OMcher !^)»» lil^sk Pl«num«r»t«on»ftre<«: Im Tomptolr ganzj. <^l.l. ^^^ «. il, halbj. ft. 52N. ssllr die Zustellung in« Hau« ^"""' halbj. »0 lr. Mit bcr Post ganzj. fl. 15, halvj. 750. ________________________________________________ Samstag, 27. September. Inf«rtn«g«blll: Fsl Neine Inserat« bl» z» ^ LH^/^ < ZeU«n «ö lr., «löhcre per > tr. Fur Laibach ins Haus zugestellt . . . i _ „ ^m Comptoir abgeholt......— 92 Fnr die Zeit vom I.Oktober bis Ende Dezember: Mit Post nntcr Schleifen ... 3 fl 75 kr Kur Laibach ins Hans zugestellt . . . 3 „ — ,. >iNl Comptoir abgeholt......2 , 75 Ailltlichcr Theil. drucks .25-September ^879 lvurdc in der l. l. Hos- und Staats- läusi^,^ .^"" das X^III, Stiicl des Neich^esel,blnttes. uur- Daö elde ''"«'' ^""^"' "l"Wabc. nui>l,egeorn und versendet, ^ ^1»7^^ ^"urdnuiis, des InslizininistcrinlnS uom 27.Anssllsi °">. woiim der '^elrazz dro von den Sträflingen in dcn i7 .."^uswltl'ii zn leistenden täqlichrn Ersa^e^ an Ellas- drslim ^'^^"' ^'^ "" 2"^" ^""' ^"^ ""^ ^^ te>nder?3^^''''l1 ^ IllstiMinistcrinms vum 18. Sep. ^Y^ann ^' ^'ttch'cnd die ^nlveisling dcr Gemeinden Mdlissi, ^ . "ä"ua lind Iasienna zn dein Sprengel des lizirn ^""cn Vczirtsgerichtcs Ncu-Sandec in Ga^ tcml'wr?!^^"""N des Inslizministerinmö vom 1!). Ecp-leit i» !^^V. treffend die Ansdchnnng der Gciichtsbar» Iosevbst k< ' "' ^^ städtisch.dclcgicrtcn Äczirlsgerichtcs dru^.?'^ ^^^^"lber 1870 wurden in der l.l.hof- und Staats slll^, c^ '" " ^ italienische, böyinische, polnische, rnlhenische. N c> <^'' kroatische und romnnische Ä>io>iaue der am 25, Juni, c^' >>ul, »lid 23. Septemt'er 18?!< vorläufig blos, in dcr dent ^n AusMe erschienenen Stücke XXXII. XXXVII und X1.II "W <1ielchö>,esel.chla!lcs ausgenelieil lind versendet, („Wr. Ztg," Nr. 2ij3 vom . Scplemder 18?^.) Nichtamtlicher Theil. Die neuen Herrenhausmitglicdcr. y Die Liste der von Sr. Majestät dem Kaifer mit Allerhöchstem Handschreiben vom 20. d. M. ins öster-^.lchische Herrenhaus berufenen neuen Mitglieder haben w'r bereits gestern mitgetheilt. Es wurdeu im ganzen, 18 ueuc Pairs ernannt, nnd zwar vier eibliche nnd vicr-zchl, auf Lebenszeit. Dcn Bestimmungen der Verfassung gehören die Aernfcnen theils dcn ältesten inländischen Adelsgeschlechtern an, theils zählen sie zu jenen ausgezeichneten Männern, deren Verdienste um den Staat allgemein anerkannt siud. Nur wenige von dcn Ncu-ernanuten haben bisher am öffentlichen politischen Leben thätigen Antheil genommen. Doch haben die meisten Naiueu dcr nenen Pairs vermöge ihres hervorragenden Wirkens m dcn verschiedenartigen Bcrusssphärcn in der Bevölkerung den besten Klang. Ein kurzer Blick auf die Liste dcr neuen Herreuhausmitglicder zeigt ferner, daß m derselben alle Vartcischattieruugcn vertreten stud. Nachstehend lassen wir nach einer Zusammenstellung dcr „Presse" einige biographische Mittheilungen über die neneu Pairs folgen: Fürst Carl Schwarzenbcrg, geboren den 5tcn Juli 1824, Besitzer des zwciteu Majorats in der Familie Schwarzcnberg, ist als Parteigänger der Czechcn bekannt und wurde als solcher auch bei den diesmaligen Wahlen m das Abgeordnetenhaus gewählt. Mit Rücksicht auf seine Berufung m das Herrenhaus legte er kürzlich sein Abgeordnetenmandat nieder. Fürst' Carl Schwarzenberg, ein Cukel des Siegers von Leipzig nnd em Vetter des Fürsten Johann Adolf sowie des Kardinals Fürsten Schwarzenberg, ist Major außer Dienst. Graf Friedrich Thnn-H oh enstein ist am 8. Mai 18l0 geboren und widmete sich der diplomatischen Carriere, die er, nachdem er zuletzt Gesandter in Petersburg war, wieder verließ. Graf Friedrich Thuu ist der Besitzer des Majorats Teschen, um das bekanntlich ein langjähriger Prozeß geführt wurde, der mit eiuem Vergleich endigte. Seiner politischen Gesinnung nach gehört er zu der klerikalen Partei, iu dereu Namen er in zahlreichen Versammlungen das Wort ergriffen hat. Josef Graf Aawor'owski, Repräsentant einer der vornehmsten Aoelsfamilieu Ga-liziens, hat ausgedehnten Latifnndienbesitz in Galizicu und erhielt erst m diesem Jahre die Bewillianna zur Errichtimg eines Fideieommisses. Cr ist Chrcnrittcr des Maltheserordens nnd k. k. Kämmerer. Rudolf Graf Chotck, geboren den 2:;. Inui 1832, besitzt die Fldcicommißherrschaft Icniowcs mit Weltrus, über. dics noch mehrere andere Herrschaften. Er führt dcn Titel eiues Oberst - Erblaudthürhütcrs in Oesterreich ob nnd nntcr dcr Euus und ist k. k. Kämmerer. Dr. Josef Freiherr v. Bczec n y begann seine Laufbahn nn Jahre 1855 als Conceptsprakticant bei dcr böhmischen Finanzprucnratnr; ein Jahr später l kam er zur Wieuer Finanzproeuratnr, zwei Jahre spater wurde er zur Dienstleistung in das Finanzministerium einberufen. Im Jahre I860 avancierte er zum General - Sekretärstellvertreter der Börsekammer, im Jahre 1600 zum Mmisterialselretär. Im Jahre 1869 wurde er Generalsekretär der Börsekammer mit dem Titel und Charakter eines Sectionsrathes. Im Jahre 1872 wurde ihm die Leitung des Präsidial-bureaus des Finanzministeriums übertragen; nach einem Jahre rückte er zum Mittisterialrathe und bereits im nächstfolgenden Jahre znm Sectionschef und Leiter der Kredit- und Äudgclsectiou vor. Ende Oktober v. I. wurde er nach dem Uebcrtritte Gouverneur Moser's znr österreichisch - ungarischen Bank zum Gouverneur dcr Bodenlrcditanstalt vorgeschlagen und von Sr. Majestät bestätigt. Angesichts der wichtigsten finanziellen und wirthschaftlichen Fragen, die den Reichsrath in dcr neuen Wahlperiode beschäftigen werden, ist durch die Berufung des Dr. Freiherrn von Bezecny dem Hcrrenhause die Mitwirkung einer hervorragenden und ausgezeichneten Kraft bei Lösung aller das Gebiet der Finanz- und Wirthschaftspolitik berührenden Fragen gesichert. Adolf Freiherr Brenner v. Felsach, geboren den 2. Februar 1814, gehört der alten diplomatischen Schule au. Er fungierte bei verschiedenen Staaten als österreichischer Geschäftsträger und war anch Gcfandter beim deutschen Buud. Für seine diplomatischen Verdienste wurde er durch die Verleihung der Geheimrathswürdc ausgezeichnet. Dr. Ernst Brücke, geboren in Berlin am 0. Juni 1819, zählt zu den Zierdeu der Wieuer medizinischen Famltät, an welcher er seit zwanzig Jahren als Professor der Physiologie wirkt. Brücke ist ein Gelehrter von Weltruf und kann als dcr würdige Nachfolger Rokitanöty's im Herren-Hause angesehen werden. Professor Brücke ist für das kommende Studu'njahr zum lioclol- m^uiticu» der Wiener Universität gewählt, eine Würde, deren Zu-erkennnng ihm als Protestant vor der Erlassung des neueu Universitätsgcsetzcs versagt bleiben mußte. Graf Heinrich Caboga ist am 9. Juni 1818 geboren und entstammt einer alten Ragnsaner Patricierfamilie; er bekleidet den Rang eines Mayors außer Dienst. Dr. Carl Habietiuek. Iustizmiuister während der Aera Hohenwart, ist eine von dieser Zeit her allbekannte Persönlichkeit. Dr. Habielinek war vor seiner Be-rufuttg in das Kabinet Hohenwart Professor des Straf-rechtes an der Wieuer Universität. Graf Erwin Neipperg, geboren 0. April 1813, General der Kavallerie, ist Hauptmaun der Trabanten » Leibgarde, welche Würde er erst seit ungefähr einem Jahre bekleidet. Graf Ncipperg, der sich durch zahlreiche mili- Feuilleton. Dämonen der Leidenschaft.' Roman dun Otto v. Ellen dors. (FortsclMNss.) Ak ^larie war mit ihrem tranken Kinde spät am 'iwend angekommen. Sie hatte Gelegenheit qefunoen emeu alten, liieder anssehendeu Mauu auzusprechen i!! ^?"«^ s^'V "l> es vielleicht Menschenfreunde m der großen Stadt gäbe, die sich ihres Kindes erbarmen wurdeu, oder ob nicht eine, Anstalt vorhaudeu sei, wo man verwaiste oder dcr Pflege bedürftige kleine Nlnder aufnehme. Der freundliche Mann hatte nachgedacht und ihr befriedigende Auskunft gegeben und ! f""") ersucht, eine Kleinigkeit auzunehmeu. damit I« fur sich und ihr krankes Kind Nahruug taufe. Mit Drecken gewahrte sie, daß dasselbe matter uud sicher wurde, und daß es die höchste Zeit sei, Hilfe ö" schaffen, sollte es dem Lebeu erhaltcu blcibeu. d<,5 n'I^ patzen waren weniger belebt geworden, "us ^.lcht der Laternen brannte matter, sie »^"l^^lclter Entschluß stieg iu ihr auf, den chluk wV ö" bekämpfen suchte, und dieser Ent-km Ute ?i' le '"ehr sie ihr Kind betrachtete. Ja. sie Leb., ? b durfte mcht audcrs handeln, wenn sie das Mebr «. m 2Mings retten wollte. Sie dachte nicht er sie l s^^'^t mehr an ihrcu Schmerz, daß werd.,, ' >. verlassen hatte. Ihr Kind mußte gerettet Kleins /, '" "" '"uhte sich von ihrem höchsten fremder Hilfe anvertrauen und der ^ ^2W fremder Meufchen überliefern. - Es '«ergl. Nr. 220d.Nl. muhte geschehen und bald, sehr bald, wenn nicht alles nutzlos sein sollte. Sie überlegte uicht lange in ihrer grenzenlosen Verzweiflung. Eilenden Schrittes und bebend vor innerer Auf-reguug näherte sie sich eiuem großcu, den Reichthum seiuer Bewohuer verratheudeu Gebäude, iu dcsscu unteren Räumcu uoch Licht schimmerte. „Niemand! — niemand zu scheu —. Ja, hier muß cs geschehen, — ich bin am Ziele, ohne dcn Muth zu habcu " sprach sie keuchend uud umherblickend, vm ^ "'"K es sein, wenn ich mein Kiud nicht ste be? T" >""5 "We stehen, vor meinen Augen n ^ ^ " '"'?'<."" um das ich soviel gelitten und fast blind geweint habe. Schon bis . lMt ,ch m,ch fiu- unglücklich. — aber vollends lieute, da ,ch mich vou ihm treuueu muß! Trenneu! " '".cm Gott, ist es dcnu uicht ein Verbrechen, was ^lcht begehen will? Und doch, was bleibt mir ""den's ilbrig?! Ich habe kein Geld mehr, den Arzt "^b"l Apotheker zu bezahle,,; tem Geld mehr für !^« ^/"" ^ "" ^'bett zu erhalten, ich habe '"Zts' mchts mehr! - Du armes Kind, ich muh dich wol verlasse,,! Du kannst mich iloch nicht ver-n)e". du meiu alles! Aber Gott versteht mich für t>icl)! Er sieht meine Thränen, er hört meinen Schwur, nur ur dich zu lebcu. unermüdlich uur für dich zu arbeiten danut ich dich wieder bekomme, deuu fic werden dich mir wol wiedergeben, ja, ja! Sie geben mä) mir clnft wieder! Wüßte ich das nicht, dann lieber, — w,r stürbeu hier zusammeu. Aber nein, dort wohnen gewiß gute Menschen. Sie werden für dich jorgen, gut sorgen; — sie werden die Zeichen wol aufbewahren und den Brief, den ich dir mitgegeben habe." Ein Geräusch, wie von Tritten ließ sich hören und erschreckte sie. Richtig, da kamen zwei Gestalten näher. „Wie, wenn sie dir dein Kind nehmen oder dich ansprechen, alles vereiteln und dich verriethen," dachte die von Angst erfüllte Frau. Eine Gestalt im Mantel nnd eine andere, verdächtig aussehende, gingen prüfend vorüber. „Siehst du jene Frau mit dem Kinde?" sagte die eine. „Das ist die rechte nicht, — aber binnen einer halben Stunde werden Sie Ihren Wuusch erfüllt seheu." aulwortete dcr audere, worauf er in der Duukelheit verschwand, während der erstere stehen blieb, von Marie nicht bemerkt. Die Aermste hatte sich an das Haus gedrüugt und athmete freier, als sie niemanden mehr sah. ..O, Himmel!" rief sie, das keinen Laut von sich gebende Kind an sich pressend. „Es ist schon gam lall! - Wie, wenn 7s schon zu spät wäre ? Es muß sein! — So leb' denn wol, du mein alles! Nein. nein! Kein Lebewol! A»f Wiedersehen, mem Herzenskind ! Anf baldiges, baldiges Wiedersehen! Sie hüllt d s stnmme kleme Kind fes er m d:e es umaebeudeu Tücher legte es anft ,n eme Ecke der Thür m.d er iss den Knopf der Hausg ocke worauf sie sich schnell zurückzog. Laut chall e der T n d r Glocke dnrch das wnrd. Schritte NruNn dm nnd eme Frau. "'t ""I uou ^ ^. si7sväl^fI "nd St«/ ab3 sie. sah das Kind u1cht.^Unchlilssig stand die Frau emM Zeit M. dann zog sie sich, als sich niemand sehen Ueh, m den 1898 i--------------—-—————------------------------------------------ arische Waffenthaten ausgezeichnet hat, ist Geheim-rath, Ritter des Ordens vom goldenen Vließe u. s.w., und auch erblicher Standesherr in Württemberg. Josef Ritter v. Schmerling, l. k. Feldzeugmeister a. D., im Jahre 1807 geboren, ist ein Bruder des Präsidenten des obersten Gerichtshofes und hat eine vieljährige militärische Laufbahn hinter sich. Er war eine Reihe von Jahren hindurch Stellvertreter des Oberkommandanten der österreichischen Landwehr. Carl Freiherr v. Tinti, geboren am 19. Mai 1829, ist als langjähriges, hervorragendes Mitglied des Abgeordnetenhauses allbekannt. Er hat bei den letzten Reichsraths-Ncuwahlen auf eine Wiederwahl verzichtet. Maximilian Freiherr von Washington ist Besitzer der Herrschaft Pols bei Graz und genießt den Ruf eines ausgezeichneten Landwirthes. Für die Förderung der Landwirthschaft in Setiermark hat er fowol als Mitglied des steierischen Landtages als auch als Präsident der Landwirthschaftsgesellschaft in Steier-mark vieles gethan. Baron Washington ist mit der großherzoglich « oldenburgischen Familie verschwägert. Alois Graf Serenyi, geboren den 25. September 1812, ist Besitzer der Herrschaft Lomnitz in Mähren. Er zählt im mährischen Großgrundbesitze zur conservative:: Partei. Alexander Freiherr v. Hübner, ge° boren den 26. November 1811, war bekanntlich bis zum Ausbruche des Krieges im Jahre 1859 österreichischer Botschafter in Paris. In späteren Jahren hat Baron Hübner große Reisen unternommen und dieselben in mehreren Werken beschrieben. Dr. Josef Majer ist Professor an der Krakauer Universität und Präsident der Akademie der Wissenschaften in Krakau. Graf Othenio Lichnowsky, am 7. Mai 1826 geboren, ist Bailli und Großprior des Mal-thesrrordens. Er bekleidet unter anderm auch die Stelle eines Präsidenten der Waffenfabriks - Actien-gescllschaft. Moriz Freiherr v. Königsw arter Chef des bekannten gleichnamigen Vankhaufcs in Wien, entstammt einer Banquiersfamilie, die in Paris und Hamburg ansässig ist. Er ist dänischer General-konful._________________________________________ Zur Arbeit! Anläßlich der Einberufung des Reichsrathes bringt das „III. Wr. Extrablatt" einen „Zur Arbeit" über-schriebenen Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Das kaiserliche Patent zur Einberufung des Reichsrathes ist erschienen. Der Monarch ruft die Erwählten des Volkes zur Arbeit! Zur Arbeit! Darin liegt das wahre Wesen der Aufgaben, welche der nächsten Legislative harren. Es gilt den Sonntagsstaat der Ideologie, den Schnürleib der Doctrine abzulegen, das gleißende Geschmeide der Rhetorik, den Phrasenaufwand fein daheim zu lassen, denn — nüchterne, prunk- und geräuschlose Arbeit ist es, was die Völker Oesterreichs dringender denn je diesmal von ihren Gesetzgebern erwarten! Es gilt, dem Bauer den Acker freizumachen von Schutt und Gerölle; dem Gewerbs-mann Licht uud Luft und — Arbeit in die Werkstatt zu schaffen; dem Handel, der Industrie Absatzgebiete und Märkte zu erschließen, die Wege zu denselben zu ebnen, zu erleichtern. Es gilt endlich vor allem anderen, durch eine vernunftgemäße, rationelle Reform unserer Steuergesetzgebung dahin zu wirken, daß die Stcuerpflicht aufhöre, eine drückende Last des Bürgers darzustellen! Diese Summe von Aufgaben erheischt praktisches Wissen und Können, sie erheischt Schweiß und Kopfzerbrechen, hingebungsvollen Eifer und Eintracht, mit einem Worte: Arbeit im wahren bürgerlichen Sinne des Wortes! Ja, diese Aufgaben erheifchen mehr noch, für manchen Volksvertreter erfahrungsgemäß das Allerschwerste: den Verzicht auf den unmittelbaren Applaus der Menge, ein Entsagen in Bezug auf die berauschenden Wonnen, die da mit stürmischem Gebrause niederzugehen pflegen von hoch oben, von den Gallerien des Volkshauses, wenn die bunte Phrasenrakete so recht prasselnd in die Höhe saust. Der Boden für solch' mühsame, auf späten, aber sicheren und segensreichen Fruchtgenuß berechnete Thätigkeit ist für den nächsten Reichsrath besser vorbereitet, als für alle seine Vorgänger. Der entnervende Hader mit Ungarn, der fast zur Hälfte die vorige Legislaturperiode absorbierte, ist abgeschlossen. Für die ganze Dauer der am 7. Oktober zu eröffnenden Periode wird die österreichische Legislative, unbehelligt von den Aspirationen der östlichen Neichshälfte, sich voll und ganz der Wahrnehmung ihrer eigenen Interessen hingeben können! Und in gleicher Weise wie nach außen schei-nen auch daheim uuterm cigeuen Dach die Vorbedingungen einer fruchtbringenden praktischen Wirksamkeit wesentlich günstiger sich zu gestalten. Einer der tüchtigsten und betriebsamsten Volksstämme, welcher seit mehr als anderthalb Jahrzehnten sich grollend ferne gehalten von der Arbeit für Oesterreich, ist, wie nicht mehr zu bezweifeln, bereit, einträchtig sich uns anzuschließen, dem Werke fürs Gemeinwol fürderhin seine Mitwirkung nicht zu entziehen. Die czcchische Abgeordnetenversammlung hat, wie aus deu Prager Telegrammen zu ersehen, endgiltig den Eintritt in den Reichs-rath beschlossen. Der Beschluß wurde gefaßt, trotzdem der anerkannte Führer der czechischen Opposition zu dem offenen Bekenntnisse sich gedrungen fühlte, daft für die Bekehrung kein anderer Preis zu erhoffen ist, als derjenige eben, der in den: Wegfall der inneren Fehde, in dem Abschluß einer Periode unfruchtbaren Schmollens und in der Frucht einer zielbewußten Mitwirkung an der Bestimmung der eigenen Geschicke auf gegebener gesetzlicher Basis sich naturgemäß von selbst ergibt! Der nächste Reichsrath findet daher keinerlei staatsrechtliche Probleme zu lösen vor, derselbe wird nicht in der Abwehr hochpolitischer Plackereien seine Kräfte zu vergeude::, seiue Zeit zu verzetteln haben. Der Sorge ums tägliche Brod, um die Vessergestal-tung der materiellen Lage und um die Sicherung der ideellen freiheitlichen Errungenschaften allein und ausschließlich können — sollen die nächsten sechs Ar« beitsjahre geweiht sein! Daß die Gunst der Lage von der Gesammtheit der Volksvertretung klar erfaßt und weise benützt werde, daß die Erwählten alle den Ruf des Kaisers: Zur Arbeit! mit patriotischer Erleuchtung beherzigen. — Das walte Gott! Die Ausführungen der „Deutschen Zeitung" bewegen sich in gleicher Richtung. Das Blatt bemerkt unter anderm: Die wirthschaftliche Reform ist, wenn man uus deu Vergleich gestatten will, dasselbe, was für Frankreich nach den Unglücksschlägen von 1871 die republikanische Regierungsform war — das Ding, das „uns am wenigsten trennt." In der Erkenntnis der Nothwendigkeit der wirthschaftlichen Reform begegnen sich die Parteien am leichtesten. Daß unser Steuersisten: eiuer Umgestaltung bedarf, ist ein all- Flur zurück. Die arme Mutter, die sich so weit von dem Hause entfernt hatte, daß sie nicht deutlich gewahren tonnte, was geschehen war, glaubte sicher, daß die Frau ihr Kind mit in das Haus genommen hätte. Mit dem letzten Aufgebot ihrer Kräfte schleppte sie ^ sich weiter bis zur nächsten Straßenecke. In unnenn-' barem Weh krampfte sich ihr Herz zusammen. Plötzlich von Verzweiflung übermannt schrie sie laut auf. „O mein Gott! Nein! Nein! Ich will es nicht! Gebt es mir zurück!" worauf sie ohnmächtig zufammen« brach. In diefem Augenblick huschte der Mann im Mantel, welcher unbemerkt Zeuge der Szene gewesen war und Mutter und Kind mit seinen Blicken fast verschlungen hatte, über die Straße und auf das Haus zu, vor welchem Marie ihr Kind niedergelegt hatte. Er beugte sich über das Kind und betrachtete es einen Moment, fo weit es der Schein des Mondes erlaubte. Im nächsten Augenblick hob er das Kind zu sich empor, hüllte es in seinen Mantel und eilte in der entgegengesetzten Richtung davon. Bald waren seine Schritte verhallt. Auf einer Bank der einer Promenade ähnlichen Straße, welche zu beiden Seiten fchön gepflegte Bäume einfaßten, kaum zwanzig Schritte von der eben beschriebenen Szene, lag ein Mann, anfchemend schlafend. Bei jenem Schmerzensschrei fchien er plötzlich zu erwachen, denn er erhob sich und starrte, sich d:e Augen . reibend, umher. „Was gibt es denn? Andreas! Andreas!" rief er, noch halb im Schlafe. „Ich hörte den Schrei einer mir so wol bekannten Stimme. Ich werde wol geträumt haben! Aber wo steckt nur Andreas?" Er schritt nach diesem Selbstgespräch nach der Richtung, ans welcher der Schrei, der jetzt wieder leiser, wie ein Röcheln ertönte, zu und stand an der Seite einer zu seinem Entsetzen an der Erde liegenden weiblichen, leblosen Gestalt. „Eine Frau — und bewußtlos!" Er beugte sich über die Unglückliche. Er starrte in ein todtenähnlich bleiches, verzerrtes Antlitz und erbebte am ganzen Körper. „Barmherziger Himmel! Ist es keine Täuschung? Marie, mein armes Weib!" tönte es von seinen Lippen, während er neben der noch immer Regungslosen in die Kniee sank. „Marie, o komm' zu dir! Sieh', ich bin es ja, Verthold, dein unglücklicher, elender Mann!" Eine jener göttlichen Fügungen, die in das Leben der Menschen oft so mächtig eingreifen, führte in dieser Nacht Marie mit ihren: Manne wieder zusammen, welcher sie weit entfernt glaubte. Wahrlich, die Wege und das Walten der Vorsehung sind oft wunderbar. Unbewußt war die Aermste mit ihrem Kinde ihrem gewissenlosen Manne gefolgt, und jetzt in dunkler Nacht in der großen nnbekannten Stadt trafen sie aufeinander, sie in: Herzen die uusäg-lichste Qual, er voll schnrll erwachter Reue bei ihrem Anblick. „Mein Kind! — Verlassen! - Verloren für mich!" hauchte im schmerzlichsten, ergreifendsten Tone die nun Erwachende. „Unfer Kind? - Was sagt sie? Wie kommt sie hierher? Zu d:eser Stunde noch und allein vor ein fremdes Haus? Marie, ich flehe dich au, sprich, antworte mir!" (Fortsetzung solgt.j gemeiner Satz, den das Abgeordnetenhaus als Resolution einmüthig annehmen würde. Das Wie der Umgestaltung aber wird nothgedrungen heißen Streit hervorrufen. So verhält es sich mehr oder minder mit allen wirthschaftlichen Problemen. Jedes einzelne wird durchgefochten werden müssen, — aber trotzdem erwarten wir doch gerade auf wirthschaftlichem Gebiete die sichersten Früchte von dem neuen Parlament. Man kann sagen, daß, wie groß anch immer der Unterschied in den politischen Parteirichtuugen ist, doch beinahe jeder Abgeordnete von seinen Wählern ein mauällt impäriUit, eine kategorische Instruction erhalten hat. dahin zu wirken, daß die Staatskraft gegen die Volks/ Verarmung aufgeboten, daß, foweit dies durch die Gesetzgebung möglich, der Nothstand der Bevölkerung bekämpft werde. Auf dem Gebiete der Wolfahrts-gesetzgebung, in Sachen der öffentlichen Verkehrsmittel, des Gewer'bewesens u. s. w. läßt sich vieles leisten, wenn die Führer der Parteien an das vergessen, was sie trennt, um sich bloß an die allen Parteien gemeinsame und gleich nahegehende Noth der Bevölkerung zu erinnern. Die Occupation des Limgebietes. Der friedliche Vollzug der Äesctzuug des ÜiM-gcbietes wird von der englischen Presse mit großer Genugthuung begrüßt, namentlich sind es die del« Ministerium nahestehenden Blätter, welche die Gele' genheit zu für Oesterreich-Ungarn sehr sympathische" Auslassungen benutzen. Ueber die Details der Occu-pationsdurchführung geht der „Pol. Korr." von ihreM militärischen Berichterstatter nachträglich noch folgende»' aus dem Feldlager bei Plevlje vom 10. d. M. datierter Bericht zu: „Der Regelung der beiderseitigen Aufstellungen bei Äanja folgte die bei Prjcpulje auf dem Fuße-FZM. Herzog von Württemberg begab sich mit pusln Pascha gestern von Priboj über Äistrica nach Hrie-polje, wobei den Herzog anßer scinem Stabc nur einc schwache Kavalleriebedeckung begleitete. Der Mars") hiezu wurde von Priboj um 7 Uhr morgens angetrete" nnd führte durch das Lager von Bauja immerfort a>tt Lim dahin, uno zwar von Anfang bis zu Ende aus einem Fußsteige. Die Straße von Äanja biegt gege" Nova-Varoä ab; mit Prjepolje existiert kcine andctt Verbindung als dev Fußsteig. Dem entsprechend gtt staltete sich auch der Marsch mühsam :md gefahNw"-Der Weq führte bald an: Lim unmittelbar iM Flugsand oder durch Gestrüpp, bald um die stelle" Gebirgsausläufer hoch über dem Flusse. Nach orel/ stündigem Marsche wurde bei Vistrica gerastet, naH weiteren drei Stunden Prjepolje erreicht. HierseU waren vorgestern die von Plevlje untrr General Ml über Iabuka vmgegaugcuen Truppen mit dem 3^ Bataillon von Parma-Infanterie, welches von VaH gekommen war uud dem sich der Divisional F^» König angeschlossen hatte, zusammengetroffen. A". Bataillon von Parma.Infanterie lagerte sich am rechte Limufer, unmittelbar an der Stadt, neben einem ebt". falls campiercnden türkischen Bataillon. Die Trnp^ der Südcolonne uuter General Killiö blieben am lu^ Ufer. Wie marschiert, so wurde auch gelagert, ^ Beobachtung aller lricgsmäßigen Sicherheitslnaßle9^ Da dies auch seitens der türkischen Truppen der H^, war, so fügte es sich oft, daß uusere uud die tn"l!H Wachen und Posten einander knapp gegeuüberznst^ kamcn. Trotzdem verlief die Besetzung von P^^n ohne jedweden Zwischcnfall, und so blieb es auch ^ vorgestern auf gestern, an welchem Tage um 2 "^ nachmittags der Herzog mit Husni Pascha eintraf- Wie bei Banja wurde auch hier mit eingehen ^ Besichtigung der Aufstellungen begonnen und an Ort" Stelle die Verhandlungen über beiderseitige StelM'^ uahme, über Unterkunft und Verpflegung "M^ ß Truppen eingeleitet. Der Umstand nämlich, ^, entgegen den mit Husni Pascha in Serajcwo a/N"^ nen Vereinbarungen das türkische Militär '"^^, Räumung des von uns zu besetzenden Gebietes M ^ übte auch in Prjepulje einen gewissen Druck "^r Bevölkerung «is, so daß sich'dieselbe nur Mit ^ gewissen Reserve zn der Unterkunft und VcrvM'^ unserer Truppen verhielt. Dank der Intervention ^ Herzogs, regelten sich anch diese Angelegenheiten , und nach. Der heutige Morgen galt noch ber ^^--gnoscierung des Terrains behufs Anlage eimger o ^ tificalionen. Nach derselben trat FZM. H^-M-t Württemberg mit Husni Pascha sammt Gefolge ' ^. den Rückmarsch nach Priboj an. Schon ","y" ^ das Bataillon von Parma-Infanterie m ^s ^-von Äanja zurück aufgebrochen. Um ^ UY ^ mittags endlich traten auch die Truppen der ^"^^^e unter' General Klllic ihren Rückmarsch ""A., .^nd" an. Nur das 25. Felojaaer-Vataillon unter "A ^u des Haliptmanns GrwM blieb als ständige ^ ^ns in Prjepolje zurück. General Killk< marschierte n^^ an diesem Tage nnr bis Iabukov Hau u»o "^„eral morgen in Plevlje eintreffen. KiM gauz diefelbe Regelung der Garmson ^ Unterkunft und Verpflegung durchzuführen lM.^,^e sie in Prjepolje durchgeführt wurde. ^" . ^ s^ Kommandant in Plevlje, Mustafa Pasch"'/"^' l zwar bisher uichtsweuiger als zuvorkommen» v 1899 mdessen bürgt auch hier die taktvolle Festigkeit des ' Generals Killik, daß alles m sein richtiges Geleises lomme. Heute nachmittags producierte der Kaimakam den österreichischen Stationskommandanten ein Tele> gramm, welches freilich keinen allzuschnellen Verlauf der Verhandlungen voraussehen läßt, allein die politischen türkischen Stellen accommodieren sich stets den Anschauungen der Militärkommandanten, wie denn auch der Kaimakam in allem auf Mustafa Pafcha hmwies. Auch hier fehlt es nicht an Zuvorkommenheit seltens der Bevölkerung, noch weniger an Unternehmungsgeist und Lust, die für den Unterhalt und Unterkunft der Truppen nothwendigen Lieferungeil an Lebens-mittelu und Bauholz zu Baracken zu übernehmen, und zwar nicht allein von christlicher, sundern auch vou muhamedamscher Seite. Iuocsseu wird auch hier ciue gewisse Zurückhaltung dann erst gänzlich schwinden, sobald wir mit Mustafa Pascha im Neiueu siud, und dazu wird morgen General Killk< seinen ersten Schritt thun. Es braucht nicht erst des Weiteren ausgeführt zu werden, daß mich m Pljevlje das Verhalten der Truppen selbst gegen einander ein freundliches ist. Türkische und unsere Soldaten, soweit sie sich verstäu-dlgeu köunen, pflegeu lebhaften Verkehr, sobald sie sich nur in der Stadt begeguen. Die beiderseitigen Lager liegen einander diametral entgegen: das türkische ans der Südwest-, unseres auf der Nordostfeitc der Stadt. Dafür siud einzelne Höhen von beiderlei Truppen gemeinsam besetzt, was mit der durch General Killit zu Pftegendm R^eluug dcr gegrnseitigeu Verhältnisse auch Wu Euoe erreichen mnß. Da dies iu zwei bis drei Tagen zu gewärtigeu ist, su wird damit uach Verlauf vou zwölf Tageu die Besetzung des hiezu iu Aussicht genmmncueu Theiles des Sandschats von Novibazar vollständig uud eutgegen su vielen pessimistischen Be-surchtungru friedlich durchgeführt sciu. Zu nicht gc-nngem Theile ist dies dem taktvollen Auftreten der Truppen und ihrer Kommandanten, der Generale Obadi«^ und Killie, z„ danken. Der Hanptautheil an diesem Verdienste gebührt jedoch dem rastlosen FZM. Herzog von Württemberg, welcher die ganze Action von An'-sang Wz zu Ende fast au alleu Punkten nacheinander perwullch dirigierte. Einen wesentlichen Antheil an ^"' falten nnd präcisen Verlauf hat endlich auch "er Generalstab^luf M'0"', r^elchcr die ganze Expedi« organisierte'/'" ^""'sp'uchnahme der Finanzen - Die Iudenfrage in dcr rumänischen Kammer. Nachdem die rumänische Devutiertcnkammer in Angelegenheit der Inden-Emancipationsfrage alle von der Regierung im bisherigen Verlaufe der langwierigen Debatte angedeuteten Wünsche abgelehnt hat, legte der Minister des Acußern, Herr Bocrescu, in der Sitznng Vom 24. d. M. der Kammer die von sämmtlichen Miui-stern unterzeichnete Regierungsvorlage über die Revisiou des Artikels 7 der Verfassung vor. Die Verlefung des Motivenexpose durch deu Minister und des Gesetzentwurfes niachte auf die Deputierten einen gnten Eindruck. Der Entwurf enthalt die genaue und offene Aufnahme des im Artikel 44 des Berliner Vertrages ausgefprocheneu Prinzipes und Durchfnhrungsbesti'm-nmugcu für dasselbe. Er erkennt das Recht dcr Naturali, steruug alle» Ausländern ohne Unterschied der Neli-gwn eben so wie den rumänischen Unterthanen zu, welche noch nicht Bürger sind. Das Recht zur Er-werbuug ländlichen Gruudbesitz,'s soll nach dem Ent-Ü""^ ein politisches Recht werden, mit Ansnahme der Dobrudscha, welche als integrierender Bestandtheil Numauiens erklärt ist uud wo alle ehemaligeu otto-mamscheu Burger ohne Unterschied des Enltus als Rumanen erklart stnd. Diejenigen, welche iu Rumänien geboren uud bis zur Erlangung des Alters dcr Reife erzogen worden sind, sind uach dem Entwürfe von der zur Naturalisierung erforderlicheil Dauer dcr Anwesen U't ,m Lande rechtsgiltig dispensiert. Der Entwurf U.Ä' ."' ^"""5 ""; sofort alle deu Rumänen assmilllerteu Israeliteu als rumänische Äüraer zu er^ klaren, deren Namen in dem dem Votum der Kammer unterbreiteten besonderen Verzeichnisse enthalten sind. Dle elbeu stnd in sechs Partien oder Kategorien acthellt, uud zwar: diejeuigeu, welche iu der Armee qe-dleut haben; diejeuigen. welche das Vaccalaureals-,'n «."^""^5^ crworbeu habeu; diejeuigeu, welche Ml Auslaude diplomiert siud uud ihren Beruf iu Nn-mamen ausüben; diejenigeu, welche wolthälige Anstalten gegründet haben; diejenigen, welche Handels- uder iu-N^ 6tabl>ssements besitzen, uud eudlich solche, N. ^?^ "' rumäuischer Sprache geschrieben haben, "leier Gesetzentwurf wurde hierauf dcu Sectioueu zur ^orberathuug zugewieseu. t>i«> c ^'^ Aussichtcu des Negieruugseutwurfes be-N 's 1°. """'uthet man, daß derselbe aller Wahr-'^muchlelt nach die erforderliche Zweidrittelmajorität a^V"' "erde. Man berechnet nämlich, daß eine M lii ^ ^ leuer 53 Deputierten, die am 23. d. und s^ ü abgelehnten Majoritätscutwurf gestimmt revisim, >."?"°^ "ls Auhängcr dcr Vcrfassiings-Ve ' «"^"p! "kl"t laben, unnmehr für den «ge ^Ä"wilrf ltuii,i.en werde. Mau .nacht sich ur"2 auf eme lauge Debatte gefaßt, da alle Oppo- sitionsführer den Regieruiigsentwurf bekämpfen und alle Urheber des später zurückgezogenen Minoritätsentwurfes für den Regierungseutwurf eiutretcn werden. Oagesneuigkeiten. — (MilitärischePrüfunge u.) Die am 10ten d. M. in Wieu unter Vorsitz des FML. v. Fischer be-gonncueu Prüfungen jener Offiziere, welche sich zur Aufnahme iu die k. k. Kriegsschule gemeldet, sind nunmehr beendet. Von 92 Aspiranten wurden bloß 43, zumeist Oberlicutcnantc, dann auch mehrere Lieutcnante und Hauptlcutc, in die Anstalt aufgenommen, nachdem von den sieben Plätzen, welche noch auf die normierte Zahl von 50 Hörern des ersten Jahrganges fehlen, zwei für die externen Hörer dcr königlich ungarischen Leibgarde und fünf für Offiziere der königlich ungarischen Landwehr reserviert bleiben. Begreiflicherweise befinden sich unter den 4l) audcren Offizieren, welche sich zur Aufnahme in die Kriegsschule gemeldet, die jedoch nicht mehr berücksichtigt werden können, viele, welche die Aufnahms-vrüfuug mit gutem Erfolge abgelegt haben, die also nur wegen Raummangels zurückgestellt wurden. Dieser große Andrang zur Kriegsschule, dcr höchsten militärischen Lehranstalt des Reiches, darf nicht allein als Symptom dcr sich stetig steigernden und verallgemeinernden fachwisse»-schaftlichen Bildung im l. k. Ofsizicrscurps betrachtet! werden, sondern bietet auch dem Gencralstabe dic will- ! tommenc Gelegenheit, bei der Auswahl seines Nachwuchses die höchstgespanutc» Anforderungen zu stclleu. — (Zweiter österreichischer Weinbau-congreß.) In dcr am Mittwoch abgehaltenen dritten Congrchsitzung referierte zunächst Herr Römer über den Fragcpunkt: „Welche Zollsätze für die Aus- uud Ein-^ fuhr wärcu im Interesse der österreichischen Wein-j production Wünschenswert!)?" Er wies darauf hin. daß sich bei Behandlung der Weiuzoll - Frage Oesterreich« Ungarns das deutsche Reich als daS wichtigste Absatzgebiet iu erster Reihe dcr Beachtung aufdränge, daß Deutschland kürzlich eine enorme Erhöhung feiner Ein- , gaugszölle auf Wein durchgeführt hat. und stellte sonach folgende» Antrag: „Der zwritc östcrrcichschr Weinbau-cungrcß erkläre: Die gegenwärtig so erhöhten Zölle sind deshalb tief zu beklage», wcil sie die Ausfuhr unserer Weine stetig verringern und auf cm Minimum redu-eicrcn werden; im Interesse der österreichisch - ungari-^ schen Wcinproduction wärcu schon aus Stabilitätsgründcn! mindestens wieder jcnc Eiu- nud Ausfuhrzölle anzuslrcbcn, wie fic bis zum Jahre 1876 in Wirksamkeit waren." Dieser Antrag wurde nach lurzcr Discussion augcnommcn. Hierauf rrfcricrtcHrrr Franz Leioensrosl seu. ül'cr den Fragrpunlt: ..Welche ciusachc Achandlnng drs Wcincs kann dcm llrinc» Wciugartcnbesihcr cmpfuhlc» werden, um ciu Produtt zu erzeugen, wclchcs ciucu gedeihlichen Wciu-haudcl zu führen gestattet?" Er brmcrltc zunächst daß cr als Obmann dcr Ausstclluilgsjury leinen besondere», Fortschritt seit dcr lctztcn Ausstellung coiistaticreu lünuc. und empfiehlt dcu Producenten, eincn dcsscrcn Rcbsatz einzuführen, mit dcm Wciulcscu so langc als möglich uamcntlich in schlechten Iahrc», zuzuwarten, ihr Augenmerk mrhr auf die Erzeugung vuu Nothwci» zu richten und für ciue rationcllc Kellermanipulation Sorge zu tragen. Nach ciuigcr Discussio» wurde cin Aul rag dcs Direktors Roth aus Zuaim angenommen: Dcr Cougrcß möge sich au die Regierung wenden, damit diese die Institution der Waudcrlchrer gehörig subventioniere, die Herausgabe Populärer Fachschriften über K.llcrci-wirthschaft ermögliche und iusbefondcre dcu laudwirlh-schastlicheu Vereinen die Mittel biete, Kellercigeräth-schafteu zur Verleihung au Landwirthc auz»sch»ft>», Ebcnso wurde cin Antrag dcs Dr. Mulle augeuoiii-^meu: Der Congrcß spricht aus. daß die Einrichtung von guten heizbare» Gährlellcr» zur Erzeugung ooll-lommcu haltoarcr Weiuc nothwendig sei. Hieraus wurdc d'l' Frage discutiert.- „Wclchc neuere Wclutraul'cn-»orten könncu für die verschiedcncu Verhältnisse Ocstcr-sÄ^s ""^")len werden, uud welche habru sich that-sachlich bere.ts bewährt?" womit die S.tzuug schloß ^m I?^'^^"benWcinlcllcrWiens.) Nach-°. b" Theilnchmcr an dem gegenwärtig in W>c>, ag udc.l ö terrcichischeu Weinbaucougrcssc. vou dcssc.: olsycrigcu Vclhandluugcu wir. soweit uns dics dcr bc-cyraul e Raum unseres Blattes gestattet, das Wescut-llMe bereits kurz mitgetheilt hcchcu. am 23, d, M. den groyrn Zukunftstcllcr im ucueu Wiener Rathause bc-nchNgt hatten, widmctcu sie am 24. o. M. ihrc Zcit d^r ^cstch lgung dcr Döl'linger 5lcllercieu der hcrvorragcnd-stcu Wcinhändler uud Produceutcu Oesterreichs, dcr Herren ^ranz Leibcufrost, August Schucider uud Theodor >ö>»er. Die Verglcichuug gab sehr lehrreiche Anhalts-p'"'"e zur Lösuug dcr Fragc, in welcher Wcise der Rathauskcller als Äiustcrlagcr vcrweudct wcrdcu löuutc. Ner Gang durch dic Kcllcrcieu dcr gcnauutcu Wein-haudlcr zclgtc uämlich, welche großartige Aulagcn zu dcllselbcu erforderlich sind. Dic Besichtigung begann, eiucr Mittheilung der ..Presse" zufolge, in dcu Kcllcreicn der Herreu Franz Lcibeufrost ^ Comp. Sie sind untcr den dreien, die besucht wurden, die jüngstgcbautcu. iu-fmge dessen sind sie eiuhrillichcr und zudcm auch reicher ausgestattet. Sic siud auch die größten, ocuu sie fassen. 50,000 Eimer. Sie sind vorzüglich ventiliert, mit Gas beleuchtet und haben leine höhere Temperatur als zehn Grad, in einzelnen Theilen ist die Temperatur niedriger. Die Congrehmitglieder besichtigten alle Räume, die Keller für den jungen und die für den alten Wein. die Inländer« und die Nusländcrteller. bewunderten die Riesen-fiisser und blieben endlich vor dem größten Fasse, das 1000 Eimer faßt uud zum Andenken au das Geschäftsjubiläum gebaut wurde, bewundernd stehen. DaS Faß trägt die Namen der Chefs vom Jahre 1773 an und ! ist mit dem edelsten „Iubiläumswein" gefüllt, Aus dem Fässerkeller ging man iu deu Flascheuleller. und auch hier wurdc geprüft und getostet. Mit nicht geringer Sehnsucht gingen viele durch die Reihe der kleinen Fässer, in denrn die „Schätze des Hauses". Weine lagerten, von denen kleine Fäßchen lOO Dalateu losten. Zum Schlüsse wurden iüersaudträume angesehen, die elegante Etiqucttierung aucrkaunt. die Flaschenreinigung bcsichtigt und die Achaudlung dcr Fässer mit Dampf, wodurch sie vom Hulzgeruch befreit werden. Von hier bcgab sich die Gesellschaft in die Kellereien des Herrn August Schneider. Sie erhielt da ein anderes Bild. Die Schneidcr'schcn Keller stammen aus älterer Zeit und tragen das Gepräge dcr je nach Ausdehnung dcs Geschäfts stets vorgenommenen Vergrößerung, Man hätte ciueu Ariadncfadeu habcu müsscn. um sich in diesen neben» und über« und untercinaudcr liegenden, kreuz und qucr verlaufcudcu Räume» zurechtzufinden, wäre nicht Hcrr Schneider als Cicerone überall vorangegangen. Da sah mau säst nur Fässer mit tiO bis 100 Eimern, auch rinigr zu 400 uud 500 und eines zu 800 Eimern. Allc wolgefüllt mit cdclstcm Naß. Nach ei»ftündiger Wanderung in diesen Räumen wendeten sich die Theil-nehmer au dieser Excursion dem Nömer'schen Keller zu. Dieser ist ncuercn Datums, doch stammt das Geschäft aus dcm Jahre 1K00. Dcr Keller ist gauz sistcmatisch in Längs« und Qucrgallrrirn getheilt und faßt 25,00(1 Eimer. Die Weinsässer sind nicht nur in schönster Ordnung und Ucbersichtlichtcit gelagert, jbndern boten auch dadurch einen cffcctvollcn Anblick, daß jedes eine brcuncude Kerze trug. Herr Römer hatte den Gästen zu Ehre» cinc brillante Kellerillumination veranstaltet. So wandcrtc man durch dir herrlich beleuchtete» Gänge zwischen dcn mächtigen Fässern, die theils mit den Na» ! men dcr Familienmitglicdrr, theils mit den Namen der vcrdicnten Kcllcrmcistcr. thcils mit denen hoher Gäste oder mit Namen bcrühmtcr Wcinortc bezeichnet sind. Zum Schlüsse wurde dann wieder eine Wcinlost von Psaffftättcncr !tti»<^er uud vou ungarifchem Weine vor-gcuommeu. Jeder dcr drei geuannnten Keller übertrifft an Fassungsraum dcn Rathauskeller uud hat so viel Nebenräumc, daß es nicht leicht sei» dürfte, auch im Rathausc alle dic E>»richiu»gen zu treffen, die eine Kcllrrwirthschllft erfordert. fokales. — (Deutschc Kr onprinzcffin.) Ihre k. und t. Hoheit dic Frau Kruuprmzrssin von Deutschland be» absichtigl dcin Vernehmcn nach schon am nächsten Montag Römerbad definitiv zu verlasse» uud sich zunächst zu lurzrm Aufenthalte »ach Grics i» Tirol zu begeben. Auf der Rcisc dahiu dürfte die hohe Frau übermorgen uuscrc Stadt passicrcu. — (Thraterc röffuuug.) Heute abends eröffnet Hcrr Dlrrttor Ludwig dic neue Saison bei Be» lcnchtung dcs äußeren Schauplatzes mit dem neuen füuflietigen Preislustspiele „Durch die Intendanz" von Frau E. Hcnlc. Vor Beginn der Vorstellung wird das Orchestrr unter der Leitung des Kaprllmcistrrs L. An-drcac die Festouverturc „Maritane" von Wallace spielen. Als zweite Vorstellung folgt morgen das beliebte Volks-stück „Hascmanlls Töchter" von L'Aronge. — (Logen - Li citation.) Dinstag den 30sten d, M.. um 10 Uhr vormittags, werden beim lrainischen Landrsausschusse die 13 ThcatcrsondSlogen. nämlich: Nr. 1. 7, !0. 13. 10. 22. 23. 40. 45. 40. 51. 52 und 0!). für die Zcit vom 30. September 1879 bis E»dc August IlM) im Wege einer öffentlichen Licita-tiou vcrmiethet werden. Dcr Erstrhungspreis ist in zwci gleichen Raten zu erlegen, wovon die ciste längstens binnen acht Tagcn nach Vornahme der Licitation, dic zwcitc längstens bis 15, Frlnuar idttO bei der kramischcn Landeskasse einzuzahlen ist. — (Ucbcrsetzuugcu im Laibacher Diocesan! l er us.) Nachstehende Hcrre,, Pfarrcoopcratoren wurdcn übersät: Adolf Pogorelz von der Pfarre St. Peter iu Laibach als Coopcrator nach Bresowiz, Franz Tavcar vou Krainburg als Expofitus auf den Iodoeiberg. Franz Krcgar von Predasscl als Cooperator "ach Krainburg und Ludwig Slufca von Treffen als s^. "I, V s..„dc) Dic ..Laib. Schulztg." the.lt nach-^cndc^ rs w^'^ungcn im trai.l^chcu Lehrstande mi? Die berrcn I°h Wress.tz. prov. Oberlehrer und d nluti^r Hrer in Haselbach. Ant. Gogala, deftn. Lehrer, in Vigauu, und Johann Pezdic. desin. Lehrer in Lauffen. wurden in den Nuhcstaud versetzt. Hen And. Legat I9NN wurde von Sagurie nach Koschana, Herr Iof. Bozja von Billichgraz nach Prrsser, Herr Leoft. Suftpin von Tschem-schenik nach Steinbrüche!, Herr Gustav Großmann von Altenmavkt bei Laas nach St. Johann, Herr Nikol. Sta-nonit von St. Martin nach St. Georgen und Herr Mat. Iapelj von St. Georgen nach St. Martin verseht. Ernannt wurden die Herren Vincenz Grum zum definitiven Untcrlehrer in Laibach, Fraz Kovac zum definitiven Lehrer in Sittich. Primus Dollar zum definitiven Lehrer in Kreßniz und Frl. Marie Malletz zur defiu. Lehrerin in Sagor. Dcr absolvierte Lehramtszögling Herr Franz Trost erhielt die Lehrstelle zu Prodraga, Herr Alois Lavrenkic, ebenfalls absolv. Lehramtszügling. die Stelle zu Slap, und Herr I. Bantan, gewesener Lehramtszögling, jene zu Ambrus, alle drei provisorisch. Herr I. Hcbre, bisher prov. Lehrer zu Slap, kam als Lehrer ins Waldherr'schc Instilut in Laibach. Herr Ioh. Kusch, absolv. Lehramtszögling, erhielt eine Lehrstelle zu Hartberg in Stciermark. Im Loitscher Schnlbezirke erhielten Lehrstellen: Herr Ioh. Kermavner (bisher prov. Lehrer zu Töpliz-Sagor) zu Loitsch und die absolvierten Lehramtszöglinge : Herr August Klec zu Altcnmarkt bei Laas (3. Stelle), Herr Josef Herounik zu Zirkniz (4. Stelle); Fräulein Elise Demschcr, bisher Lehrerin zu Altenmarkt bei Laas, erhielt die 3. Lehrstelle zu Sairach, — (Classification der Laibacher Ka» fernen.) Im Laufe dieser und der letztverflossenen Woche unterzog eine gemischte, aus Vertretern des Magistrats und der Militärbehörde zusammengesetzte Kommission sämmtliche Kasernen in Laibach einer genauen Besichtigung und Aufnahme. Auf Grund dieses Operates wird sodann die im neuen Gesetze über die Militär-bcquarticrung vorgesehene Eintheilung derselben in Klassen erfolgen. — (Schieß stand in Littai.) Morgen findet auf dem Schießende in Littai das Schlußschießen der heurigen Saison statt. Schützenfreunde sind als Gaste willkommen/ — (Aus Rudolfswerth.) Bei der kürzlich stattgehabten Wahl des neuen Vorstandes der Stadt-gemeindc Rudolfswerth wurden zum Gemeindevorsteher Herr Albert Edler v. Lehmann, Hausbesitzer und k. k. Hauptmann in Pension, dann zum ersten Gemeinderathe Herr Valentin Bervar, Bezirkswundarzt und Realitäten-besitzcr, zum zweiten Gemcmdcrathe Herr Josef Ogoreuz. Hausbesitzer und Handelsman, und zum dritten Gemcinde-rathe Herr Franz Illovsky. Hausbesitzer, gewählt. — (Erledigte Pfarren in Krain.) Die Pfarre Schavfcnberg im Dekanate Littai und die Pfarre Uanjaloka im Dekanate Gottschee sind, erstere dnrch Pensionierung, letztere dnrch Beförderung der bisherigen Inhaber, in Erledigung gekommen, und wurde dcr Concurs für dieselben ausgeschrieben. Bewerbungsgesuche um die Pfarre Scharfenberg sind an das Domcapitel in Laibach, jene um die letztgenannte Pfarre an die k. k. Landesregierung in Laibach zu richten. — (Neue Gendarme riep often.) Zu Heiligen-lreuz im politischen Bezirke Littai und zu Nesselthal im Bezirke Gottschce wurden über Anoronung des k. k. Lanoesverthcioigungsministeriums neue Gcndarmerie-poften aufgestellt. — (Schadenfeuer.) Eine dem Grundbesitzer Jakob Bonac in Seuschtschek im Loitscher Bezirke gehö» rige Scheune gerieth am 15. l. M. gegen 3 Uhr morgens, wahrscheinlich infolge einer von einem betrunkenen Theil-nehmer an dem tagsvorhcr in dieser Ortschaft stattgefun-dencn Kirchweihfeste unvorsichtig weggeworfenen brennenden Zigarre, in Brand. Das Feuer theilte sich auch der naheliegenden Scheune und Doppelharpfe des Grundbesitzers Andreas Obreza mit und äscherte die genannten Objekte sammt allen Fruchtvorräthen ein. Erst durch die aus Zirkniz gekommene Feuerspritze konnte der Brand nach 3^/zstündiger Dauer vollends bewältigt werden. Der durch denselben angerichtete Schade beläuft sich auf 1260 fl. und trifft die Besitzer Obreza mit 1100 ft.. Bonac mit 135 st. und Franz Petric mit 25 fl. Von den Beschädigten ist bloß der erstgenannte auf den Betrag von 720 fl. versichert. — (Bezirkswundarzten stelle in Idria.) Die für den Steuerbezirk Idria mit dem Domicile in Idria sistcmisierte Bezirkswundarztenstelle. mit welcher eine Iahresremuneration im Betrage von 400 st. verbunden ist, ist in Erledigung gekommen. Bcwerbungs-gesuche um dieselbe sind bis längstens 15. Oktober d. I. bei der k. k. Bezirtshauptmannfchaft in Loitsch einzubringen. — (Selbstmord.) Der in Graz im Ruhestande lebende l. k. Oberkriegskommissär Herr Carl Suppan, ein alter 74jähriger Herr, stürzte sich vorgestern um halb 5 Uhr morgens vom zweiten Stockwerke seiner Wohnung auf die Glacisstraße in selbstmörderischer Absicht herab und blieb augenblicklich todt. Ein langwieriges Magcnleidcn soll den alten, gebrechlichen Mann zum Selbstmorde getrieben haben. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laib. Zeitung." Wien, 26. September. Die „Wiener Abendpost" erblickt im gestrigen Artikel der „Nordo. Mg. Ztg." einen klaren und treuen Ausdruck dcr auch bei uns allgemein herrschenden Anschauung: die Schlußausfüh-rungen des Artikels der „Norddeutschen" seien des sympathischesten Widerhalls sicher. In vierstündigem gemeinsamen Mimsterrathe wurden die Beschlüsse der gemeinsamen Ministerkonferenzen vom Kaiser sanctioniert. Budapest, 26. September. Die „Pester Korrespondenz" meldet, daß sämmtliche in Wien anwesenden ungarischen Minister heute vom Kaiser empfan-gm wurden, wobei der bisherige Sectionschef im Ministerium des Aeuhern, Baron Orczy. als neuernannter Minister am Allerhöchsten Hoflager den Eid leistete. Petersburg, 26. September. Officiell wird dementiert, daß die Russen von den Turkomanen geschlagen worden seien, die Russen errangen im Gegentheil bedeutende Erfolge. Prag, 25. September. (Presse.) In Sladkovsky's Wahlbezirk wurde Dr. Kucera mit großer Majorität in den Reichsrath gewählt. Die mährischen Czechen mit den conservative« Großgrundbesitzern aus Mähren erklärten ihren Beitritt zum slavischen Neichsrathsklnb, desgleichen die conservative Großgrundbesitzer aus Böhmen, nachdem sie den Klubparagraph acceptiert hatten, welcher die czechische Sprache zur ausschließlichen Geschäftssprache macht. Prag, 25. September. (Frdbl.) Zeilhammer resignierte wegen feines Eintritts in den Reichsrath auf die Vizebürgermeisterstclle. An seiner Statt dürfte Dr. Thomas äerny gewählt werden. Budapest, 25. September. Der „Pester Korr." wird aas Wien telegrafiert: Die hier anwesenden ungarischen Minister hielten heute vormittags in der Wohnung des Ministerpräsidenten Tisza eine Besprechung ab. Um 11 Uhr begab sich Ministerpräsident Tisza zum Grafen Andrafsy in das auswärtige Amt. Die Beschlüsse der gemeinsamen Ministerkonferenzen werden in einem unter dem persönlichen Vorsitze Sr. Majestät abzuhaltenden gemeinsamen Ministerrathe cndgillig festgestellt und textiert werden. Dieser Ministerrath dürfte morgen oder übermorgen abgehalten werden. Samstag abends verlassen die ungarischen Ministe Wien, mn in Pcst das Arbeitst Programm dcr mn 2. Oktober beginnenden Parlamentssession auf Grund der zu fassenden Beschlüsse des oberwähnten Ministerrathes festzustellen. Konstantinopel, 25. September. (Pol. Korr.) Die Pforte soll beschlossen haben, den Khedive von Egypten im Kriege gegen Abyssinien durch Entsendnng von Truppen zu unterstützen. Es sollen zu diesem Zwecke 10 Bataillone vom fünften in Syrien dislocierten Armeecorps nach Alexandrien gesendet werden. Vorerst sollen diese türkischen Truppen an Stelle der gegen Abyssinien verwendeten egyptischcn Truppen in Alexandrien und Kairo zu Garnisonsdiensten verwendet werden. Telegrafischer Wechselkurs vom 26. September. Papier. Rente 67 50. — Silber->Rente 68 60. — Gold» Rente 80 95. 1860er Staats«Aulchen 126 50. — Banl'Actien 830. - Kredit. Acticn 264 50, — London 117 10. — Silber — —. K. l. Münz - Dukaten 5 58, — 20 . Franken -Stücke 9-33. - 100'Relchsmarl 57 65. Wien. 26. September. 2'/, Uhr nachmittag«. (Schlußkurse.) Kreditactien 264 75. 1860er üose 12650. 1864er Lose 15? 25 österreichische Rente in Papier 67 50. Staatsbahn 27125, Nordbahn 225 50. 20.Franlcnstücke 933. türkische Lose 2080' ungarische Kreditacticn 254M, Llm,dactie>, 581 —. österreichische ylnglobanl 135 30. Lombarden 82 50. Unioilbanl 92 -. «. " " ^^ß ,? "^ » L»«. ^ >» ^ '^ - "s" ^ 7U.Mg, 736-99 ^150 SW. schwach "bewölkt ggO 2ii. 2 „ N. 73541 ^170 O. schwach bewölkt «t^e" 9 .. Ab. 736 14 >l24 O. schwach Regen Seit 3 Uhr nachmittags Ncgcu, abends noch auhalt^ Das Tagesmittel dcr Wärme ^- 13 8", um 01° unter ^ Ni'rnlall>. ^^^^ Acrcmlwortlicher Redacteur: Ottomar Äamberg- W Für die groszc Theilnahme nn dem schmerz- W M lichcu Verluste sowie auch für die vielen schönen M W Kranzspenden und für die Ncgleitung zur lchte" M W Ruhestätte unserer uuvcrgcszlicheu Gattin, Mutter, M M Schwiege» uud Gros;multc>,-, dcr Frau W ^ danke» innigst M > die trauernden Hinterbliebene». ^ VlN'lV'llbMcht. L^k°?' ^^^^^" ^ ^^^ D'° Tendenz hat sich wieder befestigt und blieb bis zum Schlüsse günstig. Äcsuuocre Ausmcrlsamteit wendete die Speculation t>c" Papierrente........6745 6755 Silberrentc........6850 6860 Goldrente ,........80 80 80 90 Los«, 18Ü4........^2250 123 - . I860........126 12650 . I860 (zu 100 fl.) > - - 128 50 129 - ' 1864........15725 15750 Una. Prämien.Anl.....102 25 102 50 Kredit-L..........1?"b0 171- Rudolss-Ü.........1825 1850 Prämienanl. der Stadt Wien 114 75 114 90 Donau.Rcgulierungs.Lose . . 109 - 109 25 Domäner..Pfandbriefe . . - 144 60 145— vcstcrr. Schatzschein« 1881 rück- zahlbar ......10150 102— Oestcrr. Schatzscheine 1882 rück» ^ „ zahlbar ......101— 101 b0 Ungarische Goldrcnte .... 9445 9460 Ungarische EiscnliahN'Auleihe . 113" 113 50 Ungarische EiscnbahN'Anlcihe, Üumulotivstücke......112— 11250 Ungarische Schahanw. vom I. 18/4..........- - ^'" Nnlchcn der Stadtgemeinde Wicn in «. N......U9'75 100 25 «eld War« ! Grundentlaftnngs'vbllgatianen. j Böhmen.........10275 10350 Niederästerreich......104 75 W525 Galizien.........9430 9470 Siebknbüraen.......8625 8675 Temeser Nanat......8675 8725 Ungarn..........8325 8875 Nctleu l>on Vanll«. Veld war« Anglo.österr. Vaul.....185 13525 Kreditanstalt .......262 25 26350 Depositenbank.......188 190 Kreditanstalt ungar .... 25425 254'50 ^österreichisch-ungarische Vant 82« 830 Umoubant . . . 9125 9160 Verkehrsbaut ' . . 119 25 N9 75 Wiener Vankverein ..'... 133 - 133-25 klctien von Transport Nuterneh-mungen. ^. " Geld Ware Alföld-Nahn ... . 13625 13650 Donau.Dampfschiff..Gesellschaft 592 - 593 Elisabeth-Nestbahn . . . . 174- 174 50 Velb Ula« Ferdinands-Nordbahn. . . .2243-2253 — Franz-Ioseph-Bahn .... 14625 l46 75 Äalizische Karl. Luowia. - Bahn 238 238 50 Kaschau.Odcrberger Vahn . . 112 50 113 — Lembera.«Czernowitzl!r Bahn . 136 75 l3? - Lloyd - Gesellschaft.....581- 583- Oesterr. Nordwestbahn . . . . 129 75 130 - Rudolss.Äahn.......134 75 135 — Staatsbahn........26975 270-- slidbahn.........82— 82 50 Theih.Vahn........208 50 20!» - Uugllr.'galiz. Verbindungsbahn 108 75 1^»9 — Ungarische Nordoslbahn . . 127 7-, 123 25 Wiener Tramwalj'l«csellschaft 20t'— 204 50 Pfandbriefe. Allg.öst. Vodeukreditanst.liOd.) 116-75 1l? « . ^ ld <»6 50, Oarc 97 5". ^ ^Z Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente «7 45 bis 67 60. Silberrente 68 50 lns 68 60. Goldrente 80 80 bis 8^90. Kredit 263 4) bis 2S3 50. Anglo 1 >> 13525 üondon II? iu bis 117-20. Napoleons 9'33 bis 933»/, Tilbcr 100'— bis 100' -.