Mlmcher Nr. 141 ff. „. halbj. fl, 5 50, pur die .^,.N«N.!NN . halbj. 7 5« Mittwoch, 33. Juni. Inslltlonsglbül: ssüi Neine Inlerate b<» ,u » füllen lts, lr., ssiöße« per >^lle « lr., bel «lt««,i llviebllholnnn«» per »altschaft erkannt, dass der Walt ^?r. N der Zeitschrift „Die Gegenwart", ddto, «. Inni .°^ durch den ans Seite:l2U^!i6 vorlommenden Arlitel mit A /Aufschrift „Znr Arbeilcrfraar" da3 Vera.ehen nach ^ !^02 der A .bennlildr. nnd hat nach 8 4l»!l St. P. O. das Verbot rr ^eiterverbreitlinss dieser Druckschrift ausgesprochen, l Das f. l. Landcsgericht in Arünn hat ans Antrag der .'^Staatsanwaltschaft nlit dem Erkenntnisse vom 19. Inni ,^". Z, «1!i?, die Weiterverbreitunss der Zeitschrift „Tages- 'U' aus Mähren nnd Schlesien" Nr. 120 vom 8.In«i 1380 ,H"' ^s ^itarlitrlS „Die slärlsten Mittel" nach §65» St.G. -— ______^^______________ Nichtamtlicher Theil. Zur Schulfrage. Die in Wien erscheinende Wochenschrift „Parlamentär" bringt einige interessante Details aus einer llilterrednng eines Freundes dieses Blattes mit dem Herrn Unterrichtsminister Freiherr» Conrad von Eybesfeld. Dieselben lauten: „Freiherr von Conrad ist ein Mann, der auf den Posten des Unterrichts, ministers keine nationale Voreingenommenheit mitae-bracht hat. Obwohl Deutscher von Geburt, ist er weit entfernt, den nichtdeutfchen Nationalitäten Oesterreichs gram zu sein und die Vielsprachigst für ein uuüber-steigbares Hindernis einer guteu Administration anzu-ichen. Ein Gegner aller thorctischen Streitigkeiten, als der er sich mir gegenüber wiederholt declarierte, lichtete der Uuterrichtsminister sein Augenmerk vorzüglich auf eine praktische Lösung der Sprachen« fragen, wie sie dem Interesse des Gesammtstaates entspricht. Baron Conrad treibt keine nationale Volitik wit der Schule, aber er ist aus Staatsinteresse ein Freund der Natioualitäten, denen er gerne die Mittel zur Ausbildung auf Grund der Muttersprache gönnt, ^on dieser Anschauung geleitet, lehnte er alle jene ""träge ab, mit denen man ohne genügende wissen» iKnftliche Motivierung ausschließlich nur nationale Saiten berühren zu müssen glaubte, hingegen nahm ber Unterrichtsminister keinen Anstand, den nationalen Punschen zu genügen, wo das Interesse der Wissen-Ichaft gewahrt blieb. Dieser Gesichtspunkt war maß« Abend auch für die Frage der Parität auf der Prager Universität, uud ist an eine Vermehrung der Lehr-kanzeln mit böhmischer Unterrichtssprache nur successive ^ud uuter strenger Festhaltung der wissenschaftlichen Erfordernisse zu deuten. Während sich Se. Excellenz ^r anerkennend über die Leistungen einiger einheimi-Uen böhmischen Kräfte namentlich auf der medicinischen N"mltät äußerte, bedauerte der Herr Minister, dass ^ Berufung auswärtiger Professoren, so gut sie auch "'''"eint war, Aulass zu verschiedenen Reibungen gebe. , ..ÄHiglich der in Prag zu errichtenden Gewerbe-Z"le stellt sich der Herr Unlcrrichtsminister auf den ?'audpm,kt des prakt'schen Bedürfnisses. Die Schiller "r Gewerbeschule sollen mit Hilfe der Muttersprache ^ genügende Ausbildung finden, uud es haudelt sich ^er „„I «.nie paritätische Einrichtuug, entsprechend ^" "erhällnissen der beiden Nationalitäten im Lande, ^k. Excellenz constatiert mit Genngthnung, dass die Mger Stadtvertretnng diesmal weit praktischer han-Ie, x "^ ü" Jahre 1876, und dass sie dem dort wei-"'den k. k. Sectionsrathe Freiherrn von Dumreicher uMluber nicht mehr mit der Znmuthung anftrat, A ? ^'"stuss anf die Ernennung der Lehrkräfte dieser . "Nalt nehmen zn wollen. Die Negiernng wird gewiss, ^."UKrrte sich der Herr Minister,' den Nationalitäten ,,„, Unrecht thnn, aber dem Rechte der Staalsverwal' ^ ' ll darf kein Abbrnch geschehen. Die Herren in Prag n?'" "uch in der That die Grenzen der Mäßigung ilb?»^ ,"berschrilten nnd das praktische Bedürfnis uicht d»s l?"'- Die Ausbildung in der böhmischen Sprache, lHss ^lernen der deutschen Sprache sind anerkannte luloernisse des praktischen Lebens in Böhmen, mir wäre es angenehm, wenn die Jugend sich noch die Kenntnis einer dritten Sprache aneignen würde, weil ich, fügte der Minister hinzu, nur das praktische Leben nnd keine nationalen Theorien vor Mgeu habe. Se. Majestät hat nach der Rückkehr aus Böhmen und Mähren geänhcrt, es sei höchst erfreulich, dass anf den slavischen Mittelschulen in Böhmen nnd Mähren, den Realschulen uud Gymnasien die Erlernung der deutschen Sprache nicht vernachlässigt werde; ein Beweis mehr, welche Ansmerksamkcit einer praktischen Richtung der Schnle zugewendet werde." Rundschreiben des Freiherrn v. Haymerle. Kurz vor Zusammentritt der gegenwärtig noch in Madrid tagenden marokkanischen Conferenz hat Se. Excellenz der Herr Minister des Aeußern. Freiherr v. Haymerle, über Anregung des heiligen Sluhles folgende, vom 19. Mai d. I. datierte Cir-culardepeschc an die österreichischen Vertreter im Auslande gerichtet: „In Madrid werden die Conferenzen eröffnet werden, welche die zwischen der Regierung von Ma» roklo uud den Vertretern der bei derselben beglaubigten Mächte schwebenden Fragen über das Schutzrecht, das diese Mächte auszuüben berufen sind, regeln sollen. Der heilige Stuhl hat sich an nns gewendet und unsere guten Dienste zu den, Zwecke angernfen, dass in dieser Conferenz ein Vorschlag ansgearbeitet uud angenommen werde, dahin gehend, die religiöse Freiheit aller Bewohner von Marokko zu etablieren, ein Beschluss, ähnlich demjenigen, wie er seinerzeit vom Berliner Congresse mit Rücksicht auf die Pforte acceptiert wurde. > ^ > Die Versammlung in Madrid wird, das ist richtig, slch m erster Reihe mit der Regelung der Rechte der Ausländer zu beschäftige» haben. Es blinkt uns jedoch jedenfalls dieser Versammlung, in n..cher die Mehr« zahl der Mächte vertreten erscheint, würdig, die Ini-tlatwe zu ergreifen nnd auch in Marokko m Bezug auf die religiöse Frage eine Oronnng der Dinge fest< zustellen, welche, indem sie auf dem Grundsatze der vollständigen Toleranz fußt. hiulängliche Garantien gibt, dass fürderhin iu den Staaten Sr. Majestät des Snltans keinem der Verschiedellen Religionsbekennt. nisse ein Hindernis in den Weg gestellt und niemand in seine,» Glanben und in seinen reliaiösen Uebungen beeinträchtigt wird. Von diesem Gesichtspunkte aus« gehend, sind wir sehr'geneigt, diese Frage vor die in Madrid versammelte Conferenz zu bringen und ihr vorzuschlagen, eine Erklärung der Regierung von Marokko zu provocieren, welche nach dem Muster des Artikels I.XII des Berliner Vertrages den Grundsatz der religiösen Freiheit aufstelle» und jedermann die Freiheit des Cultus und die äußere Uebuug der Ge< brauche sichern würde. Wenn auch die augeublickliche Lage Marokkos diesem nicht erlauben würde, mit einer so vollständigen und bestimmten Erklärung vorzugehen, wie sie in Berlin für die Türkei zustande gebracht wurde, so glauben wir nichtsdestoweniger hoffen zu dürfen, dass die Regieruug von Marokko, welche vorzüglich berufen sein wird, aus den Ergebnissen dieser Conferenz Nutzen zn ziehen, in Anerkennung der Intentionen der Mächte sich nicht weigern wird. den Wünschen zu entsprechen, welche darauf gerichtet sind, das Princip der Toleranz in Religionsangelegenheiteu in einem bestimmten Maße zur Geltung zu bringen. Wollen Sie das Vorhergehende zur Kenntnis derjenigen Regierung bringen, bei welcher beglaubigt zu sein Sie die Ehre haben, und uus so bald als möglich telegraphisch über die Aufuabme berichten, welche die Ihueu ebeu entwickelten Ideen gefunden haben. Sobald wir die Anfchauungen der Mächte über die vorliegende Frage kennen gelernt haben, werden wir nicht säumen, dem Grafen Ludolf die nöthigeu Instrnctionen znkommen zu lassen, damit er in der Conferenz die Frage in Anregnng zu bringen und im Einverständnisse mit seinen Collcgen bestimmtere Vorschläge in dieser Richlnng zu formulieren vermag. Em« pfangen Sie die Versicherung u. s. w. Haymerle." Vorgänge in Frankreich. Der Communard Trinquet, von dem schon öfter die Rede war, wurde am 20. d. M. in der Pariser Vorstadt Menilmontant ungeachtet einer großen Beschwichtigungsrede, welche Gambetta am Samstag iu jenem Viertel mit dem größten Beifall gehalten, zum Municipalrath gewählt; er erhielt über 1400 Stimmen mehr, als der gleichfalls radicale Gegencan-didat. Die Wahl ist von vornherein ungiltig, da Trinquet, auch wenn er nicht als Deportierter unwahlbar wäre, das sechsmonatliche Domicil in Paris nicht besitzt. Immerhin bleibt es zweifelhaft, ob das Ministerium, das bereits die Dringlichkeit der Amnestie-Vorlage durchgesetzt hatte, nach dieser herausfordernden Demonstration der Communards nicht auf größere Schwierigkeiten in der Kammer für Durchdringung des Entwurfes stoßen wird. Der „Figaro" erhält von einem übrigens unge-nannnten Subscribcnten der royalistischen Volks-an leihe eine Zuschrift, in welcher folgende, von dem „Figaro" selbst als zuverlässig bezeichnete nähere Angaben gemacht werden: „Nicht im Jahre 1880, sondern schon im März 1879 kamen drei Royalisten, die ich nicht nennen will, auf den Gedanken, eine roya-listische Wahlkasse (tl!g,i886 6l6cwru,w roMil^o) zu gründen. Diese Kasse sollte und soll noch jetzt lediglich für die Wahlaction in Form von Flugschriften, Local-blättern, öffentlichen Versammlungeu bestimmt sein. Ich weiß recht gut. dass man uns anch andere Pläne nachgesagt hat, aber die Propaganda, die wir unK vorsetzen, kommt schon theuer geuug zu stehen. Wir sollten gewisse politische Macher bestechen wollen? Warum nicht gar. Sie wissen gut wie ich, dass sie unbezahlbar sind. Was Sie von unserer Organisierung sagen, ist vollkommen richtig, nur mit der Maßgabe, dass die Eiuheit von tauseud Francs für die Subscription zwar ausbedungen ist, aber auch eine Mehrheit kleiner Zeichnungen zusammenfassen kann. Es geschah dies nur ans Rücksichten der Buchhaltung, die aber hier «ill so nothuiendiger war, als unsere Listen durchaus nicht den aristolratischen Charakter haben, von dem Sie eine so üble Wirkung auf die öffentliche Meinung befürchteten. Namen und Beiträge stammen aus allen Klassen der Gesellschaft ohne Unterschied, wie die Candidate», welche, wie wir hoffen, in den nächsten Wahlen die Fahne der legitimen Monarchie hochhalten werden." Nicht ganz mit diesen Erklärungen stimmt eine Note überein, mit welcher endlich das Hauplorgan der Königspartei, die „Union", hervortritt. Sie spricht mit keinem Worte von einer Wahltasse, sondern erklärt die Sammlung anders. Es könne, sagt sie, den Royalisten, welche den nahen Sturz der Republik voraussehen, doch uicht verwehrt sein, auch ihre finanziellen Vorkehrungen für den Fall zu treffen, oafs sie berufen fein werden, den von dem revolutionären Sturm an» gerichteten Schade» wieder gutzumachen. Von einer Verschwörung könne hier nicht die Rede sein; die Partei handle am hellen Tage und erfülle nur eine Pflicht. In der französischen Kammer hat am 20. d. M. Herr Freycinet das Amnestiegesetz vorgelegt. In der von dem Ministerpräsidenten gegebenen Motivierung der Vorlage sagte derselbe, eine unerwartete Strömung, die verstärkt worden sei durch das Verhallen des Pariser Volkes, durch die Lyoner Wahl und durch das herannahende Nationalfest, veranlasse die Regierung, den Antrag einer Amnestie einzubringe», die ohne Gefahr gegeben werden könne, zumal die zu-rücktehrenden Verbannten daheim weniger gefährlich feien als im Auslande. Die Regiernng sei stark und köune jede Agitation bemeistern. Durch die Amnestie sollten aber die begangenen maßlosen Verbreche» nicht rehabilitiert werden. Nicht ein Recht, sondern Milde werde verlangt. Die Regierung werde pflichtbewusst ihre Autorität und den Landfrieden wahren. Ueber die Berathung im auswärtigen Amte, wo die Einbringung des Gesetzes definitiv beschlossen wurde, liegt nun ei» ausführlicher Bericht vor, dem wir Folgendes ent> nehmen: „Außer sämmtlichen Ministern und den beiden Präsidenten Gambetta uud Leo» Say waren noch zu. gegen: Für den Senat Hcbrard, Scherer, Lenoel Oskar v. Lafayette von der Linken und Calmon Pan! de Rcmusat, Dufresne, de Nozi^re, Graf Rampon Robcrt'Dehault, Cordier und der General Pe'lissier vom linken Centrum; für die Kammer Kasimir Lerier, Devclle, Waldeck-Rousseau, Frcminel, Äorriglione, Trarieux und Lonis Legrand von der Linken und Bethmont, Drumcl, Riottcan und Lebaudy vom linken 1192 Centrum. Herr v. Freycinet eröffnete die Berathung, indem er de» Wunsch aussprach, die Ansicht der Mit-telparteien beider Häuser über die Amnestiefrage zu hören. Herr Leon Say, als Präsident des Senats zuerst befragt, erwiderte, er sei edeu erst von London zurückgekehrt und daher von den Anschauungen der Mitglieder des Oberhauses nicht genügend unterrichtet. Dann ergriff Gambelta das Wort. Er selbst, sagte er, habe den Ministerpräsidenten ersucht, diese Zusammenkunft zu veranlassen. Es gelte namentlich, eine Ver" ständigung mit der conservativ«republikanischen Partei zu erzielen, welche bisher so viele Beweise ihrer politischen Einsicht gegeben hätte und, wie er hoffe, sich auch jetzt der Erkenntnis nicht verschließen werde, dass die Amnestie nicht länger hinzuhalten sei. Man müsse die Frage nicht vom Gefühls-, fondern vom streng politischen Standpunkte behandeln. Sie sei reif und das Fest vom 11. Juli, ein Fest der Armee und der Nation zugleich, biete für einen folchen Act der Milde die beste Gelegenheit. Die Regierung bleibe das ganze Verdienst der Initiative; sie folge keinem fremden Druck, sondern nur der durch die jüugsten Wahluor« gange noch bestärkten Ueberzeugung, dass die Gemüther sich wirklich beschwichtigt haben und die Provinz wie Paris die Amnestie für nothwendig halte. Er felbst, Redner, habe die gewiss sehr seltene Gewohnheit, alle Provinzblätter zu lrscn, und sich überzeugt, dass die republikanischen Organe der Departements beinahe einstimmig für die Amnestie eintreten. Da3 System der gänzlichen Begnadigung hätte alle Nachtheile ohne die Vortheile der Amnestie. 4000 Amnestierte seien nach Paris zurückgekehrt, und ihr ruhiges Verhalten hätte alle Besorgnisse, die man auf gegnericher Seite zur Schau trug, Lügen gestraft. Warum follte man also vor der Amnestie für einige hundert Personen, dic noch übrig sind, zurückschrecken? Es sei auch nothwendig, das Wahltcrrain für die Gegenwart und Zukunft von dieser störenden und aufreizenden Frage zu befreien. Beinahe in allen Wahlen der letzten Zeit hätte die Amnestie ein sehr zweideutiges Motiv in die Bewegung eingeführt, nuter der Maske einer groß' mülhigen Idee verberge man anarchifche Programme. Dieses Manöver müsse enthüllt und unschädlich gemacht, die Anarchisten müssten gezwungen werden, mit offenem Visier zu kämpfen. Die republikanische Partei möge auch in diesem Falle die Einheit bewähren, welche ihre Stärke ausmacht und deren sie jetzt den unter clericaler Führung verbündeten reactionären Parteien gegenüber mehr als je bedarf. In der Kammer fei für die Amnestie eine Majorität von 320 Stim« inen gewonnen, und der Senat würde sich gewiss in eine sehr schiefe Stellung dem Lande gegenüber bringen, wenn er allein Schwierigkeiten erheben wollte. Nach Gambetta sprachen noch Hebrard, Borriglione, Louis Legrand, Paul de Rcmusat, Graf Rampon und andere. Ein förmlicher Befchluss wurde nicht gefasst, aber es war sichtlich, dass die Ausführungen Gambettas einen tiefen Eindruck auf diejenigen Vertreter des Centrums, welche bisher der Amnestie abgeneigt waren, gemacht hatten." Die Mittheilungen des „Figaro" über den von den Royalisten aufgebrachten und dem Grafen Cham-bord zu beliebiger Verwendung übermittelten geheimen Fonds machen noch viel von sich reden. Ein officiö'ses Blatt, „Paix", zeigt sich über den Gegenstand sehr uuterrichtet und legt dem „Figaro" folgende Fragen vor: ,,1.) Sind die Subscriptionen, welche auf die Einheit von tausend Francs lauteten, in der legitimistischen Partei nicht insgemein mit dem Namen „Obligationen des Königs" bezeichnet worden? 2.) Ist gewissen Subscnbenten nicht gestattet worden, vereint auf eine Obligation von tausend Francs zu zeichnen? 3.) Ist die Subscription nicht vor dritthalb Monaten ge« schloffen worden und hat sich ihr Erträgnis damals nicht auf dreizehn Millionen Francs belaufen? 4.) Sollten nicht die aufgebrachten Fonds ganz oder theilweise dazu verwendet werden, Unruhen in den Departements anzustiften, in welchen die legitimistische Partei viele Anhänger zu zählen glaubt? b.) Sollte nicht während der Kammerferien (im August) eine Schilderhebnng versucht werden? 6.) Als nach der Veröffentlichung der Märzdecrete die Veranstalter der Subscription sich nach Frohsdorf begaben, um dem Grafen Chambord das Refultat der legitimistischen Anleihe mitzutheilen, hat da nicht der Prätendent gesagt: „Frankreich bedarf meiner; um es aus seiner Noth zu befreien, werde ich mich selbst über die Fahnenfrage hinwegsetzen. Ich stehe zu Ihrer Verfügung, wann es Ihnen gefällig ist?" Die „Republique Franyaise" erblickt schon in jenen Sammlungen an sich bei ihrem offen eingestandenen Zwecke einen Act des Hochverraths nnd ermahnt die Legitimisten eindringlich, nicht länger unter dem hohlen Vorwande, dass die Verfassung für revisions-sähig erklärt worden sei, mit den Gesetzen der Repn-blik ein freventliches Spiel zu treiben. Die legitimi» stischen Blätter verharren mit Aufnahme der „Civilisation" in ihrem Schweigen über diesen verdächtigen Gegenstand. AuS dem englischen Parlamente. Im englischen Unterhanse richtete in der Sitznng vom 19. d. M. Mr. Ashnnad Bartlett an den Premierminister die Frage, ob es in der Absicht der Regierung liege, die Ausführung derjenigen Bestimmungen des Berliner Vertrages, welche der Türkei und der muselmännischen Bevölkerung Gerechtigkeit sichern, zu gleicher Zeit mit den Stipulations zu erzwingen, welche das türkische Reich Theile seines Gebietes beraube; ob die Regierung die Herstellung Ba-tums als Freihafen, die Schleifung neuer russischer Befestigungen, die Entfernung der russisch-bulgarischen Flottille von der Donau, die Entlassung rnssischer Officicre und Soldaten aus der bulgarischen Armee, die Schleifung der bulgarischen Festungen Schumla, Varna, Rustschuk, Silistria und die Besetzung des Balkans durch türkische Truppen erzwingen würde, dann ob die Regierung wirksame Maßregeln ergreifen werde, um dem Ueberbleibsel der muselmännischen Bevölkerung Bulgariens nnd Ostrumeliens deren Heimat und Nesitzthum wiederzugeben und ihm hinlänglichen Schutz für Leben und Vermögen zu sichern. Gladstone antwortete: Ich hoffe, der ehrenwerte Herr, der erst kürzlich Mitglied dieses Hauses geworden, wird mich entschuldigen, wenn ich ihm empfehle, seine Fragen besser abzufassen; es ist unbequem, dass ein Minister genöthigt wird, statt eine einfache directs Antwort auf eine an ihn gerichtete Frage zu ertheilen, auf lange Erklärungen sich einlassen zu müssen, um irrthümliche Folgerungen zu vermeiden, die im anderen Falle schlechterdings entstehen würden. Die Negierung hat niemals eine Erklärung bezüglich Erzwingung oder Durchführung von Vorfchrifteu des Berliner Vertrages abgegeben; es ist zweifelsohne unsere Absicht, mit größter Unparteilichkeit zwischen der Türkei und Nussland, zwischen Muselmännern und Christen nach den Bestimmungen des Berliner Ver« träges vorzngehen; von einer Verletzung dieses Berliner Vertrages ist bis jetzt nichts zu meiner Kenntnis gelangt. Ich habe nichts davon gehört, dass aus Aatum nicht ein Freihafen gemacht werden soll. Es ist unsere Absicht, so weit wir es imstande sind, an den Buchstaben sowie an dem Geiste dieses Vertrages festzuhalten. Was die Schleifung der Donansestungcn betrifft, fu ist dies eine kostspielige nnd der Zeit — die an sich das Schleifnngswert verrichtet — bedürfende Sache, aber ich bin völlig der Ansicht, dass die betreffenden Vertragsbestimmungen getreulich und vollkommen ausgeführt werden sollten. Was die musel-männischen Flüchtlinge anbelangt, so ist es Pflicht dcr türkischen Regierung, nach Ostrumelien und Bulgarien die Flüchtlinge zurückzusenden, behufs deren Auswanderung während des Krieges die türkische Regierung leider die strengsten Maßregeln in Anwendung brachte. Wenn die Regierung erfahren follte, dass der Rückkehr jener Flüchtlinge von den Regierungen Bub gariens und Ostrumeliens ungebürliche Schwierigkeiten in den Weg gelegt oder denselben Widerstand geleistet wird, so wird es Pflicht von Ihrer Majestät Regierung sein, die besten Bestrebungen für die Aufnahme und billige Behandlung diefer Flüchtlinge in den Proviuzen, denen sie angehören, aufznbieten. Hierauf nahm Löwen das Wort: Die Ankündigung, dass die Regierung auf Durchführung des Berliner Vertrages, ohne Unterschied der Nationalität und der Glaubensbekenntnisse, bestehen werde, muss vom Hanse mit Genngthnnng aufgenommen werden. Allein Ihrer Majestät Regierung ist jederzeit in dcr gerade tagenden Conferenz mit anderen Mächten damit beschäftigt, das griechische Territorium auszudehnen und die montenegrinische Grenze zu bestätigen, und werden selbe bei dieser Arbeit nothwendigenveise in die Nationalität Albaniens eingreifen. Ich wünsche daher zu erfahren, ob gehörige Rücksicht geuommen werden soll auf die Nationalität eines ebenfo bekannten nnd bestimmten Staates, als es die übrige» Staaten Enropas sind. Ich frage, ob bei dem Versnche, das montenegrinische Territorium im Norden und das griechische im Süden zu vergrößern, auch gehörige Rücksicht auf die Nationalität im Centrum beobachtet werden wird. Gladstone erwiderte: Es handelt sich thatsächlich nur um die F^^ ^ Nicdcrüsterreich gelegenen Dürfe Hcrrnbanmgarteu Hausierer zu kommen pflegte, wurde am Ili. Iu'" ,, einem dortigen Inwohner, einem Wirtschaftsbcsiher, »nordet. Dcr Hausierer kam allwöchentlich Donnw,^ abends von seinen Gängen nach seiner Wohnll»s Nikolsbnrg, wo seine Familie wohnt, zurück. VergaiiS^ Freitag nachts, als Glaser noch nicht eingetroffen '^ eilte fein Sohn in das genannte Dorf, konnte l^ <, keine nähere Auskunft erhalten. Samstag früh ^ er sich sogleich znm Bezirksgerichte nach Ieldsberg , meldete den Abgang seines Vaters, worauf zwc> ,^ darmen nach Herrnbaumgarten beordert wurden. /^, hielten auf mehreren Seiten Nachforschungen /">" ^ fuhren, dass dcr Ermordete zum lctztcnmale in e> , bestimmten Hanse gesehen worden sei. Der ^'sitzel ^ bezeichneten Hauses, ei» zngrnnde gegangener ^ ^ schastsbcsiher Namens Joseph Wiesinger, wurde, 0« nbcrhanpt ein verdächtiger Mann sein soll, s^ ,^, Verhör genommen, wobei er jedoch hartnäckig ^»6 ^ Ans eine weitere Mcldnng nach Feldsberg lamc" ,^ zwei Gendarmen, welche die ganze Nacht von 6^ ^, ans Sonntag das bezeichnete Hans bewachten- „ Mitternacht verlangten sie plötzlich Einlass, ,^, mnsste ihnen die Thür öffnen, und sie d»rchl"^ nun das Haus. In einem Kasten fanden die Oenda „ mehrere Stucke Leinwand und andere Waren ^'.^e» war der Verdacht gerechtfertigt, und beim ^'^ Durchsuchen des Hauses fand man auch den Ernwl ^ im Keller verscharrt. Jetzt erst gestand Wicsittg" ,„ den Hausierer unter der Vorspiegelung, ihm ^". ^ vcrkanfen zu wollen, in den Keller gelockt und dol ^, mordet zn haben. Während der Hausierer das "^A sichtigte nnd dabei den Kopf durch das Thürche» ' ^„ versetzte ihm Wiesingcr mit dcr Hacke einen ^^ ^ Schlag. Der Mörder wurde dem Bezirksgerichte >>' " berg übergeben. ^- Locales. Krainischer K'andtay. 4. Sitzung. Laibach, 2i0">" Abg. Dr. Ritter v. Veste neck erklärt, es^z keiner der drei Redner der Majorität des >v^„ Aenhcrungen gethan, wie dieselben vom Abg/oi ^>>, Klnn apostrophiert wurdeu, er müsse also die ^ ^,-knngcn desselben bezüglich der gebranchlen 2"" ^W^ lend ablehnen. Man habe heute lediglich 1" " ^^ deln, ob die Post für die Remnnericrung der ^ ^g gionslehrer eingestellt werde oder nicht. Der 3. ^, Gesetzes vom 22. Inni 1872 bestimme, dass 0 ^„ munerierung nur ausuahmsweise ewz,W,, habe. Das Regressrecht habe übrigens seine 2v" '^st keit nnr vom heurigeu Iahvo angefangen, vi ^ werde somit km,c so große sein. Dcr ^uidlG <ß, sei nicht berechtigt, eines der Rechte dcs ^"'^^ zugeben, sondern müsse dieselben sorgfältig '"^, c^c Referent Abg. Dr. v. Schrey beleuchtet u^te eingehender Weife die den Gegenstand b"'^,l'^ bildende Angelegenheit. Die Verpflichtung dcs ^ <,„, schnlfondes habe lediglich der Lalldesschulla"^lich erkannt, und zwar gestützt auf ein kürzlich .M,^, einer Gemeinde el flossenes Erkenntnis des Veröln ^ gerichtshofes. Nach dem Gesetze haben d>e ^ ^ gemeinden für Cultuszwccke zu sorgeu, u,w ,,^r theilung des Religionsuutcrrichtes geh^c oo^ ^ll dazu. Wenn man einwendet, es sei mehr oer 1193 Nechm,!^ zu trageu. sl) negiere er dil's. Hier sei vor Mem eiil Recht zn wahren, dass, wenn es verloren 8'enge, von großem Schaden für das Land wäre, denn M der Zeit könnte man auch die Nemnuerirrung an "el<. zwei- und selbst eintlassigen Schulen verlangen, ^as sehr bedeutende Kosten verursachen würde und 5>ne Erhöhung der Landesnmlagen zur nothwendigen Mge haue. Dem Einwände, der Normalschulfond We für die Religionslehrer ebenso aufzukonnnen, wie lur die übrigen Lehrer, könne man entgegenhalten, W die Lehrer angestellt seien, die Religionslehrcr °t>rr nur Remuuerationen erhalten. Mit dem Antrage ^Abgeordneten Dr. Ritter v. Vesteneck könne sich "edncr nicht befreunden, da derselbe nur geeignet lst, "we Aspirationen wachzurufen. , Kandesprasident Winkler ergreift das Wort zu ,e>''er thatsächlichen Berichtigung. Er habe die Verpflichtung zur Remuneriernng der Ncligionslchrer nicht "us dem Gesetze vo,n 22. Juli 1872, sondern ans dem ^.esehe vom 10. Oktober 1876, in welchem diese Be-wttlnung enthalten ist. abgeleitet. Das letztere Gesetz Mmmt nämlich, dass der Normalschulfond für die Malle der Lehrer zu sorgen habe. Nun seien aber Ae Religionslehrer ebenso Lehrer, wie die übrigen ^ollsschullehrer, indem sie vom Landesschnlrathe als >"lchc bestellt werden. (Dobro-Nufe.) w Vei der Abstimmung wird der Antrag des ^geordneten Dr. v. Vesteneck — mit vorläufiger Weg-Mmg der vom Abgeordneten Klun bekämpften, das /"ßressrecht stipuliercnden Stelle — mit großer Ma-I^'tät angenommen. ^, Für den Antrag des Abgeordneten Klun, die stelle bezüglich des Negressrechtes zu streichen, ergibt >/") Stimmengleichheit, 16 gegen 16 Stimmen, wo-lnllf der Landeshauptmann mit seiner Stimme gegen ^» Antrag des Abgeordneten Klun dirimicrt und so °le vollständig Annahme des Vestcneck'schen Antrages entscheidet. V. Abg. Dr. Poklukar referiert namens des wnanzausschusses über die Rechnungsabschlüsse der ntlftungsfondc pro 1878 und 1879. Dieselben werden ohne Debatte genehmiget. VI. Abg. Dr. Poklukar beantragt namens des Finanzausschusses, bei Feststellung des Präliminares des Glavar'schen Fondes pro 1880 für den Benesicia-ten und Spitalsverwalter in Commenda St. Peter Joses Lomberger, statt der vom Landesausschusse eingestellten Renluueration von 250 fl. dieselbe in der Höhe vun 300 fl. zu bewilligen uud auch weiterhin für den Genannten diese Erhöhung seiner Remuneration zu beschließen. (Angenommeu.) VII. Abg. Ritter v. Gutt mannst Hal stellt Namens des Finanzausschusses folgende Anträge: 1.) Die bei der Gebarung mit dem Slaper Laudes-Obst- uud Weinbanschulfonde im Jahre 1879 vorgekommenen Abweichungen gegenüber dem Voranschlage werden als gerechtfertigt anerkannt; 2.) der Rechnungsabschluss der Slaper Obst- und Weinbauschule pro 1879 wird: il) ill den Einnahmen unter Einbeziehung des anfänglichen Kasserestes per 277 fl. 84'/, kr. mit . 8067 fl. 46 kr. K) in den Auslagen mit . . . ") sonach mit dem schließlichen Kasseabgauge von...... 428 fl. 60'/, kr. ch mit dem gesammten reinen Vermögensstande von.....14297 fl. 13'/, kr. llenehmigt; 3.) die Activrückstände im Gesammtbelrage von ^92 sl. 35 kr. sind definitiv auf den Landesfond zn übernehmen uud beim Landcsculturfonde in Abschrei-bnng zu bringen. Pro 1878 beantragt derselbe Referent zum glei« Heu Gegenstande: ^ 1.) Die bei der Gebarung mit dem Slaper Landes» Ddst- und Weinbau-Schulsoüdc im Jahre 1878 vor-^kommenen Abweichungen vom Voranschläge werden "ls gerechtfertigt anerkannt. ^ 2.) Der Rechnnngsabschluss der Slaper Obst« und ^einbauschule für das Jahr 1878 wird: ^ iu deu Einnahmen einschließlich des anfänglichen Kassercstes per 154 fl. 17 kr. mit 3930 fl. 23 kr. ") m den Ausgabe», mit . . . 6753 ..II „ ^ sonach ,nit dem schließlich vom Landesfunde für Rechnung des Kandesmltur-Foudcs vorschuss-weisc bedeckten Kasse - Abgänge von......... 3100 fl. 72'/, kr. wornach schließlich noch ein barer „ ^,. . Kasserest von . . - - 277 ft. 84'/, kr. verbleibt; ') endlich n,it dem gesanlmten reinen Vermögensständc von . . 15926 fi.2l kr. genehmigt. (Angenumlnen.) ^„ Schluss der Sitzung um halb 2 Uhr nachmittags. "achste Sitzung Donnerstag. Dreihundertjährige Jubiläumsfeier des Staats-Montanwerkes Idria. (Origmalbericht der „Laibacher Zeitung"), Grfter Feftlng- Idria. 21. Juni. Die Vergstadt Idria feiert heuer bekanntlich das 300jährige Jubiläum der Uebergabe des Quecksilber-Bergwerkes iu die ausschließlich staatliche Verwaltuug. Dieser wichtige Moment in der Entwicklnngsgcschichte des Bergwerkes wird daher auch in entsprechend würdiger Weise begangen, und sind ans diesem Anlasse von Seite der Vergdirection zahlreiche Einladungen an Behörden. Corporationeu und einzelne Persönlichkeiten ergangen. Aber anch die äußere Physiognomie der Stadt hat den festlichen Charakter hervorgekehrt, welcher leider am Vorabende eine Schädigung durch das schlechte Wetter erfuhr, indem wir im strömenden Regen in die freundliche Bergstadt einfuhren. Schon in Loitsch deutete eine von dem Schlosse, in welchem die Bezirlshanptmannschaft untergebracht ist. hcrabwehende schwarz-gelbe Flagge, dass wir in dem Amtsgcbiete des Festortes angelangt sind. Kaum aus der Sclaschlncht herausgetreten, begrüßte uns eine mit schwarz.gelbeu und roth-weißen Fahnen geschmückte Ehrenpforte, von den einzelnen Gehöften grüßten große und kleine Fähnlein, Festons nnd Laubguirlanden. Der ersten Triumphpforle folgten fünf andere, die letzte in Form eines luftigen, mit Laubgewmden von Mast zu Mast gezogenen und reich geschmückten Zeltes. Als wir in Idria selbst einfuhren, flatterten von allen Giebeln der Stollenhäufcr. der Herreu- uud Knappen-Häuser Fahnen in allen Farben: schwarz.gelb, roth-weiß, weiß-blau, roth-weiß-blau und weiß-grün, doch vorwiegend war es die Fahne der Reichsfarbe, die vom Giebel nnd Fenster niederwallte. Um halb 9 Uhr begann das Festtheater. Nach einem eröffnenden Musikstücke, vorgetragen von einem ganz guten Orchester, sprach Herr Acrgrath Cermak einen von Dr. Kecsbacher verfassten Festprolog, der von lebenden Bildern begleitet war und eine poetische Schilderung des Vergmannslebens mit Beziehungen auf die geschichtliche Entwicklung des Idrianer Werkes enthielt. Der wirksam geschriebene uud ebenso gesprochene Prolog schließt mit einem ..Glück auf!" dem Kaiser und der Kaiserin. In diesem Momente ertönte die Volkshymnc, das Publicuin erhob sich nnd applau» dierle stürmisch. Dem Prologe folgte ein Musikstück und diesem das Lustspiel „Eiue Tasse Thee", von Dilettanten in überraschend guter Weise gespielt. Den Fremden jedoch interessierte ailch das freundliche Innere des von Maria Theresia der Stadt gewidmeten Theaters, welches in seinen 36 Logen von der Elite der Stadt und den Fremden und im Parterre von den Frauen und Töchtern der Bürger und Knappen dicht besetzt war. Nach der Vorstellung, die um halb 10 Uhr zu Ende war, überraschte die Austretenden ein wahrhaft feenhafter Anblick; von allen Bergen leuchteten Freudenfeuer, an allen Fenstern waren Lichter, bengalische Flammen spielten in allen Farben, mit einem Worte, das romantisch gelegene Idria erstrahlte in einem wahren Lichtermeere. Die Werkskapelle durchzog mit klingendem Spiele die Stadt uud eine große Menschenmenge wogte in allen Gassen und Plätzen. Besonders effectvoll war der Allblick auf erhöhtem Standpunkte, von dem aus das gauze Panorama, in taufend und tanfend Flammen erglänzend, zn Füßen lag. Prächtig waren das Herrcnschloss und das stattliche Schnlgebände beleuchtet, mit Transparenten und Flamlnenschriften prangten insbesondere ein Beamten-Haus, die beiden Hänser des Herrn Georg Tauc'er, und sehr geschmackvoll in venetianischer Mattbeleuchtung trat auch das Haus Krizaj hervor. Nach der Relraite stellte sich die Kapelle vor dem Casino anf, um dortselbst einige Piecen zum Besteu zu geben, während in den oberen Ränmeu des Casino eine gesellige Zusammenkunft der Beamten. Bürger nnd Fcstgäste stattfand. Unter letzteren bemerkten wir bis jetzt Herrn Hofrath Friefe, Berghauptmann Kricbauer aus Klagenfurt, Montanproducten-Verschleiß-director Ernst, Bcrgrath Exeli, den Landtagsabgeord« netcn von Idria, Anton Ritter v. Gariboloi. den Vice-Vürgermeister von Laibach, Leopold Bürger. den Landes-ausschuss Dr. Vosnjak. und viele Vertreter bergmän-nischer uud forstlicher Corporationen und Behörden. Leider that der strömende Ncgen dem schönen Feste bis null nicht unerheblichen Eintrag, und sieht man dem morgigen eigentlichen Festtage nicht ohne Besorgnis entgegen. (Ueber den Verlauf des letzteren verweisen wir auf die Telegramme aus Idria auf der vierten Seite. — Aum. der Redaction.) — (Ordensverleihung.) Dem Herrn l. k. Viceconsul Alexander Rehn wurde von Sr. Majestät den, Kaiser das Ritterkreuz des Franz. Iosefsordens verlieben. — (Besichtigung.) Gestern besichtigten die Landtaasabgeordneten die Irrenhaus-Filiale in Studenz und die hiesige Landes-Iwangsarbeitsanstalt. ! — (Nestringieruug der Laibacher Lehrer- nnen-Aildungsanstalt) Infolge einer kürzlich erlnssenen Verfügung des Unterrichtsministeriums wirb die l. k, Lehrerinnen-Bildungsaustalt m Laibach in Hinkunft auf zwei Jahrgänge restringiert. Zur allmählichen Durchführung dieser Mahregel wird bereits im nächsten Schuljahre, 1880/1881 keine Neuaufnahme von Prii-varandinnen mehr stattfinden, dagegen soll dies im darauffolgenden und bei Beginn eines jeden weitern zweiten Jahres wieder der Fall sein. Im nächsten Schuljahre wird es somit nur einen zweiten, dritten und vierten Jahrgang, und später, wenn der Apparat ein« mal geregelt sein wird, in einem Jahre nur einen ersten und dritten, und im darauffolgenden immer einen zweiten und vierten geben, woraus folgt, dass nur jedes zweite Jahr drin Lande weibliche Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden. Die vorstehende Verfügung findet außer in Erspaumgsrücksichtcn, die hiebei möglicherweise auch eine kleine Rolle gespielt haben mögen, vorwiegend in dem Umstände ihre Begründung, dass der Bedarf an weiblichen Lehrkräften im Lande Kram schon jetzt nahezu gedeckt ist und man daher einer Uebervroduction an Lehrerinnen, welche angesichts des außerordentlich starlen Besuches gerade dieser Anstalt voraussichtlich inlürze eintreten müsste, vorbeugen will. Die seit jeher viel schwächer besuchte männliche Bildungsanstalt verbleibt in ihrem bisherigen vollen Bestände. — (Straßen-Vicinalbahn Laibach» Stei n.) Bekanntlich bemüht sich ein Consortium von Grund- und Mühlenbesitzern, Fabrikanten, Kaufleuten nnd anderen Interessenten nns Laibach, Domznle. Manns-berg und Stein in Verbindung mit dem bekannten Eisen-liahningenieur Baron Lazarini um das Zustandekommen einer Vicinalbahn von Laibach nach Stein. Das Consortium glaubt auf Grund der nunmehr abgeschlossenen Vorarbeiten vermöge der geringen Anlagetosten und des voraussichtlichen namhaften Verkehres auf eiue vollkommen entsprechende Rentabilität dieser Localbahn mit Sicherheit rechnen zu können. Zur Belebung des Personenverkehrs wird beabsichtigt, ein Tramwaygeleise bis ins Herz der Stadt Laibach nächst dem Hotel „Elefant" zu legen, auf welchen, jedoch nur die Dampfomnibusse verkehren sollen, während die Güterzügc an den Südbahnhof anschließen werden. Durch diese Bahn, fiir welche sich auch das Militärärar als Eigenthümer der großen Steiner Pulverfabrik interessiert, würde unzwei» felhaft den Verlehrsbedürfnisscn eines großen Theiles Oberkrains Rechnung getragen und eine der schönsten Gegenden Innerösterreichs dem Touristenverkehre er« schlössen werden. Wir wünschen dem Unternehmen, dessen technisches und finanzielles Gelingen unserem engeren Heimatlande gewiss »ur zum großen Vortheile gereichen würde, den besten Erfolg. — (Aus der lrainischen Beamtenver« eins- Filiale.) Der von der diesjährigen ordentlichen Localversammlung der lrainischen Bcamtenvereins-Filiale kürzlich genehmigte Rechenschaftsbericht über die Thätig, keit des Laibacher Localausschusses im letztverflossenen Geschäftsjahre 1879 constatiert. dass sich die Zahl der zur genannten Filiale gehörigen Mitglieder des Ersten allgemeinen Beamtenvereines der ijsterr.-ungar. Monar» chic mit Ende des Jahres 1879 auf 260 belief, von denen 180 auf die Lebensversicherungs-Abtheilung und 78 auf das hiesige Spar» und Vorschussconsortium entfallen. Zwei Mitglieder waren zahlende und gehörten leiner dieser Abtheilungen an. Hingegen waren von den bei der Lebensvcrsichcrungs.Abtheilung betheiligten 180 Mitglie« dern 5b auch Theilhaber des Spar- und Vorschusscou-sortiums. letzteres zählte daher im ganzen 133 Consor. ten. Bei der Lebeusvcrsicherungs-Abtheilung waren mit Schluss des Jahres ,879 2l7 in Kraft bestandene Verträge mit dem Kapitale per 235,152 fl. und 300 fl Rente in Vorschreibung, wovon 1000 fl. für den Kriegsfall. Im besagten Jahre wurden drei Mitgliedern Dienst, cautionen im Gesammtbetrage per 1600 fl. Noteurenle vermittelt und der Centrallcitung in Wien bruttto 7364 fl. 6 kr. an Prämien und sonstigen Gebüren ab» geführt. Aus deni vom Vorsitzenden über die Wirlfamkeit des Localausschusses im allgemeinen, sowie über die besonderen Vorfallenheiten innerhalb der lrainischen Mitgliedergruppr im Verlaufe des Jahres 1879 münd> lich erstatteten Berichte ist ferner zu entnehmen, dass iu diesem Jahre 4 Mitglieder gestorben sind, daruuter 2 Versicherte, dass außerhalb Laibach im Lande Krain zur Förderung der Vereinszwecke 7 Agenten thätig und im ganzen 5 Vereinsärzte aufgestellt waren, endlich dass an bedürftige Beamtenfamilien 3 Aushilfen und I Lehr« mittelbeitrag ertheilt wurden. In der zum Schlüsse cer Sitzung vorgenommenen Ergänzungswahl an Stelle der aus dem Localausschusse im Jahre 1880 ausscheidenden Mitglieder wurden die bisherigen Mitglieder, und zwar die Herren : Jakob Smolej. k. l. Schul rath und Gumna. sialdirector; Blasius Hrovath, l. l. Director der Lehrer» und Lehrerinnen«Bildungsanstalt; Johann Götz, k. l. Obergeometer, und Lorenz Haubitz. l. l. Rechnung^ revident, dann als Ersatzmänner die Herren: Franz Kreminger, l. l, Nealschulprofessor; Johann Lisfez, Expe-ditor der Südbahn, und Dr. Josef Nejedli, k. l. Gynma« sialftrofcssor, sämmtliche in Laibnch, wiedergewählt. End, lich wurde dem Obmanne des Localausschusses, Herrn 1194 Lalidesschuliuspector Raimund Pirler, für die umsichtige Leitung des Ausschusses, sowie dem Secretär, Herrn Rechnungsrevidenten Lorenz Haubitz, und dem Kassier, Herrn Nechnungsufficial Anton Svetek, für die nuf-opfernde Thätigkeit und den regen Eifer bei Bewältigung der Vereinsgeschäfte von der Versammlung einstimmig der Danl votiert. — (Gefunden.) Ein Korallenarmband mit Gold-fchliehe wurde am 14. d. M. morgens im Casinogarten gefunden. Der Verlustträger wolle sich diesfalls im städtischen Polizeidepartement anfragen. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung." Die Jubiläumsfeier in Idria. (Vom Sftecialberichtcrstatter der „Laib. Ztg.") Idria, 22. Juni, 10 Uhr 30 Min. vormittags. Soeben sind die Herren: Ackerbauminister Graf Fal-tenhayn, Landespräsident Winller, Landeshauptmann Ritter u. Kaltenegczer, Handelskammerpräsident Dreo und mehrere hohe Staatsbeamte eingetroffen und im Schlosshofe von der Beamtenschaft empfangen worden. Her Fest zug begab sich mit der Werksmusik, dem Forstpersonale mit der Fahne, dem Veteranencorps mit der Fahne und der Werks sahne nach der Kirche, wo der Minister an der Pforte uon der Geistlichkeit empfangen wurde. Im Moment hört es zu regnen auf. Idria, 22. Juni, 2 Uhr 40 Minuten nachmittags. Nach der Vorstellung der Beamten und Gäste bei dem Ackerbauminister Grafen Falkenhayn hielt letzterer eine Ansprache und theilte mit, dafs Se. Majestät der Kaiser anlässlich des Jubiläums dem Oberbergrathe Lipold den Titel und Charakter eines Hofrathes, dem Bergrathe 6 er mal den Franz-Iosephs-Orden verliehen und die Vergünstigung ertheilt habe, dass den durch die Sistierung der stabilen Arbeit seit dem Jahre 1877 im Nachtheil gebliebenen 110 Knappen die Dienstjahre eingerechnet werden. Der Minister übergab gleichzeitig das Diplom an Hofralh Lipold und heftete den Orden an die Brust ßermaks, worauf der kaiserliche Erlass an die im Schlosshofe versam-melten Arbeiter verlesen wurde, welche denselben mit stürmischen und begeisterten „Glück auf'."-Rufen auf Se. Majestät den Kmser erwiderten. Idria, 22. Juni, 9 Uhr abends. Das Festbankett in dem geschmackvoll decorierten Turnsaale verlief glänzend. Landeshauptmann R. v. Kalten egger luastierte unter stürmischem Jubel auf Se. Maj. den Kaiser; Minister Graf Falkenhayu auf das Land Kram und die Aürgertugendeu und den Edelsinn seiner Bewohner, welche Tugenden die Edelsteine bilden in deren Reifen, die die Einheit der Völker bedeuten. LandeSprü-sident Winkler sprach slovenijch aus das Gedeihen des Werkes Idria. Der Bürgermeister von Idria, Stranecky, toastierte deutsch und slovenisch auf das Gesanuntvaterlanö Österreich und Hofrath Lipold auf die Beamtenschaft, die ihn in seinem Wirten von unten und von oben unterstütze und, unbeirrt von Verleumdungen, stets für die Werksinteressen einstehe, speciell auf den Herrn Ackerbauminister Grafen Falkenhayn, der für die Interessen der Arbeit warm eingetreten sei. Namentlich der letztere Passus der Rede Lipolds erregte stürmischen Jubel. Dr. Voönjak (slovenisch) trank auf das Wohl des Landespräsidenten Winkler. Landtagsabgeordneter Ritter v. Gariboldi widmete seinen Trmkspruch der Beamtenschaft, welche, unbe-einflusst durch die Strömungen des Tages, unter allen Umständen den Reichsgedanken festhielt. (Lebhafter Beifall.) Das für heute nachmittags anberaumte Volksfest auf der „Zemlja" muss des Regens wegen leider unterbleiben. Murgen Besichtigung der Gruben und Hütten; abends Festcommers. Idria, 23. Juni. Heute Besichtigung der Grube und der Hütten, an der sich auch Minister Falkenhayn betheiligt. Derselbe reist morgen durch die Staatsforste im Trnovaner Walde nach Görz. Abends findet in der Turnhalle ein Festcommers statt. Das Wetter ist heute prachtvoll. Wien. 22. Juni. Die „Wiener Abendpost" erklärt den Bericht der „N. fr. Pr." über eine Ministerrathssitzung, worin ein offener Conflict zwifchen dem Handels- und dem Finanzminister ausgebrochen fein soll, als jeder Begründung entbehrend. Einer Berliner Meldung der „Pol. Corr." zu« folge wurde die von Arailas seinerzeit in Constanti-nopel vorgeschlagene Grenzlinie nicht genehmigt, dagegen dürfte die von Frankreich und England vorgeschlagene Grenze, welche den Landstrich Zagorion durchschneidet und in der Kalainas-Mündung ausläuft, allseitig angenommen werden und die Confercnz am 23. d. M. definitiven Beschluss fafsen. Agram, 22. Juni. Der Landtag nahm mit 05 gegen 13 Stimmen die Ausgleichsvorlage an. Berlin, 22. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm Artikel V der Kirchenvorlage in der Negierungsfassung mit einem Zusatz an, wornach bei AuSül'ung bischöflicher Rechte in einem erledigten Visthum von dem Erfordernis deutscher Staatsangehörigkeit nicht ab-gelehen werden kann; ferner wurde Artikel VI angenommen und Artikel VII und VIII mit allen Zusätzen abgelehnt. _______________ Wien, 21. Juni. Aus Madrid wird der „Pol. Corr." gemeldet, dafs die Königin-Mutter Isabella durch Vermittlung der Prinzessin von Asturicn die Erlaubnis erhielt, für längere Zeit ihren Aufenthalt in Madrid zu nehmen. Salzburg, 22. Juni. (N. fr. Pr.) Graf Lain-berg hat die Wiederannahmc des Halleiner Mandates definitiv abgelehnt. Die Nachwahl findet, wie verlautet, am 28. Juni statt. Pest. 21. Juni. Wie die „Audaftester Corre-spondenz" meldet, werden morgen und übermorgen in Wien gemeinsame Ministerberathungen stattfinden; zu denselben begeben sich Tisza, Szapary und Oldody heute, Szende morgen abends nach Wien. Morgen mittags findet unter dem Präfidinm Sr. Majestät eine gemeinsame Ministerconferenz statt. Berlin, 22. Juni. (Conferenz.) Die Frage der Entsendung einer Commission an Ort und Stelle kann nach der Sachlage noch nicht in Verhandlung stehen, es handelt sich vorläufig um die Feststellung der cp iechisch-türkischen Grenzlinie. Nach Fixierung derselben wird erörtert werden, wie die Türkei und Griechenland von dem Beschlusse der Conferenz zu verständigen sind, womit auch die Frage der Entsendung einer Localcommission zusammenhängt. Rom, 21. Juni. Bei den Municipalwahlen in Rom sind acht gemäßigte, fünf conservative Abgeordnete und ein Progressist gewählt worden. Garibaldi ist durchgefalleu. Paris, 22. Juni. Nach einer Rede Gambettas genehmigte die Kammer das Amnestiegesetz mit 333 gegen 140 Stimmen. Gambetta wies nach, dass die Amnestie nicht eine Politik der Schwäche, sondern der Sammluna. bezeichne; man müsse, so weit es möglich, die Amnestie vor den Wahlen erlassen, damit die der Republik feindlichen Parteien keinen Anhaltspunkt hätten; man müsse iiber die Verbrechen den Schleier der Vergangenheit breiten und allen sagen: Ein einziges Frankreich und eine einzige Republik. Hierauf lehnte die Kammer das Nmendement Batthrs (linkes Centrum), von der Amnestie die Verbrechen gegen das gemeine Recht auszuschließen, ab und beschloss, die Rede Gambettas in allen Gemeiuden Frankreichs anschlagen zu lassen. — Der Senat prüfte den Antrag auf Abschaffung der Militärtaftlaneien und beschloss, morgen in die Specialdebatte einzutreten. Paris, 22. Juni. Die republikanischen Journale billigen einstimmig die Rede Gambettas. Die Iom< nale der Rechten anerkennen das Rednertalent G">>>' deltas; fast die gesammte Presse sagt. Gambetta weroc nicht mehr lange die Ministerpräsidentschaft MM-weisen können. Paris, 22. Juni. (N. fr. Pr.) Das bonM-tistische Journal „Ordre" wurde von dem RoyculjlA fonds angekauft und wird legitimistisch. Der „Gaalw ist bestimmt, das Organ des Prinzen Icrüme Napo' leon zu werden. .. London, 21. Juni. (Pol. Corr.) Die Nach"?/ ten aus Afghanistan lauten andauernd beunnchU^-Die Aufrichtigkeit Abdurrhamans ist sehr zweifelyai' nichtsdestoweniger ist die Regierung entgegen den -^ hauptungen des dortigen „Times" - CorresponWM keineswegs geneigt, Iakub Khan wieder auf den Thw von Kabul zu setzen. Wenn ein befriedigendes Anal' gement mit Abdurrhaman unmöglich wird, so lM"' die englischen Truppen sich dennoch zurückziehen «" nur in Kandahar und an den afghauischcu Dcsu^ Mündungen Garnisonen zurücklassen. Athen, 21. Juni. (Presst.) Gestern ist ">>« Commission von Officieren ins Ausland abgereist,«" Pferde anzulaufen. ,,. Athen, 21. Juni. (Pol. Corr.) Der Const'^ Präsident Trikupis hat von seinem gegenwärtig in M» weilenden Amtsvorgänger Kumunduros ein Schreiben ^ halten, worin er ihn» in Anbetracht der außerorts lichen Situation Griechenlands verspricht, «uf ^ Opposition gegen eine Verwendung außerordentlich^ Geldmittel zur Wehrhaftmachung des Landes z",^' zichten. Die Regierung beschloss, die Kammer "M berufen, um mit ihrer Zustimmung die eventuell no> wendig werdenden militärischen Verfügungen zu tl<1" Die ersten Kosten für diese militärischen 'Disposition belaufen sich auf 20 Millionen Drachmen. Handel und Volkswirtschaftliches l«ud,lfswert, 21. Juni. Die Durchschnitts-Preise stc^" sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: ^ ----------------2^-----------------A5 Wcizeu ftr, Hektoliter 10 83 Eier pr. Stück . . " ß Korn „ 7 1« Milch pr. Liter . . ^ i, werslc „ 5 04 Rindfleisch pr, Kilo . ^ gg Hafer „ 3 58 Kalbfleisch „ ^ ^ -valbsrucht „ - — Schweinefleisch „ Heiden „ 6 51 Schöpsenfleisch „ ^ Za Hirse „ 5 37 > Hähndcl pr. Stücl . " 5) Kukuruz „ < Verstorbene. Den 22. Juni. Johanna Telban, Näherin, ^ ^ Franzcnsquai Nr. 13, Tubcrculose. Im Ciuilspitale: .« Den 21. Juni. Maria Uranlar. Inwohnerin,?" Meteorologische Beobachtungen in Laiba^ ' '' A tt ^ U D 7U.Ma 729 tt? ^1^3 ^ windstill'^ bewöllt 4's" 22. 2 „ N. 73044 4-17 1 SSW, miiß. bewölkt glege" 9 .. Ab, 732 45. ^-15 2 O. schwach bewölkt ^ Acwiittt, regnerisch. Das Tagesmittel der Wärmet um 2 9" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Bambe^ ^ Söl'!'e!)kl'lAl '^""' ^' ^""'' ^ "^ ^ ^^ ""^ ^"^ '"""" "^ gestern, da aus Berlin, angeblich wegen dort befürchteter Ultimo.Schwierigleiten, tiefere Curse ge""^ Plwlerrente........ 7360 7370 Silberrmte........ 7415 74 25 «olbrtnte......... 88 90 89 — U«s«. 1854........ 122 50 123 - . I860........ 13375 134 — . I860 (zu 100 st.) . . 133 75 134 25 . 1»S4........ 174-.. ,7425 Ung. Pr»mien.«nl..... 114 50 11475 Nrebit.L.......... 18050 131 — Theih.Regulierungs- und Sze« gediner Lose....... 10750 107 75 «udols«.«......... 18 25 185.0 Priimienanl. der Ttadl Wien 120 50 120 75. Donllu.RcguIierungs'Los« . . 112— 112 5,0 Domänen-Pfandbriefe . . - 144— 144 50 0tsl«rr. Schahscheine 1881 rücl» zahlbar......... 10040 100 70 0tft«r. Echahscheine 1882 rück- zahlbar......... 10140 101 70 Uttgarlsche Voldrente .... 11015 11025 Ungarische Eisenbahn-Nnlelhe . I2s 25 129 75 Ungarische Eisenbahn-Anleihe. Tunmlativstück«...... 12825 12850 slnlehen der Etadtgemelnde Wien in G. V...... 10175 102 «elb Ware «run»eutlatt»n,svtllgati«nen. Vöhmen......... 103 — 104- - Niederösterreich...... 10b - 105 50 Vallzlen......... 9780 9820 Elebenbiirgen....... 94 b0 95 — lemeser Vanat...... 9350 94- - Ungarn.......... 9525 l)5 75 Nctie» vsu V«nlen Nnglo.gsterr. Äanl..... 13550 13575 Lredltanstall ....... 28l 40 281 «0 Depositenbank....... — - .- Creditanstalt, nngar..... 266-Ü0 26« 75 Oesterreichisch, ungarische Vanl 828 - »29 — Unionbank ........ 11140 11160 Verlehrsbanl....... 13250 133-. Wiener Nankverein..... 135 50 135 75 «ctlen vsn Transport Unterueh. mungen. Ware Alföld'Vahn .......15850 159 - Donau.Dampfschiff..Gesellschafl 575 ~ 57ü — Elisabeth.Uestbahn.....190— 19050 Ferbinands'Nordbahn. . . .2495-2500 — »llb W«e ssranz.Iosevh.Bahn .... 170' - 17050 Galizische Carl-Ludwig.Bahn 274 75 275-- Kaschau i 5°/....... W?" Devise«. ^zo Auf deutsche Plätze..... /'^" l',?^' London, kurze Sicht .... U?" ,7^ London, lanllt Sicht . . . ll?^ ^3!, Pari«.........- 46"" Ducaten ... 5 fl. 5 ^ Noten .... 5? . 50 . 5, . ^. , Silbergulden . . — » ^ » ^ " lkrainische Glu»de.ltlastungs-0l>liga«»"l"' 'Geld 101 -. Ware '"2 ^ .. ^« Credit 231 50 bi« 281