Nr. 124. Dienstag, I.Iuni 1886. 105. Jahrgang. OMcher Zeitung. «ra««mera«lo«Vvr«iö: Mi, P.ftvcrsenbuna- «anziährig st, 15, halbjährig ss, 7^«, 3m ^ »°n,ah,i», si. ü. b!,lbi.ibr«a 5 5>« ssüi b>« HustcMing in« Hau« gan, ahnn fl, '. — Inscriionl!neb!,r: stilr D!c „Laibacher Leitung" erscheint täglich m!l Ausnahme bei Sonn- und Feiertage. Die Ubmlniftrntlon bcstnt»t fich Vahicholftraße i5. die Nedaetlon Wienerftraße 15. — Unftauliertl »rief« »vl,'lbe!! nicht a!!7,«nc>sim<:!! und Mannsciiplc nicht zurückgestellt. Mit 1. Juni begann ein neues Abonnement anf die Dailiacher Zeitung. r. Die Prännmerations - Bedingungen ^lben nuver ändert nnd betragen: Für die Versendung mittelst Post: ganzjährig.....15 fl. — kr. halbjährig.....7 » 50 » vierteljährig.....3 » 75 » monatlich...... 1 » 25 ' Für Laib ach: ganzjährig.....11 fl. — kr. halbjährig.....5 » 50 » vierteljährig.....2 » 75 » monatlich......—. » 92 ' Für die Zustellung ins Haus per Jahr 1 fl. lrei ^^" Die PränumeraiionS'Neträge »vollen Porto» ' zugesendet werden. Amtlicher Hheil. . , Sc. Majestät der Kaiser geruhten bei Gelegen-^, der Gedenkfeier des 100jährigen Bestandes des "uUMädchcnftrusiunates in Wien aus Allerhöchsten ^""mitteln ,i„ Spital von fünfzigtanfend Un s^ ' -'" Obligationen der gemeinsamen Staats-'I"l0 zu einer Stiftung zu widmen, welche den Namen M? ^ und aus deren Erträgnissen zehn auf Stlft-,^"M oder auf Rechnung der Allerhöchsten Privatcassc >vm, !- ^'nannten Pensionate ausgebildete Zöglinge, zi /". ste in ihrein Acrufc als Lehrerinnen oder Er-si„^Ulnen erwerbsunfähig geworden und soust hilflos sH "it Präbenden jährlicher 210 fl. betheilt werden R^r k- und k. Apostolische Majestät haben mit höchster Erschließung vo,n 2«. Mai d I. dem UWen an der Thrresiauischen Akademie. Weltpnester 3ss' Ielene anlässlich der von ihm erbetenen VW'ng i„ hen bleibenden Ruhestand in Anerken- nnng seiner vieljährigen pflichtgctrcuen und ersprießlichen Dienstleistung das goldene Vcrdienstkrenz mit der Krone allerguädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Hljeil. Die Entscheid«»!! des Ministeriums in der Schnl-angelegenheit der lrainifchcn Sparcassc. An die geehrte Direction der kraimschcn Sparcasse j„ Laibach. Dem Nccurse der Direction der krainischcn Spar-casse in Laibach gegen die Verfügung der k. k. Landesregierung vom 15. Jänner 1885, Z. 12038, womit die in der Generalverfammlung dieser Sparcasse vom 29. Mai 1884 gefassten Beschlüsse, betreffend die Errichtung nnd Erhaltung einer vierclassigen Volksschule für Knaben mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach, sowie betreffend die Widmung eines Betrages von 50000 fl. an den zu gründenden Verein zur Herstellung von Arbeiterwohnungen — inhibiert wurden, hat das hohe k. k. Ministerium des Innern bezüglich der Errichtung nnd Erhaltung der erwähnten Volksschule keiue Folge zu geben gefunden, weil dem Reservefonde der Sparcasse ans der Durchführung dieses Beschlusses eine dauernde Belastnng erwachsen würde, was als unstatthaft bezeichnet werden muss, und weil ferner die Erhaltung und Verwaltnng einer Schule als eine Aufgabe erscheint, die mit dem Wesen der Sparcasse wie mit ihrem statutenmäßigen und im Sparcasse-Rcgnlativ oorgezeichneten. rein wirtschaftlichen Zwecke nicht vereinbar erscheint. Insoweit der erwähnte Recnrs sich gegen die Untersagnng des Beschlusses auf Widmung eines Betrages von 50000fl. an den zu gründenden Verein zur Herstellung von Arbeitcrwohmmgcu wendet, fo ist das hohe Ministerinn, des Innern, wiewohl diese Widmung jedenfalls als eine gemeinnützige im Sinne des § 20, Alinea 6, der Sparcasse-Statuteu anzusehen j ist, zwar alls dem in der angefochtenen Eutscheidnng angeführten formellen Grundes dass der betreffende Verein znr Zeit der Fassung dieses Beschlusses noch nicht ins Leben getreten war. nicht in der Lage, dem Recnrse Folge zu geben, doch'wno der verehrten Spar-casse-Dircction eröffnet, dass, sobald dieser Verein thatsächlich gegründet und je nach Inhalt seiner Statuten entweder behördlich genehmigt oder in rechtlichen Be- stand getreten sein wird, gegen diese Widmung unter der Vorallssetzung kein Anstand obwalten werde, dass die Mittel des Reservefondes zu jener Zeit die Zu-wendnng dieses Betrages erlauben und dieselbe seitens der Generalversammlung in giltiger Weise beschlossen wird. Was ferner den Recnrs der Svarcasse-Dircction geqcn die Verfügung der k. t. Landesregierung vom 3. September 1885,' Z. 8448, anlangt, mit welcher der Beschluss der Generalversammlung ddto. 2. Juni 1885, für die vom deutschen Schulvereine zn errichtende vierclassige Knabenvolksschule in Laibach mit deutscher Unterrichtssprache die erforderlichen Einrichtungsgegenstände und Lehrmittel aus dem Rcservefonde der Sparcasse anzufchaffen nnd dem Schnlvereine ans diesem im Jahre 1885 eine Unterstützung bis zum Höchstbetrage voii 1400 fl. uud im Jahre 1886 bis zum Höchstbetrage von 3500 fl. znznwenden, sistiert wurde, so hat das hohe k. t. Ministerium deK Innern diesem Recurse in der Erwägnng Folge zu geben gefunden, dass die Subventionierung einer Schnle jedenfalls als ein gemeinnütziger Zweck im Sinne des § 20, Alinea 6, der Sparcassc-Statuten anzusehen ist, und dass der Reservefond erwiesenermaßen in der Lage ist, diese Auslage zn tragen. Hievon wird die verehrte Direction der kramischen Sparcasse znfolge Erlasses des hohen k. k. Ministeriums des Innern vom 12. Mai 1886. Z. 9192, unter Rück« schluss der Recursbeilagen in Kenntnis gesetzt. K. k. Landesregierung. Laibach, 23. ?^ai 1886.______________________ Politik und Arbeitslöhne. Der Herr Reichsrathsabgeordnete Neuwirth hat in seiner Rede in der Sitzung vom 27. Mai über die Löhne der landwirtschaftlichen Arbeiter gesprochen und unter anderen erwähnt: Ebenso betragen auf der Graf Taaffe'schen Domäne Ellifchau (Hört! Hört! links) die Löhne für ein Weib durch elf Monate täglich 20 kr. (Hört! Hört! links), für einen Mann durch elf Monate 24 kr., für einen Arbeiter in der Spiritusfabrik täglich 42 kr., für einen Werkführer täglich 1 Gulden. Schon vor zwei Jahren hat die «Deutsche Wochenschrift» eine ähnliche Behauptung über die Lohnverhältnisse auf der Domäne Ellischan aufgestellt, die seitens des «Vaterland» in der Nummer vom 20. Juli Feuilleton. Das Frühlingssest im Prater. Wien, 2!). Mai. sch.,. Nahezu eine Viertclmillion Menschen als Zn-T? t""d mehr als 3000 Wagcn^Inhaber als actwc W. M" an dem Blumencorso: iu diesen beiden lllls? Elicit sjch ^^ ^„^c der großartige Erfolg seste'z - ^^ heutige erste Tag des -roßen Frühllngs-diese«? Prater. beziehnngsweise die Glanznummer Mrck, r "-es. der Vlumencörso. crruugcn. Seü dem hH'!^ltm Festzuge, der ails Aulass der silbernen bild, . ö Henscherpaares einem glauzerfüllten Traum-^ - H in den Augen der Wiener vorübergezogen, so ^ "' Wien teiii Fest von so grandioser Anlage und sich^'zmdem Erfolge gefeiert wie heute. Alles schien < Vte vereinigt zn haben, nm dem Feste, das nber "Nd,>""ng Mnzend ausgefalleu, zu cmem vollen A'zen Erfolge zn verhelfen. ^ ^ „ die H"st sei von dem wichtigsten Factor, dem Wetter, M^- Astern abends noch waren d'e Wiener mie kc«in "usstrcmischer, rathloser Wetterpropheten Zwar < !"' "icht von absol.it heiteren. Welter sprechen, ^chtba" dw ersten Mchmittagsstnnden herrschte e.ne >«.! fast Epische Hitze. Später ballte stch ^lkrn .""endes Gewölk znsammen, machtige Stauben <^" ,„f ^lt und hMen die Stmßen Wne ^"bnieer. aber ',um Schlüsse behlelt doch das l'eb t^"!5 die Oberhaud. uud den Fest-Arraugeurcn ^w c/ummer einer nassen Bescherung von oben ' "Uegreiflicherweis.' aber hatten sich bei den un- sicheren Auspickn alle Vorbereitungen zu dem Feste, welche die Besucher treffen mufsten. insbesondere die Schmückung der Wagen mit den farbenprächtigen Kindern Flora's, in die letzten Vorniittagsstuudeu des heutigen Tages znsalnmengchrängt. Am Morgen waren die Blumenladen angefüllt mit hochgchäuften duftigen Bergen. Gegcu Mittag waren sic scho" leer geranmt — wie geplündert und um 2 Uhr legten die fleißigen Blnmenwinderinncn erschöpft die Hände in den Schoß: die Rüstungen znm Blumeucorso wareu beendet. Ein starkes Contingent zum Blumenclirso hatten die Fremden gestellt, vornehmlich die Aristokratie, die durch ihre vornehmsten Geschlechter vertreten war. Nächst der Guust des Wetters war die Betheiligung der gesammteil Aristokratie, des kronpriuzlichen Paares und vieler Mitglieder des Herrenhauses e,n wesentlicher Factor für das Gelingen des Festes. Noch um 1 Uhr mittags bot dic Ringstraße, welche das größte Contingent der Besucher dem Prater zuführte, noch das gewöhnliche Bild. Sie war todt, aber schon kurz nach 'i Uhr änderte sich die Scenerie. Aus den Vorstädten und aus der iuuereu Stadt strömten immer dichtere Scharen hervor uud bald war die breite, herrliche Straße überfüllt. Mit der überfüllten Straße wetteiferten gar bald die Tramwaywaggous. Immer dichter wird die Menge, die Passage stockt; jetzt rollen die blumengeschmücktcn Wagen. Comfortables, Fiaker. Privateguipagen heran. Die Scharen der Fußgauger bilden Plötzlich ein ambnlautes Spalier und bewundern und kritisieren nach Herzenslust das Vorspiel des Eorso. Länas des Swdtpartes ist das Spalier ganz unposant. Kopf an Kopf stehen die Vertreterinnen des schonen Geschlechtes, welche es augenscheinlich vorziehen, den Corso auf der Ringstraße stch entwickeln zu sehen. Die Wagen, welche noch um halb 3 Uhr im Trab fahren konnten, müssen ein langsameres Tempo einschlagen nnd bald Schritt für Schritt fahren. Bei der Aspern-brückc stockt mitnnter der Verkehr, die Wagen werden von den Fußgängern überholt. Schon in den Vormit« tagsstnnden hatte der Andrang der ungeheuren Men-schcnmassen zum Prater seinen Anfang genommen und, der fnrchtbaren Hitze ungeachtet, bildeten die Zuschauer in fünfzehn- bis achtzehnfachcn Reihen vom Viaduct der Nordbahn bis zum Lusthaus, dos ist eine Strecke von 3500 Meter, Spalier. Es bot einen Anblick, wie man ihn nicht allzuoft fo großartig genieheu kann: diese kolossalen Menscheumassen, Leib an Leib dicht gedrängt, auf eiuer Strecke von einer halben Meile zu-sammenznsehen. dazu die hübschen Decorationen, welche die einzelnen Etablissements im Prater angelegt hatten, die Lampions, die sich zwischen den Baumästen dahinzogen. Und trotz dieser ungeheuren Menschenansammlung war doch kein einziger, ernstlich zu nennender Uufall, keine einzige nennenswerte Störung lm Ver» lanfe des Festes zn verzeichnen. Die Straßen der inneren Stadt waren, wie an einem Sonntage, wv alles ms Freie strömt. Das Bild zu vervollständigen, wurden, wie an Sonntagen, d,e Gewölbe gesperrt. Zahlreiche Läden wurden bereits um 3 Uhr ge'schlosfen. die übrigen folgten dem guten Beispiele. Um halb 3 Uhr nachmittags herrschte m der innereil Stadt vollständige Sonntagsruhe. Es mochte etwa halb 3 Uhr geworden sein. als nnter dem lauten Jubel des spalierbildenden Publicums die ersten blu- Lailmcher Zeitung Nr. 124 1038 1. Juni 1886. 1884 ziffermäßig widerlegt worden ist. Man hätte daher annehmen sollen, dass diese Angelegenheit als abgethan zn betrachten ist. Wenn der Herr Abgeordnete Neuwirth die falschen Daten in gutem Glauben abermals vorgebracht hat, so sind ihm augenscheinlich die Daten jenes Artikels des «Vaterland» unbekannt geblieben. Wir halten es daher für angezeigt, den erwähnten Artikel unter Hinweglassung einiger unwesentlichen Stellen zu reproducieren, um die ucnerlichen irrigen Angaben, die diesmal im Parlamente vorgebracht wurden, nicht ummdcrlegt zu lassen. Der Artikel des «Vaterland» hatte folgenden Wortlaut: Wir erhalten über die Lage der ländlichen Arbeiter auf der Domäne Ellischan folgende Auskünfte, aus denen man fich ein ziemlich deutliches Bild der dort herrschenden Arbeitervcrhältuissc entwerfen kann. Für die klimatischen und Bodenverhältnisse jenes Besitz-thums scheinen dieselben nicht schlecht zu sein. An einer wohlwollenden, die individuellen Verhältnisse der arbeitenden Classe berücksichtigeudcn Verwaltung fehlt es sichtlich nicht. Nach den eiuzcluen Monaten ist folgen» der der Lohn der dauernd engagierten — verpflichteten — Arbeiter und derjenigen, die nur gelegentlich auf der Domäne arbeiten, wenn sie zu Hanse keine eigene Arbeit zu verrichten haben. Monat Jänner: Kreuzer Mann, zur Arbeit nicht verpflichtet .... 24 30 , » » verpflichtet......40 50 60 Weib, » » , ...... 40 , nicht verpflichtet . . . . 20 30 36 Tägliche Arbeitszeit sieben Stunden. Monat Februar: Dieselbe Entlohnung wie im Jänner bei gleicher Arbeitszeit. Monat März und April: Dieselbe Entlohnung wie im Jänner bei achtstündiger Arbeitszeit. Monat Mai: Mann, zur Arbeit verpflichtet......40 50 60 , » nicht verpflichtet 24 30 40 60 80 90 100 Weib, » » verpflichtet........40 » ' » nicht verpflichtet . . . 22 30 36 40 Nei neunstündiger Arbeitszeit. Monat Juni: Bei neuneinhalbstündiger Arbeitszeit dieselbe Entlohnung wie im Mai. Ebenso in den Monaten Juli, August und September; nur wird im September die Arbeitszeit um eiue Stunde kürzer. Monat Oktober bei achtständiger, Monat November bei siebeneinhalbstündiger, Monat Dezember bei sieben-stündiger Arbeitszeit dieselbe Entlohnung wie im Monate Jänner. Ein Arbeiter in der Spiritusbreuuerei täglich 45 bis 60 kr. Der Heizer in der Brennerei täglich 1 ft. 20 kr. Den znr Arbeit verpflichteten kräftigen Tagwerkern, ihren Gattinnen und erwachsenen Kindern ist die Arbeit, mithin auch die Entlohnung, für das ganze Jahr gesichert, und genießen dieselben, wenn sie erkranken, kostenfreie Behandlung feitens des Arztes, der hiefür von der Herrschaft gezahlt wird, kostenfrei die nöthigen Medieamente, und erhalten die Familienväter den vollen Lohn bis zu ihrer Genesung. Wird ein solcher Arbeiter erwerbsunfähig, so gibt ihm die Herrschaft eine angemessene dauernde Unterstützung; stirbt er, so bekommt seine Witwe, wenn er über 20 Jahre in Verwendung stand, ebenfalls eine angemessene dauernde Unterstützung; wird ein solcher Arbeiter zum Kriegsdienste einberufen, so bezieht er während diefer Zeit seinen Lohn ungeschmälert. Diese verpflichteten Tagwerker beziehen auch Accidentien. Die nicht verpflichteten Arbeiter, welche beliebig, wenn es ihnen eben passt, sich verwenden lassen, ver< richten sehr viele, ja die meisten Arbeiten in Accord, und häugt dcr Verdienst von ihrer Geschicklichkeit, ihrem Fleiße ab, beläuft sich bis ans 1 fl., bei besonders Geschickten auch darüber. Außerdem bekommen die sämmtlichen Arbeiter anf Wunsch Vorschüsse all Getreide, Holz :c., daun bei Viehschlachtuugen das Fleisch um ein Viertel bis ein Drittel billiger als ill der Fleischbank; die diesen Leuten ertheilte» Vorschüsse werden ihnen nach nnd nach von ihrem Verdienste in Abzng gebracht, und betragen dieselben durchschnittlich 10000 fl.; von diesem Betrage verliert die Herrschaft gewöhnlich, da mancher Arbeiter vermögenslos stirbt, circa fünf Procent Capital jährlich nnd außerdem die ganzen Interessen. Der nicht verpflichtete gesuudc Arbeiter lässt sich nur über den Winter in der Landwirtschaft verwcudeu und sucht im Frühjahre seinen Verdienst bei Bahn-banten, wo er täglich auch auf 2 fl. kommt; es bleiben nur altersschwache und durch fremde Fabriksarbeit dauernd Leidende zurück, die in der Landwirtschaft nur leichte Arbeiten bei großer Schonung zu verrichten vermögen; selbst das gesunde weibliche Arbeitspcrsonal zieht in die Fabriken dcr beuachbarten Städte; jene Arbeitskraft, welche für den Bahubau, die Fabriken und Städte nicht mehr verwendbar ist, bleibt also zurück und ist auch in der Landwirtschaft wenig leistungsfähig. Derjenige Ortsinsasse, welcher bei der Domäne als nicht verpflichteter Arbeiter Verdienst sucht, besitzt gewöhnlich ein Hänschen mit einigeil Joch Grundstücken, einer oder zwei Kühen, besorgt zeitlich früh, dann abends seine eigene Arbeit zu Hause nnd ist nur Übertags bei der Domäne beschäftigt; hat er jedoch auf seinem Besitze mehr Arbeit, so übernimmt er zu solchen Zeiten selbst um einen hohen Lohn keine bei der Domäne; ebenso verhält es sich mit seiner Gattin nnd seinen Kindern; hier muss noch bemerkt werden, dass Kinder denselben Lohn wie weibliche Taglöhnerinnen erhalten. Es dürfte demjenigen, der sich für diese Verhältnisse interessiert, gewiss zur Beruhigung dienen, wenn er erfährt nnd sich überzeugt, dass die verpflichteten Arbeiter der Domäne Ellischau mindestens so gut leben, dieselben Nahrungsmittel in gleicher Menge nnd Qualität genießen, wie die Kleingrundbesitzer aller Ortschaften, die im Bereiche der Domäne Ellischau liegen; der herrschaftliche Arbeiter geht nicht gerne znm Bauer, da er bei demselben nur auf eiue kurze Zeit Verdienst nnd nie eine Unterstützung findet, während ihm die Domäne bei Unglücksfällen, z. V. bei Fcuersbrünsten, möglichst aushilft. Politische Uebersicht. (Verhandlungen des Nei chs rath es.) Unter der denkbar größten Thcilnahmslosigkeit dcs hohen Haufes wurde Samstag die Specialdcbatte über das Unfallverficherungsgesetz fortgesetzt, und die Berathung eines einzigen Paragraphen nahm die ganze Sitzung in Allspruch. Dabei herrschte im Saale eine unheimliche Leere, so dass in den Nachnüttagsstundcn zeitweilig kaum dreißig Abgeordnete anwesend waren. Nur zu den Abstimmungen strömten die Volksvertreter ins Haus. Es scheint übrigens die Tendenz vorzU' wallen, dic wenigsten Amendements anzunehmen, oeim von allen, wclche zum § 1 gestellt wurden, drang nur jenes des Abgeordneten Bilinski, dann die uon m Linken beantragte Rcsolntion, betreffend die landw'N-schaftlichcn Arbeiter, durch. Die Linke im Bunde m den Czcchen setzte dieselbe gegen die übrige mW durch. Bei der Debatte über'den §2 handäte cs M vorwiegend um die Eisenbahn-Arbeiter, dcreu sM) ^s. Iaques annahm, während Dr. Madcjski autoi",","-schen Wünschen Ausdruck gab. Das gab dem AMoro-neteu Ncuwirth zu einer lebhaften Polemik AnlcP. or übrigens auch nur zwei Dutzend Deputierte zu nm -essiereu schien, gerade wie die Rede Madejsüs m> Auditorium fand. Der genannte Paragraph w'M schließlich ohne wesentliche Acndcrnngen angmomuu', (ZurFrage des Petrolcumzolles.) ^ «Wiener Abendpost, ist gegenüber der Meldung o" Wiener Blätter, dcr Ministerrath habe beschloss, „^ ungarische Ministerium zu veranlassen, neuerlich uv den Petroleumzoll zu verhandeln, zn der besiimmtwu Erklärung ermächtigt, dass die angeführte Mittheilt jedes Grundes entbehre. . ^ ° (Executions - Ordnung.) Der Illstlz-"'A schuss beendigte die Berathungen über den Gcsctzentwu! betreffs Abändernng der Executions-Ordnnug. Dcr ^ giernngsvertreter Huber erklärte, die Regierung . damit einverstanden, dass die Beschränkungen bcM'^ der Execution auch für Stellerforderungen des Aer gelten, doch wurde die ausdrückliche Aufnahme "m bezüglichen Bestimmnng ill das Gesetz abgelehnt. (Die Staatsschulden - Controlcow mission), die sich durch Einberufung der bei Ersatzmänner, Abt Hauswirth nnd Abg. Klnn, c^ pletiert hat, hielt bereits wieder eine Sitzung, ui > cher Abt Hanswirth an Stelle des Frcihcrrn v" Königswarter zum Viccpräsidenten gewählt wurde, (Ncichsgesctzblatt.) Das Samstag ^ gegebene Neichsgesetzblatt enthält: den Erlass ^. Finanzministeriums, betreffend die Maßstäbe flU' Panschaliernng der Nübenzuckersteuer in dcr ^" , Periode 188tt/87, ferner das Maß dcr Sicherst""^ für die allfällige Rubcllzuckcrstcuer-Nachzahlung; . Erlass des Finanzministcrinms, bctrcsfcud ^s /" der Sichcrstelliuig für den von dcn Rübcnznckcrfalmle leistenden Ersatz von Eontrolkosten in dcr ^"" .g Periode 188«/«?, dann denErlass desFinanzministc" ' womit für die Äetriebspcriude 1880/87 Aestim"^ hinsichtlich der Zählwerke in Diffnsionsfabriken "las, werden. .. ^ (Frankreich.) Es hat allen Anschein. "» die französischen Prinzen selbst die Answeisungsvor » um ihren besten Effect bringen wollten. Prinz ^^ begibt sich nach Amerika, bevor er noch die ^" .A sungsordre erhält. Dcr Herzog von Anmale ist ve ^ und zwar in: strengsten Incognito, in Paris kU^„eH fei,. Er beschleunigte sciue Rückkehr, nm durch > ^ persönlichen Eiufluss die Ausweisung des ^asen s, Paris nnd seines Bruders, des Herzogs von ^^lie der das einzige gefährliche Mitglied der u^^li Orleans ist, zn verhindern. In den nächste» ^, wird wohl ein Familicnrath in Paris alM werden. ^rikup^ (Znr Lage in Griechenland.) ^ hel dreht nnd windet sich nnd specnlicrt, wie mengeschmückten Wagen erschienen. Ein äuge- und herzerquickender Anblick, diese Wagenburg sich entwickeln zn sehen. Da sind Einspänner mit bescheidener Ausschmückung, welchen aber der gute Geschmack der Wiener Licht und Farbe zu geben verstanden; dann die Familienwagen mit ihrer reizenden, lebenden Fracht, die rosigen Kinder in Hell gekleidet; der Grund des Wagens mit Blumenkörben in allen Formen und Dimensionen gehüllt; die feschen Fiakerwagen flott und flink nn wienerischen Stile ihre Fahrzeuge herausgeputzt. >;n unmer reizenderer Abwechslung der Decorierung Mgen emander die Wagen; die Pferde haben die sahnen nnt Bändern durchflochten, die Kummete, die Staugentrager, die Stränge, die Schweifriemen mit 5 . .^"«^ ""!"" umflochten. Ebenso sind die Wagen herausstafftert; der Kutschhock, die Laternen, das Ver-«.^ /^3^^"' ^" Peitschenstiel mit Blumen und k. Mn. n ',n^ ?" ^ Weise, wie die Decoration ^ 3. c^l^'" Blumenschmücke der Sonnenschirme der Illsassinen correspondierte. die Stimmuuq, we lag, bildete einen beson- deren Relz und brachte stets Abwechslung in das ar^ benreiche Bild. ' Dass es an wahren Seusationserscheimmgen nicht fehlte, braucht wohl kaum besonders hervorgehoben zu werden. In allen Formen waren die Decuratiouen anf den einzelnen Gefährten angebracht und namentlich die Aristokratie wetteiferte in Bezug auf Eleganz und Gefchmack. Wir wollen nachstehend, um nur eines herauszugreifen, den grandiosen Wagen der Fürstin Pauline Metternich, der geistigeil Urheberin dcs Festes, schildern. Die großen, bogenförmigen Wagenfcdern waren in Arabesken verwandelt, so dass der schön geformte Wagenkasten von vier großen Blättern ill Ara-beskenform getragen erschien; der Vordersitz des Wagens war in eine mit Blnmen erfüllte Jardiniere umgewandelt, über welcher ein länglicher, grün ausgeschmückter Blumenkorb mit kleinen, zum Werfeu bestimmten Bouquets angebracht war, ebenso war das nmgelegte Wagendach mit frischen Blumen derart geschmückt, dass es einem auf einer Seite geöffneten großen Blumenkranz glich, von welchem nach rückwärts Ranken von verschiedenen Blumen nnd Schlingpflanzen überhiengen; der Kutschbock lind die Pferde waren gleichfalls mit entsprechend harmonierenden Blumen auf das prachtvollste decoriert. Pünktlich nm 3 Uhr nachmitttags, der Blumen-corso war noch nicht besonders entwickelt, erschien das kronprinzliche Paar in einer zweispännigen offenen, unqcschmückten Hofeqmpage. Ueberhaupt trngen die Hofequipageu keinen Schmuck. Der Kronprinz trug die Gcneralsuniform; die Kronprinzessin, die blühend schön anssah, ein gelbgeblumtes Rosakleid mit rosafarbigem Hütchen. In der Nähe des Viadnctes überreichte'ein Mitglied des Eomite's nach einer knrzcn Ansprache der Kronprinzessin ein prachtvolles Bouquet. In dem Momente, als der Wagen dcs kroupriuzlichcu Paares dcn Viaduct passierte, ergoss sich von der Höhe des Via-ductcs eiu wahrer Alumcnregen in den Fond der Hofequipage — eine sinnige Üeberraschung, welche dcr Kronprinzessin Stephanie sichtliche Freude machte. Das hohe Paar wnrde enthusiastisch acclamicrt. Der Kronprinz verließ, da er abreisen musste, nach .'«) Minnten wieder den Prater, während die Kronprinzessin längere Zeit verblieb. Etwas später erschien die Protectrice ,,, Festes. Erzherzogin Maria Theresia, .die ^^. Erzherzogs Karl Ludwig, mit Erzherzogin Mcmi .^, Auch diesen Erzherzoginnen wurde ciu Vml.aUsl us^ reicht. Vou andereu Mitgliedern dcs Kcnie ^,^» warm anwesend: Erzherzog' Karl Ludwig "w ^^, drei Söhnen, Erzherzog Rainer nnd Gemaylu - ^l' großartige Ovation wurde dcr Fürstin MetM' ^ ^ ihrem Erscheine,, bereitet. Sie erhielt von j^ ^ drei Comites prachtvolle Bouquets und wurde l ^ Publicum mit nicht endenwollenden H^" ^iB'l pfangcn. Die Fürstin, deren Chic nnd ^"'^lt'^ bekannt sind, war auch die erste, die m den ^fei« corso dadurch Leben brachte, dass sie '«it dem ^l von Blnmcn den Anfang machtc. Dcin BMpl ^ Fürstin folgten dann die anderen Wagenmiaji^, es entspann sich jcncs wogende Hinüber n"0 ^ das dem Blnmencurso seinen Hanptre'z "^" "^e B Immer grußartiger, immer lebhafter ge, ' ^ die Physiognomie dcs Festes je wciter WH ^ schritt; auch dic Lebhaftigkeit »lnd FroylM) ^, Mcuschemnasscn, sowohl des spal'erbildmd.' .^^ ^ cunis als der Waqcninsasscn, wuchs "on" ^ei' Minute. Es war ' aus Sichcrheitsrnckstcht n ^ ,„, worden, dass auch das Publicum sc'U"! ^j'chkcit" Alumenwerfen betheilige, da "an Unzutom ^.,i fürchtete; allein bei der riesigen Anzayl " ^^. fehlte es nicht an an'üsantem Trclbcn d ,c insassen untereinander, das sich umso '"Nt fal)" entfalten kouute, als die Wagen nur nu ScY ^ konnten lllld die in vier Colonncn f"^^rha""' oft 5 bis ii Minnten lang auf einem 1» Laibachcr Zeitunst Nr. 124 1039 1. Juni 18«ß. Welschen Kanlmcr zur Nbrüstnngsvorlagc und Anf-yebuug der Blockade gelangen soll.' Es wäre wohl das "lugste, die Sache so rasch als möglich zum Abfchlusse A.bringen, dc,ln seitdem in Delyannis bereits der 'pnigelliiabe für den unbefriedigten griechischen Chauvi-«lsmus gefunden ist, braucht Trikupis nicht mehr anf ^"lhe nnd Schliche zn sinnen, wie die Deputierten nnd "eren Patriotismus zu foppen wären. „, (Die Wahlen in Italien.) Nach einer fluschen Zuschrift der «Pol. Corr.« siud von den 400 tammerwahlen, bezüglich deren bereits definitive Nc-'"ltatc vorliegen, 241 zn Gunsten der Regierung, 1li5 i" Gunsten der Opposition ausgefallen, so dass die "eglerung bisher über ciuc Majorität von 7l> Slim-'uen verfügt, welche durch die Stichwahleu wohl eine weitere Verstärkung erfahren dürfte. (Serble n.) Nach einer Belgrader Zuschrift der 'M. Curr.. steht es nuuulehr fest, dass die Eröffnung ^r Skupschtiua im Lailse des Monates Iuui stattfiu-"en wird. Die Dauer der Session ist auf ungefähr M Wochen in Aussicht genommen worden. TlMsilmiglcitcn. ^ Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer "orgenpost. berichtet, der Oemeindevorstehung Neu-msdorf für die Abbrändler vom 7. März d. I. eine Unterstützung von 800 fl. nnd dem Pfarrer zu Windisch-^andsberg zum Ankaufe von Glocken ciuc solche von ^"" fl. allergnädigst zu spenden geruht. ,.. .— (Die Jubiläumsfeier des Wiener ^^ il - Mädchcuftensionats.) Der hundertjährigen Mbiläumsfcier des Eivil-Mädchenpcusionats in Wicu a,n ^gangencu Samstag wohnten das Kaiserpaar, das Kron-^Ulzenftaar, Mitglieder des Kaiserhauses, die Minister A"affe uud Gautsch sowie viele Würdenträger bei. Die ^rsteherin des Institnts, Baronin Rodiczky, begrüßte ^ Kaiserpaar mit einer Ansprache nnd schloss mit einem H°ch auf das Kaiserhaus. Sc. Majestät der Kaiser danltc ^ sagte seine fernere Gewogenheit zu, Ihre Majestät °le Kaiserin als Allerhöchste Schuhfrau des Eivil-Mädchen-Mionats übersandte der Baronin Rodiczky zum An-^'ken an das Inbilänm der Anstalt ein prachtvolles Anband in Vcglcitnng eines hnldvollcu Handschreibcus, Elches in warmer Weise der Obcrvorstehcrin für deren ""züglichc Leistung die Anerkennung ausspricht. . — (Ein reicher Sonderling.) Dicsertage wrb der zwanzigfache Millionär Henry Worrall Oldham. ^er Verstorbene war ein leidenschaftlicher Pferdeliebhaber nnd kanfte bei jedem Nennen die kostbarsten Thiere n. die er dann in seinen Ställen versperrte und nicht lyr ins Fr^ ^^^ Sportliebhaber boten riesige Snm-s.^.für die wertvollen Thiere, doch Mr. Oldham ließ lM " keinerlei Unterhandlungeu ein. Die lauge Kcrker-ei, ^"e aber iu solcher Weise auf dic armen Pferde Mvirkt, dass sie, an ihren Ketten zerrend, völlig wild s "den nud sämmtlich erschossen werden mussten. In ^>tt Palais hinterlässt Mr. Oldham cinc Casse, die seit ^"i'N Jahren nicht geöffnet wurde, dcrcu Schlüssel uicht .,N"dcn uud die der Sage uach mit Gold uud Edel-! ""e" gefüllt ist. Im Schlafgemach Mr. Oldhams faild stess ^^^ Hnudc, die der Verstorbene in der letzten Aus-"U"g getauft hatte und welche sämmtlich mit Arsenik '^Mftet wordcu. ha!» "' ^^ ^^ wieder weiterfahrell konnten. Mail 1W» ursprünglich anf die Theilnahme von höchstens lau, ^"gr" 'gerechnet, nnd dementsprechend war auch 3l> " ^ütt'c Theil der Hauptalice, decoricrt wordeu. zg war aber der Audrang ein so großer, dass die F "^" in vierfachen Reihen bis zum Lusthause in der unk """ "" ^"be der Hanptallec fahren mussten. ^ "uch llin halb 5) Uhr stauben Hunderte von schi^Ü ""s ber Ringstraße, die mit ihren festlich ge-^ 'uclten Insassen stuudeulaug warten mussteu, ehe bteck Ü ^"^^ gelangcu kouuteu. Erst die hcreiw Ende ^"uliuerung luachtc dem schönen Treiben ein Hies^un strömte die Menge in die Rotunde, in deren kill,'"""'" zahllose Volksbelustigungen für die Erhci-Wad° Anwesenden sorgten. Hier war der Andrang ten >.A" lebensgefährlich, und viele Pruductionen mnss-tvech» ^lcibeil. weil absolut keine Ordnung hergestellt Echri". .'Nile, "lm Abend erstrahlte die Rotunde in, ^Htr/ >^^er elektrischer Flammen uud bengalischer ^orträ '^ ^^ Glauzuummcr des Programms kameu ge des Wiener Männcrgcsangsvereins. lli H" Stunde, da dieser Bericht geschlossen wird, ^use,,k '^^M, beginnt d?r Massenauszug der viclcu l'ch „^ «us dem'Prater; ob auch da alles so glück-^lizeir ^"^'^ abgelaufen, das wird erst der morgige k ^-^"" ^'g"l- Dem wohlthätigen Zwecke, dem >'s;cs ^ Mltuug des Frühliugsfestes gilt: Polytliuik, ^uten^ "^' ^"Hospiz in Gmdo, wird jedenfalls ein ll>ge„ ^."^ Netrag durch den heutigen nnd den mor-"""ag zugeführt werden. W. Nenmann. , — (Silberne Hochzeit — im Gefängnis.) Am letzten Samstag begieng der Präsident des dänischen Reichstages, Bcrg, der bekanntlich wegen «Widerstandes gegen die Obrigkeit in eiucr politischen Versammlung» zu eiuer sechsmonatlichen Freiheitsstrafe verurtheilt worden, im Gcfäuguis fciuc silbcruc Hochzeit. Die Familie uud zwei Deputationen waren darum gekommen, den Gefangenen an diesem Tage besuchen zu dürseu. Die eiue Deputation überreichte ihm uamcns der liberalen Partei einen Fond von 45 000 .Kronen, einen silbernen Tascl-anfsatz uud zwei silbcrue Armleuchter. Die auderc Depu-tatiou überbrachte von der vou Vera, zu Vögö gegründeten Navigatiousschule eine silberne Wcinkanne. Nach kurzem Verweilen mussteu die Familicnmitglicder wie die Deputationen auf Befehl des Arrest-Inspectors das Gefängnis verlassen. — (Ein probates Mittel.) Der reiche Bürger Giovanni Perazoli in Venedig war seit dem Auftreten der Cholera von fürchterlicher Angst geplagt, dass ihu dieselbe befallen tonnte. Um sich nun vor der gcfürchteten Krankheit zu rettcu, nahm er am 24. Mai eine Reihe von Präscrvativmittcln gegen diefclbc und erschoss sich dann in seinem Gartenhausc. — (Beim Guts tauf.) Käufer: Den Platz empfehlen Sie mir als sehr geeignet zur Anlegung einer Windmühle? Es ist ja eine reine Sandwüste. — Grundbesitzer: Aber Sie sollten sehen, was für schönen Wind wir manchmal hier haben! Local- uud Provinzial-Nachrichten. — (Die Ministerial-Entscheidung in der Schulangelegenheit der trainischen Sparcasse nnd das «Laibacher Wochenblatt»,) Indem das «Laibacher Wochenblatt» dic von uns an anderer Stelle gebrachte Entscheidung des Ministeriums in der bekannten Sparcassc-Angclcgenheit bc^ spricht, kann es sich selbstverständlich dabei seiner gewöhnlichen Anzüglichkeiten gegen die Person des Herrn Landes-Präsidenten nicht enthalten, als ob cinc höhere Instanz noch nie cinc Entschcidnng ciner untcrcn irgendwie abgeändert hätte. In dem vorliegenden Fallc hat das Ministerinn: die Verfügung der Landesregierung, womit dic Beschlüsse der kraiuischcn Sparcassc, bctrcffcud die Errichtung und Erhaltung ciucr deutschen Volksschule für Kuabcu in Laibach, sowie betreffend die Widmuug ciues Betrages vou 50 000 fl. zur Herstellung von Arbeiter-wohuungcn inhibiert wordeu, aufrechterhalten. Bezüglich des letzteren Beschlusses bcmcrkt das «Wochenblatt», das Landespräsidium habe denselben uubcding t nicht genehmig t. Das ist einfach nicht wahr. Dcun die betreffende, seinerzeit vpn uns acbrachtc Entscheidung enthält dicsfalls folgende Stelle: «Was bcn der Landes-regicruttg gleichfalls zur Genehmigung vorliegenden zweiten Ncfchluss des Sparcassc-Vercincs, betreffend die Widmuug eincs Betrages vou 50 000 st. für die Herstellung vou Arbcitcrwohmmgcn anbelangt, so kann die Landesregierung, obwohl sie die Wohlthätigkeit des in Aussicht genommenen Unternehmens nicht verkennt, vorderhand auch diesem Beschlusse dic Gcuchmiguug uicht erthcilcu, wcil der Verein, wclchcm dic Snmmc vou 50 000 st. für den gedachten Zweck zugewendet werden soll, noch nicht besteht, auch dic bezüglichen Statute» der Regierung zur Amtshandlung noch nicht vorgelegt worden sind und überhaupt vorläufig dic Garantie fchlt, dass dcr gewidmctc Vctrag seiner Vestim-muug zugeführt wcrdcu wird.» Das ist wohl für jedermann klar, nur uicht fürdieHerrcu vom.LaibacherWochenblatt», Was den dritten, von der k. k. Landesregierung gleichfalls sisticrten Beschluss der Sftarcassc, mit welchem den, deutschen Schulvereine zu dem Zwecke der Errichtung nud Erhaltuug einer Knaben-Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach Untcrstützuugcu iu Gcld odcr durch Auschaffung der erforderlichen Schul-ciurichtuug ncbst Lehrmittcln aus dem Reserve fonde dcr Sparcassc zugesichert worden sind, anbelangt, so war die Landesregierung dcr Ansicht, dass eine solchc Schule -- da dcr traiuischc Laudcsschulrath mit Rücksicht auf die iu Laibach lcbeudcn Deutschen mit dcm Er-lassc vom 14. Dezember 1884, Z. 2630, angeordnet hat, dass dicStadtgcmeindc Laibach mit der Errichtung städtischer Voltsschulen mit slowenischer Unterrichtssprache auch jc ciuc städtische öffentliche Voltsschule für Knabcu uud Mädchen mit deutfcher Unterrichtssprache für dic Deutschen zu errichten habe, welche beldcn Schulen nach Maßgabe des tz 11 des Rcichsgcsetzes vom 2. Mai 1W!j Nr. 53, zu erweitern wären; da fcrncr auch dcr Hcrr Untcrrichtsministcr erklärt hat, dass durch die allfällige Errichtung deutschcr Priuatschulen d'c Stadt-aemeindc kcineswcgs dcr Vcrpsi'chtung cuthoben »v.rd, selbst, dcr Anordnung gcmäß, deutsche Vol sschu c„ z„ ^r-ich cu; endlich da, insowcit durch >e s°woh auf dcm Land als in Laibach bcrcits bcstchendcu ofw Easinogartcn fort, wosclbst dcr Frühschoppcn eingenommen wird. Die k. k. Militärkapelle wird bei demselben comcr-tieren. Bei dem abends tt Uhr im großen Saale des Casiuovcrcincs stattfindenden Festcommrrsc wird Herr Drd. Adolf Hanffen die Festrede halten, und Vortrüge der k. k. Regimentskapellc wcrdcn mi< jenen der Sanaerriege dcs Turnvereines abwechseln. Dcr Zutritt zu allen Theilcn dcs Festes i't nur mit Vorweisung der Eintrittskarte gestattet. Dic für dcn Cmnmcrs zu lösende Gedcckkarte ist gleichzeitig als Eiutrittskartc zu demselben zu betrachten und am Saaleingange vorzuwciscn. Bei dem Preise derselben sein Gedeck 2 fl.) ist die Theilnehmcrgebür mit inbegriffen, und wird diesc den, Denkmalfonde zugeführt werden, Be> Laibacher Zeitung Nr. 124 1040 1. Inni 188^ züglich der inehrseitigen Anfrage, ob Damen am Commerse theilnehnien können, werden wir ersucht, mitzutheilen, dass die Theilnahme der Damen nicht nur gestattet, sondern sogar sehr erwünscht ist. Die Theilnehmer am Commerse erscheinen in Festkleidung, Karten zu demselben sind noch bis heute Abend bei Herrn Karinger zu haben. — (Die «Deutsche Zeitung» als Anwalt der Sparcasse-Schule.) Zum Beweise, wie über diese Angelegenheit auch die «Deutsche Zeitung» ihre Leser zu belehren versteht, bringen wir nachstehend einen in Nr. 5171 des genannten Blattes enthaltenen Aufsatz, «Die slovenischen Parteigänger — so schreibt das Organ der Herren Knoh und Genossen — haben es ihren czechischen Vorbildern längst abgeguckt, wie sich die letzteren räuspcrn und wie sie spucken; davon gibt vor allem das Beispiel der Laibacher Stadtväter Zeugnis, die mit eiserner Consequenz und ungeachtet der Thatsache, dass Laibach nach der letzten Volkszählung 700tt Deutsche zählt (In einem späteren Artikel nimmt die «Deutsche Zeitung» sogar 8000, statt 5658 Deutsche an. Anmerkung der Redaction.), die Gründung einer deutschen Schule ungebürlich hinausschieben. (Die aber von den «Laibacher Stadtvätern» schon vor einem Jahre gegründet worden ist. Die Red.) Wie an vielen Orten Oesterreichs, so waren auch in Laibach die Deutschen auf die Selbsthilfe angewiesen (?!), und dieses Princip fand löbliche Unterstützung bei der Laibacher Sparcasse, die vor mehreren Jahren einen größeren Betrag zur Errichtung einer deut^ schen Schule votierte. Der Landespräsident Winkler hat aber, um die Laibacher Deutschen in der deutschesten aller Tugenden, nämlich in der Geduld (!!), zn festigen und zu stärken, den Beschluss der Sparcasse mit dem Hinweis darauf sistiert, dass es Pflicht der Gemeinde sei, eine deutsche Schule zu errichten. Die Anweisung auf die «Pflicht» der Gemeinde hätten die Deutschen nun gehabt, aber eine Schule nicht! (Die ist aber bereits da, und zwar nicht bloß eine, sondern eine doppelte, nämlich eine für Knaben und eine für Mädchen — beide von der Stadt Laibach gegründet. Die Red.) Nunmehr hat die Regierung die Entscheidung des Landespräsidenten aufgehoben und verfügt, dass die Sftarcasse zwar eine deutsche Schule nicht gründen, wohl aber eine bereits bestehende unterstützen dürfe. Jetzt handelt es sich darum, eine deutsche Schule mit aller Beschleunigung ins Leben zu rufen, ehe noch Herr Winkler abermals ein Haar in der Suppe findet.» («Herr Wintler» hat nichts mehr zu finden, da bereits nicht eine, sondern zwei städtische deutsche öffentliche Schulen bestehen, welche über Auftrag des Herrn — Wintler ins Leben gerufen wurden. Die Red.) Nun, die «Deutsche Zeitung» braucht das «Laibacher Wochenblatt» um seine Leistungen nicht zu beneiden. Die Grazer «Tagespost» aber, wahrheitsliebend wie das eine und das andere dieser Organe, ruft beiden zu: «Ich fei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde die dritte.» — (Evangelifcher Gottesdienst.) Am Himmelfahrtstage beginnt in der hiesigen evangelischen Kirche, wie wir mitzutheilen ersucht werden, der Gottesdienst bereits um halb 10 Uhr, um den Mitgliedern und besonders der Vertretung der Gemeinde die Betheiligung an der Enthüllungsfeier des Anastasius-Grün-Tentmales zu ermöglichen. — (Die Hitze.) Die für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hitze hat in Kram bereits zwei Opfer gefordert. Wie nämlich aus Hrenowiz in Innerkrain berichtet wird, wurden daselbst eine alte Frau und ein 16jähriges Mädchen, welche mit der Feldarbeit beschäftigt waren, vom Sonnenstich befallen. Die alte Frau dürfte wieder genesen, dagegen ist das junge Mädchen nach zweitägiger Krankheit verschieden. — (Wald brand.) Aus Littai schreibt man uns: Am 27. Mai um die Mittagsstunde ist im Wald-complex «Sitarjevc» nächst Littai abermals Feuer zum Ausbruche gekommen. Betroffen erscheinen diesmal die Waldantheile des Josef Koblcr uud der Maria Ienko aus Littai. In kurzer Zeit brannten ungefähr 2 In Waldes ab, und erlitten die beiden Besitzer einen approximativen Schaden von 150 st. Wegen der großen Dürre und heftigen Windes war die Gefahr sehr groß, dass der ganze «Sttarzevc» und eventuell selbst der Markt Littai dein Feuer zum Opfer falle. Dass das Feuer localisiert blieb, !N woyl nur der freiwilligen Feuerwehr aus St. Martin zu danken, welche mit ihrem Hanvtmann, Herrn Oberlehrer Niesle vollzählig am Platze erfchien und im Vereine mit den Herberten Bewohnern ans Littai mit großer Umsicht und Energre die Lüschungsarbeit besorate Das Feuer lst auch diesmal durch Unvorsichtigkeit entstanden. 7^^'^^ ^" i" Frankreich lebender Freund theilt uns das Recept einer guten, billigen und von jedem Rosenfreund leicht herstellbaren Nosenessen; mit. Man verschaffe sich ein nicht zu kleines Glasqefäf; mit einem Deckel, welcher luftdicht abschließt. Den Boden dieses Gefäßes belegt man zuerst mit einer Lage Salz, welches fein gerieben sein soll. Auf diese kommt eine Lage Rosenblätter von recht wohlriechenden Sorten. Centi-folien eignen sich besonders gut. Hierauf kommt abermals eine Schicht Salz, hierauf Rofenblättcr und so fort, bis der Topf gefüllt ist. Derselbe wird hermetisch verschlossen und an einem trockenen, nicht zu warmen Orte aufbewahrt. Im Winter genügt es, das Gefäß zu öffnen, um den Raum mit köstlichen! Nosenduft zu füllen. Aunst und Aitevatu^. — («Die Vögel der Heimat.») Von dein schönen Werle: «Die Vögel der Heimat, unsere Vogelwelt in Lebensbildern, geschildert von Dr. Karl Ruft», erschien in F. Tempsty's Verlag zu Prag die zweite Lieferung. Dieselbe enthält drei coloricrte Tafeln mit tadellosen Abbildungen mehrerer Waldvögel. Die letzteren sind so charakteristisch gezeichnet imd gemalt, dass sie als die beste Illustration des anregend geschriebenen Textes gelten können. Der bctanute Verfasser hat hier seine eigeneil Beobachtungen und Erlebnisse auf diesem Gebiete mitgetheilt. Das Wert wird in 16 Lieferungen uoll ständig rorliegcn. — (Heinrich Heine's Werke.) Von der illustricrlen Prachtausgabe uou Heinrich Heine's Werken, die im Verlage von Sigmmid Vcnsinger zu Wien erscheint, liegrn uns die Lieferungen 88 bis 48 vor. Dieselben enthalten die geistvolle Schrift des Dichters über Dculschland: »Zur Geschichte der Religion und Philosophic in Deutschland», »Die romantische Schule», «Geständnisse», «Elemcntargeister» und «Der Doctor Faust». Die zahlreichen Illustrationen passen sich dem Texte in bester Weise an. Die Ausstattung dieser auf 90 Lieferungen berechneten Heine-Ausgabe ist eine tadellose. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Kcmlierg, 31. Mai. Jan Dobrzanski, Director des hiesigen Theaters, gcwcsener Redacteur der -Gazeta Narodowa», ist gestorben. Budapest, 31. Mai. (Unterhanssitzung.) Auf emeInter-pellation wegen Entfernung des Hentzi-Monninentt's antwortete Tifza, indem cr auf seine bereits im Jahre 1882 ausgesprochene Ansicht verwies, dass nach hergestelltem Frieden Vergessenheit, ebenso auch Gestaltung und Bewahrung von Denkmälern Pflicht beider Theile sei, und dass nur uncivilisierte Völker die Denkmäler zerstören. Hellte hat Tisza dieselbe Ansicht, deshalb könne er keinerlei Verfügung ill Aussicht stellen. Im Interesse des guten Einvernehmens zwischen Armee und Nation dürfen keinerseits die Wunden der Vergangenheit ailf-gerisseu werden. Alif eine Interpellation Apftonyi's. was der Ministerpräsident zu thun gedenke, dass die staatsrechtliche Stellung der Arinee als österreichisch-ungarische Armee vor jeder Missdentuug bewahrt werde, erklärt Tisza unter Berufung auf sein stetcs Bestreben, damit das gute Verhältnis zwischen der Nation uud der gemeinsame Armee andauere und erstarke, dass die leitenden Kreise der Armee die Thatsache« anerkennen, wornach dieselbe die Armee eiuer auf Grundlage des Dualismus stehen-den Monarchie ist. Mau dürfe Aeußerungen solcher Männer, welche die wirkliche Lciwng der Ärmce uicht in Händen halten, uicht als Aeußerungen der leitende» Armeekreise nehmen. Beide Autworteu wurden mit überwiegender Majorität zur Kenntnis genommen. Paris, 31. Mai. Iu diplomatischen Kreisen verlautet, das griechische Cabinet drohe zu demissionieren, wenn die Mächte darauf bestehen, die Aufhebung dcr Blockade von der Notificierung des Abrüstungsdecretcs abhängig zu machen. Vcrn, 31. Mai. Bei der gestrigen Volksabstimmung im Vaselland wurde das Gesetz, betreffend die Eiuführuug des Impfzwanges, abgelehnt und das Iui-tiativbegehreu wegeu Freigebnug der ärztlichen Praxis angenommen. Bei der Volksabstimmung in Solothurn wurde die von couferoativer Seite vorgeschlagene Ver-fassimgsrevisiou mit 7166 gegen 3459 Stimmen abgelehnt. London, 31. Mai. Die «Times» sagen, die Blockade müsse fortdauern, bis ihr Zweck, die Abrüstung Griechenlands zur Beseitigung der Quelle einer Gefahr für Europa, vollständig erreicht sein werde. Europa verlange die Versicherimg der griechischen Regierung, dass sie au der Politik, deren erster Schritt das Ab-rüstlmgsdecret gewesen, festhalten wolle. Petersburg, 31. Mai. Der Kaiser uud die Kaiserin sind gestern iu Gatschma eingetroffen. Belgrad, 31. Mai. Das hiesige Stadtgericht verhängte gegen den Präsidenten der gelehrten Gesellschaft, Wladimir Iovanovic, die strafgerichtliche Unter-fuchimg wegen Unterschlagung. Angekommene Fremde. Am 30. Mai. Hotel Stadt Wien. Brand, Kaufmann, Berlin. — Nitler von Widmann sammt Fran und Dr. Huebcr, Privatiers, Wien. — Zorgi, Turiser, Rudolf und Albert Buchler, Privatiers, Trieft. Hotel Elefant. König, Tierber, Schriller und Heumeier, Reisende, Wien. - Pcrlgrund, Kftn,, Budapest. — Vui, Zollbeamter, s. Frau, Spalato. — Cazafura, Privatier, Tolmain. — Baron May, Privatier, f. Familie, Taruis. — Iambnrt, f. k. Lieu» tenant, Klagcllfurt. — Heß, l. l. Bezirlsarzt, sammt Frau, Krouau, Gasthof Vairischcr Hof. Halel. Neis.. Wicu. — Packer, Agent, Trieft. - Bcrne, Besitzer. Orechel. Gasthof Elidbahnhof. Schröter, Privatier, Nrcslau. — Kralowsly, Privatier, Wien. — Dchrinis, Buchbinder, Oraz. — Baron von Neyer, t. t, Ministerialresideitt, Kärnten. — Kuas, Bescher, Trieft, — Smretar, Piiualc, Pettau. Gasthof Sternwarte. Petsche, Beamter, Möllling. — Aoncina, Hnndlungs^ommis, Ioria. - Modie, Beiher, sammt Frau, Lahouo. — Hudoveruit, Besitzer, Sittich. Wolkswirtschastliches. Nudolfswcrt, lil. Mai. Die Durchschnitts-Preisc sttM'N sich nuf dem heutigen Markte wie folgt: _____^^ sl. lr, ^.!^. ----------------- ' 2 Weizen per Hektoliter 7! 4!) Eier pr. Stück > - ' ^ « Korn » 5 !1? , Milch pr. lliter - - - ^ ^ Ocrste » ^ ^ Rindfleisch pr. Kilo . -^ A Hafl>r » 2 !N Kalbflcifch » . - "" Halbsrucht » 4 2A Schweinefleisch » ^ Hridnl » 4 AU Schöpsenfleisch » - "" I. Hirse » 4 88 Hähndel pr. Stück. . ^ " Kukuruz » 4 71 > Tauben » > > Erdäpfel pr,Meter-Ctr. 2 40 Heu pr. 100 Kilo . - — " Linscn pr, Hektoliter . — Stroh 100 , . . — " Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cubit- ^ ,. Fisolen . --------- Meter..... ^ " Rindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cubit-Schweineschmalz » — 80 Meter.....^ Speck, frisch, , — — Wein, roth., prHrktolit, in ^ Speck, geräuchert, » — 80 Wein, weißer, » Verstorbene. Im Spitalc: Den 29. M a i. Helena Mervar, Arbeiterin, 50 I-. HH' flappenfchler. — Anton Klemencic, Maurer, 50 I., pleullMa)" Exsudat. Meteorologische Vcobachtnnssen in Laibach^ 7U, Mg. 7Ä6M^'7^^NOMoM'^ „ ^ Al.2,N. 7W,15 25,8 NW. schwach' h"<" ' 9 » Ab. 735.W 20,0 NW. schwach, heiter ^ Morgens bewöllt, dann heiter. Das Taaesmitlcl der iM>> 20,9°, um 4,0" über dem Normale. ^^. Verantwortlicher Redacteur: I. Naczlic. Danksagung. Aus Anlass der mir von Sr. Majestät durch Verleihung des Ritterkreuzes des Franz-Josef-Ordens allcrgnädigst. 7.u theil gewordenen Auszciclinung sind mir von nah und fern, und zumal von meine» geschätzten Geschäftsfreunden in Krain, freundliche Gratulationen in mannigfacher Form zugekommen. Geehrt und erfreut von so vielen Beweisen freundschaftlicher Gesinnungen, erlaube ich mir, ausserstande jedem Einzelnen besonders zu erwidern, meinem innigsten, herzlichsten Danke auf dieser» Wege Ausdruck zu geben. Agram, 29. Mai 1880. <2iB8; Max Stern Firma: Ififn. Stern's Stfl»"e Weingrosshandlung, Agrarn. Tiefbctrübt gebeu wir die traurige iN"ch"^' dass unfere innigstgeliebte Multcr. Schwieszerm»"^ und Großmutter, beziehungsweise Urgroßmutter, Frau Rosalia Komp heute um 7 Uhr frilh nach lurzcm Leiden, versehe" «lit den heil, Stcrbefacramentcn, im 76. LebenS)«", selig im Herrn entschlafen ist. ^n Das Leichenbegängnis findet Dienstag dc" , Juni abends um halb 7 Uhr vom Sl. -p' ^ Mautgebäude auS auf den Friebhof zu St. ^ stoph statt. W- Die theure Verstorbene wird dem from"" deuten aller Freunde uud Vetanuten cmpfoyic»- Laib ach, 31. Mai 1886. Die trällernden Hinterbliebenen. Besondere Parte werden nicht _________ Filr die vielseitige Theilnahme ,"äh"''d „ Krantheit wie auch am Leichenbeaängmüe °^" '>- Joses Körmann l. l. PostofficialS suwie siir die reichen Kranzspenden drücken w'l /^.,, Verwandte», Freunden und Bekannten den "" Dank aus. ... Die trauernden Ointcrblicbcn^ 1041 Course an der Wiener Börse vom 31. Mai 1886. Na« dem oMenen Courm««« Oeld Ware' Staats-Anlehen. ^'"'«Nte ....... 85-10 «5'25 ,.'' ">">,c....... »555 8575 ,^" <"/„ Vlaati,Iosc 250 fi, I!»«'—130 50 >»«''" ')'^ ß""^ li0N „ '.1!'— i»l»-25 !^'^« YUnstll ,0« ,, 'I'!»-?!) 140-25 ^"»'"'»!c»l"nschci»e ^ ^ pei°St. "i!-------'- 0^^'. ^lbrcnte. s!c»ers,el . >U!»0il7i0 "s»«ri. !/!ole»rcn02 - 102 >5 ""54 50^,55-- " ^'»'ahn.Priorilälcn . . '00^0>«I — " ^laai^Obi.^^j'M.ahn) 'ü«75 -'- " ,,, ,« ,. vom I 1U7U , II«—II8.',u Il,i^'a'N>cN'»lnl. i^ >'" «l. 12U- ^'»Mrn..l!ose 4°/„ I<>0 <.s.'20I05'?<, l°? "^"lche.......,05'»5 —- lo/ '"ervNcnrichisch« . . , iv8 °o,0<> .«N i»/!b"os>cn^chi,che , . . . ,o5i!o'n!