Lmtmcher Leitung. Nr. U. Pränumcvationöpreiz: Im Comptoir ganzj. f<. il, halbj. fl. 5.50. ffür die Zustellung ins Hau« halbj.50 lr. Mit dcr Post gailzj. fl. ^5, halbj. fi. 7.5U. Dienstag, 8. Iälincr Insert ionsgcdühl l'i« 10 Zeilen: Imal «o ll., lm.«ülr., »m. l fi.;lo>!st pr.Zeilc nn.«>lr., 2m.«lr., »m. iu Ir. u. s. w. !>nsertloilljstcmprl jedcöm. 30 l,. 18«7. Amtlicher Theil. Vc. k. f. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster ^ntschlichnng vom 27. December v. I. zu wntllchcn Beisitzern erster Classe bei der tüniglichcu Gcrichtstafel in Ticbeubürgcu die wirklichen Beisitzer zweiter Classe Anton Stojka und Johann Bodola; ferner zu wirklichen Beisitzern zweiter Classe den mit Nana, nnd Charakter eines wirklichen Gcrichlstaselbci-sitzers als AuShilfsrefcreut fungirenden Sedrialafscssor Johann Sän dor, den Naths- und Präsidialsecretär bei dein sicbcnbürgischcn obersten Gerichtshöfe Pctcr Pipos, den gewesenen Krcisgcrichtsrath, dcrnmlen Ans« hilfsreferentcn bei der königlichen Gerichtstafcl Simon Vajda und den Veitcr des Hatzcgcr Eomitatsgcrichtes Karl Fcrcucz allcrgnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Resolution vom 30. December v. I. dem Be-stallnngsdiplome des zllm kais. ottomanischcn General-consul in Wien ernannten türkischen Großhändlers Steno D u m b a das Allerhöchste E^!mtur a^ zu ertheilen geruht. _______ ^ Se. k. k. Apostolische Majestät habeu mit Aller, höchster Entschließung vom 4. Jänner d. I. den Mi-mstcr für Handel uud Volkswirthschaft, lContrcadmiral Vcruhardt Frcihcrru v. Wüllcrstorf uud Urbair zum Viccadmiral allcrguädigst zu erueuuen geruht. Sc. k. k. Apostolische Vtajestat habcu mit Aller, höchster Entschließung vom 21. December v. I. die am katholischen Obn gymnasium in Leutschau erledigte Di° rcctorsstcllc dem dcrmaligcn Director des Nensohlcr katholischen Obcrgymuasiums Martiu Cule u'allerguä-dlgft zu vcrlcihcu geruht. Der Staatsininistcr hat den Gcmcindcarzt Dr. Illmumat Zadro in Chcrso zum Laudcsmcdiciualrath del der Statthaltcrci iu Trieft ernannt. tp.,^.?^'?.""^""^"' hat über Vorschlag des betrch ^'^ ^"ularlatcs den snpplirendcn Rcligionslehrer «,?, ^ "Frowski zum wirklichen Religionslehrer am Gymunstunt zn Czcrnowitz ernal'nt. in 9^" Iustizminister hat die bei dem Krcisgerichte ^ozen crlcdlgtc Hülfsämterdirectorsstelle dein dorti- gen HülfsämtcrdircctionSadjuuetcn Joseph L offerer verlichcu. Der Minister für^Haudel und Volkswirtschaft hat die Ncchnungsräthe der Ccntralbuchhaltnng für Com-municationen.- Johann Neham m c r, Matthäus I a-niezcl, Simon Dostal, Friedrich l)i. v. Trost-bcrg, Franz Elasscnz, FranzN. v. Sidorowicz, Mathias Ralza. Anton Stolz, Anton Ricdl, Eduard Hirschberger und Eduard Kartakzu Ncch-nungsräthen für das ueu systcmisirtc Fachrcchnnngs-departcmcnt des Handelsministeriums nnd für das Rcch-mmgsdepartcment der Staatstelcgraphcndirection ernannt. Verordnung des Ministerium für Oan>el und Volkswirtschaft, dann des KricP^ Staats- und /inanMnisteriulns vom 24. December 1866 betreffend die Velcguug der ^andcsstutcn durch die ärarischen Bcschälheugstc im Jahre 1807; giltig für Böhmen, Dalmatieu, Galizien, Oesterreich unter und ob der Enns, Salzburg, Stcicrmart, Kärnten, Krain, dic Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol, Vorarlberg, da» Küstenland und die Militärgrenze. Die Belcguug der Landcsstuten durch die ärarischcu Bcschälheugstc findet im Jahre 1867, gleichwie in den Jahren 1805 uud I860, uur noch im Küstcnlande, Dalmaticu uud iu der Militärgrcuze uncutgcltlich statt, währcud iu Kraiu, Steicrlllark Kärntcn, Galizicn und der Äukowiua für dic Benützung der aufgestelltcu Lau-dcölicschälcr zur Stutcubeleguug iu dem gcdachtcu Jahre von ^/l° des ganzen Hengstcn'stau'des ein Deckgcld von 1 fl. /lo " !» „ „ „ !! ^ !! /10 ." f, „ ., „ ., 3 „ und IN den übrigen oben aufgeführten Ländern von ^/io dcö gauzcu Heugsteustaudcs ciu Dcctgcld voil 1 fl. / ^t öltcrrcichischer Nühruug cingehobcn werden wird. Dabei gilt auch im Jahre 1867 die bisherige Be« stimuiuug, daß für ciuzclnc ausgezeichuete uud bewährte Vollblut- und Hlllbblnthcugste ciue bcsoudcrc Taxe oon 4 fi. österr. Währ. und aufwärts cingchobcn werden kann. Bezüglich der soustigcu Modalitäten, unter welchen die Belegung der Landcsstutcu durch die ürarischcn Be» schälhengste im Jahre 1867 stattzufinden hat, bleiben die mit den Verordnungen vom 5. Jänner 1865, Rcichs- gcsctzblatt Nr. 10, nnd vom 18. December 1865, Reichs-gcsctzblatt vom Jahre 1866, Nr. 11, für die Jahre 1865) nnd 1866 festgesetzten Bestimmungen aufrecht uud wird dicsfalls iusbcsondcrc auf die auch für das Jahr 1867 bewilligte Bcgünstiguug, duß die kleinen Pferde-züchtcr die Dcckgcldcr gegen Haftung ihrer Gciuciudcu erst uach der Erutc entrichten können, anfnierksain gemacht. Graf Belcredi m. i). Graf Larisch-Mocmch ui. p. Frcih. v. Wüllcrstorf m. j). Ircih. u. John in. 11. FVtL. Hcntc N'ird i>i drutschrm und znqlcich slovcuischem Tcfte auögcgrben und ucrscndct: Gesetz- und Vcrorduuugs-Blatt für das Her zogthum Kraiu. II. Stück. Jahrgang 1867. Inhalts-Uebersicht.- 2. Kundmachung dcö l, t, Statthalters in Kram uom .'<, Iänucv 18N7, Nr. 21/P., betreffend dic Wahltage filr die Neuwahlen zn dem auf den l l lcn Felivnar I8l>? cinberufcncn lrainischeil Lanolage. Laibach, den 8. Jänner 186?. Vom t, f. NedactionSbiircan dcö Gesetz- nnd Verordniingsblattez fllr Kram. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 8. Jänner. Die Idee eines europäischen Congresses ist durch die Macht der Ereignisse wieder iu den Vordergrund getreten und wird auch schon mit Ac;ng auf das bckauntc Pariser Telegramm uou den Blättern erörtert. DaS „N. Frdbl." findet diese Idee auch für Oesterreich bci dcu gcäudcrtcn Verhältnissen nicht unannehmbar. Die früheren Besorgnisse wegen Vccinträch-tiguug der ostcrrcichischeu Machtstellung dnrch das Eintreten auf einen Congrcß haben keinen Gegen-staud^mehr. Oesterreich könne bci einem Kongresse nnr gewinnen. Zunächst die Erhaltung des Friedens durch ein imponircndcs Zusammcugcheu mit Frankreich auf diesem Eonarcssc, ferner ein Arrangement der Verhältnisse in Deutschland, welches das Unglück des vorigen IahreS corrigirt, endlich einen Anstrag der orientalischen Frage in einer Weise, welche den österreichischen Interessen entspricht und die Gcfahrcu, die ewig aus dieser Ecke Europa's drohen, ballernd beschwört. Iedcufalls schciut der driugcude Wuusch alle Mächte zu MiNelall. Ueber Trgn^r und die Frithjofsage. nächstm'Cou!3t7"V' ^l"'" "''b in ihren: Max Bruch' auMmn " ^ ^' 3'ilhjofsagc von Einiges über die Saae'^!^"^ ."^ ^" ""' ^^tze, poetische Vcarbeitung^durck /'^^^ und über ihre l'cheu Lesern mitzut eilen ^Di/3^7'^"'? ^"d' disch' S ''^'^7d lu seiner Mythologie die nordische Dichter Csa?.^^ ""'".^ ^ttc nicht der schwe-"wuzencykll.ö geuwck, ^""'. ^ ^"'u Stoss eines No-dcr altnordisch?» ^' '" '""cheul er die Riesengestalt erweckte uud seiden ^„., ""'""' unvergänglichen Leben Völker und Jahrhunderte!? '""^ ^'^^ ^^ Grenzen der stammverwandten deutschen V^"^' Besonders in dcm die, wie er sclbst nrthcilt a,s v "^ ^ue Gesänge, wegcu ihrer ..durchsichtigen Tiefe''V',^'^ ^'"'°" schwächtcstcn Widerhall. Nicht ,nn-s-^ den nngc-Wcrk, die Frithjofsage, sondern auch da"liel^'"Ä!^ ..die Nachtumhlskindcr," die über^s ,a '3' ^^^" ..Az-cl" und seine kleineren Gedichte fandm viek7/.7^ seycr, er sclbst mehrere Biographen. (1862 cvs)i " Vtographic und Ucbcrsctzuug von Edmund Lobedau-") Uud iu der That reizten die Schicksale des liebenswürdigen Mauucs zur Darstellung, wenn auch nicht durch die knallenden Effcctlichtcr abgewirtschafteter Nomantik, so doch durch cineu wohlthuenden Wechsel der änßeren Verhältnisse, der stets von dein poetischen Lichte dcrPersöulichkcit deS edlen Dichters beleuchtet wurde. Tegn«-rö Großvater war ein Baucr, sein Vater, der jüugste vou 14 Söhnen, Prediger zu Kyrkernd. Hier erblickte unser Dichter das Licht der Welt. Zu Wexiö starb er als Bischof. An der Stelle seines Geburtshauses steht jetzt ein einfaches, von der Gemeinde errichtetes Denkmal mit der Iuschrift: geb. d. 13. Nov. 1782 gest. d. 2. Nov. 1846. Hier seine Wiege, In Nexiö sein Grab, Im Gesänge sein Gedächtuiß. Die rciue Menschenliebe nnd die Erhabenheit der Gefühle waren ein Erbstück seines Vaters, dcu er uach 10 Iahrcu verlor und vou dem mau erzählt, daß seiu bloßer Aublick auf die Pfarrkiudcr wie ciuc Predigt gewirkt habe. Nach dcm Tode sciucs Vaters nahm ciu Stcucrbcamtcr den bloudlockigcu Träumer, der gleichwohl ciu tüchtiger Ncchucr war, als Gchilfcu zu sich. Auf dcu Bcrcisuugcu sammcltc jener für die Krone die Stcncrn, dkscr von den lachenden Thälern und Sccu, dcu brauscudcu Elfcu uud Wüldcru, vou dein Stampfen der Hammerwerke und der Gluth der Schmelzöfen den Wldcivoriath für scine Poesie. Einst fnh,en sic in emer stcruhclleu Nacht über ^and. uud der fromme Stcuer-cinnehmcl' bcganu über die Allmacht Gottes zu splcchcu. EsaiaS, der sich iu jedes ihm zugängliche Buch und zuletzt in VastholmS „Philosophie für Uligelehrle" vertieft hatte, sprach mm so klar, tief uud wai-m, daß der wackere Brantiug, fo hieß der Steuereinnehmer, nusrief: „Du kannst bci mir nichts mehr lernen, nnd ich glaube, daß dn zu clwas Bcsscmu bestimmt bisl." „Isl dcm so, fügte cr hinzu, „so vergiß nicht, dem Geber alles Guten zu danke»." ! EsaiaS war der siwfte Sohn seiner Eltcrn, und durch Bl'cmtiugS Vcmühlinac» nahm ihn dcr Beigrath Myhrmann auf sein Gut Namen, anf welchem cr den älteren Bruder unseres Dichters als Erzieher sc>n?r Kinder angestellt hulte. Wahrhaft erswunlich sind die Fortschritte, welche mm der vierzehnjäliiiqc Knabe untcr der Lcituna seines Bruders in der Erlernung aller Eullursprachen machte. In den ersten sieben Mu« nuten las cr dreimal die Iliade, zweimal die Odyssee, ferner dcn Horaz, Birail und OmdS Mctamorphoseli. Außerdem lcrute cr die neueren Sprachen und acnoß dcn Unterricht, welchen sein Bruder den Kindern Ml)l)l'» mannS crlhcilte, wic zlir Eihohlnna nebenbei. So griff cr einst, während er ein lateinisches Onch las, auS seiner Zimmtrcckc plötzlich deö Bruders Erklärung einiger ^ockeschcn Lehrsätze an, verwarf nicht nur die Interpretation, sondern bcwics auch die Unhaltbarleit der Lchr^ Pfütze selbst nlld keln'lc zu seinem Lateiner zurück. Der Stnbcnhockcr wurde gczwuugcn, an dcu kräftigenden Partien uud Spielen der Familie Theil zu uct> ! mcu. Wcnn der Winter sein Glas übcr Seeli und Elfe ! legte, flog uutcr dcn Schlittschuhfahrcrii auch die jüngste Tochter des Hanscs dahin nnd fuhr, wie die schöne Iu- ^ gcborg in der Frithjofsagc, mehr als einmal übcr ihrc Namcuszügc hiu, die Tcgu<'r mit seinen Schlittschuhe» in das Eis geritzt hatte. Von eiucr Reise zu seiner Mutter kehrte der Knabe 36 beseelen, einem gewaltsamen Ansbruchc der orientalischen Frage zuvorzukommen. Oesterreich bedarf dcS Friedens zur Ordnung seiner inneren Angelegenheiten. Wenn also Vorschläge gemacht werden sollten, die cine friedliche Beilegung der orientalischen Wirren nnd allenfalls eine zweckmäßigere Neugestaltung desPariser Vertrages uud Abhilfe der gcgrüudctcu Beschwerden der christlichen Bevölkerung bezwecken, so darf man wohl annehmen, daß die österreichische Diplomatie ihre Mitwirkung nicht versagen wird. Auch Prcnßcn scheint das Bedürfniß uach Frieden gegenwärtig lebhafter als je zu fühleu. In Wien hat man Kenntniß von einem Circnlare der preußischen Regierung erlangt, welches die gegenwärtige Situation friedlich beurtheilt. Es wird darin gesagt, daß Preußen, wenn es auch mit allen Staaten in gntem Einvernehmen stehe, doch nach keiner Seite hin gebunden sei. Die Situation Preußens nnd Norddeutschlands znm AnSlandc sei so gnt, daß man für das neue Jahr ciue allgemeine Beruhigung der Gemüther in ganz Mitteleuropa hoffen könne uud der Friede gesichert crschciuc. Eine Störung der Eonsti-tuiruugsarbcilcu für den norddeutschen Bund stehe nicht zu bcsorgcu. Für irgcud welche Allianzen im engeren Sinne liege kein Bedürfniß vor. Gegen Oesterreich werde jede Rücksicht beobachtet werden, die irgend mit dcu Iutcrcsscu Norddcutschlands verträglich sci. Das Verhältniß zu Dänemark und Holland wird ungeachtet der uordschleswigischcu uud luxemburgischen Frage als ebenso freundlich bezeichnet, wie es zu Belgien schon immcr bestand. Preußen könne sich daher ohne äußcrc Sorgen der bedeutsamen nnd folgcwichtigcn Arbeit für die Neubildung Deutschlands überlassen. Oesterreich. Wien, 5. Jänner. Eine Verordnuug des Staats-miuistcrinms vom 31. December 18ti6 genehmigt die Abänderung einiger Bestimmungen des kaiserlichen Patentes vom 28. Iuui 1840, betreffend die Rcco n st r u i« rnng des deutschen Ordens in den österreichischen Staaten. Der deutsche Nittcr-Ordcu hat uämlich beschlossen, für die dein Orden angchörigcn oder demselben künstig bcitretcndcu Priester Convcutc zu errichten, deren Glieder verpflichtet sein werden, die feierlichen Ordensgclübde in ihrer vollen Strenge nach Maßgabe der ihnen vorgczcichnctcn Statutcu zu beobachten. Mit Bezug darauf wird nun verordnet, daß auf jene Priester des deutschen Ritter-Ordens, welche Glieder der cr-wähuicu Eonvcntc siud nnd darin die feierliche» Ordcns-qclübde ablcgcu oder erueucru, hinsichtlich der Erwerbung von Vermögen und der Verfügung mit dcmsclbcu die Bestimmungen der !H 10 und 12 des kaiserlichen Patentes vom 28. Juni 1840 keine Anwendung haben, sondern für solche Priester iu deu erwähuteu Äczichuu-gcu die über die Vermögensrechte von Ordcnspcrsoncn mit feierlichen Gelübden bestehenden allgemeinen Vorschriften als maßgebend anznsehcn sind. Tarnopol, 2. Jänner. Gestern wnrde der hiesige Dr. der Mcdiein uud praktische Arzt Jakob Atlas vou ciucm unbekannten Baucruburschen unter dein Vorwande einer ärztlichen Eousnltation ans seiucr Wohnnng gelockt nnd heute anf einer Wiese neben dem dortigen großen Teiche gräßlich verstümmelt und todt gcfnndcn. Allem Anscheine uach liegt hier ein Raubmord vor, da der Erschlagene weder Uhr noch Börse, noch Ringe mehr bei sich hatte. Das Mordwerkzcug dürfte eine Holzhacke gewesen sein. Ueber den oder die muthmaßlichcn Thäter ist noch nichtö Bestimmtes bekannt. Doch hat man ermittelt, daß der Bursche, welcher dcu Doetor zur Eon-sultatiou berief, auf einem Schlitten kam und er und seine etwaigen Spießgesellen auch auf diesem Schlitten uach vollbrachter That entflohen. Klagenfurt, 4. Jänner. (Tr. Ztg.) Iu der vorgestrigen Sitzung der kärntnischcn Handels- und Gewcrbc-lammcr fand an Stelle des für Kärntcns Indnstric so thätig gewesenen Vicepräsidenteu Herrn Jakob Scheliß-nigg eine Ersatzwahl statt. Herr Bürgermeister Nagel, anf den zuerst sämmtliche Stimmen fielen, lehnte ans Rücksicht für sciuc audcrwcitigeu Gcschäftsoblicgcuheiteu die Wahl ab und es wurde der Kammcrrath Herr Josef Maicr zum Viccprüsidcnten gewählt. Es ist'dies eine Persönlichkeit, die neben Fachkcnntnisscn anch alle son» stigcn Attribute besitzt, nm dcu Ai^ordcrnngcn der Industriellen Kürntcns gerecht werden zu können. In Henstss hat sich im December ein Eomit6 zur Sammlung von Beiträgen zur südslauischeu Universität eonstituirt, uud es gelang demselben, nach einer kanin sechsstündige» Bemühung den für diese kleine Stadt namhaften Beitrag von 1265 fl. zu Stande zu briugcu. — Wetters hatte am 20. December 186tt das Eonsortinm des dortigen Beamten Vereins eine Localvcrsammlnng abgchalteu, wobei ein neuer Local-ausschuß gewählt wurde. Iu (kapodistria wurdcu am 2. d. 13 von Sr. Majestät bcguadigtc Vträfliugc in Freiheit gesetzt. Ausland. Berlin, 2. Jänner. Heute, am Todestage Friedrich Wilhelms «V. sind die löuigl. Theater geschlossen. Der Hof begab sich Mittags um 12 Uhr nach Potsdam und wohute dort iu der Fricdcuskirchc einer Gcdächtnißfcicr bei. Die Erbprinzen vou Lippe uud Anhalt sind wieder abgereist, und der Fürst zu Hohcnzollern-Hcchingcn hat dem Könige durch sciueu Adjutautcu am 31. December ein Gratulatiousschrcibcn überreichen lassen. Daß der König nicht hier, sondern in Potsdam sein 60jährigcS Mil itär - D i c n stj u b i -läum feierte, wird durch den Umstand erklärt, das er als zehnjähriger Prinz in das dort garnisonirenoe erste Gardcrcgimcnt eintrat nnd theils zu diesem Regiment, theils zum Garde-Corps viele Jahre hiudurch in naher Beziehung stand. Die Predigt hielt der Hof-, Garni' sons- nnd Divisions-Prcdigcr Noggc (Emmanuel, Gott mit uns!), uud die Einweihung der Fahnenbündcr gc-schah durch den Fcldpropsl der Armee, Thielen. ^Nach beendigtem Gottesdienst, gcgeu 1 Uhr, fand im ^?tadt-schloß die Gratnlütiouscour statt, bei welcher Gelegenheit der Generalfclomarschall Graf Wrangcl dem Kö. uigc im Naiucu der Armee das Modell zu einer silber-ncn Ehrcusäule überreichte, und eine Deputation von Veteranen einen goldenen Lorbeerkranz. Gleichzeitig richtete der Kronprinz an den König eine Anrede welche einen Rückblick anf die Ereignisse aus des Königs Jugendzeit nnd dem letzten Jahre warf nnd mit den Worten fchloß: „Es ist der Wnnsch, daß Gott, nachdem er Sie sieggckröut aus schwerem Kampf zurückgeführt, Ew. Majestät uach lange, lauge Jahre friedlicher Regierung verleihen möge." Bei dem später im hiesigen Schlosse veranstalteten Festmahl brachte der König einen Trink» sprnch auf few Volt uud Heer iu Wortcu des Dankes für die Erkämpfuug der Siege ans, deren Früchte er- wartet werden. Darauf antwortete der Gencralfeldmar-schall Graf Wrangel mit der Darbriuguug des uuter-thäuigsteu Glückwuuschcs zu dem 00jährigen Dicnstjn-biläuiu des Königs uud dcu Wunsch, daß Gott, der bisher geholfen, auch feruerhiu der Schutz uud Schirm unseres sicggckröntcn Kriegsherrn sein nnd ihn in voller Thatkraft bis iu die fernsten Zeiten zum Heil des Va-tcrlaudcs crhalteu möge." (Allg. Htg.) Aus Hannover wird der „Krzztg." geschrieben: Die Anmeldungen vormals hannoverischer Ossicicrc znm Eintritt in die k. preußische Armee mehren sich seit den letzten Tagen. Eine Anzahl vou Orden, welche der König Georg an' verschiedene Officicrc der vormaligen hannoverischen Artillcricbrigadc znr Vcrthciluug eingeschickt hatte, darf den dcsignirtcu Herren nicht mehr übergeben werden, weil der Gencralgonucrnenr die nachgesuchte Gc> uchmigung uicht ertheilt hat. — Für die Reichstags-wahlcu hat sich ein „Eentral-Wahlcomil.' der national-liberalen Partei iu Hannovcr", bestehend ans den .Herren v. Äennigsen, Albrecht, u. d. Horst, gebildet, welches soeben einen Aufruf erläßt nnd znr Errichtung von besondern Wahlcomit,>s für die 19 Wahlbezirke der Provinz Hannovcr auffordert. Weimar, 2. Jänner. Das Regierungsblatt vom 31. December enthält das Gesetz über die Tage- nnd Reisegelder der Parlamcutsabgeordnctcn. Erstere sind anf vier Thaler, letztere auf einen Gnldcu für die Meile, sowohl der Hin- als der Rückreise festgesetzt. Frankfurt a. Vt, 2. Jänner. Die in Süd-und Mitteldeutschland belcgcncn preußischen Gebiete habe« znm Reichstag des norddcntschcn Bundes 13 Abgeordnete zu wählcu uud sind zu diesem Behuf iu Wahl' kreise ciugctheilt. Vou der polnischen Grenze, 31. December. (Mg. Ztg.) Die Eutlassuug des ssürstcn Tscherkaski nud die Ernennung des Oehcimraths v. Brauuschwcig zu seinem Nachfolger werden jetzt durch ciueu vom 23 d. datirtcn kaiscrlicheu Ukas bestätigt, dcu die amtliche „Warschancr Zeitung" vou vorgestern veröffentlicht. Ans diesem Ulaö erhellt, daß die kaiserliche Entschließung auf dcu Vorschlag des Grafen Berg hiu erfolgt ist. Allgemciu wird die Aenderung als ein entschiedener Sieg der aristokratischen dcutsch'russischeu über die juugc russische Partei betrachtet. Hr. v. Braunschweig, früher Gouverneur vou Volhynien, znlctzt Präsident der Licnli-dations'Eommission für die gutshcrrlich-büncrlichcn An-gclegcnheiten, ein Dentschcr nnd mit dem Grafcu Bcra persönlich befreundet, wird als ein einsichtiger, thätiger und menschenfreuudlichcr Beamter gerühmt. Die Hoff" nung, daß dieser Vicg anch von cincr Mildcrnng/ des bisherigen Rcgicrnngssystems begleitet sein werde, hat sich bcrcils thcilweisc verwirklicht, indem die Polizcivcr-gehen nnd VcrwaltungsstrcitigtVitcn dem Militärbezirks' chef entzogen nnd den betreffenden Eivilbchörden wieder überwiesen worden sind. Anch heißt es, daß die Ve< satznng des Königreichs abermals nm 3500 Mann vermindert werden soll, die iu den ersten Tagen des Ja' nuars abrücken würden. Vier Indiuidneu, welche wegen versuchter Aufwiegeleien längere Zeit auf der Eitadclle in Haft waren, sind am 20. d. über die österreichische Greuzc spedirt wordcu. Ans Venedig, 2, Jänner, wird der „Frdbl/ geschrieben: Die Ehefs sämmtlicher mit der Uebcrgabe des Festuugs- uud Kriegsmaterials betrauten östcr-rcichischc n Militärcommissioucn in Vcnczicn wurdcil mit italienischen Orden ausgezeichnet. So erhielten als Jüngling znrück. Er überuahm den Unterricht der drei jüugsten Söhne des Hanfes und steigerte seinen Stndicncifcr bis ins Unersättliche. Die ordnnngSstrengc Hansmnttcr gab immcr zn wenig Kerzen heranS; wenn man ihn fragte, was ihm eine große Frcnde machen könnte, lantetc die Antwort stets: Licht. Wenn die Magd des Morgens den Ofen heizen kam, saß Tegn^r uoch angekleidet bei den Büchern und rief ihr ärgerlich zu, „was sie uoch so spät bei ihm wolle?" 1799 bezog er mit seinen Schülern die Universität Lund. In den langen Wintcrnächtcn spielte er znwcilcn mit seinem ältesten Eleven nnd Frcnndc Schach, wie Frithjof mit seinem trcncn Begleiter Björn. Die Unterstützung dcs wackeren Granting setzte ihn in den Stand, sich fast nnr den Stndicn zn widmen, ohne seine Zeit mit vielem Unterricht zn vcrsplittcrn. Täglich studirtc er 20 Stuu^ den nnd erregte dnrch cinc Abhandlung über Auakrcou nnd endlich dnrch ein glänzendes Magisterexamen nicht nur die Anfmcrksamkeit, sondern anch die Bcwuudcruug der ganzen Universität. Unter den 24 jungcu Magistern, welche das Jahr darauf den Lorbeer erhielten, nahm der 19jährige Tegn«''r den Ehrcuplatz ein, Nnn bc,iab sich der junge Lcmrcatus zu dcm Grabe scincS mittlerweile uclstoibcucn Bruders und Lehrers. Seiue Elegie „Am Grabe ciucS Bruders" wurde von der Gesellschaft für Wissenschaft nnd Pocsic zn Golhcn-durg mit cincm Preise belohnt. Dann besuchte er sciuen Wohllhätcr Brantma, dcr ihn mit Stolz iu scine Arme schloß. Hicranf reiste TcglU'r nach Rämcn. Wclch' ciu Wiedersehe»! Die Alten drückten den cdlcu und schon berühmten jungen Mann zärtlich ans Herz, ihre sechs, zchnjähriac Tochter rcichic ihm zitlcrnd die Hand, Die Knoöpc drr Licbc l'lühtc iu dicscm Sommer für Tcgn^r auf. In d?r Nähe des Schlosses, in cincm Tannen' Walde steht r war ein Mensch, Gejcr nnr ein Bürger, jener couservativ und human, dicscr liberal nnd rücksichtslos. Am 22. August vermählte sich der '24jährige Do-cent mit der jün^stm Tochter Myhrnmuns auf Rämcn, seiner crstcu und letzten Licbc. Nuu verschwand die Zerstreutheit nnd Schläfrigkcit scincS UmganacS und machte cincr liedcnswürdigcn Gcsellialcit Platz, nnd an die Stelle verschwicgcncr tiefer Gedanken traten witzige Einfälle. Er, dcr Glanzpunkt dcr Universität Lnnd, betrat nuu mit elastischem Schritt den Helikon nnd trank muthig aus dcm kastalischcn Qncll. Nnn strömten seine Gc-sängc begeisternd in das politisch anfgcrcgtc Volk, scin Landwchrlicd klang wic cinc Sturmglocke durch alle schwedischen Herzen, und die schwedische Akademie verlieh 1811 seinem Gedichte „Svca" den großen Preis. Dcr Docent wnrdc vom Könige znm Univcrsitätsprofcsfor nnd Prediger erhoben. Wer sich von dcr reinen und erhabenen Auffassung sciucS Prcdigcramtcs und somit von dem Glücke seiner Pfarrkiudcr einen Begriff machen will, der lese sein von Schönheit strahlendes Gedicht: „Die Predigerwcihe" uud seine Autrittsrede. Seine Poesie stieg in immcr helleren Farben biö „An die Sonne" empor, ein Gedicht, iu welchem sciu Flug die Regionen dcr höchsten ätherischen Lyrik erreichte. Als, cr in seinem „Norc" das Nachbarland aufforderte, ttc^z zu dem schwedischen Bruder zu halten, und dieses Gedicht im „Gothischen Bunde" vorlas, unterbrach dcr schoN oben genannte Gcjcr die Vorlcsnng mit Thränen. Doch das berühmteste, umfangreichste nnd vollendetste scincc Werke ist der „Romauzcntrauz," welcher die Frith' j of sage behandelt. Tcgnör hat die „deutschen Philo' sophen" studirt und von den Dichtcrsonncn Schiller und Göthc sich Klarheit uud Kraft geholt; deu Letzteren erhebt cr iu ciucm Gedicht auf dcu Thron im Reiche des Gesanges; aber dicscr Fürst dcr Lieder beugte uot dein Dichter dcr Frithjofsagc sciu unter Lorbeeren cl-grantcS Hanpt. 1824 wnrdc Tcgm>r Bischof in Wexiö. Nuu vc^ zehrte das Stndinm der Theologie — cr wollte niA hinter seinen Predigern zurückbleiben — die Visitationc»' der Vcsnch dcr Landtage, die Erlcdignng dcr Acten cB freie Zeit nnd es wäre dcm Rnhmc Schwcdcns zntrU lichcr gcwcscn, weniger dankbare Anerkennung nnd M' fördcrnng dcm Manne zn spenden, der als Universität professor uud einfacher Pfarrer noch mchr Werke ^ fchaffcn hätte, dic kein anderer, dcr immcrhiu BisV zu Wcz-iö sciu kountc, hcrvorznbringcn vermochte. ^ selbst dachte in seiner Bescheidenheit nicht an dic 25",, lnstc, welche die Literatur durch seine sonstige BcsH tigung erleide; nur die größtcu Geister, meinte cr, w"s!. sich ausschließlich mit cincr Wissenschaft oder mit ^ Kunst beschäftigen, „wir andern, glanbe ich, thun ^ besten, unsere Eitelkeit dcr Pflicht zu opfern und 37 z. B. der Chef der Militärcommission in Venedig Oberst Neuha n s e r das Officieröfreu;, Oberstlieutenant Tnnk -ler dcr Commission von Vcrona. ferner die Majore der Oenlecorps, welche in ^egnago nnd Palmannova !"'! ^'. ?"^be deö Kriegsmaterials bctrant waren, das^ Ritterkreuz de^ S. Manrizinö- nnd ^azarnö-Or-dcnv. ^ cfterrcichifchcrseits soll Gcncrallicntcnant Graf ^yaon de Ncvcl das Großkrcnz des Leopold-Ordens erhalten halicn. Rom, 31. December. Das päpstliche Militär wird lin ncncn Jahr anf die Höhe von 11.000 Mann gebracht, die bis jctzt noch nicht erreicht ist. Eö steht unter dem Befehl von sicbcn Generalen: Fürst Orsini dloponlbcl, Herren v. Kalbcrmattcn, Schweizer in der Administration, Marchesc Gregorio disponibel, Graf v. l^onrten, Schweizer. Herr Kanzler ans Baden, Marchcse Zapp,, Principe Nnsvoli Houorarius. Im Gcncralstab stud acht Obersten, fünfzehn Oberstlieutenants 19 Ma-^ a^ ^'^" Nachmittag begab sich Se. Heil. nach d" K'rche dcs Profeßhanscs der Icsnitcn, nm an wn groyen ^ank-Tcdcnnl znm Jahresschlüsse thcilznnehmen. .^ie dabei verwendeten litnrgischcn Erbannngsmittcl sind au^roldcntlich, die Kirche war von Menschen aller Stände «> ? ' ^ ^'^ nationale Partei behandelt in ihrer prcstc die ^ragc: ob Florenz die Hauptstadt Italiens melben funnc? mit ueuer Ausführlichkeit, und überall salt ein negatives Votnm in die Stimmnrnc. Die „Gazzctta del Povolo" bemerkt: „Florenz hat das Vc-wußtscin der Unmöglichkeit, die Hauptstadt definitiv zn bleiben, und seine Vcrgrüßcrungsvlänc verwirklichen sich N'it berechneter Saumfal. Daher übt es anf die Massen auch nnr die Anziehnngskraft des Provisorinms. Florenz wird stets die Königin der Küste, Toscana'ö schöne Hauptstadt sein, aber Cavonr hat richtig gesagt: ....Italien bedarf Noms zn feiner Hauptstadt'/" namcnto m der üblichen Mannier gestürzt we den km O'Donnell sagte der Deputation: Di gegenwätti n wV^!^,^ ?^"! '^jähriger Ausschweiften welch, die Geduld und die Kräfte des Landes zn erschufen RWWNN PrNreb^'.^ würde die Nnh de Dc "M ',^ .//u' Parlanientarisuins vorziehen. ^ «ittor E >n nn .^.t Nn.jahiercde dcs König, den italienischm C^? ''''"' ^^"nucn Cindruck auf dmch fortwü« ,,ke s ^^°'' ""lch" ohnehin schon "'gc«ri fc., ''^'"'".'g "°"" Nentenschcinc st,.k 'n dcr We,s„, ^ . vergnügen bcmerlt man, dan »^^V/^^' sondcsn durch „wir wünschen den angstlichc7"^5^ """ salbst kommen zn lassen, oh7e Ws'de7^^^n und selbstsüchtige Aercchuungen " d's Bandes l,!"w m^"' /^ dm höchsten Orden u"' den Nor w' i" ^ "' '^^ ^" "^ ^t "ematts (OH!."ch!^,j"' ""en großen Dichter Dä- Karlsbad"^llei^ ^!'> ?"' ^^^ und gebrauchte 1833 ..daß die ncht^Sc^b^'' "^ /"'^''" ""ßerte er, in der Deputirten mm r!''^^H"'l'^ '^ "ie di! düsterer Ahnnngm ^', ^ Seme Bnesc waren voll schrieb er einmal.' (5? „..'^ "'"""' Verstand," dnrch mein Geschlecht N "'" ^"' ^" Wahnsinn Ausbruch in der Poesie w s/"".l"'" ^ zwar zum Wahnsinns ist, wer a cr ^ ""' /'"^" ^ ^ Weg mh,ncn wir " Sc 5 wuun^ ^ l^ diesen Geist e " ^^' ^")".ten die Körperkraft und 1846 üHHe'ibn'','"^ '""' "'"ständig. Im Herbst eine Wolke d ^, , "ch mmn schwere., Nervensthlage "acht- Er sprach n'"^"s Vorbote der ewigen Todes-inaun hielt. Vor Mi, ^/ den er für seinen ^ands-seinc Gattin vor sc^ , ?^! ?es 2. November kniete den cr 30 Jahre'getw,^tte^ ^ ^ ^" W^ ihn seinem ältesten Sohne brinae., ^'"^"' "^ ^^ Kinder sandte cr sciu letztes ^bc^ll > abwesenden Hände anf zn Gottes Berg und >., '')^>l'c mciue senkte dauu ruhig sciu Haupt. ^ / „ "''s "', uud glänzte wie ein TrinmMogen an de 'm ^'"^ Himmels, in welchen der verklärte Gem ^, ^^ Dichters seinen Einzug hielt, während dem vom Mond beschienenen Antlitze des DMn^ schm glaubte' '""""M^ Nuhe cines Schlumm^u (Fortfetzullg folgt.1 Frieden" ersetzt wurde. Die Neuorganisation des Heeres. dürfte zunächst zn einer Erweiterung der parlamentari» ^ schcn Freiheilen führen. Der Kaiser hat beschlossen jcne Angelegenheit dem gcsctzgcbcnden Körper mit einer anS-fühilichcn und thatsächlichen Motwirmlg ans der Sicher-heil und Würde des Bandes vorzulegen, cs ihm übcr» lassend, die Beschlüsse zn fasfcn, die ElinichtMMn vorzu» schlagen, welche er für die zwcctlnäbigstcn hält um die höchsten und dringlichsten Interesse» dcS Landes zn wahren. Die Regierung wird also nicht auf der Annahme ihres Gcfctzculwurfcö dcstelicn. Somit räumt sie 0sin gesetzgebenden Körper ein biöhcr nicht bestandenes Nccht der Initiative nnd der Aincndcuicittö ein. Denn cs wird dem gesetzgebenden Köiper frei stehen, an die Stelle deS Rcgicrungsvm'schlagcS cincn andern Entwnrf zn setzen, oder denselben nmznaibcitcn, ohne crst lang« wicligc Ul'tcrh^ndlnngcn mit dcm Stacitsr^lh zll pflegen. Wahrscheinlich soll diese Compelcnzcrwcitcrung nnr für den gegebenen Full ansnahmswelsc gelten; denn sie sieht einer Bcrfassungörcform sehr ähnlich. Dnrch das dargcsttlltc Verfahren umgeht die Regierung die Gefahr cineö Conflicts mit der Kammer und cillwasfnct sie die Opposition. Sie begnügt sich, dic Nothwendigkeit zu molivircn und den Patriotismus aufzufordern, seine Schul» diglcit zu thun. Petersburg, 5. Jänner. Dic gestrige „Senats-Zcitnng" cuthält drei kaiserliche Ukasc, datirt vom 19. December. Zufolge des ersten wird die Postvcrwal-tung iln 5iünigreichc Polen vom 13. Jänner an dem russischen Ministerium für die Post unterstellt, zur Entwicklung uud Verbesserung der russisch-polnischen Post. Der zweite UkaS bestimmt, daß das Königreich Polen vom 13. Jänner an anstatt einem in zehn Gonvernc^ mcnts und 85 Kreise eingetheilt wird; die Gonvcrneurc in Polen sind mit denen in Rnßland gleichberechtigt. Nach dem dritten Uknö werden von, ^1. Jänner an die in Rnßlaud üblichen im Königreiche Polen eingeführt. Berichte, die französischen Blättern ans Vera« <3ruz vom 1. December zngehen, melden, daß bei Kai» scr Maximilian in Orizaba ewe Dcputatiou eingetroffen sei, bestehend aus Ministern, 25 Mitgliedern des Staatsrathcs und mehreren Notabel» der Stadt Mexico. Dcr Kaiser besprach mit der Dcputatiou die neueste Situation des Bandes nnd an demselben Tage faßte cr auch den Entschluß, anf dcm Throne zn verbleiben, was dcr Bevölkerung dnrch folgende Proclamation lnndgcmacht wnrde: „M exicaner! Umstände von grohcr Wichtigkeit, die sich an die Wohlfahrt Eucreö Landes knüpfen, habcn in unserem Geiste die Ueberzeugung reifen lasse», dah wir die un« anvcitraule Macht einer neuen Prüfung unlerlvelfen sollen. Der von nns berufene Minislcrralh war dcr Ansicht, dah die Wohlfahrt Mexicos noch unser Verbleiben an der Spike dcr Geschäfte erfordere und wir hielten cs für nnfcre Pflicht, smut Ansicht zuzustimmen, indem wir zugleich unsere Absicht verkündeten, einen National-Congrch auf der breitesten und liberalsten Vasis zu bcrnfen und an dem alle volilischen Parteien theilnehmen tonnten. „Dieser Longreh wirb entscheiden, ob das Kaiserreich auch in dcr Zukunft bestehen soll und, im Falle der Bejahung, wird cr nntwirlen zur A'ststclluna. der Grundgesetze, die bestimmt sind, die öffentlichen Institutionen des Landes zu consolidircn. Um diesen Zweck zu erreichen, beschafligcn sich unsere Rathe in diesem Augenblick, die nöthigen Mittel zu snchen und zugltich dcraitige Combinationen aufzustellen, daß alle Parteien bei einem Arrangement auf dirfer Grundlage mitwirlen tonnen. In dieser Erwartung, Mezicancr, zählen wir anf Euch, ohne eine einzige politische Classe auszuschließen, und wir werden das Wnl dcr Regeneration mit Mnth nnd Cousinen; fortführen, indem wir den Austrag erhalten haben, euere Mitbürger zu leiten. M a rimili a n." Diese Proclamation hat iu Vera-Cruz einen freu« diaen Eindruck ticroorgcbrucht. Hagesneuigkeiten. — (Ercdit-Lose.) Äei der am 2. d. stattgehabten Ziehung dcr Credillose sind nachstebendc 15 Serien ausgelost worden: Serie Nr. 962 1535 1562 1613 1800 2138 2233 2545 209L 2950 2952 3320 3900 4157 und -1196. — Aus diesen verlosten 15 Serien wurden nacbstslehende 50 größere Treffer gezogen, und zwar: Serie 2950 Nr. 22 gew. 250.tW0 sl.: Serie 962 Nr. 60 gew. 40.000 fl.: Serie 1613 Nr. «0 gcw. 20.000 fl.: Serie 962 Nr. 3 und 2138 Nr. 44 gew. je 5000 ft.: Serie 1800 Nr. 18 und Serie 2138 Nr. 70 gew. je 2500 fl. I Serie 962 Nr. 2 uud Serie 1600 ),r. 37 gew. je 1500 fl.: Serie 962 Nr. 96, Serie 1800 Nr. 5 und Serie 2952 Nr. 14 gew. je 1000 ft.! Serie 962 Nr. 65, Serie 1535 Nr. 14, Serie 1582 Nr. 74, Serie 1613 Nr. 35 42 45 59 65 67 82 98, Serie 1800 Nr. 15 54, Serie 2138 Nr. 5 40 75 64 92, Serie 2233 Nr. 94 96, Serie 2545 Nr. 8 64 71 72, Serie 2696 Nr. 26 51 87 97, Serie 2950 Nr. 38 64 77, Serie 2952 Nr. 29, Serie 3320 Nr. 99, Serie 3966 Nr. 50 99 und Serie 4157 Nr. 66 67 gewinnen je 400 ft. Alle hier nicht ucrzcich» ncten, in obigen 15 Senen enthaltenen 1450 Treffcrlose gewinnrn je 1600 si. ö. W., und erfolgt die Auszahlung der Gewinnst? vom 2. Juli 1867 ab durch die l. l. piiu, österr. Credit Anstalt für Handel und Gewerbe in Wien. — Die nüchsle Verlosung findet am 1. April 1867 statt. — (Allerhöchste Belohnungen.) Wie dcr „Mahr. Corr." berichtet, hatte ein Schullehrer aus dem Mä'hnsch.'Kcommlluer politischeu Veznle zur Z.-it dcr ftrcuhl« schen Invasion zwei österreichische und zwei sächsische Sol' oaten bei sich verborgen gehalten und diesen vier Kriegern noch während des Aufenthaltes 0er Preußen iu Mahren zu ihren Regimentern verholfen. Für sein wackeres V.'nebmc'tt erhielt dieser SchuUchrer von dem Könige von Sachsen ein Geldgeschenk von 200 Thalern. Se. Majestät der Kaiser aber bestimmte, daß der Schullehrcr alljährlich aus dem ReligionZfonde eine Dotation von 100 fl. erhalte. Dcr Schullehrer war vor zwci Tagen in Brunn bei dcm Herrn Statthalter erschienen, bei welchem auch das für ihn bc< stimmte königliche Geschenk deponirt war. — (MiIitarbefreiung.) Am 4. d. M. sind beim Magistrate Graz dreißig Gesuche wegen Erlegung dcr Militär befrein ngstaze überreicht und bewilligt wor« den. Der an die Landeshauptcafse bar abgeführte Vetrag belief sich auf dreißigtausend Gulden. — (Loslaufe vom Militär) haben in Wien im Ganzen 1135 stattgefunden und wurde eine Summe von 1,135.000 ft. erlegt. — (Stand der l. l. Gendarmerie.) Das 13te Landcögendarmcric-Commando, welche« Eteiermark, Kärnten, Krain und Trieft umfaßt, hat dermalen außer dem Stäbe zu Laibach 4 Flügel, 10 Züge, 163 Posten und ein See-Arscnal-Wachdetachcment, im Ganzen 10 Offiziere und 737 Mann. (Vlätter für ju ri stis ch e P r axi s uudLite -ratu r.) Dieses neue Fachblatt hat die Aufgabe, eine Uebersicht über die gesammte Rechtsprechung in allen Zweigen dcr einheimischen Rechtspflege so wie der uns mit Deutschland gemeinsamen Rechte, als dcm Handels» u. Wcchsclrccht, sowie i» Auszügen aller litcrarischen Erscheinungen der auf die« sllbe bezüglichen Rechts u. Staatöwissenschafteu, endlich alle Gesetzesentwürse und ihrer Begutachtungen zu bringen und damit dcm Praktiker mit geringer Mühe es möglich zu ma» chen, sich in Kenntniß dcr Rechtsprechung und Literatur zu erhalten. Dasselbe erscheint als Wochenblatt unter Redaction des Hof» und Gerichtsadvocaten Dr. v. Kißling in Linz und ist um den sehr nieder gestellten Iahrcspränumerationsvreis von 2 st. 50 lr. von dort zu beziehen. — (Vollswirthschaftliche Wochenschrift.) Vom Beginne des Jahres 1867 an wird die „Austria" wieder, wie früher, unmittelbar im k. t. Ministerium für Handel und Voltswirthschaft reoigkt werden und folgende Hauptlubrikcn enthalten: Ausführliche Auizügc aus den Berichten dcr l. l. Consulate, sowie aus den Verhandlungen der Handels- und Gewerbelammcrn i statisiische Mittheilungen (unter Mitwirkung des t. k. Finanzministeriums und der statistischen Ccntralcommijsion) über alle wichtigeren Zw^e des wirthschastlichen Lebens im Iu> und Auslande i regel» mäßige Darstellung de) österreichischen Waarenverkehles; Handelsberichte der vorzüglichsten Firmen von den Haupt» emporicn der Erde: Uebersicbt der voltswirlhscliasllichen Ge< setzgebung aller civilisirtc» Staaten und endlich kleinere Mit< lheilungcn national-ökonomischen Inhaltes. Tic „Austria" wird künftig an jeden Sonnabend in dcm Umfange von mindesten« zwei Druckbogen in Quart ausgegeben und ver« sendet werben. Der Pränumcrationsprcis beträgt: Für auswärts ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 ft. 50 kr., viertel» jährig 1 st. 75 kr., für welchen Preis diese Wochenschrift bei allen Postämtern dcr Monarchie und in allen Äuchhaud« lungcn prainnmrirt werden taun. — (Slovenische Zeitung.) Mit 16. Jänner d. I. wird in Marburg die erste Nummer einer slovenischen Zeitschrift unter dem Titel; „^vcn.^ki ^j»c,llül" er« schcinen, welche von dcm dortigen Herrn Med. Dr. Mathias Prelog herausgegeben nnd redigirt und jcocn 1. und 16. des Monats erscheinen wird. — (Ein lirolisches Z ü nd n a d elg ewch r. ) Dcr Mcchaniter Ant. Garollo in Trient hat laut Nachricht des Tiroler Voten ein neues Zündnadelgewehr erfunden, das dulch scine einfache, solide und biqueme Coilsttnctioil sich besonders als Felowaffe eignen soll. Ein geschickter Soldat taun in einer Minute 15mal schießen. Nach 50 Schuß muh das Gewehr geputzt werden, was jedoch in Zeit von einer Minnie bequem geschehen kann. Dlc Kugel hat einen Durchmesser von nicht ganz 5'/, Linien. Das Gewehr wiegt 7 ^2 Wiener Pfund und ist 4 Schuh lang. — (Meteor.) Aus Mauer wird der „N. Fr. Pr." unterm 3. d. geschrieben: Einige Minuten vor halli 8 Uhr früh — die Dämmerung ließ die Sterne erster Größe noch im vollen Lichtglanz erscheinen — flog eine Lichtkugcl, viel größer und heller, als die Venus in ihrem schönsten Licht« glänz, aus der Gegend der Cavclla in wchlia>r Richtung gegen dic Zwillinge und zerplatzte, mehrere Funken gleich einer Ratete von sich sprühend. Die Kugel dnrcbflog einen beiläufigen Raum von 40 bis 45" und währte die Crschci« »ung zwischen zwei bis drei Secunden. Wärc dcr frühe Morgen für ein pyrotechnischcs Kunstwert nicht allzu unpas« send, mau hätte es sür ein derlei Prachlstncl halten können. — (Eine seltene Auction.) Iu Sckw^ionik wurden am 4. Jänner 11 Fcstungothorc versteigert,' eine gute Acquisition für Guts- und Fabciksbcsitzcr! — (Echte Orden — falsche Diamanten.) In dcr badischen Rcsioenz macht eiir Diamantenvicbstahl viel Aussehen. Es stellt sich heraus, daß seit Jahren vie verliehenen badischen Orden mit Brillanten verfälscht waren, daß sie nur Glas cnlhiclten. Eine Unttrsuchling is! im Lauf, ein Angestellter suspcndirt; allciu den oder die Verbrecher wird man schwerlich überführen lönnen. 32 — (Ein neuer Erwerb für Frauen.) In den ersten Wochen d. M. wird der Commercienrath Ianle in seiner Vuchdruckerei in Berlin einen Saal eröffnen, wo eine Anzahl von jungen, mit Men Schultenntnifsen ausgerüsteten Madchen, die ihm vom „Verein zur Förderung der Gewerbs« fcihigkeit des weiblichen Geschlechtes" zugewiesen weiden, zu Schriftsetzerinnen ausgebildet werden sollen. Alle Einrichtungen sind mit großer Sorgfalt getroffen, um achtbaren, gebildeten jungen Mädchen die Möglichkeit zu gewähren, sich einer Thätigkeit zu widmen, welche für die Zulunft eine anständige, cinlümn'.lichl,' Ez'istcuz ueispricht. ^locale s. — (N c chn u n gB d eV a rtem en t.) Durch die Orga> msation des Nechnungsdienftcs bei den hiesigen Landesherr» i den hat eine Veränderung in den bezüglichen AmtZloca^ l e n stattgefunden. Da3 Ncchnungsdepaitement der Landes--, regierung übelsiedelt in den Fmstenhof. Icneö der Finanz» direction lann gegenwärtig noch nicht in einem und demselben Locale untergebracht werden. Es wurde demnach die Verfügung getroffen, daß die Abtheilung für die indirec» ten Steuern im Amtsgebäude der Finanzdirection am Schul«-platze und jene für die dirccten Steuern im ehemalige» Polizeivilcclion''gl'bäude untergebracht werde. Die Credits-abtheilunq bleibt einstweilen in der l. t. Landeshauvt-. casse- aus Rücksichten für die Sicherheit der Creditsbücher. Den Ernennungen der Calculanten, welche für dies» mal vom t. l. Finanzministerium selbst ausgehen, wird noch entgegengesehen. Da die neuen Nlchnungödcpartements inte» grirende Bestandtheile der Landesbchurden sind, so wird ein Corrcspondeiizwcchscl zwischen denselben nicht stattfinden, son» dein es werden Berichte und Antrüge unmittelbar auf den! Geschäftslagen erstattet werden, wodurch eine bedeutende! Geschästsvcrm'faHung erwächst. — (Preisausschreibung.) Das heutige Amts« blatt enthält die Preisausschreibung des lraimschen Landes« autzschusses für das beste flouenische Handbuch für G emein d evorst eher. Die Einjendung deö Manuscript?« hat bis Ende April 1867 zu erfolge». Die Prämie be« trägt 300 fl. — (,ssrantenst aud i in allgemeinen Kranken-h a usc im M o n at e December 1 8 (> U.) Am Schlüsse des Monates November sind in der Behandlung geblieben 368 Kranle, 153 Männer und 215 Weiber. Zugewachsen sind im Monate December 1800: 103 Kranke, 90 Männer und 73 Weiber. Behandelt wurden 531 Kranke, 243 Männer und 286 Weiber. Entlassen wurden 155 Personen, 77 Män» ner und 78 Weiber, gcslorben sind 7 Männer und 8 Weiber, so verblieben in der Behandlung 361 Kranke, 159 Männer und 202 Weiber. Neueste Post. Ueber die Grundlagen dcr Verständigung zwischen Rom uud der italienischen Regierung gibt dcr Florentiner Correspondent des „Monitenr" nähere Andeutungen. Sie soll in dcr gegenseitigen Unabhängigkeit von Staat nno Kirche gefunden werden, dem Grnndsatzc, welchem Graf Ccwour in dciu Satze: „Die freie Kirche im freien Staate" Ausdruck gegeben. Die Verhaftung dcr spanischen Dcputirtcu wird durch die Behauptung gerechtfertigt, daß die Herren Rios Rosas und Marschall Serrano einen Staatsstreich herbeiführen wollten, wclchcr die Königin zur Ab-dantnng zn Gnnstcn des Prinzen von Astnricn nöthigen sollte. Der Marschall O'Donncl habe, obgleich abwesend, gcmciuschaftlich mit ihucn gehandelt lind sollte die Regentschaft übernehmen. In Dndlin wnrdcn Verhaftungen vorgenommen, Waffen nnd Muuitiou coufiscirt. — Nach einer amerikanischen Korrespondenz der „Times" ist es wahrscheinlich, daß die Bcrcini g ten Staaten Napoleon den Anfschub für die Zurückziehung der Truppen bis März gestatten werden. Dcr englische Gesandte in Washington soll nach einer Mittheilung dcr Ncw-Yorlcr „Tribune" aus Montreal den Auftrag erhalten haben, die amerikanische Regierung zn benachrichtigen, daß England küuftig jede Invasion von Fcniern in Canada als Kriegsfall betrachten werde. Ueber das neueste Stadium dcr orientalischen Frage schreibt man dcr „B. u. H. Z." von Wien am 3. Jänner: Dem Vernehmen nach ist dcr französische Botschafter angewiesen, um auch die betreffende Mitwirkung Oesterreichs zn fichcrn, die Grnndzüge eines zwischen Frankreich und England im wesentlichen schon combinirtcn Actes hier vorzulegen, dcr darauf bcrcchuct scin würdc, uutcr bestimmten Voraussetzungen, welche sich anf die ^agc dcr christlichen Bcvölkcruugeu dcr Türkei beziehen, dcr Pforte eine ausdrückliche Garantie ihres gcsammtcn Besitzstandes eventuell durch sämmtliche Großmächte anzubieten und gleichzeitig speciell in Athen den ganzen Ciuflnß dieser Mächte zur Hintan-Haltung jeder materiellen oder moralischen Agitation zn „nationalen" Zwecken innerhalb des ottomanischcn Reiches eiuzusetzcu sich anheischig macht. Telegramme. Berlin, 5. Jänner. In der Sitzung der ersten holländischen Kammer am 28. December nannten zwei Miuistcr dcn belgisch.n Mimstcr Noaicr cincn Re« volutiouäl' und sein Verfahren in dcr Scheldc-Ange« lcgcnheit unschicklich. Man befürchtet den Abbruch dcr diplomatischen Beziehungen. —Die Wcstmüchtc babcn sich ucradlcdct, sich der Emmischung in die griechische Auge. lcgcuhcit zu enthalten, so lange Rußland nicht intcruruirt. — Aus Petersburg wird dcr Spci,cr'schcu Zeitung folgendes Project zur Losung dcr orientalischen Fragc mitgetheilt: Ablösung Egypteus unter erblicher Herrschaft dcS Vicckönia.S; Befreiung der Inseln, die sich entweder selbstsländia constituircn. odcr Griechen land anschließen komien; Vereinigung von Thessalien uud Cpirus mit Griechenland' Uuabhäiiljigleit Monlc« negro's uud dcr rumänischen Fiilstcnthümcr; Errichtung eines HnzoathumS VoSuicu mit dcr Herzegovina »nter cincm österreichischen Erzhlrzoa; Unabhängigkeit Seibieuö; Hcrstclluun cineS bulaarischcu Staates unler riuem russi« scheu Großfürsten; Beschränkung des türkischen Reiches in Europa auf Rumelicu u»d Albauicn. Florenz. 5. Iauuar, Abends. Die Italic bcs stätigt, daß die Unterhandlungen Toncllo', nahe daran sind, mit einem Ucbcrei »kommen-ci uSschlicßlich über die religiösen Angelegenheiten, znm Abschlüsse zu gc laugen. Man glaubt, daß man sich bereits mit dcr Wahl der ucucn Äischöfc beschäftige. Es ist wahrscheinlich, daß kein formlicher Vertrag abgeschlossen wird, was jeden Gedanken an ein Concordat beseitigt, wohl aber dürfte es einfach zn einer mündlichen Verständigung kommen. Paris, «. Jänner. Dcr „Monitenr" schreibt: Ein Abendblatt veröffentlicht einen Artikel über die Politik Frankreichs in der orientalischen Angelegenheit, dcsscn Form zudem Glauben vcraulasscu könute, daß er aus officiellen Quellen geschöpft sei. Dieser Artikel ist das Werk reiner Einbilduug. Petersburg, 5. Jänner. Der bestätigte Ur-thcilsspruch über die am Pol cna ufstand in Sibirien Bctheiligten wnrdc ausgeführt. Von sieben zum Tode Bcrnrthciltcn der ersten Kategorie wurdcu vier cr-schosscu, die übrigcu drei, wie auch die der anderen Kotegoricu zur Zwangsarbeit vcrurthcilt; von Körper-strafen sind alle befreit. Petersburg, 5. Jänner (Abends). Es sind drei Ukase in Betreff Polens erschienen. Der erste verordnet für die Finanzvcrwaltung Polcus die Auwcudung dcr für das übrige Reich geltenden Äcstimmuugcu, errichtet in Warschau eine provisorische, von dem Finanz« miuistcrium abhängige kaiserliche Schatzdircction nnd behält sich die Feststellung der weiteren Beständigkeit derselben vor. Der zweite betrifft die Post und Telcgra-fthen-Vcrwaltnng. Der dritte ccntralisirt nnd vereinfacht dcn administrativen Geschäftsgang, verleiht dcn Gouverneuren ansgedchntc Vollmachten und ordnet die Errichtnng von 3oealwachen nach dem Vorbilde der französischen Gendarmerie an. Telegraphische Wechselcouvse vom ?. Jänner. 5perc. Mewlliqu-s 58.10. — f.perc. Mctalliqucs mit Mai- und November-Zinsen 01.70. — 5prrc. NaNonal'AiUelM l>8.20.- Vmil< actim 72ü. — Creditactien 157. — 1860er StaatSaillehe« 84,10. — Silber 129 75. — i.'oudon 131. — K. l, Ducalei, 6.20, Das Postdampfschiff „Allcmannia/^ Caftitän Traut-lnauu, welches am 9. December von Hamburg und am 12. December von Sonthampton abgegangen, ist am 26. December wohlbehalten in Ncw-^ork angekommen. Das Postdampfschiff „Bavaria," Capitüu Meyer, am 22. December von New«?)ork abgegangen, ist am 3. Jänner in Cowes angekommen nnd hat alsbald die Reife nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe übcrbriugt 69 Passagiere, 20 Bricfsäuc und volle Ladung. Milde Gaben für die Abbrändler iu Strasisch siud im Comptoir dcr „Laibachcr Zeitung" eingegangen: ttant letztem Ausweis.......fl. 412.70 Vom evangelischen Fraucnverein . . . „ 10.— von H............„ 2.— „ einer Ungeuannten......„ 2.— „ Herrn Michael Starre in Mannsbnrg „ 20.— dcr Ertrag einer Sammlung der Pfarre Mmmsburg........„ 12.— znsamlucn . si. 458.70 Für die arme Witwe ist eingegangen: Laut Ausweis in Nr. 296......fl. 17.50 Nr. 236........... .. I.— zusammen . . fl. 18.50 Angekommene Fremde. Am 4. Jänner, Ttadl ^Ni'-n. Die Herren: Pollal, Kaufn,., von Wien. — Man, Kanfm,. von Trieft. - Fran Prcgcl. KcmfmcmiiSgattii,, von Fichtenwald. Eleuhant. Die Herren: Sallamon, Handels«!, von Gra;. -^ Mendoz, Handelsin., nnb Klantnil von Trieft. — Ritter u. Boset, k. l. Nechnnngsf., von Prag. — Verurou, Grundbes., nnd Svetic, Färbcrmcister, von Moräntsch. Am 5. Jänner. 2tadt Wie«. Die Herren: WeuedMer, l. l, Professor, von Marburg. — Schwanb, Agent, von Wien. — Kopriunig, Werlö-cassirr, von Sagor. Glepliant. Die Herren: Trebucolvizh, f. l, Major, von Thun,-lack. — Süizin, Äainm.. von Klageufurt. — Waiher, Privaüer, von Agrnm. — Gloliozhuil, Gcwerlsbrsitzcr, uon (öisiirm. — Icriiej^, Privatbcamtcr, von Krainburq. — Znrdini, Kaufin., von Pabua. — Morgart, Haiidliingsreis., und Frl. Kapla. Siin» gerin, von Wien, — Frau Krislofoli, Piivatr, von Trieft. Kaiser von vesterreieli. Hrrr ProhaSla, Chorm., von Ofeil. Lottoziehung vom 5. Jänner. Trieft: 56 2l 75 53 90. Theater. H eutc Dienatag den 8. Jänner: Noberr der Teufel. Große Oper in 5 Acten von MeUcrbrcr. Morgen Mittwoch den 9. Jänner: Die alte Tchachtel. Posse iu 3 Neten von Berg. Meteorologische AeotiachUmgen ill l!ait'»uch. , 6 U. Mg. 3ii7, -- 4.0 windstill grüßth. bew. " 7. 2 „ N. ! 0 53,70 In östcrr. Wähnmg steuerfrei 57. - 57.25 Vz Sleucranl. in o, W. v. I. 1«>4 ,n 5pCt. rlichahlvar . 87.25 87.50 Silbcr-Anlehen von 18l',4 . . 75.25 75.75 Silbcranl. I8(!5 (Frcö.) rüchahlb. in 37 Ia!,r. zu ,'. pCt. 100 fl. 79.— 79.25 Nat.-Anl.mitIäii,-Eo,iP.zu5«/« «8. 68.10 ., „ Apr.-Coup. „5 „ 67.80 67.i'0 MclalllPies . . . . „5 „ 58.W 58.25 dctto mit Mai-Coup. „5 „ (N.R, L2.10 dctto ......„4z„ 50,50 51.— Mit Verlos, v. I. 1839 . . . 135.50 136,— „ „ „ 1854 . . . 74.- 74.50 „ „ „ 18Wzu500fI. 83.40 83.50 „ „ „ 1860 „100,, 91.50 92.- „ „ „ 1864 „100,, 74.30 74.50 Como-Rentensch, zu 42 l.. -,u5li-. 18.— 18.50 N. dcr Hronländer (sür 10« st.) Gr.-Entl.-Oblig, Niederöstcncich . . zu 5«/« 84.— 84.50 Obcrüstcrreich , . . „ 5 „ 8,^.— 85.50 Geld Waare Salzburg .... „57« 85.- 8«.- Böhmen . . . . „ 5 „ 86.50 87.— Mähren . . . . zu 5 „ 81.— 83.— Schlesien .... „ 5 „ 87.— 88.— Steiermnrl ... „ 5 „ 85.5(1 86.— Ungaru.....„ 5 „ 69.25 69.75 Tcmescr-Vanat . . „ 5 „ 67.50 68. ^ Kroatien und Slavonien „ 5 „ 74.50 ?5.?>0 Oalizien .... „5 „ <>5.25 65.75 Sielimliilrgen ... „ 5 „ 65.25 65.50 Vulovina .... „5 „ 64.50 65.— Unq. M. d. V.-C, 1867 „ 5 „ 66.25 66.75 Tem. V. M. d. P.-C. 1867 „ 5 „ 65.50 65.75 Nctien (Pr. Stitck). Naiionalbank...... 725.— 726.— K. Ferd,-Nordb. zn 1000 fl. C. M. 15»i2.—1565— Kredit-Anstalt ;n 200 fl, ö. W 155.30 155.50 N.i), Escom.-Ges.zi'500fl.ö,W. <>08.- 610.— S.-E.-G.zn200fl!CM.o.500Fr, 206.20 206,40 Kais. Elis. Bah» zu 200 si. CM. 133.- 133.50 Sjid,-!iordd.Vcr.-V 200 „ „ 116.50 11tt.?5 Slld,St..,l.-vcn.n,z,-l.E,200fl. 202.- 202.50 Gal.Karl-Lud.-V. z.200fl,CM. 219.— 219.50 Geld Waare! Böhm. West bahn zu 200 si. . 156.— 156.50 Oest.Don.-DamPfsch.-Ges.D'^ 472.- 474.— Oesterreich. Lloyd in Triest Z ^ 173.— 176.— Wien.DamPfm.-Actg,500si.o.W. 475.— 485.— Pester Kettenbrücke .... 340.— 350.— Angl» - Anstria - Äanf zn 200 si. 87.— 87.50 Weinberger Cernuwitzrr Acticn . 181.— 182.— Pfandbriefe (fiir 100 fl.) National- 1 10jährige v. I. vank auf > 1857 zn . 5°/« 105.- -.- C M. 1 verloi«barc 5 „ 97.75 98.75 National!,.aufU.W vrrloöb.5„ 92.80 93.— Unq. Äod.-Ercd.-Änst. zn 5V, „ 86.50 87.— Alla öst, Vodcn-Crcdit-?lnstalt verlo^bar zu 57. in Silber 103.— 104.- Uose (pr. Stück.) Crcd -A.f.H u.G.z. 100st. ü.W, 126,30 126.50 D°n-Dmpfsch.-G.z.100fl.CM 83.— 84.— Stadtgem. Ofen „ 40 „ ü. N. 22— 23— Est-rhazl) ,. 40 „ CM. -— -— Salm .. 40 „ ^ . 30,50 31— Pallffy « 40 „ „ . 22.- 23.— > Geld Waare Clary zu 40 fl. CM. 26.— 27.-^ St. GcnoiS „ 40 „ „ . 23.50 24.-- WmdisclMätz „ 20 „ „ . 16.— 17.— Waldstein „ 20 „ „ . 20.75 21.25 Kcglevich „ 10 „ „ . 12.— 13.-- Nndolf-Stiftung 10 „ „ . 12.— 12.50 Wechsel. (3 Monate,) Augsburg für 100 si, südd. W. 110.25 110,50 Franljmta.M,100 st. dctto 110.50 110.75 Hamburg, für 100 Mark Vanko 98.— 98.25 London für 10 Pf. Sterling . 131,— 131.40 Paris, für 100 Franks . . . 52.15 52.35 Eours der Gcldsorten Geld Waare K. Miiuz-Ducatcn 6 si, 20 lr. 6 fl. 21 lr- Napolronöd'or . . 10 „ 49 „ 10 „ 49j „ ' Rufs. Imperials . 10 „ 74 „ 10 „ ^ " > Vercinüthalcr . . 1 „ 94;,, 1 „ 95 „ ^ Silber ... 129 „ 50 „ 130 „ - " ! Krmnischc Grundcntlastungs - Obligationen, Pr^ > vatnotirung: 82 Geld, 86 Waare.