„/reihtil, Wohlst««», Zittiig str Allt." MÜM ZkitU Str. SS. Freitag, tS. Juli 18««. v. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Souutag, Mittwoch und Freitn,i. Preise — für Marburg: ganuährig K fl., halbjähug 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung inö Hauö mouatlich 10 kr. — mit Postversendung: gmizjäl)rig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Die ein Mal gespallene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 1V, beiziveimallger mit 15, bei dreimaliger mit 20 kr. berechnet, wozu fiir jedesmalige Einschaltung 39 kr. Inseraten-5 empel^.biihr kommen. Zur Geschichte des Tages. Böhmen ist in den Händen derPreußen;in immer engeren Kreisen, durch Westgalizien. Schlesien. Mähren ziehen sie gegen das Herz des Reiches heran. Wenn auch die Dinge vielleicht nicht ganz so schlimm stehett, lvie die „Times" sie schiidert, die stets dem Erfolge Weihrauch streut und Oesterreich bereits zerschmettert zu den Fitßen seiner Feinde liegen sielit — wenn auch eilt Hoffnungsschimmer uns noch immer bleibt; so ist eS doch die politische Lage des Reiches, die in ungleich liö-herem Grade als die miiiiärische unsere bängste!» Ztveifel herausforocit. Wir wollen es Fachmännern »lberlassen. die Frage zu priisen, wie es mit dem legten Hort des Reiches — der Nordarmee — bestellt ist, die inner-halb des verschanzten Lagers von OltnitK neue Kräfte sammelt; wir ivol-len auch diesen Fachniännern die Prilfung der Frage überlassen, ob unsere Südarmee, die jetzt, wie nnS halbamtlich gemeldet wird, gegen Norden heranmarschirt. noch rechtzeitig aus dem Kriegsschauplätze erschetnttl könne. Unser Vertrauen in die Tüchtigkeit der Armee ist unerschüttert; selbst ein zweites Königgriitz würde es nicht wanken machen. Doch wie — fragen lvir — ist l>je politische Lage des Reiches? Wo sind unsere Freunde, unsere Bundesgenossen? Wie stellen wir zu den „neutralen" Machten? Ueber die Schlacht beiKöniggräz erl)alten die „Nar. Listy" Einzelheiten, die wir hier solgeu lassen: DaS preußische Heer zog Haupt-sächlich von Nechanitz und Horzitz lzcr gegen unsere Armee. Die iisterrei chischeu Regimenter, obzwar in den vorangegangenen Gefechten lMrt mit-genomtnen. kämpften dennoch anfänglich sehr tapfer und ausdauernd. Besonders zäh lvar der .irampf bei ^hlum und Nedelischt. Chlum wurde dreimal genommen und wieder verlöre«». Der Ort selbst hat furchtbar Die weiße Rose. Von A. W. I. Der erste Jänner deS JahreS 1850 hatte begonnen. In den Straßen der Residenzstadt M. lvar es noch lebhaft, und auS einzelnen Hau-sern erscholl der Inbel fröhlicher Gesellschaften »veithin durch die klare, kalte Winternacht. In einem palastäbnlichen Hause einer der Hauptstraßen war der erste Stock glänzend erleuchtet, und die Borübergeh'Ndm lilirben stehen, um den Tönen einer rauschenden Ballniusik zu lauschen. Bor der mit strat)lenden Laternen geschmückten Tt)ür hielten einige Wagen, der zögernden Gäste harrend, die sich den Armen des Vergnügens nicht so leicht entwinden konnten. Es schlug zwei Uhr in» Thurme der nal?en Kathedrale, als die Ge-stalt eines MaiineS. in einen groven Pelz gttiüllt. zu einem der Diener trat, die im Gespräche an den Etusen der Steintreppe standen. „Wer lvohtit in diesetn Hause. Freund?" jagte er leise. „Die Kommerzieinätliiu Limoni!" tvar die Antlvort. „Und sie gil)t den Ball?" ful)r der Fremde hastig fort. „3a. mein Herr." „Das trifft sich gut!" saiite der Mann im Pelze, dann dankte er für ertheilte Auskunft, und trat rasch auf die glänzend erleuchtete HauSfiur. Viagdt und betreßte Diener flacien die breite, mit Teppichen belegte Treppe hinauf und herab, ol?ne sich u»n den Eingetretenen zu kitmmern. Man Iah an ilirer liaftil^en Eile, d^^ß eS galt, eine zalilreiche Ges^llsliaft bedienen. Der Fremde beobachtete einige Minuten das geichäftit^e Treiben, er s^l^iln nnsctiliissig zu sein, an welche der Pcrlonen er sicb iven-den sollte. Da tiat plötzlich au? einer der Tliüren ein greis.r Diener, der einen zierlichen Korb mit kleinen Blumlnsträußen trug. Der Fremde zuckte freudig zusamnten. „Georg!" fliisterte er. Der Greis sah auf nnd trat überrascht näber. Prüfend betrachtete er das vcn dem Pelze ringehüllte Gesicht deS Fremden. „Mein Herr," sagre er. „ick weiß nicht, iver mir die Etzre er-zeigt--" „Georg, alter Freund, erkennen Sic Mich wirklich nicht wieder?" „Nein, nein!" verstcherte der Alte. „Hier kann ich mich nicht entdecken — sülzren Sie mich in ein Zimmer, wo wir allein sind." Der Greis öffnete dieselbe Thür wieder, aus der er erschienen tvar. Beide befanden sich in einem einfachen Zimmer. daS durch eine l^üne- gelittei». Das größte Unglück traf unsere Armee, als eS den preußischen Truppen gelc»ng. von Masloived, HorzenoiveS und Ratschitz her sich durch die Thäler längs der dortigen Bäche bis an die Elbe zu schleichen, ut^weit Lochenitz den Fluh zu überschreiten, am linken Ufer vorwärts zu dringen und schließlich d.m rechten Flügel der öiterreichischen Armee in die Flanke, ja zntn Theil sogar in den Rücken zu fallen. Damit war das Schicksal des verhängnißvollen Tag s entschieden. Nun blieb nichts mehr übrig, als zurückzaiveichen. sonst »väre c»cr rechte Flügel umsingelt und von der übrigen ArtNt'e abgeschnitten tvorden. Was ain rechten Flügel vorging, konlite natürlich nicht ohne Folgen bleiben; auch die ülirigen Tkieile der Armee »nußten l»)eichen und ergriffen theilweise die Flucht. Die Einen ilten auf der Straße gegen Paidubitz zu. ivo sie t,ei den großen Teichen in verschiedene Bedrängnisse kamen; die Anderen eilten über die Brücken auf das linke Elbe llfer. und da die Brücken nicht genügten, schwaminen Viele durch das Wasser, wobei Mancher ums Leben kam. Namentlich bei dec Pczedmerzitzer Brücke gab es ein ungeheures Gedränge nnd eine fürchterliche Verwirrung. Am linken Ufer eilten die Truppen, lvie jeder mochte, tljeils in der Richtung der Holitzer Straße, theils gegen Trzebe. chvivitz oder Tl)n>fcht. oder auf Waldwegen südwärts. Den Städten Bielitz und Biala (erstere schleusch. letztere gali-zisch) liaben die Preußen eine Brandschatzung von 6l).000 fl. auf' erlegt, „um sich, wie sie angabet». für den von österreichischem Militär in ?! u Veritn und Zabrzcg bei Oswiceim angerichteten Schaden, der sich auf 20.000 Thaler beziffere, zu entschädigen." Daß g-rade Bielitz und '^^iala für etwas büßen sollen, das aagelilich österreichische Soldaten ge-lhan ljaben, kann nur aus der von einem Olfieier geäußerten Anschauung erklärt werden, „wir gehen dahin, wo lvir Geld wissen." Wie in einzel-nen Fällen bei dieser Gelegenheit vorgegangen lvurde, dafür diene als Schirmlampe matt beleuchtet tvard. Der Fremde zog seine Mütze, schlug den Pelzkragen zurück, und daS feine, bleiche Geficht eineS ManneS, der dreißig bis ziveiunddreißig Jahre zälilen mochte, »vard sichtbar. Dem alten Georg entsank vor freudiger Bestürzung das Blumenkörbchen. „Himmel," rits er. „darf ich den meinen Augen trauen — Herr Franz?!" „Ich bin ez. guter Georg." sagte Franz. dem Greise freudig die Hand schüttelnd. „Franz Osbeck steht vor Ihnen, lvie er leibt und lebt." „Ach. Verzeihung lielier Herr, tveun ich Sic nicht sogleich erkannte; ich werde nun alt und grau —" „Und auch ich h.ibe mich verändert, nicht lvahr? Sagen Sie eS »lur frei l^erans. daß meine Uühende Gesichtsfarbe verschwunden ist. daß ich krankhaft atli^selie. Doch lassen wir daS. mein alter, guter Freund; ich preise dni Zus^ill. der tnich das Haus und in deinselben Sie finden ließ. Vor einer Stunde bin ich angekommen, in dem H»tel erfuhr ich. daß die reiche Witlve S>mol»i. die vor cine»n Jahre «uis Hamburg hierher gezo>^er,. nicht weit lvohne und einen glänzenden Slilvesterball gebe — ich benutze nun die Gelegenheit, die Schwester meines selig'N VaterS zu sprecheil. und iverde »nit Tagesanbruch Weiterreisen. VeriNitteln Sie Mlr eine Unlerrtduiig mit »neiner Tante." fügte Franz haftig lii>»zu. „und Sie leisieil »nir einen Dienst, dettn ich Ihnen eivi.^ danken w rde." ..Wollen Sie nicht einige läge bei uns bleilien?" fragte Georg. „Wäre es möglich, ich lvürde nicht lange säuinea aber j d< Stunde ist mir koslbar. (Hcorg, ich muß sellist lvüniäien. daß meine Tante mir IM Geheiinen eine Uuierredung gewährt, und daß 9tiemand die Anwesenheit ihres Neffen erfähit." „Ailch Roliert nicht, der einzige Sohn Jhr^r Tante?" ..Wie, ist Robert biei?" fragte Franz überrascht. ..i^'r ist vor ellien» Mon >te angekoinme». un^> ivird den Winter bei s. incr ^Viulter zu ringen. Der Lliivcft.rball ist sein Werk. !Viadanie hätte sichtr nicht daran gedacht, ein so glai^zendes Fest zu geben, da daS Trau.rjai?r um H^rin S tnoni k.iun» vorb i ist. In den Sälen über uns befindet slch die Geldarislokratie dieser Stadt, und Herr Not)ctt h.tt nichtS >,esp.ut UNI zn >es jungen Mannes angriff. „Wohl war Ihr Vater mein j^eund. wir hatten keine Geheimnisse vor einander und haben nicht selten von Ihnen gesprochen---" „Still. Georg, still!" sagte Franz düster. „Ich weiß. waS Sie sagen wollen. Treffe ich dereinst dort oben meinen Vater wieder, so werde lch das vor ihm zu verantworten wissen. waS ihm in seinen letzten Tagen Kummer bereitet hat. Die Zeit vergeht." fügte er unruhig hinzu — „kann ich Ihre Rückkehr hier erwarten?" „Bereiten Sie sich vor. Madame Simoni zu sprechen!" Georg half Franz den schweren Reisepelz ablegen, dann nahm er seine Blumen und verließ daS Zimmer. „Der arme junge Mann!" murmelte er vor sich hin. „Fast möchte ich glauben, daß sein bleiches hagereS Gesicht und seine nnruhigen Blicke bestätigen. waS man von ihm vermuthet. Wie blühend und schön war er. als er unS das letzte Mal besuchte ich hätte ihn jetzt wahrhaftig nicht wieder erkannt. Madame muß ihn empfangen, und sollte ich mich einer List bedienen müssen, ihn einzuführen. Der arme Franz ist ja der Sohn ihres einzigen Bruders und meines beften FrenndeS!" Franz OSbeck ging unruhig im Zimmer auf und ab. II. Wir betreten eine halbe Stunde früher als Georg den glänzend dtlorirlen Hauptsaal der Witwe Simoni. Wirthin und Gäste schienen zu wetteisern, den raffinirtesten Luxus zur Schau zu tragen. Man sah einen Flor junger Damen in den reizendsten Toiletten, da war kein Kopf, den nicht schimmernde Blumen, kein Busen, den nicht ein koftbarrS Diamantgeschmelde schmückte. Paris und London hatten die theuersten und geschmackvollsten Robe» zu diesem Feste geliefett. Die Tafel war vorüber, und die von Champagner erhitzten Gäste gaben fich mit einem wahren Feuereifer den flüchtige» Freuden deS TanzeS hin. Die bedäch. tigen Alten saßen in den Nebenzimmern beim Spiele oder a» mit Fla-scheu besetzten Tischen. Der Sohn vo» Hanse. Robert Simoni. stand mit gekrenzten Armen in einer der Fenstervertiesungen und sah smnend dem Tanze zn. Er schien den allgemeinen Frohsinn nicht zn theile». den er selbst durch s^'^/n Reichth«m vorberritet; mit düfter glühende» Blicke» ve^olgte er ein Tän-zerpaar. daS a»S zwei stark kontrastirendrn Personen zusammengesetzt war. ^r Tänzer mochte ,i» Man» vo» einigen vierzig Iahren sei» ; er trug eine« eleganten Ballanzug von auffallend hellen Farbe» »nd strotzte von Goldschmnck. Sei» Gesicht war völlig bartlos, aber vo» viele» Aalte» durchzogen, die bei dem unaufhörlichen Lächeln stärker hervortraten. Den ziemlich dicken Kops schmückte eine dunkle Perrücke, die über der Stirn ein hohes Toupet bildete. Seine Tänzerin war die schönste Dame der Gesellschaft, obgleich sie nicht mehr zu den jüngsten zählte, und wir irren nicht, wenn wir ihr Alter auf vierundzwanzig Jahre schätzen. Sie wahr einfach in dunkle Seide gekleidet, so daß fich ihre elegante Gestalt in dem Kreise der Tanzenden stetS unterscheiden ließ. Sie hatte den niedlichsten Fuß von allen, die diesen Abend den Parketboden berührten. An ihrem schneeweißen runden Halse schimmerte eine feine Goldkette mit eine« kleinen Kreuze. Den vollen Busen schmückte eine einfache weiße Rose von mattem Silber. Wie der Ausdruck chreS schönen GefichtS waren auch ihre Bewegungen ruhig, aber von unbeschreiblicher Grazie uud .'^^ie tokettirt mit der bescheidenen Toilette!" flüstert eine iunge Dame ihrem Tänzer zu, die in der Nähe deS beobachtenden Robert stand. „Ist da« ein Ballkleid?" fügte fie spöttisch hinzu. „Man sollte glauben, die gute Dame befände fich in einem Trauerhause." „Bielleicht hat fie keine große Auswahl von Roben." flüsterte der Tänzer zurück. „Wohl möglich!" „Wer ist denn diese schwarze Taube?" „Man fieht fie stets im Gefolge der Madame Simoni — vielleicht eine arme Verwandte. Ich saß bei Tafel neben ihr — fie spricht nicht viel, aber gut. das muß ihr der Neid lassen. Ihr ganzes Wesen erscheint mir so niedergedrückt--" Da« Gelpräch ward unterbrochen, da die Tänzer von der Fluth des GalloppS mit sortgerissen wurden. Der bunte Täuzer mit seiner schwar. zen Tänzerin stand jetzt in der Nähe Roberts. „Ich bitte mein Herr", flüsterte sie. „erlauben Sie mir. daß ich abtrete — der rasche Tauz hat mich so erschöpft, daß ich mich unwohl fühle." „Befehlen Sie. daß ich Sie in «in Nebenzimmer führe?" fragte rasch der Stutzer. „ES herrscht in der That eine glühende Hitze in dem Saale." Robert trat rasch zn der Dame. „Wie. Helene. Sie fühle» fich unwohl?" fragte er hastig. „ES wird vorübergehen, Herr Simoni. wenn ich mich erhole» kann!" antwortete fie in einem Tone, der ihre Ueberrafchung. aber auch daS Bemühen verrieth. die sorgliche Aufmerksamkeit des junge» Mannes vo» fich abzulenken. ^ ^ „Ich führe Sie zu «einer Mutter. Heleue!" sagte Robert, lnde« er ihr mit der Die»ftferiigkejt de» Ar« twt. die sei»e große Besorgnitz manchen Fällen, und insbesondere bei plöhlich auftauchenden lokalen Ge-fahren nur l)öchst Vortheilhaft und an der Zeit sein. Dabei wird jeder Milizmann gut thun. sich daran zu erinnern, daß ein allfälliger Angriff auf unsere Unabhäntugkeit oder die Verletzung unsercs Gebietes in feind-licher Absicht nicht nur durch kräftigen Widerstand an den Grenzen, sondern noch weit besser durch rincn raschen Osfensivstoß nach deS FeindeS Land hin abgeleitet ivird. Die tapfere Haltung unserer Väter bei Frau-brunnen. am Rothenthurm in Nidwalden und bei Chiamutt vermochte das Vaterland nicht mehr vor der Invasion fremder Heere zu schützen ; dagegen begründeten die kühnen Vormärsche nach Frastenz. nach Nancy, Muffo und Novara s. Z. den Ruhm der schweizerischen Wnffen. Die gleiche Entschlossenheit wird aber, wenn es Noth thut. auch heute wieder uns die gleichen Erfolge sichern. Unter solchen vertiältnißmäßig günstigen Umständen und bei dem festen Willen, unsere Integrität und Freiheit nöthigenfallS in einer neuen Feuerprobe wieder zu befestigen, kann daS Schwrizervolk ruhig den Ereignissen entgegensehen, zumal bis zur Stunde seine Unabhängigkeit und seine neutrale Stellung von keiner Seite bean-ständet noch gefährdet erscheinen. Lassen Sie unS daher, meine Herren Nationalräthe, in vollem Vertrauen auf die waltende Einigkeit im ganzen Volke, so wie unter seinen Vertretern nnd seinen Behörden und mit dem festen Borsatze, die Aufgabe und die historische Bestimmung der Schweiz im Staatenleben Europas festzuhalten und zu wahren, nun unsere legislatorischen Arbeiten wieder aufnehmen und in getvohiiter Meije erledigen. Der Allmächtige aber, welcher die republikanische Schweiz, diesen alten Hort der Freiheit und der politischen Verfolgten, gleichsam alS Vorblld und Vermittlerin zwischen den Gegensätzen der auf der bloßen Gleichartigkeit des Sprachidioms beruhenden Nationalitäten hingestellt, und der sie von jeher in sichtlicher Weise besonders beschirmt und beschützt hat — er möge auch fürderhin unser Vaterland vor Unglück bewahren und unS die Kraft verleihen, fnnen provideneieUen Willen durchzuführen. Mit diesem warmen Wunsche erkläre ich hiermit die ordentliche Sitzung deS Jahres 1866 für eröffnet." So spricht der Obmann der von dem freiesten Volk erwählten Vertretung. Die ungehemmte Selbstcntwicklung deS Bürgers, der Gemeinde, des EinzelslaatkS und des ganzen Bundes hat die Eidgenossenschaft so gefestet und gefeit, daß sie mit berechtigtem Stolze den alten Hort der Freiheit sich nennen darf. In der Schweiz ist der Voltswille Gesetz: es gibt keinen Zwiespalt zwischen dem Volke und der Organislttion desselben — dem Staate; es gibt keinen Zwiesp alt zwischen Mählern und Gewählten, keinen zwischen Bürger und Wehrmann. Eindringlich, ivic nie. previgt gerade jetzt die Eidgenossenschaft die Wahrheit, daß ein Staat auch ohne stehendes Heer sich gar wohl zu schützen vermag, ja. daß rr nur durch die VolkSivehr stark genug ist. seine Unabhängigkeit zn verlhcidigen. ^^ie Schweiz, mit einem Gebiete, das »nur einmal so groß, wie die Steierinark — die Schweiz, mit einer Be-völkerung von 2'/^ Millionen, stellt ein geschultes Herr von 200,000 Wehrmännern in'S Feld und kann in der äußersten Gefahr darauf zählen, daß weitere 100.000. die nicht mehr im wehrpfltchtigen Alter, mi: Freu, den zu den Waffen eilen. um l^ie junge Dame verrieth. „Herr Petersen", wandte er sich zu dem bunten Stutzer, „wird mir erlauben, d^ch ich ihm seine Tänzerin auf kurze Zeit entsükre." Herr Petersen trat ehrerbietig vor dem reichen Manne zurück; er hatte auf die Bitte desselben keine andere Antwort als ein schmerzlich devotes Lächeln. daS er halb an Helene, lialb an Robert richtete. Mit eifersüchtigen Blicken verfolgte er das junge Paar, daS Arm in Arm in der Thüre eineS SeitenzimmerS verschwand. Dann zog er sein duftendes Taschentuch hervär, trocknete sich die schtveißbedeckte Stirn und trat zu dem Büffet, um durch ein GlaS Limonade sein aufgeregtes Blut ein we» nig zu beruhigen. „Ich danke Jl>ncn. Herr Robert", flüsterte Helene, „daß Sie mich von i)er peinlichen Gesellschaft diejes Herrn befreit haben. Ich tväre vor Ueberdruß umgekommen, hätte ich den Tanz mit ihm beendigen müssen." „Es bedurfte wenig Scharfsinns. Ihre Absicht zu errathen; aber. Helene, Sie verzeihen meiner Besorgniß um Sie die Bemerkung, daß der Ball nicht die gehoffte Wirkung auf Sie ausübt —" „Wie. Herr Robert?" fragte rasch die junge Dame, die in derThat so erschöpft war, daß sie sich unwillkürlich in dem Sopha niederließ, zu dem ihr Begleiter sie geführt hatte. Die Phrase von dem Ueberdrufse an der Unterhaltung war nur erfunden, um RobertS Gefälligkeit zu-rückzmveisen. Der junge Mann, der in dem Zimmer keine Gäste sah, setzte sich ihr zur Seite. „Helene," flüsterte er, „mit innigem Bedauern habe ich Ihr stilleS. schüchternes Wesen bemerkt. daS ich für eine Folge Ihrer Stellung hier im Hause halte; so darf eS nicht länger bleiben, und nicht das Mitleid, sondern dil' Achtung vor Ihnen h^u in mir den Entschluß gestaltet. Ibnen die Anerkennung zu verschaffen, die Ihnen mein Herz bei dem ersten Er blicken zollen mußte. Sie wisstN. daß ich die Veranlassung zu diesem Fkste ge^^eben liabc. daß eS Mühe gekostet. Meiner Mutter gegenüber, die geräuschvollen Vergnügungen abhold ist. iden Plan durchzusetzen: eS ist mir gelungen, nnd jitzt bekenne ich. von meinem Herzen «gedrängt, daß das Fest veranstaltet ist. um eine AbivechSlung in Ihr einförmiges Leben zu bringen, mehr aber noch, um Ihnen darzuthun. daß Ihr Verweilen bei meiner Mutter von der höchstrn Bedeutung str mich ist. Helene. Sie find die Königin beS Festes und meines Herzens! O zweifeln Sie nicht an der Wahrheit dieser Worte — ich werde sie meiner Mutter wiederholen, damit sie weiß, daß Helene melir ist, als die einfache Gesell« schaftSdame. damit sie erfährt. ihreS einzigen SohneS Glück hängt von Ihnen ab.'^ „Mein Herr, mein Herr!" stammelte die bestürzte Helene, indem sie dem jungen Mann ihre zarte Hand zu entwinden suchte. „Helene.- fuhr Robert fort, ^jch darf, wenn ich diefeS Bekenntniß nicht i» einem für Sie verletzenden Lichte erscheinen lassen will, die Bitte Die Geldkräfte der Bürger und des Staates werden im Frieden geschont — im Kriege können sie geopfert werden und sie werden eS mit einer Willigkeit, mit einer Hingabe, welche dem Namen „Schweizer" den höchsten Ehrenplatz in der Geschichte sichern. Und wie kämpfen sie mit einer Begeisterung für daS Vaterland, für den eigenen Herd, der noch Goldes Werth ist. Ach! wäre die freie Selbstenttvicklung in Oesterreich und Deutschland seit 1848 nie unterbrochen worden — wie viel Ströme von Menschen-blut und Thräuen wären nicht geflossen, wie viele Leichenberge hätten sich nicht gethürmt. wie viele Tauscnde und Tausende wären nicht zu Krüp-peln geschossen — Handel und Verkehr würden blühen, die Arbeit wäre geachtet und hätte ihren Lohn, eine Stätte der Bildung und deS Unter« richtes würde sich aufthun nach der anderen, die Personen und daS Eigen-thum wären sicher. mäßige Steuern würden leicht und gerne gezahlt. Mann für Mann stünden wir bereit zur Vertheidigung deS Vaterlandes, seiner Freiheit, seiner Rechte — wir wären die Friedensvermittler, die Schiedsrichter der Welt — wir wären der schützende Hort der Völkerfreiheit! ---Und jetzt? Weber die Bertheidig«ng Böhmens erhält die „N. Fr. Presse" nachstehende Zuschrift aus Prag: „Nur die vollste Ortsunkenntniß konnte den Chef deS Generalstabs der Armee vermögen. das Land Böhmen bis nahe an seine Hauptstadt dem Feinde preiszugeben, um selbst im Falle deS SieaeS die eigenen reichen Industriestädte der Verheerung anheimfallen zu lassen. Die Stellung bei Reichen-berg hinter dem Dorfe Einsiedl wäre geeignet gewesen, dem Feinde daS Eindringen nach Böhmen von Görlitz aus auf wochenlang zu erschweren; die Straße von Rumburg nach Böhmisch Kamnitz, wohin der Feind seine Nachschübe dirigirte, konnte förmlich unwegsam gemacht werden, da dort die Natur tausend zur Hand liegende Hindernisse tiiloet; ebenso die Straße aus Preußen über Schatzlar nach Trautenau. welche in Serpentinen sich schlängelt, konnte vom Landvolke derart unprakt'k^rbel gemacht werden, daß küum ein Schubkarren, viel weniger eine Kanone durchkam. Die Stellung bei Skalitz gegen Nachod. respektive Reinerz. mußte verschanzt und mit einem Armeekorps besetzt tverden. Kurz, ein Generalstab, der das nördliche Böhmen aus eigener Anschauung und nicht bloS anS der .sradettensch'lle kennt, hätte tausendfache Mittel gefunden, um dem Feinde das Eindringen in daS Herz deS Landes zu verleiden, besonders wenn man noch die Bevölkerung zur Verschanzung nnd Vertheidigung der Passe aufgefordert und ermuntert hätte. Von dem Allen geschah so viel wie nichts! Man begnügte sich, einige Husaren Patrouillen zu entsenden, und da diese die eindringenden Preußen nirgenoS aufhalten tonnten, so m ^rschirte der Feind unant^eiochten bis in die Näh.' der Hauptstadt, brand« schlitzte die Ortschaften. ernät»rte sich und seine Pferde von unserem Boden und bereitete hiedurch die erste moralische Niederlage vor. WaS that die Armer? Sie stellte daS erste Korps in die Gegend bei Bunzlau so spat als möglich, schob einige Abtlieilungen nach Turnau vor und sie. die Hauptarmee, l)lleb ohne Verbindung mit dem ersten Korps, welches also nicht unausgebrochen lassen: bleiben Sie immer in unserm Hause, werden Sie die Tochter meiner Mutter, werden Sie meine Lebensgefährtin!" fügte er mit bebender Stimme hinzu. Hel.ne saß regiingsloS vor ihm; sie lie^ ihre Hand in der seinigen und eine hölje Purpurröthe erschien ailf ihren lili nweißen Wangen. Rodert harrte in ängstlicher Spannung ihrer Antwort. Sein ganzes Wesen verriet!) die schrankenlose Leidenschaft, die in seiner Brust tobte. Und ivahrlich, wie keine Andere ivar Helene fähig, die Gluth der Liebe in einem jugendlichen Herzen zu entzünden; sie verdiente eS, daS Prinzip aller Handlungen Roberts zu sein. Als sie immer noch schwieg, flüsterte Robert mit bebender Stimme: „Verzeihung. Helene, »cv wvllte sie nicht kränken, ich lveiß. daß die Liebe einer langen Vertraulichkeit bedarf, um eine offene Erklärung zu 'vagen; aber ziveifeln Sie deshalb nicht an meiner Aufrichtigkeit, ehe ich Mich Ihnen entdeckte, hade ich Mich geprüft und ich fand kein anderes Mittel, meinem qualvollen Zustande ein Ende zu machen, als Ihnen meine Hand und mein Vermögen anzutragen! Darf ich Mit Ihnen vor uicinp Mutter treten —?" Jetzt schlug Helene ihre großen, seelenvollen Augen ans. in denen helle Tliränen erglänzten. „Und w.nn Sie sich dennoch getäuscht hätten?" fragte sie mit vor Rührung zitternder Stimme. „Wenn Sie das für eine zärtliche Neit^ung hielten, was nichts anderes ist als Mitleid mit einem armen, allein stehenden Wesen, das Ihrer Mildthätigkeit empfohlen ward?" „Ich schwüre Ihnen, Helene, daß ich mich nicht täusche!" rief hin-gerissen der junge Mann. „Dort im Sa.ile tanzen die ersten Schon-heiten der Residenz, sie haben sich bis zum Ueberflnsse gkschmückt. um zn strahl « — sie lass.n mich kalt. Helene, uird ich b dauere die Anstrengun-gen, die man macht, die Aufmerksamkeit auf sich zu zi hen. Verbannen Sie diese Bedenken, und können Sie meine Liebe erwiedern--—" „.^^err Robert." siel sie rujch ein. „wie undankbar mns; i'!' Ihnen erscheinen, daß ich auf so ehrende Anträge eine au^iveichende Antwort gebe. öS l stet ein Familiengeh imniß auf mir. dessen Bewahrung eine heilige Pflicht ist. Ich sage. eS 'astet aus mir. nnd dennoch darf ich rS nicht ausspr chcn. seltist um den Preis des großen Glückes. daS Sie mir so eben in Aussicht strlllcn; und durch Ihre Hand in den KreiS einer hochachtbaren A 'Milie eingrsülirt zu werden, halte ich für ein Glück. daS ich kaum verdiene. Mein Herr." fuhr sie unter leisem Schluchzen fort, „ich iverde eS alS ci» Zeiche» Ih.er lvirklichen Achtung halten, wenn Sie mir die Erfüllung meiner Pflicht dadurch erleichtern Helsen, daß sie meine Schuld gegen die Großmuth Ihrer Familie nichl vermehren. Herr Simoni. ich kaun. ich darf Ihnen jetzt nicht mehr sagen; aber eS kommt odne Zweifel eine Zeit, wo ich meine Dankbarkeit in ihrem ganzen Umfange a» den Tag legen kann." (Fortsetzung folgt.) ganz isolirt war, in dem Winkel bei Wildenschwcrt, Landskron und Gabel mit 2 — 3 Armktkorps eingepfercht in einem Terrain, das wolil für eine Guerilla Schaar oder leichte Truppen, nicht aber fiir Hceresthetle von imposanter Stärke, mit Kavallerie und Geschütz verscl)en. j^eeignet ist ; ein von Schlucht?«, tief eingcschnittcnen Tliälern und mit Bätlien durch-zogenkS. zerklüftetes Terrain, das sich c^eniiß kein zweiter HeerfiUircr zur Operation ausersehen wird. Von dort ninßte ausgebrochen »Verden, um gegen Nochod und Skalitz zn rücken und daS zu erkämpfen, w.is man vor 10 Tagen, ohne einen Schuß zu maä'cu, besetzen kountc — und zwar um eS andern Ta^^es wieder zu verlieren. Es scheint, daß weder der Grneralstabs Chef noch sein Obertommandant das Land Böhmen je wo anders als von der Eisenbahn anS gesehcn l?abcn mögen. Ich ent-halte mich jeder Kritik der ferneren Kämpfe, wo unsere heldenmitthigca Söhne und Brüder zu Tausenden zwecklos geblutet haben, eS werden genug Männer aus kompetenten Kreisen auftreten, die massenhafte An klagen licftrn; ich wollte nur über die Möglichkeit der Verhinderung des Eindringens des Feindes in Böhnun sprechen, denn ohne Generalstab würde jeder Förster deS nördlichen Böhmens zweckmäßigere Mittel ergrif-sen haben, um die Grenzen des Landes zu vertheidigen. Wenn dann mit irgend einer imposanttn Macht über die Grenze in Feindesland ein-gedrungen worden wäre, so hätte sich der Schrecken iiber die preußische Bevölkerung verbreitet und wir l)ätten bei einem Osfensivstoße kaum mehr Verluste atS in unserer unglückseligen Defensive erlitten, jedenfalls aber nicht die Monarchie an den Rand des Verderbens geführt und die schönste und bestausgerüstete Armee von mehr als 300.000 Mann, die Oester« reich seit Jahrhunderten ausstellte, binnen acht Tagen zerfetzt, zerfleischt zersplittert. _ Marburger Berichte. (Diebstahl.) Am 30. Juni verließ der Grundbescher Geor.^ Krainz in Gasterei mit seinem Weibe sein Haus, nachdem er die Thüre dtssUben zugesperrt und den Schlüssel versteckt. Als er zurückgekehtt. machte er die Entdeckung, daß ihm anS der nicht versperrten Tischlade 195 fl. Banknoten gestohlen worden. Der Verdacht sällt auf einen berüchtigten Landstreicher, der an jenem Tage in der Nähe deS Hauses gesehen worden und welchem der Versteck des Schlüssels bekannt gewesen. (Brand.) In Goritzen bei Kranichsfeld wurden am 9. d. M das Wohnhaus und die WirthschastSgebäude des Grundbesitzers Franz Wallanl) ein Raub der Flammen. Sämmtlichc Gebäude waren versichert. Man vermuthet Brandstifluna. (Diebstahl.) Am Dienstag NachtS wurde dem Grutttbejltzei Joseph WeraS in St. Nikolai der Stall erbrochen und eine trächtige Kuh gestohlen. Die Thäter find nicht bekannt. (Der schnelle Telegraph.) Der Bevollmächtigte deS hiesigen Weinhändlers Herrn Miklautschitsch brachte am 10. d. M. in Wu-chern eine Nachricht zur telegraphischen Beförderung: sie wurde laut GebührewQuittung um 3 Uhr 5 Minuten Nachmittag aufgti^eben. In der Depesche, »velche Herr Miklautschitsch am 11. Juli um 9Uhr Bormittag erhielt, lesen wir: „Zeit der Aufgabe (Absendung): 10. Juli. 10 Uhr 35 Minuten Nachts; Zeit der Ankunft: 11. Juli, 7 Uhr 55 Minuten Bormittag. Herr Miklautschitsch. der an diesem Tage eines dringenden Geschäftes wegen in Frejen eintreffen sollte, konnte den Zug der Kärntnerbahn nicht melir benützen. (Die zw e i t e Rekrn t i ru na). die am Montage begonnen, nimmt einen guten Fortgang. Die Stellungspflichtigen sind stattliche Burschen und, wie von unseren Landsleuten nicht anders zu erwarten, durchaus nicht in gedrückter Stimmung, sondern lustiger Dinge. Die Er-gänzung deS HeereS bringt muthige Streiter in die Rechen desselben. An der Mannschaft wird es nicht fehlen, wenn es gilt, in neuen Käm-pfen die alte Tapferkeit der Untersteirer zu bewähren. über Von (Vom Regiment Härtung.) In der Schlacht bei KöniMäz sind vom Regimente Härtung gefallen; die Oberl. Benesch. Kokol. Merx und Scheimpslug. die Lieut. zweiter Klasse: Albrecht. Seemann und Ulle« pitsch, Edler v. Krainfcld. Verwundet wurden die Hauptlente: Toppitsch. Adlmann. Duller und Potertsch. die Oberl.: v. Zierheimb. v. Poth und Bounie. die Lieut.: v. Benoist. Baron Prohaska. Schäffer und von Loi. Berwundtt uüd in Gesaugenschast gerathen sind: Oberst v. Weidrnstrauch. Major Marno v. Eichenhorst, die Hauptl.: Alex. Forstliubcr und Ed. Drasch. Oblt. Wukadiuowitsch ist im Gefechte bei Kraschova geblieben. Letzte Post. Preußische Vorposten sollen bereits bis Oberhollabrunn in Ni-der-vesterreich vorgeseboben sein. Nach amtlichen Berliner Mittheilungen «nd in der Schlacht bei Königaräz Preußen, Oesterreicher und ISV« Geschütze thätia gewesen. ^ ^ ^ Die WaKen in Preußen sind zu Gunsten deS Ministeriums aufgefallen« Die Baiern sollen in Kissingen über die Preußen gefiegt haben. Die drei zur Armee Cialdini'S gehörigen Divistonen k^en-triren sich bei Eastellncchio auf der Straße, die östlich von Man-tua nach Cremona führt. Napoleon soll auf dringendes Verlangen Viktor Gmannels, die Besetzung der Festung PeSchiera durch die Italiener zugeftaude» haben. Zn Rußland werden die Urlauber einberufen. _ A. «-r,-tch»iß ^ die beim patriotischen HilfsVerein für die verwundeten Krieger eingeflossenen Gaben. Frl. Amalie Hartl ein Packet Wäsche und Charpie. Frau Bradatsch. Verbandstücke und Charpie. Herrn Gilg ein Packet Wäsche. Herrn Merio. Wäsche und Verbandstücke. Frau Renner. Charpie. Verbandstücke und Wäsche. Frau Rödling, ein Packet Wäsche. Herrn Pichs, ein Packet Wäsche. Frau v. Kiiehnber. ein Packet Wäsche. ^rau Reiser, ein Packet Wäsche. Herrn Wölfling. ein Packet Wäsche. Herrn Schmelzer ein Packet Wäsche. Herrn Felder, ein Packct Wäsche. Herrn Weidacher. ein Packet Wäsche. Herrn Janschitz. ein Packet Wäsche. Frau Götz, ein Packet Wäsche. Frau Wiesthaler. ein Packet Wäsche. Herrn Verblatsch, ein Packet Wäsche. Herrn Zintauer. ein Packet Wäsche und Charpie. Exe Frau Gräfin Marzani, Verbandstücke und Wäsche. Frau Burkhardt. Wäsche und Leimvand. Frau Pogledilsch. Charpie und Wälebe. Herrn Nossek, Verbandstücke und Wäsche. Herrn Lnkas Löschnifl, Wäsche. Herrn Ogriseg. ein Packet Wäsche. 5 sl. kr. grau Gasteiger. ein Packet Wasche. Herrn Wratschko. neue Leinwand. jrau Partscheider, ein Packet Cbarpie und Wäsche. >errn Br. Sanleque, ein Stück Leinwand und Wäsche, ^rl. Millautz. ein Packet Wäsche. Ujlgenannt, ein Packet Wäsche. Frau W^'lter, ein Packet Wäsche und Charpie. (Fortsetzung deS 3. Verzeichnisse» folgt.) Telegraphischer Wieaer Cours vom 12. 2l»li. Kreditaktien....... London ........ Silber ........ K. K. Mlinz.Dnkaten . . - 5'/, Metallique».....52.-^ Rational'Anlehen.... 59.75 18KVer StaatS-Anleheu . . . 78.9Z Bankaktien....... 132.5»0 127.— 0.26 Warnllng. (27ü Ich crsuchr auf meinen Rameii ohne meiner eigenhändilim Amvei-sung nichtt zu »eben oder zu borgen, da ich diessall« kein Z.>l>Ier bin. Marburg am 28. Juni 18l;o. Andrea« Postbarnika Rr. 7721 (2ö!> Exekutive Aahrviffen Bersteigeruva. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es fei d.e ejrekutive Feilbietung der dem Herrn Augustin Witzmann gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten und auf 102 fl. geschätzten Falirpisse, als: zwei FuhrwägkN und iüus Schweine, btivilli^^et und hiezu zivei Feilbietungstagiatzungen. die erste auf den IV. Juli, die zweite auf den H. Ättftust lAOO jedesmal von 10—12 Uhr Vormitta.^ö .N! Wohnorte d.s Schuldners zu Dobring. Haus Nr. 94 mit dem Beisaxe angeordnet worden, daß die Pfandstücke bei der ersten Jeilbietnng nur um oder über den Schätzungswerth, bei der ziveiten Feilbie^ung aber auch unter demselben gegen soglelche Barzahlung und Wegschaffung hintaugegeben werden. A. f. Bezirksgericht Marburg am 17. Juni 1866. geschüsi8 - Anzeige. Der ergebenst Gefertigte beehrt sich hiemit anzuzeigen, daß^^ A^ er das 6c «ptoßrOt vvuVlitttt inZ^ ^^der IZi'ttustt'ltsv von Herrn ^öolf Lächle übernommen hat?^ und dasselbe für eigene Rechnung fortfiihrrn wird, und erlaubt sich sein? k .^ uru sorlirtts Porzellan- öt Glaswaarenlager in Tafel-, Cassee-.j ff M Tljtt-, CrBall-Trink- und Delserl-Service nach neuesten MnKeruM ^ und Vessms, den feinsten Lnrus-^^rtikeln bis zu den gewöhnlichsten ^Gtgenstättv.n des Hausbedarfes ; Spieaeln, versilberten Garten-Kugeln, Waschgoldleiften, portriit- und pliotographie-Kahmen zc. ze. < zu den billiglieu preisen auf das Lefte zu empfehlen. j IMf^Berglasungen jeder Art bei Neubauten. Auslagen und«^ Reparaturen, mit' ordinären und feinen Fenstertafeln und Spiegelglas« k i werden schnellstens besorgt und billigst berechnet. «E 267) HoibachlungSvoll ^krokinakg. j ^ Z. 504«. Edikt (270 Z. 8234. Edikt. (274 Da die laut d. a. Ediktes vom 10. April l. I. Z. 4159 auf den 26. Juni l. I. anberauntte erste Tagsatzung zur erekutiven äußerung der Denikeschen Realitäten Dom. Nr. 1 und Urb. Nr. 21 »6 Kranichsfeld, Berg Nr. >ZchlelN!tz und Dom. Nr. 1 ^^tu- tenitz erfolglos war. so wird am A-A. l. hier bri (>^ericht in d!einisch durch Herrn Dr. Dominkuscb die exekutive Feilbietung der d^m Frl. Maria Jakovitsch gehörigen, auf 1128 st. I kr. geschätzten Fahrnisse, als: Putzwaaren, Einrichtung u. s. w . dann i)er derselben getiörigen Buchforderungen, zusammen im Nennwerthe p^r 284 fl. 33 kr. bewilliget, und hiezu zwei Feilbietungstagsatzungen. die erste auf den Itt., die zweite auf den Juli RSttS und erfor.'e.lichcn Falles die folgenden Tage jedesmal von 9—12 Uhr Vormittages und nöthigenfalls von 3—6 Uhr NachmlttagS im Berkaufsgewölbe der (5rekutln in dcr Grazervorstadt zu Marburg mit dem B isatze angeori'net lvorden. dcb die Pfandstücke sowie auch die Buä)forderungcn bei der ersten Feilbietung nur um oder über den Schäyungs- beziehungsweise Nennwerth, bei der zweiten Feiibietung aber auch unter demselben gegen so^leiche Barzahlung und Wegschaffung hintangegeben werden. K. k. Bezirksgerläzt Marburg am 22. )uni 1866. er »eD«t»eur: Fr«>z »ie«ttz«ler. 2. Zi St. v Drxk »d »«» Ed»>?d 3«»jchitz i» >Xarb»trg.