fMachtlWMtung. Nr 243. Pränumelationspleis: 3m lZomptoii ganz), fl. li, h.ilbj. fl. 5.50. ssllr die ^ustetluiig in« Haus halbj. 50 lr. Mil der Post ganz!, st. !5, halbj. st. 7.5>l>, Montag, 2». October »m. «oir., 3m i st.: sonst pr. »eile ,m. «lr «m »ll 1871. Amtlicher Theil. ,.„^e. l. uüd l. Apostolische Majestät geruhten aller. lMdl^st: in Alieltcnnung vorzüglicher Dienstleistung im Kriege .no lm Friede,,, ans Anlaß des vollstreckten fünfzigsten "en>ljahrce zu onleihen: dc«, ^„„„audir^uden Gcucral in Wien, Feldzeugmci. 'r Joseph Fnihcrru Maroiiic di Madonna lel Monte und dem Stat'haltcr und Militärcomiuandaulen in Dal- allcn. ft.ldlllarschüll ' Vicuteuaut Gabriel Freihcrrn v. ^ odich he» Ordcu dcr clscrucu Klone erster Klaffe, ^m Vetztercn mit der Kricgsdccoration dcr drillen blaffe, dann dun Commandanten dcr .^. Truppeudivisiou und Mi-lllalcommaud^.lcl, zu ^?inz, Fclomarschall - Lieutenant m'lmi Frcih. Bcnko v. Boinil deniclben Orden ü!,'^!' ^"^' "' "llcn dreien mit Nachsicht dcr Taxen (Ällcll). Eutschl. vom I.i. October I«71)-ferner anzuordnen: ^."^^"! ^" seldmarschall-Lieutenauls Gustav 3^ ^^^'.°- ^lantenstcrn ans s,,e Bttle ln den dcftmtmen Ruh.staud. unter B kaunt-«abe dcr Allerhöchsten Znfliedeuhcit mit seiner lä.'^ jahrlgen, im Kriege uud im Frieden ausgczeichueleu ^len,lle,stung (Allcrh. Entschließung vom 12. October 1871), und die Uebernahme des Generalmajors und Brigadiers nttbluanl) Frciherrn v. Kirch bach ans seine Bitte in öcn defiuitivcu Ruhestand und demselben bei dieser Gc-llgelcheit, iil ^iintenuuug seiner laugjährigeu sehr guten ^lensllctllni^, tap'rei den Fcldll.arschall - LinltcnautS-^«rattcr :u1 Il0N0i-6l> zu vcttcihcn (Allerh. Entschl. vom ^».October l8?1); dann die Versetzung des bei der Superarbitrirung als dcr-^"t duustunlauglich class,ficirlen Obersten Moriz Ritter -.loi, lson, Ncscrvccommandantcn des Infanterie-Piments itteil). v. Kuli» Nr. 17, für die Dauer ^s Jahres in das Vcrhällnlß dcr mit WarlgebiNzr. ^eurlaurtcn anzuordnen lMerh. Entschl. vom 12. Oc-lober I87Y. , Sc. l. und f. Apostolische Majestät haben mit Aller» Mster Eulschlicßuug vom 7. October d. I. den l'ci der ""'rraloirccllon der Wlcner Weltausstellung in Vcr-widluig stehenden Minislelialsccrclär des Mlnislcriums ^ Cultus und Uütcrrichl Dr. Georg Thaa zum ^ettiouo'.alhc cxiru, «tuwm dcS Hanoelsministerinms ""lrgnaoigst zn eri'ennen geruht, Schäffle m. i». Nichtalntlicher Theil. Die deuljchc Thronrcic. Uaibach, 22. October. Dic Wortc, mit denen die deutsche Thronrede dcr weztthunaen dcs neuen deutschen Reiches zur oster^ ^")lsch'Unqari,chcu Monarchic gedachte, stnd mit aligc-^»cr Befriedigung aufgenomnlen worden. Dic lebhaften ympaihien für Oesterreich-Ungarn, welche darin zum bcn ,!"^ Klangen, sind ein Geweih daß sich zwischen nuss'i "' ^'°^" Staaten im Herzen ^»lopa'ü cinc ^nl,äi^'^ ""b- 'vic wir hoffe», dauernd srcnndschaftlichc Gara./"'^ ""llzogcn hat. Dicsc Amiähcrung ist eine Orsle ^ ^^ Friedens für Europa, für die Voller die ,^ "b"' auch die MiMast. daß sie ungestört NMj'^".^""solidirung der Monarchic auf Verfassung«' cmae« . c- ° """" «"eihlichen Abschlüsse wadcn auch - '"'"" dünnen. Abcr. nicht blos eine Bürgschaft, Hintu,., ^"^^ Mahnung lisgt darin, und zwar die landes ' '', ^^ ^"ll ""d Gröhc dc« eigenen Balcr. Das m !»,.'^^ "°^"' Bedeutung bewußt ;u werden, schalt . ^/'lie Deutschland, welches heule seine brennt,-"achdri^, ^ ^" izstcrrcichisch.unMrischcn Älionarchic so der ^.. ^ vcrtimdet. ja dicse als das Gebot zwingen-der m) N"c"°lglcit hinstellt, hat daunt dcr Machtstellung werden crzulandc cin altcrcrblcr ^Nunsmus oft vorenthalten will. Hofftullich werden! St at^''w?''^s: ""!?!. "' "''°ll """ s° ^oßcu oder «,. .' Ocherre.ch'Ungarn <„, dcn Sieg dieser Partei ..' - ^ ^la,liie Ehronrcllc des deutschen Kaisers. Die „Wiener Mendpost" schreibt über die Thronrede: Die von sr. Majestät dem deutschen Kaiser und Köni,i von Preußen ,ur Hoffnung des deulschcu Reichstages gehaltene Thronrede liegt uuS im Wolllautc vor. Bon besonderer OedciKuu^ erscheint in derselben die stelle, welche die politischen Aufgaben Deutschlands als Friedeus^ufgaben im eminenten Sinne bezeichnet und von dicfcu, Standpunkte dcr Begegnungen gedenkt, welche >m ttaufc dieses Sommers zwischen dcn Souvcraincn von P'cußcn-Deutschland »nid von Oestcrrcich-Ui'garn so wie zwischcn dcn lcitcndcu Slaatsmäiniern beider Rcichc stattgefunden haben, Wenn Kaiser Wilhelm mit warmem Worte betont, daß Deutschland ein zuverlässiger Hort deS Friedens sein wolle, wenn er in dcn (ärcic,-nissen dieses Sommcrs cmc -Vckiäftiauna. dcS Vertrau« ens auf cinc friedliche Zulnnft Europa's erblickt, wenn cr hervorhebt, daß das deutsche Reich und die öswr.' ungarische Moinnchic in dicftm Inlcrcssc wie in zahlreichen audcren auf dic frcundschajllichslcn Beziehungen aogewicscü siud, so gibt cr damit politischen Geda»tcn und Elnpfi„dlluicn Ausdruck, die hier besonders lebhaften und fl-cudissen Wicdcrhall fii,dcn müssen. Die Vcfricdi' auug Deutschlands, daß dic letzleü Erscheinungen dcr Tlüliuug divscr Bezichun^cn. dic letzten Erscheinungen gcgcustiligcr Bcrstimilluug,für immer beseitigt sind. laun nnr eine glcich aufiichlige und gleich unbedingte Befriedigung in allen denkenden und patriot,schcn Krciscn der Bevöllcrung Ocstcncich-Ungarns hervorrufen. - Die Stimmen, »rclchc biohcr in Deutschland übcr dic Thronrede laut wurden, wciscn insgesammt auf den günstigen Eindruck hin. welchen die Bctonnng dcr freundschaftlichen Beziehungen zwischen O c st c r r e i ch ^ Ungar» uud Deutschland herumgcrufcn hat. Die „Augsl,. Mg, Ztg." und dic ..Berliner Börsen, zeilnn,," heben hervor, daß dic Thronrede, wclchc im übrigen mit schweigender Aufmeilsamleit verfolgt worden war, bei der Stelle übcr die Aussöhnung mit Oesterreich voü lebhaftem Bei falle unterbrochen wurde, und die ..Schlcs. Ztg." siudct iu dcm Umstände, daß in der Thronrede zunächst allen fremden Staaten gegenüber friedliche und vom ge>,ensciiigen Wohlwollen getragene Beziehungen ronslatn t wcrdrn, hierauf dic besonders Zu-vcrläss'glcit dcr srcuudjchaftllchcn Begehungen mit Oesterreich und Rußland, schließlich aucr in cincr weitcrcu Stelle der Thronrede das freundschaftliche PeNiältniß Deutschlands zu Oesterreich „och in besonders warmen Worten ausdrücklich hervorgehoben wird. cinc ttundgc^ bung, welche in ganz Deutschland ypllcn Wicdcrhall fin-dcn wcrdc. In besonders syuivathijchcl' Weise sprichl sich über die auf Ocstcncich bezügliche Stelle der Thlonredc die „Spcner'sckc Zla,." aus. Dieselbe schreibt uutc», Audcrcm: ,Vebhaflcr lonnlcu dic srcuudnachbarlichen Bezieh-ungcn zu Oesterreich nicht charalleiisirt werden. iU? das; stc angegcbcn wmdcu als die..zwingende" Folge «cogra. pH,schcr ^agc und geschichtlicher Entwicklung, als dic Bcfrcnmg cincr tauscudjähriaen Pcraangcnhci.l von jcdc» trübeuden Erinnerung." j Die „National.Zla." findet in dln gulcu Vc-z'chungen des deutschen Reiche« zn dcu beiden andcrcn curopiuschcn Kaiscrrcichcu dic ..beste Bürgschaft für die VcfcMgung des Weltfriedens." ZUM Auszteich. Betreffs dcr Stimmung für dcn Ausgleich brachte dic „Wicncr Abcndposl" nor cinigen Tagen folgende Älilthcilung: Bon mehreren deutsch-böhmischen Gc-mcii'den sind wieder mehrere Znslimmungsadrcsscn zu dcn AuS^lcichsoclHandlungen cingelanscn. und zwar von dcn Gcn.cindc,' : Altholz, Roiüau, RcicherS, Aucru, Gollfchalliugs, Müuichschlag, Dobrolhcu-Gclfarz. Koucdss. Sichclbach, Vciubaum. Zmollen, Guttenbrunn. Graiu-bach. Albern, Bärnschlag. Fernharz dcS Ncudijtlltzer Vcziilcs. dcn Gcmcindcn Obc>- uud Unter-Grausnitz, Roilschiu. Koltwitz. Anscith, 5llc>N'Äorowitz, Nieder- und ObcrOclS, Mohrn. Tschcrna, Arnstwrf des Arnaucr Bezirkes, dcn Gemeinden RadcinlcS, Hciurichschlag. Ober-mühl. RicdwciS. Ticbcrschlag. Rulleuschlag, Nicderbaum-garten. Wenlerschlag, Ulrichsschlag. Oltenschlag, Gatter- schlag, Riegelschlag des Bezirkes Ncuhaus. den Gemein« dcn Schönbrunn, Riegersdorf, paubendorf, D'ltersoorf. Gchnau und Ncu-Biela, Deulsch-Giela und Nolhniiltil des Gezillcs Policta, ferner von sämmtlichen deutschen Gemeinden des Neustadtcr Bezirkes. Alle diese Adressen geben dem Wunsche nach dcm Gelingen des AuS, gleich swcrks, das den Frieden der beiden Natio-iialilätcn herbeiführen soll. Ausdruck und sprechen das Bedamrn aus. daß sich die deutschen Vertreter durch ihr Wegbleiben aus dcm Landtage die Möglichl.it entzogen haben, dort die Interessen ihrer dcul'chen Wählcr wirl^ sau» zu vertreten. Die amtlichen Provinztilätter dringen einen „Zum Ausgleich" übcrschricbcncn Arutel. in welchem die Mc« thodc besprochen wird, „welche vo,n Ministerium Hohen-wart zur Anbahnung dcs AuSglcichcs cirlgcschlagcn wurde," Lie weist darauf hin, daß sich dicsc Mclhode von jener dcr PerfassungSparon die Brücke bot. um das Gebiet der positiven Action zu betreten, nnd dic andererseits die VcwcrlsuUigung dcs Ausgleiches aus verfassungsmäßigem Boden gewär» ligen ließ. Das Allerhöchste Rescript vom 12. September d. I. an dcn böhmischen Landtag sollte diese Brücke bilden, mittelst welcher dcr staatsrechtlichen Opposition das Eintreten in die vcrfassnngsmähigcn Bahnen erwog« licht wnrdc. Wcan srühcr dic Anerkennung dcr Verfassung und dic Rcichörathsvcschickuusl als erste principielle Bedingung ausgestellt worden war — so fährt die „T. Zlg." wcitcr fort — so lautete diesmal, und darin besteht der Unterschied der eingeschlagenen Melyodc, die an die staatsrechtliche Opposwon mit bczichungswciser Zuge» stehn»«, ihres RlchlsstandpUültcS gerichtete Forderung darin, das; sie vor allem ihre Wünsche nnd Forderungen zu forinulircu. dabei aber auf die bestehenden RechlS« zustande dies- und jenseits der Veilhc, entsprechlnde Rück« sicht zu nehmcu habe." Dieser Weg, den das Ministerium eingeschlagen, habe nun die Formulirung der Wünsche dcs Landtages dcS Königreiches Vöhmcn zur Folge gehabt. Ueber die Weise, wie dicse Wünsche formulirl wmdcn. fplicht sich dic ,.T. Ztg." folgendermaßen aus: „Wenn wir auch l>ci objectiver und billiger Erwägung dcr Sachlage nicht verkennen wollen, daß der Anellennung dcr Verfassung seitens dcr staatsrechtlichen Opposition deren bisherige principielle Negation hindernd im Wege gestanden ist, so nehmen wir doch von unserem Standpunkte aus. welcher dcr dcr V^söhnuug und dcr ?^!initl!u»g ist, kcmcn Anstand, unsere Ansicht dahin auszusfticchcn, daß das Werk dc« Ausgleichs. daS von dcr Mitwiiluxg mehrerer Faclorcn bedingt ist, wesentlich erleichtert worden wäre, wcnn dic principielle Negation nicht jede Beziehung auf Thatsachen ausgeschlossen häilc, deren Geltung man sich doch nicht zu cnljchlagcn vermag." Immerhin aber vczcichnc die Formulirung der Wünsche cincn Forlschlill in dcr Äuöglclcheaclion. indem durch dicselbc cben ein Substrat der Discussion gt-schaffcn worden sei. „Die Discussion dirscs Vorschlages und die end-giltige Entscheidung über dcnsclbcn so scklitßt die T Hln " - kann auf verfassunasmäßignn Wc^c nur im RcichSralhc stattfinden, wotiei, m'd w!r alaubm liicrauf c^' besonderes Gewicht lege» zu »ollen, den Bel-, em dcr übrigen Königreiche und Bänder "'' ^ere.n mit den Vertretern jcncs Königreichs, von nulchem der Aus»leichsvorschlag ausgegangen ist. °>c Möglichkeit er-öffnet wild. dcn Standpunkt, dcu fic dcr ,5rage gegenüber einnchmen, zur Mlluug zu bringen und mit weifer Mähignua. sowie im Geiste dcr Vcrsühuung. der üver ih,cn Berathungen wallen möge, jcne Vereinbarungen zu Stande zu bringen, die in ihrer Verwirklichung den wahren Ausgleich bildcu." Die „Wiener Aocndposl" rccapitulirl sofort einen in den Provinzblättern enthaltenen Artilcl und unter« zieht denselben folgender gründlich eingehenden Beleuch» lung: „Ein Artikel, dem wir in den amtlichen Pro« vinzorgancn begegnen, gibt in ausführlicher Weise jenen Anschauungen Ausdruck, die wir scit dcr Veiöffeullich""» dcr Fuudamcutalarlllcl bci verschiedenen Anlasse" «des den Inhalt derselben dargelegt haben. <5« war "is oa 1774 bei keineswegs darum zu thun. für die AusgleichSelabo-rate in ihrer Totalitat oder in allen ihren Details ein» zutreten, wir dleiben nur unserem Standpunkte gclrcu. wenn wir zu vermitteln, auffällige Irrthümer zu beseitigen und Besorgnisse zu zerstreuen suchten, welche an die Entvürfc des böhmischen Landtags geknüpft wurden und die wir eben nicht allzu sehr begründet fanden. Wir gehen, wie immer, von dem Ausglcichsgedanlen aus, dem wir nachhaltig das Wort reden. In diesem Sinne begrüßen wir gern jcdcs Verlassen der extremen, starren Opposition und jede Nachgiebigkeit bietet uns stets den Älikniisisungspunkt z>, Erörterungen. Wir haben dies aiigchchts der unstreitig mobificirten An< sprüche dcs böhmischen Landtages gethan und werden es gewiß nicht unterlassen, wenn wlr in einer veränderten Haltung der sogeaallnlen verfassungstreuen Opposition hic:u die erwünschte Gelegenheit finden. Die Declaration haben wir lbcn nie als dl>clitirba: bezeichnet, und dieser Umstaxd hat uns auch berechtigt, nach ruhiger sachlicher Erwägung die Ausgleichselaborate als einen w"s?ntlichcn fortschritt im Vergleiche mit der Declare lion darzusttllcn. Unsere Absicht ging dahin, durch ein objectives Wcnt die erregte Leidenschaft zu mildern, mit der sich die hiesige Publicists der Vorschläge des böhmi^ schcn Landtages sofort nach ihrem Erscheinen bemäctiligt hat. Dcnseibcll Znirck verfolgt augenscheinlich der von uns am Emqa gc erwähnte Artikel. ?crsclbe constatirt vor ull^m. „taij ein wesentlicher Forlschrill der dieheriacn Ausgleichsversuche erzielt worden rst. il.dem cm bestimmter, der allgemeinen Discussion im lcgalcn Rcicb^rathe zu untcrzichendcr Vorschlag gewolmen worden ist. und weil andererscils in dicsrm Vorschlage ae^nüber der bisherigen starren Negation sind, welche das Zustande- lomlncn dcs Alii^l.ich^wellcs zu cllcichteru geeignet sind. Wir sind wcil ci.iftinl, zu glauben, daß die böhmischen Ausgleichsoorschläge alle jene Zugeständnisse an das Reich c.ilhalten, welche von dem cincn und d^n anderen Theile als wünschenswerth anerkannt werden, wir selbst hätten u-,s diese Vorschläge sowohl in dcr Sache, als namentlich in der Form anders gewünscht, aber sie enthalten unleugbare Zilgestüüdnisfe, die nicht zurückgewiesen weiden dürfcn." Dcr Artikel stellt hierauf eincn präcisei» Vergleich zwischen dcr Declaration und den Fundamentalartiteln an und fährt dann fort: „Aus dieser GegenübersteUung dcr Declaration und der Fnndainentalartikcl ergibt sich, daß im böhmischen AusglcichSproiccte thatsächlich wesentliche Zllütstänomsse an das Reich und an die bestehende Verfassung enthalten sind. Man darf nur nicht vergessen, daß dic Böhmen bisher die ganze Verfassung, als mit ihren Rechlen in Widerspruch stehend, beharrlich nc-girt und nicht anerkannt haben. Wenii sie nun heute sagen: wir sind ein Theil dcr nichlungaiische» Bänder Sr. Majestät, wir recipiren den ungarischen Ausgleich, wir anerkennen gemeinsame österreichische Angelegenheiten und verzichten auf dieselben für unsere» Landtag, wir verlangen keinen Oclurallandtag, wir beschicken einenge meinsamcn VcrtrettlngMrpcr, dcn Congrcß, und wir erscheinen auch im ReiclMathe, uin a>, der Bcralhuüa unser Vorschläge gemeinschaftlich mit den Vertretern der übrigen Königreiche und Länder Theil zu nehmen und dadurch unseren bisherigen G.gnern auf ihrem eigenen Boden entgegenzukommen, so wird kein ul'paiteiifchcr Bcurthciler leugnen lönnen, daß diese Antrag?, so mangelhaft sie auch sonst noch in anderen Bezichunczcn erscheinen mögen, iedcnfalls eine Annäherung an dcn Stand-Punkt dcr Verfassung enthalten, und daß all' die Zchlag-worte von einem selbständigen Staate Böhmc>?, von Aufhebung der Verfassung, von dcr Zersetzung Oester- reichs u. s. w., wie sie in der ersl'n Aufregung ohne Ueberlegung und Prüfung leichtfertig in die Welt hin-ausgeschleudert worden sind, willtührlich und unbegründet sind." Der Artikel schließt mit folgenden Bemerkungen: „Wir sind durchaus uicht geneigt, uns mit dem böhmischen Ausgleichsvorschlag derart zu identificiren, daß wir für seine unveränderte Annahme gleich dcr eineS Ultimatums eintreten: wir wünschen und hoffen, daß durch seine Berathung. Aenderung und Verbesserung im lcga« len Reichsrathc imc Form acsundcn werden wird, die ihn allein als cn-nehmbar wird erscheinen lassen. Aber zwei Momente müssen wir heute schon festhalten, die einen wichtigen Fortschritt in der ganzen Ausgleichsaction bilden und die man nimmer in Abrede stellen kann, nämlich, daß ein concret sormulirtcr Ausgleichsvorschlag für die weitere konstitutionelle Behandlung gewonnen wurde und daß in demselben wesentliche Zugeständnisse seitens der staatsrechtlichen Opposition gemacht werden. Diese Zugeständnisse sind uns eine Bürgschaft, daß die Nothwendigkeit des Ausgleichs nunmehr auch von jenen ellannt wird, die ihn bisher beharrlich negirt haben; sie enthalten aber auch eine Aufforderung zur Nachgiebigkeit an jcnc. die sich disher wiederholt zu Opfern im Interesse des Ausgleichs principiell bereit erklärt haben und die jetzt Gclegcndeit finden, dem Worte die That folgen zu lassen. Sie werden sich um so leichter dazu entschließen tonnen, als die wichtigsten Interessen des Staatls an ihrer bisherigen einheitlichen Behandlung leine Einbuße erleiden." Politische Uebersicht Laibnch, 22. October. Die „Wiener Abendpost" bemerkt in ihrem Tagesberichte vom 20. d. auf die in dcn öffentlichen Blättern bereits in dcr Form von Romanen erscheinenden Ent» hüllul'.gen über das Ergebniß der Mimslcrberalhuiigcu Folgendes: „Wir haben bereits, ohne uns auf das actmllc Gebiet zu begeben, die Methode g Aol' stchcr dcr Gemeinde Natovica, alle im Bereiche se>nc" Ämlasprcngcls befindlichen Landesingenicurc zu sich c>"i^ berufen, denselben ihre Meßinstrumente abzunehmen ulid sogleich dem Ogulincr Overgcfpan und dem Nalovicel Gemeindevorsteher zur Aufbewahrung zu übergeben. D"" dritte Schriftstück endlich enthalt Ernennungen der „^ lionalrcglerung," von Anton Turlaly unterzeichnet. Dcr „Staalsanzeiger" aus Württemberg bestätig», daß in dem nächsten Etat drci GesanoschanoplWl (Paris, Karlsruhe, Bern) entfallen. — Der K^ug verlieh den, Grafen Beust das Großtreuz dcö KroiM>' Ordens. — Dcr würltcmdcrgischc Hanoclsvcrcin vci' wirft eine provisorische Lösung dcr Münzfragc, wünsch ein baldiges Definitlvum mit Zngruudclcgung der Oold-Währung und erklärt einstimmig seinen Beitritt i' den Lübelcr Resolutionen. Die Anhänger des Flaute^ systems verzichteten auf ihre Anträge, weil diesclvcn aussichtslos sind. Aus Württemberg wird gemeldet: „Zur Gewährung von Beihilfen an die aus Frankreich auSge' wiescuen Deutschen sind A.800.lMl Thaler oc--stimmt worden, welche summe dcn Einzelstaaten '«acy dcm Verhältniß der Kopfzahl ihrer vertriebenen Staats" angehörigen zur weiteren Verfügung zugetheilt wcrocn soll. Bei uns meldeten sich 4425, wo,nach bei der Gesammtzahl von 42.0:j2 auSgelrlebcncn Deutschen aU! Württemberg die Summe von 702. N!K Gulden entfiel' (Preußen erhielt bei I4,48l> AuSaetricbenen 1.^1.'!.^ Thlr., Baicrn bei 9300 A. K43.280 Thlr, Sachsen bc' 000 A. 00.390 Thlr., Baden bc> 0078 A. Ü90.4<'^ Thlr., Hessen bei 5)922 A. 530.979 Thlr.) NactMN dem Ministerium des Innern die Mittheilung zuglto"'' men war, daß obige Summe zur Verfügung stehe, u)Ul0 zur Vcrlheilung derselben sofort eine aus Vertretern d" verschiedenen Aerufstreise und Lcmdcslhcile gebildc» /llllllelull. Ein Monstre-Hotel. Am 25>. Augnst wurde in New-^ort das „Grand - Central - Hotel" eröffnet. Dieses ungeheure Hotel kann 1500 Gaste in 050 Zimmern beherbergen. IcdeS Stockwerk hat einen Flächenraum von mehr als 35.000 Quadratfuß, während das oberste Slockweik deren 350.000 zählt. In Centrum des Gebäudes sind zwci Höfe von 20 Fuß Weite bei 160 Fuß Länge, zu Zwcckcn der Beleuchtung und besserer Ventilation; die Hauplhalle jedes Stockwerks überbrückt diese Höfe. In jeder Etage sind Rettungsschläuche vorhander,, während zwci große Wasserbehälter von je 10.000 Gallonen auf dem Dache des Hauses angebracht sind. Das Gebäude enthält fünf Haupttreppen, zwei Hcbc-Apparalc zur Bc< sörderung von Personen und Gütern nach dcn oberen Stockwerken, so wie Springluken nach dcm Dach, Das Hutcl hat vier Eingänge von Broadway und zwei von ^ierccr.Strcet. Die Heizung wird durch 30 Meilen L°"'p^"n bewirkt. Die Taxe für durchreisende Gäste 5« ^ ^> ^rhaltniß der innehabenden Loca.litäl auf 3 Us?- ^,7?^° T°" festgestellt, während permanente ^.7 5 ^'«" ""en. Die ..Newark Timcs" c"'5^m ll «.n 2""!' dieses Rieenhotels; darnach sn,d 4 Millionen Ziegel z« ^ir Bau gebraucht die Kosten des Gaues mcs. Grund und Boden betragen 1.500.000 Dollars, dcs Mod.liars 500.000 Dollars; das Gebäude enthält 2000 Thüren, eine Tiefe von 200 Fuß zwischen Broadway und Mcrccr.Strcet, und am Broadway cine Länge von 175 Fuß; die Höhe bis zum Dach (10 Stackwerle) beträgt 197 Fuß. die Höhe dcr Wohnzimmer durchschnittlich 12 Fuß; die Zahl'der größeren Hallen ist 50; elwc, 7 Morgen sind mit Teppichen belegt und circa 1 Morgen mit Marmor. Drci Dampfmaschinen sind in dcm Etabilisscmcnt in Thätigkeit und über 15 Equipagen verfügt es. Künstlich eräugte Vulcanc. Proftssor Ferd.v. H°chsteltcr legte jüngst in einer Sitzung der Akademie der Wissenschaften in Wien eine Abhandlung vor ..ubcr dcn inneren Bau der Vulcane und über Miniatur-Vulcane aus Schwefel" nach Versuchen, die er in dcr ersten österreichischen Sodafabril unter Mitwirkung der Herrci, v. Miller und Dr. Opftcl angestellt hat, um vulcanischc Eruptionen und vulca-nische Kcgclbildung im Klcilicn nachzuahmen. Bekanntlich bildet dcr Schwefel, unter einem Dampfdrucke von zwci bis drei Atmosphären in WaM- geschmolzen, eine gewisse Quantität Wasser. Bei den c,cdachtcn Versuchen wurden nun größere Massen von geschmolzenem Schwcscl, 1 bis 2 Centner, in entsprechend tiefe Holzformen gc-gosftn. An dcr Oberfläche bildete sich in Folge dcr Abkühlung eine Kruste. In dieser wurde nun eine Oeffnung frei gehalten, durch welche bei der fortschreitenden Erstarrung des Schwefels periodische, von kleinen Oampf-Exhalationcn odcr Dampf-Explosionen begleit«^ Eruptionen geschmolzenen Schwefels stattfanden, a» welchen sich im Laufe von clwa anderthalb Stund daS vollkommene Miniaturbild cincs vulcanischcn Kege bcrgcö aufbaute, das alle Eigenlhümlichleilcn eme aus Lavaströ.ncn allmälig aufstrebenden Vulcanlege zeigte. Die Beobachtungen bci diesem Versuche s"'^ V eignet, mancherlei bci wirklichen Vulcancu bemerkte Ty sachcn zu erklären und zn bestätigen, sagt Dr. H^' .H ter. Wird nämlich der künstliche Eruplionsprocch d> dic Ocffnuna eines zweiten LochcS in dcr Kniste ">" brocheu. so erhält man inwendig hohle Keacl. , ^" „ man diese hohlen Kegel ein und läßt dic lHcuPtio" ^ neuem beginnen, so bekommt man die Modelle i>''"'^, ^ gcrcn Erupliolislcsiel, dic von einem äußeren Rmagcv'^ umgeben sind, wie der Vesuv bei Somma odcr ocr ? von Teneriffa mit dem Circus, und mau darf a""^" ^ daß die Riüggcbirge eigentlich durch den E>"stluz l) " ß Kegel entstanden sind. Läßt man den Eluplionopl^ ohne Unterbrechung zu Ende gehen, so bekommt ^ massive Kcgel mit geschlossenen Kanten. Dadurch c^ rcn sich die homogenen Domvulcane, wie sie v. ^^^, nennt. Diese Versuche zeigen, daß man solcbe ^, Knppen und Kegel als die inneren massiven """ ^ lig erloschener Vulcane betrachten darf, deren "^ ^ Asche und Tuff geschichteter und daher leicht Mlo ^, äußerer Mantel durch die zerstörenden Emfl»ssc " lnosphäre wieder längst verschwunden ist. 177."» Commission einberufen, welche zur Aufgabe hat, die Mststcllmlu. der Hrunosatze sür die Berlheilung, sodann °le Ächimmullg der einzelnen Klassen, der Kalcqoricn Mr Klasse, des jeder Klasse zuto«nmcndeu Geihilfcsatzes und endlich die Einrcihung der großen Zahl der mit Entschädigungsansprüchen Aufgetretenen in oil ve,schle< t>enen Nubrikc». Im Allgemeinen war festzuhalten, daß lb sich hier nicht von einer Schadloshalllmg, sondern von ein^r Beihilfe, von einer Unterstützung handelt, welche selbftoerständlich zunächst den Bedürftigen zu gebühren war, was zur Folge hatte, daß solche ölusgc. Hellene, deren ötonomischc ^agc ungeachtet idler zum "-heil niilcu^atcn Verlust.' eine Beihilfe als durchaus entbehrlich erscheinen ließ, zu Gunsten der Bedürftigeren uußer Nere^nnna bleiben mußten. Von den angemel» dtten mehr als l5>00 Ansprüchen tonnten 843, also mehr als die Halste, mit dcm aa"zen geforderten Betrag be-nedigt werden; die iU rigeu wurden in Klassen einge, 'Ml und wcvdcn hiernach ihre Befriedigung erhalten, und es wird Alles aufgeboten werden, um möglichst schnell die Austheilung zu Ende zu führen." Die vom Fürsten Bismarck, Baron Arnim und Pouyer-Quettier am 12. d. M. abgeschlossenen Con-^ntioncn über die Räumung der weiteren "epartemcntS so wie über die Zoll verhält» "lsse Elsaß-Lothringens, welche zufolge besonbc->er Abmachung von einander untrennbar sind, so daß ^e Wirksamst einer jeden durch die Bestätigung der Nl'dcl'n; bedingt ist, haben folgenden Inhalt: Die erstere ^ltimuit die Näumnng dcr Departements Aisue, Aube, ^<»lc d'Or, Hanlc Somln.', Doubs und Jura und die ^bullion der Occupationslrüpften auf 50.000 Mann l'iüncn 15. Tagen nach crfolgtcr Ratification. Franl' "lch z.hlt die vierte halbe Milliarde sowie 150 Mlllw-"en Zn.sen vom 15. Jänner bis 1. Mai 1872 in Illä^cn Natcn. Bei Nichtzahlung dieser Raten wird das ^räumte Terrain wieder besetzt. Dasselbe bleibt üi Mllltav,sch:r Bcziehlmn. ncntral. Frankreich darf da salbst nur eine zur Aufrechthaltung rer Ordnung nöchige Macht haltci.. Die Natficalion erfolgt biuncn acht Tagen. - Die Uebcrcintcmst über die elsässlsch-lolhrin-sl'jclM Zollvcrhältnissc bestimmt: Die in Elsaß-^oth-nngen fabricirtcn Producte weiden in Frankreich zollst! zugelassen und zwar vom 1,. Zcplcmbcr bis 31,icn December 1871 zollfrei, bis 30. Juni 1872 gegen einen Viertel- und bis zum 31. December 1872 gegen den halben Zoll; c>n?gcschlosscu siiid mr Ernährung bestimmte sauren. Hills in Frankreich neue Steuern auf Rohstoffe und Falbistoffi, welche bci der clsässisch-lothriugi. schün Production cifordcilich sind, anfcrlcgc werden, s" dürfen die entsprechendeu ZnschlagSzöllc erhoben wer-be". Französische Producte, welche iu Elsaß.^othringeu Wedelt werden, haben zollfreien Eingang. Veredelte Pro-^lttle zahlen bci deren W'cdcreillfnljr nach Franlrcich dle cnljpscchcnde Zollqaote. Französische Producte, welche ui Elsaß. Vothringcn zur Fertiqmachnna. von Fabrikaten Ncbsllllcht werden, sind bis 3l. December zollfrei, tragen bis 30. Inni 1872 einen Viertel« uud bis 31. Dccem-l'er 1872 den halben Zoll. Die bis zur Wirksamkeit dieses Veltragcs bei den bezüglichen Produclen gezahlten Zölle werden wiedererstattet. — Zur Verhütung der "chnlidatioli werden in Elsaß Lothringen Ehrensyndicale ""d Handcl^lainlneru eingesetzt. Die vor oder während ^ Krieges gcschlusscnen ^icfcrungsvcrtrügc genießen die ^lrch diescu Vertrag zugcsichelle Zollfrciheit, ebenso die nanMschcn Prodnctc, welche in derselben Zeit in Frank-l'eich bestellt sind. Deutschland «rill die Gemeinden ^aon^cs'Sccaux und Raon-Sur-Plcine, sowie die Oc-Nleinde Igncy uud cincn Tb/il des GemeiudebezlrteS don Avricourt ab. Dcr deutsch slanzösischc V:rlrag über t'ie Fabrils» und Handelszeichen tritt wicdcr iu Knist Die Ralificatian eifolgt binnen Monatsfrist. Herr Pericr hat feine Thätigkeit als Minister ^es Innern durch ein Rundschreiben an die Prä-lütten inauguri-t. DaS Circularc gibt eine Darlegung ^r lldministraliccu wie dcr politischen Principien, welche °cr Minister befolgen will. - Zwischen Thiers. Pericr, ^on Say und General Ladmirault finden seit einigen ^°«en eingehende Bcsplcchungen in Versailles stall, von 7"e« nian glaubt, dah sie sich auf den Belagerungs« ""stn>,id von Paris bczichcu. Der ,.F»a»cais" Meldet als sicher, daß die Rcgiclun^ dem General ^l°chu das Commando der neu zu bildenden Voir.-*""'ce nliqebotcn, Letzterer aber dasselbe abgelehnt habe b " bedeutn,, daß cinc andere Pcrsönlichicil sich 5, '", dafür eignen dürste. General Troch», dtr nur eiu ''cylldencs Vermögen besitzt, ivird seinen Wohnsitz in our« nehmen. ^. Faidl'crbc gehl nach Egyplcn um dem 'celonl,^ bei Rcorgunisiruug der Armee behiflich zu ' - ' - Das französische Gcu c r a l - C o n s u la l in °" °"'furt a. M., welche bei sluSbrnch des deutsch» ' nzosischln Krieges c'l'qe^ogcn worden war, ist nnn '^wiederhergestellt. Baron de Hell. dcssen W.l' « "^"'iung für diesen von ihm ci'niae Jahre bis zur "egscrllarung bekleideten Posten jüngst angezeigt wor-n. »st das^lch eingetroffen und bereits in Function Ueber das Befinden der Königin von ^"alanh schreibt das maßgebende „^ourt-Eircular" : ^ Köni^,, Icidct noch immer, obwohl in geringerem ^llldc, an wicderildrenden rheumatischen Unfällen, so "V sie in letzter Zc>l zwar täglich ausgcfahren, aber »immer noch nicht genügend wi txr hcrqestellt ist, um sich »ihrem Familienkreise bc, d.n Mahlzolen anzuschließen. Am Freitag findet dcr crste Mimstenalh seit den Par« lamentsferiel« statt und sämmtliche Minister werden bis dahin in Vondon zurücketwarlcl. D«r ..Berliugstc Tidcndc" zufolge machte dcr Minister des Aeußcrn ill Kopenhagen dem Reichs« tagS'Präsidenten vertrauliche Millhcilunaeu über Vcr< Handlungen zwischen Dänemu l und Preußen wegen Ausführung deS Artikels l!) des Wiener Friedens (be« treffend das Indigenat der Bewohner der abgetretenen GebictStheile). Der Khedive Hal auf den Wunsch der Pforte die Steuern bedeutend herabgesetzt. Die gesummte schwebende Schuld soll consolidirt werden. — Die Unter» Handlungen zwischen der britischen Admiralität und der Suez-Canalgesellschaft behufs Anlaufs des an der Port-Said-Mündung deS Canals gelegenen ?anbes sind. der ..Times" zufolge, zum endlichen Abschlüsse gelangt. Hassesumigkeiten. — (Hof nach richten.) Se. Majestät der Kaiser wird am 4. k. M. die feierliche Schlußsteinlegung des österreichischen Museums am Stubenrinsse in Wien vollziehen. — Se. l. Hohell der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolf hat dem Blinden- und Taubstummen» Institute zu Linz jc 100 st. gespendet. — Se. l. Hoheit dcr ourchlauchligste Herr Erzherzog Albrecht habcn das Proteclorat Über den Mililarvctcraneiwercin von Waidring (in Tirol) gnädigst zu übernehmen und zur Förderung der humanen Vereinszwecke einen Betiaa, von 50 fl. zu spenden geruht. Sc. l. Hoheit haben auf seinem Ausflug nach Riva am 111. October Äozcn passirt. — Se. t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Joseph hat sich nach mehrtägigen Confcrcnzeu, welche er in letzterer Zeil in Honvcd-Änsselegenheilcn hielt, von Ofen wieder nach Alcsuth begeben. — (Dementi.) Die „Wiener Nbendpost schreibt: „In den letzten Tagen brachten mehrere Blätter die Nachricht, der Haudelsminister Dr. Schussle habe bei Stuttgart eine Villa um den Preis von 150.000 fl. angekauft. Die verleumderische Tendenz dieser Noiiz lieg« nahe; der ge» nannte Minister wollte der raschen Bereicherung während seiner Amlösiihrnng verdächtigt werden. Wir sind ermächtigt, aufs bestimmteste zu crtlinen, daß der Herr handelsminister weder eine Villa sür sich angekauft, noch deim Anlauf einer solchen durch eine andere Person den geringsten direc-ten oder iudirecten Antheil hat." — (Die Wiener Wechslerbanl) hat durch Veruntreuung einen Schaden von 26.625 st. erlitten. Der von der Wiener Polizcidirectwu zur Eruirung dcs flüchtigen Verbrechers ausgefertigte Steckbrief lautet: „Michael Za ja c zlo wSl i, auö Warschau geboren, 2l> Jahre alt, ledig, Diener der Wiener Wcchslcrbaut, von mittlerer Statur, hager, schlecht deutsch sprechend, den Zeigefinger der rechte» Hand verkrümm!, auffallend verlege» im Verkehr, mit braunen Haaren und kurzem sogenannten Stoppel-barl, den er wahrscheinlich abrasirt habcn dürfte, ist nach Veruntreuung vou 20.625 fl. durchgegangen." Der Verbrecher ist Mililärurlauber und lin gelernter Lithograph. — (Werlhvollc Sammluug.) In, Nachlasse des verstorbenen Bürgermeisters von S m i ch o w bei Prag, Herrn Fischer, befindcl sich eine Sammlung, die in ihrer Art fast als ein Unicum dasteht. Herr Fischer hat nämlich innerhalb eines ^eilranmcö von 35 Jahren ein« Sammlung von nicht weniger als 17.000 Stück der ver« schiedcnsteu Holzarleu aus nlleu Weltthcilen, barunler viele Species von den entferntesten Inseln, angelegt nnd systcma. tisch gcoroucl. Wie die „Pr, ^la/" schreibt, beabsichtigt nun die Witwe des Verstorbenen diese äußerst werlhvollc Sammlung zu veräußern, — (Josef v, Rucker), l. l. pensirmrter General-Major, ist am 19. d. in Graz gestorben. — (Die Triester Ausstellung) wird bis 2len l. M. verlängert; sie war am 19. d. von mehr als 800 Personen besucht. — (Die königlich ungarische Landwehr.) Die Eröffnung der Officiers- nnd Unterofsiciers'BUdungs> schulen hat theilweise bei der königlichen ungarischen i,'and< wehr schon in diesem Monate begonnen, Für die activen ^anowchr-Osficiere ist im heurigen Winter dcr Beginn eines Cenlral.Ojsiciers'Cursus in Pest mit zehnmonallicher Dauer in Aussicht genommen, außerdem sollen noch beson-dcre Osficiers.Bildungsschulen für Insanlcnc und Kavallerie in den Districts Hauptorlen ctadilin werden, zu vcncn auch dic uichl activen ^andwehr»Ofsicierc, weim sie es wünschen, bcigczogen werden oürsen. Ferner gelangen Schulen für Infanlerie-Untcrossicierc mit «'/,monatlichen, für kavallc< ne.Unterofficiere mit viermonallichen Curfen, cine Pionmcr>, elue Mitrailleuses und Fuhrwesensschule, eine Saniläl«. und Mauipulaliouöschulc zur Ansstellung, Man hat sich in Ungarn dic gründliche Ausbildung dieser nanona.eu Institution als Ziel gesetzt und arbeitet nun unablässig, um d,escn Theil der Wehrkraft volllommcn ebenbUMg dem stehende» Heere an.die Seite zu stellen. __ (Naoe Cui?), der steckbrieflich v-rsolgte Me»,; Insurgcntenführer, auf dessen Einbringung oaS h. Genera. Commcmdo ewe Taglia von 1000 fl. ö. W. ge»ctzt yal, lst zu Äroc'anac im Ogulincr Negimenlsbezme m: Iayre 1823 geboren, hat braune Haare längliche« Angesicht, blaue Nugen, proportionirte Nase und trug einen blonden kurze» Barl und Schnurbarl; er spricht deutsch und croa-tisch, kann in diesen Sprachen auch lesen und schreiben und ist grie risch»orientalischer Religion. - (Vismarck's Album.) Ein besonderes Interesse hat FUrst Nismarck von jeher für seine Conterfeien an den Tag gelegt, welche seit Jahren von den verschiedenen Witz» blättern der neuen und alten Welt in humoristischer Weise gebracht worden sind. IedeS dieser Bilder wiid von der Familie sorgsam gesammelt, auf Cartonpapier geklebt und in betreffende Albums vertheilt. Diese mit solchen Bildern angefüllten Albums fanden bisher ihren Platz in mehreren großen Bücherschränken, und dieses Bildermuseum wurde in bestimmte Abtheilungen, deutsche, englische, amerila« nische, französische :c. getheilt. — (Die militärischen St re i tlrä f te) aller Staaten Europa's betragen zu Lande und zu Wasser zusammen 5,164.300 Mann. 512.394 Pferde, 10.224 Feld. geschützt und etwa 800 Mitrailleuse». Hievon kommen auf Deutschland 18 NrmeecorpS mit 37 Infanterie- und 10 Cavalleriedivisionen uud 337 Batterien. Verpflegsstand 1,152.500 Mann. 239.314 Pferde; streitbarer Stand 824.290 Mann. 95.724 Pferde, 2022 Geschütze. — (Methode zum Controliren deS Richtens beim Geschütz.) In der Schweiz ist seit längerer Zeit zur Beurtheilung der Fertigkeit der Artilleristen im Nichten der (beschütze folgende Methode in Anwendung: Ma« läßt in angemessener Entfernung von einem aufge. stellten Geschütze eine kreisrunde Scheibe von Pappe, in deren Mitte sich ein kleines Loch befinde', an einen Bogen quadrirtes Papier oder an eine weiße Wand hallen und nach den Winken dcö über Visir und .Norn zielenden Man» ncs so lange bewegen, bis letzterer glaubt, die Mille der Scheibe in die Vistrlinie gebracht zu haben. Die Stellung der eingerichtete» Scheibe wird durch das kleine Loch hin« durch mit einem Bleistifte bemerkt und dieses Verfahren mit demselben Schützen cinigemale wiederholt, dadurch erhalt man eine Anzahl Punkte, deren enge oder weite Gruppi» rung einen Maßstab bilde!, welcher sür die Beurtheilung der Fertigkeit der verschiedenen Leute im Zielen als Anhalt mit ziemlicher Sicherheit benützt werden kann. — (Ein versteinerter Mensch.) Anton Bon<-campagni, Fürst von Piomdino und Senator des König» reiches Italien, hat dem internationalen archäologischen Con-greß i» Bologna eine Seltenheit zugeschickt, welche sich seil viele» Jahren im Besitze seiner Familie befindet, nämlich einen versteinerten Menschen. Der Ursprung dieses Skeletts ist nicht bekannt' man weih nur, daß eS dem Papste Gregor XV. zum Geschenk übersendet rourde, aber die Mitglieder der Familie Noncampagni geben vor, aus Fami-lienübcrliescrungen zu wissen, daß es eine japanifche Gesandtschaft nach Nom gebracht habe, und zwar zugleich mit einen, Sonnenschirm und einem Tische aus Ebenholz. Gre, gor X V. ließ das Stelet öffentlich aufstellen, da es aber durch Neugierige etwas beschädigt wurde, ward es in einem mit Sammt ausgcschlagcnen Sarge hermetisch abgeschlossen nnd blieb seit jener Zeit Aller Augen entzogen. — (In Chicago), der durch den Brand so sehr beschädigten Stadt, habe» die Kaufleute die allgemeinen Gefchäfle wieder aufgenommen. Gegen 3000 proviforifche Gebäude wnrdcn bereits errichtet. Locales. — (Die Versammlung des const ilu« l io nellen Vereins) findet heute Abends um halb " Uhr im Glassalon des Casino statt. — (Die Weiner »te) im Koschaner-, Vremer. und Relachal (Bezirke Adeleberg, Senosclsch und Feistriz) lst heuer in Qualität und Quantität mittelmäßig ausgcfal« lcn, hingegen ist die Wei»er»te in Görz eine sehr ergiebige gewesen. — (Dcr St. Moh or . Verein) beschloß in seiner Sitzung am 27. September die Herausgabe nachstehender Bücher im Jahre 1872: I) Lebe,, der Heiligen, 7. Heft; 2) Christi Leben und Tod, 4. Heft; 3) Vuößrmot,, 25stes Heft; 4) Kalender' 5) ..Handel und Gewerbe, Geld und Waare," volkswirlhschaflliche Abhandlung von Ferdinand Kocevar; 6) ..Der Viehzüchter mit besonderer Rücksicht auf die Rindviehzucht", von Franz Govclar. Diese Bücher wer. den in 19» bis 20,000 Exemplaren gedruckt. Nach dem Rechnuugsberichte flir das Jahr 1N71 betrugen die Ein, mautben - N" der Volksschule zu Menmarlt bei Laa« sind einc Oberlehrers- und zwei UnMlehrerstellen zu besetzen. Bewerbungen bis 6. November an den Beznlsschul-,'a»li in Loitsch (Planina). "^ ^ (The aler belicht.) Da« Lustspiel „Englisch" von Görner wurde am 21. d. sehr beifällig aufgenommen. Herr PulS (Gibbon) war insbesondere in den ersten Sce» nen ganz Engländer; i» den letzten in Sprache und Action zu schnell, zu feurig; den echten Gentlemen brinzt selbst eine Venus nicht aus der Continence. Fräulein Kraget (Adele), Fräulein «anghof (Rosa) und Herr Schulz (John) faßteu ihre Rollen gut auf. Herr Director Wal-bürg gab den eitlen jüdischen Banquier mit Eleganz und köstlicher Laune; nur Herr Lung (Gastwirth) als Inhc,' ber eines Hotels hätte in anständigerer Kleidung "sch""" und den Anflug von Gedächtnißschwäche vermeiden »ouen. 1776 Die Operette „Salon PilMerger" von Offenbach erregte die allgemeine Heiterkeit des ziemlich gut besuchten Hauses. Herr Echlesingcr (Pitzelberger), Frau Paulmann (Ernestine) und Herr Löcs (Kanavas) ereculirten die lei» neswegS leicht auszuführenden Gesangspiecen zur Zufrieden« heit des Publicums. Herr Schlesinger, der Vielbeschäftigte, entfaltete den ganzen Reichthum seiner Urkomit und reprä« sentirte naturgetreu ücn durch Fortuna's Laune reichgewordenen, die Freuden der Talonwelt nachäffenden Emporkömmling. Ruff's gewandte Feder fUhrte uns am 22. d. unter dem Titel „Iosefine Gnallineyer" die Biographie einer der ersten Localsängerinnen Wiens in scenischer Form vor. — Iosefine GnaÜmcyer, die natürliche Tochter einer dcn höheren Ständen ungehörigen Dame und eines seinerzeit gefeierten Schauspielers, wurde in einem Pensio» nale erzogen und fur das Kloster bestimmt; aber eine innere Etimme führte sie der Blihnc zu, auf welcker sie in kurzer Zeit einen so bedeutenden Erfolg errungen, daß sie die Aufnahme in das mü'terliche HauS, ja die Hand ihres Geliebten aus Liebe zur Kunst ablehnte. Herrn Ruff ist cs gelungen, den Charakter der bekannten Local« fa'ngcrin ersten Randes, ihr künstlerisches und wohlthätiges Wirken mit getreuen Farben zu zeichnen. Ader auch der Frau Paulmann (Iosefine) gelang es im vollsten Maße, ein zwcites Ich — ein altor oßo — der allbekannten Künstlerin zu schaffen. Frau Paulmann erntete stürmifchcn Beifall und unzählige Hervorrufe des ausvertauftc., Haufes. Herrn Puls (Reihenberg) gebührt für die vunrcMche Darstellung des unglücklichen Schau« spielers der zwcitc Preis des Abends. Herr Schlesinger (Pudl) war wieicr höchst ergötzlich; auch Herr Nadlcr (Theaterdncctrl) gab seine Nolle vorzliglich. Die Gesangs-piecen wurden gut ausgeführt und mit Beifall aufgenom« men. — Das Sliick H.U eigenllich keinen hohen, tiefen VühneiiweNh, aber es erflillt seine Änfgabe, die Verherrlichung der nicht nur in Wiener, sondern auch in fernen Kreisen wohlbekannten „Iosefine G(n) a ll m ey e r !" — (Der Katalog des t. t. Sch ulb lich e r - A er l a -ge« pro 1871) liegt un« zur Einsicht vor und enthält einen Vorbcricht über die Wirksamkeit dieser Anstalt, wonach im Iabr? 1870 die bedeutende Anzahl ucn l.«505.979 Volts-, 6578 Real-und 35.801 Gymnasial-Schulbüchern abgesetzt wurde. — In sprachlicher Beziehung raugirt finden wir l.".6 Oattnngcn Lehrbücher in dcnischcr, 43- in slovenischer, 69 in italicuischer, 60 i» bljhmlschcr, 3"> in polnischer, 18 in rnthenischcr/63 in lroatischev, 42 nl sirbischcr, 24 in ungarischer, 45 in romanischer, 9 iu hebräischer und 8 in lateinischer Sprache. Weilers «,'8 Land» karten und Vildirwerle, schließlich 53 Gebet- und Erbammgs-bllcher vor. (Die Direction befindet sich in Wien, Stadt, Io-hauneSgassc Nr. 4.) ^Iieu klHllken kratt unä ttezunöbeit obue iüoäicili uuä oline lio8ten, N.ev2ie8eiöie Du L^rrzs von I.0ll6ou. jtcine Kranlhcit vermag der dclicalen slevl,!^««^cie ,^ zu widerstehen nnd beseitigt dieselbe ohne Medicin und Küsten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen', keber-, Driisen-, Schleim-hant-, Athem-, Blasen- ui,d Nierenleiden, Tnbeiculose, Schwindsucht, Asthma, Hiü'len, Unuerdanlichlcit, Verl'lopfung, Hiarrhocn, öchlastosigleit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufstelge», Ohrcnbrauscn, llrbclteit und Erdrechen selbst während del' Schivaugerschaf!, Diabctci«, Melancholie, Ab-magcrnng, Nh,'ümali««!iins, Gicht, Bleichsucht. An^ug ans 72,000 ^ertificatcn lider Gencsnng >,, die aller Medicin widerstanden: Certificat Nr. 58782. Tyrnau, 10. Mai 1869. Ich litt lange au Appttillosiglrit und Erbrechen nach dem Essen, ^hre vortreffliche llev!»!<>5!',!,':>^ hat das Erbrechen gänzlich gehoben nnd nnlnen Appetit hclgestclll. Meine llcbcrzengung von dcr Vorln'fflichleit Ihrer N<>v»!«:''<'!^!,! veranlaßt mich, dieselbe andern Lcidcudcn bestens anznv>then. Carl Vera er. Eertificat Nr. 62914. Nl'skan. 14. September 18, ,^rage ^icht. befindet sich nicht mcl'r >mf gcschlichein Boden, sie überschreitet den durch iirntel V des Gesetzes vom 5». März 1862 ihr ye' steckten Wirkungskreis und bietet eben dadurch dcr Regierung die im 3Itt>l.'l XVl. des genannten Gesetzes ge-gebtne Handhabe, die Auflösung der Gemeindevertretung ^u verfügen Und eben fo ungesetzlich wird jeder Vorgang scin, wo sich außerhalb dcS Rcichsralhes stehende Körperschaften ein Unheil über die Legalität desselben a<,m^ßen. Denn nach den bcstchcndcn Gesetzen ist eben »ur der Landtag, bczichunssSwcise der Reichsrath lieru-fcn, die iötttschcidung über die Zulassung der Gewählten 5n treffen. Dicse Kölpeischaslen constituiren sich selbst, insoweit nicht der Krone die Ernennung dcr Func-tionäre vorbehalten. Die Nichtachtung dieser gesetzlichen Bestimmungen kann man als Widerstand, gewiß aber nicht als „gesetzlichen" Widerstand bezeichnen. ?Im rich' tigslen wird sür solches Vorgehen die Bezeichnung „Auf« lchnung" fein. und zwar nicht nur Auflehnung gegen das bestehende Gesetz, fonleln auch gegen das Grundprin-cip dcS Constitutionlllismus, welches Achtung der Majoritätsbeschlüsse fordert. Eben auf dem streng gesetzliche» Standpunkte, auf welchem sich die Regienmg solchen Vorgängen gegenüber befinde!, wird sie und jede Regierung die unversiegbare Kraft finden, denselben Widerstand zu leisten, und in den Gesetzen findet sie auch reichlich die Mittel, um die Henschafl dcs Gchtzcs zu sichern. Wien. 2l. October. Die ,.N. Fr. Pr." erfährt von unterrichlcter Seite, daß der Hauptgegenstano der in den letzten Tagen staltgcsundcnen Mmisterconfercnien die Bcai'tworlung der böhmischen Ädrcsse gebildet habe. Die Verathnngen seien noch nicht abgeschlossen. Dic Möglichkeit sei nicht aufgeschlossen, daß man sich über eine solche Fassung des Anlworls - Reskriples einigen dürfte, die auch den C;ech November-Zinsen 57.3l). - l.perc. National-Anlehen 6?,»» — 1»«0cr Staat<,<-Aul!h?u W.20. — Vanl-Actieu 707. - «r.d,t° Act en 2«9.10. - Landon 118.50. - Silber 118.35. - K, k Münz-Dueaieu 5.69. >)iapoliond'or l>."l4'/,«. Das Postdampfschiff „Westphalia". Eapitän Schwensen. wel« cheS am 4. October von Hamburg direct nach New-York «b«" gangen, ist am lii. d. wohlbrhalteu dort augetoiunien. Da« Postdampfschiff ..Thuringia", Eapitän Eylers, g>"l! am 18. October mit 809 Passagieren von Hamburg "» Ha"« nach New-Vorl ab , , ,, ,, » ^-^ Handel und Volkswulhscljuj'luch^. l5ail«ack, 21. October. Auf dem heutige,> Markte sind erschienen: 12 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Htro« (Heu 35 <5tr.. Stroh 20 2lr.), 3« Wagen und 2 Schiffe (^ Klafter) mit Holz. Durchjchuitl«-Preise. "..... z Mtt"'^.z'."".........M.' '^i-' 'fi.,^.ft^.! i^!.^. Wci>« pi Metz,:, 6 40 71« Gutlei pr. Psnno - 42!-! Kor» Saat „ 4 _. 4 40 E,^ pr. F>' sind eischimrn: 13!, 8 Wag n mit Hen u>!^ Stroh, 1'j Mngen mit Holz 600 Sli'lck Schweine, uon l6 l>'< 21 kr. per Pfund und 400 Stllcl Hornvirli. Durchschnitts-Preise. We;en pr. Mchen 6 70 Vnlier pr. Pmnd , — ^ ltoin „ 5 50 Granpcn pr. Mas; . .- ' Gerste „ .. , . Eier pr. sü'isl . . — > Hafer „ 2 Milch pr. Maß . - ^ Halbsruch, „ — — 9t,ndstsisch pr. Psd. — ^ Heiden ,. .'j 40 Kalbfleisch „ — "'> Hirse , 2 80 Schweinefleisch „ -^ "^ Kulurntz ,. 4 80 Schöpscnsinsch „ — ^ Erdäpsel „ - — ^ Hciluidel pr. Sti.ll — !" iünscn ,. — — Tauben ,. — l^ Erbsen „ - — Hcn pr. Heutncl . - ' Fisulru „ 5 70 Stroh „ . — ' Nindöschmalz pr. Pfd. — ^ 50 Hc>lz, hartes, pr. Klsl 6 ^) Schiurineschma^ „ — ! 50 — weiches,' „ 4," Speck, frisch, ,. - 35 Min. rother. >n Hi.„s,- - ^ Speck, geräuchert, Pfd. — — ' - weiser „ - " Lottoziehuug vom H> «vctobrr. Wien: <> 89 l 72 l5. Graz: 79 84 5i2 Z8 74. ............ ,., ,,,,,,„ __ -Meteorologische ^ollllchliill^eil in ^lnüacki. . ,^ ^3 I« n'" - «^ rzs " « 3 iZ KH 3> " .k 3 Z5 0 u. Mg. 742.Ü8 ! ^7.^7 ^ ^wiud'sllll '! gänz^ b'en^l ^!l. 2 „ N. 742.5S ! 4-12.2 windstill grosjll,. bcw. 0..i0 10 „ Ab. 743.15 -i- 5.< windstill hal','helt«-r 6 ll Mg. 7^2 ,lü -^ 2 « , wlltdstill Nebel 22. ^ „ N. 74l.«» ^- 8? ! wiudstill heiter ^ou 10., Ab. 742.U4 - 4.« I windüill ^.Hälfte bew.^ W Den 21. gelockerte Wolkendecke, thcilweiser Sonnenscheilt« Den 22. Nebel bis 1 Uhr. Nachmittags sonnia Daö volg'stl>ll° Tagesmittel der Wärme ^ 8-4"; das gcstriqe ^-5.'«". beziehüiüi^ weife um 2 1" uud 51° umer dem Normale, M ^erantwonlich.r Nlda^lmr: Inna, v. it l e i « .» a t< r. « öjilll^i'lN'fltlit ^- . ' ^ .^-^?" qN'^n nach SchliM dcr M„t^isblj^ m, Privatuerlehr begonnene st.iqrndc Vc.vcgnng ,n A,i^°-Acllen ,and l,eul,> >I,.v ^„>.s.«„,^ sÜ^^' A««'»,^..UlllU, . da» da« Eftcct hcute M.ttagi. nut 208. um 8 fl. höh.r als gestern gehandelt wnrd?. Dadnrch ermn.higt. qrisf d,e Speculation auch b > a d.rn Mi. /'?i. m ^red.taci.cn nm 2 fl.. Un.ou nm 5 st., andere Werth, im Verhältniß. Man war. wie gcwühnl.ch. „ich, j„ Vcrlegcnh it, die Äiwcnunq dnrch allcrlci a s b ?.-> ^... .. , " ^ « ^ ^m' 1" mollv.rcn und zu desorderu. Auch dcr Schrcwlenvnlchr einwickelte sich sehr qilnstiq nnd hoben sich nebst ReiNc auch ,a^ c lo.nm.nde Nachnch c!'< Tagen wieder hervargesuchten Pardubilzer Act.cn Erwähnnng verdien n ^ ' ' ' ^ '">' '«""c auch zahlreiche and n ^ssect^n, von welcho, die so„st vernachlä lg.eu, e,t e," p°"^ /A. .'»lg» «eine Utanf«s«t,„id. ,,in 100 ji. Einheitliche Staatsschuld z,: 5 p,slv3.1839..... 286.-287.- « „ 1854 (4 °/«> zu 250 ft. 8U.50 90,50 .. „ 1860 zu 500 si. . . 98.25 98 50 „ „ 1860 zu 100 fl. . .114- 115.-„ „ 1864 z>, 100 fi. . 135 50 lc!5.75 StaalslDomälieu-Pjaudlillese zu 180 sl. ii.W. in Silbcr . . 122.- 123. -X. Grundrlltiastungs-Obligationru. Für 100 fl. Ücl.'. Wa^re ^w" .... zu bpCt 96— 97.— Nieder-O.st«„e'ich ' ' "5" ^4" Al7 Ober-0tsterrlich . " 5 " pg' ^ 94^ Hl-benbl.rgen . . ^' h ^ 74 ^5 74 75 ^'ttierl.'"?:' . . " , " ^^ __ 93 __ ""'^. An°°r. °ss.„.'i.°.» ,.^.„«°" HouauregilllrunaSlose z« s.p^l '»4 "94-,.) Uug. Els^ahuaiilehen zu 120sl. ' il. W, Silber 5«, pr. Slttcl ly«.^ 1^.,^ Nn«, ^^uilcliüulehcii zu 100 si. ß. W.(7bfi. Einzahl.) pr. Stück 97.25 97.40 Wiener Eommunalanlehen, rück- Geld Waare zahlbar 5 p Wuare Hnglo-üsierr. Vanl.....?56.— 256.50 Banloereiu.......218.50 219.50 Vodiil-Creditailftall .... —.— —... Greditailslalt f Handel u. Gew. . 290,10 290 30 Kreditanstalt, ellgem. ungar. . , 112,25 112 50 Eöcomvte-Gesellschaft, n, ü. . . 940. ^ 945.— Franco-ujlerr. Vanl .... 117,75 118.— Oencralbant.......—.— -.- Haudcltlbanl.......-.— »-. - Natiunalbllul......770.-- 771 — Unionbllnl.......257.20 257.40 Berciusbanl......, 100.— 100,25 Verlehrsbant.......179.-- 179.50 «. Actieu vott Franöportunternel,. MUNgen. Oeld Waare Nlfülb-Flumanei Bahn . , . 181.-- 182.— Vöhm. Aiestbahn.....252.— 253.- «arl-^udwig-Vahn.....257.7.6 258 — Honau-Danlpsschifsf. Gesellsch. . 559.— 562. - Ellsllbclh-Weslbah.!.....244.- 244.50 Llisabcth-Westbahn (Linz - Vud- wciser Strecke).....204 50 205 50 Hcrd.uant,«!^iali!l.iahl! . . . 2095 2100.— 8üufllcch«,«»rcler»V»hn . . - .— —.— M«u,'I°sepb«'V»bn . . . 278,- 178 50 Theiß Nahn.......241 — 242.-- llngarische Nordostbahu . . . 158.50 159 -Ungarische Ostbahu . , . . 112,.- 11-/50 tramway........217.50 217,75 »'. Pf«ndl,rief, (fttr 100 fl) illlg. 2l zu 5 pEt. m Silber !05 - 105 50 Hlo.m33I.rttck,.zll5pCt.iuö.W, 86,- 86,5» «allonald. zu 5 pi. vcrz. ll>4 75 105.25» st'anz.^losephö-V^hu .... 89.70 90.— 's.H^^^w.B.i.G.vNi.l.LtN. 105.— 105 50» Vefterr. Nortlreftbshu. . . . 99 90 itXi.lOj sicbenb. «ahn lu Silber ver». . 88.9" ^.1 3laatsb.G.3"/..500Fr.,.!.^m. IM- 13^' Hüd'o.G. 3'... 500ssrc. pr. Slllck 10' 75 1<^^ Slldb.-O.i.200ft.,.5«..fNrI00si 92,60 93,^« '500 Free pr. Elllck / ^> - 23^M lwg Ostbahn slir 100 fi. . . 85. ^ .» «. Privatlosf ^prr St«. 1,j>) Mart Vunco 8?./^ ^ ^ i.'"ndm>, fiir 10 Pfund «t.rlinh 118.40 >^^ ?ari«, >i!r 100 Francs . . . ^'^" « Oel. ^ "'7"lr.> ,9. Mlluz.Huc^, . 5 st. «8 ^'. ^»l-^ „» Napolconsd'ul . . 9 ., 43^, V " 77j „W Prcuß. Casseuscheiue. I .. ??,! " > ' 50 „« sllt!-'c . . N8 ,. 25 ,. Nv ., itraimiche Cru^.^'c.stung« - Obliga^°nen, Pri« vatnstiruu«: -.- «eld, - Waare. «