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Roman von Nelli Rojic»Plachki. — Verlag des Vereines der Bücherfreunde in Berlin. iiiebc und Kunst, Freiheit und Leben find die Leitsterne dieses neuen eigenartigen Werkes. Leit-steine sind auch Leidlternc; zähes Festhalten an denselben schlägt Wunden und nur seljenseste Eharaktcre finden trotz aller Fährden den rechten Weg zum Ziel, treffen an entscheidenden Wende-punkten die richtige glückbringende Wahl. Ändere sinken, für sie taucht die Tonne unter und ein ver-lorene« Leben mehr weint im Dunkel, dem nie wieder ein lichter warmer Strahl neues Hoffen bringen kann. Nur ausnahmsweise gibt eS ivelche, denen aus dem Fegesener solcher Verzweiflung ein Schutzengel den Weg zur heiß ersehnten Seligkeit weist, und zu diesen Ausnahmen zählt die Heldin dieses in Tage-buchblättern geschriebenen Romanes. Die siebzehnjährige Prasidenientochter Hitto von B., ein glaubensstarkes, viel spottendes Wesen, hat es bei ' ihrem Vater durchgesetzt, daß sie zur Bühne dars. Heimlich hat sie sich in Rautcnde-lein vertieft, und der aus Staubgeruch, Parsum, Moderdust und Seise gemengte Odem nimmt ganz ihr Sinnen ein. Da eben ihre ältern ans der Provinz in die Hauptstadt übersiedeln, findet sie günstige Gelegenheit, sich bei einem ersahrenen Lehrer Schulung zu holen. Anerkennung ihre« Talentes bestärken sie in dem Gedanken, zur Künstlerin bf- (£ IIi Sstm tslfl, 22 Januar 1910. 35 Javrgang. auch aller utraqnistischcn Schulen im Unterland« hin wies, verhallten »»gehört. Die denlschireiheit« lichen Abgeordneten, die selbstverständlich geschlossen gegen den Antrag stimmten, kann in dieser traurigen Sache kein Vorwurs treffen. Die privilegierten Hüter historischer Rechte und Vorrechte sind es, die jedenfalls wieder aus hochpolitische Erwägungen und Gründen der Staats« raison solgend, die Einheit der Steiermark aus« Spiel seyen. In den Ahnenzrüsten der verschiedenen Herren von Steiermark^ muß es am 21. Jänner zu lebhasten Umdrehungen gekommen sein. Die Ausgestaltung der Landes-Kuranstüll Aeuhaus. In der am Donnerstag stattgesundenen Sitzung des steirischen Landtages erstattete Abgeordneter W a st i a » im Namen des Finanzausschusses Bericht über die Ausgestaltung der Landes-Knranstalt Neu» Haus. Er vertrat den Antrag des Landesausschusses, für Investitionen 1*40.000 «ronen zu gewähren, die im Anlehenswege zu beschaff«» sind. Eine Umgestaltung der Kuranstalt, sührt Redner aus, ist unabweisbar. weil bei dem gegenwärtigen Znstande ein Weiterbetrieb der Anstalt nicht denkbar ist. Ein Elementarereignis habe den Einbruch von Kaltwaffer i» die warme Quelle znr Folge gehabt, so daß der Landesausschnß gezwungen war, Quellenarbeiten schon vorher anzubahnen. Mit der Erhöhung der Ergiebigkeit der Quellen muffe auch eine entsprechende Ausgestaltung der jetzigen Baulichkeiten durchgeführt werde». Auch hat die Statthalterel eine» Auftrag wegen Durchführung der Wasserversorgung erteilt. Dir Teilung dro sttirrm. Landes lchnlnNrs. In der Sitzung bei steiermärkischen Landtages am 21. d. M. haben die klerikalen Slowenen neuer-dings ihren Antrag auf Teilung des st e i t v -märkischen LaudeSschulrates in eine deutsche und sloweusche Sektion einge-bracht. Ein gleicher Antrag stand vor H Tagen, vom Abgeordneten Dr. Kukovec gestellt aus der Tages« ordnung. Für die Zuweisung stimmten damals nur alle Slowenen und Socialdemokraten, während sich Deutschfreiheitliche, Großgrundbesitzer und Christlich-soziale dagegen anssprachen, so daß der Antrag nicht au den Unterrichtsausschuß gewiesen werd?« konnte und auf diese Art erledigt war. Freitag nun, als die klerikalen Slowenen mit dem ganz gleichen Antrag kamen, war die Situation plötzlich ganz geändert. Daß die Ehristlichsozialeu den Slowenisch Klerikalen zuliebe ihren Standpunkt änderten, kann man sich aus verschiedenen gemein» samen Interessen, die sie verbinden, erklären; eine Festigkeit in nationalen Fragen haben wir ihnen ja nie zugetraut. Was aber den v e r f a s s n n g «t r e u e n Großgrundbesitz zu diesem StimmungSwechzel inne halb * Tagen veranlaßte, ist nnS unerfindlich. Die Herren kann doch nicht gestern der klerikale Antragsteller gelockt haben, während sie vor 8 Tage» der freiheitliche Slovene mit dem gleiche» An» trage abschreckte, wie es bei den Christlichsozialen der Fall war. Es muß also im Antrag selbst der Grund zu suchen sein. Und da muß man sich wahr-hastig, abgesehen von allen nationalen Bedenken schon aus dem einen Grnnde an den Kopf greise», daß es möglich ist, daß gerade sogenannte ..Ver» fafsnngsttcue" zur Zweiteilung unserer Steier mark ihre wohlg,pslegte Hand hergaben. Was für Einflüffe da wieder tätig wäre», um diesen Stimmungswechsel innerhalb acht Tagen zu erreichen, ist nicht schwer zu erraten. Der Nord« wind braucht »ich! start über den Semmering zu blasen um ihrer Fahne eine andere Richtung zu geben. Jene Herren dieser Gruppe, die ihre poli tische» Vorrechte als eine Dependenee des Gölte»-gnadentnms betrachten, haben sich über ihre Ab' stimmung kann, viel Gedanken gemacht und ist man bei diesen stets auss Ängste gefaßt. Daß aber auch Herren, welche die Verhältnisse in Nnlersteiermark kennen und die Konsequenzen dieses Antrages alfu auch begr neu. die serner auch sonst zum lebendigen völkische« Leben in Beziehung stehen, die Einheit der grüne» Mark zn verraten bereit sind, das hat wahrhaft Verwunderung erregt. So erregte es all-gemeines Staunen, daß anch die Maffe drs Bürgermeisters von Radkersbnrg, der dem'^roßgrundbesip angehört, sich für diesen An-trag leichten Herzens erhob. Klubzwang ist ein schönes Wort, zum Volksverrat darf er einem aber nicht zwingen. So mußte man es jehe», daß der im Unterland febr geschätzte Baron Enob loch in richtiger Beurteilung dieses Antrages sitze» blieb und erst durch den klSstenördernden Abgeordnete» Mayer v. Mell u h o s empor gezerrt werden mußte. Die Mehrheit des steiermärkischen Landtages hat es nun ausgesprochen. daß sie über die Zweiteilung des Landes mit sich reden läßt. Die Worte des LaildeSausschußbeisitzer» Dr. Hossmann von Wellen hos. der ei«, dringlichst ans die gnmdsätzliche Gefahr '.dieies An-irageS aufmerksam machte, der auf das Schicksal rusen und auSerwählt zu sei». So meidet sie. i» ihrer Keuschheit durch nianchen Einblick abgestoßen, auch von strengem Auge bewacht, engeren Anschliiß an ihre Mitschüler und später an ihre BeriijSge-»offen. Ihr Partner in Lanstadt, der sich zurück-gewiesen fühlt, rächt sich an ihr anj offener Bühne und zettelt dann eine ganze Verschwörung gegen sie an, welche zur Folge ha«, daß ihr trotz nnbe-stritten«« Ersolges die besten Rollen weggenommen und der zweiten Naiven zugewiesen werden. Ed kommt zur heftigen Auseiiiaiidersrtznng mit dem Dire'tor. Nach zwei Wochen ist der Vertrag gelöst, und .Hella kehrt, zum erstenmale vom Leben rauh angegriffen, zum Vater zurück, der an schwerem HalSleide» ohne Aussicht auf Rettung siecht. Mitten in der Spielzeit muß sie ans den Abschluß eines neues Vertrages verzichten. Aber sie war bisher wie ein Sonntagskind durch das Leben gewandelt, und so läßt ihr das Geschick auch in dieser schweren Zeit eine» Stern ausgehen, der ihr mit niegeahniem Glänze leuchten soll, sie hat Herbert kennen gelernt und mit ihm durch die Hand einer fernen Base einen verschwiegenen Briefwechsel begonnen. Der seligste Tranm ihre« sehnenden Mädcheuherzen» geht in Erfüllung. Sie, die nicht warten will, bis ihr der Appetit vergeht, die grnießen will, so laiige sie Hiiiiger hat, die nach Liebe und seligen Stunden verlangt, wie es keiner weiß, die nicht ungepflückt verwelken will, findet in Herbert den Einen, den Einzige», welche» ihr Herz gesucht. Heiße Leidenschaft, geschüit von schwer unterdrücktem sinnliche!! Verlangen, flammt in ihr ans und verklärt ihr Dasein; ein lichtes Morgenrot an wetterfchweren Tagen. Vom ersten Stelldichein bis zum geivagten Spiel, ans welchem sie nur durch Herberts Stärke in Rein-heit tritt und darüber hinaus nur LenzeSglück und fommcrrcijcS Küffen. „HinanS! und der Freiheit, dem Glück in die Arme!" Das ist der „Rns des Leben«", welcher Marie in die Arme ihres Max wirst . . . Doch aus das jauchzende Glück fällt ein Schatten, dann »och einer, dann ein dritter. .Herbert reicht in seinen kleinlichen Eiierfüchleleien an ihre große Liebe nicht heran, er will sie ganz für sich. Und siehe — die Liebe zum Mann ist stärker, als jene zur Kunst. Hella sagt der Letzteren Lebewohl. Aber reine«, zweifelloses Glück genießt sie, die mittlerweile den Vater verloren, nicht mehr. Es tauchen Mißver» ständniffe aus. diese weiten sich zur Kluft — mit jähem Abbrüche schließt ein rauschender Akkord. Welkes Laub nnd welkes Hoffen . . . Doch es kommt ein Tröster i» dieser nach Erlösung schreienden Not. Ein Ingeudsreund, der durch lauge Trennung fast in Vergessenheit geraten war, der vielbelächelte Dr. Eugen Werzer, einer jener Glücklichen, welchen der Faden der Geduld nie reißt, nnd die ruhig warte» können, bis ihnen reise Frucht in den Schoß füllt, kommt zurück. Die Freundschaft wird zur Neigung und diese zur sturmsreien Liebe, die zu stiller Zusriedenheit, getreuer Ersülluug häus» licher Pflicht und stolzem Mutierglück sührt. Doch lies im Herzen lauert ein Sehnen, das Hella in schlaflosen Nächten foltert und ihr im Traume Bilder rauschenden BeisalleS vorgauckelt. Endlich findet sie Seite 2 Die elektrische Beleuchtung sei für einen Surort selbstverständlich notwendig. Ueber die mit Recht ver-langte Trennung der Stelle des leitenden Arzte» und des Verwalters wird in der Budgetdebatte gesprochen werden. Der FinanzanSschnß wird bean» tragen, dem LaudeSausschusse den Auftrag zu erteilen, eine Reorganisation der DiensteSbestimmnnge» zu treffen. Auch die Bestellung eines zweiten Badeärzte» ist im Ausschusse besprochen und befürwortet worden. DaS, was die Vorlage des Landesausschusses ver-langt, ist daS Mindestmaß dessen, was unbedingt notwendig ist. Redner müsse aber schon heute daraus hinweisen, daß diese Investitionen nicht eine durch-greifende und gänzliche Ausgestaltung der Kuranstalt herbeiführen können und uur den Anfang einer ent« sprechenden zeitgemäßen Reform bedeuten. Auch von einer Verzinsung des investierten Capitales könne zunächst nicht die Rede sein. Zum Schlüsse setzt der Berichterstatter die einzelnen Posten' des Erforder» nisfcs auseinander. Der Minderheitsberichterstatter Abgeordneter Dr. VerstoZek i,kler. Slow.) vertritt folgenden Antrag: Der Credit von '240.000 K für die Ausgestaltung der Badeanstalt NeuhauS werd« für nicht genügend erklärt und vom Finanzausschusse nicht bewilligt, bis diesem nicht genaue Projekte für diese Investitionen zur Prüfung vorgelegt worden sind. Redner erhebt den Vorwurf der Planlosigkeit bei der Ausgestaltung und meint, auf diesem Wege werde mau wieder nur zu großen Kostenüberschreitungen komme». Er rügt verschiedene Uebelstaude nnd macht Abänderungsvorschläge. Abgeordneter Dr. Schachert (Soziatdem.) tritt für den Minderheitsantrag ein. Er schlägt Reformen in Perfonalangelegenheiten vor, beantragt eine Verlängerung der Saison durch Einführung einer Vor« und Nachsaison für Minderbemittelte, regt die Gewinnung eines Frauenarztes an usw. Werde der Miuderheitsautrag nicht angenommen, so würden die Sozialdemokraten für den Referenten« antrag stimmen. Landesausschuß S t a l l u e r erwidert auf die Ausführungen des Abgeordneten Verstov^ek an der Hand eines reiche» Talsacheumateiiale», verweist aus die Bemühungen des Laudesausschusies in vielen, vom Minderheitsberichterstatter berührten Angelegen-heilen und weist diesem daS Unlogische mancher seiner Behauptungen nach. Landesausschnb Dr. Link gibt bekannt, daß man mit Rücksicht auf die Lage der Laudessinanzen sich einschlösse» habe, die Sani.'rungSaktion in Abschnitte zu teilen und alles das auszuscheiden, was einer späteren Zeit vorbehalten werden könne. Abgeordneter Wastiau weist im Schlußworte den Vorwurf, der Antrag sei ein Flickwerk, zurück. Eine Verzögerung der Arbeiten sei zn vermeiden, da zur Lauieruug mancher Teile soiort eingegriffen werden muß. Erst durch den Hinweis aus die Finanz« läge des Landes habe sich LandeSauSfchuß Stallner, der so wie er ein ausrichliger Förderer der Anstalt den Mut, ihrem Manne zu sagen, daß der Künstler das Höchste, das er in sich trägt, nicht feige knechten darf. Eugen, eine gottbegnadete Natur, sieht ein, daß nichts was lebt, in einem Sarge wohnen kann und gibt ihr den Weg frei. Hella kommt an eine Hosbühne, und Engen, der so lange im Stille» ge-schaffen, tritt mit der Oper „Ikaros" in die Ocffenl-lichte» uud erzielt glänzenden Erfolg. Die Sonne steigt, der Tag bricht an ... . Mich hat Herberts Sieg nicht gefreut. Diese Liebe war zu eroiifch, als daß sie Bürgschaft für dauernden Bestand i» sich getragen hätte. Sie war nicht von jener sittliche» Tiefe und geweihten Kraft, welche sich durch opferwilliges Entsage» adelt, da-durch die Seele läutert und dann im Erinnern nn-vergängliches schafft. Und ich schließe, daß Hella der Bühne trenloS werden konnte, weil sie überhaupt nicht Künstlerin sondern nur Schauspielerin ist. lr»ie-viel weiß ihr Tagebuch von geheimem Weben und Wirken zwischen zwei Herzen, die sich gefunden haben, zn erzäblen, und was erfahren wir von ihrem ideale» Veihältnis zur Kunst? Beifallstürme, be-geisterte Meiige zu Füße», wiederliolt auigeheuder Vorhang — das sind angenehme Beigaben, aber kein Kern, daS sind Erfolge, aber nicht Ziele echter Kunst. Diese muß, soll sie wahr sei», i» der Seele wurzeln und ein Echo auslöse», da» Lawinendonner nicht übertönen kann. Ich lasse den Einwnrj gelten, daß das, was in einem junge» Mädchen keimt, nicht schon ei» voller Zweig sei» kann, wie ihn d'Auuunzio in die schöne» Hände der Eleonore Duse legt. Aber aus dem Mädchen ist eine »eife Frau geworden, die Mische Wacht fei, bewegen lassen, von dem größeren Projekte ab-zugehen. Bei der Abstimmung wird der Minderheit»-antrag abgelehnt, der Referentenaiitrag angenommen. Ein Cillirr Jrirdhof-skanftal vom Jtohrr 1576. Nach Akten aus dem Landesarchiv in Graz In der vorigen Woche besänftigte de» steirischen Landtag eiue Anfrage des Abgeordnete» Ritter Zthony über die rohe Behandlung verstorbener Protestanten nnd deren leidtragende» Angehörigen durch die Diener der römischen Kirche auf einigen ostfteirische» Friedhöfeu. Diese Beschwerde hätte freilich mit dun gleiche» Rechte fast aus unser ganzes Kronland anSgedelmt werden können. Die römische Kirche ist seit jeder allerorte» unduldsam gewesen, gegen Lebendige wie gegen Tote. Auch Gilli war wiederholt der Schauplatz ähnlicher Friedhoisfkaudale. So a n 30. Juni 1848 gelegentlich der Beerdigung des in der San» umgekommenen evangel. Konvnkeurs F. A. Vieweg. Die Erbitterung der freigesinuten kathol. Bürger und Arbeiter über die Lieblosigkeit des kathol. Priesters machte sich zunächst in einer Beschimpfung desselben nnd einer Katzenmusik Luft, die am Abend dem verhaßten Äbte Vodou^k ge-bracht wurde. Von viel weitenrageiiden Folgen aber war der Friedhofsskandal vom Iabre 157ti, Damals starb der evangel. Iosna Goldschmied!. A!» man sür diese» das Grab ans dem Eillier Friedbos bei der Pfarrkirche graben wollte, verbot dies der katholische Stadtpsarrer Michael Kupetz (Cnpitiaiins). AIs Ketzer und „infamig person" dürfe er nicht innerhalb der Stadtmauern beerdigt werden. Dieser Erklärung trat der Stadirichter Georg Alblinger. selbst ein Protestant, entschieden entgegen uud machte sich sogar mit seinen evangel. Freunden daran, aus dem Stadtfriedhofe das Grab auszuheben. ver Riemer Thomas Knor, der Hütetet HauS Fridmann und der Kürschner Thomas bliebe» als Wächter am Grabe zurück. Nun erschien »lnpetz, empört über diese Verletzung des beilige» Oites und bedrohte sie im Name» der sürstliche» Durch-lancht (Erzherzog Karl) mit empfindlicher Strafe. Doch diese sollen die kecke Antwort gegeben haben: „Laß uur Befehle komme», man hat bereu schon mehr gehabt uud dennoch wenig damit ausgerichtet". Zu flammenden Woueu führte nun der Stadipfarrer Beschwerde beim Erzherzog. Es fei ein Tumult und Aufstand zu befürchten, er fühle sich mit seinen Priestern und katholischen GlaubenSgeuosseu in der Stadt nicht niehr sicher und schwebe in stündlicher Lebensgefahr. Der Erzherzog möge denn auch dieses drohende Unheil mit seiner fürstliche» Macht uieder-trcte», was ihm Gott gewiß vergelten würde. We- zurück zur Bühne will, weil die Kunst, die wach bleiben uud stark sei« soll, der Wärme bedarf, des Lichte» und der Nahrung: der Anerkennung und des Beifalles der Menge. Das ist nicht das Glaubens» bekenütnis tief eingewurzelter Küustlerschasi! — Ich kann auch dem Geleitworte nicht zustimmen, wonach die Ehe und die Weihe der Mntterschajt die Brücke bilde», auch welcher Hella den Weg zurück zur Kunst findet, weil das ganz neu wäre. Ehe Niid Mutierfchast, geheiligte B«gr>ffe, waren nnd sind ebensowenig ein Fruchtbodeu für künst-lerifche Ansätze, als je Moudenlicht eiue Knospe wach geküßt, einen Apsel rot gefärbt, ein wogende« Aebrenfeld zur Reise gebracht hat. Was sagt Hella selbst über ihre Ehe? „Die Ehe >oll sei», wie ein schöner, hoher, kühler Tanneuwald. Friedlich nnd still schreitet ma» durch seine schattigen Gänge. Da sind keine Blät-ter, die fallen, nichis, was gelb und alt wird. I» einheitlichem Giüu leuchtend vom erste» Schritt, de» ma» tut, bis zum letzte». Es liegen keine strahlenden, pnrpnrrote» Rosen am Wege, aber der Fuß läuft auch nicht Gefahr sich au Dornen wund zu ritzen. Wie ein stiller, friedlicher Strom durch den Wald, so sollte die Ehe durch da» Leben hiefließen . . Die Kunst braucht reges Lebe» u»d Iwpulfc! Sie muß in Schmerzen ge bore» werde», der Weg zu ihr führt durch Dotur», „Und es kommt das echte Lied Einzig a»s dem Mcnschcuherzrn, Das ein tiefes Leid durchzieht!" Nummer 7 ttige Tage darnach am 28. April kam bereit« durch eine» Eilboten ein dringendes Mandat des Erzher-zog» an den Stadtrat mit dem Befehl, daß Alblinger wegen seines Frevels und Mutwillen« sofort abzu-setzen und ein katholischer Richter zu wählen sei. Die evangelischen Mithelser des Richters sollten jeder sür sich verhört werden, warum sie trotzt de» so heftigen Protestes des katholischen Pfarrers sich unterstanden, den Goldschmied auf dem Friedhof dcr Stadtpfarrkirche zu begraben. Da« Protokoll diese« Verhörs solle mit den Gutachten des Rate« sogleich wieder an den Erzherzog zurückgesandt werden, damit möglichst rasch eine empfindliche Strafe .zu einem Abscheu" über die Schuldigen verhängt werden könne. Den sektischen Prädikanten (den evangel. Pfarrer Matjchek) sollten sie ohne Verzug wegschaffen, ihn auch seruer dort nicht meht dulden und vor allem sich seiner verführifche» Lehre nicht mehr anschließen. Di« wahre katholische Reli-giott müsse in tfilli „stets und fest * erhalten bleib««. Alblinger wurde dann mich feines Amte» enthoben nnd mit mehreren evangel. Bürgern aus der Stadt verjagt. Deren Frauen und Kinder, die die Stadt nicht sogleich verlassen konnten, mußten eine Flnt von Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Ein evangel. Messerschmied wurde in den Turm geworfen. Damit hatte dcr Friedhofsskandal sein Ende gefun« den. Dte Reformation freilich konnte dadurch in ihrem Siegeslauf nicht ausgehalten werden. politische lluiiöschnu. Inland. gusammenschluh der deutschen Parteien. In der Sitzung de» deutschen Vollzugsausschusses vom 18. d. wurde von de» deutschböhmischen Mit-gliedern, de» Abgeordneten Pacher, Dr. Pergelt und Dr. Urbau über die Prager Vertrauensmänner-Versammlung Bericht erstattet und hiebe, auch darauf hingewiesen, daß die Wünsche der Prager Versammlung ,ich auch in der Richtung bewegt hatten, es möge ein engerer Zusammenschluß der deutschsreilicitlichen Abgeordn.ten im Reichsrate statt» finden. Die gegenwärtige Organisation der deutsch-freiheitlichen Parteien wird in ähnlicher Weise aus-gebaut werden, wie dies im böhmischen Laodtage gescheht» ist, wo bekanntlich alle deutschen Parteien i» einem Klub unter einem Vorstande vereinigt sind nnd alle entscheidenden politischen Beschlüsse stets von der Vollversammlung gesaßt werden. Zur Durch, sührinig der Organisationsfrage wird eine besondere itznng des deutsche» Bollz»gsat>sschusses einberufen werden und zwar »och vor Wiederbeginn der Tätig-seit des Al'gcordnetenliaufes, also in der ersten Halste des MvnateS Februar. Die Organisationen der Wahlbezirke und überhaupt außerhalb des Wer genau hinsieht, der findet die richtige Brücke, und die heißt Eugen. Zweiiellos wird über sei» schöpferisches Tun zu viel gefchwiege». Earlos foll nicht durch Posa verdrängt werde». Dvch wenige, was nur von seinen fiiujt/rrtfdje» Wirken erfahre», läßt erkennen, daß dieser Mann mit dem schmalen Gesichte, mit dem bleichen Ehristuskopfe eine große freie Küiistlerfeele hat. Sein still gehüteter Schatz ist sein Gluck und »eine Stärke, da« Lied ist Lobn, der reichlich lohnet. Ik >ro« — Ikaro» stiegt der Sonne zu und reißt sei» Weib Mit. Wenn zwei verschiedener Auffassung sind, muß nicht notwendig eine dieser Meinungen falsch, mnß nicht unbedingt die später geäußerte die allein rich» ti>gc sei». Ferne sei es von mir. dem Buche daraus einen Vorwurf zu machen, weil es ei» P.oblem anders löste, als ich es gewollt. Und es veidiente auch einen solchen Vorwurf nicht, denn es steht hoch über dem mächtig schwellenden Strome des heutigen literarische» Schaffens. Die getreue und treffende Art, mit welcher das schauspielerische Milieu gegebene» wird, tie zarte Weise, i» welcher «US häusliches Schaffen, werdendes uud geioordeue» Mnttergluck entgegentritt, die seine Satin-, mit welcher gesellschaftlichen Vorurteilen a» den Leib geruckt wird, sichert allem schon dem Buche einen dauernde» Wert. Wirkliches kuustlerijches Fühlen und Schaffe» bezeugte jener Teil, in welchem da« jauchzeude Liebesleben, das Leid der Verlassenen und das Verhältnis zu Eugen geschildert wird. Nur dichterische Fantasie, die bi» zur Sonnen- Nummer 7 Deutsche Wacht Seite 3 Parlaments werden durch den engeren Zusammen, schlnß der deutsche» ParlamentSpartcie» selbstver« ständlich nicht berührt. Sonderstellung Galiziens. Entsprechend einem seinerzeit eingebrachten An-trage ha» der galizische Landtag ein Gesetz beschlossen, daß eine LandeSstatistit über den inneren Handel Galiziens eingeführt wird. DaS Gesetz richtet sich — analog der seinerzeit eingeführten Statistik über den österreichisch-ungarische» Zwischenhandel — gegen die Einsuhr österreichischer Industrieerzeugnisse in Galizien, zielt also a«s die ivirischaftliche Abson« derung G^ilizieus von deu übrigen Kronländcrn ab. gur Wiener Spionageaffäre. In der letzten SamStagnacht ivnrde. wie uns gemeldet, unter geheimnisvollen Umstände»» eine Militärperso» verhaftet; über die Angelegenheit ist bisher nichts iu die Oeffentlichkeit gedrungen. Hon informierter -Seite verlautet nun. daß die betreffende Person ei» Artilleriebeamter ist, welcher in einer Munitionsfabrik in dcr Nähe von Wiener Neustadt angestellt ist. Der Beamte hatte einzelne Geschobteile des neuen österreichischen Arlilleriegeschützes an Italien vertaust nnd dadurch Konstrnktionsdetalls verraten. Der Verhaftete ivnrde ins Garriso«Sge< richt eingeliefert. Bei d:n entwendeten Teilen han-delt es sich um eine Erfindung, welche es ermöglich», bei Schrapnellgeschosicn durch iuiensivere Spreng« intcnsität eiue größere Anzahl von Spreiigstücken zu erzielen. Der böhmische Landtag. Wie die „Deutschrad. Korr." »neldet, »vird dcr böhmische Landtag wahrscheinlich am 1. Februar seine erste Sitzung abhalten. Diese Sitzung wird jedoch nur formalen Charakter haben. Die erste meritorische Sitzung findet am 3. Februar statt. Ausland. Russische Korruptton. In Erwartung der Senatoreurevisiou des WegebanministeriumS sind seitens des Ministers Ruchlosf kleine Revisionen angeordnet »vorden, die ein überraschendes Resultat gezeitigt haben. Die Kominilsion hat sestgestellt. daß daS Wirtschafte« departemenl des Ministeriums iu sehr engen Be-ziehungen zn Sohlenlieseranteu steht. Dank diesem Umstände »vurden letztere unmer rechtzeitig von den Konkurrenzpreisen in Kenntnis gesetz», »vas sie zu ihrem Nutzen nnd zum Schaden der Krone aus-nützten. Es soll sich um ganz kolossale Summen handeln, »velche die Krone indirekt verloren hat. Die Wahlen in England. Nach den bisher bekannt gewordenen Resnl« taten erscheinen gewählt 163 Unionisten, >37 Libe- höhe aufsteigt, vermag jenen dithyrambischen Schwung zu verleihe«, jene hinreißend schöne Gcdankensolge zu bauen, in welcher Hella ihr Liebesglück offenbart. Nur ein reiches Innenleben kann ei» gebrochenes Herze in langen Tagebuch blättern aiij solche Weise klagen lassen, das Wer-mnt nicht zur fade» Limonade wird. Mit geradezu meisterhafter Psyhologie weiß uns Hella klar zu machen, wie ihr die Freundschaft Engens i» ihrem verzweiselte» Gedanken an» lockenden Mühlbache die einzige Rettung wnrde. »vie sie durch dieselbe den inneren Frieden wiederfindet, wie ans ihr Zuneigung und schließlich jene leideuschastlose, erquickende Liebe wird, die den Bund sür» Leben heiligt. Das Buch scheut keine» keckn» Griff inS Leben, ist nicht sür ein Mädchenheim geschrieben. Es wird bei Prüden Kopjschüiteln erregen. Wer jedoch im Schrei nach Freiheit, im Sehnen nach geschenkter und genommener Liebe noch nicht einen moralischen Fall erblickt, der wird »ach ausniertsanik» Lese» Dank wisse» sür überaus anregende Stunde». Und hat es ihn selbst schon einmal gcrnsen und gelockt uiit tausend Stimme» uud tausend Annen, in dem zehrende» Feuermeer zu versinken —, e.» Bild ans vergangenen Tage» »vird in leuchtender Schön heit vor seinen» sinnenden Auge erstehen — eine weiche Hand mag dann in Dämuierzauber die tiesgesurchte Stirne glätten Branse»»dem Stur»» solgt ruhiger Tag! Eilli, 16. Jänner 1910. Dr. F. B. rale, 29 Mitglieder der Arbeiterpartei und 53 Nationalisten. Die Unionisten gewinne» 72 und die Liberale» 9 Mandate. Die Arbeiterpartei gewinnt einen Sitz. Unter den gestern Gewählte» befinde» ich auch Staatssekretär' des Aenßer» Sir Edward Grey. Truppensendung nach Abessinlen? • Trotz amtlichen Dementis versichert das „Giw> »ale dcl Popolo", daß ei» Dampfer ausgerüstet wurde, um 1200 Soldaten nach Abessinien zn »ringen, sobald der Tod deS NeguS Menelik begannt »ein »vird. Vom Dtge. Ausweisung österreichischer Staatsbürger aus Deutschland. Ans Hambnrg kommt die Meldung: Die hiesige Polizei bat 23 Oesterreicher, durchwegs Slawen, als lästige Ausländer a»s dem Hamburger Sladi» gebiet ausgewiesen. Wir können das begreifen, denn die sind auch lästige Inländer. Das türkische Parlamentsgebäude ist am Oonnervtag niedergebrannt. Der Brand soll durch eine Explossion i»n Heizapparat ansgebrochen ansgebrochen sein. Die Bilanz des Hofball-Effens. Was aus dem Hosball diesmal verzehrt ivnrde. berichiet die nachstehende kleine Eßbilanz. Jngelamt »>are» etwa <00 Servicrschüssel» aufgestellt. De» Gäste» »vurde» 250 Liter der berühmte» Olio-bonillon serviert. Es ist dies eine Bouillon ganz eigener Art, deren Rezep». spanischen Ursprn»-geö, schon über 20 Schüssel» Schinken, 20 Schüsseln Galantine, 40 Schüssel» Z«ngk», 10 Schüsseln Poulard d'Ecroy, 25 Schüsseln Poulard de Slyrie »». j. s. A»ßerdem wurden mehrere Tauseud Saadivichs und 30.000 frische Faschingskrapsei» aufgestellt. Dazu kamen »och mehrere andere Spezialschüsseln. welche nur de» Mitglieder» des Hvses gereicht wurde». Bon Se»»e der Hoiz«ckerbäckereie» »vurden aus den BüseliS ausgestellt: 80 Kilogram!» GesroriieS verschiedener Arte». 4000 Stück Desserbäckereie», 500 Kilogramm Zuckerln und 600 Liköre, Limonade», Pniisch »i. s. w. Die Dnrchsührung der ersorderlichen Arbeite» dau> erte 14 Tage. Mahlzeit — Steuerträger! Im Kampfe gegen die Teuerung. 11.000 Familie» enthalte» sich des Fleisches. Die Be»vegnng gegen die Lebensniittrlieueruiig i» Nordamerika hat jetzt zu cincm Kampfe gegen den Fleiscygenuß gesührt, und zwar im Mississippi-gebiete von Elveland bis St. Louis. 11.000 Familienväter verpflichtete» sich schriftlich, 60 Tage lanc, kein Fleisch zn essn». In Eleveland sind die Fleischpreise bereits gesunken, Serbien. A»S Belgrad »vird gemeldet: Kronprinz Ale-xander begibt sich, dem „Dnevnik List" zufolge, Soiintag nachmittag zn einen» privaten Besuche des Königs von Bulgarien nach Sofia, »voselbst er bis Dienstag verbleibt. Mann. Frau und Schwiegermutter. AnS Rostok »vird eine ftirchtbare Tat gemeldet: Dcr Sattler Dietrich, seine Fra» und seine Schwiegermutter wollten gemeinsam sterben. Sie gingen in einen Wald, »vo Dielrich seiner Fran einen Schuß in die Schläse beibrachte. Die Fra» entblößte ihre Brust, worauf ihr Mann eine» zweiten Schuß ans sie abgab. Da auch dieser sie nicht tötete, ginge» sie in ihre Wohnung zurück. Fra» Dietrich setzte sich aus einen Stuhl, »voraus ihr Main» ihr die PnlSadern aufschnitt. Ihre Mutter fing das hervorströmende Blnt in eiltet» Gesäß ans. Als die Fra» trotzdem nicht tot »var. stieß ihr Dietrich sein Taschenmesser in die Brust und schließlich knüpfte» beide die Fra» auf. Aus j5t»ii>t und Land. Cillier Gemeinderat. Geste:» nachmittag sand untcr dem Bo»sitze des Herrn Bürgermeister Dr. von Jobornegg eine GemeinderalSsltzung statt, in welcher der Herr ivür-germeister nach Feilstellung dcr Beschlußfähigkeit vor allem solgcnde Eiiiläuse zur Verlesung brachte; ein Daukschrcide» des Wachiührer« grau, Zintauer, »velcher durch 8j Jahre dem SicherhrilswachkorpA dcr Sladtgeuieinde Eilli in vrrbienstvoller Weise an-gehört und sür die ihm aus diesem Aulaßc gewoidene Auszeichnung dein Gemein berate seinen herzlichen Danke abstaltet. Ferner teilt dcr Vo> sitzende ei» Schreiben dcr jläblifch n LicheiheitSwache mit, in welcher letztere sür die günstige Erledigung ihre? Ansuchens um Regelung der Gehaltsbezüge ebenfalls baust. Diese beiden Dankichreiben werde» zur Kenntnis genommen. WeilerS bringt der Herr Vorsitzende eine Zu« chrift des Bezirksgerichtes Eilli zur Kenntnis, in ivclcheui mitgeteilt wirb, baß baS von Prokop Po-korny den Stadiarmen vermachte Legat von 400 k infolge höherer Ansprüche der Erbberechtigten auf 235 l< 72 1> hc> abgemindert wurde. Herrn Armenrat Ehida »vird »ach Verlesung der Verrechnung bezüglich der Einnahmen uub Ausgaben für bie Armendeteilung, welche er n verdienst» vollster Weise leitete von Seite des GeineinderaieS herz» (icher Dank ausgesprochen. Dem Airsuche» des Herr» Stadliierarztei W u u s ch um Bewilligung eine» 14lägigen Urlaubes behufs Ablesung des Rigorosums zur Erlangung de« Doktorgrades, und Stellvertretung durch Hern» Beziikstierarz» Gaß aus Koste» der Siadtgemeinde wird über Airlraq des H-rr» G. R. Bodisut stattgegeben. Die Eingaben beS Anion D i m e tz um Flüssigmachung eineS KausfchillingeS und Ruckver» gü»»»g eines MietzinSentgangeS werden »'egen Verhinderung des Reserrnien von der Tagesordnung abgesetzt Die übrigen Berichte des Rechtsansschusfes er» stattet Herr Dr. K o »v a t s ch i t s ch. Den Heimat«-rechtsansuchen der Katharina B e l i n a und deS Valentin Potonnig werden über A»»trag des Unterausschusses stattgegeben, weil der zehnjährige »»unterbrochene Anjenthalt in Eilli erwiesen er-säjeint. während daS gleiche Ansuche» der Marie Rebernik mit der Begründung abgelehnt wird, daß einerseits der zehnjährige ununterbrochene Aufenthalt in der Stadt Eilli nicht eriviesen ivnrde »nd anderseits ihre Tochter bereits dnrch fünf Jahre eine Armennnterstützung bezieht, was auch auf die Mutter zurückwirkt. Hierauf berichtet für de» Finanzausschuß dessen Obmann Herr Bürgenneisterstellvertreter Rauscher. Dem Handelsgremium Eilli werden »vie im Vor-jähre die Schnlräume sür die kausmännische Fortbildungsschule nebst Beleuchtung und Beheizung unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Für deu Gewerbcausjchuß berichtet dessen Ob-man» Herr Karl Mörtl. Der Josefa Gorischek wird zur Fortführung des «rämerstandes ihrer Stiesschwester Maria Korinschek ei» Standplatz am Kirchplatze sür die Dauer eines Jahre« eingeräumt. Dem Herr» Gustav Stiger wurde die Ueberlragung feiner Brauntweinschenkc in sein Hauptgeschäft am Hanptplatze bewilligt. Gegen die Uebertragnng der Trödlereikonzessio» der Franziska Zaverschnik an ihre Tochter Julie Kvlenz wird keine Einwendung erhoben. F. Eölestin wurde zum Verkaufe von Fleisch-und Selchwaren am Hanptplatze ein Standplatz mit dem Bemerken eingeräumt, daß er sich den für die StaildpHtze bestehenden Bedingungen voll-inhaltlich »inierivcrse. Die Eingabe des Wirtschaft«-Verbandes betretend die .Ei»fluß»ahme ans Her-stellung billiger Wohnungen wird über Anirag de« Gcwerbeausschusses dem Bauausschnsse im Einvernehmen mit dem Finanzausschüsse zugewiesen. Auf die Angebote des Franz Karlovschek und des Vin-zenz Knkovec >»»» Panschaliernng der Mantgebühren »vird nicht eingegangen. Hieraus schließt der Borsitzende die öffentliche Sitzung, der eine vertrauliche solgt. Franz gottt f. Donnerstag nachmittag ist in Hochenegg der Kausinann und HaiiSbesitzer Feanz Z o t 11 im Alter von 65 Jahren gestorben. Franz Zottl war eine der angesehenste» Persönlichkeiten im steirische» Unterlande, ei» viel ersahrener, hellblicken-der Mann, der mit unermüdlichem Eifer seine besten Kräfte in den Dienst der Allgemeinheit stellte. Seit Seite 4 Attache KZacht Nummer 7 vielen Iahren bekleidete er in der Gemeindevertretung des Marktes Hochenegg die Stelle eines ersten Ge« meinderateS und scheute keine Mühe und kein Opfer, wenn kS galt der deutscheu Sache, der er mit ganzem Herzen ergeben war, gute Dienste zu leisten Mit seinem Namen ist die Gründung der deutschen Schule in Hochenezg, die Gründung des dortigen Spar« und Vorschußvneine« verbunden. Ueberall wo sich das Deutschtum Hocheneggs zeigte, war Franz Zottl in erster Reihe. Dabei war er mit allen Gaben eine» liebenswürdigen Menschen reich ausgestattet und die Zahl der Freunde, die an seinem Grabe trauernd stehen, ist eine überaus große. Ehre seinem Andenken! Todesfall. In Wolfsberg in Kärnte» ist kürzlich der Fabrikannt Herr Franz Sotlschegg. der einer alten Ranner Bürgersfamilie entstammt ge« storben. Sein Bater war mehrere Jahre Bürger-meist« der Stadt Rann. Mit welcher innigen Liebe der nun Verstorbene noch immer seiner Vaterstadt gedachte, beweist der seltene Umstand, daß er in seinem letzten Willen zu Gunsten der Stadtarmen Ranns tausend Kronen spendete, die durch dir Witwe deS Verstorbenen der Stadtgemeinde Ran» mit einem ehrenden Schreiben bereit« zugingen. Todesfall. Heute um 5 Uhr früh starb in Sachsenfeld im 87. Lebensjahre Frau Katharina Hecht, Haus- und Realitätenbesitzerin in ttilli. Sie war eine in der ganzen Stadt wohlbekannte nnd wvhlgelittene Frau. Die Leiche wird am 24. d. um 1 Uhr nachmittags im Trauerhausc in Sachsen-selb eingesegnet und nach Cilli zur Beerdigung ans den städtischen Friedhof überführt. Militärisches. Donnerstag den L9. d. M. inspizierte der Dtvisiinär Feldmanfchalleutnant von Matuschka das hier stationierte Bataillon des Jnsanteiie-Regimentes Nr. 87. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn, tag findet der Gottesdienst abends 5 Uhr statt. Herr Pfarrer May wird über „Wie Christen beten" predigen. Im Anschluß daran findet die Feier de» hl. Abendmahles statt. — Die Zusammenkunft der Glaubensgenossen im Hotel „Erzherzog Johann" wird aus Montag in 8 Tagen verschoben. Unleidliche Verhältnisse im Lehr-körqer der Umgedungs-Knabenvolks-schule in Cilli. Welche zerrütteten Verhältnisse und welche Uneinigkeit und Gehässigkeit unter den einzelnen Mitgliedern oder vielmehr unter den bei-den Parteiungen in diesem Lehrkörper herrschen, darüber hatten wir Gelegenheit un» ein genaues Bild bei der Donnerstag hiergerichtS durchgeführten Verhandlung zu verschaffen. Die liberale Partei diese» Lehrkörpers hatte gegen den Lektor und Ka« puzinerpater Ludwig Rantafcha eine ganze Menge ton Privalanklagen wegen Uebertretung gegen die Sicherheit der Ehre eingebracht. Pater Rantafcha hatte nämlich in einer Eingabe vom 6. Dezember 1909 über amtliche Aufforderung an den hiesige» Bezirksschulrat eine Eingabe gerichtet, in welcher «r in fünf Punkten die korrupten Verhältnisse an dieser Anstalt und im Lehrkörper schildert. Bor allem hebt er die Feindseligkeit der liberalen Lehrer gegen den Klerikalen Michael Levstik und über-feaupt gegen die klerikalen Mitglieder in diesem Lehrkörper hervor. Wo es nur immer anging, sei e< außerhalb der Schule, oder sei es bei Lehrer-Konferenzen, oder bei anderen Gelegenheiten, werde der Anhänger dcr klerikalen Partei Michael Levstik auf alle mögliche» Arten chikaniert, provoziert, verhöhnt und verlacht, und dies sog»r in Konferenzen, ?hne daß e» der Borsitzende Oberlehrer Armin HradiSnik in irgend einer Weise verhindert habe. Die amtlichen Protokolle, die über diese Lehrnkon ferenzen geführt werden, hätten eine Unmenge be-teidigender nnd erniedrigender Aeußerungen, gegen Levstik. gegen die er sich wiederholt vergeben« ver-wahrt habe, enthalten. Selbst der Leiter dieser An-stalt, Armin GradiSnik, hätte sich nicht enthaltn, Wnnen, seine gehässige Gesinnung gegen Levstik offen dadurch zu bekennen, daß er ihm Jahr silr Jahr die schwierigsten Klassen zugeteilt, allen seinen Be-schwerdnt kein Gehör geschenkt, ihm bei Lehrerkon-ferenzen bewußt und absichtlich da« Wort ent-ogen chabe. Ja, er habe nicht einmal die tnmnltuöseu Szenen und Demonstrationen in den Lehrerkonse-renzen verhindert, die gegen Levstik gerichtet waren Selbst vor den Schülern hätten sich die liberalen Mitglieder nicht gescheut, ihren Haß gegen Levstik offen zu betätigen Der angeklagte Pater Ludwig Rantafcha erbot sich für die Richtigkeit seiner An-gaben in seiner Eingabe an den Bezirksschulrat Cilli iu allen Punkte;: den Wahrheitsbeweis durch die Zeugen Michael Levstik, Anton Pccnik uud an-dere zu erbringen, der ihm auch gelungen ist. Selbst ein Mitglied des OrtSschulrateS erklärte bei der Verhandlung, daß er bei einer solchen lär-wenden Demonstration gegen Levstik selbst die Mit» glieder der liberalen Paltei ersucht habe, Anstand und Würde zu wahren. Der Angeklagte wnrde vom Einzelrichter Dr. Stepischnegg von allen Anklagen freigesprochen nnd Dr. Kuko-vec ha« in seinem poli-tischen Register wieder einen Mißerfolg zu ver-zeichne». Cillier Turoerein. Die diesjährige Haupt-Versammlung des Cillier Turnvereines fand Montag df„ 17. des Eismondes statt. Der Sprechwart des Vereines, Herr Dr. Georg St ober ne, konnte in seinem Berichte ans die günstige Lösung mehrerer Fragen turnerischer und gesellschaftlicher Art hin-weisen, insbesondere aus die endlich erfolgte Klar-stellnng de» Verhältnisses zwischen dem Turnvereine nnd dcr Stadtgemeinde. Aus den Mitteilungen des 1. TuruwarteS, Herrn Josef Hölzl, geht hervor, daß der Tnrnbetrieb. besonders in der zweiten Hälste deS abgelaufene» Jahre«, eine bedeutende Steigerung erfahre» hat. Eine größere Zahl von jungen, gut-veranlagte» Turnern wnrde aufgenommen, fo daß der Verein auch in der Lage war, beim Bergturn« feste de» füdösterreichischen Turnganes auf der Villachn Alpe einen und beim BezirkStnr»feste des 8. Bezirkes des füdösterreichischen Turnganes in Rann a. d. S. zwei Sieger zu verzeichnen. Es sind die« Sepp S t o k l a s f a, dann Fritz S t o r und Friedrich A n t i s ch e r. Außerdem konnte dcr Turnwart aus die sehr schön verlaufene Julfeier deS Vereines hinweisen, welche gewiß einen bede»tenden turnerische» und gesellschaftliche» Erfolg bedeutele. Der Verein turnt iu vier Abteilungen nämlich: die Slammriege, die Altherren — u»d Gesundheitsriege. die Frauen-nnd Mädchenabteilnug und die Zöglinge. Außerdem übt noch eine Fechtnabteilniig. Nachdem der Säckel« wart Herr O. Wagner seinen Bericht abgestattet hatte, wurde ihm über Antrag der Säckelprüfn sür seine mühevolle uud musterhafte Arbeit der Dank und die Entlastung ausgesprochen. Der Gerätestand l)at sich im abgelaufenen Jahre wieder vermehrt nnd gab dem Gerätewart, Herrn K. Obendranf, genug Gelegenheit sich verdient zn machen. Nach den Berichten wurden die Neuwahlen vorgenommen und hatten dieselben solgendeS Ergebnis: Sprechwart Herr Dr. «mg Skoberne, Sprechwart-Stellvertreter Herr Oberkommissär Breitschops, 1. Turn-wart Hnr Josef Hölzl, 2. Turiiwari Herr Karl F e r j e n, 1. Lchristwart Herr B. S ch w e n n e r, 2. Schriftwart Herr L. U lreich. Säckelwart Herr 0. Wagner, Gerätewärt Hnr K. Obendrauf, 1. Beirat, zugleich Säckelivart-Stellvertreter Herr Franz Karbeutz, 2. Beirat Herr Aug. Piuter, 3. Beirat Herr Friedrich Au tisch er. Zu Gau« b o t e u für den Gantag in Wolfsberg ivnrde» die Herren Dr. Georg Skoberne nnd Turnwart Josef Hölzl und zu Säckelprüfnn die Herren W e n d l e r nnd S t a n i tz gewählt. Ans der TageS-ordnung der Versammlung stand auch die SatzungS-änderuug. Nach genaner Dnrchberatuug des vom Turnrat erstatteten Vorschlages wurde» die «ende, rungen einstimmig angenommen. Die Hauptver-sammlnng hatte nun noch die Absicht des Ga»t»rn-rateS, betreffend die Abhaltung des Gauturnseste» 1910 in Cilli, in Beratnng zn ziehen. Diese Absicht des Gautururate» wurde sreudig begrüßt und beschlossen, beim Gautage in Wolfsberg die Erklärung abzu-geben, daß der Cillier Turnverein bneit sei, die Arbeiten für das Fest zu übernehmen. Nach Erledigung einiger unwesentlicher Angelegenheiten wnrde die in schönster Einmütigkeit verlanfene Versammlung geschlossen. Gut Heil! Bezirksvorturnerstunden in Cilli. Sonntag, den 16. des EiSmonds fand in Cilli nnter dn Leitnng des BezirkSttirnwaNeS eine Be-zirksvorturnnfiunde des 8. Bezirkes des südöster-reichischen TurnganeS statt. Z» derselben waren Vorturner ans Cilli, Hrastnigg, Laibach, Rann nnd Trieft nfchienen. Der Stoff, welcher in diesn Stund? znr Durchführung gelangte, sollte in nster Linie den Anfängern unter den Vorturnn» Beleh-rendes bieten. Er bestand in Ordnung«- und Frei« Übungen, dennen sich einfache Uebungen am Reck und Barnn anschlössen; dabei mußten junge Vor-turner die Leitung übernehmen. Den Abschluß der Bezirksvorturnerstunde bildete» schwierige Uebuuge» am breit gestellte» Pfnde, sowie ein Kürturnen am hohe» Neck. Nach dem Turnen, welches 2 Stunde» gedauert hatte, sand im deutsche» Hanse eine Be-fprcchnng statt, bei welcher auch der Bericht übn die Tätigkeit des Bezirke« im abgelaufenen Zahre und der Vorschlag zur Ernennung des BezirkSturn warteS erstattn wurde. Die Verwaltung des Bezirks-säckels wurde wie im verflossenen Jahre dem Turn brnd.'r Herrn Franz Brabletz in Cilli übertragen. Schließlich sprachen sich die Vorturner au«, daß da» nächste Gauturnfest im Sommer 1919 in Cilli abgehalten werden möge und daß bei dem Gauturnen der Bezirk mit einer Sondnvorführnng aufzutreten habe. Der Cillier Geselligkeits- und Lefe-verein hielt am 17. Januar eine Ausschußsitzung ab, in dn über die Vngnüguugsabende der nächsten Zeit bindende Beschlüsse gesaßt wurden. Da« voraus-sichtlich allgemein befriedigende Ergebnis der Bna tuiig wird in nächster Zeit veröffentlicht werden. Evangelischer Familienabend. Trotz der Um "Ante, welche der Veranstaltung eine» solchen Abende« ungünstig sind, hatte sich, wie Herr Pfann May in feiner Begrüßung mit Genugtuung konstatieren konnte, eine erfreuliche Anzahl von Evange-lischt» uud deren Freunde» am 19. d. im kleine« Saale de« Deutschen Hause« zusammengefunden. Hnr Pfarrer May betonte da« freundliche' Verhältnis, da« zwischen Laidach und Cilli mit Bezug auf da« Evangelium schon zur Reformationszeit geherrscht, und wie heule die beide» Gemeinde» die Zusammen-gehörigkeit verspüren, welche die gewesene Tochter-gemeinde Cilli mit der Muttergemeinde Laidach verband Herr Pfarrer Dr. Hegemann (Laidach) begann nun feinen Vortrag: „iaa Papsttum und die deut-scheu Kaiser." An der Hand der Geschichte wieS er »ach, wie der unwandelbare Fel« der Kirche in Rom so manche Wandlungen mitgemacht, wie e» kam. oaß jein Machtbereich sich ausdehnte viS zu dn Tatsache, daß ein deutscher Kaiser vor dem „Knecht der Knechtc Christi kniefällig nm Gnade flehen mußte. — Wir gehen nicht mehr nach Canosfa! — Er wie« nach, daß das Papsttum heule »och dieselben Machtan-fprüche erhebe, wie einst, nämlich zu henfcheu. nicht nur über Herz und Gewissen des Einzelnen, sondern über Sein und Glück der europäischen Staaten und Raiionen; e« bilde eine Ge ahr. besonder« für« Deuijchium. viele Tausende von deutschen Männern haben diese Gefahr erschaui und haben dieser Macht den Rücken gekehrt; mögen ihnen die vielen Miltio-nen Deui'che die glcichgiltig diese Gefahr verkennen oder dünkelhaft sie unterstütze». doch auch solgenl Reicher Beifall lohnte die iu ihrer wisfenfchaftlichen Ausarbeitung an einen akademiichen VoUrag cnnnern-den AuSiührungen Dr. Hegemann«. — Im musikalischen Zeile des AbendeS bot un« Frau Berg-kommiffer Bauer viel Freude mit einigen Liedern von Schubert «Die Forelle" und „HeiserüSlein" und Vrahm» „Die Liede ist grün", befondnS aber mit fern Liede „Du bist die Ruh." in welchem ihr klang-volle» Organ wohl am besten zur Geltung kam. Frau Dr. Kallab, welche die Sängerin begleitet hatte, ipielte nun auch zu den Cellovorträgen ihre« Herrn Gemahls „Andante" aus dem Klarinetteuquintet von Mo,ar> und „Miiettc" von Offendach die Begleitung. Eine Fülle von Töne», bald stark wie ein Gießbach, bald leite lispelnd, zog durch den Saal, als H«n Bergkommissär Dr. Kauab zum Schlüsse eine „Sarabande" von I S. Bach vortrug. E« erscheint un« überflüssig, Herrn Dr. Kallab, dessen Kunst schon oft erhebend aus ein gespannt lauschende« Publi/um gewirkt, besonder« rühmen zu wollen; der ledhafte Beifall der ihm und den beiden verehrten Damen gebracht wurde, kam aus vollem Herzen. Nachdem die Versammlung da« BiSmarcklied gelungen, ging man gegen Mitternacht froh des Gehörten auseinander. Entflohen. Aus dem hiesigen Garnison«-anest entwich der Infanterist AloiS Rejuik der schon wegen vnschiedener Vergehen vorbestraft war. Dn> selbe ist ein großn starker Mann mit rötlichem Haar. Todesfall. In Tüchnn starb vorgestnn der Pfarrer Anton 8>bal. Er war einer unserer fana tischeste» Gegnn. Der Faschingdienstag. Der Cillin Turn-vnein ersucht uns mitzuteilen, daß die Einladungen zu der am FaschingdienStag stattfindenden Unter« Haltung bneits ausgesandt wurden. Alle die au« Bnsehe» keine Einladung erhalten haben und ans eine solche reflektine», werden ersucht bezüglich derselben bei Herrn Franz Karbeiitz vorzusprechen. Spenden für die städtische Wärmestube haben gewidmet. I. S. 8 X, Frau Snppan Lunge, Frau Zamparutti Schwanein, Frau Janitsch (Christinenhos) 1 Schaff Sauerkraut, Herr Teppey 18 Kilo Fisolen, B. S. 19 Kilo Gne«, Herr Robert Zanggn 1 Sack Kartoffeln, Frau Elsa Nitsche 1 Schaff Saunkraut und 1 Schaff Kartoffeln, die Herren Antlei und Janitsch Brot. Allen Spendern hnzlichen Dank. Nummer 7 Feuerroehrkränchen in Wettenstein. Wir machen nochmals auf das morgen in Herrn Teppeis Lokalitäten in Weitenftein stattfindende Feuerwehrkränzchen aufmerksam, zu dem jeder tausche Volksgenosse herzlichst eingeladen ist. Familien- u. Walzerabend in Schön-stein. Mehrfach geäußerten Wünsche» auS dem Sann- und Schalltote gerne Rechnung tragend ver-anstallet die Ortsgruppe Cilli des Deutschnalionalen Handlungsgehilfen Verdandrs am Sonntag den 6. Februar l. I tn den schönen Räumen deS Deutschen HauseS zu Schönste'« einen Familien- und Walzer-abend, der den eifrig betuebene» Vorbereitungen nach zu schließen ein äußerst gcmühilicher und hei-lerer zu weiden versprich», wie wir Gleiches schon von dem so gelungenen Julabend in Heilenstein sagen konnte» an welchem sich an hundert Cillier detkiljgt habe«. Wie doit, so ist es arch hier unfere völkische Pflicht, unserem wackeren Volksgenossen in Cilli'« schwer bedrohten Voi orten in ihrem harte» Kampfe gegen den skrupellose» Gegner zur Seite zu stehe» nmsomehr, wo der zu erhoffende namhafte Reinertrag den deutschen Schulen in Schönstein und Wöllan zugeführt werden soll. Tanzübungen. Die gemeinsam vom deutschen Arbeiterverbande und dem Veteranen verein bisher veranstalteten Tanzübnngen werden auch noch weiter-hin stattfinden und zwar am 23., 26. und 30. d. M. Das Schlnßkränzchen findet am 5. Februar statt, wozu alle Freunde nnd Gönner der beiden Vereine herzlichst eingeladen sind. Aus der Theaterkanzlei. Wegen Un-päßlichkeit des Frl. Jda Rnschitzka gelangt Sonntag den 23. d. M. statt der angekündigten Operette .Die Puppe" der Schwant »Die Welt ohue Männer" von Julius Horst nnd Alexander Engel zur Aufführung. Das nngemein lustige Stück erzielte in Wien den durchschlagendsten Lacherfolg und trägt der herrschenden FaschingSstimmnng vollauf Rechnung. Dienstag den 25. Jänner geht zum erste» male das Sensationsschaufpiel „Der Skandal' von Henry Bataille in Scene, das gegenwärtig in Wien und Graz Zng und ttaffenstück ist. Urslovenen. Das hiesige Slovenenorgan macht sich über den Ausschuß der Gremialkraukenkasse lustig, in dem sich einige, angeblich als Slovene» geborene W.iiglicdcr befinde». CS entbehrt »un nicht der Komik, wenn man in derselben Spalte wkiterliest und unter den in den Ausschuß eines flovenifch-nationalen Bei eine» Gewählten folgende Urslovenen findet: Pfeifer, Scharlach. Heiligstein, Bruno Rotler, Wudler. Wohnungsanzeiger für SteiermarK. Wie bereits mitgeteilt wurde, beabsichtigt der Landes» verband für Fremdenverkehr den WohnungSanzeiger für das Jahr 1910 schon im März herauszugeben. Jene Jnteresienten, die bisher die Beschreibung ihres Ortes mit den zu vermietenden Sommerwohnungen dem Verbände noch nicht bekanntgegeben haben, werden ersucht, dies bis längstens dö. zn bc-werkstelligen, da spätere Anmeldungen nicht mehr' berücksichtigt werde» könnten. Die Werbung von Anzeigen für diesen Wohunngsanzetger wurde der Iirnra Jos. A. Fienrcich in Graz übertragen. SteiermärKifcher Bienenzuchtverein. DaS große Interesse, dessen sich auch Heuer unsere Verlosung erfreut, beweisen die vielen an unS ge> richteten Änfragcn. Wir wiederholen ausdrücklich, boß jedes nene Mitglied nnd jede neue Filiale, »eiche ihre Mitgliederbeiträge bis zum 10. Februar 1. I Graz, Bürgergafse 2, eingesendet hat, bei der Verlosung gerade so mitspielt, wie alle übrigen °Mitglieder und Filialen, so daß auch ein ncnes Mitglied, wie eS im Vorjahre der Fall war, den «ersten Preis gewinnen kann. Schaubühne. Am Donnerstag den 20 d. M. wurde am Hiesigen Theater da« rnstspiel .Komtesse Guk-tei l" von Franz Schönthan und Franz Koppel» -Ellfeld bei ziemlich gut besuch en Hause gegeben. Die Auffühinng können wir als gelungen bezeichnen, lagen ja doch die einzelnen Rollen in guten uud de-wähnen Händen. Herr Dir. Joses Richter als Hof-rat Aiois von Miiiersteig zeigte viel Humor, viel-leicht für einen Hofrat etwas zu viel. Seine Hrau Klemenitue (Lina Salmu) gab ihre «olle lehr gut. reizende Naive bot uns Fräulein Mizzi Hübl als Lili und vor»efflich paßte die Rolle der Gräfin Heimance Toachau dem Krl. Therese Lellau. die in Spiel und Darstellung natürlich und einwandfrei Lettische Ulacht war. Herr Felda als General Suvatscheff war für diese Rolle wie geschaffen befonderS aber gefiel seine russisch-deutsche Aussprache, die er mit BeiständniS wiedergab. Auch mit Heirn Hohenau als Horst von Renhoff waien wir fehr zufrieden sowie mit den 'Darstellern in den übrigen Rollen. Schwurgericht. Cilli. am 19. Jänner 1910. Münzenfälschung. Heute fand beim hiesigen Preisgerichte unter dem Vorsitze des OberlaiideSgerichtsrateß Adalhert Kotzian die Schwnrgerichtsverha.'dliing gegen den 24 Jahre alten Agenten Michael Bence ans Laibach nnd den 18 Jahre alten Befitzrvssohn Michael Omcrzn ans Alteudorf wegen Münzen-fälfchnng statt. Als öffentlicher Ankläger fnngiesje StaatSanwalifnbSstitn« Dr. Braöii. Der Tat-bestand ist folgender: Im September 1909 hat Michael Bruce in Gipsniodellen, die er mit Hilfe von echten Münzen gegosien hatte, falsche Münzen und zwar 5 Stück zu 5 K nnd 11 Stück zn 1 K erzeugt und 3 Stück von der ersteren ansang» Oktober bei Jgnaj Bernardik in Althanfen, bei Rofalia Knnej in Alendorf nnd Maria Lapnh in Niederdorf. welche Orte in der Umgebung von Rann liegen, selbst ausgegeben, während er ein Stück dem dem Michael Omerzu geschenkt nnd ein solches diejem zur Bezahlung von Zigarette« bei Anna Aupanc übtrgebcu hat. Auch die Cinkrvnenstücke hat Michael Beuce in Umlauf gesetzt nnd wurden von diesen bereits acht Stück aufgegriffen. Ueber Auftrag des Michael Benec hat anch der zweite Angeklagte Michael Omerzn ein Einkronenstück bei Maria Gabriö in BrbinSkava» znr Bezahlung von W«in uud ein Füufkronenstück bet Auna Zupanc in Niederdorf für Zigaretten verwendet. Das ihm von Michael Bc»ce geschenkte Fünfkronenstück hat er allein bei Josef Jvalik in Altendorf gewechselt. Michael Omerzu gibt zn. gewußt zu haben, daß dieses Geld falsch sei, weil er Mitte September 1909 bei Michael Bruce die Mittel znr Falsch-münzung gesehen habe, nnd dieser ihm selbst erzählt hätte, er köuue falsches erzengen und ihm auch solches vorgewiesen habe. Die Angeklagten sind geständig. Die Geschworenen sprachen den Michael Bence schuldig, weshalb er zn einem Jahr schweren Kerker, verschärft mit einer Faste monatlich, ver-urteilt wurde, wahrend Michael Omerzu freige« fprvcheu wurde Cilli. am 20. Jäuner l9l0. Und willst du nicht mein Bruder fein. So hau ich dir den Schädel ein. Unter dem Vorsitze des Oberlandesgerichtsrates v. Garzarvlli hatte sich heute vor dem Ge-fchworeoengerichte der 26 Jahre alte Besitzerfoh» Antou R n b i n aus Mariendvrf. Bezirk Gonobitz, wegen schwerer körperlicher Beschädigung zn ver-antworten. Anton Rubin, welcher am 10. Juni 1909 im Gasthaust des Josef Zajel.^nik in St. Bartlmä in» Bezirke Goiwbitz mit mehreren Mädchen zechte, geriet mit Margareta Pristovnik iu Streit, weil diese es ablehnte, aus einem, von ihm ange-botenen Glase Wein zn trinken. Ans Zorn über diese Ablehnung führte Rnbin mit dem Glase gegen Margaret« Pristovnik einen so wuchtigen Schlag in deren Gesicht, daß das Glas zerbrach und ein Splitter das linke Augenlid sowie den Augapfel verletzte Margareta Pristovnik verlor infolge dieser Verletzung da« linke Auge Der Beschuldigte ver-antwortete sich, daß er nicht die Absicht hatte, Margareta Pristovnik zn verletzen, sonder» si? mit Wein anschütten wollte, wobei das GlaS seiner and entglitt und die Margareta Pristovnik traf, ie Geschwornen verneinten die Schuldsrage, wo-raus der Angeklagte freigesprochen wnrde. Cilli, am 21. Jänner 1910. Totschlag. Vor dem hiesigen Schwurgerichte (Vorsitzender Dr. Roschanz) befand sich hente der 29 Jnhre alte Zimmermann Johann Jnvan jnn. ans Welluua. Derselbe hatte am Abende des 16. Dezember 1909 mit seinem Baier gleichen namens und Franz Naversuik beim Inwohner Anion Ballant in Pod-gvtje bei Wöllan eine größere Arbeit vollendet. AuS diesem Aulasse tranken die Genannten soviel Brannt- Seite 5 wein, daß schließlich alle angeheitert waren. Schon in der Wohnung stieß der Angeklagte den Anton Ballant derart, daß er ans das Bett fiel. Doch endete dieser Austritt ohne Folgen. Als sich dann die Arbeiter von Anton Ballant entfernten, um »ach Hanfe zu gehen, lief letzterer aus eine kleine Anhöhe ober der Straße nnd warf den Heim-kehrenden einen Prügel nach, ohne jedoch J?mand zu treffen. Daraufhin klaubte Johann Juvan diesen Prügel auf, lief auf Anton Ballant zn nnd als er ihn mit aufgerichteten« Pflocke stehend traf, schlug er mit dem Prügel gegen ihn und traf ihn derart schwer auf den Kops, daß Anton Ballant sofort zusammenbrach nnd nach Hanse getragen werden mußte. Ohne zur volle» Besinnung zu gelangen, starb er am 23. Dezember 1909. Die Leichenschau ergab, daß Anton Ballant einen Bruch des rechten Stirnbeines mit Zersprengnng der harten Hirnhaut nnd Zertrümmerung des Gehirnes erlitten hatte, ivelche verbunden mit ausgiebigem Blutergusse eine tödliche Verletzung bildeten. Der Beklagte verant-worfele sich mit Notwehr. Die Geschworenen be-jahte» die Schnldfrage. Das Urteil lantet anf 21/, Jahre schweren flerker, verschärft mit einer Faste vierteljährlich. FRITZ RASCH, iictinDdnng, CILLI. Srtirifttiiin. Beamten-Zeitung (Wien). Die am 20. d. zur Ausgabe gelaugte Nr. 2 enthält n. a.: „Der Beamten-Verein im Jahre 1909' , „Die Gehalts-regulieruug der Wieuer Lehrerschaft", „Die Dienst-Pragmatik der k. k. Staatsbeamten", „Die Wünsche der k. k. Staatsrechnnngsbeamten". „Aus dem nnga-rischen Beamtenleben"; Mitteilungen ans dem Beamten.Pereine und a»S anderen Beanttenasiozia-tioneu. und zwar: Zentralverband der österreichischen Staatsbeamtenvereint. Verein der k. k. Steuerbeamten in Mähren, Berein der k. k. Steuerbeamten in Niederösterreich nnd in Salzburg. Bekanntgabe offener Stellen. Deutsche Volksgenossen! Nach jthielanger freudig geleisteter Arbeit und Dark der opferwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de» Deutschen Hause» bi» jt'r Vollendung gediehen. Die prächtigen RZume d«s holten Baues sind ihrer Bestimmung übe, geben wv'den. Fieigemute«. frische», völkische« Leben ist in da» Haue -ingezogen, da» sür da» aanze deutsche Cilli und alle Fieui-d« dieser Stadt, lür die deutschen Vertltu, sür alle Schichten der deutschen Bevölkerung bestimmt ist, alS Heimstatt deutschen geistigen Streben« Und deutscher Lebensfreude, als Pssegestätte deutschen Wesen« in den Südmalten de« deutschen Gebiete». Da» Hau« ist erstand«« durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deutsche Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich zu Tage traten. Jetzt gilt c» da« Geschaffene ju erhalte» als stolze» Bild völkischen Leben«, al» Sammelpunkt aller Deutschen au« «ah und fern, so daß jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Fieude und mit Begeisterung die herrlichen Haien betritt. D-« teutsche Hau« so zu erhalten, daß es unser aller Si»lz un5 ?""de da« Lebe,, im Deutschen Hause «» zu gestatten, d-ß e« da» völkiiche und »irt. schaftliche G-dethen Deutsch Eillts tn bedeutungsvollem Mrße föidert, da» ist ein» Eh-enaufgabc für die Deutichen <5i»i» und aller Deutschen, die treu zu Eilli stehen! In erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutschen Bewohnern Cilli». Es gibt wenige Städte auf deutscher Eide in welchen die nationale Opfenoil» ltakeit so sehr d,e Gesamtheit beseelt wie unser kämpf-umioste« au«z«it üegieiche« Eiui, wo in bewunderungs-wü>di»>er Weile arm und reich, hych und nieder freudi» die «»e>stkn Ov'er blingt am Altaie de« deutschen Bolk«ium» und au» für da« Deutsche Hau« Opfer ge« diacht wurden, die der Bewunderung und dauernde» Danke« weil sind. Seit? 6 Deutsche Wacht Nummer 7 Teutsche Cilli«! An diese bewährt« Opferwillig-keit, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr tn allen deutschen Landen einen ehrenvollen Name» gemacht hat. «ppelieren wir. T«t Teutsche Hau» bedarf dringend Eurer Opfer, »« stellt an eure LeiftungSfähigtett, an Eure Heimat-liebe und Euren gesunden nationalen Sinn hohe An-forderung.'n, höhere, al» sie je an Euch herange-treten sind. Wahret und heget Euer schönstes Kleinod: Dn» Deutsche H-ius! Trage jeder nach seinen Kiästen sein Schkrflein hin »um Deutschen Hause. Werdet Mitglieder, Giünder Stifter de» Vereine« Deutsche» Hau«, strömt in Scharen in die schönen Räume -- kurz vereinigt Euch in liebender Sorge um diese« stolze Wtil, da« unserer Stadt und dem ganzen Bäte,lande zur Zierde u»d Ehre gereicht. Seid in diesem hehren Ziele ein einig Volk von Brlldern I Jeder tue seine Pflicht, keiner bleibe zurück! Heil Cilli immerdar! Der Ausschuß des Vereines DeulschkS Haus. Cilli Anmerkung: Spenden und Beitrittserklärungen werde» vom Zahlmeister Herrn Josef Iarmcr, entgegengenommen. / SARG, Wl|N. mut» ii BESTE Jtt iu^Sahn-CRI: r-' E JOIIAW JOII»» Uhrmacher, k. k. gtrlfhtl. h*rl4. ftr hfitzmelBter llhi-fi-, Jnwflf«-. Gold- nnd Slll^rwarri-Export mich alUn Lür.dcrn llleit. III.. Krtinufc \r. 7t. Y«rl*efcn Sie irrstl« " n.I franko nt-lnca prs.m^u 1'rHtkti r»nt üb«r PrMXiKloit«*rhrrii in Fabrik«* pr. i»rn. Schaffhaa»«*?, InUkt, Zratth. Bil ode», uidritnar», UrcIbn, Grnio««. echte Halm-Uhreu »oi K 15 — »uf«»rti. i <*e»k*t4itt<»«r* flhr mit Me- «JlMatt, in Ktobet-, Khbl- «ml Ox;direbia«e h K >ht« Silhrr-llvmontoir- linr fttr oder Herrn» K 7. F.rhte Silber-Anker - Krmna'nir-ükr. 3 Silhermintn! K 10 . .l<»r|to~-PHlx/j Liier) fertiger Rindsuppe ergibt. Nichts ha» sich a» dem Würfel geändert. »,,r der Preis und diese Aenderung wird sich jede Hau», fra» gern gefallen lassen. ZA ES Echi-hmark: .Ankrt* Linimcof. Capsici comp., ttta» für flnker-Pain-Expeller ist Ol« vorzüglichste. jch«rrzstilirnde und ablcileufer tSInrribnnfl bei en. ♦ l ♦ M» ♦ Schon für erhalten Sie nunmehr einen ^MAGGI'MI Kauft Nur echt [mit Dreieck- Marke auf dar Sohle. Vielfach erprobt »«MM d« Lvi^rte» nnd Bluealelden alt larnilara bindendes Mittel. zur Bereitung von V4 Li'er feins er Rindsuppe. In Qualität und Grösse garantiert gleich wie die bisherigen 6 h - Würfel. MAGGI* Würfe! sind die besten! O/erravattdi, China-Wein mit Eisen. Hjft.a. 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Verleger, Herausgeber: LereinSbuchdrackerei »Eeleja^ in C>lU UÜDläfi Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sur Haus und Familie. $aaataa»Ms«ftc önr „Deutsche* Macht" in gUTt. Br 4 .Die Südinart" erlcöfini jePen vonnmq alc unenl^ietitiche Veilaae für bit >*r .Deut>«ben Wacht". — (gimrln ist .Die ©öbmarf" ntdil tdufliA fielet 1910 Aus meinrr ®oii Rrtp Reuter, cu* dem PlaI 93. gortfeUuiijj. Sie ist eine prachtvolle Erscheinung! Als ich. in diese herrliche Erscheinung versunken, da stand, kam ein Windstoß und entführte durch das offene Tor eine Nachtmütze; bevor dieselbe zu Boden sallen konnte, ergriff ich sie, trng sie ihrer Eigentümerin entgegen und sprach: „Glücklich, mein Fräulein, derjenige, der wenigstens mit der Hülle ihrer Träume hat Be-kauutschast machen können." Ich ärgerte mich, denn ich sah, daß Kapitän seine Umgangsformen »och nicht verlernt hat wie ich und sagte giftig: „Na nnd dann lachte sie uud alles war vorbei." — „Charles", ent-gegnete ernst Kapitän, „die junge schüchterne Liebe lacht nie." Wir standen schweigend im Torwege und sie zupfte verlegen an ihrer Traumhülle. Plötzlich rief eine barsche Männerstimme aus einem Fenster: „Au> guste, meine Schärpe!" — Sie erschrak und rief ängstlich: „Ach Gott, Vater mnß zur Parade!" riß stärker au den Bändern, sprang hinauf uud hinterließ mir die» Andenken." Mit diesen Worten zog er ein kleines Bändchen nnter der Weste hervor. „Kapitän", sagte ich, „ich sage weiter nichts als das eine, du bist auf dem richtigen Wege. Mit allerlei losen Mindern fängt eine solche Geschichte an und bekommt man einen Knoten, dann hört sie wieder auf. Ach Gott", sagte ich und es wurde mir schwer zu Mute, „ich habe diese Geschichten ja alle mitgemacht, wenn sie auch nicht gerade mit einem Schlashaubenband angefangen habe». Ich trug auch schon einmal eine blaue Schleife am Herzen und ich könnte heute Frau und Kinder haben, wenn diese verfluchte Festungshaft nicht da-zwischen gekommen wäre. Ach Kapitän, was erlebte ich nicht schon sür romantische Geschichten. Bon solchen hat es dir bis jetzt noch gar nicht geträumt." Das wollte aber Kapitän nicht glauben. — „So", sagte ich, „hast du schon einmal auf einem jungen Pflaume»-bäum gesessen, blos um in ihr Schlafkämmercheu zu sehen? — „Nein", sagte er. — „Nicht? Na baun Keffungszeit. »««Ischen OberkeKt von A Grund. »«OadruS ecTfeciffi. habe aber ich es erlebt, und mein Freund Wähler» — er wird jetzt schon lauge Priester und verheiratet sein — hat unter dem Baume gestanden, das schöne Lied-chen gesungen und Guitarre gespielt: „Höre, wie der Regen fällt, hör' wie Nachbars Hündchen bellt!" Er sang sehr schön, aber ein Hund meldete sich nicht und die einzigen ähnlichen Laute gaben er und seine Guitarre von sich. Ebenso fiel kein Regen, hingegen schien der Vollmond vom Himmel und meine Ange« betete entdeckte mich in den Ziveigen, rief ihre Schwester herbei und nun hänselten und betrachteten mich beide. Ihre kurzsichtige Schwester noch obendrein mit einem Lorgnon. Wählen lief davon und ließ mich sitzen, als wäre ich absichtlich als Scheuche gegen Spatzen hinauf» gesetzt worden. Als ich schließlich vom Baume sprang, . zerriß ich meine Hose, welches Unglück mich in neue Verlegenheit brachte, da sie aus Stavenhagen stammte, nnd mein Schneider in Parchim einen solchen Stoff nicht auftreiben konnte. Den ganzen Herbst mußte ich in einem Frack herumlaufen, damit die Leute den Unterschied zwischen meinem Vorder» uud Hinterteil nicht merkten. Aber die kleinen Quintaner — in Oesterreich soviel wie Scenndaner — haben es doch gemerkt und riefen hinter mir her: „Stieglitz". Da« dicke Ende der Geschichte kam aber erst noch. An einem Morgen schickte der alte Hosrat seinen Bedienten zu mir nnd ließ mir sagen, daß er mich beim Direktor anzeigen würde, wenn ich mir nicht mehr Nachtruhe gönnen werde. Ja, Kapitän, das habe ich alles durch-gemacht." Das hatte nun Kapitän in mir nicht gesucht; er wurde zutraulicher und erzählte mir, daß er Auguste auch schon ein zweites Mal, während ihr Bater bei der Parade war, gesprochen habe. Sie wollte einen Leinenstrick anbinden, war jedoch zu klein dazu. Er sprang sofort zu Hilfe, band das Seil fest und nun erzählte und zeigte sie ihm den schönen Hos uud auch 2 die Stallungen. Ihr Vater wäre hier Platzmajor und hätte verschiedene Einkünfte; unter anderem gehöre auch das auf der Festung wachsende GraS ihm. Um es zu verwerten, nähre er Kühe und verkaufe die Milch. Dieser Handel aber ginge zur Zeit nicht gut, es wären zuviel Kühe auf dcr Festung. Dabei verfiel Kapitän sofort auf grüne Mißgunst. Du kannst so ein Transparcnt nicht malen, du kannst es morgen nicht aushängen, aber ich kann eS und das ist dein Aerger." Mit diesen Worten nahm ich den Franzosen beim Arm, ging mit ihm ans und ab und sagte: „Fran. zose, was wollen wir uns mit diesem Menschen ärgern", mit welchen Worten ich meine Sache auch zur Sache de« Franzosen machte. „Charles", sagte der Kapitän, „Charles, beruhige dich, es war wirklich nicht so böse gemeint." Dabei schloß er sich unserem Bunde an und ging mit uns aus und ab. Nun stand Kopernikus allein vor dem Transparent und man sah tt ihm an, daß er gern etwas antworten wollte. Aber er schien es nicht zu können, nein, er konnt: es nicht. ..Charles-, frug «apitän, „bleibt es übrigens be' deinem letzten Wort?" — „Ja", sagte ich. Kapitän ging zu Kopernikus, flüsterte ihm etwas In« Ohr, dieser drehte sich aber um und sagte im Hinausgehen: „Charles, morgen nachmittag bekommst du Nachricht." — „Schön", antwortete ich zoniig und wie eine Natter zischend. — „Na", sagte der Franzose, „das kann ja eine schöne Geschichle werden, „du als Jeuenser wirst dich für ,Stoß' entschließen, er als Hallenser auf .Hieb'. Wo wollt ihr Waffen herkriegen." — „Mir egal", sagte ich. — „Auf der Promenade werdet ihr e« kaum aussechten können und hier in der Kasematte erst recht nicht; denn bei eueren verschiedenen Waffen werdet ihr euch für Pistolen entschließen müssen und diese würden hier in der Kasematte doch zn sehr krachen. In der Küche? Wenn wir die Betten gegen die Tür legen, könnten wir den Schall dämpsen." — „Mir egal", gab ich zur Antwort, .ich bin mit der Lüche zufrieden; baun aber auf drei Schritt." — „Ist beim Militär eine ganz gewöhnliche Forderung", meinte der Franzose und er mußte e« als gewesener Landwehr-lentnant schon wissen. Ich war also einverstanden und sagte noch: „Na. dann gilt e« ein Duell im Dunkeln". Ich legte mich zu Bett, aber daß ich viel uud gut geschlafen hätte, könnte ich nicht behanptcn. Ein Pistolendncll aus drei Schritt und noch dazu im Dunkeln ist kein Kinderspiel. Ich ging in der Ruhe der Nacht mit mir zn Rate. Daß er mich beleidigen wollte stand außer allem Zweifel; wie konnte er sonst von Farbenharmonic schwätzen? Verstand er etwas von Malerei? Hat er jemals in seinem Leben gemalt? Ich dachte die ganze Nacht über die litzliche Geschichte nach, stand aber am anderen Morgen ebenso klug auf, wie ich mich am Abend vorher niedergelegt habe. Aber mein Transparent war fertig und ich machte mich Daran, es an seinen Bestimmungsort zu bringen. Frau Bütow trug es, während Lewandowsky und ich hinter ihr her marschierten. Jeder der uns begegnete, wollte es sehen und Fran Bülow mußte es hinstellen und betrachten lassen, als wäre es ein Moritatenbild zu dem nur noch die Drehorgel fehlte. Als ich wegging wollten mich Don Juan und Erzbischos ankleiden, „ziv'lisieren", wie sie sich aus. drückten. Ich hatte aber keine Lust darnach und ging wie ich war, zum Proviantmcistcr. Auf dem Wege dahin sprang plötzlich ein heftiger Wind aus und eS hatte nicht viel gefehlt, so wäre Frau Bülow samt meinem Transparent wie ein Papierdrachen in die Luft geflogen. Don Juan war eS, der der bedrängten Frau zn Hilfe sprang und ihr auch half, daS Bild bis au die HanStür zu bringen. Dort angekommen, flüsterte er mir zu: „Charles, ich gehe mit hinauf!" — „Meinetwegen", sagte ich zu ihm, während ich zu Lewandowsky gewendet beteuerte, daß ich daS Bild weder allein Hinanstragen, noch oben befestigen kaun. Er möge also Don Ina» mitgehen lasse». — Lewandowsky blickte sich rasch um, ob die Lust rein sei und blinzelte Don Juan zu: „Na, gehen Sie rasch mit." (Fortsetzung folgt.) 4 Melehrendes, praktisches, Keiteres etc. Die Roseggerspende. Dcr Dichter ging von Haus zn HanS. Ein Kreis, ein nimmermüder. Und bettelte vom Morgengran'n Bis in die Nacht, tagein, tagan« Für die bedrängten Brüder, Die an d*r Grenze Schulen ban'n. Doch als er schritt durchs Deutsche Reich. Verschloß man ihm die Türen: Kaum sünszig öffneten die Hand Und an der Grenze Streich um Streich Sieht man den Tvdseind führen Und tiefer dringen in das Land . .. Anfs neue zieht von Haus zu Hans Der Dichter in getreuer Hingabe an den heil'gen Streit. O Deutschland, wetz' die Scharte aus: ES steht für dich im Feuer Der Bruder, der nm Hilfe schreit. (Beda. Ans der „Jugend".) Frau Güte. Bon Otto Julius Bier bäum. Heut' sagte ich die ganze Nacht Im Traum: Ich wollt', ich wäre tot. Doch, als ich morgens aufgewacht. Begrüßen mich zwei Lippen rot. Frau Güte hat mich angelacht Und flüsterte: ES hat nicht not, Beiseite ist das Gift gebracht. Da, nimm nnd iß deS Lebens Brot. Den ganzen Tag hab' ich gelacht: Herr Meister Tod, gut' Nach», gut Nacht! Es ist nicht not, es ist nicht not! Praktische Mitteilungen. Soll man die Kohlen naß machen oder nicht? Die einen sagen ja, die anderen nein; wer hat recht? E» ist natürlich schwerer, weiche mit Wasser getränkte Kohle einzuwerfen als trockene Kohle, und vielleicht beeinflußt diese Tatsache das Urteil mancher Leute. Das Be-feuchten der Kohle soll keine Erspar-nis mit sich bringen, weil daS Wasser zersetzt wird nnd dazu ebensoviel Wärme gebraucht als später zurück-gewonnen wird. Ferner ist es möglich, daß bei dieser Umwandlung ein direkter Verlust entsteht, da eben fast keine Umwandlung ohn«' einen Ver-Inst denkbar ist. Man findet jedoch daß die Lokomotivheizer fast ohne Unterschied ihre Kohlen nässe», denn tun sie eS nicht, wird viele Kohle durch die Rohre hindurchgezogen und durch den Schornstein ausgeworfen, bevor sie Gelegenheit hatte, gänzlich zu verbrennen. Wo weiche Kohle bei stationären Kesseln verbrannt wird, werden die Feuerungen häufig weit mehr beansprucht als sie könn-ten, wenn nicht verstärkter Zug ge-braucht würde, und hier ist es am Platze, die Kohlen zu befeuchten, denn eS hindert den Ruß, sich in den Röhren anzusammeln. Ein anderer Grund ist dcr, daß die Kohle leb-haster verkokt, und obgleich es da-dnrch nötig wird, das Feuer in kur-zen Zwischenränmen aufzubrechen, wird die Kohle doch nicht durch die Rostspalten fallen, da sie eben durch die Feuchtigkeit in größeren Stücken zusammengehalten wir''. Macht man den Versuch, eine Schaufel voll fei-ner, trockener, weicher Kohle in ein lebhaft brennendes Keffelfener zu werfen, so zeigt sich, daß die ganze I Menge aus einmal sich entzündet, wodurch die Hitze an einer Stelle noch größer wird, wo sie schon groß genug ist. Da« ist natürlich nicht beabsichtigt. Bei feuchten Kohlen wird die Verbrennung verzögert, bi» die Heizgase weiter nach dem Schorn« stein hingekommen sind, wo die Hitze besser abgegeben werden kaun. Heiteres. DaSläßt tiesblicken. HauS-Herr: „Ein ganze« Jahr hab' ich die Leiter gesucht, und wissen Sie, wo sie gestanden hat? — Bekannter: „Na, im Keller oder auf dem Boden." — Hausherr: „Nee, im Badezimmer." Ei» Spekulant. Richter: „Welchen Wert hatte der Anzug, der Ihnen gestohlen worden ist?" — Zeuge (Üleiderhcindler) achsel-znckend: „Weiß ich nicht, vielleicht hätt' ich gekriegt zehn Mark dafür, vielleicht zwanzig, vielleicht sogar dreißig." Strafe. Sommergast: „Da« ist doch unerhört, Frau Wirtin, gerade hat mich Ihre Kuh über den Hansen gerannt!" — Wirtin: „G'fchieht Jhna ganz recht! Warum haben S' alleweil über d' Milch g'schimpft!" Gute Antwort. Zwei lustige Studenten begegneten auf dcr Land-straße einem Baner. Sie nahmen ihn in die Mitte und trieben aller-lei Scherz mit ihm. Voll Ucbcrmnt fragten sie ihn, ob er denn eigentlich ein Och« oder ein Esel sei? „So mitten drinne!" war die Antwort.