Katholische Misftonezeitfehrift öer Missionäre Söhne des hist. Herzen© Jesu Stern Nummer 2 - Juni 1941 44. Jahrgang Spedizione in abbonamento postale. Zum Titelbild. Barbier auf der Straße in Bagdad (Irak.f Es herrschen immer noch paradiesische Zustände in Bagdad. Der Nachbar leiht einen Stuhl, die Mauer dient als Stütze und der Barbier Kanu sich um den wie überall willenlosen Klienten annehmen. Äariiber scheint die Sonne des alten irdischen Paradieses. '(Diözese Bagdad, Irak.) (Fides Foto.) Inhalt: .... und Herzlosigkeit, S. 17. — Auch ein Wörtlein, S. 19. — Zur Gebetsmeinung, S. 20. — Wetterpropheten, 6. 23. — Sitten und Gebräuche bei den Bapcdi, 6. 24. — Apostolat im Land der Moi, S. 26. — Trott, S. 29. — Lanze und Kreuz, S. 30. — A bbild u n g en: Fronleichnam in Japan, S. 21. — Im Krankenhaus von Glen Cowie, S. 25. — Ora et Inborn in den Missionen, S. 27. — 2m Lande der Weißen Elefanten. (Siam-Thailand.) 8. 28. — Das Missionshaus in Khartum nach der Zerstörung durch die Mahdisten, S. 31. —- Aus den Anfängen der Schillukmifsion: Unterricht'der Schillukkinder im Freien, S. 32. Preis: ganzjährig Italien 8 Lire, Ungarn 2.50 Pengö, Jugoslawien 25 Dinar, Schweiz 2.50 Franken. Versand durch Missionshaus Millan b. Brejsanone, Italia. Missions-Gebetsmeinung für Juni: Bekehrung der Schintoisten. Der japanische Schintoismus (- Weg, Dienst der Götter) war zunächst Natur-verehrung, Sonnenkult, dann Vergötterung des „Reiches der aufgehenden Sonne" und seiner Herrscher. Dem Kaiser wurden göttliche Ehren erwiesen und berühmte Männer wurden auch zu Gottheiten erhoben, denen man opferte iifro., Schwärmerei für die schöne Natur und Ahnenkult war .der Kern -der ganzen „Religion". „Heute ist der Schintoismus nichts mehr als ein System von Zeremonien und von dem Begriff einer ivahren Religion (ist er) nach dem einstimmigen Urteil der Japaner selbst ebensoweit entfernt wie ein feierliches Teekränzchen", stand vor 40 Jahren schon in den „Katholischen Missionen" zu lesen. Der tiefer denkende Japaner ist schon lange aus der Suche nach einer wahren Religion, die seinen klaren Geist besser befriedigt als Schintoismus oder Buddhismus, der in Japan weit verbreitet, die Antwort auf brennendste Gegcnwartfra-gen ebenso schuldig bleibt. Beten wir, daß das hochbegabte japanische Bolk nicht am Materialismus oder an einer Vergötzung des Staates zugrunde gehe, sondern die Lösung auch der irdischen Schwierigkeiten in wahrer christlicher Kultur finde. Wir bitten um das Gebet für die in den letzten Monaten verstorbenen Abonnenten, unter ihnen Frau Gertraud Aichner, Accreto: Förderin Kathi von Otsenthal, Campo Tures; Maria 8 t o ck n e r, Millan-Bresfanone; Förderin Katharina Wall-nöscr, Valdaora d. s.; Kath. Garben-Seiler, Cluringen, Schweiz! 'Agnes Gundern, Ernen, Schweiz; Jakob Wäber, Ob. Mühlental, Schweiz; Lorenz Hegncr, Ruhstel, Schweiz. Allen Freunden und Verehrern des Dieners Gottes P. gojef 5*cUutdcmef$ SVD, sowie allen, die lernen möchten, wie man eine „neuntägige Andacht" hält, sei das handliche Heftlein wärmstens empfohlen, das Dr. Johannes Baue bei der Verlagsanstalt Athesia Bolzano veröffentlicht hat: „N o v e n c, A n l e i t u ng zum fruchtreichen n 11 c n von N o v c n e n vor allem zum Diener Gottes P. Josef Frcinadcmetz S. V. D.“ Herausgeber: Kongreg. d. Missionäre Söhne d. hlgst. Herzens Jesu, Millan-Bresianonc. Schriftleitung: Dr. theol. et phil. P. M. Raffeiner F. S. Q., Millan-Bressanone. Druck: A. Weger's Buchdruckerei, Brcssanone. Nulla osta. — R. Prefettura, Bolzano — Gab. No. 5087, 28 dicembre 1939—XVIII. Stern -er Neger Katholische Missions-Zeitschrift Kerausgegeben von der Kongregaiion: Missionäre Söhne des heiligsten Kerzens Jesu Nummer 2 Juni 1941 44, Jahrgang ______und Herzlosigkeit! Es muß ein Mensch schon ganz von Leidenschaften zerfressen, innerlich halt und abgestorben sein, wenn die schöne Frühlingszeit keine edleren Regungen mehr in ihm weckte. Dem Kriege zum Trotz und aller menschlichen Gehässigkeit vergessend, hat Gott die Welt wieder in frohes Grün gekleidet, mit bunten Blüten geschmückt, hat Schmetterlinge in die Lüfte gestreut und den Vöglein den Auftrag gegeben, es den Menschen beizubringen, wie man auf trübselige Träumereien und Sorgen — pfeift! Durch alle Sinne strömt überzeugend ein Gefühl in die Seele: Es ist dock noch jemand da, der es gut mit dir meint, der dir wohl will; laß es dir gesagt sein, dein Gott hat ein Herz für dich! Tu deine Augen nur auf, Er hat sie dir gegeben, daß du dich an all der Frühlingspracht erfreuest: öffne dein Ohr, das Zwitschern, Trillern und Jubilieren der gefiederten Sänger wird auch dein Herz mitklingen lassen: „O Gotteswelt, wie schön bist du im Glanz der Frühlingspracht: ihm jauchzt das Herz in Freude zu, der dich so schön gemacht!" Und vergiß es nicht, dieser gute Schöpfergott denkt an die ganze große Menschenfamilie. Er will, daß alle Menschen selig werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. So sei auch du nicht herzlos, laß dir ,üom Frühling ein katholisches Herz geben, das mit dem Dichterfürsten, aber in religiösester Grundstimmung spricht: „Seid umschlungen Millionen, diesen Kuß der ganzen Welt! Droben überm Sternenzelt muß ein guter Vater wohnen!" Dr. Fritz Gerlich schreibt in seinem Buch über Theresia Neumann von Konnersreuth, sie habe einmal nach einer Vision nur immer die Worte wiederholt: „Der Heiland ist doch so gut, daß es eine Freude ist." Jesus Christus! Ihm find die Herzen der Kinder geradeso zugeflogen, wie die schmerzdurchwühlten und reuedurchpflügten der Erwachsenen sich ihm ösf- rieten, wie die seiner Getreuen für ihn schlugen und begeistert für ihn verbluteten. Die scharfe Lanze, die Jesu Seite am Kreuz durchbohrte, ist der spitze Finger, der Welt und Zeit hinweist auf den Kernpunkt der Erlösung: „Der Gottmensch hat ein Herz für uns!" Und dieses Herz steht allen offen, es schlägt in gleicher Liebe für alle — an der Krippe, am Kreuze, im Tabernakel. Und es lädt alle zu sich ein: „Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken." Und es sendet seine Boten aus an die Hecken und Zäune, die Gäste herbeizuführen, es sendet seine Apostel in alle Welt, allen das hochzeitliche Gewand zuzutragen, welches ihnen den Eintritt zum ewigen Friedens- und Freudenmahl freigibt. Herzlos ist jeder, der diesen freundlichen Hausvater kränkt, herzlos ein jeder, der den Bettlern da draußen die Einladung nicht gönnt. Wir feiern diesen Monat das heilige Pfingstfest. Der heilige Geist, die persönliche göttliche Liebe, ist der Tröster der Kirche, der Quell ewigfrischer Kraft, der den ganzen Leib der Braut Christi durchblutet, der Fungborn ihrer makellosen Schönheit und stets erneuter Zugend bis zum Ende der Zeiten. Und hat nicht der Heilige Geist schon das erste Pfingstfest eigens als Missionsfest gekennzeichnet? Der erste Papst, den der Heiland zum Menschenfischer gemacht hatte, erlebte den ersten wunderbaren geistigen Fischfang in einem Meer von Gnaden, die der Geist der Liebe über die Apostel und das Volk ausgegossen hatte. All diese Herzensgeheimnisse göttlichen Liebeswaltens hat uns der Himmel geoffenbart und dazu fielen die bedeutungsvollen ernsten Worte: „Daran sollen die Menschen erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebet!"... Wenn ihr einander liebet! Um jeden Zweifel auszuschließen, ob wir wohl richtig gehört haben, klingt es am Ende des ersten christlichen Jahrhunderts noch von den Lippen des Apostels, der an Jesu Herz geruht hat: Kindlein, liebet einander! Es ist wirklich so: Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan!" Und so bleibt es auch für immer Beweis göttlicher Liebe zu den Menschen, aber nicht minder Weckruf an alle Christen: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch"_____ „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe!" Die erste große Sünde der Menschheit war Abfall von Gott, die zweite war — Brudermord! Damals wurde vom irrenden Menschen das Wort geprägt: „Bin ich denn der Hüter meines Bruders?" Der innere Zusammenhang der beiden Sünden ist klar: Wer Gott die Treue nicht hält, wird der sie den Menschen halten? Herzlosigkeit, das „Bin ich denn der Hüter meines Bruders" in irgendeiner Form oder Fassung ist auch die „Entschuldigung", die der Christ in den Mund nimmt, der Christi Missions-befehl nicht gelten lassen will. Altes und neues Heidentum ist gebrandmarkt mit dem Kainszeichen der Gefühlsverrohung, der Herzlosigkeit; Unmenschlichkeiten sind an der Tagesordnung und aller Kampf der Polizei, der Staatsgewalt dagegen ist vergebens oder unzureichend. Dürfen wir Christen den ganzen Jammer des Heidentums einfach der Polizeigewalt der Kolonialmächte überlassen? Herzlosigkeit! Und es hieße Gottes Unwillen und heiligen Zorn herausfordern, es hieße warten bis sein strafender Arm uns für das freche „Bin ich denn der Hüter meines Bruders" auf den Mund schlägt. Ein Gericht ohne Erbarmen wird über jene ergehen, die kein Erbarmen üben. Der Heilige Geist hat die Aufgabe übernommen, die Welt der Sünde zu überführen, auch der Sünde gegen den armen Heiden, wenn er hungert und wir wollen ihm das Brot der Starken nicht reichen, wenn er nackt ist und wir wollen ihn nicht bekleiden, gefangen und wir wollen ihn nicht befreien, durstig und wir verweigern ihm den Trank des Lebens! O, es gibt noch heldische Eltern, die dem Heiland Missionäre schenken, es gibt noch Missionäre, die bereit sind, die Heimat zu verlassen und auf dem steinigen, dornigen Pfade des guten Hirten nach jenen Schafen zu suchen, die auch in den Schafstall Christi geführt werden müssen, damit ein Hirt und eine Herde werde. Aber herzlos wäre es, die Sturmtruppen an der Missionsfront sich selbst zu überlassen, gleichgültig zuzusehen, während sie alles einsetzen für eine Sache, die auch die unsere ist, wenn nur ein Fünklein Gottes- und Nächstenliebe in uns.glimmt. Tue du redlich das deine, tu's in Schweigen und Vertrauen, rüste Balken, haue Steine, Gott der Herr wird bauen. (P. H. F. F. S. C.) iiniiiiiiiiiiii Auch ein Wörtlein. Herz Jesu, dich loben die Engelein droben Mit Orgeln und Harfen und wonnigem Klang, Mit Cymbeln und Zithern und siihem Gesang. Herz Jesu, dich ehren in seligen Chören Im Liliengewande urn’s Lämmlein geschart Die Jungfrauen bräutlich erlesener Art. Herz Jesu, dich preisen in minnigen Weisen Die Heiligen alle; wer kennt ihre Zahl? Wie jubelt, wie singt es im himmlischen Saal! Herz Jesu dir klingen. Herz Jesu, dir bringen Die Sternlein im Reigen die Huldigung zu, Das Sphärenorchester kennt Rast nicht noch Ruh. Die Schöpfung auf Erden will fertig nie werden Mit festlichem Jubel und Dank und Lobpreis, Bald mächtig erbrausend, bald sänftiglich leis. Soll ich allein schweigen? Auch ich bin dein eigen Und mir ward dein Herze geöffnet vom Stahl Auch mich trifft der Liebe Mmärmender Strahl. Ich möchte ihm danken, ich möchte umranken Mit kosenden Armen das göttliche Herz In Liebe und Wehmut, in reuigem Schmerz. Doch darf ich es wagen? Ich must mir ja sagen, Ick) bin es, ein eleuoer Sünder, nicht wert Und ach! auch mein Stimmlein, es wird überhört! Es mutz ja mein Lallen ach! spurlos verhallen, Wenn Himmel und Erde in srohem Verein Ihr jauchzendes Hoch, ihr Hosanna ihm weih'n. Und doch möcht’ ich Armer dem Herrn und Erbarmer Ein Wörtlein auch sagen; wie stell’ ich es an, Wer schasst im Gedränge auch mir eine Bahn? Wo gibt es ein Pförtlein, durch das auch mein Wörtlein Im rauschenden Jubel noch dringe empor Wohl über der Engel, der Seligen Chor? Ich hab es gefunden, das Pförtlein umwunden, Don Lilien und Rosen und Vliimelein bunt: Es ist, o Maria, dein liebholder Mund. Iti 2* 3sl, nimm bu mein Lispeln und trage mein Mispeln, Trag du es dem Herzen, dem göttlichen, vor, Sag bu es bent göttlichen Sohne ins Ohr. Dich muß er doch hören, betn Wort kann nicht stören Das Jubeln unit Singen, bettn bit mies bett Thron Zunächst seinem Herzen bei» Jesus, betn Sohn. So leg’ ich vertranenb, auf bid), Mutter, fcmtcnb Mein kinbliches Lallen nun bir in bett Munb. Es quillt aus bet Seele tiesinnersten Grunb Das Wörtlein, bas eine — o Suitgfrmt, btt reine Bernimm's: es sagt wenig, bodj weiß id) nicht mehr: „Herz Jesu, ich liebe — ich liebe bid) sehr!" n löra Zur Gebetsmeinung. 1.) Fortschritte des Katholizismus in Japan. — Rom. Aus Japan trafen die Missionsstatistiken ein, wie sie seit Jahren P. Oertle, einer der Steyler Missionäre der Präfektur Niigata im Auftrag der Missionskommission zusammengestellt: Der erste Eindruck beim Ueberfliegen der Tabellen ist eine gewisse Ueberraschung: erscheint uns doch die Zahl der Erwachsenentaufen (220) und der Gläubgien (4272) außerordentlich gestiegen, nachdem wir in den vorausgehenden Jahren an bescheidenere Ziffern gewohnt waren. Die bis jetzt größte Zunahme war im Jahre 1931 zu beobachten, wo die Zahl der Gläubigen sich um 3525 gehoben hatte, also unter dem Niveau von 1939 blieb. Im verflossenen Jahr betrug die Zunahme bloß 1631. Auch in Korea ist ein Fortschritt zu verzeichnen: die Gläubigen haben um 8095 zugenommen, wenngleich die Apost. Präfektur Zenshu 998 Gläubige verloren hat, die auf Konto der Auswanderung in Richtung Süden-Norden zu setzen sind. Uebrigens haben auch in Zenshu die Erwachsenentaufen die Zahl 332 erreicht, ein Zeichen, daß mit Erfolg gearbeitet wird. Für das eigentliche Japan gilt der Erfahrungsgrundsatz, daß die größere Ernte stets in den großen Metropolen Tokyo und Osaka zu erwarten ist, (in Tokyo 508, in Osaka 220 Erwachsenentaufen), wo das Volk in diesen traurigen Zeiten Trost und Erhebung sucht, vor allem auch das weibliche Geschlecht! man trifft unter den Katechumenen auch Universitätsstudenten in schöner Zahl, die die Rätsel des Lebens durch Religion zu lösen bestrebt sind. Die Zahl der Erwachsenentaufen betrug für das eigentliche Japan 1991, für Korea 6067 und für Formosa 102, somit für das ganze Kaiserreich 8160. An die Erwachsenentaufen schließen sich 220 Bekehrungen unter Protestanten an und zwar 70 in Japan, 142 in Korea und 8 in Formosa. Kindertaufen gab es 3449 in Japan, 6019 in Korea und 353 in Formosa, im ganzen also 10.723. Die Katholikenzahl betrug am 30. Juni 1938 in Japan 113.488, in Korea 148.187 und in Formosa 9228; insgesammt also 270.903; ein Jahr später waren diese Zahlen in Japan auf 117.760 ,in Korea auf 156.282 und in Formosa aus 9449, im ganzen also auf 283.491 hinaufgestiegen mit einem Zuwachs von 12.588. Es find gewiß nicht die Zahlen, die ans andern Missionen vorab aus Zentralafrika gemeldet werden; berücksichtigt man aber die Bedingungen, unter denen das Apostolat im Land der aufgehenden Sonne vor sich geht, und vor allem die augenblicklichen ganz besonderen Umstände, so muß man mehr als zufrieden sein. Man darf nicht vergessen, daß Japan seit über zwei Jahren im Krieg steht und daß alle Aufmerksamkeit, alle nationalen Hilfsmittel daraus gerichtet sind, eine Lösung des Konfliktes herbeizuführen, die den japanischen Zielen entspricht. Fünf japanische Priester, etwa zwanzig Seminaristen und sehr viele Gläubige sind mobilisiert und nicht wenige haben für das Vaterland ihr Leben auf dem Schlachtfeld gelassen, darunter auch der älteste Sohn des wohlbekannten katholischen Admirals Yamamoto. Unter solchen Umständen kann das Laienapostolat in der Katholischen Aktion sich nicht so entwickeln wie es möchte, und auch die Katechu-menen vor allem auf dem Lande begegnen großen Schwierigkeiten, wenn sie den religiösen Unterricht aufsuchen wollen. Fronleichnam in Japan. Christen und Heiden stehen in ehrfurchtsvollem Schweigen, während die Fronleichnamsprozession durch die Straßen der japanischen Stadt Miyazaki zieht. Die Kirche erfreut sich in Japan großer Toleranz und mit ihrem Oberhaupt, dessen Bemühungen um den Frieden stark beachtet werden, immer größerer Achtung. (Fides Foto 1940.) Obwohl nun so die Katholiken sich als wahre Patrioten in Wort und Tat zeigen, hat der europäische Krieg die jahrhundertealten Vorurteile gegen die Fremden, vor allem gegen die Angehörigen kriegführender Staaten, wiederausgegraben als ob sie spionageverdächtig seien; die Missionäre werden stark beobachtet und manchmal des Landesverrates verdächtigt. Sogar die japanischen Priester selbst werden in diesen Verdacht miteinbezogen, da man sie für willfährige Werkzeuge der Fremden hält. So ist leicht der gewaltige Schaden abzuschätzen, den in gewissen Kreisen die Missionstätigkeit durch diesen Stand der Dinge erleidet. Umso höher sind die Erfolge zu bewerten, die die japanische Kirche in diesen letzten Zeiten errungen hat, um so höher ist das Verdienst zu veranschlagen, das die evangelischen Arbeiter in diesem Lande tatsächlich haben. (Fides, Januar 1940.) 2. ) Japanische Zeitungen über Papsttum und Kirche. — 3m Februar 1940 brachte die Fideskorrespondenz folgenden Bericht: Nagoya (Iapajn)!. — Die japanischen Zeitungen bringen immer wieder wohlwollende Berichte über den Heiligen Vater und seine Bemühungen um den Frieden. Wenn auch jetzt noch manche Stimmen laut werden, die behaupten, die europäischen Staaten betrachteten die christliche Missionstätigkeit nur als Mittel, ihren Einfluß im Osten zu sichern und auszuüben, so mehren sich doch in letzter Zeit die Stimmen, die zugeben, daß die katholischen Missionen unabhängig von politisch-wirtschaftlichen Faktoren ihre opfervolle Arbeit leisten, daß nur brennender Glaubenseifer sie bewog, ihre Heimat mit dem fernen Osten zu vertauschen. Es bricht Ich immer mehr die Ueberzeugung Bahn, daß die Katholische Kirche sich nicht von politischen Zielen leihen läßt, daß insbesondere der Heilige Vater von höherer Warte aus die Weltlage betrachtet und als Vertreter einer rein geistigen Macht seinen Einfluß zum Glück und Wohl der Menschheit brauchen will. Für die Weiterentwicklung der Katholischen Missionsarbeit in Japan kann diese gute Stimmung der japanisch-en Oeffentlichkeit nur von Nutzen sein, viele Hindernisse werden so aus dem Weg geräumt! Vom Besuch des japanischen Außenministers Matsuoka beim Heiligen Stuhl 1941 haben wir vor einigen Wochen in den Zeitungen gelesen. 3. ) Weihespiel „Gratia Hosakawa" In Tokyo. — Rom. — Das in der Stadthalle von Hibiya in Tokyo aufgeführte Weihespiel Gratia Hosakawa, das die bühnenmäßige Neubearbeitung eines gleichnamigen Dramas von P. Heuvers S. J., dem Leiter der Sophien-Universität in Tokyo, darstellt, hat einen recht guten Empfang von Seiten des Publikums und der Kritik gefunden. Dazu hat vor allem auch der ansprechende Stoff beigetragen und hier wieder die edle Gestalt der Gratia, die der Autor nicht ansteht, eine der größten Heldinnen der japanischen Gefchichte zu nennen, vergleichbar einer Iphigenie oder Antigone des Altertums, einer Beatrice von Italien und einer Jeanne d'Arc von Frankreich. Das Drama zu dem P. Heuvers die Bausteine aus dürftigem Quellenmaterial der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zusammengetragen hat, fällt in die Zeit des beginnenden Christentums und zugleich der großen Bürgerkriege Japans. Gratia Hosakawa 1563 geboren, heiratete Tadaoki Hosakawa, Daimyo von Tango; sie wurde im Sommer 1587 Christin und kam während der Wirren des Jahres 1600 auf tragische Weise ums Leben. Feingebildet und von hervorragender Schönheit, wurde sie von ihrem Gemahl leidenschaftlich geliebt, aber auch eifersüchtig überwacht, so daß ihr fast jede Berkehrsmöglichkeit mit der Außenwelt fehlte'. Tadaoki Hosakawa war ein Freund des christlichen Daimyos von Takatsuki, Justus Takayama, in der japanischen Geschichte Takayama Ukon genannt. Was Tadaoki von seinem Freund über die christliche Religion hörte, erzählte er zu Hause seiner Gemahlin, die infolgedessen von einer tiefen Sehnsucht nach der christlichen Lehre erfaßt wurde. Am Geburtstag Buddhas an dem sie in langem Gewand und verhüllt zu den Tempeln zu gehen pflegte, schien sich eine günstige Gelegenheit zu bieten, einen Priester zu besuchen. Sie schlich sich aus dem Schloß zum Haufe des Zstsuitenpaters Cespedes, aber der Burgwart erhielt Kenntnis davon und sie konnte den Versuch nicht mehr wiederholen. Schließlich wurde sie doch von einer christlichen Hofdame, Maria Kyohara, getauft. Es gelang ihr auch, ihren Gemahl mit der Tatfache ihrer Bekehrung auszusöhnen und sogar ihre Kinder taufen zu lassen. Gratia Hosakawa war die Tochter des Mitfuhide Akechi, eines Generals des mächtigen Nobunaga Oda, der den besten Teil Japans beherrschte. Als sich ihr Vater gegen seinen Herrn erhoben und diesen vernichtet hatte, suchten Nobunagas Anhänger den Tod ihres Herrn auch an der Tochter Akechis zu rächen, aber Tadaoki ließ seine Gemahlin in Sicherheit bringen, so daß sie der Rache der Häscher entging. Beim Bürgerkrieg zwischen Ieyasu Tokugawa und der Partei des Hideyori Toyotomi stand Hosakawa auf Seiten Ieyasus. Hosakawas Gemahlin weilte damals in Osaka, das sich in der Gewalt der Gegenpartei befand. Vor dem Ausrücken ins Feld hatte Tadaoki seinen Vasallen befohlen, seine Gemahlin eher zu töten, als sie in djie Hände der Feinde fallen zu lassen. Als daher die Häscher Hideyris erschienen, um Gratia Hosakawa als Geisel zu verlangen, eröffnete ihr einer der Vasallen die Weisung ihres Gemahls. Als Christin lehnt Gratia „hara-kiri" als gleichbedeutend mit Selbstmord ab, ist aber bereit sich dem Willen ihres Herrn und Gemahls zu beugen. Sie bot ihr Haupt dem Todesstreich dar. Es war im Sommer 1600. Die Zeitungen preisen das Singspiel als „japanische Oper" und ohne Zweifel darf es als Weg dazu betrachtet werden. (Fides, März 1940.) ES Wetterpropheten. (Geschichte des Observatoriums von Manila.) — Peking. — 1865 brachte ein Iesuitenscholastiker namens Franz Colina in einem verlassenen Taubenschlag auf dem Dach der Iesuitenschule in Manila etliche meteorologische Instrumente unter., 3n der Hauptsache bestanden,sie in einem Thermometer, einem Hygrometer und einem alten Barometer. Ein Stück Tuch das von der Spitze einer Stange herunterhing, diente zur Angabe der Windrichtung. Das war der bescheidene Anfang des Observatoriums Manila, heute eines der bedeutendsten seiner Art. 1879 glaubte Pater Faura, der damalige Observator, in der Lage zu sein, Warnungen vor dem Taifun ausgeben.zu können. Am 18. November erließ er eine öffentliche Voraussage, daß innerhalb weniger Tage in Manila ein starker Taifun losbrechen werde. In der Tat erschien am 20. November der gefürchtete Sturm auf dem Plan. Die Vorkehrungen, die man einfolge der Vorhersage treffen konnte, hatten zur Folge, daß die Verluste bedeutend geringer als bei vorausgehenden Stürmen waren. Seit diesem Tage wurden Taifunwarnungen zur Spezialität des Observatoriums. 1886 wurde das Observatorium nach Ermita überführt, damals ein Vorort von Manila, wo es sich heute noch findet. Nach dem Tode Pater Fauras wurde die Straße, in der das Observatorium liegt, Calle Padre Faura genannt zum Andenken an die Pionierarbeit, die der verstorbene Forscher geleistet hattje. 1880 waren es nur 7 Telegraphenstationen in Luzon, die mit meteorologischen Instrumenten versehen, täglich telegraphisch ihre Beobachtun- gen an das Observatorium übermittelten. Sie waren die Grundlage für die Taifunwarnsignale. Heute melden zweimal täglich über vierzig Stationen des Philippinischen Archipels, ferner die Inseln Guam und Pap, 'ziele Stationen Japans, Chinas, Indochinas, Siams, Holländisch Ostmdiens und Schiffe auf der See ihre Beobachtungen. Taifunmarnungen ergehen zweimal täglich und wenn nötig noch öfter; während der schrecklichen Taifunperiode des Jahres 1939 wurden nicht weniger als 245 Warnungen ausgegeben. Dank der Vorsichtsmaßregeln, die auf Gru. 3 der Warnungen getroffen werden, find jetzt die Verluste an Menschenleben auf ein Minimum reduziert. Statt des armseligen Tuchfetzens, der 1865 für die Windrichtung gebraucht wurde, stehen heute sechs selbsttätige Anemometer zur Messung der Windstärke und Richtung auf dem Dach des Observatoriums. Einer von ihnen, der 6 Fuß hoch über dem Dach angebracht ist, mißt die Stärke und Richtung jeder plötzlichen Windrichtung. Zweimal am Tage werden vom Dach des Observatoriums Versuchsballone losgelassen und mit dem Theodolit verfolgt, um Richtung und Stärke der Windströmungen von den tieferen Regionen bis hinauf zu den Stratosphären zu ermitteln. Die hervorragendsten Gestalten des Observatoriums in der Vergangenheit waren P. Faura und Algue. Zur Zeit besteht die Besatzung aus einem spanischen und vier amerikanischen Priestern und einem Scholastiker der PWppineii. Außerdem sind 245 Filipinos — alle Laien — im Zentralbüro und den Provinz- und Außenstationen tätig. Regelmäßige Berichte treffen ans 170 offiziellen und 217 Hilfsstationen ans den Philippinen und von auswärts ein. (Fides.) Sitten und Gebräuche bei den Bapedi. (P. M. R. F. S. C.) In der Stammesschule. Bodikane (Fortsetzung.) Eröffnungsfeier: Nun ergehen Einladungen an alle Häuptlinge der Umgebung, mit denen man auf freundschaftlichem Fuße steht, und deren Mannen an der Schuleröffnung teilzunehmen: ho hlagisha Koma.— Die folgende Nacht noch versammeln sich die Männer; die Schüler müssen antreten und werden regelrecht kurz geschoren. Dann werden sie von den Männern in die Mitte genommen und abseits geführt; gewöhnlich in eine abgelegene Schlucht im buschbedeckten Gebirge, was um so leichter ist, als ja die Bapedidörfer durchwegs am Fuße von Gebirgsketten sich hinziehen oder in Berglehnen hineingebettet sind. Eine Schwierigkeit hingegen und manches Jahr eine große, bildet die Wasserfrage. Wasser muß unbedingt vorhanden sein an dem auserkorenen Platz. Nun aber fällt die Schule durchwegs in die Wintermonate — Mai bis August —, in welchen es in Sekukuniland keine Niederschläge gibt (manches Jahr sogar 8 Monate lang keine). So ist es leicht verständlich, daß die Platzwahl sehr beschränkt ist; denn Quellenwasser ist eben eine Seltenheit im Gebirge. Der Ort muß außer Sicht der Wohnungen sein, aber nicht außer Hörweite wenigstens des Häuptlingskrals — für gewöhnlich 4—5 Kilometer — entfernt. Am Platze angekommen, schreitet man sofort zur Beschneidung. Ein Kandidat nach dem andern wird vom Vater, fehlt dieser, vom Vormund oder dem älteren Bruder, gepackt und zum tipane geführt, der ihn am Wasser erwartet und die Operation sogleich vornimmt. Die Männer, welche die Burschen in geschlossenem Ring umgeben, erheben unterdessen ein Heidengebrüll, um etwaige Schmerzensschreie niederzustimmen, die dem einen oder andern Schüler — einem Schwächling — entschlüpfen könnten, damit auf diesen keine Schande falle. Man sieht, die Wilden haben ein feines Taktgefühl, selbst wenn sie brüllen; den Weißen geht es oft ab, wenn sie lachen. Nach vollzogener Operation muß der Bursche sofort ins Wasser steigen urtb- dort verweilen, bis alle an die Reihe gekommen find. Der Rei- 5m Krankenhaus von Glen Cowie. henfolge nach kommen zuerst die Abkömmlinge entthronter Häuptlinge daran, auch aus Taktgefühl, damit ihnen ihre edle Abkunft nicht ganz aus der Erinnerung kommt; dann folgen die Söhne des Häuptlings oder der Häuptlinge — wenn mehrere eine gemeinsame Bodikane abhalten und schließlich folgen die bolata — die Gemeinen. Die Beschneidung muß unbedingt vor Sonnenaufgang vollendet sein. Der tipane gebraucht tmmKr dasselbe Messer; von einer Reinigung desselben oder gar von einer Desinfektion ist keine Rede; deshalb ist die neuliche Vorschrift der Regierung, daß die Jungen erst von einem ordentlichen Arzt untersucht werden müssen, vom gesundheitlichen Standpunkt aus nur zu begrüßen. Sind alle an die Reihe gekommen, dann werden sie abseits an einen ruhigen, windgeschützten Platz geführt. Die Wunden bleiben aber ohne Verband bis drei Tage lang, — dann erst werden blutstillende und heilkräftige Wurzeln und Kräuter aufgelegt, worin die Neger ja Meister sind, und Verbände angelegt. Warum solange gewartet wird, konnte ich nicht erfahren. Vielleicht ist’s ein Roßmittel, um die körperliche Eignung auf die Prove zu stellen. Tatsache ist, daß mancher Jüngling, wegen 'u starken Blutverlustes ohnmächtig wird, und die Alten schließen daran \ datz der sittliche Lebenswandel desselben nicht einwandfrei war. MeUU.cht schützt die Erfahrung sie vor einem Trugschluß. Sobald die Beschneidungszeremonie vollendet ist — sie heißt ho sheno — wird die Schule als eröffnet erklärt unter den Namen Bodikane — wörtlich das verborgene Ding, was im Verborgenen sich abspielt. Die Männer, d. h. die Väter mit dem tip ane und den Gästen kehren singend und tanzend ins Dorf zurück oder in die Dörfer. Nun wird eine Menge Vorrat an Bier und Fleisch in den Hofraum des Häuptlings gebracht, wo im lustigen Reigen in Begleitung von Spiel und Gesang die Schuleröffnung von den Männern gefeiert wird, bis Kehlen und Füße den Dienst versagen. Der tipam bekommt seinen Gehalt, einen tüchtigen Schluck Bier und kann heimkehren; seine Arbeit ist getan und Gast ist er nicht. (Fortsetzung folgt.) Apostolat im Land der Moi. Kontum (Indochina). — Fünfzehn Missionare der Auswärtigen Pariser Missionen arbeiten mit Unterstützung von elf annansitischen Priestern und drei Priesitern aus dem Stamm der Bahnar unter Leitung des Apoft. Vikars von Kontum Sr. Exz. Monf. Iannin an der Bekehrung der Moi-Stämme, die auf niederer Kulturstufe in den Bergen Indochinas hausen. Im Jahre 1939 stieg die Zahl der Katholiken unter diesem Volke von 24.525 auf 25.265 Seelen. Aber Optimismus, für den Missionär ebenso notwendig wie der Eifer, kann die Schönheitsfehler dieser Neubekehrten, die eben erst aus dem finsteren Heidentum hervorgingen, kaum verdecken. „Ich begreife recht wohl," schreibt ein Missionär, „wie ein Krämer die hochwertige Qualität seines Oeles und den Duft seiner Käsesorten rühmt, aber ich bin nicht in der Lage, meinen Christen ein Lob zu spenden, das sie nicht verdienen." Trotz eines noch schwachen Glaubens, trotz der noch anklebenden Schlaken einer zähen heidnischen Sinnesart, die die Geduld des Misiionärs auf die Probe stellst find wirkliche Abfälle, Rückfälle ins Heidentum äußerst selten, fast unerhört. Die Zeit arbeitet für die Missionärei denn die übergroße Mehrzahl der Neubekehrten erfüllt ihre Christenpflichten, und nur eine verschwindende Minderheit bleibt von den Sakramenten weg. Im Laus des Jahres haben die Missionäre über 100.000 Beichten gehört und über 200.000 Kommunionen gespendet. Unter den verschiedenen Stämmen der Iorai, Ringao, Xodang, 2a-long und Bahnar, aus denen die Bevölkerung des Vikariates Kontur sich zusammensetzt, sind natürlich auch die Ergebnisse ungleich. Schöne Aussichten eröffnete seit 1905 die Mission der Iorai. Die armen Iorai, großenteils Sklaven, hatten ihre Bekehrung in Aussicht gestellt: innerhalb eines kleinen Rahmens im Innern der Wälder der Moi durfte die Kirche wiederum als Befreierin auftreten, getreu ihrer geschichtlichen Mission. Da kam die Bekehrungsbewegung zum Stillstand und der Missionär mußte sich auf die Bevölkerung annamitischen Ursprungs beschränken. Dafür waren die Resultate bei andern Moistämmen umso erfreulicher. Der Missionär, der unter den Iolong in dem wichtigen Bezirk Kon Somluh arbeitet, konstatiert freudig die ernsthaften Bemühungen seiner Christen, sich von tier Umklammerung ihrer alten abergläubigen Gebräuche freizumachen. Für den oberflächlichen Beschauer, der nicht auf die tyrannische Herrschaft achtet, die Herkommen, Brauch und Vorstellung der Altvordern hier noch ausüben, erscheint es keine besonders große Sache, wenn ein Dorf nach einem Brand oder einer Mißerinte auf Biif-felopfer verzichtet. In Wirklichkeit ist das ein Sieg der Seelen, die sich von der Maschinerie des Heidentums loslösen und sich dem festen Gefüge der Treue zu Gott überantworten. Ein Missionär teilt uns den mannhaften Entschluß der Aeltesten des Dorfes Kon Gu mit, der dazu beitrug, aus diesem Ort ein christliches Musterdorf zu machen. Die Ael- Ora et labors in den Missionen. Die Mission Hue in Indochina hat u. a. auch ein Trappistenkloster mit annamitischen und französischen Mönchen. Sie beschränken ihre Tätigkeit nach alter benediktinischer Regel nicht auf das Gebet mit) die Betrachtung. Gerade sind sie an der Arbeit«, den Reis zu schälen, zu sieben und zu reinigen. (Siibcs Foto.) testen redeten dem ganzen versammelten Dorf zu: „Seit Jahren folgen wir nun der Religion, man heißt uns Christen. Sind wir es auch wirklich? Wir gehen zum Gebet, wir wohnen der Messe bei und dann — opfern wir den Geistern nicht anders wie die, welche sich mit dem Munde Christen heißen und die in ihrem Bauche (innerlich) Heiden sind. Ueber-legen wir einmal: ist es vernünftig gleichzeitig Gott iinb dem Teufel zu dienen? Seien wir ehrlich und machen wir diesmal Schluß!" Einige Alten, die sich vordem zu einem Büffelopfer verpflichtet hatten, wollten dieses Gelübde noch erfüllen und damit für immer brechen. Die Antwort war kategorisch und geschickt zugleich, so nach orientalischer Art im Sinne des hl. Paulus: „Wir ehren in euch die Alten; wir können euch nicht hindern zu tun, was ihr wollt. Aber wisset, daß kyiner von uns euch hilft diese geopferten Büffel zu essen." — Damit war das Spiel gewonnen. 3m Norden und Westen der Mission macht sich die Bekehrungsbewegung am meisten fühlbar. „Eine schöne Zahl von Ortschaften wünscht sich zu bekehren. Wie aber sie erreichen in diesen undurchdringlichen Bergen? Man brauchte Flugzeuge und Fallschirme." Trotz ihrer Arbeitsüberhäufung haben die Missionäre jener Gegend nicht gezögert, an & Bekehrung neuer Ortschaften heranzutreten: P. Cretin hat trotz seiner 2000 und mehr Christen und Katechumenen eine Katechistenschule in zwe'i neuen Dörfern aufgemacht; P. Thiet, der in 15 Dörfern in einer höchst unebenen Gegend 1600 Christen zerstreut wohnen hat, hat trotzdem die Bekehrung zweier weiteren Ortschaften in Angriff genommen. Der Bezirk des P. Cretin, der 25 Fahre und mehr den Missionären keine Früchte gebracht hatte, steht nun in vollem Wachstum. Die Missionäre, die ihre Kräfte unter den Xodang aufgebraucht und jahrelang tauben 3m Lande des Weitzen Elefanten. (Siam-Thailand.) Der Elefant ist in Siam ein ausgezeichnetes Transportmittel: die dortigen Holzfäller haben keine Traktoren, aber der Elefant leistet die gleichen Dienste. Die Missionen von Siam unterstehen den Auswärtigen Missionen von Paris und den Salesianern Don Boscos. (Fides Foto.) Ohren gepredigt hatten, konnten nicht ahnen, daß eines Tages das Eis brechen würde. Tatsächlich wich im Fahre 1932 die dumpfe, fast feindselige Haltung der Sympathie: in wenigen Monaten verlangten sieben neue Dörfer nach dem Missionär, sie ließen ihre kleinen Kinder taufen, und erklärten sich zum Bau einer Kapelle und zur Abschaffung der abergläubigen Bräuche bereit. 1936 hatte der Missionär zwanzig Dörfer mit 1844 Christen und 1005 Katechumenen zu betreuen. Die Belehrung der Katechumenen ist immer eine mühselige Arbeit, aber sie ist es viel mehr in einem Lande, „wo niemand lesen oder schreiben kann, so daß der Unterricht nur mündlich vor sich gehen kann. Man muß also dieselbe Sache zehnmal wiederholen, bis sich in diesen Dickschädeln etwas festsetzt". Die Auffassung der Missionäre gibt einer aus ihren Reihen mit den Worten wieder: „Schon fast erdrückt durch die Zahl der neuen Taufanwärter halte ich es doch für meine Pflicht, andere Dörfer nicht zurück- zuweisen. Die Gelegenheit, die Gott uns schenkt, wollen mir nicht zu-rückweiseni wir wollen sie nutzen, um eine starke Bresche in die feindliche Linie zu schlagen. Es geht nicht an, daß ein Missionär endgültig ein Dorf zurückweist, das sich bekehren möchte; haben wir doch solange untätig hinter unsern Schanzen gesessen. Die Missionäre dürfen bei ihrer Arbeit auf die tatkräftige Hilfe der Binzentinerinnen rechnen, die eiin Leprosenhäim leiten und in den Dörfern ambulante Krankenpflege treiben, ebenso auf die „Liebhaberinnen des Kreuzes" vier Annamiten und zwei Bagnar, die ein Töchterpensionat mit 120 Schülerinnen leiten, schließlich auf einen Stab von 220 Katechisten, von denen 212 Bahnar sind. Das Kleine 1938 gegründete Seminar das der Leitung des Prvvikars untersteht, zählt 45 Schüler. Die großen Seminaristen, die Hoffnung der Mission von morgen, beenden ihre Studien im Generalseminar von Pinang, im Saint Sulpice-Seminar von Hanoi und im Großen Seminar von Quinhon. Die Katechistenschule sorgt für die Ausbildung der wertvollen Missionshelfer, deren Können und Opfergeist vielfach über jedes Lob erhaben ist. Wie sich diese Laienapostel der einheimischen Dialektik gewachsen zeigen müssen, sehen wir an einigen Beispielen: „Wir Waldleute," sagen die Häuptlinge, „sind doch nur Affen. Die Religion ist nichts für uns, wir lernen sie nie verstehen." Darauf der Katechist: „Man bringt den Papageien das Sprechen bei und selbst die Assen kann man abrichten. Mit etwas Geduld werdet auch jhr beten lernen wie alle andern; selbst die einfachsten Körbe kann man nicht an einem Tage flechten." Die Alten holen noch andere Einwände aus ihrem Sack hervor: „Unsere Vorfahren haben ims eine Lebensart beigebracht. Sie waren damit zufrieden, warum sollen wir es nicht sein?" — Darauf die Gegenrede: „Eure Vorfahren folgten im Wald der Fährte der Elephanten und 2t* qer; jetzt wo ihr schöne Straßen habt, warum seid ihr nicht mjit euern alten Pfaden zufrieden?" Noch ein letzter Einwand ist häufig: Die Geister verschaffen uns alles Gute, warum sollen wir ihre Verehrung aufgeben? Darauf kommt eine Beweisführung ad hominem: „Wenn ihr eine schwierige Sache zu verhandeln habt, geht ihr nicht zu einem untergeordneten Beamten, sondern zum Residenten selbst. Die Geister sind untergeordnet, Gott ist der Resident." Das Land der Moi, das dreißig Jahre lang der Anstrengung der Missionäre spottete und nach dieser Zeit kaum tausend Christen zählte, beginnt jetzt immer mehr Früchte zu tragen. Im Jahre 1939 wurden 862 Katechumenen getauft, an sie schließen sich über 5000 Taufbewerber, die noch in Vorbereitung stehen. (Fides 1940.) (qip) Trost. wer stier auf Erden Leid getragen, Dem wird der Fimmel doppelt süß: Seit stesu Her^ am Rreuz geschlagen, Blicht an dein Baum das Paradies! n Lanze und Kreuz. (Geschichtliche Erzählung von Br. A. Cagol F. S. C.) (Fortsetzung.) Am zweiten Tanztage lud der Großhäuptling die Alten zu einer Versammlung für den folgenden Morgen ein. Bei dieser Zusammenkunft kündigte Atschwot den Männern an, daß Njiadok, der König, ihm mitgeteilt habe, vom befestigten Lager der Bonjo im Iomgat (an der Sobat-mündung) seien bereits Menschenjagden auf die umwohnenden Dinka und Anjuak unternommen worden. Er gedächte, in nächster Zeit gegen Hellet Kaka vorzugehen, um den Rücken gegen Norden gesichert zu haben. Dann werde man sehen, was gegen die südliche Zeriba getan werden könne. Der Großhäuptling forderte daher die Dorfhäuptlinge und alle einflußreichen Männer auf, für die Bereitschaft ihrer kriegerischen Kräfte Sorge zu tragen. Seitdem der „Bul" begonnen hatte, hatte Bol, der Zauberer, sich ausnehmend freundlich gegen Kaltoh, den Schmied, benommen und ihm sogar gelegentlich die Schale mit Bier gereicht, eine Ehre, die der Bodo wohl zu schätzen wußte. Während der Versammlung hatte er sich neben den Meister gesetzt und ihm wiederum die Bierschale gereicht. Gegen Ende der Beratung befiel den Schmied Schläfrigkeit, der er schwer Herr werden konnte. Nachher zog er sich in seinen Kral zurück und legte sich zur Ruhe nieder. Als die Trommel am Nachmittag zum Tanze rief, machte er jäh auf, die Stirn in kalten Schweiß gebadet. 3m Leibe fühlte er Schmerzen. Als er sich erheben wollte, taumelte er zurück und mußte liegen bleiben. Niemand kümmerte sich um ihn. Frau und Tochter hatten sich selbstverständlich zum Tanzplah begeben, und er selbst war nicht vermißt worden. Nur einem Menschen war sein Fernbleiben bewußt geworden, Bol, dem Zauberer, über dessen Gesicht ein siegreiches Lächeln flackerte. Als die Frauen bei Sonnenuntergang in den Kral kamen, fanden sie den Schmied bewußtlos, mit dem Tode ringend. Sogleich wurde Bol, der Zauberer, gerufen. Ein Schaf wurde ihm übergeben, das er durch Erstik-ken tötete, um dann den Sterbenden für kurze Zeit auf den Bauch des Ovfertieres zu setzen. Hierauf weidete er das Schaf aus und wickelte dessen warme Eingeweide um Kopf und Hals des Röchelnden. Den Darminhalt verspritzte er zum Schutze gegen böse Geister in der Hütte. Dann hielt er dem Sterbenden einen rauchenden Strohbüschel unter die Augen; da diese trocken blieben, gab es keine Hoffnung mehr. Inzwischen war es dunkel geworden. Das Innere der Hütte mutzte durch Strohfackeln erleuchtet werden. Der Kranke wälzte sich röchelnd am Boden, Schaum trat ihm vor den Mund, und Todesschweiß bedeckte sein Antlitz. Noch einmal richtete er sich auf und heftete den starren Blick auf den ihn beobachtenden Zauberer. Ein Schauer ging durch den starken Körper, er streckte sich und sank entseelt zurück. Mitfühlende Frauen stießen gellendes Klagegeheul aus. Der Tote wurde gewaschen, mit seinem Perlenschmuck versehen und in Felle gewickelt. Da es vollständig Nacht geworden war, mußte die Aushebung des Grabes auf den Morgen verschoben werden. Bei Tagesanbruch begannen Zwei ältere Männer, entfernte Verwandte des Gestorbenen, die Erde aufzuhacken, um ein Grab zu graben. Es wurde im Kral selbst, unmittelbar vor der Sterbehütte, ausgehoben. Die Totengräber sputeten sich, galt es doch, den Toten so schnell wie möglich unter die Erde zu schaffen. Immerhin stand die Sonne schon hoch, als sie die fast mannshohe Grube ausgeworfen und an deren Grunde noch eine Seitennische ausgeschachtet hatten. Innerhalb des Hofraumes hatten sich etliche Leute eingefunden, Verwandte des Verstorbenen. Sie kauerten am Boden, mit Zeichen der Trauer in Mienen und Gebärden. Zwei Tongefäße mit Wasser wurden ans offene Grab gebracht sowie e.ine tote, in eine Matte gehüllte Henne. Außerdem wurde ein Ochse ge? schlachtet, dessen Blut in die Erde des Grabes eindringen mußte. Dies war das eigentliche Totenopfer, das den Geistern der Ahnen dargebracht wurde. Von den Schläfen des Opfertieres wurden zwei dreieckige Stücke Fell ausgeschnitten und in die Hütte zum Toten gebracht, damit er vor Das Missionshaus in Khartum nach der Zerstörung durch die Mahdisten. bösem Blicke geschützt sei. Der Ochse wurde dann abgezogen, ausgeweidet, und alles Eßbare von ihm zum Totenschmaus verwahrt. Schließlich wurde die Leiche von vier Freunden aus der Hütte getragen. Voran ging eine Schwester Bols, mit hochgehaltener Lanze in der Handi ihr folgten die Leidtragenden. Zwei Verwandte hielten ein Fell so über die Leiche, daß ihr Anblick den Anwesenden verborgen blieb. Klageweiber erhoben ein markerschütterndes Geschrei, und eine Trommel tönte dumpf dazwischen. Währenddem hielten auf dem Dorfplaß Männer und Jünglinge einen Umzug zur Ehrung des Toten. Stumm, doch raschen Schrittes, als ginge es zu blutigem Kampfe, umzogen und durchschritten sie mehrmals die Fläche, hielten manchmal wie auf Befehl trtne und vollführten Scheingefechte mit einem eingebildeten Feinde in der Richtung des Grabes. Unterdessen hatten die Totengräber ein Fell am Boden der Grabnische ausgebreitet. Im Grabe stehend nahmen sie die Leiche in Empfang und schoben sie mit einiger Gewalt in die enge Nische hinein. Die in die Matte gehüllte Henne wurde neben den Toten gelegt. Sodann wurde ein weiteres Fell über die Leiche geschoben, das, herabhängend, sie auch nach der Svnmfeite des offenen Grabes verdeckte. Zwei Frauen faßten Abuol und füh 'ten sie rücklings mit am Rücken gekreuzten Armen zum Grabe. Man gab ihr zwei Sandalen in die Hände, die sie hinter ihrem Rücken ins Grab fallen ließ. Aus den am Grabesrand bereitstehenden Gefäßen wurde Wasser über die tonige Erde geschüttet und damit eine Art Mörtel angerührt, mit dem eine Scheidewand zwischen Nische und Grab hergestellt wurde, sodaß die fellbedeckte Leiche hinter dieser Wand verschwand. Dann wurde das Grab langsam, fast ehrerbietig mit Erde gefüllt. Inzwischen erhoben die Frauen ein herzzerreißendes Klagegeschrei. Sie heulten wie Tiere, weinten und jammerten wie wahnsinnig. Manche warfen sich, wie von namenlosem Weh gepeinigt, platt auf den Boden: Aus den Anfängen der Schillukmission: Unterricht der Schitlukkinder im Freien. andere knieten nieder, beugten sich tief, bis ihre Stirnen die Erde be= rührten, krallten, wie von grenzenlosem Schmerze überwältigt, die Finger in die Erde ein, und verharrten zitternd und schluchzend in dieser Stellung, als könnten sie sich vor Verzweiflung nicht mehr erheben. Das dauerte solange, als das Grab eingefüllt wurde. Dann verstummte das Geheul allmählich, die Leute zerstreuten sich und gingen ihren gewohnten Beschäftigungen nach. Eine Viertelstunde noch, dann war alles wieder im Alltagsgeleise. X. Verheißungsvolle Zukunft. Aeußerlich mit gut gespieltem Bedauern, innerlich aber frohlockend, hatte Mohammed el Cheir die katholischen Missionäre abziehen sehen. Der schlaue Fuchs hatte sie aus dem Schillukland gelockt und war sie nun selbst auf ganz natürliche Weise losgeworden. Nun konnte er un- gehindert schalten und walten, ohne unliebsame Beugen seines Treibens in der Nähe zu haben. Cr kehrte bald selbst nach Khartum zurück, wo er di.e Nachricht erhielt, die Schilluk hätten Hellet Koka angegriffen und zerstört und festen dann bis nach Djemeisa vorgedrungen, wo sie nachts sein Lager überfallen und alles Lebende darin niedergemacht hätten. Diese Botschaft versetzte ihn in die größte 2But; er schwor Rache und bereitete einen Vergeltungszug gegen die Schilluk vor. Mit den Behörden stand Mohammed im besten Einvernehmen, denn er hatte es verstanden, die Beamten durch reichlichen „Bakschisch" für sich zu gewinneu. Er bemannte seine Schiffe und mietete andere von seinen Geschäftsfreunden dazu. Weitere Barken mit bewaffnetem Gesindel schlossen sich ihm in der Hoffnung ans Beute an. So konnte er in der Regenzeit 1862 mit der stattlichen Flotte von 28 Schiffen absegeln. Im Bunde mit den Selim-Baggara fiel Mohammed el Cheir ins Land der Schilluk ein, raubend, mordend, und plündern'd. Die armen Schwarzen flüchteten sich ins Innere der Steppe, doch auch dorthin verfolgten sie die nubischen Mordgesellen. Nachdem die Sturmwolken sich wieder verzogen hatten, setzten Akul-lo und Luong das ehrsame Handwerk Kaltohs fort. In kurzer Zeit hatte Luong feine zehn Stück Rindvieh beisammen, mit denen er Ador von ihrem Oheim Ajuhl erwerben und mit ihr eine glückliche Ehe nach Schil-lukbrauch eingehen konnte, der vier gesunde Kinder entsprossen. Vorerst hatte das' Kreuz des Christentums nicht Eingang gefunben ins heidnische Schillukland. Es sollte noch viel Wasser den Nil hinabfließen, ehe Katholische Glaubensboten dort endgültig Fuß fassen und das. Werk der Glaubensverbreitung mit besserem Erfolg betreiben konnten. Vorher sollte noch eine schwere Heimsuchung über das ganze Gebiet des Sudan hereinbrechen, der schon so schwer unter türkisch-ägyptischer Mißwirtschaft gelitten hatte. Der Dongolaner Mohammed Ahmed sollte als „Mahdi" auftreten, als der Gesandte Gottes, der den Auftrag habe, die rechtgläubigen Anhänger des Propheten vom Joche der „ketzerischen Türken" und der „Ungläubigen" zu befreien. Sechzehn Jahre schmachtete das Land unter der barbarischen Fahne des Mahdi und seines Nachfolgers, des Kalifen Abdullahi et Taischi, eines Baggara, bis 1898 die vereinigten anglo-ügypt'ischen Truppen unter Führung Kitcheners der schmachvollen Mahdiherrschaft ein Ende bereiteten. Dann wieder konnten katholische Missionäre den Sudan betreten, die 1900 ihre erste Niederlassung bei den Schilluk, im Distrikt von Lul, begründeten. Erst die Enkel Mors und Lnongs haben mit den Kanifa-Leuten wieder Bekanntschaft gemacht und waren Zeugen, wie langsam der Wall von Fremdenhaß und Vorurteilen auch gegen die Missionäre durchbrochen und vom Strom christlicher Liebe weggeschwemmt wurde. — Schluß. — Achtung! Achtung! Zufällig, nicht absichtlich, wurden auch für jene Leser, die den „Stern" durch Förderer beziehen, Erlagscheine beigelegt. Wir bitten Sie, den Bezugspreis durch die Förderer zu bezahlen oder sonst den Namen des Förderers, der Förderin auf dem Erlagscheine zu erwähnen! Besten Dank! Bruder Meinrad hilft. Ein Kind Ijntte Nierenentzündung und war sehr krank. Trotz ärztlicher Syilfc mußte man eine lange Dauer der Krankheit befürchten. Es war gerade vor Ostern, und es hätte sich mit den andern Kindern seiner Klasse auf die erste hl. Kommunion vorbereiten sollen. Da machten wir eine Novene zu Bruder Meinrad. Und siehe, es trat unerwartet Besserung ein und es konnte feine Vorbereitung machen und an Ostern zum ersten Mal mit den andern Kindern den lieben Gott empfangen. B. Sy., K.. Freiburg. Man schreibt: In einer Nacht bekam ich entsetzliche Lelbschmerzcn, so daß mir der Schweiß gekommen ist und ich es fast nicht mehr aushalten konnte. Dann habe ich den gottseligen Bruder Meinrad angerufen und Veröffentlichung und eine heil. Messe versprochen, um die Gnade seiner Verherrlichung zu erlangen. Nach einigen Minuten war aller Schmerz weg. M. 3., Kt. St. Gallen. Eine Frau verdankt dem Diener Gottes Bruder Meinrad auffallende Hilfe in zwei schweren Anliegen. M., Kt. Schwyz. Dank der Fürbitte von Bruder Meinrad konnten wir einen Brillanten, den wir ganz verloren glaubten, wieder finden. Wir hatten zwei hl. Messen, um von Gott die Gnade seiner Seligsprechung zu erlangen, versprochen. St. Kt. Schwyz. Durch die Fürbitte des guten Bruder Meinrad ist ein friedliches Verhältnis in unsere Familie zurückgekehrt. Ich hatte eine neuntägige Andacht zu Bruder Meinrad versprochen und sogleich nach der Novene ist auffallender Weise aller Hader aus der Familie verschwunden. M. A., Kt. St. Gallen. Man ist dringend gebeten, Erhörungen durch Bruder Meinrad zu melden an P. Cell erar, Kloster Ein siedeln. Gebels-Erhörungen und -Empfehlungen. Dank für Hilfe in großer Not und Bitte ums Gebet für einen im Felde stehenden Soldaten (Spende L. 200.—.) Ungenannt, Brunico. Dank der Fürbitte der hl. Gottesmutter und des ehrw. Bruders Meinrad wurde eine Mutter von schwerer Blutvergiftung in kurzer Zeit geheilt. M. K., Tirols. Missions-Haus Millan-Bressanone, Ftalia.