Nr. 29. Samstag, 6. Februar 1909. > 28. Jahrgang. Zeiwna Pranmncratil'nSprris: Mi, Pustvc, sendn»n: nauzjäliris, .10 ii. yalLjähiin ib 1i, Im ssuütt'r: nanzjährii, li2K, lM'Mrin 11 li, ssür die ZnstcN»,,« i„ö Hans nni^jnlirin 2 K. - Insrrtion5nrbi!l>l: ssür llcine Iuleiate l»s zn 4 Zcilc» 5,0 I>, grüsierc per Heile ,2l,; bei «ftcre» Wiederhol»»«,?,! per Zeile 8l>. Die «Laibncher Zritmig» erschein! «änlich, mil Ausnahme der Eom,- »nd sseirrlulie. Tie ÄbministlaOon befinde» sich Mil>Möstrus,e Nr 20; die NcdnKion Millu«i,'s!ras!e» iiir, 20. Eplechstunden der Nedatno» vu» « bis l0 Uhr vnrniitinns, Uüfrnnlierte Briefe werden »ich! nugenommen, Mnnnslriple »ich! znlüclnrstrllt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Der Leiter des Ministeriums für öffentliche Arbeiten hat auf Grund Allerhöchster Ermächtigung den Oberbergarzt Dr. Johann « tvcrakin Idria ud ^,'«<»nin>i in die achte Nangtlasse befördert. Den 4. ssebruar 19,»'.' wurde in der l. k, Hof. nnd Staats, druckerei das X. Stück des Ncichsgeschblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amlsl'lattc zur «Wiener Zeitung, vom 4. Februar 1909 Nr. 27) wurde die Weitcrverbreitunn. folgender Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 5 «Grazer Wochenblatt» vom 3>. Jänner 1909. Nr. 22 .KIl.>88uss3ern. vom 2». Jänner 1909. Nr. 20 «1^' äiw älliFo- vom 2t),/27. Jänner 1909. Nr 2b «kiävn I.icln. vom 25. Jänner !W9. Nr. 4 «Ludiher Zeitung,» vom 2!j, Jänner 1909. Nr. 5 «MZß ^liu,!!)" vom 2!<. Jänner 1909. Nr. ^I «0»tr»,v8lc^ l)ch "'nle sogar, nach dem neuen Unfallgcsch "och "or ni" janze Familie." , . ._ . .„., .,,s,^. „Was so'ne LeuK- ooch mch f^ " « -' ^ be das arme Fräulein Li.m dann mit ihrem emen Laibachcr Zeitung Nr. 29, 24li 6. Februar 190l1. politische Uebersicht. Laibach, 5. Februar. Turch das Einvernehmen zioischcn dem Winner Kabinett und dcr Pforte ist, wie eine Mitteilung aus .^onstantinopel hervorhebt, in der öffentlichen Meinung der Türlei die Bahn für eine nüchterne Beurteilung der bosnischen Fraqc freigelegt worden und es beginnen Stimmen laut zu werden, welche in bezug auf die Stellung der Mohammedaner in Bosnien und der Hercegovina für Österreichs Ungarn geradezu sympathisch klingen. Als Beispiel lasse sich hiefür aus den letzten Tagen folgende Äußerung des „Ikdam" anführen: „Nir können nicht umhin, den Einwohnern Bosniens und dcr Her-eegovina noch eininal einzuschärfen, wie wichtig es ist, den Zeit- und Nellerforoernissen fich anzuschmiegen. Es ist viel günstiger, unter der Herrschaft des zivilisierten Österreich-Ungarn zu stehen, als unter das Elend einer serbischen oder montenegrinischen Obrigkeit zu gelangen und dann auswandern zu müssen. Es wird nicht lange dauern, und die beiden Provinzen werden eine Konstitution bekommen. Ihr Mohammedaner werdet Eure eigenen Angelegenheiten ordneil können. Ihr müßt Euch daher vorbereiten, tüchtige und aufgeklärte Mohammedaner heranzubilden. Auf der Wiener Universität sollten zumindest vierzig bis fünfzig Mohammedaner studieren-, die moslemischen Elemente werden in Wien und in Budapest eine gute Ausnahme finden. Ihr sollt eher solche Gelegenheiten benutzen als auswandern." Tas „Fremdcnblatt" knüpft an den bekannten Vorschlag des russischen Kabinetts folgende Bemerkungen: Insoweit die Sicherung des Friedens in Betracht kommt, ist es selbstverständlich, das; wir die geplante Transaktion mit Sympathie begrüben. Nußland, das die Initiative zur Anerkennung des neuen bulgarischen Königreichs ergreifen will, gibt durch seinen Schritt den lebhaften Wunsch nach allgemeiner Anerkennung des von Bulgarien geschaffenen s:>l< :><'<'<>,lii»li zu erkennen, und wenn man es in Sofia und .^onstanlinopel für möglich findet, auf den russischen Vorschlag einzugehen und ihn als Grundlage eines friedlichen Einvernehmens zu akzeptieren, so lann das uns also nur recht sein. Tabei geben wir allerdings der Hoffnung Ausdruck, daß die türkische und die bulgarische Regierung die berechtigten Forderungen dcr orientalischen Eisenbahnen nicht vergessen werden. Wenn wir jedoch an dic unscrem Schutze anvertrauten Interessen der Orientbahnen pflichtgemäß erinnern, so bedeutet das nicht, daß die österreichisch-ungarische oder die deutsche Politik sich in einen Gegensatz zu Nußland begeben. Tavon lann keine Nedc sein, schon deshalb nicht, weil wir mit Nußland in dem Wunsche, die momentanen Spannungen zu beheben und den Ballanfricden auf eine dauernde Grundlage zu stellen, vollkommen übereinstimmen. Eine überaus scharfe Kritik wird, wie man aus Petersburg schreibt, an der bekannten letzten Nede des englischen Staatssekretärs, Sir Edward Grey, von der „Novojc Vremja" geübt. Tas Blatt teilt durchaus nicht die Ansicht dcr Mehrheit der euro- Patschen Presse, wonach diese Nede ein Unterpfand baldiger friedlicher Lösung der Mißverständnisse m den Baltanangeleqenhciten bilden würde. Man sei berechtigt, von England leine akademischen Erörtc-rnngen, sondern klare Mitteilungen über seine Wünsche und Forderungen zu erwarten. Es sei nicht richtig, daß die Wolken am Balkan verschwunden seien: sie ballen sich vielmehr täglich drohender zusammen. Sir E. Grey habe ein eigentümliches Sehvermögen, wenn er eine Klärung des Horizonts erblicke. Tie moralische Verantwortlichkeit sür die tt mmenden Ereignisse werde hauptsächlich England treffen. Nenn dieses gegenüber den sich am Balkan vollziehenden Vorgängen gleichgültig bleibe, so werde es einen Sturm mil unberechenbarem Ausgang geben. Sir E. Grey hätte über die Stellung Englands zur Frage der Autonomie für Bosnien, zu den Forderungen Serbiens und Montenegros, zu den Forderungen der Türkei in Angelegenheit der Oriembahnen usw. kategorische Erklärungen abgeben sollen, statt dessen habe er eine breitspurige Predigt geboten. Tagesnemgleiten. " lAllH ein kaiser.j Der junge Kaiser oon Ehina, das vierjährige Kind, das dereinst berufen sein wird, über das Vierhunderlmillionenvoll des Ostens zu Herr» schen, lernt troh seiner Jugend den schweren Truck einer Krone kennen: die Freiheit seiner Jugend ist dahin. Seit dein Tode seines kaiserlichen Onkels hall man den tleinen Prinzen Pnyi in dein verschwiegensten 7ei! der Verbotenen Stadt verborgen, und hier is< er dcr befangene seiner Unlerlcmen uno der SIlave seiner An» Hänger. Niemand weiß, in welchem dcr zahllosen Pa> villons das Kind verbürgen ist nnd wci es die harte Vorbereitung auf dcn Herrscherberuf erfährt. Der kleine Kaiser ist iwch zu jung, um die Ehrungen, die seinem Rang gebühren, entgegenzunehmen, und auch dem Schal» ten des verblichenen Kaisers kann er nicht die tradi» tionellen Ehren erweisen- hier vertritt ihn ein anderer Prinz, dein die Ehrung des Toten als Amt übertragen isl, nnd der wohl bald wicder in Vergessenheit znrüc!» sinken wird. 3rothem wird der kleine Pnyi wohl bald einen der verantwortungsvollsten Negierungsakle vor» nehmen müssen. Vou dem Augenblick an, wo seine kleinen Hände den Tuschpinsel hallen lönneu, weiden ihm die Listen der zum Tode Verurteilten vorgelegt; aus dem großen Bogen mag dann der Kaiser mit dem Pinsel einen Kreis malen. Die Größe dieses Kreises aber und seine Stellung entscheiden über das Leben vieler: alle, Deren Namen sich innerhalb des Greises befinden, wer» den dann sofort hingerichtet. Ans Jahre hinaus wird dies die einzige Regiernngshandlung Pnyis sein, nni> eist später wird er die düslere Vedenlnng dieses Pinsel-zngeS ermessen lernen. Inzwischen wird die (irziehnng oes Kaisers ihren allen, durch die Tradition geheiligte,, (hang nehmen. Er w,rd die chinesischen Klassiker aus-wendig lernen — gegen 3<«> Bände — und jahrelang mag er darau arbeiten, die vielen tausend komplizierten und verschiedenartigen Schriflzeicheu leseu und schreiben zu lernen, die ein gelehrter Ehinese kennen muß. Denn es erscheint sehr zweifelhaft, ob man bei der lKrzie» hnng des künftigen SohneS des Himmels moderne» svemden Ideen eineil lHinflnß einräumen wird, ja die letzten Ereignisse weiseil eher auf das (Gegenteil hin. Ter verstorbene Kaiser Kwang-si verdankte seine ^chwächlichleit nud seinen frühen Tod nicht znm qerin.1- sten Teile dem angestrengten nnd harten Studinm, durch das er die völlige Beherrschung der chinesischen belehrten» und Schriftsprachen sowie der alten llassi scheu Lileralur zu erringen suchte. — lNie hoch reicht ein scolrechier Kanonenschuß.^ Nach dem internationalen Nechle lann ein Staat von seinen Küsten aus auf dein Meere innerhalb einer User zone HoheilSrechte ausüben, dereu Breite der Trag-weile eines Kanonenschusses von der Küsle aus enl-spricht. Die Lnslschisfer haben u»n die ^rage ausgc worsen, ob mit Nezng auf das Lnstmeer dieselbe Negcl gelten sollte und in welcher Höhe der Lustschifser woh! dem HoheilSrechte des Landes entzogen wäre, über dem sein Nalloil schwebt. Nach Mödebecl kann es als all gemeine Flegel betrachtet werden, das; ein Geschütz m senkrechter Üiichtuug die Hälfte seiner größleu Schuß-weile erreicht. Da unsere modernen Landgeschütze eim' größte Schußweite von 8000 bis U'.OOO Meter habe,,, so würde die Cchnßhöhe im äußersten ^alle 4l«»l» bis 5»<«»<» Meler betragen. Vorläufig würde die Artillerie in ihrer Lafellierung ans die Verteidigung der HoheitS-rechte im Lnstmeere überhaupt nicht eingerichtet sein, da das Geschützrohr nicht senkrecht gestellt werden lanni außerdem müßte bei einem senkrechten Schusse das Ge schoß, wenigstens nach der Theorie, genan ans daS Geschütz wieder zurückfallen, was unangenehme folgen haben dürste. Die Schiffs, und Küstengeschütze erreiche,! eine bedeulend höhere Schußweile, z. V. hat Krnvp eine 28.^enlimelerkanone vorgeführt, die eine Schußweite von 20 2 Kilometer erreichte, und die neuesten Küsten-kanonen sür die ^orlS von Newyorl sollen sogar ^ Kilometer weil reichen, und man würde mil ihnen über den höchsten Vera, der Erde hinüberschießen können. Mit solchen Geschützen würde mau in senkrechter R>cl>° lung ein Geschoß zehn bis fünfzehn Kilometer in die Lnsl schleudern können. — Ä»s London wird berichtet! Während die ^luglechnilcr nocl) rastloS mit dem Problem ringen, die Leistungsfähig-llil und Sicherheit der Flugmaschine bis zu einer znver« lässigen praktischen Anwendbarkeit zu steigern, beschäs-tigen sich die Nordpolforscher bereits mit der Möglich leit, den Aroplan in den Dienst ihrer Aufgaben ,',» stellen. Der (Engländer Sandon Perlins hat den Plan gesaßt, das kühne Unlernehme» zu wagen, miltelst einer Flugmaschine den Nordpol zu erreichen, nnd in aller Slille arbeitet man an dem Apparat, mit dem im kom^ inenden Sommer der abenlenerliche ^!>>g angetreten werden soll. - fticwyort — die ärmste Tladt der Welt.j Im allgemeinen lebte mau bisher in dem Glauben, daß Newyork zu den Städten zähle, in denen die ^ahl der Millionäre Legion ist, daß es dort von Leuleu, die sechs bis sieben Nullen hinler einer Differ haben, nur s" wimmell. Und alle Angenblicte hörl man eiue Skandal' oder EhescheidnngSgeschichte, in der dieser oder jener Newyorker Multimillionär eine aktive, passive oder 1aS« zive Nolle spielt. Nun kann man es schwarz aus »veift gedruckt lesen, daß die cianze Geschichte gar nicht wal> ist,- daß eS in der großen Viermillionenstadt nur zehn Millionäre gibt und der reichste von ihnen lumpig 25 Millionen Kronen im Vermögen hat. Soeben Hal nämlich die Newl)orter Steuerbehörde ihre Einschäi" znngsliste für das lausende Jahr veröffentlicht, »nd a»^ der ist zu ersehen, daß es nnr zehn Menschen in New» York gibt, die mehr besü'.en als eine Million Dollar. Der Mann mit den 25> Millionen Kronen ist Andren' Earnegie, dann kommt der sagenhafte Herr Nocleseller, von dem man immer glaubte, daß er Milliardär ist» In der Sleiielwirslichkeil ha! er gerade über !2 Mil' Bein. — Tu lieber Iott, ihr 5iarl wird ihr dann wohl sitzen lassen. Schrecklich, so'n Unjlück!" „Und durch die Schuld der Herrschaft! Ja, ja, unsereiner muß immer bluten!" echot „Fräulein" Jette salbungsvoll zurück. Frau Peters ist empört. Tennoch geht sie fürsorglich noch einmal zu Lina hinein und fragt, ob sie große Schmerzen habe. Sie lehnt sich in die Kissen, liest den neuesten .^olportagcroman „Die Leiche" und erwidert, daß es allerdings noch sehr weh täte. Am nächsten Morgen kommt dcr Arzt noch einmal. Er selbst hielt es für überflüssig, aber Frau Peters hatte es dringend gewünscht. Seiner Meinung nach ist dcr Fuß. dessen leichte 'Anschwellmisi, gefallen, jetzt gesund und Lina arbeitsfähig. Tiese aber sinkt beim ersten Versuch aufzutreten, ächzend zurück uud erklärt, es sei keine Menschenmöglichkeit und heut noch schlimmer als gestern. Ter Arzt sieht genau so aus, als wolle er grob werden- aber Frau Peters legt ihm, an die Hofunterhaltung von gestern denkend, beschwichtigend die Hand auf den Arm. „Lassen Sie, Herr Doktor, Lina mag immerhin den Fuß noch ruhen — ich mache ihre Arbeit schon noch einige Tage selber." „Wie können Sie nur das Mädchen so verwöhnen!" grollt er draußen. „Ich sage Ihnen, sie ist gesund' wie elend sind Sie zuweilen und denken noch nicht daran, sich ins Bett zu legen nnd pflegen zu lassen." Sie lächelt leicht. „Ja, lieber Doktor, wir Herrschaften dürfen uns das doch nicht erlauben!" Lina liegt die ganze Woche hindurch „krank". Täglich kommen die Mädchen aus dem Hause und erkundigen sich nach „Fräulein" Linas Befinden. Der Majorsburschc gibt sogar einen Strauß für sie ab und fragt teilnehmend, wann denn nun der Fuß abgenommen werde? Am Sonnabend erklärt Lina. daß es heute schon viel besser ginge, steht auf und verrichtet auch in rührender Selbstaufopferung, noch stark humpelnd, ihre Arbeit. Am Tonntag hat das Humpeln bedeutend nachgelasseil, und nachmittags steht sie in vollem Ausgehstaat da — sie hat heute nämlich ihren Sonntag. „Ich denke, es wird gehen, gnädige Frau. Man will doch ein bißchen an die Luft nach dem langen Liegen." Das ist einleuchtend. — Am nächsten Tage aber erhascht Frau Peters wieder eine Hofunterhaltung, an der sich diesmal auch Herr Linke beteiligt. „Na, was wahr ist, muß wahr bleiben! Sie tanzen ja alle gut, meine Tamen' aber mit Fräulein Lina nimmt's keine auf. Alle Netter, war das ein Galopp gestern mit ihr!" Und Fräulein Hanna setzt ebenso neidlos wie gefühlvoll hinzu: „Es ist doch ein rechtes Glück, daß sie ihr den Fuß nicht haben abnehmen brauchen!" Die junge Exzellenz. Roman von Veorg Hartwig. (?:j. ssortschnnq.) (Nachdruck vcrtwicn.) Sie wandte sich und ging zur Tür. Eilt FlN' benwechsel zog über ihr bleiches Antlitz, als sie di> selbe öffnete und den blauen Seidcnvorhang davor zurückschlug. Inmitten des Gemaches erhob sich eine ToM' mit dumpfem Knurren. „Ah! Still da!" Kolcman Nechting war von seinem Platz aul' gestanden und schritt Helene entgegen. „Nun also! Die Geschichte hätten wir anch hinter uns. Guten Tag, Lena! Ich lün schon seit vor gestern in Großminten. Habe in der Zeit eiiu'» >tursus durchgemacht, das Schlafen zu lernen." „Und fandest nicht einen Allgenblick Zeit, dich auf uns zu besinnen?" fiel Helene ein, ihre Ha>" widerwillig in der seinen ruhen lassend. „Hm! Sind nur so empfindlich geworden? ^^'!, habe ich die Toilette gestört? Tu erscheinst da ">.' Houri." Er betrachtete ihre hoheitsvolle Erschemu"!' mit einem Gemisch von Spott und Interesse. „Es ist Ball im Schlosse." „Da wünsche ich viel Vergnügen! Die "ill'' Zöpfe werden wohl noch dieselben sei it. Hoffnung^ volle Langeweile! Und dazu dieser ausgebaule Schloßlasten, dein man als Symbol die schon!^ Nachtmütze auffetzen könnte! Laß das >tnuNl^ Laibachcr Zeitung Nr. 29. 247 6. Februar 1909. liouen Kronen im Vermöge», während Williain K. Van-derbilt iliit schäbige» fünf Millionen selbst nach Wiener Verrissen beinahe ins Proletariat rangiert. Die übri» ge» Herrschaften, Männlein nnd Weiblein, haben eben-falls alle eine Million, mich Fran Szechenyi-Vailderbilt, die man irrtümlicherweise für eine gute Partie gehalten hat. Zur näheren Auslläluug sei nur noch erwähnt, daß diese Ziffern auf den Selbsteinschätz»nge>l der Herrfchaften beruhen, die mit feierlichen Eiden und merkwürdigen Bnchimge» erhärtet werdeu. Das Ge-»visfen der amerikanische» Milliardäre nnd die Taschen amerikanischer Sleuerbeautteu sind weil uud sehr tief. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Zur Geschichte des Tropfsteines. Von G. And. Perlo. Zu deu dielen hundert Formeu des kohlensaureu Kalkes, die mau iu der Natur vorfindet, gehört auch der vielgestaltige Tropfstein, der eine eigentümliche Auziehungskraft aus deu Menschen ausüben muß, denn uur wenige Besucher vou Tropfsteingrotten lüunen der Versuchung »viderslehen, Stücke abzuschlagen und davon° zufchleppen, um sie zumeist später wieder wegzuwerfen. Durch diese Sucht ist schou manche Grotte ihres schön, sten Schmuckes beraubt worden, und die Führer können nicht geuug die Fremden überwachen, wenn sie nicht die Aussicht auf ein gutes Trinkgeld etwa gar verleitet, sich selbst am Verwüstungswerke zu beteiligen. Das landläufige Vorurteil, daß eine solche Beschädigung nichts auf sich habe — deuu der Tropfstein wächst ja wieder nach — ist unbegründet. Allerdings seht sich an Stelle des verstümmelten Stückes wieder ein "neues Gebilde an, vorausgesetzt, daß der Spalt, dnrch den das Tropfwasser einsickern soll, nicht etwa mittlerweile ver-wachseil ist; aber bis dieses uene Gebilde eine neuneus-werte Größe erreicht, ku'unen unter Umständen Jahr. Hunderle vergehen. Möge deshalb lein zukünftiger Tourist die Pracht der unterirdischen Hohlräume durcy den Raub des Tropfsteinschmuckes zerstöreu, der ofl Jahrtausende zu seiuer Entstehung gebraucht hat und den miu der Mensch in einem Aligenblicke vernichleu saun! Schon die ältesten Geographen haben Höhlen beschrieben, und es wäre sür einen Philologen eine dank» bare Ausgabe, die bezüglichen Stellen aus Homer, Pau° sanias, Slrabo, Herodot und anderen Schriftstellern des Altertums zusammenznstellen, um uachzuweiseu, inwie-fern ihnen die Tropssteingebilde aufgefallen siud uud wofür sie diese hiellen. Allerdings sind die griechischen Höhlen zumeist entweder arm an Tropfstein, oder er fehlt dort ganz; es gibt aber eine berühmte Tropf-steingrotte auf der Insel Anliparos lim Altertum Oliaros genannt), und hier ist die Tropfsteinaustleidung fo reich, daß sie ausfallen mußte. Die Grotte foll aber von leinem Schriftsteller des Altertums erwähut wor° den fein, doch foil man in der neuesten Zeit in der Grotte Inschriften ans dem Altertum gefunden haben, die beweisen, daß sie damals schon besucht worden sei. Die Korytische Grolle im Parnaßgebirge war nicht uur, gleich der Höhle Ehaou nicht weit von Nanplia, dem Pau geweiht, souderu auch der Nymphe Koryka, nach der sie noch henle den Nameu trägt. Andere an Tropfsteinen reichere Höhlen waren dem Zeus, der Demeter uud anderen Göttern geweiht. Die Furcht vor den mächtigen Göttern hielt die Meuschen ab, die Höhlen zn anderen Zwecken zn betreten, als um den Schuh dei Gottheiten zu erflehen oder unier Aufsicht der Priester Mysterien mitznmachen. Wahrscheinlich wagte man sich weit iil das Innere nicht hinein. Es ist deshalb leicht erklärlich, daß die Höhlen damals nicht genau uuter» sucht wurden. Selbst ein Gelehrter wie Pausauias be- wies eine große Ehrfurcht vor den griechischeu Opfer» Höhleu, auch weuu sie Götteru geweiht waren, an die er nicht glaubte. Im Miltelalter waren es die Teufel, Geister, Hexen uud die sagenhasleu Tiergcslalleu, mit deueu die Vollsphantasie die Höhlen bevölkerte, ans welchem Grunde mau auch die Höhleu mied. Damals war Ge» lehrsamkeit eiu Vorrecht nur weniger Mönche uud Alchimisten. Im 16. uud 17. Jahrhundert bcgiuuen sich aber die Gelehrten auch mit den Höhlen zu bcschäf» tigen, und da findeil wir auch den Tropfstein schou er» wähnt. S. Günther stellt in seiner Abhandlung „Über die Entstehung und Altersbestimmung der Tropfstein» gebilde" lim 5. Hesl der Zeitschrift „Himmel uud Erde", 7. Jahrgang, Berlin 1895) Eornelio Magni, einen Go lehrten aus Parma, als einen der ersten unter deu Beschreibern voll Tropfsteingrotteu auf, uud erwähut auch desseu Rundschreiben, das Alhanasins Kircher in seinem „Muudus subterraueus" ^Amsterdam 1678, S. 124) veröffentlichte. Ob diese Priorität nnbestreit-bar ist, steht noch offen. Das Werk von Johann Weichard Valvasor „Die Ehre des Hertzogthums Erain", das im Jahre 1689 iu Laibach erschien, liefert eine reiche Aus. beute von alter Literatur über Tropfsteingebilde. Im 4. Buche „Von den Natur-Raritäteu" Hauses Oesterreich" ihre irrige Ansicht i'iber die Tropf-steinbildullg nnter wörtlicher Anführung folgender Stelle: „In diesem Jahr" l, schreibt der zierliche Meister desselben auf dem 322. Blatt) „nemlich 1348, entstand den 25. Febrnarii, um Vesper, bei hellem Sonnenschein in Oesterreich, Mähren, Hungarn, Kärnlhen und Erain ein grausames Erdbeben, welches 40 Tage gewähr: uud bei 26 Städte sammt vielen Schlössern zerschüttet uud verwüstet. Es wurden Menschen uud. Vieh uuler die Slein°Haufseu der verfallenden Mauern, Tempel uud Häuser begraben, auch etliche Oerter von den nächsten Bergen überfallen, zugedeckt, und von der Erde verschluckt. Eouradus von Meidenberg schreibt selbiger Zeit, man habe ihm, und dem Oesterreichischen Eantzler in Erain etliche Mensch, »ud Viel)°Vild»isse» in einer solchen Musst gezeigel, welche durch eineu Erd. Geist in diesem Sturm angehaucht, erstarret, und zu Sall>Se»leu gewordeu sind." Freiherr von Valvasor hat aber das uicht so auf. gefaßt und führt deu Verfasser durch seine eigene Be» obachtungen ill Kraiuer Höhleu u<1 nl^indun,. Er schreibt: „Da wo das Wasser sich versteinert, mag doch gleichwohl iu 100 Iahreu desselbeu weuig Stein wer-den. Darans folget die Vermuthung, es müsse etliche 1000 Jahre getröpfelt haben, biß von solchen Wasser-tropfe,, ein dicker Stein erwachsen könne." Valvasor hält diese menschenähnlichen Sleinsignren nnr als eineu „Wunder-Schertz der Natur" uud rechnet sie nicht zu den Versleiuerungeu. Wegeu des langsamen Wachs, tllms der Tropfsteine, welches Wort er jedoch nie er-wähnt, führt er als fcruereu Beweis an, daß Iufchrif-leu, die vor achtzig Jahren au den Wänden der Grotte von Lueg eingeritzt wurdcu, sogar au beständig von Sickerwasser überronneneu Stellen noch deutlich les° bar wareu. Um sich aber uicht gegeu die damalige Zeit-slrömnng ansznlehnen, zitiert Valvasor zahlreiche Ge-schichte» von versteinerten Dörfern mit Menschen, Vieh nnd Hausgeräten an, die er Alhanasins .Kircher nach° erzählt, dessen Quelle der Vizekanzler von Malta war. Auch aus den „Afrikanischen Neis-Geschichten eines Engländischen Kaufsmanues" bringt er eine ähnliche Erzählung, um durch einige fromme Sähe die geäußer-teu Zweifel au den zu Stein verwaudelieu Menschen in den Krainer Höhlen wieder wellzumacheu. Sein Narr! — Du hast doch nicht dcn Einfall, mich heute mit unter die Perücken schleppen zn wollen, Lena? Da mi'chte ich streiken." „Nein", sagte sie ruhig. „Nimm Platz!" Sie saß ihm zur Seite, unfähig, die weichlichen Züge ihres Iugendgcnossen in diesem gelbgcsich-tigen, hageren Antlitz nut den wellen falten um Augen und Lippen wiederzuerkennen. Das einst vollgewellte Blondhaar, dünn lag's um die Schläfen, dcn Scheitel freilassend. Die Stirn, häßlich verlängert, war wie ausgedörrt von Tropenluft und heißer Lust. Träge das umschattete ^luge, gelangweilt und gedankenleer. Die Stimme trocken, nur dann noch klingend, wenn sie Empfindungen anderer geißelte, oder wenn die Funken aufglühten, welche uuter der Afche seiner verpraßten Jugend lagen. Helene fühlte, daß ihre Lippen zn zittern begannen. Sie bengte das Antlitz über ihren juwelen-blitzendcn Kicher. Er erinnerte sich, ihr klassisches Profil in früheren Zeiten übermäßig langweilig gefunden zu haben. Fand er es heute, jetzt'noch fo? Der Wuchs war tadellos. Jedenfalls wurde dadurch eine Dosis Langweile ausgeglichen. „Höre, Lena", sagte kl'oleman, sich zwanglos zurücklehnend nnd mit den Stutzohren seines Hun-^'s spielend, „wenn du nicht mit Gewalt einen Mtterwöchner aus mir machen willst — Hochzeitsreise brn!" Der Gedanke, mit diesen: Mann in die Einsamkeit des Zusammenlebens zu ziehen, ließ sie erschrecken. „Ich verzichte", sagte sie, ohne aufzusehen. Fügte aber schneller hinzu: „Es könnte aber sein, daß ich auf einen anderen Entschluß zurückkäme." „Hm? Von welchem Entschluß ist die Rede?" Sie schwieg. Er lachte. „Schmollen? Nun fehlen nur noch Tränen." „Ich möchte dich morgen sprechen", sagte sie, frei aufschauend. „Vormittags! Wirst du kommen?" Wann und wo hätte der Millionengraf Tränen und Leidworte nicht mit einer Handvoll Gold, mit einer Neihe geschliffener Steine sorglos und fraglos ansgeglichcn? Er'richtete sich auf. „Einen Moment!" Und er ging, auf den Klmgeltnopf zu drücken. Sie drückte die Hände fester nm den blitzenden Fächergriff. Diesen Mann hatte ye unzählige Male in Zorn und Ungeduld herbeigesehnt! Und sich in sei-' nen Besitz, an seiner Seite, als ob der Moment nicht zu erwarten, wo er sie als Herr in die Arme schloß. Innere Angst trieb sie vom Dwan auf und ihm nach. (Fortsetzung folgt.) Werk erschien am Ende des 17. Iahrhuuderts, wo der Wunderglauben ganz das Volt beherrschte. hcwall zu Bezirtsuberlommissärcn er» uannt. " Dtaalssubvention.j Wie man uns mitteilt, hat das k. l. Ackerbauministerium dem lrainischen Landes» ausschnsse sür Zwecke der Herausgabe uud Verteiluug belehreuder laudwirtschaftlichcr Publikationen eineu Staatsbeitrag per 400 X bewilligt uud die t. f. Landes» regierung ermächtigt, diese» Betrag dem lrainischen Laudesausschusse flüssig zu macheu. —i-. " jHandclslammerumlaqcn pro N)lw.j Seme Ef/ zelleuz der Herr Leiter des k. k. Haudelsministeriums hat den Voranschlag der Handels- und Gewerbelammer iu Laibach sür das Jahr 1909 mit dem Erfordernisse von 59.924 X genehmigt und bewilligt, daß zur Dcckuug dieses Ersorderuiffes eine Umlage im Ausmaße von 5 ^,, von den Wahlberechtigten des Kammerbezirkes nach Maßgabe der allgemeinen Erwerbsteuer uud rücksichl-lich der zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Unternehmungen nach der besondereil von dieseu zu zah-leildeu Erwerbsteuer eingehoben werde. Die jeweilig vorgeschriebenen Haudelskammerbeiträge siud gemäß tz 21 des Gesetzes vom 29. Juni 1868, R^ G. Vl. Nr. 85, stets zu denselben Termiuen wie die direkten Steuern zu entrichten, welche die Grundlage für die Vorfchrei» buug bilden. —i-. " slfrrichiung ciner Pribatlehrcrinnenbildungs' nnstalt der Ursulincrinncn in Aischoslack.j Seine Er-zellenz der Herr Leiter des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht hat der Porstehung des Ursu» linerinneukonventes in Bischoflack die Errichtung einer Privallehrerinilenbildungsanstall ohne Assentlichkeils» recht daselbst unter der Bedingung bewilligt, daß die Bestimmungen des 8 68 des N. V. G. vom 14. Mai 1669, N. G. Vl. Nr. 62, beobachtet werden, und hat zugleich das Statut samt Lehrplan genehmigt. —i-. " sÄcscjiung ciner Lchreriunenstelle in dem Offi» zicrstöchter»l5rzichunqsinstiiutc in Ddcnburq.j Am ^ffizierslöchler-Erziehnngsillstitute iu Tdeuburg kommt die Stelle einer Vollsschullehrerin zur Neschnug. Be» werberinnen nm diese Stelle müssen die Lehrbesähignng sür allgemeine Volksschulen mit deutscher Unterrichts» spräche besitze», ledig uud in jeder Beziehung sür eine solche Verwendung geeignet sein. Für diese Lehrstelle werden in erster Linie ehemalige Zöglinge des t. u. l. Offizierstöchter.Erziehuugsiustitutes in Hernals, bezw. solche Bewerberinnen, welche befähigt sind, deu frau» zösischeu Sprachunterricht für Anfängerinnen zu crtei-len, berücksichtigt. Die Anstelluug erfolgt zunächst in der Eigenschaft als provisorische Vollsschullehreriu uud wird definitiv, wenn nach Ablauf von mindestens einem Probejahre die Eignung erwiesen wurde. Mit der pro» visorischeu Anstellung siud ein Iahresgehalt von 2000 Kronen, die Wohnung, Kost, Bedienung, Beheizung in nüirn'ü nnd die ärztliche Pflege im Institute ver» bunden. Newerberinueu, welche bereits im Besitze vou Oninguennalzulagen stehen, werden nicht angestellt. Die definitiv angestellten Lehrkräfte des Offizierstöchler» Erziehuugsiustitutes habeu Allspruch aus Altersversor» guilg. Die einmaligen Reiseauslageu vom gegrnwär» «igeu Austellungsorle uach Ödenburg werdeu der an» genommeuen Bewerberin nach den für Ubersiedluugs» reiseu der ledigen Mililärbeamteu der 11. Nangsklasse maßgebenden Bestimmungen vergütet. — Bewerber» innen um diese Lehrstelle haben'ihre Gesuche an das k. li. k. Offizierstöchler-Erziehnugsillftitul in Odeubnrg im Dienstwege ldurch deu vorgesetzten Bezirksschulrat) bis 15. März eiuzureichen. " —i-. — lTpenden.j Herr Fabrikant Karl Pollak hat dem hiesigeu freiwilligen Feuerwehr» uud Nettuugsver» eiue den Betrag von 100 X für desseu Hilfeleistung beim Vraude der Fabrik in Krniuburg gespendet. Aus dem gleicheu Alllasse hat die Versicheruugsgesellschast „Phönix" dem Vereine eine Spende von 100 X zu» kommeu lasse». Ferner hat Frau Ivauka Nebet an» läßlich des Todes ihres Gatten dem Vereine 3« X gewidmet. — sNcschäbiqung mit ciner Milchtanuc.) Vor» gesteru ist ein Maurer ill Uuter-<>i>la nach Ober» ^ka ausgezogeu. Nach einigen Stuudeu kam er zurück nlld riß die iu seiner Wohuuug »och eiugeschlageueu Nägel heraus. Dies brachte seiue gewesene Hauswirtin in solche Wut, daß sie ihn mit einer Milchtanne zu bearbeiten anfing uud ih» auch verletzte. Der Maurer begab sich zum Geudarmerieposten in Uui«ka und verlangte infolge der angeblich erlittenen Beschädign»» gen den Rettungswagen von Laibach. Seiuem Ansinnen wurde insoferue Folge geleistet, als mau ihu mittelst eines Wagens ins Landesspital überführte. —"7^. , — lTanzkränzchen.) Wie bereits g">,eldei, fmd" heule um 8 Uhr abends in den "ün.'''l'äXc..ten d s .Mestlli Dom" eine Ta»zu..Iv') llrn^tvo) hielt am vorigen Sonntag in den Vcrcinslokalitäten seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Vcreinspräsidentin, Frau Franja Dr. Tav^ar, begrüßte die zahlreich erschie» nenen Mitglieder und sprach sodann der Vcreinskassic» rin, Fräulein Antonia Kadivec, sowie der leider erkrankten Schriftführerin, Frau Minka Govekar, ihren wärmsten Tank aus. Die Vcreinstätigkcit lon» zentrierte sich im verflossenen Jahre zumeist auf die Veranstaltung der Ansstellnng „Das Kind", die dann der Opferwilligkeit der slovenischen Kaufmannschaft Laibachs sowie der mitwirkenden Ärzte, Künstler und Schulmänner den besten Erfolg erzielte. Um die Ver» anstaltung gebührt besonderes Verdienst jenen Damen, die die Puppenausstellung ganz nach ihrem guten Go schmack eingerichtet hatten; volle Anerkennung verdient anch die Presse, besonders der „Elovensti Narod", die es an der nötigen Reklame nicht fehlen ließ. Anläßlich der Scptemberereignisse leitete der Verein Geldsamm. Inngen für die Verwnndeten ein und beteiligte sich überdies an der Leichenfeier der beiden Opfer. An den Minister Pra^ek wurde eine Petition abgesendet, für die der Verein binnen fünf Tagen über 6000 Unter» schriften sloveuischer Frauen und Mädchen gesammelt hatte. — An Stelle der erkrankten Schriftführerin, Fran Govekar, berichtete die Präsidentin. Stellvertre» term, Frau Maria Pintar, über die Vereinstätig' keit. Die Ausstellung „Das Kind" erzielte den schönsten Erfolg. Von den drei ansgeschriebenen Preisen für Kuuslbeiträge sprach die Jury den ersten Preis slOO Xj Herrn 6a^a l^antclj, den zweiten (50 X) Herrn Ivan Vavpotic und den dritten s50 X) Herrn Hinko Smretar zu. Die Ausstellung war unter an» derem von der Firma Krupp mit niedlichen Sta» tuetten nach Originalen des Bildhauers Ivan Zajec, von Frau Mantel j und Sever mit kunstvoll aus. geführten Handarbeiten, ferner von Marim Gaspari mit einem lünsllerisch ausgeführten Alphabet nach slo. venischen natioimlen Motiven beschickt worden; überdies hatte Maler I a k o p i <"- Arbeiten seiner Knnstschüler ausgestellt. Der Vereinsausschuß hielt 12 Eitznngen ab. An die Stadtgemeinde lvnrde ein Gesuch nm den Fort» bestaild der slovenischen höheren Töchterschnle gerichtet. Der Verein suchte unter dem Publikum Interesse an der Beschickung der Haussrauenschule iu Wien zu er-wecken, die heuer von zwei Sloveninnen besucht wird. — Aus dem Berichte der Vereiuskassierin, Frl. Anto» nia K adiv e e, geht hervor, daß die Ansstellnng „Das Kind" bei Einnahmen in der Höhe vou 3792 K 99 !> und Ausgaben im Betrage von 1780 X 12 1, einen Reingewinn von 2012 l< 87 l, erzielte. Der Besnch der Ausstellung belief sich auf 4500 Personen ohne die Volksschüler. Die Stadtvertretnng hatte die Ansste!« lnng mit einem Betrage von 500 !< ermöglicht, mäh. rend von der städtischen Sparkasse die Ansstellungs-lolalitäten im „Narodni Dom" kostenlos überlassen worden waren. — Für die Verwundeten anläßlich der Seplcmberereignisse wurde ein Betrag von 1273 K 9" !l gesammelt. Der Verein hatte im ganzen 3515 !< 1 !> Einnahmen nnd 8>»6 X 66 I> Ansgaben, demnach cinen Gebarungsüberschnß vo>l 2708 X 35 l>. — Dem Berichte der Archivarin, Fran Maria Peru 5 ek, zu-folge zählt die Vereinsbibliolhek 2483 Bücher M53 slo-venische, 207 kroatische, 1123 deutsche, unter ihnen 240 Übersetzungen aus slavischen Sprachen). Die Bibliothek wurde sehr fleißig besucht; es wurden 7185 Bücher ausgeliehen. Der Verein unterhielt auch einen Kurs zur Erlernung der böhmischen und der kroatischen Sprache, ersteren unter Leitung des Herrn Por«, letzteren unter Leitung des Herrn Professors Dr. Ile» ^ i 5. Alle Berichte wurden genehmigend zur Kenntnis genommen, wornach in den Ausschuß folgende Damen gewählt wurden: Franja Dr. Tav^-ar, Vorsteherin; Maria Pintar , deren Stellvertretern!; Minka G o -Velar, Schriftführerin; Josefine Kajzclj, dneu Stellvertreterin; Maria P e r u 5 e k, Archivarin; Karla Modie, deren Stellvertretern«; Antonia Kadivec, Kassierin; Iosefine Vidmar, deren Stellvertreterin; Natalie Kermavner, Josefine Podkraj^ek, Anna Ulrich, Vita Z u p a u'-i i?, Ausschußmitglieder. Zu Echiedsrichterinneu »vurdeu die Damen Eaeilia Ko r n n , Hedwig ^ u b i e und Ätargareta Z u pau > <" i»'-, zu Nechnnngsprüferinnen die Damen Minka Ielac'-in und Iosefine Oudcn geivahlt. —>'. — lÖjfentlicher Vortrag.) Dienstag den 9. d. M. unl halb 8 Uhr abends veranstaltet der flovcnische christlichsoziale Verband im großen Saale des Hotels „Union" einen öffentlichen Vortragsabend, wobei Herr Dr. Grud e n das Thema „Die Franzosen in unseren Ländern" behandeln und durch stioptischc Bilder er. läutern wird. — Der Besuch des Vortragsabends wird unentgeltlich sein. — lTclbstmord.l Am 3. d. M. nachmittags wurde der 34jährige Privatier Anton Markovi? aus Karner Pellach, ans dem Gesichte liegend, tot aufgefunden; er hielt noch einen Revolver in der Hand. Bei seiner Leibesdurchsuchung wurdeu nebst einem Varbctrage von 147 lv und etlichen Dokumenten zwei Testamente vor» gefunden, worin der Selbstmörder sein vorhandenes Vermögen seiner Gattin hinterläßt. Das Motiv der Tat ist unaufgeklärt. —<>— __^Warnung vor einem Losschwindelgeschäste.j Wie wir aus verläßlicher Quelle erfahren, wurde in Utrecht nnter der Firma Merckelbach ; Theresia Hromee 20 l>; Maria ^ere 1 X; Ivan Doberlel 1 K; Maria Zavrl 1 >< 2l) l>; Agnes Za» letel 60 l>; Andreas Lesjat, Gastwirt, 1 l<; Ivan Ivane, Fleischhauer, 1 l<; Johann Jäger, Fleischhaner, I l<; Helena Hribar 6l< l>; Knnaj, Fleischhauer, 20 I,; Maria Ianexi^ 1 l<; Agnes Nopiä 1 K; Theresia Jeluitar 10 l,; Josef Preslcr 2 X; Maria Tralnit 40 l>; K. Nadbath 1 X; Heuffel 40 1l; Ktcrl, k. u> t. Feldlvebel, 30 l,; Papex 20 !>; Anton Kvajger 1 X; Rupilil 20 I>; Franz Navljau, Fleischhauer, 40 1>; Toma>i 10 l>; Jakob Gr^ar l X; Anton (5erar 1 X; Dr. Ivan Rupnil, k. k. Finanzsekrelär, 2 X; Anton Dolencc 1 X; Ludwig Tomaži? 1 l<; Rudolf Lorber 1 l<; Franz Budilovsty ! l<; Maria Kos I l<; Pau!i<-3l, !>; Gerdadolnit 30 !>; Toni 2» !>; Ti^er 40 !>; ^tibil 80 !>; Grm 4l» !>; Picelj 40 !>; Karl Gril 2 !<; Jakob Milavee, Oberlondnkteur, 4 l<; Ivan Tnrt 2 «; Vartholomäns Kri/aj 2 l<; Ernst Pipan, Post» l'eamler, 2 X; Maria Danet 60 l>; Familie Triller 4 K; Karolina Premee 1 l<; Maria Hudobilnit 1 l<; Ivan Kova«"-, Schuhmachermeister, 1 X; Leopold Kovad, Buchbinder, 1 X; Ivanka Ecrar, Koutoristil,, l l<; Anton Ostcrc, Ausseher, 1 X; Franz Komalar, Ans» seher, 1 K; Franz Vrhovee, Aufscher, 1 ><; Ivan Ker-xi<-, Aufseher, 1 X; Andreas Kunstclj, Ansseher, 1 X; Anton Ogriuc,.Aufseher, 1 X; Josef Ko^ucrlj, Aus-seher, 1 l<; Ivan Wilniuer, Oberaufseher, 1 l<; Frauc Kunaver, Oberaufseher, 1 X; Anton Hozhevar, k. k. Rechnungsrevident, 2 X; Hinko Priv^ek, Handels» angestellter, 1 K; Franziska Zemme, städt. Lehrerin, I i<; Ivan Bernol 1 1<; Maria Kuttsli-', Sodawasser-erzeugerin, 4<> l<; Maria Zrim^el 1 lv; Paula Koc» mur,'i X; Anna Winhofer, Landesger,chlsratsw!l»oe, 5 K; Alois 6o,;tari.">, 2 K; Anna Lavrin 1 !<; Anton und Maria Prime 4 K; Maria Pajk ! K; Andreas Ta,^kar 3 X; Matthäns ^adnikar, Gastwirt nnd Haus-besitzer. 5 l<; Jakob Vodeb, Schlilral i. R., 2 lv; Maria Rozman 1 X; Matthäus Hubad, Musikdirektor, 2 l<; Maria Rutar, Hausbesikerin, 10 1<; Franziska 7.elez. nil, Private, 5 X; Franz Klinar, Lehrer i. R., 3 K; Boxidar Pav^-u-, .Handelsmann, 2 l<; Rudolf Klop» <^'i^ 40 l>; Andreas Fine 2 !<; Anton Errar 40 l>; Martin Silar 2l> l>; Matthäus Turnar 20 I,; Ivan Kav^ek 1 l<; Alfons Freiherr von Wurzdach 20 X. Zusammen 207 l<; dazu früher an Herrn Piccoli er» legt 60 X, sonach znsammen bisher 267 l<. — lDie Landhausuhr) gibt heute die richtige miltel» europäische Zeit an. Thrater, Kunst und Literatur. — Movenischcs Theater.) Die gestrige Reprise von Masscncts „Werther" wnrde vor nahezu ausverkallflcm Hause gegeben. Im Vordergründe des Interesses stan-den, w,e natürlich, Fräulein 5,ivanlova uud Herr Fiala. Da man seiue Anfmerksamleit in dieser Oper nicht auf sonderliche Vorlommuisse zu richten braucht, ließ man den vollen Reiz des orchestralen nnd des ge» sanglichen Parts auf fich wirken. Speziell Herr Fiala war ausgezeichnet disponiert und befand sich als lyrischer Tenor ganz in seinem Elemente. Sein Werther gehört zu den besten Leistungen, die uns der Küusller 1,!^lil'i ,1,'s-mj,',! Neben ihm hatten am Erslilm' ^ Abends Fräulein 6 i p a n t o v a nnd Herr vou Vnla -kovi^- sowie die übrigen in kleineren Rollen beschäs» ligten Kräfte redlichen Anteil. —n— — lAus der deutschen Theatcrtanzlci.j Heute findet das Abschiedsgastspiel Eugenie Reingrubcr statt. Znr Anssührnng gelangt Schroltenbachs „Der Herr Gemeinderat". Die Künstlerin gibt die Rollc der Lori, eine Glanzrolle, worin sie in Wien sowie bei allen ihren Gastspielen die größten Erfolge halte. — Am Montag tritt Herr Siro Zcrbi zum erstenmale wieder nach seiner Krankheit auf. Gegeben wird die Komödie „Vater" vou Guinon und Nouchinet mit Herrn Zerbi iu der Rollc des „Charles Orsier". Gelegentlich der Erstaufführung dicfcs StückcS anläßlich des Jubiläums Seiner Majestät hatte das Stück mit Herrn Zerbi in derselben Rolle einen außerordentlichen Erfolg. — Wei-terer Spielplan: Mittwoch: „Boccaccio"; Frcitag nnd Sonntag: „Dcr fidele Bauer". — s„Wiener Mode."j Es ift ganz merkwürdig, »vie sehr die Mode in Wien sich vou all den Auswüchsen zu bewahren weiß, die von Paris aus alljährlich ihre Rundreise um die Well machen und so ziemlich überall bediuguugslos Auhäugeriunen finden — seien die Modetorheiten nun kleidsam oder nicht. Einzig und allein in Wien gibt es da immer einen harten Kamps, und dabei wird solange an den unvernünftigen Nen-heilen herumgeforml, bis sie dem Geschmack der Wie» ncrinnen entsprechen und bei aller Konzession an die herrschende Richtung ganz iudividuell wienerisch schön und zugleich unauffällig elegaut wirkeu. Das eben er» schienene Heft lO der „Wiener Mode" bringt eine Fülle derartiger Modelle für Straßen», Abend» und Haus» kleider, daneben kleine Modcnenheiten, schöne Hand» arbeiten sowie ein interessantes Bondoir. Illusion, »».orn. in der Zvl!i-ii von Dr. Franz Witt, Graduale ^chuwr in <>i>ps»ritntiln,« samt Traitus von Anton Foerster, Osferlorium Ucmui» <^< c'<»»iit<>ri Illimiül, von Doktor Franz Will. In der Ktadtpfarrkirche Kt. Zakoli. Tonntag, den ?. Februar um 9 Uhr Hochamt: Messe zu Ehren des heil. Anlonius von Padua in ^-nioll von I. G. ,'jangl, Graduale und Traktus ^ rcud der Präsident die Tribüne verläßt, verbleiben die ^ Abgeordnelen im Saale. Es herrscht andauernde große Beweguug. Abg. List) zieht neuerlich eine Trompete hervor, »voraus es zu einem Handgemenge mit den dentfchen Abgeordnelen tommt, welche ihm die TroM» pete entreißen wollen. Die czcchischeu Agrarier eilen List) zu Hilfe, wobei dem Abgeordueteu Spaces die Kleider zerrissen werden. Die Newegnng dauert cmi i> die Ehrisllichsozialen singen die erste Strophe dcr z Volkshymue, welche den Lärm »ud den Gesang anderer ? Abgeordnelen mächtig iibertönt, und verlassen hierauf den Saal. Die deutschen Sozialdemokralen stimmen das z „Lied der Arbeit" an. Nach einiger Zeit leert sich der Saal laugsam. Wien, 5. Febrnar. Die morgige „Wiener ZeilumV ^ »oird im nichtamtlichen Teile folgende Kundmachung ver« H öffentlichen: „Aus Grund Allerhöchster Ermächlig'Mss ß isl die 18. Session des ReichSrales heule geschllisst'" i »vorden. z Nur uiller dem äußersten Zwange der Verhältnisse ^ ha! sich die Regierung dazu entschlossen, von dcr ihr erteilten Vollmacht Gebrauch zu machcu. Sie hatte vor« her nichts unversucht gelassen, das Abgeordnetenhaus in normale Bahnen znrückznleiten. Zu diesem VchM bot sie dcr Vollsvcrtrctung ein reiches Material zu ersprießlicher schöpferischer Tätigkeit/ die sich halle snichtbriugend gestalten können, und nicht bloß große" BevölkerungSschichlen, sondern auch der staatlichen ^e» samthcil zugute gekommc» wäre. Das bedeutsamc -^'' sorunverl der Sozialversicherung sollte einen Alt del Gerechtigkeit des Staates gegeu die wirtschaftlich Ech»"" Lailiacher Zeitung Nr. 29. 249 ________________________________ft, Februar 1909. chen darstelle,», die Verstaatlichnngsatlion, die öfseill» liche ^ertehrspolitik Nl'u regelil »ud die staatlichen Machluiillcl erhöheil. Eine große Zahl anderer wirtschaftlicher Vorlagen zielte auf die Wohlfahrt ganger ^' Veoölkernng-öllasseii ad »»d würde für weile Gebiete, eine wahre Segensfülle gebracht haben. An all dein ließ sich aber die Negierling nicht genüge». Sie wußte, wie schwer der nationale ^wist in Aohmen anf alle Voller und auf dein Neiche lastet, wie sehr die Bevölkerung friedliche Znslände ersehnt. Die Regiernng gab darum i» sorgfältig vorbereiteten Gesetzentwürfen einen kräftigen Antrieb zn einer Abschleifnng der Schärfen, einer Ausgleichung der Gegensätze. Alle diese heilsamen Anregnngen blieben aber nn> beachtet, oder wnrden in ihrer guten Absicht verkannt. (5s faudeu sich Parteien, die die Zeit, die der nützliche,! Arbeit für Staat nnd Polt' geloidmel sein sollte, mit müßige» Tringlichfeilsanträgen l^rgeiideten, die ge» slisseutlich die Stauung der Werlläligleit des Volks-Hauses bezloeckten. Anch die Einbringung der sprachlich-nationale» Vorlagen, die in der gesamten Öffentlichkeit als brauchbare Verhandlungsgrundlage anerkannt wur» den, hat dem Beginnen keinen Einhalt getan. Es fchien vielmehr, als wäre die Abneigung gegen die sachliche Behandlung all dieser wichtigen fragen unr uoch gesteigert wordeu, denn es folgte» auf wahrhast nicht dringliche Dringlichkeitsaiilräge so unerquickliche Stur»,-s^ene» mit grundlosen Angriffen anf die Negierung und ihre Mitglieder, es enllnden sich die Leidenschaften in so vehementer Art, daß dem ein jähes Ziel gesetzt werden mnßle, sollte das Ansehen des Parlaments im In-und Auslande nicht vollständig untergraben werden. Erst iu diesem Augenblicke entschied sich die Negierung dafür, den Neichsrat zn schließen. Der Schritt war nn» erläßlich geworden, sollte das Parlament selbst vor arger Gefährdung behütet, von ihm das Äußerste abgewendet werden. Es mußte die Möglichkeit für eine Ernüch» teruug, für eiueu Rückschlag zur Vesouueicheit gegebe» werde». Nur das volle Bewußtsein der mit Notwendigkeit eintretende» folgen ei»es Nücksalles kann die Net» tung bewirken. Nicht gegen, f ü r das Abgeordnetenhans hat alfo die Negiernng die Scliließnng der Sessio» er» »virlt. In absehbarer Zeit soll erprobt werdeu, »vie Weil diese Erleuulnis herangereift ist. Dem Abgeordneleu' hause >vird zu diesem Zwecke Gelegenheit gegebe» wer» de», seme Einsicht zu bekunden, seine Schaffenskraft zn erweise», sein Interesse an sich' selbst zu belätigeu. Die Negierung will mit ihrer Maßregel die Um» kehr vorbereiten uud fördern. A» deu Parteien ist es, diese gute Absicht zu vollenden und dnrch anstandslose Rückkehr zur Pflicht, deu Bestand des Vollshanses zn sichern, dessen weiteres Schicksal in ihre Hände gegeben ist. Die Balkaufragcn. Tofia, 5. Februar. Im Negieruugslager herrscht bezüglich der Amiahme des russischen Vorschlages seitens der Türkei eine optimistische Auffassung vor, obgleich die Regierung in der Regeluug der Detailfragen des Vorschlages, bezüglich deren sie sich dem russische» Agenten gegenüber einen Vorbehalt gewahrt hat, »och Schwierigkeiten erblickt. Der „Ve^erna Po^ta" zufolge soll Ministerpräsident M alinov in der gestrigen ge» Heime» Versammlung der regiernngsfrenüdlicheu De» pulierten erklärt haben, die' bulgarische Regierung mache weder anstrophile »och rnssophile, sondern bloß reale bulgarische Politik. Da die gegemvärlige» Interessen Bulgariens mit denen Rußlands, Englands uud ^ranlreichs gleichlaulen, gehe Bulgarien 'mit diesen Großmächten. Sufin, 5). Februar. Die bulgarische Regierung hat sich dahin ausgesprochen, daß die Interessen der Orient» bahnen dnrch das von Rußland vorgeschlagene Arrau° gemeut iu leinen, ^alle geschädigt werden solle» »nd daß die Gesellschaft auf Grund des im gemeinschaftlichen Emvernehme» ermittelten jährlichen Erträgnisses werde entschädigt werden. Konstautiuopcl, 5. Februar. „Schnrai Ummel" zieht iu einen, längeren Artikel ans den, russischen Vor-schlage die Lehre, daß Rußland auf seiue traditionelle Rolle als Protektor der Slaven des Balkan nicht verzichtet. Die Stimmung der Deputierten scheint, soweit dies festzustellen ist, gegeu den russischen Vorschlag zu sein. Hochwasscr. Linz, 5. Februar. Die durch den gestern erfolglen Dammbruch bei Cchwanenstadt entstandene Gefahr ist beseitigt. Die Pioniere rücken heule wieder ein. Karlsbad, 5. Februar. Das Wasser stieg um 2 Uhr früh um 2'/2 Meter über deu normalen Stand nnd Nal am Vecherplah aus, woselbst N'olbrückeu errichtet wnrden. Viele Geschäslssirmen anf der allen Wiese nnd am Markte räumten ihre Läden, doch besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr. Von Eger wurde Hochwasser, gefahr gemeldet. Nürnberg, 5. Februar. Infolge Hochwassers find viele Brücke» weggeschwemmt worden. Anch Verluste an Menscheilleben sind zn beklagen. München, 5. Februar. Zahlreiche Meldungen lasse» ans ei» rasches Anschwellen des Mains u»d seiner Ne» be»flüsse, >owie der Donan schließen. Prag, 5. Februar. Um halb 12 Uhr vormittags schnellte der Wasserstand der Moldan, nachdem sich das Eis in, Weichbilde der Stadt iu Bewegung gesetzt halle, anf 292 Zentimeter über dem Normale empor. Das Waffer ergoß sich infolgedessen in einige tiefer gelegene Gaffen, wo einzelne Wohnungen unter Wafser gesetzt wnrde». Um halb l Uhr begann das Wasser zu sinken. Villach, 5. febrnar. In der Strecke Hieflau-Eisenerz wnrde heute der Gefamtverlehr wieder aus» genommen. Wien, l>. Februar. Die Staatsbahndirettion teilt mit: Die Verkehrsstörung zwischen Linz uud Atlnaug-Pnchheim ans der Strecke Wien-Salzburg wnrde bereits behoben und der gesamte Verkehr wieder ausgenommen. Wien, s>. febrnar. Die Strecke AmstelteN'Selzthal ist für de» Gefamlverlehr wieder eröffnet. Prag, 5. Febrnar. Hellte vormittags begann vor dem hiesige» Schwnrgerichte die Verhandlung im Pro» zesse des Abg. Dr. Karl Ornohorsky, eines Mitgliedes des Prager Siadtrates sowie mehrerer Mitglieder des Verwaltnngsrates der vereinigten Prager Wasserwerte gegen den Zeniraldirektor der Prager Eisenindustrie» gesellschasl Wilhelm .^estrauek nnd den verantwortlicheil Redaklenr des „Prager Tagblatles" Gustav Horn wegen zweier in, vorigen Jahre im „Prager Tagblatt" veröffentlichten Artikel ttestraneks, welche sich mit der Vergebnng der Liefernng der Röhren für die verewigten Prager Wasserwerke befaßteil. Sarajevo, 5. Febrnar. Die Laudesregieruug berief für Montag eine Enquete aller Koufessiouen nnd Partei-lager ein behufs Entgegennahme ihrer Ansichten nnd Wünsche hinsichtlich der küuftigeu Laudtagsorduuug. Deželno gledališce v Ljubljani. V nedeljo, dne 7. februarja 1909: Št. 71. Za ložo nepar. Opora v štirili dcjanjih, po noveli P. Mèrimèea. Spisala II. Meilhac in L. Ualcvy. Uglasbil Georges Bizet. Zaèetek ob 3. Konec ob 5. Št. 72. Par. V**o*L» «la. Veseloigra v treh dejanjili. Spisal V Steel). Poslovenil in priredil M. Plcšlco. Zaèctek ob Va8. ' Konec ob 10. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am 4. Februar. Johanna Sprcil)er, Lulomotiv» fi'lhrclsgllttm, 68 I,, Noseiissasse 3, ^rtoiis.8cloro8i8. — Johann «astclic, Ärcmscrssohn, ti Mun., Icnlogasse 10, kmei-oe»,-tui-il.liL. — Johanna Matlomc, Äam„cistcrsgattin, ^4 I,, SaNocherstraße 11. ckleinomk utori. Im GarnisonssftitaIc. Am 5. Februar. ?lnto„ Nlnnn, k. n. t. Infanterist, 22 I., Vlutzcisrhuns,, Hcrzläh,"ung. China-Wein mit Eisen Hygienische Ausstellung Wien 1900: Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. Appetitanregendes, nervenstärkendes und hlutverbes- serndes Mittel für Rekonvaleszenten rr= — ¦— und Blutarme von ärztlichen Autoritäten bestens empfohlen. Vorzüglicher Geschmack. Vielfach prämiiert. Über 6000 ärztliche Gutachten. J. SERRAVALLO, k.u.k. Hoflieferant, Trieste. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scchühe 306 2 in. Mittl. Luftdruck 736 0 ium. ' ^A. N. 780-1 6-0 N. schwach bewölkt "' 9 U. Ab. 729 6 b 0 SW. schwach »^__. t'l 7 U. F. 729 2 16 NO. schwach heiter ' 0 d Las Tagesmittel der gestrigen Temperatur 2 9'. Nor» male -12°. Wettervoraussage für den 6. Februar: Fur Stcirrmark. ttärntcn, Krain und das Küstenland: Wechselnd brwüllt. lebhafte Winde, zunehmenbc Temperatur, unbestinunt, unbeständiges Wetter, Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der t, t. Ttaals-Obcrrcalschule.) Lage: Nürdl.Breite 46" 03'; Östl.Lange von Greenwich 14« 31'. Vcb cube richte: ?lm 31. Jänner gegen 2 Uhr in Pridrassa lDalmaticn) starter Erdstoß. - Am 3. Fcbrucu gegen 7 Uhr 52 Min. in Injce heftige Erschütterung. Die Bodenunruhe hat vom 5, auf den 6. Februar neuerlich abgenommen. Kinematograph Pathc (früher Edison). Progr.am tx\ vom 6. bis 9. Februar 1909: 1.) Der entwischte Dieb (komisch . -- "i« Saui-tätslmndo (Drama, Naturaufnahme). — Skloptlsohe Bilders Panorama auB Laibacb, 5 Bilder, Wald unter Tivoli. -- H.) Traumelixier (komisch, koloriert). — 4.) Gestörtes Familienfest (sehr komisch). Zahvala. Za izraženo soèutje in darovane vence, za èasteèe spremstvo, zlasti pa prijateljem peveem „Glasbene Matice" za ginljivo v sree segajoèe petje se iz dna duše zahvaljuje Jerman in Novakovi. Ulsclialls-Clqj Jq toaie-fS O! HO Ba??"CJOl HO H*xPlflP D. Ball-|jClllC u- *"Oul ILC MyS5'ell0ßijClliC Wemire-^jClul/ f'U' Vl,,scn uud Nobeu in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, wei,M u. nnblgci "Nvuusdor^-goiüo" von K 13^ bis l^ ^4 50 per Met,r. — Franlo uud schon verzoul ins Haus. Muster umgehend. Laibacher Zeitung Nr. 29. 250 6. Februar 1909. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 4. Februar. Kaiser, l. k. Oberst; Noval, Jurist. Görz, — v. Schreittern, t. l, Oberstleutnant; T>r. Fridctzlo, Privat; Ziffer. Privat, s. Frau; Augcnfeld, Kfm., Trieft. — Milic. l. l. ?lssistent, s. Frau. Abbazia. — Lemairie, Oberinspektor, s. Tochter, Sarajevo. — Rodiger, kgl. Seltionsrat, Fiume. — Dürina., Privat, s. Familie, Düsseldorf. — Nuß-baumer, Privat, Frohsingen. — Hrouath, Kfm,, Marburg. — Iellinel. Kfm., Innsbruck. — Baronin Minutillo, Privat, Wildcnegg. — Cunott, Vertreter, s. Frau, Hof in Kram. — Oset, Vertreter, f. Familie. Cilli. — Königstein, Privat, s. Tochter; Graf Corinstu, l. k. Kämmerer, s. Diener; Nosscha, Hirschcnsohn, Grundtncr, Plan. Stern, Felder, Kflte, Wien. — R. v. Spinten, Ingenieur, Marburg. — Zwieback, Kfm.; Schober. Postbeamter. Graz. — Lmardi, Kfm., Wr.Neustadt. A m 5. Februa r. Kinzel. t. u. l. Hauptnmnn; Lesser, Kaschla, Kftte.. Oraz. — Groß. Kfm, Troftpau. — Braun, «fm., Budapest. — Schcer, Kfm., Rovigno. — Schlunter, Kfm., St. Ialob. — Tibilctti. Kfm., Fcldlirchen. — Weih. Kfm.. Prag. — Knafel, Kfm., Dresden. — Hagar, Privat. Moistrana. — Äljaz. Pfarrer. Lengenfeld. — Wöoer, Seidl. Schuhart. Nachwalsty, Varan, Schuller, Gibian. Novat, Metzl. Loh. Pollal, Novotny, Rupenil, Pleiminger, Fischer, Kowäcs, Kftte.; Tähne, Wien, Landestheater in Laibach. 74. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Samstag den s Februar Abschiedsgastspiel EugenieRein gruber vom Raimund» theater in Wien. Voltsstück in drei Alten von Heinrich Schrottenbach. Anfang um '/,« Uhr. Ende '/.l0 Uhr. 75. Vorstellung. Ungerader Tag. Montag den «. Februar I9tt». Zum zweitenmal: U a t s 57. Kamüdie in vier Akten von Albert Guinon und Alfred Vouchinet. Ein gutes Hausmittel. Unter den Hausmitteln, die als schmerzstillende und ableitende Einreihung bei Erkältungen usw. angewendet zu werden pIlegeD, nimmt das in dem Laboratorium der Dr. Richters Apotheke zu Prag erzeugte Liniment. Capsioi oomp. mit «Anker» (Ersatz für «Anker - Pain - Expeller») die erste Stelle ein. Der Preis ist billig: 80 h, K 1 40 und 2 — die Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. (3781a 4 — 4 Konditorei und Kaffee Hüls Midi, [« Kongressplat? 8 empfiehlt täglich frische MMAien Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 5. Februar 1W9. Tie notierten ltursc verstehe» sich in Kronenwähruna,, Tic Äolierun^ sämtlicher Allicu »»d der »Tiversrn Lose» versieht sich pcr Slücl, Oeld ! Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/» lonuer, steuerfrei, Kronen (Wai «uv,) per Kasse , , 9405 94 25 delto <^äim,IuIl1 per Kasse 94 «5 94 25 4 2"/„ ü, Vi, Noten 97 85 98 05 ,860er Staatslosc 500 f>, 4"/„ ,5525 15925> ,8!!0er ,, 100 II, 4"/„ 213 7l> 2l7 75 ,«»'.4er ,, 100 fl, , 26425 268^5 1864er ., 50 fl, , . ,2«4 2b!l!e»2!'! Tom-Pfanbbr, il ,2« fl. 5"/„!z90 — 291 — Staatsschuld der im Rcichörate vertretenen Königreiche und Länder. Ocstrrr, Guldreitte stcuerfr,, Void i per Kasse . , , , 4"/„ H475 1>4'95 Ocsterr, Rente i» Kronenwäh^, steuerfrei, per «asse, 4"/„ «14 10 9^80 dctiu per Ultimo , , 4"/„ 94-10 !)4-3<> Oest, Inucftitiuns-Nente, steuer-! frei, Kr. per Kasse 3>/,°/<>i 84 45 84 65 Elstüvahn» Otaatsschulduerslyreidungen. «tlisabetli')'ahn i, O,, steuerfrei, zu 10,000 fl, , , , 4"/„ — — — — Franz Ioseph-Äahn. in Siller i ,div, Lt,> . , , 5'/<"^lik-40 119-40 Galizische Narl lludwig-Äahn ^ ! ,div, St,) «ronen , 4"/„! 9490 9595 Rudolf Bahn, in ttruneuwühr,! steuerfrei, ldiv. Et,) . 4"/^ Y5 5V 96 50 Vorailberaer Vahn, steuerfrei,! 400 und 2000 Kronen 4"/„ 95 10 96 10 l i Zu Ttaatsschuldverschrei» bungen nbgcstcmpclte Eisen» bahnAttien. Elisabeth «ahn, 20« fl, K, M, 5'^"/., von 400 Kronen , 454—456 50 dettu Linz-Vudwris 200 fl/ ü, W, in Sicher, 5'/<"/n . 426 — 428 — detto öalzbura-Tirul 200 fl, S. W, in Silber, 5"/« . . «22 — 425 — Krcmsial-Bah» 200 '»id 2000 Kronen, 4"/».....!i8S—!191 — G«'Id Ware Bon« Tlaalc zur Zahluiiss übeiuomnitue Eisenbahn» P, ioritätöOblinatillucn. Vühm, Westbahn Em, 1U!'5, 400, 200«! u, 10,00« ttroncu 4"/n 95-75 96 75 (ilijabeihNahn «00 u, 300« W, 4 al> ln v„...... 115 15 116 15 Elisabeth Nah» 400 u, 2000 M, 4"/„........ l,475 115-75 Ferdiuands-Nordbahn lim, 1886 9575 96 75 detlo Em, N»«l 95 75 li675 Franz Ioseph-Bah» Em,1«84 (biv, Tt.i, Tilber, 4"/« , 95 «0 9K90 Galizische Karl Ludwig-İhn ,div. Et,,. Lübrr, 4"/„ . 957« 9670 Una-ValizBah,, 2M» fl, S, 5" „ 1< 4— 105-- - dc«0 400 U, 500» X ^'/2"/» 8530 86 3« Vorarlberss« »ahn (!m, 1U8! (div, Lt,), Silber, 4",„ , 95 5« 96 5» Staatsschuld der Läuder der ungarischen iirone. 4"/„ unss, Goldrcnlc pcr Kasse , 11060 11080 4",« detlo per Ultimo 11060 NU 8<> 4"/» »nss, Rente in Kronenwähr,, steucrsrci, per Nasse . , 9l i« 9l 30 4"/„ detto per Ullimo 91-10 91 3« 3'/,"/,, de«o per Kasse . 81-^ 81 40 Ung, Prämienanleihe il 100 fl, 189' ,193- detto k 50 fl, l89 -!193 - IhüiN-Ren-Uole 4"/„, , , , l43—,147 - 4«/n lliig, Orund 'tl,.Oblia, . !12 45 98 45 4"/„ troat. u, sla Grundentl, Obligationen , . . , 93— 94 — Andere öffentl. Nnlehen. Vusn, Landesanlehe» (div,) 4"/„ 91-20 922« Bos», hcrcess, (iijcnb,-Landes- «nlehen sbw,» 4>/2"/>, . . »7 40! 984« 5"/,. Donau Ness,-Nnlehen 1878 ,03 20^i«4 20 Wiener Verlehrsanlehc» 4"/„ . 95 70^ 9«, 70 dclto »900 4"„ U5 70 9»! 7<» Anlehen der Ctadt Wirn , , ,i»i-15 dc«o (Vleltr,, u, I, 190« 95 2" 96 20 delto (Iüv, A,'U. I. 1902 9545 96 45 detto v, I, »908 , . . !»5 40, W >5 Vörsenbau Anlehen verlosb. 4«/„ 95,U<'^ 96 »0 Rnssiichc Staatsanl, u, I. 1906 ! f, 100 X per Kasse . 5"/n 9« 85 9730 detto per Ultimo 5"/„ 96 75 972» Vulss, Staats Hnpothelaranlehcn 1892......6"/<> 120 20 I2l 20 Gelb Ware Vula, Llaals Goldanlcihe 190? f, 100 Kronen. . 4>/,"/<, 87 1« 8« in Pfandbriefe usw. Vodcnlrcdit, allss, üslvrr,, in 5>n Jahren vcrlosbar , 4",„ 94l«! 95lU Vühm, Hypothelenb,, vcrl, 4"/„ W<0 97.!,', Zentral,'Bud,-ttrcd,-Vl,,üs«err,, 45 Jahre verl, . 4'/,"/« ,01 — !i02 - etto 65 !f, vcrl, , , 4"/„ 96 5« 97 50 Nred, Inst, üsterr,,s, Veil,-Unt. u, öffcnt,, Arb, «at, >V 4"/n 94 25 95 25 Landcsb, d, iiünissr, Galizicn u, Lodom, 57> , I, riissz, 4"/n 9325 94 25 Mähr, Hnpothclenb,, vcrl, 4°/„ 96 25! 9? ^5 «, üsterr,Landcs-Hhp,-Vlnst, 4"/„ »650^ 975,0 dcttuinl,,2"/nVr,ver!,3>/,"/., 88-! 8!»- dct!°n,.LchnIdsch,verl,.'lVi'V>, «»'-! «« ^ del!« veil.....4"/„ 96-25 9?-2l> Ocsterr, uiig, Vanl, 5« Jahre vcrl,, 4"/„ «, W, ... 976« 98 NO delto 4«v, Kronen W. . . 987«, 9970 Spar»,, Ersteost,,!>o I.!vcrl.4°/n 99- —- - Eisenbahn-Prioritäts-Obligatioucn. Oefterr, Nordwestbahn20«fl. S. 104-< — - Llaatsbahn 500 Fr.....39« - ,4«9 - Nüdbah» -1 3"/„ Iänner-Iuli 50" Fr, ipcr St.) , . . 2«6 50 26» 50 Südbahn il 5'7„ 20« fl, L, 0, G, 11915 12» 15 Diverse Lose. 5O27, 50 5"/n Donau Renul.liose 109 ,1, U60'- 26U0 fl...... 463->473- - ,l5!an,Lule l« sl, K,-M, , , 144— !54- Ofcncr Lose 4« sl...... 225— — - PalfjuLose 4« fl, K-M. , , >95 — 205- Rutcn Krcnz, üst, «es, u,, 10 fl, 5l 75 5575 Roten Nrcuz. una, Wes, v,. 5 fl, »neo, 32 «ü 25 186 25 d00f>,K,-M. 2790 — 2800- detto (lit, N) ^'00 sl, per Ult. 103« — l«38-Donau Damp!jchi!!ahr>s Ocs,.1., l, t, priv,. 500 !l, K,M, , 935'— 942 — Dnx.Ä>ide!!l,achrrEiicnb,400Kr. 548— 552- Fcr'dinand« Nuldb, 1000 sl, KM, 5lU0 — 5140 -Kaicha» Oderlierncr Eisenbahn 20« fl, V....... »57 — 859 Lemb, Czcr«, Iassu-Elsl'nbahn- Gejellschaft. 2»« sl, S, , »53— 556 — lilohd. üstrrr,, 40« Kronen . . 423— 426 — Ocstcrr,Nordw!'stbah!!,20»sl.L, 449— 4,',!- betto !>!l, l!) 200 ll, T, p, Ult, 44» — 45050 PranTuxerliiscnb, >0Nsl,abnst, 217— 21«- Ntaatöcisenb, 200 sl, L, per ll!t, «74 75 L7575 Nübbahn 20N sI,S, per Ulümo 104 25 w5 25 Sübnurdbcnljche Vc>hinbunn«b, z 200 s,. »,-M..... 396 90 397 90 Transporinclcllschas!, inlcrnat,, A, «,, 200 Kronen , , . 110— 120-— Unaar, Weslbah» (Raab Graz) 200 sl, V....... 408— 4,0 - Wiener Lnlalb.-«lt,-Ges, 2«0 - Vantcn. NnssloOlsterr, Banl. 120 fl, , 294-75 295 75 Vanlverci», Wiener, per Kafse —'^ - -^ belto per Uüimu 5,24-35 525 35 «'Ude»lr.-A»st,,allss, üst.üooKr, >0?>6 — luun - ^je„tr. ilwd, Krcdbl,,üsl.,20«Il. 52U — 528 — Kicditanslalt siir Handel und Gew,, 320 Nr,, per Kasse . «33 5.« 63450 delto per Ultimo 034 75 5,5, 75 Nredilbanl. un„, all,,,, 20« Kr. ?43 — 744 - Dcposilenba,!!. all«, , 20« fl. . 457— <58 -(tolompte - Gesellschaft. nieder- üsterrcichifche, 400 Kronen 601— «n» 5«, Oiro- n, «asscnv,, Wr,, 200 fl, 444— 44» — Hhplllhelcnbl,, ilst,, 200 Kr. 5"/« 285— 290 — Länderba»l,öst,, 200 fl,,p, Kasse — —-- bcttu per Ulümo 43925 44U25 «Nlcrlür». Wcchselstub, 'Alticn- «cscllschllft, 200 fl, , , . 603 — 607- Ocsterr, !>»»,Vanl, 1400 Kronen 1739— 1749 - Unionbanl, 20« fl..... 540 75 54! 75 Unloubanl, böhmische, 100 fl. , 245 50 24N-5« Ncrlchrsbanl. allq,, 14« fl, . 33»-25 340-25 Gelb Ware Industrleunternchmunsscn. !iw»ste!cllichafl, allstem, öslcrr,, ' U>0 ll........ >72 - 176 — Vrüxc, Nohlenbergbau-Gescllsch. 100 fl........ 698 - 702 — (tiscnl,ah!wel!thrs-Anst,,Usteri,. ,00 f,........ 410- 412 äO Cisc,lba!»»u,-Leiha, erste, 100 fl, 208' ^»9 — «ltlbcmuhl», Papierfabrik »nd !lril, 400 Kroncn , !'!!5— !0«0-— Licsiüsscr Ü0 sl, , , 22!s>0 223b0 Montan Wcs,. üst. all!!>,c, lOOfl, «2>< 75 6297b »Poldi-Hnüc., Tienl'lnnslstahl- F, «lt-Wefellichaft. 20« fl, 415— 4L1'— -Praqer Eiscnindustiiencsclllchaft ^ 200 fl........ 2375 — 2385 — i Rima - Mnranl, Salno Tarjaner Eüenw 100 f!..... 52!»- 53l» — Salno Tarj, Steinlohlc» 10» fl, 58« — 5825,0 .Sch!UnclM!!hl.,Papicrf,,2»0fl, 302— 30«-— »Lchodnica., N-l«, für Pctrol,- Anbnstri!-, 5>s>l> Kroncn . 427'— 487'— »Stclirrrmühl». Papicrsabril u, VcrIa>Ms,'sllichast , . , 422'— 430' — Trifaücr «ohlcnw, Gcf, 70 fl. 272— 275 — Türt, Tabalrcaieaes, 20« Fr. per Nasse....... —- — — dctto per Ultimo »29— 83l'— Wafscnf, Gcs,, LNcir,, 10« fl, , 608 - 611 — Wiener Äa»ne>sl>!chaft, >«« fl, <5l— 152 — Wicncrbergrr Ziesself. Äll, Ges. 690- 700— Devisen. Kurze Eichten und Schecks. Amsterdam ,,.... l«835' »98 «0 Deutsche Vanlplähc , , , . l16!»0 117 10 Ilalienischc Va»lplä!)e . . . 9462 94 !»5 London........ 239 85 240 15 Paris......... 9525 !'5.42 St, Petersburg...... 25 l- 252 — Mrich und Uasel..... 95 22 95 »5 Valnten. Tnfatc»........ 1135 1140 20-Franlcn-Llüclc..... 19 «6 19 0!» 2«-Marl Stüclc...... 23,42 21! 4