Macher Nr. 1W. «l»num«lat ll. vltt bei- P°ft ganzj, st, ,i, halbj, 7 50, Freitag, 2. Mai. Instllionsgebilli Für Neii,« Inserat« bi« ,u < Zeilen z»5 ll.. gi«h«e per Zelle « t».; bei öfteren Wiederholungen per Zeile » lr. 1879. Amtlicher Mil. ku^.m ^0, April 1879 wurde in der l l, Hof und Gtaat«-läu«° l,,'" ^'"" das XXII. Stück des Neichsgeschblatte«. vor-lend«? '" ^" deutschen Ausgabe, au»gegeben und ver< ^Vtlke enthält unter ' ^ t»r Verordnung der Minister für Cultu» und Unter« Nchf und der Finanzen vom ü Äftril 18?'». betreffend die "cyordliche Genehmigung jencr Vauführungen, wegen >vel° °M ein Anspruch aus bernbulillderung deS Religions» ^ liu^itmges gestellt wird: «, , 187 "llndniachung des Finanzministeriums vom l0,Uftnl ^?9, betreffend die Ermächtigung des NebenMamleS "s'lr Klasse in Weidenau zur AuStritlsbehaudlung von ' ^ bie Verordnung des Ministers für Cultus und Unterst vum 1l>, April 1879, wodurch das Uebcreinlmnmcn Mschen der l. f, österreichischen nnd der lön. sächsischen ^egierunn, betreffend die Negelnng der Pcrsonalstandcs. oanu der kirchlichen und HchulvertMtnissc der aus lön, Mflschem Gebiete in Vrrwcnduna. steln'llden östrrreichi' Nr <-^'>'ivll- uud EisenbahnÄebienstelen lundgemacht wird; ">« das Wrssh ^um 2«, April 187l>. betreffend die Fort« ^htliung drr Steuern und Abgaben, dann die Bestreitung °es Staatbauswandes während des Monalcs Mai I«7!», ^.^ („Wr. Ztg " Nr. 101 vom ^». April 187s) 3ilchtallltlichcv Theil. Nachklänge zum Kaiscrfcste. ickr ?'^ ergreifende Wirkung drs Allerhöchsten Hand-tll! '?.' welches alleu Voltsstämmeu des Kaiser> ' Mes ftr h^n. zahllose Liebeszcichen den alls tiefstem U?e» geschöpften Dank Ihrer Majestäten ausdrückte, Ptett ^" begeisterten Worten der österreichischcn in 3 öutage. Innige Rührung über den Herzenston Nöl» ^^rlicheu Danksagung und Stolz auf das den gewn? Oesterreichs aus dem Muudc ihres Kaisers ^ ordcne Lob riugcu nach wärmstem Ausdrucke, und dllb ^^ ^'"Pft sich die zllversichtliche Verheißung, eili,, ^ ben letzten Tagen ausgestreute Saat zu !in/ "'^"' und fegensvoÜcu Erutc für Oesterreich. .'Nrn sicher und bald heranreifen wird.— Die..Presse" llen, - "Die Dankesworte des Kaisers dringen aus Ms^eu zu den Herzen. Wahrlich, ein herrlicheres ^temoort wurde niemals noch gesprochen! Es wnd tdl?,, spätesten Geschlechtern Kuude geben von den llai - ""b glücklichen Wechselbeziehungen zwischen den, drr?"""b seinen Völkern." — „Beneidenswcrth «st auf i?"?/' so ruft das ..Fremdcnblatt" aus. ..welcher M," ^ebe d^ ^^,^. ,^^ ^lch' cinem Stolze und I^^^chte sich berufen lanu. wie der Kaifer Franz ber A«,," Dank des Kaisers wird in der Erinnerung ltlle 5?' fortleben und wird die Nationen ermähnen, ill bi^"''uchl fortzusetzen, welche ein so edles Bild ^"en vermochte." „Oft schon hatte Kaiser Franz Josef Gelegenheit," so spricht sich die „Ncne freie Presse" ans, ..der Treue. Liebe und Anhänglichkeit seiner Völker dankend zu ge-denken, aber daß ein kaiserliches Handschreiben so warm, so herzlich, so wahrhaft väterlich gelautet hätte, könneu wir uns nicht entsinnen." — Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" versichert, daß niemals eine Kundgebung des Kaiser« so volltönig ans dem Innersten des Her« zens geklungen habe wie diese. Die Geschichte werde das Blatt aufbewahren, auf welchem der Dank des Kaisers verzeichnet steht. — Die „konstitutionelle Vor-stadtzeitung" schreibt: „Groß und glänzend, wie die Huldigimgsfeste waren, so groß und glänzend ist auch der Dank des Kaisers. Dein österreichischen Volle wer« den diese Herzcnsworte des Kaisers ein kostbarer, nie zn zerstörender Schatz sein." - ..Franz Josef der Erste/' so drückt sich die „Morgenpost" aus. „steht jetzt auf jener stillen sonnigen Höhe. wo Fürst imd Voll sich geläutert zusammenfinden, um den ferneren Pfad für alle Zeiten in Fiieden und unzertrennlich zurückzulegen. Heil dem Fürsten und Heil uus selber, daß die Dinge so gekommen." Die ungarischen Journale aller Parteischat-ticrungcn wetteifern im Ausdrucke ihrer Huldigung und in Kundgebungen begeisterter Liebe sür das Allerhöchste Jubelpaar. Mehrere hauptstädtische und die meisten Provmzjournale sind als typisch geschmückte Festnummcru mit Gedichte» und bildlichen Darstclluu« gen erschiene!,. Dem „Pester Lloyd" schreibt ein Korrespondent: „Der Festzug in Wien war nicht blos ein Schauspiel, er war ein politisches Ereiguis. Wenn die Diplomaten, wie wahrscheinlich, ihreu Regierungen und Souveränen über den Tag berichten werden, dann werden ihre Mittheilungen Boten des Ruhmes für die Dynastie, für die Monarchie und auch sür Wien sein. Die Städte sind nicht zu zahlreich in Europa, in welchen bei so großartigen Massenansammlungen mit so geringen Kräften wahrhaft mustergiltige Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten ist." — „'Ellenör" ruft alls: „6ine glücklichere Aera als die. welche Franz Josef ,m Jahre 1807 für Ungarn inaugurierte, wurde noch nie für diefe Nation eröffnet. Er verdient den'Namen des Großen." — „Hon" schreibt: „Unser König ist ein populärer König, uuscre Königin eine populäre Königin, um die sich eine große Fa. milie von 3d Millionen in wahrer Liebe nnd An. hänglichkeit schart." — „Nemzeti Hirlap" sagt: ..All' die begeisterten Hnldigungen habe,, nur ein Ziel. sie vereinigen sich zu einem in die ganze Welt hinaustöncnden Dankespsalm, zu einem Gebet für das Wohlergehen der geliebten Familie des geliebte,, Herrschers." — „Pesti Naplo" preist den constituiioiiellslen König Franz Josef und erklärt: „Mit dem ungo heuchelte« Gefühl der Familienzusammcugehönglcil nähern wir uns dem Throne, um iu tiefer Unter-thänigkeit uufere Huldigung darzubringen und zu beten, daß Gott das Königspaar und dessen Familie mit Glück und Frieden segne." — „Magyarorszag" sagt: „Franz Josef ist ein Regent, dem seine Völker eben so vertrauen können, wie er seinen Völkern. Ein Re» gent, den Gott den Nationen nur aus besonderer Gnade zu verleihen pflegt." Einführung einer Militiirtaxe. In der vorletzten Sitzung des Abgeordnetenhauses gelangte der Bericht des Wehrausschusses über den Antrag Tinti, betreffend die EinHebung einer Militärtaxe, zur Verlheilung. Der Ausschuh schloß sich init überwiegender Mehrheit der Ansicht des Antragstellers an. daß die gegenwärtig im tz 55 des Wchrgcsetzes enthaltene Widmung der Militärtaxe — „für die Militär-Iiivaliden . Versorgung" — eiucr Ergänzung, beziehungsweise Erweiterung bedürfe. Die Unzulänglichkeit der gegenwärtigen Invaliden-Versorgung, insbesondere was die Ruhegenüssc der Invaliden des Mannschaflsstandes betrifft, ist eine bekannte Thatsache. Werden durch die in der Gerechtigkeit begründete Verpflichtung jener überaus zahl-reichcu Wehrpflichtigen, welche aus irgend einem Grunde zur activen Wehrpflicht nicht beigezogen werdcu konnten, zur Leistung einer Militärlaxe neue und nicht unbedeutende Mittel beschafft, so ist es gewiß zuuächst die erste Aufgabe der Gesetzgebung, dafür zu sorgen, daß durch jeue Mittel das Los der im Dienste des Vater-landes verunglückten, ganz oder theilweise erwerbs» unfähig gewordenen Krieger verbessert werde. Die Mllitärtaxe wird daher bei ihrer Verwendung auch eine rückwirkende Kraft haben lönucn, indem durch das Ergebnis derselben auch jene nach den gegenwärtigen Bestimmnngen bereits zuerkannten Ruhegenüsse der invaliden Offiziere uud Mannschaften verbessert werden können, deren Unzulänglichkeit eine solche Maßregel erheischt. Allein nicht blos sür die Invaliden, auch für die Witwen uud Waisen jener Wehrmänner, welche ans dem Schlachtfelde den Heltentod fanden ober den Folgen von Wunden oder Kriegsstrapazen erlagen, muß vonseite des Stautes gesorgt werden. Was endlich die beantragte dritte Widmung der Militärtaxe betrifft, nämlich siir die Unterstützung der hilfsbedürftigen Angehörigen von im Fülle einer Mo-bllisiernng zur activen Dienstleistung eingerückten Reservisten und Landwehrmä nnern, fo haben die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit, wobei es sich doch nur um eine the.lweisc Mobilisierung handelte, gezeigt, wie tief eingreifend die Folgen der allgemeinen Wehrpflicht iu alle wirihschastlichen und Imilleton. ^lela oder auf dunklen Wegen. iNoman von Ed. Wagner (Fortsetzung.) Kilfe ,.^'s Toilette war fo weit fertig, daß sic Felice's sür ih''^.Mchr bedürfte. Sie dankte der Kammerzofe 'hl /. ,"'ste und für ihre Freundlichkeit und reichte ^tst ...Muliches Geldgescheuk, welches Felice jedoch . nM/edcn zurückwies. l'e ßch v"e" Sie es." sagte Alexa. „uud kaufen Oen n!^l 6' was Sie als Andenken au mich au^ lGbm,. vielleicht komme ich nicht wieder nach s keli. ' ^"" kann nicht in die Znkuuft blicken." V. ..'? "ahm nun das Gefchenl an und entfernte '^ ünd m7 lie ihre besten Wünsche für Alexa's » Äal^ hergehen ausgesprochen hatte. >k il°°"mis wnrde das'Frühstück gebracht; Alexa "icht 5 ^"ssce und ah etwas Wcißbrod, obwol ^'elt sj, ! geringsten Appetit hatte. Vo,l Lady Wolga ^tam /"'e weitere Botschaft; nur Lady Mark-^Aesieö" ^jumphicreu. Alexa war jedoch zu stolz, Waller, ' din '^"" Kummer und ihre Nieder-ssMer^^U zu zeigM. Sie war nahe daran, ihrem U b< in erliegen, aber ihr fester Charakter schützte ^eistl, "" Demüthiguugen uud bewahrte sie vor EK war gegen Mittag, als der Wagen gemeldet wurde. Alexa begab sich sogleich hiuab und nahm in dem Fuhrwerk Platz. So verließ sie das Haus, m welchem sie so viel Freude und bitteres Weh erfahreu halle. Ihr Gepäck war schon eine Stunde früher nach Mont Heron gefchickt worden. Alexa lag in den weichen Kissen zurückgelehnt, als aber der Wagen in die schattige Allee einbog, richtete sie sich auf und warf noch einen sehnsüchtigen Blick zurück uach deu Fenstern des Zimmers der Lady Wolga. Eine der Gardinen wurde von einer weißen Hand zurückgehalten, uud Alexa sali noch einmal fluchtig das liebe, halbvcrborgene Antlitz ihrer Mntter; dann fnhr der Wagen hinter die dicht verzweigten, noch theilweise mit Lanb bedeckten Bäume, und Alexa sank mit einem schweren Seufzer wieder in die Kissen znrück. „Die Rosc des Glücks ist von tausend Dornen bewacht," dachte sie. „und jeder Dorn scheint mir ins Herz zu driugeu!" Während der Fahrt hatte Nlexa Zeit, sich zu be-ruhigen uud zu der ihr bevorstehenden Aufgabe zu fassen. Sie ging nach Mont Heron in der festen Ueber, zeugung. daß Pierre Renard der Mörder ihres Onkels war. und mit dem festen Entschluß, ihn der Schuld zu überführen. wenn ihr die Vorsehung bcistchen würde. Sie hatte sich noch leinen bestimmten Plan gemacht, sondern mußte es dem Zufall überlassen, ihr den Weg zu zeigen, den sie einschlagen sollte. Das Schloß war endlich erreicht. Der Wagen hielt vor dem prachtvollen Portal, ein Diener öffnete die Wagenthür, und Alexa stieg heraus, schritt die breiten Marmorstnscn hinauf und trat in die Halle. Ein eigenthümliches Gefühl bcschlich sie, als sie den Fuß über die Schwelle des Stammschlosses ihrer Ahnen, ihrer rechtmäßigen Heimat sehte. Unwillkürlich hemmten sich ihre Schritte, als sie ihren flüchtige» Blick über oie die Wände zierenden Schilder, Fahnen. Standarten. Rüstungen und Wasfen aller Art, fo wie über die Statuen in den Nischen nnd auf dem Treppen-geländer schweifen ließ. Es schien ihr, als nickten die Stcinfiguren ihr ein Willkommen zu und als lächelten ihr die Familienporträts freundlich entgegen. Wmd-sic dieses herzliche Schloß jemals wieder als ihre wul-lichc und bleibende Heimat betrachten tonne,, ? Würde ihr Vater jemals wieder gerechtfertigt werden von der auf ,hn gewalzten Schuld und als rechtmäßia-r Eigenthümer in das Stammfchloß seiner Väter em-ziehen können? Der Portier wollte sie in da« Empfangszimmer geleiten, als die Thür geöffnet wurde und Mrs' Ingrstl-herbeieiltc. ..Sie. liebes Kind!" rief sie das bleiche Mädchen in ihre Arme schließend. «Wie'aut vm, Ihn"', daß Sie so Pünktlich Wort halten. Sie finden mich dlesen Morgen ganz trank, kaum im stände, m'ch ausrecht-zuhallen." Alexa sprach in warmen Worten ihr Bebauern Mr den le.denden Zustand der Mrs. Ingestre aus. wodurch sie sich dere? ^«"st "och mehr gewann .Ich w,U Sie selbst hinaufgeleitcn in Ihre Zimmer, meine liebe Miß Strange," sagte Mrs. Iugcstte 85ft Erwerbsverhältnisse zahlreicher Familien sind. Diese Erfahrungen haben aber auch den Beweis geliefert, wie unbiNig es wäre, wenn die schweren wirthschaftlichen Nachtheile einer Mobilisierung nur von einzelnen Ländern oder einzelnen Ergänznngsbezirken getragen werden müßten. Hier muß das große Ganze, der Staat, eintreten. Hier handelt es sich auch nicht um dauernde Ruhegenüsse, sondern nur um eine temporäre Unterstützung. Der österreichische wie der ungarische Reservist, der Honved wie der österreichische Landwehrmann, sie kämpfen und bluten für Kaiser und Vaterland, und so sollten auch die Völker sich zur gemeinsamen Unterstützung der infolge einer Mobilisierung nothleidenden Angehörigen ihrer Krieger brüderlich einigen. Gewiß verlangt hier der Reichsgedanke auch eine gemeinsame Fürsorge für die Angehörigen der bewaffneten Macht Oesterreich-Ungarns. So gerecht und wünschenswerth aber eine gemeinsame Verwendung einer Quote der Militärtaxe auch für diese dritte Widmung wäre, so ist doch die Erledigung dieser Frage nach den bestehenden Einrichtungen in beiden Reichshälften ziemlich compliciert; der Ausschuß war daher der Ansicht, daß bezüglich der Lösung dieser Frage der Vereinbarung beider Regierungen durch einen bestimmten Antrag nicht präjudiciert werden solle. Auf Grund dieser Erwägungen stellt der Aus« schuß folgenden Antrag: „Die k. k. Regierung wird aufgefordert, bei der am Beginne der nächsten Reichsrathssession zu gewärtigenden Vorlage, betreffend das Wchrgesctz, gleichzeitig in Verbindung mit einer Ausführung und Erweiterung des § 55 desselben einen Gesetzentwurf vorzulegen, wodurch die Verpflichtung zur Entrichtung einer Mi-litürtaxe, das Ausmaß und die Art der Einhebnng, der Verwaltung und der Verwendung dieser Taxe bei Feststellung der dreifachen Widmung derselben, und zwar: a) für die Aufbesserung der Invaliden-Versorgung; d) für die Versorgung der Witwen und Waisen von Gagisten und Mannschaften des stehenden Heeres «Micgsiuarme) und dcr Landwehr, welche vor dem Feinde gefallen oder infolge Verwundnng oder von Kriegsstrapazen gestorben sind; <:) für die Unterstützung dcr hilfsbedürftigen Angehörigen von im Falle einer Mobilisieruug zur activen Dienstleistung eingerückten, dauernd beurlaubten Rescrvemä'nncrn, Ersatzreservisten und Landwehrmännern, geregelt werden sollen."_______________________________________ Oefterreichischer Ncichsrath. 448. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 30. April. Die Spezialberathung über den Staatsvoranschlag wird fortgefetzt; Kapitel 28: Ackerbauministerium: Ackerbauminister Graf Mannsfeld wendet sich gegen die verschiedenen Redner, welche gestern zn dem betreffenden Kapitel gesprochen. Was den Wunsch nach einer geänderteil Eintheilung der Ressorts be-tri.ft, so sind die Bedürfnisse in den verschiedenen Staaten eben verschieden, und es wäre naiv, zn glan-ben, daß durch bloße Veränderung der Ressorts die wirthschaftliche Krisis beseitigt werden könnte. Die Veremiguug der Leitung der Industrie und des Ackerbaues würde nichts fruchten, da der von einem Redner behauptete Gegensatz in der Verfolgung dcr Interessen derselben unrichtig ist, da ihre Interessen in Wahrheit zusammenfallen. Die Behanptnng, daß er zu wenig Einfluß nehme auf die Legislative in anderen Ressorts, klinge viel zu allgemein und sei auch ungerechtfertigt. Was den gewünschten Ausfuhrzoll auf Holz betrifft, so wäre derselbe eine den Waldbesitzern auferlegte Steuer. Eine Walddevastation ist nicht zu be-fürchten. Mit diesem Worte wird überhaupt Mißbrauch getrieben. Denn eine Devastation tritt weniger ein durch eine starte Entnahme alter Waldbestände, als durch eine mangelhafte Pflege der jungen Kulturen. Was die gedrückteren Körnerpreise angeht, so darf man nicht der Regiernna. Vorwürfe machen, sondern sie ist die naturgemäße Folge der großen europäischen Concurrenz, besonders vonseite Rußlands. Die legislative Thätigkeit des Ackerbauminsteriums ist nicht, wie ein Redner meinte, eingeschlummert, sie wirkte aber zumeist im Umfang der Landtage. Inbetreff des patriotisch-ökonomischen Vereins in Prag muß der Minister bemerken, daß die Auflösung desselben vor seiner Amtsführung geschah, und daß er selbst mit aufgelöst wurde; seither wurde aber kein Versuch zur Wiederherstellung des Centralvereins gemacht. Ueber die Kunstweiufabrication wurden seitens des Kloster-ueuburger Instituts zahlreiche Untersuchungen angestellt, welche coustatierten, daß die Fabrication sich factisch nur auf niedere und ganz billige Sorten erstreckt. Die Lieferungen für das Staats-Hengstendepot geschahen in der Regel im Wege von Offertverhaudlungen, nur ein einziges mal ans triftigem Grnnd aus freier Hand. In der Angelegenheit der Scrvituten ist das Ministerium bemüht, den Mißbrauchen entschieden entgegenzutreten, und der Minister spricht den Appell aus, man möge in der Ansnützung der betreffenden Ansprüche sich Maß auferlegl.il. Eiue Ablösung der Ser-vituten durch Grundbesitz hat sich bis jetzt nicht sehr bewährt. Das Forstgesetz wird Gelegenheit bieten, nicht nur Hintennach Schäden zn reparieren, sondern auch Präveutiomaßregeln zu treffen. Die Verwaltung der Staatsforstdomänen ist stark angegriffen worden, doch mit Unrecht, da z. B. der Wienerwald und die böhmischen Staatsforste gnte Erträgnisse lieferten. In Bezug auf den Holzliefernugsvcnrag der Domäne Nicpolomice bemerkt der Minister, daß er dem Ausschuß sämmtliche Acten rückhaltslos vorgelegt habe. l874 kamen Punctalionen mit der Breslauer Firma zu staude auf Lieferung von jährlich :l00,000 Kubikfuß Holz, was die Domäne leicht leislvu konnte. Bald darauf brach aber ein Schncebrnch im Forste ein, der 3'/Z Millionen Knbitfnß Holz vernichtete. Ohne dieses Elementarereignis hätte der Vertrag glatt eingehalten werden können. Nun wäre es sofort am besten gewesen, den Vertrag ganz zu stornieren, und daß dies nicht geschah, war der Fehler, was die Rc-gierung zuzugeben keinen Anstand nimmt. Anfangs April wurde eine besondere Enquöte von Forstautori-tälen veranlaßt, deren Resultate noch nicht vorliegen, die aber seinerzeit dem Hause bekanntgegeben werden sollen. Der Minister ist bestrebt, eine Auflösung des Vertrages zu erwirken, die aus gewissen Gründen auch inl Interesse der Vreswuer Firma liegt. Dcr Minister hat übrigens nichts dagegen, wenn das Haus, dem Antrag des Herrn v. Schönerer entsprechend, eine Kommission zur Untersuchung einsetzt. Er empfiehlt zum Schluß die Annahmc des Budgets. (Beifall.) Seidl spricht gegen den Kunstwein. Ritter v. Schönerer ist mit den Ausführungen des Ministers über dic Staatsforstenverwaltuug nicht zufrieden. Ritter v. Oben traut drückt die Erwartung aus, daß sich dic Landwirthe zum gemeiuschaftlicheu Kampfe gcgen das Finanzprogramni der Regiernng vereinigen werden. Dcr Redner wird vom Präsidenten Dr. Rech-baner mehrmals zur Sache gerufen, üienbacher hält feine Beschwerden wegen der Servituten aufrecht. geschäftig. „Es ist zwar eine gewaltige Anstrengung für mich, die Treppen zu steigen, abcr ich bestehe darauf, mit Ihnen zu gehen. Versuchen Sie nicht, mich davon abzuhalten. Es ist mein Streben. Ihnen dcn Aufenthalt in Mont Heron so angenehm zu machen, daß uichts Sie bewegen soll, nach Clyffebourne zurückzukehren." Sie gingen die Treppe hinauf, durch den großen oberen Saal in ein geräumiges Zimmer mit dem Ausblick über die See. An dieses stieß ein Schlaf- und ein Toilettenzimmer, alle auf das eleganteste ausgestattet. Ein thurmartiger Ausbau gestattete eiue prachtvolle Fernsicht sowol über das Wasser wie über die ganze Küste nach beiden Seiten hin. Es standen darin ein Schreib- und Arbeitstisch, ein Lehnstuhl und eine Ruhebank. Mr«. Iugestre zog die Gardine zurück nnd ließ den hellen Sonnenschein hereinfallen. „Ich bin hente allein gewesen," erklärte sie. „Die Herren sind gestern in der Yacht fortgefahren und noch nicht zurückgekommen. Doch das Boot ist in Sicht und steuert dem Hafen zu. In einer guten Stunde können sie hier sein. Sie werden sich wundern, Sie bei mir zu finden, Miß Strange. Weder der Marquis von Montheron noch Lord Kingscourt weiß, daß Sie hierherkommen würden." „Wird es dem Marquis angenehm sein?" fragte Alexa, ein wenig besorgt. «O, er kümmert sich nicht viel um mich. Er gab mir vor einiger Zeit seine Zustimmung, eine Gesellschafterin halten zu können, und seitdem habe ich nicht wieder mit ihm über die Sache gesprochen. Er liebt es nicht, mit Kleinigkeiten uud Haushaltnngsangelegen-heiten belästigt zn werden, und ich will die kurze Zeit meiner Herrschaft hier noch benutzen. Ich denke, Lcwy Wolga wird bald meine Stelle als Herrin des Schlosses einnehmen." Alcxa nahm Hut und Paletot ab; sie hatte keinen Garderobenwechscl nöthig. „Erlauben Sie mir, Sie hinnnter ins Balkonzimmer zu führen," sagte Mrs. Ingestre. „Sie habcn dort eine ebcnso hübsche Aussicht über das Mccr wie hier, und wir werden noch eine Zeitlang allein sein." Sie gingen ins Balkonzimmer, ein großes, langes Gemach, welches gerade unten den Alexa zugewieseuen Räumlichkeiten lag. Mrs. Ingestre erkundigte sich nach Lady Wolga, nach Lady Mcnkham und verschiedenen Gästen; dann frühstückten beide, worauf sie auf ihre Plätze zurückkehrten, um weiter zu plaudern, wobei Mrs. Ingestre ganz ihre Leiden vergaß. Es war gegen vier Uhr nachmittags, als die Ä)acht in den Hafen einlief. Die Herren gingen ans Land nnd stiegen die in den Felsen gehauenen Stufen herauf; das war dcr uächste Weg vom Hafen zum Schloß. Lord Kingscourt l^gab sich ans sein Gemach, während der Marquis ins Balkonzimmer kam, um seine Schwägerin zu begrüßen. Er war freundlich und liebenswürdig wie immer, aber ein Schatten flog über sein Gesicht, als er Alexa sah; doch grüßte er sie voll Höflichkeit. (Fortsetzung folgt.) Ackerbauministcr Graf Mannsfeld erklärt, d"ß er niemals die Absicht gehabt habe, wirkliche Se""iM rechte zu verletze»,, souderrn nur verfügt habe, eingerissenen Mißbräuchen entgegen zu treten. , Nach einigen Bemerkungen uon v. Z"^u'g ^ Bärnfeind.'Freih. v. Walterskirchen, ^".", v. Edlmann, Nenmayer nnd Dr. Keil nmo ° Debatte geschlossen, woranf noch die beiden Spez'" Referenten Dr. Hcilsbcrg nnd R. v- S"!°2s zewski zu Worte gelangen, und dann Kap ," des Budgets, Ackerbanministerimn, unverändert ai'u nommen wird. — Nächste Sitzung Freitag______^. Das neue italienische Wahlgesetz. ^ Die Vorlagen, betreffend die Reform de Wahlgesetzes, sind kürzlich im italienischen " geordnetenhause vertheilt worden. Dieselben nm,«' außer dem Gesetzentwürfe selbst ein reiches Male " an geschichtlichen und statistischen Daten. Die lve, lichen Neuerungen, welche durch die WahlrcforM " geführt werden sollen, sind in ihren Grnndznaen reits bekannt. Das neue Gesetz stellt fest. daß ic 21 Jahre alte italienische Staatsbürger Wähler ^ wenn er lesen nnd schreiben kann und zugleich "" ^, im Gesetze vorgeschriebenen Qualificationen Ml "^ rechte besitzt. Es wäre mithin nicht jeder enMl'e", tigte Italiener, der lesen nud schreiben kann, "l » dieser Kenntnisse Wähler, wie früher vielfach ge»u wurde, sondern dcr Mangel dcr erwähnten ^e>w ^ keuittnisse schließt jeden Staatsbürger von der ^ berechtiguug aus, auch wenn er im übrigen d'e .^ lificatio'n zum Wähler hätte. Die WahlqilHft"" haben — die Keuntnis des Lesens und S")"' vorausgesetzt — die wirklichen Mitglieder der ^ demien,' deren Wahl vom Könige approbiert '", ^ Mitglieder dcr Ackerbaukammcrn. der H"'"^ Ml-Gewcrbekammeru, dcr königlichen Akademien des ^ banes nnd der Medizin, die Präsidenten oder ^vm ner der agrarischen Gesellschaften und der ag""!^ Wandervereine, die gewählten Provinzial- ^! ^,Z-meinderäthe, die derzeitigen oder gewesenen ^ ^ richter, Präsidenten nnd Direktoren der V"nken,^ Sparkassen, dcr Eooperalivgesellschaslen und dtt ^ schußvereine, die Mitglicder dcr Ritterorden dc» ^ . chcs und die Besitzer dcr Zivil- oder Mililärmcda!" ' alle Zivil- nud Militärbeamten in Activität od" ^> sion, welche im Dienste des Staates, dcs kon'g^" Hanfes, dcs Parlamentes, dcr Ritterorden, der ^, vinzen, der Gemeinden, der wissenschaftlichen, d^ , rarischen und artistischen Gesellschaften, der sro' ,^ Stiftungen, der Kredit-, Handels' und I""Äc^ Institute, der Sparkassen, der Volksbanken, d" ^' bahnen, der Assecnranz- uud und der Vorschußvereine stehen; ebenso die Dn" . jedes Ateliers oder jeder Werkstätte, welche wemg!^ zehn Arliciter beschäftigt. Diener und alle jene, > ^ Handarbeit leisten, sind nntcr vorstehender "aU nicht inbcgriffen; ferner sind Wähler alle P"!^^ ebenso alle Präsidenten, Direktoren und Leite ^ Untcrrichtsinstituten oder Schulen, ferner leder,^ einen akademischen Grad an einer Univers!"" , einer höheren Lehranstalt dcs Reiches erlangt /^ dann die Notare, die Geometer, die Apoth""'^^ Schiffskapitäne und die concessionierten Wechsels ^h und Sensale; ferner ist Wähler jeder, der "'.'/F einer Mittelschule oder Fachschule das erste ^M.^ ^ gutem Examen zurückgelegt, jeder, der ^"terowz ^, der Armee gewesen, und jeder, der die vierte Men» ^ klaffe an einer öffentlichen Schule absolviert ^,^„z weit gehen die Bestimmungen, welche der ^' ^het^ des Landes nnd den wenigstens holbwegs geo ^ Klassen den Weg zur Wahlurne öffuen ollen- ^ folgt dann weiter die Feststellung des Census '» ,^l Gewerbe- uud Ackerbautreibenden, welche verinog ' ^ Stenerleistung Wähler sind, wenn sie lesen M" '^ ben können. Bezüglich der passiven Wähllmrlcli ^ das Reformgesetz keine wesentliche Bestinnnn'^ ^ alten Gesetzes ab, und es wird insbesondere/, Garibaldi angefochtene politische Eid beibelMU'- ^ Die Miethe, die zum Wahlrecht berechM, .^, in kleinen Orten mit weniger als 25)0« > ^N' ^„ bis ans 200 Lire herabgesetzt, und selbst m den U ^ Städten mit mehr als 15>0,000 Einwohn" ^c künftig jeder Geschäftsmann, desfen Miethe ^,.^„. beträgt, sich in die Wahllisten eintragen la >en ^,-t> Die Stenerqnote, die das Wahlrecht """")>""' ails 40 Lire mit Einschluß der Pl0"l"z"' 5M. jedoch mit Ausschluß der Gemeinde-Umlagen " „ahB Wie die „Italic" versichert, würde durch d«e« ^j,» der Wahlreform die Anzahl dcr Wähler m ^„ mehr als verdoppelt. Gegenwärtig zählt ganz ^tz< nur W0.500 Wähler. Durch die gegenwärtig'-' ^M. vorlagen wirl, ihre Zahl anf 1'/, Mlll'onc" ,^e Die Bill befriedigt daher alle vernünftln , ^ und darf als eine' wahrhaft freisinnige ^// .7,^,!'^' zeichnet werden. Sie entspricht den "^hltt^ Italiens weit besser, als das allgemeine A Aehl' welches die Mehrheit der crasscn Unbildung. " ^„eH, heit der Leute, die nicht lesen und Mew" im Königreich einzubürgern drohte. 85, Die Zustände in Rußland. l>l«nn«^^enwärtig m Rußland herrschende berichtet ein Petersburger Korre-«Ne iM ^?' ^' Zlg-" die uncrbaulichsten Dinge. ^ANI^ ' '' ""b russenfreuudlichsteu Zeitungen lchlvwt,, Zthen uns nicht anders als halb ge-Ht,/<..^w von der „Nordd. Allg. Ztg.", der ^llMm ' ?^ ..Journal des Dcbats" u. s. w. in M V,? ,'ll des Attentats veröffentlichten Artikel sind >!M^" sämmtlich uuterdrückt worden; sobald Knt w^ ^"'" das Publikum zu interessieren be-"ßv'erw^ °" Discussion desselben von der Ober-Wn W "ll untersagt. Die Universitäten nnd son« Rb einen In, '^'"'^^lten werden mit einer Strenge die Lm'' -"^btranen überwacht, welche Lehrenden '^tt ln ^ , "^' ^"udigtcit benimmt und immer I^^z" oer Nefürchtun^ Veranlassung gibt, dieselben tUch lvrs^ ^^'^ vollständig unterdrückt werden; ^fiiqillsi ? Studenten und Schüler aus den ge-^>'t n>! "schell ausgeschlossen, Professoren ver-^ ^ .^maßregelt, Bücher und Vorlesungen Verben letzt»,,^V"^"3 "laubt gewesen waren. Die in dekretiert'Unterordnung der Uni-^Grisck " sn'Nllltlicher Preßerzeuguisse unter die ^^s^u ^^levalljuuveincurc hat einen Zustand . eschrn,?'^ und Verwirrung geschaffen, der jeder ^igm N' 'pu"ct; das von den Professoren der Gich l, "''wersität eingereichte collective Abschieds-^ ^s N.'s ^'"'" der allgemeinsten Zustimmung ">cl!!h aiiü/'s'?^ ^^"' Leuten zu erfreuen, denen nie« oder auch nur radicale Neigungen °b'etc k. ^"' ^°ch schlimmer sieht es auf dem ^i, ^^lrafrechtspflege ans. Es ist Regel ge-'H h^, ">i Leute, die für politisch verdächtig gelten, !>»e>n ^ " tt Sichler gestellt, sondern „ans aomiuistra-^stlttt ' ^^' "^"c l^de vulgällgige Untcrsuchuug. M>c„' '",bie östlichen Gouvernements oder nach ?^»a "'^lcsen werden, und daß man von dem Prozesse, welche die öffentliche 3^rc, l." am stärksten erregen, niemals etwas >e>^^ ^wmmt." Der Korrespondent glaubt, daß ^ al' ^^" der Ncgression nicht länger dauern ^^"/^ des Jahres l«01, wo der'Kaiser sich °>»Ich!^ zur Beseitigung der Militärherrschaft vcr- ^t^' Nlssischeil Blatte „Sibir" wird aus dem «^lllcnl Tomsk berichtet, daß die Deportationen Mene^"" in den letzten Monaten noch nie da« ^ y f^cs emen neuen Zuwachs von 3100 Per-°K die ^. verbannter erhalten. Die Folge davon sei, , h stbr ?" Angesiedelten, deren Fortkommen da-?^e>, >,"^""t wurde, ihre bisherigen Wohnsitze Viiluz^ ""ch anderen Gegenden auswandern. ,^ "ernement Tobolsk macht sich diese „Ueber-^^^hnlichcr Weise ge'tend. __________ ^ ^en Kriegsschauplätzen in Asien und s, Hj» Südamerika. 'll besa^troffenen Telegramme aus Afghani-!^'t ^ 'i. daß die Verhandlungen mit Iakub Khan Ä "H>V"'su sein scheinen, daß Major Cavagnari ^Aech^Hcnoeiil Geleite behufs einer lnündlicheu ^ U?l >!"" dem Emir nach Kabul aufbrechen 3t? nich""7dlngt vertraucnswerth ist aber diese An-!li>?°N!!m'^"!e sie es, dann hätte wol die englische 3? M^udcr Mittheilungen gemacht. Die engli-Q Noll,3"^lden thun das ihrige, indem sie für «! "eit^ruligeneil Vormarsch nach Kabul ihre Te, '" ei?,? ?ervollstäudigen. So lassen sie unter <>'. soinit f'^'s^ßc fc't'iistellen, die schon bis l>l>>, k,ltf,.,,^um mchr als einen Tagemarsch von ist. Die Arbeiten scheinen Hl ^>>l. Dm " ^'le bisher gar nicht gestört worden ^Manisj", "d schuucs Wetter war bisher jedoch V" lwck ^"' lo wenig loic in unseren Breite-!''Und , ?Mreten. ^s regnete in den letzten ^Ii> d"' ^'! Hi)henzügen liegt noch Schnee. ^^'am,l' ^>eg Chile's gegen Pern und !<^ ftN^ die ./Allg. Ztg.", daß am 23. März He, ?l Lo.s ?/ ^'lsmnmcnstoß bei dem Orte C.i-^ei "lip»)., "M^ stattfand, welcher von den chileni-^lid^ Aia.""!."" wurde. Ihr Verlust betrug ^k?'er il ludt uild verwundet, während die e^ ^te,,^'.'' general Canseco. 10 Offiziere und l^i. sclhll,,. befangene einbüßten und der Nest «e die ^ ^ch 6Mja entfloh. Am 5. v. M. ^ ^p.tH^lnich. Fiolte den wichtigen pernani-^ Z^chbllrt. Il,uimle so wie verschiedene andere »^luyvkn Wuanohäfen; die Verladungswerfte ^>cz',bin„^" wurden zerstört und die fremden tzhtli^ ein U" ^agen zur Abfahrt gezwungen. ^^.(x»l^"" Schlag filr Peru, welches ^Ml. <>" ^. von der Guanogesellschaft erhält. ^t H «^ h"t sonnt gar nichts gegen das Eile's ansgerichtet; doch soll sie zusolg^, ^ordert worden sein. Anderen Nach- Ulk hie peruanische Negierung bereits geneigt, Friedensunterhandlungen zu eröffnen und sogar Herabsetzung oder Ausgleichung der Salpetersteuer zu gewähren. Unterdessen laßt Chile seine Häfen Coqnimbo, Valparaiso und die Talcahuano - Bai befestigen, während die occuvierten Orte Antofagasta und Caracoles mit Verschanzungen und schwerem Geschütze versehen wurden. Alle drei Republiken be-miihen sich, Lieferungen von Waffen, vor allem Ge< wehre, aus Nordamerika zu erhalten. Mgesneuigkeilen. — (Michael Etienne f.) Der am 29. v. M. nach längerem Lriden in Wien verschiedene Gründer und Ehefredacteur der «Neuen freien Presse", Herr Michael Etienne, war am 21. September 1627 zu Wien geboren. Er absolvierte daselbst seine Studien, trat schon 1843 als Uebcrsctzer französischer Dichterwerle (George Sand, A. Dumas. Eugen Sue) und Mitarbeiter an Hartlebens ..Lcsclabinet" auf, für welches er bis 1850 eiue wcihe vou Bänden lieferte, betheiligte sich an der Bewegung von 1848 mit einer Broschüre: „Oesterreich und Europa. Vou der Presse" (Wien 1848). und schrieb Leitartikel für die Zeitungen „Wanderer" und „Reform". Im Juli 1849 ward er weaen Preßvergchcil in das Gefängnis gefetzt. Nach verbüßter Haft schrieb er für E. Keils „Leuchtthurm" uud entzog sich durch die Flucht im Mai 1850 weiteren Verfolgungen. Von 1850—1855 lebte er in Paris als Korrespondent deutfcher Blätter, eine Zeitlling auch Mitarbeiter an der „Correspondence Havas", und wurde wegen seiner literarischeu Opposition gegen den Staatsstreich zugleich mit Moriz Hartmanu iu Mazas gefangen gehalten. In Wien. wohin er 1855 zurückkehrte, trat Etienue an die Spitze des Journals „Donau", bald darauf der „Presse", bei welcher er 1850 bis 1804 die Stelle dcS Redacteurs bekleidete. Mit Max Fricdläuoer, seinem langjährigen College,! (geboren zu Plcß iu Schlesien. 18. Juni 182'.», gestorben am 20. April 1872. uud zwar gleichfalls am Herzschlage !). gründete er 1804 die „Neue freie Presse", die er mit seinem College» binnen kurzer Zeit zu dem hervorragendsten Journal vou Deutsch-Oesterreich erhob. Was Eticnuc mit seinem glänzenden publicistischen Talente für die „Neue freie Presse" als bereu geistiger Leiter in den letzten Jahren leistete, ist nicht mit wenigen Worten auszuführen. M. Etienne war eine groß angelegte publicistische Natur, ein glänzender Journalist, selbst wenn er irrte - feurig bis zur sengenden Glut, uugestüm bis zur schroffen Rücksichtslosigkeit iu der Vertretung der Sache, der er sich einmal angenommen; ein hervorragender Kämpfer der streitenden Presse, dessen hohe Bedeutung und mcmnhaftc UcberzcugunMreue auch seine Gegner nie in Abrede gestellt haben. Sein Tod ist ein grausamer Verlust für das Blatt, das er mitbegründet und bis an sein Lebensende geleitet, für die Wiener Presse überhaupt, sowie für die gesummte deutsche Journalistik, zu deren hervorragendsten Zierden er zählte. — (Die „Times" über den Wiener Fest, zug.) Der Wiener Korrespondent der „Times" hat derselben einen telegrafischen Bericht über den Festzug gesendet, der au 440 Zeilen oder anderthalb Spalten des NiescnfurmatS der „Times" füllt. In der Einleitung zu der ausführlichen Befchreibung des Zuges sagte der Korrespondent: „Seit der finanzielle» und ökonomischen Katastrophe von 1873. durch welche Wien und in weiterem Kreise das ganze Reich alles Selbst-vertrauen verloren zu haben schien, sind noch nicht ganz sechs Jahre verflossen, und doch hat sich die Stadt heute glänzender, reicher, lebensvoller und kräftiger als je entfaltet. Sie hat so rasch neues Leben entwickelt, indem sie alles aussticß, was an dem sogenannten gol. denen Zeitalter vor 1873 Schein und Schwindel war. Das kräftige bürgerliche Element, durch welches Wien in ganz Deutschland so lange berühmt war uud welches sich ungeachtet der gesetzlichen Aufhebung der Gilden und Zünfte erhalten hatte, hat feine berechtigte Stellung wieder erlangt." — (Alpines.) Dem Redacteur und Herausgeber der „Neuen deutschen Alpen-Zeitung" in Wien. Herrn Richard Ihler. wurde die ehrenvolle Auszeichnung zu^ theil, daß die auf Allerhöchsten, dem Genannten seinerzeit bekanntgegebenen Besehl: „Die weiteren Public«, tioncn der „Ncueu deutschen Alpen-Zeitung" alljährlich auch gebunden sür die Priuatbibliothel Sr. Majestät des Kaisers zu überreiche»", jüngst übergebencn beiden letzten (Vl. und VII.) Bände dieser Zeitschrift von Sr. Majestät hnlduollsl angenommen wurden. Gleichzeitig wnrde dem Obgenannten aus diesem Anlasse sür dessen gemeinnütziges publicistischcö Wirken in der alpinen Sphäre, wie alljährlich so auch heuer, der Netrag von 100 fl. nus der Privatschatulle Sr. Majestät übermittelt. — (Oesterreichischcs Kriegsschiff in Au, stralien.) Dinstag ist in Trieft von Pula die l. l. Dampfcorvette „Helgoland,' Kommandant Fregattenkapitän Pichler, eingelangt, welche nach Sidney in Au» stralien geht, wo bekanntlich im heurigen Herbste eine Weltausstellung stattfinden wird. Die l. t. Dampfcorvette „Helgoland" hat einen Gehalt von 1820 Tonnen, 400-pferdelräftigc Maschinen und 5 schwere Geschütze, und ! wurde 1807 vom Stapel gelassen. — (Elektrische Beleuchtung ctt. Nach der vorletzten Nummer des Programms, das sämmtliche Cncusmitglirbrr in ihre,, besten Protmc-tionrn nochmals vorführte richtete der Selretcir an vas Publ.lu.» das Wott und' drückte demselben :m Namen der D.rectio» sowie b r gesummten Gesellschaft sur de» während der ganzen Dauer Ms s^ i^chou Besuch u»d die wohlwollc»de Vsmtheilung des Gebotenen den iunigsteu Dank, vere.nt mit einem herzlichen Lebewohl 852 an Laibach aus. Das Publikum nahm diese Ansprache beifällig auf. — Heute früh verließ die Gesellschaft, nachdem ein Theil der Pferde und des Inventars bereits gestern vorangcschickt worden war, unsere Stadt und begab sich mittelst Rudolfbahn nach Klagenfurt, woselbst schon heute abendt die Eröffnungsvorstellung stattfindet. In Laibach spielte der Circus vom 3. April bis 1. Mai und gab innerhalb dieser Zeit 32 Vorstellungen. — (Schwurgerichtssession.) Montag den 5. d. M. beginnt beim Laibacher Landesgerichte die zweite diesjährige Schwnrgerichtssession. Für dieselbe stehen bisher 15 bis 16 Strafverhandlungen in Aussicht, da« runter auch ein Preßprozeß (gegen den „Slovenec" wegen Störung der öffentlichen Ruhe); die Session dürfte somit 2 vis 3 Wochen in Anspruch nehmen. — (Militär - Personalv era nderung.) Der Hauptmann erster Klasse Peter Pctrici«! des Ototaner Infanterieregiments Graf Ielakic' Nr. 79 wurde als derzeit dienstuntauglich unter Versetzung in den überzähligen Stand mit Wartegebühr beurlaubt. (Domicil Laibach.) — (Pferdediebstahl.) Dem Grundbesitzer Mar. tin Zajec in Draga bei Weihkirchen im Gerichtsbezirke Rudolfswerth wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. v. M. aus unvcrsperrtem Stalle eine dreijährige, auf 175 fl. dewerthete rothbraune Stute durch unbe, kannte Thäter gestohlen. — (Neue Telegrafenstation.) Die k. k. Tele« grafendirection in Trieft ersucht uns, mitzutheilen, daß in Türkisch'Brod in Bosnien eine Telegrafenstation mit permanenteln Dienste für den unbeschränkten telegrafischen Verkehr eröffnet worden ist. Original - Korrespondenzen. Ncumarktl, 30. April. Auch unser sonst so stiller und friedlicher Markt feierte die silberne Hochzeit des geliebten Herrschcrpaares in der glänzendsten Weise. Am 23. April abends fand, ohne daß diesfalls ein Gemeindedeschluß vorgelegen wäre, eine allgemeine Be, lcuchtung de5 Marktes und sodann Zapfenstreich statt. Am 24stcn morgens verkündeten Püllcrschüsse die Feier des Tages, uno durchzog die Musikkapelle den Ort; um 9 Uhr vormittags wurde die Schnljugend mit Erinne» rungsmedaillcn betheilt, uud erinnerte Herr Fabrikant Leopold Mally dieselben an die Feier des Tages, forderte die Schuljugend in markigen, tief empfundenen Worten auf, fleißig zu lernen, damit aus jedem einzelnen ein tüchtiger Staatsbürger und treuer Unterthan würde; sowie Se. Majestät allen Völkern des großen Reiches gleiche und ungeteilte Liebe entgegenbringe, ebenso sollten auch die Schulkinder, wenn sie heranwachsen, jeden Mitbürger, ohne Unterschied der Sprache und Religion, lieben. Ein dreimaliges, stürmisch aufgenommenes „Hoch!" auf Ihre Majestäten beschloß die schöne Feier. Sodann fand ein feierliches Hochamt unter Betheiligung der k. t. Behörden und zahlreicher Andächtiger, und abends in den glänzend decorierten, mit den Bildnissen der Majestäten geschmückten Lokalitäten des „Hotels Klander" ein Fcstball statt. Schon vor den geschilderten Feierlichkeiten wurde den edlen Intentionen Sr. Majestät gemäß ein namhafter Betrag für die Unglücklichen Szegedins gesammelt, welcher seiner Bestimmung bereits zugeführt sein dürfte. Planina, 2l?. April. Das hohe Fest der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin hat auch unser Marltfleck auf eine dem Tage angemessene Weise gefeiert. Schon am Vorabende wurden mehrere Häuser mit der österreichischen schwarz-gelben und auderen Fahnen beflaggt, und abends, Schlag acht Uhr, wurden alle bis zu der ärmsten Hütte festlich illuminiert. Ringsum auf den Bergspitzen loderten riesige Freudenfeuer und verkündeten den Nachbargemeinden, daß auch in unferm stillen Thal ein treues, sein angestammtes Herrscherpaar liebendes Volk lebe. Anch an Feuerwerk, recht hübschen und sinnigen Transparenten fehlte es nicht. Am 24. um 9 Uhr früh versammelte sich die sountäglich gekleidete Schuljugend in dem geräumigsten, reichlich mit Epheu und Kränzen decorierten und mit den Bildnissen Sr. Majestät des Kaisers, des Kronprinzen sowie den Reichsund Landeswappen geschmückten Schulzimmer, von wo aus sie sich unter Vorautragung der Schulfahne zur Fcstmesse begab. Nach Beendigung derselben kehrte die Schuljugend in Begleitung der Elite von Planina wieder in das obgenannte Schulzimmcr zurück, wo unter Begleitung der Fisharmonila ein Festchor angestimmt wurde. Nach einer dem Feste entsprechenden Ansprache des Ober» lehrers wurde die Schuljugend der zweiten Klasse mit der Broschüre „Oeäkr l>2,ne ^oicl I.", und jene der ersten mit Schreibheften, welche mit dem Porträt Sr. Majestät geziert sind. betheilt. Ucberdies erhielten auch bei sechzig arme Schulkinder Kleidungsstücke, sowie auch die Ortsarmen reichliche Geldgaben. Die Volkshymne bildete den Abschluß der einfachen, aber würdigen Feier. Neueste Pojl. Original-Telegramme der „5! aib. Zeitung." Wien, 1. Mai. Die „Wiener Zeitung" pnbliciert das Gesetz wegen Einverleibung Spizza's; ferner ein kaiserliches Handschreiben an den Grafen Taaffe, womit der Kaiser als Merkmal seiner Anerkennung des patriotischen Sinnes und der hervorragende!! Bethätigung lü istlerischen Schaffens bei den Festlichleiten anläßlich seiner silbernen Hochzeit dem Wiener Bürgermeister Newald das Contthurtreuz des Franz Iosef-or^ens, dem Professor Makart das Ritterkreuz des Leopoldordens, dem Bürgermeister-Stellvertreter Uhl den Eisernen Kronenorden dritter Klasse verleiht; — endlich eine Verordnung betreffs Aufhebung der wegen der Pestgefahr verfügten Beschränkungen rücksichtlich des UeberNiltcs von Reisenden aus Rußland nud Bulgarien. Budapest, l. Mai. Nachrichten ans Szegedin: Gestern vormittags fand ein nie erlebter heftiger Orkan statt. Die Eisenbahn- und Verstopfnngsarbeiten wurden vernichtet, die meisten Schlagwerke umgeworfen, die Baumaterialien- und Erdschifft sind gröhteMheils versunken; in den Bahndämmen zeigten sich große Durchrisse, die Arbeiter waren in Lebensgefahr. Suc-curs wurde abgesendet, abends hatte sich der Sturm gelegt. Berlin, 1. Mai. Prinz Äattenbcrg erhielt einen vierzehl'tägigen Urlaub und empfängt die bulgarische Deputation. London, 1. Mai. Die „Mornmgpost" erfährt, alle Signatarmächte genehmigten den Vorschlag um Verlängerung der rnssischen Occupation Ostrnmcliens bis 3. August, ausgenommen Oesterreich und England. — Salisbury sagte beim Bankette, wenn die Äevöl« kerung Ostrumeliens die durch den Berliner Vertrag gewährten Freiheiten verwirft, wären Repressivmaßregeln unvermeidlich. Petersburg, I. Mai. Der Brand von Orenburg vernichtete 949 Häuser. Wien, 30. April. Aleko Pascha ist heute abends »ach Konstantinopel abgereist. — FML. Herzog von Württemberg kehrt Samstag nach Serajewo znrück. — Kriegsminister Graf Hylandt-Rheidt trifft morgen von Meran hier ein. Pest, 30. April. In Szegedin ist das Inunda« tionswassl'i neuerlich gestiegen und hat bald die alte Höhe erreicht; ill Esongrad arbeitet man energisch, um d»e Stadt gegen dle Theiß, welche von grünem Wnsser angeschwollen, zn schützen. Das Gesetz über den Wiederaufbau Szegedms ging gestetn an die Kabinetslanzlei des Kaisers'ab. Mailand, 29. April. Se. k. und k. Hoheit Kronprinz Erzherzog Rudolf ist hier angekommen, besuchte die Gallerie Victor Emanuels und den Dom und setzte um 7 Uhr 10 Minutm abends die Reise nach Genua fort. Sowol bei der Aulunft als bei der Abreise wurde Se. kaiserliche Hoheit von den Autoritäten begrüßt. Berlin. 30. April. (N. fr. Pr.) P"Nl,AH von Battenberg empfing die Nachricht von Me "' gestern bei einem Diner des russischen BotM" ^ Ehren des Geburtstages des Zaren. Er «H«'!,^ seine Entlassung aus der deutschen Armee eM'^ aber in Berlin die bulgarische HuldigunMP"" erwarten. Die „Nordd. Allg. Ztg." beMnel ^ Wahl des mit dem russischen und österrelchll^ ^ verwandten Prinzen besonders darum als "M D, liche, weil Bulgarien in die Interessensphäre »" v burgischen Monarchie falle. .,,.. M Tirnovo. 30. April. (N. fr. Pr.) 3^' „ dukoff-Korsakoff hat gelegentlich der geste" " ^ Eröffnung der bulgarischen erwartet wurde, eine sehr entschiedene ^larM ^ jede russische Kandidatur abgegeben. Die A"A.M bei geschlossenen Thüren vorgenommen; V^uh, Element brachte drei Kandidaten: den 3"!"" ^„. den Prinzen Waldemar von Dänemark und oe ^, zen von Äattenbcrg, in Vorschlag. Der letzte" ^, durch Acclamation als Alexander I. zum M>" M Bulgarien gewählt. Heute hat eine glvße »"e ^M die Truppen des VezirkeS von Tirnovo stang ^ — Die Fürstin Dondntoff kehrt nach Nußla"° ^!"i da der Fürst zum Generalgonvcrncur des ^ ^ emannt werdcn soll. Die Räumung durch ^. HB Truppen wird demuächst beginnen. In der ^ ^, Varna werdcn die nnchame'dauischeu OllMdve> e.^> waltsam expropriiert nnd ihre Felder au die o^^>,i aus Thrazien vertheilt. Man befürchtet n« ^< Unruhen. Auch in Ostrumelien herrscht aM regung. __________ Telegrafischer Wechselkurs vom 1, Mai, ^,a». -^3 Papier. Ncnte 65 55. — Silber - Rente t""^ M>t Rente 77 40. 1860er Etaals-Anlehen 119 b0..'" Ol» 806. - Kredit» Actien 252 75. — London U?"d. Z,^ --. K. f. Mnnz-Dulalcn 5 55. - 20-3"'"' 3-35. - lOU.Reichsmarl 57 60. ,> Wien. I.Mai, 2'/, Uhr nachmittags- (H"i^' Krebitactien 252 70. 1860er Lose 120' . l^tt ,lin gS? ' österreichische Neut« in Papier 65 57. Staatiw"^,^,. Nordbuhn 222 50. 20ssranlcnstuc'e 9 35. «»«">" ,M 236—. österreichische ssrancobant-—. izsterrc'chl,^ ^8 , 110-75. Lombarde., 68 75. Unwnbanl 77 , ^d"> ^> türsische Lose 19 50. llommnnal-Unlehen 112 90 ^ Goldrente 7740. ungarische Goldrente 91 7?^^^^^ Angekommene Fremde. ,lm 1, Mai, ^ .^el. lksi'' Hotel Ttadt Wien. Reiter. Arlt. Supini, Schanw"H^ und Verging. Beamter. Wien. waunelSdoNcr, M Graf Thurn. Vesitzcr. Nadmannsdorf. - ^Hc. ^ . Hotel Krain, — Mitschar, Krapina. — Lindner, Lieu-! ^v>^ - hiisellnayer. Pferdehändler. Wien. ^Iuvam^^^ Verstorbene. ^zM Den 29. April. AloisKotar. AmtMnerS-K" ' 28 Tage. Chröngasse Nr. 8, Wasserkopf. ^^^^-^-^ ^------------------------------------------^^^^3aib^th« Schöner Morgen, tagsüber bewollt, a"" ^3v" heiter. Abnahme der Temperatur. Das Tages""' -^ 7 7°. um 3 6' unter dem Normale. —^ls^« Verantwortlicher Redacteur: Ottomarsa^^ A^lstlM'i'lM. Wien, 30. April. (I Uhr.) Die Speculation war animiert, die Anlage ziemlich flott, der Verkehr befriedigend. Vllb Ware Papierrente........6550 65 60 Silberrente........65 90 66 — Goldrente.........77 30 77 40 Uosc, 1854........113 25 11375 „ I860........120— 120 25 » I860 (zu 100 fl.) . . . 128 - 128 5U .,^ ^864........159 - 159 50 Ung. Prämien-Nnl.....97 25 97 75 "re^t.L.........167._ 15750 »iudol,s.L.........,7_. 1725 Prämiennnl. der Stadt Wien 113 30 113 50 NonaU'Rcgullerungs.Lose . . 108 108 25 Domäne,:' Pfandbriefe .. 143 50 144 Ocsterr. Schatzscheiil« 1881 rück. zahlbar.........10d__ ^. . Ocstcrr. Schatzscheine 1882 rück. zMdar........Vft9y 100 10 U, 'oldrcnte . . . »1-45 9^ II- 'V'nbahn.Anleche . iW2i» 106 75 U ','ichahn-Anleihe, ^. lüctc......i0ü 75 106 25 Ull^auim^ ^chatzanw. vom I. 1d?4 ... ......N9S0 11990 Nnlehen der Stadtgemeinde Wien >„ V «......99 25 99 ?i> «elb Ware GrnndeutlattnugK Dbllgatisnen. Vühmen......... 102— 103 — Niederüsterrcich...... 104 50 105 — Galizien......... 88 75 3« — Siebenbiirfte»!....... 7890 79'40 Temescr Äa»a»...... 80'50 8125 Ungarn.......... «5 - 8575 klctle» v«u Vaulen Anglo.österr. Nant.....110 50 110 75 Kreditanstalt .......250 70 250 80 Depositenbank.......181 163 Kreditanstalt, ungnr.....235 ^ö 235 50 Ocsterreichisch. ungarische Vanl 808 - 810 Unionbanl ........7725 7750 Verlehrsbant.......112 - 112 50 Wiener Vantverein.....118 - 118'25 ißlctleu von Transvsrt'Nnterneh- MUNstsll. »«Id «Uaie Nlföld.Bahn .......128 . 123'50 Donau.Dllmpfschiff..Gefellschaft 56S 568 -«ilisabcth.Westbahn.....181-18150 Velb War« sserdilianbs.Nordbllhn . . 2220 2225 --Franz.Iosepb'Äahu .... 13875 139 — Gllli»!schc Karl.Ludwiz;.Äahn 234 75 235 Kaschau.Oderbergcr Bahn . . 10? — 10750 Lemoerg'Czcrnowitzrr Äahil . I3l 50 l32 — Lloyd < Gesellschaft.....634- 636^ Oesterr. Nordwestbahn . . . 124 124 25 RubolfS'Vahn.......129 — 129-25 Ttaatsbahn........266 — 266 2b Siidbahn.........68 25 68 50 Theih-Nahn........193 194 Ungar.'galiz. Verbindungsbahn 94 75 95 — Ungarische Nordostbahn . . 123 - 123'50 Wiener Tramway-Wes. « äiv. 180-- 189 50 Pfandbriefe. Allg.öst.Bodcnlreditllnst,ii.Gb.) 114 50 11b- ^ ^ . 6^ ^«l Südbahn » 3°/. . 10«^' London, lange Sicht . ' 46^" Pari«...... ' ' «teldi-rte« ^,„« ^ Dukaten. . . - '/^5 >' , Napoleonsd'or . » « . s0 . Deutsche Reichs- 55 . .^ ! ^ Noten - ' - ' ,^> " ^. . l«0 - Silberaulden . . 10" ^ ------------'.ob,'»»""'". Slachtrag: Um 1 Uhr 15 Mmuten notieren: Papierrente 65 50 bis 65 60. Silberrente »5 90 bis 86 . Goldrente 77 30 biS 7? 40, Kredit 250 70 bl» """ ' 11UM. !>i«nd«n 11.?— uis 117 20. Napoleons 935 bis 9 »:>'/,. Silber 100— bis 100'^.