Nr. 266. Dienstag, 19, November 1907. 126. Jahrgang. Lmbllcher Zeitung VrännmerationSprtl»: Vtit Postuet< c ndu ng: ßanzjöhrig 3« li, halbjülmg lb k. Im «unlm : ganzjährig , W Ü, !>albjäl,r!g 11 li. Für die Zustellung in! Hau« ganzjährig 2 X. — Instrtionegtbühr: Für llelnr Inserate b<« zn 4 gellen 50 b. grsßere p«r Zeile 18 ki bei öfleren Wiederholungen per Zeile 8 k. Die »Lalbacher Zeiiuxg» erscheint täglich, mil Nusnahme txr Sonn« und Feiertage. Die «dminiftratio« beiuid,« jich «iongreßplah Nr. 2, di« Mebaltion Dalmaiingasse «r, 1«. Shicchfimiden der «rdaltion vun 8 bi« l<, Uhr dor. mittag«. Unfranliertr Brie'e werde,, nicht annenommen, Manuilrivte nicht zurüeminia,n P a risini nnd Jakob Sbisa des Landesgenchtes in Triest zn Landes gerichtsräten für das Landesgcricht in Triest ernannt. Der Justizminister Hal den Gerichtssekreuir bei dein Lmrdesgerichte in Graz K^arl Ritter von V i schaff zum Landesgerichtsrate in Klagenftirt er-nannt. Der Justiz minister hat den Bezirksrichter in Nischoflack Georg ^ n in e r zuni Landes^erichtsrate und BezirkSgenchts-Vorfteher uiiter Velassun^ an seinem Dienstorte ernannt. Der Iustizininister hat den Gerichtssekretär Josef eiße Lnis Göhring nnd vierundfünfzig ist meine Dienstnnnnner. Als ich Soldat wurde, war ich ein großer-, unbeholfener (5>esell von der NaulM Alb/so stark wie ein Pferd und zweimal so gesund. Das Militär machte aus mir einen Nimm, als ich nach drei Jahren in mein Heimatdorf zunickkam, sah ich so kräftig wie früher, nur viel schlanker nnd hübscher aus — wenigstens Meinte das meine Mutter. Dann wurde, ich Schutzmann. Zuerst hatte ich in Talburg das Viertel der kleinen Häuser, der Arbeitergegend, zn bewachen — ein leichtes Ge^ sci>äft, das nui^ Sonntag abends zu schaffen machte, aber in bezug auf Trinkgelder auch nicht sehr eiw ^niglich war. In der ersten Zeit war ich noch so unschuldig, daß ich an solci> Dinge gar nicht dachte. Nenn ich einmal einem spät nach Hause kehrenden ^lx'mann durchs Fenster, l)alf, weil er, den Hausschlüssel vergessen, und er mir dann fünfzig Pfen-uig scl)enkte, so schämte ich mich fast. Der, Dienst war lvie, gesagt leicht, die Nächte ruhig, nirgends ein ^inbrecl>er oder- Dieb, nur hin und wieder die ^traheiiiungen, die Steine wcn-fcn. Das alles wurde mit einem Mal anders, als wir d war also nicht möglich, auf der Runde zu schlafen und seine Pflicht gleichwohl zu versehen. Doch hatte die Sache auch ihre guten Seiten und das nicht nur hinsichtlich der Trinkgelder. Der Bezirk bot mehr Unterhaltung- jedes dieser Häuser hatte mehrere Dielistinädchen und gab zn jeder Stunde der Nacht, besonders im Winter, Gesellschaften und Bälle, daß man sich nie langweilte. Selbst ein Wäscher, der auf seinen Fahrgast allzulange warten muß und deshalb schlecht gelaunt ist, ist m kalter, Winteruacht bessere Gesellschaft al5 gar niemand, luenn man von seinem Rundgang todmüde ist und auf die Ablösung wartet, die aber vor mindestens zwei Stunden nicht eintreffen wird. Die Dienstmädchen kannte ich wenigstens vom Sehen gar bald, uud es waren hübsche, freundliche, liebe Dinger; lange wußte ich selbst nicht, welcher ich nliter ihnen den Vorzug geben würde. Endlich aber kam ein Mädelien zu Herrn Stadtrat Siebrecht in Dienst, und sie--------aber das ist eben meine Geschichte, so Null ich vorn, vom Anfang unserer Begegnuna. anfangen. Sie trat mit einem Hund, einem jnngen, kaum secho Zoll großen ^orterrier aus dem Garten des Stadtrats auf die Straße, und der kleine Kläffer begann um nieine ^yüße herum zu springen, zn bellen und zu beißen. „Entschuldigeil Sie, ivräulein," sagte ich, wie um mich ihr bemerkbar zu machen, „der Hund Hai ja keinen Beißkorb." „O, er wird sie gewiß nicht beißen!" antwortete sie lachend. „Vielleicht nicht," erwiderte ich mit ernster Dienstmiene- „aber es ist meine Pflicht, ihn nach der Polizeistation zu, führen," und schon streckte ich die Hand nach dein kleinen Huudevieh aus, als ob mir diese Drohung ernst lväre. „Ach," rief das Mädchen betrübt, „Sie lverden doch nicht so grausam sein!" Unterdessen hatte ich sie von Kops bis zu den ^üßen gemustert, natürlich nicht mit dem Auge des Polizisten, sondern einfach des jungen Mannes; ich muß allerdings gestehen, daß ein Schutzmann, der seinen Dienst kennt, sich leicht angewöhnt, die Leute aUe rasch zu beurteilen, und ich erkannte, daß ich den Spaß etwas zn weit getrieben härte. „Diesmal soll's noch hingehen, ^räulem." versetzte ich, „um so mehr als ich sehe, daß Sie noch nicht lange hier sind lind vielleicht das Verbot ütx'r das ivreilaufelilassen der Hnnde nicht kennen. Aber Sie kommen von der Alb, nicht wahr?" „Aber nein!" rief sie. „Woher wissen Sie dasV" Ich hatte anfs (.^atewohl ihre Heimat nach der Alb verlegt; es ging aber nicht au, daß ich mein ProfessioilsgeheilNiils so leichthin verrate. „Wir von der Polizei wissen alles!" versetzte ich mit der Miene des alle Rätsel lösenden Detektivs. „Wenn Sie das nächstemal den Hnnd wieder an die frische Luft führen, so stecken Sie einfach seinen (<>)e-burtsschcin in die Tascl)e. Das Verbot bezieht sich nicht auf Hunde unter sechs Monaten. Guten Morgen!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 266. 2482 !9. November 1907. mittleren Linie uierde abdränge»!, lassen. Tic Frag sei nur, ob die parlamentarischen Verhältnisse, die einen solchen Einfluß ans die Negierung gewonnen haben, daß sie die Vertreter der ertremen Richtung ill das Ministerium aufnehmen mußte, nicht eineu derartigen Druck ausüben werden, daß es dereinst unmöglich sein wird, die Richtung der mittleren Linie einzuhalten. — Das „Fremdenblatt" begrüßt os mit Genugtuung, daß Freiherr von Beck betont habe, er sei fest entschlossen, an der Ausgleichung der Gegensätze ii, diesem, Staate zu arbeiten. Die Industrie Österreichs würdigt es dankbar, daß die zähe Unermüdlichkeit des Ministerpräsidenten und seiner Mitarbeiter die Schwierigkeiten, die sich dem Ausgleichsabschlusse entgegenstellen, zu überwinden, wußte, und so konnte der Präsident deo Bundes österreichischer Industrieller unter dem stürmischen Aeisalle der Festversammlung erklären, die österreichische Industrie betrachte die Vollendung des Ausgleichswerkes als eitlen monumentalen Denkstein der Tätigkeit des Ministerpräsidenten mit, unvergänglicher Dankbarkeit. Aus Budapest, 1 (l. November, wird gemeldet: Der „Pester Lloyd" hatte gestern die Meldung gebracht, daß sich die Kroate n in U n g a r n und die ungarländischen Nationalitäten nu't den S ü d-flav e n i n >Ö st e r r ei ch verbunden haben, nm die Schaffung eines Großkroatien anzustreben. In der gestrigen Konferenz der Kroaten und der Nationalitätenabgeordneten wurde erklärt, daß diese Nachricht unrichtig sei. Nuu schreibt der „Pester Lloyd": Das Dementi beruft sich auf die prinzipielle Opposition, die die Partei dem Trialismus und dem südslavischen Länderkompler. entgegenseht. Dein Klub der Nationalitätenpartei gehört bekanntlich eine starke Anzahl slovakiicher Volksvertreter on. Tie gesamte ungarische Öffentlichkeit war Zeuge, wie sich vor wenigen Tagen die Süoslaven. die Ruthenen und die Ezechischradikalen im öster reichischen Neichsrate als Schutzherren der Abge ordneten kroatischer und slovakischer Nationalität aufspiclteu. Der Zusaminenhang und Zusammenhalt existiert also nnwiderleglich und läßt sich mit einem Dementi nicht aus der Welt schaffen. Finanzminister Dr. v. >l o rytowski hatte cine längere Konferenz mit dem Vankgouverneur Dr. v. Vilin c> k i und dem (Generalsekretär von Pranger. Das „Fremdenblatt" meint, das; in erster Linie die Rückwirkung der Ereignisse auf dem internationalen l^'ldmarkte auf die heimischen Geldverhältnisse den (Gegenstand dieser Konferenz gebildet, hat. Auch sei die Annahme naheliegend, daß im besonderen die galizischen Kreditverhältnisse einer Erörterung unierzogen worden sind. Die Kre ditverhältnisse in Galizien sind schon seit längerer Zeit in den wirtschaftlichen Korporationen des Landes, namentlich in den Handelskammern, besprochen worden. In diesen Verhandlungen wurde dar- ?auf hingewiesen, daß die heutige Geldknappheit in Galizien vielfach schwerwiegende Nachteile mit sich bringe und dringliche Maßnahmen erheische. Aus Kairo wurde ein daselbst laufendes Gerücht signalisiert, wonach dein Generalgouverueur von Tripolis seitens der Pforte die Weisung zugekommen wäre, Vorbereitungen für einen Besuch zu treffen, den der dents ch e K aiser gelegentlich einer Kreuzung im Mittelmeere in nicht ferner Zeit wahrscheinlich auch in Tripolis und Benghazi inachen werde. Auf eine Anfrage der „Pol. >lorr." an ihren Berichterstatter in Berlin geht diesem Blatte die Aufklärung zu, daß an dortigen unterrichteten Stellen von einer Absicht Seiner Majestät, nach Tripolis zu reisen, nirgends das mindeste bekannt ist. Es handelt sich offenbar um eiuc jener Kombinationen, wie sie im Zusammenhange mit der Reise nach Korfu, ja schon seit längerer Zeit getrieben werden, und zu denen uuter anderem auch die Behauptung gehört, Kaiser Wilhelm wolle das Vi-lajet Janina besuchen. Der Kaiser hat nie an einen derartigen Besuch gedacht, wie ja auch der angebliche Besuch vou Janina in der deutschen Presse bereits vor vierzehn Tagen dementiert worden ist. Gegenüber den Gerüchten über eine in Bulgarien zwischen Krone und Regierung in der letz-ten Zeit ausgebrochene Meinungsverschiedenheit, hervorgerufen durch den Passus der Adresse des Sobranje über die mazedonische Frage, wird an offizieller Stelle in Sofia kategorisch erklärt, daß zwischen dem Fürsten und dem Kabinette keinerlei Meinungsverschiedenheit bestanden habe und sich letzteres nach wie vor des vollsten Vertrauens des Fürsten erfrene. Tagesneuigleiten. — (Die Sprache des Diplomaten.) Von dcm neuen amerikanischen Gesandten in Berlin. David Jane Hill, dem Nachfolger von Charlemagne Tower, wird im „Gil Alas" eine lustige kleine Anekdote erzählt. Es war zu der Zeit. da Hill noch Unterftcwtsselretär im Auswärtigen Amte war. Eines Tages erscheint ein Berichterstatter und bittet um Auskünfte über eine heikle politische Angelegenheit; aus politischen Gründen wird dem Besucher die Auskunft verweigert, aber der Berichterstatter ist zäh und zudringlich und will nicht weichen. „Also gut", sagt Hill schließlich, „ich werde Sie zufriedenstellen! aber Sie werden einsehen, daß ich mich dabei einer sehr diplomatischen Ausdrucksweise bedienen muh . . ." Und Hill fängt an. lateinisch zu sprechen. Der Journalist hatte keine humanistische Vergangenheit. „Aber verzeihen Sie", sagt er lächelnd, „ich verstehe kein einziges Nort." — „Ich werde mich näher erklären", antwortet Hill und beginnt nun griechisch zu reden. Nach zwei Minuten bittet ver unglückliche Berichterstatter um Gnade. Hill bleibt unbarmherzig und seht seine Erklärung auf Französisch fort. Das war zu viel- der Zeitungsmann ergreift endlich die Flucht und am nächsten Tage erscheint der Verleger der Zeitung im Ausloartigei, Amte. um sich bei dem UnterstaatZselretär zu erkundigen, warum dem Manne die Auskunft verweigert worden sei. Hill aber konnte darauf lächelnd erwidern: „Aber, ich habe ihm ja die gröhlen Staatsgeheimnisse offen anvertraut." — (Der schnellste Barbier der Nelt.) Sancho Pcmsa wünschte sich bekanntlich einen trefflichen Barbier, der ihn immer begleiten sollte. Da wär« Robert Hardie. der Inhaber der goldenen Medaille für die Weltmeisterschaft im Rasieren, der richtige Mann für ihn gewesen. Hören wir, was für erstaunliche Leistungen dieser Bartlünst-ler zuwege bringt: „Jeden Morgen", so erzählt er. „gehe ich um 4 Uhr aus dem Hause und habe bis zum Frühstück schon 500 Leute barbiert. Augenblicklich tomine ich gerade aus den Ferien und bin deswegen nicht in .guter Form'. Trotzdem habe ich gestern acht Männer in 1 Minute und 50 Sekunden rasiert und habe nur 1 Minute und 27 Sekunden dazu gebraucht, mit verbundenen Augen einen Herrn zu rasieren. Meinen ersten Rekord stellte ich im Jahre 1883 auf. als ich zwölf Männer in drei Minuten und 40 Sekunden rasierte, womit gleichzeitig alle früheren Leistungen geschlagen roaren." Herr Hardie gibt augenblicklich Vorstellungen im Rasieren und zeigt dabei die unglaublichsten Kunststücke. Es ist für ihn ein Kinderspiel, einen Herrn mit einem Schnitzmesser i„ 45 Sekunden zu rasieren; auch der Rücken einer Säge leistet hiezu gute Dienste oder gar ein Taschenmesser, womit Herr Hardie das Rasieren in 43:28 Sekunden bewerkstelligt. Es ist fürwahr ein recht seltsamer Anblick, wenn man sieht, wie der Künstler mit allerlei abenteuerlichen Instrumenten seinen Opfern im Gesicht herumfuchtelt! Er soll — so erzählt man sich — augenblicklich eine Art Schwert „bauen" lassen, um hicinit einen noch nie dagewesenen Rekord aufzustellen. Ne! alledem betrachtet er aber sein Handwerk als eine Kunst. Sobald ein Kunde mit dem stereotypen „Rasieren, bitte" im Stuhl Platz genommen hat. muß — wie Herr Hardie den Anfängern rät — der Barbier sein Gesicht studieren. Er muß eine Karte des Gesichtes in seinem Geiste entwerfen, nach der er den Lauf seines Rasiermessers „steuert". — (Ein Hunbfür 2 0 0 . 0 0 0 Mart.) Aus London wird berichtet: Im Kristallpalast ist die 52. große Hundeausstellung eröffnet worden. Zu diesen Ausstellungen pflegen die reichsten und vornehmsten Kreise des Landes ihre Üurushunde zu senden, und es ist fast unglaublich, was für einen Wert der Hund ü I» nincio darstellt. Der am höchsten geschätzte Hund der diesmaligen Ausstellung ist ein kleiner Pekinger, den Lady Holland geschickt hat und dessen Wert auf nicht weniger als 200,000 Mark beziffert wird. Aus dem königlichen Hundestall sind im ganzen 50 Hunde zur Schau gestellt worden? der „Elou" darunter ist ein prachtvoller weißer Windhund aus dem Besitze der Königin Alexandra, ein Tier von ganz ungewöhnlichen Dimensionen und außerordentlich feiner Behaarung. Daneben steht ein wundervoller Bernhardiner aus dcm Besitze des Mrs. Madman, der etwa 80 Kilogramm wiegt und einen. Rassentops von vollendeter Schönheit besitzt. Unter den exotischen Hunden sind einige Exemplare samojedischer und afghanischer Herkunft erwäb-nenstvert. die. soviel bekannt, noch nie zuvor in Europa auf Ausstellungen gezeigt worden sind. Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Varl Munsmann. Nerechrigte Übersetzung aus dem Dänischen von VtNlhar» Vl«nn. (17. Fortsetzung.) Nachdruck vcrbottn.) „Es könnte ja aber, der Fall eintreten, daß ein nutzerhalb der Artistenwelt stehender Mann Ihnen seine Hand anböte. Wenn nichts all ihm auszusetzen wäre. würde Ihr Herr Vater sich doch kaum Ihrem Mücke widersetzen." Virginie wurde verlegen und wandte sich ab. In dem Ton, mit dem der junge Mann die letzten Worte sprach, lag etwas, das sie unruhig machte und sie instinktiv ahnen ließ. daß es wohl nm besten wäre, wenn sie die Unterhaltung jetzt abbräche. „So, da fällt Hugo wieder ab", rief sie aus und blickte in die Manege, die sie bis dahin nur wellig interessiert hatte. „Das ist richtig, wir kamen ganz davon. ab. Wer ist eigentlich dieser Hugo?" „Seiner eigentlichen Namen kenne ich nicht", sagte Virginie, erfreut darüber, daß ihre Unterhaltung auf ein anderes Thema übergeführt wurde. „Der Vater nennt ihn Huga. weil mein kleiner Vruder, so hieß. Wir haben ihn. wie gesagt, von einer anderen Truppe bekommen, die ans ihm und einem Knaben samt einemNeger bestand. Sie hatten eine kleine Schwester, die unter dem Namen „Goldkäferchen" großes Glück machte und mit der wir zusammen auftraten. Dem Vater gefiel der Knabe schon damals, und er wollte ihn deshalb kaufen. Der, Pflegevater wollte ihn aber nicht abgeben. Vor kurzem bekam mein Vater indessen einen Vrief von ihm. Er war merkwürdig gut für einen Knaben in seinom Alter abgefaßt. Er erzählte, daß sein Vater ykswrbcn, und seine» Echwosteu nrit einem Artisten durchgegangen sei. Es war eine sehr romantische Geschichte. Jetzt wolle er gerne zu uns." Holger Werner fiel die Skizze ein. die Hans Voß geschrieben hatte, um ihn während seines Krankseins in Verlin zu unterhalten. „Können Sie mir die (^'schichte nicht nachher erzählen? Sie würde meinen Freund interessieren. Er sammelt derartige Sachen." „Nein, so genalt weiß ich sie nicht. Ich erinnere mich nur. daß sie sehr spannend war. Sprechen wir lieber' von Hugo. Er ist ein begabter Junge, der den Mund auf dem rechten Fleck hat." Die Probe war inzwischen zu Ende. Hugo sprang vom Pferde und löste selbst das Seil von sei nein Nucken, dann trat ei- an Dolinda heran, reichte ihr die Hand mit einer Verbeugung und dankte ihr. Dies geschieht immer, wenn ein älterer Artist einem jüngereil bei der Probe hilft. Es war wirtlich etwas, ungewöhnlich Frisches und Gesundes an dem Jungen. Tolinda kam herüber, und begrüßte Werner. Dann sagte sie zu der Schwester gewandt: „Das Veste ist. wenn wir jetzt gehen. Der Pater wird gleich zurück sein." Die beiden Schwestern verließen die Manege, uild kurz darauf gingen cmch die beiden Freunde. Auf dem Heiniwege sagte Werner: „Du solltest dich an Mr. Clarcks neuen Sohn heranmacheil. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er einer der' Knaben in der Truppe, von der dn mir in Perlin erzähltest. D«), der jetzt in England wieber auferstanden ist, Hai so diele Veine, daß die meisten Naturforscher darauf verzichtet haben, sie zu zählen. Ein Zoologe aber hat sich sogar eininal darüber hergemacht, sämtliche Gelenke an den Vcinen zu zählen und hat die Zahl 1,802.604 ermittelt. Ein anderer Forscher scheint mehr summarisch verfahren zu sein und gibt die Zahl auf rund zwei Millionen an. Auch sonst hat dieses Wesen den Zoologen viel Kopfzerbrechen gemacht, denn seine Stellung zu den Krebstieren scheint recht unsicher zu sein. Trotz seiner äußerlichen Aehnlichkeit mit der Krabbe oder auch mit dem Pfeilschwanzlrebs soll das Tier nach den Untersuchungen von Edwin Lancester mit der ganzen Klasse der Krebse überhaupt nichts zu tun haben, sondern eine engere Verwandtschaft zu den Spinnen besitzen. — (Kindermund.) Erstaunlich ist die Grübelei kleiner Kinder, mit der sie oft den tiefsten Gedanken und Problemen nachgehen. So fragte z. B. eines Tages der nachdenkliche Hans seinen Oheim: „Onkel Robert, wenn dir oi< Füße einschlafen, machst du dann auch deine Hühneraugen zu?" VolaI- und Provinzial-Nachrichten. Ans der Chronik der Adelsberger Grotte. lssortsehung.) In den folgenden Jahren wurde die Grotte noch von nachstehenden höchsten Herrschaften besucht: Am 29. August 1891 von Seiner l. und l. Hoheit dem Erzherzog Rainer: am 19. Juli 1892 von Seiner l. und l. .Hoheit dem Erzherzog Josef Ferdinand und von Seiner Hoheit dem Prinzen von Sachsen-Koburg-Gotha; am 3. April 1894 vom Prinzen Komatan aus Japan. Am 5. Mai 1897 trafen mit dem Separatzuge aus Abbazia im strengsten Inkognito der .König von Rumänien Carol I., die Königin Elisabeth, der Grohherzog Adolf von Luxemburg. Grohherzogin Adelheid von Luxemburg und Leopold Fürst von Hohenzollern mit kleiner Suite in Adels-berg ein. Am Bahnhöfe vom Grottcnvorsteher R. v. L. und vom Bürgermeister F. V. auf das ehrfurchtsvollste begrüßt, fuhren die allerhöchsten und höchsten Herrschaften zur Besichtigung der Grotte. Diese war elektrisch beleuchtet und erstrahlte im reichsten Lichterschmucke. Die hohen Gäste geruhten zu wiederholten Malen ihre Bewunderung über die großartigen Naturwunder auszusprechen. Im Tanzsaale, wo die Adelsberger Musikkapelle konzertierte, trugen die hohen Besucher ihre Namen in das aufgelegte Ehrenbuch der Grotte ein; hiebei geruhte die Königin, bekanntlich eine feinsinnige Märchcndichierin (Carmen Sylda). die sinnigen Worte nie^ derzuschreibcn: „Unter der Erde hat Märchen noch ein Reich." Bei der Verabschiedung am Bahnhöfe geruhten die Majestäten dem Grottcnchef gegenüber ihre Anerkennung und hohe Befriedigung auszudrücken. Bei diesem Anlasse verlieh der König von Rumänien dem Grottenchef das Offiziers-lreuz der Rumänischen Krone. Am 12. Juni desselben Jahres besuchte der durchlauchtigste Herr Erzherzog Leopold Salvator mit der Korps offiziersschule des 13. Korps, bestehend aus zwei Stabsund 45 Oberoffizieren. die Adelsberger Grotte. Am 3. September 1897 besichtigte Seine Exzellenz der Herr l. l. Ackerbauminister Graf Ledebur in Begleitung des Herrn Landespräsidenten Exzellenz Viktor Freiherrn von Hein. des Herrn Setiionsraies Popp und des Herrn l. l. Landesforsrinspeltors Goll die Adelsberger Grotte. (Hiebei wird bemerkt, daß die Grottenverwaltungslommission in zweiter Instanz der t. t. Landesregierung und in letzter Instanz dem l. l. Ackerbauministerium untersteht.) Seine Exzellenz der Lanbespräsidcnt Freiherr von Hein hatte bereits im Iah« 1894 anläßlich einer Dienstreise ebenfalls die Grotte besucht. Im Jahre 1898 führte die Grottentommission über Anregung des damaligen Kommissionsmitgliedes Nezirtslom-missärs W. einen künstlichen Teich unter dcm Belvedere auf und legte Grortenolme ein, die sich noch immer in unver-oerter Anzahl lebend erhalten haben. Es ist zum Staunen. welche Anziehungskraft diese Sehenswürdigkeit bietet, und lein Grottenbesucher hat es noch versäumt, sich dieses merkwürdige Lebewesen (Proteus), welches nur in den Karst-Höhlen vorkommt, anzusehen und sich über dessen Lebensweise Auskünfte erteilen zu lassen. Am 7. März 1899 besuchten Prinz Georg von Sachsen und am 21. März desselben Jahres die Prinzessin Gisela von Bayern die Grotte. Die Prinzessin kam ganz unverhofft um 1^/2 Uhr nachmittags mit dem Postzuge in Adelsberg an. Die Schneeverwehungen waren jedoch derartige, daß jeder Verkehr zwischen dem Bahnhofe und der Grotte abgeschnitten war. Der energischen Tätigkeit des Tagestassiers I. gelang es nach Herbeischaffung von zwei Schneepflügen und so viel Arbeitern, als überhaupt aufzutreiben waren, die Verbindung zwischen dem Bahnhöfe und der Grotte herzustellen und die Zufahrtsstraße während des Grottenbesuches freizuhalten, so daß die hohe Frau doch um 3 Uhr die Grotte besichtigen und abends die Rückreise antreten konnte. Am 23. März besuchte Philipp Herzog von Orleans die Grotte. Auch bei diesem Grottenbesuchc kämpfte die Grot-tenvcrwaltung mit den gleichen Wetierunbilden wie an den Vortagen. Am 22. April 1899 besichtigte der Fürstbischof von Laibach Dr. Anton Bonaventura Iegliö die Grotte. Ueber Einschreiten der Groltenverwaltungslommission hat das l. l. Handelsministerium im Jahre 1899 die Errichtung und Aufstellung eines ,.l. k. Postamtes Adelsberger Grotte" in der Grotte selbst bewilligt. Selbstverständlich funktioniert dieses k. l. Amt nur bei Massenbesuchen oder bei sonstigen festlichen Anlässen. Zum Beweise, welcher Beliebtheit sich diese Institution im Hinblicke auf die hochentwickelte Ansichtslarteninbusirie erfreut, möge nur beispielsweise angeführt werden, daß am Pfingstmontage des Jahres 1904 — anläßlich des altherkömmlichen Grottenfestes — in drei Stunden allein 13.800 Ansichtskarten im Gewichte von 60 Kilogramm zur Aufgabe gelangten. Dieses unterirdische Postamt, wohl das einzige in Oesterreich, ist während seiner Amtstätigkeit schon an und für sich eine Sehenswürdigkeit. Am 9. Juli 1900 beehrte der lrainisch-lüstenländische Forstverein korporativ die Grotte mit seinem Besuche. Die Mitglieder dieses heimischen Vereines wurden als Gäste der Grotte betrachtet und im Tanzsaale mit einem kleinen Imbis bewirtet. Am 10. Juli 1900 besuchten die Grotte etwa 100 lö-niglich britische Marineoffiziere. (Fortsetzung folgt.) Konzert der Philharmonischen Gesellschaft. Das zweite Mitgliedeilonzert am 17. November bot als Hauptbestandteil Mendelssohns dritte Sinfonie in A-Moll. Der Name ..schottische" gebührt dieser anerkannt bedeutendsten Sinfonie Mendelssohns nicht bloß um des unverkennbar schottischen Kolorits des zweiten (Scherzo-) Satzes, der die Dudelsackllänge der Hochländer imitiert, ein Charakter, der auch in dem Aratschenmotiv wiederkehrt, mit dem das ^Ile^r« inlll!«to8o »88»i am Schlüsse einsetzt. Die Sinfonie verdankt ihre Entstehung unmittelbar einer Konzeption aus Schottlands tagischster Geschichtsepisode. — Es ist hierüber folgendes bekannt: Mit dem Jahre 1829 — Mendelssohn stand im 20. Lebensjahre — begannen seine Wanderjahre. Er kam zuerst nach London und dann nach den vielbesungenen Gefilden Schottlands. Dann ging es weiter in das Hochland bis nach den Hcbriben. Bevor er aber Edinburgh verließ, besuchte er den Palast, in dem die «glückliche Königin Maria Stuart gelebt und geliebt hatie. Dies befruchtete die Phantasie Mendelssohns und die Grundideen zur „Schottischen Sinfonie", die später die berühmteste seiner Sinfonien werden sollte, nahm er von diesem Platze hinweg. Mendelssohn selbst schreibt darüber an die Seinen in einem Briefe aus Edinburgh: „In der tiefen Dämmerung gingen wir heute nach dem Paläste (Holyrood). wo die Königin Ma-ria Stuart gelebt und geliebt hat; es ist da ein kleines Zimmer zu sehen mit einer Wendeltreppe an der Tür: da stiegen sie hinauf und fanden den Rizzio im kleinen Zimmer, zogen ihn heraus, und drei Stuben davon ist eine finstere Ecke, wo sie ihn ermordet haben. Der Kapelle daneben fehlt das Dach. Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin gekrönt. Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ick) glaube, ich habe da heut' den Anfang zu meiner schottischen Sinfonie gefunden." Es sei übrigens konstatiert, daß die Sinfonie erst im Jahre 1842, also 12 Jahre später, vollendet wurde. Jedenfalls ist es erstaunlich, welch großartige Klangwirlungen Mendelssohn mit dem bescheidenen Orchester von acht Holzbläsern, vier Hörnern, zwei Trompeten, Paulen. Streichorchester erzielte. Es ist ein voltsliebartiges Motiv, lebhaft erinnernd an Mendelssohns Lied „Es fiel ein Reif in der Friihlingsnacht", mit dem in tiefer Wehmut die Einleitung beginnt. Dieser folgt ein Allegro, dessen Hauptmotiv eine gewisse Beziehung zu den Anfangstatte» hat, die auch später wieder anklingen. Von ganz besonders bestrickendem Zauber ist es, wenn bei Wiederkehr des Hauptihemas die Celli einen selbständigen Gesang anheben, und mit den Geigen gleichsam duettieren. Der Satz braust dann auf bis zum Geheul des Meersturmes. um dann zu den leisen Klängen der Einleitung zurückzusinken. Ohne die gebräuchlichen Pausen verlangt Mendelssohn den jedesmaligen sofortigen Ueber gang in den nächsten Satz. Der zweite Satz ist ein echt Men^ delssohnsches Scherzo, wie es vor ihm noch keiner in solcher Weise geschaffen. Das Adagio stellt ein edles Gesangmotiv einer trauermarschartigen Weise in A-Moll gegenüber und baut aufs wirkungsvollste daraus einen nicht allzu ausgedehnten Satz auf. Von prachtvoller Wirkung ist der hymnenartige Schluß. Ueber das ganze Werk ist eine Fülle edler, lveicher Melodik ausgebreitet, die Offenbarung einer Künst-lerseele, die nichts Machtvolles, Wuchtiges bietet, aber durch lautere Reinheit für den Mangel gebietender Kraft entschädigt. Unter Zöhrers bewährter, umsichtiger Leitung kam das schöne Wert zu ausgezeichneter Wiedergabe. Der gewissenhaftesten, mühevollsten Vorbereitung ist es aber nicht möglich, dem Uebelstande zu steuern, daß der Streicherchor durch das teilweise zu stark hervortretende Blech zu oft gedeckt erscheint. Es zeugte von künstlerischem Feingefühl, daß dem sinfonischen Hauptwerke des Misters, der am Leipziger Gewandhaus seine reichste und vielseitigste Tätigkeit (1835) begonnen und ebenda auch (1846/1847) sein Künstlerleben allzufrüh beschlossen hat. Karl Reineckes Ouvertüre „Zur Jubelfeier" (des Gewandhauses) vorangestellt wurde. Reinecke bildet einen Austlang jener großen klassischen deutschen Musik, die von Mozart und Schubert zu Mendelssohn und Schumann führt, Epigone einer vergangenen Zeit. hatte er seine Hauptbedeutung als glänzender Interpret Mozarts, wodurch sein scharfer Gegensah zu Wagner und Liszt wohl begreiflich wird. 35 Jahre lang führte er den Dirigenienstab der Gewandhauskonzerte in Leipzig, die unter seiner Leitung den Ruhm der auf deutschem Boden h ö ch st st e h e n d e n behaupteten. Die „Iubelfeier"-Ouvertiire dürfte die bekannte Inschrift am Leipziger Gewandhaus: „li?« ^ovoi-u vorrun tt'aucünin" (Höchstes Glück ein ernstes Streben) zum Leitmotiv haben. Eine tragische Einleitung mahnt an den Ernst nicht bloß des Lebens, sondern auch der Kunst, aber aus diesem Ernst ringen sich zum Festestage feierl. Iubelllänge höchster Freude empor. Die Instrumentation ist machtvoll, wenn auch nicht gerade farbenreich. Selbst Reinecke, diesem ausgesprochene Gegner des Nayreuther Meisters, kann sich bis in dem schönen Gesangsthema mit seiner blühenden Melodik, nicht ganz dem übermäßigen Einflüsse der neuen Kunst entziehen- Anklänge an Richard Wagners große Festmärsche sind nicht abzuweisen Die Aufführung dieser Ouvertüre war von festlichem Schwünge getragen, der Beifall war ein spärlicher. Trotz unverkennbarer Schönheiten ließ die Komposition das Publikum kalt. Um so weniger kargte dieses mit seinem Veifalle nach der zweiten Programmnummer, in welcher sich der neue Solocellist der Philharmonischen Gesellschaft, .Herr Friedrich Rupp recht, vorstellte, der mit dem neuen VereinZjahre von der Wiener Hofoper hiehcr übersiedelt war. Für sein Debüt wählte sich der junge Künstler ein als Komposition wenig wertvolles Konzert des bekannten Pester Cellovirtuosen Popper, das sich dieser auf den Leib geschrieben hat, um alle Meisterlünste auf seinen, Instrumente zu zeigen. Wohl begründet war es, daß der zweite Satz an den Anfang gestellt wurde, damit, wenn nur zwei Sähe gegeben wurden, der kräftigere (Eingangs-)Satz ans Ende kam. Daß der letztere bedeutend zusammengestrichen wurde, war nicht bedauerlich. Hatte doch Herr Rupprecht. der sich auch als Ccllolehrer schon guten Ruf hier erworben, ausgiebige Gelegenheit, im ersten Sahe seine glänzende Beherrschung alles Technischen in Har-peggien. Flagolettönen und Stattati zu zeigen, und den wohlverdienten, sehr reichen Beifall zu ernten. Der noch im Beginne seiner Laufbahn stehende Künstler, ebenso wie die Philharmonische Gesellschaft, die ihn verpflichtet hat, fann mit diesem schönen Erfolge wohl zufrieden sein. Das Konzert war sehr gut besucht. Es war durch den Besuch des Herrn Landespräsidenten Theodor Schwarz. Seiner Exzellenz des Herrn Feldmarschall-Leutnants Dillmann von Dillm 0 nt und vieler anderer Honoratioren ausgezeichnet. ?. Laibacher Gemeinderat. — Der Laibacher Gemeinderat trat gestern abends zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an welcher unter dem Vorsitze des Bürgermeisters H r i b a r 22 Gemeinderäte teilnahmen. Zu Verifilatoren des SitzungZprotololles wurden die Gemeinderate GroZelj und Knez nominiert. Zu Beginn der Sitzung verlas der Bürgermeister eine Zuschrift des Laibacher Stationschefs der t. l. Priv. Südbahn. .Herrn Oberinspektors G u t t m a n n. in welcher er bekanntgibt, daß er infolge angegriffener Gesundheit demnächst in den dauernden Ruhestand tritt und es für seine angenehme Pflicht erachtet, dem Bürgermeister sowohl als auch dem Gemrinderate und der städtischen Beamtenschaft bei diesem Anlasse für das freundliche Entgegenkommen den Dank auszusprechen und hieran die Bitte zu knüpfen, das gleiche Entgegenkommen auch auf dessen Nachfolger im Dienste zu übertragen. Lmlillcher Zeitung Nr. 266. 2484 19. November 1i'«)7. Nach Uebergang zur Tagesordnung berichtete Gemeinde-rat Dr. Ora 5 en über die erforderliche Neuwahl des Verwaltungsrates der städtischen Sparkasse für das nächste Triennium und stellte den Antrag, daß in den genannten Verwaltungsausschuß entsendet werden, und zwar aus der Mitte des Geineinderales die Herren Jakob Dimnik. Franz Gro^elj. Dr. Danilo Majaron. Karl Meglu-, Johann Plan tan. Johann Kubic, Anton Svetck. Dr. Karl Triller. Ubcild v. TrnlV.czy. Josef Turk. Johann Vellovrh und Josef Vid-mar; aus der Mitte der Bürgerschaft die Herren Vinzenz Vor^tner. Edmund Kaoc'-i?, Franz Kollmann. Joh, Meja:'. Franz Pavli,,, Viktor Rohrman. Frlir Urbanc und Jobann Vrhovnik. Gemeinderat Prosenc sprach sein Ncircindcn dar-über aus, baß er, obwohl er bisher dem Verwaltungsratc angehört und das Jutereffe der städtischen Sparkasse stets nach bestem Wissen und Gewissen gewahrt habe, zur Wiederwahl nicht vorgeschlagen werde, Das sei zweifellos auf sein gespanntes Verhältnis zum Bürgermeister zurückzuführen. Redner führte einige Fälle an, in welchen er angeblich mit Erfolg das Interesse der städtischen Sparkasse gewahrt habe und erklärte, daß er die Angelegenheit eventuell auch an anderer Stelle beleuchten werde. Bürgermeister Hribar bemerkte, daß Prosenc nur für seine Person Reklame gemacht habe. Der Verwaltungsrat der Sparkasse habe seine Pflicht stets gewissenhaft erfüllt und daher seien die angeblichen Rettungsversuche des Gemeindcratcs Prosenc gewiß nicht notwendig gewesen. Gemeinderat Zirlelbach beantragt, daß die Wahl des Verwaltungsrates mittelst Stimmzetteln vorgenommen werde, während Gemeinderat K n c z für die Wahl stt'i' l^l-I-nnnrionom eintrat, da man ja Herrn Prosenc nicht zu fürchten brauche. Ueber Befragen des Vorsitzen-den entschied sich der Gemeinderat für die Vornahme der Wahl ^<>i- n<'<'1s!ln!isis>n>?ni. Der Antrag des Referenten Dr. Ora/en wurde sodann ix^r lis>s'1l!in:,in ange-nommen. Gemeinderat Svetrl berichiete in eingehender Weise über den Rechnungsabschluß des Gemeindefonds für das Jabr 1906, welcher im Vergleiche zum Voranschläge ein günstigeres Ergebnis per 64.028 X 74 !i aufweist. Die Bilanz weist 8.815.461 X 03 1, Aktiva und 2,431.628 X 64 !i Passiva, somit ein Reinvermögen von 1.383.832 X 39 I, auf und hat sich letzteres im Vergleiche zum Vorjahre um 61.120 X 63 !i vermehrt. Gemeindc'.at Prosenc be-mangelte einzelne Posten des Rechnungsabschlusses und beschwerte sich schließlich darüber, daß seine Anträge im Gemeinderate prinzipiell abgelehnt werden. Wenn die Regierung dies ruhig zusehen wolle, dann werde man darüber ein ernstes Wort reden müssen . . . Diese Worte riefen lauten Widerspruch hervor. Gemeinderat Plantan: „Es ist ein Skandal, daß Sie nach Gendarmen rufen, ein wahrer Skandal!" Die allgemeine Unruhe legte sich erst. als Bürgermeister Hribar das Wort ergriff und die vom Gemeinderate Prosenc vorgebrachten Bemänglungen widerlegte. „Wir fürchten", sagte der Bürgermeister, „leine Kontrolle, Die Regierung möge strenge Kontrolle üben, sie wird sich aber hiebei überzeugen, wie unbegründet die Verdächtigungen des Gemeinderates Prosenc sind." Nach dem Schlußworte des Referenten Svetel und, nachdem noch Gemeinderat Prosenc erklärt hatte, daß er keine Verdächtigungen vorgebracht, sondern nur auf Unklarheiten im Rechnungsabschlüsse hingewiesen habe, wurde der vorgelegte Rechnungsabschluß pro 1906 genehmigt. Gemeinderat Kn e z berichtete namens der Finanzseltion über einige Subventionsgcsuche. Dem slovcnischcn Dienst-mädchcnasyl in Trieft wurde eine Subvention von 100 X, dem Vereine „Narodna Kola" eine solche von 400 X bewilligt. Der Bericht über die Tätigkeit des freiwilligen Feu>'r-wehr- und Rettungsvereines in Laibach im dritten Quartale 1907 sowie der Bericht über den in Wien abgehaltenen Neichsverbanbstag der Arbeitsvermittlungsanstalten (Ncf!'-rent Vizebürgermeister Dr. Ritter von V l e i w e i s) wurden Zur Kenntnis genommen. Gemeinderat Mall y referierte über die vom sloveni-schcn Sportklub in Laibach projektierte Errichtung einer Rodelbahn in Tivoli. Die projektierte Bahn soll vom Plateau im Tivoliwalde am Schweizerhausc vorüber über die städtischen Wiesen bis zu der nach Ki^la führenden Allee angelegt und derart ausgeführt werden, daß die bestehenden Kommunikationen hiedurch leine Störung erfahren. Die Breite der Bahn ist mit 1'50 Meter, bei größerem Gefalle mit zwei Meter vorgesehen. Der Gemeindcrat beschloß, den zur Herstellung der Bahn erforderlichen Grund dem Sportklub für die Dauer von zehn Jahren gegen einen jährlichen Anertennungszins von 5 X zu überlasse,!. Mit der Herstellung der Rodelbahn soll sofort begonnen werden. Namens der Gewerbeseltion berichteten die Gcmeiude-räte Turk und Franchetti und es wurden die Gesuche des Vinko Vojevi^ und Johann An/.w um Verleihung, beziehungsweise Erweiterung der Gast- und Schankgewerbc-lonzession befürwortet, desgleichen das Gesuch der Ursula Kadunc um Verleihung der Konzession zur Ausübung des Trodlcraewerbes: das Gesuch des Gastwirtes Alois Nas-bcrger um Ueberiragung seines Gewerbes in die Gcrichls-Wsse wurde dagegen abschlägig beschiedin. Schließlich berichtete Gemeinderat Kubic über die Er-folgsrechnung des Betriebes der elektrischen Straßenbahn in Laibach im Geschäftsjahre 1906. Die Einnahmen aus dem Bahnbetriebe bcliefen sich auf 112.976 X 42 k, die Ausgaben hingegen auf 114.187 X 08 1»; es ergibt sich sonach ein Abgang von 1210 X 66 !i, Berücksichtigt man noch den Ausfall an Zinsen des investierte!! Anlagekapitals per 1.026,718 X 39 I, im Betrage von 49.352 X 78 1i. so ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Gesamtabgang von 50,563 X 44 !,. Die Gesamtzahl der beförderten Personen belief sich auf 935.217. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Vor Schluß der öffentlichen Sitzung lenkte Gemeinderat Kozal die Aufmerksamkeit des Bürgermeisters auf die ungenügende Beschotterung der Poljannstraße. Bürgermeister Hribar erwiderte, daß er sich in der Angelegenheit in^ formieren und di? Anfrage in der nächsten Sitzung beantworten werbe. Gemeinderat Proscnc: „Wie kroatische Blätter berichten, beabsichtigt der südslavische Klub im Reichsrate die Ausgleichsvorlagen zu obstruieren" . . . Nach diesen einleitenden Worten erhoben sich sämtliche GemeinberatZmitglie-dcr und verließen ostentativ den Sitzungssaal, worauf Bürgermeister H r i ba r wegen Veschlußunfähigleit die öffentliche Sitzung schloß. Die Gemeindcräte lehrten sodann in den Sitzungssaal zurück, worauf eine geheime Sitzung abgehalten wurde. " (V a u e i n e 5 n c u e n V e r p f l e g s m a g a z i n e s in U d m at bei Laiba ch.) Wie wir erfahren, wird auf Grund des im Abschlüsse begriffenen Transaltionsvertragcs zwischen der k. und k. Heeresverwaltung und der Stadt-gemeinde Laibach, letztere in der Katastralgemeinde Udmat ein neues Militärvcrpflegsmagazin erbauen und selbes nach Fertigstellung dem l. l. Aerar (k. und k. Heere3ver> waltnng) in das unbeschränkte Eigentum übergeben. Die vorgeschriebene Lolalaugenscheinverhandlung zur Prüfung dieses Projektes dürfte noch im Laufe dieses Monates stattfinden. —r. " (Personalien im Dienstbereiche der S t a a t se i se n b a h nVer w a lt u n g,) Ostar Hei -tzenberger, Inspektor der Oesterreichischen StaatZeisen-bahncn, wurde aus Gesundheitsrücksichten vom Vorstands-postcn bei der Abteilung für den finanziellen und Rechnungsdienst der k. k. Staatsbahndireltion Trieft enthoben und der Oberrevident Rudolf S ch in i d t provisorisch mit der Leitung dieser Abteilung betraut. —r. " (Genehmigung von Statuten.) Die k. l. Landesregierung für Krain hat die geänderten Statuten der Vetriebslrcinlenlasse der Firma „Vaumwollspinnerei und Weberei N'eumarktl" in Neumarktl genehmigt, —:-. " (Aus dem Vollsschuldienste.) Der l. t. Bezirksschulrat in Gottschee hat, nachdem die absolvierte Lehramtskandidatin Fräulein Paula Lehn er auf die Lehrstelle in Nieg verzichtet hat, die absolvierte Lehramts-kandidatin Fräulein Anna I a l zur provisorischen Lehrerin an der Voltsschule in Rieg «nannt. —,-. — (W iedereröffnung des Landeswein-lellers in Laibach.) Morgen abends um 7 Uhr erfolgt die Eröffnung des hiesigen Landesweinlellers unter dem Cast" „Europa", wobei verschiedene Unterlrainer und Wippacher Weine zur Kost gelangen. Die Weinlost findet von 7 bis halb 10 Uhr, nach den bisherigen Einführungen statt. —in— — (Zur Regulierung der Rosengasse) Wie wir erfahren, werden die diesbezüglichen Arbeiten — Beseitigung der alten Pfarrhof- und der Gartenmauern — sofort nach Aufstellung des Dachstuhles am neuen Gebäude erfolgen. Die Rosengasse erfährt in diesem Teile eine Erweiterung von zwölf Meier. x. — (Das Gebäude des neuen Pfarrhofes von St. Jakob) ist im Rohbau diesertage bis zum Dachstuhle gediehen. Die Aufstellung des letzteren erfolgt in den nächsten Tagen. Im Frühjahre erfolgt der AnWurf und die Ausputzung des Neubaues. x. — (L i ter a r i fcher V o r t r a g.) Heute hält Herr Vikar Friedrich Volz einen Vorlrag im Evangelischen Ge-meindesaale, Maria Theresia-Straße Nr. 9, über ..Eduard Mörile als den größten deutschen Lyriker nach Göthe". Eintritt frei. " (Industrielles.) Ueber Ansuchen des Besitzers Herrn Josef Steh alls Podgorica um Bewilligung zur Errichtung einer Kallofcnanlage nächst der Station Gutenfeld findet unter Intervention eines Siaatstechnikers der l. l. Landesregierung für Krain. die lommissionelle Lolalver-handlung am 28. d. M. um 1 Uhr nachmittags an Ort und Stelle statt. —r. * (Hu n del o n t u m a z im Bezirke Gott-schec.) Die l. k. Vezirkshauptmannschaft Gottschee hat, nachdem sich der vor kurzen, wegen Wutverdachtcs in der Ortschaft Vinica. Gemeinde Sodra/ica erschossene herrenlose Hund in mehreren Ortschaften in der Umgebung von SodraZica aufgehalten hat. nunmehr über sämtliche Ortschaften der Gemeinden Dane, Jurjevica, Sodraxica und Su^jc bii, auf weiteres die Hundelontumaz verhängt. —v. — (Garni sonswechsel.) Im Iahrc 1908 werden verschiedene Truppenverschiebungen stattfinden. Unter anderein gehen vom Dragonerregimeut Nr. 5 am 27. April in Fußmärschen der Regimentsstab, der Pionierzug, ein Divisionsstab und zwei Eskadronen von Wiener-Neustadt uach Görz, eine Eskadron nach L a i b a ch, ein Divisionsstab und zwei Eskadronen nach Windisch-Feistritz und eine Eskadron nach Marburg. — (Verlegung des Eilgutmagazintz am Vahn hofc Triest l. k. S tb.) Mit 1. Dezember 1907 wird das am Personenbahnhöfe der Station Trieft l. k. Stb. stadtseits gelegene Eilgutmagazin als solches aufgelassen nnd hicfür ein Teil des meerseits gelegenen Frachten-Aufgabe Magazins als Eilgutauf- und -abgabsmagazin in Verwendung genommen, wobei die Eilgutauf- und -cwgabskassa in dem beim neuen Eilgulmagazin befindlichen Anbaue untergebracht wird. — (S a n i t ä t s - W o ch e n b e r i ch t.) In der Zeit vom 3. bis 9. November 1907 lamen in Laibach 21 Kinder zur Welt (28'09 pro Mille), darunter 2 Totgeburten, ga-gegen starben 16 Personen (22-12 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 2. infolge Unfalles 1 und an sonstigen Krank, heiten 13. Unter den Verstorbenen befanden sich 6 Orts' fremde (37'50 ^.) und 8 Personen ans Anstalten (50-00 ^,). Infcktionserlranlungen wurden gemeldet: Scharlach 1. Typhus 6 (und zwar 5 Fälle aus der Umgebung Laibach und 1 Fall aus Gurkfeld, sämtliche im Landesspital) und Diphtheritis 2. — (Sanitäres.) Wie man uns mitteilt, ist in der Ortschaft Rudnit, politischer Vezirl Laibach Umgebung, eine 29jährigc Frau. in der Ortschaft Puc. Gemeinde Nanjalola. politischer Vezirl Gottschec, und in der Ortschaft Grüble, politischer Bezirk Tschernembl, je eine Person an Typhus erkrankt. Erstere wurde in das hiesige Landesspital zur ärztlichen Behandlung übergeben, die letzteren zwei befinden sich in häuslicher Pflege. Behufs Hintanhaltung der Weiter-vcrbreitung der Krankheit wurdeu die sanitätspolizeilichen Vorkehrungen getroffen. —i-. — (Todesfall.) In Illyrisch-Feistritz starb am 15. d. M. der Handelsmann Anton T o m 5 i 5, der vor seiner langartigen Krankheit Gemeindevorsteher von Illyrisch-Fcistritz geweftn, im 51. Lebensjahre. Sonntag, den 17. d. fand das Leichenbegängnis statt, woran sich alle Honoratioren von Illyrisch-Feistritz und Dornegg, ferner die Feuerwehr und der Sololverein beteiligten. — Uhr nachm. mit dem Postzuge von hier ab. x. — (Nicht nach Amerika?) Vom Herrn Franl Satser in New Jorl erhalten wir eine Zuschrift worin unter Hinweis auf die in Nordamerika bestehende Geldkrise vor der Auswanderung nach Amerika nachdrücklichst gewarnt wird. Infolge Mangels an Bargeld, heißt es in der Zuschrift, sind große Unternehmungen gezwnngen, ihre Fabriken zu schließen i im Staate Montana sollen über 10.000 Arbeiter beschäftigungslos sein- gleich übel steht es im Westen. Die Fabrikanten können ihre Arbeiter nicht bar bezahlen, mit Schccks ist niemandem geholfen, weil diese nur selten oder gar nicht eingelöst werden. Die Eisenbahnen haben Tausende von Arbeitern entlassen, und alle nach Europa fahrenden Dampfschiffe sind mit Amerika-Flüchtlingen überfüllt. — Herr Sakser schließt seine Ausführungen mit einem Appell an die Geistlichkeit, die Lehrerschaft nnd an die Presse, der Auswanderung nach Kräften Zu steuern und Auswanderungslustige vor der Reise in die Vereinigten Staaten zurückzuhalten, da sie in diesem Winter weder Arbeit noch Lebensunterhalt gewinnen können. * (Veim Hochze i tsin ahle vergiftet.) Gestern starb im Krankenhause ein gewisser Alois Voxic», der in der vorigen Woche bei einer Hochzeit in Zwischcnwässern Gift genossen hatte. Der mysteriöse Fall wurde der Staats anwallschaft angezeigt. " (Ins Irrenhaus.) Diesertage wurde die 28jah-rige O. K., die schon seit langer Zeit in Begleitung von Kindern des Nachts in Gast- und Kaffeehäusern Schulden machte, ins Irrenhaus nach Stndenec abgegeben. " (Verloren) wurden eine goldene Brille, ein Notizbuch mit 240 X Geld und mehreren Rechnungen, eine silberne Damcnuhr samt Kette, ein Geldtäschchen mit 10 X. ein grünes Geldtäschchen mit 2 K, eine silberne Herrennhr-kette und eine grünlederne Visitlarteniasche. 12 Meter weihe Ccidenborten, ein schwarzer Pelzkragen und ein Vrillant-ohrring im Werte von 1200 X. '^ (Gefunden) wurde ein Geldtäschchen mit einem tlrincn Geldbetrage. Auf der Südbahnstation wurden zwei Regenschirme gefunden. Thentrr, Ounst und Literatur. ""' (Deutsche Ä ii h n c.) Vor dichtbesetztem Haust fand gestern die Wiederholung der Operette „Ein Walzer-tranm" statt. Fräulein Z i m m e r, die als Gast die Franzi spielte, fand für ihre treffliche Leistung in Spiel und Saug ungeteilten Beifall. Den N'ili gab Herr Engel gesanglich ganz brav. Die übrigen Darsteller, so Fräulein S e l d e r n nnd Fräulein Urban sowie die .Herren Steiner, Walter, Hermann und Mahr trugen bestens zum Gelingen des Abendes bei Telegramme des k. k. Tllsgraplicn-Oorrespoudenz Bureaus. Demonstrationen iu Trieft. Trieft, 18. November. Gestern vormittag wurde im Politeama Nossetti eine von der sozialdemokratischen Parteileitung einberufene Versammlung abgekalten, in der bei einer Anteilnahme von etwa 1800 Personen eine Resolution zugunsten der Errichtung einer italienischen Universität in Triest gefaßt wurde, Mch der Versammlung zogen fast alle Teilnehmer, etwa 1500 an der Zahl, unter Rufen auf die italienische Universität und unter Absingung von italienischen Liedern durch die Hauptstraßen der Stadt. Vor der Stati-halterei und vor der Polizeidireltion wurden Pfiffe ausge-stoßen. Veim Arbeiterheim angelangt, zerstreute sich die Menge ohne Zwischenfall. Trieft, 18. November. Am Abend veranstalteten einige hundert Leute eine Demonstration. Unter Absingen von Liedern und Rufen auf die italienische Universität zerstreuten sich die Teilnehmer ohne weitere Ruhestörungen, Die Duma. Petersburg, 18. November. Die heutige Sitzung begann um 11 Uhr. Nach den Verhandlungen über den Wahlmodus bei der Wahl der zwei Vizepräsidenten begann die Wahl. Baron Meyendorf (baltisch-konstitutioneller Monarchist) erhielt 269 Stimmen. Fürst Vollonstij (Verband russischer Leute) erhielt 259 Stimmen, Mallalov (Kadett) 133 Stimmen und Lvov (friedlicher Erneuerer) 101 Stimmen. Zum stellvertretenden Präsidenten wurde Fürst Vol lonslij mit 2l>1 Stimmen, zum zweiten Vizepräsidenten Varon Mcyendorf gewählt. Dann schritt.das Haus zur Wahl des Sekretariats. Petersburg. 18. November. In der Sitzung über-leichten 24s> Mitglieder des Hanse» dem Präsidenten eine Denkschrift, in der die Notwendigkeit betont wird, dein Kai^ scr als Antwort auf dessen an die Duma gerichteten Grüße nnd Wünsche eine Ergebenhcitsadresse zu überreichen, Wien. 18. November. Anläßlich der Feier zu Ehren der heiligen Elisabeth in Preßburg hat der in Wien tagende österreichische Episkopat an den geistlichen Oberproteltor der Landesfeier, den Kardinal-Fürstprimas NaZzary in Buda pest, die folgende telegraphische Begrüßung gerichtet: „Die zu Wien tagende Versammlung der Bischöse Oesterreichs be glückwünscht die Katholiken Ungarns zur Siebenhundcrtjahr feier der heiligen Elisabeth mit freudigem Herzen. Diese heilige, so edle Tochter Ungarns, des armen und demütigen heiligen Franzislus getreue Nachfolgerin, ein erhabenes Bild christlicher Charitas, möge für uns alle Fürsprecherin sein beim Könige der Könige, Jesus Christus! Gezeichnet: Kar. dinal Gruscha." Paris, 18. November. Dem „Matin" zufolge wird Präsident Falliöres im nächsten Jahre dem russischen Kaiser-Hofe einen Besuch abstatten. London, 18. November. Wie ein hiesiges Blatt aus Tokio meldet, revoltierten auf der Insel Formosa cine in japanischen Diensten stehende Kompanie chinesischer Soldaten. Sie ermordeten <^ japanische Polizeibeamte und Zivilisten, darunter mehrere Frauen und Kinder. Nach der Tat entflohen sie in unbewohnte Gegenden. Verstorbene. Am A i n i lspitale: Am 16. November. Alois Vozit, Keuschler, 22 I., Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ° Z W^ I^ dci, hlmmel« H«^ <° 2U. N.> 7416 5 2! ^schwach bewölkt "' 9U. Ab. 743 3 3-2! » 18.1 7 U. F. ^ 743 !i, 3-1^ NO schwach . > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 3 6°, NcN' male 3 0°. Wettervoraussage für den 19. November für Steiermarl und Kärnteu: Unten Nebellvetter, auf den Höhen schön, abnehmende Temperatur, Nachtsrost; für Krain: meist heiter, stellenweise Bodennebel, abnehmende Temperatur, Nacht, frost; für das Küstenland: meist heiter, schwache Vora, kühl, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Auton Funtel. flbmagcrung verhindert sicher SCOTTS Kmulsion. 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Oesterreichischen Credit- jpJko^ Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach Aktlenkapital *t 120,000.000'- '^fwr'* Reservefond KL 63,000.000- (1713> Kontokorrente. — Kanf and Verkauf von Effekten, Devisen nnd Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattes vom 18. November l W7. Tic iioüsi-le» Kurse verstehen sich in Kro»c»wÜhru!>ll> Die Notierung sämtlichrr Altien und der „Tivrrss,, Lojc" versteht sich per S:ü lvnu. steuerfrei, Krone» (Vlal-Nov.) per Kasse. , 9b 75 2b 35 dello (Iün.-Iuli) per K«ss> 95 70 35 30 4 2«,, b. W. Noten Febr.-Au« per Kasse......9695 97 <5 4 2',«ö. w. Silber (Upril^ON,) p«r Kasse......8« «5 97 15 i860« Staatllosr ü0« ll. 4°/, 1^6 5014« 50 18«0er .5 l00 sl. 4°/. 205 — 210'— 1864 er ., »00 sl. . 24X75 252 75 1864 er „ b« n. . 248 75 252-75 Drm-Pfandbt. k l»0 »u 05 neu« per Ultimo . . 4°/„ 95 90 9al. »arl Ludwig Bahn (dlv. 3lül!e) ll^onen . . 4"/, 95 35 96-35 Rudolfbahn in KronenwÜhrung fteuerft. (dw. Et.) . 4"/, ?ü ^ 3« >»5 Vorarlberger Vah», steuerfrei, 4 llronen . . . 4°/, »ü :<5 ?e 35 Zn z<»«l»lchulö»»lschiei!>nnyln nbglftemplltt ßistnbahN'Kktll» T ilabeth.«. 2l'0sI.«M. 5-//, von 4'—^5« — detto Linz-Vudwei« »0« sl, ö. W. S. 5V<°/<> - - - .4!iü'- 4!iU — dtlt« TalzburgTirol 2l«t» f>tligat>»nln. «odm, W, i, 4 ab l«"/„..... N5 25 —'— »liiabethbahl, «0 und L«»u V 4',.........1l2 «511365 3ranz Io^el-Bahn 25 97 !i5, «alizijcht «arl «udwig-«also!». St.) Silb, 4"/„ . 95 75 3« 75 Ung.-galiz. Vahn «c>o f!. e. 5" lU« 25107 l»5 Norarlberger Bahn Em. '»^j e 109 35l0i>55 4»/^ ofllo prr Ultiu, 10!) <5l«9r. ftlrei pn <>a>,k . 91 95 92 15 4«,,. dltto vrr NItim, V2 — 92-20 Ä'/,"/« bello pn Klssc «1-25 «>'45 Ung. Prämien A»I. ii l^w fl. 1«4 501«« 5(1 detto i» k« fl. 184 50 !!8'^°le 4»/„ , , 1K9—IN'-4"/« vngar, VrunbenlI,.Obli9 92'2« 9» l»l> <"/° lroat. u. Ilav. Grundentl. cbli«...... U^------------ Andere öffentliche Anlrhc«. Bo»». La»b««.«nl, (div.1 4°/> lw 4« 91 4« Boim.-Heiceg, Eifenb.Lanl»« Unlehen (div.) 4',,<>/„ , »»7 7» 38 7l> b°/„ 3vnau°Neg..«!nlnl,e 1l>7» W8 25l04 25 Wiener Verkehr» Nnleihe 4", 95 35 W 35 bell« >9l,o 4" z»5 ^5 ?l> H5 Nnlehcn der Ltadl Wien . 1«! 25l«!i2ü ietto (L. od, G) . n>.» 35120 35, dcttl, (l»94) , , L3 55 34 55 dettc (Il>9>»! , , l»5-- 3U--detto (ll»l>^) - l<5-- üli- - dttto Inv. «.) l<02 95 15 9«-15 iUör!ebau-«nleben verloib. 5 ,, 96 — 37 — »ulg. S'llllteelstnb.-Hyp.iNni ll«,« Gold . , . . 5",^ 1 in- 12« Äulg. Elaait.Hljpollielm 81,>l 18S^ . , , h",. — — «?-— Grid Ware Pfandbriefe ic. «helc»bal,l verl. 4^ 36 80 97-tfl,rr.,l.Veri.«Un! u.bffsi'.ll.llrb.Nat.^vl.^ , »-! 75 95-50 ^andcsb. d, Nün, «lalizi?« ,m- Uodum, 57 '/, I. rullz. 4", 94 25 35'25 Muhr, Hupolhrlcnb. rerl, 4<^ l»5 65 96 65 N,'ösierr.^anbeö.Ht,p..«ns«.4° 96 25 97'25 detloinN.zl^oPr.verl.S'/,^ «75« 8« 50 dnto »..Tchuldsck. oerl, S'/i°,„ «7 25 ««-25 betto vcrl. 4°/, 95 75 96-75 cflerr.'ll>,gar. Banl b« jahi verl 4"/« 0. V. , , 97'üb 98-25 dslio 4°^«r. . , , 97 70 3« 70 Gpart, l.ösl.. 6<> I. UeN. 4°, 3«^« 99-40 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. sserdinan»e»Norbb»l!n ^tm. »d«» —-— —'— betto <5m, 19« —— — — Osterr. Nordwestb, «><> s>. S. 102 60 103-60 Ltalllibal/n b(X» Fr. . . 40« — 406-— Sttdbahn l, »"/«, Iünnev.Iu! 5«> Fr. «per Et.) 2««-90 290 90 Vüobalm k .»>°/u . 120 - 121 — Diverse Lose ..«nI. v.lW Fi,« 97— 103— ^nveizinillche foft. Bub.lp.'lt'asUila (lombau 5 » l» !« 20-10 Kreditlolr lW fl . , , 432 — 44!i>- >ote!> »ri!lig.lspl. «tilellb. 5U0 -— Ucmb..«zsr7i..Ias1u. ^ilenbah!,» Geselllckost, 200 U. N, 550'— 55!,-. Ll^d.ös!trr,.TlitN..bNOsl.KM 406'— 4,<>._ Osterr. Nordweslbahn «00 fl. E. 43b-— 437-— d,„o(Ut. U.)zn»u ll.V.P.Ul! 423— 425-^. Mag.VuxerVsenb. 1N0fl.ab«fl, 2l<— 213 — 2»aatke<8ef., neue Wlemr, Prioritüt«.«Nlen 10« ,l. , - - -- . U>nar. W«ftbahn (Raab-Graz) «0« fl. S.......338 — 402 — W^. !i°lasb,.?'N<«>»,.Ves. «lX» e,t, per Ultiuw 625 2b «26'25 Kreditbank all«, un«., lllx» sl. 736 — 7^7»— Lsp,sitenb»»I, aUg,. 200 fl. 452-— 453-— Eilconple. Geiellschast, niede.- isterr., 400 Kronen . . 55« — 553 — G il>' und Kasfenverein, WIe»e< »0« sl....... 448 — 452'— Hipulhelenbanl. «sterrelchilcht 200 ll b»/« »<«..un«. Uanl «400 Krone» 1776 — 1786 — U llonbanl L00 fl..... bü4'50 bL5 — B rlehrebanl, all«.. 140 !I. 324— 32550' Inouflrit'Mtrntlimuugtl!. Vauge!.. all«, öfterr.. l»n ll. . 105'— i«7 — BcüxerKohlenbergb. Olf. l«0!l 70?-— 712 — Eisenbahnw,.LelI)g..trstl. 100N 196-— 1V7-— ..Hlbemübl", Papiers. u.V,'« I85-— 130-— Eletti..«»es., all«. «Nerr.,wo fl 4«?— 40«— detto Internat., »oosl. 5«3— 585'— Hirtenberger Patr», Zündh. u. Met..Fal»ril 4«aKr. . . 913— »19 — lllssinger Vrauere! loo ll. . . 258'— 262 — Vioütan.GeseMch^.österr..alplnr 585— 586 — ..Pilbi.Hütte". tiegel<,uhN fl......2392 — 3402 — R n>a»Vturanv »Salgo'Iorjane' Eisenw. 100 fl..... 50750 508-5« Valgo.iarj. Hteinlobleii lOu fl 551— 554 — .Echwglmühl". Papiers., »oafl 310- 3,7-..Schodnica". «,.«. !. Petrol, Ind.. bo« Kr..... 475 — 476 — „Ntenrermühl". Pap!erl»l>re , 9Ü8?^ ^"7 Piri«....... 95-82 > «602^ Züllä» und Va«e! . 35 45 sü «" Valuten. DUalen . , ll3? H40 20 Hranlen-Ntücke , , 1» eo l« 2» ««.Marl-Etücke , , . . 23'52> 23 b8 oeul^cbe Vlrlchltxlntnolen . 117-7<>! 1179« ^talienilchc Bauliwten 95 85! ^'^ Rubel^iole» , . 252"! 2'53" Ton Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Iconen etc., I>e¥lNen and Vnli>(«n. (4> Los-Versicherung. Bank- -vj.n.d. "^7"ecla.slerg-escli.fi.ft I^nlbat-li, Htritnrfi;t\.HHO. Privat-Depots (Safe - DepoHit») Virzliiioi vii BirilDligeo In Kitti-Kirrut ati iirf fllre-fiiti.