Mibacher Nr. 41. st. »l, b«l»j. I. b W. Füi bi, Zusttllilxg ln« H«u« halbj, 50 fr. Mit der Post ,b t,.. gre»«« pr. Zeil« » li.; iel »fter»» Vildnholu»«» pr. Zelle » li. 1877. AiMcher Theil. «llleMb^/^.^^^^lische Majestät geruhten mit E'Nhebm ^"Vl«ß''>.g von, 14. Februar d, I. die Lind. Lmltnschiffstaftitäns Karl Ritter von dtrl l M^" ^'" Dienslcsposten als Kommandant wcnduna ' ""/'^^^'"'^ '"^ b" Bestimmung zur Per. und an '!"""ioen Seedienste, allergnüdigst anzuordnen Kronnnw " ^lelle den Linienschissskapitän Karl Nlademie ^"'" Kommandanten der Marine' AlltMchs./, «"^ l- «postolischc Vtajestäl haben mit Sfrditen. ^^"ßung vom 11. Februar d. I. dem chtil inM' ^'^". Theol. Dr. Rupert Prece-"llerm'ä^"" ^ goldene Verdienstlreuz mit der Krone ^W zu verleihen geruht. llllttl,i)1's. ^ /r!"b l. Upostolischc Majestät haben »nil Leiter d-. V^"-^^^"'^ """ ^' Februar d. I. dem ^hann I^M'samter der Directiou der Staatsschuld ^"slleist, ^ ^^ Anerkennung seiner vorzüglicheil "UttMk 's^ das goldene Berdiensttreuz mit der Krone ^"W zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Das tturatorengejetz. Hlttt^^"^ der juridischen Kommission de« u)" Inform .'^ "^" ^., Gesetzentwurf, detreffmd die ""chul..n, , ^" Kuralelgerichts erforderliche "uf Inhadti s ^liher """ Pfandbriefen oder von "" Ttltii- "^" oder durch Indossemc.tt übettrag ^'«hitntu ^"ld verschrei bangen, ist dieserlafte ^°lnm,^^"'t aus demselben zu intnehmen, war die ,."" Gchtzt ut. l'cht, daß an den Prinzipien, welche "'»".nicht g °" .^ "p" l874, Za^l 40. zugrunde ri«.. ^"sl h "^tll ««den darf. »?, -^ lllim^^"« des Oesetzes —heißt es l« Bc-T.^?^°rs sl "^t leugnen, daß die Aufstellung eines dc ^"ddersH^ ^'° ^itzer von Pfandbriefen und un>. "" de« w °""»en im § 276 b. O. B. und in t° .? li« eben V^""^lt..is,es ihre Begründung ft:.de Ps«n^ p"°i 0li ^"" ^""" könne, ob dieser Kura> ci." trieft ^„''3 """"" "nd den Besitzern dieser WM^""t wtr.,n s ^^"^uerschreibungen "« Nccht ^e zu bestelle« !°ll, einen Bevollmächtigten nach ihrer °ll «> ihrer 2.^ " der Abschluß wichtigerer Äc die V.. gesehen v?» . """s abhängig gemacht weiden li..^^i8sttn dr.,. ^" theoretischen Bedenken, sprechen °""° der'".PHchen Gründe gegen eine Bergewal, oder dlssenlierenden Besitzer solcher Papiere durch Majoritätsbeschlüsse. Die Analogie mit dem Konkursverfahren ist hier nichl zutreffend, denn dort Hal man es mit Gläubigern zu thun, welche ihre Forderungen angemeldet haben, während hier auch die Rechte jener, die nicht «scheinen, gewahrt werden müs» sen; dort handelt es sich um einer bestimmten Person zustehende Forderungen, hier u« Papiere, die täglich an andere Besitzer übergehen. WaS insbesondere die Wahl des Kurator« betrifft, so ist nicht zu übersehen, daß dieser nur dann ein Ver» treter werden tonnte, wenn er eben durch die einstimmige Wahl aller Besitzer dieser Pfandbriefe oder Theilschuld, oerschreibungen bevollmächtigt würde, was faktisch unmöglich ist, daß er somit, insoferne als er auch die In» teressen jener, die^ ihn nicht wählten, zu vertreten hat, die Eigenschaft eines Kurator« und die zum Schuhe der Nichterschicnenen nothwendige gerichtliche Gcnchmi. gung der Kuratclsbchörde nie entbehren ldnnll, und daß die objektive, leidenschaftslose Stellung desselben gewiß nichl erleichtert und gesichert würde, wenn man seine Bestätigung von der Majorität der erschienenen Besitze solche Papiere abhängig machen wollte. Die Majorität der Kommission dcö Herrenhauses war daher mit der Regierung einverstanden, daß es sich nicht um einen e»t« scheiomocn Ucschluß oer Majorität, sondern nur darum handcln könne, den Interessculen Gelegrnhcit zu ^ebcn, chre Anschauung zur Geltung zu bringen und Maßregeln zu treffc», welche geeignet sind, die Last der Verantwort« llchteit des gemciniamen Kurators und des Kuratel» gerichtcs zu erleichtern. Die Kommission des Hcrrcnhau» ses halte daher nur in Erwägung zu ziehen, ob der von der Regierung gemachte Vorschlag, daß eine Versammlung nur zur Aeußerung über die der Versammlung vorzulegen» den Fragen einzuladen sei, zweckmäßiger sei, oder ob es oem Interesse der Besitzer von Thtllichulducrschrtiliun» gen mehr entspreche, wenn dicjelben ^ertraucnslnäll.ler wühleil, die ihre Interessen wahren. Die ttommisslon glaubte sich für oas letzlere entscheiden zu müssen. E« schien ocr Kommissiüu praktischer, zu verfügen, daß stets, wenn der Kuralor aus einem Aulasse bestellt wird, wel« cher erkennen läßt, daß derselbe eine solche Rechtehllno« lung werde vornehmen müssen, die wegen ihrer Wicktig« leit einer luratorischeu Genehmigung bedarf, eine Ber« sammlung der durch de« gemeinsamen Kurator vertre» tenen Besitzer zur Wahl von drei Benrauensminneln und von drei Ersatzmännern einberufen werde. Nachdem die Regierung sich dieser Ansicht angeschlossen hatte, mußte der Gesetzentwurf umgeändert werdeu und wird der mit der hohen Regierung vereinbarte neue Gesetzentwurf dem Hause zur Genehmigung vorgelegt. Die Reichsrathswahlen iu Böhmen. In der Alt' und Neustadt Prags und in vier-zehn überwiegend czechischen Vtädlebezirlen fanden am 15. d. die Ergänzungswahlen in den Reichsrath tatt. Es wurden hicoei überall die altrzechischen Kandidaten gewählt, und wenn man das Ergebnis mil jenem in den Landgemeinden zusammenfaßt, so ergibt sich, daß sich in dem früheren Status der passiven Opposition nichts geändert hat. Anders erscheinen aber die Dinge, wenn man die HahlenoerlMnisse bei den diesmaligen Wahlen ins Nuge faßt. Da ersieht man zunächst den Beweis der stets zunehmenden geringeren Betheiligung an den Wahlen seilen« d4I Stimmen. In den industriellen Vororten Prags Karolinenlhal, Smichow und Wyschehrad — erhielt der Allczeche Oliva 263, der verfassungstreue Kandidat Fabrikant Richter 121 Gtimmen (um 35 mehr als bei ber letzten Wahl). Noch «.mistiger für die BerfassungS« parlel gestaltete sich das Verhältnis in dem Piseler Släotcoezirlc; hier erhielt drr Allczechc Dr. Häßler 730, der verfassungstreue Kandidat Krcisgcrichts > Präsident Nechansly 2^ Stimmen; die vcrsasjungslreue Partei halle hier seit der letzten Wahl um 0tt Glimmen zugenommen. Aehnlich lft es im Czaslauer Bezirke. Hier sielen dcm Altczechen Dr. Ruth l)79, dem verfassungs» treuen Kandidaten Kreisgerichts'Präsiocnlen Przcdal 217 Stimmen zu (um 53 Stimmen mehr als bei oer letzten Wa^)l). In der Städtegruppc ^ciloimschl wurde der All-czeche Oraf Harrach mit i,12 Stimmen gegen den Jung» czcchcn Slaolowsty, der 124 Stimmen erhielt, und gegen den verfafsungstreuen Kandidaten Schindler, der 4d Stimmen erhielt, gewählt. In Tabor wurde Kte> lrczla, in Iungbunzlau Fürst Ocora Koblowitz, in Oilschin Prachcnsly — sämmtlich Ällczechen — gewählt. In ttömggllltz erhielt Hcilhammer mit 7i)2 Stimmen die Majorität. Der Iungczcche Hnizdo erhielt 165, der verfassungstreue Kandidat Dr. Aller 88 Stimmen. In Pilsen wurde der Altczeche Krosta mit 488 Stimmen gewählt. Der verfassungstreue Kandidat Rziha erhielt 52 Stimmen, obwol die Verfassungsparlei sich vom Wahllampse ferne hielt. In Schlan wurde der Allczeche Milde mit 517 Stimmen gewählt. Der Iungczcche Julius Gregr erhielt 379 Stimmen, der verfassungstreue Kandidat kandfr«ß 24 Stimmen. In der Städte» gruppe Przibram wurde der Altczcche Graf Clam»Mar-tinitz mit 759 Stimmen gewählt, der Verfassungstreue Hofrath Iefchle erhielt 2l6 Stimmen. «----------------------------------- ^euillewn. a° Die 3"l Hermann Mosenlhal f. ^^.tsch'"w'neinde Wiens und im weiteren Sinne ^ "ft«n V""^ hat in dem am 17. d. M. t a ""'" Dlchte/^unden "' Wien plötzlich dahin. H°s. ^'"" ihrer l,^°"°" Herm».,n Mosen. '<<> V h"°e u^7°"°""dste" Mtt,lieder verloren, ftstc c^ ""'^s u"V. ^"' °°" 56 Jahren erreicht; i« H«"''^lt hä e^cill^"7 "^"" ^'ltal., selni «her errath«., lassen, al« ein ^Ä l° 2"dc l die Nachricht ^ch r ^°über ^ h°t daher »H ' "'"ts ch«n 'F"l« traurig beruhn. «., der ^ai-D°f>"".v°r a^7^ ^^etts beliebter Gast; seine '" frl." wir ni^'i"^ ^^"'^ "°" "ltenbüren- ^ sowie seine reiche Productionsgabe werden allseits aner. lannt, wenngleich nicht alles, was au« seiner Feder lam, den Gtempel der Vollendung trug. In jedem Falle aber müssen w,r in dem Tode Moienlhals den Verlust eines ber begabtesten und thätigsten Vertreter der deutsch-öster. reichischtn Dichtergemeinde betrauern. In ähnlichem Sinne spricht sich auch die „N. fr. Pr." aus, die dem zu früh Verstorbene« nachstehende ehrende Würdigung widmet: „S. H. Mosenthal wurde am 14. Jänner 1821 in Kassel geboren und kam schon mit 20 Jahren — 1841 — nach Wien, woselbst er das Glück hatte, durch feine Stellung als Erzieher in dem Rothschild nahc vcvwandten Hause des Herrn v. «Äoldschmidt sofort in gute und ihn mächtig fördernde Brziehuugrn zu der vornehmen Well zu kommen. Er halte, nach vollende» ten Oimnasialstudien in seiner Heimat K«ssel, die tech» nische Laufbahn betreten, eine Zeitlang auch das Poly tcchmcum in Karlsruhe besucht, diesem Wissenszweige jedoch bald Valcl gcsaat und keinerlei Fakultätsstudien gemacht, war ganz und gar Autodidakt. Die ftlosoftjche Dollorswürde hat er später von der kurhessischen Landes' Universität Marburg erworben. In politischer Richtung trat er niemals, weder persönlich noch literarisch, hervor. Seine portische Production war fast ausschließlich dramatischer Natur. Im Aller von 25 Jahren trat er mit dem dramatisierten Volksmärchen: „Der Holländer-Michel" hervor, welches 184ü im Theater an der Wien vor dic Kämpen kam; diesem folgte 1847 ein Drama in drei Auszügen: „Die Sklavin," auf derselben Bühne; doch hatten beide Stücke keinen dauernden Erfolg. Zwei Jahre fpäter (1849) trat Mosenthal mil zwei dramatischen Gedichten zugleich auf. Mit dem einen, „Lacilia von Albano" (aufgeführt am 18. Dezember 1849), öffneten sich dcm jungen Dichter die Pforten des Burg. theaters; mil dem andern, „Deborah," welches auf dcm Bnrglheater erst am 28. Juni 1864 aufgeführt werden dürfte und seither vierzigmal gegeben worden ist, begründete er einen Weltruf. „Cäcilia" erfchien nur achtmal auf den Brettern dcs Burgtheaters, und ein Befehl dcs Oberstlämmerers verordnete, daß alle Kreuze auf der Szene beseitigt und alles entfernt werde, „was in der äußereil Erscheinung an das Priesterthum erinnern könnte." Hingegen machte „Deborah" ihren Weg durch alle fünf Welttheile, wnrdr in alle lebenden Sprachen üwsetzt. In einem anziehenden Artikel in Paul Lindau's „Gegenwart" (Jahrgang 1874) erzählt Mose„lhal einiae« aus den Schicksalen des Iudenmädchens. Mosenthal, von dem Vorgänger Vaubc's zurückgewiesen, hatte das Stück nach Hamburg an den Direktor Baison gesendet; dieser führte es mit Antonie Wilhelmi auf und hotte damit ein Kllfseustücl gefunden. Das zweite Debut der „De-borah war in Brunn. Frau v. Wasowicz. später e»nc glückliche Darstellerin alter Frauen im Karltheater, glänzte in der Titelrolle und verschaffte dem Stulle einen großen Erfolg. In Wien wurde die ..Deb°"h zuerst im Theater an der Wien aufgeführt °»' «b'Nde des Taaes, an welchem die octroy.erte Verfassung er-lassen wurde. Amal.e Weihbach sv^ Madame Miltell-Weißbach, wlrtte begeisternd, würol« 314 Die Orientdeialte im englischen Parlamente. Die Aufmerksamkeit der politischen Lesekreise ist gegenwärtig in den Sitzungsberichten des englischen Parlaments concentriert, da« seit seiner Eröffnung am 8. d. in faft täglichen Sitzungen die Orientfrage in den Kreis seiner Debatten zog und auf Grund des ihm bekanntlich vorgelegten reichhaltigen Blaubuches schon so manche aufklärende Streiflichter auf die diplo« malischen Vorgänge vor, während und nach der Kon> ftanlinopler Konferenz geworfen hat. Ueber die letzte bisher bekannte Sitzung der beiden Häuser vom 14. d. liegt nachstehender Bericht vor: Im Oberhause erhob sich, bald nachdem der Lurdtanzler seinen Sitz auf dem „Wollsack" eingenommen, der Obttsllämmerer, Marquis v. Herford, und ver-laS die Antwort der Königin auf die Adresse des Hauses in Erwiderung auf die Thronrede. Dieselbe lautet: „Ich danle Ihnen aufrichtig für Ihre loyale und unterlhänige Ndresse. Ich baue mit Zuversicht auf Ihre ernste Er« .wägung der Maßregeln, die man Ihnen unterbreiten wird, und ich werde stets bereit sein, mich Ihnen in dem Bestreben, die Glückseligkeit und Wolfahrt aller Klassen meiner Unterthanen zu fördern, anzuschließen." ^ord Granoillc wünschte zu wissen, warum in dem Blaubuch über die orientalische Frage leine Berichte über d»e Unterredungen des Marqals o. Salts-bury mit Fürst Bismarck, Marschall Mac Mahon und dem Herzog Decazes enthalten seien. Wenn es wichtig sei, daß das Publikum die Stimmung Italiens und Oesterreichs kennen solle, sei es nicht weniger wichtig, daß es von der Stimmung in Berlin und Paris Kenntnis erhalte. Er müsse annehmen, daß die Per» öffentlichung dieser Berichte aus Grünoen der Schicklich, kett unterlassen worden. Der Earl o. Derby erwiderte, die große diplomatische Erfahrung des Fragestellers habe die Antwort anlicipiert. Die Veröffentlichung von Unter, redungen mit fremden Staatsmännern, die oft vertrau» llcher Natur seien, müsse »othwendigerweise von der Discretion des Slaatssetrelär« und der Regierung ab. hängen. Während in den Unterredungen mit den Mi« nistern Oesterreichs und Italiens nichts gefnnden wurde, was deren Veröffentlichung verhindern dürfle, waren die mit der französischen Regierung und Fürst VlsmarÄ ge« führten Besprechungen vertraulicher Natur, und er (Derby) zögere nicht, zu sagen, daß deren Publication ein un« angenehmes Gefühl im Auslande erzeugt haben und als ein Vertrauensbruch betrachtet worden sein würde. Lord Granollle erkundigte sich zunächst, ob es wahr sei, daß der amerikanische Fälscher Brett, dessen Auslieferung an die Vereinigten Staattl. anfänglich ver« weigcrt wurde, nachträglich doch bedingungslos ausgeliefert worden. Kord Derby erwloerle, dies sei geschehen, nachdem die Differenzen, die zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten bezüglich der Auslegung des Auslieserungsoertrages eine Zeitlang bestanden, beigelegt worden. Es schwebten indeß Unterhandlungen betreffs deS Abschlusses eines neuen VettrageS. Lord Stratheden und Campbell kündigte an, er werde am nächsten Moniag die Aufmert. samleit des Hauses auf den diplomatische», Schriftwechsel bezüglich der Angelegenheilen der Türlei lenken. Im Unterhause begannen die Unterhandlungen wieder mit einer wahren Legion von Anmeldungen und Anträgen, an denen die orientalische Frage den Löwenantheil hatte. Kord R. Montagu kündigte eine An. frage an bezüglich der Wahrheit einer Angabe dcs Marquis o. Salisbury, daß die Griechen des otlomani- schen Reiches vollständig berechtigt seien, eine Rebellion für ihre Freiheit zu beginnen, sobald sie dies mit Aussicht auf Erfolg thun könnten. E. Ashley beabsichtigt in kurzem die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Beziehungen zwischen Nbyjsinien und Egypten, sowie auf die Ausbreitung des Sklavenhandels im Rothen Meere seit der Eroberung Sudans durch Egypten zu lenken. Lowther. der Unter-Staatssekretär für die Kolonien, erklärte auf eine Anfrage Potters, daß die Regierung vorderhand nicht beabsichtige, Schritte zur Abschaffung der auf Malta erhobenen Eingangszölle auf Getreide und andere Nahrungsstosse zu thun. In Erwiderung einer von Mills gestellten Anfrage bezüglich des Sturzes von Mithad Pascha theilte der Unter.Staatssekretär für aus-wärtige Angelegenheilen, Vourle, mit, das auswärtige Amt habe bis jetzt leinen detaillierten Bericht über die Entlassung des ehemaligen Großoeziers erhalten, aber von der türkischen Botschaft in London sei dem Amte angezeigt worden, daß der Minlstcrwechsel leine Veränderung der bisher verfolgten Politil zur Folge haben «erde und daß die vorgeschlagenen Reformen ausgeführt werden würden. Sir H. Havelock bat um Vor» legung eines detaillierten Ausweises betreffs der Genie» Ossiziere, die seit August nach der Türkei gesendet wor. den. Der Kriegsminister erwiderte, er sei bereit, die Namen und Rangstufen der Offiziere mitzutheilen, aber er müsse es ablehnen, oie Instruclionen, welche den Offizieren mitgegeben wurden, sowie die Details ihrer Functionen zu veröffentlichen, da sie zur Erlangung von Informationen für die Regierung und nicht für das Publikum nach der Türlei gefchiclt wurden. Die türlischc Regierung habe die Dienste der Offiziere nicht verlangt. Samuelfon erkundigte sich, ob die Depesche von Lord Loftus a,i Lord Derby, datiert 2. November, in welcher ersterer mittheilte, der Kaiser von Rußland hätte sein Ehrenwort verpfändet, daß er leine Absichten auf Eroberungen oder auf Konstantlnopcl habe, und Lord Derby'S Antwort vom 3. November, die Befriedigung dcr Regierung über diese Versicherung anSdrücleno, dem Schahlanzler am oder vor dem 9. November mil gelhellt worden seien. Der Schatztanzler: „Ja, mein Herr; na« türlich sind sie ihm vorgelegt worden." (^aute Eheero.) Die militärische Vereitjchast Rußlands. Gegenüber den vielfachen vagen und eben deshalb start auseinandergehenden Angaben über die Höhe der esset« tioen Streitträfte Rußlands , die bi« zur Stunde mobilisiert sind, ist die ,Pol. Korr." in der Lage, im Nachfolgenden eine ihr angeblich von kompetenter Seite zugehende und auf authentische Daten sich stützende Darstellung zu veröffentlichen, welche ein richtiges Bild der militärischen Bereitschaft Rußlands zum Eintritte in eine Campagne gegen die Türkei zu geben geeignet ist. Der Gewährsmann des genannten Blattes schreibt: „Es ist selbstverständlich, daß alle Versisnen über den in den russischen Puloerdepots vorgefundenen Kohlen« staub, über die Bataillone, welche berauscht werden mußten, um sie einwaggonieren zu können, über die Regimenter, welche fünf Tage unverpflegt blieben, — lauter Versionen, welche das militärische Unvermögen Nußlands dotnmenticrcn solleil — in da« Gebiet der Märchen gehör-n. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Rußland in diesem Augenblicke eine Armee an seinen südlichen Grenzen conce.ltriert hat, die in ganz richti-geni Verhältnisse zur Größe seiner Bevölkerung steht. Diese Armee mag vielleicht manches noch zu wünschen übrig lassen, will abev immerhin mit europäischem Maß. stabe gemessen sein und ist deshalb befähigt, jeder anderen ebenbürtig entgegenzutreten. Die türkische Regierung hat in» Kriege gegen Ser bim und Montenegro wol nicht jene Anstrengunssen ^ macht, welchen sie sich jetzt unterzieht. Trotz dcr M spannung aller Kräfte ist es ihr aber bis jetzt nicht l>e< lunnen, mehr als etwa 100,000 Ma^n in BuWten und 60,000 Mann in Armenien zu versammeln. Oeaenu"" diesen türtischen Streillräfteu darf die bis h"" ">' gebotene russische Militärmacht für mehr als ausreicht«' angesehen werden. Die mobilen russischen Armeen bestehen im «UM blicke aus 20 Infanteriedivisionen (von 48 Divisions der Gesammtarmee), 3 Schützenbrigadcn (von 8), 9^' vallericdivisionen (von 20), 150 fahrenden, reiten^ und Gebirgsbatterien und einem Belagtrungsmatena von mehr als 500 schweren Geschützen. Die Berthes dieser, zwei Fünftheile der gesummten Armee umfalle' den Strcitträfte ist gegenwärtig folgende: ^.« In Translaulasien, unter Kommando ^ Geueraladjutanten, Generallieutenant Loris - Melmw stehen bereit, die Grenze zu überschreiten: 4 Infant" divisionen, 1 Schützenbrigade, 2 KavalleriedimsM' 9 Kuban- und Tercl-ztosaleuregimenter, l!5 FtldbatieM und eiu Bclagerungsmatcriale vcm circa 150 s^^ Geschützen; zusammeu N5,000 Mann, darunter 9^ Combattauten. Hierin sind nicht eingerechnet die Alexandropol und sonstigen Grenz'Fortifications p^ manent dislocierten Fcstungstruppen von 4- bis o Mann. ,„ Zur Bewachung des ^illorale« am Schwall Meere von Kerisch t»s Alerman stehen unier « manoo deS kommandierenden Generalen dcs ^^! Militärbezirkes, Gcneraladjutant, Gmerallieule"« Scmeta, 4 Infanterie Divisionen. 2 Kavallerie-Divis"". 28 Feld.Vatlerien und die Festungstruppcn von Ke"! ' Olschaloff, Binder, Aterma,, nedst sonstige" a" ssuste vercheill'i» kleineren Abtheilungen; zu^'"' 100,000 Mann, darunter 80,000 Eomvcmanlen. In Vessarabien, und zwar in, Naumc MI^ dcr moldauische» Grenze und den KnotenpnnlttN o! rinla und Nazdjclnja der Oocssacr Eisenbahn, des" ^. sich unt'.r Oberkommando dcS Großfürsten Nllolaj . Truppen der Südarmee (welche bei den Russen l-, ^ ihrer Aufgabe entsprechend, als die „aktive Ar"'" zeichnet wird), in cngm Eantonnicrungen z"^I,hell gedrängt. Sie formieren vier Armeccorps nnd bc! ,, aus 8 Infanteriedivisionen, I. Sntzcnlirigadc, 4 " , lcriedivisioueu, 12 Kosaleuregimeulern (anßer l ^ welche ihre Eintheilung in den Divisionen Habens Feldbatterien und einem Belagerungömatcriale vo^,/ schweren Geschützen, welche, sofcrnc es die VesM^i der anzugreifenden Objekte erheischen sollte, nächst weiter vermehrt werden können. Außerdem ist dic . ^ mit einem umfangreichen Pontonparle und s^A' Pionniermaterialc zur mehrfachen Ueoerbrückung A.^' nau versehen, überdies mit einigen Abtheilungen ^?, ^>l truppen für den Kampf auf diesen» mächtigen «? dotiert. . F Der Gesammtstand der Armee (elnschlieM^ Verpfleg«- uno Hanitätsanstalten) beträgt 200,(1^ ^» darunter 150,000 Eombattanlen. Die «eibw««^ Großfürsten ' Oberlommandanlen besteht aus 1 ^ und 1 Teret.ttosaleneslaoron des kaiserlichen Oe" ^ In dem Raume zwischen Kameuiec.Podolsl', ^l und VladlMlr.Volinstl stehen als Reserve der 6"^' ^«' 4 Infanlerie-Dioiftonen, 1 Schützen.Origade ""^F" vallerie-Dioision. Diese Truppen sind gleich den u ^ lriegsgemäß ausgerüstet und können üblr "t"' sa>l>' Verzug in die erste Änie einrücken. Sie zahl" l ^ men 75,000 Mann, darunter 60.000 (5°"'°"" ^s, Als Kosalen.Resfroe sind 10 Regimenter zn""«"^ gab Nolte den Pfarrer, unvergleichlich Lußberger den Vater Lorenz. Potorny hatte dem Autor die zwanzigste Vorstellung als Benefize zugesichert, gewährte aber demselben schon den Ertrag der zehnten Aufführung. Mosen» thal hatte geglaubt, mit diesem Rührstücke ein Plaidoyer für die Emancipation seiner Glaubensgenossen geschrieben zu haben; aber diese selbst schienen anderer Ansicht, und einige Honoratioren der Iudenzemeinde richteten an den Dichter herbe Vorwürfe und meinten, die Injurien, welche die Steirer in dem Stücke den Juden in« Gesicht schleudern, verbitterten die Stimmung gegen die Juden. Zwanzig Jahre später wurde in Graz die erste Iuoengemeinde constituiert, und der Vorstand derselben gedachte in seiner Festrede der „Deborah" und ihres Autors und bezeichnete letzteren als denjenigen, der den Juden den Weg in das Alpenland gebahnt habe. Das Hoftheater in Berlin brachte ..Deborah" 1350 in musterhafter Aufführung mit Bertha Thomas in der Titelrolle, Moriz Rott als Abraham. Iofef Wagner als Josef und Malwina Eck als Hannah. In München feierte Fräulein Damböck (jetzt Frau Straßmann) Triumfe mit dieser Rolle, in Hamburg ebenso Zcrline Würzburg (jetzt Frau Gabillon), in Frankfurt Fanni Ianaufchel. Diese Künstlerin und Klara Ziegler machten die „De. borah" zu einer Paraderolle und zogen mit derselben durch die Welt. Denselben Erfolg hatte das Stück in czechischer, polnischer und ungarischer Sprache. An allen Hoftheatern, auf allen ProvinMhuen, ja selbst auf Schmieren" ist e< ständig im Repertoire. Adelaide Ristori begeisterte Italien, Frankreich, Deutschland und Amerika al« Deborah; ein Jahr lang spielte Miss Kate Bateman in Newyorl die Rolle allabendlich, und im Adelphi-Theater feierte sie an 500 Abenden al« Leah — so hieß in England die Titelheldin — unglaubliche Triumfe. 1850 erschien Mosenthal mit einem Literaturstücke: .Ein deutsches Dichierlebtn", einem fünfalligen, nach Otto Müllers gleichnamigem Roman gearbeiteten Schauspiel, das am 12. September 1850 auf dem Burg. theater zum erstenmale und im ganzen (bis 1862) einundzwanzigmal aufgeführt wurde Das Stück, welches das Ver. hältnis Bürgers zu Molly behandelt, ist von der ge< sammten deutscheu Kritik entschieden oerurtheilt wegen seiner verfehlten Sloffwahl und unsittlichen Tendenz. Mit dem „Sonn wen dhof" betrat Mosenthal wie. der das Terrain des BauernstückeS, und zwar mit glück» lichstem Erfolge. ..Sonnwcndhof" hat neben „Deborah" dem Autor am meisten Glück gebracht; das Stück machte die Runde über alle Bühnen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Am 17. Februar 1854 ging ts zum erstenmale über die Bretter des Vuratheaters, mit Frau Hebbel als Monica, Joseph Wagner (der bald die Rolle an Baumeister abgab) als Valentin, Frau Haizinger als Crescenz, La Roche als Mathias. Würz« bürg als Anna, Anschütz als Pfarrer, Meixier als Kesselflicker. Jeder bot eine Meisterleistung. Das Publi. tum weinte Thränen der Rührung, ließ es sich sechzig« mal vorführen und achtete nicht darauf, daß die Kritik die etwas trivialen Bühneneffeltl, wie Abendröthe, Almen, jodle?, Abendgebet, Glockengeläute, dem Aulor nachrech. ------------------------------------.— l^. nete. Im Jahre 1859 (l2 Dezembcr) brach" Wie lhal ein fünfatliges Drama auS der dänischen ^ ^e» auf die Bühne des Burgtheaters: ..Dün"" - ^ ^s" von Alt-nbüren", ein vlerat'iges Schaut' ^ "' der rothen Erde Westfalens spielt und ebe" ^ebe" Bauernstück ist. Es erlebte zehn Aufführungen^ ^. warnte die Kritit den Dichter ductlon, vergebens trat sie, in Rückst aus !<' ^l»'^ streng und ernst auf, um ihn nicht 9«^. ,,la ^ verfallen zu lassen. 1869 brachte er ..Ila^^d^ sini", das seinen Erfolg der großen Begabun«^ stellungslunst der Woller zu danken halte, w ^ Y ^ i" fast sieben Jahren 23mal gegeben wurde- ^^,< , risches Dr°ma: ..Matyna" (aufgeführt a" ^ ^ l 1870) siel gänzlich ab und erlebte nur st"' ^ s lungen. In „Madelaine Morel", einen» > . 315 s°nnen 10nU^°""i" mobilisiert; fie zählen zu. sni»l!ch n.^ ^""' darunter 8000 Combattanten. "t mobiW«t,«^"^"'l"i°nSmaßlgen Erfatztörper für "e <" Z "u?t ^"ek? °ufgeftellt. Ihre Aufgabe ist, "gebtnden »k.! ^a" bil der mobilen Armeesich 'Hl 1000M «n ^" ^^n, zu welchem Eube sie schon »^ ^""" in Bereitschaft haben. l"'8' niel ip .7 ^'^ "e militärische Machtentfal-^ltt zu ael„n c? "^ ^^ner orientalischen Politil al« ^000 Man» nothwendig erachtete, in mehr als bt" Gremen "'l"°"l "^^" ungefähr die Hälfte an und nur Befehles politische Uebersicht. Die .. ^"""^ 19- Februar. der österreichischen ^nen, da di, n ?^" "'^l vor Mittwoch stattfinden Wtsultate fübr-n ". ^""^""^" ^"^r laum zu einem pourparlers ^"^°"lten. Samstag fanden in Wien Uusglelchuna !p. ^"" beiderseitigen Ministern zur Me .V" °bschwebenden Differenzen statt. "lldtt, h«t ^„"""baptster Korrespondenz" aus Wien ^ Tlsza sein, ""»"rische Ministerpräsident Herr ^inisterloll '' " Budapest wellenden provisorischen !"^«fi,« «^ ^ende, Perciel. Pechy und Bedelooit ^dung «ine» . " Drusen, um eventuell die Neu. gebenden N^"U°cha>" Kabinette«, wenn die ob. "'ll">' zu ei.^ !^""U°" mit den österreichischen Mi. ^"d"e Au^°^'»"l Verständigung führen, wozu be. « ^ fran.^?^n ist, sofort durchzufuhren. "Nag lhreSk ' '""" Kammern haben am Don. ?° "u>, ^, «""sln wieder aufgenommen und werden l h""s sorts«,,« ü..^^lriel. hoffentlich ohne Unter- /" ^l Differ,.,, "" neuesten Par.scr Meldungen las. >v ^uc Dec°^ ^'^" dem Con>cllspräsit>enten und ^ ^vcsen .,« "°" ^"" eine Woche her viel die > wi d', ' "'Mg beigelegt ers^nen. Die Au«. "^«"^n d«« m)"°"i°llen beze.chnel, sie soll den Be- !>°« ^ui lg /^lchall.Prüstoenlen zu verdauten sein. W^Nis'che U Ü^ l" ^ndon der Voranschlag für 2^u «egeb^"^et des Rechnungejahre« April I" ^.7^,? " «"«nähme der für Rüswngen Di/ Zllon aus. s ""^° bekanntlich ein «nlehen dts dä^rität ?^' «der nicht subscribiert wurde, einer Aschen ,^l,?.^""' bcs Finanzausschusses "n del 5" Kr°,"n "^?^ beschloß die Nerlheilung ^.. bcitslo«,,."" ?^ Kommunen zu beantragen, bettle >ff V'^ "bzuhelfen. bav."?>th,^^ liegen heute zwei "ch citiert i ^°"n ^v- Die offiziöse ..Ag. Aun,«" Uebere n, l ^r bestimmter Form alle Hinsicht. ^ra"7'en in Um?"^ Mschen Rußland und tung .ftungen. Eg"""l befindlichen Meinungen und ^° ' "'n Ueberein? ^agt, die rumänische Regie. "^A.^ """Nlnunnng mit der Mehrheit des« LandeS" gegen jede Krlegsidee, gegen jede Eombination, die geeignet wäre, die Verträge und die Eollectiv. Garantien der Mächte zu verletzen. Die Meldung von der Geneigtheit Rumäniens, der russischen Operations-armee eine „neutrale Zone" zum Durchmarsch an die Donau einzuräumen, wird ausdrücklich als falsch erklärt. Nach verläßlichen Berichten hat Montenegro eingewilligt, zwei Delegierte zu den Friedensverhand-lungen nach iionstantinopel zu senden. In Washington Hütte vorigen Mittwoch vor dem versammelten Kongresse verkündet werden sollen, wer zum Präsidenten der Bereinigten Staaten für die nächsten vier Jahre gewählt sei. E« ist dies indessen nicht geschehen, weil der Streit über die acht Wahl-stimmen Louisiana's und die vier Florida's damals noch nicht geschlichtet war. Inzwischen hat die Fünf. zchner-Kommission mit 8 gegen 7 Stimmen beschlossen, daß die Wahlstimmen Louisiana's als für Hayes ab» gegeben anzusehen seien. Mgesnemgkeiten. (Ein Kamps auf Leben und l»d im Pester Thiergarten.) DiesrNage fand im Thiergarten zn Pest zwi» jchen emcr Löwin und einem Leoparden ein interessanter Kampf auf Leben und Tod statt, der leider mit dem Verluste des Leoparden, einem der schünsten Thiere de« Thiergarten«, endete Wie „N. Hin." erzllhll, bewohnten der Leopard und da» kUwen° paar Nachbar-KUfige; sie lebten friedlich genug, da sie einander nicht nahe lommen tonnten. Die Zwinger sind nämlich durch rin aufzichbaiee Lifengittcr getrennt, welches man nur bei der Rei niguug dlr Räunillchleilcn öffnet. An einem für den armen Leo» parbeu verhängnisvollen Tage der vorigen Woche ließ der Nilr-er, nachdem er die Käsigt gereinigt holte, die Kette, mittelst welcher die Elttei'Lchtidewand aufgezogen wird, an« Verschen hän< gt«, lchne dieselbe »n da« Schloß zu legen. Nl« die Thiere wieder in ihr« Käfige zurückgelassen wurden, fing hie Löwin an mit der Kelle zu spielen, indem sie dieselbe mit den Zähnen ersaßle und sich daran balancierte. Unter dem Gewichte der Löwin ging da« (sitter immer mehr jn die Höhe, bi« e« so hoch war, daß der Löwe in den anstoßenden Käfig de« Leoparden schleichen lonute Der Leopard hlclt eben Siesta, abcr durch da« Geräusch ausge« schreckt, erwachte er gerade in dem Augenblicke, al« der Löwe zum Saht auf ihn auoholle. Entsetzt sprang der Leopard aus und rel-tele sich durch die noch immer freistehende Oeffnung «u den Lö' wtN'Küfig. Da ließ die Löwin d,e Kelle au» den Zähnen, da« Gitter fiel nieder und sperrte den Löwen in den Zwinger de« Leo» parben, diesen aber «u den Löwen Käfig. Die Löwin griff den seltenen Vast sofort au, dieser versuchte zu enllomm^u und llan». merlr sich vcrzweiselt an die obersten Stäbe oe« Gisengitter«. Nber die Löwin erreichte ihn mit einem Sprunge und riß ihn zu Vo-den. L,n furchtbarer Kamps begann. Der Leopard wehrte sich verzweiselt; er brachte der Löwin große und tiefe Wunden bei, aber b»Id lag er leblot!, erwlirgt zu ihren Füßen. Der Löwe brüllte unlerdeß so schrecklich, daß alle Thiere im Garten ein sllrchlerlichc« Veheul anstimmten. Aus den gräßlichen Lärm eilten die Wärter herbei, fanden aber den schönen Leoparden bereit« in GlUcke zerrifstn. — (Oounod.) Oonnod, welcher sehr aberzläubisch ist und den Ziffern eine besondere labbaliftische Vebentung beilegt, hat, wie die „Ripublique fran^aife" erzählt, mit dem Musilalien» Verleger Gru« einen eigenthümlichen Vertrag abgeschlossen : er ucr» lauft demselben die Partitur sl T,"^. «!!""!«« liffcllt »«m°ch,e ^«!« nü°««"». In «'. ^.b°n,..n. ,.« u.h st, nur ^»r>3 ^°^ «l°!ch d» n?°".2"" «"««i« «'»ubi «lb^'««M^ ^'"''""" ^"' N°ch «»7 °°«°n«„ .^ «M'r und «rllll. und crwaid >>>,?, «>»°id? ^"'°>'" >»at ih« !i!,i „ ° .l, « " «. ^ °""°" W'W seines Glaubens — in den Zeiten dcr Concordats'Epoche eine Staatsanstellung zu erhalten, und zwar in dem Ministerium für Kultus und Unterricht, wo er das Amt eine« Bibliothekars versah, welches ihn nicht hinderte, ungestört seiner Muse zu huldigen. Seit dcm Jahre 1862 war Moscnthal verwitwet und blieb seither unoer, heiratet, stets umgeben von einem Kreise anhänglicher Freunde, die meist der Oper oder der Künstkrgenosscn-schaft angehörten. Schauspiel, Oper und Konzert sahen ihn als ständigen Besucher. Lebhaften Antheil nahm er an der Veranstaltung und Organisierung der Künstler-abende, an der Leitung der Gesellschaft der Musil. freundc, deren Directorium rasch nacheinander zwei der thätigsten Mitglieder, Eggcr und Mosenthal, verloren hat. Moscnthal hat zahlreiche, weit ausgedehnte Reisen unternommen. Bor einigen Jahren wurde er mit Titel und Rang eines Regierungsrathes und mit dem Eisernen . Kronen - Orden ausgezeichnet. Der Jahre«, bericht des Unterrichtsministeriums führt ihn als Eom. mandcur des italienischen Kronen«, des osmanischen Mcdfchidje., des tunesischen Nischan.Iftilhar-Ordena auf und bezeichnet ihn al« Offizier dc« mcxil«nischen Guadc. lupe-, wie als Ritler des sächsischen Albrechts-, de« belgischen Leopolds., deS Wcimar'schcn Fallen., des sachsen. trnestinischcn Haus- und dcö hannover'schcn Gneisen-Orden«, ltr war Besitzer der österreichischen, sächsischen U"d hannover'schen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft. Man sieht, es fehlte dem Dahingeschiedenen auch nicht an äußeren Ehren und Auszeichnungen." — («bhem, Pascha.) Ueber llbhnn Pasch» erlM die „Tchleftsche Zeitung" von einem höheren preußischen Mililllr, welcher au« früherer Zeit zu dm persönlichen Velannten »e« jetzigen Vroßvezier« zllhlt, nachstehende Mi«the,lnngen: „Ich muß oornu«schge findet ein Var« n,son«wtchse'. nnhrerer Vattericn dc« hiesigen Nrtillerilregiment« statt. Die m Görz, !iilulovce und Vuloo »r dillocierlen Vallericu rücken nach Laibach ein und an i^rer Glelle gehen hiesige vitlliien dahin ab. — lSlatistil der Lalbacher Diözese.) Dem neu lluegegebeneu Vchemati«mu« zufolge zähll die Diözese Laib ach 2) Dechanleien. 17 «»„onilate (h«»ou «erledigte), 273 Psarrcien (47 erledigte). 8 L°lall°pl»ne..'° (be.de erled.«l), 3 Vitariate. 11 alte «aplaneien (^ erledigte), " «l^«"« l9 erledigte), «30 5°°per°.uren («2 erledigte). 5 M^' '««»" (»lie unbesetzt) und 48 «nbere »...efiii.le (l6 «ab.setz«). I« 316 ganzen find somit 145 «teuen unbesetzt. — Veifil«che zilhlt die Niilzese: 15 Kanoniler, 459 Seelsorger, ^L6 in anderen Nn» ftellungen, 58 im Ruhestände, 25 außerhalb der Diözese, 24 nu« fremden Diözesen nud 49 Regularlleriler; außerdem 73 Ursu« linerinnen und 60 barmherzige Schwestern. — Die Seelen« anzahl betrllgt: 552.55« römisch« «atyolilen, 8 «riechisch. Unierte, 200 Vriechisch - «ichtunierte, 345 Prateftanlen und 14 gsraeliten. — (sastspiel.) Heute spielt der l. russische Hllfschauspieler Herr Stanislaus Lesser in «Marquis von Villemer" die Titel« rolle, welche eine der besten keiftungen diese« Künstlers sein soll. Morgen »iro Lande'« »Traf Essex" mit Herrn Lesser l»l« «Graf «fstf") al« dessen letzte« Hastspiel gegeben. — (Schadenfeuer in Waitsch.) Am 10. d. M. vormittag« ist eine auf offenem Felde stehende, dem Hllbler Paul Panze in Waitsch bei Laibach gehörige Harpfe vom Feuer ergriffen worden, welche« deren Vedachung und einen Vor-sprung an derselben einäscherte und auch den darin untergebrachten geringen Vorrath an ilulurntz» und Hirsenftroh verzehrte. Von dem übrigen Veblllte ist der grüße« Theil abgebraunt. Der Schade, der sich auf 75 ft. belausen dürfte, ist gedeckt, da die abgebrannte Halpfe und eine zweite ähnliche um den Velrag van 150 st. bei der wechselseitigen VianoschadtN»Vttsichtlung«gestllschafl asseturiert war. Am Vrandplatze waren eine Feuerspritze dcr Feuerwehr in Nailsch unter Leitung de« dortigen Feuerwehr Hauplmanne« Andrea« H»es, und eine Spritze der Laibacher Feuerwehr erschienen, welche letztere jedoch nicht thätig eingriff, weil da« Feuer bei deren Einlangen bereit« durch die WaitsHer Feuerwehr gelascht war. Ueber die Enlstchung«ursache de« Feuer« oerlautet, daß dasselbe oou zwei uubelaunten Mllnnern, die die Rlchtuug gegen Dobrava einschlugen, gelegt worden sei. Die geeignete« Echtbuugen werden l»e«bezüglich gepflogen. — (U«glücl«fall im Iorlaner Vergwert.) Nm 13. d. M. sind in dem ärarischen OueltsilbeilNergwerle in Idria die beiden Häuer Franz itolar und Simon Milelar durch den Abbruch einer größeren Oesteiusmasse wührend der Nr« beit g«lüdte.t worden. — (Ernte.Crgebni« in «rain.) Mil Rücksicht aus da« lebhafte Interesse, welche« die möglichst baldige «erüffentli. chung der Ernleresullate besitzt, wird seilen« de« Nckeibaumini« fterium« soeben ein lurzer Uu«zng au« den an da«selbe eingelang» ten ziffermäßigen Erule»Au«weisen Oesterreich« vor deren Nearbei« tnng für da« statistische Jahrbuch publiciert. Derselbe umfaßt die zlilinerernt« der Hauptgetreidearten und die Weinernte, weil diese Produkte für den Martt die grüßt: «edeutung habeu. Im allgemeinen läßt sich behaupten, daß die Weizenernten theil« al« „mittel," theil« äl« «gut mittet," die Roggenernlen theil« al« „Mittel," theil« al« „schwach miltel," die Gersten» und Hafer« «rnten al« „gut mittel," die Vlaisernteu von «schwach mitlel" vi« „gut Mittel" und die Nelnerutln in Dalmazien al« „sehr gut," in allen übrigen Ländern theil« al« „schlecht" theil« al» „sehr fchlecht" bezeichnet werden dürfen. — Wie wir dlesem Au«-zuge entnehmen, beziffert sich da« Ernte'Ergebm« de« Jahre« 1876 in Krain auf: 153.000 Hektoliter Weizen, 90.000 Helto. liter Roggen, 234,000 Heltoliter «erste, 861,00l) Hlltoliter Hafer, 306.000 Heltoliter Mais und 121.000 Heltoliter Wein. — l.Neue Illustrierte Ieit ung") Nr. 8 bringt nach-stehende Illustrationen: Baron Paul Tennyey. — Die Mauthausener Steinbrüche. Nach der Natur gezeichnet von I. I. Kirchner. — Der neue «ärntnerhof in Wien. Nach der Natur gezeichnet von Nreitwieser. — Eine Tiroler Karten«ufschlägerin. Nach dem Vemälde von E. Knrzbauer. — Feierabend. Original, zeichnung von E. Kurzbauer. — Muster für Frauenarbeiten. Nr. 1. Taschentuch. (Vuntstickerei, italienische Renaissance.) Ori« ginalcomposition von H. Strahl. — Text«: Pessimisten. Roman in zwei Vänden. Von F. von Stengel. (Fortsetzung.) — Di, Mauthausen« Steinbrüche. — Der Kärntnerhof in Wien. — Eduard Kurzbauer. — Optische Täuschungen. Von Dr. E. K. — Muster sür Frauenarbeiten. Von Dr. Ilg. — Varon Paul Sennyey. — Uiadelig. Noman von B. Vt. Kapri. (Fortsetzung.) — Kleine Lhronil. - Schach. — Silbenräthsel. — Buchstaben« räthsel. — «össelsprung. — ztorrespondenzlaften. Original - Korrespondenz. Ueifniz, 18. Februar. Nm 10. Februar veranstaltete unser neue eifrige Ortsfchulralh in den Oafthau«'Lotalität«u de« Herrn Ialob Arta eine »bendunlerhaltung mit Tombola und Tanz zum Vefien der hiesigen armen Schuljugend, «n dieser Veluftigung bethtiligten sich nicht nur mehrere Marltvllrger mit ihren Frauen und erwachsenen Töchtern, die meisten Herren Veamten, drr Lehr» lürper von Reisniz, sondern e« erschienen auf Einladung de« Vorsitzenden de« Orl«fchnlrathe« auch Schulfceuuoe aus Soderschiz, Niederdorf, Tütteniz, ja sogar an« Iobel«berg. Der Erlö« am Tombolaspicl, «n Subscription (darunter ein namhafte« Veschenl von unserem hochverehrten Herr» Nezirlshauptmanne) «°r glänzend; denn, nach Abschlag der Kosten far die werthvollen Tombolabefte, Decoration de« Tanzsaale«, Musil «. verblieb ein Neinerlrag von 26 si. 23 lr., au» welchem Betrage für arme Schulkinder NUcher, Schreib« und Zeichenrequifiten angeschafft werden; die ärmsten Schüler und Schülerinnen, welche wegen großer Entfernung vom Schulorte über Mittag in der Schule bleiben müssen und vom Hause au« wegen der Armuth ihrer Eltern oft leinen Nissen Brode« mitbringen, »erden mit Brod betheilt werden. Diefer Ichc »" ^ 118 —, österreichische jsranclihmlt -'—, »sterrcichischc M«^< 74-—, Lombarden 78 —. Unionbunl 53—. austr«-»""' ,. , V«nl- —, l!lot,dacl,ti! 3Ü0 —, anstro-ollomamlche b«" ,,^, »urtische «nse 17 25 Kommunal - Aulehel, 94'-. *^ —. Toldreute 74.20, Nachbürse: 20-FranlenssUlle 9 93. ^^^^ Kandel und UolkswiltljschastlO RndolsSWerth. 1^. Februar. Die Dulchsch"'"^ stellten sich auj dem heutigen Marlte, wie folgt:^^^^>^ Weizen per Hektoliter 10 70! Eier pr. St« «°rn ^ -. __ Mich pr. Liter - ^^ «erste „ — — , Nindsieisch pr. 5tlo ^. Hafer „ 3 50 , Kalbfleisch pr. „ ^ <° Halbfrucht ^ ——! Schweinefleisch ,. ^/. Hciüeu ^ b 80 ^ Gchöpsnsieisch „ ^^ Hirse ^ — ! — > Htihndel pr. StUcl . ^ -- Kulurutz „ 6 50 i Tauben „ ^ ' llrdilpfel „ -------- Heu pr. 100 «ilo i!insen ^ — — Stroh „ ^. '.. „ «rbsen ^--------^ Holz, hart.«, pr.Kub'l' z fl Fisolen „ ^ "- ! Meter. . - ^ Rindsschmalzpr. ililo — 80 ! — weiche«, "... ji ^ Gchwrmtschmalz „ — 89 Wein,roth.,pr Helto»' z«^ > Hpect, frisch, „ — 66 — weißer (neuer) ^ ^ ^ Apeck. geräuchert „ -— -^ ! Hasen pr, SlUlt'^-^ Angekommene Kremde ^ Am 19. Februar. .,B""' Hstel Vt«>t Wien. Kala, Hoffmann und Meil«^ Wien. - Oostlscha, l. l. Auskultant, Ellli. ^»«^, Hotel «lefant. Platon «ulanovöly, Professor, H, ^ Herzog, Hsu,., Wien. — Genvenuti, Sagur. -^ ^" «gram. . .O «udwels. > Mohren. Schlauwer sammt Frau, Sava. Heute: Zweite Gastvorstellung de« tais. russische« 9"'^»Hl Hrn. Slaüi«lllll« i!css«r: D e r M a r q ui« o o n "'., B OensalionSstUcl in 4 «lten von Eeorge» Sand, fu^ ^. «llhllt bearbeltet «ou Adolf Gonncuth^^-^ Meteorologische Beobachtungen^in^ai^ ß ^? W tt - 5l ik 6 « 3«^ L. ? « 5 6> e^ s'UMg^ 740.« -'L^NW.'schwach^ ^b" 5°« 19. 2 .. «. 738.,., -^. 5., SW. schwach A,, «,« 9..Ab. 73U.,« -0., SO. schwach "" „zF I Morgen« Nebel, sonniger Tag, sternenhelle M^ Ill,e«miltel der Wärme 4> 0 7', um 11' ubcr ?l^ ^,, Verantwortlicher Redacteur: Ott« m»r s«^^ oiil^li^kllt^. Wien 17. Februar. (1 Uhr.) «uf dem Marlte sür Liseubahnpapiere zeigte sich eine hochgradige Verstimmung. Im übrigen blieb die Vörfe wenig beschäM »«l> «ll«« Papierrente........68 b0 63 - «ilberrente........67 75 68 - «oldrent«.........74— 74 20 lose, 188s........»80 50 286-^ . 1854........106 10650 , I860........10960 10975 » I860 Mnftel) .... 118- 11850 , I8S4........IU43Ü 184 50 Un«. PcHmi«.«ul......70 75 71 25 Kre«»^^..........IS«— 162 50 «ubolss.L.........1350 14 — vrllmienanltbeu der Stadt Vien 94- 94 50 2>auau«Negnlieruug«,Lofe . . 102 bO 102 80 NomäntN«PsaHddritst .... 144 — 145 — Otßeirl'chische Schahscheine . . 99 10 99 30 Ung. LUenbühn-AuI.....»875 9925 Ung. Schatzbon« vom I. 1874 »5 50 96 -Aulellen d. Stadtaemlmde Nim KV. V.........9575 »6- «rn»dentlaftnngs-vbli««ttVtftb«chn .... 118 — 113 75 «ubolf«-V»hn . , . . . 107— 10» - Otaatsbahu........240— 240 50 Silbbahn.........7775 7^,5 Theiß-Vahn........153 50 159 - Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 79 75 8" 25 Ungarische »tordastbahn ... 91 - 8150 Wiener Tram»ay,«,sellsch. . —-— —»— Pfandbriefe. «llg. «ft. VodtAlrel>il,nft. (i.Vold) 105 — 105 50 - " " (i.V.«V.) 89 25 89 50 Vlaticnalvllnl........Z^^ z«ß^ Uuz.VodenlredlleInstilut («.««.) 86 75 87»— PrisrltiitK-ebliaattonen. «lisabelh-V. I. «lm.....39 ^ 91-__ Ferd.-Nordb. in Gilbn . . . 105 20 10559 Franz-Ioseph-Vahn.....90.90 9110 «al. «arl.Lndwig.V., 1. sm- 9'! b0 ^ Olyerr «orbmfN.Vahn h9'l" ^ Siebeubilrger «ahn. . ' ' i56^l^ Glaatsbahn 1. Cm. . - ' ' zlä'^ S<' Gudbahn k »'/....-'' »4^ >' Südbahn, Von« ...«'' «evise». ^,4^6^ »uf deutsche Pllchl . . - ' ' 124^,^ London, lurze Sicht. . < ' ilii'A <^ London, lange Gicht . - ' ' 4l>^ Pari« ....... ' ' Geldsorte«. ^" zc Dnlaten .... bst.Ss ^- a, Napoleousd'or . . 9 ^vs /.' ge ^ Deutsche «etch«. . 61 ^/li ' banlnoteu ... 61^ "U<" Silbergnldm. . Hs^l" ^ »rainische «rundentlaftan«' zg^t ß »' «sinoll«,««^,,»»: Geld9U-"» ,. ?» ««chtr««: U» 1 Uhr 30 Mnuten notienn: Vapierrente 62 45 bi« 62 9^). Silberrent« 67 75 vi» 67-35. «oldrentl 74 — bi» 74 15. ilredit 148 50 bis 146 ?0- ^ 74b0. Lsndsn 13420 bi« 1»4S(). «>P«lt,»« »91'/. bl« 992. Gilber lit70 bi« 11490.