Nr. 287. Montag, 15. December 1«W. W9. Jahrgang. Zeitung. v"»u««»t«°nepreer "v r «e.,>ge!> p,i Zk.Ik « lr. Die «i!ll>bacher Zeltung» er)„ase<«v!ay «< die «enaction Ä»h„l,o!gal!e »4. Vprechftundei, der «edactio,! lägüch von ,0 bi» lü Ulil- onrmitwg« - Unlialilitlle «riefe werden nickt angenommen und Vlanukripte n!ch! zxrüilneüellt Umtlicker Hheil Sr. k. und k. Apostolische Majestät haben laut Meihöchstrn Handschreibens vom 7. December d. I. °kn Don Clemens Fürsten Nospigliosi. herzog von Zagarölo. unter gleichzeitiger tax. Neier Verleihung der Würde eines geheimen Rathes 5"w Oberstbofmcistcr bei Sr. k. und k. Hoheit d^m ^rchlauchtigsten Herrn Erzherzoge Ferdinand IV., ^"ßherzoge von Totcana, allergnädigst zu ernennen ""d z» gestatten geiuht. dass h'öchstdrssen Dienstläm-?krer Oberst Freiherr von Silvatici den TM "»us Hosmarschalls Sr. k. und k. Hoheit führen dürfe. Se. l. lind k. Apostolische Majestät haben mit Ulrhiichster Entschließung vom 3, December d. I. dem ^berfinanzrathe ui,d Vorstande des Hauptzollamtes n, ">en. Johann Dischbaur, in Anerkennung semer ^"ziiglichln Dienstleistung den Orden der eisernen ^lone dritte Classe mit Nachsicht der Taxe allerguä« "M zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat ernannt: zu Landesgerichts-^thrn bei dem Landesgerich,e in Klagenfurt den Raths-^retär bei diesem Landesgerichte Franz Strauß und ^n Volksrichter in Rohitsch Alu,« Walter, dann z»m Ä^irlsgerichts Adjuncten in Neumarkt den Auscul-'llnteu Max Pailschih. und velsetzt den Vezirls-^uchts Adjuncten Dr. Adolf Vogl von Neumarkt nach "eutsch.Lllndsberg. Nichtamtlicher Hljeil Verhandlungen des Reichsrathes. »» Wien, 12. December. 9n der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses buchten die Abgeordneten Mautner nnd Genossen ^'"n Antrag ein, betreffend die Slempelung von ^ohnungtzllnslündigungel,. Darnach soll das Gcbüreu-^h in dem Siune abgräodert werden, dass, wofern ^ sich um die Auftündiguugen von Wohnuugen han-?klt. deren Kündignngstermin eineu Monat nicht über-'^>it t. eiu 12 tr.-Stempel (jetzt 36 tr.) pro Exemplar Nenügeu soll. Landeiv.rth^idigungs-Minister Graf Wel- seriheimb beantwortete die Interpellation der Ab« geordneten Hevera und Genossen, betreffend die Prü» fungen der Einjährig-Freiwillige». Zur Ableaung der Prüfung waren im letzten Präsenzjahre 2938 Einjährig? berufen. Davon haben 4 7 Procent die Prü» fung nicht abgelegt, worunter über die Hälfte. 2 3 Pro ! cent, krankheitshalber der Nachtrag der Prüfung gewährt blieb. Die Prüfung nicht bestanden haben etwa 14-6 Proccnt. Die Prüfung bestanden haben im ganzen 2372 Einjährige, das ist 80 7 Procent der Oesammt-! zahl. Ari der Landwehr haben von 114 Einjährigen 90 3 Procent die Prüfung bestanden. Diese Ergebnisse können keineswegs als ungünstig anerkannt werden und zeigen, dass von alleu Saiten mit Sorgfalt und gutem Willen an dem so ergiebigen Fortschritte gearbeitet wurde. Speciell bei der Prüfungscommission in Pilsen haben 93 2 Procent, bei jener der 9. Division in Prag 72-1 Procent, bei den Prüfungscommissionen des 9. Corps über 70 Procent die Prüfung bestanden. Ebenso zählen die Prüfungsergebuisse in L'mberg mit 87-8 Procent zu den besten, während allergünstigste Prüsungsergebuisse, nämlich 100 Procent, gerade in einem nichweutschen Erbiete, in Dalmatien, vorkamen, woraus gewiss nicht auf eine systematische Benachthei' ligung im Sinne der von den Interpellanten angeführten Besorgnisse geschlossen werden könne. Mil Berufung aus das Wehrgesetz constatierte sodann der Landesverthei« dlgimgs.Minister. dass dir Kenntnis der unumgänglich nöthigen gemeinsamen Dienstsprache gefordert werden müsse. Der Minister beantwortete ferner die Inter, pellation der Abgeordneten Fischer und Genossü« in° betreff der Lieferung von Verpflegsm titeln für die Wiener und Brünner Garnisonen dahin, dass das Mehl für diese Zwecke von der ärarischen Dampfmühle geliefert werde, weshalb das Ministerium dem Wunsche, das Mhl von den österreichischen Mühlen-Etablissements zu blichen, nicht nachzukommen vermag. Der übrige VerpflVgsbedalf werde im Arrondielungsn^ge gedeckt. Das Haus nahm bei U^berqai'g zur Tagesordnung zunächst das Relrutengesrtz in Verhandlung. Aogrord neter Hevera wünschte line Vervollständigung der Statistik der ärztlichen Nekrutena^hebuug und wine interessant zu erfahren. wieu Exemplare., vorhauden, uud darum war d,e N kiue glückliche, das Bruchstück z" ^"'d'N das ^'"hafte zu ergänzen, so manches Fehlerhafte ncht.g K ""en. ä„. I^/i888 genehmigte der Kmser den ^'schlag seinesihemaligeu Klieqsm'n.sters uud d.ese ?" auch sofort die richtige Perjönl.chte.t. Es war ys? "er Schr flstell LlM eiu «e^dieuter ehemal.ger Uc'er. wAcw nachdem er iu der Krwosc.e schwer fundet lvord n. den Säbel mit der F^r v«. Mte und sich als Literat, insbesondere aber als Namen von gutem Klänge erworben hat. Ei. dem unsere Armee auch die treff-liche Geschichte der Frauz-Karl-Infanterie verdankt, be-wältigte leine Aufgabe in der relativ kurzen Frist von dreißig Monattn, während welcher er allerdings in den Archiven des Ordens sich fö'Mlich vergraben hatte, Iu diesem Zeiträume ward das Werk glückl,ch vollendet und es präsentiert sich nun als ein stattlicher, 600 Seiten starker Qxartband. Nicht weniger als 44 nach Originalaufnahmen von Klaus meisterlich in Kupfer gestochene Bildnisse bilden den künstlerischen Schmuck dieses prachtvollen Oeschichtswerkes. Außer dem Conterfei des kaiserlichen Großmeisters und einer ausgezeichneten Reproduction der Monu-mentalfiqur Maria Theresia's, der Ordensstifterin. finden wir die Porträts sämmtlicher inländischer Theresien.Mter, welche sich auf de„ Schlachtfelder!, in Nord, Ost und Süd, in Italien. Dänemark, Böhmen nnd in Bosnien da« weißemaillierte Kreuz erstritten haben. Nur ein Bildnis fehlt, es ist das jenes Artillerie« l)ffic>ers Kleinert, welcher als Oberlieutenant sich für seine kühue That bei Mligeuta die höchste militärische Auszeichuung auf dem Schlachtfelde holte. Trotz e,friger allseitiger Nachforschungen in Armee- und in Ver» wandlenlreisen konnte das Bildnis dieses Tapferen, der längst schon nicht mehr hieniden weilt, nicht auf-gefunden werden. Kleinert f-hlt daher in der Galerle jener Helden. Was uns diese Bilder besonders anziehend er» fcheine» lässt, was uns ein besonders glücklicher Gedanke dünkt, ist, dass wir di,' TheresienRitter in dem Lebensalter und in derselben Heerestracht vor Augen haben, in welcher sie ihre Thaten vollbracht haben. So gewahren wir den österreichischen Roland Edelsheim als jungen dreißigjährigen Hußarenofficier, den greisen Herzog von Württemberg als Oberst der Belgier, und den jetzigen Honvedminister, Feldzeugmeister Fejervary. als schlichten Generalstabshauptmann. Das treffliche Werk ist aber nicht, wie man vermuthen sollte, bloß für Militärs geschrieben, es ist ein Heldenbuch im. vornehmen Sinne, das jedermann, lmss' standes er auch sei. Interesse abringen muss. Der Orden selbst ist ja eine Specialität unter allen jlrie. gcrischeu Auszeichnungen dieser Welt. der vornehmste, der meistbegehrte. Sogar mächtige Herrscher haben nicht verschmäht, um jenen Orden bitllich einzukommen, der dem jüngsten Lieutenant der Armee erreichbar ist. Hat doch, um nur ein Beispiel anzuführen, Carlo Alberto, das «Schwert Italiens.» wie Jakob um die Rachel, um den Theresien-Oroen geworben, den er nach längerem Suppllcieren auch thatsächlich erhielt. Die berühmtesten fremdländischen Heerführer aus den napoleonischen Kriegen, die Suvarous, Kutusoos, die Jorks und Scharuhorsts, ja sogar Blücher. Wel-liugtou und Äernadotte setzten mit Stolz an die Spitze ihrer Titel die Eigenschaft: Theresien.Rilter. K^ine andere, ähnlich geartete Decoration, wie etwa der preußische ?0ur 16 ,n«ril6-, der saooyische Militär-Orden oder das britische Victorialreuz, kann sich ihm nur annähernd an die S^ite stellen. Nicht durch Gunst, sondern nur durch eigeues Verdienst kann er erlangt werden; Geburt, Rang, Tonsession geben hier nicht dm Ausschlag, sondern nur die That, und die eigenen Kameraden siud die Richter der Anspruchsberechtigung. Wer sichs auf der Walstatt erwirbt, der wild, mit Marschall Ney zu sprechen, sein eigener Ahnherr. Gibt doch, das Kreuz, wie männiglich bekannt, seinem In-Haber den Anspruch auf die erbliche Baroni?. In der neu eröffnete,, EhrenlMle finden wir beispielsweise einen Häuslerssohn, den eine kühne That auf der Walstatt zum Freiherrn macht-. Laibacher Hettung Nr. 2n?. 2404 15. December 18^. Mitteln ausgestattet werden mögen. In dieser Beziehung erlaube ich mir darauf zu verweisen, dass thatsächlich schon gegenwärtig nahezu an sämmtlichen Universitäten außerordentliche Lehrkanzeln für Hygiene bestehen und dass der dem hohen Hause unterbreitete Voranschlag die Neusystemisierung einer solchen Lehrkanzel für die Universität Krakau enthält. Es ist selbstverständlich, dass die Unterrichtsverwaltung einer Anregung solcher Art, die ihre Rechtfertigung findet in der hohen Be» deulung, welche Hygiene und Bakteriologie in unseren Tagen erlangt haben, nach Thunlichkeit Rechnung zu tragen bestrebt sein wird, und ich bitte in dieser Beziehung an dem guten Willen nicht zu zweifeln. Es ist weiter in den Resolutionen angeregt und, wenn ich nicht irre, von dem Herrn Abgeordneten für Schluckenau insbesondere betont worden, es möge angeordnet werden, dass für ordentliche Hörer der Medicin künftighin das Studium der Hygiene obligater Lehrgegenstand sei. Der Herr Abgeordnete für Schluckenau ist wohl selbst von der Vorausseyung ausgegangen, dass es sich hiebei nur um eine Verfügung handeln kann, welche innerhalb des Rahmens der künftigen Organisation des medici» Nischen Unterrichtes bei uns platzgreifen soll. Auch in dieser Beziehung vermag ich schon heute die Erklärung abzugeben, dass bei der demnächst in Angriff zu neh« menden Reform des medicinischen Studiums gewiss die Bedeutung der Hygiene in vollem Maße gewürdigt werden wird. Endlich heißt es in Punkt 5 der Reso« lution, es sei Vorsorge zu treffen, dass jeder Tiro bei Beginn seiner praktischen Lehrzeit eine höhere Vorbil» dung zu erbringen habe. Es ist vollkommen begreiflich, dass das im Berichte vom 25. Februar 1888 steht, ich erlaube mir aber darauf hinzuweisen, dass in der seither publicierten pharmaceutischen Studienordnung vom 16. December 1889 diesem Wunsche im wesentlichen entsprochen sein dürfte, im § 1, lit. a bekanntlich das Erfordernis von sechs Gymnasial-, beziehungsweise Realclassen aufgestellt worden ist. Außerdem wurden von den geehrten Herren Rednern im Verlaufe der Debatte noch einige andere Punkte berührt, welche in einem gewissen Zusammenhange mit dem mir an« vertrauten Ressort sowie mit derjenigen Frage, die uns heute beschäftigt, stehen. Ich kann meinerseits den geehrten Herren nur Dank wissen, dass sie einer Ver« fügung der Unterrichtsverwaltung, die als ein beschei« dener und erster Schritt auf dem Gebiete der Gesundheitspflege anges hen werden will, gedacht haben; ich meine jene Verfügung, die eine erhöhte Pflege der körperlichen Uebungen in unseren Schulen zum Gegenstande hat. Ich möchte aber bei dem ersten Anlasse, wo mir Gelegenheit hiezu geboten ist. hier im hohen hause ausdrücklich betonen; dass es sich in diesem Falle thalsächlich nur um einen ersten Schritt und um einen Schrllt handeln kann, der mit der nötdia/n Vorsicht unternommen würd»». Allerdings darf ich beifügen, dass nach Nachrichten, welche mir seither zuge« kommen sind. diese Maßregel nicht ganz ohne Efolg war. Die Unterrichtsverwaltung wird bestrebt sein. auf dem einschlagen«« Wi'ge, wenn auch langsam und vorsichtig, aber doch stelig fortzuschreiten. Es sei bei diesem Anlasse nocb einer anderen verwandten Verfügung gedacht, wiche ihren Ausdruck i:> dem diesjährigen Staatsooranschlage gefunden hat und die sich vielleicht mit denjenigen Anschauungen im we-> sentlichen begeguet, welche von den beiden Herren Vorrednern zum Ausdrucke gebracht wurde. Diese Verfügung betrifft, um mich technisch auszudrücken, die Einstellung einer Quartaltangeute zur Einführung eines — ich kann zwar nicht sagen — neuen Gegenstandes, aber eines solchen in neuer Form in unseren Lehrer« Bildungsanstalten, eines Gegenstandes, der künftighin durch Aerzte gelehrt werden soll. Zurückzuführen ist diese Verfügung auf eine sehr dankenswerte Anregung des Obersten Sanitätsrathes. Dieser hat nämlich darauf hingewiesen, wie nothwendig es sei, dass die Personen — ich citiere wörtlich — welche sich dem Lehrfache und der Erziehung widmen wollen, ausreichenden Unterricht in der Gesundheitslehre und in der Gesundheitspflege erhalten (Beifall), dass aber Laien unmöglich genügenden Unterricht in diesen Fächern ertheilen können, dass daher Vorsorge getroffen werden müsse, damit dieser Unterricht in Wort und Schuft durch hiefür besonders ausgebildete Aerzte ertheilt werde. (Bravo! Bravo!) Diese Anregung hat die Unterrichtsverwaltung aufgenommen und durch die Einstellung eines Credites für die ersten drei Monate des kommenden Schuljahres Vorsorge getroffen, um unseren Lehrern successive auch auf diesem Gebiete die nothwendigen und entsprechenden Kenntnisse zu verschaffen. (Bravo! Bravo!) Ich erlaube mir dies nur zu erwähnen, um den Beweis zu erbringen, dass die Unterrichtsoerwaltung den Angelegen« heiten, welche die Herren hier besprochen haben, die vollste Aufmerksamkeit zuwendet und auch zuwenden wird. Von diesem Standpunkte aus ist es wohl selbst» verständlich, dass ihr auch jene einzelnen Uebelstände nicht entgangen sind, von welchen der Herr Abgeordnete für Schluckenau gesprochen hat, als er uns mittheilte, was er im Prager Krankenhause gesehen habe. Ich kann nur constatieren, dass schon durch die Fertigstellung des einen Pavillons manche dieser Uebelstände beseitigt sein dürften. Die Beseitigung aller dieser Uebelstände aber ist nach Ferstigstellung des zweiten Pa« oilions mit Sicherheit in Aussicht zu nehmen. Ich ver« binde damit noch die Mittheilung, dass auch die An« gelegenheit des Albert'schen Höcsaales. die gleichfalls in der Rede des Herrn Abgeordneten für Schluckenau erwähnt war und die in der Oefftntlichkeit eine Darstellung ^funden hat. welche den Verhältnissen nicht vollkommen entsprochen hat, bereits von Seite der Unterrichtsverwaltung abgethan ist. Diese wenigen Bemerkungen wollte ich mir gestatten, dem hohen Hause speciell vom Standpunkte der Unterrichtsoerwaltung zu diesem Gegen« stände vorzubringen. (Brlfall.) Regierungsoertreter Seclionschef Freiherr v. Erb erklärte, dass die Sanitätso^rhältnisse in Oesterreich sehr viel zu wünschen übr,g lassen. Das Reichssanitäts« ges^tz vom Jahre 1870 wäre ganz gut, aber rs se> mcht durchgeführt und stehe da wie ein erratischer Block. Seitdem der gegenwärtige Ministerpräsident die Leitung des Ministeriums des Innern führte, sei auf dem Gebiete des Samtätswesen« bereits jehr viel ge« schehen. was auch ganz natürlich sei, da man auf die Erhöh mg der Wehrfähigkeit und auf die Verbesserung der Lage der arbeitenden Classe ein besonder«s G^ wicht lege. Dennoch sei der Fortschritt in hygienischer < Beziehung ein sehr langsamer. Im Jahre 1887 starben in Oesterreich an Infeclionskrankheiten 122.256 Personen, während von der deutschen Armee im Kriege von 1870 nur 40,000 Mann an Wunden und Kraul-heiten starben. Redner schilderte in eingehender, fach' männischer Weise die zahlreichen Maßnahmen, welche seitens der Regierung für das Sanitätswesen ergrissen wurden, insbesondere, um dem Aerztemanqel auf deM Lande abzuhelfen, und klagte üb.r den Widerstand, den verschiedene Länder und Gemeinden den besten Inten« tionen der Regierung auf diesem Gebiete entgegensetzen. Abg. Graf Wurmbrand wünscht eine Oraanisation des Sanitätswesens in drei Stufen: Reichssanitätsraty. LandeKsanitätsräthe und Bezirks- und Districtsärzte. Redner betonte die großen Opfer, welche Steierniarl für seine Krankenanstalten bringe. Abg. Dr. Roser tritt für seinen ursprünglichen Antrag ein. nämlich eine Institution zu schaffen nach dem Muster der taiserl. Gesundheitsamtes in Verlw. Auf dem sanitären Gebiet könne nur durch eme ein< heitliche centrale Staatöansialt etwas Ersprießlich« geleistet werden. Redner wendete sich daber besonder» gegen das schädliche Treiben mit Grheimmitteln und pharmaceutischen Specialitäten. Hiezu gehören del Brustsyrup von Mav/r. die Lobeda'sche Tinctur geg"» Lungentuberculose, das Po»Ho gegen Migräne, die v^eie Mark kosten und nur wenige Pfennige wert seien. ^ meisten seien giftiq. gesundhntsa/fährlich, besten FaU" unschuldig. Der Redner beantragte folgende ResolutM die Regierung aufzufordern, Gesetzentwürfe vorzulegen > 1.) betreffend die Ankündigung und den Betrieb von Geheimmitteln. 2) betreffend die Besteuerung ph<"' maceutischer Specialitäten. 3.) betreffend die Einlagerung und Aufbewahrung von Explosivstoffen. — Die N^ solution wurde genügend unterstützt und die Verhak lung hierauf abgebrochen. ^ Die Abgeordneten Dr. Steinwender lttw Genossen interpellierten den Landesvertheidigungs''^ nister wegen des angeblich ungesetzlichen Vorgehens de Militärpolizei bei einem am'2. Juli d. I. vorgelolN-menen Excess in Klagenfurt, die Abgeordneten v°n Nurgstaller und Genossen den Ministe»Präsidenten wegen der wünschenswerten Erhöhung der Bezüge de Staatibeamten in Trieft aus Anlas« der infolge der Aushebung des Freihafens eintutenden VerlheuerM der Lebensmittel. — Nächste Sitzung morgen. Politische Ueberficht. (Parlamentarisches) Der Centrumsclub hielt Freitag mittag« seine erste Sitzung in dm ^ Session ab. Obmann Graf Vrandis leitete die Vespr" chung der politischen Lage ein, an w lcher mehr/ Redner sich betheiiqten. Der Club sprach sich einst'^ mig dahin aus, man müsse alles daran setzen, dass NlH eine liberale oder liberalere Regierung die allgemeine R'ichsrathswahlen durchführe. Es liege kein Or""" vor. im letzten Augenblick sich der Gefahr eine« g""° lib-ralen Regime« auszusetzen. — Nach einer Meldung czechischer Blätter soll sich die zweite Lesung des V"dg" Provisoriums zu einer großen politischen Debatte s Vielfach ist die Meinung verbreitet, dass der Tb/resien.Orden für Thaten verliehen wird, welche entgegen der erhaltenen Ordre vollbracht werden. Dem ist aber nicht so; denn es hieße dies ja sozusagen eine Prämie a»f Dlsciplinwidrigteit sehen. Das war ab?r nie der Fall. denn die über Auftrag der Ordensstifterin vom berühmtesten Staatsmanne seiner Z it. dem Fürsten Kauniy. verfassten Regeln besagen: «Der Olden wird verliehen für eme kühne That, die der Betreffende, ohne zur Verantwortung gezogen werden zu können, auch hätte unterlassen können.» während da« Großkreuz nur auf Grund befonders tapferer uud kluger, vor dem Feinde verrichteter Thaten »rworben werden konnte. Vier Tage nach Kolin stiftete die große Kaiserin diesen Orden, dessen erster Ritter Marschall Daun gewesen. «Ihr habt.» so schrieb sie anno 1757, «Eure Ordensproben vor den Augen der ganzen Armee schon abgelegt. Ihr seid also als der erste Großkreuz auf» genommen.» Seither wurden während des 133jährigen Ne> stehen« des Ordens 946 österreichische Ossiciere zu TheresieN'Rittern ernannt, 35 Capitel wurden ab» gehalten und 170 Promotionen fanden statt. Ein Be« weis. wie sparsam bei der Vertheilung dieser Auszeichnung stets vorgegangen wird. ist der Umstand, dass die gahl der Bewerber 3128 erreichte. Vom Groß« Meister selbst «motu proprio» aufgenommen wurden 233; unser Kaiser hat von diesem seinem Vorrechte nur spärlichen Gebrauch gemacht, denn während seiner ganzen 42jährigen Regierung hat er nur 4 Officiere damit ausgezeichnet. Seit seinem Bestände hat der Theresien.Orden 6 Großmeister. 6 Ordenskanzler und 6 Orbensschay. meist« unter seinen Würdenträgern gezählt. Die größte Anzahl TheresieN'Ritter waren nach Abschluss der Be« frenmgtkritge vorhanden. 46? lebende Ritter zählte der Orden in den Tagen von Waterloo. Als da« erNe Jahrhundert von Maria TheresiensStiftung um war. betrug der Status 122 meist greise Männer. Seither sind noch 56 neu promoviert worden; trotzdem ist heute die erlesene Schar auf 22 Inländer und 6 Ausländer herabgesunken. An der Spitze der 20 überlebenden TheresieN'R'tter steht ein Grohkreuz. Erzherzog Albrecht, ein — Commandeur — der Reorganisator unserer Wehrmacht — FZM. Kühn. Nicht nur die Baronie erwirbt sich der glückliche Krieger auf der Walstatt, nach den Satzungen der erlauchten Stiftern» sollte ihm auch zeitlicher Gewinn blühen. Darum fundierte Maria Theresia ihren Orden in wahrhaft kaiserlicher Weise, indem sie im Jahre 1763 ein Capital von 2.255.000 st, in der «Wiener Bank. zu «fünf per osrito» anlegte, deren Interessen zur Dotation der Ritter verwendet werden sollten. Heute betragen die für Pensionen des Ordens bestimmten Interessen 152.000 fl pro Jahr. und zwar je 3000 fl. für das Grohtreuz. 1500 st. für den Commandeur, 800 fl. respective 600 fl., für j^den Rltter. Da jedoch diesem im Jahre 1878 erflossenen Nachtragsstatut zufolge die Bezüge sämmtlicher derzeit „och lebenden Ritter aller drei Kategorien bloß 20.500 fl. betragen würden, so schließt naturgemäß jede Jahresbilanz des Theresien-Ordens mit einem kolossalen Ueberschusse. In dem Werke sind den Promotionen jeder Kriegs« und Kampfepoche lriegsgeschichtliche Skizzen voran» geschickt; sie bilden den äußrren Rahmen für die von Lutes geschilderten Waffenthaten der einzelnen Helden. So erscheint denn das schöne Werk als ein Ehrenbuch für Heer und Marine Oesterreichs und damit als ein Nationulschah kriegerischer Thaten für unser Oesammt-vaterland von den Tagen Maria Theresia's bis zu denen Franz Josefs I. Hlerstoßen nnö verlassen. Noman von Vmile «lchebourg. (163. Fortsetzung.) Die alte Dame schüttelte den Kopf. ihre Zü^ nahmen einen höchst misstrauischen Ausdruck an. «Frau Marquise.» fuhr der Dienstmann l^' «Sie zweifeln an meinen Worten? Sie fühlen ^ geneigt, in mir xinen jener Betrüger zu sehen, welH zu entlarven ich einzig zu Ihnen gekommen bin?' «Ja. ich misstraue Ihnen.» rief Frau von G« lieu in stolz ablehnendem Tone. «Sie behaupten, oa, alle möglichen Pläne geschmiedet seien, um sich ""N Vermögens zu bemächtigen; Sie behaupten, dass Enkelin, welche in meinem Hause lebt, nicht Laurel"-de Merulle sei —» .^,, «Ja. Frau Marquise — das alles behaupte »cy ' «So wäre also diejenige, welche ich für «i Enkelin halte, eine Abenteurerin, eine falsche 5,aure> de Merulle?» «Ja. Frau Marquise, das ist sie!» - f^.ng «Ihre Worte könnten mich in große «lmeg^.u versehen, wenn ich nicht den Beweisen, welche ^" ^ zweiscUos bringen wollen, andere entgegenstellen l ^ welche mir nicht erlauben, daran zu zweifeln, oa> in der That Laurence de Merulle. die Tochter^ ^ brielens, ist. welche wiederzufinden ich das Glucr y ^ Der Dienstmaun stand wie versteinert, me ^» quise aber fuhr lebhaft fort: rundes. «Dank den Bemühungen meines alten 6"" „„ des Marquis von Premorin. wusste ich la>M. und unter welchen Umständen meine arme ^oa^ .^ nöthigt war. ihr Kind zu verlassen. In d« «" ,^ welcher dies geschehen, ist jene, welche v»e , ^ falsche Laurence von Merulle halten, von lyrer ^ ttaibacher Zeltnn« Nl. 287. 2405 l 5. December 1890. stalten. Nlz Redner werden bereits genannt die Ab« geordneten Dr. von Plener, Dr. Rieger, Dr. Zucker, Dr. Gregr und Dr. Ebenhoch. (Aufruf an die Ruthenen.) Das «Dilo. veröffentlicht eine von dem Metropoliten Sylvester Sembratowicz gezeichnete Kundgebung an die Ruthenei, Aaliziens. in welcher diesen da« vom Abgeordneten Romanczuk im galizischen Landtage entwickelte Pro» gramm mitgetheilt und die Aufforderung an sie ge» ächtet wird, sich unter der ruthenischen Nationalfahue zu sammeln und an der Durchführung jenes Pro« grammes mitzuwirken. «Nur auf ihrem nationalen ^oden bei und in Oesterreich lönuen die Rulhenen Schutz ihrer Existenz und Sicherung ihrer Nationalität smden.» so heißt es am Schlüsse des Aufrufes. (Das Herbst ° Iubiläum) fand seinen Ab» Mlusz in einem Festmahle, da« in intimer Weise vom Tlul, der vereinigten deutschen Linken veranstaltet wurde, "ei diefer Gelegenheit hielt.n die Abgeordneten ^ Pltner. Baron 'llhlumecly. Dr. von Dcmel. Baron Mquet und andere mit lebhaftem Befalle auf-^nommene Reden, in welchen die Ve»dienste Dr. Herbsts gewürdigt wurdcn. Dr. Herbst dankte tief bew.gt für alle Ehrungen. (Zur Hilfsaction in Böhmen.) Aus ^lag wird telegraphisch gemeldet: Nachdem nunmehr ^ Schadeuserhebunqen aus" sämmtlichen beschädigt»'!, ^Mlen vorliegen und vom llandes'Hilfscomite' ge. W und richtiggestellt worden sind, ist der Zeitpunkt Akvmmeu, an die Vertheilung der eingegangenen welb.r zu schreiten. Da der vom Staate vorläufig an-aewirsrne Betrag von 800.000 fl. zur Vcrtheilung Nach Maßgabe der wirklichen Bedürftigkeit der Be-Mdigten bestimmt ist. hat das Landes-Hilfscomite den ^schluis gefaxt, aus den ihm im Sammlungswege ^ Verfügung gestellten Mitteln die auf dm obigen ^taatsbcitrag erfordeilichc Ergänzung dahin zu leisten. °"ss den ganz armen Beschädigten, und zwar bis zur Schadenshöhe von 500 fl. 80 Procent und für den b'ese Schadensziffer übersteigenden Betrag 50 Procent, ^" übrigen zwei Kategorien von Beschädigten nach "aßgabe der Bedürftigkeit 25 Procent, beziehungs-Weise 10 Procent als Hilfsbeitrag ausgezahlt werden. (Aus Wieu) w'rd uns telegraphisch gemeldet: Aer demotralijche Eentralverein in Wien wurde wegen Ausschreitung seines Wi'tungslreises ausgelöst. — A'e Berufung der Stadtgemeinde Weinberge gegen die ^lUscheidung orr böhmischen Stallhalterei, womit die "lnennung dcs Bischofs Stroßmayer zum Ehrenbürger annulliert woidln ist, wurde vom Ministerium zurück« grwikse,,. s. (Die Handels!ammer in Leoben) sprach !^ gegen die Tauernbahn aus. indem sie hervorhob, dass Steiermall nur an einer übn St. Lambrecht süh« ^nden Verbindul'g von Salzburg über Klagenfurt nach "lest Interesse habe. , (Regnicolar-Deputatioueu.) Nachdem ^lvohl Ungarn als auch Kroatien ihre Regnicolar. ^ftutationen gewählt haben, werden die letzteren dem« "ochst ihre meritorische Thätigkeit beginnen. Die un-husche und die kroatische Regierung werden den Deputationen nicht bloß das nothwendige Material zur ^"Handlung zur Verfügung stellen, sondern auch mit braven Leuten anvcrtraut^vorden, welche sie groß« dingen haben.. . . «Ihre Worte. Frau Marquise, beweisen mir nur. °as« der Plan fein geschmiedet ist. welchen man er-, lonnen hat. um Sie zu täuschen, und das« die Gauner Uch genau orientierten, damit ihr Plan sicher gelingen lnusste.. f. «Meine Enkelin sieht überdies ihrer Mutter ähn- !'ch; sie hat deren schönes Haar. ihre blauen Augen, 'Vlen Blick, ihren O sichttschnilt!» 'Das ist allerdings merkwürdig, ynd ich sehe m,ch gezwungen zu gestehen, dass die Urheber eines schänd» 'Hen Planes durch den Zufall begünstigt wmden sind!» D'e Marquise hatte sich abglwandt; jetzt trat sie p^hlich hastig auf ihn zu. , , < «Mein Herr. sthen Sie hierher!» Und sie hielt ^em Dienslmann einen Gegenstand vor Augen, welchen ul einem Schubfach ihres Schreibtisches entnommen Der Vater Laurencens erbebte unwillkürlich, aber " bewahrte seine Kaltblütigkeit. ^ . 'Diese Brieftasche.» führ die Marquise fort. «hat "emer Tochter. Gabriele von Saulieu. gehört: sie ent-Mt das Fragment eines Briefes, welchen ich emst an ^l'Ne Tochter schrieb. Diese Brieflasche nun Hai man "den Kleidern der lleiwn Laurence gefunden, und Ur au dem Tage. an welchem ihre Mutter sie ve» "en hat.» ,, 'So erzählte man Ihmn. Frau Marquise! Ich "er sage Ih^n. dass diese Brieftafche der V.comtesse "°" Merulle gestohlen woiden ist!» 'Mein Herr — hüten sie sich —' n^. '^ brauche mich nicht zu hüten, denn ,ch habe M zu befürchten! Kennen Sie den Frecherm von ""boise, Frau Marquise?» concrete« Anträgen hervortreten. Es soll nämlich in Angelegenheit des Zuschlages zu den Beiträgen für den kroatischen Grundentlastungsfond eine wesentliche Nen. derung platzgreifen. Es sollen diesbezüglich Aenderungen platzgre,fen. was eine Modification des Oesetzartikels vom Jahre 1868 bedingt. (Zur Lage in Irland.) Der ministerielle .Dublin Express, fasst die Lage in Irland dahin auf. dass der Kampf zwischen der Geistlichkeit einerseits und Parnell anderseits entbrannt sei; den Ausschlag dabei werde die ländliche Vevölkerunq geben. Der alte Ngitator'Michael Daoitt. welcher bei seinen Landsleuten das höchste Ansehen besitzt, kommt diesertage gleichfalls nach Irland, um die Wagschale zu Gunsten der Ant,'. Parnelliten neigen zu versuchen. Von den sieben Ver. tretern der Grafschaft Cork. in welcher Parnell gewählt ist, ist nur einer. Dr. Kenny, auf seiner Seite. Sein College für die Stadt Cork ist sein Gegner. Betreffs des Fonds von 20,000?Pfd. St./über welchen Parnell angeblich unbedingtes Verfügungsrecht besitzt, macht Michael Davitt die Mittheilung, das« derselbe ursprüng. lich der Landliga gehörte und'seit 1882 bei der Firma Munro & Co. in Paris hinterlegt und zur Zeit auf den Namen von Parnell und Justin Mac llarthy ein-getragen sei. (Die serbische Skupstina) berieth in ge« heimer Gihinq das Memorandum der Königin Natalie. Der Antrag der Liberals, das Memorandum einem Nnsschusse behufs formeller Behandlung zuzuweisen, wurde mit großer Majorität abgelehnt, worauf die Liberalen, drei ausgenommen, den Saal mit der Er» klärung verließen, der Verhandlung des Gegenstandes fernzubleiben. Die Verhandlung wurde fortgesetzt. Auch Garasanin b>theiligt rathen. (Ausstellung in Paris.) Wie die «Pariser Post» meldet, soll in Paris in den nächsten Tagen aus Mitgliedern der österreichisch'UNgarischen Colonie ein Comite" gebildet werden, welches die Vorstudien für eine österreichisch.ungarische National-Ausstellung zu Paris im Jahre 1892 zu machen hat. In unseren industriellen Kreisen hat man von diesem Plane bisher keine K'nntnis. Weder in der Handelskammer noch im Wiener Gewerbevereine ist über dieses Unternehmen eine Nachticht eingelangt. (In der italienischen Kammer) wurde Biancheri. als er den Präsidentenstnhl einnahm, leb» haft begrüßt. Imbriani interpellierte über die V'rfas-sungsmäßigkeit des Vorganges bei der Ausscheidung SliSnlit'Doda's und bei dem unerwarteten Rucktritte «Ja, ich^ kenne? ihn; er ist der Verlobte meiner Enkelin!» «Ah — ich war meiner Sache ohnehin gewiss! Endlich also, endlich ist dieser Mensch in meiner Gewalt und ich tann^ihm die Maske von dem falschen Gesicht reißen!» Anselms Züge waren furchtbar anzuschauen. Die Marquise stand bestürzt. «Gnädigste Frau,» sprach er mit tiefem Ernst, «der Freiherr von Veiboise ist der gefährlichste Ihrer Feinde; er ist die Seele des ganzen Planes, und das Mädchen, welches sich Laurence von Merulle nennt, ist eine Mitschuldige des angeblichen Freiherrn von Ver-boise! Der Plan des Barons ist fein ausgesonnen, und es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass der Mann in seiner Art ein Genie ersten Ranges ist. Er lässt Sie Ihre Enkelin finden, deren Verlobter er ist; er heiratet dieselbe und wird Herr über das Vermögen der Großmutter. O ich kenne die Komödie; der Herr Baron spielt sie zum zweitenmale, aber er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht; ich rnfe dem Schurken ein gebieterischeK Halt zn. Die Lösung der ganzen Komödie liegt in nx'iner Hand!» Frau von Saulieu war fassungslos; Anselm aber fuhr fort: «Ich wiederhole Ihnen, Frau Marquise, das« Sie schmählich betrogen worden sind. Gleichzeitig jedoch geben Sie der schrankenlosesten Freude Raum. Ich^ habe Ihnen ein maßloses Glück zu verkünden, wie! Sie dabselbe nimmer zu träumen wagten. Ihre Enkelin, die wirkliche Laurence vou Merulle soll Ihnen wieder» gea/deu werden und — es steht Ihnen ein noch größeres Glilck bevor l» ! (Fortsetzung folgt.) ! Giolitti's. Der Ministerpräsident erkärte, er werde in acht Tagen antworten. (Zur Judenverfolgung in Russland.) Polnische Blätter melden aus Petersburg, die russische Regierung werde demnächst eine Revision des Gesetzes vom 3. Mai 1882. wodurch den Juden die Erwerbung und Pachtung von Grundbesitz außerhalb der Städte verboten ist, vornehmen. (Deutschland.) Der deutsche Reichstag ge. nehmigte in der samstä'gigen Nachmittagssihung den deutsch türkischen Handelsvertrag in dritter Lesung und vertagte sich bis 13. Jänner. Tagesueuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagenfurter Zeitung» meldet, der Schulgemeinde Afritz zum Schulbau 300 fl. und der Kilchenoorste-hung von St. Jakob zu Kolbnih zur Herstellung des Kirchenlhurmes und Anschaffung von Kirchenglocken 200 fl. zu spenden geruht. — (Große Gefällsübertretung.) In der Rudolf von Ocslay'schen Spiritusbrennerei in Neutra wurde diesertage. infolge erstatteter Anzeige, dass der Staat durch eine betrügerische Manipulation des Päch« ters Liechtenstern um bedeutende Summen verkürzt werde, von einem zu diesem Zwecke entsendeten Oberinspector die Untersuchung gepflogen, wobei sich herausstellte, dass au« dem Locale in ein anderes Local ein Rohr führte, welches Spiritus dorthin leitete, ohne dass hienach die abkommende Steuer entrichtet worden wäre. Die Berechnung ergab, dass der Staat nm 12.798 fl. belürzt wurde; für diese Gefällsübertretung ist eine Strafe von 102.334 st. zu zahlen. Alles auf dem Pachtgute befindliche Vermögen wurde sofort sequeftrirt. — (Ein Kinderball bei Duma«.) Alexander Dumas hat letzten Sonntag in seinem Hause eine Matine'e für Kinder veranstaltet. Ein Marionetten-Theater war aufgeschlagen, und der Impresario besse ben ließ eine breiartige Komödie aufführen, der ein lovsr , das die Vörse im Tabakladen vergessen hatte, war in der That Sofie Günzberg. Wie wir in einem interessanten Verichte der «Times» lesen, hatte diese Nihilistin damals unter dem Namen «Wilhelmine Braun» in Petersburg gelebt; als sie des Verlustes ihrer Börse gewahr wurde, eilte sie in den Taballaden zurück; dec Inhaber des letzteren stellte es in Abrede, dass er die Börse gefunden hätte. Die Nihilistin sah sich verloren und sie beschloss, zu entfliehen. Sie gieng in ihre Wohnung, verabschiedete sich von ihrem Freunde, dem Studenten Michael Stojanovily, und entwich. Sie wandte sich nach Sübrussland und lam nach Sevastopol, wo sie einen Nelannten aus früheren Jahren, den Bombardier Oroclo aufsuchte; dieser bot ihr eine Zufluchtsstätte und führte sie mit den Officieren Cijevsky und Docevsli zusammen, welche gleichfalls der Partei der revolutionären Verschwörung angehörten. Nach einigem Nusenthalte in Sevastopol floh Sophie Günzberg weiter nach Valtschiserail. wo sie am 13. Juni 1889 in dem Vospenslytloster verhaftet wurde. Die Untersuchung soll erwiesen haben, dass Günzberg eine Emissärin der in Frankreich und in der Schweiz residierenden nihilistischen Comtt'« war; sie soll mit Orlov, Lavrov und Mendelssohn, diesen hervorragendsten Mitgliedern der Pariser Kihilistengemeinde, in brieflichem Verkehr gestanden und nähere Beziehungen zu der Revolutionärin Marie Jan» kovsky unterhalten haben. Mit ihr zugleich wurde auch dem erwähnten Michael Stojanousky und dessen Bruder Simon sowie den Lieutenant« Eijevsly und Doceosly der Process gemacht. Simon Stojanovsly und Aijeosky wurden während der Untersuchung irrsinnig und in eine Heilanstalt gebracht. Das Urlheil Wider die übrigen Angeklagten lautet aus Tod gegen die drei Hauptangeklagten und auf Freiheitsstrafen gegen die übrigen. Der gar soll, als ihm der Justiz« minister da« Urtheil de« Gerichtshofe« nach Gatichina telephonierte, geantwortet haben, dass er die Todcsurtheile in Deportation nach Sibirien umwandle: er habe es satt »it den vielen Hiniichtungen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Au« dem Reichsrathe.) Au« Wien meldet un» unser llorrespondent unterm Vorgestrigen: Im Abgrordnetenhause brachte heute die Regierung eine Votlage ein auf Verlängerung des Gesetzes vom Jahre 1876 betreffs der Stempelbefreiung und Erleichterungen bei der Löschung kleiner Satzposten. Das Haus nahm ohne Debatte die Vorlage auf Einquartierung der bosnisch« hercegovinischen Truppen in Oesterreich an, ferner drn Gesetzentwurf betreffs Ausdehnung des Militär «Witwen« und Waisengesshes in zweiter und dritter Lesung mit der vom Abg. Jacques beantragten Resolution an, wonach die Regierung dringend aufzufordern sei, die Ausdehnung des Versorgung?gesehes auf Witwen und Waisen, deren Versorger bereits vor Erlas« des Gesetzes gestorben, bald» mbglichft im verfassungsmäßigen Wege z» bewirken. Weiter« wurden die Resolutionen des Sanitälsausschusses betreffs des Noser'schen Antrages auf Errichtung eines Gesundheilsamtes (Errichtung Hygienischerund balteriologischer Lehrkanzeln), Verbesserung der Lage der staatlich angestellten Aerzte, Ergänzung des Obersten Sanitätsrathes durch Fachmänner und Reform des Apothekerwefens; ferner die Resolutionen des Abg, Roser bezüglich der Ankündigung und den Betrieb von Geheimmilteln und Besteuerung von pharmaceutischen Specialitäten sowie die Resolution des Abg. Nenber, die Regierung sei aufzufordern, eine staatliche Unterfuchungsanstalt der Nahrung«« und Genuss» mittet zu errichten, angenommen. Nächste Sitzung Dienstag. — (Deutsches Theater.) Wenn man berücksichtigt, dass unter den bisherigen zehn Theatervorstellungen nicht weniger als sechs Operettenaufführungen stattfanden, denen langandauernde ermüdende Proben vorangiengen, fo darf man uicht allzu strenge darüber urtheilen, wenn die Darsteller bei den letzten zwei Vorstellungen des «Zigeunerbaron», ihre Partien erschöpft und indisponiert durchfühlten. Die übersättigte Ermüdung theilte auch das Publicum, welches allerdings durch die seinerzeitige mustergiltige Vorführung der zweitbesten Operette von I. Strauß (insbesondere unter der Direction Westen) eine gewisse Voreingenommenheit nicht verleugnen konnte. Der Träger der Hauptrolle, H?rr Bam -berger, ist seit seinem ersten Auftreten vollkommen indisponiert und bedarf dringend Schonung. Gute Leistungen, die auch das Publicum durch Beifall anerkannte, boten Frau Haberland als Ezipra, Frau von Gyürly als Zigeunerin und Herr Haberland alS Schweinezüchter Isupän. Letzterer war in Spiel und Maske gelungen, nur führte er nicht consequent den Dialekt durch. Die gestrige nachmittägige Kinderoorstellung war von unserem kleinen Volle, welche« sich hiebei sehr gut amüsierte, zahlreich besucht. Heute wirb (entgegen unserer dlesfälligen Notiz) gespielt, und es gelangt das bestbekannte Lustspiel «Die Tochter Belials» von R.Kneisel zur Aufführung. Hoffentlich wird das theaterfreundliche Publicum feinen guten Geschmack dadurch beweisen, dass es die heulige sowie die folgenden versprochenen Aufführungen des Lust« und Schauspieles gleich den Operetten besuche. Wir verweisen diesbezüglich auf die gelungenen slowenischen Theatervorstellungen, deren Schwer' punkt nur im Schau- und Lustspiele licgt und die jederzeit ein zahlreiches dankbares Publicum versammeln. ^. — (Das Kauderwelsch der «Deutschen Zeitung».) Die «Deutsche Zeitung» schreibt in ihrer Abend-Ausgabe vom 13. d.M.: «Das neue Programm der Starcevic» Partei, welche« der Abg. Frank am 10. d. M. in Agram entwicksll hat, spielt gar sehr in die westliche Reichshälfte hinüber. Cs fordert die Ve» einigung Dalmatiens und Istriens und der kroatischen Theile Steiermarks und der H^rcegovina mit Kroatien. Das Programm der Slovene« lehnt sich an jenes der Starcevi«!« Partei an und die jüngsten Beschlüsse desKrainerLandtages zielen auf die Ausführung dieses Programmes. Bischof Stroßmayer ist der freigewählte Patriarch unserer Slovene» und des slooenischen Clerus. Der Unterschied zwischen den Starcevicanern in Kram und jenen in Kroatien ist nur der, dass die krainischen zu den Stützen der Regierung zählen.» So etwas liest man nicht alle Tage. Gescheit muss man eben sein, wie die «Deutsche Zeitung», um so schreiben zu können! — (Erstochen.) Am vergangenen Freitag abends gegen 6 Uhr wurde, wie man uns meldet, Mathias Nhaöic aus Neumarltl in dem Momente, als er den vor dem Gasthause des Johann Oranc in Retne bereitstehenden Wagen besteigen wollte, um nach Krainburg zu fahren, von einem Burschen angefallen und ihm mit einem Messer ein derartiger Stich in den rechten Oberarm verseht, dass er sofort, nachdem er in das Haus zurückgetreten, bewusstlos zusammenstürzte und nach Verlauf einer halben Stunde infolge Verblutung verschied, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Da um die kritische Zeit sonst niemand auf der Straße war, gelang es dem Thäter zu entkommen. Der Verdacht lenkte sich auf Johann Zupan aus Retne und Franz KriZnar aus Freithof, welche im Lanfe des Nachmittag« mit Ahacic einen Wortwechfel gehabt hatten und bezeichnete der erstere, als er beim Mühlenbesiher Johann Globocnil ergriffen und zur Rede gestellt wurde, den Franz Krijnar als den Thäter. Letzterer, der bei seinem Dienstgeber Michael PrimcHic in Pristava betreten und verhaftet wurde, leugnet, die That begangen zu haben. Die beiden Burschen wurden dem Bezirksgerichte Neumarltl übergeben. — (Personalnachrichten.) Den Oberstaatsanwälten Herrn Dr Victor Üeitmaier in Graz und Michael Urbancic in Trust wurde der Titel und Charakter eines Hofrathes verliehen. —-(Vortragsabend des Alpenvereines.) Die Section «llrain» des deutschen und österreichischen Alpenvereines hält heute um 6 Uhr abends im Casino-Elubzimmer einen Vortragsabend ab mit folgendem Programm: 1.) Mittheilungen des Obmannes. 2.) Die Steiner Alpen und die Aufgabe der Section Krain in denselben. 3.) Besprechung des Antrages, im Carneval 1891 einen größeren Vergnügungsabend zu veranstalten. Zur Aus stellung gelangt an diesem Abend da« Relief der Steiner Alpen und Photographien aus dlefem Gebiete. Gäste sind willkommen. — (Unglücksfall.) Man meldet uns aus Radmannsdorf: Der am 6. d. M. gegen 8 Uhr abends im trunkenen Zustande nach Hause gekommene Besitzers-söhn Josef Zima aus Obergörjach hantierte, als er sich zum Schlafengehen anschickte, mit einem von ihm im Bette versteckt gehaltenen doppelläufigen Jagdgewehre derart unvorsichtig, dass sich das geladene Gewehr entlud und ihm die Ladung in die linke Nauchgegend drang. Um 10 Uhr vormittags des folgenden Tages erlag Zima den Schufswunden. — (Aus dem lroatifchen Landtage.) In der vorgestrig«« Abendsitzung des kroatischen Landtages provocierte der Abg. Dr. Frank einen großen Scandal, indem er nach der Rede des Referenten erklärte, die Nationalpartei habe gegen sein Leben conspiriert. Derselbe wurde wegen dieser Beleidigung der Nationalpartei auf 30 Sitzungen vom Landtage ausgeschlossen. Sodann begann die Specialbebalte über das Budget. — (Süd bahn.) Die Verwaltung der Südbahn hat dem Handeleministerium die Grundzuge des Reform« tarifs für den Frachtenverkehr, dessen Einführung die Gesellschaft beabsichtigt, sowie das Project der Mter-slationieruna. auf ihren Linien zur Genehmigung vorgelegt. — (Bürgermeislerwahl in Fiume.) Bei der vorgestern vorgenommenen Wahl im Stadtrathe von Fiume wurde Giovanni von Ciotta zum Pooesla, Dr. Nikola Geletich zum erslen, Emidio Mohovich zum zweiten Vicepräsidentcn gewählt. — (Der Club der Amateur-Photogra« phen) in üaibach hält eute abends um halb 8 Uhr seine Monatsoersammlung in den Localitäten der Fachschule ab. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 14. December. Der Eisenbahnausschuss nahm die Vorlage, betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit des Localbahngesehes an. — Der gewe« sene Unterrichts-Minister Dr. von Stremayr ist an einem Lunqenkatarrh erkrankt. Fcldkirch. 14. December. Aus Anlass der heutigen Gedenkfeier der 500jährigen Vereinigung Feld-kirchs mit Oesterreich ist die Stadt festlich deflaqgt. Der Statthalter und der Landeshauptmann sind hier eingetroffen. Es fand ein Pontificalamt, hierauf eine Festversammlling statt, bei welcher eine Hnldigungs' udresse überreicht wurde. Abends war Festconcert, Budapest. 13. December. Das Abgeordnetenhaus bewilligte das Recruten-Eontingent. Im Laufe der Debatte theilte d^r Landesvertheidigungsminister mit. dass die erste Landsturmclasse, die zur Ergänzung des Heeres und der Landwehr bestimmt sei. mit Mann» licher-Oewehren, der Rest des Landsturmes aus Er-sparungsgründen wahrscheinlich mit Werndl-Gewehren bewaffnet werden wird. Dublin, 14. December. Die antiparnellitischen Abgeordneten hielten eine große Versammlung ab. Dieselben werden Montag eine neue Zeitung unter dem Titel «Suppressed united Ireland» herausgeben. Petersburg, 14. December. Dem R^ichsrathe gieng ein Entwurf wegen Einfuhrung der staatlichen Saaten-nnd Viehversicherung zu. Newport. 14. December. Zwischen den Truppen der Union und den Indianern hat ein Gefecht stattgefunden, bei dem auf beiden Seifen mehrere Mann getootet lvnrdim. Die Indianer wurden geschlagen und einer ihrer Führer gefangen. Meteorologische Beobachtungen in Kaibach. 3 ! ^ ^.^ « ^ tl H ?I I6« N «nftcht z«Z ^^^z^_ ^ I^ 7U Vtg. 738"7 -15'6 ,N0. schwach heiter"""""^ 13. 2 . N. 737 8 —7 6 NO. schwach heiter 0' w ___9 . «b. 739 1 j —9 0j NO. schwach bewölkt ^..^ 7U.Mg 739 3 —14 6 O. schwach heiter ^V. 14 2 . N. 737-7 —60 NO. mähig heiter 0 00 9 . A. 736 7 —70 NO. mäßig bewölkt Den 13. tagsüber ziemlich heiter, kalt. — Den 14. ^s heiter, kalt, windig. — DaS Tagesmittel der Temperatur an den beiden Tagen —10 8 und —9 2, beziehungsweise um 9'9 uno 8 2 unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Ferdinand Marquis Oozanl, k. k. Bezirks- > hauptmann, gibt im eigenen sowie im Namen seiner > Geschwister die höchst betrübende Nachricht von dem > Hinscheiden seiner innigstgeliebten Tante, der hoch" > gebornen Frau > Icanncttc Marquise Gozani > Stiftsdamr » welche heute um 3'/< Uhr nachmittags nach lurzem > Leiden im 73. Lebensjahre selig im Herrn ent- > schlafen ist. > Das Leichenbegängnis findet Dienstag de» > 16. d. M. um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhaust > Schellenburggasse Nr. 6 aus statt. > Die hril. Seelenmessen werden am Mittwoch > den 17. d. M. um 10 Uhr vormittags in der > Franciscanerlrrche gelesen weiden. > Laibach, 14. December 1890. ! V«»b!stllnss«a»st<»ll be» Franz Doberlet, > _______ _____________ «»1 Danksagung. > Die vielen Beweise innigsten Mitgefllhles "' » dem uncvschlichen Verluste unserer theuren, besten » Mutter, beziehungsweise Schwester, Großmutter u»v » Schwiegermutter, der Frau > Auguste Vessel I geborncn Langer von Podgorc> > VezirlshlluptmllN'!ö'Niiwe > die schönen Vlumenspenden und das ehrende lchle > (Urleile veranlassen uns, allen werten stn'unden "w » Äelanüten auf diesem Wege den tiefgefühlten w<"' » auszusftrechrn. D Die trauernd Hinterbliebenen. > Malbücher Zeitung Nr. 287. 2407 15. December 18W. Course an der Wiener Börse vom 13. December 1890. «°«d«n 0^^ 1°«««««« Gelb Ware Etaats-Anlehen. ^«einheitliche Rente in 3l°t«n 8»«0 8» i" »llblrrent«....... 80«" «l» 4<» m^n 4°/^Sta Wtl 5"/„ » gan,e »W fl. ,3k —'»«70 Wer . . ssünslel lN« st. ,«- Kb b" >«°4tt Ttaat«l°st . . IN« st, 17? 75 ,78 - , ' » . . 50 st. 177-75 1?» - ' '»°m,.Pfdbr. k»0st. . K3- 1«?b ^"vest. «ilditntt, steuerfrei . u»? ?<> "»90 ""«tNotenrente. steuersre! . „'« »5 ,^« 8b ^»ranliette «Uendn«,»» «9'- »1, - 'Mbethbahn sür »ON Marl . ,08 — l'« ?«> 7.^° Ml »no Marl 4°/„. . . l,z V5 ,,z 75 M»'3°lthh°Vllhn ««. tS»4 . 9^?" W l.l> ""»rib«,« «ahn Em«. »884 9» - - y»-?b ?"»' »olbnnlt 4«,. , . . . ll'it «z «» !b ,"° Vadterrent« 5»/« ... «9 ?c> 89 9<> "» «!<«b,°«nl.l^°- cumul. Etücke . . 9b ^ «« ül) "- 0ftbahn.Prl«>r3' A"°»"0bligllt. , I. I«?« ,,n?b ,11 »b >." «tlnzchent.Nbl.^b.ilXifi. 99»» — - '' «r»m.,«nl, k lvd fl.e. «, —' — - ü°.^ >>l°, 5 bnfl,6, U — - - — Geld Ware VnlndNltl.-Ol!liglltwnnl , »«/» aall,,sche...... ,05.75 io4 7b !»«/« mübrische..... !,U9'KN — - 5°/« Krain und Küstenland , . ^._ _.^ 5°/, nlederesterreichische . . . ,oyzy,,o — 5°/« stelrllche...... „.„ __._, 5°/, kroatische und slavonische , „»4.^ ,^,4 z<» k»°/» stebenbüraNcht . . , ^.^ __... 5°/» lemeser Bannt ,,,,_.. __.^ 5°/« ungarische...... «z.,0 gg.^, Andere össentl. Aulehen. Don»u««eg.'L«Ie 5°/« lO0 ft. . ,,„-?» ,z,._ Nnleben der Stadt Vörz . . ,,< _ _. .. llnleh'N b, Ltablnemeinve «len ,^».5^ ,^4 ^<, Prüm.<«lnl, d. Otadtaem. Wien ,.7,.,, <.^.^. NörlsnliciU'Nlilehen verlo«, k°/» ^I, gg ^ Pfandbriefe (für iul> fi.), Uodencr. all«, «st. 4°/»» ,,»«0 1,4!.,. dt« ' 4'/»"» - - ,Ol)ü»> ,o< — dtl>. » 4^„ . . . 97>z5 <>77f> d»«>. Prüm^Vchulbverschi.»"/, „y .. i^-zy l^cft, Hypothelenbanl 10j. b0°/„ ,<„> ,5 _ _^ i.eli.°u»u. Van! oerl. 4>/,"/, , ,<>y _ ,^, ^ delto » 4°/, . , 99 gy ,n<,.,,. beito öOjähl. . 4°,„ . 99 H, „,,,,n Prloritiits-Obllglltlouen (für lUU fl), steiblulllid« vtorbbah:» !tu>, 1»8s 99 2,, ,oy — »ali^üche Narl'Uubw!s^ahn »ni, ,»51 »(X) N, O. 4>,,«,„ . 98 5(, 99 ,l» Geld Ware Oesterr. «ordweftbahn , , , «n,; — «n« Itaatebahn.......,^.^ ,^,^1 Vüdbahn ^ k>'.o.....,5,_ i^z,„ » ll 5°/« , , , , <«,._ «<8 -Un«i,aln »udolph-Lose 10 ll..... ,9—19 b<> V«lm«Ll>se 40 st...... «s, __ ,(,?<> 3t.»«e«°l«»lios« 40 fl. . , «, — «4 — Waldstein.Üose 2V fi, . ,«-2» g« 75 Wlnbllch^»iütz.üost »0 fi. . 4z «! 4? »5 «e».»Vch. d.»«/n PiHm..Hchulb. versed b. »odencrebltanNal» « — 99 — vanl. Actten ^per Ltücl), ÄN«I0«Otfl, Ä,!!l»»Ul) ft, «//, ^, ,gl) ,z iß« ?b Oanluerein, Wirncr ii)l» ft, , ,,5 . ,,z hi> >t>dncr..Unst. «st. »00 fi. T. 40°/, „4 83« — 6rdt..«nst, f.Hanb. u.«. l«ufl, 5^ «^ »u« ?b trcdltoanl, Nllg. unz. ü,w fl, . ,z? ?b ^56 «^ bcpoNteubanl, Äll«. ^^)0 fi. z„ 5» 199 b0 «compsc !öes.,^d!.iisi. 5<>u ss. gon - 6,0 — s!"> », Casie»'.. liLleücr Wlifl, zzz — »lü' — Velo Ware hvvothelenb., »N. ,nn». »5°/»», », — «, ^ Uanderbanl, öfi. »VN st. V, . . ,17 — »i? z«, 0efterr.»una«. Vanl «00 fi. . 9«, - 984 - Unlonbanl »00 fi......«7 — «? zo Verlel»r«bcml. «ll». »40 fi, . , lb? 5u l« bo Actleu von Transport» Unternehmungen. /per Otüll), «llbrccht'Vllhn »00 fi. Silber . .< 5, ,- ,. AlsKld'ssiuman, «ahn »(»«fl. T- ,^.,._. »«1.," «bhm. Norbbahn 150 fi.. . . ^ _ »^.1. . Weftbahn «X) fi.. . . »« _ «9 vuschtiehrao« «ls. «X, fi. «««, "7,.^ ,,4. dt°. M. «,) A)N fi. ,»V. _ «o7b !lir°,.DuleiEl!tnb. lbvfi. «ilb. ",5^ ,7,? ötaat««i!enb°!,n ^l'X, fi. Eilb» zl, - »4, ^ sübbahn »0« fi. Eilb« . . ,si,b., ?3-3llb.»l°rbb.«erb.'«.»00ft.»l.3 l»z — l9i ?b IndnNrle«Actien (per 3t25i, Nauaes., »llg. 0rfi. ,<>n fi. « — ,,_ »ssydler ».» Vilnlbahnn» »Leihg. erste, »0 ss 9,.^,, „ __ »Elbemühl» Vapiers. u, V.»» « ^ 47 .» lliefinaer Vrauerei 100 fi. , hn _» 90 »u Vl«nt»N'on fi ,8? - »«« — Valav'larj, Tteinlohlen »0 st 4^«- ^ 4»v — 'Vchlllalnlühl». Papiers, «00 st____------- >Vtenrtr»ül>l»,Vli «r. «au«elelllchllft lOv st. . ?z _ ?«- Vien«b«,tlgle«el'«crlle«5 b»rU 4b4i « « Valuten. , Ducaten.......! »-« »'^7 »U.Fian«^Stü U,!> 44 »V 4»— L^ Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten **oten und Valuten empfiehlt sich bestens die (3?6l) 300-84 Wechselstube des Baukliauses Schelhainmer & Schattera WIE^, I., Kärntnerstrasse ÄO. ORIGINAL neueste! HOHEFORM ^NEUESTE HOHEFORM "bei H.KENDA.LAIBACH Schöne (m88s3 Zimmer-Garnitur im beaten Zustande billigst zu haben: Trubergasse 2, I. Stock. Zitherunterricht ertheilt: (6270) 2-1 Wilhelm Friedrich Zitherlehrer, Salendergasse Nr. 3, II. 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C. kr. okrajno sodifièe v Postojini naznanja, da se je na prosnjo gospoda Leopolda Dekleve iz Buj proti Jožetu Cuceku iz Gorenje Koäane v izfer-janje terjatve 183 gold. 60 kr. s. pr. dovolila izvršilna dražba na 2915 goldinarjev cenjenega nepremakljivega posestva vložna St 152 zemljiške knjige katastralne obèine Dolenje Kosane. Za to izvršitev odrejena sta dva röka, in sicer prvi na dan 19. decembra 189 0.1. in drugi na dan 20. januvarja 1891. 1., vsakikrat ob 10. uri dopoludne pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem röku le za ali nad cenjeno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi upogledati. G. kr. okrajno sodiSèe v Postojini dne 7. septembra 1890.