Nr. 272. Samstag, 27. November 188«. 105. Jahrgang. TlllllllMkl Zeitung. ^tt!!y mü ^lN„abl.i it^ bolunßen pr. Zeile 8 ff. V we'>„!,i ^ cyt an<,<:nommtn u'-b Mn„utt n«cht ,Ulii««sfl ^. Der Handelsuiinister hat den Bauadjuucteu der^ ^ebebörde iu Trieft Alfred Ritter vou Purschka! ^ Ingenieur dieser Behörde er»aunt. ! Nichtamtlicher Weil. Innere uud äußere Politik. — Wien, 25. November. Der Abgeordnete Dr. Ernst von Plener hielt vorgestern im Verein der Furtschrittsfreunde iu Wien einen Vortrag über die Sprachenfragc in Oesterreich. Es ist uicht bekannt, welchen Eindruck diese Rede auf die Parteigenossen gemacht hat. Die Wahrheit wird man darüber wohl nie erfahren, denn die Parteiqesin-nuug hemmt iunerhalb der Partei jede laute Kritik, bindet vielleicht auch jedes uuabhäugige Urtheil. Wir, indem wir uns der strengsten Objectivität bewusst blci' ben, müssen gestehen, dass uus die Rede des Herrn von Plener eine Enttäuschung bereitet hat. Wir haben von ihn» Besseres erwartet, als dass er nur mit unhaltbaren Hypothesen, mit Behauptungen, die sich vou selber widerlegen, an das Parteivorürthcil eiues gut discipliuierten Auditoriums appelliere; die staatsmäu-nischen Allüren des Redners berechtigen zu größercu Nusprüchen. Dr. vou Plener empfand selber, dass das öffentliche Interesse jetzt nicht an der Prazät'schen Spra-chenverorduuug haste uud auch uicht der Sprachcufrage im allgemeine» zugewendet sei. und daraus ergab sich für ihn das Bedürfnis, am Eingänge feiner Rede die auswärtige Politik zu berühreu. Er that dies, iudem er die innere Politik für die Zaghaftigkeit unserer äußern ! Politik verantwortlich machte. ! Das siild die kleinen Künste einer noch uicht zum Erfassen ihrer Aufgabe heraugcrcifleu, dru Ernst des Parlamentarismus verkennenden Opposition; jede Anklage ist gut, weuu sie nur gegeu die Regierung sich richtet. Die österreichische Deka.ätmu hat dem Miuister des Aeußeru das volle, uueiugeschräukte Vertrauen vo. tiert; die Mitglieder des Deutsch österreichischen Clubs i iu der Delegation haben sin deu Grafen Kaluuky nur ! Worte der Auerteuuuug, mir die Ausdrücke der ledhaf. testcu Sympathien. Das leiteude Organ des Deutsch-östlrreichischen Clubs erklärte nach der Rede des Grafen Käluoky im uugarifcheu Delegations Ausschusse, dass jeder, der eiues ucruunftiqeu Urtheils fähig se>. dem ^vou dem Miuistcr eutwickelteu Programme unbedingt !zustiunueu müsse. Auf der eiueu S^te findet man die ! äußere Politik über jedes Lob erhaben, auf der audcrn Seite findet man diefe Politik zaghaft. Hat der Deutsch-österreichische Club über dieselbe Sache ein verschiedenes Urtbeil, je nachdem er dem Grafen Kälnoky oder dem Grafen Taaffe gegenübersteht? Die Nrgumeutatiou des Herrn v. Plencr ist zweischneidig; stehen auswärtige Politik und innere Politik in einem causalen Zusammenhange, dann liegt in dem Vertrauensvotum, das dem Orafeu Kälnoky zutheil geworden, eine indireete An-erkeummg für alle, die an der Leitung des Staates theiluehmen. Die Agitation in ben Versammlungen foll dem Antrage Kraft verleihen, den Herr von Schmerling anlässlich der Prazäk'schen Sprachenverordnuug im Herreuhause eiugebracht hat. Schmerliug, Plener — diese Namen wecken alte Erinnerungen. Schmerling war Staatsmiuister, der Vater des Reduers war Fiuanzminister, und Graf Rechberg leitete die auswärtige Politik. Damals herrschte das centralistische System, und die Centralisten waren in der Majorität. Dennoch sagte damals Graf Rechberg mit deutlicher Anspielung, dass er nur gute Politik uach außen machen könne, wenn man im Innern gnte Politik zu machen verstehe. Graf Rechberg war im Rechte; denn der Widerstand der Ungarn und die feindliche Haltung der Slaven raubten dem Staate jede Energie. Mit Vergewaltigungen , mit Rechtsverwirkungs-Theorien kann man keine kraftvolle Politik nach außen machen. Und als der Staat sich denuoch aufraffte, da wurde durch den Frankfurter Fürstentag und durch die Action in der schlcswig-holsteinischcn Frage ein verhängnisvoller Krieg vorbereitet. Ueber solche gewichtige Thatsachen, die immerhiu als Prüfstein für die innere Politik ! dienen können, follte ein Redner von staatsmännischiu Allüren, wie Herr von Plener, doch uicht leichtfertig hinweggehen. Und als das deutscha/sinitte Bürgerministerium am Nuder war und gleichzeitig Graf Beust intime B<-zielumqcn mit Napoleon III. anknüpfte, wo war da der Zusammenhang zwischen der inuern und äußern Politik? Damals äußerte man an maßgebender Stelle Vedeukeu über die Zustände in Böhmen, nnd eiu Mitglied des Bürgermiuisteriums gab zur Antwort, dass im Vöhmerwalde noch Bäume genug seien, um die Vcrräther darau zu häuqen. Dieses AuKkunstsmittel wurde von maßgebender Seite mit vielsagender Ironie Feuilleton. Der kleine Copist. üliw ^ ^ Schüler der vierten Gymnasialclasse; ein ^""thiger. zwölfjähriger Iuuge. das weiße Antlitz von Nn^" Locken umrahmt. Er war der älteste Sohn ,,»,,/Eisenbahnbcamten mit großer Familie und kle,-ziim'^alt. Sein Vater hatte ihn lieb uud war ^ "H. nachsichtsvoll gegen ihn. Nachsichtsvoll in allen a 'M. diejenigen ausgenommen, welche die Schule dangen. Darauf hielt'er viel uud war in Hinsicht !" l, s?""^ gar streng, denn der Knabe sollte bald, lnili« "ls möglich, ein Amt erlangen, um die Fa- " "halten zn helfen. zu «, 'ch wurde der Vater nicht müde, ihn znm Fleiß lerm. lM'"' wiewohl der Junge stets gut geuug, II^' ^r war eben schon ziemlich vorgerückt au, ihn i V" Vater, und die angestrengte Arbeit hatte! er >i^ "chr gealtert. Nichtsdestoweniger übernahm kite..!' "b" die au sich crmüdeudcn Amtsubliegen- ^ ^Mp u^"ö pr^^ Arbeit als Copisi und saß halbe er vo,. ".'"durch am Schreibtische. In dieser Zelt hatte ^ldrMc^'" Vcrlagsqeschäst oie Arbeit überuommen, l^eib?"len für Zeitungs. und Bücheruersandt zu den sH ""d " verdiente' drei Lire für je fünfhuu-^aräk?" Schl,ifcn, die in großen und regelmäßigeu ^hm ,n" ^schriebet, wareu. Indessen diese Arbeit H^u arg her. 5 z>l sa^ '""'"N Augen geht's zur Neige,, pflegte Mchtr., '^"d diese Nachtarbeit wird sie vollends '^at7r s's^" sprach zu ihm eines Tages der Knabe: bleibe sÄ. ""ch fur dich arbeiten; du weißt, ,ch '">' genau so wie du; will's ebenso gut treffcu.» Aber der Vater autwortetc: «Nein. meiu Sohn. Du hast zu lerne,,. Deine Schule ist uns viel wichtiger als dieses Codieren. Ich würde mir Gewissensbisse machen, dich vom Lernen auch nur eine Stuude abzuhalteu. Ich daukc dir. Iuugc: das soll nicht sein. Auch will ich uicht wieder davon hören.» Der Knabe wusste, dass in solchen Dingen mit seinem Vater nichts auszurichtcu war, und er bestand nicht weiter darauf. Doch höret, was geschah, Er wusste, fciu Vater pflege jedesmal um Mitternacht dir Arbeit zn uuterbrecheu uud aus der Arbeitsstube sich nach dem Schlafzimmer zu schleiche". Zuweilen hatte er diesen mitternächtigen Gaug gehört; so wie die alte Pcudeluhr zwölf schlug, hörte das Geräusch der über das Papier hiugleiteudeu F^der auf. »ud der leise Tritt sciues Vater ließ sich veruehnm». Eiues Nachts wartete er. bis der Vater sich zur Ruhe begeben; dauu kleidete er sich sachte, ganz sachte au. schlich auf dcu Fußspitze» ins Arbeitszimmer hinüber, steckte die Petroleumlampe wieder cm. setzte stch au dcu Schreibtisch, wo die weißcu Papierbogru ausgebreitet lageu uud hub an zu schreien, die Zuge des Vaters so getreu als möglich uachahmeud. Er ! schrieb frohen Muthes, schaffeusvergnüc>t. uur vou heimlicher Furcht geplagt; und die Bogen häuften stch vor ihm an, zuwäleu legte er die Feder zur Seite, um sich die erstarrten Finger zu rrwä'rmeu, dauu fuhr er ort iu der Arbeit mit erneutem E'ftr uud lächelte; die ersteu hnudertsechzig Schleifen warcu geschrieben, eine Lira war verdient! Da stand er auf. legte die Feder au die uämliche Stelle, woher er sie genommen drehte die Lampe ab nnd schlich sich in sem Bett uus den Zehcnfpitzen. Am folgenden Mittag saß der Vater froher Laune am Mittagstische. Er hatte nichts wahrgenommen. «)« Abschrcibe-Arbeit versah er ganz mechanisch; der Kopf war uicht dabei, er dachte an eiues und das andere, während die Papierbogen sich füllten, und diefe selbst zählte er immer nur am folgenden Tage. Froher Laune saß er am Tische und strich mit der Hand über die Stirue seiues Sohnes. «Eh. Giulio.» sprach er, «Väterchen ist noch schneidiger in der Arbeit, als man meiueu sollte! In zwei Stunden habe ich gestern abends um eiu Drittel mehr als sonst gearbeitet. Hat eben noch Kraft, dicfe Hand — und die Augen, sie lhuu auch noch ihre Schuldigkeit.» Giulio sprach hoch« beglückt zu sich selbst: Armes Väterchen! Zu dem Mchrvcrdienst gebe ich dir anch die Genugthuung, dass dll dich verjüngt wahuen darfst. Es geht gnt, nur tapfer weiter! Ermuthigt durch das Gelingen, erhob sich der Kuabc in der folgenden Nacht mit dem Schlage zwölf Uhr uud machte sich sofort au die Arbeit. Und so gieng es fort durch manche, manche Nacht. Der Vater aber hatte immer nichts gemerkt. Nur einmal, bei dem Abendmahl, rief er aus: »Es ist doch sonderbar, w'e viel Petroleum seit eiuia/'r Zeit in diesem Hause ausgeht!» Giulio erbebte; doch das Gespräch nahm gleich eine andere Richtnng. Und die nächtliche Arbeit gien-i wieder vonstatten. Doch hatte das Ding seine Folgen. Durch das allnächtliche Wach<.u kam Ginlio um einen Theil seiner gewohnten Ruhe; des Morgens stand er matt auf u"d am Abend, da es galt, die Schularbeit zu mache», hatte er Mühe, die Augen offen zu halten. Eines Abends — das erstemal in seinem Leben — schlief er auf seiuem Sessel ein. «Nicht faul sein! Deine Arbeit verrichten!» herrschte ihn barsch der Vater au. Giulio raffte sich auf uud fuhr in feiner Arbeit fort. Aber ,am nächsten Abend und alle Abende nachher w,eder. Laibacher Zeitung Nr. 272________________________________2240 27. November M6. abgelehnt. Sollen wir endlich noch an das Verhalten der Verfassungspartei, welche damals die Majorität bildete, gegenüber dem Grafen Nndrassy erinnern? Die liberale Partei regierte im Innern, und doch wurde die auswärtige Politik auf das heftigste vernrtheilt. Die auswärtige Politik ist nicht die starke Seite der liberalen Partei. Die Gesinnungsgenossen des Herrn von Plener wären einer wahren Panik preisgegeben, wenn der Staat plötzlich von auswärtigen Verwicklungen bedroht erschiene. Und der Führer dieser Partei, welche den Frieden um jeden Preis anstrebt, findet es mit seinem Gewissen vereinbar, von der Zaghaftigkeit unserer äußeren Politik zu sprechen. Wir können rur wiederholen, wir haben von Herrn von Plener Besseres erwartet. Die Friedensliebe der Monarchie darf nicht Zaghaftigkeit genannt werden. Oesterreich hat jedenfalls die Fähigkeit, kraftvoll nach außen aufzutreten, weil es auf die Opferwilligkeit aller seiner Völker bauen darf. Wie ganz anders stünde es um uns, wenn in der ge> genwärtigen Situation die Unzufriedenheit im Innern den aggressiven Ideen einer auswärtigen Macht zur Er-muthigung dienen würde. Die russischen Panslavisten wissen die Machtbedingungen Oesterreich-Ungarns besser zu beurtheilen. Die russischen Panslavisten erklären sich wie Herr von Plener gegen die innere Politik Oesterreichs. Die russischen Panslavisten wünschen aus leicht verständlichen Gründen nichts sehnlicher, als dass die österreichischen Slaven in eine feindliche Stellung zum Staate gebracht würden, sie wünschen, das cen-tralistische System herbei, für das Herr von Plener sich begeistert. Wir sind weit entfernt, Herrn von Plener zu beschuldigen, dass er russische Politik treibt; aber seine Bestrebungen wären ohne seinen Willen Wasser auf die Mühle des Panslavismus. Die Stelle hinsichtlich der äußern Politik ist charakteristisch für die ganze Rede Pleners. Es zeigt sich, dass der Redner für die historifche Entwicklung des Staates nicht jenes Verständnis besitzt, das ihn befähigen würde, aus den Thatsachen die nothwendigen Erfahrungen zu ziehen. Er kritisiert die Erklärungen des Grafen Taaffe in der Sprachenfrage, spricht vom Nationalitätenstreit und von der dringlichen Nothwendigkeit eines Sprachengesetzes, hütet sich aber sorgfältig, deutlich und klar zu sagen, wie er den Staat regieren und die schwebenden Fragen lösen würde. Ist denn ein Sprachengesetz ein Mittel gegen alle Uebel, und ist man denn bei Erlassung eines Sprachengesetzes nicht gezwungen, auf die Wünsche und Interessen der Nationalitäten einige Rücksicht zu nehmen? Sind denn die Gesetze stärker, als die natürliche Entwicklung der Dinge? Herr von Plener verlangt für den Staat eine deutfche Führung; meint er eine deutsche oder eine deutschnationale Führung? Man braucht nicht lange über die Plener'sche Rede nachzudenken und ihr Inhalt löst sich in eine Reihe von Irrthümern auf. Sie gibt uns Aufschluss über die geringe Schaffensfähigkeit der Opposition, über das Missverhältnis zwischen der Kritik der Opposition nnd ihren positiven Ideen, und darin mag der wesentlichste Nutzen dieser jüngsten Kundgebung bestehen. Politische Ueberficht. (Ein Vortrag Pleners.) Angesichts des großen Interesses, welches sich den Delegatiousuerhand-lungen zuwendet, genügt es umsomehr, auf die weiteren Vorgänge des Tages nur einen flüchtigen Blick zu werfen, als in denselben kein neues Moment von Bedeutung hervortritt. In einer stark besuchten Versammlung des Vereins der Fortschrittöfreunde der inneren Stadt Wien hielt der Abgeordnete Dr. von Plener einen Vortrag, in welchem er zunächst deu Zusammenhang der inneren mit der äußeren Politik betonte. Redner besprach hierauf die bisherige Berathung des Stllatssprachenantraa.es im Ausschüsse, erwähnte der vom deutsch-österreichischen Club an die Regierung gerichteten Interpellation wegen der Sprachenverordnung vom Jahre 1880 und beantragte zum Schlüsse eine gegen den neuesten Sprachen erlass gerichtete Resolution in welcher den parlamentarischen Schritten der deutscheu Opposition gegen diesen Erlass die Zustimmung und Herrn von Schmerling der Dauk und die Anerkennung ausgesprochen wird. Diese Resolution wurde auch angenommen. (Professoren als Abgeordnete.) Der niederösterreichische Landesschulrath sprach sich gegen die Annahme von Reichsrathsmandaten durch Mittelschulprofessoren aus, da dieselben dadurch der Schule entfremdet werden und ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. (Aufforstunge n.) In den är«rischen Pflan-zengärten zu Klagenfurt sind für 1886/1887 nicht weniger als 4196 000 Pflanzen von Nadelhölzern und 219 815 Laubholzpflanzen zu Aufforstungszwecken verfügbar. Selbstverständlich wird das Land Kärnten zu» nächst berücksichtigt. Es bleiben aber trotzdem große Mengen, namentlich Fichten- und Weißbucheupflauzen auch für die anderen Provinzen, verfügbar und werden in berücksichtiguugswürdigen Fällen qegen bloße Vergütung der geringfügigen Aushebungs- und Verpackungskosten abgegeben. Der k. l. Landesforst-Inspector zu Klagenfurt ist mit der Durchführung der Angelegenheit betraut. (Ungarisch - kroatische Ausgleichs-Verhandlungen.) Die Antwort der kroatischen Regnicolar-Deputation auf das ungarische Renuntium, welche heute vorliegt, lässt die Chancen einer Verständigung der beiden Deputationen nicht besonders glänzend erscheinen. Der Vertragscharakter, welcher dem Ausgleiche beigelegt und die «Art von Parität», welche von Kroatien Ungarn gegenüber beansprucht wird, zeigen tiefgehende principielle Meinungsverschiedenheiten über die staatsrechtlichen Grundlagen. Verschärft werden diese Differenzen noch durch die Ausdehnung, welche der Verantwortlichkeit des Vanus vor dem kroatischen Landtage auch auf die Verfügungen der Centralregie-rung gegeben wird, während die ungarische Deputation diese Verantwortlichkeit bestreitet. Auch die Lösung der Sprachen- und der Fahnenfrage ist durch das neueste Schriftstück der kroatischen Deputation nicht gefördert worden. Es bleibt daher abzuwarten, ob es den münd' lichen Verhandlungen gelingen wird, eine gegenseitige Annäherung der Anschauungen herbeizuführen. (Der deutscheReichstag) wurde vorgestern eröffnet. Die in Europa mit Spannung erwarttte Mittheilung über die äußere Politik des Deutsche" Niches der Thronrede lautet friedlich. Der Kaiser cr> klärt, er wende für die Einhaltung des Friedens Mv der Einigkeit unter den Mächten seine», ganzen lii^ fluss auf, der aus dein allgemeinen Vertrauen und der Nichtbetheiligung des Deutschen Reiches au den sckM bendeu Fragen sowie aus seiner (des Kaisers) eM'N Freundschaft mit dm beiden Nachbarhöfen erwaM sei. — Ueber den Zeitpunkt der Rückkehr des Fürne" Bismarck nach Berlin soll. wie von dort a/schrie?" wird, noch nichts bestimmt sein; es sei wahrscheinlich, dass er der ersten Lesung der Militä'ruorlage noch nM beiwohnen werde, aber es gelte als zweifellos, dass « bis zur zweiten Lesung zurückgekehrt sein werde. (Die Zwischenfälle in der franzö)'" schen Kammer.) Die französische Kammer beendigte die Debatte des Finanzbudgets ohne Zwischenfall. Ueb^ die votierten Reouctionen wurde vorher zwischen t>e Negierung und der Commission ein Einvernehmen erzielt. Das Cabinet stellte nicht die VertraiiensMe, wie gerüchtweise verlautete. Unter den votierten ^ ductionen befindet sich auch die Post «Pensionen "tt der Marine». Einem Gerüchte zufolge hat der Marine-minister vor seiner Abreise nach Nuchefort erklärt, e werde, falls diese Reduction votiert wird. drnnsswn^ ren. Man glaubt, das Cabinet werde heute die M' trauensfrage stellen. (Zur Lage in Bulgarien.) Die Candidas des Fürsten von Mingrclien stößt in tonangebende" bulgarischen Kreisen auf großen Widerstand. In die" Kreisen würde man der Candidatur des Herzogs "0 Oldenburg den Vorzug geben, und wird der ^^_, einer eventuellen Candidatur des Herzogs von ^'"^ bürg als gesichert erachtet. Gadban befragte auch Her Kar'avelov^ ob er die eveutuelle Wahl des Fürsten von Mingrelien uuterstühen würde. Karauelov gab die cha^ teristische Autwort, dass nach seinem Dafürhalten ". Wahl unmöglich sei, «weil der Berliner Vertrag ^' Tscherk essen den Aufenthalt in Bulgarien v" biete.» Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, w>c "^ Lemberq telegraphisch gemeldet wird. für die d»rcl) letzten Brand geschädigten Einwohner von Topor" Bezirk Brody, 1000 fl, zu spenden geruht. . Se. Majestät der Kaiser haben, wie ? ungarische Amtsblatt meldet, für die römisch"^ lischen Kirchen zu Aoleso, Bürkös und Köuesd, fe" für die griechisch-katholischen Kirchen zu Csornö-H<"" ^' Kuzurma und Szalok je 100 fl. zu spenden ger""' — (Ein Naturphänomen.) Aus ^""" in Steiermarl schreibt man dem «Grazer VolM"' Am 18. d. M. gegen 6 Uhr abends hatten wir hier " Gewittersturm mit starkem Ncgeu uud darauffolge" . mähigen Schneefall. Während des etwa eiue gute ^ ^e stunde andauernden Regengusses konnte man am ^" ^> zu St. Helena bei Nenmarkt eine recht interessante f turerscheinung beobachten. Der nicht kleine Tbnrn«^ holte sich die Sache, ja, es kam sogar noch schlimmer: er schlief über seinen Büchern ein, stand später auf. lernte nachlässiger seine Aufgaben und schien überhaupt jede Freude am Studieren verloren zu haben. Sein Vater fieng an, ihn zu beobachten, dann ihn zu ermähnen und machte ihm endlich schwere Vorwürfe. «Giulio,» sprach er zu ihm eines Morgens, «was geht mit dir vor? Du bist nicht mehr derselbe, der du warst, das passt mir aber gar nicht. Kind — alle Hoffnungen der Familie sind auf dich gesetzt. Ich bin unzufrieden mir dir, verstanden?» Bei diesem Vorwurf, dem ersten wirklich strengen Tadel, den er erhalten, ward der Junge verlegen. Und er fagte sich: Es ist wahr, so kann die Sache nicht fortdauern; das Verheimlichen muss ein Ende nehmen. Aber am Abend dieses nämlichen Tages geschah es, dass der Vater in hocherfreutem Toue ausrief: «In diesem Monat habe ich um 32 Lire mehr verdient!» Und damit legte er eine Schachtel Süßigkeiten auf den Tisch, die er gekauft hatte, um mit seinen Kindern den außerordentlichen Mehrerwerb zu feiern. Die kleinen Kinder jauchzten und schlugen voll Freude in die Hände. Da fasste sich Giulio ein Herz uud sprach zu stch m semem Innern: Nein, armer Vater, ich werde nicht aufhören, dich zu hintergehen. Lieber will ich bei Tag angestrengter lernen, doch lasse ich nicht davon, m der Nachtzeit für dich und die anderen zu arbeiten. Und der Vater fuhr fort: «32 Lire mehr — ich bin zufrieden. . . Aber d.'r da — dabei wies er auf Giulio — will mir gar nicht gefallen.» Und Giulio steckte stumm den Tadel ein und ver« bifs zwei Thränen, die ihm in die Augen schießen wollten; sein Herz aber ward erfüllt von unnennbarer süßer Seligkeit. Und er fuhr fort in der nächtlichen Arbeit. Doch da Müdigkeit auf Müdigkeit folgte, wurde es ihm immer schwerer, der Erschöpfung zu wider, stehen. Zwei Monate hindurch währte die Sache so fort. Der Vater sah den Knaben mit immer grimmigerem Auge an. Eines Tages erkundigte er sich beim Lehrer um den Jungen und erhielt folgende Auskunft: «Es geht ja nicht so arg, weil der Bursche intelligent ist. Von seiner früheren Lust aber sei leine Spur mehr. Er schlummert, ist verworren nnd zerstreut- macht kurze Nufgabeu und wird immer nachlässiger. O, er könnte mehr, viel mehr leisten.» An diesem Abend nahm der Vater den Knaben ins Gebet und sagte ihm viel schärfere Dinge, als all der bisherige Tadel gewefen. «Giulio. du siehst, wie ich mich rackere und plage für die Familie. Und du willst mir uicht beistehen? Du hast kein Herz für mich, noch für deine Geschwister, noch für deine arme Mutter!» — «O, nicht doch! Nicht fag' das, Vater!» schluchzte der Knabe, und schon öffnete er den Mund, um alles zu gestehen. Aber der Vater fiel ihm ins Wort und sprach: «Du kennst die Verhältnisse der Familie und weißt, wie sehr diese auf deinen guten Willen, auf deinen Fleiß angewiesen ist. Sieh, ich werde in nächster Zeit meine Arbeit ver« doppeln müssen. Bei der Eisenbahn hatte ich diesen Monat auf eine Gratification von 100 Lire gerechnet; und jetzt erfahre ich, dass nichts daraus werden soll. Das will eingebracht werden, und so muss ich denn mehr, viel mehr arbeiten. Und du bist so nachlässig!» Als Giulio solches erfuhr, verbiss er wieder das Geständnis, das sich ihm entringen wollte, und ent-schlössen sprach er zu sich die folgenden Worte: Nein, Vater, du sollst es doch nicht erfahren. Ich will mein! Geheimnis weiter bewahren, um für dich arbeiten zu gönnen. Für den Schmerz, den dir meine fcheinbare ^ Nachlässigkeit verursacht, gebe ich dir anderweitige Entschädigung. In der Schule geht es ja nicht so arg, — z dass ich darüber nicht weiterkommen könnte; ". ^,sel verschlügt das schwächere Zeugnis, wenn ich b" heit, Brot verdienen helfe, wenn ich einen Theil der " die dich tödtet, von dir abnehme!» -Michel Und es kamen weitere zwei Monate nacy ^ Arbeit, fortwährender Ermattung und gchel.gette „z strengung seitens des Kuaben. bitterer Vorwürfe !^^ des Vaters. Und schlimmer noch war, dass der ^ immer härter gegen den Jungen wurde, gar nw) ^.^ «inders, als in herben Worten zu ihm sprach, <" ^, Giulio ein im Grnnde verdorbenes Kind, vo^,i nichts mehr zu erhoffen war und das keinen nev ^ Blick seitens der Eltern verdiente. Und Glnlw ^ das alles stillschweigend; nur wenn der Am. .^, geschlummert war, schlich er sich zu ihm hi'^ !' ^ ^>,c einen Kuss von den Lippen, schmiegte M " aiir^ Wange im Gefühle einer betrübten, p'n'täwouc' ^ze lichkeit; von den Mühen und dem Schmerze '^e er ab uud ward immer blasser — und in der ^ wollte es mit ihm nur immer ärger gehen. ^n fühlte er, dafs dieses Spiel endlich ein E'w ^ müsse und manchen Abend gab's, da er N^ ^ Diese Nacht will ich nicht mehr aufstehen ^ zP so wie die Pendeluhr Mitternacht schwg'."'^,,, M urgewaltig aus dem Bette. O, es Mn " ^ne!" Pflichtverletzung, länger im Bette zu "l"""'^ Vater und seinen Geschwistern eine Lira zn ^ Zeild', Und er erhob sich von seinem Lager. ^ ^ eines Nachts würde der Vater erwachen nn0'» ^stl Arbeit überraschen, oder durch Nachzählen l" ^ Hafen hinter seine Schliche kommen; und dan"' „W"' Missverständnis sich aufklären ohne s e'" v ^ oh", ohne einen Act seines Willens, zu welchem ^r" die« niemals den Muth fassen konnte. Uno , er unausgesetzt allnächtlich weiter. ^aibacher Zeitung Nl. ii72____________________________________2241______________________________________ 27. November 1«««. "°"l,ch zeigte in der nächsten Nähe getrübt'dunkelrothe ^lchtbilschcl, die in einiger Entfernung als großer, röth-llch-weiher Lichtkreis erschienen. Kaum hatte es zu regnen Aufgehört und zu schneien angefangen, war auch die Er-Mlnung verschwunden. Ob das merkwürdige Phänomen "n sogenanntes St.-Elmsfeucr oder eine andere elektrische ^lcheinung gewesen, sei dahingestellt. Thatsache aber ist v. dass der verzinkte nnd demnach früher glänzende 4hurnlknopf seinen Glanz verloren hat und an demselben 'nehrere rauchgeschwärzte Stellen sichtbar sind, sowie auch °>e ehedem vom Roste röthliche Fuhstange des Thurm-"euzes jetzt kohlschwarz ist. — (Briefe von Hufs.) Aus Prag wird telegraphiert: Der Herausgeber der «Politik», Herr Ne-°"Nla, fand angeblich in Alt-Bunzlau einen Mannscrip-»encodex aus der ersten Zeit der Hussitcnbcwegnng mit 'er eigenhändigen Briefen von Johannes Huss. ^ ^ (Der Handel mitMenschenhaar.) Der Vandel mit Menschenhaar ist wieder im Zunehmen, und 'Haarkünstler > blicken scharf nach Gelegenheiten zum An« Hlse von solchem. Frankreich, das in allen weiblichen Dioden vorangeht, ist natürlich das Land, wo der be-^utendste Handel mit diesem Artikel betrieben wird. ^loher der Marlt mit Haar von allen Farben verforgt "erde, war schon oft Gegenstand der Speculation, ist lck ^ "^ genügend aufgeklärt worden. Eine große Menge Mvarzen Haares kommt aus China, aber es zeigt sich, M Frankreich selbst eine große Quantität beiträgt, «ruher liehen sich Nauernweiber oft dazu bewegen, sich ^ l ein Geringes von ihrem langen Haare zu trennen; "ch in Klöstern, wo das Haar stets geschoren wird, ^""de «in großer Handel betrieben, und es ist constatiert, 8li5» ^ ""^ "'^ langer Zeit in einem derselben .^ Pfund Haar um die Summe von 18 000 fl. ver-^Uft wurden. Es geschieht auch häufig, dass das Haar z ?/ ^'chen abgeschnitten wirb, doch hat dieses geringeren .^ als das Haar, welches von lebenden Personen ab-°'Mitten wird. Ein wichtiger Theil des Haareinsamm- "gs - Geschäftes wird seltsamerweise genug auf den patzen von Paris betrieben. Einige in der jüngsten ^ veröffentlichte Statistiken über die verschiedenen, H . beni Pflaster und in den Kehrichthaufen von /^'6 gefummelten Haarfarben zeigen folgende Nesul-^e: Blondes Haar 100 Gramm, röthliches fünfzig ^amm, rothes 25 Gramm, schwarzes 100 Gramm, Faunes 500 Gramm, graues 200 Gramm, weißes «b Gramm. Es geht aus diesen Zahlen hervor, dass "eißes und rothes Haar in Frankreich am seltensten ^' während das braune, das jedoch eine Menge Mttierungen hat, die gewöhnlichste Haarfarbe ist. Es ^ 'nteressant, diese Zahlen mit jenen zu vergleichen, "lche Professor Virchow mit Bezug auf die Haarfarbe ^ Schulkinder veröffentlichte. Nach diefen sind die drei 'A'lfarbcn in den deutschen Schulen: blond, lichlbraun ,, ^ dunkelbraun und die vergleichungsweisen Zahlen bei ^ so: Blond 2 149 027, duulelbraun 949 822, licht-H°un 3 659978. Pas blonde Haar, welches im Süden, ; ^schlauds minder häufig als im Norden ist, nimmt ^ -Norden 48,3 Procent der Gesammtzahl, in, Centrum n, '5> im Süden 24,4 und in Elsass-Luthringcn 18,4 ^N^davon für sich in Anspruch. — (Fünf Per fönen ertrunken.) Man meldet aus Fiume vom Vorgestrigen: Ein von Veglia abgegangenes Trabakel, in welchem sich fünf Personen, vier Männer und eine Frau, befanden, wurde in der Nähe der Punta d'Urin vom Sturme überrascht und tippte um. Von dem Schicksale der Insassen des Bootet hat man bis jetzt keine Nachricht, man glaubt jedoch, dass dieselben ertrunken seien. — (Der weiße Hirsch.) «Es zogen drei Jäger wohl auf die Bursch, sie wollten erjagen den weihen Hirsch». Bekanntlich haben die drei Jäger Nhlcmds den weißen Hirsch zwar gesehen, aber nicht geschossen. Was sie versäumt haben, hat nun ein Forstwart des Raben« stciner Reviers der Herrschaft Ianowitz in Mähren nach» geholt. Der Forstwart Schmid hat nämlich am 15. d. M. ein schneeweißes Hirschkalb geschossen, an dem auch nicht ein braunes Haar zn sehen war. Selbst die Schalen des Thieres (bei Hirschen sind sie sonst schwarz) hatten eine gelblich-weiße Farbe. Das Thier wird ausgestopft und als seltenes Naturspiel im Schlosse Ianowih ausgestellt werden. — (Brand einer Kohlenschichte.) Ini Urbarialwalde der Gemeinde Ilova bei Kriz ist eine Kohlcnschichte in Brand gerathen. Die Landleute glaubten, durch Nbgrabungen dem Feuer leichter beizukommcn. Dieses erhielt jedoch dadurch mehr Luft und nahm große Dimensionen an. Die Vezirlsbehörde von Kriz sandte ihren Förster an den Brandort, dem es nach mehrstün« digen Anstrengungen im Vereine mit der Bevölkerung gelang, das Feuer zu löschen. — (Malitiös.) A: Na, so viel weiß ich, aus Liebe heirate ich einmal nicht; wenn ich überhaupt heirate, so wird's eine Vernunftheirat. — V: Nach dem Strafgesetz darfst du das auch. — A: Wie meinst du das? — B: Nun, weil du mit der Vernunft weder verwandt noch verschwägert bist. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Das Tragen von Militär-Uni« formen.) Vor einigen Monaten wurde über Veranlassung des Reichs-Kriegsministeriums den politischen Behörden eingeschärft, das Tragen von Militär-Uniformen settens der nichtactiven Personen des Mannschaftsftanbes und der nichtactiven, in keine Rangsclasse eingereihten Gagisten als unzulässig hintanzuhalten. Da es sich herausgestellt hat, dass in manchen Gegenden das Tragen von Militärtleidern oder solchen CiviMcidern. welche im Schnitte und in der Farbe der Militär-Uniform ähnlich sind, namentlich unter dem Landvolke, auf patriotische Molwe zurückzuführen ist, so hat das Reichs-Kriegsmini-stermm anlässlich ?incr Anzeige derartiger Fälle sich dahin geäußert, dass dem Verbote des unberechtigten Tragens von M,lltär-Uniformen die Nothwendigkeit zngrunde lag, der Mögllchkeit einer Verunglimpfung des Ehrenkleides des Soldaten entgegenzutreten. Es ist aber g^ boten, auch Wesfalls den Verhältnissen Rechnung zu traqen uud insbesondere dort, wo für das Tragen militärischer Abzeichen patriotische Motive erkannt sind, ferner bort, wo ein Missbrauch nicht vorliegt und auch nicht zu besorgen ist, mit aller Nachsicht und Schonung vorzugehen, hingegendicstrictc Durchführung des Verbotes dann ftlatzgreisen zu lassen, wenn unliebsame Vorkommnisse hiezu nöthigen. Die nur ihrem Schnitte und ihrer Farbe nach den Militär-Uniformen ähnlichen (iiviltleider haben dagegen keiner Beanstandung zu unterliegen. — (Concert der philharmonischen Gesellschaft.) Wie bereits gemeldet, veranstaltet die philharmonische Gesellschaft morgen um 5 Uhr nachmittags im landschaftlichen Redoutensaale ihr erstes Concert in dieser Saison mit nachstehendem Programm: 1.) Franz Schubert: «An die Sonne»; gemischter Chor mit (Klavierbegleitung; 2.) L. v. Beethoven: Sonate für das Pianoforte, up. 57. /i) ä,I!«ßsv u58iü; i,) ^,nÜHut,tz «on mow; <)) ^llvssro m», no« ti-opiio; gespielt von Herrn Anton Fo erster; 3. 2) Robert Schumann: «Seit ich ihn gesehen» aus «Frauenliebe und Leben»; 0) Adolf Jensen: «Fernsicht-, Lieder mit Clavierbegleitung; gesungen von dem Fräulein Anna Angjelic; 4.) Ch. de Biriot: «Scene be Ballet» für die Violine mit Clavierbrgleitung; gefpielt von Herrn Siegmund Wintcrnitz; 5.) Josef Rheinberger: < Toggenburg»; ein Romanzen-Cyklus (Dichtung von Fanny v. Hoffnaaß) für Soli und gemischten Chor mit Pianofortebegleitung. Die Soli werben gesungen von den Fräulein Clementine Eb erhärt, Iosesine Valentin, Anna Angjelic und den Herren Josef Bö hm und Johann Kosler. — Clavierbegleitung: Herr Theodor Lula. — (Militärisches.) Der Hauptmann zweiter Classe Mathias Prasnilar vom Peterwardemer Infanterieregimente Freiherr v. Philippovic Nr. 70 wurde zum Infanterieregimente Freiherr v. Kühn Nr. 17 überseht. — (Einbruchsdieb stähle.) Gestern morgens zwischen 2 und halb 4 Uhr wurde in das Verlaufs-gcwölbe des Handelsmannes Herrn I. Perdan am Kaiser-Iosess-Platz eingebrochen und daraus verschiedene Gegenstände, darunter 50 bis 60 Kilo Kaffee im Werte von 75 fl,, 49 fl. Kleingeld und 4 Kilo Nindsschmalz, gestohlen. 2 Liter Brantwein tranken die Diebe im Gewölbe selbst aus. Die Einbrecher sind wahrscheinlich durch die beim Hause zum Hofe führende eiserne Gitterthüre eingestiegen, begaben sich von dort in das Vorhaus, öffneten mit einem gemachten Schlüssel die alls dem Vorhause in das Gewölbe sührcnde eiserne Thüre, nachdem sie zuvor das Wertlicim'schc Anhängeschloss abgefeilt oder weggesprengt hatten. Ins Gewölbelocale eingedrungen, öffneten die Diebe die Seitenthüre des Verlaussgewölbes gegenüber dem Gebäude der Finanzdirection in der Capitelgasse, zu welcher der Schlüssel auf der Pudel lag, und ließen durch dieselbe ihre draußen harrenden Complicen ein. Die gestohlenen Waren luden sie auf einen vor dem Gewölbe stehenden, angeblich mit einem Schimmel bespannten Wagen. Die Diebe drangen auch in das Comptoir des Herrn Pcrdan ein und versuchten die darin stehende Werth-heim'sche Casse, welche sie von ihrem Standorte wegrückten, zu erbrechen, was ihnen aber nicht gelang. Aus dem Schreibtisch entwendeten die Langsinger cincn Metallsargschlüssel und ein Messer mit Schildlrötenbesatz und Korkzieher. Außerdem wurden noch verschiedene Spczcrciwaren im Werte von über 70 Gulden auf einen Haufen zufammengetragcn, um wegtransportiert zu werden, doch scheinen die Diebe dazu nicht mehr Zeit gehabt zu haben. Die Polizei hat die umfassendsten Re- H Indessen eines Abends entfuhr dem Vater eini A,", das entscheidend für ihn wurde. Die Mutter, blei!!. ^""' Vl'6 auf Ginlio geworfen und diesen noch, bis » ""b matter als fönst qefnndrn. «Oiulio. du l^llM'' sprach sie zu ihm. Und dau». zum Vater ^eudrt: .Giulio ist krank. Sich, wie cr so bleich ist!^ ein.. ' ""in Kind, wie ist dir?» Der Vater warf tz"' fluchtigen Blick auf ihn und sagte: «Das böse ihm - bringt böse Gesundheit. So übel gieng es, Hin^'^' s° lange er ein fleißiger Schiller und ein, ^ vuu Herz war.» Die Mutter brach in den Ruf! „ich' 'Das Kind ist krank!» — «Mich kümmert's ^ -' — erwiderte der Vater. ^. Diese Worte fuhren dem armen Knaben wie ein H°t3 '^ H"z. Ach. mm kümmerte sein Befinden den er jl, '"Hl mehr! Den Vater, der ehedem erbebte, wenn ^ ^ husten hörte. So liebte er ihn denn nicht mchl lvllr . darüber gab es gar keinen Zweifel mehr. Er heu? l' todt dem Vaterhcrzen. . . O! O, nein! ber/° "atrr. sprach der Knabe mit angsterfülltem V? >ö" s'ch —nunmehr hat die Sache ein Ende. d>t „s?^ne Liebe kann ich nicht weiterlebe»; ich will, ^ch? offenbaren, dich nicht länger hintergehen. ^5 >> "°r fleißig sein in der Schule. Es komme, ^Nlrr m "°ü> s" du mir nur wieder gut wirst, mem ^ill« ""er! O, für jetzt bin ich entschlossen, memen k" auch durchzusehen! i l>ie zw "b dennoch, in derselben Nacht stand Oiulio, durch! ^"ktn? b" Gewohnheit dazu gedrängt, wieder von ^ er „vH -Ner auf; und als er sich'erhoben hatte, wollte! ^»Nack "" lehtl'tzmal in die Arbeitsstube, das traute eilltn^ ^'begrüßen, iu der Stille der Nacht es noch^ ^e Bf l. 'H""l'"' noch einmal, noch ein letztesmal —. l den 3/' ^° " durch so viele Nächte im Geheimen i -Uater gewirkt, das Herz von freudiger Iärt lichkeit erfüllt. Doch als er sich wieder vor dem Tische sah. bei dem milden Schciuc des Lämpchcus. und die weißen Papierbogen da lagen', auf welche er nimmer« mehr die Namen der Städte und Perfonen schreiben sollte, die er schon fast auswendig kannte, da ergriff ihu tiefe Traurigkeit und in stürmischer Hast langte er wieder nach der Feder, die gewohnte Arbeit wieder zu beginnen. Doch als er die Hand ausstreckte, stieß er ein Buch um. das polternd zu Boden fiel. Das Blut wollte ihm schier ill den Adern erstarren vor Schrecken. Weun der Vater dadurch erweckt wurde! Bei eiuem Freuet würde er ihu freilich uicht betreten — 0, er wollte ja alles, alles gesteheu! Und dennoch, bei dem Gedanken, dass sein Vater das erstemal vor ihm gedemüthigt stünde, beschlich ihu ein schmerzliches Grauen. Mit verhalteuem Athem lauschte er eine Weile. . . Keinerlei Geräusch. Das ganze Haus schlief. Der Vater hatte ihn nicht gehört. Still war es ringsumher. Und er sehte sich au den Tisch und beganu zn schreiben. Uud Äogeu häufte sich auf Bogen vor ihm. Er hörte den rhythmischen Schritt der Scharwache gedämpft von der Straße herausdringen in die enge! Stube; dann ein Wagenrollen von der Ferne, worauf j wieder tiefe Stille eintrat, uur zuweilen unterbrochen! von dem fernen Heulen eines Hundes. Uud Gmlio, schrieb, schrieb, schrieb immerfort. Und während er, schrieb, merkte er es „icht. dass der Vater hinter seinem Rücken staud; das Gepo.ter des fallenden Buches hatte ihu gewlckt mid, gedeckt dlirch das Rollen des Wagens, kam er, nachdem Giulio sich beruhigt au den Tisch gesetzt, in die Stube. Da stand er nun — seiu schnei weißes Haupt überragte deu schwarzeu Lockenkopf des Knaben; uud er sah die Feder über die weißen Bogeu eilen — und in eiuem Allgenblick hatte er alles begriffen, sich an alles erinnert, eiu Moment hatte ihn belehrt über Ms, alles! Verzweifelte Rene. unendliche Liebe ergriffen seiue Seele und in stummer, anbetungsvoller Andacht staud er hinter seiuem Kinde. Plötzlich stieß Giulio einen schrillen Schrei aus, zwei zuckende Arme hatten sein Haupt umschlossen. «Oh. Vater, Vater! Verzeihe!» rief er. das Schluchzen seines Vaters erkennend. «Du! Du verzeihe mir!» eutgegnete in Thränen der Vater, des Kindes Locken mit seiueu Küsse» bedeckend. «Ich begreife alles, weiß nunmehr alles. Ich, ich bin es. der deine Verzeihung anfleht, mein theures Kleinod, mein einziges, süßes Kind!» Und er fasste den Knaben am Arm. führte oder vielmehr trug ihn an das Bett der Mutter, welche inzwischen erwacht war. «Küsse. Weib. diesen Engels' knaben, welcher seit drei Monaten nicht schläft und für mich arbeitet, derweilen ich ihm das Heiz verbittere, ihm, der mir hilft, e»ch zu ernähren!» Die Mutter dlückte ihu an ihr Herz; lange, lange war sie unfähig, ein Wort hervorzubringen; dan» sprach sie: «Ruh dich aus. mein Kind. geh', geh', sofort zu Bette!» Der Vater hob ihn auf die Arme. tr»g ih» in die Stube, legte ihn ins Bett, feine Wangen losend, seine Hände küssend. Dann legte er ihm das Kissen zurecht und deckte ihn sorgsam zu. «Vielen Dank. Vater.» sprach der Knabe, «vielen Dank. Doch geh' nun auch du zn Nelte. Ich bin glücklich. Geh' zu Bette, Vater!» Aber der Vater wollte ihn eingeschlafen sehen, blieb daher an seinem Bette und flüsterte, ihm die Hände streichelnd: «Schlafe, mein Kuabe. schlafe!» Und Gilllio schlief endlich ein. Er hatte nach so vielen Monden einen seligen, sanften Schlummer, durch« ^ wöbe» vo» lachenden Träumen. Uud als er, erwachend, die Angen aufschlug, da sah er das weihe Hcmpl seines Vaters, welcher die Nacht hier verbracht hatte und noch schlief, auf den Bettrand gelehnt, ganz nahe semem Herzen. . «, . Odmondo de Amicis. Mbll.w Zeitung Nr. 272 ____________________2242____________________________ 27. November liM^ cherchen eingeleitet, um den frechen Dieben auf die Spur zu kommen. — Gestern nachts wurde auch iu die Todten-kammer des Civilspitals eingebrochen und die Thüre zur oberen Dachkammer mit einem Stemmeifen, welches am Thatorte vorgefunden wurde, erbrochen. Aus der Dachkammer, iu welcher die Kleidungsstücke der im Spitale Verstorbenen aufbewahrt fiud, suchte sich der Dieb die ihm passenden Kleidungsstücke aus drei Bündeln aus, worauf er das weite suchte. Die Polizei ist dem Thäter bereits auf der Spur, doch ist derselbe aus dem Stadt-pomörium entwichen. — Leider ist der Stand unserer Sicherheitswache ein weit zu geringer, um solchen Strolchen sofort auf die Spur zu kommen. — (Nach dreißigjähriger Haft.) Wie wir bereits berichtet haben, wurde jüngst der Bauknotenfälscher Josef Prclesnik aus der Arader Festung entlassen. Im Jahre 1850 war Prelesnik Schüler der siebenten Gymnasialclasse in Laibach. Zu jener Zeit cursierten jene iu technischer Beziehung ungemein primitiv hergestellten Noten, die man in vier Theile zerschnitt und als «Viertelzettel» in Verkehr zu bringen pflegte. Prelesnik fasste die unglückselige Idee, drei oder vier solcher Guldennoten mit der Feder nachzuzeichnen. Er wurde denunciert und zu zweijährigem Kerker verurtheilt. Nach überstandener Strafzeit wurde er zum Militär assentiert und übte sich auch während seiner Dienstzeit immer mehr im Zeichnen von Banknoten, so dass er in dieser Kunst eine gewisse Meisterschaft erlangte. Er wurde nochmals abgestraft, natürlich immer härter, und brach zwei- oder dreimal aus den stärksten Festungen der Monarchie aus. So oft er ausbrach, flüchtete er in feine Heimat. Das letztemal arbeitete er, in einer Waldmühle verborgen, mit Pressen und Platten eu xros. Ein ganzer Sagenkreis hat sich um seinen Namen gewoben. Damit er nicht wieder ausbrechen könne, wurde er in die Verließe der Arader Festung gesteckt, wo er ungarisch und rumänisch lernte. Dort hat er seine schreckliche Strafe auch wirklich abgebüßt und ist jetzt, 54 Jahre alt, von welchen er circa 30 Jahre in verschiedenen Kerkern zugebracht hat, wieder dem Leben zurückgegeben worden. Ein merkwürdiger Zufall verdient hier noch besondere Erwähnung. In Prelesnik lebte ein starler fatalistischer Zug, der ihn zu dem felsenfesten Glauben veranlasste, es gebe keinen Kerker, der ihn festzuhalten vermöge. Von diesem fatalistischen Zuge geleitet, sagte er seinerzeit dem Militär-Auditor, der ihm verkündete, dass er zu zwanzig Jahren Kerkers verurtheilt sei: «Herr Hauptmann, ich Würde Sie bedauern, wenn ich glauben könnte, dass Sie nicht länger leben werden, als mich die Mauern Ihres Kerkers halten.» Diese seltsame Rede machte einen so unheimlichen Eindruck auf den Auditor, dass es bei ihm schließlich zur fixen Idee wurde, dass, wenn Prelesnik wieder aus dem Gefängnisse entfliehe, er — der Auditor — sterben müsse. Als das von dem Verbrecher vorausgesagte Ereignis wirklich eintrat und es ihm vor mehreren Jahren zu entfliehen gelang, da war, wie man der «Te-mesvarer Zeitung» mittheilt, der Auditor dem Wahnsinn nahe. Zum Glück wurde der Flüchtling wieder eingefan-gen. Kurze Zeit vor Ablauf der Strafhaft Prelesniks bemächtigte sich des bereits seit längerer Zeit pensionierten Auditors eine seltsame Unruhe; er sprach immer von Prelesnit und beschäftigte sich fortwährend mit seiner bevorstehenden Freilassung. Einige Tage, ehe dieselbe erfolgte, kam der Wahnsinn bei dem unglücklichen Auditor zum Ausbruche und er musste nach Graz, in seine Heimat, gebracht werden, wo er sich gegenwärtig in einer Heilanstalt befindet. — (Sternschnuppen.) Wieder ist der Tag angebrochen, welcher uns im vorigen Jahre den so außer» ordentlich reichen Sternschnuppenfall aus dem Ni^la'schen Kometen brachte. Oder richtiger gesagt: heute berührt die Erde in ihrer Bahn um die Sonne denjenigen Punkt, welchen auch der Bicla'sche Komet aus seiner Wanderung um die Sonne durchschneidet. Aber der Nie'la'sche Komet ist nicht, wie die Erde, ein Ball, sondern ein ungeheuer ausgedehnter woltenartiger Schwärm einzelner fester Kür-fterchen, sogenannten kosmischen Staubes. Durch diesen Schwärm hindurch nahm am 27. November vorigen Icchres die Erde ihren Weg, und wenn sie dabei einem der Billionen von Einzelkörperchen begegnete, so trat dies mit der Geschwindigkeit von mehr als einer Meile per Secunde in die Erdatmosphäre ein, wurde auf feinem Wege durch die Luft glühend und leuchtend und zerstiebte scholi nach wenigen Secunden in schnell verlöschende Mole-^ ^ .^ ""°" ^ Sternschnuppen, die in der grüßten Dlchtlgkett ihres Fallens so nahe aufeinander folgten, dass das Zahlen znr Unmöglichkeit wurde. Nach Ansicht der Astronomen wäre die Erde am 27. November 1872 dmch emcn Theil des Kornetenschwarms gegangen welcher um 64 Tage hinter dem Centrum zurück-gM.eben war; am 27. November 1885 aber durch emcn Thell. welcher etwa um 48 Taae dem Len-trum voraueilte. Erst am Centrum selbst durch den Kreuzungspunkt seiner Nahn mit der Erdbahn gegangen. Ist diese Vorstelluna die richtige, so begegnet heute die Erde einem Theile des Bicla'schen Kometcnschwarms, der um 317 Tage d h um ungefähr 20 Millionen Meilen, hinter dem DichtigteitK-Maxunum zurückliegt. Die Entfernung ist fünffach so groß wie im Jahre 1872, und die Beobachtung wird entfcheiden, ob in fo großem Abstände vom Centrum der Biöla'sche Komet noch Meteore enthält. Die Beobachtung ist diesmal durch Abwesenheit des störenden Mondlichtes am Abend begünstigt. Diese Beobachtung hat gerade bei dem Biila'schen Kometen ganz besonderes Interesse, weil man vor jetzt 40 Jahren — als er noch in Fernröhren sichtbar war — an ihm das wunderbare Schauspiel eines Zerfallens in zwei Stücke beobachtet hat. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1845 war der Komet einfach, und schon acht Tage später sah man ihn doppelt mit zwei Köpfen und zwei Schweifen, die beiden Köpfe anfangs durch eine Art Brücke verbunden, die fpäter verschwand. Bei der Wiederkehr der beiden Kometen im Jahre 1852 hatten sie schon 350000 Meilen Abstand voneinander. — (Fabriksbrand.) Die Fabrik der Vleiberger Union in Gailitz ist vorgestern theilweise abgebrannt Außer einer kurzen Betriebsstörung hat der rasch bewältigte Brand keine Folgen gehabt. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Vudapest, 26. November. Im Aeußern-Ausschuss der ungarischen Delegation führte Graf Andrassy aus. dass beide Delegationen über politische Fragen sich in Uebereinstimmung befinden, constatierte ferner, dass beide Theile der Monarchie den Frieden wollen, jedoch nur unter voller Wahrung unserer klar präcisierten Interessen. Nach der Meinung des Redners sind unsere und Russlands Interessen nicht derart, dass eine Collision nothwendig folgen müsste. Die Ziele Oesterreich-Ungarns sind nicht derart, dass sich Rnss« land bedroht fühlen kann. Graf Andrassy beweist dies aus der Vergangenheit, um schließlich darzuthun, man könne der Monarchie nicht zumuthen, dass sie einen Zustand annehme, womach es einem mächtigen Russ-land möglich wäre, uns auf der Vasis des eigenen Besitzes und rückwärts aus von ihm abhängigen Staaten anzugreifen. Andrassy untersucht sodann die Frage, ob vitale Interessen Russlands eine Collision beider Staaten unabweislich machen, um darzuthun, dass dies nicht der Fall sei, vielmehr Russland durch eine Allsdehnung nach dem Balkan nur Nachtheile hätte, indem es sich der jetzigen strategischen Vortheile beraubte und den bisherigen Einfluss auf die Baltanvötter comftro-mittieren könnte. Budapest, 26. November. Der Budget-Ausschuss der österreichischen Delegation genehmigte unverändert sämmtliche Artikel des Heeres-Extraordinariums. Sofia, 26. November. Der deutsche Generalconsul zeigte der bulgarischen Regierung an, dass er Auftrag erhalten habe, die Vertretung der russischen Schutz« befohlenen in Bulgarien zu übernehmen. Constlllttinopcl, 26. November. Kaulbars ist nach einer Audienz beim Sultan nach Odessa abgereist. Er erhielt den Großcordon drs Medschidie-Ordens. London, 26. November. Reuters Office meldet aus Rangoon, dass fünf indische Eingebovel,en-Reginu'ntcr beordert wurden, nach Birma abzugehen. Newyorl, 26. November. Dem Gesuche um Hinaus fchiebung der Hinrichtung der sieben Anarchisten wurde stattgegeben. . Correspondenz der Redaction. „Hnonnque t»nä«m": Wir haben bereits wiederholt er« klärt, dass wir anonyme Zuschriften grundsätzlich nicht berück' sichtigen. Im übrigen sind wir bereit, Ihrer -- wie es scheint — berechtigten Beschwerde Raum zu geben. Landschaftliches Theater. Heute (ungerader lag) zweite Gastvorstellung der Opernsän» gerin Fräulein N. Reil vom Stadtthcater zu Augsburg: Martha oder: Der Markt zu Richmond. Romantische Oper in 4 Acten von I. von Flotow. Verstorbene. Den 25. November. Maria Kocosic, tzauptmanns-Witwe, Prescherenplah 3, Marasmus. Im Spitale: Den 26. November. Peter Divjak, Arbeiter, 40 I., Lungentuberculose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. « z Z«Z ßZ, F"> 3 » H>5 ZZ«j ß" """ b««hiu,m«l« L«Z 5 ^ 5-2, -»2 «ßr- "°M7Mg7 "741,14 — VvTKwach "Rebel i"^^ 26.2 . N. 738.35 3,2 O. schwach heiter 0.00 9 » Ab. 737,90 —1.4 O. schwach heiter Morgens dünner Nebel, dann heiter, Abendroth. Das Tagesmittel der Wärme — 0,6«, um 3,6« unter dem Normale. Verantwortlicher Ncdacteur: I. Naglic. Die Wiener Tageblätter (Neue freie Presse, 3le»es Wiener Tagblatt, Wiener Taablatt, Illnstrierteb Wiener G^trablatt, Wiener allaemeine Leitung, Presse, Kremdenblatt, ?ic„iattitsWeltblatt) culhaltn, in ihrer Nummer vom 18. November I8U6 unter dem lilel: Verunglückung eiues ArUl^ nachstehende Notiz: «Der am Alten Fleischniarlt Nr. 14 wohnest gewe!" Arzt, Herr Dr. Moriz Heller, glitt am 2l!. v. M. " ' Verlassen seiner Wohnung auf der Treppe seines WohntM' aus und stürzte so unglücklich, dass er -.'ine Gehirncrschiltw''» erlitt, infolge deren er nach zwölftägigcm Krankenlager 6. d. M, gestorben ist. , , ^ Herr Dr. Heller, welcher eine Witwe mid drei >'>>'^ jährige Kinder zurückgelassen hat, war vri der C' r st e » " >c ^ reichischeu allgemeinen U n s a l l < V c r 1 > H. rungs-Gesellschaft inWien, I,. A a u e r nm"l> N>. 2, mit drin anselinlichen Betrage W,i 20 000 fl. s. ^ versichert, und ist diese Summe s ch o n 8 T a ss e N ^ ^ , -z, folgtemTodc von der genannten Gesellschaft als i», anerkannt worden.» , ,,,^ !ss». Herr Dr. Heller hat filr seine Uufall-VersicheruW welche sich nicht allein ans den Todesfall, sondern «"6)""^. Invalidilätssälle erstreckt hat, im ganzen bloß drei ^"y Prämien von je Itt fl. K. W. entrichtet. n«iall< DieVertrcluug der «Ersten österreichischen allgemeinen um ^ Versicherungs-Gesellschast» befindet sich in der Vurgsta^aa^ ' (Haus Seunig.) Hcilbrunn. Post Gratzcn (in Vohmen). Herrn Iul. Echaumann, Apotheker, Stoclcrau. Dieses von Ihnen bezogene Magensalz hat mir "on'«"N^ Obstructions geholfen; ich war in meinem hohen ^^°,.H, 74 Jahren ganz aufgegeben. Ich bitte abermals um zw"«?")" teln. Hochachtend Dftornas Aolnischeü. Pfa"". Iu haben beim Erzeuger, landschaftliche» NpMltl Stllllerllll, ferner in allen renommierten Apotheken "^cr y Ungarns; in Laib ach bei den Herren Apothekern E. MlM " Ul>. v. Truloczy und Ios. Svoboda. . ..»,,,3 Preis einer Schachtel ?5> lr. — Versandt von nuH zwei Schachteln gegen Nachnahme. ^^. Mller'sche Spielwerke. Wir hatten schon öfter Gelegenheit, an dieser Ste^ A Wort des Lubes über die vorzüglichen Eigenschaft!'« b" lA.l^ werte ans der Fabrik des Herrn I. H. Heller in Vern (^^ zu sprechen. Nicht der Grund allein. 1>ass den HcNrr'Mn ^ werken an fast allen Ausstellungen, wie zuletzt in Me'""". Zürich, Nizza, Krems, Antwerpen, erfte Auszeichnungen 5 lluint wurden, gibt uns erneut Veranlassung, die Aufm" ! .^ leit unserer Leser aus die genannte Fabrik zu richten, ^ <^c hauplfächlich die Ueberzeugung, dass sich auf das bevor!'"? Weihuachts- und Neujahrsfeft kaum ein Gegenstand ^^ lässt, der als sinniges nnd passendstes Geschenk so zu "'^ "^< sein dürfte, als ein Heller'sches Spielwerl, denn wo W" ^ct stände und Nlchobjectc oft die Empfindlichkeit verletzen, ""5^ sich gerade das Spielwcrk in vorzüglichster Weise. Ja, ^ M, wohl mit Recht behauptet werden, dass es «lemattdenu ^ dem ein solcher Gegenstand nicht die innigste Freude berr ^ Kann es eine bessere Trösterin in den schweren Stuiwln ^ Lebens, wo man sich vereinsamt oder verbittert fühlt, ^ e^N, die Musik? Gibt es nicht leider fo unendlich viele ^"'^ die durch Krankheit an das Zimmer gefesselt sind und t"^ ^ Versalsprache aller Herzen entbehren müssen? Hiezu ^le» noch alle diejenigen, welche nicht selbst ein Instrument !^ ^ und durch ihren Beruf oder durch zu große Entfernung"» ^ Stadt verhindert sind, Concerte und Suirien zu beM'»' ^ sich aus diesem Grunde den so oft ersehnten Gennss """U "'"? ^stcN der Fabrikant es versteht, das Repertoir jedes, auch des l> ^ Wertes mit feltenem Geschmacke zu arrangieren und au, ^ Weise seine Abnehmer stets mit den neuesten Erschei"U"ss-^. Musilliteratur aus den Gebieten der Oper, Operette uno^. musik, sowie Volkslieder der populärsten Tondichter bela"" ^, Hierbei möchten wir schließlich nicht vergesse» zu A ^teN, dass die große Zahl von Anerkennungsschreiben von -p ^ Hoteliers, Restaurateurs :c. gerade den zuletzt Genanm ^ guter Wink sein sollte, mit der Aufstellung eineS V" g^r», Musikwerkes in ihren Etablissements nicht länger ä".^sich denn die Erfahrung hat in den meisten Fälleu gezeigt, 0 ' ^ die Frequenz solcher Geschäfte lediglich infolge Aufstelln"»^ ^ prächtiger Werke geradezu verdoppelt, ja verdreifacht hal 5 ^. AnschaffunaFusten — Zahlungserleichterungen werden »em in kurzer Zeit ausgeglichen wurden. ,„„ des Fabrilanteu sI. H, Hesser) trägt, welcher auch "" /4666) aller Hose und Hoheiten ist. ______ Gott dem Allmächtigen hat eS gefallen, die n>o geborne Frau Maria Aoroschitz l. k. Artillerie-Ofterlieutenauls Witwe heute am 25. November um halb versehen mit den heil. Sterbesacranirnten. >'..„, 72. Lebensjahre, in ein besseres Ienscttö avzu" ^^.,, > Das Leichenbegängnis findet Samstag ol ^r November um halb 4 Uhr nachnnttags Tobtcnlapelle zu St. Christoph statt. Laibach, 26. November l«86, ^ «»ldlaungsonftall de, yl«n» ^°b""'^^MMO ^aibachcr Zeitung Nr. 272_______________________________________2243_____________________________________________27. November 188«. Course an der Wiener Börse vom 26. November 1886. «»«dem 0^°«. «0^«°««. °a>elosc ,^y si izi^f, ,z^ z». >A, . ^° «anze b00 , i»ü-- 13» ^5 »sV' ^ yOnf'c! 10t1 « ,ß!»75,«.-l,' °^>> tziaaliürjc . . 10« « 172 —1?«bv «°« ^ ' . . 50 „ l7l'- 171 »0 "»'"«NlNttnschcint . , per Kl. 57----------- l)°^^G«ldlenle, st«uers,ci . l,4-5«li4?o °»cri. Nolenlenll, fieuerfrei , 1012010135 °"» Gelb«nte <»/„ . . . . I04 8l>>°5 — ' Mierr«n!e 5°/„ . . . . »4 - «4 20 ' «,'llnb..,inl. »zio fl. ö,W.S. lbll lll, u.« ?l. ' ^iltahn.^lioriläien . . loo I0>( 50 ' « „» . r°m I. 187« . ll? 50117 80 lz,^"mien.«nl. k iuosl.ö. ^' l2»:'°>« " '"»'«eg..l!ose 4°/» 100 sl. . . 1X5 10 125 bl» ^tuudenll.. Obligationen z°!'"b"i,che.......,09------------ z°7W'«c.......»04-eoi«»- b° «^"'^.......'" b« >«e - i°°"'^tos,«lleichischc . . . io9-li0- 5°°°°"bs!«,eichi,che , . . . l05üuios- l°°?"n!chc....... 105 50 -- l« !, "bliche und slavonische . i«5 5« ioe 5« '° «cbeichllv^üch,..... 104 50 105«« bs>/<> lemefer Vanal . . . .104 75 105 25 5°'» ungarische......104 70 l05 »0 Nnderc öffcutl. «nlehen. Donau.»!«g.»l'°se b°/» ,no fl. . n» 50 II« — bio. Anltibt 1878, fieucrfrei . '06 — >«7 — N»!ebe» d. c iatlKcnninde Wien 104 75 »05 2b Nüledcn t, Elabigcmeinbe Vien (Silbe, und b) .... —'— —'— ^samlen.Ntilt.e! b iou si.) »otencr. allg. ösltrr. 4'/,°/» «old. »24 50i»5 l^» blo. in 50 „ . 4'/, «/» '«> « lo« »«' d«°. in 50 « , 4°/» . »e 7b »7 2l, dto. PrcimicN'kchuldvtrschr.»»/« 101 - »01 50 Qefl.HHPolhelenbanl ,0j. 5 >/,»/, 101 »5101 7l> Ol1l..ung. <>o t" lun 4« dto. « 4'/,°/« - lni e<» w, 75. d!e, „ 4°/n . . «8 50 U8 70 Unss, aliss, l'eteliclcdil.Acticnges. >» Pcs» in I.18ÜV V«ll. 5>/,'/« ^"'--------—' Prioritatl>'Oblig«tio«en (füi 100 fi.) LIllabtth ^ Ncfibahn 1. »imllfion — — —-— tzcidina,!d«'i«°!dbahn in Kllb« 93 70100 — «lanz«^oj>j°L!al>».....—>---------— Val!z>!»c Hu>l» Ludwig-Nahn . 1«8I U0U st- S. 59?s' 5 5°/<>.....12? 50 130- Ung.»8»liz. Nahn.....iui3c>>0i e>> Diverse Lose (Pcr Vtilck). Liedillose 100 ft. . . . . . I78'25!?8?5 «ilaty'tose «st...... <, ,5 »4 - 4°/, Donau.Dampfsch. ll» fl. . n? - >I8- rall><,ch«Vlämien>«nlth.»o st. 20 »5 20 ?k. Oslüll Vo>c 40 , EalM'Vose 4u —,— Lt.-WuuolO.^Ie 40 fi. . . . ^, — 5? 50 ^aldstcix.^osc «0 fl. . . . »x b« ?3 l>0 Windlschgriih.i'o!« «» fl. . . 45 « 45 ?l> VanlNctlen 0cstclt.Ba,ll »00 fl. . N7—117 4« »a»lv«tin. Wie««, i(x» cposilcnl,anl, «lüg. uc.u fl. . !,»« — i»» — II, 543-—54? — Hypolhclcnb., oft. l«00!l. ^5«/,!„. Baill.....b«8—Mo — Unil'lil'a».' !i)!< ,l.....l24 8 «5 l»0 B«tchlel'.»>>, »iiift. 14,, ji. . ,z, —!,z? —! Nctin« von Transport» llnt-r»eh«nnge». (per Stiill), «lbrecht.Vahn ,00 sl. Gilbn . —'--------— «llsöld'stium.'Vahn »on fl. Gilb. i8»-»s> 189 75, «ulsig'Tcpl. «tiftnb, «00 fl, «Vl,---------------- Vühm. «orbbahl, ,5« fl. . . l»4 75 I8i >.>5. , Weftbahn ^00 fl. .., ,7750,79 — Vuschlithraber Lisd. 500 fl. «M.---------------- . Mt.ii) »no fl. .---------------- Donau < Dompfschlss^hrt» » Ges. O. 5b0 « Sljb.'Tir.Ql. «t. i«?»»00fl.G. <04 s.0,05 — sserbm»nb«loldb. 1000 fl. Hilt. «4lS «4»» stl«n»'Iosts'^ ahu «00 fl. Silber »2» 752H»«5 ssünflirchen.^arc!«<» 25 is.l» 7l> bto. (ltt.Ii) lwu 0U sl. . ——! --— j Etllal«:!!.! l,!l.i, /n,, ,l, 0, W, . zül ?0^5>'1<» Vübbahn »00 fl. Silb« . . . 1(^7 50 ,08 — V«b.»losbd .Aerb.. f>,,c»0 sl. «Vt I«, 75 164 « Ih«iß.«ahn »<» sl. ö. ll». . — .- — — I«»w»y.«es., lvr, i?c»fl. 3. W.,iz — »iz,<; , wi., neu 1»» fl. 10? — ,0? « I»»n»vort'Vesell75 ling, «orbostbahn «» sl. Silber 1?» —!?>«, Un«.llleNb.(«a»b.<»i!i,)lw«fl.S. 171 ,5 ,71 ?l Indnftrie'Actleu (per Vtilll), Slahl,^nb. in Wien 100 fl. . _-— — — Hljcnbabnw.'^cibg, l, 8u fl.40°/, 95— »7 — «Hldemuhl", Papiers, u, «.»». ,14 5« «ü 5« i)lonl»n»Gcselljch., °fterl.»«lvine z> 4u z» 90 fraget 05!'»«4<> P"l« .........4»?»,4l»8», PtttKburg .......^.,_I __.^. Valuten. Ducaten........ z „, z,,z I0.Ylanc».Eten bei der Firma A. Hartmanii ^ "ach, Mana-Tlicresien-Strasse. (45O4)uo-i2 betÄIIe ^'iclimanner und Gelehrten haben türü/f ancrkil'"il, welches das beste, na- u>«te Medicinal-Leberthranöl ist. Das üampf-Leberthranöl H;ln^f r|'nzig wirksamste unter allen im Ma{, ° ^O'kommenden Sorten; es wird vom *ube',. f-.n Jj('bern durch die Dampswärme $u|>M Pt< keine ranzigen oder faulenden ll»ran -iZen «»thiili. Dieser Dampf-Luber-in dPhlKt slets in feinster Qualität am Lager *h (42«9) 12—7 ^Potheke Piccoli „zum Engel" \ fy, , ^*oh, WienerstraBse, in Flaschen u kr. d'erii^'? P- t. l'ublicum wird aufmerksam verlän'„;' "ur das I>ampf-lieherthraiiöl zu ('oi„ *c'r'> gar nicht zu verwechseln mit ''Crn |Jen' nifl'ir 0('sir weniger aus ranzigen Halty geslelltfinUele» wclches durcl' dc" ü"' '•(! °'|/erse'zten organischen Substanzen ^^^* Maxell hcschwui'l und verdirbt. Calumet in Nordamerika den 25. Juni 188(5. Wohlgeborner Edler Herr v. Truköczy! Apotheke neben dem Rathhause in Laibach. Ich gebe Ihnen bekannt, dass ich Ihre Sendung der von Ihnen erzeugten Haus-heilmittel zu meiner Zufriedenheit erhalten habe. Ich ersuche Sie deshalb, mir nochmals per Post von den nachstehend bezeichneten, vorzüglich wirkenden llausheilmitteln zu senden, und sende Ihnen zugleich l) Dollars (über 20 fl. ö. W.) zur Bestreitung der Kosten. Trotz der bedeutenden Transportspesen scheue ich mich nicht, Ihre weitverbreiteten Hausheilmittcl aus Calumet, Michigan in Nordamerika, zu bestellen, da dieselben eben von meinen hiesigen Landsleuten mit Recht stark verlangt werden. Ich verbleibe Ihr ergebener (44()7) 6 Josef Schneller in Calumet, Michigan in Nordamerika. 5 Dutzend Mariazeller Magentropfen (Fläschchen a 20 kr.) gegen Magen-leiden etc. 6 Rollen Blutreinigungs-Pillen (Schachtel a 21 kr.) 1 Dutzend Gichtgeist nach Dr. Malic (Flacon a 50 kr.) gegen Gicht, Rheuma etc. 1 Dutzend krainiHchen Alpenkräutersast mit unterphosphorigsaurem Kalkeisen (Flacon A f>6 kr.) gegen sirust- und Lungenleiden, Husten u. Heiserkeit etc I\ t. Achnlichc Dank schreiben und Bestell-hriefe über diese Hausheilmittel der Apotheke Trnkriczy neben dem RathhuiiHe in Laibach sind derselben von allen Staaten des Continents zu hunderlen, von allen Provinzen Oesterreich - Ungarns zu lausenden eingegangen von Aerzten, Apothekern, Thierärzten, geistlichen Herren etc. etc. Täglich frische Htts - Pasteten in (3976) 21-17 Rudolf Kirtisch' / Conditorel und Cafe. Mariazeller IWagentropfen nach Originalvorschrift bereitet und nur zu haben in der ] Apotheke Tvnköczy neben dem Itathhause in Laibach. I Ks Rind die besten und durch viele Zeugnisse bestätigt I die bewährtesten und sicher wirkenden Tropfen gegen I sämmtliche Magenleiden und deren Folgen, als: übel- I riechender Athem, Appetitlosigkeit, «chwHche des I Magens, HJHhiuigeii, saures Aufstossen, Kolik, Magen- I katarrh, Sodbrennen, llildung von Sand und dries I übermässig« Schleimbildnng, Gelbsucht, Ekel und I Erbrechen, goldene Ader, Kopfschmerz, falls er vom I Magen herrührt, Magenkrampf, Hartleibigkeit oder I Verstopfung, Ueberladung 76 Pro Jahr Bei festem fünfjährigen Abschlüsse gewährt die Gesellschaft einen Rabatt von 10%, so dass sich vorstehender Priirnicnbetrag auf fl. 24,98 ermässigt. — Bei zehnjährigen Versicherungen ermässigt sich die Prämie um 25%, d. h. auf fl. 20,82. 2.) Ein Baumeister, Geschäftsreisender, Geometer etc., welcher unter Verzichtleistung auf die Entschädigung für vorübergehende Erwerbsunfähigkeit, z. B. fl. (J000 für den Todesfall und sl. 12 000 für die Invalidilätsfälle versichern möchte, hätte zu bezahlen: für fl (5'(XX) auf den Todesfall............l"20%0 = fl. 7,20 pro Jahr für fl. 12 000 für die Invaliditätsfälle........ . . l^öO0/,^^==_ ^18,--__j;___>_ Zusammen . fl. 25,20 pro Jahr unter gleichen Rabattbedingungen für fünf-, bezw. sechsjährige Versicherungen wie irn ersten Beispiele angegeben. _____________ Die Activa der Gesellschaft waren am 31. Dezember folgenden nassen angelegt: 1.) Wertpapiere incl. laufender Zinsen................11. 1 337 004,19 2.) Wechsel im Portefeuille....................» J .544,76 H.) Cassebestand bei der Direction.................» 1 745,06 4.) Disponible Guthaben bei Credit-Instituten.............» 34 407,— 5.) Conti correnti und Debitoren für verschiedene Titel nach Abzug der Creditorcn...........................» 30 334,95 öst. Währ. sl. 1410 835,96 In der Geßchäftsperiode vom 1. Mai 1882 bis 31. Dezember 1885 hat die Gesellschaft 464802 fl. S3 kr. ö. W. für Unfall-Schäden ausbezahlt. (4892) P^*» Die Vertretung der Gesellschaft befindet sich in der Burg-gtallgasse Nr. 4, Haus Seunig. Bäde-Anstalt „Hotel Elefant". Das Bad ist neu und allen Anforderungen der Neuzeit entsprechend hergerichtet worden. Ks umfasst: Dampf-, Douche- und Wannenbäder in Porzellan-, Stein- und Hob:-wannen »"«d em Schwimmbassin; ferner Moor-, Fichtennadel- und Halleiner Salzbäder. — Die Badeanstalt ist irn Sommer von 6 Uhr und im Winter von 7 Uhr früh bis 8 Uhr abends dem p. t. Publicum geöffnet. Es werden auf Wunsch anch Bader anstwrhalb der Anstalt besorgt. (3bHl) W Dampf- vmd Douchebad sammt Sehwimuihassiii sind geöffnet tügliob für Herren: Von 6 Uhr bis 1 Uhr mittags unu von 6 bis 8 Uhr abends. Filr Damen ist täglich offen das Schwimmbassin und Douchebad^ von 1 bis 5 Uhr nachmittags, hingegen das Dampfbad Dienstag und Freitag von 1 bis 3 Uhr.