^N 123. DommMg am 2. Juni 1864. Die,,?aibach« Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, ttiglich, nnd lostet sammt dm Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 si., yaw-jährig 6 fl. 50 lr., mit LrcuMnd im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 6 fi. Fllr die Zustellung in's Haus flud halbj. L0 tr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Krcuzbaud und ge, drnclter Adresse 15 fl., halbj. 7 fl. 50 lr. Instrtionsgebiiyr siu elne Garmond - Spciitmzesle oder deu Raum bcrsrlbm, ist flir lmaligc Einschaltung 6 lr., fl!r 2maligc8lr,, fi!r 3malia.!> lO lr. u. s. w. Zu diesen Gcbilhrcu ist uoch der Inscrtlon« - Stempel per 30 lr. filr eiue jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für » Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 kr. für 1 Mal (mit Inbegriff des Insertionsslempels). 5! M 6i7i^1<^ ^^1tNN Amtlicher Theil. cVe. r. t. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließnng vom 12, Mai d. I. die eile. digte Stelle eines Vergrathcs und Professors der Chemie, Probir- lind Hüttenkunde an der Schemniher Verg> und Forstakademle mit den statnsmäßigcn Ve-zügeu dem snpplirenden Professor dieser Fächer, Ignaz Curtcr von Vreinl stein, allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließnng vom 24 Mai d. I, bei, Bei-siher der Distriktualtafel dießseits der Theiß Norbert Mal> ks. dann die überzähligeu Veisitzer der k. Tafel Sigismnnd S z ala y. Samuel Nagl) und Samuel Maschiriewics zu wirklichen Veisitzern der k. Gc-richlstafcl zu Pest; feruer deu Wechselgerichtsbeisitzer zu Pest Alois Daruvüry, den l. Rath uud Vür-germeister zu Großwardein Michael Ll'zür, be>, Präses des Pester Komilatsgerichtsstuhles Koloman Vabos. uud deu Statthalterei-Sekretär zu Ofen Michael V a l ö zu überzähligen Veisitzern derselben ^nichtstafcl allcrgnädigst zu ernennen geruht. Der Staatsminlster hat über Vorschlag des bischöflichen Ordinariates in Spalato den Supplcnten der dorllgell k. k. Ober - Realschule Matthäus Zan uoni zlüu RcligionSlcHrer au dieser Lehranstalt er« nannt. '.' ,'',' ^.. Das Justizministerium hat die erledigte Ober-Staatsanwalts-Sellvertrcterstelle beim Oberlandes-gerichtc in Lcmberg dem Staatsanwalts - Substitute!! Julian GarbowSki verliehen. Das Justizministerium hat den Vczirksamtsad-junktcn Ferdinand Switalöki, und die Gerichts» Adjunkten Karl Lidl und Modest Piasecki zu Staatsanwalts-Substilutcn, uud zwar dcu Ersteu für Slnnbor, den Karl Lldl für Stanislau und den Modest Piasccki für Lembcrg ernauut. Das Justizministerium hat deu Vezirköamtöad-junkten Johann SalSki zum NathSsekrelär des ^arnower Kreisgerichtes ernannt. Das Finanzministerium bat den Adjunkten der L"nl,eshauptkasse m Arüuu Joseph Endlicher zum ^onlrolor dieser Kasse ernannt. Diand der int Umlaufe befindlichen Miinz-Scheine. Der Gcsammlbctrag der zu Ende April 1804 -!" Umlaufe befindlichcu Münzschcinc bestand in ".9U1.564 fi. Wien, am 30. Mai 1864. Vom k. k. Finanzministerium. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 1. Juni. Der neue nngarischc Hofkanzler Graf H. Zichy Mint denn doch mehr bemüht zu seiu. die Einführung ^'»er besseren Administration in Ungarn anzustreben, "ls scii, Vorgänger, welcher es nicht verstand, der ^icrung eine Partei zu schaffen. Graf Zichy hat, ^'c dic ^Oestcrr, Ztg,« vernimmt, an die Leiter uud -"vlsjälldc der Komitale die Anfrage gestellt, iu wie '""c er ans ihre Unterstützung und Mitwilkuug zur Durchführung seiner Absichten zahlen könne, oder ob sie gewillt seien, bloß passive Znschauer zu bleiben, in welchem Falle er für andere Organe sorgen müßte. Die Folgen dieses ernsten Auftretens werden anch bald in verschiedener Weise erkennbar werden. Ueber die letzte Konfereuzsitznng sind eine Menge Gerüchte verbreitet, die sich zum Theil widersprechen. Der Vorgang soll, nach der »Pr." folgender gewesen sein. Der österreichische Veuollmächtigte, Graf Apponyi. bat bekanntlich im Namen der beiden dentschen Groß» mächte daö LösnngSvrogramm dahin formnlirt, daß die Hcrzogthümcr Schleswig nnd Holstein — Lauen-burgs wurde noch gar nicht erwähnt — von Däne« marl zn trennen, dem dcutscheu Vundc einzuverleiben und unter die Herrschaft des zur Erbfolge l,erufcneu Agnaten zn stellen seien. Die dänischen Vevollmäch-ligtcn gaben hierauf die Erklärung ab, daß sie die Forderungen als elne geeignete Grundlage der Vcr» handlungcu nicht acceptiren könnten. Da trat England, von Frankreich unterstützt, mit dem bereits in Wien nnd in Verlin vertraulich mitgetheilt gewesenen Vcrnllttlungsuorschlag hervor, welcher, nachdem das Londoner Protokoll als unausführbar zu erachten, die Vildnng eines selbstständigen Staates Schleswig» Holstein zugesteht, unler der dreifachen Vcdiugung: erstens daß die nördliche Grenze desselben in eincr von der Schlei bis nach Hnsum zu ziehenden Linie gefnndcn werde; zweitens daß ein ansdrücklicher Ne> vers die Versicherung ertheile. Rendsburg werde nie» mals VililDesfestllng u»d Klcl niemals VimdrShafcn sein; dritlenö daß daS vienach verbleibende Königreich Dänemark unter die Garantie Europa's gestellt werde. — Dieser englische Vermiltlungsuorschlag. gegen welchen die deutschen Großmächte, wie uns ansdrncklich versichert wird. lu der Konferenz keinen Protest erhoben, ist von den dänischen Bevollmächtigten liä i'Ls«i6nHnm genommen worden. Die Dänen wollen keine Lösung dnrch dic Kon> ferenz. sie betrachten die Konferenzbeschlüsse als un< verbindlich. Sie toben und schreien, und drohen wieder mit dem Älokns. Sie hoffen noch auf Unterstützung von irgend einer Seile, und die scheint Nuß-land zn seiu. Die russische Regierung l?at uämlich nicht bloß in der Konferenz Ansprüche auf einzelne Besitzungen iu Holstein in Erinncrnng gebracht, son. dcrn wie es scheint, anch gegen die Thciluug Schles« wigs sich auögesproä'c». Mau hält in den Wiener und Verlincr Organen mit dieser Nachricht noch hin« ter dem Verge, aber das rnssische Organ, der «Nord", weist bcreils darauf hin. Der «Nord" bringt ei» eigenthümliches, fast drohendes Argument gegen die Theilung Schleswigs. Er sagt. hiermit würde daö Prinzip der Intervention gegen die Fürsten in Europa eingeführt! Aus St. Petersburg meldet man der «Wr. Abendpost": Daß die Regierung den Anfstand in Polen diesmal für beendet hält. grht aus dem nene» stcu Armeebefehl des Kaisers hervor, in welchem er den Generalen, Offizieren und Soldaten seinen Dank für die «jetzt vollständige Vesiegung des AnfstandeS" ausgesprochen hat. und so ist es in der That. wenn auch die polnisch-deutsche Emigration von einer deutschen Stadt auö noch immer ncnc Pläne schmiedet. Man weiß hier sehr gnt. daß die Herren dort selbst kcinc Hoffnnng und kein Geld mehr haben, daß ein offener Krieg zwischen der aristokralischcn und demokratischen Parlei ansgcbrochcn ist. daß sich die meisten Mitglieder der bisherigen Warschauer geheimen Ra« tionalre.iieruug gegenwärtig in jener Stadt befinden, well,« sic anch der Polizei nicht angemeldet sind, baß sie schon nicht mehr wage». Männern ihre müudli-chcn und schriftliche» Nachrichten anznuerlraueu, sondern Damen, sogar von Disünklion. dazu verwendet werden, daß man Vcfehle vom Fürsten S. zum Wic. deranfangen der Feindseligkeiten aus Paris erwartet, die aber schwerlich befolgt werden dürften, wenn sie nicht abermals von bedeutenden Geldsummen begleitet sind, kurz, man ist hier sehr viel besser über dieses Treiben unterrichtet als jene Herreu wahrscheinlich vcrmutheu. und eben deßwegen hält man den Aufstand in Polen für beendet. Oesterreich. Wien, 1. Juni. Die gestrige «General - Cor-respondcnz" enthält die Notiz aus London, daß dortige Diplomatcnkreisc nuumehr thatsächlich den Vestcnid des Kabinets Palmerston.Russell für erustlich bedroht halten. Sogar die Ansicht ist vertreten, daS Whig-Ministerium werde die Lösung der deutsch-dänischen Frage nicht mehr erleben. Der Patriarch von Venedig wird iu Rom erwartet, um im Juni «Konsistorium deu KardinaKhut in Empfang zn nehmen. Verona, 28. Mai. Vorgestern fand unweit der Mincio-Grenze ein förmliches Scharmützel zwischen piemontesischen Deserteuren und einer ihnen nachsetzenden Karabinieri - Patrouille statt. So viel verlautet, waren aus der Garnison Vrescia 5 Mann eines sich im Neapolitanischen kompletircnden Infanterie «Regiments in voller Armatur und Nüstnng de-sertirt. Zu ihrer Vcrfolguug wurdcu mehrere Patrouillen abgesendet, und eine derselben erreichte die Deserteure nnwelt der Mincio-Grenze. Diese sehten sich zur Wehre, und es entspann sich ein heftiges Geplänkel zwischen beiden Theilen, dessen Resultat war, daß einer der Deserteure gelödtet, zwei andere verwundet und arretirt wurdeu, während es den übrigen zweien gelang, die österreichische Grenze zu erreichen. Auch von Seite der Karabinieri sollen übrigens zwei Mann schwer verwundet worden sein. Die Desertionen piemontesischer Soldaten, namentlich neapolitanischer nnd lombardischer Nationalität, kom-men übrigeus seit einiger Zeit wieder schr häusig vor. so wie auch die Rückkehr junger Emigranten nach Venellen eine hänfige ift. Prag, 30. Mai. Zum Generaldirektorsstellvcr-lr,tcr für die Hypothekenbank wurde Graf Albert Nostitz mit 117 Stimmen gewählt. Vom Zcntrnm wurden neue Anträge auf Abänderung einzelner Pa-ragraphe der Landtagswahlordnnng eingebracht. — Morgen Schlnßsitznng. — 31. Mai, In der heutigen Landtagssiz-znng wurden verschiedene Vewilligungcn zur Emhe-bung von Gcmeindrnmlagen ertheilt und hierauf die Siyung geschlossen. Fürst Karl AiicrSpesg brachte ein «Hoch" auf deu Statthalter Graf Velcredi aus, welcher unter stürmischem Pc'fallc dankte. Nach einem Rückblicke des Oberstlandmarschalis anf die bisherige Thätigkeit deS Landtages, und nachdem Kardinal Für»t Sckwarzcnbcrg demselben den Dank des Land« tages ausgesprochen, erklärte Graf Nothkirch unter stürmischen Hochrnfcn anf Sc. Majestät dcn Kaiser die Session für geschlossen. Hermannstadt, 30. Mai. In der heutigen Landtagösitzung wurden zwei kaiserl. Rcskrlptc. enthaltend die Sanktioninmg des Gesetzes der Inarli« knlirung der romanischen Nationalität und Konfessio» nen. dann des Gesetzes der Inartikulirung der Staats» grnndgesetze, pnblizirt. Das HanS hörte die Vcrle-snng stehend an und gab seiner Freude über dieselben Ansdruck. Unter dcn zahlreichen Einlaufen befand sich ein Dringlichkcilsantrag Maager's und Ge« nosscn, betreffend die Verwendung bei der Regierung nm Vereinbarung über die Anschlnßpnnkte der österreichischen Eisenbahnen an dic wallachisch«'' Herstellnng eincS solchen Anschlußpunktes in der Nähe von Kronstadt, endlich eine neue Vorlage an dcn Ncichsrath über den Bau der siebenbürglschcn Eisenbahn nach Maßgabe der erzielten Vereinbarung. Dieser Antrag 490 Maker's rief eine lange Debatte hervor, so daß das Hans nicht mehr zur Verhandlung der auf der Tagesordnung stehenden Gegenstände gelangle. Nuslaud. Ans Turin wird der »G «C." unterm 20. d. M. geschrieben: Ein eigenthümlicher Gegenstand beschäl« tigt gegenwärtig unsere politischen Kreise; so eigen« tbnmlich und für die hiesigen Verhältnisse charakteristisch, daß er jedenfalls signalisirt zu werden verdient. Die Nets schlagfertige Aktionspartei, welche neuestens immer mehr an Zuversicht gewinnt, lam unter An« derm auch auf den Einfall, gerade hier in der Haupt« stadl eine Geüeralvelsammlnng iialienischer und auS-ländischcr Demokraten (vul^o Nepnblikaner) einzube-lllfrn nnd in eincr Art Meeting, nach englischem Muster, ihre besonderen Interessen nnd Aussichten bei etwa eintretenden politischen Ereignissen «»gewöhn« licher Art öffentlich zu besprechen. T>as ging natürlich sell'st für nnsere liberalthuenden Negierungs-manner zu weit uno sämmtliche Minister — darnnler besonders Herr Peruzzi — wußten bisher durch aller« lei Mittel diesen Plan zu vereiteln. Die Sache lam aber bis znm König, der bekanntlich seit einigen Monaten ganz besonders verstimmt, gereizt und kränk' lich ist. Sei eS nun. daß er, durchaus unzufrieden mit dem gegenwärtigen Kabinett und dessen Politik, einmal einen selbstständigen Schritt gewagt habe, nm eilirlseits etwaö von l>cr bedeuleno verlorenen Popn» larität wieder zu gewinnen, anderseits aber der Sache selbst die gefährlichste Spiye abznbrechen — knrz, der König hat. wie man aus verläßlichster Quelle erfährt, den bestimmten Befehl ergehen lassen, der Ausfül> rung des angedeuteten Planes ferner keine Hindernisse «ntgegenzusttllen und so dürften wir liier, vielleicht schon in nächster Zeit. unter obrigkeitlicher Vewilli» guiig eine Art legalisitteu Konvents tagen sehen, Sehr neugierig ist mau nur darauf, ob auch der wiederholt der Todesstrafe hier und anderwärts ver« fallenc Mazzini dieser gemaßregelten Zusammeukuuft seiner Gesinnungsgenossen werde beiwohnen können und woUen! AuS Paris schreibt man der «Köln.'Ztg.": Die Schwierigkeiten, die Englano und Rnßland gelegentlich der Beendigung der schleSwig'holstcinischen Angelegenheit in rein inneren deutschen VundcSfragen erhoben baden, beziehen sich nicht allein auf Kiel als Kriegs-Vunveshafen. sondern anck auf die Schöpfung einer Vundesfestung in dem selbststänoigen Bundes« lande Schleswig «Holstein. Bekanntlich haben die deutschen Regierungen Rendsburg für diesen Zweck allser»eben. Es schwebt nnn aber noch ein seltsames Dunkel über der eigenthümlichen Versessenheit Ruß lands und Englands. Echleswig-Holstein nach Dänemark bin möglichst verlheidigungslos zu lassen. Sen-timentale Argumente wie die. daß das schwache Däne> mark nie varan denken könne, das starke Deutsch-lano anzugreifen, sinken vor der Möglichkeit znsam-men, daß eben Weltmächte, wie England oder Nuü> land. sich eines Tags Dänemark zum Bundesgenossen gegen Deuischlaiid anlüwäblen und durch das offen« liebende Schleswig-Holstein bis znr Elbe und Weser vordringen können. Wenn die VertheidigungSlosigkcit von Klcl beiden genannten Mächten am Herzen liegt, so scheint es in Bezug anf Rendsburg besonders Nuß. lano zu sein. das diese neue Intrigue angelegt hat. E? ist dieß. von der inneren Halllosigkl-it der ganze» Ieee abgeseben, ein U'bermaß des Undanks gegen PreliL,'». Noch ist vcr Groll Europa'S über den großmülbigsn Anlauf, den Preußens Politik Hinsicht lich Nußlands nabm. als dieses in der polnischen Anaelegenbett von aller Welt verlassen war, kaum unliallt. Scho» Herrn v. Vrunnow's Lobrede auf de» Londoner Traktat, den er in der vorletzten Kon« ferenzslßuüg biell. war ein durchaus unpassendes und ungeschicktes Manöver, denn Frankreich hatte in jenem Momelile den Vertrag bereits geopfert, und England schickte sich an. dassclbe zu thnn. Aber unser eliema. lia.tr deutscher Landsmann, gebürtig in demselben Staate, in welchem Freiherr v. Bcust jeht Minister der anSwarligen Angelegenheiten ist, hat, wie Bekehrte oder Vrunnow's mit ff in der Regel thun, seine Instruktionen aus dem ff verstanden. Zwar mag es dem Fürsten Gorlschakoff angenehm sein. wenn die Vorlräge, welche seine Agenten zu halten haben, so gesalzen wie möglich sind. aber eine Rede mit Thränen zn würzen, das kann selbst ein Machia-vell nicht vorschreiben, nnd hat dem ritterlichen Frei« Herrn denn auch brreilS an seinem eigenen Hofe den Vorwurf zugezogen, den ich hier als Wortspiel zum Salz anführen will. daß er nämlich „twp äo Ms" gezeigt hat. Denken Sie sich. diese riesige Gestalt erhebt und räuspert sich am Konferenztische, nimmt dann ein tragikomisches Faltengtsicht an. und um die ehernen Herzen unserer Bevollmächtigten zu erschüttern, sagt sie: «Auch der Kochselige König Friedrich Wllheln, IV. bat lange gekampft, den Londoner Ver-trag zu unlerzeichneu; aber sein Widerwille ist über- wunden worden und —" darauf fing er anf elimial an zu weinen. Ich gestehe, dab kein Elephant groß genug ist. eine solche Ärust zn zieren. Nnn komme uoch einer und sage. in der russischen Diplomatie sei kein Herz! Paris, 31. Mal. Der- heutige »Monitenr* meldet offiziell aus Rom: Der Papst nahm gestern wieder deu gewöhnlichen Empfang auf; seine Ge« sundheit ist gänzlich hergestellt. — Zur deutsch-dänischen Frage finden sich in zwei offiziösen Pariser Blättern Aeußerungen, von denen Akt zu nehmen ist. Der „Constitutionnel" er« tärt, Frankreich werde nie einwilligen, baß mau einem Volke einen Souverän, oder einem Souverän ein Volk zuweise, ohne den Willen dcS Volkes zu kennen. Ferner gibt «La France' zu versteheu. dap die Frage, ob Rendsburg einc Bundeöfcstnng und Kiel ein Bundeshafen werden solle, für Frankreich ganz indifferent sei und lediglich der Entscheidung der Konferenz, mächte anheimfalle, von denen freilich England, Ruß« land und Schweden dagegen sein dürften. Bemer« kenswerlh ist in dieser Beziehung auch eine Acnße« rung von «La Presse" über Englands Politik: «Im< mer dieselbe Politik! Das Mecrmonopol sich zu erbalten und deßhalb die Kontinentalmächte verhindern, sich den Ocean zu erschließen, das ist die ewige Be« kümmcrniß der englischen Regierung. Wie gesttr» gegen Kiel. erhebt sie h^ile Einsprache gegen den Nord. Oslscekanal. Eine solche Politik ist höchst be-dancrnngswürdig. weil sie durch und durch egoistisch ist. Wir. die wir die innige Solidarität in der Strö-inung der Thatsachen und Idee» zwischen allen Völkern anerkennen, zollen einem Werke Beifall, das vielleicht den Engländern vorübergehend einigen Scha» den bringen könnte. ab«r der ganzen Welt von Nuyen sein würde!!" Aus Konstantinopel wird gemeldet: Murad Effcndi, der Thronfolger des regierenden Sultans, ist in Ungnade gefallen, und wird dcmznfolge während seiner Thronanwartschaft den herkömmlichen türkischen Einrichtungen gemäß lsolirt und bewacht seine Tage hinzubringen haben, Ueber die Veranlassung hierzu zirkulircu verschiedene Serailgcrüchte. Lokal- nnd ProomM-Uachlichlen. Laibach, 2. Juni. Se. Majestät der Kaiser haben über Vortrag des Herrn Finanzministers allergnädi^st anzuordnen geruht, daß denjenigen disponiblen StaalSdiencrn. welche verwendbar sind und bisher tadellos gedient haben, ihre Bezüge der Allerhöchsten Anordnung vom 29. Mai 1863 gemäß bis zu ihrer entsprechenden anderweitigen Unterbringung. für welche sowie für ihre einstweilige Verwendung gehörig zu sorgen ist. denjenigen aber. auf deren normalmäbige Behandlung von deu Sichluugskommissionen angetragen wordc» ist. oder in der Folge noch angetragen werden wird. für so lange bis über diesen Antrag endgiltig ent< schieden ist. ungeschmälert b.lassen werden sollen. — Gestcru ist der älteste Mann unserer Stadt gestorben, nämlich der frühere Waiscnvalcr Karnof, Er war 94 Iabre alt, halte mit 50 Jahren ange« fangen zu dienen und ist vor 4 Iahreu. also nach zmückgelegtcu 40 Dteustjahren, in Ruhestand verseht worden. — Vorigen Moutag machte der Direktor der Handelsleoranstalt Herr F, Mahr mit seinen Zo> lingen einen Ausfing nach Iosefsthal. Die Zöglinge halten Trommel und Fahne mitgenommen, denn es war ihreS Direktors Namenstag. Auf dem Nachhausc. wege, welcher in der Dämmerung siatlfaud, wurden durch den Schall der Trommel die ohne direkte Aufsicht befindlichen Pferde eines ibuen entgegenlom-m.nrcn MnblwagenS scheu, so daß sie sich wendeten und die Deichsel zerbrach. Die auf dem Wagen in ziem. lich wcinerregttm Zustande liegenden Knechte sprangen nun herunter, packten Herrn Mahr an der Brust, zer-rissen ihm das Hemd, und es wäre, da die Zöqling» ihrem Direktor zu Hilfe eilten, und mehr Bancrn herbeikamen, zu einem sehr bedauerlichen Konftiklc gekommen, wenn nicht der Bürgermeister von Maria-feld erschienen wäre und in sehr taktvoller, verstän« diger Weise den Streit geschlichtet hätte. Dieß der Sachuerhalt, auf welchen die in der Stadt kursireu« den Gerüchte zu reduzlren sind. — Den Tag zuvor, Sonntags, ist wieder einmal eine von Iosefstha! zurückkehrende Equipage von Vauernburscheu mit Steinen beworfen worden. Es wird noch so weit kommen, daß kein Städter sich mehr getraut, in diese Gegend einen Spaziergang oder einc Spazierfahrt zu machen. ^ In der vorgestern stattgehabten Generalversammlung des österr, Lloyd in Triest wurde die Serie Nr, 7 deö Anlehens vom 1, Mai 1852. welche die Obligationen von Z, 901 bis Z 1000 ä st. 1000. und von Z. 1001 bis Z. 1050 l.it. ä und L « st. 500 im Gesammlbetrage von ft, 150.000 enthält, gezogen. welche mit dem gleichen Betrage iu C. M., d. i. mlt fi. 157.500 in österr. Währung am 31. Dezember 1864 zu tilgen ist, — Herr Karl Rittmayer wnrde mit 112 von 119 Stimmen zum Direktor wiedergewählt. Die Herren G. Pcrugio, G. Wallheim. F. Ritter von Brucker wurden zu Revisoreu gewählt. — Wie mau der „Tpst," von hier schreibt, ist die hiesige Theater-Unternehmung für die kommende Saison (vom September bis znm Palmsonntage k. I.) an Direktor Calliano verliehen worden, unter den gewöhnlichen Bedingungen mit einer Subvention von 1500 fl, Direktor Calliano verspricht unter Ander»« slovenische Vorstellungen, Operetten und Spiel-Opern. (Veränderungen im Clerus der Laibacher Diöcesc.) Die Dekanatpfarre in Obcrlaibach ist dem Herrn Josef B 0 ner, Dekan nnd Pfarrer in Gottschee, verliehen, nnd letztere Pfarre am 23. v. M. ausgeschrieben worden. Herr Andreas Drobniö kommt von Seisenberg znrück nach Laibach zur Pfarre St. Peter; Herr Josef Novak von Weiuiz. als Hilfs" geistlicher, nach Scisenberg. (l).) Vermischte Nachrichten. Wie dem ..Fr. Iourn." aus Gießen berichtet wird. ist es einem Meb. Dr. Hellwig in Mainz nach jahrelangen Studien durch Verwerthung des Mikroskopes für die Toxikologie gelungen, eine Methode aufznfinden, auch die klcmstcn Spuren von Digitalin, Morphin. Nikotin u. s. w. sicher nachzuweisen, indem diese Giflc aus dem Blute oder den Secreten subli-mirt. in Krystallformcn gebracht nnd bei starker mikroskopischer Vergrößerung betrachtet werden. —- Die „lll'vlw 8 :d verhungerten Privatdozenlen leistet mehr für die Entwickelung des menschlichen Geistes, alö die hoch-aristokratische Universität Orford m>t ibrcn Millionen Einkünften, ihren glänzenden Kollegien , ihren reichen Besoldungen und arbeitsscheuen Fellowö," — Die Uebersehnng des englischen «Moor" in das gemüihliche. naheliegende «Mohr" hat den armen «Othello" Shakespeare's zn einem landläufigen »Neger" gemacht. Gcrstäcker beweist nun, daß «Moor" wcn'ger einen Neger, sondern einen sonngebrännten Mauren von kaukasischer Race bezeichne. Der Othello, in den sich Desoemona verliebt, ist daher kein Mohr oder Neger, sonder» ein Manre gewesen nnd Shake« speare bat gewiß keinen Aetbiopen gemeint, den anch die Venctianer wohl schwerlich zu einem General ihres Heeres gemacht haben würden. Das Wort «Mobr" wurde wahrscheinlich nur dadurch heimisch, daß eS den Titel pikanter machte, als das Wort Manre, dessen Begriff doch nur dem rassenuntcrscheidungsfähigen Publikum bekannt war. Bericht über die am 30. Mai l. Ä. abgehaltenen General- Versammlung der Mitglieder drs Vereins des krainischen Landcslmisemns. Die in, Jahre 1839 durch allerh. Sanktion gc< nehmigten Slatnteu deö krainischcn MnsealvereineS bezweckten vorzugsweise den unter der Obsorge der Landesvertrctnng stehenden Musealfond durch die ^'l,'-reöbeiträgc der Mitglieder zu kräftigen. Zwar a^ schieht in denselben anch dcr wissenschaftlichen Per< einslhätigkeit Erwäbnnng, doch traten der zu diesen» Zwecke uunmgänglich nothwendigen freien Vewegunss mehrere Bestimmungen hindernd in den Weg. unb es stellte sich von Jahr zu Jahr das Bedürfniß em" Reform deS Vereines fühlbarer heraus. Da derselbe in mehrfachen Beziehungen an die Beschlüsse der Lan< desuerlrclnng des Herzogthums Krain gebunden war, 49R so konnte erst durch del, jetzigen Landtag die Mög» lichkeit zur Lösung eineS nicht mehr haltbaren Per» hältnisses geboten werden, und eS hat auch eine von mehreren Mitgliedern des Musealvereins an den Land« tag gerichtete Petition, eS möge zum Zwecke der Revision und zeitgemäßen Reform dcr Vereinsstatulen eine Generalversammlung einberufen werden, in dcr 18. Sitzung der heurigen Landtagsscssion ihre gün« stige Erledigung gefunden, in Folge deren die gewünschte Versammlung am 30, Mai im hiesigen Land« Hanse unter dem Vorsitze dcS Herrn Landeshanptman-nes Freiherrn v. Codelli abgehalten worden ist. Der Vorsitzende begrüßte die anwesenden Mit« glieder, deren sich 20 eingefunden hatten, mit einer herzlichen Ansprache, und bob writers den Umstand hervor, daß d«c im Iabre 1848 erfolgte Aufhebung der ständischen Verfassung des Landes dem Museums' Kuratorium es unmöglich gemacht habe. mehrere Bestimmungen der gedachten Statuten. so z. V. i/ne. die sich auf die Wahl des Vorstandes, auf die Kom-pletirung des Kuratoriums u. s. w. beziehen, zur Ausführung zu bringen, daher denn das Augenmerk besonders auf die möglichst ökonomische Gebahrnng mit dem Mnsealfonde gerichtet bleiben mußte. Zur Zeit des Eintrittes drs Herrn Landeshauptmannes in das Kuratorium halte der Museumöfond nur über ein Kapital von 6400 ft. zu verfügen, während der« selbe nach dem Nechnnngsabschlusse des Jahres 1863 in Priuatschuldforderungen 2940 fl., in öffentlichen Wertpapieren 15 627 fi.. ferner einen Betrag von 1333 fi. 20 kr. in Sparkasscbücheln und einen Kassa« rest von 690 st. 10 kr. ausweist. Zum Schlüsse wur« den die Anwesenden zur Stellung geeigneter Anträge aufgefordert. Herr Gymnasial«Direktor Dr. Mitteis ent« wickelte in einer auf die Entstehung des Vereines uud seine weiteren Schicksale eingehenden Darstellung dit Ursachen der bisher nur geriugen und den Anforde-rungeu dcr Jetztzeit nicht entsprechenden Wissenschaft, lichen Verelnsthäligkcit. er bezeichnete als solche die völlige Abhängigkeit deS Vereins vom MuseumS.' Kuratorium und der LandeSvertretung. die nach den bisherigen Statuten soweit ging. daß nach tz. 9 sogar zur Aufnahme von Ehrenmitglieder die Zustimmung der Stande nothwendig war. ferner der Mangel jeb« weder Einftußnabme des Vereins anf die Verwen. dung der Jahresbeiträge der Mitglieder zn wissen, schaillichen Zwecken, er empfahl den Anwesenden die Annabme eineS von ihm eingebrachten, ans mehreren Punkten bestehenden Antrages, wornach ein Comit« von 7 Mitgliedern Mit dem Entwnrse nener Statu» ten lind ver Grwirklmg der dochortigeu Sanktion be» trallt werd,» möge. diesem Conlltö hätten mehrere allgemeine Gesichtspunkte, welche die freie Bewegung des Vereins bezwecken, zur Richtschnur zu dienen, über die man sich schon jetzt einigen solle. Herr Ferdinand Schmidt befürwortete diese Anträge uud sprach dem Museums «Kuratorium für die Vlleitwilligleit, womit es ein das Vcreinslcbeu hemmendes Verhältniß des Musealvereins zn »emsel« ben auch von seiner Seite gelöst wissen wollte, seinen Dank ans, indem er zugleich anf seine Erfahrungen als eineS dcr ältesten VerelnSmitglicder hinweisend, die schon in früherer Zeit angestrebten, jedoch an Maßgebender Stelle mit Mißtrauen aufgenommenen lind vereitelten Versuche einer Reform der Vereins-statuten in Erinnerung brachte. Herr Dr. E, H. Costa empfahl der Versamm« !ung die Vereinigung deS historischen mit dem Museal« vereine alS eines der vorzüglichsten Hilfsmittel zur Hebung der wissruschafllicheu Thätigkeit des Vereines, luden, dadurch nicht bloß die von Dr. Mittels beson« bers betonten naturwissenschaftlichen MusrumSzwecke tine wesentliche Förderung fänden, sondern auch die ^slorischen. antiquarisch,n lind nnmismalischen Schätze bts LandcsmuscumS wissenschaftlich verwerthet würden, '"an wlle sich Diebel ähnliche Gesellschaften, wie z. B. °it schlcsische. mährische u. s. w, zum Muster uehmeu bie „ach verschiedenen Stktlonen gegliedert seien. Dr ^°Na bezog sich ferner auf ein in Folge Vejchlnsscs llner Generalversammlung des historischen Vereins von der Direktion desselben an das Museums'Kula» !^'Nlm überreichtes Promrmoria. welches die näheren Modalitäten dieser gewünschten Vereinigung enthalten !n^' ^'"^ beantragte: «Es werde ein Comil« von 5 ^ltgliedern aus der Versammlung gewählt, welches ulh mit der Direktion dcS historischen Vereins wegen ^lschmclzmig beider Vereine in'S Einvernehmen zn '^ben und den neuen StaluteN'Entwulf einer Gene. ^Versammlung beider Vereine znr Beschlußfassung "°Megcn hätte." ss n ?" ^^^ Vorsitzende glanbte diesen Antrag Dr. ^sta's nicht zur Mftimmnng bringen zu können, '«en, auf dem Programme dcr Versammlung uur . . Nevision der bisherigen VereinSstatnlen stünde, '"lswegs aber die Vereiuiguug der besagten beiden Es entspann sich nun eine lebhafte Debatte über den Zweck dcg Musealvereins, an dcr sich die Ver« einsmitglieder Professor Dr. Wretschko, Dr. Mitteis. Pfarrer Elzc. Custos Deschmann uud Dr. E. Costa beiheiligten. Nach dem Antrage deS Dr. Mittels sollte nämlich der Zweck deS Vermis sein, einerseits die Unterstützung des lrainischcn LandeSmuseums. andererseits die Förderung drr Landc<.'snnde überhaupt und der Natnrwissenschafl,n inslicsondere. Hlebei wurde gegen den Antrag Dr. Costa's bemerkt, daß anch in Zukuuft historische Forschung,,,, als zur Landeskunde gehörig von der Am'Me rcö Musealvereins nicht ausg,schlössen blci^-n sollen, daß es jedoch bei dem großen Einflüsse, den die Naturwissenshaflc» in unserem Jahrhunderte anf alle Verhältnisse des bür« gerlichcn Lcl'cnS genommen haben, von Bedeutung sei. vorzugsweise für die uaturwisseuschaftlichen For« schungen im Lande einen Zenlralpunkt zn bilden; eben darum wäre cS vorderhand nicht angezeigt, daß der Verein, welcher eben jetzt die Lösung eines durch seine Statute» begrüudeten, seine freie Entwicklung Hemmeulen Verhältnisses anstrebt, b,vor er noch die alle Verbindung gelöst, eine neue cigehen solle, wobei eine Aufbesserung seiner Geldzustüsse wohl sehr pro« blematisch wäre. zumal jcuer Beschluß des historischen Vereins vorzugsweise eine günstigere Gestaltung setner eigenen finanziellen Verhältnisse bezweckt haben mochte. Muscalkustos Dcschmaun bemerkte bezüglich der von Dr. Costa gewünschte» wissenschaftlicheu Bc-nüßung dcr Urkunden und Antiquitäten des LaudeS-museums, daß dieselben Jedermann, der daran ein wissenschaftliches Interesse habe. znr Benützung bereit stünden uud auch, wie eS die Mittheilungen des historischen Vereins darlhun, von diesem bcnützt wor« den sind; in Betreff jedoch der vom historischen Verein unter gewissen Bedingungen dem Landcsnmseum angebotenen U'berlassung seiner Sammlungen könn« vom Musealvereine kein Beschluß gesagt werden, da dieser nach seinen Statuten nnr die Förderung d,r MuseumSzwecke anstrebt, das Museum selbst aber alS ein LandeSinstitut uub dessen Sammlungen unter der Obsorge der Lanbesuertrelung stehen. Bezüglich der von Dr. Mittels eingebrachten Anträge wnrde, da sich die Nothwendigkeit einer aber» malS einzuberufenden Generalversammlung zur Beschlußfassung über die neuen Statuten herausstellte und wegen der vorgerückten Zeit eine Spezialdebatte über die einzelnen biebei zu berücksichtigenden Punkte nicht mehr gepflogen werden konnte, eine mehr allgc-meine Fassung von Custos Deschma n n vorgeschla« gen. wornach die möglichst freie Beweguug deS Vereines schon dießmal im Prinzipe ausgesprochen werden sollte. Herr Staatöanwalt« Substitut Kapretz beau« tragte. daß bei dcr Abstimmung über den von Dr. Mitteis vorgeschlagenen Zweck beS Musealverelns der Passus .Förderung der Naturwissenschaften ins-besondere" auszubleiben hätte. Nachdem noch vorlänfig bezüglich dcS dießfälligen AbstimnnmgsmoduS über zwei divergirende Anschaun,»« gen debattirt worden war. faßte die Versammlung, auf Grundlage der von Dr. Mittels eingebrachten Anträge und der hiezu vorgeschlagenen Modifikationen, nachfolgende Beschlüsse: 1. Wahl eine« Comites von 7 Mitgliedern zur Abfassung neuer Statuten. welche einer neuerlich ein« zuberufenden Generalversammlung zur Berathung uud Beschlußfassung vorzulegen sind. 2, Bei dem Entwürfe dcr Statuten haben als leitende Grundsätze zu gelten: „) dcr Zweck des Vereins, nach ben, Antrage deS Dr. Miltcis: l>) die Unabhängigkeit des Vereines; c) die freie Wal'I seines Vorstandes; 2 ^lNl^N^sti^ Staatsfonds und Grulidtiitlastilligs-Ol'ligatillücn zur unvcränlcrtcil Notlz bfbaiN'tct; ^osc um '/,„ bi^ ',//„ h^h.>r. Iudiistricpapiere beliebt, galizische Karl Ludwig« g'«,'l>» ^ ' bahülActit» um 3 fl., Eslompts-Actim uül 2 st. lUl? die übrig,» Gattung,'» u,n '/, bie« 1 fl. thmrcr. Wechftl auf srcinvc Plätze m,d Coülpt.Nltc» ll,n eine Mai, .7.(!0 ohiif Mschüitt 186l ', . . N6,80 96 50 Silbn.?l»Ish.n vo» 1864 . . «7.i»0 8t<.— Nat,?lnl. mit Jan-Coup. zu 5'/. «0.10 80.15 ., ., „Apr,Coup. „ 5 „ 80.— 8010 Mltalliqu,s.....,5 „ 72.60 72.70 del!«.'mit Mai-Coup. . .. 5 „ 72.75 72.85 dett^'......„ 4j „ 64 80 65 — Mit Verlos, v. 1.1839.....153 75 154.- .. ., .. 1854..... 91.75 92.— „ „ „ „ I860 zu 500 st. 96.50 96.60 .. .. .. 1860 „ 100,. 97.70 97.90 .. ,. .. 1564......95.90 96.- ?com.-Gcs. z. 5.00 ß.5.W.594.— 596.-K. Ferr.-Nmdb. z. 1000fl. (5. M1630. -1832-,-Staals-^is.-Ges. zu 200 ,!. (§M. odcr 500 ffr.....183.25 183.75 Kais. 6Iis.- Valin zu 200 fl. CM. 131.75 132.-Süd.-norod.Vn-l'-B.200 „ „ 123.— 123.25 Süd. Staats-, lonibardisch-veue- tianische und ccntral italienische His. 200 fl. o. W. 500 Fr. 245. - 247.- Ofld Waaic Gal. >ssarl.Ludw.-V. z. 200 st.CM.224.25 221.75 Ocst.Dou.-Dampssch.-Ges. M^ 445.— 446.— Oelilrreich. ttk'yd i» Trilst Z^, 235.— 2,^7.— Wie». Tampfm.'?lstg.500fl.c'.W. 460.— 470.— Pcstcr Kcltculn-iickc .... 373,— 375.— Whm. Wcubahn zu 200 f!. . 156.75 15?.--Tl)c!fil,'ahn-?lf,i,!,zu 200si.(§. M. m. 140 fi. (707.) Einzahlung 14?.— —.— Pfandbriefe (für 100 st.) Nationalt/ I0j.ihrige v. I. bailf auf > 1857 zu . 5°/. 101.— 101.20 C. M. ) v.rl^daie 5 „ 90.50 91.— Nationalb.auf ö. W »sllosb.5 „ «6.25 86.50 Ungarische Voden-.ssrcdit-Anstalt zu 5'/, pCt.....85.50 86.- Lose (pr. Stück.) Kred.-AnNalt fin Handel u. Gew. zu 100 fl. üst. W. ... 131.- 131.25 Dl'N.-Dmpfsch.-O. zu 100 st. ssM. 89.— 89.50 Ztadta,,m. Ofen „ 40 „ 0. W. 28.50 29.— Werhazy „ 40 „ C.M. 94.75 95.25 Salm__________.. 40 ,. ., ., 31.25 31.75 Grid Waare Palffy zu 40 st. CM. . 29.25 29.75 Cü'ly „ 40 „ „ . 28.— 28,50 St. GcnmS „ 40 ,„ . 29.25 29.75 Wmdisch^äh „ 20..... 18.50 19.- Waldstein ., 30 ,. „ . 19.50 20.— Kcglevich „ 10 „ „ . 1!i.50 13.— Wechsel. 3 Monate. Geld Waare Augsburg für 100 ss. südb. W. 96.75 96.80 Fr.nffurta.M. 100fl, detto 96.80 97.— Hamburg, für 100 Marl Banco 85.75 85.90 London für 10 Pf. Sterling . 114,15 114.40 Paris, für 100 Fr.ms» . . . 45.30 45.40 (5ours der Geldsorten. vitld Waarc K. Münz-Dutal.'!! 5 ss. 44 lr. 5 st. 45 Nlr. Kronen . . .15 „ 75 „ 15 „ 78 „ NapolconSd'or . 9 „ 22 „ 9 „ 23 „ Russ. Imperials. 9 „ 45 ., 9 „ 46 „ Vcreinathaler . 1 „ 71 Z„ 1 ,. 72 „ Silber . . 113 .. 70 ., 113 „ 90 „ Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. f. öffentlichen Börse in Wien dm I. III»! 1864. 5°/. M.tas!ib<>r . . . «13.75 Baulattie'., . 7^4. London . . 114..0 Kceditaltlen . 195.40 K. l. Dukaten 5.44.'/.. Fahroldnlltlg drr Inge der k. k. SnU'ahn-Gesellschaft vom 1. Mai 1862 bis auf Wcitcrcß. l,) Zi'iqc zwischen i'aibach nnd Wien. Iu der Uichtung nüch Wien. U. Vi. U. M. l'aibach Absahvt Nachm. 1. 6 u. Nachts 12.51 Steindruck ., 3.27 „ ^ 3.11 Cilll „ 4.16 „ Frilh 4.— Pragcvhos Abends 5.55 „ „ 5.39 Marburg „ 6.31 „ „ 6.15 Era; ,. 8.54 „ .. 8.34 Vruck a. M. „ 10.41 „ Vorm. 10.23 Neustadt Nachts 3.34 „ Nachm. 3,35 Wien Anlimft Früh 5.17 „ Abends 5.25 In der Richtung von Wien, U. M. U. M. Wit» Abfahrt Vorm. 9,30 n. Abend« 9.30 Neustadt ,. 11.27 „ Nachts 11.28 Vruck a. M. Nachm, 4.37 „ Früh 4.25 Gra: Abends 6.32 ,. „ 6,18 Marburg ,. 8 46,, „ 8.32 Pragcrhof .. 9.25 „ Vorm. 9.11 Eilli Nachw 11.1 ., ,. 10.46 Stembrilck „ 12.53,, .. 11.38 Laibach Aiili'.usl „ 2.6 „ Nchm. 1.51 l») Züge zwischen Laibach, Triest nnd Venedig. u, M. u. M. vaibach Abfahrt Frlih 2.16 u. Nachm. 2.11 Adclsbcrg „ „ 4.43 „ „ 4.38 Nabrcsma „ „ 7.37 „ Abends 7.32 Triest Ankunft „ 8.20 „ „ 8.15 Nabresiun Abf. Frilh 8.8 „ „ 9.50 Venedig Ant. Nachm. 3.6 „ Früh 6.— In der Richtung von Venedig, Trieft nnd Laib ach. U. M. U. M. Vcuediq Abf. Abends 10.26 u. Vorm. II.— Nabrcsinll Ankunft Früh 6.5 „ AbdS. 6.56 Trieft Abfahrt „ 6.45 „ „ 6.45 Nabresina „ .. 7.9 „ ,. 7.46 «delsbcrq „ Vorm. „ 10.26 „ „ 10 8 Lalbach Ant. Mittags 12.49 „ Nacht« 12,47 Der Eilzug von Triest nach Wirn und von Wien nach Triest jeden Dinstag, Donnerstag und Samstag. Wien erfolgt Früh 6.50 Triest Abf. Früh 6.30 Graz Mittag 12.31 Laibach „ Vm. 10,49 Cilli Nachm. 3.39 Cilli „ Nchm. 1.6 kaibach Abcuds 5.45 Graz „ „ 4.14 Triest Auk. „ 9,59 Wien Ant. Abs. 9.36 Zu den Eilzügeu werden wie bisher nnr Fahrkarten 1. Masse ausgegeben. Die Anschlüsse in Nabresina an dir italienischen Züge bleiben dieselben wie bisher. <:) In der Richtung von Stcinbrnck -^ issck. Abfahrt von Laib ach 1 Uhr 6 Min. Nachmittags, Ankunft iu Steindruck Nachmittag 3 Uhr 19 Min. Abfahrt von Stcinbrück Nachm 4II. 25 M , Ankunft iu A g r n m um 6 Uhr 59 Min. Abfahrt von A gram um 7 Uhr 14 M., An-lunft iu Sissel um 8 Uhr 45 M. Abends. In dcr Richtung von Sissck-Steiubrü ck. Abfahrt voll Sissct Früh 6 Uhr 30 Miu., Aulunft iu A gram um 8 Uhr 1 Min. Abfahrt uou Agram um 8 Uhr 16 Min., Ankunft in S tc i u b r ü ck um 10 Uhr 50 Min. Abfahrt von StciubrÜck 11 Uhr 38 Min., Ankunft iu Laibach 1 Uhr 51 Min. Nachm. Fremden-Anzeige. Den 31. Mai. Stadt Wien. Die Herren: r. Garzarolli, Gntöbcsiher, von Tenosetsch. - Piccoli, HandflSmann, l'!,!! Verona, Lackucr, Handelsüiail», von Wie». — Gasparilsch. Haud!l<) - Galtitt , au«? Alcraudrie», Elephant. Die Herren: Äraf Kotulinssy, GutSbcsil)er, von St. Peter, — Krakcr, Handllsmauu, von Steyr. — Wa.zuer, t, f. Hauptüiann, von Ubinc. -- Ritt.r von F^dran^perg, Dircklion^-Adjiiull ds>? k. s. Obersten Gerichtshofes, von Marburg, — Müller, Kaum»,!!,,, vou Flnilffurt a. M. — Fischer, Kauflnann, von (zzafathurii. — Singer. Hanbcl^lNllnn, roi» Prcßblirg. — Karg von Trilst. — Krämer, Handlimg/rciscnder, von Wie». — Mouchicourt, Handelsmanu, von Paris ^-P^^r, k. s. B,zir!Samt>i-?lsflliß. als Gericht, wird hlcinil al^cmri» kuno gemacht, oaß das >öl)Iiche k. k. Ärelsgs> richt zu Nelistabtl mit Veschlnß vom 17. Mai 1864. Z. 965). üd,r deu Hlililr> Antou ^releßiiig l» Kiedatsch H.«Nr. 21 wc^en lllvisssiier Verschwendung dit Ku« r.,tel wtlyaugt habe. Drm Anton Pltlcßnik wird nun Josef Puprl uc>u Welkeröderf alö Kura-ior alNgtstelN. ^. l. Bezirksamt Neifnil). als Gericht, am 28. Mai 1864. (991—3) '""'""- Nr^ 2126. Erekutive Fcilbietuug. Von oem l. k- '^ezlrlöumle Slein, als Gericht, wird hilmli delannt glM'ichl i (is sci ül'cr rai; Ansuchcn rcö Io'cf Nooe «0iiior von Stem, gc^sn die I^< lc'l, Ml,'zl).ut"sche Veilaömasst. zu Hou. c'ln vrr Eiben M^nia Vilucr>b. ucrmil-wclt Mozyuik i» Sicl», H.rr ii'l'Nl; Mozdl'ik i» ^!.nl'ach für sich, unl? lilü Klinnor o,r «chwrstnrcn Ullbclaniucli Er-l'c,!, GcilllUli) Simula, zu Rl'folzde il» Uc^illc^^g. Genr.iuv Ml.'U)nik iu Slci,,. ll»d Johann Iuonizl, in Krcnz, «Is Vl.'r im'mder l?ls mlltt'crjälirigel! Alcis Mo>h nik weg llin^anftra^e Otto. 24. Dc^mdcr 186.'>, Z. 5968, schuloiger 282 fi. 85 lr., mw lNls rem wellfren Znliluuss^auflrage ddo, 24. Lczsml'lr 1863. Z. 5)989. schuldig, 231 fi. ö. W. c. ». «., in die erslutiuc öffcniliche Versteigerung der den Keßler» gehörigen, iin Grundduche des Stadlkan,-meramteö Stein «u!» Url'.-Nr. 4«) uor« lommelideü. in liolllUlicl, gelegenen Rea» lilä't, iu, qcrichllich erl)ol's>,cn SchäyungS. werthe pr. 168 fi. 80 kr.; der im Grunlliuche des Val>mciller< anitcs Stein >ul> Url'.-Nr. 42 nno im Glundl'uche Kreu^ «ul> Urbar,-Nr. 1144 uorkommcusen zusammenhäugentcu Mcicer SlaDt Stein, »ü> ^l:li>>!il-?«'r. 21 vorkl'Mlneildcn Nca« Iital in plauze, im gerichilich tshol>e»»n Hchä'ßungl'wlrthe pr. 232 ft, 40 kr. qlwiUiglt. uno znv Voriuil'lne derselben l>«c drei Ftilbilluiupagsapliiigeu auf den 2. Inli. 2. August und 2. Slptemlier l. I.. jedesmal Vormittags mit 9 bis 12 Uhr, iu der Glrichtslanzlsi ucm dem Äudange bestimmt ivorden. daß die scilzubieteildei' Nlalilälcu bei dcr ersttn llud zweiten FclN'iltimg nur um »oer über deu Schaz» ^lügswerth. bei dcr drillen aber auch n». nd die Lizitlilionsbeding-»iffc täglich dicramls eiligesehen lver!?cl' köiii'e». K. l. Vczilköamt Stli». als Gericht, am 28. April 1864. (674-6) Die dslN(ll'l 5icli> III i UMert Trinker iii LüilKicli, lluuptplatz Nr. 239, „zum AAIKKIl." Ausverkauf. jx^* eiUolJtl UUllp -^t in kx gdntilnng 99%iiiu Chinesen" /ranjiakoncrjiloft Itr. 45. JUcflcn cjänjticl)cr ©cfdjaftS4lmftattuno werben ÄO% unter dem Einkaufspreise ücvfd)tcbcnc feljr gcft^macfoosfc, vor Äurjcui erst anflcfdjafftc, feine rffj • pal O cp ^^ IM« st C. J. Grill. Ausverkauf. , Hiezu ei« HGer Bogen ?lmts- und Intelligenzblatt.