ec. Jahrgang Nr. 265 Erscheint wöchentlich sechsn, (mit Ausnahme der Feiertage Schriftleitung, Verwaltung un Iluchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 25-09. Maribor. Kopališka ul. 6 Donnerstag, den 21. November 1940 ,-scraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: , bholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, T das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—% Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. i’ostnina plačana v gotovini. l®y©IS Dflt 1*50 Hitler Wien Die Beschlüsse der Wiener Konferenz werden für Mittel- und Güdosteuropa von größter Bedeutung sein (Siehe zunächst Seite 2) 20. November. (Transradio). jT Führer und Reichskanzler Adolf H i t-tCr ist heute vormittags in Wien eingefallen, um an den Besprechungen der putschen, italienischen und ungarischen ^tsmänner teilzunehmen. “Udapest, 20. November. (Avala). Sn e f a n i berichtet: Im Zusammenhänge mit der heute in Wien beginnenden Konferenz verlautet in ungarischen politischen Kreisen, daß die diplomatische Aktion der Achse Rom-Berlin nunmehr in die Phase der Realisierung ihres Programmes in Südosteuropa getreten sei. Die Wiener Beschlüsse würden daher von größter Bedeutung sein. Bukarest, 20. November. (Avala-Havas) Der rumänische Staatsführer und Ministerpräsident General Antonescu ist heute nach Deutschland abgereist. General Antonescu wird vom Führer und Reichskanzler empfangen werden. Der vor geraumer Zeit vereinbarte Besuch soll die Freundschaftsbande zwischen dem Deutschen Reiche u. Rumänien noefc weiter vertiefen. Berlin, 20. November. In hiesigen Kreisen ist das Gerücht verbereitet, daß dieser Tage auch der König Leopold von Belgien im Berghof vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfangen worden sei. Amerika ^kue Erklärung des griechischen Bropagandaminifters / „Griechenland braucht Flugzeuge, Flugzeuge und wieder Flugzeuge" / Die Entscheidungsschlacht im Nordepirus noch nicht beendet ka: N ® w y o r k, 20. Nov. Wie die ameri- fhischen Blätter aus Athen berichten, J^htete Griechenland am gestrigen Tage n seine Verbündeten und Freunde einen ^zweifelten Hilferuf, in dem gesagt t irc*> daß »Griechenland dringendst Flug-' uge, Flugzeuge und wieder Flugzeuge aucht«, um sich gegen den nächsten .."sturm der totalitären Mächte zu vertei-s^en^ Der griechische Propagandamini-r Theo Nikoludis erklärte einigen ®*ändischen Journalisten gegenüber, , sich der griechische Hilferuf vor al-, m an England und die Vereinigten Staa-q" v°n Nordamerika wende Die Freunde ^bechenlands sollten sich nicht von den '■folgen irreführen lassen, die das grie-'sche Volk seinerzeit im Balkankriege j, Ve*‘zeichnen hatte. Die Griechen wollen ^jerseits auch nicht jene Fehler bege-n> welche das heroische Finnland be-g !lFen habe, als es in Anbetracht der ^ ""glichen Erfolge auf die auswärtige ul8 yerzichtete bzw. zu spät das Auland ^. tf'lfe bat. Auf d’e Besorechimg der n. ^-KSlage übergehend, erklärte der Mi-jen"er: »Ich bin glücklich. Ihnen mittei-So, z" können, d^R die heroische grieclii-^ 8 Armee letzte Reste griechischen Ge-I) 8 von den talienischen Truopen säu üecir, daß .die immer mehr nach Albanien ab-äfigt werden.« Ferner wird berichtet, de r''e nr,ch Albanien vorstoßenden grie-^’Chen Truooen die albanische Stadt " Sek fig Meilen von Koritza entfernt) ^tzt haben. ka^ 3 s ^ > n g t o n, 20. Nov. Wie ameri-;s/l!Schen Presseberichten zu entnehmen War der dringliche Appell der griechi-fg en Regierung zwecks rascherer Belie-, '"!nqr Griechenln^ds mit Kriegsmaterial, alle nd "t Fhiezzeupsn. bere'tn Gegen- von Bevattmfzen innerhalb der ams- VOi 8ta ^Jbschen Regierune. Man sei sich ?e-V, . In amerikanischen Kreisen der •'T/«erigkeP bewußt dl-' e’ner größeren h IC^rt,hg Griechenlands im Wege ste-sfi;^-Sn glaubt nämlich, daß man bei lg, K8rer Beliefen?ns? Griechenlands die /Umland bestimmten Kr«e«-smnter*»l- endim, Kämpfe im Gange sind. Nur in der Zone um den albanischen Ort Eleki ist inso-ferne eine Veränderung eingetreten, als dieser Ort von den griechischen Truppen besetzt wurde. A t h e n, 20. November. (Avala.) Die Agence d’Athens berichtet: Der Bericht Nr. 24 des griechischen Oberkommandos trägt folgenden Wortlaut: Im Gebiet von Koritza haben griechische Trup pen nach erbitterten Kämpfen die Positionen erobert, die »bisher von den italieni- schen Truppen verteidigt wurden. Die Offensivaktion der griechischen Truppen wird auf den Morawa-Höhen mit Erfolg fortgesetzt. Beograd, 20. November. (Avala) — Der Berichterstatter der »Politika« an der jugoslawisch-griechischen Grenze berichtet, daß sich zwischen der englischen und griechischen Fliegerei einerseits und der italienischen Luftwaffe andererseits hef tige Luftkämpie abspielen. Die Positionen im Morawa- und Zwezda-Gebirge werden von der Luftwaffe stark bombardiert. Man glaubt, daß seit zwei Tagen im Sektor Lerina—Koritza eine Entscheidungsschlacht im Gange ist, die gestern nachmittags größeren Umfang annahm. Das Blatt meldet ferner, daß im Laufe des gestrigen Tages im erwähnten Frontabschnitt Prinz Paul von Griechenland itt Begleitung des Kommandanten der britischen Streitkräfte in Griechenland eingetroffen ist. irmingham Roch nicht dagewsiene LntenfüM des Luftkrieges über England / Deutsche Massen-Luftangriffe auf mM^englische Industriebezilke / Englische Flieger über Berlin und dem Westdeutschen Industriegebiet / Vefsiml isches amerikanisches Arten über die Lage Englands Bi n! j t o 1 j, 20. Nov. Zwischen den italie-•'irri1en Mn^ (*en griechischen Truooen zei. |r„ Um (Ipu Besitz von Koritza erbittert rf? ^'e von der c-<-cn?c kotrimcr,- n h~sa"en. werde.» die PosiFo- fpfl tiP1 ^oritza von Italienern rrehnl-T2 «"d zwar trotz der unanfhftrUnher» 1 'Fen AnCTr'ffe de Griechen. ^ o m. 20 Nov. Wie einem amtlicher ^pmriooinuee m entnehmen ist hat sich ' ’talienisch-griechische Front im Eoi-fast nicht verändert, obwohl heftige N e w y o r k, 20. November. (Avala) — DNB berichtet: In Wellen von 80 bis 100 Bombern — so berichtet die »A s s o c i a-te d Press of America — erschienen am Dienstag abends, als die Dämmerung einsetzte, die Verbände der deutschen Luft waffe über England. Der Sachschaden, der bei dieser Gelegenheit an wichtigen Industrieanlagen in Mittelengland angerichtet wurde, ist überaus groß. Das deutsche Bombardement dauerte ununterbrochen eine Stunde. Die deutschen Bomber bombardierten bei dieser Gelegenheit auch 'London. Andere Angriffe richteten sich gegen Westschottland, ferner gegen Liverpool, Nordwestengland, Ostengland, sowie die Grafschaften Kent und Wales. In Mittelengland wurden besonders die Anlagen einer Industriestadt schwer hergenommen. Die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press bemerkt am Ende ihres Berichtes, daß der britische Luftmarschall die deutschen nächtlichen Angriffe noch immer nicht beantwortet habe, ja es schei ne sogar, daß er eine solche Lösung gar nicht gefunden habe. London, 20. November, (Reuter.) — Das britische Luftfahrtministerium meldet, daß britische Flugzeuge in der vergangenen Nacht in Westdeutschland verschiedene kriegswichtige Objekte mit Born den belegt haben, darunter die Krupp-Werke in Essen und Benzinwerke in Leuna. Ferner wird' mitgeteilt, daß der deutsche Ueberseedampfer »Europa« im Dock zu Bremen von einer britischen Bombe mittschiffs getroffen wurde. Die rückgekehrten britischen Flieger erzählen, daß sie im deutschen Industriegebiet zahl reiche Explosionen und Brände beobachtet haben. London, 20. November. (Reuter) — Wie amtlich mitgeteilt wird, hat die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht schwere Angriffe auf England durchgeführt. Die Angriffe begannen bald nach Eintreten der Dunkelheit und dauerten etwa neun Stunden. Es wurden zahlreiche Brand- und Sprengbomben abgeworfen, die zahlreiche Brände verursachten und großen Materialschaden zur Folge hatten. Die Angriffe waren vor allem gegen Mittelengland gerichtet. Auch zahlreiche Menschenopfer sind zu verzeichnen, doch ist ihre Zahl im Vergleich zu den großen Angriffen verhältnismäßig klein. Berlin, 20. Nov. (Avala—DNB) — Diehstag abends bombardierten starke Formationen der deutschen Luftwaffe militärisch wichtige Ziele in Mittelengland. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro erfährt, wurden auf Birmingham mehrere Tausend Bomben aller Kaliber in einem Angriff aibgeworfen, der dem Angriff auf Coventry ähnlich war. Berlin, 20. Nov. (Avala—DNB) — In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch versuchten britische Flugzeuge zwei Mal sich der Reichshauptstadt zu nähern. Infolge der kräftigen Wirkung des Flak-feuerc konnten diese Angriffe abgewiesen werden. Nur einem einzigen englischen Flugzeug gelang es, über Berlin einzufliegen und einige Bomben abzuwerfen. — Durch Bomben dieses Flugzeuges wurden eine Klinik, ein Spital und mehrere Wohnhäuser getroffen. Die bewirkten Dachbodenbrände konnten rasch gelöscht werden. Zwei britische Bomber wurden ab-geschossen. N e w y o r k, 20. November. (Avala- DNB) In einem Kommentar d. Kriegsoperationen in England schreibt „New York Daily Mirror“, dass die dürfte ebenso wie der verkürzte Aktions radius der britischen Bomber für Angr» auf Süditalien zur Sprache gekomntf sein. Deutschland und Italien werden da her Mittel und Wege finden, um diese^ Problem zu lösen, da jeder Aufschub “e Sache weitere Komplikationen mit ®*c bringt. Selbstverständlich befand sich _de europäische Südosten noch nie in e,n solchen Lage wie heute. Man kennt jedo die Entschlossenheit und das System de Achsenmächte und wird sich daher hJC ^ wundern dürfen, wenn sie an die al!lge meine Lösung des Südostprdblems ohh jegliche Sentimentalität herantreten _%ve‘_ den. In diesem Hinblick können die infef nationalen Ereignisse daher allerhah Ueberraschu ngen bringen. Der Luftkrieg im Westen Amerikas Vreffe meldet riesige Schäden in Englands Rüstungsindustrie / „Die gewaltigsten Explosionen in London seit Kriegsbeginn" / Britische Flieger über Mitteldeutschland / Reue Gchiffsverluste der Briten General Antonescu in Rom feierlich empfangen Newyork, 20. Nov. (Avala.) DNB berichtet: Laut Berichten aus London war Liverpool schon am frühen Morgen einem ungewöhnlich heftigen Angriff der deutschen Luftwaffe ausgesetzt. »United Press« berichtet, daß bei diesem Angriff, der in Wellen durchgeführt wurde, durch Brand- und Sprengbomben gewaltige Schäden verursacht worden seien. — »U n i t e d Pres s« und »Associated Press« berichten ferner, daß das west-englische Rüstungszentrum Liverpool auch Montag abend und im Laufe der Nacht Ziel deutscher Luftangriffe gewesen sei. Beide Agenturen bestätigen ferner, das deutsche Luftstreifkräfte in der Nacht auf Dienstag auch Mittelengland angrif-fen, wo verschiedene Rüstungszentren Angriff deutscher Sturzkampfbomber auf britische Industrieanlagen. angegriffen wurden. Die Angriffe erstreck ten sich auf das nordöstliche England sowie auf Wales und Nordirland. Endlich erschienen in kürzeren oder längeren Zeiträumen deutsche Flugzeuge auch über London, wo sie Bomben abwarfen. Übereinstimmend berichtet die Newyor-ker Presse, daß sich in den letzten Tagen in London die gewaltigsten Explosionen seit Kriegsbeginn ereignet hätten. Die Explosionen seien durch die Bombardierung hervorgerufen worden. Stundenlang sei die ganze Gegend von Widerschein des Feuers taghell erleuchtet gewesen.« Berlin, 20. Nov. (Avala.) DNB berichtet: Das Oberkommando der deut- schen Wehrmacht gab gestern bekannt: »Ein Unterseeboot versenkte vier feindliche bewaffnete Handelsdampfer von zusammen 23.880 BRT. Ein zweites Unterseeboot ebenfalls vier bewaffnete Handels dampf er, darunter zwei' Petroleumtanker von zusammen 21.340 BRT. In der Nacht zum 18. November wurden Luftangriffe auf kriegswichtige Objekte in England fortgesetzt. Außer London, wurden mehrere Orte an der Südküste Englands bombardiert, besonders die Hafen- und Industrieanlagen in Southampton sowie die Munitionsfabriken in Mittelengton d. Italienische Bombenflugzeuge unternah men einen erfolgreichen Angriff auf eine Stadt an der Ostküste Englands. Bei Angriffen auf Schiffe und Geleitzüge vor der britischen Ostküste wurden zwei Handelsschiffe von je 3000 Tonnen versenkt und drei weitere Schiffe schwer beschädigt. Nachtangriffe, die eine unbedeutende Zahl britischer Flugzeuge in Deutschland unternahm, blieben wirkungslos. Flugzeugverluste waren nicht zu verzeichnen.« Ottawa, 20. Nov. (Avala.) Reuter rne’det: Der kanadische Luftfahrt minister i erklärte im Parlament, daß in kürzester Zeit auch die zweite Eskadrille kanadischer Jagdapparate den aktiven Dienst in Großbritannien übernehmen werde. London, 20. Nov. (Avala.) — Reuter berichtet: Das Luftfahrtministerium und das Ministerium für die innere Sicherheit geben bekannt: »In der Nacht zum Dienstag warfen feindliche Flugzeuge eine kleinere Zahl von Bomben in Mittelengland und über verschiedenen Punkten Südenglands ab. Es wurden einige Brände hervorgerufen. Der angerichtete Schaden ist gerng, die Zahl der Todesopfer klein. Britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum Dienstag in Mitteldeutschland ein und warfen eine bestimmte Zahl von Bomben auf Industrieanlagen ab.« Am Donerstagmorgen traf General Ant°" nescu, der rumänische Ministerpräsident, auf dem Hauptbahnhof in Rom ein, wo ef vom Duce empfangen wurde Deutsche Kirche, die von englischen Fliegerbomben getroffen wurde. Hore-Belisha stammt aus Bitolj. Sarajevo, 20. Nov. Wie die »Ju£° slovenska Pošta« in einer ausführliches Reportage aus Bitolj feststellt, entstamm der ehemalige englische Kriegsminis ® Hör e-B e 1 i s h a dem jüdischen Ohe von Bitolj. Sein Vater Bo-hore Belb > wurde am linken Dragora-Ufer in B' ° geboren. Als sich über Bitolj die Wol ® der Kriegsereignisse zusammen zogen, gab sich Bo ho re Belisha nach Sal-om1' Der jüngste Sproß dieser jüdischen Fam-11 e begab sich später nach London. Namen des Vaters verlor er die bei ersten Buchstaben und nannte sich daN nur mehr Hore-Belisha. Dieser Hofe Belisha wurde britischer Kriegsminister» Hochspannung zwischen Japan und Amerika Aie Einbeziehung Siams in die britüdb-amerifanifchen Biäne im Fernen Osten hat in Japan Kriegöstimmung gegen die ^GA ausgeiöst / Tschiangkaischek wird durch amerikanische Zusagen in der Ablehnung der japanischen Friedensoffensive bestärkt San Frančiško, 20, November. — . er hiesige Rundfunksender berichtet j“ alarmierender Weise über japanische ■iegsvorbereitungen gegen die Vereinig-en Staaten. In den Straßen Tokios — be- ka seien mit den Vorbereitungen zu einem Attentat auf alle asiatischen Völker beschäftigt. Siam soll angeblich bereits 100.000 Mann mobilisiert haben. T________________________________ Washington, 20. November. Das anders in der Nähe der amerikanischen Staatsdepartement verhält sich vollkom-°tsichaft — seien Plakate mit den Schlag men kühl gegenüber den japanischen An-'jrilen »Bereitet euch für den Krieg gegen 1 schuldigungen. Unterstaat^sekretär S u m-.Ie USA vor« usw. affichiert worden. Die ner Weites erklärte Pressevertretern ^Panischen Zeitungen schreiben in der gegenüber, daß die japanischen Anschul; Sleich tun en Tonart, indem sie die Behaup- ten führender Kreise abdrucken, de-n®n zufolge Amerika und England Siam n'ter Druck gesetzt hätten, damit es ein jyititärbUndnis mit den beiden angelsäch-| Schwi Mächten eingehe. Das Blatt »K o-(11 m in« schreibt, England und Anieri- digungen hinsichtlich eines angeblichen englisch-amerikanischen Druckes auf Siam vollkommen erfunden seien. Tokio, 20. November. (DNB) Im Zusammenhänge mit den angeblichen englisch-amerikanischen Absichten über den Abschluß eines Militärvertrages mit Si- am befaßt sich die Zeitung »Tokio A s a h i S c h d n b u n« mit den englischen Plänen der Einkreisung Japans. Japan — so meint das Blatt — könne nicht mit verschränkten Armen zusehen, wie Siam und das Gebiet von Saigon in die Zone der sogenannten englisch-amerikanischen Verteidigung des Südpazifiks falle. Siam müßte schon erkennen, daß sein einziger Weg die Zusammenarbeit im ostasiatischen Lebensraum sei. Wie »J o m i u r i« schreibt, sind siamesische Offiziere zwecks Teilnahme an der britischen Konferenz zur Verteidigung des Fernen Ostens in Singapur eingetroffen. Rom, 20. November. Wie die italienischen Blätter aus Schanghai berichten, sei nicht zu erwarten, daß die chinesische Regierung in T s c h u n g k i n g die japanische Friedensoffensive positiv beantworten werde. Tschiangkaischek selbst sei einem Ausgleich mit Japan nicht feindlich ge gen übe rgestan den, doch hätten die amerikanischen Versicherungen über eine neue Unterstützung im Kampfe gegen Japan im Marschall neue Hoffnung, entfacht. Besonders die Erklärung des amerikanischen Marineministers Knox, der den Chinesen die gleiche Hilfe versprach, wie für England, habe auf Tschung king gewirkt. Die antiamerikanisohe Stirn mung in Japan ist daher vollkommen verständlich. Jugoslawiens Lage geklärt und dauernd geregelt" Eine deutsche Erklärung gegenüber einem amerikanischen Journalisten / Warum Jugoslawien auf der Wiener Konferenz nicht vertreten sein wird N e w y o r k, 20. Nov. Press A s s o- c i a t i o n der gestrigen Pressekonferenz in Jr Wilhelmstraße fragten die Journali-^en den Sprecher der Reichsregierung, Ri berichtet aus Berlin: Im Ver- an der am 20. d. M. stattfindenden onferenz auch ein Delegierter Jugo-sein werde. Die beantwortet, der p aWiens vertreten dage wurde negativ frecher gab jedoch zu, daß an der Konsenz der ungarische Ministerpräsident fere Se z e k i und Außenminister Graf w k y teilnehmen würden, man er-ärte aber auch die Ankunft des rumä-■ Sehen Staatsführers Anfon esc u. Nach der Konferenz hatte ijer Korrespondent der erwähnten amerikanischen Agentur die Gelegenheit zu einer ungebun denen Aussprache mit einem Mitglied der Reichsregierung. Der Reichsminister erklärte dem Korrespondenten, daß auf der Wiener Konferenz vielleicht noch einige Vertreter des Balkans teilnehmen würden. Im Verlaufe des Gespräches stellte der Korrespondent die Frage, warum Jugoslawien keine Einladung zur. Wiener Konferenz erhielt. Er erhielt zur Antwort, daß sich Deutschland und Jugoslawien in allen Fra gen einig seien und daß Jugoslawien in keine Kombination komme, Jugoslawien siei ein S?aat, in welchem Deutschland seine Ausfuhr organisiert habe. Deutschland habe kein Interesse daran, diesen organisierten Staat zu beunruhigen. Nicht nur für Deutschland, sondern auch für Italien bestimmte Sendungen gehen in großen Mengen über jugoslawisches Gebiet. Es sei daher kein Grund dafür, vorhanden, daß auf der Wiener Konferenz Jugoslawien vertreten sein sollte, mit dem alle Fragen, die die beiden Staaten interessieren, in diplomatischen Besprechungen geklärt und dauernd geregelt sind. ten Winogradow, der aber nach dieser Aussprache den Pressevertretern keine Mitteilungen machen wollte. Botschafter v. Popen über die Nolle der Türkei Ue Türkei wird die von Deutschland und Italien unter Zustimmung Sowieirußlands geraffene Neuordnung anerkennen mtifien / Die Folge des Berliner Besuches Molotows: die Türkei wird unter den Druck der Achse gesetzt tc “kara, 20. Nov. Die Associa-$en r e s s berichtet: In politischen Krei-|J? der türkischen Hauptstadt wird erde- ,man erwarte nunmehr eine Zeit, in p die Türkei unter einen starken pro-D^j’distischen und diplomatischen den VOn weiten der Achse gesetzt wer-würde. Dieser Druck sei eine Folge p. r Berliner Besprechungen Molotows ' den deutschen Staatsmännern. daß12 ^Uikiisehe Presse erfuhr aus Berlin, p der deutsche Botschafter Franz von _ a P e n vor Vertretern der Au slan d-be-eS?e folgende Erkläung gemacht ha-iC Türkei wird jetzt, nach dem So‘ lner Besucli Molotows vor allem dafür »äff00 lllassen, eiaß sie sich der Achse vei/rt und Ihre Beziehungen zu Moskau fe,-CsscU- Deutschland und Italien sind Belieben der Achsenmächte aushalten u. darin siegen werde. In Instanbul wurde das Gerücht verbreitet, daß die Türkei neue Truppenverstärkungen an die bulgarische Grenze entsendet habe. An maßgeblichen Stellen wird dieses Gerücht mit dem Hinweis darauf dementiert, daß die Türkei an den Punkten, die ihr notwendig dünken, genügend Streitkräfte zur Verteidigung des Landes und seiner Unabhängigkeit auf- gestellt habe. Ueber eine bevorstehende Reise , des Außenministers Saradschoglu nach Moskau konnte nichts in Erfahrung gebracht werden. Außenminister Saradschoglu empfing gestern den Berliner türkischen Gesandten Gerede zur Berichterstattung. In diesem Zusammenhänge fanden dann im Außenministerium längere Beratungen statt. Saradschoglu emp fing auch den sowjetrussischen Gesand- * : i * t . - .,v„ i < " 5 < ^ > kis h* "''reit, die Unabhängigkeit des tür-So w ^^aa*cs zu respektieren, und die DU würden gerne auf ihre Bestre-Uncj®e.n 1:111 Hinblick auf den Bosporus ffi Dardanellen verzichten, wenn die ak7 Von blch aus die neue Ordnung *and^ieren wUrde’ dle iutzt von Deutscher!^ Tii-i. Und Balien geschaffen wird. Die wird mit anderen Worten Q,„„7“Samrilcnarbeit und ihr Bündnis mit ihfe Zus, , ft -•••IVUMIV'.ll U1IU Uli UUIIUIMO »»»»•■ Sch« annien aufgeben und dem Deut- P -n Reiche und Italien das Recht der cinfuh— - - ^ung einer Neuordnung in Europa kennen müssen.« u dieser Erklärung des deutschen Bot-Krp3 CnS wird iin türkischen politischen ko/Sen bemerkt, daß sich die Türkei der tjj ’ni enden Aufgaben bewußt sei. Das | ]ye 1Sche Volk besitze jedoch so starke rveni daß es jeden Nervenkrieg nach | i» .: • 1 WWDWWWWWWWU x - ' V " -i-k ^ • ■ - U .t A*.. , E"-* ’ .. A» IT .x'vtiiy t M r ; ’ • • J n <•' 5 1' 'V. ' -k.M#"■ . ' ■ - S- T -11^ TM» -MET' - :.V' ■ ' - -‘S Unser Bild zeigt die Reste eines über Berlin abgeschossenen britischen Bombers Englischer Angriff auf den Dodekanes Der Angriff galt der Insel Gaidare. Rom, 20. Nov. Wie aus dem gestrigen Kommuniquee des Italienischen Oberkommandos hervorgeht, haben englische See-streitkräfte einen Angriff auf die italienische Dodekanes-Insel Gaidare versucht. Durch eine rasche Gegenaktion der italienischen Land-, See- und Luftstreitkräfte konnte der englische Angriff glatt abgewiesen werden, worauf sich der Gegner eiligst zurückzog. Die Organisation der deutschen Verwaltung in Frankreich (Von unserem Fa.-Mitarbeiter). Berlin, Nov. Umfang und Bedeutung der von der deutschen Militärverwaltung im besetzten Teil Frankreichs zu leistenden Arbeit gehen bereits aus der Tatsache hervor, daß es sich um ein Gebiet von 340.00 km mit einer Bevölkerung vom etwa 24 Millionen Menschen handelt. An der Spitze der Zentralinstanz der deutschen Militärverwaltung steht General der Infanterie v. Stülpnagel. Die Zentral-instamz teilt sich in den militärischen Kommandostab und den Verwaltungsstab, die einander nebengeordnet sind. Der Zentralinstanz der Militärverwaltung, die in den militärischen Kommandostab und den Verwaltungsstab eingegliedevt ist, sind Paris und vier provinzielle Verwaltungsbezirke unterstellt. Unter deren Oberleitung arbeiten wiederum die Feld-komman da turen, deren Arbeitsbereich jeweils ein französisches Departement ist. Die weitere Untergliederung führt zum Arrondissement als der kleinsten Verwaltungseinheit, die unter Leitung eines deutschen Kreiskommandanten steht. Die gesamte in der Militärverwaltung tätige Beamtenschaft besteht aus nicht viel mehr als 1000 Personen, stellt also im Hinblick auf die Größe der zu leistenden Verwaltungsarbeit einen verhältnismäßig kleinen Apparat dar. Es handelt sich allerdings, um eine Elite deutscher Verwaltungsbeamten und Offiziere, die für ihre Tät: Reit besondere Erfahrungen und Begabungen mit sich bringen. Zur sachlichen Seite der Verwaltungsarbeit im besetzten Teil Frankreichs ist hervorzuheben, daß gemäß den Bestimmungen des Waffensti'llStandsvertrages die französische Verwaltung grundsätzlich weiter'arbeitet. Die deutsche Militärverwaltung beschränkt sich auf jene Gebiete und Entscheidungen, bei denen deutsche Interessen berücksichtigt werden müsreni Im allgemeinen beschränkt sich die deutsche Verwaltung deshalb auf das' Kontrollrecht und stellt im Bedarfsfall ihre Erfahrungen u. Sachverständigen zur reibungslosen Durchführung »der z. Z. sehr schwierigen Aufgaben des französischen Wiederaufbaues zur Verfügung. Die Regierung in Vichy hat übrigens für die Arbeitsgebiete der verschiedenen Ministerien Sondendelegierte nach Paris entsandt, die mit den zuständigen deutschen Facharbeitern in ständiger Fühlung stehen. Diese französischen Sonderdelagierten sind unter einem Generaldelegierten für das besetzte Gebiet zusammengefaßt. Die französischen Gerichte im besetzten Ge hiet führen ihre Arbeit wie bisher fort. Nur solche Fragen, die deutsche Interessen oder deutsche Staatsangehörige berühren, fallen in die Zuständigkeit der deutschen Militärgerichte. Auch die Arbeitsgebiete der kommunalen Verwaltung, der örtlichen Polizei und der öffentlichen Dienste, wie die Eisenbahnen und der zivile Postverkehr, liegen grundsätzlich in französischen Händen. Das Verhalten der französischen Bevölkerung und der französischen Behörden gegenüber den deutschen Dienststellen wird im allgemeinen, als korrekt bezeichnet. Weiteste Baron Trenck Im Esplanade-Tonkino gelangt ab 22. November der neue deutsche Spitzenfilm »Baron T r e n c k« zur Vorführung. Baron Trenck ist die Heimat zu eng geworden, sein Abenteurerblut treibt ihn in fremde Länder, er kämpft in fremden Armeen, bringt es bis zum russischen Major und muß fliehen, weil ihm sonst seine Liebesaffäre mit der Geliebten des Fürsten Solojew den Kopf gekostet hätte. Zurückgekehrt auf das Gut seines Vaters, bringt der alte Trenck seinen Sohn, der sich für aller Herren Länder herum-schlug, nur nicht für seine eigene, bedrängte Herrin, die junge Kaiserin Maria Theresia, schnell zur Raison. Kurz dar auf haben Vater und Sohn aus eigenen Mitteln ein Pandurenregiment aufgestellt, an dessen Spitze der junge Trenck ins Feld zieht, kämpfend und siegend für Maria Theresia. Alle Welt spricht nur noch von Trenck, dem Pandur. Als das dezimierte Pandurenregiment nach Wien zurückkehrt, um neue Reiter zu werben, können weder Trenck noch seine Panduren von ihrem rauhen Kriegshandwerk lassen, und sofort kommt es zu Schlägereien mit den Lackstiefelkavalleristen der Heimat. Trenck selbst duelliert sich in einem Gasthof mit Dragoneroffizieren, lernt dabei die bildschöne Gräfin St. Croix kennen, über deren geheimnisvolles Treiben niemand im Klaren ist, führt die Wiener Polizei irre und verhilft der blutjungen Prinzessin Deinartstein, die aus politischen Gründen mit dem Fürsten Solojew verheiratet werden soll, zur Flucht, indem er sie als Cornett in sein Regiment steckt. Damit hat er aber die Pläne seiner Kaiserin durchkreuzt. In Anbetracht seiner Verdienste läßt Maria Theresia noch einmal Gnade vor Recht ergehen. Trenck darf die Uniform anbehalten — die kleine Prinzessin sieht ein, daß sie im Interesse des Landes Solojew heiraten muß, und Trenck wird als Brautführer bestellt. Am Polterabend im Palais Deinartstein trifft Trenck auf die geheimnisvolle Gräfin St. Croix, stellt fest, diaiß sie mit Fürst Solojew in Verbindung steht, und hat mit einem Schlage die ersten Fäden der gefährlichsten Spionagezentrale in der Hand. Kurz entschlossen, entführt er die Prinzessin, um sie vor dem Verräter Solojew zu bewahren, und bringt sie als Cornett bei seinem Pandurenregiment unter. Die Kaiserin setzt einen Kopf preis von 100 Talern auf die Ergreifung Trencks aus. Aber ungeachtet dessen geht dieser auf eigene Faust den Spuren der Spionage nach, die in die vorgeschobenste österreichische Stellung führen. Dort gerät Trenck in eine Falle. Er fällt in die Hände der Gräfin St. Croix, die in Wirklichkeit diie Schwester des französischen Oberkom miandierenden ist. Er hat zu wählen zwischen Tod oder Uebertrift als General in die französische Armee. Kurz entschlossen tritt er in französische Dienste, kommt auf diese Weise in das französische Haupt quartier, dreht das Spiel um, führt die Armeeleitung irre, setzt sich durch einen tollkühnen Handstreich in den Besitz der französischen Aufmarschpläne, gelangt nach einer wilden Flucht wieder zu seinem Pandurenregiment und führt durch ein Husarenstück den Krieg zum siegreichen Ende. Zum Dank macht ihn Maria Theresia ! zum Träger des goldenen Schwertes der j Ungarischen Krone — und Trenck macht' die Prinzessin Deinartstein zu seiner Frau. Aus Stadl und Umgebung Maribor. Mittwoch. Den 20. November Die BriDatbeamten für ihre materielle Besserstellung AKTION FÜR DIE ERHÖHUNG DER BEZÜGE NACH MASSGABE DER FORTSCHREITENDEN TEUERUNG. GUT BESUCHTE VERSAMMLUNG IN MARIBOR. lasche unberührt überbrachte. Ehr lichkeit über alles! Im Saale des Hotels »Zamorc« hielten die Privatangestellten aus Maribor und Umgebung gestern abends eine sehr gut besuchte Versammlung ab, um zur Frage der materiellen Besserstellung als Folge der unaufhörlich fortschreitenden Teuerung Stellung zu nehmen. Hauptredner war Herr Pete ja-n, der in seinen Ausführungen das Historist der Gehaltsbewegung behandelte und dann eingehend die gegenwärtige Lage der Angelegenheit besprach. Die Privatangestellten machten sofort nach Einsetzen der Teuerungswelle die maßgebenden Stellen darauf aufmerksam, daß alles getan werden müsse, um ein Anziehen der Preise zu spekulativen Zwek ken zu verhindern und Versorgungsstellen für die richtige Beteiligung der Bevölkerung mit Lebensbedarfsartikeln, in erster Linie mit Nahrungsmitteln, ins Leben zu rufen. Die erlassenen Maßnahmen waren viel zu wenig wirksam, um der Teuerungswelle Einhalt zu gebieten, weshalb sich die Angestelltenorganisationen gezwungen sagen, den Kampf um die Erhöhung ihrer Bezüge aufzunehmen. Der Erfolg war gering, da nur wenige Arbeitgeber den Angestellten Aufbesserungen bewilligten. Deshalb wurde der Banus ersucht, zwischen den Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer ein Ausgleichsverfahren einzuleiten. Die diesbezügliche Konferenz fand am 11. d. bei der Arbeitsinspektion in Ljubljana statt. Einige Vertreter der Unternehmer lehnten jedoch das Ausgleichsverfahren mit der Motivierung ab, die Arbeitgeber befänden sich mit den Angestellten in keinem Streit, weshalb ein Ausgleich nicht notwendig ist. Auch seien sic nicht im Besitze von Vollmachten zur Einleitung von Verhandlungen. Deshalb vertagte der Arbeiitsinspektor die Konferenz und beschloß, die Angelegenheit dem Ministerium für Sozialpolitik zur Entscheidung vorzulegen. Die Angestelltenorganisationen legten sodann den Entwurf einer Art Kollektivvertrag vor, der in erster Linie die Einführung vom Teuerungsztila gen für die Privatbeamten vorsieht, wobei die Verheirateten besonders berücksichtigt werden sollten. Mit 1. Dezember soll jeder Angestellte eine Aushilfe in der Höhe des einmonatigen Gehaltes erhalten Die Zulagen sollen rückwirkend vom 1. Nov. d. J. gelten, wobei die schon gewährten Erhöhungen bei der Gehattsregelung berücksichtigt werden können. Sollten die vorgenommenen Erhöhungen größer sein als die vorgesehenen, so seien sie nicht zu senken. Maßgebend für die Gewährung der Zulagen soll der 1. Nov. d. J. sein. Die Angestelltenorganisiationen werden in ihrem Kampfe um die Erlangung der materiellen Besserstellung ausharren und den Banus ersuchen, dahin zu wirken, daß den Privatbeamten in Slowenien die Bezüge in ähnlicher Weise erhöht werden wie in Kroatien. Der feste Zusammenschluß der Organisationen sei zwecks Durchsetzung der Forderungen unbedingt erforderlich. Nach den Ausführungen der Herren G i 1 č v e r t und Vrisk wurde eine Entschließung angenommen, in der die Versammlung die Anstrengungen zur Regelung der Bezüge der Privatbeamtenschaft nach Maßnahme der fortschreitenden Teuerung billigt und den Banus ersucht, die eingeleitete Aktion wärmstens zu unterstützen und die Frage der Gehalts aufbesserung im Sinne des Vorschlages der Angestelltenorganisationen zu lösen. m Diplomiert wurde an der juri*' sehen Fakultät der Universität Beograd Frau Ljubimka Srečnik, *e Gattin des Arztes Dr. Ivan Srečm' in Topolščica. Wir gratulieren! m Literarischer Abend in der Volks-Universität. Die Mariborer VolksuM" versität bereitet für Freitag, den 22. d. wieder einen „Literarischen Abend“ vor und zwar wird sich un» diesmal der Dichter und Regisseui des Ljubljanaer Nationaltheaters Br-Bratko Kreft vorstellen, der Bruchteile aus seiner „Velika punta rij; d seinem neuen Werk „Kranjski komedijant“ vorlesen wird. Anschliessefl wird er seinen Vortrag über das Thd ler und dessen Mission wiederholet den er anlässlich des letzten internationalen Theaterkongresses in gehalten hatte. m Ein Reglement über das Personal der Bruderladen wurde jetzt vom Mi nisler für Forstwesen und Bergb*1 herausgegeben, das das Dienstverhal' nis genau regelt und auch die Mm destgehälter festlegt. Das neue ReS. ment tritt am 1. Dezember d. J- 111 Kraft. m Zum Präsidenten der PensiQHsa*v stall für Angestellte in Slowenien winde für die am 29. d. beginnende neu® fünfjährige Funktionsperiode der bis herige Präsident Dr. A. Milavec ernannt. m. Straßenverschlechterung statt -^et' besserung. Im Zuge der Modernisierung arbeiten an der Reichsstraße M a r i b 0 ■—F r a m ist diese wichtige Straßeflvcr' bin düng an einigen Stellen unpassierba geworden. Eine solche Stelle befindet sic in der Kurve neben dem Exerzierplatz 13 Tezno, vor allem aber zwischen Hoče un Slivnica, wo die Wagen und Automob im Defolole AoWerWttmste in Nuše Ein Appel! an die Postdirektion in Ljubljana Die Marktgemeinde Ruše im Drauta! ist mit ihren 3600 Einwohnern und einer hochentwickelten Industrie zweifellos eine wirtschaftlich bedeutende Siedlung. Umso größer ist daher die Ueberraschung, wenn man hört, daß die dortigen Post- und T elephon Verhältnisse nachgerade nach einer Remedur schreien. So führen die dortigen Wirtschaftskreise berechtigte Klage darüber, daß die Briefzustellung immer wieder verspätet erfolgt. Es geschieht nämlich nicht selten, daß die Post in Ruše nicht schon in den Vormittagsstunden zugestellt wird, wie dies anderswo üblich ist, sondern erst am Nachmittage, sodaß dadurch oft die fatalsten geschäftlichen Kalamitäten entstehen. Will in diesem Falle jemand die Post schon am Vormittag in Empfang nehmen, dann muß er sie eben selbst am Postamt abholen. Wie wir einer uns zugekommenen Zuschrift entnehmen, liegt aber dse Schuld an diesen desolaten Postverhältnissen nicht am Postamt in Ruše, sondern bei der Postdirektion in Ljubljana, die nicht für das notwendige Personal aufkommt. Es geschieht nicht selten, daß die Arbeit im Postamt Ruše von einer einzigen Person, d. i. vom Postamtsleiter, bewältigt werden muß. Die dem Postamt zugeteilten Praktikanten werden oft imw Nacht versetzt, wobei für sofortigen Ersatz keine Vorsorge getroffen wird. Ein zweites Kapitel, das einer raschen Abhilfe bedarf, ist der mangelhafte T e-lephondienst. Obwohl Ruše als Industrieort auf den Telenhonverkehr erhöh ten Anspruch besr?’n die Dehnungen verschalt werden, um großen Bau bis zum Frühjahr tüchtig a3 trocknen zu lassen. Im März werden Arbeiten wieder aufgenommen werden • dürften bis zum Herbst beendet sein, * rauf die rund 150 modernst eingerich ten Wohnungen ihre Mieter erhalten vve den. Die drei Baufirmen (Jelenc & mer, Kiffmann und Nassimbeni) hab auch hier ihre Leistungsfähigkeit un Beweis gestellt und erstklassige Arb geleistet. Es ist dies der größte Bau, in den Nachkriegsjahren in Maribor aU geführt wird. Die Baukosten bela* sich auf mehr als 25 Millionen Dinaren Zum Grossfeuer in 8 ester že, üb* das wir bereits berichteten, erhielt* wir ergänzend zu unserer Mclduöo noch folgenden Bericht: „Am 14. • M. brach im Dorfe Sesterže bei MAI šperk um ungefähr 10 Uhr vormittag ein Feuer aus, das der starke AU1 im Nu auf die Nächstliegenden Wir schaftsgebäude übertrug. Die Fabrik® sirene aus Majšperk kündete sogldc ^ das Feuer an und war die Löschniann schaft der Fabrik binnen 17 Minute! an dem ungefähr 10 km entfernten Brandplatz, da die Fabrik durch Bei' Stellung ihrer Automobile diese rasch Ueberführuiv' der Mannschaft und in* rer Motorspritze ermöglichte. Der aut' °Pferungsvollen Arbeit dieser Mannschaft gelang es, das Feuer, welches inzwischen leider doch 5 Objekte erfasst hatte, trotz des überaus starken Südwindes so zu lokalisieren, dass jede Gefahr für den Bestand des Dorfes beseitigt war. Sehr aufopferungsvoll war auch die Aktion der Majšper-■jer Freiwilligen Feuerwehr, die- mit Pferden etwa eine Stunde später ein-feaf und mit ihrer M torspritze unermüdlich bis zum späten Abend an der Lokalisierung und Bewachung des Pfandherdes arbeitete.“ m In der Volksuniversiläl in Studen- spricht morgen, Donnerstag, um 19 Uhr Prof. Fr. škof über das Thema „Der Zucker einst und heute“. Skeptische Bilder! m. Das Rote Kreuz gibt auf diesem We §e bekannt, daß der Krankenpfiegerkurs m>i Donnerstag, den 21. d. um 19 Uhr im Gebäude des 1. Realgymnasiums, Eingang von der Gregorčičeva ulica, eröffnet w,rd, worauf namentlich alle bereits an-gemeldeten Teilnehmer und Teilnehmerin nen aufmerksam gemacht werden. m. Die Kehrichtablagerung am rechten Ofauufer gegenüber der Knabenvolksschu-e in der Ruška cesta ist, ebenso wie die plagerung von Erde und Abfällen, nach cWer Verfügung des Stadtmagistrats -Strengstens verboten. ® Unfallschronik. Der 28 jährige Bauarbeiter A. Krušnik wurde beider Abtragung einer Mauer verschüttet, Wobei er schwere Verletzungen an bei-en Beinen erlitt. — Am Hauptplatz stürzte die Textilarbeiterin Aloisie Die-üiger vom Fahrrad und blieb bewusstlos liegen. — Einen ähnlichen Jofall erlitt in Melje der Fleischhauer "°sef Močnik, wobei er sich schwere Uiienverletzungen zuzog. — Beim Baumfällen brach sich gestern in Rib-Uica der Knecht Peter Bruhart das ,lnke Bein. — Die Genannten wurden lns Maribor er Krankenhaus überführt. m Vier Fahrraddiebstähle an einem :.a8* Am gestrigen Dienstag machten :le Fahrradmarder wieder grosse Beu-3 da ihnen nicht weniger als vier ahrräder zum Opfer fielen. Die Ver-Ustträger sind der Bremser Ferdi-öand Zabert, der Techniker Albert Eg-8er, der Hilfsarbeiter Ignaz Koželj u. ^f Zimmermann Viktor Šauperl. Ein Pud konnte von der Polizei bereits zu-&mndegebracht werden. n. Kranzablöse. Anstelle eines Kranzes m ihren verstorbenen Kameraden Hauptmann k. R. und Feldpilot Theo Fischer Sendete die Tisch runde deutscher Jäger |md Fischer der sozialen Fürsorge des chwäbisch-deutschen Kulturbundes in y'aribor den Betrag von 500 Dinar. — dmzlichen Dank! ui. Wetterbericht vom 20. November, Uhr: Temperatur 3.6 Grad, Luftfeuch-'Skeit 95 Prozent, Barometerstand 736.5 Millimeter, windstill. Gestrige Maximal-emperatur 11.4, heutige Minimaltempe-mtur 0.4 Grad, Niederschlag 1.1 mm. Aus Ptm P Gefasster Benzindieb. Im April „Cs II J. wurde bei einer hiesigen ^r°ssfirma ein grösseres Quantum enzin gestohlen und zwar liessen die feisten Täter gleich vier volle Ben-zmfässer mit sich gehen. Nach langwierigen Nachforschungen gelang es mp in Velika Nedelja sowie in Ormož zwei allerdings leere Benzinfäs-Ser auszuforschen, die zweifelsohne °m Diebstahl in Ptuj herrühren. Da-mp im Zusammenhang wurde ein ge-Dsscr Janez H. in Haft genommen. lc Untersuchung wird fortgesetzt. P Zu einer blutigen Schlägerei kam e,s am vorigen Sonntag in Borl, wobei er 28 jährige Winzer Franz Belšak, W'm jemand einen Ziegel an den Kopf ^c’nleudert hatte, lebensgefährliche crlelzungcn davontrug. Belšak mus-c ins Spital gebracht werden. P Unfälle. In Gerečja vas stürzte ,„Cr 21 jährige Besitzerssohn Josef ^pfvat vom Fahrrad und erlitt hic-jCl gefährliche Innenverletzungen. — .? Satla bei Podlehnik wurde der 19 'ige Keuschlerssohn Max Kunstek Die yoci itoa fergefa einstweilen vorbe» MILLIONENSCHADEN IN SLOWENIEN Da die Regenfälle in Slowenien aufge-hürt haben und auch der Schnee in den Bergen unter dem Einfluß des ungewöhn -lieh warmen Föhns größtenteils verschwunden ist, erscheint die Gefahr einer Hochwasserkatastrophe, • die zwei Tage über unseren Häuptern schwebte, jetzt gebannt. Die Wasserläufe senken sich zusehends. Der Wasserspiegel der Drau ist merklich niedriger, immerhin ist der Fluß noch immer stark angeschwollen. Aehnlich verhält es sich bei der Sann, bei der Pesnica und anderen Flüßchen und Bächen in Nordslowenien. Auch in Kranj ist die Gefahr einer drohenden Ueberschwemmungskatastrophe einstweilen beseitigt. Die Save, die gestern stellenweise bereits eine Höhe von 4.20 Meter über der Normalen erreicht hatte, sinkt allmählich und kehrt, wo sie aus den Ufern getreten ist, in ihr Bett zurück. Auch der Wasserspiegel ihres Nebenflusses Ljubljanica hat sich bedeutend gesenkt, ist aber noch immer stark über- dem Pegel. Die Felder sind vielfach noch immer unter Wasser, das jedoch bereits kräftig abfließt oder auszutrocknen beginnt. Die Schäden, die von allen Richtungen an den Kulturen gemeldet werden, sind außerordentlich groß. Eine Reihe von Gebäuden in der Nähe der Wasserläufe wurde unterwaschen und die Mauern erhielten vielfach Risse. Eine Anzahl von Brücken und Stegen wurde beschädigt oder sogar fortgerissen. Der Schaden beträgt nach den bisherigen Schätzungen mehrere Millionen Dinar. «nHaaaBnčBDBDgiaBDBnanBDeDeD® a a BosaHOsoHnHnaannsnranannntra# von einem Baumstamm gestreift und zu Boden gedrückt, wobei er schwere Verletzungen an den Gliedmassen davontrug. Beide Verletzte wurden ins hiesige Krankenhaus überführt. p Im Sla München und Bremne nahmen um je Paradies der Hunde. Daß es Menschen und Gesellschaften gibt, die große finanzielle Opfer für den Tierschutz bringen, ist bekannt. Daß aber eine ganze Gemeinde sich zusammenschließt und in ihrem Budget bedeutende Summen für die Unterstützung von Hunden aussetzt, dürfte wohl nicht zu den alltäglichen Erscheinungen gehören. Eine nlche Gemeinde namens Pumpkin Centre ' xistiert im Staate Missouri in den USA. Her ist es den Einwohnern strengstens erboten, einen noch so altersschwachen der siechen Hund zu töten. Tn diesem falle nimmt sich die Gemeinde der herrenlosen und armen Hunde an, die sie bis zum natürlichen Tode pflegt und ernährt. Daraus ergibt sich die Tatsache, daß i Pumpkin Centre zwar nur 204 Einwohner i zählt, dafür aber 5300 Hunde aller Rassen und Mischungen sein eigen nennt. Dort gibt es auch keine Tollwut und Kontu-maizen. Dafür zeugt ein Schneider in Osaka namens Kunino Arimoto, der es durch Fleiß und Geschicklichkeit zum reichen Manne gebracht hat. Um den in langen Jahren der Mühe erworbenen Reichtum würdig zu verwenden, ließ er bei einem hervorragendem Goldschmied einen Teekessel aus lauterem Gold verfertigen. Das Gewicht des Kessels beträgt annähernd vier einhalb Kilogramm. Er ist verziert mit ein gravierten stilisierten Darstellungen von Blumen und Vögeln. Als Preis bezahlte der Japaner 50.000 Yen. Außenkommissar W. M. Molotow in Berlin: Empfang des sowjetrussischen Außenkommissars durch Reichsaußenminister von Ribbentrop im Auswärtigen Amt. ©Irumpffuriofitäien Wohl die merkwürdigste und zugleich Strumpfsammlung der besitzt ein Berliner Textilkaui- Geheimnisvoller Tod des ägyptischen Ministerpräsidenten ^°r der Parlamentssitzung am Donners-ta8 in Kairo verstarb plötzlich der ägyptische Ministerpräsident Hassan Sabry Pascha Welt mann. Sie besteht aus nicht weniger als dreitausend verschiedenen Strümpfen aus allen Kulturepochen, die im Laute eines Menschenalters zusammenkamen. Man findet darunter neben den blendend-weißen »Brautstrümpfen«, in die Namen und Jahreszahlen eingestrickt wurden, und anderen unverwüstlichen Biedermeier-Strümpfen, die sich von einer Generation zur anderen weitervererbten, so manches kostbare oder besonders seltene Museumsstück. Da ist in erster Linie ein byzantinischer Bischofsstrumpf aus dem 11. Jahrhundert zu erwähnen, dessen rätselhafte Initialen den Geschichtsforschern lange Zeit viel Kopfzerbrechen verursachten. Schließlich fand man heraus, daß die merkwürdigen Buchstaben einen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium bezeiohneten. Das seltene Exemplar ist wie auch manche handgestrickten Frauenstrümpfe aus Ziegenhaar angefertigt und trägt eine äußerst vielgestaltige, farbenbunte Ornamentik. Zwar nicht im Original, doch wenigstens in einer »Rekonstruktion«, die nach einer Denkmalsphotographie angefertigt wurde, sind die Strümpfe des Philosophen Kant in der einzigartigen Sammlung. Es handelt sich um einfache weiße Wolistrümpfe mit roten Zwickeln an der Seite. Eine ganze Welt liegt zwischen dieser Beinbekleidung und den gleichfalls dieser Sammlung einverleibten Seidenstrümpfen Pariser Grisetten, deren Machart nur allzu deutlich auf 'hre Zweckbestimmung hinweist. Diese galanten Strümpfe tragen nämlich außer der von leuchtend blauen Vergißmeinicht umrankten Inschrift »Au revoir!« — »Auf Wiedersehen!« — in Seide eingewirkte Täschchen, die zur Aufnahme von Geldstücken bestimmt waren. Ein Kuriosum für sich ist auch der Strumpf einer über drei Zentner schwer gewesenen Riesendame, der schon mehr einem geräumigen Sack als einer normalen Bembekjeidung gleicht. Japanischer Teekessel aus purem Gold Wien, November. Das altüberlieferte Teezeremoniell wird in Japan höchst heilig gehalten. Die bei feierlichen Gelegenheiten gegebenen Teegesellschaften erfordern Gefässe aus erlesenem M ateria! von hohem Kunstwert. Insbesondere sind die Teekessel sehr kostbar, oft alte Erbstücke aus der Vorzeit. Jedem Japaner, der etwas gelten will, ist an dem Besitz von schönem Teegeschirr gelegen. Michelangelos Künstler'Rache Als Michelangelo sein »Jüngstes Gericht« für die Sixtinische Kapelle malte, fühlte er sich von einem Kardinal als Künstler gekränkt. Um sich zu rächen, gab er einem der Verdammten, die auf dem Bild in die Hölle stürzen, die Gesichtszüge des Kardinals. Als das Bild vollendet war, strömte ganz Rom, namentlich aber die vornehme Welt, der Adel und die Geistlichkeit, in die Sixtinische Kapelle, um die Schöpfung Michelangelos zu sehen. Man erkannte den Kardinal unter den Verdammten, und lächelte und flüsterte schadenfroh. Aufs höchste aufgebracht eilte der Kardinal zum Papst und verlangte, daß Michelangelo die Figur übermalen solle. Aber der Papst, der dem Künstler sehr gewogen war, erwiderte: »Eminenz! Aus dem Fegefeuer könnte meine Fürbitte Sie vielleicht befreien. Aber aus der Hölle gibt es keine Errettung.« Und so blieb das Konterfei des Kardinals auf dem Bild. In einer deutschen Lokomotivw€rkstätte: Trotz des Krieges entstehen in den deutschen Lokomotivwerkstätten in laufender Bauweise solche Giganten. Der Weltruf des deutschen Lokomotivbaues führt unvermindert zu immer neuen Auslandsaufträgen, denen voll entsprochen wird. Die Bühne des Lebens. »Mutter, was ist denn ein Statist?« »Das ist ein Mann, der sich immer im Hintergrund halten muß und nichts zu sagen hat!« »Ach ... Mutter... ist denn Vater ein Statist?« Der Luftkrieg im Westen -W-:- ■■ LL'V , • •; WM.NMÄ ^ links: ein deutsches Kampfflugzeug nimmt Bomben an Bord Bild rechts: ein Kampfflugzeug über den Industrie- und Dockanlagen der britischen Hauptstadt. UeUengesutke KONTORISTIN perfekt in slowenischer, kroa tischer und deutscher Sprache sowie Stenographie sucht Anstellung ev. nur für Nachmittag. Zuschriften erbeten unter -•Handelsakademikerin mit Praxis. 9179-7 Ü&ßj&M Steitefo saw w v mf Vy v&v « 'M'wyV ^ Suche nette, ehrliche BEDIENERIN Anzufragen Hutsalon »Elegance«, Aleksandrova 42. Selbständige MODISTIN wird sofort aufgenommen. 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Sie hätte der plötzliche Tod ihres alten treuen Lebensgefährten zu tief getroffen. Iris kam sich angesichts dieser Schrek-kensnachricht plötzlich um Jahre gealtert und einsam vor. Lind eine ungeheure Verantwortung drückte sie schier nieder. Dazu trat der tiefe Schmerz um den alten redlichen Mann, der sie so liebgehabt und sich immer um sie gesorgt hatte. Weshalb hatte sie nicht in Wildenhagen bleiben können? Nun würde es nie mehr sein, daß sie miteinander zwischen den Fluren und Feldern hinritten, daß sie die täglichen Sorgen und Pläne miteinander besprachen. Von nun an würde sie alles allein tragen müssen. Und aus diesem Bewußtsein wuchs langsam eine nie gekann fe Angst empor. Sie wußte plötzlich, daß sie niemals aus eigener Kraft der schwierigen Aufgabe gerecht zu werden vermochte, die ihr in der gemeinsamen Bewirtschaftung der beiden großen Güter gestellt war. Onkel Christian Hebendruschk! Wie eine Erlösung kam ihr der Gedanke an den wohlmeinenden, erfahrenen und lebensklugen alten Herrn. Der würde ihr gewiß mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber — überlegte sie weiter — was half ihr das am Ende? Eines Tages konnte er ebenfalls so schnell und unerwartet der Ehe IT ROTHBERG 36 Oskar^feister, Werdau !. Sa. wie Onkel August heimgehen. Nun würde es sich nicht ermöglichen lassen, daß Klaus Overbeck Gut Hoyin verließ. Nun würde er sich vielmehr noch um Wildenhagen mit kümmern müssen, ja, sie mußte sogar noch froh sein, wenn er blieb. Iris saß regungslos, wie betäubt der jähen Veränderung der Dinge hingegeben. Sie wußte nicht, ob sie Minuten oder gar Stunden so abwesend hier gesessen hatte. Sie wußte nur, daß sich ihre Heimkehr nach Wildenhagen nun ganz anders gestaltete, als sie es sich bisher heimlich ausgemalt hatte ... Frau von Bühl trat zu ihr ins Zimmer. Sie bemerkte das blasse Gesicht des Mädchens und fragte ängstlich: »Eine schlechte Nachricht?« »Onkel August ist tot. Ich muß noch heute abreisen,« kam tonlos die Antwort. »Tot? Ach mein Gott, so schnell? Mein armes Kind, du hast sehr an ihm gehangen, ich weiß es. Wie muß es dich getroffen haben! Aber, vergiß nicht, Kind, Onkel August war ein alter Mann, der in einem langen Leben redlich seine Pflicht getan hat und nun langsam müde wurde. Was hat ihm denn gefehlt?« »Er war nur zwei Tage krank.« »Schrecklich und doch wiederum auch gut. Aber fasse dich, Iris, es ist nichts mehr zu ändern. Ich bedauere nur — ich kann dich nämlich nicht begleiten. Gerade in diesen Tagen kommt Professor Ulfström hierher, den ich in Sankt Moritz kennenlernte. Der Gelehrte ist ein Mann von Bedeutung und völlig unabhängig — ich bin bei ihm gut aufgehoben. Du begreifst, Iris?« »Ich begreife dich vollkommen, Tante Leonie.« Aber insgeheim dachte sie bei sich: Onkel August gab das Geld, damit Leonie von Bühl aus ihren Sorgen herauskam. Nun hält sie es nicht einmal für nötig ihn zu Grabe zu geleiten. Sie ist eben doch so wie ich es immer vermutet hatte — herzlos und oberflächlich. Auf der ändern Seite aber war Iris doch gerecht genug, der Tante zuzubilligen, daß sie .tatsächlich in einer gesicherten Ehe am besten aufgehoben war. Also mochte sie ruhig hierbleiben. Die Tante half ihr mit packen. Dabei ließ Iris fallen, daß sie nun nicht mehr hierher zurückkommen könne. Sie bat die Tante, ihre alle anderen Sachen in den nächsten Wochen nachzusenden. Sic schieden in freundlichem Einvernehmen voneinander und wußten beide, daß sie keine Sehnsucht nacheinander haben würden, trotzdem sie doch nun so lange zusammen gelebt und gerade in den letzten Monaten sich sehr gut verstanden hatten. Der Zug verließ den Bahnhof. Ein beiderseitiges Winken, und dann setzte sich Iris still in die Polster. Das Abteil war leer. Und nun erst, als sie hier ganz ungestört alles überdenken konnte, weinte sie bitterlich um den alten Mann, der es immer und zu jeder Zeit so herzlich gut mit ihr gemeint hatte. Iris hatte ihr Kommen durch kein Telegramm gemeldet. Sie befürchtete, dann würde vielleicht Overbeck selber mit dem Wagen an der Bahn sein. Das aber wollte sie nicht. Und so nahm sie am Bahnhof in dem Wagen des alten Noack Platz, der sich ein bißchen Unterhalt durch Fuhren verdiente. Er freute sich sehr, er das Fräulein aus Wildenhagen fahr durfte und schneuzte sich gerührt, als vom Tode des alten Herrn Hoym sprac ,j Dann schnippte er das Pferd sanft der Peitsche, und die Fahrt begann. Es war eine halbe Fahrstunde bis w denhagen. Gottlieb Noack sah nicht ^ weshalb er wohl die ganze Zeit u1 schweigen sollte! Und so meinte er m einer Weile treuherzig: »Nur nicht traurig sein, Fräulein Wir haben ja so einen prächtigen lns?^ tor auf Gut Hoym. Der macht das in ” ‘f' denhagen gleich mit. Ein tüchtiger K ' alles was recht ist. Nein, was dem Frauen nachlaufen, der könnte sc längst selbständig sein, Gelegenheit z Einheiraten hat er genug — aber den' Sie, er hat bisher angebissen? Kel_st Spur! Na, für Hoym und Wildenhagen ■ es jedenfalls gut, da wird er ja Je , reichlich gebraucht. Nichts für un? Fräulein Hoym, aber eine Frau wird na lieh immer übers Ohr gehauen. 2unu dest versucht man bei ihr Manöver, man bei einem Manne, der seinen stand einigermaßen beisammen hat, m mals wagen würde. Ich meine, so be Viehkauf und so weiter. Wenn Sie se auch tüchtig sind, den Overbeck könn Sie niemals ersetzen.« n| Um den Alten in seinem Geschwätz beschwichtigen, sagte Iris ruhig: »Ja, ich wäre auch froh, wenn ich Inspektor behalten könnte.« . Zufrieden grunzte Gottlieb Noack J ^ sich hin. Er mußte aber jetzt auf den we» aufpassen. Für ihn war somit die Un e ■ haltung zu Ende. Iris war froh darübe^ es bereitete ihr schon-jetzt Pein, daß s von allen Seiten das Loblied auf den n spektor würde hören müssen. — ___ Kleiner Aitffflpw Klvinv Anstlgva koaUn 60Par» prs Wort, ln der Rubrik „Korrespondenz*' 1 Dinar -Die Ineereteneteuer (I Dine? bis «0 Worte, 8 Dinar für grössere Anzeigen) erlrt besonders bereehnei - Die Mladeettaxe für eine kleine Anaelge betragt 10 Dinar -FBr die Zusendung von chiffrierten Briefen bl eine Gebühr von 10 Dinar au erb fen - Bel Anfragen Ist eine Gebühr von 8 Diner In Postmarken beizuechlieeser TRYC1KEL I zu kaufen gesucht. Anträge unter »Dreirad« an die Vcr-I waltung. 9208-3 iu veekeufeu V€tSt(s*ßd€fi€S WICHTIG FÜR JEDERMANN Vor Einbruch d. Winters bestellen Sie sich neu od. lassen Sie Ihre alten Öfen u. Soar-herde fachmännisch reparieren. Stets großes Lager neu ester Modelle von Oefen. Sparherden und Wandverkleidungen. Ofensetzer Gustav Strašek. Maribor. Tvr-ševa 12. 7803-1 STRUMPFE, HANDSCHUHE Wäsche, Trikotware Wolle. 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