MlmcherWMtlmg.
Nr. U7.
PränumeiationSprei«: Im Vomptolr ganzj. fl. ii, h
!. ss. 5.50. Für bieZustvUiinZ ins Hau« ha!dj.5,!lr. ÄiitderPustganzj.fi. 15, haüij. ft. 7.5<).
Mittwoch, 26. Mai
Insertlonsssebühr vi« 1!) feilen : imcil U0 !i., »m.«oli., üul. > ft.;sonft pi.Zeile im. 6lr.^»i.8lr., »m. n>lv. u.s. w. I!i!crt!VliSstc>,lpi!l iedetm. 3d l,.
1889.
M^ Des h. Feiertages wea,en erscheint die nächste Nummer am! Freitag.
Mit 1. Juni
beginnt cin ncucs Abonnement nnf die
„Laibacher Zeitung."
Dcr P ränumcr at i ons - Preis beträgt für dic Zeit vom 1. bis Ende Juni l5W:
Im Comptoir offcn.......— fl. 92 kr.
Im Comptoir nntcr Convert . . . . 1 „ — „ Für Laibach ins Hans zugestellt . . . 1 „ — „ Vlit Post nntcr Schleifen.....1 „ 25 „
Amtlicher Theil.
Zier Iustizministcr hat den Bczirksrichter Wenzel Pinskcr von Gföhl nach Mautern nnd den Bezirks-richtcr Joseph v. Metz von Haugsdorf nach Gföhl ihrcln Ansuchen gemäß übersetzt und den Bezirksgcrichtsadjuiw ten in Molk Stephan Koller zum Bczirksrichtcr in Haugsdorf ernannt.
Der Minister für CultnS nnd Unterricht hat zn Provisorischen Vezirköschnliiispcctorcn in ?licdcrösterrciä) Außerhalb Wiens ernannt:
Für den politischen nnd Schulbezirk Amstcttcn den Director der Landeörcalschulc in Waidhofcn an der?Ms Johann Hüttcr,
für dcn Bezirk Baden dcn Director des Landesrcal-^innasiums in Baden Joseph Schramm,
für dcn Bezirk Brück an der Lcilha dcn Hanptschul-öircttor Michael Ostaltncr,
für dcn Bezirk Groß - EnzcrSdorf den Dechanten nnd Pfarrer in Ottakring Cmauuel Paletz,
für dcn Bezirk Hcrnals dcn Lehrer an der Lchrcrbil-dungsschulc bei St. Anna in Wien Robert Nieder-9cs'äß.
für den Bezirk Horn dcn Director des Landcsreal-^hmnasiums in Stockcrau Anlon Schwarz,
für dcn Bezirk Korncnbnrg dcn Director der Lehrer-bildnngsschulc in Korueubnrg Michael Schenk,
für dcn Bezirk Krems den Director der Landcsrcal-schlllc in Krems Dr. Georg Ullrich.
für dcn Bezirk Lilicnfcld dcn Professor dcr Landcs-lcalschnlc in St. Pöltcn Karl Swoboda,
für dcn Bezirk Mislclbach dcn Oberlehrer in Zistcrs-borf Johann 'gticdingcr,
für dcn Bezirk Ncnutirchcn den vcnsionirtcu Director bcr Landcsrcalschule in Nicner-Nenstadt Ignaz Ober-Kuller,
für den Bezirk Ober-Hollabrunu dcn Director des ^udcsrealgymnasiumS in Obcr-Hollabruuu Dr. Iulins ^Pünglcr,
für dcn Bezirk St. Pöltcn dcn Director dcr Landcs-tcalschnlc in St. Pöltcn Eduard Schwammcl nnd ^" Director der Lchrcrbildnngsschnlc daselbst Johann bübl,
für den Bezirk Scchshaus dcn Director dcr Com-'^lnalrcalschnlc auf dcr Wicdcn in Wien Dr. Valentin Meirich,
für dcn Bezirk Schcibbs dcn Professor dcr Laudcs-^nlschlilc in Waidhofcn an dcr ^)bbs Joseph Kaiser.
für den Bezirk Waidhofen an dcr Thaya dcn Hanpt-Ichuldircctor in Waidhofcn Sebastian Bodo,
für den Stadt- nnd Landbezirk Wiener-Neustadt den Erector dcr Landcsrcalschulc in Wiener-Neustadt Heinrich schramm und
für den Bezirk Zwctll den Professor an dcr Landcs-^alschulc in KrcmS Felix Ederle.
. Dcr Minister für Cnltus nnd Unterricht hat zn ^°visorischcn Bczirksschnlinspcctorcu in Mähren cr-
^. Air dic deutschen Antheile dcr beiden Bezirke ^ll)o»bcrg und Hohcnstadt dcn Realschullchrcr in Schön-
"l! Micdrich Geb hart, ^„llir dm Bezirk Nömcrstadt dcn s^anptschuldircctor in
^U'crstndt Dominik Kunschncr," ^ Nir den Stadtbezirk Olmütz nnd dcu dcntschcn An-j / dcs Olmützcr Landbczirkcö dcn Gymuasialprofcssor ""nütz Dr. Erasmus Schwab,
für dcn dcntschcn Antheil des Bezirkes Sternberg den Rcalschnloirector in Sternbcrg Ferdinand Weber,
für die deutschen Antheile dcr beiden Bezirke Ncu-titschcin und Wcißkirchcn den Gymnasialprofcssor in Ol-mutz Leopold Dworak,
für dcn Stadtbezirk Hradifch den Director des Realgymnasiums iu Hradisch Adolf Wcichsclmann,
für den Bezirk Nitolsburg und dcn einen Theil des Znaimer Bezirkes bildenden vormaligen Bezirk JoSlo-witz den Rcalschnlprofessor in Brunn Fridolin Krasser,
für dcn deutschn, Antheil des Bezirkes Anspitz dcn Gymnasialprofessor in Brunn Vinccnz Adain,
für den Stadtbezirk Zmum und dcn deutschen Antheil des znm Znaiincr Landbezirk gehörigen vormaligen Landbezirles Znaim dcn Gymnasialoircctor in Znaim Karl Werner,
für dcn dcutschcu Antheil des znm Lnndbczirk Znaim gehörigen vormaligen Landbezirks Frain und dcu deutschen Antheil des Bezirkes Datfchitz den Gymnasiallehrer in Znaim Ignaz Pokorny,
für dcn Stadt- nnd Landbczirk Iglan und für die Haupt- und Untcrrcalschnlc in Tcltsch den Gyinnasial^ director in Iglau Dr. Mathias Drbal,
für dcn Bezirk Mährisch - Trübau den Hanvtschnldi-rcctor in Zwittau Adolf Porin,
für den Stadtbezirk Brunn dcn Realschulprofesfor in Brunn Dr. Richard Rotter,
für dcn deutschen Antheil dcs Bezirkes Littan dcn Hanptschnldircctor iu Littau Moriz Rodler,
für die slavischen Antheile dcr Bezirke Schönbcrg, Hohcnstadt und Littan dcn Hcmptschnldirector in Müg-litz Anton 9towotny.
für den Bezirk Proßnitz uno die slavischen Anlhcilc der Bezirke Olinütz nnd Steinberg den Director des Obcrgymuasiums in Olmütz Josef Dworük,
für den Bcznt Holleschau nud den slavischen Antheil des Bezirkes Weißllrchcn dcn Director dcS Uutcrgym-nasilnnS in Olmüh Johann Kosina,
fiir de» Ac^ilk Mlstct luit> dcn stlivischcil Antheil dcS Bczilkcs ?icl,titschcin den Hauplschuldirector in Mal)" risch-Ostran Iohcuin Pobial,
für dcn Vczirt Wallachisch-Mcseriisch dcn Hanpt-schuldirector in Wcißtirchcn llarl Fiala,
für dcu Bezirk Una,.-Brod den Rcalschnlprofcssor i» Olmütz Emilian S ch ulz,
für den ^am'bcziit Hradisch dca Rcalschulprofcssor in Olmütz Valentin Kubicna,
für den Bezirk Krcmsicr dcu Oyinnafialprofcssor in Olmütz Karl Stcjskal,
für die bcidcn Bezirke Gaya und Gödin^ den gcwc' scncn GymnasilUsnpplcnlcn, derzeit Rechnungsofficial bci dce Stallhaltcrci in Brinin Ludwig Lindner,
für dcn Bezirk Wischau dcn Gyinuasialprofcssor in Viünn Dr. Karl Schwippet,
für dcn slavischen Antheil des Bezirkes Auspitz dcn Schullchrer in Seclowitz Heinrich Schudcrla,
für dcn Bezirk Kromau dcu LandeSadvocatcn in Kro-mau Dr. Johann Pohlutka,
für dcn slavischen Antheil des Landbezirkcs Znaim den Hauptschnllchrer in Brunn Wilhelm Dcchct,
für die Bezirke Trcbitsch, Groß - Meseritsch nnd Ncnstndtl dcn Gymnasialprofcssor in Brunn Joseph Schol z,
für dcn slavischen Antheil des Bezirkes Datschitz dc» Schullchrcr in Iamnitz Mathias Ziwny.
für dcn Bezirk Boskowitz den Oymnasialprofcssor in Brunn Franz Stanct nnd
für dcn Laudbczirt Brunn dcn Oberrcalschnlprofcssor in Brunn Franz Matzck.
Dcr Mimstcr sür Cnllus nnd Unterricht hat zn provisorischen Bczirtsschnlinspcctorcn in Tirol ernannt: Für dcn Stadt- nnd dcn Landbczirk Innsbruck dcn Gymnasialprofcssor in Innsbruck Joseph Danm,
für dcn Bezirk Schwaz dcn Leh^cr an dcr Lchrerbil-dungsschnlc in Innsbrnck Johann Villck,
für dcn Bezirk Kusstcin nud für jenen von Mcran. mit Ausnahme dcr früheren Bezirke Glnrns nnd Schlan-dcrs. den gewesenen Gymnasialsnpplcuten Anton Ritter v. Schullcrn,
für dcn Bezirk Kitzbichl dcu Lehrer an dcr Lchrcrbil-dungsschulc in Innsbruck Anton Untcrbcrgcr,
für den Bezirk Imst dcn ^tealfchulprofcssor in Juns-bruck Joseph Duri g,
für dcu Bezirk Landet den Hanfttschnllchrer, in Hall Johann Nigg,
für dcn Bezirk Reuttc nnd Ampezzo den Gymnasial Professor in Innsbruck Christian Schneller,
für dcn Bezirk Brixcn dcn UniverMtsprofcssor in Innsbruck Dr. Alphons Hnber,
für den Stadtbezirk Bozcn, für die ehemaligen Vc-zirkc Kältern nud Ncilniartt so wie für die deutschen Schulen am Nonsbcrgc nud in Cavalesc dcn Unities sitätsprofesfor in Innsbruck Ignaz Zingcrle,
fnr die ehemaligen Landbezirlc Bozcn/Klauscn, Ka> stclrnth und Sarnthal dcn Director der Bürgerschule in Vozc» Johann P c rw an g c r,
für die z»m Bezirke Mcran gehörigen ehemaligen Bezirke GluluS nnd Schlandcrö den Hanptschnllchrer in Mcran Joseph Cristancll,
für dc»^ Bezirk Binnucck den OberrealfchulProfessor in Inuss'rnck Joseph Weiler,
für den Bczirt Licnz dcn Hanptschnllchrcr in Brisen Vinccnz Mnrr,
fin- die italienischen Schulen im Stadtbezirke Trient dcn Gymnasialvrofcssor in Trient Barthol. Marin».
für die znm Landbczirk Tricut gchöriacn Äczirkc Vczzauo, Tricnt (mit Ansnab^.e dcr deutschen Schulen), Perginc, Cioezzano nebst Gemeinde Meauo dcn jubi« lirtcn Gymnasialprofcssor Joseph Sicher.
für die zn demselben Bezirke gehörigen Bezirke Mez< zolombardo, Lavis (anßcr Moano) uud Ccmbra deu 3tcalschullchrcr in Tricnt Franz Mafera,
für die Bezirke iltovcicdo nnd Niva dcn Realschul-director in Rouercdo ^tikolaus Tessari.
für den Bezirk Bongo dc» Gymnasialprofcssor in Tricnt Dominik Agostini,
für dic dcnlschen Schulen in Stadt nud Bezirk Trient und im Bezirk Aorgo dcn Gymnasialvrofcssor in Tricnt Anton Zingcrlc,
für den Bcznk Cles dcu Gymnasialprofessor in No-vcredo Dr. Johann Gentilini,
für die Bezirke Cavalcsc und Primor den Gymua-sil,lprofcssor Dr. Fortnnat Dcmattio,
für dcu Bezirk Tionc dcn Hauptschullchrer in Trient Franz Hölzer.
Nichtamtlicher Theil.
Dic rchrunrtc Mlk5schulr.
Mit dem nächsten, in wenigen Monaten beginnenden Schuljahre tritt das neue Schulgesetz, wie es nnu-mchr ans dcu Bcralhuugcn dcs Parlamentes nach langen Kämpfen hervorgegangen uud vou Sr. Majestät dem Kaiser sanetionirt vorliegt, in Wirksamkeit, bcrnfcn, eine ncnc Acra dcS Volksschnluntclrichtswcscns zn inauguriren. Das Streben, die Volksschule in Oesterreich auf jene Stufe zn heben nnd ihr jene Organisation zn geben, die allein dcu Institutionen dcs modernen Staates cnt-spiicht, wclchc nur dann eine Bürgschaft für ihre Dancr bietet, wenn die Kinder aller Volksclassen schon in ihrer frühesten Jugcud im Sinne dieser Institutionen nnd ihrer Anfordcrnugcu entsprechend erzogen uud unterrichtet werden; dieses Streben hat nunmehr dcn Sieg davon-gctragcu übcr all' die Versuche, die dahin gingen, gerade anf jenem Gebiete, das einer Reform am meisten bedarf, an dem Althergebrachten festzuhalten und dcn Stillstand zn predigen. Die Discnssioncn, zn welchen dcr Kampf für die Voltsschnlrcform Anlaß geboten und die glänzenden, bedeutungsvollen Reden, von welchen diese Dis-cussioucn in beiden Hänsern dcs Rcichsrathcs von Seite der hervorragendsten Fachmänner begleitet waren, überheben nns neuerdings gegen jene zn polcmisircn, welche das Zustandekommen dieses Gesetzes zu hindern suchten, uud wir glauben deshalb vielmehr eine danlcnswcrthcrc Aufgabe darin zu finden, daß wir nns mit dcr vollendeten Thatsache befassen uud ihre Bedeutung, die einzelnen Hauplbestimmuugcu dcS GcsctzcS illustrircnd, in das rechte ^icht setzen. Die wichtigste Neuerung auf dem Gebiete dcS Volksschnlwcscns, welche das Gesetz anfzuwciscn hat, ist unstreitig schon in dem tz 2 enthalten, welcher die Schule dcs confcssioncllcn Charakters entkleidet nnd jede Volksschule, deren Gründlings- und Erhaltnngskosten Staat, Land odcr Gemeinde tragen, für eine öffentliche, der Jugcud ohne Uutcrschicd dcs Glaubensbekenntnisses zugängliche erklärt. Dieser Paragraph enthält eigentlich die Anfstclllmg jenes Principes, das dcn Angelpunkt der langen Kämpfe bildete-die Trennung dcr Schule von der Kirche Wer sich aber die Mühe gibt. das Gesetz selbst zu studiren, um einen klaren «Anblick in seine Bestimmungen
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zu gewiuurn, der gerade durch den vielen Staub, den die DiScussiou über die erwähnte Principicnfragc aufgewirbelt, getrübt worden, der wird finden, daß in dcm Gesetze selbst dafür gesorgt ist. trotz der Trcnnnng der Schule von der Kirche letzterer jenen wohlthätigen Einfluß zu ermöglichen, ans welchen anch Sc. Majestät der Kaiser in der Thronrede hinzuweisen nicht unterlassen. Gleich in dem ersten Paragraph des Gesetzes wird ja als erste Aufgabe der Volksschule hingestellt, die Kinder „sittlich-religiös" zu erziehen. Da«? mnß denn doch die Kirche auch wollen!
Nichts ist lächerlicher, als die Annahme, die religiöse Erziehung der Kinder werde darunter leiden, daß die Volksschule aufhört, eine confcssioncllc zn sein. Der § 5) bestimmt ausdrücklich, daß der Religionsunterricht von dcu betreffenden Kirchcnbchörden zu besorgen und zunächst von ihnen zu übernehmen sei, ja noch mehr, die Verlhcilung des Lehrstoffes ans die einzelnen Jahr-. gange ist den Kirchcnbehördcn überlassen. Man müßte also geradezu etwas in das Gesetz hineiuintcrprctircn daö gar nicht in demselben enthalten ist, wollte mau dem Gesetzgeber gegen die Kirche gerichtete Tendenzen imftu-tircn Aehnlich verhält es sich mit den Klagen, die da>-iidcr laut geworden, die LandeSautonomie werde durch das Gesetz beeinträchtigt. Im Gegentheil kehren in dem Gesetze immer und immer die Bestimmungen wieder, welche die erforderlichen Vcrfüguugcu de>' Bandes schulbchördc zuweisen. Es gilt dirs namcnllich uou der Unterrichtssprache respective der Unterweisung in der zweiten Landessprache, wobei diejenigen, welche die Schule erhalten, zu Rathe zu ziehen sind. Eine der wichtigsten Reformen dcS VolksschulunterrichtSwcscnS ist die Art und Weise, wie das Gesetz den Schnlbcsnch normirt und obligatorisch inacht. Gerade darauf, daß, wie das Gesetz verfügt, die Eltern verpflichtet sind, die Kinder in die Schnlc zu schicken und sie eben so wenig ohne Unterricht lassen, als die Schnlen die Kinder uicht früher entlassen dürfen, bevor fic nicht die für die Volksschule vorgeschriebenen Kenntnisse in den drei Elcmcntar-gcgcnständcn erlangt haben, ist das größte Gewicht zu legen, das nnr derjenige zn ermessen im Stande sein kaun, der die Zustände jener Districtc tcunt, wo durch die Unter lassuug des Volksschnluntcrrichtcs wahrhaft entsetzliche Zustände geschaffen worden, Zustände, die cS später fast unmöglich machten, der in förmliche Hilfclosigleit gerathenen Bevölkerung wirksam unter die Arme zu greifen. Wenn irgendwo das Sprichwort von den barm-her^iqen Barbieren am Platze ist, so ist dies bei dem Volksuntcrrichtc. und nirgend gibt es saulere Wnnden als dort, wo sich diese dic Bevölkerung scllist daduvck geschlagen, daß die Eltern ihre Kinder dem Unterrichte entzogen. Nirgends wird größere Strenge erforderlich sein, als iu Betreff der strikten Durchführnng der auf den Schulyvang bezüglichen Bestimmungen. Werden aber die Normen des ncnen GisetzcS überall eingehalten werden, dann können wir auch gewiß sein, daß die kommenden Geschlechter dieses Gesetz als eine der schönsten Früchte preisen werden, welche die erste LcgiSlaticmS-pcriode dcS Reichsraths der neuen Aera getragen, nnd man wird kaum zu weit gehn, wenn man die Votirnng dieses Gesetzes nächst den Staatsgrnndgcsctzcn selbst, als eine der wichtigsten Untcrbanarbciten bezeichnen wird, welche das sichere Fortschreiten nnd die zunehmende Bc-festignng des weitcrn Ausbaues des constitntioncllcn Staates verbürgen.
Thiers.
Thiers ist es. welcher gegenwärtig die ganze Lage in Frankreich beherrscht und wahrscheinlich auch iu Zukunft obenauf bleiben wird. Er spielt die Partie mit Napulcou und hat ihm cbcu Schach geboten. Er wird nie ambitioniren, Minister des Kaisers zu werden; abcr er ist zn sehr französischer Patriot, um am Umstürze der jctzigcu Dynastie Interesse zu finden, wenn der Kaiser sich bequemt, seiner (Thiers) Politik zn folgen. Was auch kommen mag, fo wird Thiers wahrscheinlich dic- Kammer dominiren, wie er jetzt die öffentliche Mci-nnng iu Frankreich macht. - - In dcu DcpartcmcutS sageu die Lcutc, uamcutlich die Bauern: „Wir wollcu nicht eine Revolution in Paris, aber wir wollen, daß Frankreich die größtmöglichste Freiheit erlange, und wir verpflichten unsere Dcpulirtcu iu dieser Beziehung so zu stimmen, wie die frühere Oftposition stimmte. Unter dieser Bedingung acccptircu wir anch von der Regierung begünstigte Eandidntcn, wenn sie uns als Ehrenmänner bekannt sind/' Thiers gelang cS, die gemäßigten Demokraten, die Katholiken und die liberalen Dynastikcr unter ciucn Hut zu bringcu. Er gab die Parole aus: Keine Revolution, abcr rechtes, breites, wahrhaftes Vcrfassungölcbcn! Er gebietet jetzt über die gleich mächtigen Einflüsse, die Freimaurerei nnd die Bruderschaft Vincent dc S. Pauli. Alle katholischen Blätter von einiger Bedeutung sind für ihn. Dieses Wunder hat die Sage vollbracht, daß die kaiserliche Regierung wirklich dcu Italienern Aussicht gemacht l»abc, Rum nach dem Tode Pins !X. zu bckommcu. ThicrS hatte sich früher für Rom cxponirt; damals ristirlc er scinc Popularität, abcr mm ist er ein ^>nilu>! r^lm-. Diese Ausfassuug wird abcr uicht uur vou seinen An^ Hängern, sondern von allen anderen Patrioten so sehr getheilt, daß z. B. die Mtradcmolrateu ;> li< Gambctta
und RaSpail jetzt schon gegen ihn heftig losziehen. — Die Bauern glaubeu au ihre Kirche und folgen vor wie nach dem Elcrus. Dicfcr will der radicalen Demokratie vorbeugen und daher der coustitutiouclle liberale Umschwung im clcricalcu Lager, der vollends zur Reife gedieh, als bekannt wnrde, daß die Würfel über dcu Kirchenstaat eventuell geworfen worden seien.
Nenn Thiers der Curator oder Marquis Posa dcS Kaisers wird, so werdcu wcdcr Garibaldi noch Vis-marck dabei ihre Rechnung finden. Thiers ist ei» zu positiver Mann, um an dcn phantastischen Zoll- und Handcls-Uuiousplancn und wohl selbst an dcr russischen Allianz Geschmack zn finden. Er hält, wie versichert wird, die Lösnng dcr orientalischen Frage nnr dnrch England, Frankreich uud Ocstcrrcich für wimschenSwcrth. Die bisherige auswärtige Polilil, welche dcr alte Bar-thi'lcmy de St. Hilairc in einer Wahlversammlung als „namenlos" schlecht bezeichnete, wird jedenfalls modi-ficirt werdcu. Oesterreich dülftc jedoch nicht nur von dieser Modification nichts zu besorgen, soudcru vielmehr Ursachen haben, sich darüber zu frcuen. Wcit weniger gilt dicS von Italien, das leine Partei ausstehen kann, nicht einmal die radikale.
Thatsache ist es, daß sclbst Olivier mit Thiers zu pactircn sncht. Seiner ganzen Natur nach Zaunkönig, ist er bereit, lwn jedem Adler sich mitnehmen zu lasftn, sci cS dcr alte kaiserliche oder dcr neue des Thicrs'schcn ParlamentarismnS. Er paßt als Phrascur höchstens zum Führer der Majorität dcS österreichischen ReichSrathcö; in Frankreich taugt er bloS für die zweite oder dritte Violine. (Warr. Woch.)
Oesterreich.
Wie», 22. Mai. (Die Beziehungen zwischen Oesterreich und I l a li c n) ^cstallen sich enger und enger. Es umlautete schon uor einiger Zeit, doß der König Viclor Enwnucl zum Iichabcr ^incs österreichischen Infanterie! lgiiucnls ei nannt weiden wülde: die Ernennung ist jetzt vollzogen und gleichzeitig wilo dcr Klonprinz Humbci't ein Hnßmenn'gimcitt erhallen. Noch mehr. Als der Gcsandle Baron Kn> deck dl'in Klonprilizcn die Insiauica des goldenen Vlie-ß>S übet reichte, sprach dicscr den. W nnsch anS, dem Kaiser persönlich seinen Dank dcnblingru zu können, und nicht sobald war dicscr Wunsch in Wien signali-silt worden, so ergma eine specielle sehr hcizliche Em^ ladling zim, Besuch am kaiscl!!chcn Hosc, cinc Einla» dung, welche dcr Kronprinz für sich und scinc Gcma» lin, falls der«n Gesliodhcit die Rcisc irqcnd acslnitci, würd«,', sofort annahm. Dabei darf endlich uicht üuci-sehcu werden, daß dcr bisherige erste Gesandtschaft!all) der hiesse.', it^lieinschcu Gesandtschaft, E^valicre Blanc, dcr für dic Wicderhclstcllllng der freundschaftlichen Beziehungen besonders thätig genasen, von seiner eigcncu ^licgicrnng mit dem Range rim's anßerorccütlich^n Gesandten und bevollmächtigten Ministers als Gc»cral-Se-! crelär (UnterstaatSseccelär) ins Ministciiuin dcö Aus>! wäitigcn nach Florenz bernfcn mid von der ösierrcichi'! sckcu Regierung mit eincc Oldcusclnssc anS^czeichnct ^ wurdc, die sonst au Diplomaten ssimS Ranges nicht! uerlichcn zu werden pflegt. ^
— (Rothbnch.) Wie mau dcr „A. A. Zlg."^ aus Wien schreibt, ist im hiesigen Ministerium dcS ^ Auswärligcu, uachdcm die Eröffnung dcr Delegationen! für den 1. Juli bestimmt in Aussicht gcuommcn worden, bcrcitS die Eommission zusaiumcngctrctcn — sie besteht unter dcr uumittclbarcn Leitung des Reichskanzlers,! m,s dcu ScclionSchcsö und den sämmtlichen politischen Referenten — wclchc aus dcm uorhandcuen Äiaterial daö den Delegationen anch diesmal vorznlegcndc Roth' buch zusammenzustellen hat. Die Arbeit befindet sich noch im crstcu Stadium dcr Richtung; besonders interessante und überraschende Ausschlüsse dürftcu übrigcuö, da inzwischen lcinc einzige große Frage verhandelt worden, diesmal kaum gcbotcu wcrdcu.
Wien, 24. Mai. (Demcuti.) Die „Wicuer Abcndpost" schreibt: Einc Weinberger Corrcspondcnz dcS „Klaj" nicldct, daß dcr Minister dcö Innern ein Eir-cularschreibcu an die galizischcn Bczilkshaliplmannschaftcn gerichtet habc, in welchem sie angewiesen werden, sich für den Fall, als directc Wahlen ausgeschrieben werden sollten, vorzüglich ans die bänerlichc Bevölkerung zu stützen, derselben zu diesem Behufe ciue günstige Entscheidung in dcr Propinatiousfragc, die Vcrmchrnng dcr bäncrlichcn Abgeordneten in Anssicht zu stellen u. s. w. Obgleich dic Mittheilung sich schon an sich als eine plumpe Erfindung qualificirt, wollen wir doch auch formell bemerken, daß au dcr ganzen Notiz nicht ein wahres Wort ist.
Pest. (Im Abgeordnetenhause) hat die Adrcßdebattc bereits drei Sitzungen consumirt; daS Ende ist noch uicht abzusehen, obwohl der Ausgang unzweifelhaft ist. „Naplo" verliert die Gcdnld und tadelt die Redseligkeit der linken; cS meint, iu dcr vorigen Session seien 17(1 Sitzungen mit ganz unnützen Debatten vcr-gcndct worden. Die Parteien im ungarischen Landtage stehen sich diesmal viel schroffer gegenüber, als zuvor, und die „Pester Eorrcspondcnz" seht auseinander, daß die Dcat-Partei sich bei den Wahlen aus dem Landtage nicht ferner um die Linke kümmern werde. Zwischen der Linken und der äußersten Linken wird nämlich ein
heftiger Streit darüber geführt, ob die Delegation zu bcschickcn sci, und dic Dealistcn meinen, es sei für die Llnke ganz unnütz, diese Polemik fortzusetzen, denn die Majorität denke nicht daran, eines dcr Oppositions-Mitglieder zu wählcu.
HMSnemsskeiien.
— Ihre Majestät die Kaiserin sind mit Ihrer kaiserlichen Hoheit dcr durchlauchtigsten Erzherzogin Marie Valerie am 24. d. Morgens von Gödöllö iu Schön' drunu angckonlmcu.
-^ (Vermehrte Sicherheit bciBahucu.) Das Problem, ohue Gefahr iu kürzester Zeit die Waggons eiueö gauze,! Eiseubcihuzngcs zum Slillstcmoc zu dringen, scheint einer uns vorliegenden Mittheilung zufolge feiuer Löfnng uähcr gerückt. „Der cbcu fo einfach als übcrraschcud wir-tcndc Apparat -- schreibt dcr Gewährsmann dcr „Abcud-Post" — vom MasH'memncistcr der köuigl. bairischen Etaatsbahu Hcrru Hebcrlcm coustruirt, wuvdc bci luchrerci! zu cinciu Zugc zusamulc>lgestclltc,l Waggous dcr Kaiserin-Elisabclh-Vahu eingerichtet und wurde» zwei Probeu abgc halten, wovou ciuc auf dem starkeu Gefalle bei Salzburg, die zweite vorgestern alts dcm '/,<,<, Gcfällc PurkerSdorf-^!lckmviukcl stattgefunden. Die Ncsultate sctztcu sclbst die uiilfahrcndcn Fackauloritäteu iu Staunen. Ohne heftigen Stoß bei sechs Mcilcu Geschwindigkeit auf '/,„„ Gcfällc, bei allciuiger Wirkung der ueucu Brcmsevorrichtltug wurdc der Zug iu 18 Sccuudeu zlliu Elchen gebracht."
— (Raubmord.) Samstag Nachts wurde iu Wien cm Verbrechen verübt, das mit Rücksicht auf die Jugend deS Verbrechers im vollstcu Siunc entsetzlich genannt werden muß. Iu der Kcpplerstraße auf dcr Wicdcu wird
! nämlich ein Hans gebaut. Nahe deö vceubancS bcfindct
l sich eine Hütte, iu welcher der 1 «jährige Maurcrlchrliug
j Pichota schlief, um daö Vamuctterial zu überwachen. „Auf
^dem Bau" machte er die Bekanntschaft des Ilijährigeu
l Franz Nichter, des Sohnes austäudiger Eltern. Beide
l Knaben werdw bald in dcr Nachbarschaft als „gute Ka-
!,ncradcu" bekannt. Samstag Abends speiste Nichler wie
! gewöhnlich iu Gesellschaft seiueö Freundes. Als letzterer
^sciue Schlafstätte, welche sich iu einer Hütte im Vahuhofe
befindet, alifsuchle, bat er um die Erlaubniß, bei ihm über-
uachten ^zu dürfen. Pichota gewährte ihm feilt Ausuchcn
uud bereitete ihm hart ucbeu feiuem eigcltcn Bette cin
Strohlager, Beide schicucu sich lauge Zeit in heiterer
Weise uutcrhcilleu zu habcu, deun einzelne Arbeiter, welche
sich im Hufe verfpätct hatten, hörten lautes Lachen cmö der
Hütte erschallen. Uud doch ereignete sich knrz darauf, Mi.
SlMldcn nach Mitternacht, dic gräßliche That. Joseph
Pichota lag im tiefeu Schlafe und nuu full sich Iraih
Nichter, der 16jährige, kaum der Schulbank cutlaufwe
Kucibc, von sciuem Lager erhoben, dem schlummernden
Freunde genähert uud gegeu daö Haupt desselben die todt-
licheu Streiche geführt habcu. Mit zwci Vlurdiustrumcuten,
ciucr Hacke uud einem Hammer, full Nichter fo lange auf
deu Kopf feines Frenudcs geschlagen habeu, bis derselbe
todt war. Der vuu dcr GcrichtScummissiuu anfgelloulmenc
^Thatbestand ergab, daß Pichota uicuchliugs iiu Schlafe e^
^uordct wilrdc, und zwar mußte die That, uach der u«
> Körper befindlichcu Wäriuc zu schließen, etwa zwischen
^halb 4 biö halb 5 Uhr Morgens vollbracht wurdeu sei».
^ lieben dcm Bette lag cinc große Hacke, au dcreu Schneide
^ ciu Stück Hirn hing, uud dessen Sticl mit Blut wie übcl-
'tüncht war; zur Kupfseitc der Leiche befanden sich zivci
cbeufall vom Blute gcröthcte sogcnauutc Eteiuschlägcr i»l
Gewichte vou 7 uud 25 Pfund, die zwci lctztereu läge»
auf einem Gilet cnu Budcu. Mit diesen drei Werkzeugen,
welche zu dcu in dcr Hütte aufbcwahrtcu gehürteu, ha^'
der Mörder fein Opfer gctu'dtct. Dcr Tod mußte uc>ch
Ailsscige dcö ebenfalls mit der Cummissiuu erschieuen^
Pulizeiarztcö sofort erfolgt fein, da die Hacke beim crstt"
Hiebe mehrcrc Zoll tief ills Gehiru drang. Vun deu z>^
Steinschlageru hatte dcr Mörder Gebrauch gemacht, um s^
durch einige Streiche des TodcS Pichuta'S zu vcrgewiss"^
Franz. Richter soll bcrcitS cin umfassendes Geständuiß ^'
gelegt uud Noth als daö Mutiv sciuer That augcgcbc"
habeu. ,
— (Eiu interessanter ErbschaftSpruccß-Äui 1l. Jänner l>i«!1 starb iu Wien Johann Duugl"' Graf v. Dictrichstciu, welcher auch daö iu Cteicruiark bc' findliche Icicub Graf Lcslicsche Fidciconuniß bcfesscn "N° dcr letzte mäuuliche Dcsccudeut dcr im Fideicomnns;-^ stitlitc vom 22. Iäuner 1690 vom Fideicuiumiß-Stif^ Jacob Grciscu v. Lcölic zuletzt berufenen gräflich DicN'^ steillfchcu Linie war. Derselbe sctztc iu seinem Tcstcini^ dcu Geurg Iohauu Douglas, Friedrich uud Joseph ^. feu vou Thuru - Vall'e - Sassiua uud Aunc, G^s^ v. Valle-Sassiua, verehelichte Fürstin uud Altgräfin ^ Salm^iieifferscheid, alö Erbe,: eiu. Auf das erledigte ^"l> Lcslicschc Fidcicunolliß, welches aus dem Kaufpreis dcS' teö Pcrnegg im Betrage vou beiläufig 130.WU st. bcstt^ erheben nuu vier Parteicu Ansprüche. Alißer den g"^",„ leu Allodial. Erbcu siild Juliuö Eäscir Graf v. Thnrn, ^' die katholische Missiuu in Schotllaild, eildlich dic k. ^ ^^, uanz-Procuralur Graz als Prätcudentcll ausgetreten. I" ^ Cäsar Graf v. Thurn behauptet, daß das Fideicomnns ^. folches gar nicht erlösche,! fei, weil auch die weibliche 5'^ dcS Hauses Dietrichsteiu zur Erbfolge im Fidcicuttlunji^.^ rufen sci. Die übrigen Parteien aber bctrachteu daö 6^, cunimiß c>lö solches crluscheu, uud es grnudcu dic Allo^^ (5rbcu ihre Ausprüche auf die Viusetzuug zu Erben
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letzten Fideiconnniß-Bcsitzers; die katholische Mission in Schottland, vertreten dnrch dcn obersten Vorsteher der Gesellschaft Iesn in Nom, behauptet, daß diese Mission für den Fall des Aussterbens der Descendenten snbstitnirt sei; die Finaliz-Procuratlir endlich in Vertretung des Staatsschatzes nimmt mit Bezug auf die Verordnung vom 2. November 1839 in Folge Aufhebung des Jesuiten-Ordens die Erbrechte vermöge des äwit (l'^llv« für den Staat in Anspruch. Die Angelegenheit ist beim Landesgcrichte ^raz anhängig.
— (Die General bank und die Lieferung für die ungarische Landwehr.) Dem ungarischen Communications-Ministerium, respective dessen Unterstaats-Secretär Herrn Kerkapolyi ist es gelnngen, die Preise der Lieferuugeu fehr namhaft zu rcduciren. Wie das zugiug, darüber gibt ein gutunterrichtcter Pester Correspondent des ,.Wr. Tgbl." Aufschluß. Herr Kerkapolyi, welcher mit der Angelegenheit betrant wordel« war, ließ alle Coucurreuteu ^^ uud es gab deren bekanntlich eine erkleckliche Anzahl — ruhig an sich herankommen und unterhandelte mit ihuen zumeist mündlich. „Wie lautet Ihr Offert?" frug der Ncgierungsvcrtreter den Offcrenten B. Herr B. machte seine Preise namhaft. „Daraus wird nichts," äußcrle Herr Kerkapolyi. „Herr A. ist billiger wie Sie." „Ich will A. nicht nachstehen," meinte V., „uud ermäßige mein Offert um zwei Percent." Nnn kam Concurrent C. nud gab seine Bedingungen kund. „Von B. liegt bereits ein für die Regierung viel vortheilhafteres Anbot vor, da sehen Sie selbst." „Nun, was V. thun kann, das kann ich auch, ja noch mehr, ich offcrire um ein Percent billiger alsB." Und fo ging es auch mit allcu anderen Ncflectantcn. Herr Kerkapolyi beobachtete immer wieder diefelbe geschickte Taktik und erzielte fortwährend billigere Offerte, bis endlich fich cin Consortinm meldete, welches in feiner — patriotischen Stimmung cin Anbot machte, das zn nber- oder eigentlich zu unterbieten keines der concurrirenden Consortieu mehr den Muth hatte, und dieses letzte Consortium war die Ge-ueralbank und Consorten.
— (Li terarisches.) Aus der Feder des Privatdocenten der Philosophie an der Grazer Universität, Dr. W. Känlich, der sich als philosophischer Schriftsteller in der Gelehrtcnwelt einen nicht uubcdculenden Nuf crworbeu und durch sciu gediegenes Handbnch der Logik, das zu Anfang dieses Jahres erschien, auch für Gymnasien ersprießliches geleistet, erschien in den letzten Tagen bei Pock in Graz eiuc Broschüre, „zur Reform der Gymuasieu und Realschulen" betitelt, die nicht verfehlen wird, die Aufmerksamkeit der Fachmänner nnd jener Kreise, die cin entscheidendes Wort hierbei zn sprechen haben, auf sich zn ziehen. Das Heft ist warm und pikant geschrieben, wirft auf die Zustände der Mittelschulen scharfe Streiflichter nnd bezeichnet unter anderem bei Gymnasien ein thcilwciscs Zurücksehen ans jene Punkte der Organisation, wie sie vor bem Jahre 1848 in Kraft staud, die sich als wieder-sprnchlos vortrefflich bewährten; cuic Einschränkung der mchr das Gedächtniß als die geistige Reife bildenden Lescgegen-stände- bei den Realschulen cin größeres Augemnerk ans allgemeine wie auch auf praktische Bildung als Mittel, die zur Vervollkommnung führen. Jedenfalls finden sich viel anregende, gesunde Ideen in dem Büchlein, nnd cs zn iguo-Nren ist nicht möglich.
— (Rettung auf hoher See.) Die in Cork eingelaufcue hamburgifche Bart „Pyrmont" (Capitän Nic-Uleyer) landete den Capitän, 7 Mann von der Mannschaft und die sämmtlichen Passagiere des ans hoher See verbrannten Clipperschiffes „Blue Jackett." Dieselben waren ^ Tage in einem offenen Boote allen Einflüssen der Witterung in einem Grade ausgesetzt, daß ,l Personell ihren ^od fanden. Capitän Niemeycr uahm alle au Bord, gab ^)uen au Kleidern, was vorhanden war, und kreuzte einige Zeit, unl die beiden anderen Boole wo möglich zu reltcu. Durch die Verzögerung wurde der Proviant auf der „Pyr-"wnt" knapp. Doch halfen zwei begegnende Schiffe aus. Die Geretteten sind voll des Preifes über die ihnen zn ^heil gewordene freuudlichc Behandlung. Jedes der Boote h"ttc 4000 L. von der Barfracht, 42.000 fl., an Bord geuommen und wie es heißt, beansprucht Capitäu Nic-'ueyer die Hälfte der geretteten 4000 L. als Vcrgelohn.
Kleber die Verlegung dcs VmchtMcs von Nadlnannödlirf nach Wdcs.
Peldes, 22. Mai.
Den vorliegenden Zeilen haw, wir die Aufgabe ^stellt, in dcr öffentlichen Meinung das richtige Ver. Näliduiß einer schon mehrseitig angelegten Angelegenheit ""d die Urthcisdilduug dnrüber zn vermitteln. — Die "°"ccutrir»»g von Landämteru, - ein ans den Cen< ^lislltiongbcsttct)lma.cn dcs abgewichenen Iahrzchcnls ^'vachscucr Ucbclstand, — ist cs, wclchc mannigfache ^cschwcrden veranlaßt und dem Streben nach Abhilfe
" dadurch l)rlbeigcfilli'lm Mißverhältnisse täglich »cne ^Nftnlsc verleiht. Dort, wo nicht n»abwcislichc No>
jungen cinwirks». hat der Forlbessand solcher Ei»-^'"nncu gegenwärtig, nachdem zwischen Iusliz nnd ""Waldung cin organischer Zusammenhaun nicht mchr s/eht und die Grundsätze dcr Dcccnttalisatiou foit^ heuend zur Wiitsumkeit gelangen, kcinc» Anspruch /'! Zweckmäßigkeit mehr; er widerstreitet dem Interesse ." iUevölkennig und gereicht dem Slaalödielistbetlicoc °" Negel nicht zum Vortheile.
Als cine Unzutömmlichleit solcher Art erschaut die Verci»igu»g voll Localochöide» iu Rlldma»nsdorf; der kraiuischc Landes-Ansschuß hat daher scholl im vorigen Jahre die Verlegung des Gcrichttlsitzcö von Nüdmanns.' dors nach Vcldeö dem Iustizmilnsterini» znr Oewäljrimg empfohlen; doch scheinen Auffassung und Enlschcidnng dieser Sache mannigfachen Eiuwiwd^i auogcsctzt zu sein, dahcr cinc parthcilosc Wüldig»»g dcr diesbezüglichen Verhältnisse das Sclbslulthcil ermöglichen soll.
Dcr ehemalige erst im Jahre 1!>>3!) mit Nad-mannSdois vereinigte Gerichiosprcngcl Veldes und die mit dem gleichnamigen Kirchspiele am uämlichcil Hori« zoiitc liegenden Ortfchafle» dcr Gemeinde Brcsuiz, überhaupt jeiur Bereich, welchem nach Lage, Elttscrunng und öltlichcil Beziehungen die Verlegung dcs Gerichls-fitzcö unleugbar zu Statten käme, rcpiäsentirt nach den Aufschlüssc» der Landcöcintheilung vom Jahre 1854 eine Bodcnflächc von v^>.200 Kalastraljochc» mit cincr Bevölkerung von ru»d 10.700 Seelen, von denen auf die Ortschaften dcs Wochemcrthales allein 4/.)00 Einwohner culfallcn.
Der voimaligc Nadiuannödorfer Bezirk dagegen umfaßi nur 23.300 Katastraljochc mit dcr Einwohnerzahl voi« !),200 Scclc»; doch haben selbst von Diesen dic zwischen Nadnuumsdorf uud VcldcS, sohiu am hal^ bcn Wege liegenden Ortschaften kein in dcr Sache lic-grlu'dctcS Interesse au dcr BcibchallUlig des gtgcmvär» ligcu Gcvichlssitzes.
Nie dic Poplllationsverhültnisse dic Compouenten dcs Ncchtslcbclis anzeigen, so ciuhält dcr Umfang dcr Bodci'flächc nicht minder einen Hinweis ans das Pro-ducti onsoermö^cn, und die stillen'Größen dieser Facto-rcu dcs Veldcscr Bezirkes merdeu durch scine Gcwcrbs-, Industric' >md Hand^eucl.hä!t>ussc uur noch übc^boleu. Ans der Ucbcizohl der Ncchtsuchcuden dcs Veldeser Bezirkes, aus scincn Vcvlchrö- und Frcqncnzuerliältllisscn crgilil sich daher uuch dic uachwcisbarc Thalsache, daß dic Iustiz^eschüftc dessclbel, jcnc dcs voimalill.cn 3tad' inanüödorfcr Sprengels schon dcim^len an Zahl lind Wcrlh um einen namhaften Bruchthcil übcrflllgcln, nnd daß sslcichcrmaßcn anch die Anwalts- und U,t»ndcu' gcschäftc, wclchc dcm Vcldcfcr Boden entsprieße», jene dcs Nadmannsdolfer Bezirkes um cin bcträchtl,chcs iibcrwicgcn. Släuden dic Vermittler dcs Nechtsvcrkchrs dcu Parteien uähci', so innßtc sich dnsclbc folgerichtig viel lebhafter gestalten. — Ilelnigcns cnljpiingt die Mehrzahl dcr Instizgcschäfte dcs Nadmainisdoifcr Sprengels — nnd das gibt den Au^schl^g — keineswegs den ihm eigenen Prodnclions- uud V^kehrsqucllcn, sondern sic ci'tsprillgl viclmchr anö der Wechselwirkung dcr Be-ziehimgcn zum Vcldcscr Veziike, sowie anö dcr Vcr-uiclfältiiiung dcr Berührungspunkte, wclchc die Concentration von Aemtern in Nadmannodoif, somit gerade jenen Ucbelstliud eizengt, w^lchcl' cilier auschn-lichcn Mchrheit der Bcoöllcruni) l'cschwersain ist. Wird bei Abwägung dcs beiderseitige» Gcschäftövcr-tchrcs dicscr Umstand in Anschlag gebracht, so gestaltet sich dic Statistik der Ncchtsanlicgeli dcs Nadmaunsdor-fcr Sprengels noch weit mißlicher, und nur jrnc Vcr-glcichmig der beiderseitigen Aednrflüsse komml somit dcr Wahrheit nahe, welche in beiden Bezirken dcn gleichen Maßstab dcr Verhältnisse anlegt.
Ein entscheidendes Wort in dieser Sache gcbnhrt auch dcn C'ntfci'mmgSvcrhältiiissc». Allerdings beträgt dcr Distanzuntcischied zwischen Nadmamisdovf und Vcl-dcs nur andcrthnlv Stnndc» Fnßwcgcs; allein nicht a»f dicscn Unterschied, sondern a»f jc»c Abstände kommt cs au, wclchc dcvzcil dic Mehrzahl der Rccht fuchcndcn Parteien vom Gerichte, vom Advocate» und vom Notar trenne». Vou dc» Gcvichli'holdc» des Nadmmmsdovfer Sprengels bcnöthigcn dic wenigsten mchv als N Stunde Fußmcgcs z»»i gegenwärtige» Amtssitzc; dicsc genieße» somit dic Vcrgimstignug, ihre 3tcchlssachc» durchschnittlich in cmcm Halden Tagc abwickel» z» töinie». - - Die Iüsassc» dcs Vcldcscr Äc^iikcs hiügcgc», zumal dic Vc^ woh»cr dcs Wochcin^Thalcs, zähle» »ach Nadimiuusdorf 3^7 Wcgstlnldc». Dicsc Partcic», — u»d sie bilden cbcn cinc cmiiiciite Mehrheit, — müssen also bei Verrichtung aller ihrer Nechtsgcschäftc, nud seien dieselbe» noch so gcriilgfügig, mit gai^cn, fogar mit mchrcrcn Tagc» rcchuc». Die Ersftarmß vou 3 Wcgstuudcn ist also dcnsclbcn »»gleich wichtiger als die Steigerung dcs Entfcr»»»gsvcrhältnisscs für die Insassen des Nadmauns-dorfcr Sprc»gcls, dc»n letzter würde» selbst im Dis-lozirlillgsfallc »och imi»cr nur mit halbc» Tagcn zu rcch»c» habcu.
Bilancirt um» »,it dcm vorgcdachtc» Distanzuntcr-schicdc »och die Vcrl»stwcrthc a» ^cit und Arlicilstraft, wclchc zu Folge dcr gegenwärtige» Ei»richl»»g dcr Mehrheit vo» Partcic» erwachsen, dann dic Koste» n»d persönlichen Mnhc», dcrc» B»roc jcl'l spccicll dic Wochcincr-Bcuölkcruug zu tragc» hat, s» wird ma» leicht gewahr, daß jc»cr Dlstanzuntcrschicd wahrlich nicht so 'gering-wcrlhig als unscheinbar ist.
Es fragt sich noch, welche Vortheile im Disloci-nmgsfalle etwa dcm Instizärar zn statte» käme»? -Daß sich !» jcdcnl Wirküngskrcisc vo» Ccittrnlpunltc» ans ersprießlicher waltc» läßt, als von sciucr Pcrifcric, darüber sind auch Hmz nnd Kliuz schon einig. Die Nutz-a»wc»dimg dieses Erfahr»ugösatzes auf dic Agende» der I»stiz gestattet, wen» ma» deu Kostenpunkt »ud die Raschhcit dcr AnUshaudlungcn in Nechuung zieht, wohl
kaum einen Zweifel. Insbesondere lrifst das ans die ^trafgerichtspflcgc zu, welcher dcr Vcldescr Vczirk ebenfalls das größere Maß an Arbcitöstosf liefert. Die Nähe dcs Strafgerichtes blicdc anßcrdcm »icht ohne einigen Einflliß auf nnscvc thatcudurstige Jugend, wclchc in Fällm la»dcsüblichcn Sports daö Gesetz in eigene Hand z» »chmcn pflegt. —
Wie man sich auch zur DiSlucinmgsfrage verhalten mag, cs ist ci»lc»chtcud, daß derselben nicht sowol cin Local- als viclmchr ein ösfcntli'chcs Interesse zn Grunde liegt; wir haben dahcr i» dcr vorliegende» Erörterung mit Vermeidung aller perspcttivischcu Mittel, welche die Vcnun'klichlmg dcs Eiscnbahnbaucs derzeit schon in reichlichem Maße bietet, nnr Eonttaslc hervorgehoben und Zahlen spreche» lasscu. Diese sind das Gcsctz und die Prophcte», n»d in ci»er Zeit, wclchc dic Stcuerkraft »ach Iüdividucl! mißt und wägt, sollte einer so beträchtlichen Ei»woh»crzal)l dcr Entsatz vo» dcn dargelegten Mißverhältnissen m,d ihrer Uliglmst wohl nicht langer vorenthalte» werden.
Was die hie und da in Frage gestellte Placirung dcs Gerichtes »nd scincS Pcrsoualcs betrifft, so stehen wir »icht au z» behaupte,,, daß VcldcS mit scine» Vor-u»d Nebc»-Ortc» denselben sofort ciuc Unterkunft zn bieten vermöchte, wclchc jriicr in Nadma»»sdorf, deren sic sich gegenwärtig zn crfrcuc» habcu, schlimmstenfalls gleichkäme. Wessen soll ma» sich übrigens in Radmannsdorf, wo die Wohmmgsfragc l'eka»»tcrmaßen cinc stetige Ealamitüt bildet, schon i» dcr nächsten Zukunft versehe», wc»» an der Eiscubahutrace riuc gn»ze Häuserreihe der Dcmolirung verfällt, für dcrc» Ersatz kcmc Chancen gcgcbcn sind? -^ Vcldcs hingegen, wclchcs schon derzeit c'nigc ösfe»tlichc Fnuctio»ävc beherbergt, hat seine ver-bürgtc Zukunft, »»d, wird dic U»zulä»glichkeit dcs gegenwärtige» Vild»»gsstaudcs scmcr bevölkerten U»igc< gc»d sowie dcs politische» Bezirkes Nadmannsdorf über-hculpt au: rechte» Orte einmal gewurdiget »nd die Er» richt»»g einer Hauptschnle nls cin höchst dii»gc»dcs Ve-d»rf»iß crkaunt wcrdc», so wird Peldcs dcn Veamtcn-familic» Vortheile dictc» könne», welche sich am gegenwärtige» Amtssitzc wohl nicht in Aussicht nehmen lassen.
Locales.
— (Landtagswahl.) Bei der am 24. d. M. in Treffen staltgcstludcncu Neuwahl eiucs Landlagsabgcordnetcu für die Laudgemeiudcn dcr Wahlbezirke Treffen, Sittich, Scisenberg, Nasscnfnß, Littai nnd Wcichsclstciu an die Stelle des am 24. März d. I. verstorbenen Abgeordneten Santo Trco habcn von 150 verzeichneten Wahlmänncrn 99 ihre Stimmen abgegeben nud ist Dr. Valentin Zarnik, Advocatursconcipicnt in Lullcnbcrg, nlit 92 Stimmen, daher mit absolntcr Stimmenmehrheit znm Landtagsabgeordneten gewählt worden. Hof- nnd Gerichtsadvocat Dr. Suppan erhielt 7 Stimmen; 57 Wahlmänuer siud zur Wahl nicht erschienen.
— (Milit ä r v crande r u n g e n.) Se. k. und k. Apostolische Majestät geruhten mit allerhöchster Entschließung vom 9. Mai d. I. den absolvirten Militärzöaling der Joscfsakadcnlie Dr. Franz Häuser zum Oberarzt mit der Einthciluug beim Garnisoiisspitalc'zu Laibach zu ernennen. Ucbersetzt wurden die Oberärzte Josef Unlcrlngganer, Dr., vom Garnisonsspitalc zu Laibach, znm Ottocauer Grcuz-Inf.'Neg. Nr. 2; Albin Luschig Dr., Garnisons-Chcfarzt in der Franzcnsfcste nnd Theodor Mayer, Dr. dcs Inf.-Ncg. Nr. 79, gegenseitig (in Folge angcsuchtcn Diensttausches).
— (S ch nlna ch r i ch t.) Der k. k. evangelische Schul-rath W. Schubert ans Wien, welcher auf seiner Visitationsreise von Trieft hier eingetroffen, bcfuchtc vorgestern Vormittag die hiesige evangelische Echule und äußere über die Kenutnisse dcr Schüler, wie über die musterhafte Disciplin feine vollkommene Znfriedcnhcit.
— (Die erwartete Hnßaren ab theil ung) ist, 1(!0 Pferde stark, heute Nachts bereits eingetroffen nnd wurde in die Umgebung Laibachs dislocirt.
— (St. Pcter-Finme nnd Villach-Fran« zensfeste.) Die Oeldbcschaffuug für diefe beiden wichtigen Verbindllngsglieder des großen lombardischen Eisenbahnnetzes soll, wie wir bereits gemeldet, nicht in dcr Form geschehen, wie sie bisher bei der Südbahngesellschaft nblich gewesen, nämlich durch die Emission von drciprocentigcn, auf 500 Fraues lautcndeu Prioritäteu, soudcrn man will fünfpro-ceutigc uud auf 200 fl. in Silber lantcnde Prioritäten cmittiren. Ob nnn aber die Emission in der Weise erfolgt, wie das bisher vom Haufe Nothschild geschehen, nämlich durch Uebernahme zu eiuein sixeu Curse, oder im Wege cincr E»bscrip!iou, darüber ist vorläufig noch nichts bekannt worden.
Korrespondenz.
Idria, 22. Mai. (Hornvichprämienvcrthei-lung.) Zn diesem festlichen Acte war vom Waldamte der Platz an der Lend emgeränntt, an demfclben ^ Abthci-luugcu für Ctiere, Kühe, Kalbinnen errichtet und ein Platz für die Verlhcilimg der Prämien abgegrenzt, uud mit Fichten, Blumcntränzcn, Guirlanden und Fahnen ae-fchmiickt worden. Nach 10 Uhr begann die individuelle Beschreibung dcs gesammlcu zugcführtcn Viehes und cs wurden fo viele preiswürdige Thiere vorgeführt, daß nicht nnr die Prämien erschöpft, sondern anch aus' jeder Gattung mehrere Stücke zur Belobung bestimmt werden lonn-
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ten. Während dieser Verhandlung spielte die bergmännische Musilbande. Gegen 12 Uhr wurde von der Commission uutcr dem Vorsitze nnd der sitting des Mitgliedes des Centralcmoschusses, Herrn Josef Tebevc, die Pramicn-vcrlheiluug vorgenoinmen, wobei nntcr den Stieren der erste Preis dem Vezirt Wippach, die beiden anderen dem Bezirk Idria, unter den Kalbinnen aber alle drei Preise auf den Vczirk Idria fielen. Während der Verthcilnng spielte die Musik die Volltchymnc und es winden sodann die prämiirtcn Stucke reihcnwcise mit grünen, mit blamvcißen Bändern dllrchslochtcncn itränzen ani Kopfe geziert und endlich am linken hinteren Schenkel mit den« Buchstaben K (Krain) signirt. Tomit war die Feierlichkeil beendet und es folgte ein vom Herrn Bürgermeister Höchtl veranstaltetet Festmal, zu lvclchein derselbe die Commission, die hochwürdige Geistlichkeit von Idria und der Umgebung, sowie alle hiesigen Beamten nnd sonstigen Honoratioren geladen hatte und bei welchem ungetrübteste Heiterkeit herrschte.
— (Bad Krapiua) scheint seine alte Anziehnngs' kraft zu bewähren. Vis 17. d. M. waren bereits ^s>6 Badegäste eingelangt.
Neueste Post.
(Tri.cvllal-Tclegramm der „Lailmcbrr Zeitung.")
Wivu, 35. Ntai, Abends. Ill Livorno wurde der ^berstkämmerer Graf <5rel»«eville durch Dolchstich verwundet, dessen Ve^leiter Generalkonsul Iu,;hirami getodtct. Vaion Kiibeck verlangte Bestrafung der Schuldigen.
Wien, 24. Mai. (Tr. Ztg.) Das Gerücht von der Verlobimg des Erzherzogs Ludwig Victor mit der Prinzessin von Hannover ist erfunden. — Trautmannö-dorf ist angewiesen, die (5uric iilicr die Affaire des Winzer Bischofs zn interpcllircn. — Königin Isabella beabsichtigt in Prag zn wohnen.
Wien, 25>. Mai. Die „N. F. P." sagt: Es bestätigt sich nunmehr, daß Prokesch-Osttn vom diplomatischen Dicnsle zurücktritt. Der Ncich^finanzininislcl' Bccke wird zum Inlcrnnntins in Constantiuopcl ernannt, Znm 9tcichsfinanz»!inistcr ist cin Ungar aus-ersehcn.
Pest, 24. Mai. (Sitzung der Dcputir-tentafel.) Fortsetzung der Adrcßdcballt'. Fiir den Commisslonöcnlwmf sprechen: Bnj nwvics, Scmscyund Reiß; für TiSza'tt Antrag: V^radr) und Luduigli; fur Simony's Entwuif: Mariüssl). Mrady hält in seiner Ncoc dcr 8t>gierun^ ein Sündeuregisler vor, dicscllie habe ihre Aiajovität »icht zur Durchführung von Nc-formen benutzt. Ministerpräsident Andr^ssl) autlvottltc in eincr sehr beifällig anfgeuommcncll 3,cde. Di? Linke, sagte er, habe die Ncfc'l'incu durch ihr iinnierwährcndcö Zurückkommen ans die staatsrechtliche Aasis ueihiudcil; nbrigcus sei mit cilicm bloßen Tadel nichts gethan, die Opposition hätte oic Pflicht gehabt, bcsscic Vorschläge cinzublillgcn, was sie nicht gethan hat. Johann Lud-vigh zieht ciuc Parallele zwischen dein Verhältnisse Finnlands zu Rußland uud jcucm Ungains zu Oesterreich, wobei er das Verhältniß Finnlands als gnusti' gcr bezeichnet. Die Fortsctznng der Aorcßdcbattc erfolgt morgen.
Acrlin, 24. Mai. (N. Fr. Pr.) Die Ncisc des Königs wird vom ."(>. Mai bis li. Juni dauern. Vän-ficrcr Aufclilhall wird gcnou,mcn in Hannover, Bremen, Oldenburg, Aurich, ^mdcn (woselbst Luftfahrt auf der Eins) und Osnabrück. In sämmtlichen Ortcu finden Truppclibcsichliglma.cn statt.
Die „Nat.-Ztg." erfährt ans München, daß sich fast sämmtliche Regierungen mit dem Vorschlage des Fürsten Hohcnlohc betreffs gemeinsamer schützender Schritte gegenüber dem beabsichtigten ökumenischen Concile aus-
drücklich und ohne Vorbehalt einverstanden erklärt uud der baicrischen Ncaieruug ihrcu Dank und ihre Ancr-tcnnnng für die gegebene Anregung anögcdrückt haben.
Vcrlill, 24. Mai. Der „Staatöanzcigel" enthält eine Präsidialveroidnlmg, durch welche das Zoll-Parlament auf den 5>. Inni einberufen wird.
Karlsruhe, 24. Mai. Die gestrige Ofscnliur-gcr ^!andeimmll>ng war vo» zahlreichen ^iocrulcn aller Fractionen und Abgeordneten vo>l Städten und ^olporationeu besucht. Es wurde einstimmig eine Adresse au den Großhcr^og angenommen. Die, Adrcss.' erklärt, daß die Demotrattu gcgcu die Ullramoiitancli und für eine entschiedene Entwicklung der Reformen agilircn werden und duß sie an dcin Streben »ach staatlicher Verbindung mit dcm Nordblmdc fcslhallcu. Äci der scitcos dci Ultrauioulaucn bcllifcucn Vollsoerfc>mmlu»g nach Eugen erschienen die ^ibcraleu iu zehnfacher lieber^ zahl, fo daß der Zwcck der Ultramontancn verciicll wurde.
Paris, 25. Mai, 1 Uhr 25 Minincu. Dic Wahlen gehen überall iu glößler Ordnung vor sich, die Wähler erscheinen schr zahlreich, i» Paii^ Hal die Häflc der Wähler oereits die Slimmzcltcl ubgegebeu. Iil, Vcrlanfe des gestrigen TagcS sind nnr wenige Cut» Haltungen vo» der Wahl vorgekommen.
Paris, 24. Mai. Im ersten Wahlbezilkc lautet daö bisher bctaul'tc Wahlergcduiß günstig für Gamdclta, im zweiten Wahlbezirke ist cinc engere W^hl zwischen Thiers Ulio Dcoiück wahrscheinlich; im dritten Wahl dczirle erhielt iu 22 Hectioaeu von 24 Scctioncn Ban-ccl 20.700, OUivicr 11.500 Stimmen. Im merten Wahlbcziltc wurde Picard mit 24.400 Stlinmcn definitiv gewählt, Denier erhielt 7900 Stimmen. Im fünften Wahlbezirke ist das Ergebniß unvollständig. Oarnicr Pages erhielt 4000, RaSpail 3800. Levy IW0, Baudin !»7 Stinnucn. Im sechsten Wahlbezirke ist die Abstimmung beinahe vollständig. Fcrry erhielt 11.200, Eochin 11.500, Gncroult 4W0 Stimmen. Iu diesem Wahlbezirke muß es zur engeren Wahl kommen. Im siebenten Wahlbezirke ist daö Ergebniß bis auf cinc Lection bekannt. Favre crhiclt 11.300, Rochcfort 8W0. Eantagrcl 7000. Savard 4200 Stiinmcn, auch hier ist cinc cugcrc Wahl nothwendig. Im achten Wahlbezirke ist von 36 Scctioucn das Resultat von 20 Scctioucu bekannt. Simon erhielt 11.500, ^achaud 3500 Stimmen.
Zürich, 24. Mai Aei den gestrigen Regiernngs» ralhö- uud Stäudcralhswahlcu für dcu Canton Zürich siegte die rein demokratische Partei.
Brüssel, ^4. Mai. Daud Pascha triff« demnächst hicrsclbst cin, um mit den Bangnicrs Bischoffshcim und von Hirsch die türkische Eisenbahnanlcihc definitiv abzuschließen. Wie verlautet, ist dic türkische Regierung mit 5cil bezüglichen Bedingungen durchaus cinvcrstaudeu.
M adrid, 24. Mai. Der iu dcr samstägigen Eor-tcssitzung gestellte Antrag auf Reducirung der Rente ging von einem Deputirteil uud uicht vom Fiuanzmi-nisler aus.
Telestraphische üttechselconcsc
vom 25) Mai.
5perc. Metalliques 01.00. — 5>perc. M.talliqurs mil Mai^ uud ^)loucmbcl,-Zi»sm 0l.<;^, — 5)0erc.i1ialio»al-Aillchl!!i Ul).5»5». — llM)n Vlaalöanlrlicii !»i».W. — Vaiikactikn 742. — Cn'dilacucn ^«5».1O, - ^.'oildon I2l.<^0. — Silber 121.75. — K. l, Ducatm s>,8(i'.<>
Das Postdampffchiff „Hauunonia," Capitän Vteier, welches am 5. d. M. von Hamburg abgegangen, ist am 1'.». d. M. wohlbehalten in New-^ort angekommen.
Kaudel und Wolkswuthschastliches.
Allglo-österveichische Vaul. Mai! licziffcrt dcu G>>-iviiiü, don dic Aüglllbaul im atn^lluislüim Jahre rrzirlt hlit, mü 7,4<>().<,!(X) si., ulso driimhe cdnila uill al^ ihr ganzes Acticu-capilal jcht beträgt ?lui< dcm G^iicralbcvicht wird hrrv^r^holn'», daß dic Äncsioliaiit uollständig srci uon ngmd wclchciu unorusc»
Eüssasscincut iu irgend cmcm Effcctc ist, währci,d dagegen dic Gl'wißhril coüstatir! wird, daß dcr jctzt scholl crzicltc 3tci!^cwiiui si!r dai« Inhr I««'.'» um fast 50 pCl. dic gcsammlc Supcl'dim-dcnde fi!r das Jahr l808 illierragt.
Saatexstalld. I„ dcr llmgeliung Wicus und fast ii, ganz Nil'dcröstcrrcich ist dcr Stand dcr Snateu rin schr cillüstissc'r z» nciuicli. Das Korn slcht socbcu in Vlillhc und hat bcrcitö eine Hühc uoii ^ bis 5> Fuß, an schr günstigen Ortcu von ilahczü id die Saaten zn Boden gcdrückt Tcr Sland dcr Erdäpfel ist glcichfallö cin srhr giinsligcr zu ncnucu, ollgleich dcr Frost fic start mitgcnommcii halle: am destcn stehcn jene, welche spät gebaut, und daher durch den Frost nicht beschädigt wurden. Dic Frostschäden stellen sich ilbrigcus weit geringer heran?, als anfangs befürchtet wnrde.
Fabrikation e»a,lischer 2chafwoIl-3Uaa.e» i» Vestrvrcicl). lim den Schäden, welche dic englische Nachtragö-coln>enlion der österreichischen Schaswollivaaren-Indnstric znge-fügt, thcilweise zu begegnen, hat sich so cbeu iu Vrünu cin (5ou-sortium gcbildi't. an dessen Spitze die Firma ^ow u»d Schmal steht, dai< dil> bedeutenderen Firmen dcS Ärüunrr Platzes, wie Kafka. M, und I. Manbl, Gustau Haas, Mährische Bank :c. in sich schlieszt und welches sich zur Aufgabe gestellt hat, durch Er zeuguiig englischer Schafwollwaareu. genau nach dorligcu Prin cipien, uci gleicher Qualität, im P>eise dic Concnrrcu; blstehe» zn sönnen. Herr ^'öw, dcr bcrcits seine Tpinnfabri!', so >vie die Schafwolliuaarenfabril seines Schiuiegersohnes I. M, Hirsch dcr llnteruehmuüg abgelreleu, hat bercils Probcweisc 40 Slitck Waare nach englischer Manier erzeugt, die bei bcsscrcr Qualität billigcr alö die imporlirtc Waare sich siellcu.
Htrailll'ur^, 24. Mai. Ans dcm heutigen Marlte sind crschicucu: !'><» Wagcn mit Getreide, 4 2Vagcu uut Heu uud Stroh, 7 Wageu mit hol; uud 125 Stuck Fcrlriu. Durchschuittö-Prcisc.
st! l^ l st. li.
Wcizcu ftr. Metzm 4 52 Butter Pr. Pfund . — .W
'loru „ 3 —! Eier pr. Stück .. — li
Gerste „ ^ — ! Milch pr. Maß . — 10
Hafcr „ 2 20 Nnidflcisch pr. Pfd. — 20
Halbsrncht „ 3 «0! Kalbfleisch „ — M
Heiden „ 2 40 Schweinefleisch „ — 20
Hirse „ 2 50 Schöpsenfleisch „ — —
itnknrich „ 2 90 Hähndcl pr. Stück — 25'
Erdäpfcl „ 1.30 Tanbcn „ — 1^
linsen „ —!--l! Heu pr. Zentner . 115'
Erbseu „ — l_! Stroh „ . «0
Fisolen „ 3 20 Holz, hartes, pr. Klft 5 —
Riudöschmalz pr. Psd. — 4>i — weiches, „ 3
Nlldolfswerth, 24. Mai. Die Durchschuitts-Prrisc stellten sich auf dcm hcutigeu Markte, wie folgt:
si. lr. fl^ l^7
Neizcn per Metzen 4 U0 Bntler pr. Pfund . — .^'
Korn „ 3— Eier ftr. Stllck.....U
Gerste „ 2 80 Milch Pr, Maß . - , U'
Haser „ 2 — Rindfleisch Pr. Pfd. - ii2
Halbfrucht „ 4 — Kalbfleisch „ — 24
Heiden „ 3 20 Schweinefleisch „ — ^
Hirse „ 2.88 , Schöpsenfleisch „ — l?
Kuluruh „ 2,70 Hähndel, pr. Stück — 3')
Erdäpfel „ 1 «0 ^ Taubcu „ - 2'^
i,'inscu „ 4! l<0!! Heu ftr. Eentucr . 1 8^>
Erbsen „ 4 8l> ! Stroh „ . 1! ^
Fisolen „ 4 48 Holz, harlcS. ftr. Klft. 6
Niudbschmalz pr. Pfd. — 45 — weiches, „ —
Schweineschmalz „ ^45 ,^ Wein,rathcr, Pr, Eimer 5^
Spcck, frisch, „ — ^ — ^ — wcißer „ 4-^
Spcct, gcräuchcrt, Pfd. — 3tt ^
.MelelirlisoPscho Neuliachlunuell ill Qülwch.
»III. Mg. 325.8«! 4-w.l windstill trübe «.
25. 2 „ N. 325.4« -l-13 <, windstill . Regen ^"^ 10 „ Ab. 324.2!, l'N.» , wiudstill ! Regcu ""2" Rcgucrischer Tag, leiu Souncnblick Das Tagcömillcl b:l
Närmc I' 110", nin l<)" unter dem Normale,
Verantwortlicher Redacteur: Iguaz u. K l e» n m a y r.
A«»»'<'»»N^Ni'l!'^^ 2üikn, 2't, Mai. Die Börse croffnelc iu günstiger Sümmnug; die ConrSmisbcsscnmg, welche dadurch bewirkt wurde, crhiclt sich uud ciuige Effectcu machten iin i'aufe d^ AMl^llvlllN)1. Gl-schäslcö noch weitere Fortschrille. Besonders erheblich war dic Bcsscruug in Südbahuaclicn; nuch Rente >umdc stark gefragt nud zur Notiz willig bezahlt. Devisen «"" Valnla nm einen Brxchlheil hoher.
^T. Allssemeille ^taatoschnld.
Für 100 fl.
Geld Waan'
Einheitliche Staatsschuld zu 5, ftCt.: iu Noteu urrziuöl, Mai^Nouember ,;i.!>0 <;2,— „ „ „ Februar-August irl!Nde,ltlastu,lsss-Vblissatiolle,l.
Für 100 fl.
Geld Waare
Böhme» .... „5 pCt. 92 25 92 50
Galiz,m .... „5 ,, 72.20 72.50
Nieder-Oestcrrcich. . „5 „ 93.25 93.75
Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 92.50 93. -
Sicbcubüvgcu . . . „ 5 „ 70 — 70,50
SteiermaN . . . „5,, 5)2,5,0 93. - I
Ungarn..... „ 5 „ 8l.2ü 81.75
ti. Actien von Vankiustitntcn.
Geld Waare
Auglo.-ostcrr. Vauk.....32?.- 3ö?.5<)
Anglo-nngar. Banl . . . .113,-113.50 Boden-Eredilanstalt .... 280. 2«2.— Crcditanstalt f, Handcl u. Gcw, . 28<>.00 ^80.80 Ereditanstall, allgcm. ungar. . . tt'5 - 105.50 Escomple.Gesellschaft, n, ü. . . 818.— 820,--Franco-ösicrr. Baut .... 118.25 118.75
Gculralbant.......73.50 74,—
Nal,üüalbüul.......741,— 743 -
Vereinsbant.......118,— 118,50
Bertchrsbaul.......1.">3.?5 13^l.25
«». Actieu vo» Tvau^portunteruel)-luuugcu.
Geld Waare Alföld-Fiumancr Vahu . . . 102.75 103.25
Böhm, Wcstbahu.....189.50 190.
Carl-i!udwig-Bahu.....219.-- 219.5.0
DouaU'Dampsschifff. Gcscllsch. . 579,— 581.—
Elisabelh-Wcstbahu.....180.25 1X0.75
Ferdinand«: Noidbahu , . < 2305.-2370.— Fünfkn'cheu-Varcscr-Vahu . .1^1.50 182... Franz'IoscPhs-Äahu .... 185.2,'. 185.75 ^cmbrrg-Czcm.-Iassticr-Vllhu . 180.50 187.^-^.'loyd, östcrr........317.- 320.—
Gclb Waarc>
Omnibus (crste Emission). . . 205.— 2l>7,— !
Rndolss-Bahn......101.25 I0l.?5
Sicbcubiirgcr Bahu .... 101.75 102.25
Slaatsbnhü.......37".50 37l. ^
Südbahil........237.80 238.—
Süd nordd Vcrbiud. Bahn . . 100.— 100.50
Thcih Bahn.......202,50 203.-
Tramway........213.50 214,—
«. Pf.nldbriefe ifür 100 sl,)
Allg. üst, Vodcu-Credit-?lustal< Geld Waare
verlosbar ,u 5 pEt. iu Silber 108,25 108 75
dto.iu33I.rückz.zu5pCt,i!iö.W. 91.75 92,-
Nat,oualb. alls ü. W. verlosb.
zn 5 pCt........ 9^.«0 95.—
Oest, Hypb. zu 5'/, pCt. rüclz, 1«78 98.50 !>9. -
Uug. Bod.-Crcd.-Aust. zu 5'/, ftCt. 92. - 92.50
D'. Pvioritätöoblissationeil.
:> 103 sl. ö. W.
Geld Waare
Elis.-Westb. iu S. verz. (!. Emiss.) 90,25, 9050
Ferdinauds-Nordb, in Silb, verz. 100.75 10?.—
Frauz-Iosefths Bahn .... 91.90 9^.20
O.Earl^'udw.B.iS.ucrz.I.Em. 99.50 !'9.7l>
> Geld Waa"
Oesterr. Nordwcstbahn .... 89.80 90,^?
Sicbcnb. Vahu in Silbcr vcrz. . «8,25 8^
Staatsb. G. 3"/<. ü 500Fr. „I. Em. 13^ .50 13^ "
Südb.G, 3'/„i.500Fr<.'. „ . . 112.70 N3.^
Südb.-Bouö 0 «/„ (1870—7^) ^
-» üW Frcs...... 238.75 239.5"
«. Privatlose (per Stück.) Crcditaustalt f. Haudcl n. Gew. Geld M^
zu 100 st. ö W......107,25 1^-H
Rudolf-Stiflnug zu 10 fl. . . 15.— ".^" Wecbsel (3Mou,) Geld W< Augsburg fur 100 fl, südd. W. 102 00 10^ Fräntfurl a.M. 100 fl. detto 102.70 W^ Hauiburg. für 100 Marl Banco 90 90 l'^ Loudon, für 10 Psuud Sterling 124 30 l"'^ Parii?, sür 100 Fraucs . . . 4<),35 ^^ (3vurH der (Yeldsorten
Geld Waa"
K. Mi!u,-Ducate,: . 5 fl. 85 lr. 5 si. >"'' ' Napalemiöd'or . . 9 „ 91 „ 9 ,. ^, " Vcrciusthalcr ... 1 „ 82 „ 1 „ ^ ., Silber . . 121 ^. 25 „ 121 ^ ?'^ "
Kraiuische Grundentlastung« - Obligationen. V vlltuotlruug: 8U,50 Geld, 90 Wl»°re