Nr. 263. Freitag, 15. November 1889. 1tt8. Jahrgang. kaibacher Leitung. l""!-l!>ii?«"°"p»"»t »t»t Pl>«V«l<«ndun«: ,°n»z«hl<, si. l», h»lllHH»», fl. 7.»o. I», «omptc»«-. ^>»e 0 i. '.'""'lähllg fl.b.zo F», ble Zustllllm« in« Hau« s«n,l«hllz sl. I. — g»ltrtl»«»„»»rl YÜ» Dl« ,,««ld«ch« K» bl« «n»etl»« Vahnhosgasse »i. «p«chft»«ien be« «ebaction täqllch von 10bl» i< Nhr dotmitta»».— Nnsral»ti«rt»Vll»se »nb« nicht »nz«no««eu und Olannsnipl? ->H<»nrll't dem 3 ^"schließung vom 2. November d. I. dem kleidet«,, er ^^ ""^ Charakter eines Oeneralconsuls be--^den d !"^ 6"'st Pitner in Tunis taxfrei den ix l>ellp? "sernen Krone dritter Classe allergnädigst "Yen geruht. ^erhi^s/' ""b k- Apostolische Majestät haben mit ?°"ttlll ^ Entschließung vom 10. November d. I, dem Hch^'U"ctor drr österr. überseeischen Handels»Ge-^iWli^ Vroch in Wien in Anerkennung seiner °es ^"^en industriellen Wirksamkeit das Ritterkreuz geruh" "i° Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen A .^ ^._______ Schocks/ ""d k. Apostolische Majestät haben mit ^«" Entschließung vom 31. October d. I. ?"rlem??"""asrathe „'„y Vorstande des Rechnung«- ^svi,.^ ^" Landesregierung in Czernowitz Joses ^ tar - " Titel uud Charakter eines Regirrungs- tlre» allergnädigst zu verleihen geruht. T a a f f e m. p. in Kram hat den absol. ^s f^Mö, er Richard Wenedilter zur Concept«. Mass,,, "n Politisch-administrativen Dienst in Kram Et«. ^"""' ^^"^"1 ""b Peers' d« z^2 war ausgesandt worden. Emin Pascha di. Unkten ?! °ber ihn zu befreien uud die Länder v i^i HWeiles zwischen den großen Seen für il>" Igs./"'Ml z„ gewinnen. Ende April des ^ ttst^,,'"2 waren einander die beiden Männer Hllet. ^,. ^ zwar am Ufer des Albert.Sees. ^^^^MlnsProvinz. nördlich von diesem See gelegen, war damals ruhig, nnd so weigerte sich der pflichttreue Mann. seinen Posten zu verlassen; ein Engländer aus drr Begleitung Stanley's. Iephson, er« klärte, bei ihm bleiben zu wollen. Emin und Stanley trennten sich; der letztere gieng. seine Nachhut auf« zusuchen. ersterer kehrte in seine Aeqnatorial'Provinz zurück. Bald nach seiner Rücklehr wurde er von den fanatischen Mahdi-Kriegern angegriffen, geschlagen und mit Iephson gefangen; aber nach mehreren Monaten wagten die Uebcrreste von Emins Soldaten einen Vor« stoß gegen die Feinde; sie siegten, befreiten — so wird wenigstens vermuthet — Emin und Iephson und einsehend, dass sie die Provinz nicht würden halten können, traten sie den Rückzug nach dem Süden an. Mit schwerem Herzen mag Emin das R>ich — diesen Namen darf man bei der Größe des Gebietes wohl gebraucht!» — verlassen haben, in welchem ei 10 Jahre lang als Statthalter gewaltet hatte. Von aller Welt abgeschnitten, hatte er sich zu helfen ge< wnsst. Er hatte Banmwoll,? pflanzen lassen, und daraus wurden die Zeuge, die sonst aus Europa eingeführt werden mussten, zur Bekleidung seiner Soldaten ver« fertigt. Er fand Surrogate für die Bedürfnisse, di^ selbst sein weniger als halbcultiviertes Heer nicht ent« bchren konnte. Den Tabakbau hatte er schon vorher im Lande eingeführt und mit bestem Erfolge gepflegt. Große, viele Millionen repräsentierende Vorräthe von Elfenbein. Straußfedern. Kautschuk. Palmöl hatte er an« gehäuft, die nun freilich geraubt und verschleppt waren. Viele der aus Egypten gekommenen Soldaten hatten sich im Lande verheiratet und Familien gegründet. Er hatte Wege geballt, die Sclavenränber im Zanme ge» halten, Dörfer waren unter seinem Schntze entstanden, das räuberische Steuersystem halte er verbessert. Allem es gab keine Wahl. und so zog rr mit denen, die ihm folgen wollten und konnten, zum Albert» See. Hier hatte Stanley, dem die Kunde von der Kata« strophe zugekommen war, vom Jänner bis znm Mai dieses Jahres die Abziehenden erwartet. Die beiden Züge vereinigten sich und suchten nun ihren Weg durch Thäler und an Schnecgebirgen vorbei. Ostwärts ziehend, gelangten sie dnrch das Gebiet eines Stammes, der Stanley schon auf feiner ersten Reise freundlich auf« gcumnmen. zum Victoria-See, an dessen Südufer eine englische Station besteht, wo reiche Vorräthe für die Ankömmlinge schon seit lange aufgestapelt waren. Von dort konnten sie schon Boten an Wißmann senden, den Reichscommissär in Deutsch-Ostafrila, und in den nächsten Tagen, wenn kein unerwartetes Hindernis eingetreten ist. werden Stanley und Emin. die beiden großen Afrikaner, im äußersten deutschen Handels- und Gar-nisonsort, in dem unaussprechlichen Mpwapwa. eintreffen. Von Mpwapwa nach dem deutschen Hafen-plahe Bagamoyo führt eine sichere, durch Wißmanns Kämpfe von allem Raub» und arabischen Insurgentenvolk gesäuberte Straße. Kann man nach alledem das Unternehmen Stanley's als gelungen bezeichnen? Das Gebiet zwischen den großen Seen, welches zu erwerben die Hauptaufgabe der anscheinend rein humanitären englischen Emin-Gesellschaft war. ist jetzt, seit das von Emin gegen die Mahdisten errichtete Vollwerk gefallen ist, nicht mehr als sicher gegen Angriffe derselben zu betrachten. Wohl aber hat Stanley dieses Gebiet durchforscht und den neuen Ruhm'stitel, den Nusfluss des Nil gefunden zu haben, seinen bisherigen hinzngefügt; das große Unternehmen ist somit nur als halb gelungen zu betrachten, aber dieses halbe Gelingen bildet schon an sich cine außerordentliche Leistung, und dass Stanley und wohl auch Emin aus allen Gefahren heil zurückkehren, wird ganz Europa mit freudiger Befriedigung vernehmen. Ein anderer Mann aber, der gleichfalls ausgezogen war, Emin zu helfen oder zu retten, und dem wohl gleichfalls große afrikanische Ländererwerbungspläne vor der Seele standen, ist. so scheint es. troh des neuestens in Berlin gehegten Zweifels an dieser schwierigen, gefahrvollen Aufgabe gescheitert, hat bei diesem kühnen Versuche sein junges Dasein verloren. Doctor Peters hatte sich erboten, während Stanley vom Congo, also vom Westen her, zu Emin zog, sich vom Osten aus zu dem deutschen Landsmanne zu schlagen und ihm hilfreiche Hand zu bieten. Peters hatte schon als achtundzwanzigjähriger junger Mann in aller Stille, um den Argwohn der Engländer nicht zu eiregen, Verträge mit ostafrikanischen Häuptlingen abgeschlossen, welche dann das deutsch? Reich anerkannte und die nun die Grundlage des deutsch ostafrilanischen Schuhgebietes bilden. Dies geschah im Jahre 1884. Die deutsch-ostafrikanische Gesellschaft berief ihn an die Spitze der Geschäftsleitung, aber der phantastische, un-ruhige, von glühendem Patriotismus erfüllte, doch wenig praktische und wenig verträgliche junge Mann Feuilleton. "Nd « . Der Hypnotismus "rzlehung zur Psychologie. U°n Prof. A. Vorganc. betf?"nerin m? ^°" berichten von einer jnngen ^ c be V,s? periodischer Erinnernngslosigkeit. Die l>e2 'll 7i,„. ?" ""ch "nem unnatürlich langen Les.^n. d "" Zustand völliger Geistesabwesenheit <Ü^chlHn ""sSte alles - Gehen. Sprechen, ?eg ^', "" "on neuem lernen. Es herrschte Hchl °^ eil' ^"' ^V"s in Ä!" Zonalen kam sie infolge längeren 9>G ." vier s"' «ormalen Zustand zurück. Und nun ""l s?^ '"itei,,^ !?e 3°W und darüber hinaus beide >l)le, Me,, !?"der. s^ts von einem Schlafsnchtanfalle X^üttgl^/em alten Zustande besaß sie alle b'e?t) dcr"z? Kenntnisse, in dem neuen nur die ^lle^°n ebe,,??e'l mühsan. erworbenen. Auch hatte ^H, »vie .^Ä ""e Ahmmg von ihrem Dop. »en E?sl l'ch fremde Menschen von ihrer l>N^ i,,' Person findet die Spaltuug des Be- Mt>, ?" ei./"" ^»tlich getrennte Individuen, deren «c>i, bcsiht y, Vewnsbtsein und sein eigenes Go !< "' Es '^ä.anl berichtet einen ähnlichen Krank- ^ti<.Ho,l H ^ " sich um eine Patientin, deren 'V'h b'd c ^" hindurch in eine Reihe von "" Nolln',"' ^' t' zerfällt. In den Perioden ^ler Zust^'__^,t sie sich nur dessen, was in diesen Perioden vorgegangen ist, in den Perioden b, 6, f — natürlicher Somnambulismus (pathologischer Zustand) — erinnert sie sich dessen, was in diesen Perioden, wie auch dessen, was in dm Zeit-abschnitten a, c, 6 vorfiel In allen diesen Fällen herrscht ein von dem normalen Vewnsstjein unter-schiedenes Bewusstsein. Diese Fälle lehren uns ferner, dass zwischen den einzelnen Perioden sich Erinnerungsketten von größerer oder geringerer Festigkeit zu bilden pflegen. Das so entstandene secundärr Gedächtnis schließt sich aber nicht immer hermetisch von dem primären Lrbenszusammen. hange ab. sondern geht mit ihm eine Verbindung ein. In beiden Fällen indessen kann eine Eharatterverände-rung hinzutreten, so dass zwei nach allen Richtungen hin verschiedene Individualitäten denselben Körper be» wohnen. Aus dcm bisher Angeführten ergibt stch von selbst eine Definition des Hypnotismus. die von De-lenze geahüt, von Janet und Myers angedeutet wurde. Sie hat ihren Herzpnnlt in der behaupteten Bildung einer zweiten Gedächtniskette und trägt emen psycholo-gischen Charakter. Die Hypnose besteht nach diesem m einem kllnstlich herbeigeführten Uebergewicht des secun-dären Ich. , < ^, Ein Beispiel soll dies noch näher beleuchten. Victoriue M... kommt in die Behandluug des Pro-fessors Bourru in Roch.fort. 26 Jahre alt, mlt ßi-an^ U^iori«, hat sie infolge eines besonders starken Anfalles die Elinnerung an ihr Vorleben verloren. Das Gedächtnis ist auf einen sehr kurzen Lebensabschnitt, etwa zwei Jahre umfassend, beschränkt. Sobald sie jedoch hypnotisiert wild. überschaut sie wleder ihre ganze Existenz, von der Geburt an bis zum Ein- tritte in das Hospital, die erwähnten Jahre eingeschlossen. Zu gleicher Zeit ist ihr physischer Zustand verändert. Während sie im wachen Zustande theils an Erinnerungslosigkeit, theils an Hyperästhesie (gesteigerte Empfindlichkeit eines Sinnesorganes) leidet, ist ihre Empfindlichkeit in der Hypnose ganz normal. Und wenn man näher zusieht, entdeckt man auch psychische Verschiedenheiten, die in Physiognomie und Gesten, in Schrift und Sprache zum Ausdruck gelangen. Dieser Fall würde sich gemäß der dargelegten Anschauungen folgendermaßen erklären lassen: Eine heftige Erschütterung hat das Gleichgewicht des Seelenlebens gestört und einen Theil desselben in eine Tiefe gesenkt, die der Kenntnis des Individuums unerreichbar bleibt; in der Hypnose aber entsteht ein Zustand, der diese Tiefe erschließt. So wäre demnach die Hypnose mit dem Unterbewusstsein identificierbar. Man könnte schließlich auf den Gedanken kommen, die Frage aufzuwerfen, ob denn nicht der Zweiheit unseres Ich ein Dualismus im Gehirne entspricht. Man hat sogar die Idee hingeworfen, ein doppeltes Bewusstsein könne seine Begründung in einem alte-rierenden Functionieren der beiden Hirnh'misphären haben. Man wies nämlich die functionelle Unabhängigkeit der beiden Hirnhemispären nach uud schloss daraus, dass ihre Harmonie einen glücklichen Zusammenklang der beiden Ich im Kopfe jedes Menschen ermöqliche. dass ihre Disharmonie sonach die Spaltung dieser Ich bedeute; man localisierte die verschiedensten Fähigkeiten bald nach links, bald nach rechts und schob selbst jede Schwankung bei Entschlüssen, jeden Kampf zwischen verschiedenen Trieben dem Gehirndualismus in die Schuhe. Ja. man hat diese Idee schon als eine Art Hypothese hinzustellen gesucht. Latbacher Zeitung 3K. 263. 2252 15. NovemwlM^. war für diese Stellung nicht geeignet. Man ließ ihn gegen eine mäßige Entschädigung nicht ungerne ziehen, als er mit Wißmann zusammen den Zug zu Emin unternehmen zu wollen erklärte. Eine deutsche Gesellschaft stellte mehrere hundettausend Mark zur Verfügung. Da brach der Sclavenhändler » Aufstand in Deutsch Ostafrika aus, der Weg war verlegt, und Wiß mann wurde zur Dämpfung des Aufstandes von der Regierung in Dienst genommen. Peters war die Gelegenheit zu selbständigem Wirken willkommen, und da er nicht auf deutschem Gebiete marschieren konnte, beschloss er, weiter nördlich zu landen und sich von dort aus zu Emin durchzuschlagen. Die Schwierigkeiten, welche ihm die Engländer bereiteten, sind bekannt. England betrachtet alles außereuropäische Land als sein natürliches Erbtheil, und jeden, der auf irgend einen Theil davon seine Hand legen könnte, als einen standrechtlich zu behaN' delnden Eindringling, dessen Versuche mit Entrüstung als Verletzung berechtigter englischer Interessen und der Interessen der Civilisation gebrandmarkt werden. Das Schiff, welches Peters Vorräthe führte, wurde von Admiral Freemantl mit Beschlag belegt und erst nach mehreren Monaten durch Entscheidung des englischen Prisengcrichtes freigegeben. Erst nachdem diese Ent» scheidung gefallen war, konnte die zweite der beiden Eolonnen, in welche die Expedition getheilt war, der voranrückenden, von Peters selbst geführten, folgen. Der Weg führte durch dieselben Gebiete, welche Graf Teleki und Schiffslieutenant Höhnet durchzogen halten; im Lande der Witu, dessen Sultan die deutsche Schuhherrschaft anerkennt, wurde Peters gut aufgenommen. Aber im Lande der kriegerischen Massai soll er mit seiner ganzen Begleitung, hundert Trägern und fünf' undzwanzig Soldaten von der Somalilüste, das Opfer eines Ueberfalles geworden sein. Die Nachricht von seinem angeblichen Ende traf mehrere Tage später cm, als die deutsche Emingesellschaft auf die Meldung von Emins Heimlehr den Auftrag an Peters abgesendet hatte, die nutzlos gewordene Expedition aufzugeben und nach Europa zurückzukehren. Peter« war ein tapferer Schwärmer; man ver« sichert, es habe ihm die überlegene Ruhe und das praktische Geschick gefehlt, um Großes zu vollführen. Das Scheitern seiner Expedition allein würde noch nichts beweisen, denn solchen Zornes- oder Raubgier»Aus-brüchen wilder Stämme sind schon große Reisende zum Opfer gefallen. Wer we>ß, ob er nicht, wenn er ein Jahr früher ausgezogen wäre, sich glücklich zu Emin durchgeschlagen hätte; mit diesem in Gemeinschaft ein deutsches Kolonialreich am obern Nil zu gründen war. wie man schwerlich bezweifeln darf, fein Ideal. Dieses Reich sah er schon in Verbindung mit Deutsch.Ostafnka. und so baute sich vor der Phantasie des feurigen Pa-trioten ein Traumgebilde auf, dem er mit dem Einsatze seines Lebens nachjagte. Die deutsche Regierung hat sich ofsiciell von diesen Plänen losgesagt. Sie wollte nicht um eines Phantasiereiches willen sich mit der öffentlichen Meinung Englands, das für Zwecke der europäischen Politik mit ihm zusammengehen soll, in Widerspruch bringen. Jetzt aber haben die deutsche wie die englische Gesellschaft, der deutsche wie der englische Held vergebens gewagt. Der Deutsche ist wahrscheinlich gefallen, der Engländer kehrt glücklich zurück und mit ihm Emin< Schnitzer, dessen Werk zusammengestürzt ist unter den Waffen fanatischer und raublustiger Michamedaner. Dcr Wettbewerb um die Aequalorialprovinzen wird erst wieder beginnen können, wenn diese muhamedanische Hochflut sich verlaufen hat. Bis dahin bildet sie eine ernste Bedrohung auch aller übrigen centralafrikanischen Staatengründungen. Politische Ueberficht. (Zur Entrevue in Innsbruck.) Die «Wiener Abendpost» schreibt: Der Kaiser reist nach Innsbruck zur Begrüßung des deutschen Kaiserpaas es ab. Bei den überaus innigen, herzlichen Beziehungen, welche zwischen den beiden mächtigen Potentaten Oesterreich-Ungarns und Deutschlands sowie derm Völkern bestehen, ist es nur natürlich, dass die öffentliche Mei« nung hüben wie drüben die neuerliche Begegnung der befreundeten Herrscher und Verbündeten mit lebhafter Freude begrüßt und in derselben eine neue Bekräfti' gung des segensreichen Bundes erblickt, welchem Enropa schon so lange die Erhaltung des Friedens verdankt. (Aus dem Landtage von Kärnten) Der Kärntner Landtag hat vorgestern mit der Berathung des Entwurfes eines neuen Strahengeschcs begonnen, denselben jedoch an den juridisch-politischen Ausschuss zur Ueberprüfung einiger Paragraphe ge-wiesen. Dr. Luggin brachte einen Antrag auf Beschließung eines Gesetzes, betreffend die Einführung von Provisorien bei agrarischen Operationen, ein, wodurch die Einsetzung einer Verwaltung des Gemeinschaft^ besihes im Interesse der Wahrung dl>r nachteiligen Ertragsfähigkeit sowie einer zweckmäßigen Bewirtschaftung desselben von der Landescommission für Agrar« Operationen schon vor Einleitung des Verfahrens und unabhängig von der Frage, ob die Theilung oder Re gulierung stattfinden soll, durch ein Provisorialerkennt-nis verfügt werden kann. Der Antrag wurde dem juridisch-politischen Ausschusse zur Vorberathung zu« gewiesen. (Zur Schulfrage.) Wie die «Salzburger Chronik» meldet, bildet die Schulfrage den Haupt« gegenstand der gegenwärtig in Wien versammelten Nischofs'Conferenzen. Demselben Blatte zufolge wird bald nach Eröffnung des Reichsrathes im Herrenhause die Schulfrage insofern in Fluss kommen, als das Herrenhaus zur Berathung des Gautsch'schen Elaborats eine Commission bestellen muss, in welche mehrere Kirchenfürsten gewählt werden dürften, denen also die Bischofs'Conferenz die erforderliche Directive vor zuzeichnen haben wird. (Luxus - Steuer.) Im steiermärkischen Landtage begründete vorgestern der bäuerliche Abgeordnete Posch den Antrag auf Einführung einer Luxus« Steuer. Luxus und Genusssucht seien in Zunahme begriffen. Wenn man die Jagd besteuere, warum soll nicht der Luxus der Equipagen, der Fahrräder u. s. w. besteuert werden. Der Antrag wurde dem Finanz» Ausschusse zugewiesen. (Triester Stadtrathswahlen.) Bei den Vtadtrathswahlen des zweiten Wahllörpers in Triest wurden die zwölf Candidaten comics, denen von keiner anderen Sette MW" datrn gegenübergestellt worden sind, mit 1^ ^ ^ gewählt. Von 369 Wahlberechtigten waren 1»" Urne erschienen. ^ „„^n- (Das ungarische Budgets 3«' H^ schen Abgeordnetmhause unterbreitete der »" ^ Hegeits den Bericht über das Budget fllr ^ .^ Bericht hebt hervor, dass infolge der vom Ä'^ vorgenommenen Aenderungen das Msim . ^^ 438.901 fl. betrat, dessen Bedeckung keine veM ,^ legislatorischen Auslagen erfordert. Weittr c ' ^ der Bericht die bisherigen Erfolge der FnH „^ tung und bemerkt, das Werk sei noch nicht vo"!' ^ Die Nation müsse die größte Selbstbeschranl'Mg das Budget in orm bestehenden Rahmen z" ' Dies sei auch durch die Rücksicht auf die ^"" ^ boten, weil eine Hauptbedingung der ^"'""z OM rung die dauernde, vollständige Herstellung oes gewichtes im Staatshaushalte ist. > ^ild (Die französische Negiern''^^ wahrscheinlich die jüngsten boulanglstlM" ^ zum Gegenstände eines neuen Processes ""^^»"Ü Boulanqisten beabsichtigen, wegen der " ^. De'ronlede's und Consorten eine Interpeuai" ^ zubringen. In die behufs der Verifimrung °" ^, Ioffrins eingrschtc Commission wurde aucy o ^ putierte in der blauen Blouse». Thiorler. gew^^, Im boulangistischen Comitil circuliert d'e""r ^ Buulana/r im vorhinein designierten Pt'Mi" ' «Voltaire» publicist diese Liste. ^»MM (Serbisches.) In der serbischen ^^^ reichte der Präsident des Rechnungshof'" ^l einen Protest wegen angeblicher UeberM" ^. Budgetcredite seitens aller Minister ein. ^""1"" del nahm diesen Schritt ohne Vorwissen °".. , H^' Rechnungshofes. Der Finanzminister gab me ^ ^ digen Aufklärungen und sagte, dass d'eMM ^ Rechnungshofes das Vorgehen Iankovic M" ^ ^< Vicepräsident der Slupscht'ina, Katic. bedau "< ^ correcte und nnloyale Haltung Ianlovlc. ^ ^,„g eine Untersuchnng eingeleitet werden nmv. ^.^Mll Milan, welcher vorgestern den "M^" ^l, P"< Persian,' und qestern' den französischen ^'«' GeiD trimonis besuchte, empfieng den Besuch des ^ der Slupschtina. Pasic. . ^e M'5 (Reformen in Polen.) Die "» ^ rung beabsichtigt, im Königreiche Polen w^ ^e ministrative Reformen durchzuführen, durw ^M" politischen Rechte und autonomistischen^ l M der polnischen Bevölkerung mehr als "S ^^ sil sichtigt würden. Man hofft, dass s« °" ^, be das bestehende Regime gewonnen "" ÄvanceM'' Armee ist in letzterer Zeit ein Meres ^. der Polen zu höheren Officierswürden demc .^M (Ein Grenz. Conflict.) Mr /U! ^ serbische Bauer Iooiö wollte Waren uver ^a« schmuggeln und wurde bei der Flucht von tern angeschossen. > a^z sen (Vom deutschen Reichstage.) ^^" wird gemeldet, dass die Absicht bestehe." ^ ist,"« des Reichstages drrart zu beschleunigen, °° ^nH, jähr die Neuwahlen Solche Hypothesen haben aber keinen Wert. Statt sich mit dem Reichthum der psychologischen Thatsachen und ihrer Analyse zu begnügen, stellt man materialistische Hypothesen auf, auf einem Gebiete, auf dem mehr als auf jedem anderen das Wort «N^Mkesan nan Knßo» (Hypothesen erdichte ich mir nicht) das Motto des Forschers sein sollte. Schon Griesinger hat mit Recht gegen solchen wüsten Physiologenunfug Ein« spruch erhoben. Zwar unterliegt die relative Unabhängigkeit der beiden Hirnhemisphären gar keinem Zweifel, und der Zusammenhang ihrer Gestörtheit mit psychischen Störungen ist auch festgestellt, aber alles auf eine einfache Trennung zwischen rechter und linker Seite zurückzuführen, da« heißt die kurzbeinige Verall-gemeiuerungssucht auf die Spitze treiben. Die bewusste Seelenthätigteit trägt, physiologisch genommen, den Cha ralter der Unvollkommenheit. Mühseligkeit und zeichnet sich durch die Masse der Hemmnungen aus. Die Psychologie legt dem Traumbewusstsein auch Sinnfälligkeit und Beeil,flussbarkeit. dem Wachbewusst sein aber die Masse der die Wirklichkeit repräsentierenden Hemmungsvorstellungrn bei; sie stellt fest. dass unser vollbewusstes Seelenleben auf eiuer gewohnheits^ mäßig arbeitenden Grundlage von hallucinatorischcm Charakter ruht, in der längst vergessene Bilder ihre Glätte finden. Durch diese Eigenschaften wird das Uütcrbewusstsein znr Quelle genialen Schaffens und das Oberbcwusstsein zur Trägerin der in Mühen be-stehcndln. sich an der Anheuwelt regulierenden seeli« schen Lebensarbeit. Nach dieser Erörterung könnte es vielleicht so ans-sehen. al« bedeute das Urbergewicht des Unterbewusstseins einen höheren Zustand der Seelenlhätigkeit. Das ^'"nezfalls richtig. Ein solcher Zustand kann zu den höchsten Leistungen Anlas« geben, ohne doch selbst auf hoher Stufe zu stehen; er ist der ursprünglichere aber zugleich primitivere, er functioniert am vollendetsten, aber nicht in einer der Wirklichkeit und dem Lebenszweck entsprechendsten Weise. Znm Schlüsse möge noch die Behauptung Doctor M. Dessoir nicht unerwähnt bleiben, dass sich in der Berücksichtigung des Unterbewusstseins bei Nerven« und Geisteskranken auch für die Medicin ein Hinweis auf einen neuen Weg physischer Behandlung ergibt. Seit der Entdeckung und wissenschaftlichen Verwertung des Hypnotismus ist die Psychologie überhaupt für den Arzt eine ebenso nothwendige Grundlage seines Wirkens ge« worden wie die Physiologie. Nach Dr. Moll wird die Psychologie, resp. die Psychotherapie die Basis geben müssen für eine rationelle Therapie der Neurosen. Um sie werden die anderen Heilmittel sich gruppieren müssen; sie wird das Centrum werden; sie wird nicht immer das Aschenbrödel bleiben, zu dem sie herab» gewürdigt wurde durch eine sehr einseitige Wissenschaft» liche Richtung, die nur den Einfluss des Körpers auf den Oeift, nicht aber den des Geistes auf den Körper anerkenne. Bei der Zusammenstellung der Erscheinungen, welche man während und nach der Hypnose beobachtet, drängt sich einem unwillkürlich der Gedanke auf, dass die Lösung dcr Probleme eine einheitliche und dass diese einzige Lösung auf psychologischem Gebiete zu suchen sein wird. da das psychische Element dabei die Hauptrolle spielt, infolge dessen der Hypnotismus auch seine eminente Bedeutung für die Psychologie erlangt hat. Wir können uns in Anbetracht dieser Thatsachen der zuversichtlichen Hoffnung hingebe», dass das Stu» dium des Hypnotismus uns noch weiter aufklären wird über manches dunkle Gebiet des Seelenlebens. Verschlungene MäöeN.^^. Roman aus dem Englischen von Hermi«e V (74. Fortsetzung.) ^O' «Ihre Juwelen wären einer PrilHca". e'5n Miss., bemerkte Warren, Nachmittags, als sie gerade wieder """ r^ zzM Vrillantschmuck auspackten, den FarM" ' ^e „, gesandt hatte. «Ich bin überzeugt, ^'^hett l"' Töchter unserer Königin etwas Schöneres als dieses Halsband hier.» m^alie l'^ «Ja. es ist sehr schön.» versetzte nai" , giltigem Tone. . .„„ vernH^ «Und dennoch., st'isterte Warren a""^ „jcht . für sich. «sind alle diese kostbaren w^sM"' ^ stunde, den Lauf dcs Verhängnisses am ^ geschehen muss. wird qeschchsn!» . M ^W «Was murmeln Sie da für unh"""") ^ll zeiungen. Warren?, rief Natalie '" ^e Tone aus. ^M' ^ «Ich bitte um Entschuldigung ^.'Ht geg"^ die Dienerin erschrocken, denn sie ham ^ in' ^ dass ihre Herrin sie hören würde, «la)i^,hl.n mich allein. Ich habe eine Oewoh"yc". ^tt """"'D»« ist ri,.r Mchtt M«M'i^Ml, '" Natalie, «und Sie sollen trachte». ! ^ .können.» c^,,, sich '.jge» > Die Lippen dcr Dienerin p"^ ' ^, """ ! sammen, und ihr Gesicht nahm emen I' ' ^ Ansdruck an. ^isse O'^ ^. ' Sie hatte schon früher eine gMM gh,u ^ keit verrathen, als ob sie eigentlich '"Y^ ,„'0 den Befehlen einer Herrin zu gel)"" ^!^Ht!tnng m. 263. 225Z 15. Noucnlbrl I«!tv. ^silhm demnächst in Berlin erwartet, und man ^Mw« /" bestimmt, er werde im Reichstage über 7^e Lasse sprechen. W»,°"'g Menelik von Schoa) ist nun un. ^ <>M H^" "°'l Abessymcn. Der Sohn und Erbe U"tttw? " ^'lvls Johannes hat Menclit seine ^Min"^ ""Migt. Dl>r Krönung Menelils zum' ^t iin U ^'^'^" Stadt Axum steht daher nichts Tagesnemgleiten. zchs^^lcstät der Kaiser habe», wie die «Kla- i ^Klaa.,.f ""3'meldet, dem St. Vincentins-Vereine lltz iU!" zur Errichtung eines Waisenhauses da- Ee V) "'^." spenden geruht. ^v!ce??^"^rungsagenten. Da« Kleisgericht in ''»e sM^. ^'^ht seit laum zwei Jahren und war auf ^Velba?" ^^"'" durchaus nicht vorbereitet. Der be,'ützt^"dlungssaal konnte unmöglich für einen Process > "üen aus»^/'" welchem «5 Angellagte und mehr als 300 M ez b' y " Guter Rath war daher theuer. Zum Glücke °" ein«.. L"^^' dass der dortige Turnverein eben den >l>e ^ Turnhalle beendigt hatte. Diese Turnhalle sben ^ '° "M den Preis von 500 st. und 15 st. für I" ^rhlln? °"s mindestens zwei Monate veranschlag. M cl," "°Ulng gemietet. Die Ooi'por» äolioti. welche "b zeflln^ ^"den hangen, theils auf den Tischen ^ Nur. h°ben, geben dem Saale das Aussehen n ^ »7 ^' Auswanderer. ?^">hunn^Jagden.) Die bereits ausgesprochene '^ !°hr a>>« !^ da« Jahr 1869 bezüglich der Bären belsch!,.,N"b'g gestalten werde, bestätigt sich. Aus 'Hl lv^""en Nevieren im östlichen Theile der Mon-^°sint>? "folgrciche Bärenjagden gemeldet. Vei >8tt aiz7"rhalb "Niger Tage bei Treibjagden nicht >>late w.. !^ lwle ^ären erlegt worden. Im Sohler ^lNil^s/" Weib. welches mit ihrer Enkelin im Kiffen f. glauben beschäftigt war. von einem Vären ?l sich ^ i« Boden geworfen. In tausend Aengsten ? t>en ^ °°s kleine Mädchen weinend und schreiend "s<°>lt,t w ""^ ^""^ 'hn °n» Gehör, worüber Petz dichten ' bns« er sich — ohne weitere« Unheil h,', ^ s E?' °"s dem Staube machte, harscht:'" verwickelter Fall.) Aus London tz ^l" s l.^ ^" Sprichwort: «Wo nichts ist. hat ^ nich ^ verloren., existiert in der englischen ^ leiner ^" in England hat in der Aus- T.l 'sl. lvie f!^"^" Funclionen auch da Recht, wo der leint. 3^"der, dem Gerichtssaale entnommener ll l ^"tlichen >-" Taschendieb wird von einem Wächter ^i° lllna". '^erhell '" dem Augenblick ertappt, als ^« >d lvi^ ^" '" die Taschen eines Bürgers ^ '''". den, ^ herauszog. Pas konnte nicht an« ^ "iann «l. e ^°sche war leer. Gleichwohl wurde Xl?"z dez ," °l«t und von dem Gerichte erster l^t. tztin ^'"chlen Dlebstahls übersührt und ver-^^^^^ocat legte Berufung ein und behauptete, es sei sinnlos, einen Mann zu verurtheilen, weil er versucht habe, etwas zu stehlen, das nicht da war. Das Gericht zweiter Instanz unter dem Vorsitze de« Richters Manisty schloss sich der Ansicht de« Rechts» anwaltes an und sehte den Taschendieb in Freiheit. Aber der Staatsanwalt brachte diesen juristischen Knoten vor das oberste Gericht in London; sechs Richter, worunter drei Law'Lords, erwogen in feierlichem Conclave die wichtige Frage, ob es ein Verbrechen sei, den Versuch zu machen, etwas zu stehlen, das nicht existiert. Fünf sagten Ja, einer Nein. was den Taschendieben zur Warnung dienen soll, ihre Finger nur in solche Taschen zu stecken, in welchen etwas zu holen ist. — (Plötzlicher Tobesfall.) Per Ministerial-rath des Finanzministeriums Ludwig Hofmann, welcher gewöhnlich noch abends im Bureau arbeitete, wurde vorgestern früh daselbst todt aufgefunden. Die Unter» fuchung ergab, dass er Dienstag abend« bereits an seinem Schreibpulle einem Schlaganfalle erlegen ist. — (Der bestohlene Patriarch.) In der sensationellen Affaire des Diebstahls an dem verstorbenen Patriarchen Angjelic wird aus Mitrovica geschrieben, dass der Redacteur des «Srpsli Narod», Dr. Iovan Grujit. ferner dessen Zeugen in dem Processe wegen Erfolgung von 12.000 st. aus der Verlassmafse des Patriarchen, Radoslav Aradsli und Kosta Radova-novii. vorgestern in Neusatz verhastet wurden. Sammt» liche Verhafteten sollen, wie «Zastava» meldet, binnen kurzem nach Mitrovica übersührt werden. Sie seien übrigens alle mehr oder minder geständig, nur Dr. Dimitri-jeuil! leugne entschieden und sei zu keinem Geständnis zu bewege». — (Trauung eine« Delinquenten.) Der vom Vrüxer Schwurgerichte zum Tode durch den Strang uerurtheilte, unter dem Namen «Räuberhauptmann» be-zirlsbelannte Cajetan Kreißt wurde vorgestern im Briixer Slrafhause mit seiner Concubine Anna Heckl, der treuen Begleiterin seiner Streifzüge, getraut. Kreißl erschien in Sträflingskleidern lettenbelastet; die Braut, schwarz gelleidet, weinte. Die Neuvermählten dursten nur wenige Worte miteinander sprechen, während die Zeugen den Trauact unterschrieben. Dann wurden sie in ihre Zellen abgeführt. — (Eine Briefmarken - Ausstellung.) An» lässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Einführung der Briefmarken wird im nächsten Jahre in den Loca« litäten des österreichischen Gewerbe - Museums in Wien eine Postwertzeichen-Ausstellung abgehalten werden. — (Titel «Aenderung.) Der Scharfrichter von Berlin soll bei seiner vorgesetzten Behörde um Abänderung seines Titels eingekommen sein; er will in Zukunft das Prädicat «Haupt-Casfierer» führen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Fürstbischof Dr. Napotnil) ist vorgestern nachmittags in Marburg angekommen. Auf dem Perron hatten sich zu feinem Empfange die Spitzen der Stadtverlretung und Behörden, die Mittelschuldirectoren, das Domcapitel, zahlreiche Geistliche und eine große Menschenmenge versammelt. Der Fürstbischof präsentierte sich im vollen Ornat und geschmückt mit der Kriegs-Medaille. Stalthaltercirath Baron He in hielt eine Be» grüßungsansprache. Zum Bürgermeister Nagy sagte der Bischof, er wünfche den Bürgern, so viele Freuden zn erleben, als Wassertropfen in der Dräu sind. Dem Vice-bürgermeister Dr. Schmiberer gegenüber drückte er die Hoffnung aus, dass zwischen ihm und der Gemeinde stets ein gutes Einvernehmen herrschen werde. Vom Bahnhöfe fuhr der Bischof zur Domkirche, bann ins bischöfliche Palais. Mehrere Häuser waren beflaggt. — (Elisabeth - Ki nberspital.) Dienstag den 19. d. M., als am Namensfeste der obersten Schutzfrau diefer Anstalt, Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth. Wirb in der deutschen Kirche um 10 Uhr vor» mittags eine heilige Messe gelesen. Gleich darauf, um 11 Uhr vormittags, findet die feierliche Einweihung des neuen Spitals in der Schießstättgasse statt, zu welcher Feier die Schuhfrauen, Gönner, Wohlthäter und Freunde des Elisabetb/Kinderspitals eingeladen sind. — (Voll «lieber» A bend) Wie wir bereits mitgetheilt, veranstaltet die Sängerrunde des Laibacher deutschen Turnvereines Samstag den 16, November unter Mitwirkung der l. l. Militärkapelle in der Glashalle des Casino zu Gunsten ihrer Sängerlabe einen Volkslieder-Abend. Die abwechslungsreiche Liederordnung wirb zunächst das liebliche, von Eduard Kremser auf einem Rembrandt'schcn Kupferstiche aufgefundene und für Chor gesetzte «Altniederländische Volkslied» und das von Hugo Jüngst bearbeitete altdeutsche Volkslied au« dem 16ten Jahrhundert «Braun Maidelein» eröffnen, woran sich die unvergänglich schönen Volkslieder Silchers «Un» treue» und die finnige Volksweise «Schön Rothraul» anschließen. Sodann folgt das reizende, von Ferdinand Möhring für Chor gesetzte rheinische Vollslied «Els-lein von Vaub» und das Volkslied aus Nieberschlesien «Ich hört' ein Sichlein rauschen», welches Karl Isen-mann vortrefflich für Chor bearbeitet hat. Von den mundartlichen Volksliedern kommen zunächst die im stei» rischen Volkstone von I. Gau by gesetzten Lieder «Wann der Mond schen scheint» und «Zwa schneeweihe Tüu-berl». letzteres mit wirksamem Jodler, und die larntnischen, von Thomas Koschat vertonten Lieder: «'« Kärntner Herz» und «Büaberl, mirl bir's fein» zum Vortrage. Ersterer Chor ist eine der neuesten Tonschöpfungen des beliebten Sängers des Kärntner Liedes und gehört zufolge der demselben innewohnenden ergreisenden Innigkeit zu dem Besten, da« Koschat bisher geschrieben; letzteres Lied ist ein nach einem Vollslieoe wirksam gesetzter Chor, welcher mit einem reizenden Jodler schließt. Den Abschluss der mundartlichen Lieder und der Lieberordnung überhaupt bilde.« zwei lustige, von Eduard Kremser vertonte Lieder, und zwar das ganz neue «Vollslied au« dem Wienerwalo» und das urwüchsige «Oberösterreichische Vollslied». beide beliebte Vortragsftücke des Wiener Männergesangvereines. Bor den steirischen und Kärntner Liedern wird die Sängerrunde den Wahlspruch des steirischen, beziehungsweise larntnischen Sängerbundes, zum Vortrage bringen. — (Da« Ballhaus.) Wir erhallen folgende Zuschrift: Das Ballhaus, welche« im vorigen Jahrhunderte den damaligen Verhältnissen al« Vergnügungsort vollkommen entsprochen haben dürfte, befindet sich gegenwärtig in einem höchst desolaten Zustande. Die Hauptmauern sind gesprungen, die Dachrinnen infolge des Roste« durchlöchert, und wird von den barin wohnenden Parteien die öffentliche Straße und die Mulde zur Beseitigung des Kehricht«, be« Abwaschwassers und zum Aus-leeren de« in die Cloale gehörigen Inhaltes gewisser Ge-schirre benutzt. Durch diesen Vorgang findet in jenem ^e?nn fuhr sie in festerem Tone wallen? Verheiratung in meinem Dienste . tz> ihr7r^""e ^cht sogleich; sie hatte ihr 'h ^ »verde./""»en b""" abgewandt. . har« ,"' dle andere auf einen, Landsitz '°V"e ich „Austen. Wenn Sie gern bei mir ' "'Hl em. warum Sie nicht bleiben ltl», ^e h,^. X" ö'^k» M.^lleicht eine geschicktere Kammer-3"i ^"P'har s> °^ ich es bin, wenn sie ein-^e. s 'M l/? s'"d,. sagte sie dann, und wenn ^>,l'." M,e . 'ehr in Gedanken vertieft gewesen H lthtril 3u e Bitterkeit, mit welcher die Sure- .....«""' ^ mehr ,n der Gesellschaft leben werden. X. ^chen ,N lehr wahrscheinlich., versetzte das ^ ei, Üblich, .«her ich sehe nicht em. "'"dernis für Sie sein sollte. Ich werde nie mehr Arbeit von ihnen verlangen, als Sies imstande sind zu leisten. Wenn Sie bei mir bleiben, werden Sie mich auch selbstverständlich auf meiner Hochzeitsreise begleiten müssen.» Sie wunderte sich, wie ruhig sie über alle diese Dinge sprechen konnte; aber sie waren ja alle nur die geringfügigeren Einzelheiten drr einen schrecklichen Thatsache, der sie nimmermehr entrinnen konnte. «Wohin reisen Sie nach der Trauung, wenn ich fragen darf. Miss?» forschte Warren. «Wahrscheinlich nach Italien,» versetzte Natalle aleichgiltig. . Die Dienerin lächelte bitter, aber chre junge Oe< bieterin bemerkte es nicht. «Es scheint mir, dass die Güter d,eser Erde sehr ungleich vertheilt sind; die Armen bekommen alles Leid und die Reichen alle Freuden des Da-sein», stieß Warren aus. die es sich zeitweilig erlaubte, aegen ihre Herrin Bemerkungen über Dinge zu machen, die außerhalb ihres Pflichtenkreises lagen. Natalie seufzte, anstatt sie in ihre Schranken zu« riickzuweisen. «Sie beurtheilen die Dinge nur nach chrer Außen-feite. Warren. Sie wären vielleicht schr überrascht, wenn Sie in die Herzen mancher reichen Leute schallen könnten. Das, was Sie da sehen milsiten. wlirde Ihre Ansicht zweifellos gründlich ändern.» «Nun. Miss. nehmen wir Sie selbst zum Bel-spiel. Kann man sich ein glücklicheres Los als das Ihnen bcschiedene vorstellen? Sie sind jung, schön und im Begriff, einen reichen und gleich schönen Mann zu heiraten. Was kann ein Mädchen mehr ver« langen?» «Ich gebe zu. dass das. was Sie da aufzählen, sehr beneidenswert klingt.» antwortete Natalie. «Und ich .... brach Warren in wild leidenschaftlichem Tone aus. den fie jrdoch rasch unterdrückte. «Ich bitte um Verzeihung, Mifs.» fagte sie leife und demüthig, «ich fürchte. Sie werden glauben, dafs ich mich um meine Stellung ganz vergesse; aber ich habe viele und schwere Drangsale durchmachen müssen, so viele, dass ich zuweilen glaube, darüber den Verstaub verlieren zu müssen.» Nach diesem Geständnis verließ Warren hastig das Zimmer, da sie fürchtete, einen Verweis von Natalie zu bekommen, dass sie sich erlaubt zu sprechen, wie sie es gethan hatte. «Sie scheint in der That ihren Verstand nicht vollständig zu besitzen.» sagte das junge Mädchen zu sich selbst, «vielleicht wäre es doch besser für mich, sie nicht zu behalten. Sie hat etwas Unheimliches an sich.» Sie verschloss ihren Schmuckschranl und gieng in die Bibliothek hinab, wo Lionel in alten Schriften blätterte. «Was für ein Paar Forscher du und Papa geworden seid!» lief sie aus. sich in die Fensternische setzend, so dass da« durch die rotheu Scheiben hereinfallende Sonnenlicht sie wie mit einem Glorienschein umfloss. «Er sitzt immer bei seinen Geschäftsbüchern und Velträgen und du bei diesen alten Urkunden.» fuhr Natalie fort. «Hast du schon etwas Interessantes darin entdeckt?» ^ . Lionel blickte auf; sein Gesicht war ernst, gedankenschwer. (Fortsetzung solgl.') Llltbachei Fettung Nr. 263. 2254 15. NovemberlM^. Stadttheile speciell im Sommer eine fortwährende, den Gesundheitsverhältnissen schädliche Verunreinigung statt, welche sowohl den Passanten als auch den Bewohnern der Nachbarhäuser sicherlich keinen Parfumgeruch bereitet. Es wäre demnach wohl angezeigt, dass der löbliche Stadt-magistrat dem Anerbieten jener Hauseigenthümer, welche in der Nähe des Ballhauses erst vor kurzem ein der Stadt Laibach gewiss zur Zierde gereichendes Haus neuerbaut und an demselben ein breite«, kostspieliges Chamott-pstaster anlegen ließen, endlich gewährende Folge geben und denselben das einer Ruine gleichende Ballhaus behufs dessen Abtragung verkaufen möchte, wornach an besagter Stelle ein schöner, freier Platz, deren wir in Laibach leider nicht viele haben, entstehen würde. Die Befeitigung des Ballhaufes fällt umfomehr inS Gewicht, als die lrainifche Baugesellschaft es anstrebt, daselbst einige Gartenparcellen anzukaufen und auf denselben in der Richtung gegen die Vertaca hin, wo bereits ein schönes Haus erbaut wurde, unter der Bedingung neue Häuser aufzuführen, wenn das mehrerwähnte Ballhaus beseitigt wird. Hoffen wir daher, dass die hier angeregten Wünsche behufs Verschönerung unserer Landeshauptstadt ehemög» lichft rcalisiert werben. — (Sammlung der österreichischen Gesetze in slovenischer Sprache.) Der slo« venische Iuristenverein «Pravnik» hat für die gericht« liche Amtierung in flovenifcher Sprache einen höchst wich« tigen und praktischen Schritt unternommen mit der slo< venischen Ausgabe des ersten Bandes der Sammlung österreichischer Gesetze (Ldir^» »vstriMik zilllionov v «lo» vongllsm .joaiku. I. 2vo2ßlt. kH2yn3kl 2üllon). Eine Handausgabe der Gesetze in slovenischer Sprache war schon längst ein heißer Wunsch der slovenischen Juristen, die bisher das betreffende Materiale in den Reiche- und Landesgesehbiichern suchen mussten. Für die slovenische Gerichtspraxis ist diese der Manz'schen Ausgabe ähnliche Sammlung vlM großer Bedeutung, und dem slovenischen Iuristenvereine, der schon seit Jahren eine Fachzeitschnst «Slovenski Pravnil» herausgibt, gebürt für die Initiative in diesem Unternehmen die vollste Anerkennung. Der erste Band umfasst auf 413 Seiten das materielle Straf« recht, und zwar: Das Strafgesetz über Verbrechen, Vergehen und Uebertretungen nebst einem Anhange von einundzwanzig besonderen Gesehen und Entscheidungen. Manche Gesetze erscheinen hier zum erstenmale in slovenischer Sprache, und besonderen Wert erreicht das Werk durch die Hinzufügung der Entfcheibungen des Obersten Gerichtshofes. Die Ausgabe hat Staatsanwalt.Substitut Herr Dr. Jakob Kavcic redigiert. — (Das deutscheGeschwader vorTriest.) Die Schissscommandanten des deutschen Geschwaders unter Führung des Capitäns zur See von Reiche statteten vorgestern in Begleitung des kaiserlich deutschen Vicecon« suls Müller bei der Triester Statthalterei ihren offi« ciellen Besuch ab. Dieselben wurden in Vertretung des durch ein Unwohlsein verhinderten Statthaltereileiters vom Hofrathe Ritter von Reya empfangen. — (Steckbrieflich verfolgt.) Das k. k. Lan-desgericht Laibach erließ folgenden Steckbrief: Hans von Nafedow, bei 30 Jahre alt, von kleiner, schmächtiger Statur, mit langem blonden Kopfhaare und rothem Vollbarte, angeblich Schriftsteller aus Dessau, und dessen angebliche Ehegattin, unbekannten Namens, etwas jünger scheinend, groß, kräftig gebaut, mit rothem Kopfhaare, braunen Augen, mit Sommersprossen im Gesichte und an Händen, sind des Verbrechens des Betruges dringend verdächtig und flüchtig. Dieselben sollen sich gegenwärtig in Zürich aufhalten. Im Falle der Aufgreifung sind dieselben an das k. k. Landesgericht Laibach einzuliefern. — (Aus dem istrianischen Landtage.) In der vorgestrigen Abendsihung des istrianischen Land' tages verlas Abg. Dr. Costantini die allgemeine Re« lation über die letzten Landtagswahlen. Per Landesaus-schuss wurde beauftragt, für die nächste Session einen Gefehentwurf, betreffend eine allgemeine Revision der Landlags-Wahlordnung vorzulegen und der Regierung die bei den letzten Landtagswahlen in Mitterburg und Pola vorgefallenen Unregelmäßigkeiten zur Kenntnis zu bringen. Der Präsident hielt fodann die Schlusörede, in welcher er dem Bedauern Ausdruck gab, dass die Minorität der letzten Sitzung, in welcher der Landesvoranschlag ver« handelt wurde, nicht beigewohnt habe, und schloss den Landtag mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den! Kaiser, das begeisterte Zustimmung fand. — (Selbstmordversuch.) Der 20jährige, aus Moräutsch bei Stein gebürtige Väckergehilfe Johann Blsil hat sich vorgestern nachmittags im Wäldchen nächst dem «Restaurant Boschctto» in Trieft mittels zwei gegen die linke Nrustseite abgefeuerten Revolverschüssen zu entleiben versucht. Nist! wurde in schwer verletztem Zustande mittels! Tragbahre ins Spital befördert. Verschmähte Liebe soll ^ den jungen Mann zu diesem verzweifelten Schritte veran-lasst haben. ' — (Durchgegangen.) Vor drei Wochen reiste der Klagensurter Notariats-Candidat Poctoranb Josef Kuttnig nach Graz. um, wie er sagte, daselbst die Nolariatsprilfung abzulegen. Da er weder zurückkehrte „och etwa« von sich hören ließ, zu gleicher Zeit aber in " der Kanzw de« Notar« Max Stary ein Depositum von über 4000 st. abgängig war, so erkundigte man sich in Graz um das Verbleiben Kuttnigs. Derselbe soll sich in Graz nur 4 Stunden aufgehalten haben und dann un> bekannt wohin weiter gereist sein, vermuthlich nach Amerika. Einer andern Version nach soll sich Kuttnig in Trieft eingeschifft haben. Nähere Aufschlüsse wird die ein» geleitete gerichtliche Unterfuchung ergeben. — (Militärifches.) In das Verhältnis «außer Dienst» wurde versetzt der Lieutenant in der Reserve Alois Verderber des Infanterie-Regiments Freiherr von Kühn Nr. 17 (Aufenthaltsort Laibach, verfügbare Reserve des 13. Corps). In den Ruhestand wurde verseht Oberlieutenant Georg Vestner des Feldjäger-Bataillons Nr. 9, zu Localdiensten geeignet (Domicil Graz, verfügbare Reserve des 13. Corps). — (Vom Tage.) Der Winler hat nun förmlich seinen Einzug gehalten, und mau kann den vorgestrigen Tag füglich als den ersten Wintertag bezeichnen, denn wenn uns in den letzten Wochen auch schon zuweilen einiges Frösteln überkam und an die Nähe des Winters mahnte, so fehlte doch noch die Bestätigung des Thermometers, das immer noch über dem Nullpunkt stand. Vorgestern aber sank es unter denselben, und wir haben nun die volle Berechtigung, von dem Eintritt des Winters zu sprechen. Wie es scheint, werden auch die ersten Schneestocken nicht mehr lange auf sich warten lassen. — (Meteor.) Von der meteorologischen Beobachtungsstation Klagenfurt wird an die l. l. Centralanstalt für Meteorologie in Wien telegraphiert: Am U.d.M. um 10 Uhr abends zog ein birnförmiges Meteor vom Zenith in halber Vollmondgröhe, in weißem Lichte strahlend, unter 30 Grad von Süd gegen Nord und löste sich in farbige Funken auf. 4. Verzeichnis der beim l. l. Landespräsidium für die durch Hochwasser Beschädigten eingegangenen Spenden: Herr Dr. Anton jub. Propst 5 fl.; Sammlungen der Pfarrämter: Hl. Geist bei Gurtfcld 2 sl.. Ceruuce 6 fl,, Brezovim 12 fl., gaplana 5 sl. «0 lr, Banjalola 11 fl.. Gutenfrlt» 1 fl. 80 tr., Niedcrborf 2 sl. 20 lr., Strug 3 fl., Suchen 3 fl. 72 lr. und St. Georgen 3 fl. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Vie Maiferzufammenlunst ln Innsbruck. Innsbruck. 14. November. Se. Majestät der Kaiser ist mittels Hofzuges in Begleitung des General« adjutanten FML. Grafen Paar. des Flügeladjutanten Majors Freiherr» von Saar und des Ordonnanz-Officiers Hailfttmanlies Freiherrn von Giesl, nach 10 Uhr vormittags hier angelangt. Das zahlreich anwesende distinguierte Püblicum bildete Spalier und empfieng Se. Majestät mit braufenden Hochrufen. Zum officiellen Empfange hatten sich der Statthalter und der Eorpscommandant eingefunden. Der Kaiser ge» ruhte die beiden Herren huldvollst zu begrüßen und ihnen die Hand zu reichen. Hierauf begab sich Seine Majestät in den in geschmackvollster Weise in einen Wintergarten verwandelten Hofwartesalon. Mit dem Separat Hofzuge war auch der deutsche Botschafter in Wien, Prinz Reuß, eingetroffen. Innsbruck. 14. November. Der Hofzug mit dem Kaiser Wilhelm und der Kaiserin Augusta Vic« toria ist nach 11 Uhr in die Station eingefahren. Kaiser Franz Josef erwartete in der Oberstenuniform des seinen Namen tragenden Jägerregiments auf dem Perron die Ankunft des Zuges. Kaiser Wilhelm, in Husarennniform, stand am Fenster des Coupes Die Vegrühnng der Majestäten erfolgte in der allerherz-lichsten Weife. Kaiser Franz Josef sprang elastischen Schrittes die Stufen des Waggons hinauf; die Ma« jestäten küssten und umarmten einander, Kaiser Franz Ios^f küsste der deutschen Kaiserin die Hand, worauf sich die Majestäten in lebhaftem Gespräche in das Innere des Coups begaben. Die Kaiserin zog sich nach einiger Zeit zurück, und die beiden Monarchen blieben allein, in eifrigem Gespräche begriffen. Die Ankunft des deutschen Hofzuges wurde vom Püblicum, das in dichten Scharen den Perron während des ganzen Vor« mittags besetzt hielt, mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Die Suite des deutschen Kaisers, 34 Personen, kam in zwei Zügen an. Innsbruck, 14. November. Der Statthalter Widmann und der Eorpscommandant von Teuchert'' Kauffmann halten die Ehre. durch den Hofmarschall ^ Fürstrn Pückler in den Hofsalonwagen beschieden und dem deutschen Kaiser vorg stallt zu werden. Z»m Dejeuner führte Kaiser Franz Ioscf die deutsche Kaiserin! am Arme zum Speisewagen Dem Dejeuner wohnte außer den Majestäten auch der Generaladjütant Graf Paar an. Um 12 Uhr 25 Minnten fand die Abfahrt des Hofzugrs statt. Kaifer Franz Josef begleitet das deutsche Kaiserpaar bis Rosenhrim. Die Abfahrt des Hofzuges wurde von dem zahlreichen Püblicum mit 5 enthusiastifchen Hoch-Rufen begleitet, wofür die Maje»' Men huldvollst dankten. > Rosenheim. 14. November. Kaiser 3"'"^ und das deutsche Kaiserpaar sind um 3 V, ^ ^ mittag hier eingetroffen. Die Weiterreise e« herzlichster Verabschiedung um 3 Uhr 40 'M'" Wien, 14. November. Die vom Grafen H^ wart einberufene Conferenz der Führer der ^ findet Freitag d>n 22. d. M. in Wien statt. ^' selben soll zunächst die Frage trums - Clubs mit dem Hohenwart - Club "'i'^ und insbesondere auch die Lage der Altczecym tiert werden. a«„tM" Graz, 14. November. In der heutigen "';"„ Sitzung erklärte Abg. Fürst, er habe bel der gr, »^ namentlichen Abstimmung nicht mit New. me" r^ tokolle stehe, sondern mit Ja gestimmt; mM H,,< Richtigstellung erklärte der Landeshauptmann °r^ trag des slovenischen Abgeordneten Ierman «"' "^. einführung der Chnurgenschulen mit 26 gegen ^ men für angenommen. . «„:s,erl vo« Trieft, 14. November. Vice-Admiral F" yr. ^ Wipplinger und GM. von Probezt "widerten "^ nachmittags an Bord des Kriegsschiffs ^" '"»cheN den Besuch des Commodore von Reiche, ^" U ^ ^ Opernvorstellung im «Politeama Rossettl» woy> ,^ ^ Schiffscommandanten des deutschen Oeschwaoei» Loge des Bürgermeisters Bazzoni bei. . -z her Prag, 14. November. Das wichtigste me,g ^ heutigen LandtagKsitzung war die Ammme" u ^, Mandate der dentschböhmischen LandtagsaM" .^ ^. Sämmtliche Abgeordnete — ohne ParteMlMM) ^, erhoben die Hände znr Zustimmung, da!» ^^ schen Abgeordneten ihrer LaMagsmandatt ^ ^ seien. Unter Bewegung wurde hierauf die ^ v schlössen. ... „ach sehr Mailand, l 4. November. Der Ka'ser ^ " ^ herzlicher Verabschiedung vom Könige «no " .^ ^d Prinzen um 11 Uhr nachts von Monza avg« ^ um 11 Uhr 15 Minuten hier eingetroffen, wurde ohne Aufenthalt fortgesetzt. „ttomalnO Constantinopcl, 14. November. Der o"" ^li, Gesandte in Brüssel, Karatheodory Efend». "^ esse Vertreter der Türlei auf dem Antisclaverei -" in Brüssel ernannt. Angekommene Fremde. Am 12. November. ^ i,nb Hotel Stadt Wieu. Oreima.. Blaue, Schwender, "^^„speclH S. Lewy und Neiugruber, Kaufleute; ii'p"?'< ttorella "" Wien. - Fursattel', Kfm.. Nürnberg. - ^'U ^z, V'l" ' Wohlfahrt und Czerwalowsly. Trieft. -^ ^-Mct,^' Neusohl. - Malsimovic. Kfm.. Aa«m. -- A ^ F" Hotel (Nefant. Pcterla, Kfm., Wurstlem, V"nnr^^ ^ manu, Wien. — Trautman, Ksm., Gcaz. -^ «ouri«^ ,,h spector. Villach. — Lowy, Kfm., Kamscha. "^^eur, '" Oberlieutenant, Kurnniliurg. — Gabersel, Scherrr. Privatier, worz. <,^ KoderM'«^, Hotel Vaierischer Hof. Dctcla. Dob. - Kos, v°" '^ A,,' Hotel Sildliahnhof. Bayer. Panoptiler, Lemesv« -Neumartll. ,.. Am 13. November. ^ gi,M Hotel Stadt Wie«. Sauer. Müller. S>!f,. ^',,fln!<<', ki^ Beer. Chwapil, H.'ll.'r. Hauser und Spieln"". ""'^ "" — Hofvauer u»d Mally, Neumarltl. -^ "" " ^, Hotel Elefll.lt. Schöller, Fashold «nd Hansel, ssa^ V — Mertens. Wieu. - Ortner, Kauf,".. M' m ^, ^ beiger. Kfm., ssilnslirchen. - Liloser, Oder"" — Nautimi, Kfm.. Graz. ^ -c^l. ^ ^ Hlitel Slldbahnhof. Paßi, Vahnbeamter, "',« itopanet, Aillach. — Kobau Overfeld. ^^> Hotel «attischer Hos. Krainz. llederer. O^erouvu^^ Verstorbene. ^..bib« Den 1 2. N ° vember. Josef« SeA ' z)c<""" 21 I.. Kuhthal ,1. Tuberculose. - Leopold "" ^ Sohn, A Tasse. Polanastraße »ü. SchwaM». ^M, " ,y< Dc „ 1 :l. Novembe r. Auton «'"", ^„ce>, ^c! Maria.Theresien.Straße U, Tuberculose. — ^"...„g. TVH!" macher, 51 I,. CastMasle 12. Nierenen °r«'^^^ Stcrbcnc, Schriftscher. 1!1 I., SchieszstnttM^^------ Lottoziehung vom ,5 November. ^ Brunn: 6 3 27 ^^---^ Meteorologische k z! Ul ft........°^'I ____^ s"«^^ ^. ^.^.^---DM 0'"" 14,'^.N. 747-9 5 2 SW.schwa^. ^ttt ^< ^ . «d. 749-1 -U'2 ,NO. schwach^ ^s ^ ^ Morgennebel, schüner Tag. sternhelle Ma,.^^c^^ der Temperatur 0 0". um 3 9° mltcrden^^.^^ ______________________----------—^ ^ N a<1 ^^^^^ otzMsLi'il.t.LMMäb^ in H«>0» 2255 Course an der Wiener Börse vom 14. November 1889. «««dem «G«««« «oursbwtte L». .» «r>d War, »chk Mom. .„«i°.« 8b3>> »5« A« / nanze ^» n 13? 25.!i29 b:. ' ,"°'k , . 100 fi. ,7»h<> ,7».. «»/o, "^ ^l«"st, . . 1b1?klbz!25 ^" ^'enr^'' ?»cr,rkl . 10» 7<> 108 90 enm„e, steuere! . ,,'u ZU" w Silber 102 l>0 ,08 - »»«,« -^.^^l884 9b- 9b »0 l>?Kp!«Iln"^,' ' - - 100 90 10110 Q dlo,"'"^w«n,e.^ „«.7., ,40^ ">^^^ » »!" ft. 12? 40 127 SO »elv «are Grundentl.-Obllaatisnen («>r lOV fl. «Vl.) ü°/„ «allzilche...... 104 ü,> lvb" b°/, mülilischr...... «>9 50l1<,- 5°/« Nrail« und Küstenland , . — — — — b°/„ „irdcrüsterreichüche . . . lUS öl »05 <0 b"/„ Triüsssl Ba»a» .... ——-------- ü"/l> u»nnr!Ich<>...... 8» «l, «3 cl> Andere öfsentl. Anlehen. DonauNe». Lose b«/,, lUN ft. . l»4 50 »»5- dlo, «l.Ielhc 187» . . »07 lb 108 2b «nlrben d,r Gtadt Gür, . . ll^— —— »nlrhti! d. Vtllbtgtnleinbe Wien 105 75 l0« bo Präm .«nl, t>. Stadtssem, Wien l48 üu 144 — Vbrseot»,!! »lültlieil verlo«. ü°/, W — l»7 - Pfandbriefe (sui KM ft.). Vobenri. allg. üst. 4°/n «. , . ll8b"l>»»b blo. » <'/,"/». . . l:»0 80l0,4? bto. » 4°/„ . . . 8«'40 9890 dt». Plüm. Echul!w,lslhr. l!«/,, lft« 2b l(»8 ?b vest, Hypothileüblllll l0j. bN«/, -.'-- 10»— vest.»un«. Vanl verl. 4'/,°/» . X'l bn «0l HO bett« » 4°/o . . 99 8» llw i»l> betto bN^HHr. » 4°/, . . 99 50 Priorllats-Obliglltionen (fur »00 st.). ssrrbinanb« «orbbahn /,°/, . 99 W 100 4<> Gelb Wa« 0es ü^ü!» Eüdbllhn k 3°/,..... »45 7b I4NÜ5 » il 5°/»..... ll84« l«U - Una.'gallz. Vayn..... l« N...... »»b'-lge-.. «llary Losr 40 fi......z« . en.. 4°/„ Donau Dampfsch. «lX> fi. . «z? — ,2« -«alvacher Präm.«»Ieh. z>u ft. ,4^ üb 25 Olencr Los? 40 ss.....k,-«» e«'5n Palssy Lolr 4U ft......57..^ 58 _ Rothen Kreuz, »ft. «es. v.. lü fl. l« ?<» ,9 !<> Rudolph Lose ,N fi. . . ,„_ ____ Ealm-Lole 4« ft......g, ^ 63 bu El. «en«!« Uost 40 ft. , . , «4.5» «55» Waldslein-Lose 20 ft. . . «... 4».^ Winbijch Orätz L°,e 2U st. . . _._ b» «ü «ew, Lch. d.3«/<.Piäm.'Schulb. versch d. Äooencreditanslalt , >?.- »8 — «auf - Nctlen (per EtÜs). Anglo vest. Vanl »0« st. nu»/,». l«z- — l4b 00 «aulorrsi« Wiener WO fi. . . ll< SU ll> - iNb»cr..«nst. «st. »W fl. S. 40°/„ 293 ?»" »9< !.(' »3«, — DepoNtenbanI, »llg. 200 st. . zoi — 20» — V»c°u,pls Ves.,vtdlösl. 50« st, . 5«1 — li«b — «. . . 2l?' - 2«? bl» Oesttrr.'uugar. «onl «00 st. . 9?4 - »2z - Unionbanl 20» st...... 28» 2b 288 7ü Verlehrsbanl. «ll«. l40 fi. . . l5» -. l60 - Nctien von Transport' Unternehmungen. (per Ltucl). «lbrechtXjahn 20N st. Vllber . >>» — «0 - «l!»lb ssiuman. Ällhn 2NU st. E. 20<» - 2W bo «Ohm. Norbbahn lb» st. . . . »l8 - ^^) - » Westbahn 200 fi. . . . 881 - 388 - »uschtiehrader 2b dto. slit. U.) 200 fi. . 8S5 — 88« — Donau. Dampfschlfffahtt « Ges., Oesterr, bcx» st, »M. , , . «ll - 383 Drau-til. («.-Db.-X.) »»0 st. T. l»ß 7b !97 - Dux Vodcnb. > Lüobahn 200 st, Silber ... 180 25 1»» ?!. Suo.Nordo.!ljeio,'«.200N.» . »0 - »lsenbahnw.°«eihg., erste, »0 st. 90 ?z 91 ül» »Elbemühl», Papiers, u. «.°V. SI U) «2 s>o liieslnger Vrauerei 100 fl. . . ,« b0 99 - Montan Velell., lfterr..alpine »7 - 9? »0 Präger 7 - 409 - Valao'Tarj. Gtelnlohlen 80 fi. «»z - »9« - «schllzlmichl», Papiers. »00 fi. 208 — >>»9 .. «G»eyrermühl»,PapFranc« Stücke..... »-4» »49^ Deutsche «elchsbanlnoten . . «»»4b 58 «» Pap