LMcherOMung. >tr< 284. Plännmelation»pl«l«l Im »lonlploll ganzj. fi. il. ha.b0. Wr die ZnsteUnng w» H»u» yalbi. «»li. »lit d« Pofi ganzj. ft. l», ^albj. ,., ?°vtmber im hohen Hause entwickelten Anschauun-U, ftcht der «au dieser Gähn nicht im Widersprüche. """" sttUt folgen Antrag: ..Die kaiserliche Regle-ziu«. "^ dringend aufgefordert, zur Sicherftellung de« T,r "" ^r Kronprinz Rudolfsbahn von N'lii.w !.bl« zur Relchegrenze bei Ponteba un-Viea, V:rhandlungen mit der lünigllch italienischen dysl .^?. bezüglich de« »nschlußpunlte« einzuleiten und i "n Laufe der Session 1874/75 Vorlagen zur ver- fassung«mllßigen Vehandlung einzubringen, durch welche ermöglicht wird, daß die Inbetriebsetzung dieser Linie gleichzeitig mit jener der italienischen Linie von Udine gegen Ponteba erfolgen ttnne." »bg. S y z stimmt den »nschanungen dr« Referenten vollkommen bei. Nbg. Freiherr von Kellersperg erlsilrt, daß er die Dringlichkeit und besondere Wichllglelt dieser Linie nicht einsehen ttnne. Zur Zeit schon, ale Venetien noch zu Oesterreich gehörte, wurde von Unparteiischen gel» lend gemacht, daß die Predllbahn für Oesterreich viel dringender und »lchtiger sei, al« tte Linie Taroi«-Pon-teba. Für die Vevllllelung find under« Linien viel wichtiger und dennoch könne man h»l den heutigen Ver, hllltnissen diese nicht befürworten. Nenn Italien noch so sehr fich mit dem Vaue beeilt, kann die Vahn von Ponteb» nach Udine nicht vor dem Ablaufe von drei Jahren vollendet werden, da das Terrain auf italienl-schem Voden für den Vahnbau sehr ungünstig ist. Wir haben noch zwei oder drei Jahre Zelt in dieser Frage einen Veschluß zu fassen, bi« un« von der andern Seite lloncessionen gemacht werden. Uebrlgen« ist für Vleler» marl und Kürnten der Vortheil der Äahn lein bedeu» tender. Viel wichtiger für den Export find billige Vahn. tarlfe, auf deren Erreichung die Regierung einwlrlen lann. E« ist allerdlng« richtig, daß durch den Vau der Ponlebabahn die Rubolfsbahn dem Staate weniger losten wird, »ber dasselbe wird durch die Predllbahn erreicht. L« würde nicht gut fein, den Handel von Trieft abzulenlen; Trieft lft unfer einziger Hafen und die Verbindung mit Italien wird durch die Predllbah« ebenso hergestellt als mit der Ponlebabahn. Redner beantragt, die Petitionen der Regierung einfach zur Würdigung abzutreten. Abg. Stock ert meint, daß man Prebil» und Ponleballnie nicht gegenüberstellen ttnne. «bg. Geldl findet, daß die Frage nicht heißt: hie Predll, hie Ponleba; wenn fie aber auch so stünde, würde er dennoch für Ponleba sein. Nbg. Kü beck meint, mit Rücksicht auf die bestehenden Slaatsvertrilge dürfe die Linie nicht zu umgehen sein. Die Predilfrage hat gar leinen Zusammenhang mit der Linie Ponteba, die eine prlljubiciert, die andere nicht. E« »üre wünschen«n,erth, die hohe Regierung llber ihren Standpunkt in dieser Frage zu hören. »bg. Teuschl schließt fich der Anschauung de« Abg. Kellersperg an. Der handelspolitische Standpunkt, ber noch nicht betont wurde, ist der wichtigste. Sowie die Linie Ponteba zustandekommt, ist der trieft« Handel für immer vernichtet. Man hat die Vrennerbahn für Italien gebaut, die Gotlhardtbahn war ein Nagel zu« Sarge des triefter Handels. Mit der Gotthardtbahn ist für Oesterreich die Verpflichtung entstanden, sofort eine neue Vahn nach Trieft zu bauen — sie loste, was sie wolle. E« ift falfch, daß Ponleba die einzig möglich: Verbindung sei mit Italien — die einzig richtige Linie ift Predil, sie ist auch die kürzeste. Ucbrigen« ift im Staatsvertrage der Anschluß in Ponteba leine Urbedin-gung und ift auch für Kürnten die Ponlebalinle gar nicht so wichtig, wie gesagt wurde; e« ist lediglich ein locale« Interesse, was hlebel ln Vetracht lommt. Die Predilbahn lostet nur 34 Millionen und nicht «0, wie gesagt wurde. Die Küste muß mit dem Hlnterlande ver« bunden werden, eine Cisenstraßc durch fremdes Land soll nie und nimmer gebaut werden. Die Interessen deS Küstenlandes sind seit vielen Jahren geschädigt worden. Ur» theilen Sie nach den Gesammtinteressen. Dr. Vreftel ist der Ansicht, daß der Ausbau ber Linie Tarois-Ponteba sür uns ein Vedllrfnis ift, und darum hat Italien nach dem Staalsverlraae uns gegenüber eine Verpflichtung. Für uns ist jene Linie die bes. sere, die für unferen Verkehr nothwendiger ist, und deren vau billiger zu stehen lommt. Wir suchen mit dieser Linie keinen neuen Verlehr, sondern lassen nur den alten wieder aufleben. Die Erhaltung des lokalen Marktes liegt in unserem Interesse; die Linie lft vom volls-wilthschafllichen Standpunkte wichtig, da fie uns den Absah sichert. Wir wollen leine Op<« bringen und er-halten durch diese Vahn ohne Opfer unseren Export. Trieft lann jedoch zwischen Kllrnlen und Italien nicht den Zwischenhändler machen. Trieft hat genug gclostel; man bebenle nur die Kosten der Südbahn (laibacher Moor und Karst) von einer Verlürzung von Trieft kann nicht die Rede sein. Nbg. Dr. Sturm «st gleichfalls für den Antrag dl« Referenten. «bg. Eanaval: Wenn das nicht dringlich ift, »as seit zwanzig Jahren angestrebt »lrd, dann ist Pon. teba nicht dringend. Auch der trieftiner Handel lann fich des Vortheile« der Ponlebabahn bemächtigen, Trieft hat ja den venetiancr Handel gar nicht zu fürchten. Redner bringt statistische Daten über den Durchfuhr-, Ein- und »u«fuhrhandel au« und über Trieft und Wien »nd el« llült fich für die Antrüge des R'felenten. »bg. Freiherr o. Keller «perg ift der Anficht, daß, wenn die Pontebabahn gebaut wird, die Predlllinle fraglich wird. Abg. Deschmann spricht für den Referenten oo» historischen Etandpunlt. »bg. Freiherr v. Wächter: Vi« die Principien nicht feftgestlllt sind. nach welchen in Zulunft in Oesterreich Vahnen nlbaut werden, soll in Oesterreich nicht gebaut werden; daher «lllllrt er fich gegen den Vau Abg. Teuschel polemlfiert gegen die Ausführun« gen des Abg. Eanaval. Die richtige Herstellung ber Eisenbahnlinien im Inlande ift ein wichtiger Factor im handelspolitischen L:ben. Eine Stadt an der Küste lann mit dem Inland« rur dann aibeitm, wenn die Seefracht mit der Landflucht in Einklang zu bringen ift, daher ift eine Abkürzung de« Schienenwege« bringend nothwendig, die nur durch die Predilbahn erreicht wird. Predil und Ponteba lassen fich nicht von einander trennen und darum solle man heule nicht über den Vau ber Pontebabahn entscheiden. Die Linie Ponteba ift die com-mercielle Auslieferung Trieft« an Italien. Da« wichtigste lft die Herstellung einer zweiten Vahnoerblnduny Trieft« mit dem Hinlerlande. Man prlljudiciere he»te nicht durch den Vefchluß, Ponteba fei zu bauen. «bg. Steffen«: Wir haben in Wim und Oesterreich leinen einzigen Eisenhündler. ln Wien HVchften« ein paar Eisentaudler, weil wir leine Efporteure haben. Redner wendet fich im übrigen gegen die Nu«führnngen dl« Abg. Kellereperg. Minister Dr. Vanhan« erlllirt. er habe ftch den Gtaatsoerlrag mit Italien stet» gegenwärtig gehalten, eine Veschlußfassung über Ponleba ift oonselte der Reglerutig bisher nicht erfolgt. Gsgen da« eminent öfter» reichische Interesse, welches für Ponteba angeführt wurde, bemerkt der Handelsminifter, daß diese Linie nnhr lw italienischen Interesse al« im österreichischen zu liegen scheine, wie darau« ersichtlich ift, daß die illllienljche Regierung fich wiederholt auf da« eifrigste bemühte, dle österreichische Regierung zu bewegen, den Anschluß in Ponteba herzustellen, welchem Vemühen schon I860 und 1867 vonseite Oesterreichs Widerstand entgegengesetzt wurde. Der Minister lann ftch heute noch nicht absprechen, »eil die Regierung heute noch leinen Veschluß ln dieser Frage gefaßt hat und eine osficielle Mittheilung darüber nicht hat, wie »eil auf italienischer Veite der Vau geführt ift. Finanzmintfter Freiherr o. Preti« tann die beiden Linien Ponteba und Predil nicht trennen. Die Frage steht so: sollen wir den österreichischen Handel nach Trieft führen oder sollen wir ihn nach Venedig führen. Trieft ist durch Genua und Marseille geschädigt und wird auch durch die Vrennerbahn von Venedig geschädigt. Das österreichische Interesse spricht mehr für Predtl respective Trieft. Der löxvort lann auf den heute bestehenden Linien mit Nutzm geführt werden durch Di-ftanztarlfe. Eine Vlsserung der Zustände der Rudolf«, bahn werde durch die Linie Ponteba nicht eintreten, wohl aber wird Trieft durch Ponleba bedeutend geschädigt, Trieft, da« durch Venedig ohnedie« bedeutend benachthel-ligt ift. Nicht das locale Interesse Triefte darf maßgebend sein, sondern der Marlt. von dem die österreichische Induftlle Nutzen zieht. Trieft« Zulunft muß ße-fichert werden und da« gcschleht nicht, wenn die Herstellung der Linie Ponteba übereilt wird. Die drei Mel-len Vahn find weder sür die Industrie, noch sür die »rbeltcr von Werth. Der Finanzminifter «ft daher gegen die sofortige Velchlußfafsung in dieser Frage, in der e« stch um einen Eoncurrenzlampf zwischen Oesterreich und Italien handelt. Abg. Dr. Herbft: E« scheint, daß ich misoer-ftanden worden bin, e« wurde ja nicht beantragt, fofort zu bauen. Es wirb langsam gebaut, weil die „Nlta Italia" lein Geld hat. Die ..«lta Italia" ift die Süd-bahn. Die Südbahn ift eine Macht. Redner weist auf den Widerspruch in den Ausführungen des Gegner« hin, der darin liegt, daß elnerseil« behauptet wirb, Italien habe ein ungeheuere« Interesse an dem Zustandekommen der Vahn und andererseits gesagt wird, es werde auf llallenischlr Seile sehr langsam yebaut. Da« rasche Vauen l»egt in dem ..Wollen". Ueber die Frage de« Otfterrelcherthumes lasse ich mich mit jedem ein. Ich bin ebenso gut Oesterreich« »ie jeder; um da« bandelt e« 2034 sich aber hier nicht und bei voll«wirthschaftllchen Fragln soll man diesen Punlt nicht berühren. Die wirklich kürzeren Linien lassen ftch durch Tarifherabsehung nicht ausgleichen; »enn ich bei der Wahrung meine« Inter» esse« sehe, daß auch ein Anderer einen Vortheil hat. soll ich deshalb meinen aufgeben? Aber auch hier wieder-sprechen sich die Herren. Wir sollen die Predilllnie dauen, »o wir lheuer und schwierig bauen, und Itallen billig baut, sollen aber Ponteb», »o »ir billig bauen, wo aber Italien theuer und schwierig baut, nicht bauen, E« tft dies ganz unerklärlich; aus dem Slaatsoerlrage ift nicht nur für Italien, sondern auch sür Oesterreich ein Recht erwachsen und darum ur-gieren wir. Körnten, Steiermarl und Kr a in in erster Linie und weiter Oberöfterrelch und Böhmen in zweiter Linie haben ein lebhaftes Interesse an dem Zustande« lommen der Linie Ponteba. Unsere Aufgabe muß es sein, die größeren Eisenbahnen durch Ergänzung zu befruchten, damit »ir aus unserer Eislnbahnnnsöre herauskommen, die gleichzeitige Inbetriebsetzung des italienischen Theiles und des Theiles Tarvis.Ponteba ift der Succus des Antrages. Wenn die Predilllnie so wichtig ist und gebaut werden muß, so piiijudlciert Ponteba die Predil-llnie sicherlich nicht Bei der Abstimmung wird der Antrag Kellersperg auf Abtretung an die Regierung zur Erwägung abge-lehnt, dagegen der Antrag des Abg. Dr. Herbst mit 1? gegen 4 Stimmen angenommen. Reichsrath. 88. Gitznng des «lbgesrdnetenhanseS. Witn, 9. Dezember. Präsident Dr. Rechbauer eröffnet um 11 Uhr 15 Min. die Sitzung. Auf der Mniftelbanl befinden fich: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Vanhan«, Dr. v. Stre-mayr, Dr. Glaser, Dr. Unger, Dr. Ritter von Ehlumecly, Freiherr o. Prell« und Dr. v. Zieln i allows kl. Vorgelegt werden von der Regierung: Die Gesetze, bctrtfftnd die Tagesgelder und Gebühren für die Relchsrathsdelegierten, die Veräußerung von unbeweglichem Slaatseigenthum, die Abänderung der Eisenbahn-concession Przemysl'Leblow und die Regulierung der Narenta. Das Fischereigesetz für Binnenländer wird einem aus dem ganzen Hause zu wühlenden Ausschüsse, da« Tabal-Licenzgesltz dem Vudgetausschuss: zugewiesen. Fortsetzung der Budgetdebatte. Der Unterrichtsminister Dr. o. Stremayer nimmt das Wort: Der Umstand, daß von beiden Geilen, besonders von der Opposition Angriffe gtgen mich erfolgten, würde eigentlich genügen, um mich der Vertheidigung zu über-hlben. Ich muß aber conftaUeren, daß die confesfionellen Gesetze nach jeder Richtung ohne Ausnahme, nach dem vollen Woltlaute mit Strenge und Energie durtbaeführt werden. Die Regierung darf jedoch die vollste Oojecti. vltät nicht außer Auge oder ftch von einem Parteiftand-punkte leiten lassen. E« ist wohl zu weit gegangen, wenn man das Vorgehen der Polizeidirecllon in Prag gcgen einen dortigen Professor mit den Agenden dts Unterrichlmlniftcriums in Zusammenhang brmgt. Was die bekannten Erlässe an die Decanale betrifft, so ge« schahen sie im Interesse der Studierenden selbst. Wcnn der Abg. Ruß behauptet, daß die Regierung lnbezua auf eine Provlnclalsyliobe in Prag Lässigkeit gezeigt habe, so hätte der H tetljuly gebracht wurde. (Bravo). Diese Erlässe waren, wenn auch bester Absicht entspringend, ein laux pag, aber wer noch nie einen lkui M gemacht, der werfe den ersten Stein auf den Minister. Die Ursachen des Verfalle« liegen tiefer, al« fie der Minister erkannte. Die erste Frage ift: „Wer soll Professor sein?" Pro. ftssor soll der sein, der nicht blo« lehrt, sondern auch forscht und arbeitet. Da« müsst aber belohnt werden und diese Entlohnung für ein Leben voll Mühe und Wissensdrang wirb bei un« nicht gegeben. Man beruft fich auf die Colllgiengelder und da« ist der erste wunde Punlt. Daß der Staat den Professor wie der Eafetler den Marqueur auf da« Trinkgeld anweist, ift unwürdig der staatlichen Stellung. Die Eolleglengelder müssen fallen. Anderseits üben fie im internen Leben der alma ma-ter einen unendlich schädlichen Einfluß ducch die Jagd der Professoren nach möglichst vielen Hörern. (Bravo.) Weiters werden bei Neubesetzungen Vorschläge gemacht, auf deren Grünblaue Personen zu Professoren ernannt werden, welche die Qualification zu ihrem Posten nicht besitzm und daher den übrigen nicht Eoncurrenz machen können. (Bravo.) Der zweite wunde Punlt ist da« Prü« fungsoerhälmi«, das wieder auf die Eolleglengelder reagiert, weil die Professoren auch die Examinatoren, die Volanten find. In Deutschland verleiht das Doctoral eine alademische Würde, nicht aber wie bei uns eine ftaat. liche Velechtigung. Kein Hörer läßt sich bei einem Professor inskribieren, von dem er weiß, daß derselbe nicht al« Prüfungscommissür fungieren wird. Redner alot mehrere fehr drastische Beispiele. Der Minister lann diese VerbMnlss« nicht so genau kennen, denn seine Rl-ferenten sind active Professoren an derselben Unlversllüt. (Bravo.) Rebner null keine Anträge, lllne Resolution stellen, sondern er hofft, daß die Anregung, die er ge-gegeben, nicht auf sterilen Boden fallen werde. (Beifall.) Abg. Fux betont, daß der »usspruch Vlllr ths, daß der Minister von kurzsichtigen Räthen umgebe» sei, nicht blos im Inland«, sondern auch nach Außen, sog" in Amerika große« Aufsehen erregt habe. Er bedauert, daß dieser Ausspcuch nicht officiö« widerlegt wurde. Anknüpfend an die Rede Dr. Kopps kritisiert Redner da« Referentenoerhüllnis im Unterrichtsministerium, in »tl-chem er das Prinzinz der Objectivilät vermißt. Rtdner beantragt, von der Poft „Universität in Innsbruck' den Betrag von 3500 fl. als Quote des Gehaltes der Professoren der dortigen theologischen Facullät zu sl eichen und diesen nur bis 1. August l. I. auszuznh" n. Wird unterstützt. Abg. Dr. Promber plaidie?! auf« wärmste iilr die Verbesserung der Bezüge der Professoren an Hofühlt. Der Angeklagte erscheiue Uberfühit, diese Schriftstücke (Urkunden), welche für die Politik des deutschen Nelche«, re-speclioe dessen Beziehungen zu dcn ausländischen MäcUe» von größter Bedeutung find. bei Seite yeschast und unlcr-schlagen zu haben- Die erste Rubrik umfaßt die mitgenommenen, auf Aufforderung des auswältigen Am die Commune, dann da« wenn Frankreich nicht bald eine monarchische"» ^ form erhalte. Ferner ein Erlaß de« "«wärt«« ^. le« v°« 3. Jänner 1874, welche den u"l "«' „n, licht Arnim« über die Deutschland verletzen"" ^<,ß brlefe französisch« Bischöfe moniert; fernlr 2055 vom 20. Dezember 1872. worln der Rtichslanzltr dle Gtrlchterstattung «rnims über dle politische Situation 3ranlrelch« als theilweise auf lrrthilmlichen Voraussetzungen beruhend blzeichntt und zugleich die ssrage über ble für Deutschland zuträglichste Rigierungeform in 3lalilrelch einaehend erörtert; ferner ein Erlaß vom 23ten Dezember 1«72 belrcffmd die Berichterstattung Arnims über eine ««ußerung Thiers'; weiter« ein Erlaß vom 2- Juni 1873 betreffend einen »rtlsll des ^Gaulois" unl» .,FlM f,ls" über Aeußerungen Arnlm«; endlich el-n>n Erlaß vom 4. Mllrz 1874 betreffend die Immedlal-elngabe de« Angellaqten an den Kaiser. Der Erlaß mo« nlert, daß die der Eingabe beigefügte Abschrift eines Er» l°sst« vom 21. Jänner 1874 ungenau gewesen war. Letztgenannter Erlaß hatte gegenüber dem Angeklagten auf Nl»ßtre Fügsamkeit glgen die Itistruclionen des Rtichala^ltss und auf ein geringeres Maß selbständiger! Initiative Anlaß erhoben. Aus dem Inhalte der einzelnen srlüsse folgert dle Anklage, daß alle Schriftstücke nicht blos formell, son« btrn auch materiell einen amtlichen Eharaller haben, nur dim Staate, nicht kr Person de« Antlayten ge-hsren lünnen und daß die darin enthaltenen Vorhaltungen und Rccliftcationen den amtlichen Lharaller derselben nicht alllriilln. Unter den sodann angeführten, zur dritten Ru-bril gehörigen Schliflstllcken. au« N Erlässen und 12 berichten beslthtlid. von deren Verbleib Amlm nichts wissen will. sind hervorzuheben: ein Memoire über eine Unterredung mit General Fleury; ferner ein Erlaß be-treffend die Stellung des russischen Gotschafters in Paris. Nuch Orloff. zu Deutschland; ferner betreffend eine Unterredung Orlosss m t Thiere. D!e A"llage dearünbct ln längerer Auselnanders.huna. daß die Schriflftücke der, drillen Rubr>l von «rnim gleichfalls nur llbftchllich Hütten zurückbehalten «erden lllnnen. l«chluß folqt) Politische Ueberficht. «albach. l l. Dezember. »Pesll Naplo" befürwortet die sofortige Verhand. lung jcner Sleuervorlagen. die oolausfichllich wenigen Melnungsverschiedenhellen im ungarischen Reichs-ln«e btge«ncn werben, wie die IaMeuer, die Wein-und sslt»,mmersitzung machte "r Ministerpräsident, um die sowohl materiell wie "°ra,isch jammervolle Lage der Ruralbtvüllerung zu ."."bessern. Vorschläge, für welche die Kammer die Dring-l^lelt votierte. Der Forstgesetzentwurf wurde ln Er-Tilgung aelo^.'li. Die Stclle in der Prüsidenlenbolschaft Grants, ^l«« stch auf Kuba bezieht, lle.t nun wörtlich vor. ^'e lautet- Der bellagenswerthe Kampf in Euba °°"«rt fort. ohne daß elne der streitenden Parteien einen glichen Vos,h:il „^ngen tütinte. Der seebejährlge ,""pf gibt dem Ausslande Vedeutung. Die Ausdauer ?" d°'tnückigleit seiner Anhänger ln Verbindung mit ,7 Unfah.^tit Spaniens, die Vewegung zu bewältigen. ^" nicht blstritten werden und lünnle einige positiv« ^"te vonseile anderer Mächte nolhmndlg machm. Hagesneuigkeiten. — (Vo« A. h. Hofe.) Wie »an aus Pest meldet, hat S e. Majestät der Kaiser a« 9. d. bei seiner Rllcklehr nach Gödöllö Pest gar nicht b«Uhit. Der Aufenthalt des Kaisers bülfle, wenn nicht außerordenlliche Vleiguisse eintreien, bis nach Weihnachten dauern. Se. laisell. Hoheit der Kronprinz Rudolf soll ebenfall« zu Weihnachltn in Vödöllö eintreffen. — (Zur Subventionierung desKlerus.) Aus der lavanler Divcese in Sleiermail haben sich »m Belheilnng aus dem zur Unterstützung hilfobedürfliger lalholischer Seelsorger durch das ginanzqesltz flir da« Jahr 1874 gewidmeten Betrage von 500.000 fl. Ib3 Bewerber gemeldet, zu denen sich noch nachlläglich drei Pliester aus der feck^uer Divcese als Vltlfteller gesellten! hiedurch ist die I^hl der Kompetenten u« ftaalllche Un« ttlflllhung aus dem Herzoglhum Steiermarl auf 295 gerliegen und hat sich gegenüber dem Iah,e 1873 un^ 162 vermehrt. I» Ganzen wurde 268 Priestern ein« Unterstützung von zusammen 26,950 fl. gewährt. Eine Milwulung des lavanler bifchcfkchen Oldinaiiales fand gleichfalls nicht statt. j — (humane Stiftung.) Der Anwalt des bebre-cziner reformierten Collegium« Mlon Iolh»Köl>yvcs hat, wie „Debreczen" «itlheill, feine nach den gegenwätligen Preisen einen Werlh von etwa 25.000 fi. rrprüsenlierenden Tavyigründe der genannten Lehranstalt leftamenlansch vermacht, in deren Archiv auch die betreffende Ullunoe bereits deponiert wurde. — (Schwacher Theaterbesuch.) Ueberall Klagen über schlechte Geschäfte; dle Theater in Nensohl, sluwburg und Ralibor haben vor der geil geschlossen, in St. Pollen fand wegen schlechten Geschäftsganges ein Directionewcchsel statt; in Vudwei«, Iglau, Tyrna» und Eger spielt man vor leeren Vänlen; Karlsbad und Efseg stehen vor einer Krisis und in Nulareft hat die deutsche Saison nach den ersten drei Wochen ihr Lnbe erreicht. Der Director der großen Oper in Paris hat beim Ministerium angesucht, die Eintrittspreise für sämmtllche Plätze um 50 Perzenl erhöhen zu dülsen, doch ist sein Gesuch als unberechtigt abgewiesen worden. — (Englische Nordpolerpedilion.) Die italienische Regierung wurde von der englischen eingeladen, einen oder mehrere O,siziere ihrer Kliegiflolle nach Ing» land zu schicken, damit sie an der Nordpolefpedilion lheil-nehmen, welche nächste« FrUhjahr auf eine» englischen Kliegsschffe unternommen «erben soll. Dle italienische Re» gierunz hat die Einladung «ll Danl angenommen. — (Venus-Durchgang.) Einer Meldung des „Vureau Reutler" zufolge ift die Beobachtung des Venus-Durchganges durch Oberst Tennant in Oftindien geglUcks. Es wurden viele Photographien aufgenomwen. Locales. — (Aus dem Sauitätswochenberichle des laibacher Stadlphyfilales) vo» 29. November bis iucufive 5. Dezember 1874 entnehmen wir solgende«: I. Morbllitäl: Dieselbe war in dieser Woche eine ziemlich bedeutende. Der entzündliche Kranlhellecharaller war vorherrschend, von den Iufeciionelranlheilen Rachenbräune und Scharlach, vereinzelt Varicellcn und Typhoide. II. Mortalität: Dieselbe war ziemlich bedeutend. 6« starben 19 Personen (gegen 22 in der Vorwoche.) Von diefen warm 11 männlichen und 6 weiblichen Ge» schlechte?. 11 Erwachsene und 8 Kinder, daher das männliche Geschlecht und die E, wichsen« überwiegend an der Sterblichkeit participierten. Im ersten Lebensjahre starben 3, und zwar an Fraisen 2, an Schwäche 1 Kind; vom 2. bis 20. Jahre starben 6 Personen, und zwar an Diphterlli« (Imal mit Scharlach) 3 (in der Vorwoche auch 3), an Blattern, Scharlach und Tubercnlose je 1 Person; vom 20. bis 60. Jahre starben 5 Personen, und zwar an Tubercnlose 2, an RUckelimarlsentzUndung, Gehirnlähmung und LustlöhreoschwilUsilcht je 1 Person; über 60 Jahre alt stalbcn 5 Personen, und zwar an Lungenentzündung und Lungenödem je 2, an Marasmus 1 Person. Als häufigste Todesurl ach« traten auf: Diph. terlli« und Tuberculose je 3ual. d. i. 15 7°/,. Fraisen, Lungenentzündung nnb Lungenödem je 2«al, d. l. 10 5 "/„. Wallern, Scharlach, Marasmus lc. jt Imal, d. i. 5 2 "/<, aller Verstorbenen. Im Cwllspitale starben 4, in der Stadt und den Vorstädten 15 Personen. Diese venhcilen sich wie folgt: Innere Stadt 6, St. Petersvorftadt 2, Polanavorstadt 3, Kapuzinervorftadt 2, Gsadischavorftadt 1, Kralau. und Tirnauvoistadt 1, Karl, stä'dlelvotstadt und Huhnerdorf 0, Moorgrund 0. — (Vemeinderalhsfitzung.) Die Tagesotdnung für die heule um 5 Uhr abends stal'fi >t>ende Gemeinderalh«. sihung lautet: 1. Nerichle der Schulseclion: 1. Wegen Sehung von einigen Ocfen im Realschulgebäude; 2. wegen künftiger Ernennung des zweiten Realschulbleners im Gin-vernehmen mit de« Landesaugschusse. H> V-richte der Fwanzsection: 1. Ueber die cffelierung des ftädlischen hause« Nc. 56 als Vauplah für die Lehretbildungsanftall; 2 über die Vorschüsse aus der Stadltasse an den Armen. >sond; 3. Ubu die Flüssigmachung der ftädlischen Tangente für die Realschuleinrichlung; 4. über die Vubbention für das Kinderfpital j 5. Über die Bewilligung der Nmlstlei-dung für die ftädlifchen Amtsdiener,' 6 über die nachlräfl. liche Genehmigung eines Vergleiches betresss eines aushaf« lenden Wlefcnpachlschillinqes. III. Berichte der Polizei« fection: 1. Ueber eine R.cursanmeldung gegen ein Straf, ertenntnis wegen Uiberirelung der Stlaßel!poli von Kranlheilstoften und rou Dienstlohnetfah. — (Hiernach geHelme Sitzung.) — (Der heimatliche Maler Herr Franke) ift derzeit in pai'iach «il der Aufnahme und AuefeitigUüz mehrerer Portrait« hirsiger Prisünlichleilen btschtifllgf. Ja der Handlung des H^rrn F. Malschel am Hauptplahe sind soeben zwei große Kindeiportrails ausgestellt. — (Ein Wohlthätigkeit scoucerl) zu« gwecke , der Velheilung dürftiger Schullinder findet am 13. o. nach- millag« um 5 Uhr im landschafllicben Redonlensaale siult. Zur Aufführung sommen: 1. eine Ouvertüre von i!achner; l 2. ein Männerchor von heud — (gnr Faschingsfaison.) «lu« Anlaß der am 13. b. im hiesigen Redoolensaale ftalifindenden Vor« ftellung wild die nächste große Tanzprobe in der Hltalnica anstatt a« 13. am 14. d. abgehalten. ! — (Der heurigen Opern-. Toncert» und Tanzfalson) droht groß? Gefahr. Wir vernehmen aus sicherer Quelle, baß da» h. Kliegsministerium unter Ver«. fung auf einen angeblich in den 1850er fahren erlasse« nen und derzeit noch in Vlechlslraft stehenden Befehl die »eitere Mitwklunq einzelner Mitglieder der hitsigen l. l. Regimenl««usi!tapelle bei unter Leitung eine« Civil- , lapel lmeifters siaüfindenben Civilmustlproduclionen nicht mehr gestaltet und die Regimenlsmusil nur ols ganzer Körper unter Leitung des Militärkapellmeisters ausznlrelen habe. Dle R-Publicierung dieses hohen Befehles und seine unangenehmen Folgen greifen in leiner anderen Sladt Oesterreichs so störend ein, wie in Laibach, das gesellschaftliche Leben erleidet durch strenge Befolgung obigen Befehle« einen argen Stoß. Laibach besitzt keine El-vilmusill^pelle. Die Thealerbirecllon unleihillt wohl sllr ge» wohnliche Theaterabende ein au« 18 Mitgliedern bestehen» be« kleines Orchester; aber bei Opern, Operetten, größeren Gesangepossen und bei Concerten der philharmonischen Gesellschaft muß ein große« Orchester am Platze sein. Visher wurde die Verstärkung de« kleinen Civilorcheftel« au« den hervorragenden Mitgliedern der t. l. Regimen»«-Musillapllle recruliert, namentlich die Blech, und Holz» instlumenlenbläser. Die Thealerdireclion wiid wohl nicht säumen, unter Gcllcnomachung der in Laibach obwallenden außergewöhnlichen Verhältnisse da« hohe Krieg«minifteliu« ^nm weitere Gestaltung der Verwendung einzelner militärischer Mustllräsle bei Tioilmusilcn zu elsnchen. Wir richten an die Bevölkerung Laibachs wiederholt die bereit» ! angeregte Mahnung, das Project ter Nusfiellung einer städtischen Eivilmusillapell« lhunlichft und lläs-ligft unlerstllhen zu wollen. Lin liomi!^, bestehend ous nnlernehmungslustigen und musilsreundlichen Persönlichkeilen, beschäftigt sich soeben «ll der Gründung und Ausstellung einer Eivllmusillapelle, deren Ausgabe es wäre. bei Theater», Concert«, Sou6e», Tunz« und andeien Musilen geczen Entlohnung, ferner bei Plc.h., Zapfenstrelchwusilen, Eoncerlen für Wohllhäligleitsjwccte »ilzuwillen. Wie wir vernehmen, werden bereits talentierte Zöglinge für die zu gründende Viollwusillapelle ausgebildet; es wurden 41 mustlallsche Inftlumenle angelausl, ein lllchllger Musi»lehrer acquirieil und die Sache befindet sich im besten Zuze. Das belref-fende Comtls wird demnächst mit einem Ausrufe u« lräf-ligfte finanzielle Untetftlitzung diese« Proi^ctes vonseile der Sladtbevöllerung Laibach« in die Oeffinllicykeit lrelen und die Gründung einer städlifchen Clvilmusillapelle dringend empfehlen. E« ift höchste Zeit, daß in dieser Richtung elwa« geschieht. Nuch Laibach kann auf eigenen Füßen stehen, larn, wenn e« sich opferwillig erweist, fremder Gnadenacle entbehren, tann da« nochwendlge sich selbst schaffen. Das betreffende Comils mag ohne Verzog an die Opsermilliglcil der wusillleundltchen Bevölkerung Laibachs appellieren. Das Ergebnis wild sicher ein günstige« sein! — (Vine Bärenjagd) sand am Milwvch den 9. b. «uler Theilnahme von 10 Schützen ,nd 20 Trci, bern in dem gliifllch Nueieper^'ichen Jagdreviere Sonnegg nächst Laibach stall. Der giiiftlch Uunepelg'iche Wuldhec^ei Josef Klovan erlegte mit ellie« Schusse elven drei Ienl-ner schwelen Bären (Mänuch.n), Das erlebe Raublhier w»rde gestern der hlesizen l. l. Vezi'lshanptmannschaft be- 2056 Hufs Conftallerung und Flüssigmachung der Taglla an den MelftelschUtzen vorgeführt. — (Etne Diftanzfahrt.) Au« Sachsenfeld in Steierwarl wüd de» „Eloo. Narod." erzählt: ,Da man hcmznlage ensetd nach Trieft 14 Meilen bellilgt, und daß die Straße wiederholt große Steigungen hat, so muß man die Velocipedesahrt als e»ne sehr rasche bezeichnen. — (Ninoerpeft.) Au« Anlaß der in der Vezirls« hanptmanilschaft Volosca und zwar in den Ortschaften Do-lejae, Ieljchane, Nupa, Slalnlca, Llsac, Klana und Zoo« möi helljchenden Rmderpeft ist der ganze Sleuerbezirl Fei» ftllz »ll oen gesetzlichen Folgen als Seuchenbezirl erllätl »no die Absperrung des Veznles gegen das Kllftenland ver. fügt. — Laut der am 5. l. M. vorgenommenen Schluß» revision ift die Mnderpeft auch im Vortheile Kegele der Onjchaft Gora erloschen und wird hiemit der ganze po« Wische Bezill Vollschee als seuchenfiei erllärt. — (Predil.) Aus Vörz wird der »Trieft« Zeitung' angeblich au« verläßlicher Quell« folgende« mitgetheilt: ,,Al« der Abgeordnete Glas Eoionini vor einigen Tagen in Ne« gleilung seiner übligen Eollegen au« dem göizer Gebiete de» Herrn Minifteipläsioemen die mit 5000 Unterschriften versehene Pelitton der hiesigen Vevüllerung inbetr«ff der Prebildahn überreichte, nah« er dieselbe freundlichst entgegen und sprach: Seien S»e überzeugt, »eine Herren, daß auch der Regierung o»ese Vahn sehr am Herzen liegt. Ich gebe Ihnen d« Versicherung, die Predildahn soll eine der ersten ivahnen sein, welche die Regierung de» Abgeordnetenhause zur velfajsungemüß'gen Behandlung vorlegen wird." — (Theater.) Die gestrige Aufführung der Donl« zetli'schtn Oper .VeUsar" brachte viel gutes, viel «illel. »üß. — Sllber 105 80. — K. l. Munz-Du« caleu — Napoleonsd'or 8 «9. Wien, 11. Dezember, 2 Uhr. Gchlußcurse: lreblt 23775 «ng'o 144 25, llulon 1l65 0. Fraucobanl 5725, Handelsdal.i 71.'0, Bereinebanl 19 ,>0, Hypolhelarrentenbanl 10' , allgemeil. «llugcftllschafl'/? 5^>. Wiener «aubanl 43 -.Unionbaubant 30-Wechslerbaubanl 13 25, «rigitteuaucr 10—, Slaalsbahu 309 25 Lombarden 131.—. liommunallose —. Fest. Handel und Volkswirtschaftliches Die englischen Vers icher u ng sges ellscha f. ten und ihre Wirksamkeit in Oesterreich. Ne« lanntlich haben von der gesetzlich normierten Zulassung auöländi. scher Versicherungsgesellschaften zum directen Geschäftsbetriebe in Oesterreich vor allen anderen die beiden großen englischen Gesell» schaften „Aortk Lriti«d" und „iNperi^I^irelU' »Ulk^uce OompLll^" Gebrauch gemacht, und es zeigt ein ' neuester Act dteser beiden Compagnien, daß dieselben damit b«' l reils ganz besondere Erfolge erzielt haben müssen. Wie uns neM' , lich mitgetheilt wird, haben dieselben in Wien vor einigen T»§en eine Vlralität um den namhaften Preis von nahezu einer l'aloen Million Gulden erstanden und auf diese Weise ihren ernstlichen Willen documentiert, sich in Oesterreich ganz heimisch zu niacden ' und ihr auf sicherer Grundlage basiertes und bereits ausgedehn« ^ te« Geschäft in vergrößertem Maßstabe zu betreiben. Sie haben somit zu den vielen Securitülen, welche sie scbon früher besahen, auch noch die eines werthvollen Älealbesihe« hinzuzufügen filr gut befunden, obgleich es wohl leines weiteren Mittels mehr bedurft hätte, um das diesen beiden, zu den hervorragendsten englischen Versicherungsgesellschaften zählenden Compagnien entgegengebrachte Vertrauen zu erhöhen. Verstorbene. Den 5. Dezember. Franz Podlraischel, Magazwsauf-seher, 44 Jahre, Polanavorstadt Nr. 2, Luftrührenschwindsuchl. ^ 77I, Stadt Nr. >^, Lungenentzündung. — Iohaon Pctmt, Wagentuppleielind 2'/, 3>» Polauaooist^dt Nr. 90, Rllchenbrülmc. — Iosssa i!olar, H°u«' btsiyerewitwenlochter, 21 I., OraoischavorNadt Nr. 14. kungensücht Den 6. Dezember. Ludwig Mallelich. Steinmetzwerl» filhrerssohn, 10 I., St. Petersvorstadt Nr. 65. Racheubräun:. ' Nllolau« Compare, Arbeiter. 3« I.. Stadt Nr. 89, Lungenlüh« mung. — Franz Potolar, Htizer»linb, 3 Wochen, Kapuzintt« Vorstadt Nr. 89, Convulsionen. — Nikfander Dragan,t, Hel,er, 28 I., Civilspilol, Vauchstllenlzllndung. — Viuno «llrih. Schn"» der, 42 I., in« Civilspual an Lungenödem sterbend uberbracht. Den 7. Dezember, «loisia Napreth, «doocaten««ochtll, 49 I., Stadt Nr. «3. Lungenmberculose. Den 8. Dezember. Franzisla Demschar, Gchueidersssat'in, 53 I., Kapuzmervorftadt Nr. 19, Luugcntuberculose. — Fran» IermllN, Mehlhllndler«l>nd. 2'/, I., Vl,rmhrrziqeng°sse Nr. >2», Scharlachbrilune. — Theresia «Vraifcher, Coi,dl,cteul«tochler, 1^3» Polanaoorftadt Nr, 61, Rachenbräune — Julie Plantar, Kutschers-tockter, 6V, I-, Elisabeth.itinderspital Polanavorstadt Nc, 67, Lungenlähmung. Den 9. Dezember. Victoria Soril, l. l. pens.Hauptmanns« lind, 3'/< I., Stadt Nr. 77, iNachenbräunr. Den 10. Dezember, »nlonia Omachen. Verzehiulig«' fteuer.sievidentensgattin, 38 I.. Polanavorstadt Nr, 75. Typhus' — Franz Pader, Taglöhner, 24 Jahre, Livilspital, Lähmun«. Ht. l. Garnifonsspital vom 22. bis incl. 28. November. Leopold Ogrizel, gugsfllhrer des 53. Inf..«,gimentes. tun-gentuberculose. Angekommene Fremde. Nm 11. Dezember. l»«««l »t»«>< MV»«». Voll und itartin, Meis., Wien, U»««» «>«s«n«. Meif, «fm.. und Kurz, Wien. — 5luN, Gastgeber, TarviS. — Possatto mit Oemalin, Velledig. — T"» Via,pel, Adelsberg. — Magoli^, Pfarrer, St, Lamprecht. »»«»«»> v»» ,»»«««»'«-«>«»,. Puschhausei «trnestine un° Medwed, hrastniss. — Peruzzl, Nrunndorf. lflVl»»»«»». Libemann, Nadmannüdorf. — Milavc, Ziitnizl Meteorologische VcobachtuiMN in Laibach.^ z ^ W n ° 3» .iz ^ «.LZ ^_______________«" ^ 6Ü.Vlg. 727,, — 1o O. s. fchwach bewülll 11. 2 ^ N. 725.7« > 0.7 NN.s schw. l'tin. heiler 0l« 10 « Nb. 722.07 — 2,c» NW. schwach^ bcwoltt Morgen« bewilllt, nach 8 Uhr Aufheiterung, die Alpe« l'^' llbertag« sonnenschein, abend« bewüllt. Da« lagesmitttl ° Temperatur — 0 8', um 0 3' unter dem Normal,. ^^. Verantwllrtlicher Redacteur: Ottomar Vamberg» Wir emledlen »I» 7U beeoittler» zovignet: OrisiQÄi-^doio^rap^ieli älterer ^eilitsr^sr^s ^ äsr äreZäner ^srie uuä ksrvorraLLQäsr Illsistor' ^sr^s äsr Usuisit in 2vei ttrösnen: ^xtr^sormat LI»ttssrü8»e 31 : 44", Lilössrüme 25 : 33"' , Imp«l-i»Ifoi-mllt Vl»tt8i-ü«s 25 :31'/,", Lilozro«« 15'/,: ^^' ' krsi, per Ul»tt llxl,l-»soi-m»t........6. 2" ^' ^ ^ , Imposiklfolin^t,.......» Luck^2Nlllun8, Ltoi-nllllss._______^ ltt.»^so^BH»i^t- Wien, 10. Dezember. Lisenbahn-Acli.n waren wieder in ihrer Mehrzahl start begehrt, ebenso Rente und Dampfschiff-Nctitn. Ueberhaupt hatte das Veschilst einen >c -VvlfkVllzMt« haften Charakter, den e« nun schon lange vermissen ließ. In Vanlpapieren scheinen Deckungslllufe vorgekommen zu sein. .-_, „ Veld Ware «tbrn«.) """ <.....69-60 69 70 3>wner.) «,«^..».. < . . . 7490 75-«prU. , «U»"«"' Z ... 74 90 7L -««st, 182« ...... 269 — 272 — , 18b4.......104 - 104 b0 , I860.......10975 11N- , I860 ,n 100 fi. . . . 11b »5 115 75. , 1864.......134 13425 Domlwm.Pfandbriefe ... 1X950 ,24 — Prümimanllh« der «tadl Vt» 102 50 103 -»»l^men , «„.„. , . . 98— V850 ,.ll»i« I^^'l . 8» 60 84- Viebmbür,,» s , "^.. t . 75 70 76 -Un>°n> j l» .. 7? 50 78 - »eÄllr,«e«n'lernng«.L«l«. . . 97 50 38 — iluß »,,l^»«hn.»nl. .... 98— 9850 Un«. PlitwitU.»»!,.....80 75 8125 «,«n« CsU'U'nu^Uulth» . . 8925 8950 U«ti«u »on N«»k«n. Geld Ware »nglo.Vanl..... 145 75 146 - Vanlolitm . . , 110-111 — V«zdemrldit«ulfl«lt ' . . 109— IN — «r«dltel«d»»l ....... 72 25 72 75 «atl«n,lbanl......996— 9?» - Oesserr. »llg. V«»l .... ^-» - ^- Oesterr. ««llzchlllch'ft - . . " ^ ^5 -Union»«! . ... . . .117-11725 »,rein«»«l ....... 1950 1975 «7e«ehr«b«nl.......105 - 10b 50 Netie« »,» I»««4p»»t«Unteruetz« «n»ge»< Geld Ware «l«d,«,hn.......13»- 128 50 «»rl.Lul,»ig.««hn . . . i ' 247 — 24? b0 »,»«,.»»m»lfchlN.,»tstllsch«ft 422— 435-. «lll«ieth.««sti«hu.....19« — 197 - «lil,beti.««hn lrw,.«ntz»e«fn Vt««,)...... . —— —'— ßerdinand«:Nordl,ahn . . . 1895 — 19< 5 — ßranz-Ioseph-Vahn 188'— 188 50 Lnnb.«lzern<«Illssii«V»hn . 141 — 141 50 Ll«yd.Otjellsch. 46» - 464 - Velo Ware «nl>°lf««V«h«.....14) . 149 50 Vl»»t«b»hn......809-810 — «tldbahn........181 50 I«2 - Ihelß.Vahn.......19t 50 19550 Uu,«rifche Nort,ofi»«h« . . . 1«l>»0 1»1-Ungarischt Ostb«hn .... »5 — 0» 50 lr»»»«y.Oefelllch......119 — —-- »anaeseUsch«fte». «ll>. üsterr. »«n«estlllch»ft . . 29 — »9 25 «leuer ««,lltllsch«ft. . . . 44— 44 25 Vf«»dbrlese. ««,nn. »st»rr. V,ö»er«bit . . 8S— 96 50 dt,. w 83 3«hre« 86 — 86 k,0 «>tt««lb«»« ». »..... 94 50 94 60 U«,. V«d«ciltzlt..... 87' . 8750 Vrlo«lt«te». «lisabeth.-V. 1. «m.....9375 94- ßerd.-Nordb. S......105 «5 105 50 ßranz-Iosevh-v. ..... 100— 1002.'» i»al. . 0stb,hn......6750 " «nl,,ll«.»........"^ «echftl. ^^0 »»,««>««,.......' A35 s»" f«°b«,........ii0<-.zilo^ s°Nb«........4415 " P.cl«........." »Nl«tn, . . . 5 st »bilr. b su 9^ , ««p«lt«n«b'«r . . 8 . 89j. 0 " «4 - «r«lnis«. «r«lldm'.lallU'l««'0bli«'"''^ ,rl,«ln«tl^n„: «eld »«». «'"