^l^^" ^ ^ ^^»^D ^^ Mi .^. «8«. Montag am R«. December »822 h^lbjähllg 30 ^, »xhr zu o.tricht..,. ^l , t l, ,r Po,) por t.. ,.,.!,q. (?>'m1,'a! >» .5 '' '^,./' ' ^.^uchtn G.!.i>.' v">» <'.. November <»5N s»r Im.rl,.„s,.ämv,l" noch lU lr. snr ,in, jrdesma!.^ E.»,cl)..l!m>g hinzu zu rechne». Mmtiieher Theil. sVe. k. k. apostolische Majesty habe» mit ^llller-höchster Entschließung vom 2^. December l. I. den zweiten Ober-Fanz^i,ndebdir,cc>on. Johann ^ a m b ö cr, zum ersten Dber-Finanzlache caselbst zu ernennen. und die h,e-durch dorr offen werdende zweite Ober-FinanzrathH' stille dem Obti-Finanz,ache bei der ^laibach^r Steuer-direciion, Dominik B r a n d st e c l e r. allergnätigst zu verleihen geruht. Der Minister sür Cultus uud Unterricht Halde» Snppleiueu am zn'ocen Gymnasium zn Lemberg, Io« haun KruSzynoki, zum wirklichen Gymnasialleb« rer daselbst ernannt. Das k. k. Ministerium sür Cultus nnd Unterricht hat den Snppleuteu am Gymnasium in Ka-schau, Emauncl T y n, zum wirklichen Gymnasiallehrer a» derselben Lehranstalt ernannt. <3orrespvllden;cu. Laiback, 1l. December. Die gestern in Trie st eingelaufene ^evantilier Post bringt aus Khartum die betrübende Nachricht, daß unser bandsman» der hochw. Missionar in Cen-tral-'Asrlka. Herr Mo M < l l) a < (^ i <', am 8. October zn Verlier gestorben ist. Der Verblichene war schon seit I.'j Mouateu immer leidend. Die apostolische Mission vnlor an ihm eines ihrer thätigsten nnd unverdrossensten Mitglieder. Der Verstorbene leime hauptsächlich dcu Unterricht in der Missionsschule zu Cbartum, nnd wavd von Allen, die ihn kannten, geliebt und geachtet- Das laufende Jahr »rar überhaupt sür die Europäer im Sudan ein ver-hängnißvolleü; Fieber und Dtssenterien rafften eine Menge Opfer hin. Dieser Unstern wird jedoch den Much und die Entschlossenheit der ihrem Vernfe ganz ergebenen Missionogliedec nicht beugen, nnd wir hoffen, daß d« M'ssion . anf die der Wablw'nch ,i<^ l,!>i»^>l' l'eg>bt sich uuumehr zur gänzlicheu Herstellung seiner erschütterten Gesundheit nach Europa. Nichtamtlicher Theil. Orientalische Anftelegcnhciten. Trieft, 7. December. Die „Triester Zeitung" bringt unter Auderm folgende Ntueste Nachricht«" aus der ^evaute mtttelst des LloyddampferS „Au, stralia". Die türkischen Bulletins sprechen fortwahrend von Siegen über die russischen Truppen, deren ,s, nach den unnntcrblocheueu vollständigen Niedeilagen, die sie von allen Seiten erlitten haben sollen, gar keine mehr zu geben scheint, und wir dürften dcm« nach die türkischen Heerschaaren bald das Schwert Mit dem friedlichen Spaien wieder vertauschen sehen. DaS Bnlletin über die Armee in Änacolitu lau» ttt: Am ^0. November marschltttn dcr Vrigadegt-neral Ali Pascha uud der Oberst 5?assau B<'Y mis d«n von ihnen befehligten Trnppen gegen die Festnng Aliska, Die rnssischen Truppen machten einen Ausfall, in welchem sie ganzlich geschlagen wurden. Sie i^en sich nach bi5tutendr>n Verinst au Menschen ei' lei'ds ül die Festung zu'ück. Die türkischen Truppen brachien nach diesem Znsammeutstffen die Rachl im Dorfe Sokllö bel Ak5ka drangen mit 4l1 Kanonen und 1!»0l) Mann (öaoal-ler>e lm Bezirk Voeco bis Badlth ror, wo dir türkischen Truppen uncer Izzet Be^i und Achmet ,'lga ihren Scand hielten. Das Gefecht war sehr lebhafc. Die Nnssen verloren 3l)0 Manu, darunter einen Of» sizier nnd mehrere Nüterossiziere. D'e kaiselllch^n Truppen machien überdieß mehrere Gefangen«. D>e Flüssen jähen sick genochi^, ihren Rüctzng bi6 Akloka anzutreten, dessen Bewohner ihnen die Thore verschlossen und auf sie feuerte». St den Bewohnern bestand. Sie nahmen die Stadtuotabeln al>> Gelßlln. Einem derselben, welcher vier Russen gecödctl hatte, wurde der Kopf abgehauen-. In der Nacht anf den ^8. griffen die Nüssen aufs Neue die Festung Tschekvelil an. wurden aber mit beträchtlichem Verluste zurückgeworfen. Dtecen und nichrere Gefangene wegführieu. Der Gouverneur vou Erzerum, Zar>f Viustafa Pa» scha, näherte sich mit 4l)W Hianu CaraUerle und Infanterie Erdehan. Von den äußersten Gränzen AnatolienS geben ferner türkische Berichte Mlcch.'llnn^n über die »on 0er türkischen Behörde oon Van >>>,i> Bajazid getroffc. nen militärischen Vorkehrungen, nm verschiedene Raub» anfalle der russischen Soldaten von Erivan zu bestrafe», welche unter dem Vorwanoe, die zahlreiche» Ane. »ranoerunge» der russischen Armenier nach türküch Almuten zn verhindern, mehrere türkische, gröstte»-theilo von Armeniern bewohnte Dörfer an der Gränze von Vajazid zelstorc hatten. Der Divisions» general Ali Riza Pascha, Obercomma»da»t des dcic-cen Armeecocpö m Auaiollen, befahl dem General: major, SeliM Pascha, einen Zng gegen die aus 2000 ^'usseu besteheude Garnison von Grivau zu nnteineh-. men. Sclim Pascha erschien an der Gränze von Elivau mic 70U^) Manu ^inieucruppe" uud kurdischen freiwilligen, unter dem Schütte der Kavallerie nnd Artillerie. Sem Lager war 4 Stunden weit von der russischen Vorhut aufgeschlagen, welche bei einem Gefechte mit den Kurden 26 Manu verlor. — Da der Commandant vou Erivan uicht hoffen durfce, die zum Znrückoräugen der Tüiken nöthigen Verstärkungen zn erhalten, well die Straße nach Schirroan durch die Trnppcn des Emirs SchaMll abgeschnitten ist, uud da er sich von allen Seiten durch Selon Pascha bedroht sah. so forderte er die persischen Behörden an der Gränze zum Beistände anf, während der Generalgouverueur vou Van, Mehmet) Pa>cha, nach Bajazid ging. Die p..fischen Behörden verweigerten den vom russischen Gonverncnr von Er'va» angesprochenen Beistand. Der Gouverueur ließ hier, anf den armenischen Patriarchen von Etschmiadsi» verhaften, angeblich, weil er sich seines Einflusses uichl bedient hatte, nm die Armenier an der AnSwant^ rnng nach Van zn verhindern, als die russischen Mi-licärb«hölden nicht über die znr Operation gegen diese Provinz nöthigen Stltilkiäfte verfügen kounieu. l Einer Correspondenz d nigc piemontesische Offiziere, t»« in der snd^lplilischen Armu Thätigkeit waren, und nnr halben Sold erhielten. Sie bieten der türkischen Regierung >hse Dienste an, die aber bisher nicht angenommen wurdeu. Vier oder fünf de>selben wurden durch Für, sorge lhrcs N^iniiterS Wohnungen im sarbinischen Hospital anglwitsin. )n jener Corrrspondenz wird auch versichert, daß viele Walacden, welche sich in Folge der Erelginsse >m Iah^c 18^8 in (öonstanmio« pel befinden, täglich znr Douauarmee abgehen. Fer« ner wird berichlti, das: dem französischen ^l>?fera»cel,, Herrn Toncae, die ^«eferuogen für das französische Geschwader bis Odessa übertragen worden sind, ohne cxnselbtl, jedoch eiuen amtlichen Charakter zu vtr» lelhen. < 9iach Belichten ans Bosnien machte sich in den erste>, Tage» d. M. dort eine unruhige Smnmung b.merkl'clr. Die Bosnier forderte», d«e gegenwärtige ^iage der Dinge benüpcud, mit Ungestüm, daß jept d<« Tülkcn Steuer zahlen sollen. Die NajahS hätten lang genng Steuern gegeben. Der Anfruf znr Slel» lnug l'oenischer Freiwilligen hat nnr germa/u Erfolg gehabt- Der Gouverneur decrelirle uun ciuei. zwangS» weis»,, Landsturm. Ie0e Ortschaft mnß eine Zahl Bewaffneter stellen uud erhalten. Dieser Laudsturm soll N;,900 ))^ann start an der serbischen Gränze aufgestellt werde». ! Die telegraphisch hierher gelangte» Berichte aus Bukarest reich., jene aus Krajowa bis 3. December. Sie melden keine Veränderung >n d Ueber dae. Anlehen, welches Namik Pascha in Paris und London abschließen soll, erfährt man, daß derselbe Vollmachten habe, 7 pCt. zu biettn nnd 20 — 30 Mill. Piaster aufzunehmen. Die Garantie übernimmt die Pforte. I Uebereinssimmende Nachrichten aus London nnd Paris bestätigen, daß die Versuche Namik Pa» scha's, eiue Anleihe von zwei Millionen Lstr. für Rech» »ung der türkischen Regierung zu negocireu, bis jetzt ohne Erfolg geblieben sind. Die Capitalisten Frank» reich's uud England's weigeru sich, Mttcel herzugeben, welche die Pforte möglicherweise znr Verlängerung eines Krieges benuyen könnte, dessen Ende die Geschäftswelt sehnlichst herbeiwünscht. Dagegen sollen sich mehrere bedcuteude Häuser bereit erklärt haben, das Anlehen abzuschließen, sobald die Präliminarien des Friedens unterzeichnet sein werden. I Nach telegraphischen Berichten auS Buka» rest vom 4. war an diesem Tage «in Theil deS Gefolges deS kaiserlich luss. Commissars General Bnd-berg eiugecrcsseu. Der General sVlbst wird in kürzester Z'ic erwartet. Der Ankunft deS Generals Osten-Sacten in Bnkarest wird zwischen den 15. und 20. entgegen gesehen. (Oesterreich. * Se. k. k. apostol. Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 22. November d. I. zu bewilligen gernht, daß d«e Mtt a. h. Entschließung v. 24. October d- I. zeilweise bis Eude December l, I. Allerhöchst bew,U'gte Aufhebung des Einfuhrzolles l'nr den in das lomb. ven Königreich eingthen» den Weizen. Mais und Hafer anf di< weitere Zeit-periode bis Ende März 1ttil4 ausgedehnt werde. Wien, !>. D^iMber. Anläßlich eines Ciril-rechtssalleS ist im AppeUatiouSwege entschieden wol« den, daß wenn ein Wechselgläubiger, welcher b/n^g-l'che virpfandece oder rech,dereu Gerichte als der lZoncursinstanz anbringen kali». DaS im H. 22 des WechsclverfahreilS dem Gläubiger ein-geräumte Vorrecht ist ausschließend auf das Erecu-tionsverfahren beschrünks. — Aus Wien. 3> December, wird der „Tr. "tg." geschrieben'. Die Verathnngen. welche jel)t von dem Kirchenbau-^omit«- nnter dem Vorsitze Sr. kaiserlichen Hoheit des Hern, Erzherzogs Wilhelm ge-. pstogeu werden, habcn inni einen wichtiger» Schritt vorwärts gethan. In «lncr a>n gestrigen Tage ab-gehaltenen Versammlung soll, dem Vernehmen nach, die allerhöchste Resolution bezüglich des Playes be-sannt gegeben worden sein, auf dem die Votivkirche erbauc werden soU. Se. Majestät der Kaiser hat nämlich mit gewohnter Mmnficenz einen Play in der nächsten Umgebung dco kaiserlichen Belvedere dem ComM' unentgeltlich zur Verfügung gestellt, «vorauf nun ungesäumt die Vorarbeite» znm Ban der Kirche eingeleitet nnd auf dicsem Plane der Ban selbst vor: genommen werden dürfte. ' -- Die k. k. österreichische Legierung hat die vollständige Renovirung des großartigen antike» Iu-pitertempels ln Spalato beschlossen. Die Zeichnun-gen zu diesem Unternehmen hat der Architect, Herr Vincenz Andri«!. verfertigt, und dcr „l)sservatore dal-maro" äußert sich darüber in anerkennender Weise. Auch erhielten diese Zelc^nungen und Plane, vom k. k. Ministerium d«S Unterrichts und Cultus der archäologischen (^ncralcommission in ^8ieu zur Beur-. theilllug zugewiesen, die Approbation derselben, nnd sollen demnach znr Ausführung kommen. — Mit Bewilligung der Banalregierung hat der Ausschuß des Agramer Nationaltheacers abermals an den Herrn Alois Brambilla von Mailand zu italienischen Opcrnvrrstellungen ans vier Monate, d. b. vom l. Jänner biS Ende April des kommenden Jahres 18il4, vertragsmäßig abgetreten. — In der Provinz Pavia e Flücht ergriff, eingeholt und festge» nommeu worden. Sie brachten ihn nach BiuaSco, wo er in Folge der wahrend der Verfolgmig erhaltenen Wunden bald starb. — In Lemberg sind anf die Dauer dcr Win-termonute drei Wärmestubeu eingerichtet worden, in denen Uuterstandolos« bei rauher Witterung Zuflucht finden. — Zwischen Otsterrreich und Pleußen sind ge-genwärtig Verhandlungen schwebend, welche den Zweck haben, die möglichste Uebereinstimmung in der Ver. waltung dein Verkehr und der technischen Leitung der beiderseitigen Eisenbahnen herbeizuführen. , — Da die Angaben über die Stärke eines Nlfs. Infanltliecosps sehr abweichend sind, dürften folgende, den St Pelcr^durgsr Militar.Iahlbücherl, entnomincne Angaben »vi'ttriumen scin: lHii, russ. Infantericcorps beslcll >iü^ 3 Divisionen Infan terie. jede Division zäl,lc 2 i ringen gehrnde Zug am 2!5. November Abends auf den zwischen Bebra und Höhinbach befindlichen hohen Damm gelangte, stürzte ein Thcil dieses Dammes «in, und zc>g die Schienen und mit diesen das loco, motw m,d mehrere Packa'äqen nach stch. Glücklicherweise rlss,., die Veibindnngoketten zwischen diesen Packwagen und den Petsonenwägen. so daß die LeNiereu unveisehrt auf dem D^mme stehen bllebeu. DerMa» schinenfuhrer, der Heizer und die Packmeister retteten ,hr Leben dadurch, daß sie „och zeitig genug herab-sprangen. — Se. k. Hoheit der He Marimilian in Baiern habe» dem Verfasser der iüngst erschle« nenen Geschichte des Heldzna.es der k. k. osterxich,-schen Armee lütter Feldmarschall Radeyky's 'Anführung i>, Italien, dem kön. Lyceal.Professor Dr. Schueidawind zu Aschaffenbnrg eine, mit dem O ildnisse Sr. kon. Hoheit geschmückte goldene Me. daitte als Merkmal der Anerkennung der Verdienste des genannten Verfassers i,n die Geschichte, so wl als Zeichen der achtungsvollen Werthschcwung desselben zu übersenden geruht. — Im verflosseuen Monat haben sich in Berlin selbst entleibt: l l Männer (^ ourch Erhangen, ü durch Erschießen und i ourch Erstechen) und ^ Franen <^2 durch Elsaufeu, und l'< dura, Erhängen); Selbstencleibungoversuche »nachten: 6 Männer (durch Elsanfen, El schießen, Schirefelsauerelrintcu und Pule-aderdulchschueiden) und 4 Weiber. Wien, ^. Decembel. ^Probefahrt auf der Sem-mering-. Bahn mit den neuen Engerc'schen Loccinol tiven.) Vekanulllch sind für den Betrieb auf der Ge-birgseiseubahn über den Semmering die neuen nach den Angaben deü k. k. technischen N«thes Engerc coustruirceu Locomotive bestimmt, welche von dem Etablissement John (öockerlll in Seramg und dcr Maschinenfabrik in Eßlmgeu geliefert wotdeu. Von diesen Locomotiven siud bereits vier, nämlich „Kapellen" und „Mmzsteg" von Eßl«ugen, dann „Grüu-schacher" u. „Wartenstciu" von Sera«ng eingelangt, auch haben seit 14 Tagen mit den Lvcomotiven „Kapellen" und „Grünschacher" bereits mehrere Plvbe-fahrteu stattgefunden. Die bei diesen Probefahrten erzielten Ergebnisse sind änßerst befriedigend. Eö wurden von leu erwähnten beide,« ^ocomotiven, selbst bet ungünstiger Wilteruug, bli Nebel und einer Temperatur bis 7" R., ^astenzüge von 2.'l0(1 —3000 Ecr. Vruttolast anstandlos von Payerbach nach Mürzzu-schlag und umgekehrt Mit Gcschwiucigkelt auf der Steigung von 2'2 dio l '2 M. pr. Scunde befordert. Am 30. Rov. fand von der locomotive „Grünschacher" gleichzeitig mit einer gewöhnlichen ^astzngolocomotlve der stärksten Gattung eine oerglelchendc Probefahrt! übcr den Scmmering Scatt, bci welcher sich her-l ausstellte, daß die locomotive „Grüuschacher" die dopptlce last auf der ganzen Länge der Steigung mir 1'8!j Meilen Geschlvindigkelt, die gewöhnliche locomotive aber die halbe last dcr locomotive „Grünschacher" nur mit !>4^ Mcü. Geschwlubilikeit hinauf beförderte, und daß die locomotive „Glün-schacher" für das Hmübelschasscu der Einheit der Brnttolast, z. B. ^l)0 Etr. von Payerbach nach Mürzzuschlag gegen den Holzverbrauci) der gewohnlichen locomotive ^',2"» Breunstoff ersparte. ?lachde,n diese, Semmcring-locomotive bei Lastenzügen em so überraschend günstiges Rcsnltac lieferten, wurde am 4. d. nuc der locomotive „Grünschacher" «lue Pro» befahlt mit einem gewöhnlichen Pcrsonenzuye von ii achtrader>gen Personenwagen vorgenommen. Der Zng fuhr von Payerbach um N Uhr 10 Minncen "ab, l nd langte in Mürzzuschlag um 12 Uhr 38 M. au, er legte daher die ganze nahe 4"/, Meilen lange Strecke bis Müi-zznschlag sammt allen Aufenthalten anf den StatioiitN in 1 Stunde und 2!) Mlnnlen zuiück und die Fahrzelt betrug eme Stunde w '))?. Die mittlere Hahlgeschwindigkeic des Zuges auf der gauzen 2!) Meilen langen Screckc der Steigung von Payerbach bis zum Haupt'Tuuuel war 4 Meilcn, beim Vergabfahren vom Haupt-Tunnel bis Mürzzuschlag abcr ^l'.^ Mole; es wurde daher die auf ebenen Bahnen gewöhnliche Fahrgeschwindigkeit eingehalten. Von Mürzznschlag nahm die locometivc „Giünschacher" einen lastcnzug von 8 bclaornen achträderigrn gedeckten Lastwagen und einen Personenwagen im Gcsammtgswichce vou 28i>0 löentner, welche Belastung nach den Ro>maliel> der südliche» Staatsbahn, da die Temperatur —^" N. betrug, als beförderte Last von U2()8 Meilen per Stunde zurück. Da sich hier zeigte, daß eine Feuerröhre uu-dicht geworden, so wurde, um die Rückfahrt nicht zu verzögern, der Lastenzug auf der Station zurückgelassen, und mit dcm bloßen Personenwagen die Fahrt nach Payerbach fortgeseyt, nnd verfügt. daß oer lastei.zug spacer von derselben Locomotive „Grüuschacher". nachdem jener Uebclstand behoben worden, nach Payerbach abgeholt werde. — Die weiteren Probefahrten, wodurch zugleich die für den völligen Ausbau der Semmering-Bahn erforderlichen Bau« Materialien tranoportirt werden, finden ohne Unterbrechung Statt. Innsbruck, l!. December. Seit gestern wird, um die Zelt dcs niedern Wasserstandes beim Eise», bahn-Brückenbau benü^en zu könueu, auch an Sonn» uud Feiertagen gearbeitet, wozu d>« Dispens vom bischöflichen Ordinariate zu Briren nachgesucht und auch ertheilt wurde. Hermannstadt, 1. December. DaS k. k. Mi» litär« uud Civilgoüveruement bat deu mit Allerhöchster Genehmigung vom hohen FinanzmlNlsterium über ein Gesuch, womit die Hantels- und Gewerbekammer um die Fortsepnng der süd-östlichen Eisenbahn von TemeSvar bis Hermanustadt und Kronstadt und um Errichtung einer Filiale der österreichischen Na-noualbnnk für Wechfelescompte in Kronstadt gebeten hat, erfivsseneu Bescheid der Kronstädter Handels« und Gewerbttammer milqethcilt. Was deu elste» Punct betrifft, so kann vorläufig auf die Gewährung der Bitte nicht eingegangen weiden, doch bleibt diesem Gegenstance die unmiogcseyte Aufmerksamkeit des Handelsministeriums zugewendet, damit nach Vollen« dung der erfordellicheu Erhebungen und bei Eintritt des entsprechenden Zeilpunctes Sr. k. k. apostolischen Majestät die angemessenden scheinenden Anträge erstattet werd?» können. In Betreff des zweiten Pui-f-tes ist die Verhandlung im Zuge. Este. 28. September. Von :!4 des Raubes, nächtlichen Einbruches uno zugefügter Verwlinounqeu übern,,senen, theils zu lebenelänglichem. theils zu 3—.2l1jährig.'M schweren Kerker vernriheilten Individuen haben 27 in Anbetracht mildernder Umstände bedeutende Verminderungen und 2 gänzlichen Strafnachlaß erhalten. V c u l j ch l n u d. Frankfurt, 2. December. Die gestrige Siz-zung der Bundesversammlung war wieder vorzugsweise der Elledignng lanfender Geschäfte gewidmet. Von Seiten Oesterrelchü übergcbene Inspeccionsberichte bezüglich der Buudescoutlngeute der sächsischen Her< zogchümer nnd der freien Stadt Frankfurt wurden der Militärcommission überwiesen. Preußen übergab di< neu erschieneuen Secnonen der landeoanfnahm«: des Königreichs. Eine vou Dänemark für lauen-bürg, ferner von Mecklenburg und Hamburg einge« lnachtt Beschlrerd« gegen die k. prensiische Regierung wegen einseitiger Aenderung in der Fahrordnuug auf der BerllN'Hamburger Bahn wurde an emeu aus t drei Mitgliedern gebildeceu Ansschnfi zur Prüfung t überwiesen. Nassau übergab die Standesliste deS herzoglich nassau'scheu Blindescvncigents. — Die in der 20. Siyung der Vunüeoversammlung von dem Ausschuß sär das Eassenwesen eingebrachten Anträge über die Art der Verlhellung der Auslagen -wischen der Bnnde^kanzlei uud dcr Matricnlarcasse wulden znr Abstimmung gebracht und ang as Gesuch der Ausschnßdeputlrtell rou Lippe in der Verfassungsaugelegenheit dieses Siaaces kam es noch zu keinem Beschluß. (3vln, 24. November. M Johannes, ^! der heiligen römischen Kirche «Zardinal-Prie« st er von Geisscl, Grzbischuf von 6öln n s. w. u. s w Wiederum will der Herr seine heilige Kirche verherrlichen; denu er würdigt sie, Trübsal und Be« oränguisi zu leiden. Sein uuerfmschllcher v?«ll,s<«?l..si läßt ihre Prüfung zn, damic sie im Streite für Ihn und sein göttliches Wcnt sich bewähre. Er läßt sie Kümmernisse und Drangsale erfahren, auf daß sie von Neuem vor der Welt darthue, sie sei iu Wahrheit Seine Kirche, die Kirche Gottes, und damit sodaun auch er wieder au ihr offenbar mache, daß Er mit >hr sei alle Tage bis an dcr Welt Ende, und er habe sie auf deu Frlsen gebaut, daß auch der Hölle Pforten nichts wieder sie ')ermögen. In der ober-rheinischen Kirchenprovinz leidet uu« sere hellige katholische Kirche in diesen Tagen eine schrrere Prüfung. Als vor wenigen Jahren i» andern großen deutschen Reichen die erleuchtete StaacsweiS« heit hochherziger Monarchen der Kirche nnd ihren Bischöfen ihre freiere Wirksamkeit zurückgab, hatten die Oberhirten jeuer Provinz einer gleichen Berück» sichtignng sich nicht zu erfreuen. Es blieb die seit vielen Jahren geübce Beschränkung der wesentlichsten bischöflichen Rechte fortbestehen. Der hochwürdigst« Erzvlschos von Freiburg sah sich daher mit seinen dc-chwürdigsten Mitbischöfen im Gewissen gedrungen, jene Rechce znr uubkhiuderten Ausübung seines ober« priestellichel' Amtes zu verlangen. Sein Verlangen war gerecht, denn er wollte nur, was er als katholischer Bischof verlangen muß, um auch in Wahr» heic ein katholischer Bischof sein zn können. Seine Forderungen sind nur Pflichten, schwere und unuer« äl.ißollche Pflichten, die ihm Gott, seine Kirche u»d sein Gewissen aussegen. Dabn hat er offen erkläre, daß er, im treuesten Gehorsam gegen den Staat, überall und allezeit dem Kaiser zn geben bereit sei, was des Kaisers ist, und er hac die Wahrhaftigkeit dieser Erklärung in der Zeit eines großen AbfaNS und einer weit verbreiteten Empörung z>,m Vor« aus durch die That vollgiltig besiegelt. Aber er will auch gleich offen Gott geben, wa) Gottes ist, ",'d um das zn kdnuen, verlangte er eine freie und unbehinderte Erfüllung seines bischöflichen Amtes, für dessen ganze und volle Ausübung znr Ehre Gottes und zn der Menschen Heil. zur Wohlfahrt der Kirche, wie des Staaces, er im Himmel und auf Erden, vor Gott und der Welt, verauiwoltlich ist und auch nur er allein und kein Anderer für ihn verantwort« llch sein kann. Allein sein Verlangen wnrde nicht tlfüllt; seine wiederholte dringende Bitte ist nicht KG89 gewährt worden. Er findet sich nmimchr sogar m eine vage verseyt, in der ihm die auch »ocy fre, gt' bliebeue Ausübung seines OberhirtenamteS behindert wird. In Mitte semer Heerde siebt der ei» und achtzigjährige Greis vo» derselben sich abgeschlossen und eben so seine geistlichen Gehilfen nnd Näche. Den Priestern, die semen obclhirllichen Abordnungen Folge leisten. droht Geld- und Gefäugnißstrafe, und bereits sind Aiele aus ihnen, die. eingedenk deS bei ihrer Weihe dem Bischof geschwornen EldeS der Ehrfurcht und s S Gehorsams, den also beschworeuen Gehorsam ihren Obe, Hirte» «n gewissenhafter Treue auch be« wahr haben, davon betroffen worden. Wie ihr Erz. bischo.', haben sie mit dem Apostel gesprochen und getha. : man muß Gott mehr als den Mensche» gt- ' Diese beklagenSwerlhen Zustande müssen jedes kacholsche Herz nnd auch das U»scre m.l 2m«" erfüllc,. Wlr alle si.id ja Gl.eder deS Eme» selves Jesu Christi, derselben Emen kacdolischc» K»che, u»o wenn unsere Bruder leiden, muß auch m>s »hr ^,ei0 ^""'"hre Bedrängnis; wird auch die uusrige. und sie ist uns eme dringende Aufforderung, ihnen ln 'drer Betrübnis; beizl.stehc» u»d «e u, ihrer Be. t'lll'üiü zu uiuerstüpen- W.r ko.'nen das und sol. ten das dlirch u»ser Gebet. Das Gebet lst die lmmnlische Waffe, «reiche die Kirche zu alle» Zelten ,ii allen Noihe» und ill allei. Trübsalen mic festem Gottvercranen ergveift; es »st ein machn> <^er Sch»P den Bedrängten. Darum lasset uns beten für dle bed>ä»gte l>c>llge Kirche. Betcn wir fur bell hochehrwüidige» gleisen Erzbischof, del mil der be. wundernSwertheu Slandhafcigkelc ei„eS VekennerS aus den glorreiche» ersten Tagen der heiligen Kirche unerschrocken m apostolischer Kraft l>»0 ^!lebe fest steht. Vecen wir für sen, ihm treu ;», Scice stehen« des Domcapitel, seine ihm treu e>.gel'cne» Priester und srine ganze lhm von Gott aiwercrante Heerde. Bece» wir eifrig, ninig. ohne Ultteilaß — u"d Der wird helfen. i» dessen Namen allc Hilfe ist, der Himmel und Erde gemacht hat. Zm nähern Ausführung dieser Unserer oberhirt-lichen Änfforderlmg bestimmen Wir Nachstehendes: 1) In allen Pfarr-, Kloster l und A»»erklrche» soll am ersten Sonn, oder Feiercage nach Verkündigung deS Gegenwärtigen eine einmalige Becstnnde <<»!cU>l s>.xi>»>?. .^^cicil». mic Abbetu»g des Rosenkranzes u»d Litanei von aUe» Heiligen z» eili.'r qeeigiie-tell <2?tln,l^e abgehallel, werde». 2) ?IU,l, Priestcri, Unserer Erzdi^cese geben Wir auf. vom Empfange deö Gegenwärtigen ai> und bis auf weicere Bestimmung, m der h. Messe die „Olnlio ^-c M»^l»n! ll'ilillliliimitt" »ach Volschrlft der Rnbclken eiuzule-. gen. 3) In allen Pfarr-, Kloster» und A»nerkl>„g ebeufalls in ihren Faml> lien gemeinsam o0er für sich allein ofterS zn verrichten. Borsteheudes soll am ersten ^onn» oder Feier--läge nach Empfange von der Kanzel verlesen werden, Gegeben zu Colu am Feste des h. Papstes und Märtyrers Klemens — den 2!t. Nootmber — ltt."3 't' Johannes Cardinal von Geissel. Erzbischof von Eöln. Völn, 3. December. Die heutige Nummer det „Deutschen VolkShalle" wlirde wieder consiszirl, und zwar wegen einer unter den Inseraten vorkommenden Anzeige des Herrn LucaS Scrauß in Unke!, wodurch derselbe sich „bereit erklärte," für die badischeu Geistlichen milde Gabe« in Empfang zu uehmen. Königsberg, 2. December. Auch die Redactionen der hlesige» Zeitungen sü.d jcht polizeilich da-hiuverwarnt wordeu, das; sie sich der Aufnahme aller Artikel, ln de»e>! anSwariige, namentlich befreundete Negierunge» angegriffen werden, einhalten mögen, widrigenfalls mit Adnnmstlativmaßregel» gegen sie vorgegangen werden w,rd. Freiburg. 27. 'November. Gestern war die den ehrw. PP. Jesuiten bewilligte zehntägige Hust zur Abreise abgelaufen; kor; vorkrr langce ei» Re-script deS Ministeriums a» den Superior ein, worin gesagt ist: „Den ehrwürdige,, Vätern Jesuiten sei gestattet, bis ans Weilers ill Freiburg zu verbleiben." Freiburg. 27. November. Am Freitag war eine formliche Bewegung in der Stadt, da sich schon ln der Früh das Gerücht verbreicec hatte. d,e gefangenen Geistlichen würden a»S der Haft emlassen. Von Morgens bis spät Abends wogce eine Menge Menschen die Kaiserstraße enclaug biS gegeu das Gefänginsi ans u»d uieder. Aus allen Ständen sah Man Personen darunter in gespannter Erwartung, Mit Sttällßen in den Händen, den befreiten Geistlichen gewidmet. Etuttssart. 2. December. Die Nachricht von einem von der köuiglicheu Regierung an di» übrigen Regierungen der ober-rheinisch«» Kirchenprovinz aus« gegaxgelicn Circular, worin die Regierung ihr? Ab« sicht aussprechen soll, den Forderungen des hochw. Bischofs von Rotteliburg, in der Art wle solche in den Denkschriften des Episcopate jener Provinz ent» halteu sind, zu entsprechen, zrlrd vom „Schw. M.," wie eü scheint offiziös, als unrichtig bezeichnet. <3ise«att über die katholische Bevölkerung d,S Großherzogthums zustedt, hat der fur die katholischen Aiige»ge»h,iltl' im Staacsmmlsterium bestellten Imm«dialcommlssion vie Anerkel'.nuug versagt und dem neuen kalhol»schen Pfarrer den Elntril: in dieselbe verboten. In Folge dieses Verboio aber hat sich d:e Staacoregleruug ge. »dlhigt gesehen, eineu weltlichen Bcamltu in d,ese Commission eintreten zu lassen, wogegen seluerselts der Bischof remoostrlc und die Vefugniß der Inime-diatcommission, selbststälidig >i> geistlichen Axgelege»' ten zu eutschclden, i» Abrede gesteUc hat. Weimar, 2. December. Die „Weim. 3tg" bemerkt, daß, so viel ihr bl)re Bloltlüsänfe machen wollten. Italien. Am 6. d. hat die erste Probefahrt auf der El-senbahn von Turm bis Genua statcgefuuden. Der Türmer Hassallonehpf hat däo Urtheil des obersten Marinerathes, welches de» Grafen Persauo als schuldig an der Scrandnng deS DampfeiS, auf welchem der Kon«g sich btfaxd, veruriholt hatte, an» nulllrt. mit der E'klarnüg, oaß ke»n Oesep auf je-»es unglückliche Erelgulß angewendet werden kouute. I r a n lv r e l ch. Paris, 3. December. Ein Blatt kündigt au, daß die Regiernug bcschlossrn habt, d>e Ebene von Salory durch das Genie»CotpS trecke» lege» zu lassen. Sämmtliche zur Aiwschmüctlmg der Vorderseiten der neue» Lcnwregebanoe bestimmte Bildsäulen »»erden i«, Mailuol' ail5g<.sühlt wilden und die her« vorragendstrn Verühmlhetten in Kuust, Literatul und Wissenschaft darstellen. Namentlich s>.Utn aUe be> deutenden Künstler, die bei dem Bau uiid der Aus-schmückliug des LonvrepalasteS micwirkteu, iu dieser Gallerie «hreu Play erhalcen. Die bis j Fr. Die Arbeiten am Ilidustriepalaste schreiten rasch vorwärts. Wenu der Winter nicht zu streng ans» fallt, wird im Frühjahre das Dach des Gebäudes vollendet sell,. Heut« verurtheilte das Zuchlpoliztigereicht sechs Meyger wegen Verkaufs von schlechtem Fleische, ei» nen Meyger wegen Verkaufs von schlechtem Fleische, einen Mepger wegen Verkaufs von zu jungem Kalb» sieische, und eluen Specereihäüdler wegen zu leichten Gew'.chtS. lhells zu Gefängniß- und Geldstrafen, theils zu Geldstrafe». Ueberhaupl temme» dahier durch» schnittlich auf jeden Tag mehrere Bestrafungen we-ge» Verkaufs von verdorbene» , verschlechterten oder verfälschten ^ebensmittel» aller Art, nameulllch vo» Brot, Wein, Fleisch, Butter u»d Milch, sowie gegen Ucbervorcheilung der Känfer dllrch mmchtigeS Maß und Gcwichl. Paris, 6. December. Der „Moniteur" meldet, daß Se. Majestät d de» Erjbischof vou Freiburg ein Schreib,» gerichtet, worin er ihm seiue Sympathie und Bewunderung ausspricht. Ei» Herr Bremit hac dem Institnt von Fra»k-reich l00.000 Fr. vermachl, dlc'als Preis demjenigen zuerkannt werden sollen, welcher daS Mittel z»r Heilung der Cholera ausfindig machen, oder die Ursachen dieser Seuche entdecke» wird- GrM'ritanllicn und Irland London. 3. December, ^'ord Aberdeen ist se,c einigen Tagen leidend, so daß er uichl nach Dow-uingstreet kommen konuce. Der „Glob<" widerspricht den Behauptungen des „Herald" und „Adviser", daß Lord Palmerston sich wegen der Queens Letters mit dem Herzog vou New« castle und Mr. Gladstone überworfen habe nnd versichert, daß die Bibelgesellschaft dieses Jahr wie früher den könlgl. älmächllgnngsbrief erhalten werde. Eme genane Berechnung der auf auewärtigen und beimische« Staliontli zerstreuten britischen See» macht ergibt, daß in diesem Augenblick 217 Kriegsschiffe sich in activem Dienst befinden. Bei voller Vemaunung werden auf diesen 217 Schissen über 44.U00 Mann dienen, nämlich 30.300 Matrosen, 7209 Seesoldaten und, 6800 Schiffsjungen. In Folge des großen Malrosenmangels, der Au5wa»de< rungSsllcht und der zahlreichen Desertionen, die in diesem Jahre stattgefunden haben, dürfte die Gt-sammcbema»liuug der Kriegsfiotle nicht mehr als 41 Branchen zählen. In Liverpool hat man sich seit einem Monat vergebens bemüht, em ant>russisches Meeting zu Stande zu brmgen. In dc» lchcen 2ageu foiderten die Locall'lätter a»f, ein Volmeeling zu besuchen, welches am 2. December in Royal Hotel über die uochlgen Emlelcu»gömaßreg wcni, lr scboli dann, w,nil er — nach voll-vrachttr ^tt'ellbschicht — wieder ulls den flONern Tle->en do Eide mit cem itttrgm.umsgrlißl". »Glück l,uf" wolilbehalteil zu Tage grlaogt, obcimals uor das i^illniß dir g'kr.llzigtt'i, gdtllichfil il,cbe hinloicl, >u,d -für scine glückliche tzrhallung während der blsawer. licy ln Arbeit srin Dankgebtt empvtftndet; so wird mcvlö desto wenigll die s.it dem B^steh^n d»s hirsi. gcn Grlldtudauli' anglnommcne ftomme Eilte heiht' halten, das Fest der hcil, Barbara, Patronii, der Btlgvaue und der Idria»er Pfarrkilche, alljähtlich a»f eine christlich r wie der nahen und entfernttsln Umgebung, dem allmächtigen Gott und der heil. Barbara Dxnkgebete iür den bishell'-g für die Nachwelt und cine noch l.mgc Zulunft zu erbitten. Während des feierlichst abgehaltenen Hochamtes, dt!,!cn HallptmomeMe durch PöUerschüsse verherrlicht wurden, wurde das 8imcll!»5!nmm ausgesetzt, um die >m Tempel der Andacht Versammelten zur Anbetung des Allerhtiligstln im Geiste und in der Wahrheit zu erwecken. Mil d,n Gebeten der Andächtigen für den la» gen Fl'ltbeiUnid des Idri^nll Grubeubaucs und für einen reichen Blrgsrgcn sind auch Gebete für die lange Erhaltung ses obersten Bergllhlnsherrll, für Se, k, k. apostol. Majrstat den allgelieblcn Kaiser Franz Joseph I. und für allerhöchst dessen glückliche, uügcl.lidce RcliillUiig zu dem allmächtigen Herrn Himmels und der Erde emporgestiegen, welche im heiligen Atllrauen auf die Glaubensrvorte: „nur l,i,niufgeschaut und auf Gott vertraut", erhört wer» den mögrn. Telegraphische Depeschen. Paris, 9. Dectmber. Der heutige „Moniteur" meldec in seinem nichtamtlichen Theile: eö sei am 5. December vo» den vier Großmächten ein Protocol! uncerleichnet worden, dessen doppelter Zweck darm hesteht, den Frieden zwischen Nußland uud der Pforte auf Grundlage ehrenvoller Bedlugungeu herzustellen, u»d die Iutegricat der Türkei zu bewahren, deren unabhängiger Bestand innerhalb der durch die Ver» träge vorgezeichriecen Schranken cine wesentliche Be» diuguug des europäischen Gleichgewichts bildet. — Stockholm, A, December. Eme Negie. ruligSvoilage begehrt eine S»mme vo» vier MiUlo« ne» Reichobanklhaleru zum Behufe der Landesver, theidigung. und Redacteure: I. v. K'lelumayr und F. Vamberg. ^i^NnWW HU4* ^OM^^^^^I^^G^^« Börsenbericht aus dem Abendblatte der österr. kais. Wieuer-Zeitung. Wien !0. December, Mittags l Uhr. Dulü' dic Rilckwirlung dcr über alle auswärtigen Äürscn verbreitctm qünsti^rrcn Ttunmung ^clangte die bessere Tcnden; der hiesigen Börse heute zu cincr fräftigercu Entwicklung, und vräatc nck' im Stande drr Course schärfer aus. ü «/« Metall, hoben sich bei schr lebhaftem Verkehr bis 93'/.. Norvl'ahli^Aclicn stiren auf 2!!?. Banl-Actien wurden mit l!l8l) bezahlt. Fremde Wechsel wichcn durchschnittlich um '/, Mt. Gold war um '/. p^t. billiger. London li fi. 15 Vries. — Paris ,33'/, Vrics. — Van,-burq 8.'»»/ Vrief. - Frantfurt 114'/,, - Malland N!!'/. Nrlc, — «uqsburg tlü'/,. — Livorno li:i'/..— Amsterdam«? «ncf. Staatöfchulduerschreibungen zu 5°/» W'/.«^U>l /, detto „ ». ll. .. 5'/. l,U'/,-iN detto „ .. ^'/. 7« 82'/.-«3 detto .. .. ^7« 7^74'/. dtttoV.I.i8ä0m.Mckz. 4 7«. 92-!»2'/. - dctto 1852 „ 4 7, 91-91'/, detto vcrloste 4 7, — — detto „ 3 7. 57-57'/, detto ,. 2 7.7.47 7.-"'/. dctto .. l7« 18 7.-19 Wruudentlast. Oblig. N. Oesier. zu 5 7,92 7,-93 detto anderer Kronländer il6 7,-236 7. Wi.u.Glogg!nOer 173—175 Budweic! ^in^Vmuudner 2«—U^8 dctto 11. Emission «30—632 oetto 12. do. 60»—6W dctto drs Lloyd U0U—U05 Wieucr-Dampfüluhl-Vlctim 125—125 7, Eumo Ncntschcine 14 7,-14 '/. Esterh-'.zy 40 ft. Lose 8,-81 7. Windischgräpi!ose 26—26 7. Waldstcin'sche ., 27—27 7. Kegle'.'ich'schc „ 10 7.—H Kaiserl. vollwichtige Ducateu-Agio 19 7.—20. Telegraphischer Eours°Vericht dcr Staalspc'pieie vom »0. December »853 GtaatSschulduerschreibungen . zn 5 Mt. (in, -!'i. . 647 8. in E. M. slctien deS österr. Lloyd in Trieft . ,u 500 fi. (5. M...... 601 1/4 il. ln «. M. Como - Rentcnscheine zu 42 Lire 5 . . 14 3/4 fi. in (§. Vt. Wechsel-Cours vom 10. December l853. Amslerdam, für 100 Holland. Guld.. Rthl. 97 Vf. 8 Monat. Angsbmg, für 100 Gulden Cur., Guld. 115 1/2 Vf. Uso. Franl ,,l. >,,M , ^ül ixu ii. ,»l>,B»l) ein« W.chr. l», 2^ !/2 ft. Fu»,. 'u>d.> H4 1 2 Vf. 2 Mlmal. Ham»!i,,, ,»l 100 Mark ^a»eo, Gulden 85 1/2 Bf. 2M^!ia>. Li^orno, fur 300 To!i!,cht y>r,. l«"u!d. 113 1/4 Äf. 2M> >,a>. LlNvon, für l Piund St,r!mg. Gulo.« lt-15 Vf. 3 Mo,l>>l. M ilanb, siir 3U0 Oesterreich, »/ir,, Guld, 1 >3 l/4 Äf. 2 Mon.«. Mmcillc, sül AM'üvnnl,!,. . »l.'l l. K. H. vollw. Viuuz'Ducaten . . . 19 3/4 pr. lZent. 'Agio. Oold- und Sllber'Course vo»< 10 December l«53. Vi-,», Ge>d, Kais. Mm,z 4 20 Halbfrllcht - - — — 5 >2 Korn ...» — — 4 Io Gerste ... - "" " ^ ^ Hirse .... 4 20 - - Heiden ... ^ ^ ^ II Has« .... 2 i0 ! 2 24 S. K. Lottoiiehungen. In Trieft am 10. December l853: »7. 87. tlu. «7. 2^. Dic nächste Zie!)u>:g wird am Il4. December 1853 in Trlcst gehalten werden. Fremden-Hln^eige der hier »Angekommenen «ud Abgereisten Den 7. December »853. Hl-. Gmf Kielmanliseggc, k. hanovel-. Garde Rittmeistei', vo» ^oustantioopel uach Wieli. — Hr. Eduard Legal, Privatier, l'o» Triest l,ach Wien. — Hr. lir. Fliediich Haltelieggei', Finanz-Procuiatulö-Adjuncc, von Graß nach Tücst. — Hr. Jacob Plttt-lnr, Buchhändler, von Tuest nach Agl'am. — Hr. Sl'gmund Schöubaumi — Hr. Bernaid Reiüisch; — Hr. Martin Kalintscher; — H,-. Thcina« Blunireich — lllid Hr. Amabile Fiox'o, alle 5 Handelsleute, ron Wien nach Triest. Nebst ?? andern Passagieren. Den 8. Hr. Suleyman Bey, Secretär der türkischen Gesandtschaft in Wien; — Hr. Mustafa Ka-mil Effendi, türkischer Pliraticr; — Hr H.Dimiter O.uastaßiadi, tlii-tischer Unterthan; — Hr. Const^n-tin Thcspuis, giicchlschel Piimmcr — und i^ucio Ta lachim, Privatier, alle 5 von Triest n^ch Wien. — Hr. Conte Luigi ^odron; — Hs. Johann Lconschitsch — und Hr. Julius Zerboni de Sposclti, alle 3 Pii> vatiers, von Triest nach Steinbrlick. — Hr. o. Gul5k>, Gutspachcer, >?on Gratz nach Tliest. — Hr. Caspar Schönbergei, Handeloinann; — Hr. Eduard Tniölc-ton — und Zi'. Chailottc Meyer, beide Private, alle 3 von Wien nach Triest. Nebst 62 andern Passagieren. Z. 672. u (1) K u n d m a ch u n g. Wegen Lieferung der Medicamente ftr dic sämmtlichen hiesigen staats.- und Local» Wohltha-tigkeitsanstnltci» auf die Daucr vom I. Februar 1»54 biöhin 1855, wird eine Minuendo-Llcitation am 3. Jänner IK54 Vormittags um ltt Uhr in dcr hieramtllchen Kanzlei abgehalten werden, wozu die Liefcrungolustigen mit d.m Bemerken elnge^ laden werden, daß die i!icitationSbedingn>sse daselbst zur Einsicht bereit licgen. Direction der k. k. Staats- und Local-Wohl-thatlgkcitöanstaltcn. Laibach am 9. December 1U53. 3. 1909. (1) A si z e i g e. Von den seit neuester Kelt so allgemein lielllebten tri*n$»a-rent - gemalten Fenster - Hott-letfeti, «lie «leli elien so «Iibi-cIi Hire Eleganz und Dauerliaftig. keit als «liareli ihvv Jfiilll^keit aiisseieliiieii. siml beim t ailer-xeieliiieten neue g-rosse Par» thieiu in JtiiBU origineller Manier iiimI in allen Farben gemalt^ an-gekoinitieii« •Alberi Trinšeer9 Handelsmann in Laibach. Z 1903. Ci) Unterricht im Ieichnen «. Malen ertheilt vom ,5. d M. al'geftngeli, fort-währcno ^i»«z« Zr«l'Nni^^,-^ Maler l,nd Photograpy, Nähercö hierüber gibt er selbst Nr. »5? am alten Markt, im 1l. Stock. Z. »864. (2) D Casino-Nachricht. Dcn geehrten Mitgliedern des Casino- Vereines wird zur Krmttinß gcblacht, daß am 14., 21. und 28. December l. I. dic üblichen Geftllschafts« Unterhaltungen Statt finden und jedesmal um halb 8 Nt)r Abends beginnen werden. Von dcr Direction des (Zasino-Vereines. Laibach am 4. December 1853. 3. 1895. (I) Bei «U, «»Tl»zl in Laibach sind vorrathig: Wien. wie es ist und — trinkt. (?) Des Pudels Kern d»m heutigen R.sidenzlebcn zu entlocken, beginnt der in Wien bcllebte Hu« mor>st Gustav Schöustein, markige S5ilonu„qcn: ein unverkennbarer zweiter Hogarth iUustlirt solche durch sehr gelungene F^dozeichnungen, und LudeWig's Verlag in Gra tz stattet diese Mignon - Bll)l!l'thrk des FroysiinnS m,t überraschender Eleganz auö. Das Ganze ist auf 24 Bändchen, jedeb 15 kr. kr. C, M. im Preise, veranschlagt, und unten bemerkte vier schon vorralhig. Z RHKreuzerConv. Münze je des. D I l. A 2. D D 4- ^ ß Tchusterbuben, I Fuhrwerke, nm ^Köchinnen Stuben ^ ^„^^de Schul- Z 8 "Nt^d. z Md. ß ^. ^ 33 Alltel- " >ele ,u ?l „ de r n kolninen ror in diesen, l ^) 3^ 2^ ^ neuesten Weissagung Krakel und "" s^ «"^ Hukunfts-Graruuder: -" . ^ M? ^?^ " k" Lebens., Natur-, Kopf-, T'^'. Magen', ?e- 6 H " U ?! 2 ^ ^ bei-, Gränz-, Sche.de-, Schwester, Chrcl,', "" ^l ^^. ^^ " ^l)c-, Glücks- u. s. '". Llnien. - VenllS. -^^ ^ ßDH <3 ^ gürtet, Milchstraße — Triangfl - Viereck. ^»^ 33 «« 3?3 Venus /'Jupiter-, Saturn-, Sonnen.-, Merkur-, A< Mond-,"Mars- u. s. w. Hügel. und ihre Täuschungen. ^7/7",°"«'B^,,7°k1>^!->7^'',' Von Wladimir VvleslawSki- C uthül! un g , der wichtigen Cdirognoime, d. «. Mit ?ldbildung. aus der Fo>m der Hand die Gem«thKbe,chas- Taschenformat, «udewig. Eleg. geh. 20 kr. senhe't z^c rtennc n'.! ! u. s. w- ". s. w.