^^^ Freitag, 14. April 1899. Jahrgang 118. kllibacher Zeitung. ^7^^-------------------------------------------------------------------- ^)>>!»'^Ib!iI>3,'',/^° Aversen bung: ganzjährig fl. IÜ, halbjährig sl. 7 5«. Im Comptoir: ^^ "' biz ,'"« ll. ü'ba. Für die ftustelluilg in« Hau« ganzjährig sl. l. — InsertionSaebilr: Für t Zeilen »5 lr., größere per Zeile 8 li,; bei öfteren Wledtlholungen per Zeile » lr, Die «Lalb. gta,» erscbelnt täglich, mit Nusnahmr der Eonn- und sseiertage. Die «dminlstratlon befindet fich Loiigressplah Nr, 2, die Redaction Äarmhcrzigergasse Nr, 15. Sprechstunden der Nedacüo» uon « bl« lO Uhr vlw» mittag«. Unfranlierte Äriese werben nicht annenommen, Manuscriptc nicht zurückgestellt. ,^,^llcher Theil. ?^'ltt E^t' Apostolische Majestät haben mit ^"hall.?Schließung vom 6. April d. I. dem ^ij "^ndes?"^"^ ^^in Edlen von Kuttig ^ "lit Hllchsi^" l)rden der eisernen Krone zweiter «!, ^Ilcyt der Taxe allergnädigst zu verleihen T,^e » "" "--------- ^Mteul'f""b l. Apostolische Majestät haben mit ^ Eeii,er ."schreiben vom 6. April d. I. dem ^l, Ul H. /'und t. Hoheit dem durchlauchtigsten ' ^?^erä' ,"^ Dienstkämmerer zugetheilt ge- ^Men ."'naior Leonhard Freiherrn de Vaux ^dti? "sernen Krone zweiter Classe mit "le allergnädigst zu verleihen geruht. <^ster'lV/ Apostolische Majestät haben mit ^ >'g veV"ehung vöm 8. April d. I. in ^ ">iei2'enstlichel Leistungen im Interesse VH"un?" Gesellschaft vom weißen Kreuze. Kk'3°lie ^ Statthalterei in Trieft ^». '^ Trips^ «^ ^em Oberingenieur der See» ^ ^die',, ^red Ritter von Purschka das ^"dei '^reuz mit der Krone, dann dem ^! baz ^""!«^llschaft Adolf Radzlu " »eiuh? "^ Aerdienstlreuz allergnädigst zu ^^.prH'"" b" krainischen Finanz-Direction ^ie ^Grll»^ Finanz-Concipisten Dr. Karl ^lgen N ^"^ Provisorischen Steuerinspector ^i "waltungsgebiete ernannt. Mll^^X? ^ wurde in der l. l. Hof- und Staats-<^'li>i,i das' x v!> ^^lV. Stück der böhmischen nnd >>V"tej ^z^vl. Stück der slovcnischen Ausgabe des ^^^egeben und versendet. !^o?^ ^ ^ "llgemeine Zeitung, bringt den .< ^!,:>ly ^"lhe des protestantischen Pfarrers ^ do 'Vttu'^ ^ "nen flammenden Protest gegen , V^ln'. m" Protestantischen Kirche mit der ^ .^e^ ^/-?wegung enthält. Er bezeichnet die >3^ustri,l Tagesordnung stehende Propa- ^>^e aus der katholischen und Elntritt n die evangelische oder altkatholische Kirche als das frivolste, aber auch, wie der Verlauf der Bewegung zeigt, aussichtsloseste Kampfmittel. Mit einem Hinweggehen über das Heiligste und Innerste des Menschen, seine religiöse Ueberzeugung, werde der Eintritt in die «romfreien» Kirchen und die dazu erforderlichen Mo-dalitätcn wie etwa der Eintritt in einen gleichgesinnten ^ Gesang- und Turnverein empfohlen und der Wert^ eines Glaubensbekenntnisses nur noch abhängig gemacht von dessen Verwendbarkeit für politische und nationale Zwecke. Dass, wie anfänglich geglaubt, diesem Rufe gleich Zehntausende folgen und ganz Deutsch-Oesterreich binnen wenigen Monaten «romfrei» sein werde, glauben doch die Führer — die übrigens persönlich mit «Los von Rom!» ein wenig spät Ernst machen — selbst nicht mehr. «Entschieden muss in Abrede gestellt werden — fährt der Verfasser fort — dafs der Protestantismus die deutschuöltlfche Religion oder Kirche ist. In Oesterreich zählt die evangelische Kirche zu ihren Gliedern neben circa 240.000 Deutschen 140.000 Czechen und 70.000 Polen. Dagegen gehören circa 16 Millionen Bewohner Deutschlands dem katholischen Bekenntnisse an. Wäre das protestantische Bekenntnis das dem deutschen Volte allein angemessene «Glaubens-» thum», dann müsste man jenen reichsdeutschen Blättern, Vereinen und Agitatoren, welche Schmierers Propaganda unterstützen, doch zunächst rathen, daheim beim eigenen katholischen Volke den Anfang zu machen und vorläufig die evangelische Kirche Oesterreichs durch ihre unberufene Einmischung nicht zu compromittieren.» Etwas anderes als die jetzige Bewegung seien die regelmäßig in allen Jahren erfolgenden Uebertritte überzeugter Persönlichkeiten. Solcher aus persönlichen, inneren Gründen vollzogener Uebertritte verzeichne zum Beispiel die evangelisch-lutherische Gemeinde Wien seit langer Zeit alljährlich einige Hunderte (1896: 488, 1897: 544, 1898: 622), wie anderseits auch all. jährlich eine Anzahl ihrer Mitglieder den Austritt aus dem evangelischen Bekenntnisse vollzogen (1896: 150, 1897: 114, 1898: 146). Eine solche normale Ueber« tritts-Bewegung sei immer gewesen und werde immer sein, und in ihr allein komme auch die wahre Voltsstimmung und Stellung zur Kirche zum Ausdrucke, nicht aber in der künstlich erzeugten und aus «völti» schen» Gründen betriebenen «Los von Rom »-Agitation, die somit jene normale Uebertritts-Bewegung nicht auf ihr eigenes Conto schreiben darf, auf welchem, wie aus den Ausführungen des Pfarrers Iohannu hervorgeht, wenig übrig bleibt. Das «Vaterland» brandmarkt die Kampfesweise der «Los von Rom!»»Politiker, die jeder Beschreibung spotte. Was jemals von irgend einem Cleriter in irgend einem Lande verbrochen wurde, w^rde aufgestöbert, die incriminierten Handlungen werden aufgebauscht und ausgeschmückt und der katholischen Kirche als solcher zugeschrieben. Man müsse sich fragen, worüber man mehr staunen solle, ob über die Geduld oder über die Auffassungsfähigkeit der Leser solcher Darstellungen. «Plzenstt Listy» verweisen darauf, dass die Wortführer der «Los von Rom!»-Agitation dem Volke vorspiegeln, dass es sich um den Uebertritt zu einem nationaldeutschen Bekenntnis handle, während thatsächlich fast die Mehrzahl der österreichischen Protestanten dem slavischen Stamme angehöre. Politische Uebersicht. u »! bllch, 13 «prll. Ein Mitglied des Cxecuti vcomites der Rechten hat sich über die Vertagung der für morgen anberaumten Confercnz der «Narodni Llsty» in folgender Weise geäußert: «Ich beoaure diesen Aufschub aus mehreren Gründen. Viele von uns haben über-einstimmend die Nothwendigkeit einer solchen Zusammenkunft anerkannt. Nicht mit Rücksicht auf d>e Linke oder auf die Regierung, sondern aus dem Grunde, damit die legitimierten Führer der MajontälSclubs nach außen manifestieren, dass diese Majorität existiert und auch fernerhin beisammen bleiben wlll. Niemals war der Moment für eine solche Kundgebung gün< stiger. Die Dispositionen sind bei allen Parteien der Rechten gegenwartig die denkbar besten. Wenn ich den Polenclub und die katholische Volkspartei besonders hervorhebe, so geschieht dies mcht aus dem Grunde, als wäre bei den anderen Compaciscenten eine geringere Bereitwilligkeit, die Bedingungen der Allianz zu er-füllen und jenen Verpflichtungen nachzukommen, welche der Majorität das Factum auferlegt, dass sie Majorität ist und es auch bleiben will, sondern aus dem Grunde, weil eben in Bezug auf diese beiden Clubs auf der Linken gewisse Hoffnungen gehegt und auch geäußert worden sind. Halten Sie sich versichert, dass sie heute engere Bande denn je mit ihren bisherigen Verbündeten verknüpfen. Die Erscheinungen auf der äußersten Linken haben sie einander näher gebracht. Von der Regierung verlangen wir nichts anderes, als dass sie regiere im ureigensten Sinne des Wortes. Es war wünschenswert, der Zerfahrenheit auf der Linken, die Feuilleton. ^llohol und Irresein. Xi/H es ^ ^°"lehung.) ^e>tell ein ^ ""s, Jahr ein. Zahlungs-^>lü>d v'„ ^""tsunfühigteit nimmt zu. «. d>M 2 Tag zu Tag geringer; stupid ^Htv<3 Nenu,? , Trinker dem Elende seiner VV wis^n "sung seiner Kinder ruhig zu 'ö ^ Nz^'V'würdelosem Galgenhumor und s die ^ 3üM ^^'- 6r kümmert sich nicht >'?Hei^r<,ch^ und Wehe seiner Angehörigen, V"e ^H erae^ semer Standesgenossen gleich-»s!,fttere ?"/' blickt nut elender Resignation Om"H- Unflätige Schimpfereien, ^,^i Mer^> "thaten, Quälereien und Miss-V Äi,^ die - ^mmtglieder "»d andere Acte ^^o,' Nie k"V"' Abwechslungen in diesem ^i.-i all' ^ di? <^M weih noch immer der Laie l schweigt, der -Held» ^° 3>b. l'ch selbst im günstigsten Lichte ^lHln b Mb mit ihm. Der drohende gesell- ^>^ da '^ es Mi., sich. dass Elend ins lo Zersetz. ,. V Stück Kleid wird verkauft, ^ «i. b"m der Erlös vertrunken. l ^ l'wnen wie Wein und Vier lann sich der Mann nicht mehr leisten; er bevorzugt mehr und mehr die Getränke, welche ihn schnellstens und billigstens in den ersehnten Zustand bringen, verbringt Tage und Nächte in den schäbigsten Spelunken und in der verkommensten Gesellschaft. Geht das Geld und der Credit aus, ist Hab und Gut lange hinweg, so schließt die weitere Laufbahn mit Schwindel, Betrug, Diebstahl und anderen Verbrechen. Dabei nehmen körperliche Beschwerden überHand: Veränderungen in den Nerven bringen Schmerzen und Parästhesien (subjective Empfindungen, wie Ameisenlaufen, Taubsein der Füße, Jucken :c.) mit sich, die, wie wir später sehen werden, so häufig zu Hallucinationen verwertet werden und sich als «beißendes Ungeziefer» im Delir präsentieren. Der Schlaf wird immer schlechter; der Säufer schläft wenig, wird von ängstlichen Träumen gequält, liegt sehr häufig nur im Halbschlafe, nicht zu vergessen im fortgeschritteneren Krankheitszustande der großen Disposition zu Sinnestäuschungen, speciell auf dem Gebiete des Gehörsinnes. Sondern wir nun in diesem soweit wie möglich allgemein geschilderten Vergiftungszustande das Wesentliche vom Unwesentlichen, behandeln wir also die empirisch gewonnenen Erfahrungen «wissenschaftlich», so ergibt sich, dass der Grundcharakter der psychische» Störungen klinisch, wie bereits erwähnt, in einem fortschreitenden Mangel der intellectuellen und ethischen Leistungen als auch in krankhaften Veränderungen des Gcmüthslevens sich documentiert. Dehnbarere An« schauungen über Anstand und Ehre. MichgtttliM gegen sittliche Eonflicte, Brutalität und Cynismus, Gemüthsreizbarkeit und Zornausbrüche mit dem Charakter pathologischer Affecte, Verstimmungen und Selbstmordgedanken, eine speciell in der Erfüllung der Aerufs-pfllchten auffallende Willensschwäche, die sich am deutlichsten in der Unmöglichkeit, dem Laster entsagen zu können, documentiert, die Abnahme intellectueller Leistungsfähigkeit, der Auffassung, Störungen des Gedächtnisses, Erschwerung und Zerfahrenheit des Ge-dantenganges und Kritiklosigkeit — das sind die hauptsächlichste» Anzeichen der durch chronischen Alloholismu« hervorgerufenen Depravation. Aus dem Geschilderten ist zur Genüge ersichtlich, dass diese Störung nirgends mehr als gerade auf dem Gebiete der Ethik ins Auge füllt, so dass man kurzum belln Alkoholisten von einer «Degeneration des Charakters» sprechen kann. Der soweit fortgeschrittene Trinker ist eine entschieden pathologische Erscheinung, er ist ein in jeder Richtung Geisteskranker, der seine Selbstbestimmungsfä'yigteit und seinen «Willen» durch jeill Laster vollkommen eingebüßt hat. Doch damit ist das Gebiet noch lange nicht erschöpft. Auf Gruud des chronischen Alloholismus entwickeln sich vom ge-Mderten Kranlheitsbilde präcise gettennte, gut ge-lonoerte und klinisch begrenzte Zustände mit dem Charakter einer ausgesprochenen Psychose, die wir mm» mchr im Folgenden besprechen wollen. Wir meinen vor allem den auch den Laien zur genüge bekannten sogenannten «Säuferwahnsinn», das «äolirmm trvmonn!» (Iortsehung fohl.) Laibacher Zeitung Nr. 85. 662 14^Ap^> sich durch keine Conferenz behufs Festlegung eines gemeinsamen nationalpolitischen Programms verschleiern lässt, eine festgefügte, solidarische Rechte eben jetzt gegenüberzustellen. In politischen Dingen thut es manchmal Noth, den Spruch: «Es genügt nicht, zu sagen, dass neu etwas sei, neu muss es auch wirklich sein,» in nachstehender Weise umzukehren: «Es genügt nicht, etwas zu sein, man muss es auch sagen.» Die Rechte muss man sehen und hören. Die Führer der Rechten hätten eine bestimmte und verständliche Declaration abgeben können, dass fie eines Sinnes find nnd dass die vor zwei Jahren gegründete Formation durch die Ereignisse dieser zwei Jahre nicht erschüttert, sondern befestigt worden ist. Hiebei war immer noch die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit dem Ministerium über dessen Intentionen und dessen Verhältnis zur Majorität offen. Allein diese Seite der Angelegenheit hat eine nur untergeordnete Bedeutung. Die Erhaltung der Majorität liegt nur an ihr selbst. Ihre Existenz allein ist die Garantie dafür, dass nichts ohne sie geschehen kann.» In dem Beschlusse der Conferenz der deutschenVertrauens manner, ein Subcomitö mit der Ausarbeitung eines Programmes zu betrauen, erkennt das «Fremdenblatt» ein Symptom, dessen Bedeutung nicht zu unterschätzen sei. Es liege darin die Absicht, über die Negation und den momentanen Kampf gegen die Regierung hinauszukommen und eine positive Gestaltung der Verhältnisse in Angriff zu nehmen. Den Delegierten habe auch die richtige Erkenntnis vorgeschwebt, dass die Deutschen zu ihrem Schutze vor allem auch der Verfassung bedürfen, des Centralpar-lamentes, dieses mächtigsten Stützpunktes der Reichseinheit. Unter solchen Umständen dürfe man aber das Parlament nicht zur Unthätigkeit verurtheilen. Gegen die Verordnungsgewalt der Regierung Protest zu erheben und doch den legislativen Mechanismus nicht freizugeben, dies fei ein Widerspruch, der trotz vollster Würdigung der Programmabsichten und des Weges, den die deutschen Parteien nunmehr betreten haben, schmerzlich empfunden werden muffe. — Das «Wiener Tagblatt» findet das Geheimuerfahren der Vertrauens-männerconferenz bedauerlich und betont, dass das politische Recht der Deutschen sich aus den dunklen Irrgärten der Geheimacteu zum Tageslicht empordrängen müsse. Das geheime Dossier tauge nur für jene, die ihre Sünden zu verbergen haben. Nicht in geheimer Sitzung, in offenem Vollsgerichte sei die österreichische Sprachenfrage zu lösen. Die jungczechischen Abgeordneten Dr. Dyk, Hajet und König veröffentlichen als Ergebnis ihrer bosnischen Forschungsreise ein Buch, welches zwar beklagt, dass der dortigen Verwaltung nicht bloß die slavische Form, sondern auch der slavische Geist fehle und die innere Amtssprache deutsch sei, allein den Eulturerfolgen der österreichischen Verwaltung unbeschränktes Lob zollt und den günstigen Eindruck, den die Abgeordneten empfiengen, schildert. Die 'Narodni Listy» sind aufgebracht über die Wahrheitsliebe der Abgeordneten, die in ihrem Buche widerrufen, was sie vor ihrer bosnischen Reise in den Delegationen gesprochen; das sei nicht die Kritik, vor welcher die betheiligten Kreise gezittert haben und wie sie das czechische Voll erwartet habe. Die «Narodni Listy» beschuldigen die Abgeordneten, sie hätten sich von dem Sarajevoer Polizeidirector suggerieren lassen. Die unerwartete Demission des Cabinets Sturdza in Rumänien wird von der «Neuen Freien Presse» nicht als ein Syswn-, sondern nur als ein Personenwechsel gedeutet. Die Politik Rumäniens sei durch die geographische Lage und die elhnischc Besonderheit des Landes festgesetzt. Das hindere aber die jeweilige Opposition nicht, es jeder Regierung als Sünde anzurechnen, dass sie diesen nnavänderlichl'ii Verhältnissen Rechnung trage. Der Strick zur Strangn-lierung abgelebter oder allzu ausdauernder Regierungen liege stets bereit, er heiße nationale Aspiration und bestehe in der Forderung der Opposition, dass die Regierung thue, was sie nicht thun darf, nämlich, dass sie die Rumänen in Ungarn aufreize. Wenn die Negierung das nicht thue, so werde sie justificiert. Das hindere aber nicht, dass der zum Eabinetschef avancierende Oppositionshäuptling für die Dauer seiner Ministerschaft alle internationalen Unzukömmlichkeiten abschwöre und sich feierlich zu wohlanständigem Betragen verpflichte. Wie die «Tribuna» meldet, wird Italien auf der Abrüstungsconferenz in Haag durch den Botschafter am Wiener Hofe, Grafen Nigra, vertreten sein. Aus Helsingfors wird gemeldet: Ein Schreiben des Kriegsministers theilt mit, dass die Vorlage des Gesetzes über die Wehrpflicht nach den in dem Manifeste vom 15. Februar für die Reichs« gesetzgebung vorgeschriebenen Regeln behandelt werden wird. Die von den Vereinigten Staaten an Spanien zu zahlenden 20 Millionen Dollars sollen durch Wechsel auf Newyorl gezahlt werden. Präsident Mac Kinley erließ eine Kundgebung, worin der Wortlaut des fpanisch-amerikanischen Friedensvertrages und die erfolgte Auswechslung der Friedensurlunden veröffentlicht wird. Die revolutionäre Partei in Bolivia hat einen bedeutenden Erfolg zu verzeichnen. Oberst Pandot, der Führer der Aufständischen, hielt in Oruro seinen Einzug. Präsident Alonso und die bolivianischen Minister sind nach Antofagasta geflohen. Tagesueuigleiten. -^ (Josef Haydns Geburtshaus.) In der Centralcommission für historische Kunstoenkmälcr referierte jüngst Ministerialrath Dr. Lind über den Brand, durch den das Geburtshaus Joses Haydns in Nohrau zum größten Theile zerstört worden ist. Zum Glück tonnte das Haydn-Zimmer gerettet werden. Von den vorhandenen Erinnerungsgegenständen ist, danl dem wert-thätigcn Eingreifen der Feuerwehr, nichts verbrannt j bloß die au der Außenseite des Hauses angebrachten beiden Gedenktafeln sind geschwärzt und reuovieruugsbedürstig geworden. — (Ohne Tinte.) Aus der Berliner Stadtverordneten-Versammlung berichtet mau vom 7. d. M.: Eine bedauerliche Thatsache wurde gestern festgestellt: unsere Stadtverordneten verfügen nicht einmal über Tintenfässer! Seit Jahrzehnten berathen sie über das Wohl der Stadt, aber an sich selbst ^^^,^ dacht^ Die Jahre kamen und gmigen, oe ^ ^ einen Credit zur Beschaffung von ^me"! >^, i> Stadtverordneten hat er noch mH ^^ Mangel wurde gestern endlich festgestellt. ^ der Erörterung der Frage, aus "^e a"'^ Zuwachs an Stadtverordneten, den die " ^ erwarten hat, Plätze bereitet werden l°" 'z,^ steher Dr. Langerhans machte del, V°rM"v^,^ die sich zwischen Sitzreihen befinden, zu ^ dafür einen Gang in der Mitte zu 1^ '^,^ schlag fand beifällige Aufnahme. Aber w ^ ^ man, als der Stadtverordnete Kyll""'" ,O?, Mangel an Tintenfässern aufmerksam n'«^^ Stadtväter starrten verwundert auf lh" 1^^, da, es war so. Auf keinem Pulte befano "^ fassl Niemand hatte das bisher be""" ^ Sitzungssaal der Stadtverordncten-Ver am ^. ist ohne Tinte berathen und beschloß« ^ ^ sollte es kaum für möglich halten. Aber ^.' genug. «Mau hat nicht einmal ein Stu°> man es nöthig hat!» sagte Herr ^"ma','^^ — (Ein merkwürdiges ^^ in Petersburg bekannter Kalligraph oel ^-? storbenen Präsidenten Faure zum ^^ ^ ^ ist ein lebensgroßes, vorzüglich getrosten ^ ^ Das Merkwürdige au dem Bilde ist, da^ ^ lünstler einfach — geschrieben K^^M^ einigen hunderttausend, in verschleim .^. ausgeführten Buchstaben, die zu Worten « ,^,, sind, welche die Biographie Faures ' . Sprache enthalten. .,> Hie A — (Interessante Hoch«""^^ linge zweier der berühmtesten Dichters ^> < der Familie Lord Byrons und derjenlg . >,, Bulwers, haben in Egypten einen ^"" ^ °' schlössen. Die Braut ist Miss Judith ^^5 -Lady Anna Blunts, die ihrerseits wieder ^ einzigen Kindes des Dichters ^""'<,. ^' Bräutigam ist Neville Lytton, der ^oy .^ deS ehemaligen Vicelönigs von Indien ^ tischen Botschafters in Paris und Soyn ^^ Bulwer. Auch Neville Lytton hat >^MN'^ einen Namen gemacht und ist der eng ^>l" als «Owen Meredith» wohl bekannt. "^> des jungen Paares fand auf dem englj>°^,iit Kairo statt. Ihr folgte die kirchliche ^ 5 kacholifchen Gotteshause in Zeitoum- ^Fll^, — (EinBrautpaar.) A" HK'"'" weiß von einer sonderbaren römM ^? zählen. Eiu junges Mädchen von h"vo l.i heit, Adelaide Mussi, soll einen ^M Giuseppe Scuderini geheiratet haben, ^ eines Unglücksfallcs vor drei Iah"" ^F', der rechte Unterarm abgenommen werden^,^ l^, dem fei der Aermste an beiden Augen .^ ?'> Als er im Antonius-Hospitale darnleo ,d,n ,, seine Schwester mit ihrer vielumworbenen ^.^ ^ und diese, seine jetzige Frau, fasste "" ^ ,, dem Torso des einst so stattlichen^".^ das rührende Ereignis sich nur '"^lt h" findigen amerikanischen Reporters abgM I)er Doctor. Roman aus dem Leben von L. Ideler. 78. Fortsetzung. «Das ist wohl nachgerade außer Zweifell» antwortete einer der Herren. «Aber der Beamte durfte im Dienste nicht trinken. Es lostet ihn Ehre und Amt!» Arbeiter brachten Mütze und Mantel des Weichenstellers, die Wilson abgeworfen hatte, um dem entgleisenden Zuge nachzulaufen. Man hatte die Kleidungsstücke auf den Schienen gefuuden. Auch diese Thatsache bestätigte nur noch die Annahme einer Beraubung des Zuges, und Doctor Rauenthal wurde bei seiner Ankunft in Berlin sofort vernommen. Er sagte aus, was er wusste, und beschuldigte den englischen Ingenieur als den Thäter. «Dieser Engländer trieb sich fortwährend auf dem Bahnhuf umher», bemerkte der Berliner Stationsvorsteher. «Ich hatte mitunter nicht übel Lust, ihn fortzuweisen, denn er sprach ewig mit den Uuterbeamteu und hielt die Leute in ihren Arbeiten zurück. Aber dazu hatte ich schließlich kein Recht, denn er that nichts Ungebürliches.» Einige Schaffner und Gepäckträger bestätigten diese Worte und ein im Dienst ergrauter Maun fügte hinzu: «Die rothen Haare leuchteten alle Tage bei uns auf!» «Das war eine Perücke!» antwortete Rauenlhal. «Er hatte schwarzes Haar!» Der Untersuchungsrichter horchte hoch auf. «Also eine Verkleidung?» fragte er. «Dann haben wir es vielleicht mit einem schon betanuten Gauner zu churü» Er gab einigen Erimiualbeamten den Auftrag, sich sofort nach Mr. Wilsons Wohuung zu begeben und den Engländer ohne weiteres zu verhaften; aber unuerrichteter Sache lehrten die Männer nach kurzer Zeit zurück. «Er ist fort!» berichteten fie. «Seine Sachen sind schon vorher abgegangen, wohin, wusste die Wirtin nicht. Er hat alles pünktlich bezahlt und gesagt, er käme nicht wieder!» Es wurde sofort ein Steckbrief hinter dem Ingenieur Georg Wilson erlassen, aber derselbe blieb ohne jeden Erfolg. Der Verbrecher schien in das Ausland entkommen zu sein. Der Weichensteller Krause wurde vor Gericht gestellt und wegen schweren Dienstvergehens, das den Tod eines und die Verletzung mehrerer Menschen herbeigeführt hatte, zu drei Monaten Gefängnis verurtheilt. Doctor Rauenthal verwandte sich warm für den unglücklichen Mann; er legte in einem läugeren Schreibell die Gründe seiner Bitte den Nichtern dar uud bat, die Strafe in eine Geldstrafe umwandeln zu wollen, bei der er dann in der Stille Krause natürlich unterstützt haben würde. Allein sein Gesuch wurde abschlägig bejchieden. In einer persönlichen Unterredung sagte ihm der Vorsitzende der Gerichtscommisston sehr freundlich: «Es handelte sich bei Ihnen nur um eiu Versehen, eine Fahrlässigkeit, wenn Sie wollen; hier aber liegt eine dlrecte Pflichtverletzung vor, uud diese mu^s bestrast werden. Der Beamte kannte genau das Dienst« reglement und wusste, dass er nicht trinke durfte.» ! So wurde Krause für immer aus dem Bahn« dienst entlassen und wanderte auf d"' ,<< Gefängnis. — c,,t ^F^ Doctor Nauenthal war nun ^ ^ Jänner Assistenzarzt im Krankcnha"' ^ ^i und sein alter Director war sehr '" t j» ,,^ «Ein tüchtiger, ein sorgfältig ^,,e^ fagte er oft. «Ich habe mich n.cht jB^ Mit dankbarem Herzen hörte ^ B/'^ solche Worte, umsomehr aber dachte ^ch > maligen Feind, der nun sein VergM ^ büßen musste. . in ^ ü>^ Als die Zeit herangekommen n" ' sc' ^ > aus dem Gefängnis entlasten w"^ B> 5/ suchte der Doctor die Straße an^ die ^ Arbeiter wohnte; er wagte es '"^Fle'.^/-Krauses zu betreten, weil er "'" ^^l^ seinen Besuch aufnehmen würde, "j B^ ^ bald, der Frau zu begegnen, die er s^ ^/ obgleich fie sehr ble.ch und verlM'" ^ ,5 Frau, die Mutter des getödteten «"' ^ / mild und gütig gegen ihn gewesen» .^ ho! ^ Er redete sie an und freute 1" ^ ihn wiedererkannte. 5,a>ll^l ^/ «Ich habe meinem Manne ^ '^ auf keinem Bahnhofe darf er M ' ^-Ein Handwert aber hat er M " . >3lH!w"g Nr. 85. ______________________________663 14. April 1899. ^lllch Provinzial-Nachrichten. ^l^"'^ des Flaschenbierhandels.) >?!^ ' ^" ül einem Erlasse an die poli- ^Mten ^" die Aufmerksamkeit derselben auf Mnl> ^ ' °^ Verordnung vom 30. März d. I., ^ liis r "^ des Flaschenbierhandels, gelenkt. !z ^lachf«? '"^ ä" den Vestimmungen der Ver- ^chtn^,,^?^ bemerkt: Das Abfüllen des Bieres h"lü! hi^ " 6"rcke des Vertriebes von Flaschenbier ^hei, ^ auf die hiebei in Betracht tomnienden ^Usilbu "' namentlich sanitärer Art, welche ' '^iiiich^ dieser gewerblichen Thätigkeit eine be- ^'^eb^ " und Sorgfalt erfordern, an eine Con» -'"A ^ ". 6s wird nichts in, Wege stehen, den ^ Rueful /^^^"dlern, soferll die in der Ver- v "3di ?5 " Bedingungen zutreffen, über ihre ^iv^ ^ncession zum Betriebe des Flaschenbier. ^L ^">/^l)eilen. Um nicht eine Störung in die en^ ^darfes an Flaschenbier herbeizuführen, '"^er ^ , ^^" Amtshandlungen und Erhebungen ^'^"8 d?/ "^""6 vorzunehmen sein. Bei der '^ ^ insbpi ^^'^llichen Verlässlichleit des Bewcr- !'?°"«>vttber " ^""l zu achten sein, dass der '^ch ^ eine hinlängliche Gewähr gegen den '^ in, l, "^'sswll zum Zwecke des unbefugten '"'td ^ ^'''^- Die Rücksicht auf den Local« ^etracht^^" ^ der Verleihung der Concession ^sik d^ ^^"' ^""' da die Äierabfüller ja -^i^ „Deckung eines territorial ausgeoehu- '^ch ^..° Betriebsmitteln für die Reinigung, "^ die G °. "2 der Flaschen, nachzuweisen sein, ,"e lleberl ^^ehörde ^°r Ertheilung der Con- ^eru U""2 ^" verschaffen haben wird. Die , °h»e h,s ä""tannte Berechtigung zum Vicr- , ,^»ts ^^°ere Concession kann auch in Zweig- ,^e„ H ^Niederlagen von Bierbrauereien aus- Bleien s, ^3" ^'^ diese Berechtigung den von ''«^zu ^c" Agenten oder Vertretern als ^ '"^n ^n Ä^^" haben daher, wenn sie sich mit ^Ü! 6°"cessi. " " Flaschen beschäftigen wollen, ''", ^ ta> !! ^" erwirken. Der vorgeschriebene k'Mniarl ^ ^"bringung von Metalltapseln, ^ u>ch,.s ^u s-w. weiter vervolltommt werden. ?^schen ^" Ausschmll, welcher bisher mit ' - ^sueul?^ dem sogenannten Patcntverschlusse .^n^ h" "" wurde, ist mit Entschiedenheit und 5 6>Uzkb ^"' und ist gegebenenfalls unnach- n- Mhi l 6 der Gewerbeberechtigung zu ver- ^ll haus ^°" Flaschenbier im Umherziehen ''»lit '"ch dip"^ ^"^ ^^ ^^°be ist nicht gestattet, ' ^ ^l Vesi.ss ^"^"hr oder Zustellung von Flaschen- ^N^n "^ zulässig. ^c? in wr U"9-) Der Cassier der Finanz- > ^^«^.^tton Reich wurde zum Zahl-< ! postal c"^ l" Laibach ernannt. '^>3^ ">'d 2- ^ ^ ^'^ ^""^ Verordnungsblattes ^^^^^legrllphendircction in Trieft vom ^3"ftei"^lüllt. Wer nimmt denn überhaupt ^7Z Hai?^"' wu so uiele gute und ehr- >! ^tn, !" l'lld? Ach, und er würde doch ^^^°rde,,?^"or! Glauben Sie mir, er >,.^ Mhal ^^, "as Leid hat ihn weich gemacht'.. 3 H des A' ^"""' dass sein früherer Feind X^eMen »gen Soldaten seine Haud uicht ^'^m^. ^tte, und so erwiderte er der '!' !<"st hätte .. ^""te Ihrem Malluc helfen, ! ^e» Mlirtlve' "'^"konwärter zu werdeu. Ich ^?Ha c^ ist ; <^ "'^ meiuem Herr» Director H, K s^j^ Mt gerade eine Stelle iu unserem ^ er k"" er s^ ^ ihm auf Probe auvertraueu 'Anl lt a».3,""arbeitete und es ihm gefiele, werden, und danu hätte er ^i <^.tt s^,'). Sagen Sie ihm das, uud wenn i>ltrn/^ Doctor, wie solleu wir Ihueu ^a,'hr s,;..'chluchzte die Frau auf, als ^<>lH'.fresse uud gleichzeitig ein ^t> ? U"d i,?^ schun kam Krause in das V°>« ^ iah ' ^" Doctor Rauenthal sprechen ^l w '^ ei H"K verändert aus. Das Gesicht T^ ^ vi)lli/"^en; der wüste, brenuendrothe V h>r veI, "^rasiert. Aber uicht uur sein ^.Z bis ^"dert. Mehr „och war ihm das > ^ '"^te /" ^^U"b zerschlage« uud zer-^'^^ ^" lemem Menschen mehr in die ^lhte^ "lcht um Sie verdient, Herr " wckend hervor. 6. d. 3)t. muss auf den Adressen und Begleitadressen bei den nach Ungarn zu sendenden, mit «Essware» dcclarierten Frachtstücken stets eine nähere Specification des Inhaltes, wie z. B. Zucker, Zuckerwaren, Chocolade, Liqueur u. s. w., ersichtlich gemacht werden. Im internen Postvertehre ist eine derartige Inhaltsangabe nicht erforderlich und genügt daher die Collcctivbezeichnung «Esswarc», mit Ausnahme von Sendungen nach Wien, welche gleichfalls genau zu specifiziere» und insbesondere die Verzehrungssteuerpflichtigen Gegenstände auch nach Mengen, z. Ä. Kilogramm, Stück, Liter u. s. w., zu bezeichnen sind. —o. — (Gewerbebewegung in Laibach.) Im Laufe des Monates März haben in Laibach Gewerbe angemeldet, und zwar: Max Domicelj, Rümerstraße Nr. 12, Gemischtwarenhandlung; Lorenz Sarc, Karl-städtcrstrahe Nr. 19, Gast- und Schantgcwerbe; Agnes Vrecar, Udmat Nr. 19, Obst- und Zuckerwarenverkauf; Selig Ictel, Alter Markt Nr. 30, Meiderhandel; Maria Stcblaj, Baracke an der Karlslädterbrücke, Oreislerei; Iojefine Vehovec, Petersstraße Nr. 32, Damen-s^neidcrei; Johann Legat, Baracke in der Sternallee, Verkauf von Sodawasser und Zuckerwaren; Agnes Brajer, Honiggasse, Verkauf von Porzellanwaren; Maria Mandelj, Alter Markt Nr. 2tt, Modistin; Johann Nousal, Iurcic-Plah Nr. 3, Greislerei; Anton Dltrich, Maria Thercsien-Straße Nr. 2, Mehlhandel «n ^ro»; Anton Gertman, Grubergassr Nr. I, Steinkohlen« und Holz-vertauf; Johanna Ogris, Floriausgassc Nr. 24, Verabreichung von Speisen, Kaffee und Thee. — Das Gewerbe haben au hei mgefagt, refpectioe factifch auf-gelasscu: Stunkouic war die letzte Sensation des englischen Büchermarktes; in kurzer Zeit wurden weit über 100.000 Exemplare abgesetzt, und noch immer ist der Bedarf stärker, als der irgend eines anderen Buches. In dem foebcn erschienenen 14. Hefte der «Wiener Mode» beginnt die Veröffentlichung einer deulfchen Uebersetzuug, die ohne Zweifel ebenso interessieren wird, wie das englifche Original, so dass die «Wiener Mode» um eine neue Attraction reicher ist. Das soeben begonnene Quartal kann in jeder Buchhandlung oder direct vom Verlage: Wien, Wienstraße, für st. 1'50 bezogen werden. Preis des Heftes 25 kr, — (Ooäux ^.ustriaon») betitelt sich bekanntlich eine österreichifche Gesetzsammlung, welche die bedeutendsten Gesetze und Verordnungen von« 14. bis zum Beginne des 18. Iahrhundertes zusammenfasste. Der bekannte heimische Schriftsteller Peter v. Radics, dem von der Verlagsbuchhandlung E. Picrson der Auftrag zu-theil wurde, anläfslich des Allerhöchsten Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers eine Denkschrift zu verfassen, hat nun auch für sein Werk die Bezeichnung Ooäax ^uFtriacu» gewählt, um dadurch «das durch die Liebe und Treue der Völker für das angestammte Haus Habsburg gleichsam codificierte, unvergleichlich schölle Verhältnis zwischen Fürst und Volk in Oesterreich» allzudeuten. Wir begegnen in dem bereits einmal erwähnten Buche einer Fülle von interessanten Schilderungen, die übersichtlich in sechs Capitel eingetheilt erscheinen. Im ersten, mit dem Wahlspruche Franz II. (I.): «^uutitiu, rs^norum fu,udum6nt,mu» überschriebenem Capitel wird der traditionelle Rechts- und Gerechtigkeitssinn der Habsburgischen Dynastie in einer von warmem patriotischem Geiste durchdrungenen Weise behandelt. Das zweite Capitel, dem die Inschrift der von Maria Theresia gestifteten höchsten militärischen Auszeichnung: «I^ortituäini», zur Grundlage dient, schildert die heldenhafte Tapferkeit der Unferen, indem es ruhmreiche Vorfälle aus Oesterreichs Kriegstagen vorführt und mit Hinweis auf Seine Majestät den Kaiser Franz Josef I. in den Ausruf aus Goethes «Egmont»: «Er ist Euch alles in allem» ausklingt. Das dritte Capitel ist dem großartigen Aufschwünge der Oekonomie und des commerzicllen Wesens unter den Habsburger« gewidmet. Das vierte Capitel hat zur Ueberschrift die auf dem Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft enthaltene Legende «I^iturit, et lu-tidu«», woraus wohl der Inhalt des ganzen Capitels entnommen werden kann. Das fünfte Capitel bc-fpricht die hohen Errungenschaften auf dem Gebiete der Humanität, mit welcher die seitens des Kaisers Franz Josef I. in alle Theile der Monarchie unternommenen informativen Reifen in innige Beziehung gebracht werden. Dem mit «Viridu» unitis» überschriebencn Schluss-capitel endlich liegt der leitende Gedanke der Regierung Sr. Majestät zugrunde. Wir sind überzeugt, dass das prächtige Werk, worin Herr P. von Radics einen reichen Schatz seines Wissens niedergelegt und uns in scharfen Umrissen ein strahlendes Bild des Wirkens unserer Dynastie vor die Augen zaubert, allerorten mit Ixtercsse aufgenommen und nach Gebür gewürdigt werden wird. Da in seinem Buche überdies unsere engere Heimat Krain an verschiedenen Stellen in hervorragender Weise Berücksichtigung findet, dürste sich dasselbe auch hierzulande zahlreiche Freunde und Leser erwerben. Der «Ooäox ^U3trikou3» ist in der Buchhandlung Jg. v. Klemmayr «k Fed. Bamberg um den Preis von 1 ft. 90 tr. erhältlich. . «snril lss^ Laibacher Zeiwna Nr. 85. 664 ^^<^ — («Die verfassungsrechtliche Vervollkommnung Oesterreichs».) Von Alfred Freih. v. Offermann, Wien, Vraumüller, 169U. — Der Verfasser hat schon im Vorjahre in seinem Werle «Parlamentarismus «autln Staat in unserer Zeit» dargethan, die derzeitigen inneren Wirrcn in Oesterreich seien die naturnothwendige Folge de» Umstandes, dass man auf Oesterreich die englische Schablone des Parlamentarismus übertragen habe, während es an der Voraussehung hiefür, der wertthätigl'n Theilnahme der Veuölkerung an der staatlichen Verwaltung, dem Selfgovernment, fehle. Dies ist auch der Grundgedanke des vorliegenden Werkes. Es verlangt demnach die Einrichtung eiues folchcn, damit die Bürger des Staates dadurch dessen reale Bedürfnisse kennen lernen und Einblick in das Mögliche und Erreichbare gewinnen. Tadurch würden sich die jetzt so bedenklichen gesellschaftlichen, nationalen, wirtschaftlichen und con session ellen Gegensätze allmählich abschleifen und der Reichsrath aufhören, nichts weiter als eine Verkörperung diefer Gegenfätze zu fein; diese würden alsdann dort in gemilderter und geläuterter Form erscheinen. Ucberdies empfiehlt der Verfasser die Errichtung eines Staatsrathes nach Art des englischen priv^ council aus hohen Würdenträgern aller Zweige der Staats- und Heeresverwaltung uud erfahreuen Parlamentariern, dem die Aufgabe obläge, besonders schwierige Cooificationsarbeiten zu besorgen, die dem Parlamente fertig nur zur Annahme oder Verwerfung des Ganzen vorzulegen wären. Die Schrift verdient, von jedem gelesen zu werden, der Interesse und Verständnis für die staatlichen Aufgaben Oesterreichs hat. — (Sarah Bernhardt muss sterben!), vor dem Publicum wenigstens, auf der Bühne — anders thun es die Pariser nicht. Der folgende vorliegende Fall diene zur Erläuterung: In Sarahs neuem Theater wird jetzt täglich das fünfactige Drama «Dalila» mit der Directorin in der Hauptrolle gegeben, und fo ernst das > Stück ist, so kommt es doch zum Schlüsse allabendlich zu, Scenen, die einen mehr als heiteren Charakter tragen. Es sagt da eine Person als letztes Wort: «Ich führe jetzt meine Tochter nach Deutschland», geht ab und die Gardine senkt sich zum letztenmale. Aber dieser Sprecher bleibt thatsächlich fast der einzige, der geht. Die Mehrzahl des Publieums wankt und weicht nicht von ihren Plätzen: sie ist der Ansicht, dass es mit dieser unpatriotischen Absicht nicht zu Ende sei und sein könne — Sarah Bernhardt muss wiederkommen und die Sache beenden — sterbend beenden . . . Bei einer der letzten Vorstellungen musste der Regisseur heraustreten und officiell erklären: «Das Stück ist aus» — frei nach den «Bajazzi!» «Nie, nie», schrie da einer der eifrigsten Zufchauer, «niemals im Leben! Sarah Bernhardt ist ja noch nicht wieder aufgetreten, sie hat sich noch zu todte» I!» Neueste Nachrichten. Die Landtage. (Original Telegramme.) Klagenfurt, 13. April. Der Antrag des Abg. Ghon und Genossen wegen Mahnahmen zum Schutze der kärntnerischen Senseuindustric, gegen den angeblich beabsichtigten Auftauf der Scnsrnwerke durch Groß« specnlantcn, wegen strenger Handhabung des Marken« schutzgesetzes durch die Regierung und wegen Einleitung diesbezüglicher Schritte im Einvernehmen mit den Landesausschüssen von Niederösterreich und Steier« mark, wird nach dem Referate des Abg. Steinwender nach längerer Debatte angenommen. Der Antrag des Finanzausschusses, an die Regierung mit dcm Ersuchen heranzutreten, dass das Meliorationsgesetz in der Richtung geändert werde, dass der Staat bis 75 pCt. der Wildbachverbauungskosten uud bis 60 pCt. der Erhaltungslosten übernehme und eventuell für die dringendsten Wildbachverbcmungen außer dem 50pro-centigen Veitrage aus dem Mcliorationssonds noch einen außerordentlichen Beitrag von 25 pCt. aus dem Inveslitionsfonds leiste, wie dies im Jahre 1897 auch in Oberösterreich erwirlt wurde, wird angenommen. __________ Ungarisches Abgeordnetenhaus. cOliginal'Telegiamme.) Budapest, 13. April. Das Abgeordnetenhaus nahm den Voranfchlag des Justizministeriums und des Honvedministeriums an. Im Laufe der Debatte er-j klärte Iustizminister Plosz u. a., dass die Arbeiten,' betreffend die Reform der Militär-Gerichtsbarkeit, in^ Zuge sind. Was die Correspoudenz zwischen den' österreichischen und ungarischen Gerichtsbehörden betrifft, so sei diese eine unmittelbare, doch wenden sich manche Richter au das Justizministerium behufs Ueber-sctzung der Zuschriften der österreichischen Behörden. Es lasse sich doch nicht leugnen, dass das Deutsche in Ungarn ziemlich allgemein verständlich ist, während das Ungarische in Oesterreich nicht verstanden wird. Selbst« verstündlich lmrde umtlich, soweit die lumlen Verhältnisse es nicht alk wünschenswert ergeben, von den Richtern die Kenntnis der deutschen Sprache nicht verlangt. Wenn gewisse Anomalien im Verkehre der Behörden bestehen, so werde der Minister bestrebt sein, sie zu beheben. In der Debatte über den Voranschlag des Honved-ministeriums erklärte Staatssecretär Oromon, dass seines Wissens diplomatische Verhandlungen gegen die fortwährende Steigerung des Kliegsbudgets bereits eingeleitet sind, er bedauere jedoch, auf den Verlauf derselbe, nicht reflektieren zu können. Auf dir Ausführungen dcs Abg. kiossuth, betreffend die Verschmig der Honveds mit Artillerie und technischen Truppen, erklärte Oromon, nachdem die in Ungarn stationierten Artillerie-Regimenter ans ungarischen Söhnen bestehen und gelegentlich der Manöver den Honvcds zugetheilt werden, erscheine die Verschling der Houueds mit Artillerie und technischen Truppen uniwtyig, umso-mehr als dies beträchtliche dosten verursachen würde. Am Schlüsse der Sitzung unterbreitete der Iustizminister einen Gesetzentwurf, betreffend die Curial-gerichtsbarleit in Wahlaugelegenheitm. (Eljen-Rufe.) Die samoafrage. (Original-Telegramme.) ' London, 13. April. «Reuters Office» meldet aus Apia vom 3. April: Die Aufständischen setzten trotz der Proclamation des britischen uud des amerikanischen Consuls die Plünderungen fort und zerstörten die Brücken. Als die Anhänger des Malietoa die Köpfe der getödteten Anhänger Mataasas triumphierend durch die Stadt trugen, richtete der deutsche Consul an den Admiral Kautz ein Schreiben mit der Frage, ob zwei große christliche Nationen einen solchen barbarischen Brauch billigen, welcher gegen den Beschluss des obersten Gerichtshofes verstoße. Kautz sandte eine spitze Erwiderung, besagend, wenn der deutsche Consul den Beschluss des obersten Gerichtshofes aufrechtgehalten hätte, wäre kein Blutvergießen nöthig gewesen und wies darauf hin, Mataafa, den das christliche Deutschland jetzt unterstützt, schnitt vor zehn Jahren die Köpfe deutscher Matrosen ab. Die Samuaner erzählen, Mataafa wollte sich dreimal ergeben, der deutsche Consul riech davon ab. Mataafa sei jetzt entschlossen, bis zum Tode zu kämpfen. Washington, 15. April. Die Nachrichten vuu Samoa werden hier mit großer Besorgnis aufgenommen. Der englische Botschafter bedauerte es auf das tiefste, dass die Collision mit dem Augenblicke eintrat, als er gehofft hatte, dass die Verwickelung auf dem Wcge zur Regelung sei. Die britischen Beamten hegen in« dessen das Vertrauen, dass hiemit die Aussichten auf eine Verständigung nicht vernichtet seien. In allen diplomatischen Lagern ist man geneigt, die Nachrichten als sehr ernste zu behandeln. Es wird erklärt, dass! scharfe Differenzen zwischen dem englischen und dem, deutschen auswärtigen Amte bezüglich der Abreise der, Commission am 19. April bestehen. England hat neue Einwendungen so verwickelter Art erhoben, dass die-selben nicht auf telegraphischem Wege verhandelt werden können. Deutschland hätt sich unter diesen Umständen für berechtigt, m»t der Ernennung seines Commissäls noch zurückzuhalten. Die Samoafrage schwebt gegenwärtig nicht zwischen den drei Mächten, sondern zwischen Deutschland und England. Die Nachrichten aus Samoa werden von der' Regierung und den Departements nahezu mit Be-^ stürzung aufgenommen. Die höheren amtlichen Kreise, weigern sich, über die Sache zu sprechen. London, 13. April. Die Blätter betonen zwar den großen Ernst der jüngsten Ereignisse auf Samoa, rathell aber zur Ruhe und erklären, dass es nöthig sei, eine Regeluug der Interessen auf Samoa den drei Mächten und ihren Cummissären zu überlassen.! Die «Times» meint, der jüngste Zwischenfall habe leine directe Beziehung zn den Fragen, die jetzt von den drei Mächten berathen werden und können in keiner Weise das diplomatische Vorgehen beeinflussen. London, 13. April. Reuters Office meldet: Der Ausbruch der Feindseligkeiten auf Samoa werde für geeignet erachtet, die bereits bestehenden ern,ten Verwickelungen noch schwieriger zu gestatten. Es dürste offenkundig erscheinen, dass das übereilte aggressive Vorgehen Roses mit eine Ursache für den Nenausbruch der Feindseligkeiten gewesen sei. Es w„r offenbar die l Pflicht der drei Consuln, die Entscheidung des obersle.l ! Gerichtshofes betreffs der Einsetzung Tanns cmfrecht- > zucchalwl. Das Vorgehen Roses, als er die Gegen-! proclamation erließ, welche die Rebellen unterstützte, ! konnte nur ein unheilvolles Resultat haben. Man ! hält es für hoch an der Zeit, dass die Commission ! ihre Arbeiten beginnt, um Oronung in die beklagenswerten Zustände zu bringen. > Newyort, 13. Ap.il. «Reuters Office» meldet: !Der Oberrichtcr Chambers berichtete in einem an "seinen hier weilenden Bruder gerichteten Schreiben vom 3. März über die Umstände, nnter denen Tann zum König eingesetzt wnrde, und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, reHwlähig gehandelt zu haben, gleichwohl gibt er zu, dass seine Stellung eine sehr schwierige sei. Er sei Vertreter dreier großer M^l3'^ deshalb über den eigentlichen SachvclW ^ abgeben. ^ .^ ^ Berlin, 13. April. Dcm N^ eine von den Conservative,,, de» /" ^M^ Centrums und den 3iat>onalliberlNen ^i^ Interpellation zu, in welcher an den M ^^ Anfrage gerichtet wird, ob er bereit!", ,^,„e^ deutfchen Interessen schwor verlande" ^ Samoa sowie über die von der Negu' ^ ^ und beabsichtigten Maßnahmen Ausl'wl' Wien, 13. April. (Orig.-Tel.) ^ ^. Kaiser hat heute nachmittags den ^^l>'.„ Gesandten der Vereinigten Staate» ^^^n-besonderer Audienz empfa„gen und selN ' , schreiben entgegengenommen. Keil" ?^ Wien, 13. April. der Kaiser empficng den päpstlichen -"">„ ^ und den Componisten AlM Pe"!' . Audienz. ^,.^ M^ Wien, 13. April. (Orig.-Tel.) "' ^M > zufolge hat der Kaiser in der heuM' ^"H Reichsrathsabgeordneten Zallinger "> ^^ ersten heiligen Messe in der u"ter ^ M des Kaisers stehenden Herz Je,«''"'" ^. Bozen am 9. Juni erscheinen zu "°" hA >"M mit der Versicherung entgegengenommen' .^ ^ er verhindert sein sollte, ihn cm ^ ,.< höchsten Kaiserhauses vertreten werde. Pc ^ Prag. 13. April. (Ong-- Tel.) , hM,. an der medicinischen Facultät der "", ^. Universität, Dr. Theodor Neureuther, ' ^^^ mittag in seiner Wohnung an einem V ^ lich gestorben. _.,. 3l"Ü ,, zü Prag. 13. April. (Orig^, 1^ Bericht aus Karlsbad wurde, da o"- ^d '^ infolge von auf die ÄauordnuM ,^ ^ ^ Forderungen bezüglichen DifteMlzen ^ ^ meistern, in Strike getretenen ooru« ^ '^ gestern in geschlossenem Zuge sch^ ^ sc'te ^ durch die Stadt zogen, und "")"'^i', z"! ^ Sicherheitsorgane zerstreut werden n" ,^ ^ ^ hütung weittrer derartiger VorlonM'N^^B,, giebige Gendarmerieverstürkung «no ^iol" .c Bataillon Infanterie aus Egcr "^Dj^'" ^ fendet. Heute vormittags fanden weor ^ noch Straßenaufzüge statt und die ^ ,^ sonst in keiner Weise gestört. ^. ^l sM ^ Cagliari. 13. April. (Olig.-^"-^^^ , ^ Admiral Fournier wurde heute "^cap'"' ^ zwei Contre-Admiralen und neun ^ ,' ,, gM^ > König Humbert und dann von der ^ " ^ , s 'empfangen. Admiral Fournier "ven^^n!^^ ! Humbert ein Schreiben des P"''^', M'» ^ Audienz dauerte eine Stunde. ^"9 sichW^ 5 uigspaar das französische Geschwader ' ^, ö" ' nier w,rd zn Ehren des KölNgspaa ^, ^ Panzerschiffes «Brennn«, ei" DA TheH, ! Athen, 13. April. (Orlg.^l<^^^^ nach einer längeren Con erenz "' .^l. ^ist^ Msion der Cabinetsbildung überuou.M ^l!' dass er morgen früh dem MM ! unterbreiten werde. ^-^^^tll. > Nerllntwortlich« Nedatteul^"^^-^^ ben p'l / d"' Von tiefstem Schmerze "f"«^ ^.la<,,^ lieben Verwandle«, Freunden u" M ^c. traurige Nachricht, dass es O ^,.^ stU , ^ gefallen hat, unsern imugstgel^ ^r"" beziehungsweise Gruß' und ^ Herrn ^ Joses Korbar l. l. Postmeister. ^sD" Gemeindevorsteher uud sieaM« ^^^ heute nachts nach Empfaug der heNigen '? 76. Lebensjahre in ein bcssc«^ H / 6""" l""", Das LnchenbeMan's fH^ -" lM" 16. April l. I. um 4 Uhr »af'" Ht.»^ hause aus auf den Fnedhol z ,^ o statt. „ «,«ldeN u^lcht ' Die heiligen Seelenmesse" " ^ ^ " 21. April um halb 8 Uhr l"", St. Stefau gelesen. <4 M" > « Unter.Hruiica an, " ^ ^st^ Franz, Nnton Korbar, S^^ Korbar. Fanny »ler«.^ - Josef Fier«. l. l. «sFl-re, — Emil. Victor, ____________________________________665 14. Npril ,899 Angekommene Fremde. t^"i2 » bolel Elefant. ^^^,'!^ Dr. Verg; Iamnih, Lnnzer, Mievel, ^ k,ein' w °^W. Trenter. Kraus. Gellis, Sommernih, !'?^P°«°""'Fischer, Kflte., Wien. - Dr. Kramt, z^ «or, ^"'Private, s. Dienerin, Neumarltl. — Sattoni, ^^ ^lllz, tfabilln, Private, Illl)r,.F.istrih. — Schrryer, ^.,/lorfti Vn. ch^^aum, Mühlenbesitzer, Marburg. — >Z^idi>,' "l"e., Trieft. — Victor, Kfm„ Heilbronn. — Eisnern. - Krause, ltfm., Prag, . Ud'Nt, ^ 3"ttgllrt. - Weiß, Priuat, Lilli. - Piussi, ^^Hemmer, Kfm., Solingen. ^,",^ Verstorbene. , btch^pril. Maria Nerhovc, Vesitzersgattin, 67 I., '»^^ ' Marasmus. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. 3 ^ Wz Z; "-' '"«WM.« z^ <« l 2 u. sl. 72«^ 4 0 «O Mllßig , dewöllt >!> » Ab.^?28 3 2 0 GO. schwach ^ bewöM____ 14.1 7 Ü. Mg. > ?27- 7 j 32 OSO. schwach , bewöllt > b^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 2 4» 3lor» male: 9 3°. Strohhutlacke in allen Farben, mm Selbstgebrauch, momentan trocknend, zu haben in der velfarbenhandluna der «rüder Oberl, Laibach, Franciseanergaffe. Nach auswärts mit Nach. nähme. (87l) 11 2 Im Hochparterre Bahnhofgasse Nr. 16 geie jene, mit Centralheizung versehene Wohnung bestehend aus vier Zimmern, Cabinet, Vorzimmer, Küche, Keller und Dachbodenkammer, ist vom 1. Mal ab zu vermieten. Näheres in der Buohhandlung Bamberg, Stern-Allee. (423) 42 Course an der Wiener Korse vom 13. April 1899 «^«««oMeaen «our-«^ ^^4^ —^-—^^ «tld War, Vom Vtante zur Zahlimg Nbernommcilc Eiscnb.'Prior.» Obligationen. Ellsllbslhbahi! «00 u. 3U00 M. 4»/„ ab 1UVn ?0l>S5>, Elisabetybal,», 400 u. 2000 M. 2(X! 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Wiener. 100 sl. . ««" »!> Ü68 ?ti Bodcr..«nst,,0esl.,200fl,N.40"/, 4?« — 47«-- Unionbanl 200 fl..... 3"? - so? »o »«tehr«b«nl. «ll,., l«0 ft. . l^-. l<7- ««lb «are Hctiln von jtranZpult» Unternehmungen (per Ttült), «»ssig-repl, Tisenv. 300 sl . 1680 ,«?!>- Ni«,M. Nurblmli» !ü0 fl, , . 24» - 24« <"' Vüschtiehrador Ois, 500 fl CM >74b 17kö blo btu (lit. I!) 20«) fl, . S«8 —«89 — Douau. DampflchisfalMs Ges., Oesterr,, üü<, fl, 2M . . 44« — 4ö»' Dux Bobe„bacherf> nb'Cz»'li!u«.'Il>sly.Elis!!b.. Gesellschaft !i00 fl. S, . «9» 2b 29»' — Lloyb, Orst, Trieft, ü»»0fl, CM, 45« -4«»- vesterr. Nordweslb 2«o fl. 2, 253 50 »f»4 - dto. dto. (III. U) 200 fl. O. 2K7 »' 2S« 25 Prc>8'D,ixer ltisenb. 15« fl, s. . 98 — 9s - Slnnl^!se»l»»?. 200 fl. , . !><»4 — in»--tramway <Ä!>s,, Ncne Wr,, Prio< ritsts ÄcUe» 1«N fl, , , . 130 - ,31-- Ung aaliz, Elieüb.'^tto fl. Silber «1L — 213'l>;> Un« Westb.(«aan-Graz)200fl.V. 214'- »«-— Wiener Uacalbahnen. 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NolhenKrenz. 0est,Ves,v..lOfl. " °" ??,' Notbe« Kreuz, U„a es. v.. bfl. ;° ' ?^,'" Salm Lo!e ^ReOchneiaUfRenOmmOn- v ^Utr?60rr»eter *n den k- k- Evidenz-V^i^^W^pach zu richten. ^^\^^kr. (1446) 3-1 SÖeifler NälerinDBn Lehrmädchen W^- 3, II. Stack. Thür Ifl C. 49/99 J\V Mat?klic- "l J^'^VrUu0^' Posestnika C k>*Ao *'' katerega biva-i> K;aJni Jv 8e Je podala pri K^^f6^r.Napod-' t ^ftvn l 8e je narok za |^V0Koh8uaja ^99, Si^li/^bo'rJf1' pri tem sodifièu. Sn l ^W °}[er se on ail 1893! 8Od|% Vrbuika da« (1371) 6. 361/98 4. Versieigerunffs-Ediet. Auf Betreiben des Josef Freiherrn von Schwegel, Gutib'sitze, s und k. u. l. Geheimrathes in Wien, vertreten durch Dr. Anton Ritter von Schöppl, Ndvo-caten in Laibach, findet am 3. Mai 1899, vormittags 9 Uhr, bri dem unten bezeichneten Gerichte, Zimmer Nr. II, die Versteigerung der in Poklula H.-Nr. 22 gelegenen Realität Einlage Z, 75 der Eatastralgemeiude Obergörjach statt. Die zur Versteigerung gelangende Liegenschaft ist, n. zw.: die Gebäude auf 884 fl. und die Grundstücks auf 2229 fl., zusammen auf 3113 fl. bl wertet. Das geringste Gebot beträgt 2075 fl. 33 kr.; unter diesem Betrage findet ein Verkauf nicht statt. Die Versteigerungsbedingungen und die auf die Liegenschaft sich beziehenden Urkunden (Gmndbuchs-, Hypothekn-auszl'g, Eatasterauszug, Schähungs-protololle u, s. w.) können von den Kauflustigen bei dem untm bezeichneten Gerichte. Zimmer Nr. II, während der Geschästt stunden eingesehen werden. Rechte, welche düse Versteigerung unzulässig machrn würden, sind spätestens im anberaumten Versteigerungstermine vor Beginn der Versteigerung bei Gericht anzumelden, widrigen« sie in Ansehung ter Liegenschaft selbst nicht mehr grltend gemacht wcrden lömiten. Von den weiteren Vorkommnissen des Versteigerungsverfahrens welden die Personen, für welche zur Zeit an der Liegenschaft Rechte oder Lasten begründet sind oder im Laufe des 3wsteigerungs-verfahrens begründet werden, in dem Falle nur durch Anschlag bei Gericht in Kenntnis geseht, als sie weder im Spren- gel des unten bezeichneten Gerichtes wohnen, noch diesem einen am Gerichts» orte wohnhaften Zustellungsbevollmäch« tigten namhaft machen. K. l. Bezirksgericht Radmannsdorf, Abth. II. am 2. Uärz 1899. (1334) 3—1 Nc. 400/99 Oklic. C. kr. okrajno sodiäce v Litiji je na prošnjo Jožeta Pavli iz Moravèega gledö pn njegovem poaestvu pod vlož. ßt. 356 kat. obè. Moravèe in pri po-sestvu pod vlož. St. 733 iste kat. ob-öine iz leta 1827 zastavnopravdno vknjiženih tirjatev: 1.) Južeta Zupanciö iz ženitne po-godbe z dn6 20. januarja 1821 v znesku 300 gld. a pr. 2.) Franceta Drobniè iz dolžnega pi.sma z dnö 15. maja 1827 v znesku 60 gld. 8 pr. dovolilo vpeljavo anaor-tizacije. Oni, ki imajo do navedenih tirjatev kake pravice, pozivljajo se s tem, da te svoje zahtevke priglasijo do I. maja 189 9 pri tem sodišèu, tako gotovo, ker bi se sicer na prosilèevo zahtevanje dovolilo, da se umrtvijo te izknjižbe in da se zemljeknjižno izbrisejo. C. kr. okrajno sodiööe v Litiji, dne 28. marca 1899. (1332) ~~ C. 29/99 Oklie. Zoper Janeza, Antona in Terezijo Puc, Matevža in Marijo Puc, nadalje Antona in Terezijo Puc, odnosno nji-bove pravne naslednike, kojih biva-hšèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Vipavi, po Ja- kobu Terèek iz Vodic St. 3, tožba za-radi priznanja zastarelosti pri vlož. št. 3 kat. obö. Vodice vkojiženih ter-jatev in dovoljenja za izbris istih. Na podsiavi toibe doloöil se je narok za ustno razpravo na dan 2. maja 1899, ob 9. uri dopoldne, pri spodaj ozna-menjeni sodniji. V obrambo pravic toženih se po-stavlja za skrbnika gosp. Anton Hro-vatin, župan v Vipavi. Ta skrbnik bo zastopal tožence v oznamenjeni pravni stvari na njih nevarnost in stroske, dokler se ti ne oglase, ali ne imenujejo pooblasöenca. C. kr. okrajna sodnija v Vipavi, odd. I, dnö 15. marca 1899. (1408) C. II. 147/99' Oklic. Zoper Blaža Bohinc (Wohinc) in Jožeta Cerne, oziroma njune pravne naslednike, katerih bivaliftèe je neznano, «e je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Ljubljani, po Antonu in Ani Lavriö, posestnika iz Glinc öt. 30, v roke prvega, tožba zaradi zastaranja terjatev po 100 gld. in 25 gld., vknji-ženih pri zemljiäcih vlož. st. 232 in 233 kat. obö. Vic. Na podstavi tožbe doloöa se narok za ustno razpravo na 10. maja 189 9, dopoldne ob 9. uri, pri tej sodniji. V obrambo pravic tožencev se poslavlja za skrbnika g. dr. M. Pirc, odvetnik v Ljubljani. Ta skrbnik bo zastopal tožene v oznamenjeni pravni stvari na njihovo nevarnost in stroske dokler se ne oglase pri sodniji ali ne imenujejo pooblasèenca. G. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. II, dne 7. aprila 1899.