Nr. 247. Samstag, 27. Oktober 1906. 125. Jahrgang. Zeitung vrsnnmerattonSprelS: Mit Po st Versendung: ganzjährig 3d li, halbjährig 1b X, Im Kontor: ganzjährig I Tie «Laibacher Zeitung» erschaut «äglich, mit Unsnahnn' der Sonn» u»b Feiertage. Die Nbminiftrailon bestnbet Ü2 «, halbjährig 11 X. Für die Zustellung ins Hans ganzjährig 2 X. — Inslltionö<,tbühr: ssür lleinc Inserate ? sich Kougrehplllp Nr. 2, die Medalliou Talmnüngasse Nr. u,. Sprechstunden der Redaltiun von « bis N' Uhr v°r> bis zu 4 Zeile» 5« k, größere per Zeile 12 l>; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 k, V mittags. Unfranlierte Briefe »urrde» nicht angenommen. Manuscripts nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Seine k. luid k. Apostolische Majestät haben init Allerhöchster Entschließung vom« 19. Oktober d. I. übe,- einen vain Minister des kalserlichüll und könig-lichen Hauses und des i'lnßcrn erstatteten allerunter-tänigsteil Vortiag den mit dein Titel und Cbarakter eine--' außerordentlichen (^esaudte» und bevollmächtig» ten Ministers bekleideten Legationsrat et-ster Kategorie Ioha!,n Prinzen S ä, ö n bnrg ° Harten st ein zum außerordentliche!! Gesandten und bevoll-inäclniglen Minister a»n königlich rninäilischen Hofe allergiiädigst zn ernenneil genlht. Den 25, Oltobei 1906 wurde in der l. l. Hof- und Staats» druckerei das I^XXVI. Stück der nlthttüschen Ausgabe des Reichs-gesetzblattes ausgegeben und vcnendel. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. Oktober 1906 (Nr. 244) wurde die Weiterverbreituna. folgender Preh-erzeugnisse verboten: Nr. 20 «l'r«.««» vom 18. Oktober 1906. Nr. 6 «U6itel»ll(! Noviu?» vom 19. Oktober 1906. Nr. 17 .roaripnk? pokluk» vom 19. Oktober 1906. Nr. 123 «Freiheit» vom 20. Oktober 1906. Nr. 12 <0l5«rw«!i^ ri-llpur» vom 12. Oktober 1906. Nr. 41 «Uudluvnik» vom 14. Oltobei 1906. Nr. 41 «Der Sozialoemolrat» vom 19. Oktober 1906. Nichtamtlicher Teil. Der Wechsel im Ministerium des Äußern. Das „Fwmdenblatt" begrüßt in deiu neu-ernannten Minister des Äußern, Freiherrn von Ährenthal, einen Mann von Selbständigkeit und hoher Begabung, einen Politiker von ernstein Wesen, klarem Teilten, gründlichen Kenntnissen und sesten Über« zeugungen. Seine Arbeitskraft und seine Fähigkeiten hatten ihu eiust dei- Anfnierksamkeit des Grafe,n Kalilokn enlpfohwll! und unwr der Führling dieses bedeutenden Mannes habe er sich herangebildet. Mi^ nisteipräsideut Frei,herr von Beck habe gestorn inl Abgeordnetcnhause über die Politik, die Freiherr von Ährenchal als Viinister der Äußern zu verfolgen gedenkt, Andeutungen gegeben. Der Gang llnserer aius-wärtigen Politik ist durch Tendenzen bestimmt, die sich ilicht vou hehlte auf morgen ändern, sondern ans tiefliegenden Ursachen benlhen, und wenn sich in der Ausführung die Individualität des leitenden Ministers zeigt, so bleibt doch die Richtung die gleiche und die den Wünsäien der großen, Mehrheit? der Bm neuer, frischer, tatkräftiger Kurs genommen wurde. Dies wird uicht nur Österreich, sondern auch der ganzen Monarchie zum Nutzen sein. Das „Nenc Wiener Journal" ist der Ansicht, Österreich habe keinen Grund, die Veränoernngen in der gemeinsamen Negierung zu bedauern und äußert sich sehr befriedigt über die Nebe des Ministerpräsidenten, die das Erpos6 eines österreichischen Ministers des Änßern gewesen sei, der für die internationale Politik der gemeinsamen Monarchie den vollen Einfluß feines Staates gewahrt wissen will. Die „Österreichische Volkszcitung" findet, daß innere Qualifikationen, wie äußere Umstände, die Person des nenen Ministers des Äußern als eine willkommene erscheinen lassen. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" erklärt, daß die Wahl des Kaisers anf einen Mann gefallen fei, dem an Ernst und Erfahrung, an Wissen und Charakter zweifellos der Vorrang unter Men An» Wärtern auf den Posten des Ministers des Änßern gebühre. Das „Dentsckie Voltsblatt" nimmt, die Erklärungen des Ministerpräsidenten über die Eiuflußnahme der österreichischen Regierung mit Befriedigung zur Kenntnis, hofft aber, daß dicfe theoretische Formel auch ihren praktischen Inhalt bewahre, nnd daß die österreichische Negierung auch in Wirklichkeit die Parität zur Geltung bringe. Die „Deutsche Zeitung" zollt dem durch Freiherr» v. Neck im Abgeorduetenhause giefennzeichneten Programme des Freiherrn v. Ährenthal ihren Beifall nnd spricht die Hoffnung aus, das; es ihm gelingen werde, oieses Programm durchführen zu können. Politische Neberficht. Laib ach, 26. Oktober. Die Ernennung des bisherigen hiesigen österreichisch-ungarischen Botschafters Freih. v. Ali reu-thal znm österreichisch-ungarisck)<'n Minister des Äußern wird sowohl von den r u s s i s ch e u offiziellen kreisen wie von dsn OrWinen aller Parteien mit hoher Befriedigung aufgenommen. Es wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die vortreffliä>en Kennt, nisse, die Erfahrung, welche sich Baron Ährenthal ill Rnßland gesammck, sowie die allgemeine Be,-liebtheit, deren er sich dortselbst erfreut, Rnßland nur znm Vorteile gereichen können. Anderseits wird das Scheiden eines der beliebtesten Diplomaten bedauert. Die „Petersbnrger Zeitung" sagt, Rußland habe Deutllewn. Vou komische« und tragischen Duellen erzählt ein englisches Blatt. Es erinnert zunächst an die früheren Zeiten, in denen bänfig Duelle in regel^ lofer nnd granfamer Weise anSgefochten wurden, bei denen die mit Messern bewaffneten Gegner in dunklen Zimmern verzweifelt bis znm Tode gegeneinander kämpften, aber bei denen zlvifchen zwei schwarzen Phiolen gewählt wurde, in deren einer der Tod in Form eines starken Giftes lauerte. Aber auch an 5toniik hates l>ei Duellen nicht gefehlt. So wurde vor etwa zehn Jahren zwischen ei nein französischen Grafen und einem amen säuischen Studenten ein Duell ausgefochten, bei dem die Waffen Bälle waren, wie sie znm Baseball gebraucht werden. Ein leichter Zusammenstoß in einer iinnstschule war die Ursache zur Herausforderung, die der Franzofe sandte. Der Amerikaner nahm die Sache anfangs scherzhaft cms; da der Graf a,ber drängte, gab der Amerikaner nach nnter der Bedingung, daß ihm die Wahl der Waffen bliebe. Mm, einigte sich auf die Sekundanten, und der Aime° likaner wählte Basebälle auf W Schritt Entfemung. Man traf sich bei Tagesanbruch außerhalb der Stadt. Ter Franzose hatte den ersten Schuß, aber der Ame-rikancr, der ein vorzüglicher Baseball-Spieler an der Universität Jale gewesen war, wich geschickt den Bällen aus und eröffnete dann seinerseits das Feuer. Sein rrster Ball streifte die Schulter des Franzofen, der zlveite traf dessen Magengegend und der dritte oie Spitze des Kinns — der Franzose hat nie wieder einen Amerikaner gefordert! Ein ähnliches Dnell wurde einst ill einem amerikanischen Dorfe ansgefochlen. In einer Kirche fand eine Festlichkeit statt, die ein Müßiggänger und Raufbold aus der Stadt zu stören fuchw. Da, er trotz der Aufforderung des Predigers, die .Uirclie zu verlassen, nicht ging, brachte ihn dieser mit Gewalt hinaus. Am nächsten Tage erhielt der Geistliche eine Forderung, die er auch annahm, und zwar wählte er als Waffe einen Korb voll Kartoffeln auf fünf Schritte Entfernung. Es war eine heiße Schlacht, die nur fünf Minuten dauerte,- aber der Gottesmnnn hatte in seiner Ingend manclien Ball bei Baseball-Spiel geschleudert, llild sein Gegner wnrde jämmerlich zugerichtet vom Schlachtfelde fortgetragen. Zu den schrecklichsten Duellen, die je iu Frankreich ausgekämpft wurden, gehört da-3 zwischen Henni De-lagrave und Alphonse Riviöre im Jahre 1UW. Dis Ursache war ein Wortwechsel über den Erfolg des ersteren in der Gnnst einer Frau, in die sie beide verliebt waren. Rioi^-e schlug seinem Gegner ins Gesicht und nahm die Fordernng an, die er am nächsten Tage erhielt. Am Nachmittag trafen sich vier Männer in einem stillen Hai» außerhalb der Stadt, Nivi^re mit seinem Sekundanten Savalle und De-lagrave mit Dr. Rocquet. Man war übereingekom men, von Pistolen und Säbeln abznsehm, nnd hakke sich auf die sichere Wirkung eines tödlichen Giftes geeiuigt. Dr. Nocauet zog mis den Taschen seines Mantels ein hölzernes Büchschen mit vier gleiche großen schwarzen Pillen und sagte: „Meine Herren, eine dieser Pillen enthält genügend Blausäure, das Herz dessen, der sie genommen bat, in wenigen Stunden zmn Stillstand zu bringen. Savalle nnd ich werden eine Münze auswerfen, die entscheidet, lver zuerst zieht und eine Pille verschluckt. Dann wird der andere die zweite Pille nehmen, und wenn die ersten nicht gewirkt haben, werden Sie die übriggebliebenen nehmen und gleichzeitig verschlucken." Taranf warf er ein Goldstück in die Lust; als es auf deu grünen Nasen fiel, rief Savalle: „Wappen!" Die vier Männer bongten fich mit ängstlicher Span--nnilg anf das gleißende Goldstück, da aber oer Kopf oben lag, sagte Savallei „Sie haben znerst zn wählen, M. Telagrave." Die beiden Duellanten gabeil kein Zeichen, mit unbeweglichem Gesicht wählte Dclagrave aufs Geradewohl eine Pille, die or mit einem Glas Rotwein hinnnterspülte. „Jetzt sind Sie an der Reihe, M. Riviere," sagte der Doktor. Lächelnd wälilte dieser die zweite Pille, nahm sie und beniert^ dazu: „We nigstens ist sie ilicht bitter." Die beiden Männer starrten sich einen Angenblick cm, bis des Doktors rnhigc Stimme das Stiilschnx'igen brach: „Jetzt haben Sie wieder z» wählen, M. Telagrave, und gleichzeitig wird M. Niviöre die Pille nehmen, die Sie, übrig lassen." Delagrave zögerte einen An'genblick und betrachtete schlveigend die beiden Kiigelchen in oom Kästchen. Welche sollte er wähleu? Beide sahen gleich aus, nnd vergebens suchte sein Auge nach einem Anhaltspunkt bei dor Wahl, die Tod oder Leben bedeutete. Er atmete schwer, Niviöre stund wartend dabei. Sein Gesicht war blaß, die Lippen zlisammengepreßt, sonst aber krug er eine gleichgültige Laibacher Zeitung Nr. 247. 2306 27. Oktober 1906. allen GrunD zu ausrichtiger Frende über die Ernew imng des Baron Ährenthal, der als eifriger Förderer der guten Neziehiuigeli zwischen Österreich-Uiigarn und Rußland belannt sei. Trotz der bedenklichen ^u^ stäirde am Balkan, diesen« Objekt rivalisierender Be» strebungen dor russischen und der österreichisch-nnga rischen Diplomatie, habe Baron Ahrenthal es verstanden, keine Trübung eintreten zu lassen. Auch Deutschlalio müsse die Ernennung de5 Baron Ähren-thal begrüßen, da or als Repräsentant der Schule des Grafen Kalnoty ein zuverlässiger Freund des Bündnisses zwischen Österreich°Ungarn nnd Deutschland sei. — In ähnlichem Sinne sprechen sich die anderen Preßorgane aus. Die „Korrespondenz Wilhelm" veröffentlicht eine Darstellung über die Demission des Kriegsministers Ritt. von Pit reich, in welcher es unter anderem, heißt: Der Kriegsminister hatte schon zur Zeit des Sturzes des Grafen Tisza Rücktrittsgedanken, weil er sich nicht verhehlen konnte, daß infolge der nun zu gewärtigenden Verhältnisse die Realisierung der die Wehrmacht oetl-effenden Fragen, die damals unmittelbar vor ihrem Abschlüsse standen, wieder in kaum absehbare Ferne gerückt wür° den. Pitreich harrte damals auf seinem Posten cms und wäre auch jetzt noch auf seinem Posten geblieben, weil er überzeugt ist, daß trotz Agitation und Terro-rismuL, denn doch bald ill bezug auf Gemeinsamkeit und nationalen Widerstreit die Besonnenheit Ober» Hund gewinnen werde und dann rein Sachliches und Fachliches gegenüber den politischen Gründen in dieser Angelegenheit obsiegen müsse. Es ist auch die Au-ncchme falsch, daß der Kriegsminister wegen der Ablehnung der Erhöhung des Rekrutenkontingents seitens der ungarischen Negierung demissioniert hat. Pitreich hat diese Fragen wieder aufgenommen und die Verhandlungen sind im Zuge. Der Minister demissionierte auch nicht, weil er etwa zur reumütigen Erkenntnis über einen falsch eingeschlagenen Kurs gekommen wäre; dieser 6kurs wurde in der Winter« delegation 1903 bis 1l)l)4 klar ausgesprochen, von beiden Delegationen akzeptiert und von diesem Kurse wurde nicht nn geringsten abgewichen. Pitreich demissionierte infolge ähnlicher Unistände wie jene, die den Grafen Golnchowski zur Demission veranlaßten: er demissionierte aus Widerwillen gegen das politische Gebaren, welches Selbstzweck, nationale Leidenschaft und Volkssport, kurz ein Gewerbe geworden ist, in welckiem er sich nicht mehr znrechtzufinden vermag. Pitreich tritt eine andere Verwendung nicht mehr an. Der deutsche Staatssekretär von Tschirschky verbleibt in Rom bis gegen Ende des Monats und begibt sich dann nach Neapel. Herr v. Tschirschky und Gemahlin besichtigen mit großem. Eiser die zahlreiä>en Sehenswürdigkeiten der „Ewigen Stadt", die sie zum erstenmal kennen lernen. Seitens der leitenden italienischen Kreise werden sie mit Aufmerksamkeiten überhäuft. Ungeachtet der Bcgegnun« gen, die Herr v. Tschirschky mit dem Ministerpräsidenten Giolitti und mit dem Minister Tittoni hatte, verstummen die Annahmen, der dentsche Staats- sekretär sei Träger einer besonderen Mission, oder verfolge bestimmte Zwecke, immer me.hr. Man beginnt sich allgemein die richtige Lesart anzneignen, daft sein Besuch nicht von politischen Absichten eingegeben sei, aber insofern politische Wirkungen üben dürfte, als Herr von Tschirschty sich in Nom gewiß von der Dreibundtreue Italiens nnd der frenilösckMftlicken Gesinnung der Italiener für Deutschland neu ül>er-zeugen mußte, was kaum ohne gute Folgen bleiben könne. Speziell die von oppositionellen Kreisen verbreitete Mähr, es handle sich um Ausgleichung von Gegensätzen zwischen Italien: und Österreich-Ungarn, wnrde nirgends ernst genommen, da es zu allgemein bekannt ist, daß die Beziehnngen dieser zwei Staaten, dank der beiderseitigen Loyalität nnd dem reziproken Wunsche, keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, so freundliche geworden sind, daß von durch einen Dritten auszugleichenden Differenzen zwischen ihnen schlechterdings nicht die Sprache sein kann. Selbstverständlich wirü der dentsclie Staatssekretär anch mit dem Vatikan in Fühlung treten. Er dürfte vom Papste hcnte oder morgen in Audienz empfangen werden und wird mit dem Staatssekretär, Kardmal Mery del Val, Besnche tauschen. TlllMleuigtciten. - (Kampf zwischen Mönchen und Räubern.) In dem Kloster vom „Heiligen Geist" in Sizilien kam, es, wie der „Standard" berichtet, zu einem verzweifelten Kampfe zwischen Mönchen und Ränbern. Das Kloster ist eines der reichsten auf der Insel unö besitzt eine fast unschätzbare Sammlung wertvoller Gesäße, Gewänder und ein mit Juwelen besetztes Kreuz von großem Werte. Die Räuber hatten beschlossen, das Kloster auszuplündern uiud die Mönche, falls diese Widerstand leisten, sollten, zu ermorden. Sie hatten nickst mit der Tapferkeit der Mönche gerechnet. In einer Nacht der letzten Woche ritten die Räuber vor den Hanpteingang des Klosters und verlangten, eingelassen zu lverden. Als ihnen dies verweigert wnrde, begannen sie, in die Umgebungs-mauer Bresche zn legen. Die aus dein Schlafe anf-geschreckten Mönche ergriffen Gewehre nnd eiltet» an die bedrohte Stelle, wo es zu einem Feuergcfecht kam. Zwei der Räuber wurden schwer verwundet. Der Abt leitete mit dein Kreuze in der Hand die Verteidigung. Der Sakriftan war unterdessen zu dem Glockenturm geeilt und zog die Alarmglocke. Dieses Signal brachte die Baueru der Umgegend zur Stelle, da sie glaubten, das Kloster stehe in Flammen. Die Ränber flohen unter- Zurücklassung ihrer Verwun° deten, die von den Mönchen znnächst ärztlich beyan» delt und sodann der Polizei übergeben wurden. — (Auf das Zeugnis eines Blinden v erurtciI t.) Eine Aufsehen eri-egende VerHand-lnng fand vor der Straffammer in Metz gegen einen achtzehnjährigen Burschen statt, der einen blinden Stiefelputzer am dortigen Bahnhöfe um einen Taler geprellt hatte. Bei dieser Verhandlung war nämlich der Blinde der Hanptzeuge. Der Angeklagte ließ sich im Ilüi von dem Blinden die Stiefel reinigen und fragte ihn, ob er einen Taler wechseln könne. Als der Blinde das Kleingeld abgezählt hatte und nach der Hanö seines Knnden suchte, nahm ihm dieser das Geld ab nnd lief damit davon, ohne den Taler herzugeben. Vor einigen WockM wollte nun der Vuii'che das Manöver wiederholen, aber der Blinde erkannte ihn sofort und bewirkte seine Verhaftung. In der (^richtsverhalndlung rekognoszierte öer Blinde den Angeklagten mit großer Sicherheit an der Stimme nnd am Fuße und beschwor seine Aussage, worauf der schon wegen Betruges vorbestrafte Angeklagte zu einein Jahre Gefängnis verurteilt wurde. — (Ein Arsenal im Walfisch.) Aus Moskan berichtet die „Slav.°Rum. Korr.": Gegen zwei Engländer, welche hier einen NiescMoalfisch znr Ausstellung brachten, wnrde die Anzeige erstattet, daß sie in dessen Innern ein ganzes Arsenal von Waffen, darunter 10.0lR) Revolver, für die russischen Revolu-tionäre hereingeschninggelt haben. Die Polizei fand sich sofort an Ort und Stelle ein nnd ließ den, Wal« fisch öffnen. Die gesuchte Kontrebande war aber be» reits verschwunden. — (Tragische Folge des Dien st -botenmangels in, Amerika..) Die Vereinigten Staaten sind nicht nur das Land, wo dieser oder jener jimge Patriot sich selbst ums Leben bringt, weil ein Fremder seine Landsleute in einein Automobil» rennen geschlagen hat; es gibt dort auch eine Frau, die die Aufregung nicht überlebein wollte, keine Köchin gefunden zu haben. So geschah es, daß Iran Maurice Ungar aus Harlem sich selbst den Tod g>ab, indem sie 5en Hahn der Gasleitung öffnete, weil ihi-e Köchin sie vor drei Monaten verlassen hatte und es ihr nicht gelungen war, eine neue nach ihrem Geschmack zu finden. Die hiedurch in ihrem Haushalte entstandene Unordnung vermochte sie nicht zu eintragen. Die Dienstbotenfrage ist in den Vereinigten Staaten, too der höhere Unterricht selbst dem ärmsten Mädck>en zugänglich ist, noch viel schärfer zngespitzt als in Europa. Gewöhnlich wird sie derart gelöst, daß man sich entschließt, im Hotel zu leben. Vernünftiger ist dies sick>erlich, als im Grabe einen Zuflnchlöori vor bloßen hänslickien Verlegenheiten zu suchen. — (Der Zollbeamte als Kunsthisto-riker.) Aus Newyork wird berichtet: Daß ein Zollbeamter den Zoll für ein bestimmtes Stück zu hoch findet und die Annahme des Geldes verweigert, dürfte wohl noch nicht vorgekommen sein. Die Zoll» behörden von Ncwyork lehnten aber diesertage die Annahme eines Gemäldes ab, das von einem alten italienischen Meister herrühren sollte und mit 75.0M Dollar eingeschätzt nnr. Der lunstkritisration zu Miene zur Schau. „Wir warten, meine Herren." Beide fuhren bei der Stimme des Doktors auf. De-lagrave streckte die, Hand aus. Blindlings mit ab» gewendetem Gesicht griff er hin, nahm eine Pille, verschluckte sie, und im gleicheu Augenblicke hatte auch Niviöre die andere verschluckt. Einen Augenblick blickten sich beide Gegner, die mit totenbleichem Gesicht dastanden, an; dann veränderte sich das Aussehen Rivieres schnell, or tat einen Schritt vorwärts und stürzte zu Boden — er war tot. Die Frau, um die das fürchterliche! Duell ansgesochben worden war, wollte Delagrave nicht wiedersehen, und die Erinnerung an die Augenblicke des Schreckens lastete so schweb auf seinem Gemüt, daß er nach einigen Monaten seinem Gegner ins Grab folgte. Der bekannte Chemiker Faraday wurde durch seinen Mut vor einem Duell gerettet. Ein Herr, der sich von ihm beleidigt fühlte, sandte ihm eine For-oerung, aber der Gelehrte nahm nicht Notiz davon. Eines Tages, als Faraday gerade eine Aiialyse einer trichinenhaltigen Wurst machte, betrat der Forderer sein Laboratorium, beleidigte ihn und nannte ihn einen Feigling. „Lieber Frennd", entgegnete Fara° day, „ich will mich nicht mit Ihnen schlagen. Aber da Sie auf Satisfaktion bestehen und nach den Duell-regeln mir die Wahl der Waffen zusteht, Wolleu wir auf die Sekundanten vei-Zichten nnd unser Duell hier m meinem Laboratorium ausfechten. Hier sind zwei ganz genau gleiche Würste, die eine enthält tödliche Trichinen, die andere ist frei davon. Wählen Sie; ich Nx?rde die andere essen." Der Mann zog seine Fordernng zurück und entfernte sich unter vielen Ent« schnldignngeu . . . Dienst zweier Herren. Roman von A. L. Lindner. (46, Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Ach so — ja. Sie wissen natürlich von meinem Konzert; nnd Sie wissen auch, einen ganzen Abend nichts als Klavierspiel — so was zieht nM reckst, wenn man nicht schon einen Namen ersten Ranges hat. Ich engagiere mir also die Detharding für ein Paar Lieder und Arien. Ich kenne sic person lick) nnd loir einigen uns auf zivile Bedingungen. Bon. Alles ist anfs beste einfädelt, auch die Reklametrommel ein bißchen gerührt, ohne die geht's ja leider nicht, uiid heilte abend soll die Geschichte losgelxm. Da, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sagt mir heute srüh die Detharding ab; ist heiser; kann nicht singen." „Oh weh." „Als schlechter Mensch, der ich bin, denke ich: da steckt irgendwas dahinter. Aber wahrhaftig. Das Un° glückstind ist tatsächlich heiser wie ein Rabe. Was nun? Mit dem verstümmelten Programm kann ich nicht loslegen, das müssen Sie selbst sagen, und des° halb komm' ich zu Ihnen. Sie müssen mir helfen." „Aber um Gotteswillen —" „Sie müssen. Es liegt mir an diesem Konzert so viel; mit so vieler Mühe ist alles eingefädelt. Reüssier' ich hier, so ist für mich unendlich viel ge< wonuen. Mit Erfolg in Berlin gespielt zu haben, ist schon immer etwas." Ans Ilses Gesicht kam und ging die Farbe. „Wenden Sie sich dock) an jemand anders." „Das sagen Sie so, ich kenne hier niemand und die Zeit drängt. Natürlich gibt es Sängerinnen genug, und ich würde auch wohl eiue ausfindig machen, aber irgend eine izbelicbige Fremde, die mir, Gott Nieiß was für Forderungen stellt, kann mir nichts nutzen und etwas Gutes soll es doch auch wieder sein." „Wer sagt Ihnen denn überhanpt, daß ich es kann? S^t meiner Verl)eiratuing hab' ich in keinem Konzert gesungen." „Nur keine Ausreden, Pardon. Ich weiß Bescheid. In meiner Aufregnng - das sagt' ich Ihnen noch gar nicht — fuhr ich zu der Olga, und eben die hat mich zu Ihnen geschickt. Sie sagt, es würde ein Bombenerfolg Norden, sie iibernähme jede Garantie, lind ick) lveiß, daß man sich auf ihr Urteil verlassen kmin. Sie müssen singen, Frau Ilse. Tun Sie mir die Liebe. Seien Sie nicht so unkollegialisch." Mit zitternden, nervösen Fingern riß sie am den Seidenquästchen ihrer Schürze. „Ich iveiß nicht," begann sie stockend «niein Mann ist verreist — und — Sie werden das nicht begreifen, aber er erlanbt mir nicht, aufzutreten." „Ich bitt' Sie, dies ist doch nur eine Sa° Visdungsanstalt Herrn Franz Oro/en in die siebente Rangoktasse befördert. - (Ernennung.) Das Präsidinm der krai-uisckx'n Finanzdirektion hat die Evioenzhaltungs° eleven Franz Witsch! und Josef Kerner zu Evi» denzlialtnngsgeometern zweiter Klasse in der elften Nangsklasse ernannt. - (Vom Landesweinkeller in Laibach.) Über allseitiges Befragen sei mitgeteilt, daß der hiesige Landesweinkeller gleich nach Schluß der Weinausstellung, d. i. gegen Ende November, wieder eröffnet werden wird. Die Weinkostproben sollen wie bisher abgehalte» werden. —ui— l S an itäts - Wochen ber ichl.) In der Zeit vom 14. bis 20. Oktober kamen in Laibach 25 linder zur Welt (34-03 pro Mille), dagegen starben 17 Personen (23'55 pro Mille), nud zwar an Diph-theritis 1, an Tuberkulose 1', infolge Schlagflusses 2, an sonstigen Krankheiten 16 Personeü,. Unter den Verstorbenen befanden sich 0 Ortsfremde (35-29^) und >^ Personen aus Anstalten (47-05 ^)- Infektions-Erkrankungen wurden gemeldet: Mafern 9, Typlins 1, Ruhr l, Diphtheritis 3. — (Aus der Diözefe.) Überfcht wurde Herr Kaplan Anton ^nidarüiö aus Flödnig nach Sngor. Neu angestellt wurden die Herren Primizian-ten Bartholomäns Pavlin uud Franz Zorko, ersterer als Kaplan in Zirknitz, letzterer als Kaplan in Flödnig. __^T e r e r st e deut s ch e E l t e r n a b e n d,) der Donnerstag, den 25. d. M., in der deutschen Lehrerinl^enbildungsanftalt veranstaltet wurde, erfreute sich, wie man uns mitteilt, einer zwar nicht zu großen, aber aufmerksamen Zuhörerschaft ans allen Ständen und nahm einen recht schönen, Verlauf. In feiner Begrüßungsansprache beleuchtete der Direktor der Anstatt, Herr Professor Dr. Binder, die Umstände, die in einzelnen Städten diel Einrichtung der sogenannten Elternkonferenzen oder Elternabende hervorgerufen haben, um zum Wohle der kleinen SchüleNvelt Elternhaus und Schule in vertraulichen Verkehr zu bringen, nm auf dem Ge> biete des Unterrichtes und der Erziehung ein gedeihliches Zusammenwirken zu ermöglichen. Bezirksschul> inspector Professor N. Peerz erörterte dann in einem fesselnden Vortrage die Möglichkeiten eines solchen Znsammenwirkens der genannten beiden Faktoren anf dom Gebiete des Unterrichtes, und zwar vorerst im Hauptsorgenjahr, dein ersten Schuljahr in der Elementarklasse. Der Vortrag brachte reichliche Anregungen und mannigfache Aufklärungen, so daß er, dank der gemeinverständlichen Art, wie er gegeben ward, die beifälligste Aufnahme fand. — Von dem Rechte, Anfragen zu stellen, ward nnr in vertraulicher Weife Gebrauch gemacht, indem sich um einzelne Lehrerinnen und Lehrer Gruppen zusammenfanden, in denen mancher Rat erteilt und mancher Wink empfangen wurde. De-r allgemein geäußerte Wunsch nach eiiu'r Fortsetzung dieser Elternabende dürfte sich hoffentlich bald erfüllen. - (Eine schwierige Verhaftung.) Am 17. d. M. gegen 6 Uhr abends wurde von der Gen-darmeriepatronille in Scherannitz ein unbekanntes Individnnm wegen Landftreiclierei nnü Bettelns an« gehalten. Der Vagant, nmnens Karl Koschützky aus Frankfurt an der Oder, angeblich Schlosser, unsteten Aufenthaltes, widersetzte sich der Verhaftung, schlug mit Händen nnd Füßen um sich, riß die Kleider von sich, setzte sich zu Boden nnd wollte nicht weitergehen. Da er sich auch an der Patrouille vergriff, wurde ihm ein Bajonettstich ins linke Bein versetzt, worauf mittelst Vorspannes dessen Einliefeliing an das Bezirksgericht Radmanii^dorf erfolgen tonnte. I. (Ein rabiates Individuum.) Am 21. d. M. gegen 9 Uhr abends kam der Maurer Franz Knster«i5 in Stanefchitz ob Laibach znm Hause des Tischlermeisters Josef ^nfter«ie mit Ratschlägen, Erllärnngen nnd Anekdoten boM" bardierte. Endlich tonnte das Durchsingen beginnen, ^llel-st zitterte oie Stimme ein wenig vor Erregnng, aber dann kam der Wunsch, Sirlmann zn zeigen, was sie könne, und half ihr, des Tremolierens Herr zn werden^ Der l-etzte Ton war kaum gesungen, als Siel-uiann ungestüm auf seinem Sessel herumfuhr: „Großartig, Frau Ilse. Mein Kompliment. Wie haben Sie sich nur entwickelt! So kenn' ich Sie ja gar nicht." Sein ganzes gutes Gesicht leuchtete in reiner Kunstbegeisterung, und ehe Ilse noch wußte, wie ihr geschah, schloß er sie in die Arme. und drückte sie herzhaft. Sein Temperament ging wieder fchönstens mit ihm durch. „Sielmann, sind Sie denn toll?" Aber ihre Entrüstnng wich der Heiterkeit, als sie ihn so beschämt vor sich stehen sah. „Nicht böse sein, Fran Ilse", bat er mit dem Blick eines gescholtenen Inngcn. „Ist's denn gar so schlimm^ wenn einen die Freude über etwas so recht Schönes mal hinreißt? Ich hätte wahrhaftig auch unseres Herrgotts älteste Schachtel nmarmt, wenn sie köstlich gesungen hätte, wie Sie eben." Ilse lachte, „Ich möchte Ihnen aber doch raten, Ihren Enthnsiasmns künftig etwas kommentmäßiger auszudrücken, alter Freund, Nicht jeder kennt und versteht Sie wie ick)." Ein paar Minnlen später rasselte ein Taxameter mit ihnen stadteinwärts. Das Geräusch des Wagens vorbot jede Unterhaltung, aber Ilse wäre auch doch nicht dazn aufgelegt genx'fen. Wie wertwürdig dies alles war! Fuhr sie wirtlich mit Sielmann znr Konzei'tprobe, oder war's nur einer der vielen Träume der letzten Zeit, die ihr der-artige Situationen vorgetäuscht hatten? Dr Rest des Tages verging ihr in einer Überstürzung, oie immer uur an das Nächstliegende zu denken gestattete. Bei ihrem zurückgezogenen Leben besaß sie nicht eine Toilette, die fiir die Gelegeilheit geeignet gewesen wäre. So mußte denn alles Not- wendige in den paar Tagesstunden, die ihr noch blis" ben, beforgt werden. Mit genaner Not wurde sie fertig. Die letzten Haken des wasserblauen Tüllkleides ivaren nnter Christinens bewundernder Assistenz eben gefchlosfen, als mich schon die Droschke vorfuhr. Was dann folgte, war vollends allex ein Wirbel. Sielmanns erregte Begrüßung - er hatte so etwas wie Lampenfieber —, das Warten im Nebenraumc während die wnchtigon Töne der „Appassionata" wie von weit her an ihr Ohr schlngen, bekannt und doch so unwirklich. Immer wieder hatte sie das fonder« bar tranmliafte Gefühl d^'s Vormittags. Ihr wcrr. als müsse sie in der nächsten Minute erwachen und sich zn Hanse in ihrem Nett finden. — Tann mußte sie endlich aufs Podium liinaus. und alo sie nun neben dem Flügel stand, wähl-end die Gesichter sich mit lässiger Neugier der fremden Erscheinung zukehrten, da überkam es sie wie ein Freudentaumel. Da wußte sie es: dies war Wirklichkeit. Sie hätte rufen mögen: Seht doch, da bin ich wieder! Ziehlitt mich freundlich auf. Ich bringe Euch mein Herz, mein bestes Können. Und was sie selbst so mächtig belvegte, das jubelte ans ihren, Tönen heraus, das sprach über> zeugend zn den Herzen der Hörer und setzte die Hände wie von selbst zum Applaus in Bewegung. — Oh, die Freude, zu scheu, daß man sie verstand! Das Blut pochte ihr in den Schläfen und ihre Augen blitzten. „Solchen temperamentvollen Vortrag dort man selten," fagte jemand im Saale, — und ei- sprach damit die Meinung aller aus. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 247. 2308 27. Oktober 1906. " (Versuchter Selbstmord.) Gestern vormittag, als bereits der Triefte Schnellzng avisiert war, bemerkte ein Sicherheitswachnlanil auf der Rosenbnchstrahe euren jungen Manin aufs Eisenbahn-geleise gehen. Als er sich trotz der Zurufe des Sicher-heitsorganes und des Nahnlvächters nicht entfernen wollte und der Schnellzug schon ganz nahe war, sprang der Sicherheitswachmanu hinzu und zog den Mann mit Gewalt weg. Auf die Frage des Wachmannes, warum er das Geleise betreten habe, gab er zur Antwort, er habe sich nnter den Schnellzug stürzen wollen. Das Motiv des Selbstmordversuches soll unglückliche Liebe seiu. Der junge Mann wurde behufs ärztlicher Untersuchung auf die Zentralwacht-stube abgeführt. * (Bei Nacht uud Nebet verschwunden.) Im Hause Nr. 5 in der Iudengasse hatte im Jahre 1904 ein Italiener seinen Laden aufgeschlagen, worin er Tafelöl, Südfrüchte, Seefische, Geflügel ic. feilbot und auch ziemlich gute Geschäfte machte. In-dessen soll sein geschäftliches Gebaren nicht redlich gewesen sein, weshalb sich die Staatsanwaltschaft um den Italiener zu interessieren begann. Als er hievon Wiird bekam, ging er einfach durch, und ließ seine Gattin mit drei Kindern mittellos in Laibach zurück. * (Aus dem G er ich t s s a ale.) Dieser tage verhaftet« die Polizei die 49jährige Maria Koro»ec aus'Cerovcc im Rudolfsiverter Bezirke, die ein neunzehnjähriges Mädchen zu unlauteren Zwecken nach Laibach gebracht hatte. Vei der Polizei nannte sich die Kupplerin Maria Sev^ek. Sie wnrde vom Bezirksgerichte zu drei Monaten strengen An-estes verurteilt. — Vor den Schranken des üandesgerichtes ^ stand diesertage der wiederholt abgestrafte Versi-ch^rungsagent der „Allianz" Ferdinand Kn^era aus Stein, der beschuldigt wurde, verschiedenen Parteien 117 K entlockt zu haben. Er war geständig und gab Mi, die Betrügereien nnr aus dem Grunde verübt zu haben, weil er zu wenig Provision erhielt. Km-era wurde zu einer zehnmonatlichen Kerkerstrafe verurteilt. * (Eine Gaus g e st o h l e n.) Durch einen Feinschinecker wnrde gestern aus dem Seminargebäude eine auf 6 K bewertete Gans gestohlen. * (Gefuuden) wurde eine Geldtasche mit einem kleineren Geldbetrage, ferner ein goldener Fingerring mit einem eingravierten Wappen. Theater, Kunst und Literatur. ** (Nachklänge zum Vr uckner-Konzert.) Wir Nierden um Aufnahme folgender Aufklärung ersucht: Nur um einem durch öns „Eingesendet" des Herrn Musikdirektor Zöhrer in der vorgestrigen „Laibacher Zeitung" möglicherweise entstehenden Vorwurf, daß ich die Aufführungen der Philharmonischen Gesellschaft nicht nach besten. Wissen und Gewissen benrteile, sondern „Beckmesserei" treibe, von vorneherein die Spitze abzubrechen, sehe ich mich zu einer kurzen Erwiderung auf die an sich — wie ich gerne anerkenne -^ ganz unpersönlich gehaltene Äußerung des Herrn Musikdirektors genötigt. Was zunächst die Fermate im Scherzo anbelangt, so kann anch ich mit ruhigem Gewissen die Mitwirkenden nnd solche Zuhörer, die mitlasen, als Zeugen anrufen, daß d iese Fermate auch nicht einen Augen» blick lang gehalten worden ist. Es handelt sich nm den 84. Takt im ersten Teil«. Demgemäß bin ich nicht in der Lage, an dieser Feststellung ill meiner Besprechung etwas zu ändern. Ebensowenig kann ich dies mit Bezug auf die zweite „angekreidete" Stelle tun. Ich gebe die Möglichkeit zu, das; sich jenes „Breit" in der Orchestervnrtitur nicht findet. Ich bestreite jedoch entschieden die Ansicht, daß der Satz: „czutKl nun (itlt iu ucUu, non <>«t in mnnllavierauszug anordnet, auch bei einer orctiestralcn Aufführung der 11. Sinfonie angebracht hätte. Fall» sich nun das „Breit" auch nicht von selbst ergäbe, würde die Autorität Schalks, welcher Autorität sich wie jeder Kenner des Brnclnerwerkes von Louis weiß ^ sogar Bruckner selbst unterordnete, doch die breite Wiedergabe rechtfertigc'n. — Soviel zur Sache selbst. Wie jeder Unbefangene nun einsehen muß, habe ich die vom Herrn Musikdirektor Zöhrei als unberechtigt empfundenen Bemerkungen nach reiflicher Überlegung gemacht. Gegen Herrn Musik' direktor Zöhrer deshalb den Vorwurf der Nachlässigkeit oder Pietätlosigteit zu erheben, wäre heller Wahn sinn, zumal im vorliegenden Falle. Jeder Knnstfreund in Laibach weiß ja, daß der Leiter der Philharmonischen Konzerte gerade Bruckner innig zugetan ist: dies wird auch von der Kritik stets freudig anerkannt. Daß jedoch die warme Anerkennung, die Herrn Direktor Zöhrerhiefür wie überhaupt für seiu gesamtes Wirken gebührt, zu einer bedingungslosen Lobhudelei herabsinte, wird Herr Musikdirektor Zöhrer wohl selbst am allerwenigsten wollen. Hie-mit ist die Sache auch für mich vollstänoig erledigt. Julius Ritter Oh m-I a u n sch o v s k y. - (Theaterkritik.) Über eine Aufführung der „Jungfrau von Orleans" im. Mainzer Stadttheater berichten die „Mainzer Neuesten Nachrichten": „Stadttheater. ,Dic Jungfrau von Orleans' wurde am 0. Jänner 1412 im Dorfe Domr6uni geboren. Am :l0. Mai l4M wurde sie auf dem Marktplatze zu Rouen verbrannt und am 28. Oktober 19i.X! im Stadttheater zu Mainz begraben. It. i. z>." — (Oper in Belgrad.) Die Verwaltung des Nationaltheaters in Belgrad hat beschlossen, von Neujahr an die Oper einzuführen. — (Erkrankung des Koni po nisten Saint ° Saön s.) Aus Paris wird gemeldet: Komponist Sainl-Sa^ns befindet sich zur Zeit auf der Neife nach Newyork, welche er auf dem großen Pas-sagierdampfer „La Provence" unternimmt. Nach einer durch drahtlose Telegraphic übermittelten Nachricht, soll der berühmte Tondichter schwer trank seiu. — (Aus der deutschen Theater-kanzle i.) Heute gelangt die Operette „Die Geisha" zur Aufführung. Als Fairfax wird sich der neuengagierte Opercttensänger Rudolf del Zopp vorstellen. -^ Weiterer Spielplan: Montag: „Der Freischütz"' Mittwoch: „Die Sittennote": Freitag und Sonntag: „Der Göttergatte". Illusion »»or» in der Z>ae) um 9 Uhr Hochamt: Hliuuk: 0 (!ll!«tiru«» eo» von Anton Foerster, Offertorinni In omn^in tcrl-li.il! von Mor. Nrosig. Gelegramme ks l. l. TeltMhell<3olrtsl,l,llllellz.Vlllclllls. Rcichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 26. Oktober. In fortgesetzter General-oebatte über die Nordbahnvorlage beantragt Dr. K o -lischer die unveränderte Annahme des Gesetzes. Abg. Dr. Stein wen der wirft der Negierung bei Abschließung des Übereinkommens Schwalls, Zaghaftigkeit und Furcht vor. Abg. Ma stalk a betont, daß, während ein Kilometer Alpeilbahnen ans 94.M0 Kronen sich stellt, beim Norddahn Übereinkommen nur 5)5>.ilA)O l< per Kilometer samt Lokomotiven und Fahrpark kommen. Eisenbahnminister Dr. von Der° schattn betont, daß eine Änderung des Überein- kommens anf Grund neuer Verhandlungen ansge schlössen wäre. Er widerlegt die Vorteile einer ton» zessionsmä'ßigen Eiulösnng der Nordbahn, die auch jetzt nicht mehr möglich sei und die anch keinesfalls bedeutende Vorteile für den Staat ergäbe. Der Mi nister sage gewiß nicht, das Übereinkommen sei ideal, aber er zweifle selbst, ob er ein besseres Resultat hätte erzielen können. Er bittet schließlich um die Annahme 5es Übereinkommens. — Das Hans erledigte in später Nachtstunde die Norobahnvorlage in zlveiter nnd drit-kr Lesung, nahm das Gesetz an sowie auch die vom Ausschuß beantragten Nesolutionen, ferner cine Re-solution, betreffend die Verstaatlichung der Kaschau-Oderberger Bahn nnd der StaatoeiseNbahngefellschaft sowie wegen Verstaatlichung der Südbahn. Es er» ledigtc dann im dringlichen Wege den Gesetzentwurf, betreffend die Erhöhuug der Staatsgarantie für die, Lokalbahn Trient-Ma!6. Die Sitzung wird um 10 Uhr ^) Minuten geschlossen. — Nächste Sitzung Dienstag. Der falsche Hauptnmnu von Köpenick. Berlin, 20. Oktober. Die Berliner Kriminal' Polizei hat hente früh in der im Osten Berlins ge-legenen Langenstraße den Kassenräuber von Köpenick festgenommeu. Er ist ein wiederholt mit Zuchthaus vorbestrafter Schuhmacher namens Vogt aus Tilsit. Berlin, 26. Oktober. Über die Festnahme des Kassenräubers Vogt werden folgende Einzelheiten gemeldet: Etwa 2M0 Anzeigen über verdächtige Per-sonen waren bei der Kriminalbchörde eingelangt. Das Signalement wurde den Zuchthausdirektoren über^ sendet. Darauf meldete sich der Zuchthausdirektor in Nawitsch und teilte mit, daß der frühere Sträfling Vogt in Betracht komme. Diese Meldung war besonders glaubwürdig, da Vogt wegen Einbruches in eine Gerichtokasse vorbestraft war. Die Kriminalpolizei stellte dul-ch Vernehmnng der Schwester und der Gelieoten Vogts dessen Wohnung im Osten Berlins fest. Nach polizeilicher Besetzung des Hauses nahmen dic Kriminalkommissäre nm 9 Uhr früh Vogt fest. Sie> fanden bei ihm 2050 Mark vor. Vogt ist niemals Soldat gewesen. Berlin , 26. Oktober. Der 57 Jahre alte Kassen, ränbcr Vogt ist dreimal wegen Diebstahls mit Ge? fängnio, einmal wegen schlmrer Urkundenfälschung mit sieben Jahren Zuchthans nnd zuletzt wegen Einbruches in die Gerichtskasse in Wougrowitz mit fünfzehn Jahren Zuchthaus vorbestraft. Vogt war seit 1'. Februar d. I. aus der Strafanstalt entlassen nnd unter Polizeiaufsicht gestellt worden. Er hielt sich zn letzt in Wisluar auf, kam in, Inli hieher und wohnte in Nirdorf bei feiner dort wohnenden Schwester, sowie bei seiner Braut. Dann zog er nach der Lange-Straße in Berlin, wo ihn heute zwei Berliner Polizeikommis-säre gemeinsam mit einein Magdeburger und einem hannoverischen Polizeikommissär, oie sich gegenwärtig in Berlin aufhalten, verhafteten. Berlin, 26. Oktober. Der verhaftete Schuh-macher Vogt ist geständig. Er hat bisher 27 Jahre Zuchthausstrafen hinter sich. Zuletzt vor seiner Verhaftung verweilte er bei einem Zeitungshändler in der Lange-Straße. Petersburg, 26. Oktober. Die „Novoje Vremja" schreibt, Graf Goluchowski habe während seiner langen Amtsführung entschiedene Beweise eines ungewöhnlichen politischen Talents geliefert. Er habe in höchster Potenz die Eigentümlichkeit aller österreichischen Diplomaten: Vorsicht uud Vermeiden aller Konflikte, besessen. Es sei ihm gelungen, den für Nußland ungünstigen, jedoch fiir Österreich-Ungarn vorteilhaften Mürzsteger Vertrag abznschlie-ßen. Ebenso sei das zwischen Österreich^Ungarn und Italien abgeschlossene Abkommen bezüglich Albaniens sein Verdienst. Der Nachfolger des Grafen Golu« chowski findet demnach lein angenehmes Erbe. Was Nußland anbetrifft, müsse jedenfalls die Ernennung des Freiherrn von Ährenthal angenehm berühren, denn wenn er auch cüs Botschafter die auswärtige Politik Nnßlauds von keiner vorteilhaften Seite kennen aelernt hat, so habe er doch Materialien sammeln können, anf deren Basis sich feste und gute Ae» ziehungen zwischen den beiden Kaiserreichen aufbauen lassen. Tokio, 26. Oktober. Einem Telegramme aus Söul zufolge ist Masampho in einen Kriegshafen verwandelt worden. Tauger, 26. Oktober. Marokkanische Reiter nahmen zNn'schen Nabat und Casablanca dell in Rabat ansässigen dentschen Kaufmann Heinrici fest und miß° handelten ilin. Nnr das energische Eingreifen seiner Leute rettete ihn vom Tode. Das diplomatische Korps verlangt die Abberufung El Torres. Dici Lage m Areiln, Marakesch und Rabat ist noch immer ernst. Laibllchei Zeilimg Nl. 247, 2309 27, OÜobei 1906. Hochzeits- V L)|f|Q B üGIUü Damast-\ QlslQ BkafOulUu CrepedeChine- V QlflQ u, Eolienne- l%l|l| I lg für Blusen und Roben in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer und farbiger „Hennebera »Seide ^ v, «0 Kreuz, bis fl. 11 35 p. Met. — Franko und schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (17) 8—8 Seiden-Fabrik. Henneberg, Zürich. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Mebb S. und B., Geschichte des britischen Trade Unionismus, k 3 84. — Lindemann, Dr. H., Die deutsche Stadtverwaltung, l< 14 40. — Vrugmann K. und Del-brück Berth., Grundiih der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen, II. Vand. I.Teil, k 21, - Wil» mauns W., Deutsche Grammatik, 3. Abt., 1 Hälfte, k 7 20. — Wil da Iohs., Amerila-Wandrruugeii eines Deutschen, 1.: In der Mitte des Kontinents, K 7 20. — Woino wich, E. v., Kämpfe in der Lila, in Kroatien und Dalmaticn 180!), lv 2. — G. V. H. .. .Z., Vor 40 Jahren, K 2 40. — Harbauer K., Trautenau.Custoza.Lissa 1866, zwei Teile, :>, l< 2. - Nour. guin M., Die sozialistische,: Systeme und die wirtschaftliche Entwickelung, li 9-60. — Z^vp A., Tie Liebesbriefe. X 2 40 — Buchmeier M., Neue.: Kartosfellochbuch, 169 Original-rezepte, li — 60. — Vnchmeier M„ Neues Pilz- odl Schwammerltochbuch, l( — i)0. — Straßburger, Dr. (5d., Noll, Dr. Fritz, Schent. Dr. H,, und Karsten, Dr. G., Lehrbuch der Botanik, K9, CavelleErich, Von Mun-chen nach dem goldenen Holn. K 2 40. — Aster G., Ent» würfe zum Bau billiger Häuser für Arbeiter uud kleme Fa-milien mit Angabe der Bangsten. K 3 60. — Exn er, Die Tragödie der Hausindustrie, « 1 80. — Harbauer K, Die praktische Geometrie (Feldmehkiinst), K 5 40. — Schmidt H, F., Per König aller Könige, ^ - 66. — Nöder A., Reisebilder aus Amerika, X 3. — Scham H., Muttermilch, X 1 20. — Scham H., Kirtara, K 1 20. — Scham H., Nackende Menschen, X 1 20. — Scham H., Iuns>l'runucn, K 1 20. — Scham H., Geschlechtsliebe, X 1 20. — Krische, Dr. P.. Worte, Werte, Werke, K 3 60. — Schulz V, Die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der l^genwart. ihre Natur und ihre Probleme, X— 96. — Pudoi. Dr. H., Bisexualität, Untersuchungen über die allgemeine Doppelgeschlechtlichleit der Menschen, li 1 12. — Iaennicke Friedr., Handbuch der Ölmalerei, I. X 6; II. X 4 80. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H^Fed. Bambergin Laibach, Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. Grand Hotel Uni»n. Am 24. Oktober. Eisenstädter, Schepke, Mayer. Ep» stein. Kflte.; Sauer, Czahuy, Nsde.; Stowaher, Inspektor. Wien. — Storosum, Nsdr,, Dresden. — Bauer, Nsdr., Königinhof. — Spiropulo, Holzhändler, Trieft. — Derwuscl, Baumeister, Marburg. — Julei, Holzhändler, Gutenfeld. — Neumann, Nsdr., Fiume. — Rißberger. Kfm., Friedek. — Iellinek. Ksm.. Brunn. — Frank. Rsdr., Leipzig. -- Löwy, Kfm.; Kralochwil. Ingenieur und Baumeister; Iungl. Ingenieur. Graz. — Ko» sovic, königl. Forstinspeltor, Gospic. — Louis Wotph, Pletriach. Kriz. Koleuc, Pie,!,id. — Dr. Stof, Pisece. — F. Apollinarius, Cheberge, Pletriach. — Pavlit, Pfarrer, Landstraß. — Vrabal, Kfm,, Studeno. Am 25. Oktober. Vogel, Herrmann, Weih. Waldel, Kohn, Clzinger, Pollal, Reisende, Wien. — Parwat. Reisender, Fünflirchen. — Ponagl, Reisender, Linz. — Pehani, Seisenberg. — Baron Seßler, Schissölapitän, Lovrana. — Deutsch, Nei> sender, Warasdin. — Tanyt, Reisender, Prag. — Kohn, Reisender. Teplih. — Dr. Laginja, Advokat, Pola. — Hlarocet, Reisender, Wien, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ß ^K ß^ Z: "'"' besame« ^ß «« 2U.N. ^?38 2" 6^ "O. schwach «egen 9 . Nb. 739-1 23 NO.mähig 271 7U.F. !?39 1> 16! SO. schwach ! bewvllt 25 7 Das Lagesmittel der gestrigen Temperatur 5b', Nor» male 8 5°. — Nachts starker Schneefall. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. 1 tierauwachsRnüeu MäQctien bedürfen oft eine» Kräftigungsmittels, um die Natur zu untoi -stützen und die vielfachen Beschwerden ihrer Entwickelung zu überwinden. Scotts Emulsion aus rnediz. Lebertran mit Kalk- und Natronhypophosphiten erweist sich jederzeit als ein vorzugliches und zuverlässiges Kräftigungsmittel. Sie wird ausschließlich nur aus den besten Materialien verfertigt, die durch das eigenartige Scottsche Verfahren so schmackhaft und leicht verdaulich gemacht werden, daß sio nicht die geringsten Verdauungsbenchwerden verursachen, im Gegenteil, die Verdauung regeln und den Appetit anregen. Scotts Emulsion ist demzufolge weit wirksamer als gewöhnlicher Lebertran. (4200) 4—1 Der Fischer mit dem großen Dorsch ist das Garantiezeichen für das echte Scottsche Verfahren. Bei Bezugnahme auf diese Zeitung und gegen Einsendung von 76 Hellern in Briefmarken werden Probeflaschen franko versandt von Franz Steinschneider, Apotheker, Wien, IV., Margarethenstraße 31/94. Preis der Original-Flasche 2 K 50 h. In allen Apotheken käuflioh. Landestheater in Laibach. 16. Vorstellung. Gerader Tag, Samstag, de» 27. Oktober W06 Die Geisha oder Die Geschichte eines japanischen Tcehauses. Operette in zwei Alten. — Text von O. Hall. — Musik vou Sidney Jones. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. ä^ % g Natürlich« ^^ #% l*tt #% V#^AA eisenfreie OcHValOv Lithion-üuelle oei Nieren- und Blasenleiden, Harnbeschwerden, Hhcuma, Gicht un.l Zuckerharnruhr, sowie l,ei Ca- tarrhen der Athmungs- um! Verdauungsorgane. Salvatoyquelhn-Direktion in Eperies (Ungarn). Hauptniederlagen in Laibaoh: Michael Kastner, Peter Lassuik. (2757) ü2—lh Gegen Katarrhe der AtiiHingsorgnne, bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit und anderen Halsaffektionen wird ärztlicherseits Mm 1 fcTs#^--------^^rttoltoM« %P ¦ wm alkalischer fur sich allein oder mit warmer Milch vermischt mit Erfolg angewendet. Derselbe übt eine mildlösende, erfrischende und beruhigende Wirkung aus, befordert die Schleimabsonderung und ist in solchen Fällen bestens erprobt. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Feter Lassnik in Laibaoh. (4636) Farbenphotographien. Nach einem Verichte uon A. Frei Herrn v. Hübl über das ueue Utopapier in den Wiener Mitteilungen photographischeu Iuhalts, könne» die mit diesem Papier hergestellten Kopien tatsächlich als Farben-Photographien bezeichnet werden, denn wirtliche Farbstoffe ve» leihen ihnen die Färbung uud diese wird direkt durch die Wirkung des Lichtes hervorgerufen. In der uns vorliegenden Septeinber.Nummer obiger vorzüglich redigierter Fachzeitschrift finden wir außerdem eiuc interessante Abhandlung« Über Blenden» bezcichnungen» :c. von Dr. Georg Haubcrrisser, einen von Fritz Löscher uerfahten Bericht über die Berliner Photo« graphische Ausstellung ?c. Wichtig erscheint uns aber die vou Wilh. Müller gebrachte Abhandlung «Über Abzahlungs» geschäfte», die jedem Laien, der die Absicht hat, einen Photo-graphischen Apparat :c. anzuschaffen, Gelegenheit gibt, auf die Irreführung des Publikums hiuzuweiscu und so ihn vor Ent> täuschung zu wahren. Es sollte daher kein Amateur oder der es werden will, versäumen, den Bezug des letzten Quartals dieses auch reich illustrierten Fachblattes gegen Einsendung von 1 Krone an die Administration der Wiener Mitteilungen Wien, I., Graben 31, sich zu sichern. (4632) Schon in den ältesten Zeiten erkannten die MeuNclien die große hygienische Wichtigkeit des Badens. Ein Bad erfrischt, erquickt und schützt den Korper vor schädlichen Einflüssen und Krankheiten. Prof. Hebra, der bekannte Fachmann in Hautkrankheiten, Prof. Zeißel sowie Herr Ober-Medizinalrat F. Wöhler haben wiederholt auf die Vorzüglichkeit der Sargsulien Glyzeriuseifen hingewiesen und die eminente Wirkung des Glyzerins zur Beseitigung und Verhütung von auf Pilzkeimungen beruhenden Hautkrankheiten betont. So viel eine schlechte alkalische Seife der Haut und der allgemeinen Gesundheit schaden kann, so vorteilhaft und anempfehlenswert ist ein so vorzügliches Präparat wie Sargs Glyzerins eisen. (4656) Epilepsie. Verschiedene Publikationen in der medizinischen Fachpresse über ein neues und sicheres Heilverfahren gegen Epilepsie wurden auch dem Laienpublikum bekannt und erregen allenthalben lebhafte Aufmerksamkeit. Verfasser dieser Aufsätze und Entdecker der neuen Heilmethode ist der Spezialarzt Doktor Alexander B. Szabo in Budapest. Derselbe ist gerne bereit denjenigen Patienten Aufklärung zu erteilen, die durch seine erprobte Heilmethode die volle Wiederherstellung ihrer Gesundheit erlangen wollen. (4655) MMM^ Der heutigeu Nummer uuserer Zeitung liegt ein Prospekt der Buchhandlung Jg. v. Meinmayr ^ Fed, Bamberg in Laibach über Moderne Knnst bei, der besonderer Beachtung empfohlen wird. Diese Zeitschrift zeichnet sich durch den überaus reiche» Bilderschmuck ans, dielet aber auch in textlicher Hinsicht außerordentlich viel und Interessantes, (Vanz besonders hervorzuheben sind die Vielfarbendrucke der «Modernen Kunst,, die anderwärts in gleicher Vollendung nicht geboten werden und in Anbetracht dieser Prachtleistuuss ist der Preis der Hefte ein außerordentlich billiger zu nennen. (4665) magen-Cciden Bci Darm ° Ccidcn i* Durcbfaii Servus Kasseler Blutarmut Hafer-Kakan Bleichsucht naiBf um als hervorragend wohltuendes und leicht verdauliches Kräftigungsmittel von Tausenden von Ärzten ständig verordnet. Nur echt in blauen Kartons ä K 1-60 und K --80, niemals lose. (1246) 3-3 ,^A^^P Ueberall xn baben. o unentbehrliche Zahn-Creme erhült die Zähne rein, tveiss and gesund* Modern«» Kochrezepte. Die Kochkunst befindet sich heute in einer stürmischen Entwicklung, hervorgerufen durch das Eindringen von CereB-SpeiNet'ett in die Küche. Jede Hausfrau hat dabei ihre eigenen Erfahrungen gemacht. Damit diese allgemein bekannt werden, haben die Nährmittel-werke Ceres eine Preiskonkurrenz für moderne Kochrezepte ausgeschrieben. Jede Hausfrau kann dio ihr geläufigen Speisen mit Cere* - Speisefett bereiten und dann ihre Rezepte einschicken. Es sind Preise bis zu 16.000 Kronen ausgesetzt. Adresse : Ceres - Preiskonkurrenz, Wien, XVII., Hauptstraße 67- (4516) P. T. Für empfindliche Füsse sind die weltberühmten warmen Schuhe mit Wollfutter, für Erwachsene und Kinder, ans der k. k. priv. Nlünchengrätzer Schuhwaren - Niederlage nicht genug zu empfehlen. Münchengrätzer Schuhe sind wasserdicht, tadellos in Fasson und die Fabrik garantiert für jedes Paar. (42710-4 Heinrich Kenda Niederlage der Münchengrätzer Schuhfabrik. Die l. l. Polizeibeamten'Sozietät, deren Lotterie zugunsten ihrer Witwen nnd Waisen am 10. November 1806 nnwider-ruflich stattfiudet, zahlt die ersten drei Haupttreffer, und zwar 30.000, 5000 und 1000 Kronen in barem Gelde mit 10°,. Abzug uud gegen Entrichtung der gesetzlichen Gewinststeuer aus. Die Vereinsleitung hat ihr Bestreben dahingerichtet, den Gewinnern nur gediegene und solidest, ausgeführte, sowie voll» weitige Treffer zu vieteu uud scheute leine Kosten, ihre Lotterie sowohl qualitativ als quantitativ reich auszustatten, Lose ä 1 Krone sind zu haben in allen Wechselstuben, Lottokollekturen uud Tabak» traftlen. (4662) Die Xtttnr leistet der Menschheit große Dienste, indem sie uns für so viele Leiden die Hilfsmittel liefert. Eines der besten Mittel, die das Meer bietet, ist Lebertran, der jedoch den Nachteil besitzt, daß er widerlich schmeckt. In Form von „Scotts Emulsion"* jedoch ist Lebertran schmackhaft und leicht verdaulich wie Milchrahm, und alle die heilkräftigen Eigenschaften des Lebertrans sind in Scotts Emulsion nicht nur enthalten, sondern sogar wirksamer. Scotts Emulsion sollte in keinem Haushalte fehlen. Käuflich in allen Apotheken. (4212) 2—1 Laibacher Zeitung Nr. 247. 2310 27. Oktober 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 26. Oktober 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwähruna. Die >Vo^ie>-unq sämtlicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuersrei, Kronen (Mai.Nuv.) per Kasse . , 9875 98 95 drlio (Iün.«Iuli) per Nasse 9850 88 ?l> 4-2 «/„ ö. W. Noten (Febr..«lua.) per Kaffe......998ll 1«0 - 4-2°/» «. W. Silber (Npril-ON.) per Kasse ...... 89 80 ion-- 18»0er Staatslose 500 -— 208 - t»S4er ,, 100 fl. , ,272-50 274-5« l8S4er ,, 50 fl. . , 2725«! 274 50 Dom.-Pfandbr. 5 120 sl. 5^290-- 291- Staatsschuld d. i. Neichs» rate vertretenen König« reiche und Länder. Österr. Goldrente, stfr., Gold per Nasse .... 4°/<, 116 30 116'5s Öfterr. Rente in KTvnenw. stfr., Kr. per Kasse . . . 4"/« !>3 :n 99'U' detto per Ultimo . . 4°/« 88 in «g i, Öst. Inoestitions. Rente, stfr.. Kr. per Kasse . ZV,"/« 88 60 8880 Gis»bll!,n.Zlllll 9890 99-9« Volarlberaer «ahn, steuersrei. 400 Kronen . . . 4°/<> 9875 9975 In zlllal,schnldvelschlell>un»t» «tgtftemPtltt ßlsentahn.ZktltN. Elisabeth Ä. 200 fl, KM, 5'/<°/„ von 400 Kronen .... 459 — 4U3--dettu Linz.Vudwei« 200 sl. S, W. S. b'/.°/„ . . . «^— 4^-^ dettu Salzburg-Tirol 20U l. ö. W S. 527-- 4.11- Geld Ware Po« Stlllllt zur Zahlung üb«> »ommtnt ßileniahn> Vlioritiil«' ßbligllUonen. Aöhm. Wsstbahn, ung. Guldrente per Nasse . 11230 HL-bl» 4"/c> drtto per Ultimo 112-31 Illiü» 4"/« »ng, Rente i,l Kronen. »nlir, slfrei per ila^e . . 94Z0 84bl 4«/„ dcttu per Ultimo 94»« 9< 5«' 3'/,°/« detto per Kassc . «4-1« 84 «c> Una. Prämien.AnI. k luu sl. . 2«4l>n 2W'5>> detlo ll 50 fl. . 20» 85 20ü N!il. (div,) 4«/» , 8« 75 94'7l Vosn. - herceg, Eisen«, - Landes. Nnlehen (div,) 4 >/,"/„ . , i>9 7c 10« 7» 5"/« T>o»a»-Reg,°?lnleihe 1878 10575 i0 Wiener Verlehrs-Nnleilie 4°/« 98 6» !'9 N0 detto 1900 4°/u 980!» 9!!-»!> «nlrlien der Stadt Wien . . 101-^5 u»L-t>ü detto (T. od. G.) . , . 121-40 ,22-4l detto (1894) .... 9ü«0 976» detlo (189«) . , . . 95-7C 99 ŽN dctto (1900) .... 98'<>c> «8<>" detto Illv. N.) 1802 . 98-60 99-6> l erscbau-AiiIelioi verloöb. 5°/^, 9875 ^85!' Vulg. Staatseiscnb. Hyp.°Anl, 1889 Gllld , , . . s,"/„ 11»'^5> 119 4! Äulg. Staats < Hypothekar Aul. 1892......«"/„ ll« 85 119-8l> Gelb Ware Pfandbriefe :c. Bobenlr.,aNg,üst,in50IDl.4°/„ 8850 99- V0hm. Hupothelenbanl uerl. 4°/<> 98— 10» — .^rntral-Vod.-Kied. Bl..üslerr., 45 I. uerl. 4'/,"/«- - > IU2- —-Zentral Boo.Kieb..Nt., »sterr., 65 I. Verl. 4"/u .... 98'3<> 1S0ä0 Nred.-Inst,,üsterr.,f.Verl.>Unt. l!.öffenlI.Aib.«llt.^vl,4"/>i 98'- 88'— Landesb. d. Kön. Galizien und Lubom, K7>/, I. ruclz. 4°/« 9?-— 98 - Mähr, Hnpothelcnl,. verl. 4«/« 98-85 99 85 N.>üsterr,Landes.Hyp./2"/° 92— 925« detto K.-Schuldsch. verl, 3>///„ 91-50 92 50 , dctto verl, 4"/» 99-15 IWiö Österr,'Uilaar. Aanl 50 jähr. verl, 4"/o ö. W..... 88«°» 99 lii, dettu 4"/u Kr..... 9940 100-40 Sparl. 1. öst., «0 I. verl, 4°/« 100-15 101-15 Eisenbahn.Prioritäts-Obligationen. sserdinauds'Äiordbahn . S. , 104 75 105-75 Zlaatslilllin 5»U Fr..... 409'— — - ^üdbahn iv 3"/» Jänner. Juli 500 ssr. (per St.) . . . 314-85 31k 85 Südbllhn K 5"/u..... 124 10 12b'10 Diverse Lose (per Stilct). Derzinlllcht fose. 3°/„ Vobenlredit.Lose Em. 1880 2785«» 28« 50 detto Cm. 1889 284-25 294 25 5"/„ Lonau.Neaulieruuaö.Luse 10N sl. «. W..... 25850 267-- 3crb. Präm..Anl. u.iou Fr.^/u 97 50 1N5 5 >>u!e» Kreuz, mm. Ges. u., 5 fl. 2? 40 29 2<> liudols.Luse iu sl...... 54— «>,- öc»m sl, per Ult, ll2? — 1131-. Donau ' Ta»,psschisfnlirts> Ges., 1., l, l. priv,, 500 fl. KM, 1038— 1042- Dul'Vodenbllcher Eisb. 400 Kr. 554— 55?-- Ferdinands-Ätordb. l»0» sl. KM. 5U80 — K720 -Lemb,'Czern.'Iassy > Eisenbahn^ Gricllschaft, 20« sl. S . 580- 581 — Ll°yd.österr.,Iriest,,l>O0sl.KM. 782-— 790-- Osterr, Ätordwestbah» 200 fl. S. 451— 452 5« detto (lii. u,) 200 sl,S.P. Ult. 449 25 45025 Praa.DiiierEisrnb.iOufl.llbgst. 22,?-— 22,-2« Slaatseisb, 200 sl,2, per Ultimo 674 25 6?k> 25 Südu, 200 sl, Silbe,- per Ultimo i?9 75 180 75 Südnorddeutsche Ve>ui»dungsb, 20U sl, KM...... 40750 4085« Tramway. We!., nei,e Wiener, Priorilats.Vlttil» 100 sl. . —-— —>— Ungar. Westbahn >Naab>Graz) 20« sl. S....... 40? - 40S-— Wr. Lolalb.'Altiei'.Ves. 200 fl. iM, —-------- Banlcn. Anglo.Österr, Vmit, 120 sl. . . 313 5U 314- Vanluerein, ^^icner, per Kasse —-— — detlu V^-i Ultimo . . . 55425 555 26 Vodrnlr..Anst. üstrrr., 200sl.S, «05i — 10ö7- Zeutr..Äod,.ttredb, ütt,. 200 fl, 554— bi>S -Nreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —— —- dettu per Ultimo 671 50 s?250 Krebilbanl alla. una., 200 sl, , 810- 811 — Depositenbank, allg., 200 fl. , 452— 45L'5<> ELIomptc > Gesellschaft, nieder» österr.. 400 Kronen . . , 580— 584-Giro» und Kasscnverein, Wiener, 200 fl........ 454— 458 — Hypothekenbank, österreichische, 200 fl. «0"/u E..... 29»-— 288 - Länderbank, stterr.. 200 sl. per Kasse....... —-— —- detto per Ultimo .... 443 75 444-75 !,,Merkur", Wechselst. .Ultie». > Gesellschaft, 20« fl, , . . «31 — 635'- Velo Ware Österr..»na. Na»! 1400 Kronen 1755— l?64 — Unionbanl 200 fl...... 56625 5Ü7-25 Verlehrsbanl, allg,, 140 fl. , 866 75 337 7!» Znduftlle.Inttm«h«nnz»n. Äauges,, allg, österr., 10» fl. . 133 — 142 — PriixerKohlenbergb.-Ges.luofl. 7O3-— ?o?-— Elsenbalinw.'Leihg,, erste, 100 sl, 208'— 2la — ,,ElbemühI", Papiers, u. N..G, 1?«— 180 — Oleltr,.Gcs., allg. österr., 20(i fl. 449— 450'— detto internat,, 200fl. 59»-— 595 — Hirtenberger Patr.., Zündh, u. Met.'Fabril 400 Kr. . . 1123- - 1132 - Liesinster Ärauerei 100 fl. . . 293- 2S7 — Montan.GeseNsch, llsterr.'alpine 595-50 b!Tarjaner Eisenw, 100 fl..... 578-10 580'10 2alg0'Taij. Steinkohlen 10a fl. n>9- 625 — ,,SchlöglmühI", Papierf..20«fl. 342— 355 — „Schobnica", A'G. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 645— 651-— „Steyrermühl", Papierfabrik und V.'G...... 470-— 474 — Trlfailcr Kohlenw..G. 70 sl. . 280'- 281-50 Turk. Tablllreaie.Gef. 200 Fr, per Kasse . —-— —-— detto per Ultimo 421- 423 — Waffenf.'Gef., österr.. in Wien. ino fl........ 5«S'5ü 570'— Waggon'Lcihanstalt, allgem,, in Pest, 400 Kr..... —— —-— Wr. Aaugesellschast 100 fl. . . Ids- 1«0 — Wicnrrverger ZiegcIf..Att..Ocf. 82s— 838-— Devisen. Kurze Sichten und Kcheck«. «msterdani....... 18860 iu8'85 Deutsche Plätze...... 11? 4? li?kl? London........ 240-90 24ivz0 Italienische Nanlplätze . . , 9572 85 82 Paris......... »54? 95S2 Zürich und Basel..... 95 47 95 «0 Valuten. Dukaten ....... 11«-' ll-40 ^O.ssranten Stücke..... 19-13 19-15 20.Mllrk-Stücke...... 23 48 ^»55 Teutsche Neichöbanlnoten . . 117-52 117-72 Italienische Vantnoteu . . . 95'65 85'8b Nubel-Nolrn..... 2'53 lj-24 I Ein.- \a.3=L<3. "VerlceL.-o.L von Beuten, I"l«nrl*-fVii, I't-ioi-llRlen Aktien, i Loaeu elr., !>«--» I><¦ •¦ mill Vululwn, [ 66 Los-Verslcherungf. Ba.rj.3ac- 13.33.ÈL T7v7"ec!b.slerg"escItLä.ft 1ih11»i