Nr. 206. Freitag, 10. September 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vränumelationöpreit!: Mit Pos»vrlls»d»nl,: stanzjälir,!, «0 X. halbjährig 15> X, I»> kumor: ssniizjal'lin « li, Ixilbjälirin 11 «, ssür d!r ^nslcN»,,« >„« Hans „anzjätiriss 2 li, Insrltlonbnrbülir: ssNr lli-inr Ii,srl<,!l' Lir «i^aibachrr ^sit„„s,» ss!chs>nl täglich. nn< Ä!!t,icil!iii! t"/r ^vim „istiation ^ffiiidt! sich Mil>°ziös!la>!k Nl 2«^ dir Medattlon Millom« slrns,,' Nr, «>, :, Ulm « die 10 Uln Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Ihre t. und f. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin A u g u st e, Gemahlin Seiner k. und t. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Joseph, ist den s>'. d. M. uin 1 Uhr nachmittags von l'illcr Erzherzogiii glücklich eutbundeii worden. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von» 1. September d. I. ^'ln ehelnaligen Podest:» Dr. Scipio Rilter von Dandrinelli in Trieft das Komturlreuz des mauz Josef-Ordens mit dein Sterne allergnädigst .5u verleihen geruht. Seine f. nnd k. 'Apostolische Majestät haben in it Allerhöchster Entschließung vo»n .1. September d. I. ^'ln Ministerialrate im Ministerium des Innern ^r. 5tnrl S ch r e y e r das Ritterkreuz des Leopold Ordens nut Nachsicht der Tare allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom .'5. September d. I. den Sektionschef im Handelsministerium Dr. Alfred fitter von Aries zum Tel'lionschef im Viini-stcrium des Innern allcrgnädigst zu ernennen gc-Ulht. H aerdtl m. p. Seine t. nnd l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vonl 24. August d. I. ^'N Miuisterialrat im Eisenbahnministerium Doktor Alberl G eute b r ü ck unter Bewilligung der Fü>> Nmg desselben inl Personalstalide des Eisenbahn-'»inisteriums ^aft in der fünften Rangsklasse der Staatsbeamten ^ÜIWmdiast zll ernennen gerliht. W r b a ",. ,,. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitunq» vom 7. und 8. September lUl'li !» »ViI«,ßk»jrlr<.r<). vom W, Auqust IW9. Nr. IN «l oi-rilil-« o,w. vom 28 Aussust 1W9. Nr. ^O.'i und 204 «öozks ttlnvn. vom !N. Aussuft lind 1. September 1l»0!>. Nr. 24 und 25 «Der freie Arbeiter» vom 12., brziehungs» weife N). Juni 1!)09. Nr. 240 'r. Ilormu,»», ve 8l».n«!M. I>lükln,6«m vl»»tnim». Nr. I« «8t,oi-nill inl«i.<1^y 5oci6,ln,>llömnlli-kt,ic!l6> vom 2. September I!>0!>. Nr. 4 «Der Acquisitär» vom 1. September 1!'0!>. Nr, 37 «Ilnnmrigtiell^ I.ißt)» vom 3. September 19W. Nr. 20 «klktn'n Nvndn«!)'» vom 1. Septcmbri 1W9. Nr. 19 «X»i-illl>.tur^» vom 2. September 1".»0!>. Nr. 70 «Oberlcutcnsdorfer Zeituua.« vom I. Sept. 1909. Nr, 70 «Vrüx.er Vollszeitimg» vom 1, September 1909. Nr. s!9 «Deutsche Vollswacht» vom 1. September 1909. Nr. «8 «Egerer Neueste Nachrichten» vom 2«. Aug. I909. Nr. 202 «MorchensterN'Tannwaldcr Nachrichten» v. 2. Sep» tcmbcr 1909. Nl. 202 «Gablonzer Tagblatt^ vom 2. September 1909, Nr. 70 «Deutsche Volkszeitlmg» vom 1. September 1909. Nr. 24!l «Arbeiterzeitung' vom A, September 1909. Nr, 9« «IH OxlH <1«l Ditlvulo» vom 31. August 1909. Nr. 195 .1,'älw äliissv.. Nr. 2783 «II I'opnio» vom 27. August 1909, Nr. 5,1 52 «Uöitolski! Noviu^. vom 1. September 1909. Nr. 17 «5!l2'!6 I'rou^. vom 3. September 1909. Druckschrift: «Vlk8t,oi!ocll6m»l ndö^nßtv,, ml^t,», /iikuv»,! i/.ll<>v<>». Nr. 19 «^iv«(»8tcl!8li6 Xnvin) > vom 2. September 1909. Nr. 35 «(.'op» vom 3. September 1909, Nr. 18 «6e8kü I)s»mivui Ob/«r. vom 30. August 1909. Nr. 70 und 71 «Leiüneriyer Wochenblatt» vom 1. uud 4. September 1U09. Nr. 34 .i5smlH i ^Vül»,» vom 28. August 1909. Plakat mit der Aufschrift: «ireisen, ^inanzministcr Evtarias habe die Hoffnung geäußert, durch eingreifende finanzielle Reformen die Voraussetzungen zur Aufnahme einer Anleihe von 200 Millionen Drachmen zu schaffen, von welchem Vetrage 1^lj MUlwm^, für die Reorganisierung der Kriegsmarine und Kl> Millionen für diejenige des Heeres zu verwenden wären. Unter dem Eindrucke der fiingsten Aktion der Offiziere wird von leiner Seite ein Widerspruch gegen die ehestens zu bewerkstelligende Heeres- und Marinereform erhoben' hingegen wird von der öffentlichen Meinung schon jetzt die ^rage angelegentlich erörtert, ob das Kabinett Mavromichalis in der Lage sein werde, jene Reform durchzuführen, beziehungsweise, ob es in der Kammer die Majorität für sich finden werde. Bekanntlich war die Kammermehrheit bisher theotokistisch. Nenn auch Theo-tokis selbst über seine Stellungnahme zum Kabinett Mavromichalis noch feine endgültige Entscheidung getroffen zu haben scheint, so ist es doch kein l^e-heimnis, daß ein namhafter Teil seiner politischen freunde es übel vermerkte, daß nach dem Rücktritte Rhallis' der Führer einer noch kleineren Partei als der Rhallistischen, nämlich Mnvromichalis, zur Regierung gelangte. In den betreffenden theotolisti-schen Kreisen vertritt man die Auffassung, daß die bisherige Kammermajorität berufen sein würde, für die Heeres- und Marineorganisation Sorge zu tragen. Mavromichalis wird also in der Kammer wahrscheinlich einen schwierigen Stand haben, zu- Feuilleton. Gin schwerer Fall. Humoristische Novelle von Ol'se' »5„ Klnchc'l'i). (Fortsetzung.) . „Was hat er denn für eine Diagnose gestellt?" '^'!'< sich jetzt Langenbecks Stimme vernehmen. „Er meinte, Friederike würde sich wohl den ^iagen verdorben haben, weil sie doch so kräftig '!?l'" erklärte Anny etwas konfus. „Er hat ihr eine "'llere Medizin verschrieben." „So? Genügte sein Anblick nicht?" spottete der lunge Mann. „Weißt du, Annli, diesen Jünger 'lcskulaps über Lebensgröße möchte ich nicht haben 7^ zum Gesundwerden wenigstens nicht. Fürs Gegenteil mag er ja ganz gut sein." „Er ist aber sehr pflichttreu," war Annys matte ^'Ugegnung aus diese verleumderische Kritik. „Du '"e,ßt, Tante ist so ängstlich, und darum — ja klsscntlich mir darum - kommt er öfter. Und da !hn Tante eigentlich nicht sehr höflich behandelt, so '!» das - weißt du — eigentlich ganz gewissenhaft bon ihm." „Ach! Der Löwe ist nicht nur gelb, sondern auch lN'oßmütig!" sagte Langenbeck lachend. „Glaubt ei '"'rklich, daß Tantes zartes Mägdelein so schwächlich '!'.' dann traue ich ihm keinen medizinischen Scharfblick zu." „Du hast doch gehört, daß Tante die Krankheit >" ernst nimmt," rief Anny. Es ist wenigstens nett ^'"n ihm, daß er ihr zu Gefallen so oft nach Fr!> bmtc sieht." . „Seine übrige Praxis scheint ihm diese Nettig-'l ganz gut zu erlauben", höhnte Langenbeck. „Übrigens, liebe Army, bin ich nicht gekommen, um über diesen langweiligen Doktor Müller mit dir zn reden, sondern über etwas, das uns beide betrifft. Es ist mir lieb, daß wir allein sind. Du kennst Tantes Pläne über unsere gemeinsame Zukunft, und da möchte ich dir heute endlich sagen —" Aber da hielt es Hans Müller nicht länger. Er stürmte in das Zimmer und stand mit blitzenden Augen vor den beiden, die wahrhaftig schon ganz dicht beieinander saßen. Annl, blickte ihn erschrocken und - er sah'3 recht wohl — schuldbewußt an. Aber Langenbeck hatte nur ein kühles, verwundertes: „Was gibt's?" Das brachte ihn zu sich. „Ich kann keine Minute länger warten, führeu Sie mich gleich zur Patientin!" herrschte er die zitternde Anny an. „Ein sehr höflicher Herr!" hörte er noch Langenbecks spöttische Stimme dem jungen Mädchen nachslüstern. Nie ein Gendarm, der einen ertappten Dieb vor sich hertreibt, so folgte er der kleinen Anny auf dem Fuße. Nun hatte er sie wenigstens den Fängen dieses Raubvogels entrissen und — Aber Annl) entwickelte eine staunenswerte Ge-schicklichkeit, dieses „und" nicht zur Ausführung bring"' zu lassen, denn kaum hatte sie Doktor Müller in das Krankenzimmer geführt, wo sich auch Frau Rat aufhielt, als sie wieder verschwand. Das Aussehen des Arztes war wirklich besorg-niserregend, ein Anblick, der die alte Dame zu der felsenfesten Ansicht brachte, Friederikes letztes Stündlein habe geschlagen. „Sie rast in Fieberphantasien," flüsterte sie dem jungen Manne zu. Hans hatte sich inzwischen gefaßt. Nun gut, wenn sich die alte Dame durchaus nicht davon abbringen ließ, das robuste Mädchen als Schwerkranke anzusehen, so wollte er wenigstens aus dieser Auffassung Nutzen ziehen. „Ich muß schleunigst noch ein Rezept verschreiben, ich bitte uin Feder, Tinte und Papier!" rief er, „aber bitte schnell, ganz schnell!" Die Schreibutensilien standen im Wohnzimmer, wo sich die beiden Missetäter befanden. Frau Rat hastete mit Papier und Schreibgerät herbei. „Hier ist alles. Um Gotteswillen, Herr Doktor, geht es zu Ende?" Er schüttelte den Kops m>< einer Miene, die man ebensogut als Bejahung auslegen konnte. „Aber bitte" — er machte eine nicht mißzuver-stehende Bewegung nach dem Wohnzimmer hin — „inkommodieren Sie sich meinetwegen nicht. Ich bin sogar lieber allein beim Schreiben. Ein so komplizierter Fall verlangt Überlegung." Je mehr er sich bereit zeigte, die Schwere der Krankheit anzuerkennen, desto größer wurde das Vertrauen der alten Dame zu dem jungen ^oltor. Hans Müller überlegte lange, ehe er die Feder ansMe und das Ergebnis war em Rezept, wie er es unschuldiger noch nie verschrieben hatte. Die Medizin muß sofort gemacht werden, sofort!" befahl er, mit den, Zettelchen ins Wohnzimmer tretend. „Ich würde sie selber besorgen, »renn ich es nicht besser fände, die Patientin noch zu beobachten. Wenn Fräulein Braun vielleicht die Güte haben will — aber sofort!" wiederholte er energisch. lFortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 205. 1838 10. September 1909. mal auch die Opposition der Nlmllisten sich bereits gegen ihn regt. Tor neue Ministerpräsident hat sich schon veranlaßt gesehen, in den Blättern gegenüber den Ausstreuungen seiner politischen Gegner feststellen zu lassen, daß er bei seiner RegierungStätig-leit keineswegs an die Weisungen des Obersten Torbas und der Offizicrsorganisation gebunden sei. Tamit wolle man die neue Negierung nur diskreditieren. Wenn die Offiziersorganisation Lapathiotis zum Kriegsminister vorgeschlagen habe, so sei dies lediglich deswegen geschehen, weil der Ministerpräsident die Abgabe eines Gutachtens über die Besetzung des Kriegsministeriums gewünscht habe. Wie verlautet, ist Oberst Torbas zum Tivisionär in Athen ausersehcn. Politische Ueverkcht. Laib ach, 9, September. Tie „Neue Freie Presse" schreibt: Auf Grund von Mitteilungen aus Petersburg glaubt man in hiesigen informierten Kreisen, das; die Neise des Zarenpaares nach Konstantinopcl und Athen nur einen zeitlichen Aufschul' erfahren habe und das; der Besuch im Frühjahr erfolgen dürfte. Der Zeitpunkt hängt von dem Befinden der Zarin ab, deren leidender Zustand gegenwärtig eine so weite und immerhin beschwerliche Reise nicht geraten erscheinen läßt. Das Unwohlsein der Zarin ist allerdings kein derartiges, daß es Anlast zu Besorgnissen geben könnte, doch legt der Zar schon darum Wert darauf, die Neise nicht ohne die Zarin anzutreten, weil die Begegnung mit dem italienischen Königspaar einen familiären Charakter tragen soll. Politische Beweg» gründe liegen dem Aufschub der Ncise nicht zugrunde. Tie wird jedenfalls erfolgen, und es ist auch nicht ausgeschlossen, das; dann das Ncisepro-gramm durch Einfügung eines Besuches an anderen Höfen erweitert wird. Aus Konstantinopcl geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Die „Novoje Vremja" hat kürzlich eine angebliche Unterredung ihres hiesigen Berichterstatters mit dem russischen Botschafter, Herrn ('arytov, veröffentlicht, in welcher diesen: gewisse Äußerungen über das Verhältnis zwischen Nußland und Teutschland in bezug auf die Türkei zugeschrieben werden, die der Botschafter nicht gemächt hat. Tas Interview ist denn auch bereits von zuständiger Seite dementiert worden. Was den Hinweis betrifft, day die Pflege guter Beziehungen zwischen dem deutschen Botschafter, Freiherrn von Marschall, und Herrn s'arykov zu erwarten sei, so ist zu bemerken, daß zwischen den beiden Tiplo-matcn schon seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis besteht, das seinen Beginn hatte, als s'arvkov in Perlin als russischer Geschäftsträger tätig war, während Freiherr von Marschall das Etaatssekretariat des Auswärtigen bekleidete. Tiese Beziehungen wurden anläßlich der Haager Konferenz im Jahre l907 wieder aufgenommen, wobei die beiden Diplomaten zu einer sehr interessanten Tätigkeit, die mehr als vier Monate dauerte, zusammentrafen. Im englischen Unterhause wurde die Landes-tulturgesctzvorlage, die sich im Wesen als eine Ergänzung des Budgets darstellt, in zweiter Lesung mit 1^7 gegen 37 Stimmen angenommen. Die Vorlage ermächtigt die Negierung zur Verausgabung von Geld für Aufforstungen, für die Förderung der Landwirtschaft sowie der ländlichen Industrie und fiir den Bau von Hafenanlagen und Kanälen. Die Vorlage trifft ferner Bestimmungen über die Verwendung der durch die Steuer auf Motorwagen und Petroleum eingehenden Gelder, die zur Verbesserung der Landstraßen dienen sollen. Über den Feldzug der Tpanier in Marokko wird vom 7. d. M. gemeldet: Die Kolonne Aqui-lera setzte den Marsch nach Zoceo el Arba und Ne-naliza fort. I'M) Mauren griffen die Kolonne an, wurden jedoch zurückgeschlagen. Die Kolonne drang ill das Lager des Feindes, zerstörte einen Teil davon uud besetzte die im Zentrum von Haddara gelegene Position, des Feindes. Die Mauren hatten .'.ahlreiche Tote. Auf feiten der Spanier fiel ein Mann, zehn wurden verwundet. — Als eine Netog-noszierungskolonne gestern in das Lager zurückkehren wollte, wurde sie zweimal von den Mauren angegriffen. Oberst Fernando Blanco tain von El Arba mit einem Bataillon Infanterie, etwa 50 Nei-tern und einer Batterie der Kolonne zu Hilfe und griff den rechten Flügel des Feindes an, um diesem den Nückzug abzuschneiden. Die Mauren entflohen und ließen etwa 20 Tote auf dem Schlachtfelde zurück. Die englischen Quellen entstammende und auch durch deutsche Zeitungen gegangene Nachricht der (Einberufung von 65.000 spanischen Reservisten ist, wie die „Kreuz-Zeitung" mitteilt, irrtümlich. Es ist nur das nächste Nekrutenkontingent, und zwar den gesetzlichen Vorschriften gemäß, vor Anfang dieses Monats festgesetzt worden. Dieses Kontingent, das aber erst im Februar k. I. zur Einstellung gelangt, beträgt 05.000 Mann der 1:55.000 Mann zählenden Iahresklasse. Das Kontingent ist um 5000 Mann höher als das des laufenden Jahres. Zur Ergänzung der Abgaben an die mobilen Truppen in Marokko sind jetzt 6000 Mann Ersatzreservistcn eingestellt worden. Tagesneuigteiten. — lDer schlaue Tchultheist.j Ein nettes Geschichtchen passierte, wie man der „Franks. Ztg." erzählt, kürzlich in einem Schwarzwalddurfe. Ein Bauer, der wegen seines Eigensinnes und Geizes im Dorse der. schrien war, wulltc eines Abends seine Gänse in den Stall treiben, als unter mächtigem Geratter und Ge- knatter ein „Teufelskarren" die Landstraße daher gesanst kam. Ter Baner kroch in die Scheuer nnd überließ die Gänse ihrem Schicksal. „Glücklich" länfl eine Gans „vor das Rad" nnd wird zn Tode gefahren. Der Vauer, der aus einer Tachlule dem „Mord" zngeschanl hat, bewaffnet in der Eile einige Knechte mil Sensen nnd Heugabeln nnd eili dem Auto nach. Nach halbstündigem Tauerlauf finden sie die Insassen an der Landstraße, wo sie gemütlich ihr Nachtmahl verzehren. Ohne alle Umschweife packen sie den Führer nnd führen ihn ins Dorf zurücl, vor den Schultheißen. Dieser verurteilt den Führer znr Zahlung der Gans. Ter Vaner verlangt 3 Mart 5)l> Pfennig für die Gans, die der Führer als» dann beHallen dürfe, dci sie für ihn doch leinen Wert habe. Ter Fremde erklärt sich bereit, 3 Mart zu bezah-len, wenn er die Gans behalte, da er auch leine Ver» wendnng oasür habe. Vekommt nnn mein Schultheiß einen göttlichen Einfall. Er nimmt dem Banern seine Gans ab, verlangt vom Antler 3 Mark, legt 5>l» PseU' nig darauf und gibl die 3 Mark 5<» Pfennig dem Nanern, worauf alle befriedigt von dannen ziehen. Ter Bauer sreut sich seiner 3 Mark 5l> Pfennig nnd daß er nun die Gans los ist, der Fremde, daß er die Gans nichl milnehmen muß, der Schultheiß aber freut sich seines Gänsebratens für 5«! Pfennig. — Din fast unqlaublich erscheinender Fall von barbarischer Lynchjllstizj hat sich in Spanien ereignet. Ein I jähriger Rechlsslnoent, Alberto Manrique, Sohn eines Parlamentsmitgliedes, wurde, als er von Fromisla nach seiner Vaterstadt Aslndillo in der Provinz Valencia radelte, von einem großen Hunde angefallen, deu er in der Notwehr niederschoß. Der Knall des Ne-vulvers hatte die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregt. Manriqne wurde gesteinigt nnd stürzte vom Nad. Er wnrde zur Stelle gelragen, wo der tote Hund lag und dort lotgeprügelt. Erst spät abends wagte ein des Weges kommender Fuhrmann den Leichnam aufzunehmen und den Behörden zu übergebe». — lDie elektrische Entfcttunssetur.j Ein Arzt in Bordeaux,, Dr. NergoniV-, empfiehlt eine Entsetlnngs» liir dnrch Elektrisierung, wobei er von folgenden Er» wägnngen ausgeht- In den meisten Fällen von Fett-leiöigleit mnß man das Klrä'stedlldgel des menschliche» Körpers verändern, indem man entweder die Nahvnuqs» znfnhr vermindert oder die Krästeabgabe dnrch Arbeit vermehrt. Beides ist jedoch dem Fettleibige» gleich un-angenehm. Er hnngerl nicht gerne nnd ist cuich gewöhn» lich körperlicher Arbeit durchaus abgeneigt, nnd die Folge ist, daß sein beiden ständig wächst. Tr. Vergoni^s Verfahren besteht gewissermaße» in einer Kriegslist, denn er ersetzt den schwachen Willen des Kranken durch den elektrischen Strom; es werden induzierte Wechsel» ströme angewendet, die die Muskeln des Patienten arbeiten lassen, ohne daß der Behandelte die nnan» genehme Empfindung der erzwungenen Arbeit dabei hat. Tie Behandlung danerl zwar ziemlich lange, soll dafür aber änßerst erfolgreich sein, denn Patienten von U»<> Kilogramm sollen dnrch die elektrische Entsetlungskur um 15), 20, ja selbst um 30 Kilogramm erleichtert wor-den sein. — (Genieö als schlechte Ehemänner.j In einem Artikel des „Nineteenth Eenlnry", „Ehe und Schrift-steller", sucht Sidney Low ail der Hand eines reichen Materials den Beweis zu erbringen, daß Genies, und' vor allem die Genies der Literatur, notwendig schlechte Aus Eifersucht. Roman von Max Hofsmann. (61. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Frau Negendank aber hatte trotz ihrer Versicherung am Mend nichts Eiligeres zu tun, als ihrem verehrten Herrn Bicrmeyer von dem seltsamen Besuch der beiden merkwürdigen Tamen und dem Gespräch mit ihnen haarklein zu erzählen. „Das waren wahrscheinlich ein paar stille Verehrerinnen von diesem Frank oder auch von dem Herrn Moreno", schloß sie ihren Bericht. „Selbst das schlechte Wetter hatte sie nicht>,bgeschrcckt, den weiten Weg bis Hieher zu machen, denn man sah es ihnen an/das; sie aus dem feinsten Westen waren. Ja, ja, die jungen Leute heutzutage!" Ter möblierte Herr bemerkte nicht die spät-herbstlichen Liebesblicke, die sie ihm dabei zuwarf, denn er hatte seine Pfeife in Brand gesetzt, sich über ein Buch gebeugt und versenkte sich in die Geheimnisse der Pädagogik. Felicia aber fuhr mit Emmi nach einem Auskunftsbureau und gab dort den Auftrag, ihr aufs schnellste — es koste, was es wolle — Auskunft zu verschaffen über die jetzige Beschäftigung und Wohnung von Christian Frank, Nimikon, Schweiz. Sie war voll fröhlicher Zuversicht, auf dem richtigen Wege zu sein, und als sie ihrer Freundin in der Freude um den Hals fiel, sagte Emmi dankbar: „Welch ein Glück, das; wir dich haben, liebe Felicia'. Auch ich glaube fest. daß dir die Lösung endlich gelingen wird. " Tic junge Amerikanerin bewahrte ihre Nuhe, obwohl sie innerlich voll fieberhafter Aufregung war, tue noch wuchs, als ihr nach zwei Tagen die Nachricht uvcrbracht wurde: Christian Frank, Sohn des Gasthofbcsitzcrs Ulrich Frank in Nimikon, der vor vier Jahren als Witwer verstorben ist. Tcr Sohn ist seit dieser Zeit nicht izi seinem Geburtsort gewesen, sein jetziger Aufenthaltsort dort unbekannt. „Ah!" rief Felicia, „da haben wir schon die erste Entlarvung dieses Menschen! Jene Depesche, die ihn wegen Erkrankung seiner Mutter nach Hause rief, war gefälscht. Weshalb aber hat er das getan? Um in die Dunkelheit untertauchen zu können, aus der wir ihn nun hervorziehen werden." Sie durchstöberte die Artistenzeitungen und fand eines Tages eine kleine Notiz, die sie frohlockend zeigte. ^,Nun weiß ich, wo dieser Frank ist! Er ist in Paris. Dort also werden wir ihn festnehmen lassen." „Wieso?" sagte Fritz. „Hier steht doch weiter nichts, als die kurze Ankündigung, daß Brothers Morcno-Franklin jetzt im Cirque Metropole in Paris auftreten. Was ist daran besonderes?" „Aber das ist doch ganz klar!" rief Felicia hastig. „Dieser Franklin ist niemand anders als unser Frank, der mit seinem Freunde zusammen auftritt. Noch morgen wirst du mit mir nach Paris fahren." „Gern! Ich bin selbst begierig, wie dieses Abenteuer enden wird." „Und du kommst auch mit, Emmi", sagte Felicia. „Du beherrschest die französische Sprache viel besser als wir beide, und deshalb bist du für uns unentbehrlich." Emmi sah ihren Vater fragend an, der mit den Achseln zuckte und dann nickte. „Was soll ich dazu sagen? Du willst ja doch mit —" „Ach, Papa," rief Emmi, „du tust gerade so, als wenn ich Eure Tyrannin wäre. Aber ich weiß, du hast nichts dagegen, wenn ich mitfahre. Und ich depeschiere an Dr. Waldow, daß er ebenfalls dorthin kommt. Wir können dann gleich die Angelegenheit wegen des Postens in Amerika besprechen." Der Iustizrat lachte. „Praktisch seid Ihr jun- gen Leute ja heutzutage, ohne doch das Angenehme dabei zu vergessen." 1 5. K a p i t c l. Der gewaltige Raum des Zirkus Metropole in Paris war bis auf den letzten Platz gefüllt. Von dem eleganten Publikum in den Logen bis hinauf zu der lustigen Spcktatelgesellschaft auf den obersten Stehplätzen verfolgten diese Tausende von Augen mit gespannter Aufmerksamkeit die Vorführungen, in denen .^rafl. Geschicklichkeit und Ausdauer die Ergebnisse jahrelanger Übungen unter den rauschenden klängen des Orchesters bei blendender elektrischer Beleuchtung zeigten. Schon war eine ganze Anzahl von Nummern erledigt, als die Reihe an die Brothers Moreno-Franklin kam. Zuerst erschien in blau-wciß-rol-gestreiftem Trikot einer der beiden Artisten, der sich bis dicht unter die Decke des hohen Nundtheaters hinaufziehen liest und dort auf fast unsichtbarem Drahtseil verschiedene halsbrecherische Evolutionen ausführte. Zuletzt stand er auf beiden Füs'.en kerzengerade und begann sich mit kühnem Schwung hin und her zu schaukeln. Gleich darauf ging die Musik in einen kräftigen Marsch über, und sein Partner betrat die Manege. „Cr ist es", flüsterte Emmi, die nut Felicia, Fritz und Dr. Waldow ganz unten in einer Loge saß, überrascht den anderen zu, und alle vier richteten in fieberhafter Spannung ihre Blicke auf ihn. Frank hatte französische Marineuniform angelegt, die blaue Tracht mit dem großen Kragen und den roten Litzen stand ihm sehr gut, und so verbeugte er sich, die Flinte keck in der Hand schwenkend, anmutig nach allen Seiten. Als er bis dicht an die Loge, in der die beiden Herren und Damen saßen, gekommen war, zuckte er Plötzlich zusammen und erblaßte: dann aber wandte er sich rasch ab. und trat in die Mitte des Greises. lFortsehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 206. 1839 10. September 1909. Ehemänner find. Er hat die Stellung zur Ehe von 68 berühmteu Schriftstellerii, unter denen sich die leuchtend-sten Namen der englischen Dichtung befinden, untersucht >md ist zu dein Ergebnis gekommen, daß niir zwanzig Ehen einen ziemlich befriedigenden Merlans geilonimeil haben^ 23 Ehen waren unglücklich »nd znn> Teile direll Tragödien- 25 Genies »vnren nnverheiralel. Man lann "lso höchstens von eineni Drittel der Schriftsteller sagen, daß sie in erlräglichenl Eilwernehmen mil ihreil T^raneil lebten, über Shakespeares unglückliche Ehe besteht lein Zweifel Millon »var dreimal verheiratet und ließ sich von seiiler ersten T^ran scheiden, die ihm schon nach wenigen Wochen weggelaufen war. Dryden litt schlver »nler seineul Ehekreuz. Sivift >var heimlich mit einer ^rau verheiratet, mil der er nie zusammen gelebt Hai »nd die er nur in Gegenwart driller Personen sah. Eoleridge lebte von seiner T^ran getrennt. Shelley ging m jugendlichem Aller eine nnüberlegle Ehe ein und trennte sich von seiner Frau, die Selbstmord verüble. Luskin lief seine ^rau mit dem Maler Millais weg. Dickens leble von seiner ^ran getrennt. In Frankreich, ^enlschland und Amerika soll es in den Ehen der großen Dichter nichl anders seiil. — lVon Lord Kitcheners der soeben das mililä' bische Obersommando für Indien niedergelegt hat, er» .'.ähll eine englische Wochenschrift eine hübsche Anekdote. Während seiner Amtszeit besuchte er einmal einen enl-legenen Distrikt, wo soeben ein neues T^orl errichtet worden war. Als Lord Kitchener an das Forl heran-lmn, war er sehr erstaunt zu finden, oaß das T^orl ans einer Stelle stand, ans der es von einem nahegelegenen höheren Hügel ans leicht beschossen werden konnte. Der Offizier, der den Plan ausgesucht lind das T^ort errich->et hatte, besand sich im Gefolge des Generals nnd wurde von ihn, gernfen. Das ganze Gefolge erwartete ^inen zornigei' Ansbruch, aber nichts von alledem ge> schal), Lord kitchener streckte dem Siinder die Hand ent-lMen uno sagte im freundlichsten Tone! „Ich mache Ihnen mein Kompliment, Oberst. Das ist ein prächtiger ^latz für ein short! Wann werdeil Sie beginnen, den Hügel dort abzutragen?" — Mner, dcr sich nicht verblüffen lich.j Acht Jahre hindurch hat der Tabakhändler Jakob Popp in High Wyeoiilbe bei London eineil hartnäckige» Kampf ^'geil die Polizei dnrchgesochten, nnd jetzl endlich hat er gesiegl. Acht Jahre hindurch hat Jakob Popp jeden Sonntag, den der liebe Gott werde» ließ, seineil Laden "sfeu gehalten nnd der Polizei zum Trotz Tabak ver-lausl, ob»vohl ein Gefetz Karls II. für den Sonnlag l^n Handel inil „weltlichen Dingen" verbietet. Jeden Montag zeigte die Polizei den Übelläler beim Friedens-'ichter an, Ulld jedeu Nionlag »vlirde Jakob Popp zu Mler Geldstrafe verlirleilt, die zwischen einem halben und einem ganzen Psnnd schwankte. Jakob Popp aber bezahlte ohne Widerwrnch, denil seine, Methode war oie l'este Reklame, die man sich denken kann. Innerhalb ^'n achl Jahren Hal er zwar elwa 6<><>l> Mark a» die Friedensrichter gezahlt, aber dieser Verlnsl ist dnrch den Gewinn reichlich ioieder gedeckt. Jakob Popps Laden !ie»oß eine große Berühmtheit. Acht Jahre hindurch l)M nun Jakob Popp jede» Dienstag getreulich die Geldstrafe zum Friedensrichter getragen; plötzlich »inter, blieben die Anzeigen, denn die Polizei fchie» des aus» suhlslosen ^tninpses müde zu sein. Natürlich hat sich diese Nachricht nnler den Kunden Jakob Popps inil Blitzesschnelle verbreitet, »nd von allen Seilen sind (^lückwunschbriefe nnd Telegramme eingetroffen, ja von Miigen Kunoen ist Jakob Popp als der Held von High Nycombe sogar in Gedichten gefeiert worden. — sIm Lande der unbegrenzten Mertwürdisstcitcnj Hal sich wieder einmal elwas Eigenartiges ereignet, ^ine Engländerin, Äciß Betsey Hill, welche an Bord b<'s Dampfers „Philadelphia" die T^ahrl von Sonlhamp^ wil nach Neivyork zurückgelegl halle, durfle den Ulnerikanifchen Boden »ichl betreleil, loeil sie ans dem Deck des Dampfers Zigaretten geraucht hatte. Die Mit. äsenden slelllen der sechzigsährigen Daine das Zengnis ^»s, daß sie gebiloet, von ladellosem Benehmen und ">>ch sonst einwandfrei sei. Sie halle die Gewohnheit, leden Tag auf ihrem Deckslnhle Zigaretten zl> rauchen,->U' rauchte auch, als der Dampfer an der Qnaranlaine-Galion ankam, und die enlsetzle» Beamten stürzten sich >"sort aus ihren Handkoffer, wo sie tatsächlich vier Pakete Zigllretlen vorfanden niid lonfiszierleii. Trotz "ller Proteste der Dame blieben die Beamten dabei, ""ß es für eine Dame im höchsten Grade ungehörig fei, <^> rauchen, und tatsächlich wurde Miß Hi» von oen Behörden als eine „vermutlich Irrsinnige" znrüctbehal. !l',» »nd nach Ellis Island transportiert. Zum Glück ">r Miß Hill hat der Arzt der Untersnchnngsstation anders als die Zollbeamte!, entschieden, daß eine Dame, "U' raucht, nichl unter alle» Umständen verrückt ist, uud !". hat sie denn wieder ihre Freiheit erhallen — aller-^»gs erst nachdem sie achlnnovierzig Slniideii in der ^rrenabteililng des Hospitals festgehalten »oorden war! . — lAm Grabe seines Beines.) Aus Leno^r, Mass., wird gemeldet: Nach alter Ge»vohnheii ist der pensio-Merte Major der nordamerikanischen Bnndesarmee, l>'^' Tat^ der ^chl als Steuerbeaniter in Nelvyurk ^Ichäsligt ist, auch in diesem Jahre zum Jahrestage der Schlacht am Gellysberg gereist, wo sei» ihm in, Kampfe !U'ge,ch^',i^ Veiil auf dem Schlachtselde unler eiiiem ^'ilkstcii! begraben liegt. In feinem Jahre bis jetzt l)"l Mijor Tale die heilige Pflicht versäumt, persönlich ","0 rote Rose auf dem Grabe seines verlorenen Pedals ""derznk'a/,i. Älal- und Plovinzial-Nachlichtcll. Zur Geschichte der Luftschiffahrt. Von H'. v. Hlndici... (Fortfchung.) (Nachdruck Verbots,!,, Der Professor der Mathematik nnd Astronomie, in Jena „Hofmalhematikus" Erhard Weigel , gest. 1699>, ioelcher zahlreiche technische Erfindungen machte und in seinen „Mathematische» Knnstübnngen Jena 1670" selbst beschrieben hat," sich anch viele Mühe gegeben, das Problem der Luftschiffahrt zn löseil, doch ohne Erfolg.'" Erst oiirch die Schriften des Pater de ^anis I688, durch die Versuche des brasilianischen Priesters Don Gusmaus 1709 sowie nachher durch Montgolfiers Er. sindnng 1783 gelangte die ^ustschiffahrl zu Ausschwnug »nd prallischer Bedeutung." Der Jesliit ^-ranzislns Tertists ^ana oder de ^anis ließ im Jahre l67ü in Brescia eiiie Schrift „l'i-l>lli'<»i>i<, ! »1-1«' üüx^t,-^" erfcheiiien, die den Plan zn einem hölzernen ^nslschiff enthielt, welches Mastbänme, Segel »nd Nnder halle, »vomit er es Zu regieren gedachte! es sollte sich durch vier daran befestigte nnd mit vier Hölzern verbundene große kupferne Kngel» heben, die er luftleer machen wollte. Aus Armul konule er seinen Plan nichl anssühren, der — wie Busch'" bemerkt — anch ohnehin nicht gelnngen wäre. Sturm erzählt, daß 7^-abri den Einsall gehabt habe, durch zusammengepreßte ^ufl Körper zn heben und in die !^nfl steigen zu lassen. Kurz darauf machte ^ohmeyer eine Schrift zurechl vou der Knust der Luftschiffahrt. Im Jahre 1676 gab Johann Ehristoph Sturm im „Eolleginm enriosnm"''' nicht uur eine Erläuterung der Erfindung de Ranis' dnrch ^ignren, sondern be-hanplete anch, daß sie möglich und ansführbar fei, was er an einem kleine» alls Wachs verfertigten Schifflein demonstrierte, welches er mil soviel Blei beschwerle, oaß es elwas nnler Wasser sank; wenn er jedoch oben zwei Glaskugeln anhing, so wnrde es von deren Leich-ligkeil so gehalten, daß es nichl zn Boden sank, sondern mitten im Wasser schwebte. Wenn man also sagte, daß Stnrm große Blase» mache» könnte, deren Gewicht leichter als die darin enthaltene Luft sei nnd sie noch dazn luflleer machen könnte, so müßten die Blasen not-wendig mit dem Schiffe steigen nnc> von der änßerlichen Lnst in der .Höhe erhalten werden. Gleichfalls von der Luftschiffahrt haudelt ^reschner in seiner Schrift „l^xci'^iinticnc,^ pilv^icü«' lirtilicio lüivi^uncli" 1679. Der bereits genannte brasilianische Geistliche Don Gusmanos, der sich in seinen Ausführungen G. A. M. nnterzeichnele, machle im Jahre !7<»9 belannl, „dass er mil einer Maschine in 24 Stunden 2<»<» Meilen »veil dnrch die Lnsl fahre» »volle". Elektrizität und Magne» tismns sollten sie in der Höhe erhalten, wozn er nach-stehende Anslallen traf- Der Boden des Schiffes war mil Eisenblech nnd Ninsendecken belegt, ans diese setzte er einen Kasten mit einem großen Magneten, welcher den eisernen Nooen anziehen sollte u»d oberhalb brachle e» viele Schnüre mit Achalsteinperlen an, welche, von der Sonne beschienen, elektrisch werden und die Binsen-decken festhalten sollten. Der Versuch mißlang, wie leicht vorauszuseheu war." Der Paler Gallien zn Avignon hatte I755> den Einfall, daß ein großer Sack von gefütterter Leinwand, die mit Teer nnd Wachs bestrichen wnrde, in der Lust schwimmen müßte, wen» solcher ans einen hohen Luft-räum gebracht nnd mit der daselbst besinolichen leich. leren Lnfl angesüllt würde; zur /süllnng hielt er di'c» Lnsl ans der Region des Hagels für die schicklichste.'' Die Enlwürse de Lanis', Sturms und Galliens be-rnhlen indefsen schon — »vie Busch beifügt'" — auf dem Grnndfatze, daß Körper in der Lnft steigen müssen, wenn sie leichler sind als oie Lust, welche mit ihnen den gleichen Ranm eiiinimml.'' AIs Eavendish die große Leichtigkeit der brenn» bare» Lnsl enldeckte, kam Black in Edinburgh nm 1766 ans die Idee, daß dünne Blasen, „»vie das wurstförmige Häulchen von Kälbern", mil brennbarer Luft gefüllt, auswärts steige» würden, ohne jedoch selbst Versuche zu mache». Kratzeilstein kannle seit 1776 nichl »ur die fpezi. fische Leichtigkeit der „brennbaren Lnsl", sondern auch oas Aussteigen der mit ihr ausgelriebenen Seifenblasen niid de Lanis' Projekt hatte aus ihn soviel Eindrnct ge-machl, daß er schon seil 4<> Jahren ans ein Luftschiff dachle, dessen Einrichlung vorzüglich anf hydrostatischen Gründen beruhen sollle nnd dessen Entwurf er 1784 in der Schrift über die Luftschisfahrt belanul machte." Eavallo, welcher mit Black deuselben Gedanken be-züglich der Leichtigkeit der brennbaren Luft und deren Wirkung hatte, füllte im Jahre 1782 in London zehn Zoll lange und fünf Zoll weite Zylinder von Seiden-Papier mit „brennbarer Lnfl", die abcr nichl stiegen, " Erhard Weisel, Allgemeine Drutschc Biographie, Bd. XI.I.. S. 465 ff. '" Zedler, Universalltxilon, Leipzig u. Halle, Bd. XXXIV., I>. 1483. " Lucger Otto, Lexilon der gesamten Technil, Stuttgart und Leipzig (18!^', Bd. VI., S. 228. " a. a, O., 3. 384. " Altbois, 1'»r8 I, enp. X, p. 51. " Lichtrnberss, Maaazin an« der Physil und Nalnr» geschichlc, Gotha, 1784, Äd. II.. St. A, S. I I« ff. "' Gallien, i^'art i>li« ,!!,!,l.il!!>!.1 Wis wir er» fahren, hat die hiesige l. k. Landesregierung auf Grund der ihr vom k. l. Ministerinn! des Innern im Ein. vernehmen mit den k. k. Ministerien des Handels, der Finanzen und für öffentliche Arbeiten erteilten Ermäch, ligung Herr», Ivan Hribar, Reichsralsabgeordneien »nd Bürgermeister in Laibach, Herrn Dr. Vinzenz Greguri«'-, Primarius des Landesspilales in Lai» bach, »ind Herrn Alerander Hudovernit, k. l. Nolar in Laibach, die Bewilligung zur Errichtung einer Atliengesellschasl nnler der T^irma lll><<'I>!ll> ,/1'i-ifllüv" v ^.iu!^l^l!!!i erteilt. —r. ^ iInbustriclles.j Über Ausuchen des Herrn ^ranz Ko,^as, Landtagsabgeordneten uud Realilätenbesitzers m GroßlupP, ilni Bewilligung zur Aiisslellnng eines Ben» zinmotors zum Nelriebe einer Dreschmaschine, eines Göpels nnd einer Zirkularsäge in Streindurf, findet am 15. d. M. u,n 9 Uhr vormittags die kommissionelle Lokalverhaudlung nnler Intervention eines Maschinen, technilers der l. l. Laudesregieruiig au ü)rt und Stelle slalt. - Ebeiiso siudet über Ansuchen der l. l. Bezirks» hanptmannjchaft in Littai a»> 14. d. M. um 1l» Uhr vormittags die Kullandiernng der voin Herrn Veit T^or» tnna aus Videm nm Bache Nnkov^'iea iii Temenitz er» bauten Mahlmühle durcl) einen Slaalsbanlechniker der k. k. Lalidesregierliilg an 57rt und Stelle statt. —?. * lDie Triester »ieichostllchc in Waitsch qespelrt.j Wie man nns mitteilt, isl die Triester Reichsstrahe z>vischen Kilometer 2 6 bis 3 6 in Wailsch, Bezirt Laibach Umgebung, bis auf weiteres lbeilänfig drei bis vier Wochenj wegen vorzunehmender Walzung gesperrt, ^-ür fuhrwerke bleibt die ehemalige dnrch die Ortschaft Wailsch fiihreiide Reichsstrahe ossen. —r. ^ iKonstituicrunss dei wesellenprnsunqslommiisio» nen im Brziitc Loitsch.j Bei der Geuossenschasl der handwerlsmäßigen und konzessionierlen Gewerbe iu Laas »vnrde in die Gesellenprüsnngslommissiou Herr T^ranz >5, krbee, Schneidernleister iu Laas, znm Vor-sitzell5>en und Herr Georg Turk, Tischlermeister in Neudorf, zu dessen Stellvertreter, bei ,ener in Idiia Herr Franz D i d i <', Sattlernieistcr i„ Idria, M'i Vorsitzenden und Herr Josef R n p n i l, Gerberlneister voii ebeiidort, zn deffen Stellvertreter uud bei jener m Sairach Herr Lnkas Iejento, Schuhmacher,>^i,lel in Nelidors, zum Vor itzenden und Hell ^ianz Bas »er, Schneidermeister in S«N'a Vas, zu dc'sien Stellvertreter bestellt. ,, ,.. .„'^. . - lTodessa l.» Man schreibt uns a„s Rad annS-dorf^ >.i'"starb a.n 9. d. M. vormittags der Besttzer nnd gewesene Restanrattnr Heri' Aci,d,ns H, r 1 ch. mann im 69. Lebens,ahre. Der Verblichene war seiner^eii viele Jahre Pächter des Hotels „Kaiser von Österreich" an der Petersstrahe in Laibach und über-sü'delle vor 18 Jahren nach Radmannsourf. Ein stram-n,er, biederer Charakter, wird er besonders in den hie» sigen Jägerkreisen und seinen vielen Gästen in freund-licher Erinnerung bleiben. Ehre seinem Andenken! " Gebler, Physilal. Wörterbuch, I. S. 55 ,. Laibacher Zeitung Nr. 206 1840 10. September 1909. — sNcue Stellen bei der t. und t. Kriegsmarine.) Das „Triester Tagblatl" meldet' Im Verlailfe eines Jahres ist von der Marinesektion so mancher Erlaß herausgegeben »vorden, in dem ans die Bedürfnisse der Ailgestellten Bedacht genommen lvilrde. Mit großer Sympathie »vlirde auch die Schaffilng zahlreicher nener Neamtenstellen begrüßt, die vornehmlich dazn dieilen, längeroienende»» Unteroffizieren ein weiteres Fortkon»» men zu sichern. Tie Kanzleihilssarbeiter und Kailzlei-gehilfen endlich habe»» gleichfalls nicht vergebens an die <3insicht und Fürsorge der Marillesektion appelliert, als sie sich an sie mit ihren Beschwerden wendeten. Nnn soll noch ein Schritt weiter getan werden. Es werden demnächst bei der Kriegsmarine neue Stellen, Kanzlislen» stellen, kreiert werden, die mit den jetzigen Kanzlei» gehilfen bestzt werden sollen. Der bezügliche Erlas; wird binnen lnrzem veröffentlicht weroeu. Mit dieser Ver» fügung hat die Marineseltion neuerdings bewiesen, das; es eine ihrer Hauptpriuzipe sei, für die ständige Ver> besfernng der Lage der Marineangestelllen zn forgen. — sVine pflichttreue Alpenhirti» auf der Golica.) Am vorletzten Donnerstag siel auf der Golica ein 12 bis 15 Zentimeter hoher Schnee, der fast drei Tage liegen blieb und bis zu einer Seehöhe von ungefähr 14Ö0 Meter herabreichte. Vom Gasthause „Pri Kopi-^arju" konnte lnan deutlich beobachten, wie der Haus-besorgcr der Kadilnil-Hütte das Haus verlies; und durch oie »uciße Schneedecke schnurgerade talabwärts rutschte, dunkle furchen hinter sich ziehend. Eine Stunde später wurde t'napp an einer sehr steilen Felsenwand ein großer dunkler Fleck bemerkt. Mit Hilfe eines einfachen Guckers konnte mail feststellen, das; er von 17 nebeneinander siebenden Achsen gebildet wurde. Augenscheinlich konnten sie ob des steilen Abhanges nicht weiter, den Weg zur Hütte des Teutschen und österreichischen Alpenvereines wollten sie jedoch trotz aller Bemühungen der Alpen» Hirtin nicht nehmen. Während eines unbewachten Mo» mentes hatten sie nämlich den Viehhalter verlassen und waren auf dem vuni Hausbesorger der Kadilnik-Hütle gemachten Weg gegen den Gipfel der Golica geeilt. Plötzlich sahen sie sich vor einer unbesteigbaren Wand' nun gab es kein Vorwärts und kein Znrüct mehr. Nnr der ziemlich sanft abfallende, seitwärts führende Weg zur Hütte des Tentschen uud Österreichischen Alpenver» eines war noch frei, allein die Tiere wollten ihn durchaus nicht betrelen. Als sie sich jedoch zur Umkehr an-schickten — da wären sie unrettbar verloreil gewesen — bega»» die Hirtiu laut um Hilfe zu rufen, besonders da sie nlir mit der größten Mühe den Tieren den Rückweg für eine Zeit verwehren konnte. Die Situation wurde von Minute zu Miuute kritischer. Da hörte man ihre Hilferuse iu der Ortschaft Alpen und leitete nn° Verzug! ich die Hilfsaktion ein. Es gelang bald, den führenden Ochsen anf den Weg znr Hütte des Deutschen und österreichischen Alpeilvereines zu bringe»»; ihm folgte sodann im „Gänsemarsch" die ganze glücklich ge» rettete Herde. Jetzt erst konnte die pflichttreue Alpen-Hirtin frei aufatmen, da sie ihre Schntzbefohlenen wohl. behalten in Sicherheit gebracht sah. !—. sDie Eröffnung des „Triglavheims" auf dcr Kredarica) gestaltete sich am 8. d. M., begünstigt vom herrlichsten Weiler, zu einem wahreil alpinen Fest. Rund 3<)<> Bergfahrer waren am Festtage au Ort und Stelle — 2515 Meter hoch — versammelt, echte Ton» risten, aber auch in ganze» Abordnungen, namentlich aus der Wochein, die benachbarte heimische Bevölkerung, darunter zahlreiche Säuger. Beisammen waren die Teil» nehmer allerdings nnr beim gestakt selbst- sonst machten sie kleine Abstecher auf den nahen Gipfel der Kreda-riea, versuchteil die Härte des Triglavgletschers und, was die Hauptsache war, gingen auf der Triglavspitze, die ja von der kredariea aus iu einer guten halben Stunde erklettert werden kann, nur so aus und ein: rund MO Besucher trngen sich im Aljaöturm ein! — Das neue „Triglavheim" wurde allseitig bewundert. Die bis» herige Triglavhütle hatte dem gesteigerteil Verkehr unk den größeren Ansprüchen der Tonristen nicht mehr zu entsprechen vermocht, namentlich seit dnrch die Erschlie» ßung der Wochein der Zuspruch infolge oer so außer» ordentlich günstigen Lage der Hütte — knapp unter dein Gipfel — rapid gestiegen war. Es wnrde daher unter Einbeziehung der bisherigen Hütte ein einstöckiger Zu» bau ausgeführt und der ganze Koinpler einheitlich und der Höhenlage entsprechend . Hauptversammlung ab. Hiezn haben sich, »vie die Blätter melde», au 2000 Mitglieder eingefnnden. — l>il. Franz V r » h o v ll i k, Bibliothekar iu>-. Ianko V r a n <> i «, Stell» Vertreter iur. Wilhelm K r e j«" i und v<>t. Ianko Viz» jat, Revisoreil ini-. Albiil Ple^ko nild !nv. Franz T r a m p u x. iUnentgeltlichcr brieflicher Unterricht) in Steno» graphic, Buchhaltung, Handelskorrespondenz, t'aufmän. ilischen» Rechnen, Schön» und Maschinell schreiben, sowie Kanzlei» uud Konlurpraris. Der Unterricht wird von Grund aus, leichlfaßlich, von Professoren und staatlich geprüfte!» Fachlehrern für die Teilnehmer kostenlos geleilet nnd es sind außer einer guten Volksschulbüdung leine Vorkenntnissc nötig, dagegen können nnr solche Personen teilnehmen, welche die deutsche Sprache voll» ständig beherrschen uud richtig schreiben. Nach Ablegung der Schlußprüfung erhalten die Teilnehmer Zeugnisse. Als Anineloling genügt eine Postkarte an die Direktion der Fachschule für Stenotypisteii, Wie», VII/2, Neu» ftiftgasse 3. " «Hur Volksbewegung in Krarn.j Im politischen Bezirke Gnrtfeld i53.i'59 Einwohner) fanden im zweiten Quartale des lausenden Jahres 78 ^rannngen statt. Die Zahl der Geborene,» belief sich auf 488, die der Verstorbeilen auf 296, darunter 102 Kinoer im Aller von der Geburt bis zu 5 Iahreu. Ein Alter von 50 dis zn 70 Iahreu erreichte» 63, von über 70 Iah» ren 48 Personen. An Tuberkulose starben 40, an Lungenentzündung 20, an Diphtherilis 3, an Scharlach 12, durch zufällige tödliche Beschädigung 4, durch Selbstmord I und durch Mord uud Tutschlag 4 Personen; alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. " iFeuer.) Gestern vormittags war der Rauch» fangkehrer Johann Vrhovec ans Waitsch mit dem Aus» brennen der Ra»chfä»ge des Hanfes Nr. 13 an der Triesler Straße beschäftigt. Gegen ! Uhr nachmittags schlngen die Flammen in eine in« zweiten Sloctwerle gelegene Wohnung. Es wurde telephonisch der gelier» wehr» uud Rrtttmgsverei» verständigt, der sofort eine Abteilung dahin absandte. Knrze Zeit daranf begannen aber die Trambäume um den Rcinchfang zu brennen uild die flamme»» schlugeu bei der zweiteil Wohnung Heralls. Das Feuer wurde indessen bald bewältigt. Da ma»z noch einen weiteren Ausbruch des Feuers befürcb-tete, wurde bis heute vormittags eiue Nrandwaclie zurückbehalten. " lVerlassen.) Heute nachts ereignete sich in der Tirnauer Vorstadt ein Vorfall, der einiges Anfsehen erregte. Eine Fabriksarbeilerin hatte scho» längere Zeit ein Liebesverhältnis mit einen« Hafnergehilfen unter, halten uud ist Mutter von zwei Kindern. Ans Kran» kung darüber, daß der Bursche hellte nachts zu ihr kam nnd sie mißhandelte, lies ihn, das Mädchen, nnr notdürftig bekleidet, nach und ereilte ihn bei der Kirche, »vorauf die Rauferei ncnerlich begann. Sie schrie und weinte so laut, daß die Bewohner die feilster öffnete». Dann lief das Mädchen gegen den Laibachsluß und schrie aus vollem Halse, sie'werde ins Wasser springen. Von einigeil herbeigeeilten Burschen wurde das Mäd-chen, das sich »vie wahnsinnig gcbärdete, mit Gewalt in ihtc Wohnung gebracht. — lVerhastung eines Postdiebes.j Der Postamls» diener Franz Stromer, der seit vielen Jahren mit der Pustambulanz Wien —Trieft fuhr, wnrde in Wien ver» Haftel, »veil er seil Jahren bei der Fahrpust einfache und rekommandierte Briefe mit Geldinhalt unterschla» geil und das Ärar um beiläufig 50.000 I< geschädigt hatte. Das Sicherhcilsbureau hat nun Stromer au'ch übcrwieseu, einen rekommandierten Brief mit 40.000 I< Iuhalt, oer am 22. Juni l. I. alls Triesl an eine Wiener Bank abgesendet worden nnd spurlos verschwnn» den ist, unterschlagen zn habe». * lDiebinnen.) Diesertage verhaftete öic Sicher-heitswache eine 43jährige beschäftigungslose Bedienerin ans St. Lorenz auf dein Draufelde, die driugend ver» dächtig erscheint, in einer Holzlege in der Vegagasse drei Holzhacken entwendet zu haben. Sie war i» der vorige» Woche auf frischer Tat bei einen« Regenschirmdiebstahle in der Realschule ertappt worden. ^ Auf der Karl» tädter Straße wi'rde vorgestern morgens ein I5jähriges dienstloses Mädchen, das wegen eines verbrecherischen Tiebstahles in gerichtlicher Untersnchnng stand, wegen Betruges verhaftet. In der vorige»» Woche halle sic bei einem Bäcker in der Floriansgasse auf den Namen einer Arbeilersfran einen Laib Brotes nebft dem duz» gehörigen Korbe entlockt nnd dann das Nrol gemeinsam mit einem ebeusalls dienstlosen Dienslmädche» verzehrt. — Vorgestern nachmittcigs wnrde einer Feldarbeileri» aus Oberlrain, während sie sich aus dem Felde nächst oer Martiüsstraße zur Ruhe legte, aus einer Jacke ei» schwarzleder»es Geldtäschchen »nil einem Geldbeträge von 28 K entwendel. AIs latverdächtig verhaftete die Sicherheilswache eine 15jährige Feldarbeilerin cnw Eisnern, die znr Zeit des Tiebstahles bei doll. - il dcm Kuncspund^nll'n dl's „Daily Chronicle" immer lmd mnnrr wicdcr ln'tlXltc, daß die einzig' Anssaqc in dir-scr Eochc, die illn'il)anpl omi scilrn mcincs Mann^ Anliegt, nur dic sicherste ttber^'minnq aiisdriicll, daft Tl. (5oi,il cun )l^rdp0l lM'est'n sei. Mein Mann ,^wol. scli nicht im qerinqstcn »nd bittet Sie daher, obige -Uchanplm^ zn' dementieren. .^openHassen, 8. Septeinber. Dr. Cool bat Kapitän Ekerdrnp,'din Schiff zu beschaffen, mit U^elchem Sver-c>rnp abreisen könnte, nn, auf (5ape ^)urt die beiden 6slinw5 zu snchen, »velche Dr. Coos nach dem '.^ord. pol gleiteten, nm sie so schne» wie möqlich nach ^lew-l)orf zu brinqen. Vondon, 8. September. fischen Nelord am 23, März und an» folgenden Tage ^'u italienischen Nelord, lras einen offenen Kanal am ^- März, überschritt den 87. Areilegrad ain 27. März, WUg den amerilanifchen Nekoro am 28. März, traf klnen offenen Kanal am 28. März und wurde durch offl'nes Wasser am 29. März aufgehalten, überschritt den ^> Nreitegrad am 2. April und den 89. Nreitegrad am ^ April lind erreichte de» Nordpol an, 0. April 19'»9. Am 7. April wnrde der Pol verlassen, am 28. April das Alp Columbia erreicht. Am 27. April erfolgte die ^iedcreinschissung an Vord des „Noosevelt", am ^- Juli verließ die Expedition Kap Sheridan, an» 18- August wurde das Kap Sabine passiert und am ^6. August das Kap Morl verladen. Alle Mitglieder ^r Erpeditioil stud ill Indian.Harbonr bei gliler Ge^ sundheil eingelrosfell, mit Ausnahme des Professors ^mnn». der am ll>. April 45 Meilen nördlich vom Nap Columbia erlranl. Luftschiffahrt. ^licdrichohafcn, 9. September. Das ^nslichiss "^. l!I" ist „lit dem König von Sachsen samt Gefolge Nnd dem Grasen Zeppelin mit der ständigen Besatzung "". Nord um 8 Uhr 45 Minuten vormittags aus-fliegen. Herrliches Wetter begünstigte die Tfahrt, die M" über den See führte. Um 9 Uhr 4<» Minuten ^folgle die Landung, worauf eine Besichliguilg der" A^slanlage» in der Bucht von Manzell, dail», eine ^agensahrl znn> Gelände der ^ustschissbaugesellschasl ^' ^iiederpark vorgenommen wnrden. Um 11 Uhr ^ Minnten verlieft das Luftschiff lvieder mit dem '^nig »»„ Sachsen an Bord dic schwimmende Ballon-We von Manzell zu einem neuen Aufstieg, der wahr-!u)c-!Nlich länger dauern wird als der Aufstieg von ycule früh. Das ^uflfchifs slog zuuächst iu der N ich. "lng nach Schloß Mainan, lreuzle dauu iiber de,u See ""d schlug hieraus die Richtung nach ^riedrichshnfen Berlin, L. September. Orville Wright führte heute ^mittags in Gegenwart des Kronprinzeupaares zwei l"rzere 'vohlgelnngene sslüge aus. Bei einem Fluge wurdf ei,, Passagier mitgenommen. Die Krankheit der Zarin. Berlin, 9. September. Wie der .^otalanzeiger" ''; Petersburg meldet, leidet Kaiserin Alexandra an "5auoermere, deren Eristenz Leibarzt Dr. Bollin fest- Der sseldznss der Spanier in Marokko. Melitta, 0. Tepteinber. General Marina begab sich '""1 Mlley.AIicheros, n,n iiber die ^riedensbediilgu». u"' zu verhandelu. Die dortigen feindlichen Stämme 'mrrwarseu sich nnd versprachen, die Wassen nieder- i' >M». Es herrscht aber noch nicht vollständige llber- l" N'mmnug, »oeshalb General Marina Geiseln zurücl- <>, .,l !' ^'^' fl'mdlichen Trnppen näherten sich ^occo I^^nm^wurdeu aber durch Geschiihseller zerstreut. Vecant.vurtlicher Redakteur: Anton Funtck. Mcteorolossijche Vcobachtuna.cn in Laibach. Sechühe 30«1i m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. e -Z ?ZL ^Z „, , ! ««sichl !Z3Z u 2 U. N. .7367 24-2> <3W. mäßig heiter "' 9 U. Ab. 737-6 18>1> 10,l 7 U. F. 737-7 14 0 SW. schwach ! . 0 ll Las Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 18 8°» Normale 1b-7°. Wetter voraussage für den 19. September für Steier-mark, ttälllteu, 5l r a i u: Meist heiter, stellenweise Vodcunelirl, schwache Winde, mäßig warm, herrschender Witterungscharal» trr anhaltend. Für das Küstenland: Wechselnd bewölkt, mähige Winde, mäßig warin, unbeständiges Wetter. Seismische Berichte und Beobachtungen der itaibachcr Erdbebenwarte ^i>?>, (Ort: Gebäude der l. l. Staats^Oberrcalschnle., Lage: Nördl. Vreitc^tt°03'; Ostl. Länge von Greenwich 1^" ,'N' Beginn .3 '3« . Herd. ZK ZK ! tzss ^Z, ^ff ^ ^" km l, m 8 l> m » l> IN « ll m « 1> IN ^ bn ! > 8. <.)000 17 53 17 18 03 23! 18 12 09 1818 45 201b I'> ! (78) <Ä> l^ in l> n v g : 7. — III A8 48,-----------, 16 56 06--------------------W 8. 8300 18 0117 l810 51 18 2«-------------------------. Vodenunruhe: An allen drei Pendeln «sehr schwache » Es bcd«'»!«'!: L — dreifach»'« Hori^oülnlpsüdrl uo» !>>!l>s,!,.lfl!>logej, k l. Notar, Laas. — Scala. Ing,, Udinc. — Angeli, Direktor, Trieft, — Knapp, Veamtcr, Nenmarlt. — Leinert, Ing,, Trifail. Zavadlal, Schulrat, Zara. — Suttez, Kfm., Ägram. — Pevc, Kfm,, Rndolfswrrt, — Frank, ttfm., Paris. — Fischer, 5tfm,; Ütardos. Nsdr., Vnbapcst. — Icnsic, Volontär; BorStnil, Rsdr,, Loco. — Treo, Bez., Treschen. Nm 8, Septt ember. Sc. Durchl. Fürst Windischgrätz. — Dr. v. Ritter; Dr. Glaser, Ärzte, Pilsen. — Milfan, Schiffs» lentnant, Pola. — Graf de ReneaNe, Grenoble, — August, Berg. dircltor, Trifail. — Ranzingcr, Vergrat; Karafiat, Direktor; Dr. Vogel, Sndbahnbeamter; Povse. Ing,; Grunmcnstein, Priv.; Hces, sssm.; Echnlhof, Kraus. Goldberger, Fürst, HaaS, Schwarzstein, Hospodar, Kaiser, Feintuch, Nsde., Wien. — Sirdcl. Prol,, Smichov (Prag). — Kräh. Gutsoes., Köttclach. Koschrl. Gntsbef., Cilli. - Händel, Gntsbes., Sachsen. -Zancllalo, Gntsbes., Trcuiso. — Naldon, Prof.; ?I. u. St. Sancin, Nes.; .^tern. Rsdr., Trieft- — Stein, Priv., Tcmesvar. — Rebel, Lanbtagsabg., Sesana, Pirc, Prof., Idria. — Lndilar, Vertreter, Prag. — Schwammrr, Chauffeur, Gonobitz. — Sewer, ttaplan, Seifenberg. — Zanon, jtfm., Agram. — Vin^, Mfm., Frankfurt. — Hesselberger, Kfm., Augsburg, tkulovie, Priv. Marburg, Hotel Elefant. Nm 7. September. Sommer, Priv,, Iuurüuusg, Gredlcr, Priv., Innsbruck. - Echmida. Kfm., Brunn. Dolcnc, Prio., Loco. — Novak, Kfm., Cilli. ^ Conradt, itfm., Prag. — Dr. Mühlcisrn, Advokat, W,.Feistritz, - Slollow. l. l. Finanzrat, Raudnitz, - Martel, Vramter, f, Tochter, Graz, — Witysel, Drogist, Fürth. — Mandicr. Kfm,, s, Vruber. Zolieny. — Gornil, l. u. l, Oberl,, St, Jakob. — Vurgstaller. Priv.. Trieft. — Mullej, Prio., Obcrlaibnch. — Kollenz, ssfm,, Rudolfswert. — Pick, Ksm , Pilsen. — Groß, Goldmann, Plan, Kflt.; Villarch, Mayer, Ing,; Kalhamer, Priv.; Scharnagel, Obcrmonteur, s. Fran, Wien. Am lj. September. Egermann, Beanlter, Czerno-Witz. — Stersch, Beamter, Kocseg. — Aichelberger, Fabrikant, s, Frau, Salzburg. — Fold, Konzipist. Agram. — Holler, Beamter, s, Frau, Müdling. — Steinbrecher, l. u, t. Hauptm.; Sataba, l. u, l. Obirl,. Klageufurt, — Beil, Pfarrer, Obcrbnrg, — Fernet. Pfarrer. Nenstift. — Dr. Bast, Advokat, Gottschre. — Dr, Blodig, t. k, Gewerbeinstrultor, Trieft. — Delorenzi, Kfm., Cormons. — itaplan, Priv., Friedau. — Oberwalder, Fa» brilsbes., Donischalr. — Ohncberg, Kfm,, Donibirn. — Lechner, Mfm,. f. Fran, Windischgarsten. — Gröger, Kfm., Sternberg. - Grünfcld, Kfm. f. Tochter, Vinlovci, — «ehler, Rsd.; Groß. Trcttwcr, Semen, Hörrseld, Kflte,, Wien. Verstorbene. Am 7. September. Helena Bromat, Näherin, 79I,, Färbersteig 6. - Maria Poljanc, Kvchin, 6« I., Radetzly-straße 11. Am «. September. Josef Dolinar, Bahnbebien-stctenssohn, 4 Mon,, Triesterstraße 31. — Nlbina Mohorii, Arbeiterin, 18 I,, Hcrrengassc 4, Am 9. September. Maria Mazi, Arbeiteistochter. 2 I., Anstraße 18, Im Zivilspitale: Am 6. September. Alois Polianec, Schmieblehrling. 18 I_________________________ lzigentlich Vlll es kch fulchtlxll lllliz! x^>. ^^llen Sie sich ein kleines Gasthans, Die Gaststube ^^I^ von durchnähten, hustenden, erkälteten Menschen übei» ^^ füllt. Da holt einer eine Schachtel Fays echte Sodenrr <^Z> Mineral Pastillen aus dem Rucksack, dann noch «imi. HI^ dann rill linderer, und schließlich saß die ganze l^> > l! ^js^ schaft da und lutfchte Pastillen. Uud was soll >ch /'' Ihnen sagln: auch nicht einer hat Nachteil von der ^^ Erkältung gehabt, und das danken fie doch nur den 3^2^ Sodrnern, die eben zu den notwendigen Reiserequisiten ^f^V gehören. Fays echte Sudener lauft man für X 1 iis» >Hi>>. in jeder Apotheke, Drogerie und Mineralwafserhand-H^ lung. — Genrralreprasentanz für Österreich »Ungarn: '/sstz> W. Th. Guntzcrt, Wien IV/1. Große Neugasse 17. Professor (3086) 3 -2 ^ - Dl von Valenta : m ist zurückgekehrt und ordiniert von 2 bis 4 m Franziskanergasse 12. M________________________________________________________ X Li t^i 1 1 1 1 T r~i 1 i_i 1 1 1 x_ \§^MJ^Lf-§JJJUL9JL£JL§AJälJäJL9jrJULSLß^ \ % 1 Muert I 3 ordiniert wieder. «112) 2-1 S %i j Statt jeder besonderen Anzeige. Josef Tchrcy Edler uon Ncdlwcrth, t. u. l. Hauptmann d. R,. gibt allen Verwandten. Freunden nnd Aelcnmtcn schmerzgebeugt Nachricht, daß seine liebe gute Mama, die hoch-wohlgeborene Frau Elise Schrey Edle v. Uedlwerth Landesgerichtsrats-Witwe nach langem qualvollen Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, Donnerstag > den 9. September, um V« 9 Uhr abends, sanft verschieden ist. ^ f, ! Die sterbliche Hülle der teueren Dahingeschiedenen wird Samstag den 11. September, « um 5 Uhr nachmittags, im Sterbehause Salcndergasse Nr. 4 eingesegnet und hierauf zur Beisetzung in der Familiengruft nach dem Hl. Kreuz-Friedhof überfuhrt. Mnr stiller. Meileid wivö gebeten. Laivach, am 10. September Ii)0U. , l Laibacher Zeitung Nr. 206. 1642 ___________________________10. September 1909. Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 9. September lW9. Die notierten Kurie verstehen sich in Kronenwährung, Hic Notierung sämtlicher Nltien und der ..Diversen Lose" versteht sich per Stück, Geld Ware Nllgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: l°, lonber. steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per Kaise , , 95 «b »5 «» detto (Iünn.Iuli) per Kasse 95 6u 95 80 » i°,„ ü. W. Noten (Febr.-Nug.) per Kassc......9U 80 9« - <««'<. ü. W. Silber (Upril-Ott.) per «asse......98 9« 99 1ü l860«r Etaatslose 500 fi. 4°/« ^63 - 167-lS«0er „ l00 fi. 4«/n22l — 237»— l864er .. 100 fi. . . 296 - 302'- l864er >, 50 fl. . . 296 - 302' ' Dom,Pfandbl. ^ 120 fl. 5"/„290 - 293 - Staatsschuld d. i. «eichs» rate vertretenen König« reiche und Länder. Österr. Goldrente fteuerfr., V old per Kasse .... 4°/<, 117 3d 117 55 rstcri. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4«/, 95 «0 9b 80 detto per Ultimo . , .4"/, 9b 6«,' 9b 80 Ost, Investition«-Rente, stfr. Kr. per Kasse . . 3'/,°/,, «d - sb 20 Glsenb»HU'St»lll»schul!>> nelschltitnngtn. tlisabeth-«ahn «. «.. steueifr.. zu 10.000 fl.....4°/„ — - --- Franz Iosepb-Bahn in Silber (div. Lt.) . . . . 5>/<»/„ 118-U« < 1»'«O Valiz. Karl Lubwig-«ahn (div. Stücke) Kronen . . . 4°/„ 95 «t »«25 ^»dolf-Aahn in Kronenwähr. steuerfr. (div. Ot.) . . 4"/„ 95 40 96 4« vorarlberger «ahn, stfr,, 400 und 2000 Kronen . . 4°/<, 95 20 9s 20 zu zt»at»schnli»«lsch«ibungtn abgestempelt« Gisendllhn.AktUn «lisabeth.«. 2U0 fl. KM. 5'/.°/« von 400 Kr. ... . 452 — 454 — detto 1'inz Äubweis 200 fl. ö. W. S. 5V//n . . . .426--430'.. betto Salzburg-Tirol 200 fl, ö. W. V. 5«/,, . . . .420—424 — l»remstal°Vahn LUO u, 2000 Kr. 4"/„.........191—192- ! Geld Ware Dom zllloll zu» Zahlung übn» no»«ln» Gtltnba!>N'Priorität»' ßbligalioneu. Vöhm. Westbahn, Em, 1895, 400, 2000 u. 10.000 kl. 4°/n 96'15 97 1b Elisabeth «ahn 60« u. 3000 M. 4 ab 10"/„......116 01,117 05 Elisabcth-Vahn 400 u, 2000 M, 4"/„........«15 4<»!16 4« Ferdinands-Nordbahn Em. 1886 98X0 92 80 detto Em. 1904 96 2b 97 2b Franz Ioseph-Vahn Vm 1884 (div. Et.) Eilb. 4»/o. . . 9« 10 97 10 Galizischc Karl Ludwig-«ahn (div. Ct.) Silb. 4"/„ . . . 95^45 96 45 Ung.-galiz. «ahn 200 fl. 3. 5"/„ 103 — >04 — detto 40» u. 5000 Kr. »>/l°/<> »7 45 »8 45 Norailberger «ahn lim. 1884 (div. St.) Eilb. 4"/« . . W 25 97 25 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. > 4°/n ung, Voldrente per Kasse . 113-50 113 70 4"/„ detto per Ultimo 11» 50 n 3-7« 4"/„ ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse , . 9!i »0 92>«L 4°/„ detto per Ultimo 92 4« 92 «a 5'/,"/« bettu per Kasse 82-30 82 5« Ungar. Vrämien.NnI. k 100 fl. 212 7521« 75 detto k lX) ungar. Grnndentl.-Oblig. 92-75 98-7L 4"/n lroat, u, slav, Erdentl.-obl, 94— 95- Andere öffentliche Anlehen. Vusii, Landes-Anl. (div.) 4«/„ 93'2« 94'26 Busn.-Herceg. ^lsenb. -Landes- Anlehen >>»,,) 4>/,'>/„ . . «9-80l«0-6u 5"/,i Donau-Neg.-Nnleche 1878 102'70'.^ «öisebau-Nnlehen vcrlosb. 4"/<> 9« 7l> 97 7k «nssisch« Etaatsanl, v. I. 1906 f. 100 Kr. p. K, . . 5°/c, 10085100-7« detlo per Ultimo . . 5°/« wo-^e 100'?^ Vulg. EtaalK.Hypothelar Hnl. 1N92......e»/<, 122 40!2r 4k Veld Ware Vulg. Staat« - «i!°ldanleihe 1W? f. 10« Kr. . . 4>/,°/l, 92-40 96 4U Pfandbriefe ufw. «odcnlr.,allg.üst.i.50I.vl.4°/n 95-- 9«-- Nöhm, Hypothelenb. veil. 4»/^ 97 50 98-— Zentral «od.-Kred.-Ul., österr., 45 I, verl.....4>/,°/„ 10150 102 5« dettu N5, I. verl. , . . 4«/<, 97— 98'-Kred.-Inst., österr., f.Verl.-Unt. u. öffcntl.Arb. Kat. ^.4°/» 9540 9«-40 Landebb, d. Kün. Galizicn und Lodom. 57>/, I. rückz. 4«/„ 94-50 95'50 Mähr. Hupothclenb, Verl. 4«/„ 9S 30 97- N.-üstcrr, ^andeö-Hl,p,-«!!st.4''/« 97'^ 98-- detto inkl. 2"/„ Pr. verl. 3'/,"/° «? °0 88 üu dettu K,-Schuldsch. verl, 3'/,"/° 8750 88-50 dettu vcrl......4"/» 9675 97'75 Osterr.-lmgar. Vanl 50 Jahre vcrl. 4"/„ ö. W..... 97-95 98-U5 detlo 4<7„ »r...... 9830 9!» 30 Lvarl., Erstellst.. 60I.verl. 4"/a 99-25 i,>0 25 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Östrrr, Nordwestb. 200 fl. N. . 103,0 104-IU Ztaatsbahii f^<»0 ssr..... 3»4- 396-- Lüdbahn k 3",n Jänner-Juli 500 ffr. (per St.) . . , - -— —- Südbahn n 5«/„ «00 fl. N. o, G, 119-4^ 120-40 Diverse Lose. sseizwllich« Los«. »O/n «obenlrebil-^ose Em. 1880 278 75 284 ?!> detto Cm, 1889 26975 275 75 5°/n Lonau Negul.-Losr 100 fl 2«6-5« 272-5« Serb. Pläm.-llnl.p. 100 ssi.2"/s 96- 1U2-- ßnvtrzwlllchl ffosl. «»bap.-Vasililll (Tombau)5 sl, 23- 25'- Kredillose 10« fl...... 49s'- 506'- Elary-Lole 40 fl, KM, . , . 1?5-— 155'- Ofener Lose 40 fl...... --— --— Palfsy-Luse 40 fl. KM. . , . 225.-- 235— Roten Kreuz, oft. Ges, v. l« fl. 5P'- 60 — Rolen Kreuz, ung, Ees. v. 5 fl, 34-50 38'50 Rubolf-Lose 10 fl...... 67'- 73' - Salm-Lose 40 fl. KM- , . . 265- 275-Türl. E.-A.-Anl.-Präm.-Oblig. 400 Fr. per Kosse . . . i!>8'85 i»»««5 detlo per Medio . . 198-85 i99-»k> u>elo !mare Wiener Komm.-Lose n. I, 1874 520— 53«-Gew.-Sch. d. 3"/„Präm, Schuld d. «odenli. Anst, ltm, 188« 87— 93- Nltien. llanlpurt'PnternttMNnzen. Aussig-Tepliyer Eisrnb. 500 sl. 2270-- 2L90'- «ühmischr Nuldbllh» 150 fl. , —-— > -- «uschtichrad« Eisb, 5.00 fl, KM, 2720 — 2740'— detto (!>t, I!) 200 fl, per Ml. 985— 991'— Dunou - Tampsschiffahrltl.Ges., 1.. l. l. prili., 500 sl, KM, 1N05-— IN<5- Duz-Bodenbacher E. «. 400 Nr. 588-— 590- Ferdinand« Nurdb, 1000 fl, ,«M. 5370»— 54i« -Kllschau - Oderbcissrr Elsrübah» 20» sl. S....... 368 — 369 - Lemb. - Czcrn,- ssassy-Eisenbahn- GeseNschast, 200fl. S. , , 559'— 563' - .'luyb, ust., Trieft, 500 sl., KM. 504 - 505 8« Österr, Nordwcstbahu 200 fl. V, —— —-. betto (IN, I!) liciu jl, S.p. Ult, —-- —--^ Prag-DuxerElsenb, i»0jl,absssl, 224--- 226-- Ltaatseiscüb, !i00 fl. K. pcr Ult. 75' 75 752 75 Züdbahn !i00 sl, Silber per Ull. 1231» 124 10 Sndnordbeutsche Verbindung«». 2U0sI.KM...... --- —>. Transport Vcs,, i»— «!>2- ttreditbanl, ung. allg., 200 fl, 7l — Viru- u. Kassenucrei!!, Wiener, 200 sl........ 4«4-- 468-— Hhpothelcubanl, öst. 200kr. 5"/„ A00'- 30ö'— Ländcrbanl, üsterr., 200 sl.. per Kasse....... --- --- detto per Ultimo 4l.rr zwhlcl!l!ergb.-Ges, lUvsl. 757'— ?S4 — Cileübllhüvcrlehrs-Anstall, öst., 100 sl........ 4li5'50 42«— Else!lbllhnw,-Leihl,,,erst«, innsl. 2»s- 210'-,,(tlbel!lühl". Papiers, u, V,-G- 100 fl........ 191'- 'W" Elcitl.-Oss,, allg, öftcrr,, 200 fl. 38i' - 387— Eleltr.-Gesellsch., intern, 200 sl. —'- -'^ Elellr. Gescllsch.. Wr, in Liqu. 228 ',0 ^4l — Hirlenbelgor Pair,-, Zündh. », Met,-ssabril 4«0Kr. , , 10«8'- >07ü— Liesina/r Ärauere! lON fl, , . 212'- 21«— Montan-Ges., üst, alpine lOU sl. 70s 50 70» »0 ,,PoIbi-HNttc", Tiegelgüßstahl- F.-A..(«. 200 sl..... 477'- <8b — ArngelListn-Iüdüstric-Oeselllch. 200 f!........ 28!«'- H82Ü — >!im»- Murauu - salgo Tarjaner Visenw. W0fl..... ß«4— 665" Salgo Tarj. Ltelnloblen ion fl. 592 — 5U<<"" „Schlüglmühl", Papterf..20Nsl. 200— 392-„Tchodnica", «.-«, s. Petrol.- I'" Irisailcr ttuhlenw-G, 70 ll. . 307'- »ll-^ Iml. Tabalregie-Ges, 20» Fr, per Kasse..... —'- ^'" betto per Ultimo . . , 8?» — «77 — Wasfens.-Ges., üsterr.. 100 f>. . «78-- 68,-- Wr. «llugesellschast. 1«o sl. . . 167- "!?b^ Wienerbcrgc Ziencl!.-«l<,-Ors. 74!." i <50" Devisen. Kurze pichten «li Kcheck,. Amsterdam....... 19825 ,98-45 Deutsche Äanlplähe , , , , 117'42> ,17'««' Italienische Vanlplähc . «4-95 »51b London ........ 239 75 ^l0'05 Pari«......... »5-30 »5'4?' Kt. PeterLburg...... 255,-- li55?b Zürich uub Äasr!..... 95-3,i «5'.^ Valuten. Dulatcn........ 11'35' ><'" 20-Franlen-Ltücke..... 19 »8 >9-19 20-Marl-Stncke...... 23 bu 23-54 Deutsche Relchiibanlnote» . , 11?'4b 11765 Italienische Äaxlnoten . . . 95 ^ 9525 Rubc! No'ci,....... 2-55 2-5l>" Lvon Renfn.P^dbr.rteSrpnoritaten, n J • ^- Mayer « Privat-Depots (Safe-Deposits) Aktien, Loien etc.^evlsen und Valuten. Hj- Bank- und WechslergeschÄft "g" unter «'»enem Virichlul der Part«,. I Los-Verslcherung, Lalbach, Stritnr