(Mbmh er^Ae itung^x ^ Dienstag den is. M,ai , . ' ^^'^ Wl i e n. Gestern, den 7. d. M., haben Ihre k. k. Majestäten Allerhochstihre Reise von hier überGräh und Laidach nach Trieft angetreten. (W. Z-) Or r ä tf. Vorgestern am 6. Mai 5. I. Nachmittags um 2 Uhr sind Ihre Majestäten unser aNergnädigstcr Kaiser un5 die Kaiserinn, das allgelicbte Herrscher, paar, unter unbeschreiblichem Jubel der herbere-siröinten Vollsu^enge im besten Wohlseyn in unsc» lcr Hauptstadt eingetroffen. An der Linie wurden Ihre Majestäten ron dem Bürgermeister, dem versammelten Kipper des Magistrats, der äußern Räthe, und einem Kreise festlich gekleideter Mädchen, von welchen zwei bei. den Majestäten Blumensträuße zu überreichen die Ehre hatten, auf das Ghrcrbiethigsie empfangen, unt> von einer Abtheilung der Kavallerie des uni-formirtcn Bürgercorps bis in die Hofburg bcglei« tet. Die Schuljugend der Stadt und Vorstädte mit ihren geistlichen und weltlichen Lehrern, die religiösen Orden, und eine unabsehbare Menschen« menge aus allen Ständen hatten sich zu beiden Seiten der Strasse durch alle Vorstädte und Gassen der Stadt bis zur Hosburg aufgestellt. Die Erschei-nung des abgeliebten Landesvaters und der huldreichsten LandeSmuttcr setzte Alles in den freudigsten Enthusiasmus, und die Leutseligkeit und Huld, mit welcher Allerhöchstselbe die findlichen^hr-- furchtsbc;eugungen und den Jubel der Menge erwiederten, füllte aNe Herzen mit der innigsten Nnh< rung, und riß sie zur dankbarsten Segnung des gcsche-Mcn Glückes hin, den bestcn und gelicdt^ftcn aller Mcn.nchcn in unsern Maucri; zu bcsii^cn. Bei der Hofburg angelangt, woselbst eine ssom< pagnie von Wimpsscn in größter Parade mir gc. sentier Fahne und klingendem Spelc die Ehrcr» biechung vor der allerhcchsien Ankunft bezeugte, wurden Ibre Majestäten von Sr. kaiserlichen Hoheit dein Erzherzog Johann, dem Vicepräsidenten des Guberniums, Grafen von Wickenburg, ron dem t. k. commandirenden Generalen, Prinzen zu Hessen-Homburg, vom Landeshauptmann Grafen von Attems, vom Fürstbischof von Seckau, von dem Landrechtspräsidemen, Ritter von Arbtcr, auf das Ehrfurchtsvollste empfangen, und m ANcr« hdchstihrc Äpparteinents bcgleitec. Was die Freude der durch die allerhöchste An» Wesenheit beglückten Bewohner der Hauptstadt noch mehr stcigcrtc, war die bald verbreitete höchsian« genehme Kunde, daß sich Ihre Majestäten, Aller, h^chsiwclche nur einen Ruhetag in unscrcr Haupt« stadt zu verweilen gedachten, auf cille unbestiinm« tc Zeit noch länger in unserer Hauptstadt und m der Mitte dieses Landes verweilen werden, dessen Bewohner in liebevollster treuester Anhänglichkeit an den aliverchrten Monarchen und das ganze Kai-serhaus erglühen. Se. Majestät unser allergnädigster Kaiser g?' ruhten am 9. Vormittags das Locale des Bcschäll-Departements in allen Abtheilungen in Augenschein zu nehmen, und hierauf das cms.-.erückic Feuer, piquet zu besichtigen. Uebcrall drängte sich mic kindlicher Ehrfurcht und Begierde das Volk herbei, das milde Antlil) des heißgeliebten L.nl5csvaters zn schauen, das mit väterlicher Huld auf seine cbrer. bictkigcn Unterthanen blickte, und sie mit dem Aus; drucke des allerhöchsten Wohlseyns, um das Mil« i5ä men worden sind, so hat man über den Zustand der Insel nichts erfahren. Den Depeschen des Gouverneurs zufolge, sollen zwischen der Regierung von Terccirauno einigen notablen Einwohnern 00,1 Madeira Verbindungen bestehen, und an mehreren Puncten der Küste heimlich Waffen ausgeschifft worden seyn. Aus Porto wird gemeldet, daß ein Schiff vom Geschwader Dom Pedro's ein Kriegs. fahrzeugDom Miguels verfolgt, lchtercs jedoch sich in einen Hafen Galiclcns gefluchtet habe. — Die Kriegsjacht Elisabeth ist mir einer geheimen Sen« dung unter Segel gegangen. — Nach der Ankunft eines Eourriers auS Madrid hatte heute der spani. schc Gesandte eine Konferenz mit dem Vicomte von Santarcm , in deren Folge ein Ministerrath Statt fand. Häufig kommen im Tajo leichte Fahr. zeuge mit Instruktionen der Regierung für den (Zommandanlcn der Station an. Dle englischen wie die französischen Marine 'Offiziere lammen seit einiger Zcu wenig ans Land." (Ocst. B.) Nach dein Londoner Eourricr waren Nachrichten aus Madeira angelangt, wo nach der Ankunft eines englischen Schiffes das Gerücht herrschte, es bringe dcn englischen Kriegsschiffen Befehle, die Flagge Donna Marias mit den cincr rechtmäßigen Königinn gebührenden Chrenbezeu« gungcn zu begrüßen. — Vice-Admiral Sartorius tam am 5n. März mit cincr Fregatte von 46, cincr Brigg von 20, und einem Schooner von L Kano» nen auf der Höhe von Madeira an , beschtc Porto» Santo, und erklärte gegen die französischen, cngli» schcn und amerikanischen Eonsuln, die Iiisrln in Blockadcsiand. (W. Z.) , Oroschritannien. Am 20. April Bormittags fuhren Ihre Majestäten der König und die Königinn von Ihrem Pallast in Windsor nach dem alten Pallast in Kew, no Höchstdicselben ein Frühstück einnahmen, zu zrelchem eine angeschene Gesellschaft eingeladen w>,;r. ' Dcn Abend brachten Ihre Majestäten beim Herzog ^ roil Cumberland und dessen Gemahlinn zu. ' In cincr Versammlung, die am 26. vom Lon- ' doner Gcmeinccrathe gehalten^ wuroc, ist cinsum. ,nig eine Bittschrift bcschlossen worden, in der das z^b.rhaus uin völlige Annahme der Ncformbill ersticl t wcrdei^ soll. Ferner wurde der Beschluß gef^, 1 dem Grafen Grey und dcm Loro Althorp cas Bür< 1 gcrrccht der Stadt London zu verleihen. ' Dcn ämtlichen parlamentarischen Nachweisen - zufolge, war am 1. Jänner iü32 Folgendes der l Stand der Arince im vereinigten Königreiche: 1) Die reguläre Arznee . . . 5i,5-/i Mann. 2) Die Artillerie «Regimenter . 4,589 » ^ 3) Marinesoldaten im Landdicnste 4,524 „ 4) Milizstab.......2,627 „ 5) Freiwillige in Großbritannien 20,099 » 6) Yromanry in Irland . . .01,422 „ 7) Polizei von Irland .... 7,367 „ Zusammen 122,299 Mann. (Oesi. B.) L 0 nd 0 n , den 27. April. Zu Dublin macht die «Zholera große Fortschritte. — Graf Orloff steht lm Begriff England zu verlassen. Seine Abreise ist auf den 5. Mai festgesetzt. — Der Sieg dcrRc. formbill wurde nirgends mit größerer Freude, als in den Fleckcn aufgenommen, welche ihrer Wahl' rechte beraubt worden sind; die Ursache davon >var, daß wenigc dcrsclbcn dci der vorigen Repräsentation im Parlament ihren Vortheil fanden, wohl aber viele dadurch ruinirt worden sino, i„de>n ihre H Repräsentanten sich mit ihren Privat» und Local-Intcrcsscn nicht beschäftigten. (B. v. T.) Q r i c ch e n l a n o. Nach dem neuen Journal von Smyrna »om 18. März haben die Einwohner von Samos gcZel» oie Entscheidung protcstirt, welche sie unter tie Herrschaft oer Pforte gestellt hat. (B. v. T.) Nsie ,1. Ein Schreiben aus Petersburg (i,n Asia' tic-Journal) behauptet, daß der Kaiser Nicolaus il^cl) Bezwingung Polens scin Lieblingsprojccteiner Erpedition gegen den Khan von Khiva, in bessc» Staaten mehrere tauscnd von den 5