^^ ^.^^„^,gg„c iu der Mililärarcuze wcrdcu sick!" ^' Greuzübcrwachung uoch im Iimercu dicAuf-d?. "bcr die Schmuggler, Braimtweiubrcuucr, und ^," die Berechnung und Eiuhcbuua dcr iudircctcn litis?^ habcn. Die Maßrc«cl ist von besonderer po-w''?"'Tragweite, denn sie bekundet offen, wie die l,a?"""g mit dcr Zeit in dcr Militärgrcnze doch Maß-Ill>,. "' Neffen wird, damit die scinelzcitigc Umwaud-^." 'us Civile ohne Nachtheil auf dcu Gang dcr "lsmaschiue durchgeführt weiden töimc. (Pr.) Ausland. 3lrso?^"^"'' '^ April. (Secund iz fcier.) Graf ^npstc« "°^ ^"", nm zu dcr Sccundizfcicr des Vlii^. ^"..^^lückwünschnngsschrcibcn ^s Königs vou weiches As "^'"6"'- Fürst vou Natibor, dcr ein ^erreiche» s bm des Königs von Preußen in Rom zu a-l.,. ' ^ Astern dnrch Ätüuchcu gereist. ^ N c i c /?^ ^ ^lpril. (Pcrsoualuachrichte n. ^Ukctt.s. - °"^s "ach Neapel. - - Ein ^Dcr^i " ^' ^om. — DaS Grüubuch. ^"ßfürst M..^ " " ? dcrGallicauiSniu s.) Dcr 'l ^ladlmlr .st am 2. d, M. „ach Rom abge- reist. Der König ließ ihn durch General Souuaz das Großkrcuz des Annuuciatcnordcns überreichen. Dic Per-soucu des Gefolges wurdcu mit Dc^oratioucu des Mau-ritiusordcus bedacht. Rattazzi und Lazzaro habcn sich von Florenz nach Neapel begebe». Die „Gazzctta dcl Po-polo" vou Florenz glaubt, daß Se. Majestät dcr Köuig am 2. d. M. nach Neapel abreisen sollte. Nach dem „Piccolo Giornalc" wnrdc die Reise wegen Uutcrlirc-chnng derEommunicationcn aufgeschoben. Mau bringt dieselbe übrigcus mit der nahe bevorstehenden Entbiuduug der Prinzessin Margarethe iu Vcrbiuduug, welche iu Neapel abgewartet wcrdcu soll. In Neapel hat die Polizei soeben ciu gcdrncktcö Manifest iu Beschlag gcuom-mcu, welches uutcr dcu Fiuauzwachcu verbreitet wurde uud au die uicdrigstcn Lcidcuschaftcu appcllirt. Iu dcm-sclbcu ist das Todcsurthcil gcgcu alle ausgesprochen, welche Dcpntirtc, Sindici nnd Ocmciudcräthc warcu. Ihre Häuser, sowie jcuc dcö Adels, sollcu vcrbrauut werdeu (!) — Nach den „G. di Napoli" hätte sich iu Rom ein interessanter diplomatischer Zwischcnfall crgcbcn. Bei einer Fuuction in dcr heiligen Woche wuroc uäm-lich dem Herzog von Parma der Vortritt vor dem diploinatischcu Eorps cingcränmt, ciuc Anszcichuuug, welche nur regierenden Häuptcru gebührt. Die Gcsaudtcu Frankreichs und Oesterreichs hätten daher Protest eingelegt, indem sie dem Eardiual Anto-nclli vorstellten: Indem ihre Rcgicrnngen das Königreich Italien anerkannt hätten, könnten sie nicht zugeben , daß ciu ehemaliger Rcgcut aus dcn Provinzen des Königreichs iu ihrer Gcgcuwart als ciu regierender Fürst betrachtet werde. Die Geschichte klingt etwas uuwahrschcinlich. — Dcr ..Arena" von Verona wird aus Florcuz geschrieben, daß Barou Malarct sich bci General Mcnabrea über die Veröffentlichung einiger Docummtc im Grüubuch, insbesondere der Depesche 40, von welcher Laoalcttc nichts wisfcn will, beschwert. — Dem Neapolitaner „Puu« golo" wird auS Rom geschrieben, daß dcr Papst dic Idee aufgegeben hat, das Auathcm gcgcu deu Erzbischof von Paris auszusprcchcn, weil cr zur 5kenntniß gelangt sei, daß nicht wenige französische Prälaten die Principien dcö rciueu Gallicauismus (ciner gewissen Unabhängigkeit dcr frauzösischeu Kirche) mit Msgr. Darboy t'hei-lcu, uud daher ein solcher Schritt gcgcn denselben offenbar der päpstlichen Antorilät großen Schaden bringen köuutc. — (Der Noäus vivenäi Italiens und Roms.) Wie bereits gemeldet, versichert dcr Eorricrc Italiano, der französische Botschafter Marquis dc Ban-uevillc habe dcu Papst überredet, die Frage ciucö ^Io-'t cs mehr als problcinatifch, daß Hcrr dc Banncuille es sich znm Ziclc gesetzt habe, die Frage dcö küuftigcu Nodu8 vivonäi zwischcu Rom nnd Italien durch ciu bischöfliches Eou-cil zur Austragung zu bringen. Spanien. (Die Situation.) Auf Gruud ciucs Berichtes über dcn allcrncucstcu Staud dcr Din^c in Madrid fträcisirt die „)t. Fr. P." die dortige, dcr Entschciduug cntgcgcnrcifcudc Sitnation wie folgt: Alle monarchischen Parteien sind einig, für die Ueber!lagung dcr Krouc Spauicns auf Köuig Dom Ferdinande» zu stimmcu. Im Falle Dom Fcrdiuaudo ablehnen sollte, sind die Progrcssistcn nicht geneigt, auf dcu Herzog vou Moutpcusicr zu rcflcttircu. Dagegen tritt schon dermalen iu progrcssislischeu Krciscu das Project wicdcr stärür i» dcu Vordergrund, nach einer Ablehnung vou ^citc Fcrdinaudo's nur noch ai,f einen Throucaudidatcu aus dcm Hanse Savoycu 3tücksicht nchmcn zu wollen. Wie gleichzeitig hinzugefügt wird, soll die diesbezügliche Absicht dcr spauischcu Progrcssistcn an mehreren großen uiittclcm-opäischcu Höfcu durchaus keine abfällige Bcur-theüung erfahren. c... .^"^ Montenrgro. Wie „Osten" hört, hat 6ur>t Nikolaus vou Moutcucgro, der mauuigfachc Forderungen an die Türkei stellt, worunter sich in erster Vlluc t»e Abtretung dcs Hafens von Spizza befindet, dlc vcrnnttclnde Intervention dcr österreichischen Regie-ruug augcrufcu. Wic mau weiter mittheilt, hat Graf Bcust, ohuc übrigens einstweilen ein definitives Urtheil über die moutcucgriuischcu Postulate abzugeben, scinc gutcu Dicuste zur Ausgleichung dcr Differenzen zwi-schcu Moutcucgro uud dcr Türkei iu Aussicht gestellt. Mssesneuittkeiten. — (Eiue Vrtläruug dcs Grafen Au ton Auersperq.) Iu der GrciZcr „Tagespost" wm 5. d. M. läßt Se. Ejcelleuz Graf Anlou Aucröpcrg die Erllmiing abgeben, daß dic vou ciucm Wieucr Blattc gebrachte Mcl-duug, es seien mit dem Herrn Grascu wegcu Uebernahme dcs Amtes ciucs Ministerpräsidenten Untcrhcmdlungcu au-gckuüpft worden, hallloö fei, da er bisher durchaus nicht in die Lage gekommen ist, wegen Uebcruahme ciucö Mmi-sterpostens überhaupt in irgend eine Unterhandlung einzutreten; cs tonnte deshalb auch nicht von Äedingnngeu die Ncdc sein, welche der Herr Graf gestellt haben soll. Die scit dcm Herbste des vorige» Jahres a»gegriffene Gesundheit dcs Grafcu AucvöM'a, dürfte ihn überhaupt bestimmen, scinc öffentliche Thätigkeit cinzuengcu. — (Grazer Vulkskü ch c.) Vom 2. Jänner bis inclusive 31. März d. I. wurden bei AO.WO Portionen Spciseu uud über 8000 Portioue» Brot abgesetzt. — (Ein sonderbares Unglück) hat, wie der „Böhmisch-Leipaer Anzeiger" mittheilt, vor Kurzem einen Gärtner m Gcitkan getroffen, indem nämlich dem Be-dauenmgöwnrdigcn sciue Katze in einer Nacht eine Kuh uud ciu Schwein aufgcsrcsscn hat. Dies geschah auf fol-gcude Art. Der Gärtucr hatte Kuh nud Schwein verlauft. Dcu dafür erhaltenen Geldbetrag gab er in eine SchwciuMasc uud legte diese auf ein Tcllergestelle. Bei der Nacht lau: die Katze darüber und verzehrte die Schweins-blafe fammt dem dari» befindlichen Gelde. — (Vou der ostasiatischeu Expedition.) Der „PortMizabcth-Tclegraph" vom 12. Februar enthält nachstehenden Vcricht über die ostasiatische Expedition.- „Die östcrreichischcu Kriegsschrciubeudanipfer „Erzherzog Friedrich" und „Donau," welche zu der vou dein Wieucr Handelsministerium entsendeten Expedition gehören, sind auf ihrer Kreuzung ostwärts in der Tafelbai ana,etommcn und liegen dort uoch vor Anker. Daö zuerst genauute Schiff lief am 2<>. Jänner, die „Donau" Tags darauf ein. Vier Mitglieder der Expedition, die Herren Dr. Schmucke, Scala, Schöuberger uud Cocrcy, fuhren von dort mit dcr „Cell" uach Elizabeth und sind eifrig bemüht, M) Über die geologischen Verhältnisse dcr Provinz, ihre Produkte uud sonstige» Zustande zu unterrichten." — (Eine j ü bische (5 xco mm uuica tio u.) Wie dem „P. L." aus Mlmkacs, 29. v. M., geschrieben wird, wurde die dortige Israclitcngcmeindc zu dcr jüugsteu Oster-predigt ganz besonders eingeladen. Nabbiucr Schreiber, gcwcscuer Congreßdeputirtcr, nahm im Laufe der Predigt Gelegenheit, zwei Muut'acser Aerzte, die Herren Doctoren MM'ovics nnd Silberberg, zu excomumuiciren, weil dieselben sich dcn orthodoxe» Satzunge» »icht fügen wolle». Die Excoimmmiccttiou genügte dem Herrn Rabbiner aber nicht, er erklärte die gcuamttcu Herren für vogelfrci uud meiute, jeder, dcr dieselbe» tödle, begehe ciu gottgefälliges Werk. — (Weiße Ostern iu Paris.) Aus Paris wird »»term Ostermontag geschrieben: Von gestern Abend 11 Uhr dis heute Nachmittag halb 1 Uhr hatleu wir schr starken Schucefall iu uud m» Paris. Iu deu Nord-, Ost- und Nordist Dcvartcmcuts muß cbeufalls schr viel Schnee gefalle» fein, da alle Postc» fpät emtrafcn nnd alle telegraphische» Vcrbiuduugc» nlttcrbwche» si»d. I» u»d u»l Paris liegt der Tchuce beiuahe eiucu Fuß hoch; i» Paris selbst began» cr jedoch gcgc» 10 Uhr zu schmclze» uud die Anaßen bilde» ivahre Sümpfe. Nach 1 Uhr klärte sich das Wetter uud im Augeublicke ist cs iu Paris gauz milde. Mau muß hoffe», daß dcr Winter heute Nacht seine letzte Austreuguttg gemacht hat. Dieselbe war ader ciuc gewaltige, uud als ma» heute Morgen axfwachle, mußte ma» glcmbcu, wir feie» mitte» im Wmter u»d uicht bereits im Frühjahr. Icdc>lsalls hat aber das alle Sprichwort: „Grüuc Wechmchteu, weiße Ostcru," uicht gelogcu. — (Ganz wie bei u » s!...) Ein amerikanischer Geistlicher, Gr. Witt Talmadge, fällt über die Be-dcutlmg der Presse folgendes Urtheil: „Ich erkläre, daß ich die Zeituugcu für die großartige» Werkzeuge ansehe, durch welche das Evangelium gepredigt, Uuwissettheit Ver-bauut, Uuterdr»ck»ng abgeschafft, Verbrechen ausgerottet, dcr Himmel erfreut und Gott lodgcpriese» wird. Im Gerassel dcr Druckerprcsse höre ich die Stimme dcs allmächtigen Gottes, dic allcu wdtc» Natimicu dcr Erde verkü»-digt: „Lazarus stehe auf!" uud der zuriickweicheude» Bra»-duug der Fittstcnnß: „Es werde Licht." — (Europäisches Porzellauuach Ehi» a.) Die Lyouer Haudelslaulmer hat die Mittheilung cüues Berichtes des frauzösischeu Eousul^ i» Niug-Po crhaltc», worin die Aufuiertsaiuleit des frauzösischc» H^»dels a»f dic Vortheile gclcult u'ird, wclchc mau durch Scudungen vou fran-zosischeiu Porzcllciu uach Ehma und Japan erreiche« lömtte, lue»» »la» sich bei dcr Fabrication nach dem Geschmacke dieser Läudcr richtcu würdc. Locales. — (Maikäfcrvcrt ilgu » gs - Prä m i e.) Die löbliche Sparcasse hier hat dem' Ecu'lralausschussc der hiesigen t. t. La»dwirthschaftsgescllschaft Z00 ft. l»it der Ve-st'immuug zur Dispositiou gestellt, diese» Betrag i» geeig-»etcr Wcisc für die Vertilgung der Maikäfer zu verwende». Dcr EcMralauöschuß wird aus diesem Betrage cmc Prämie vou dreißig Kreuzer» für cmen gehupfte» Merliug Maikäfer dcmjcuige» ausdezahleu, welcher dieselben in eiucm Sacke »littclst siedeudeu Wassers gelödtct dem Vor-staudc dcr bezügliche» Gcsellschaftsfiliale, oder deui Bürgermeister oder dcm Pfarrer fciucs Ortes überbringt. Die gc»auutcu Hcrrc» werde» u» Jutcrcffc dcr Laudw'irthfchaft ersucht, die überbrachte» Käfer i» Empfang zu nehme» u»v diese Uebcr»ah»!cu »lit Augabc dcö Tagcs uud der Mcuge sogleich au deu Ausschuß mitzutheilcu, weil die Präiuie nur so lcmgc ausbezahlt wird, als dic gcuau»tc» 300 st. aus-rcichc». —- Für dicsc Mühewaltung werden die bezüglichen 568 Herren dadurch einigermaßen entschädiget, als ihnen die Maikäfer als guter Dünger verbleiben. — (Die silbernen Obstzuch tmeda illcn der Landwirthschaftgesellschaft) wurden den beiden jungen Obstzüchtern Franz Kadivc in Vischuflack und Josef Iarc in Zwischenwässcrn am Iusefitage zuge-stallt. — Herr Fidcliö Terpinc hat im Garten der von ihm erstandenen Herrschaft Vischoflack die edelsten Gattungen von Obstbäumen aus Verona und aus Tirol aus dem berühmten Garten weiland Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzogs Johann anpflanzen lassen, von welchen er künftighin Propfreiscr an die Obstzüchtcr der Lacker Gegend überlassen will. —. (Die laudwirthschaftlichc Ausstellung) für Küstenland, Dalmatien und Kram wird im September d. I. in Trieft stattfinden. — (Gartcnbangesellschaft.) Das Comitu zur Berathung der Statuten der zu gründenden krainischen Gar-teubaugesellschast hat seine Arbeit beendet, uud es wird zur Beschlußfassung über den Statutcueutwurf, ferucr zur definitiven Wahl der Gesellschaflsfunctionäre eine General-verfanliulnng der Gründer und der nen hinzngetretenen Ver-einsmilgliedcr Sonntag über 8 Tage, d. i. dcu 18. April, im hiesigen Rathhaussaale stattfinden. — (Velocipedo manic.) Das Velocipcd, die neue Auflage der laugst vcrgesseuen Draisine (erfunden 1617 vom badifchen Forstmeister Carl Drais), hat sich auch hier schnell eingebürgert. Mehrfache Uebungsmärsche haben utit diesem neuen Locomobil schon stattgefunden. Gestern Abend wurden in einem Saale des Coliseums von jüngeru uud älleru Verehrern des Velocipeds ernste Studien gemacht. Die Einrichtuug der hiutereinander laufenden Räder, welche man dem Belociped eigenthümlich glaubt, war übrigens schon eine Eigenschaft der alten Draisine, deren Fahrgeschwindigkeit 1 Meile per Stunde war, ungefähr dieselbe, wie die des Belocipeds. — Der Erö'ffnungszug der Kronprinz«Rudolfbahn (St. Veit-Klagenfurt) fuhr am A. d. M. in die Station Klagensurt ein. Der Zng war um 8 Uhr Morgcus vou dort ausgegangen uud hatte zur Netourfahrt uur 24 Minuten gebraucht (die fahrordnungsma'ßige Zeit beträgt 45 Min.) Bei dein Festmahle wurde wiederholt der Wuusch eiucs einträchtigen Zusammeuwirl'eus der beiden Eiscubahn-Unternehmungen, Südbahn uud Rudolfsbahn, betont. Qeffentlicher Dank. Der Direction dcö Clisabeth-Kinders^italö sind im ersten Quartal des Jahres 180'.» ncl'st den cingcsnmnieltcn sudscrivivte» jährlichen Beurngcn vr. <^»5> sl. ö, W. noch solgcndc nnldc Speu-den zugetuinmcn: Iu Geld: fl. kr. Von Frau Ahacic geb. Zeschlo der Grlluduugsbcitrag uou 25 — Durch dir schutzdamc Frau Maria Tanz her: vou Herrn V. Zeschlo...........10 — uou einer Unbrlanntcn cms der Umgebung von Laibach 10 uou uicr Unbclannten gesammelt........4 50 vou dcr Schutzdamc Frau Aiiialia Vilhar.....10 — „ ,< „ „ Maria Scheut einc Nalioual- AlilehcnS-Obligatiou von 20 ft. CM. ___________ Summe . 5'.» 50 In Naturalgaben: Ncbst dcu zum Christgeschcule alisgrwicscucu Spenden: durch Vcrlnittlung der Schutzdame Frau Amnlia Pirler von derMüll-nerin Frau Kulialcsch 27 Psiuid Mehl und das Versprechen, monatlich 10 Pfund zn spenden; ebenso vom Fleischhacler Hcrru Johann Kopatsch 4'/, Pfund Rindfleisch und das Versprechen, mo-uatlich 1'/, Pfund Rindfleisch zu spenden. Von der Schntzdame Frau Maria Tau; her: 20 Pfund Mehl und 4 Pfund GrieS; von dcr Schutzdamc ssran Auua Äaumgartncr V, Elr Mehl; von Frau Caroline UlciweiS 10 Psnnd Ncis; Uou der Schntz-daine Fran Iclli Mi tu sch als Spende für die Ostertage den lranlen bindern übersendet: ein ^ämmchen für Braten, dann Gemüse, Obst und 15) Orangen. Fiir dirsc Thcilnalnuc uud alle diesc Spenden stattet den herzlichsten, innigsten Dank ab: Die Direction des E li sab e t h - Ki u d ersv i tal 6. Dr. Kovatsch. Neueste Post. Wien. Ihre Majestät die Kaiserin Karoline Auguste leiden scit ciuia.cn Tagcn an eiucm Bronchial. latarrh, dessen Verlauf nach dem Ansspruch der Aerzte leinen Anlaß zur Bcsorgniß gibt. Wien, 7. April. (Tr. Z) Es verlautet, cine kais. Thronrede werde anfangs Mai die Session schließen. Pepoli verbleibt in Wien. Acust tchrt Donnerstag zurück. Trantlnansdorff überreichte dein Papste ein Schreiben des Kaisers zur Secundizfcicr. Die ostasia-tischc Expedition ist am 18. Februar von der Eapstadt ausgelaufen und begibt sich nach Singapore. An der Görsc vernimmt man, die Supcrdividendc der Sndbahn betrage 17 ^/2 Francs, die Dividende der StaatSbahn ü^/.. ^cmbcrg, 0. April. (Dcb.) Die „Gnzcta Na-rodowa" verlangt in einem scharfen Leitartikel: Die polnischen Delcgirtcn sollen bei der Berathung dcs Bolksschlllgcsctzcö und der Steuerreform die vorherige NcsollUionsllnnahmc beantragen, sonst auö dcm Reichs-rath auötrcten. Kratan, 6. April. (Pr.) Der „Czas" erklärt, cr wiederhole die von Wiencr Blättern mitgetheilten Details über cinc Unterredung Dr. Smolta's mit dcm Reichs' kanzlcr Grafen Bcust nicht, weil gar keine Unterredung stattgefunden habe. Pest, 5. April. (N. Frdbl.) Iokai und Con-sorlen geben mit dcm 1. Mai ein dcntschcs Oppositions-blatt unter dem Titel „Neuer Freier Lloyd" heraus. Als Ehefrcdacteur dieses BlattcS wird der gegenwärtig in Brüssel weilende Johann Lndvigh genannt. Agram, 6. April. (Pr.) Der TrappisteN'Orocn bittet den Landtag um Erlaubniß zur Errichtung einer Eolonic zwischen der Dran nnd Save. Der Gesctzuor-schlag zur Regelung der Municipicn, Hauscomunliüonen uud Urbarialen wurde den AuSschußbcrathuugcn zugewiesen. A gram, 0. April. Der Landtag beschloß zur Eriuncrung an den Besuch Ihrer Majestäten goldene, silberne ui,d bronzene Medaillen prägen und vertheile» zu lassen. Berlin, 6. April. Gegenüber anderweitigen Nachrichten erklärt die „Nordd. Allgem. Zeitung," daß weder vou Berlin noch von Nom die Frage wegen Errichtung cincr Nlmciatnr' jemals angeregt oder Veranlassung gegeben woldeu ware, über dieselbe zu verhandeln. Berliu, 6. April. (N. Fr. Pr.) Der Berlin-Wiener Eilzng ist gcslcru Nachts bci Fürstenwaldc in Folge einer ruchlosen Bcrspcrrnng dcs Bahngclciscs entgleist. Der Maschiuführcr wurde gelobtet, dcm Zng-sührcr wurdcu beide Beine zerquetscht. Bci dem übrigen Dicuslpcrsonalc dcs Zuges uud dcn Passagieren sind nur einzelne leichte Eonlnsioncn zu bctlagcn. Der Nlit demselben Zuge reisende Prinz Albrecht Sohn blieb unverletzt. Florenz, 6. April. Feldmarschalllicutenant Vtoc-riug ist hcutc Morgens nach Tricst zurückgereist. Die „Italienische Eorrcspondcuz" lneldct: Gcncral dc Son-naz, Adjutaut dcS itöuigs, wurde vou dem Könige beauftragt, dcm Kaiser von Oesterreich das Collier des Aununziadcn-Ordcns zu überbringen, und reist derselbe morgen in Begleitung zwcier Oroouuanzosficicrc des Königs, nämlich dcs Grafen Martini und dcs Baron Derenz, nach Wien ab. Florenz, tt. April. (Tr. Ztg.) Heute Morgcuö ist FML. Moering nach Tricst abgereist. Iu der Eisenbahnstation nahmeu der Ministerpräsident General Graf Mcuabrea, der Gcncrallicutcuant Friedrich Äiorozzo dclla Nocca, Palastpräfcct Sr. Majestät dcs Nönias, Marchcsc Lajatico de' Principi Corsini, Stallmeister dcs Königs, Ritter Pcruzzi, Ecrcmouicnmeistcr, nud Marchcsc Iucisa dclla Nocchctla, Oberstlieutenant des Ge-ncrulstabcs, von ihm Abschied. Wir vernehmen, daß FML. Moeriug Florenz mit der lebhaftesten Befriedigung über seincu hiesige« Aufcuthalt verläßt. Paris, 0. April. Die Achaupluug dcs „Cor« riere italiano" betreffend angebliche Rathschläge, die Marquis dc Banncville dcm Papste gcgcbcu haben soll, Wird in maßgebenden Kreisen hier demenlirt. Paris, 6, April. Die Journale demcnlirm über« eillstimineud die Gnnchlc ül^cr cinc anaeblichc Span- nung iu dcu Beziehungen zwischen Frankreich uud Preuße«. Mau versichert, die Wähle« seien für dcn 30. Mai anberaumt. In der heuligen Sitzung dcS aesclMb.'udeu Körpers sprach Garnicr«Pagi;s für die Etttlvafflnmg. Telearaphische TNechselcourse vom 7, April. 5>perc. MrtalliaueS 62.50. — /iperc. M.lalliques mit Mai- lmd Nouciiibcr-Ziuscu W.50. — 5vl>rc.3tal!onal-Anlel!en 70.40. — IWOer Staatsanleheu 103. — Vautactiru 728. — Creditaclicil 294.__ London 125,80. — Silber 12ii,05. — K. t Ducatm 5,95 Handel und Uolkswirthschastliches. Uaiback, ?, April, Auf dem heutigen Marlte sind erschienen : __-. Gerste „ 2 50 2 75 Mllch pr. Maß — Kl '— Hafrr „ 1 90 2 — Rindfleisch pr, Pfd. — 2l — — halbsrncht „ ------3 35 Kalbfleisch „ —^22—!— Heiden „ 2 40 310 Schweinefleisch,, ->20____ H>rk „ 2^50 2 72 Schüpscuftcisch „ —16____ Kulullch „ — - 2 8« Hähudrl pr. Stilck — 30____ Erdäpfel „ i!50 - — Tauben „ —14____ iünseii „ 3----------- Heu pr. Zentner - 80____ 5rbsm „ 3 20 — — Stroh „ —70____ Fisolen „ 4------- Holz, hart., pr,Klft.-------7 50 Niudöschnml; Pfd. —^5,4 — —^ — weiches, „ — — 5 50 Schwrinrschmalz „ — 44 —'— Wein, rother, Pr. speck, frisch, „ - 28 — Eimer------ft __ — geräuchert „ — 43—>— — weißer ,. ^ __ 10^ Angekommene Fremde. Am 6. April. Stadt Wien. Die Herren: Köspscr, uou Nigg. — Ionle, von Hochcnegss. — Orögcr, von Idria. — Sludiz, vou Ncif-u!;, ^ Röthel, Kaufm, uou Gutlschee. — Fcrcher. t. l, Forst-l>caiu!cr, vou Adeli'berg, — Slauajue, liou W.-Fcllach. — Fiala. GutöverwalM', uou Hopfeubach. — Irrgaug. Kaufin., uou Wien. — Vcrl, Kaufm.. 00» Vrilnn. —' Putuil, von Krainbnrg, — Frau Nnard, OewerlbesitzerSaattin, uou Scwa. Elefant. Die Herren: Schwcinbcrger, uon Wippach. — 5tol)u, Handel^m,, nnd Graf Coronini. uon Graz. - Deutsch, Knufm., uon Alba. — Höuig. Kaufm., von Canalr. — Kralupper, HandluucMeis, uon Wieu. — Prrsicr, Haudelsm,, uou Tricst. — Walluer, Kaufm., uon Kanischa. — Kuttnig, Ncalitätenbrs., von Oucrlaibach. — Nippel, Besitzer, an? Uulerkraiu Vaierisclier Hof. Dir Herre» : Siui^a^lia, Handel^m., nnd Gerstel, Acient, von Trieft. — Wilar, Handeliüu., voll 5!aa«. — Praznil, Privatier, voil Stein. Hlaisev von Oesterreich. Die Herreu: Kinsly, Student, __^,^.^"^l^'""'li- ^Diuial, — Frau Kranawcttcr. von Tricst. AtelemululiisM ^ullllchllill^il ill ^üiüach. " s) ,k Z " " ^ ^"Z, 6 U. '2'tg. 328.li Min Oinil,. > «W «icwcseueu Comptoirist bei Hcrru Audr»i Domcnig, ^ W theil^enommen haben, statte ich hiemit mcincu ver- ^ M bludlichsteu Dank ab. uud wllnschc letzteren ein her,- W W lichcö „Gut Heil!" lM W ^ertlilland sjölli^. M W Kaufmauu in Eanale l'ci Görz. M W Laibach, am 8. April I8Ü9, M D!<1!^tNvtllü)I. Wien, 6. April. Fonds und Acticn faudeu an der heutigen Vörse zur flaueren Notiz Abgeber, während Devisen und Valuten steifer schlössen Geld Msig. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Geld Waare Emheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in Notcu verziuöl. Mai-Nouembcr —.— —. — „ „ „ Februar-August 62.50 0^.60 „ Silber „ Iäuuer-Iuli . 70.50 70.60 „ „ „ April-October. -.— —.— Iu östcrr. Währ. . . zu 5pCt. 59.50 59.70 detto v. 1.1866 . . 5 „ 64.— 64.20 detto rilclzahlbar (?) - 5„ 98.75 99.- detto „ (s). 5 „ 97.75 98.- Silber-Aul. 1664 (L.St.) 5 „ 78.- -.— „ 1865 (Frcs,) 5 „ 81.— —.— Metlllliques . . .zu4'/, M. 56.— 56.50 MitVerlos, v.J. 1839 205.— 205.50 MilVcrlos,u,1.1854 zu 250 ft. . . «4 „ 9525 95.75 Mit Verlos. v.J. 1860 zu 500 fl. . . „ 5 „ 103.— 103.20 MltVcrlos. v.J. 1860 zu 100 fl. . . ,. 5 „ 104.- 104.50 Mit Verlos, d 1.1864 zu 100 fl...... 128.40 128.50 Eomo-Rcutensch, zu 42 I^ir« »U8l. pr. Stilct.....23.50 24. - StaatS-Domnncu.Pfandbricjc zu 120 fl. ö W. (300 Fr. 5 pCt.) m Silber Pr. Stilcl . . . 117. ^ 117.50 Gvundrutlastllnns-Obligationen. Fitr 100 fl. Geld Waare Nicder-Oesterreich . . zu b PCt. 92.50 93.— Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 91.-- 98.^ Salzburg .... „ 5 „ 90.- 91.- Böhmen .... „5 „ 92.— 92.50 Mähren .... „ 5 „ 90.50 91.— Schlesien .... „ b „ 90.-91,— Ste,crmarl ... „ 5 „ 90.— 91.- Ungarn.....„ 5 „ 78.75 79.25 Tcmcser-Vanat . . „ 5 „ ??,50 78.- Crnaticu und Slavouicu „ 5 „ 79.-- 79.50 Galizien .... „ 5 „ 71.50 71.75 Sicbeubitrgeu ... „ 5 „ 74.25 74.75 Bukoviua .... „ 5 „ 71.25 71.75 Una. m. d. V.-E, 1867 „ 5 „ 77.75 78.25 Tem.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 75,50 76.- Actien (pr. Stücl). Nalioualbanl......?28.- 730,- Kaiser Fcrdiuands-Nordbahn zu 1000 fl. CM.....2340.-2345,- Credit-Anstalt zu 200 st. ö. W, 293.80 294— N.!i,Eöc°m.-Ges.zu500fl.ö.W. 820.- 824.-Statseisrub.-Gcs. zu 200 fl.CM. oder 500 Fr, ..... 3!<2.50 332.70 Kais. Elis. Bahn zu 200 sl. verloSbar zu 5«/. '0l " ^^.30 C. M 1 Nat,oualb.aufiz.W.verloSb.5„ 96.20 96,40 Uug. Vod.-Cred.-Aust. zn 5>/, „ 92.— 92.50 Alla. üst, Bodcu-Eredil 'Anstalt verlosbar zu 5«/« in Silber 108.- 108 50 dto.iu33I.rUckz.zu5pCt.inö.W. 92.50 93,- Uose (pr. Stitck.)