Amtlicher Theil. M^- l. und k. Apostolische Majestät haben mit la!lp u)" unterzeichnetem Diplome dein Statthalterei' ölm, ?^ Nef».'renlen für die administrative und . wilnschen Schulangelegenheiten bei dem Landes-^ullalhe in Mähren Joseph Ianuschka als Ritter heil >> '^ b" eisernen Krone drilter Classe in G?mäß> III /7 Ordensstaluten den Rilterstand allergnädigst ^ blechen geruht. __________ M,Ik. k. und l. Apostolische Majestät haben mit »höchster Entschließung vom 30. April d. I. dem dew, A ^'^ und Charakter eines Hofrathes beklei-ü,,^ "berpostdirector in Graz Karl Mter von Glotz bleiben!. ^ ^^" '^"' erbetenen Ucbersetzung in den «c„ <>. ' Ruhestand in Anerkennung seiner vieljähri. stei >>?? ""^ hingebungsvollen Diei'stesthä'igleit lax. zu v>?, ^tlerlrenz des 2eopold>Oldens allergnädigst Rechen geruht. __________ Ich^?" Handelsminister hat der Wiederwahl des 3te/«,^"lchar zum Präsidenten und des Johann Gew'pr?!^ zum Vickpräsidenten der Handels« und Ach«.-'"'" in Laibach für das Jahr 1885 die Nichtmntli^ Theil. Unberechtigte Schlagworte. <> . >--Wien, 7. Mai. dlsto ,s^^'^'" Fortschritte die Wahlbewegnng macht, l^'l der m^'5 bie Thi'sache zutage, dass die Mehr-stehs ^. ^voilerung nach wie vor auf jener Seile die M) ^ ^"ch im aufgelösten Abgcortmetenhause üch, Ilirität repräsentiert hat. Die aefammle land. ^. Bevölkerung der dmlschen Alpenländer, die hns, ' ^olcn und Slovene» und selbst ein nam« z^ Theil der Ruthenen und der Italiener machen dein ^ daraus, dass sie nur in dem Festhalten an heil ^°^ Grafen Taasie inaugurierten System das yw nf ^ich und die Gesammlmona'chie erblicken. s»H. "Nstlengungen der L>nlen. für die von ihr ver« l!^in'^ politischen Grundsätze neue Anhänger zu zili.W". sind fehlgeschlagen, und wem» nicht alle ^ahl trügen, wird sie bei den bevorstehenden "Una/" ^^ '" den Reihen ihrer bisherigen Gchn-Wen Ä^" N/lr manche Einbuße zu verzeichnen ^lllllck n?^" li'^ ^ darüber in den Kreisen der >H'^'beralen, wie aus den Aeußerungen ihrer Parteiorgane ersichtlich, auch keiner Täuschung hin, l und diesem Umstände mag es denn auch zuzuschreiben sein, dass die in dm Kundgebnügen d?r Linken sonst so beliebte Phrase, dic Mehrheit der österreichischen Bevölkerung stünde mit ihren Sympathien eigentlich im deulsch-liberalen Lager, aus drn von dieser Seite kommenden Wahlaufrufen und Patleimanisestalionen fast vollständig verschwunden ist. Um so häufiger taucht in diesen Enunciatiomn ein anderes Schlagwort auf, die Behauptung nämlich, dass nur die deutsch.liberale Pailci den österreichischen Staatsgedanken vertrete, während die ehemalige Rechte eine Reihe von F^actionen repräsentiere, welche die Reichsidee erst in zweite Linie stellen. Die Begrün, dung für diese Behauptung bleibt die Opposition allerdings schuldig, und es fiele ihr auch etwas schwer, den Beweis zu liefem, dass diejenige Partei, welche gegen die Verlängerung dcs Wchrgesetzes gestimmt, die bosnische Occupation bekämpft und Jahr für Jahr die Bewilligung des Budgets abgelehnt hat, mehr Sinn und Verständnis für die Interessen des Reiches besitze, als die Partei, welche das Wehrgesrtz votiert, die OccupationLpolitik gutgeheißen und dem Staate die M'ltel bewilligt hat, deren er zur Fortführung seines Haushaltes unumgänglich bedarf. Allein selbst abgesehen von diesen schlagenden Argumenten, wen will die Linke glauben machen, dass die allezeit taiser. und rkichslrcuen Tiroler, die kelnösterrcichische Land« brvölkerung von Salzburg, Obeiösterreich, Steiermark, Vorarlberg ;r. eiu minder entwickeltes Reichlbewusst» seiu besitzen wie die Deutsch.L'berulen. Und stehen etwa die Czechen, die Slovene», und Polen nicht ebenso treu zum Kaiser und zur Monalchie, wie die Deutschen in Oesterreich? Es gibt bci uns, Gott sei Dank. krin Monopol für die Slaatsttcue; alle Stämme des weilen Reiches find von gleichen patriotisch.!, Gcfühlrn, von gleicher Liebe und Verehrung für den erhabenen Herrscher und das erlauchte Kaiserhaus beseelt, und es ist deshalb nicht zulässig, dass sich eine einzelne Partei als die allein berufene Hüterin der Rnchsinteressen hinstelle. Genau das Gleiche gilt von dem freiheitlichen Princip, als dessen allein patentierte Wäcblerin sich die Linke hinzustellen liebt. Man sollte doch glauben, dass der oberste Grundsatz der Freiheit darin bestehe, dass dieselbe allen in gleicher Weise, nicht aber bloß einer einzelnen Naü'onalität oder einer einzelnen Partei zugutekomme. Von diesem Standpunkte aus darf wohl der Giundsatz der nationalen Gleichberechtigung sicher als ein eminent freiheitlicher bezeichnet werden. Und doch ist es gerade die gewissenhafte Wahrung dieses Grundsatzes, um defsentwillen das Ministerium Taaffe so hartnäckig von der Linken bekämpft wird. Wäre die deutsch.liberale Partei wirklich so begeistert für die freiheitliche Idee, wie sie vorgibt, dann hätte sie längst Mittel und Wege finden müssen, den nationalen Frieden herzustellen. Da sie aber die Freiheit nur im Munde führt, beziehungsweise bloß diejenige Freiheit für echt ausgibt, welche ihr zu Gesichte steht und ihren Parlei'Inlertsstn entspricht, da:f sn sich nicht wundern, dass die Majorität der österreichischen Be-vollerm g fiir diese Sorte von Freiheit lein Verständnis besitzt. In, übrigen wirkt es seltsam genug, eine Partei sich als allein freisinnig bezeichnen zu sehen, welche während der langen Jahre ihrer Herrschaft keine Zeit fand, das Wahlrecht zu erweitern, fo dass es der al« „reactionär" verschrienen Regierung des Grafen Taaffe und der ihr zur Seite stehenden Reichsrathsmajorität überlassen blilb, dieses wahrhaft freiheitliche Postulat durchzuführen. Unser Gewerbewesen. (Schluss) Der Gesammtverdienst eines Nagelschmiedes be-wegt sich zu Steinbüchel zwischen 2 und 4 st,, in Kröpft zwischen 3 uud 5 ft. per Woche. Aus Stein, büchel liegen mir zwei specielle Rechnungen vor: In dem einen Falle erzeugte ein Nagch'chmied aus einem halben Centner Zaitmsen 0000 Stück Nägel einer be-stimmten Sorte im Laufe einer Woche. Das Tausend wird ihm mit 1 ft. 05 kr. bezahlt. Er verdiente sich also 9 ft. 90 kr. Wenn nun davon der Preis des ge-lieferten Eisens mit 6 fl. in Abzug gebracht wird, so verbleiben 3 fl. 90 kr. als der restierenbe Wochenverdienst. Dieser ist indes noch keineswegs sein reiner Virdicnst; es ist davon noch der Verbrauch an Kolz« kohle prr 40 kr., der Stockzin« und die Werkz^uas. Abnützung per 10 kr. abzuschlagen, so dass eigentlich nur 3 fl. 40 kr. erübrigen. Hienach entfällt auf den Tag ein Verdienst von 56'/, kr. In einem anderen Falle hatte ein Nagelschmied. dem 1 Centner 25 Pfund Eisen übergeben worden war, dafür ein Centner Nägel abzuliefern. Dafür erhielt er 4 fl. 50 kr. Gesammt-verdienst. Wenn von diesem Betrage der Preis der verbrauchten Kohle mit 80 kr., der Stockzius und die WellzeugL'Nbnützung mit 20 kr. abgezogen wird, so blieb ein Betrag von 3 ft. 50 kr. als reiner Verdienst. Bis dass aber jener Centner Nägel fertig wurde, mussten zwei Schmiede eine ganze Woche hindurch tüchtig arbeiten. Jemlleton. Koketterie. "Hz A beste Waffe des Laubfrofches im Kampfe !l sicheln ift seme grüne Farbe. Diese Waffe hat !^lN ,7 ^ause der Jahrhunderte selbst geschmiedet. ^>M". 'ä"ten den Wert der Darwinschen Nn-n^^yeorle vorausgeahnt hat. Was kann so ein ?toth"M thun. wenn ein Ungehener von einem l ^"verdaulichen Panzer umgürtet, die Schnecke Velinen m.H""' b" 5tael umhüllt sich mit einem ^"ez A,^U""' der Laubfrosch entscheidet sich sür ein ?d war °"b' das ist ihm Wehr und Waffe. Er ,,/ Gnlt.,n "".^ ^ ""ch gefunden und a/fressen. aber °> Wts^6 """ dabei doch noch bestehen und es ist L?^t N dass sie mit Stumpf und Stiel aus- N "ch l^?" "/"'" Fl°sch ist i" dem grünen ,M. Und l ^ r ö" f"'de», philosophieltc der Laub- n an. zog sich zu seinem Schutze ein grünes Rock« U^^ensl" allgemeinen Kampfe aller gegen alle hat < Haffe U"be fo. wie der Laubfrofch. sich Sch'ld ^M enlsck,. ^n und bilden müssen. Die Giraffe M ö" vm?. be" muffen, um auf dem Sandboden ">en ö" v«ll?""aern, ihren Hals so lange zu strecken "l«n!"'a"n. biz sie die Blätter von den Pal. lonnte. Dazu mochte sich der anständige Mensch doch nicht leicht entschließen, und er sann auf andere Verlängerungen. Er musste, um in seiner Schwäche den wilden Bestien gegenüber bestehen zu können, an die Verlängerung seiner Arme denken, und er verlängerte sich den Arm durch den Stock, den Speer, den Säbel, das Schießgewehr, die Kanone, er verlängerte sich die Krallen durch den Dolch und das .Vowie'.Mcsser; die Beine verlängerte er sich, indem er !das Pferd bestieg, es vor den Wagen spannte, indem er Eisenbahnen baute. Seine Sc-hkraft erweiterte er durch Brillen, Operngucker m.d Fernrohre, und srine Zunge reicht so weit, wie der Draht des Telegraphen und Telephons. Soaar feine Haut erweitert er nach außen, indem er Kleider trägt, aus dem einzigen Grunde, weil die Natur ihm nicht einen so warmen Pelz mit auf den Lebenswrg gegeben, wie dem Bären. Wie gut S>e mich doch kennen, meine Gnädigste! E« ist erstaunlich. Ihre Ungeduld verräth es mir. Sie wissen ganz gut, dass ich mich nicht hersetzen werde, um mit Ihnen DaNvin'iche A-lpafsungs. und Ent. wicklungstheorie zu verhandeln; ich solle endlich los. schießen und sagen, wo ich hinauswolle. Gut, Sie habeu recht, obschon man wirklich einen Menschen an«, reden lassen könnte, besonders, wmn er so schöil im wissenschaftlichen Zuge »st. Ich komme schon zur Sache. Alles, was da kreucht und fleucht, sucht sich «an-zupassen" den schwierigen Verhältnissen, unter welche» es in die Welt gestellt wurde; aUeS ist bestrebt, sich mit Mitteln der Defensive und der Offensive zu ver» fehen, um in brm allgemeinen Kampfe nicht zuschan-den zu werden. Dasselbe thut auch das Weib in der Schöpfung, da» wollte ich nur jagen. Wie der Laub- frosch im Interesse der Selbfterhaltuna sich in Grün kleid", so übt die Frau die Koketterie man l nn sonst mcht bestehen. Nur möchte ich hierbei die Be. ?"!^"^'?^^^ücken. dass der harmlose Laub-rSt W °"^ "" Defelisiopolilik ringe- Nun wissen Sie auch gleich, wie ich mich zur Koketter,« stelle. Ich erkenne sie an, fast al« eine Naturnothroend'gkeu. ,ch bekämpfe sie nicht und spare nur die ftttllche Entrüstung sür andere Fälle auf. Lassen Sle uns also von der leidenschaftslosen Höhe objectiver Betrachtung diese Nothwendigkeit — ich werde doch nicht Schwäche sagen! — untersuchen. Die Zeiten sind schlecht, meine Gnädigste. Sie sind's nicht nur jetzt, sie waren'« immer, sie find's Übelhaupt. Das goldene Zeitalter gehört dfr Mylhe an, in Witklichlelt war immer für die Menschen da« Schlechteste gerade gut genug. Selbst bei uncivil'sier. ten, bedürfnislose!, Vülkerschaftln galt es immer schon sür ein Kunststück, eme Tochter anzubringen, und d,c Wonnen der Liebe mussten gewöhnlich erst eme rea. listische ssolie in Form von mehr oder minder zahl-erhalten, die der Braut als Mitgift, eventuell zur E.höhung ihrer Reize dienen mussten. Wir sind bei weitem civilisierter geworden, w,r neh« men lür die Ochsen auch den Betrag in Varem, uns kommt es auf die Mitgift nicht mehr an. wenn fie nur überhaupt da und womöglich recht groß ift. Es ist wahr, llllcrhaltende Moloren in dem glotzen Welt« getriebe sind die Liebe und der Hunger. Mit der Liebe nehmen wir es aber nicht mehr so genau und jeden» falls gehen die Rücksichten auf den Hunger, Sie vel> stehen, wie ich das meme, vor. Laibacher Zeitung Nr. 105 8«2 !). Mai 1385. Es liegt auf der Hand, dass bei solchen Verdiensten das Leben des Nagelschmiedes hier nur ein dürftiges sein könne. Von jenem Verdienste hat er alle Bedürfnisse zu bestreiten. Seine Unterkunft ist höchst bescheiden. Obwohl weder in Klopp noch in Steinbüchel an Gebäuden und Räumlichkeiten Mangel herrscht, sind die Nagelschmiede meist schlecht bequartiert; ich sah Räume, deren Wände feucht, deren Bodendielunq stellenweise vermorscht war; andere Räume wieder besahen so schlechte hölzerne Wandung, dass der Bewohner nicht einmal gegen Wind und Wetter geschützt war. Wenigen erlauben es die Ver-hältnisse, sich in bessere Wohnungen einzumieten. Nicht viel besser steht es mit der Ernährung. Der Nagel» schmied hat zwar auch seine drei Tagesmahlzeiten. Aber was kommt auf seinen Tisch! Es wechseln Tür. ken- und Haidensteiz, bald mit, bald ohne Milch miteinander ab; Fleisch erscheint nur alle heiligen Zeiten, und wo es sonst genossen wird, behilft man sich mit Hammelfleisch. Dass es immerhin noch so geht, wird dadurch möglich, weil die Familienmitgliedes, die in der Werlstälte zusammenhelfen, auch zu Hause gemeinsamen Tisch führen. Aber es hat Jahre gegeben, wo der Hunger an viele Thüren pochte, da eine Anzahl von Essen feierten und jene, die noch Arbeit hatten, sich noch weniger verdienten als heute. Ihren gesammlen Bedarf an Lebensmitteln be« ziehen sich diese Nagelschmiede bei dem Händler, der ihnen Arbeit gibt und das Eisen liefert. Und sie müssen es thun, da niemand, der sich beikommen ließe, anderswo einzukaufen, darauf rechnen darf, eine Arbeit zu erhalten. Zudem sind die meisten auch durch die Noth gezwungen, auf Borg zu nehmen. Nur der Händler, für den sie arbeiten, ist geneigt, ihnen zu kreditieren. Der Händler vetkauft ihnen die betreffen-den Artikel zu Preisen, die meist höher sind als die ortsüblichen Marktpreise. Was er nun ihnen derart geliefert, zieht er dann bei der Abrechnung dem N^gel« schmiede vom Verdienste ab. Es gehört zu den Selten« heiten, wenn ein Nagelschmied dabei noch einen größeren Betrag mit nach Hause nehmen kann. Es ist nur eine Consequenz jener angeführten Thatsachen inbetreff der übermäßigen Anstrengung, nicht immer guten Bequartierung sowie der schlechten Ernährung, wenn sich inbetreff Morbilität und Mor-talilät der Nazelschmiede wenig erbauliche Ziffern und Daten ergeben. Epidemien traten bei diesen Nagel-schmieden häufig auf. Die Ruhr kommt fast jedes Jahr vor. Zweimal in den letzten 30 Jahren hat auch die Cholera hier geharscht, und einmal so stall, dass die Leute dahinstarben wie Winterfliegen und mehrere Mitglieder der Gemeindeverwaltung einer dieser Ortschaften es für gerathen hielten, den gefährlichen Platz für einige Zeit zu verlassen. Die Nagelschmiede erreichen aber auch unter normalen Verhältnissen kein besonders hohes Alter; die durchschnittliche Lebensdauer derselben erreicht 40 bis 50 Jahre. Die meisten erliegen den Krankheiten ihres Berufes, als welche mir folgende angegeben wurden: Lungenkrankheiten (Lungenentzündungen, Lungenschwindsucht, Tuberculose), Herzkrankheiten, Oedeme der Venen an Händen und Füßen und dergleichen. Weiber, namentlich aber solche, welche sich verheirateten und Kinder hatten, bringen es oft nicht einmal auf 40 Jahre. Am stärksten ist die Sterblichkeit bei den Kindern; die meisten gehen in den ersten Jahren an Schwäche darauf; viele er- liegen dann später den zerstörenden Wirkungen d?r vorzeitigen Inanspruchnahme ihrer Kräfte. Es darf nicht wundernehmen, wenn die Generation dieser Nagelschmiede eine schwächliche ist und es zu den Seltenheiten gehört, dass von den dieser Classe an« gehörigen stellungspflichtigen Burschen der beiden Ortschaften der eine oder andere bei der Assentierung als diensttauglich befunden wird. Grnz. Jänner 1685. Dr. V. Pogatschnigg. Inland. (Zur Wahlbewegung) liegt heute keine interessante Neuigkeit vor. Augenscheinlich befinden wir uns in dem Stadium der Agitation von Person zu Person, zunächst zu dem Zweck, um den erkorenen Candidalen in den öffentlichen Versammlungen eine freundliche Aufnahme zu sicheln. (Aus dem Lager der Linken.) Dr. Nech-bauer hat erklärt, kein Mandat mehr annehmen zu wollen. Die Ursache seiner Verstimmung liegt in den jüngsten Vorgängen im Grazer deutsch - nationalen Vereine, der bekanntlich ein Mißtrauensvotum wider die Vereinigte Linke beschlossen hat. Mit Rechbauer scheidet ein parlamentarischer Veteran und cin wegen seiner persönlichen Ehrenhaftigkeit auch von den politischen Gegnern hochgeachteter Mann aus dem öffentlichen Leben. Tag für Tag lichten sich so die Reihen der allen Verfassungspartei, und verdrossen, an der Sache, die sie vertraten, verzweifelnd, ziehen sich die bewährten Führer zurück. Und die, welche die Lücken füllen? Lassen wir diesfalls das leitende Blatt der Vereinigten Linken selbst sprechen, welches in seinem vorgestrigen Leader sagt: „Und was das Schlimmste ist: der hoffnungsvolle Nachwuchs, der in die gewalt« sam gerissenen Lücken treten könnte, ist nirgends zu erblicken. An die Stelle derjenigen, die enttäuscht und entmuthigt sich zurückziehen, drängt sich allenthalben die flache Mittelmäßigkeit, welche den Mangel an be° fruchtenden Ideen durch die starken Worte und den Appell an die Leidenschaften zu ersetzen oder doch zu verbergen sucht." Wir vermögen nicht härter zu urtheilen. (Im ungarischen Abgeordnetenhause) wurden vorgestern die Gesetzentwürfe über die Reor« ganisalion des Aerztecorps der ungarischen Landwehr und über den Ausbau der Ludovica»Akademie in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Sodann begann die Debatte über die Vorlage, betreffend das Wasserrecht, welche bedeutende Dimensionen annahm und die Mitglieder der Regierung wiederholt veranlasste, das Wort zu ergreifen. (Der kroatische Landtag) hat vorgestern das Budget in seiner Totalität angenommen und auch die Zusatzanträge des Ausschusses genehmigt und hiemit seine Hauptaufgabe erfüllt. Auch sollen nur noch die Verification der neugewählten Abgeordneten und einige Gegenstände von untergeordneter Bedeu« tung zur Verhandlung gelangen; nichtsdestoweniger dürfte es namentlich bei der Frage der Venficaiioneu zu stürmischen Scenen kommen, da der Verifications-Ausschuss die Wahl des Abgeordneten Kumicii von der Rechtspartei, als eine« Ausländers, trotz der ihm vom Ngramer Gemeinberathe verliehenen Zuständigkeit abermals nicht verificierte. (Zur Situation in Bosnien.) Die A stigung der politischen und wirtschaftlichen VeM" nisse im OccupationL-Gebiete macht zwar nur lanu same, aber immerhin stetige Fortschritte. Z" ^^. zählt vor allem die selbst entlang der moi'ten M nischen Grenze zutage tretende weuigstens "erlMU'" mähige Sicherheit der Weg?, die vornehml'ch der ^ tigkeit der mobilen Streifcorps und der Wachsam " des zum großen Theile au« Bosniern und HZegooz bestehenden Gendarmeriecorp» zu danken ist. D"A" trauen der Bevölkerung zur Amtsführung der ^" den und die Zuversicht in den Bestand der ö'W gewinnen angesichts der ruhigen und geordneten H stand!» immer festere Wurzeln und weitere VerbM». Die Tabalfabril in Sarajevo arbeitet bereits ">> »' Maschinen und bietet überdies gegen 700 bosnl,cy Männern und Weibern guten Verdienst. Auch "' zweite Tabalfabrik, jene in Mostar, ist >"cht "" imstande, den gesteigerten Bedürfnissen mit den V°' werlszeugen zu genügen und hat ebenfalls eineM^l maschine beschafft. Auch die in Betrieb gesehle n Salzsiederei in Dolnja Tuzla bietet zahl">He" " gebornen lohnenden Erwerb. Die Ordmü'g d" ^ besitzverhältnisse schreitet in den verschiedeneu UM" in der Weise fort, dass die Interessen der Oeinemo und Privaten mit den Bedingungen einer rationr" Forstwirtschaft in thunlichen Einklang gebracht wero ^ Die schon 1879 begonnene Catastralvernttssmig.l'l . gesammten Occupations-Gebiete beendet, und d'e im Zuge befindliche Glundschätzungsarbeit nnro " aussichtlich bis zum Herbste zu Ende gesuhlt 'w, ^ dass die Anlegung der Grundbücher noch heu" Angriff genommen werden kann. Schließlich !" erwähnt, dass auch der kirchliche Friede ungettuv" seit die Landesregierung im vorigen Jahre de>' , einig gewordenen obersten Seelenhirten der "M^ denen Confessionen ein ernstes „Huo3 630. » gerufen hat. Ausland. (Zum russisch-englischen Conflict)^ aus London gemeldet: Alle Friedensnachr'chten , stätigen sich; die meisten Botschafter und Oel""" . haben in diesem Sinne an ihre Regierungen we« phiert. Ein Ministerrath fand in Windsor nicht ,» ^ aber Lord Granville machte der Königin s"!^ M wartung, um ihr mitzutheilen, dass ihre Minn" ^ vorigen Samstag im Principe beschlossen HA"':^ russische Antwort anzunehmen. Am 4. d. M. 9 ^, die Erwiderung des auswärtigen Amtes naH ^ Petersburg ab, welche wiederum eine Äl'twor ^ Seite der russischen Regierung erheischen lvuo ^, Frage der schiedsrichterlichen Vermittlung w'^hrel'b noch einige Tage in der Schwebe bleiben, ^av i-die Verhandlungen über die künftige ^renze^'^ <,„ stans wieder aufgenommen werden. Der Mau ^ die Erhaltung des Friedens ist jetzt allgemew. .^ Absicht der beiden Regierungen ist, die diplon'am^ Verhandlungen in der Weise zu führen, da!» ^ Schwierigkeiten vermieden werden, und dieselben' ^ beschleunigen, dass man bald zur FeststeUU"u Grenze gelangt. . hes (Deutschland.) Im Abgeordnetenhau e^. preußischen Landtages kam vorgestern die I""^^ tion wegen Ausweisung russisch'polnischer Die Frau — lassen Sie mich das ßsuug ksrui-rmuum Frau benennen, ohne erst auch den sprachlich unbequemen Unterschied zwischen den beiden, sonst in keiner anderen Sprache zu findenden, ungereimten Neu» tren Mädchen und Weib zu machen — die Frau hat sich den mit der fortschreitenden Civilisation immer schwieriger werdenden Verhältnissen anpassen müssen, um für sich eine Ausgleichung zu schaffen, und sie griff zur Koketterie. Das« die Elemente dazu von Haus aus in ihr ruhen mussten, ist klar; auch der Laubfrosch hätte die grüne Farbe nicht cxsubieren oder von außen her für sich dauernd assimilieren und einverleiben lön-nen, wenn er dazu nicht die natürliche Disposition mitgebracht hätte. Damit wäre nun die Berechtigung und die Noth. wendigkeit der Koketterie dargethan. Die Männer sind klug geworden im Laufe der schlechten Zeiten. Der Liebe können sie ihr Herz natürlich nicht verschließen, aber sie sorgen für ein Gegengewicht, und wenn auf einer Waaschale das Herz mit seiner Liebe, seinen Wünschen und Hoffnungen, seinen Träumen und Exaltationen drückt, so lasten in der anderen tauseudweise Eswägun« gen, Sorgen und Berechnungen, was die Geschichte wohl kosten könne. Wie dann die Entscheidung fallt, das ist die Sache des Zufalls, wenn Sie einen solchen anerkennen wollen. Jedenfalls gibt aber in sehr vielen Fällen, ich will nicht sagen eine letzte Anstrengung, wohl aber eine kleine Nachhilfe von der weil'lichen Seite den Ausschlag. Dass für eine solche kleine Nach« Me die Koketterie ganz wundervolle Mittel in Vereitschaft hält, wer möchte das leugnen? Ich bitte tausendmal um Entschuldigung, wenn ich sech« Millionen empfindsamer Liebespaare und einer Million von idealen Ehebündnisfen zu nahe treten sollte, aber wie ich in die Welt seh?, möchte ich es doch aussprechen, dass bei unzähligen Eheschließungen, dabei reftectiere ich nicht einmal auf die schäbigen Geld- und Geschäftsheiraten, eine kleine Nachhilfe thatsächlich nöthig war, dass, so natürlich der Gang der Dinge auch erscheinen mochte, doch auch die künstliche Beförderung der Entwicklung sich nicht als ganz überflüssig erwies. Ich frage, ob der Fall sich nicht tagtäglich ereignet, dass der Mann vor den Altar tritt, weil er sich anders nicht mehr in guter Haltung aus der Affaire ziehen, weil er ehren- und schänden-und anstandshalber nicht mehr recht anders kann? Dabei braucht man noch keineswegs das Schlimmste zu denken und ein Delict im Auge zu haben, das nur durch einen unzeitgemäßen Moment zu einem solchen geworden und das nun sanctioniert werden müsste. Dazu reichen viel harmlosere Erwägungen und Um-stände aus. Die Männer sind klug geworden, sagte ich, das ist aber um Gotteswillen sehr curu grauo «ali^ auf. zufassen, meine Gnädigste. Eigentlich sind sie ja furchtbar dumm. Stellen Sie den weifesten von ihnen einer koketten Frau gegenüber und Sie werden 'was er« leben, was es mit dieser Weisheit auf sich hat. Der F'sch »st sicher ein dummes Thier, aber fo leicht — versuchen Sie es nur einmal, Forellen zu fischen! — beißt er doch nicht auf die Angel, wie der klügste Mann. E,n Blick hakt sich in ihn und er zappelt; bls er zur Emsicht und Selbstbesinnung kommt, ist es schon zu spat, und man kann ihm das schöne, warnende Kneiplied von dem Galgencandidaten vorsingen: ..Dann wlllst du wieder 'runler und du kannst es nicht." Was ist denn nun eigentlich diese gAhH a"f" ketterie? Ich möchte Ihnen lieber einen P"^M^ zeichnen, als dafür die Definition geben. Me " ,^. sjch ist unermesslich und unberechenbar. Denke" ^^l den ungeheuren, weltweiten Spielraum zwllV Allil" schüchtern, verschämten Augenaufschlag und ven ^, laden, wo ganze Salven gegeben und MN"^ ^sse» terien gelöst werden, (bettor dog oeuillBss ^W Sie einen treffenderen deutschen Ausdruck, oa"' ^ß ich ergebenst um denselben gebeten haben-) < unv ist erst das Spiel der Augen! Und der !l"l" ^ die Hand und der Fuß und die Stimme " ^ Schweigen und das Lächeln und die ^/"^. Kts' hunderttausend andere Dinge — ist das»« ^ ^1^ Wo fängt die Koketterie an und wo Y^' ' lil't>e sich weiß. in die Brüche geht. «ber was ' ^rie ,w Glauben Sie wirklich, das« man der n" der Schulweisheit aufkommen kann? ^usste"^...! Mit Absicht spreche ich von einer ves"' D nmth m,d nicht von der bewussten Sch"''" , M ^ die Schönheit ist für die Koketterie U MlM w'ssenschaft, wie die Sphrag.st'k eme vn, ^l)"" der Historie ist; man kann sie uämllcy z Laibacher Zeitung Nr. 105 8«3 9. Mai 1885. gehöriger aus Ost- und West-Preuhen zur Ver. WNdiung. Minister von Pullkamer erklärte in ei». >l"N0!ger Rede, er respective die internationalen Rech»?, «"er die nationalen gienczen noch darüber; die Sicher« M der Pflege der' deutschen Cultur und Sitte er. imdere diese schwere Maßregel, die auch einen Schutz °" nationalen Albeit bilde, da billige Pulnische Nr-e»«er die deutschen zum Auswandern zwingen. Die '" Nede stchenden Maßregeln haben mit dem Reli. Wnibekenntnisse nichts zn thun. Er bitte dringend, flusch und Kalholisch nicht zu identificieren. Redner A'Me eine Verschärfung der Grenzsperre gegen ^"iltllnd an; der nächste Etat werde einen entspre-^nden Posten für die verstärkte Grenzbesetzung auf-^'>e". Im yaozen seien 30000 Ausländer in West. un s - "" F^ltel davon, deren Aufenthalt ein y ^hlicher ^^ wurde oder sei ausgewiesen. Im M der Debatte sprachen die Abgeordneten Dr. ^nothvlst und Virchow wiederholt die Befürchtung dnm ?°" "Uloe diese Ausweisungen den in Russland nete M'""^ll Deutschen entgelten lassen, «ogeord-n ^ e^'? b"l Keren und das Bogos-Plaleau besetzt, Ml/ ^""^^ 'h'" "^ EgYPten durch Englands Ve» dinau'^ überlassen wurden, aber nur unter der Be-Na?' ^.6 Abessynien sich am Kriege gegen den »n ""heilige. König Johann hat nun diese Ge-lilllen Kupiert, ohne die genannte Bedingung zu er« Velos ?," England erregt diese Nachricht weniger ohne n!"''° "^ '" ^ Italien, wo man, wohl nicht Atacki U"0' in diesen, Vorgehen Abessyniens geheime die ?.«3 """ Frankreichs witte»l. Man hegt in Rom Noch n?^" Besorgnisse für die Garnison in Massaua. Und M , «^ bie vorgeschobenen Posten in Niholo des abenl .<"' ""b befürchtet ein weiteres Vordtingen vessels >'^ll Heeres, ja sogar eine Verbindung des Mahdi. __________ Tagesneuigkeiten. ss^l^(Münzensammlung) Se. Majestät der vnn im ^ angeordnet, dass die berühmte Sammlung " Münzen aus der Zeit des rllmischen Kaisers ProbuS s, ' dem Nachlasse deL im Februar dieses Jahres ver-Svenen k. l. Notars Dr. Alexander Missong für die ^zsammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses erworben U ^ (Die neuesten Pariser Frühjahrs-z °ben) Für Straßenlleider ist Schwarz die bevor. Mw ""be. was mit der Saison eigentlich in keinem gts"""lschen Verhältnisse steht. Wenn man nicht aus« dachen Schwarz tragen will. so bcniiht man doch Mn »""' b'° sin) ihm nähern. Moos- oder Myrten« selhtt ^m'lenbraun und Hellblau; daS erstreckt sich auf die Sonnenschirme, die im vergangenen Jahre hellroth waren, während sie heuer dunkelroth sind. — Was die Coiffuren anbelangt, so kommt eine alte Mode wieder zu Ehren, und man trägt das Haar auf dem Nacken emporgebunden; es ist das die Coiffure, die man mit dem Namen Psyche bezeichnet und die darauf ausgeht, den Kopf so klein als möglich erscheinen zu lassen. Blumen von Naturblau sind der beliebteste Schmuck dazu. Die Hüte beginnen wieber die eine Zeit lang verpönte Barretform zu haben. mit kleinen Kapuzen und Vindbändern von der Farbe der letzteren. Im Hause benützt man weniger ernste Farben, als auSwärts, Die beliebtesten Nuancen sind Maisgelb. Himmelblau und Hellrosa. Für Tanzunterhaltungen ist der Tüll noch immer bevorzugt; für alle Toiletten aber. ob in oder außer dem Hause. Blumen, recht viel Blumen. — (Ein furchtbarer Mord) hält die Gemüther der Bewohner von Groß Gorica in Kroatien in Ausregung. Peter Arbanas ermordete vorgestern mit Hilfe seiner Braut Fanny Brezel seine Mutter Katha. rina Arbanas. Der Sohn erwürgte die Mutter, während Fanny Brezel die Fühe der alten Frau band. Die Mörder, welche in vier Tagen Hochzeit feiern wollten, sind bereits verhaftet. — (Auf dem Bicycle um die Welt.) Eine Vclocipüd.Tour um die Welt beabsichtigt ein gewisser Mr. Thomas Stevens zu machen. Derselbe hat be. reits den ersten Theil seiner Aufgabe hinter sich. indem er den Weg von San Francisco nach Boston quer über den nordamerikanischen Continent in breiundfünfzig Tagen zurückgelegt hat. Am 9. April ist er von Boston nach Liverpool in See gegangen, von welcher Stadt er seine Reise fortzusehen gedenkt. Er will mit Bicycle von Liverpool nach Dover, zu Schiff über den Canal, dann mit Bicycle nach Paris, durch Deutschland. Oesterreich. Ungarn und die Türlei bis nach Constantinopel fahren. Dann will er über Kleinasien nach Persien gehen, un» gcfähr im November in Teheran eintreffen und dort den Winter zubringen. Im nächsten Frühling soll dann China in seiner ganzen Breite von ihm durchfahren werden, womit seine Weltumseglung, abgesehen von dem Katzensprung zu Schiff von Kanton nach San Francisco, beendet wäre. — (Geschichte aus der Thierwelt.) Ein Spaziergänger hörte über sich in den Lüften die angst, erfüllten Töne eines Vogels, der sich in Lebensgefahr zu befinden fchien. und aufschauend bemerkte er, wie ein Habicht in scharfen Wendungen versuchte, sich einer Lerche zu bemächtigen, die indeS ihrem Verfolger noch zu entgehen wusste. Augenscheinlich aber ermatteten ihre Flugkräfte; da schien sie die untenstehende Person bemerkt zu haben, denn pfeilschnell schoss sie herunter und schmirgle sich ängstlich in ihre Hand, Der Habicht folgte lii» auf eine Entfernung von etwa sechs Metern, wo er sich zu einem enttäuschten Rückzüge veranlasst sah. Nach einiger Zeit wurde die Lerche wieder freigelassen, und mit einem Iubellied stieg sie empor in die Lüste. — So wird aus einem Landflecken in England berichtet. — (Die Gefangenen des Mahdi.) Ueber die von den Gefangenen des Mahdi zu erduldende Behand» lung sind in Kairo Nachrichten eingegangen. Ein am 20. März dort eingetroffener Brief von Schwester The-rese Grigolini ist vom 3. Februar datiert und mit Blei» stift auf einem baumwollenen Taschentuche geschrieben. Es werden darin kurz die schrecklichen Leiden geschildert, welche sie sowie die anderen in der Gefangenschaft des Mahdi in Omdulman befindlichen Schwestern und Prie, stec zu erdulden haben. Ein anderer, vom 28. Februar datierter Brief von M. Santoni erreichte Kairo am 18. März. M. Santoni begab sich zuerst nach Abu Gussi. von dort via Kordofan nach Ambiliba und dann nach Omdurman, Im letzteren Orte sah er thatsächlich die Schwestern und Priester und unterhielt sich mit ihnen. Er wurde als englischer Spion verhaftet und eingekellert, später jedoch wiederum freigelassen und fand seinen Weg zurück mit dem Briefe von Schwester Thrrese, in einer Falte seines Hemdes eingenäht. — (Vier Merkwürdigleiten), welche ihrer großen Seltenheit wegen jedenfalls Sensation erregen werden, sollen nach der Versicherung eines belgischen Blattes auf der Weltausstellung in Antwerpen in einer besonderen Abtheilung zur Schau gestellt werden. Es sind dies vier Nahrungsmittel, welche sonst kaum noch zu sehen oder zu laufen sind, nämlich: I.) Vrot aus unverfälschtem Weizen; 2.) Milch, ganz wie sie von der Kuh kommt; 3) Butter ohne eine Beimischung von Thierfett oder anderen Substanzen, welche die Butter ersetzen sollen; 4) Bier aus Gerste, enthaltend die nothige Menge Hopfen oder ein halbes Kilogramm auf ein Hektoliter. — (UnglückSfall.) Aus Newyorl wird telegraphiert: Die große Broollyner Seifenfabrik ist vorgestern eingestürzt. Das Etablissement, eines der grüßten in Amerika, zeigte sich seit einiger Zeit reparaturbedürftig, und als sich die Arbeiter daran machten, den schadhaften Theil auszubessern, stürzte derselbe in sich unter donner« ähnlichem Geftolter zusammen. Während man an der Wegschaffung der Trümmer arbeitete, schlugen aus den» selben ftlbhlich riesige Flammen auf und zerstörten den eingestürzten Bau vollends, Theils durch den Einsturz, theils durch das Feuer wurden 26 Personen getödtet und 40 sehr erheblich verletzt. — (Wenn man kurzsichtig ist.) »Es ist hier aus der Soiree entsetzlich langweilig. Gehen wir, Freund Julius." — „Ich heiße zwar nicht Julius, aber Sie haben recht, und ich gienge auch gern mit Ihnen, wenn ich nicht der — Hausherr wäre!" Die Köpfe der Hingerichteten. Vor Zeiten, als der medicmiscben Facultät in Paris die Leichen der Hingerichteten ausgeliefert wurden, be-schränkten sich die Aerzte darauf, die einfache Leichen, eröffnung zu bewirken. Heutzutage hat sich, wie aus Paris geschrieben wird. das geändert, da» heißt seit dem Jahre 1882 gelegentlich der Hinrichtung Mene«. clouS. Der Körper dieses Mörders sowie der des Campi und des Gamahut wurde den Aerzten zum Zwecke der Veantwortuna. der blS dahin schwebenden Frage übergeben: Erlischt da« Leben, das heiht da« Bewusstseiu und das Gefühl, sofort nach der Hinrich. tung oder nicht? Jüngst hat ein französischer Militär, arzt darüber eingehende Studien in Tonking an den Köpfen Hingerichteter angestellt und kam zu dem Re. fultat. das» die Züge des Hingerichteten noch mehrere Minuten nach der Execution einen bewusSt leidenden Ausdruck hatten. Der berühmte Physiologe Claude Vernarb hat sich zuerst mit diesen Untersuchungen beschäftigt Er hieb mit einem sehr scharfen Bell Hunden den Kopf ab und ließ das Blut abstießen. Um zu b«weisen, dass dem T«ö^"' Anmuth ist die seelische Belebung der dels ?^; ohne jene bleibt diese ein Bild ohne Gna-Jetzt ""d ein solche« kann überhaupt nicht kokett sein. ^linle W." uns schon leichter verständigen. Ich l"gen - "«?"' mich an das bürgerliche Gesetzbuch haltend, «>uf G»z?.^tlerie ist ein durch listige Vorspiegelungen ^uty, '"" abzielender Betrug. Aber das wäre zu l^e ' unk zudem nicht einmal ganz richtig. Vcr-Milosp 6 ""ders: Koketterie ist eine scheinbar ab->^' ' "i Wahrheit aber wohl bedachte und deal,-"l"«t . " "> einer Frau, darauf berechnet. einen Ü"b tn?'!. ^waltenden Umständen möglichst starken fttvot "Msi gunstigen Eindruck auf einen Mann Mnbar "5"'' Das kann geschehen durch einen He P. ö"!aUigen Hinweis auf irgend welche körper-'°Nt se!„ö"Ue, einen Hinweis, der deutlich genug be-°°er l) ' "l'ss, um jedenfalls bemerkt zu werden, >roie? "" vorgeblich die Schranken der Selbst-^". die l ^rechende Aeußerung einer Herzensaffcc-"" lollts 't von Rechtswegen sorglich verhüllt blei. !/l'tti/l ^tsahnlng lehrt, dass die Waffen der Ko> Mch .A wirksam und ihre Angriffe fast unwider-Mssuna ^'""nt man nun dazu noch die milde ^ berechn b'e wir von ihr haben und die sie uns Me^'es und nothwendige« Hilfsmittel in dem H "llttd-^ein "icheinen lässt, so gewinnt die W """ zur ^ den Anstrich, als forderten wir un-llm U"b k«. Hl ausgiebigen Uebung der Koketterie s?,^ilte ," !""rde freilich einem Angriffe auf die 5>r " Nleill >e stille, keusche, zurückhaltende Sitl. ^ °Uf 'Uehen. Nein. meine Gnädigste, das dürfen ^ »nit ^ li'cht sitzen lassen. Spielen Sie ruhig Üblich ^rem Fächer und senden Sie mir weiter '"en Ihrer Blicke unter demselben hervor, markieren Sie weiter mit der Fußspitze den Takt zu einer nicht existierenden Musik, dieweil ich weiter rede. Die Koketterie ist verzeihlich, die Kokette ist es nicht. Da« ist ein Paradoxon, wenn Sie wollen, aber es sagt alles. Die Koketterie kann liebenswürdig, unschuldig, interessant sein. die Kokette nicht. Das ist eine sehr einfache Geschichte. Man verträgt eine Messer-spitze voll Salz in die Suppe, man verträgt deren auch zwei, wenn es sein muss. aber gleich eine Hand« voll, das geht uns über den Spaß. Daraus folgt also zunächst, dass man nicht zu dick auftragen darf, ob-schon ich um alleS in der Welt nicht Verhaltungsmaßregeln vorschreiben möchte. Das gicnge auch gar nicht an, wie alle jene unbedingt zugeben werden, die gleich mir von der liefen Weisheit der Forderung, dass die Wurst nach dem Manne gebraten werben müsse, durchdrungen sind. Aber davon wollte ich ja gar nicht reden, sondern von der Liebenswürdigkeit der Koketterie und der Ungenießbarleit der Kokette. Wenn eine Frau, und darunter verstehe ich natürlich auch die Jungfrau, gelegentlich ihre kleinen Künste spielen lässt, so wäre ts Unrecht, ihr das zu verargen. Sie würde sich selbst im Licht stehen, wenn sie es nicht thäte, und sie han. delt dabei, wie wir gesehen haben, mn in der Wahrung vollkommen berechtigter Interessen, sie bringt sich zur Gellung und folgt dem SelbsterhaltungUriebe. Ein anderes ist es aber, wenn die Koketterie zum Plincip, zum System erhoben wird. Zwischen einer Dam«', die gelegentlich kokett ist, und einer Kokette brstehl ein ganz gewaltiger Unterschied. Wie soll ich Ihnen den nur ganz klar machen? Schopenhauer unterscheidet in seiner Metaphysik die Geschlechtsliebe sehr acnau zwischen der Liebe, die da iudividualisiert, und jener, die es nicht lhut. Die erstere erhebt er hoch über die letztere, die er mit Recht für gemem und ordinär hält. Nun denn. auch bei der Koketterie ist es so. e« muss sich um einen ganz bestimmten jemand handeln, nicht aber überhaupt um jemanden der gerade zur Hand ist. Die Kokette individualisier! n.ch,ste fragt mcht, wer, sondern ob überhau^ da se,, und dann wud losaeleat e5 s-i ^ ^ . !« »obel und unanständig, ist ein Verrath an jedem Ein-zelnen. Dass e,n? Kokette kein tiefe« G-mü'h haben kann, liegt auf der Hand. es trifft sich aber auch wunderselten, dass sic sim'n liefen Verstand hat. Damit »st es noch nicht um ^stoßen, dafS zur Kokelt-rie eine gewisse Dosis von V?ist nothwendig ift. Der Satz kann dabei ruhig aufrechterhalten werden, ebenso wie ein anderer: das« nämlich oft die geistreichsten Frauen die dümmsten find. Mich baucht, ich bin grob geworden. Machen Sie sich nichts daraus. Sie sind kokett und leine Kokette. Sie sind geistreich und doch ve,ständig. Nun lölmten Sie mir noch den Vorwurf machen, dass ich, von der Koketterie sprechend, immer nur auf die Frauen Rücksicht genommen habe, wo es doch anch kokette Mä'iner gibt. R.chtia; aber das gehört auf ein aanz anderes Vlalt. Die Koketterie der Frauen ent. Wringt der Klugheit, die der Männer der Dummheit. Dlis wäre ein sehr erfreuliches Thema, zu dessen Er« ölterung ui,s überdies der Raum zu kurz geworden jst. Und dann — ich bin durchaus nicht verpflichtet, mich mit jeder Geschmacklosigkeit zu befassen. D«e Weib» liche Koketterie kann einen belhören, die männliche höchstens vertrotteln. Ich möchte belhört werden. Balduln VioNei. Laibacher Zeltung Nr. 105 864 9. Mai 1885. Hirne der Hunde Leben und Empfindung nur für einen Augenblick durch den Blutverlust entflohen sei, und dass Leben und Empfindung latent noch vorhanden waren, machte er Warme Bluteinsprihungeu in die Haufttpuls-ädern des Kopfes. Darauf begann der Kopf wieder Leben zu bekommen, und auf den Anruf des Exfteri« mentators drehten sich die Augen des Hundes nach der Seite hin. woher der Ruf lam. Sobald das injicierte Blut aus dem Kopfe wieder herausgeflossen war. hörte auch die Erscheinung auf. Claude Bernard schloss nun, dass auch der Kopf eines hingerichteten Menschen unter denselben Bedingungen diese Erscheinungen zeigen müsste. Im Jahre 1882 stellten zwci französische Aerzte an dem Kopfe des hingerichteten Mörders Menesclou das Experiment an, und neuerdings versuchte der Pro« fessor der Physiologie Laborde ein Gleiches an den Kö, pfen Campis und Gamahuts. Ihre Experimente sollen nun Claude Bernards Ansicht bestätigt haben: für einige Minuten, so wird behauptet, verrichten die Köpfe der Hingerichteten alle Functionen wie ,m Leben. Von Ein« Wirkung ist folgender Umstand: Vmi zehn Verurtheilten kommen sieben iu einen» Zustande vollständiger dumpfer Apathie auf den Richtplah; sie haben lebend schon beinahe total ihr Bewusstsein eingebüßt; die anderen drei aber bewahren bis zuletzt ihre Kaltblütigkeit. Einerseits erzeugt der heftige Schlag auf den Nacken eine plötzliche Erschütterung des Gehirns, dass die Empfindungen un» mittelbar infolge dessen abgestumpft werden können. An» dererfeits kann der Hieb so rapid, der Schnitt so scharf fein, dass das Gehirn keine Zeit hat, sich in seinen Functionen stören zu lassen. In welcher Verfassung immer das Gehirn sich kurz vor der Hinrichtung befin« den mag, Thatsache sei, dass sein Leben nicht sogleich aufhöre; wie lange das dauere, lässt sich freilich nicht mit mathematischer Genauigkeit angeben; immerhin könne man die Dauer auf mehrere Minuten schätzen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht) YML. Freiherr von Reinländer ist in Begleitung des k. k. Obersten Nemekii, Commandanten des 97, Infanterieregiments in Pola, sowie des l, l. Hauptmannes im Generalstabe Freiherrn von Henneberg vorgestern abends aus Laibach in Trieft eingetroffen, auf dem Bahnhofe vom Major Strohmayer des 97. Infanterieregiments empfangen worden und im Hotel „Delorme" abgestiegen. — (Die AnastafiuS Grün.Feier.) welche der Qaibacher deutsche Turnverein heute abends im landschaftlichen Theater veranstaltet, verspricht sich zu einem außerordentlich genussreichen Abend zu gestalten. Das Programm ist nicht bloß ein sehr reichhaltiges, sondern auch ein local sehr interessantes, da zwei junge Herren aus Laibach bei diesem Anlasse Gelegenheit gefunden haben, sich in größeren selbständigen Dichtungen zu versuchen. Der Weihespruch Haussens ist eine Arbeit voll Schwung und Kraft und von edler Diction. Das Festspiel des jungen Herrn F, Goltsch: „Früh. lingsfeier der Earniola", verbindet mit einer schönen Sprache Gedankenfülle und den Reiz dichterischer Auf» fassung. Fügen wir hinzu, dass in dem Festspiel Damen und Herren der hiesigen Gesellschaft mitwirken, dass Herr Gustav Starke Grün'sche Dichtungen sprechen, Herr Gerstner mit dem jungen Herrn Karl Bürger ein Violinconcert spielen wird. die Regimentsmusil des k. k. Infanterieregiments Freiherr von Kühn und der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft ihre Mit< willung zugesagt haben und die Turner ihre besten Kräfte auf dem Gebiete der Gymnastik versuchen wer« den, so wird man diesem Programme das Epitheton des Reichhaltigen und Interessanten gerne zugestehen. Die Nachfrage nach den Sitzen ist eine lebhafte, und wir zweifeln nicht, dafs neben dem voraussichtlichen künstlerischen Erfolge des Abends auch der materielle ein solcher sein wird. dass der Turnverein der Durchführung der schönen Idee. unserem heimischen Dichter eine Gedenktafel an seinem Geburtshause zu errichten, um ein Erhebliches näher gerückt wird. — (Nachahmenswert.) In der Elsengie. ßerei und Maschinenfabrik des Herrn Gustav Tunnies >n Laibach, in welcher an hundert Arbeiter beschaf» tiget sind. ist in der Cantine der Fabrik seit sechs Mo« naten über Anordnung des Fabriksherrn G. Tön nies der Ausschank aller Spirituosen (Schnaps) strenge un. tersagt. und gelangt lediglich nur Wein zum Ausschabe für die Arbeiter, Seit dieser Zeit hat sich die Albeits. lust der Albeiter nahezu verdoppelt, und sind auch die Gesundheitsverhältnisse unter denselben lmsgrzeichnete. Es wäre wünschenswert, dass diese Anordnung zahlreiche Nachahmer fände. — (Hymen.) Heute um 10 Uhr vormittags fand in der Pfarrkirche zu Dobrova nächsl Laibach die Vermählung deS Beamten der krainischen Sparcasse Herrn Heinrich Lulesch mit Fräulein IdaPessiack. Tochter der bekannten Schriftstellerin Frau Louise Pessic, ck, statt. — (Von der Süd bahn.) Die auf der Süd< bahn nachtsüber verkehrenden Courierzüge führen zwischen Wien und Fiume auch directe Wagen erster und zweiter Classe, um den vorwiegend nach Nbbazia Rei« senden die Unbequemlichkeit des Umsteigen« in der Station Et. Peter zu ersparen. — (Sturm) Der Mai scheint vollauf halten zu wollen, was fchon sein Entree zu versprechen schien. Gestern gegen 10 Uhr nachts trat ein ueritabler Sturm ein. der unsere Stadt mit dem Karst verwechseln und alles, was nicht n!et< und nagelfest ist, hinwegfegen zu wollen schien. Im Verlaufe der Nacht wich der Siurm einem Negenguss, Der Regen hält zur Stunde noch an und dürfte uns morgen jedweden Ausflug verleide,,. Ist das der „Wonnemonat" ? — (Der gestrige monatlicheVieh markt) war wohl wegen des erst kürzlich st sie blutig. Auf diese ungesunde Leidenschaft wm ° Vertheidigung ihre Abführung basieren. Das Urly" wird abends gesprochen werden. . » Petersburg, 8. Mai. Die 14jährige Tuch'" °, Fürsten von Mmittnegro ist gestern i>, dem Y"M> Smolxa-Kloster.Il,sti>>e" . Ehre und Würde beider Staaten confo'.men 2oN»>N» modus anzudeuten hätte. Die Hauptpunkte der Mez linie sollen durch vorgängiges Einvernehmen Cabinet zu Cabinet festgestellt werden. ,5«, London, 8. Mai. Im Oberhause erwidtrle Sal^ bury auf eine Bemerkung GranviUes bezüglich d" Schließung der Dardanellen betreffender! Vorbey" Salisbury« auf dem Berliner Congress, die p"!" ^ Tragweite der damaligen Erklärung bestehe ?"' dass England, wenn der Sultan nicht unabha"»'«' sondern unler dem Drucke einer fremden Macht ha> ' leine Verpflichtung habe, sich der Durchfahrt durcy Dardanellen zu enthalten. ,<>, Loudou. 8. Mai. Im Unterhause kündigte 3 0"^ cote eiuen Antrag an auf Velweigeruna des M' lionen.Credits, bis die Regierung Erklärungen »" den Zweck desselben abgegeben habe. , M London, 8. Mai. Einer Meldung au« C»"" zc» Tarvis. — Vito. Trieft, - Kramar Nosa. Prw"". marrtl. > , ^ Gafthof S»dbah»hof. woldschmidt. Reisender. Ma'"«,^, Steges, Privatier, Görz. - Rothschild. Kmifm. "«' — Liftach, Nester, Dobrunje, — Spiudler, iiaibaa^^' Meteorologischc Beobacht,, uq c nin^ 7lI.Mg, 733,20 12.8 O. schwach bewöM ^ 8. 2 . N. 731.00 j 20.0 S2W. schw, thcilw.hc! " M" l) . Äb. 7Nt.17 , 14,2 W, schwach theilm-lM" ^ ^ Tagsüber wechselnde Velvölluna. abends """' hM"' Wetterleuchten in W. 9?. und O. Nach 10 Uhr abe»^ "^ B SW.; uachts Regen. Das Tagcsmittel der Wärme ! ' 3.1« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nastlu 12« 5« ">üu» '^/ !i""^ ^" " '20' - ,3» s,o »'''w V» stünftel 100 ,. 1«» 25 !»» 75 >8«^s "^l°Ic , . ,<1N ,, 170 50 1?^-— ""»'»'entenscheine . p« St. 43>- 45-- 0«',^^°ldrc!,tc. slcilerfrfi , 107-2« in? 40 ' ^- "otcnlcnlc, sleiiellrei , »7 9u »8 10 ^'?^"'"""/° ... »<"« «6.2. .. ^,s. s'^"^ '^"sl, ö.W,S, 14«'-. ,4« 5« „ >>!^,", Vom I, I»7« 107 40 Il7 80 VltikM ""'''""l ^ ",Osl, ö,W. Ils. - NO 50 ^""'s«'tl.'Obligationen °^">»N> '.....I'.2 5N 1N350 5°/ ^.^'s'meichüche . . . 105 75 I0N-75 /« ll^,?<.......n>4 — !05'50 '"'^ sU 3' «" slavonische . ,0, - 103 - ----------------------------Gelb Wals 5°/» Temcscr Vanat , . . . ic>2—103 -5."/, »naarische......102.^0 103-5.0 Andere öffcntl. Nnlehen. Dona» Ncg.-^ese s."/« INU fl. . 11450 115 — dlo, Anleihe 1^7», stcuerftci . 104-5!. 1N5-— Nnlchen d, Siadlacin^iübc Wien 102-50 103 00 Nnlchcn d. Stadlsscüicinde Wien (Silber und Gold) , . , , —'— — — Prämie»-N»l.b,Etabtacm.w!cn 122 50 ,22 75 Pfandbriefe W 75 »!» 25 dl?, in 5.0 „ .. <«/n - »3- «.'2s. d!o, Plämien-Schuldversch.»"/« UN?s> »7'25 Ocst.Hypothclcnbaiil luj.5 >/,"/« lNl — — — Oust,««!!,,. Vanl vcrl, !-."/„ . , '»> 5« 101 >»» bto. ., 4 Vl"/° - ^o l>o ioo"?s> dto. ., 4"/„ . . <>?-35 »?l!ö Unss.allss, Vodcncredit'Acticnges, i» Pest in 1.183» vcrl.5 >/»"/,, ">2- — 103- - Prioritiits » Obligationen (sür 100 ft,) Elijal'cth-Wcsll'nh» l, Emission 112 ?s> li3-stl,rdi»»ndl««N!,'vt>l'>,hn in Silb, l05-s>« ,00 5N Fv>,nz^oscs«Vahn.....W >.« «1 ^. Gnlizilchc K,ir! i'üdwiss« Nahn l » ^«!.'«»,< s>, S. < >/,"/° - »»'25 9X-7" Oeslerr, Norwestbahn . . , . »08 — I«U 2^ Sicbenbülgtr.......»7 6u «8- Gelb wo« Slnatssbahn 1, Emission . . , 1»?-—I»2 6^< Slldlinhü k »l>/n...... 148 50 148-75 ,. l^ ü"/<>...... 125->!i2« — Ung-.galiz. Bahn..... »840 9880 Diverse Lose (per Stilcl) Llct'illosc K,n ft...... I75'5b 17« — irl>'Los>! 40 sl...... 42-25 43' - 4"/„ Donnu.Dampssch, ION fl. . 114-b« I!5 50 l'aidachcr Pläiliien-Anlehcu ltUfl. 2850 24 — Oscncr ^'osc 40 st...... 4«-— 47 — Palsfy l N Winbischgräft.Losc ü,, fl. . , . 8 N. , , 102 80 102 7N Äbxcr, ?lnst., O^-sl,^WN,S. ^u»/« 2»3- 233-50 Lrbt,-?IüN, < Hanb, u, W, ,«c>fl. 287 75 2»« — (lldl,csl»s!,, ?lllg, Uüst, i!0<1 ss, . 2t«^',0 2«9 - Dcvosüciil', All., ^00 sl, , . . l»? — I«» — c Gcs,, Nicbtröst 5NU N, blin- — 5«N — Hypothclcn^.oft, >00 sl. 25"/»E. 53— «l> — ^iiüdcrl'cinl, öss. LNOft. G,5.oü^,nl 10« sl...... 77-25 7? 50 Vcilchi«banl Nll«. ,« fl. 144 50 I4K — Gclb lvaic Nctien von Transport» Unternehmungen. (per Stück) Mblccht-Bahn LNO fl, Silber . —— . — ?Ilsölb-Fi»M,'Vllhn 20» fl, Silb. 182 25 18275 N"ssil>-Tcv, «Liscnb. !i0!»fl, LM,-------__ Bohm. N^rdbahn 15.« fl...... ____ „ Wcstbllhn 200 fl. . , .__________ «uschtichraber Lisb, 5.00 ss. CM. . —____ „ (N»„ N.) »00 fl. . 20b — »o? — Donau »Dampsschifsabrls « N. CM, . . , 474— 47« — Drau-Lis,sN»<.°Dl',.Z.>»O0f!,E,, ,77 — 179 ^_ Dilx-Vedc»bi>chcr — , Salb,^T>ll'l.III,L,l«7320aN.S I»8 si0 1»l» s,c sscrbinands-Noldb. 1000 fi. 6M, 2427 «438 Franl.^oscs Vnhn 200 fl, EIlb, 20? 75 «08 25 »>i!nslilchcn.Varcscrliis.l!U0N,S. —— —-Gal,,Karl i'udw!a-A.20!>fl,CHl, L55— 2Ü5-50 «llli'ssöilachev <»«fl.VM. 5«» — KV5 - -Oestcrl. NordwlNb, 200 N. Silb, !<>!-> 25 >«« 75 bto. llU, N) 200 fl. Silb» . 1«« 25 10» 50 Prass'Duxcr Liscnb,i5NN, Silb. »3 bv 84 50 Rubols-Babn K» > fl. Silber . , 183 — 183 50 Sicbci-billgcr ltisenb, 2»0 fl, . 182— 182 50 Sllllltseisenbahn «00 fl. ö. W. »0l» 50 »oc< 75 Velb lv «, Sllbbahn 20« ff. Silber . . .180'—i«'b<> Slld«Noidb..Verb..«.loofl.2M I5>, 50 151 bv IhciOVahn 200 fl. ö, W. . , 250 — »Ü2 — Tramwav'Ges.. Wr.17« f>. ö. W, 214 — »14 »5 Wr,, neu loofi, 10« — 107 — Tll>n?v?rl'McseNschl,st 10N st. . —'— ^ -Unss.-nali^. Eiscnb, 200 fi. 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(1871) 3-2 Görzer Spargel 5-Kilo-Korb 3 fl. 20 kr., vorsondot por Post Josef Stiegler Outaverwalter, St. Peter, Oörz. (1620) 3-3 C. J. Hamann Rathbausplatz, Laibach. Wüscho wird auch genau .»ach Mass vor&'t, Stoffmuster und illastnortor Wourant franco «..ROBandt. ; j ti5iiescr feine und gute Burgunder UngarnH fsranx. Roben, cultivirl in ausgedehnten J Igl Wi'inhcrgcn iricini* Schwugcrs ,/r<*(/ »¦. r;.,./fr ,„ uiinr, Ungarn) ist oin vorzüglicher 5 c^ I)PH»prtw«iii. wulclior von violim berühmte» Aerzten infolge seiner Milde und vor- , I treulichen Eigenschaften bei Aln,t;eiiU"idfn , Jtlul.ivrinut, tsvliwiicltezu- '. ¦\ ständen, lJiivrrliöe und liceonviilcHcenz niit auHaerordentlichem Erfolge i> ] angewendet wird. — Die Curanstalt LiiulcwicHt) (Sclilesien) gebraucht diesen Wein ;j soit.mehr als l.r> Jahren und empfiehlt ihn besondors als stärkend in der KeconvutaHCeiiE. < v Der"Wein darf nicht kalt, sondern vor dem Gebrauche der Zimmertemperatur über- 2 : lassen, getrunken werden. ,£ [f% BirraMeii. «¦ ^¦^W^^ Alleiniges Depot für Krain ^Hr' J . X^te£^ hat die ^ Apotheke Trnköczy in Laibach | (312) 12—9 :R&t:b.iL6L-u.spl&tz. ! j jede Flasclie träei der Eclittieit wegen SchntzinaiKe in Wappen. 5 Eine grosse Bouteille 80 kr., 10 Boutelllen 7 fl. ,* Per Poet minlesUnn 5 Fluchen. ; ^ Die leeren Flasohen werden wieder retour genommon. 5 Kaiser- undl Exportbier § in Flaschen 1 (3) 52-19 empfiehlt 1 A. Mayers I Flaschenbierhandlang in Laibach. | lm Vlii8eller Xelleis Varon 2oi8'eoliss Haus am N2W per I.lter i». 20 Irr. l884er Unterkrainel- a 24 kr., l884er V^igeller 2 32 l<^. unä a 40 kf. (1140) 10 4 l*iccoli9» ^I«e;^"-K^Neii/, | I ^IJt^žJU^''/!^ von Q. Piccoli, Apotheker in Laibach. I I ^^oTa-'^TK Herrn Gabriel piccoli in Laibach 1 I I £&t ''*} ^/^^ ^^0 Maf?on-E8Benz, zubereitet von dem tüchtigen Apo- I I W^l-^&&z-''*iL thok(?r G- Piccoli- ist ein vortrofriiclios Mitte] gegon alle I I /Ti'li^TTT/' j# Kranklioitcn des Magens und dor Eingowoide des Unter- I I SJ5ilrjtj&Sfc!Clb,C8',dl0 lhrcn Ur8I'ninf? »n Verminderung dor Leboas- I I rT^W J9HPW' ,r C habcn' dahor ich Unt*rfortigter mit bostorn Gewissen I I IL frT-r^^J^} Essenz anempfohlen kann. (1950) 15—14 I I N^L^JP^ Triest, Jänner 1884. Dr. Ritter v. Goracucchi, I H ^^••Äf^1^ Arzt d. (jgterr. uugar. bloydgoselUcbaft. I 3 1 a ^1.8;80 2i? kr> ~ Wird in Schachteln ^ 12 Flaschen gegen Nachnahme von I ^ 1 H. db kr. vom hrzouger vorsondot. Bei grüssorer Abnahme entsprochendor Jtabatt. I Erste k. ^^ k. priv. Sohattauer Kunstbasaltstein-, Chamotte- u. Steinzeugwarenfabrik C. SCHLIMP Caolinsclitatnmwerk Winau boi Znaim Wien. I, Maysedergasse 4. Das beste Ttottoir-, Einfahrts-, Stall-, --^^ Hof- und Stra8&enpflaster, doppelt \J^M glasierte Steinzeugrohre und Kamin- |l^l ^ aufsätze, basische feuerfeste Steine V^!^^ iau8 reinem geschlämmten Caolin, lfl^^ Chinaclay (Caolin), naturweis», ^fgBk doppelt geschlämmt. ^Q| Ausllruttg you Slpiii^nne-Caiialisjerungeii- ^ Vertreter Herr li. «