Nr. 13N. Donnerstag, 17. Inni 1880. 1tt5. Jahrgang. Mbllcher Zeitung. "'«».„.."««ionsprtlt': Mi! PostVers.«dünn- «an,Mr!<, st ','.. h.'Ibj.hr ss ^ "°,^,^ ^«'V °>' Vie „i'nil'nchel Heilung" erscheint lnglich mit Niisnnhm^ bcr Son» und Fciellage, Die «d«lnlNl««ll>n bestode« slch Vubnhosstrah»''5, dir Mednction N'ienerftraße if^, — Nnftanlielt« Vile»t Wutlicher Wil. Se. k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 9. Im,i d. I. dm Bei-'Kern des Handels-Scnates bei de,n Kreisgerichtc in Mienberg Eduard Herkner und Otto Mrzina ^ Anerkennung ihrer vicljährigen und ersprießlichen ^rweildnnq den Titel eines kaiserlichen Rathes mit "achsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Der Leiter des Handelsministeriums hat deu Post-^ntrolor und Vorstand des Aahnhofpostamtes in Graz "0haun Bauer n,m Oberposteuntrolor daselbst er-"aunt. _______________ Uichtamtllcher Weil. Vorkehrungen gegen die Cholera - Gesnhr. In der vorletzten Sitzung des Abgeordnetenhauses ""t Se. Ex.cellenz der Ministerpräsident Graf Taaffe ^.ls Leiter des Ministeriums des Innern mehrere bc ^ftlich der Cholera-Gefahr eingebrachte Interpellate» beantwortet. Der Minister machte dem Hause Mittheilung von allen jenen Vorsichtsmaßregeln, welche ^' Regierung ergriffen hat, nm das Eindringen der Mera nach Oesterreich zu verhüten. Da wir als Machbar,, der infieierten italienischen Provinzen reges Interesse nehn,en an allen gegen die Einschleppung der Killern gerichteten Vorkehrnngen. dürfte es nnsere ^eser interessieren. den Wortlaut der Erklärung des Grafen Taaffc z» vcruehmen. Lant des uns vorlegenden stenographische» Protokolles lautet die Erklärung Sr. Excellenz wie fulgt: In der Sitzung des hohen Abgeordnetenhauses ^m 7. Inni d. I.' haben die Herren Abgeordneten Dr. Lorenzoni nnd Genossen nachstehende Interpellation "n die Negiernng gerichtet: «Nach übereinstimmenden A'itiililMa'chricht'en' uilnmt die Cholera in den an "wl »lid das Küstenland angrenzenden Gebieten von "alien in besorgniserregender Weise zn. Die gefcr-We» Abgeordneten erlauben sich deshalb an Se. Excel-lknz den Herrn Ministerpräsidenten als Munster des ,'Nttrrn die Anfrage, ob nnd welche Schutzmaßregelu l'e hohe Regierung gegen diese imminente Gefahr °ereits getroffen habe oder eveutuell zu treffeu gedenke?. ^' derselben Sitznng des hohen Abgeordnetenhauses ^ben die Herren Abgeordneten von Zallmger nud 'klwsscil die nachfolgende Anfrage an d,e Regierung ^stellt: «Welche Anordnungen hat die hohe Negiernng getroffen, nm in erfolgversprechender Weise die Ein-schleppnng der Cholera ans Italien zu verhindern, nnd was gedenkt dieselbe zn diesem Zwecke weiter vorzukehren?» Ich habe die Ehre, diese Interpellationen wie folgt zn beantworten: Die Regierung hat sich schon seit dem Jahre 188li, nämlich seit dem ersten Anf-treten der Cholera.Epidemie in Unteregypten, fortwährend mit Maßnahmen znr Abwenduug einer Ein-schleppnng der genannten Seuche beschäftigt nnd ist hiebei mit gespanntester Aufmerksamkeit den einzelnen Phasen des Auftretens der Cholera im Auslande in der Richtung gefolgt, nm einerseits die dem momentanen Grade der Vedrohlichkeit entsprechenden Maß« nahmen zn treffen oder aufzulassen und andererseits keine größeren als eben die unerlässlichen Beschränkungen des öffentlichen Verkehres eintreten zu lassen. Die Negicrnng hat nicht nur Maßregeln znr Abwehr der Ein'schleppung der Cholera, sondern auch zur eoen-tuellcu Vekämpfnng einer Weiterverbreitung derselben im Inlande ergriffen und ist bezüglich der einen wie bezüglich der anderen Maßregel fortwährend im innigsten Contaete mit dem Obersten Sanitätsrathe nnd nach Maßgabe der von demselben erstatteten, reiflich uud wohlerwogenen Gutachten vorgegangen. Sofort nach dem ersten Eintreffen der Nachrichten über das Umsichgreifen der Cholera in Unteregyptcn hat im Iuui I88A die Seebehördc in Trieft im Einvernehmen mit der tön. ungarischen Seebehörde in Fimne jene reglementmäßigen Verfügungen getroffen, welche die Verhinderung der Einschlepp>,»g dieser Seuche auf dem Seewege ans das österreichisch-nngarische Gebiet bezwecken. Bon Selte des Ministeriums des Innern wurden Wcisnngen an die Unterbehörden erlassen, nach welchen vorzngehen sei. nm i>» Falle des Ausbruches der Cholera auf heimischem Gebiete deren Weiter-vcrbreituug zu hiuderu. Insbesondere wnrde die sanitäre Iuspectiou der Hotels, Herbergen nnd sonstigen Unterkunftsorte eingeführt, „„d wurden die Hotelbesitzer le. verpflichtet, vorkommende Erkrankungen von Reisenden sofort zur Anzeige, zn bringen. Die Eisenbahndireetwl'ei/ uud ,u analoger Weise, die Dampfschiffahrts-Uuternehmuugen erhielten' deu Auftrag, für die Reiuhallung der Bahnstationen, für die Desinfeelion der Aborte uud Pissoirs in den Stationen sowohl als anf den Eisenbahnwagen Sorge zn trage». Die getroffenen Verfügnngen wurden der tön. ungarischen Regierung und betreffs Bosniens und der Herzegowina den, gemeinsamen Ministerium mit dem Ersuchen bekannt gegeben, das daselbst Verfügte mit- zntheilen; auch dafür wurde gcforgt, dass die von den anderen europäifchen Regiernngen gegen die drohende Cholera-Invasion bereits getroffenen oder beabsichtigten Maßnahmen zn nnscrcr Kenntnis kommen. Im Einvernehmen mit der kön. nngarischen Re-giernng wurden Verbote erlassen, dnrch welche die Ein-und Dnrchfnhr von Hadern, von für den Handel bestimmten alten Kleidern, gebrauchter Leib- nnd Bettwäsche aus Ländern, in welchen die Cholera ansgebro-chen ist, nntersagt wnrde. Um eine Uebereinstimmung in der Durchführung der prophylaktischen Maßregeln zn erzielen, wurden dem k. uud k. Reichs-Kriegsmim-sterinm alle Anordnungen mitgetheilt nnd im gemein-famen Einvernehmen die Civil- sowie die Militärbehörden beanftragt, in dieser Angelegenheit Hand in Hand zu gehen, wo es die örtlichen Verhältnisse erfordern, die Einfrtzung gemischter Salnbritäts-Commissionen zu veranlassen nnd geeignete Räumlichkeiten znr eventuellen Aufnahme nnd Isolierung von Cholera-Kranken aus-zumitteln. Al4 im Jahre 1884 die Cholera in Marseille nnd Tonlon ausgebrochcn war und von da sich im südöstlichen Frankreich verbreitete und nach Italien, trotz den an den Grenzen dieses Staates hergestellten Landquarantainen und Aufstellung von Sanitätscordons, verschleppt worden war. mnssten infolge der Rückströ-mnng zahlreicher, in den verfenchten anslä'ndischen Gegenden beschäftigungslos gewordener Arbeiter in die Heimat weitergehende Vorsichtsmaßregeln entlang den südlichen und westlichen Neichsgrenzen getroffen werden, um soweit als möglich die Einschlcppung und Weiter-verbreitnng der Cholera in die Hcimatsorte der rückgekehrten Arbeiter zu verhindern. Zu dem Zwecke wurde an sämmtlichen Eisenbahn - Einbruchsstationen, über welche internationale Züge verkehren, nnd zwar von Cormons bis Äodenbach, eine ärztliche Inspection der ans Cholera-Gegenden kommenden Reisenden, über deren Orsimdheitsverhältnisse das den Zug begleitende Personale den exponierten Aerzten zu relationieren hatte, ferner eine ärztliche Revision und Desinfection der sanitär bedenklichen Reise-Effecten eingeführt, und als die Cholera weitere Verbreitung fand und unferen Grenzen näher rückte, der Wechsel der Eisenbahn-Waggons an den Einbruchsstatioueu aus Italien, überdies die sanitäre Ucberwachung der wichtigeren Uebertrittspunkte ans deni Auslande auf den frequenteren Landes- nnd Reichsstraßen, nnd nach Bedarf sogar die Sperre von Gebirgs- nnd Thalübergängen, welche ins« ! besondere von Landstreichern und den Bettel gewerbs' mäßig treibenden Individuen benutzt werden, an- Jeuilleton. Etwas nber Wetterprognosen, il. ,,,. Während man sich bei längeren Zeitabschnitten " der Wahrscheinlichkeit begnügen mnss, die o t 3. srhr groß st. gestaltet sich die WetleMognofe 5 kürzere Zeit viel günstiger. Die neuere Me eoro- U'e lehrt, dass der Witternngscharakter wesentlich ab Aig ist von den barometrischen Depressionen Mie ? d"' Zumaßen derselben. Diese letzteren sind je I den Jahres eiten verfchieden und ze.gen e,»e ge- M Äeharruugsteudenz. Die Wetterprognose w ch' V ll»f die Depressionen stützt, wird m .hrer Vollen- "N wahrscheinlich die sicherste werden. „,. Die diesbezügliche» Unterfuchnngcn stud mdessen 3 '"" abge ch ossen, nnd eine m.f sie basierende s>'"!' "fordert nicht nur umfaffeude Keuntn s^ «.°uch reiche, langjährige Erfahr.mg nnd was d >^"!istc ist. eine genane Uebersicht des Lnft-«'""des m.f möglichst großem Gebiete zu emer / ""t"l Zeit. Wir glauben daher, sie nbergehen siil.^'"?' ,lnd wollen nnr einige Folgernngen an< ^""> dir ebenso leicht verständlich wie praltlfch si"d. ^er ^!'"" dem 9ta,nen Cirrnswolkeu versteht mau iu '""'tcurolugie jene leichten Wolke», die das Voll «Schäfchen» nennt, ferner jene. die man als Federwolken zu bezeichnen pflegt. Sie erscheinen theils als zarte Fäden, theils als weißlicher Federpinsel am blaueu Himmel, bald gekräuselt, bald sich gegenseitig durchkreuzend. Sie sind f»r die Wetterprognose von ziemlich großer Wichtigkeit. Man hat gefunden: 1.)dass, wenn eine Cirrnswolke aus West gegeu Süd zieht, den Nord freilassend, in den nächsten' Tagen Ostwind zn erwarten sei. 2,) Zieht der Cirrns ans Südost, fo sind mehrere trockene Tage mit Ostwind und vollends trockenes Wetter zn erwarten, wenn Cirrnswolken aus Ost zieheu. 5) Cirrnö iu West bringt iu Kürze Rcgeu. Dieser tritt iu vier bis acht Stunden sicher ei», wem, der Himmel sich zu verfchlcieru anfängt. — Ueberhanpt find ausgedehutcre Wolkenstndicn für die Wetterprognose von großer Bedeutung. Eine andere, ziemlich allgemein geltende Reg?l ist folgende: Eine auf mehrere Tage sich erstreckende Steigerung der Temperatur geht einem Gewitter vorans, nnd es folgen mehrere Tage mit Negenwettcr uud siu-keuder Temperatur. Zuweilen briugeu die erste» Gewitter fast kei»e» Rege», dann grht aber auch die Temperatur uicht herab, uud es ist mit Sicherheit aus die Wiederkehr der Gewitter zu rechnen. Ein jähes Sinken des Barometers deutet auf stürmisches Wetter nnd Regen; steigt das Äarometec jedoch, ohne dass Winde kommen, so kann man in eiuigeu Tagen. d. h. nach den, Regen, der ziemlich sicher (aber erst bcun steigenden Barometer) eintritt, anf Aushelterung rechnen. Eine andere Classe von Prognosen bezieht sich anf den Thaupunkt. Mau hat gefunden, dass Nachtsrost z» erwarten ist, wenn der Thaupunkt unter 0 Grad liegt. Eine andere Regel, die von Richter herrührt, ist folgende: Im Mai bis August ist fast mit Sicherheit auf Gewitter zn rechne», weun der Thaupunkt sich der Mittcltcmperatllr des Tages bis auf 1 Grad nähert. Ein Wetteranzeiger anderer Art, und zwar ein ziemlich sicherer, ist die Magnetnadel, die znr Beobach-tnng der Veränderungen des Erdmagnetismus dient. Die magnetifchen Störungen treten anf entweder bei Nordlichtern oder, was anch hänsig ist, vor gewaltigen lllld weit sich erstreckenden atmosphärischen Veränderun-gc». So kam, man im Winter fast mit Sicherheit anf einen ausgiebigen nnd allgemeinen Schneefall rechnen, wenn keine Schneedecke vorhanden ist nnd eine magnetische Störung ohne gleichzeitiges Nordlicht sich ein-stellt. Die Magnete zeigen den Schneefall einen bis zwei Tage voraus an. Auch Stürme, die von großen (nicht localen) Gewittern begleitet sind, scheint die Magnetnadel anzuzeigen. Die Vergleichnng von magnetischer nnd thermischer Wittcrnng führt nacy Balfonr Stewart zn Refnltaten von praktischer Bedeutung. Das Declinationswetter verläuft nämlich ganz analog dem Temperaturwetter, wel-ches „ach einigen Tagen eintritt, so dass das Verfolgen der magnetischen Declination nns in die Lage setzt, die Temperatnr für eine Woche ziemlich nahe a»zugebe». Laibacher Zeitung Ni. 136 1184 17. Juni 188li. geordnet. Seitens der Seebehörde wurden die regle-mentmäßigen Verfüguugeu gegeuüber dcu Seeprovenienzen aus Frankreich, aus Italien, später aus Spanien und den Häfen an der Nordküste Afrikas je nach Maßgabe des jeweiligen Bedarfes erlassen. Im Laufe des Jahres 1885 wnrden gegenüber den theilweise von der Cholera ergriffenen Auslands-staateu: Spanien. Frankreich und Italien, die bereits erwähnten Maßnahmen zn Land und zur See theils aufrechterhalten, theils modificiert, theils aufgehoben, je nachdem die augenblicklichen Constellatiunen das eine oder das andere erforderlich machten, beziehungsweise zuließen. Angesichts der Ende 1885i eingetretenen nnd dermalen noch fortdauernden größeren Verbreitung der Cholera im Königreiche Italien wird auch gegenwärtig gegenüber diesem Staate, nebst den reglementmäßigen Vorkehrungen znr See, an den Eisenbahn-Einbrnchs-stationen Cormous, Pontafel nnd Ala, an dem Dampfschiff-Landungsplatze in Riva sowie an allen freqnen-teren Uebergangsortcn an den Landes^ und Reichsstraßen die sanitäre Inspection der Reisenden uud ihres Gepäckes, feruer der unter Zollverschluss am Bestimmungsorte einlangenden Effecten aufrechterhalten, wurden die minder frequenten Alpen- nnd Thalübergänge in Südtirol für Passanten gesperrt uud die Arbeiterzüge auf deu Eisenbahnen unter besondere ärztliche Observation gestellt. Die letztere wird nach dem Eintreffen am Bestimmungsorte sämmtlicher ans dem Königreiche Italien kommenden Reisenden durch drei Tage fortgesetzt und mit der Desinfection ihrer Wäsche-und Kleidungsstücke, insofern dieselbe vom ärztlichen Personale als nothwendig erkannt wird, verbunden. Diese dem Auslande gegenüber angeordneten Maßregeln, bezüglich deren sich die Regierung im wesentlichen in Uebereinstimmung mit den von Seite der Regierungen der Schweiz und des dcntschen Reiches zur Zeit, als sich die Epidemie deu Grenzen dieser Staaten näherte, getroffenen Vorkehrungen befand, waren selbstverständlich auch von den entsprechenden Einieitnngen begleitet, welche die politischen Behörden an der Hand der von dem Ministerium erhaltenen Weisungen und unterstützt von den Organen der autonomen Landes-verwalwngen trafen, um der Seuche im Falle ihrer Einschleppung den günstigen Boden für ihre Entwick-lnng zu entziehen uud die Localisieruug und rascheste Unterdrückung zu ermöglichen. Zahlreiche sanitäre Vorkehrungen und Verbesserungen von bleibendem hygienischen Werte, welche in vielen Gemeinden der diesseitigen Reichshälste vorgenommen wurden, geben den Beweis für den, wenn auch infolge der bedrängten finanziellen Situation mancher Gemeinden, bisweilen auch infolge des Mangels an Verständnis, nicht vollen, so doch wenigstens thcilweisen Erfolg diefes Theiles der Thätigkeit uud der Einflussuahme der Regierung. Dieselbe hat übrigens insbesondere auch nicht nnterlassen, Einleitungen zu treffen, um für den Fall der Einschleppung der Seuche ärztearme Gegenden mit dem erforderlichen Personale zu verseheu. Nachdem die Aufrufe, welche schou im Jahre 1884 von Seite der einzelnen politischen Landesbehörden an die praktischen Aerzte gerichtet wurden, um sich für deu Fall des Bedarfes zu einer Verwendung als Epidemie-Aerzte zu melden, von geringem Erfolge begleitet waren, hat kürzlich das Ministerium des Innern unmittelbar einen derartigen Anfruf an das ärztliche Personale erlassen, welcher insofern einen besseren Erfolg hatte, als eine große Anzahl jüngerer nnd tüchtiger Aerzte aus Böhmen in richtiger Erkenntnis der dem ärztlichen Berufe Der Vorsprung der magnetischen Nadel variiert jedoch von Monat zu Mouat uud beträgt iu den Wintermonaten 5 bis 6, in den Sommermonaten 9 bis 13 Tage. Auch das bekannte Spektroskop ist nach Piazi Smith ein Wetterprophet, indem das Auftreten eines sogenannten Regenbandcs in dem Spectrum auf baldigen Regen weist. Neuere, insbesondere italienische Meteorologen theilen einzelne Witternngszuständc in -fype" em und schließen sodann durch 'Analogie anf das kommende Wetter. Da jedoch für dieses Verfahren bisher kein Beweis der Brauchbarkeit erbracht wurde, so genüge es darauf hingewiesen zn haben. Schließlich sei noch einer Methode gedacht. Stellt man dle Tagesmtttel der Temperatur mehrerer aufeinander fo gender Jahre für die einzelnen Taqe des Monates zusammen uud zieht die Temperaturdifferen"!l derselbeu Tage, so zeigen diese einen regelmäßigen Gana — oder, anders ausgedrückt, wenn sie graphisch dar" gestellt werden, so bilden sie eine Curve,'bei der Bcra und Thal wechseln. Dem Cnrvenberg der vorhergehen den Jahre entspricht eiu Curveuthal iu deu folgenden Iahreu. Diefe letztere Thatsache bietet uus' eiu Mittel, die wahrscheinlichen Temperaturänderuugen der nächsten Zeit vorherznsage». Diese Prognosen gewinnen eine noch größere Sicherheit, wenn man die schon vorhandenen Theile der laufenden Differenzen^Curue mitbenutzt. _______ —,i. durch Humanität und dnrch seine Standesehre auferlegten Pflichten sich der Regiernng zur Verfügnng stellte, so dass für den Fall eiuer Einschleppuug der Cholera wenigstens dem dringendsten Vedarfe an Aerzten iu ärztelosen Gegenden wird entsprochen werden können. Nach dem Voraugclasseueu glaubt die Negierung mit Bernhigung sagen zu können, dass sie an Vorkehrungen gegenüber der droheudeu Cholera qefahr alles gethan hat, was nach dem hcutigeu Staude der Wissenschaft uud der praktischen Erfahrung als nothwendig uud zulässig sich darstellt, dass sie sich hiebei ili Uebereiustimmuug mit den von der Majorität des internationalen Congresses in Wien vom Jahre 1874 uud jeues iu Rom vom Jahre 1885> aufgestellteu Gruud-sätzeu befiudet, und dass bisher thatsächlich trotz der wiederholten schweren Bedrohuug der Grenzen der Monarchie, abgesehen von einigen vereinzelt gebliebenen Fällen, eine Invasion der Cholera-Epidemie nicht statt-gefuudeu hat. (Beifall rechts.) Die Herreu Abgeordneten Dr. Kindermann und Genossen haben in der Sitzung des Abgeordnetenhanses vom 13. Mai an die Regierung nachstehende Fragen gerichtet: «1.) Welche Vorbereitungen uud Schritte hat die hohe Regierung bereits unternommen uud gcdeukt dieselbe noch weiter zu unternehmen, nm der von ihr selbst anerkannten Gefahr des Einbruches der Cholera in unseren Staat mit der größtmöglichen Energie nnd Umsicht entgegenzutrcteu? 2.) Wodurch begrüudct die Regiernng ihr Verhalten gegenüber der vom Herrn Abg. von Vurgstaller in der Sitzuug des hohen Hanses vom 22. Jänner 1884 überreichten Petition des Landesausschusses von Trieft vom 8. Oktober 1883. in welcher die obligatorische Leichenverbrennnng bei Todesfällen durch ausleckende Krankheiten verlangt wurde? 3.) Gedenkt die Regierunq in Rücksicht auf das Augeführte dieser von allen medicinischen Antoritätcu als wichtig anerkannten Frage von heilte ab eine größere Aufmerksamkeit zuweuden, damit ihr nicht übcr kurz oder lang mit vollem Rechte die Vernachlässigung der Obsorge in dieser für den Staat so wichtigen Hygienen Frage vorgeworfen werden kann?» Bezüglich der Beantwortung des ersten Fragepunktes glaube ich mich auf die Mittheilungen berufen zu dürfen, welche ich soeben infolge der Interpellationen der Herren Abgeordneten Dr. Lorenzoni und Genossen, dann der Herren Abgeordneten von Zallinger und Genossen dem hohen Hanse zu machen in dem Falle war. Ich glaube daher, sofort au die Beantwortung des zweiten Punktes der an die Regierung gerichteten Interpellation der Herren Abgeordneten Dr. Kindermann und Genossen gehen zu sollen. Die Begründung des ablehnenden Verhaltens der Regierung gegenüber der Petition des Landesalisschusses von Trieft, in welcher die obligatorische Leichenverbrennung bei Todesfällen durch ansteckende Krankheiten verlangt wnrde, ist theils in gewichtigen Bedenken vom Standpunkte der Strafjustiz, theils iu der durch Gefühle der Religiosität und Pietät begründeten notorischen Abneigung des überwiegeudsten Theiles der Bevölkerung gegen diese Art der Veseitignng von Leichen, vorzugsweise aber iu der Erwäguug gelegen, dass bisher in keinem Culturstaate der alte» und der nenen Welt ein Gesetz besteht, wonach bei Todesfällen dnrch ansteckende Krankheiten die obligatorische Leichenverbrennung angeordnet würde (Bravo! Bravo! rechts), dass demnach die Unerlässlichkeit dieser Art der Leichen-Vertilgung noch beiweitem nicht anerkannt ist und auch für uns die Nöthigung fehlt, mit einem solchen Beispiele vorzugehen. (Bravo! Bravo! rechts.) Die dritte Frage, dahingehend, ob die Regiernng der Frage der Feuerbestattuug von heute ab eine größere Aufmerksamkeit zuzuwenden gedenkt, muss ich verneinen, einfach aus dem Grunde, weil dieser sowie jeder anderen sanitären Angelegenheit ohnehin die volle Aufmerksamkeit gewidmet wird uud daher kein Anlass vorhanden ist, der Leichenbestattungs-Frage erst von hente an eine eingehendere Beachtung zn widmen. (Beifall rechts.) Die Königs-Tragödie in Vaieru. Die erschütternde Tragödie auf dem baierifchen Königsthrone ist zu Eude. König Ludwig, der Wahu^ sillilige, aber uoch Willeusstarke, der Eutthroute, aber uoch Kroubewusste, hat deu Tod in den Wellen des Staruberger Sees gesucht uud gewudeu. Mit ihm starb sein Arzt Dr. v. Gudden, und so ist das Geheimnis der letzten Stunden dieses nuglücklichcn Mouarcheu für alle Zeit begrabe». Kein Dichter vermöchte mit allem Schwung des Geistes, mit aller Größe des Empfindens der überwältigenden Macht dieses tragische, Geschickes nachznkom-men, uud au der Leiche des Heldeu haltcu die mächtigsten Genien der Menschheit die Trauerwache. Alle Ideale des Guten, Schönen uud Grußeu habeu dieses königliche Herz erfüllt, welches nuu uicht mehr schlägt. Welche Versuchungen, welche trotzenden Pläne des Herrschorgefühls, der Gewalt nnd des Stolzes den Enl^ tänschten, Vereinsamte», mit sich nnd der Welt Zer- fallenen in jene gefahrvollen Bahnen getrieben, deren Eudc der Sprung war ins Wasser — das wissen jene, welche seit Jahren den König beobachteten, ohue ihn warueu zn dürfeu, uud welche cudlich den Wahnsum glaubteu, deu Wahusiuu bewiesen dessen, der als Wahnsinniger so überlegen nnd groß der Uebcrmacht der Vernünftigen Trotz zn bieten vermochte — durch den Tod. Vielleicht mag man in dcn Erscheinungen, welche die Lebensweise, welche die Willensäußerungen »nd Improvisationen König Ludwigs darboten, Symptome des Cäsareuwahnsiuus erkennen, wie Nero — der gleich' begabte, aber mächtigere Römer — ihn erlitt; vielleicht dass der unglückliche Kraule das ciuzige Opfer dieses Wahusinns war anf das menschliche Oemiitl) wirkt dieser selbstgcwählte Tod des Königs, der ohne seine Würde und Freiheit nicht zn leben vermag, p überzeugend, die moralische Gewalt dieses Entschlusses, die geistige Iutclligenz, ihn zn fassen nnd durchzuführen, ist eine so mächtige, der logische ZusainmeuhM zwischeu Entthrouung uud Tod ist eiu so klarer, dass vor deu Empfiudungen der «wahnsinnige» König au^ hört zu bcsteheu nnd alles Mitgefühl, alle Trauer M eiuem tragischcu Schicksale zuwcudet, das an Hamlet erinnern würde, wenn seine Größe nicht die größte gedichtete Tragödie vielfach überböte. So sehr im Interesse Baicrns, Deutschlauds und der öffentlichen Ordnnng gewünscht werden muss, das» dieses fnrchtbare Ereignis nicht die Entwicklung der Diuge im Königreiche Baiern störe; so bedenklich aim) immer die Eventualität wäre, dass eiue Erregung bel Geister vou deu ultramoutauen Heißspornen ausgenützt werde — angesichts dieses Todes nnd der im Zllsanl-menhange mit der Nachricht von demselben bekannt g^ wordeueu Thatsache» — kann der Vorwnrf einer »n-geuügeuden Vorsicht wenigstcus mit scheinbarer Berechtigung ausgesprochen werden. Es steht zn befilra? ten, dass dieser Vorwurf sich stärker erweisen wird al» die Sympathien, auf welche das Miuisterium L»h s""'' vollberechtigten Anspruch hat. Zu klar, zu überwältigend sind diese Vorwürfe, als dass die öffentliche Meinung Enrupas, als dass die Parteien in Baiern nicht am Sarge König LudwM ein Todtengericht fordern müssteu, und es mag gc^^ werdeu, dass die verautwortlicheu Miuister mit ihrw Patriotismns, ihrer Einsicht nnd ihrem Opfermut!) st") befreien können von dem furchtbare»» SchicksalsschlH der il» diesen Tagen die höchste Autorität des Lande« betroffen hat. Montag nachts ist der Leichcnzng mit dein tlM'>l König Ludwig in München eingelangt, und vorgestern sollten die baicrischen Kammern zur Berathung "^ Beschlnssfassuug über das Rcgeutschaftsgesetz zusammen' treteu. Noch sind in Müuch'en und ganz Baicr».^ Gemüther in furchtbarer Erregung über die Vorga^ der letzten Tage. Ob die Reserve, welche durch? Trauer, welche dnrch das Staatsiuteresse bedingt'>' oder ob die Erregnng, welche name»tlich uon ", Ultramontane» in Vaier» geschürt wird, die OoM behalte», das wird sich schou iu de» uächstcn ^ ^ zeigeu. So weuig ei»e solche furchtbare Erschüttert^' wie sie das gewaltsame Ende des Königs über v Laud gebracht hat, iu ei»ige» Stunde» "bcrwnn sei» kann, so tritt doch scholl hellte die zwingendes ^ wendigkcit, mit Ruhe und Ernst besonnene Polltlt z machen, ganz in ihre Rechte. Ein von dem Prinzen Lnitpold nnd sa'"""^s'! Ministern uuterzeichnctes Thronfolge- nnd Regents^ . Patent macht dem Volke den ei»getrete»e» Thn'llwey! mit folgeildc» Worten bekannt: . ^! «Im Nameu Sr. Majestät des Köuigs vou Val" ' Das löuigliche Halls uud sein im Glücke ""b Ungl treu zu 'demselben stehendes Volk ist vom MÄ^, Schicksalsschlage getroffen. Nach Gottes unermesslly Rathschlusse ist Se. Majestät König Ludwlg >' " dieser Zeitlichkeit gcschiedeu. Durch diesen das "> ° Vaterland in schmerzlichste Betrübnis versetzende» >"i . fall ist das Königreich Baiern iu der Gesammwere. gung aller seiner älteren nnd neuere» OelilelSl,^ nach de» Bestimmuugeu der Verfassuugsurkuuoe Gruud der Haus- uud Staatsverträge ""'""" .M geliebteu Neffcu, dem Bruder weilauo Sr.^"^ Sr. köu. Hoheit dem Prinzen Otto. jetzt nächstem Stammfolger uach den» Rechte der MM ^ uud der aguatisch-linealen Erbfrage angefaUen- ^ Allerhöchstderselbe durch ein schon länger anda Leiden verhindert ist, die Regierung ANerhöchs e v,^H führe», so haben wir als »ächstberufe»cr Ag « ^ dc» Bestimmu»ge» der Verfassungsurtunde " „ höchstdcsseu Nameu die Reichsverwcsnug z»l üb rn i Die uach der Verfassuug erforderliche Landtages ist bereits verfügt. Juden: w»r n » ^ ^ Sr. Majestät des Köuigs die Neichsverwesu» g ^ üwuchme», versehe» wir »ns zu "U"'^»^ ^.,. der baierischeu Erblande, dass ste. Sc. Ma,'M König als ihreu rechtmäßige» und so willig als pflichtmäsiig ertelmc» »nd AllerlMi kaibacher Zeitung Nr. IZll 1135 17. Juni 188«. selben uud uns als dem durch die Verfassung berufenen Nennten unverbrüchliche Treue und uuweigerlichcu Gehorsam leisten.' Das Patent ordnet weiter an. dass sämmtliche Stellen nnd Behörden ihre amtlichen Verrichtungen wie bisher fortsetze,,. In München fand schon Montag vormittags in der Türken-Kaserne die Vereidigung der Generalität und des Officierscorps uud in allen an-dmn Kasernen die Vereidigung der gesammten Manu-schasteu zum Gehorsame gegen Se. Majestät König Otto I. und den Verweser des Reiches, Prinzen Lnit-pold, statt. Dasselbe dürfte anch in den anderen baic-llschcn Garnisonen schon geschehen sein. Politische Uebersicht. (Oestcrrcich - Ungarn und derTraucr -fall in Baiern.) Das unserem erlauchteil Kaifer-lMsc so cug befreundete baierifche Köuigshaus sowie b"s gauze Baierland siud am Psiugstsonntag durch den jäh erfolgten Hintritt Sr. Majestät des Königs Ludwig N. von einer tief lraurigeil Katastrophe betroffen wurden. Die Knnde von diesem erschütternden Unglücks-salle hat allenthalben den herbsten Schmerz uud die wärmste Theilnahme wachgerufen. Insbesondere ist es d>e durch so mannigfache Bande mit dem baierischen ^iachbarvolke verknüpfte Bevölkerung Oesterreich-Ungarns, welche gleich ihrem erhabenen Herrscherhause aulässlich bieses Tranerfalles von dem innigsten Mitgefühle be-!ke!t ist. das auch in deu Spalteu der gesammteu hciiilischen Presse das entsprechende Echo findet. (Der Ainnenschiffahrts - Eougress.) Der Ninuenschisfahrts-Congress in Wien wurde vorgestern von Sr. k. nnd k. Hoheit Kronprinzen Rndolf Ul Anwesenheit von Vertretern der Diplomatie, der Commune, der Verkehrsanstalten uud sonstiger ofsieicller Persönlichleiten eröffnet. Der Kronprinz wurde bei seinem Erscheinen von den Anwesenden stürmisch be-llrilßt. Die Ansprache des Präsidenten Dr. Nuß erwidernd, sagte der Kronpriuz, dass gerade während der über alle Cultnrstaaten sich ausbreiteuden wirtschaft-lachen Stagnation es an der Zeit sei, alle denkbaren ^erbindnngswege zu erschließen und zn vervollkommnen, "m die Production dadurch möglichst ui fördcru und liegen einen wirtschaftlichen Niedergang anzukämpfeu. Für nuser dnrch ein so reiches hydrographisches Netz durchzogenes Vaterland haben die Aestrebnngen des Kongresses besonders hohen Wert. Der Kronprinz schloss mit den Wünschen für ciueu besten Erfolg nnd dafür, dass ein zweiter Binncnschiffahrts-Cougress die Anbahnung ernster nnd weiter reichender Fortschritte anf diesem Gebiete zu verzeichnen haben werde. Die Rede des Kronprinzen wllrde mit stürmischem Beifalle aufgenommen. (Ungarn.) Budapester Oppositiousblätter gefallen sich oariu, sich selbst und anderen einzureden, die Stellnng des Ministerpräsidenten K. Tisza sei in-solge der Vorgänge der letzteren Zeit gründlich erschüttert. «Pester' Lloyd» macht nun einen dicken Strich durch die Rechnung der erwähnten Oppositionsorgane, '"dem er in seinem vorgestrigen Leader nmständlich 'Ulseinanderscht, da s eine «Cabiuetsfragc» uicht existiert. (Naieru) In München wurde vorgestern eine ^ihnnq der Reichsräthe abgehalten. Derselben wohnten llinnntliche Prinzen bei. Der Präsident Frankenstein '"d der Minister Lutz hielten die Trauerreden. Letzterer ^rlas die Botschaft des Priuzrcgcntcn. welche befragte, der Regentschaft zuzustimmen, und d,c Mm.-ster beauftragte, deu Ka.n.uern alles Wnnschenswcrte "itzutheileu Die Reichsräthe beschlossen d,e Vornahme ?" Wahl eines ^wölfcr-Ailsschusses. dessen Verhand-""gen alle Reichsräthe nnter strengster Discretion antuen können, zur Eutgegcnnahme der cnvähnten Auf-Miisst, Die Abfassung des Altrag des Referenten wurde ausschließlich dein Pra-^dillNl überlassen s (B »llaar i'e u.) Fürst Alexander von Bulgarien " vorgestern mit eine? Thronrede die erste Versam.n< > der «Vertreter der b.llgarischen Natwu d.esse, s ^ jeliseits des Äalkau- eröffnet. Der Fürst ergeht h '»it gehobenem Selbstgefühl über die großen Thaeu Ze die tapfereu Soldaten in dem letzte,, M,ege Fracht. Etwas stark wird die Niederlage des Fcm- ? betont, der. auf seiu Gebiet verfolgt, «gezwungen d,/' "'ächtige Vertheidiger zn sucheu. um sich aus nn- Klneldlichem Ruine zu retten». Auch constat.ert die I?"rede, dass die so lang erwartete n„d so anfrlchNg Mute «Union vollzogen ist.. Das diplomatische Corps "^ntc der Erössnnngsfcicrlichkeit bei. l,„ lDas Maui'cst O l a d st o n e' s.) Gladstone s" "n Manifest an die Wähler erlassen, welches be- V ' Die Köuigin löste das Parlament a»f. um die ^''MMduug des Laudes über die seit einen, halben "MMldert vorliegende, sehr ernste Frage zn erlan- iz'' Die Union, die er abznändern strebe, sei cme ^PU'riiuion, welche durch Gewalt und Betrug erlangt, ^.^'" irischen Volke niemals sanctiomert wnrde. ds^'d verlange nicht die Abschaffung der Union, son- "n Parlament ohne jede Prärogative, durch welche die Reichseinheit beeinträchtigt würde. Seine Politik bezwecke die Consolidicruug der Rcichsciuheit, die Ver-mchruug der Reichsmacht, die Veseitignng der irischen Streitigkeiten und die Wiederherstellung der Würde des Rcichsparlaments. (Die griechische Kammer) hat die Ge-sctzesvorlagcn der Regierung über die Wahlrcform uud die Zusammensctznng der Kammer mit einer für die heutige,, Verhältnisse immerhin ansehnlichen Majorität angenommen. Der Schluss der Session dürfte demnächst erfolgen._____________ TlMsncllilMcu. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das nnga-rischc Amtsblatt meldet, für das Rudolf-Spital in K< leitung beginnt der Verfasser mit den Uebnngen für gleiche Finger, um bei gleichem Gefühle in beiden Händen denselben eine ruhige Haltung beizubringen, welche auch dnrch die sehr zweckmäßigen Uebungsstücke im Umfange von fünf Fingern in verschiedenen Lagen erzielt werden tann, nm sodann znr Erweiterung des Tonumfanges und zu den Doppelgriffen zu gelangen. Nach Einführung der Versetzungszeichen schlicht der erste Theil mit Nr. 58. Der zweite Theil beginnt mit den Bassnoten, bringt Forlschrci-tungen mit fortrückender Hand, Daumenilbnngcn als Vorbereitung zum Tonlciterspicle; Erklärung der Tonarten sammt Uebersicht über die Durtonleitern, Dreitlangsübuugen mit zahlreichen Uebnngs-stücken und Etüden. Das Hauptaugenmerk richtet der Focrster'schc Leitfaden auf den richtigen Anschlag. Dieser wieder wird durch passende Fingerübungen, andererseits durch geschmackvoll arrangierte zwei- nnd vierhändige Ucbnngsstilcle, welche sich theils als hübsche Originalcompositionen, theils als anmuthige, verschiedenen Nationen ungehörige Voltslieder repräsentieren, in ganz besonderer Weise gefördert. Die dyuanuschcn Vortrags-zeichen, die verschiedenen Spielmaniercn und Rhythmen — alles dies ist auf eine filr den Zögling sehr zweckmäßige Art und Weise vertheilt. Mit Rücksicht alls das Vorgebrachte kann der vorstehende Leitfaden, dem sich uoch weitere Theile methodisch anschließen werden, auf das wärmste allen Schulen, welche sich mit elementarem Clavierunterrichte befassen, empfohlen werben. Wir hoffen, dass mit richtiger Benützung der hier zahlreich vorhandenen Winke und Anweisungen dem auch bei uns florierenden oilel tierenden und die systematische Erlernung des Elavicrspieles so tief schädigenden Unterrichte ein- sür allemal ein mächtiger Riegel vorgeschoben würde. — Preis 1 sl. 80 lr, - k. Neueste Post7 Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Klagcufurt, 16. Juni. Die Landesregierung erließ neuerliche Anordnungen gegen die Einschleppn»«, und Verbreitung der Cholera. Sie verfügte cmch cine dreitägige Observation für Ankömmlinge aus den inficierten Gegenden Italiens. Trieft, 16. Juni. Seit den« letzten gemeldeten Cholerafall wurde bis heule mittags kein weiterer Cho-lcrafall zur Anzeige gebracht. München, 16. Juni. Die öffentliche Schaustellung der Leiche des Königs in der altm Schlofökapclle begann hente früh um « Uhr. Die Anordnungen der Behörden erwiesen sich dem kolossalen Andränge des Publicnms ans der Stadt und dm Provinzen gegenüber gänzlich unzureichend. Sämmtliche Thore des Re-sidmzschlosses sind fest verschlossn»; jede Viertelstunde nur werden durch Oeffnung zweier gegenüberliegender Schlossthorc nngefähr je 200 Personen eingelassen, wodurch nnter der nach Tausenden zählenden, des Einlasses harrenden Volksmenge das unbeschreiblichste Gedränge entsteht. Das Schreien nnd die Iammerrnfe der halb Erdrückten werden durch die znr Ordnung mit aufgepflanztem Bajonette aufgestellten Soldaten nur noch vermehrt. Wenn die Behörden nicht schleunigst eine ungehinderte Defiliercour einführen, so sind jedenfalls Unglücksfälle zu besorgen. Belgrad, 16. Inni. Bischof Georg Stroßmayer ist heute früh zur Firmung der hiesigen Katholiken hier angelangt nnd wnrde vormittags uom Könige in Audienz empfangen. Der österreichisch - nngarische Gesandte Graf Khevenhüller gibt zn Ehren des Bischofs ein Diner. Derselbe tritt heute wieder die Rückreise an. Zürich, 16. Juni. Nachdem gestern mittags vor der Hauptwache wegen Verhaftung zweier tumnltnieren-der sinkender Schlosser ein Auflauf stattgefunden hatte, entstand abends 7 Uhr bei der Ueberführung eines Schlossers zum Gerichtshöfe ein großer Auflauf. Die Polizei-Escorte, welche mit Pflastersteinen bombardiert wurde, feuerte scharf, verwundete zwei Knaben nnd tödtete einen Tischler. Die Polizeiwache wurde von der Menge belagert, worauf die Polizei den Platz mit gefällten: Bajonette säuberte. Das Militär ist in den Kasernen consigniert. Angekommene Fremde. Am 15. Juni. Hotel Stadt Wien. Bamberg, Reisender, Berlin. — Lienhart, Nichter uud Paulin, Reisende- Dann, Private, Wien. — Nichlcr, Kansmann, Budapest. — Dr. Vallentschag, Privatier, Laibach. Hotel Elefant. Sturm, kais. Rath :c., sammt Familie; Kotten-bach, Privatier, und Edelmann, Reisender, Wien. — Haynal, Privatier, sammt Familie, Ungarn. — Kell Nanetti und Helene, Kaufmanns-Gattinncn, Agram. — Schlnzenhänfer, t. Bahninspector, sammt Frau, Villach. — Kratochwill, Förster, Zrinjsama. — Kutscherauer Barbara, Besitzerin, Dvoriste. — Waczulik Mathilde, Doctors-Vattin, Windisch.Landsbcrg. — Aelc Auna, Bcsitzers-Gattin, St. Mareiu. — Lakofneg, Gra-diönik, Lach nnd Gabcrschet, Besitzer, Franz, — Schiwitz, Ingenieur, sammt Familie, und Cumgliaro, Privatier, Trieft. Hotel Europa. Wagmanu, Privatier, Rcgeusburg. - Hnbcr, Privatier, Wasserburg. — Edel, Privatier, Meinocrtingen. — Hans, Pfarrer, Baden. — Roye, Privatier, Leydcn. — Schavath, Handelsagent, sammt Frau, Trieft. — Gruben, Besitzer, Großlaschiz. Gasthof Sliol>al)lchof. Pietschmann, Privatier, und Rolli, Rch, k^n. — Glanlschnig, Privatier, s. Frau, Schwarzenbach. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Grum, Nezirls°Concipicnt, Tre< binjc. — Mejasli. Private. Fiume. — PoZar, Privatier, Nippach. — Sisla, Schmiebmeister, Neumarltl. — Zagar, Pfarrer, Littai. ^ "JolliswirtschaMches. Lalllach, 16. Juni. Auf dein heutigen Markte sind erschienen : 16 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preise. n, !l,, ft,,lr. n,,ll, ^l^ Weizen pr. Hektolit. 6 82 7 13 Bntter pr. Kilo . . —>94 — -" Korn » 5 20 6 18 Eier pr. Stillt . . — 2 —" Gerste » 4 88 4z95, Milch pr. Liter . . — 8 """ Hafer » 3z25 3>28 Rindfleisch pr. Kilo — 64 - ^ Halbsrncht .-------6 l;8 Kalbfleisch » —56------ Heiden » 3 90 49? Schweinefleisch » —60-^ Hirse » 4 88 4 93 Schöpsenfleisch » -34-^^ Kukuruz » 4 88 5 2li Händel pr. Stück . — 4U-----' Erdäpfel 100 Kilo 3 57-------Tauben » — 17 ^ ^ Linsen pr. Heltolit. 10-----------Heu pr. M.-Ctr. . 2 94 — ^ Erbsen . 11-----------Stroh . . . 2 94 - "" Fisolen » 10-----------Holz, hartes, pr. Rindsschnialz Kilo 15------- Klafter 6j20-^"-Schweineschmalz» —66-------— weiches, » 4 — -—" Speck, frisch, , — 64-------Wein, roth.,100Lit.-------24 -^ — geräuchert » —70-------— weißer, >-------2l)^" Verstorbene. Deu 1 4. Iuu i. Theresia Gräfin Auersperg, Private, 74 I., Veaagasse 2. Herzlähmung. — Josef Cvar, Arbeiters' Sohn, 7 Mon., Trubergasse 1, Fraisen. — Maria Cnvazza"'' Privatbeamtenö.Gattin, 42 I., Petersstraße 42, Lungentubel' eulosc. Den 15. Inni. Franz Dolenc, Jurist, 26 I., Schief stättgasse 2, Lungcntuberculose. — Johann Wagner, Vantt" gesellens-Tohn, 6'/,. I,, Polanastraße l3, Lungentuberculose. ^ Rosalia Hitzelbergrr, Schusters-Tochler, 2 I., Polanastraße !»< Diphiheritis. Den 16. Juni. Johanna Eernagoj, Arbeiterin, 24I' Kralaucrdamm 4, Blutzersetzung. Im Spitale: Den 10. Inni. Maria Fajgel, Arbeiterin, 1" 3" Lungentnberculose. Den 1 1. I u n i. Anton Morela, Bürstenbinder, 21 3" Lnngenlnberculuse. Den 12. Iu » i. Michael Rode, Inwohner, 75 I., P>e" ritisches Exsudat. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^, Z 5Z «i3" 5Z Wind «»'s««' Is ^ M.Mg. 732,86 s2,8 ' NO.Hwach "Regelst 18 oll 16, 2 , N. 733.54 18,2 O. schwach zieml. heiter «,> 9 ' Ab. 733,3? 14,4 O. schwach bcwollt Seit halb 7 Uhr bis nach I I Uhr Regen mit UnierbreclM' nachmittags Aufheiterung, abends bewöllt. Das Tagesmittcl de Wärme 15,1°, um 3,3« unter dem Normale. ^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Für die schönen Kranzspenden, die zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisse nnd die Be" weise warmer Theilnahme, die uns von so viclett Seiten gelegentlich des Ablebens unserer unvergcss-lichen Mutter, respective Schwieger> und Großmutter, zutheil wurden, sprechen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren wärmsten Daul hiemit auö. AlfouS «lraf «uerspera. — Sofie vlläfi»« Auerspera geb. Gräfin Chorinslh. — Gabriele , und Marianne Gräfinnen Auersperg. Der geehrten Damenwelt zur gefällig Notiz, dass der (2392) 3^2 BAZAR 8 Tage später erscheint. Achtungsvoll lg. v. Kleinmayr & Fei. Bamtergs BncMaBJW (49) 48-24 _, bestes Tisch-u.Ertiisclniiigsgotriink erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh.________^__ Heinrich lattDii, larW ni Wien. 1137 Course an der Wiener Börse vom 16. Juni 1886. Nas, dem o^Men EourMatte Veld Ware Clnatö.Aulehc,,. e^"""c .......«5-2 8535 I«,'""»le.......8«O^ 8« 25 lw. ^°^« ^tan'l'Iolc 250 fl. I'0-5U I31--. l^' . ^" «^" ^'° Fu»l>rl I«) ., 140 —140-50 ,8^' C laateiole , . 100 „ il!»75ll!9^. "«°>»!<>!,w!schcll,e , , per St. 52----------- A„.^tf>: Goldrente, sleunsrc! . !il!«0,l7--^"r. Nolcmenlc, finlclsrci , >',ü - ,Ui!'i5 ""» A„!c <"/,. , . . . I«U55,0«'7O " 4'ap!r,ie„lr s.°/„ , . , . 95 05 !!5>^<, " ^!">l'.»A„l, IKU 54'50 " ^"l'ahii-^riolitalcn . . l00 5>«l>'"l«.Ob,.(,,nss.Ofibat)n) ,x«ü5i2« ?/> " «, ', ., voll! ii, 1U7U . 120 ^5 I2<> 75 ^,,^'»ic!,.An,. i^ 100 sl. °. W, 120 ^!0 ,2« 50 '"«'«eg.^'os,: 4«/o 100 is«e....... 109----------- l°? »°!''s>lNeichi>ch^ , , , . ,(,5^0'«« — z°'""r'chc....... 05.z.o -- l,°° "aüsche »ich slavonische , lüü'ü!» 05üv " "5> »oll05 «o "^^^^^^^""" "^ Geld ^Ware 5><>/„ Temescr Nana« . . . , '05 2 I0s< 7N 5,<^„ Ul'ssarischt...... 10525 105 71, Andere Vffentl. Nnlehen. Donnu.Oien.'Vosc 5,°/^ l00 sl. . ü?'— li? 50 dlo. Anleihe 187», sleuerlrei . >«« - i«?'— Vlülchc« d. Stadtssümcindc Wie« 104 80105 80 Änleh(!« t>, Etadlgcmciudc wie» (Eilbn n»b wold) .... —'- — — Präliiicn^lnl, d, Et>>dtstem. Wi/i"/i> Gold. »25- Iiik'50 !>>0. ill 5l) „ « <>/,"/„ ION 20 100^0 i-ll', ,» 5U „ « 4«/« . »7 ^- »7 ^ ttl'. Pranlicn-Echulbvesschr,«»/« lvu- >0li'50 O lsl,Hppol^le»l>a!ll ^0j, 5'/»"/., '/,"/n . 101 eo 102 — dto. „ 4"/n . . !'«<. aUs- Vol-elicxbiloAclicnges, in Plsi <„ !,!, 1^I,5Vi°/i> W175I0Ü25 Priolitätil-Ol'ligutivncn ,!>ii l«u si.) cllllabrlh Wcftbahil I, Vmilsion zy ^. ^-^ FrlblliaudeNoldl^l)» in Hilde» g««« 88'ü« «r.i»,,.'I>,'Ic!'!l'nl)»..... u,,,«^, <>s.,,s, ^<,ul'll>»,e»....... 00'lo!i0l3« Geld Ware Slaatiwahn 1. Luiissil,,! . . I9!1 — 20N-50 Silbbahn i^ 8°/„..... 1«0 liü i«0'75 „ i^ 5«/»..... 131 5« 182'— llüss,.gali,. Bah»..... l01'8U l02»0 Diverse Lose (per Stillt), «lrcdillose 100 fl...... 17o Clary«!>!l,se 40 fl...... 4l?5 ^525 4°/<, Doiiaü'DllMplsch. lon sl, . 119 —118 50 Li»>l!achcr Prn»nc»-Ä»leh, 20 fl. 21— üi-50 Oseucr ^osc 40 fl..... 4« — 47 — Palffy.l.'osc 4» N..... ,N"?5 42 25 Molhcn Klcnz, ösl, Gcs, v, N> >!. 1» U5 13 »5 «Udoli^'l'sc 10 sl..... 18 5l) IN — Ealni-^'osc 40 sl...... 5? - 57 75 Sl.-Oc!,^>i<-i,'!,'!c 4« sl, , . . 5< 60 55 — Walbs!»,'l»'^t,'se li0 fl, . , . 83'— 3ü 50 Winbischara^^ose »0 sl, , . 42 0l» 4» — Banl-Acticn (pcr Slücl), ^!»ylo-Ocs!err. Äa»l 200 sl, , N6'—H«2<» Vanlvcrci», Wiener, KW fl. . l05'50 105-75 ^d»l,'r.-^»s!,,Ocsl,^00fl.S,<0'Vo «»'50 240 50 .rö,l.l.0i)sl. 535-5»8- Hypolhclcnb., ösl. xüo sl. WVnE. —— —'^ ^., l'st, ^0s>,G,5u"/n—2L5 40 Ocstcvr. l!»g. !l.'a»l , . . , 87ü —881'^ U»!0»l'.utt 10« ,'l..... 7375^ 7425 !i>cllchli>l'a»l, Ml«, ill, ,1. . 152 —^153-70 Geld Ware Nctien von Transport» Unternehmungen. (per Stils). Nlbrechl-Vahn Loo sl. Silber . —'--------— Nlfölb°ssium.«Bahn 200 sl. Silb. 192—19250 Aussig'TePl, Liftlib. 800 fl. —201 — Dona» - Dampfschisfahrts ° Ges. Oestcrr. 50« ft. EM. . . , 417—419 — Drau-ilis. (Äal,°Db,-Z.)20Usl.S. —'- — — DufVodenbnchcr E,«Ä.^!N0ll,S. —'—------- Elisabclh-Äah,! 20« fl. CM, . 241-5« 242-— „ ^inz.'Äudwcis 200 sl, . 2>4-5u:i>4'?5 „ Slzb,°T!l,III. E. 1«73z!00fl.S. 2N«'5U 2U!> 75 Feibinanbö-Norbl,. 1000 sl. >iM. 2372 2ü?7 ßla»z-Iosef.'^ahn 200 sl. Silber 217—2,7 25 ssiinslirchcN'BarclelEiIt>,20l, 200 sl. ö,W, 224 — 226 — KahlVnbcig^iseiil^ahn 10« sl. . —— — — ilaschcm Odcid. Eisenb. 200 sl, S. 15325 158-50 i!e»iberl,^zcl!!ow!tz'Iassy liise»- l'llhüGcicllich^il ^uu fl. u, W. 229-50 230' — z.'lovd,ös!,°ui,g„ Tri«:st5u0sI.CM. 585,,_. 537- Oeslerr. NordwestU. i!W sl. Sill>. iß»-—1«» 50 dto. (lit,Ij) 2U0 s>. Silber . Iß,251<:i?b Prag-Duler Eiseul,. I5.l, sl. Silb. «5-— z«.— «Ud»ls-i.ah» i!u0 sl, Silver . iu»-75 IÜ3-25 Siebc»dUrn:l ^iisenv. 200 sl. . !i89-5U l9«-— Cta.Usciscnl^l,!! .'O« sl. ö. W, . IL85L523550 Gelb Wn« Silbbahn «00 fl. Silber . . .Ii4,5li4b0 2üd-Norbb..Ä«b.. Ä.«oo sl. ÜVl. 1«5 50 i«L — Thciß'Vahn «00 fl. ö, w. . , ,54 — »5! 5« Iramway'Ves., Wr, 170 fl. ö. W.204 zo205' — , Mr,, neu 100 fl. los-zo luu ?5 Tran«hor»«Vesellschaft 100 fl. . 40 — 45'— Mg.°aaliz. Liscnb. 200 fl, Silb«i179 5o il«> — Uny, Nordostbah» 200 fl. Silber!,?« 75 17? 2L Unl,.Westb,(Na»b«Hise»raff. 10» fl. . »44 — »47'— Walsc»f.°O„ Ocst. in W. 1!X» sl. — — — — Irifailer ilohlenw,»Vel,. 70 fl. . — — — — Devisen. Deutsche Plätze......«1 »l, »» U5 Loudon.........l2«I5l2<»50 Pari« .........4» l»z>5<» ll«, Petersburg .......—— — — Valuten. Ducale»........ »-»4 l» U« 200 Sli —