.«»knsr Kür . . . ri H. 40 'r. v^i7ücis . «. . 21» » > rljLhrih. ^ . -0 . . 7») . L'k r r Livst: . . . rr fi. > ^ .'r-Lri^. - . - ^ - tt ^ :vt> HuUS Laibacher Nr 244. Mitthrrtunarn werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurvckgessnl32 LrxrLiiiou «ud Zaltiatei, üurcau «,»er«Ä>iatz Nr. Sl k«u«>-aiidl --vrn < ,«.«I-i»m»yr id A. .- Zulcriiousiirrisr: Kür -i. ,i»>?a!!ige Pcti!^-!- ° ' drriui.rl L 7 kr. rL>?rNo»S;;:c,rei l7i>e»u!a^ ÜO!». »« gröii-ra Iuirr-rsn snd öftere-»vtlpreche^der NaLüN. 5. Jahrgang. Die preußische Regierung und die ! deutschen Bischöse. Die „Prov.-Eorr." bespricht in einem längeren Artikel die von den deutschen Bischöfen an die deutschen Regierungen und au die Katholiken Deutschlands gerichtete Denkschrift, dem wir die folgenden bemerkenswerthen Sätze entnehmen: „Oie Dar- legung der geistlichen Auffassungen und Ansprüche, sagt das halbamtliche Blatt, ist in dieser neuesten bischöflichen Schrift allerdings so rückhaltlos, so absolut, so scharf, wie bisher noch i„ keiner öffentlichen Kundgebung deutscher Bischöfe dem Staate gegenüber. Jeder Uebergriff gegen die bürgerlichen Gesetze, der bisher von einem einzelnen Bischöfe begangen worden, jeder streitige geistliche Anspruch, der an irgend einer Stelle erhoben worden, wird jetzt von der Gesammtheit der Bischöfe als gemeinsame Angelegenheit der katholischen Kirche aufge nommen und als unbedingtes Recht behauptet und verireien; alle Maßregeln, welche die Regierung seit Jahr und Tag ergriffen, alle Schritte der Verwaltung und der Gesetzgebung werden als rechtswidrig und die Auflehnung gegen dieselben als bc-rechtigt erklärt. Die Bischöfe versichern im Ein gangc dcr Denkschrift: die gcgcnwärligcu Wirren seien für sie plötzlich und gegen Erwarten herein-gebrochen. Gerade am Grabe des Hl. Bouifacius hütleu die Bischöfe Ausland nehme» müssen, Liese Behauptung auszusprechen; deun dort mußte ihnen die Erinnerung an ihre erste Versammlung vom Jahre lüLi) zugleich ins Gedächtnis und ins Gewissen rufen, mit wie schweren Sorgen sie damals dem valicanischen Coucile entgegen gingen, durch welches nach ihrer eigenen bangen Erwartung die gegenwärtigen Wirre» nothweudig herbeigeführt werde» mußten. . . . Wie sollte der Bischos von! Mainz, Herr v. Ketteler, der die jetzige Denkschrift, verfaßt haben soll, in Fulda sich nicht erinnert haben, daß als „neue Glaubenslehre" ihm und seinen College» damals eben die päpstliche Unfehlbarkeit galt, von welcher er sagte: sie sei der Kirche Christi dem Namen und der Sache nach unbekannt und erst in letzter Zeit ausgedacht worden, ihre Verkündigung aber würde etwas unerhörtes sein. Wie könnten die Bischöfe bei den ecncuten Erörterungen in Fulda nicht ihres fruchtlosen Käm-psens und Ringens auf dem Concile gedacht haben, wo sie gegen das Verfahren der Mehrheit protestierte», „um die Verantwortung für die unglückliche» Folgen, welche daraus ohne Zweifel in kurzem hervorgehe» würden, vor de» Menschen und vor dem furchtbaren Gericht Gottes von sich abzulehnen" — wo sie dringend, zum Theile fußfällig dem Papste vorstellten: „es sei geradezu unmöglich, die bürgerliche Gesellschaft nach der vom Eoucil aufzustellenden Regel zu gestalten," uud es werde dahin kommen, „daß die Katholiken als Feinde des Staates gelten, weil sie im Gewissen gehalten seien, darnach zu trachten, daß alle Staaten und Völker dem römischen Papst unterworfen werden." Das alles haben die deutschen Bischöse mit tiefer Sorge vorhergefehen und in dringendster Weise mahnend und warnend in Rom vorhergesagt; und heute scheuen sie sich nicht, von derselben geweihten Stätte, wo sie sich vor drei Jahren vereinigten, um den drohenden Gefahren und Wirren vorzubengen, alle jene Aeußerungen unter dem Vorgeben zu verleug-nen: „die Wirren seien plötzlich und ihnen unerwartet hereingebrochen . ." Sie wußten es und habe» es selbst bezeugt, daß die bürgerliche Gesellschaft sich dem Spruche deö Papstes nicht beugen könne und werde ; wollen sie trotzdem, nachdem sie sich selbst gebeugt, es in schwerem Kampfe versuchen, auch deu Staat, auch das deutsche Reich unter deu Willen Roms zu beugen, so wird doch durch ihr eigenes unäuslöschbareS Zeugnis die Thatsache bestehen bleiben, daß dieser Kampf nicht plötzlich, nicht durch de» Staat hcranfbcschivöre» ist, sondern durch das vaticanischc Concit, auf welchem alle Warnungen dcr deutschen Bischöfe unge-hört verhallten unr> unter dem Einflnß einer Partei „die alte und echte Verfassung der Kiiche geändert" und „die Macht des päpstlichen Sluhles über Gebühr erhöht wurde." . . . Diese gemeinsame »»zweideutige Kundgebung deö deutschen Episkopats muß auch die letzten Zweifel uud Bedenken über die Stellung schwinden lassen, welche die Regierung des deutschen Reiches sowie die deutschen Landesregierungen der römischen Curie und der ihr willenlos folgsame» Geistlichkeit gegenüber einzuuehme» haben. Das willkürliche und rücksichtslose Einschreiten des Bischofs von Ermland gegen einen RcligionSlchrer, der zugleich Slaats-diener war, sowie die Lossagung des katholischen Feldprobstes Bischof Namszauowski von seinen Pflichten gegen die militärischen Oberen, setzten die Regierung in die Nothwendigkeit, Maßregeln der Abwehr gegen die geistlichen Hebelgriffe zu treffen. Als sodann der Geist des Widerspruchs und der Auflösung durch eine Kundgebung des Papstes gegen die Regierung des deutscheu Reiches geradezu ermuntert wurde, mußte die Regierung erkennen, daß die Abwehr geistlicher Uebergriffe nicht mehr auf den einzelnen Fall zu beschränken, sondern der ganze Zusammenhang der staatsfeindliche» kirchlichen Bewegung im Auge zu behalten sei. Die demzufolge zur Geltung gelangten Auffassungen, Absichten und Feuilleton. Ausstellung der Gewinste siir die Essecteulottcrie der philh. Gesellschaft. ES war am 26. Juni s. I-, daß über Einladung der Direclion der philharmonischen Gesell lchast eine größere Anzahl Damen uud Herren zum ersten uiäle zusammentralen, um über die Durch führung einer Effecteulotterie zum Zwecke der Erbauung rineS Vereins- und Schulhauses zu berathen. Die Idee wurde gleich nufangs von allen Behelligten mit regster Theiluahme erfaßt, alleiu cs fehlte doch nicht an Bedenke» mannigfacher Art, und so viel ist gewiß, daß auch die begeistertste» Anhänger des Projectes damals nicht crwarlct hätten, daß nach kaum vier Monaten Gewinste in der Zahl und Schönheit beisammen sein werden, wie sie in dcr vorgestern eröffueten Ausstellung nuu zu sehen sind. Forschen wir »ach de» Ursache» eines so überraschenden uud erfreulichen Erfolges, so müssen wir vor altem der Mitglieder des großen LotterieeomilöS, und zwar in erster Reihe dcr Damen desselben gedenke», welche die übernommene Aufgabe mit einer nicht genug auzuerkennenden Hingebung erfaßten und mit einer Raschheit und Sicherheit zu Eudc führten, die eben nur da zu finden ist, wo edle Frauen 'mit der ihnen eigenen liebenswürdigen Energie und unwiderstehlichen Beredsamkeit sich einer Sache annehmen. Und wahrlich, die schönen Sendbotinnen eines schönen Unternehmens verschwendeten ihre Bemühungen diesmal nicht wirkungslos; sic fanden in allen Kreisen der Bevölkerung ohne Unterschied das freundlichste Entgegenkommen, die reichste Unterstützung. Die Bewohner Laibachs, die schon so oft ihr Verständnis und ihre lebhafte Theilnahme für Zwecke der Kunst an den Tag gelegt, sie bethütigtcn dicsc Eigenschaften auch diesmal wieder in glänzendster Weise. Gleich der erste Appell fand den lebhaftesten Widerhall, von Woche zu Woche stieg das Interesse, und man kann sagen: es entstand ein förmlicher Wetteifer, zu dem Gelingen des großen Werkes mit allen Kräften beizutragen. Ueberblickcn wir, was allein in Laibach von den Angehörigen aller Stände bisher für die Lotterie geleistet worden ist, so könne« wir gelrost behaupten, daß kaum in ciucr audcrn Stadt gleichen Ranges eine so allseilige, begeisterte Unterstützung zu finden, ein solches Resultat zu erreiche» gewesen wäre. Neben dem großen Lotteriecoulitü entwickelte aber auch die zum Executivcomilö verstärkte Direktion der Gesellschaft eine unermüdliche und gleichfalls von den reichsten Erfolgen gekrönte Thätigkeit. Hohe Gönner der Kunst wurden dem heimischen Unternehme» gewonnen und auch auswärtige Kreise zur Förderung des großen Werkes herangezogen. Wie stets, wenn eö die erhabenen Zwecke der Kunst nnd Humanität gilt, gewährte auch diesmal unser Hvs die glänzendste Unterstützung. Ihre Maje stäte n der Kaiser und dieKaiserin, dcr dn rch l au ch t i g ste Kronprinz Rudolf und eine Reihe von Mitgliedern des allerhöchsten Kaiserhauses willfahrten dem von der philharm. Gesellschaft gestellten Ansuchen in hochherzigster Weise uud spendeten der Lotterie die herrlichsten Gewinste und reichsten Geldgaben. Und auch anderwärts gelang es, die erfreulichste Thciuahme wachzurufen, und von gekrönten Häuptern und Kunstinstituten, hohen Würdenträgern und Privaten, Verlegern und Künstlern langten nicht nur aus verschiedenen Theilen Oesterreichs, sondern auch aus dem Auslande Gewinste nnd Geldbeiträge der namhaftesten Art in großer Zahl ein. Wie immer, wenn verhältnismäßig große- in kurzer Zeit geleistet wird, wirkten also anch hier eine Reihe von Factoren in günstigster Weise zusam-me», und nur so konnte e« kommen, daß der Aus- Beschließungen der Regierung haben durch den jetzigen gemeinsamen und herausfordernden L-chritt der Bischöfe eine neue gewichtige Bestätigung erhalten. Wenn die preußische Regierung es nach d^m Erlaß der Verfassung vom 31. Januar 1850 im Vertrauen auf die damaligen Beziehungen zu den kirchlichen Gewalten zunächst unterlassen hat, den Artikel 15, nach welchem „die evangelische und die römisch-katholische Kirche, sowie jede andere Religionsgesellschaft ihre Angelegenheiten selbständig ordnet und verwaltet," in seiner Bedeutung und Tragweite durch ausdrückliche Ausführungsgesetze (wie sie sonst fast zu allen ähnlichen Verfassungs-Bestimmungen ergingen) näher festzustellen, so ist es jetzt, nachdem die Bischöfe das Gebiet der kirchlichen Angelegenheiten eigenmächtig zu bestimme» und willkürlich auszudehnen versucht haben, unerläßlich geworden, durch unzweideutige und. unantastbare Staatsgesetze diejenigen Gebiete zu regeln, welche nicht lediglich Angelegenheiten der Kirche sind, sondern zugleich irgend eine Beziehung zum bürgerlichen und staatlichen Leben haben. — Es liegt der Regierung auch jetzt ferne, wie Fürst Bismarck in einer seiner Reden sagte, dogmatische Erörterungen über die Wandelungen, welche in Bezug auf die Glaubenssätze der katholischen Kirche vorgegangen sein können, zu beginnen. „Jedes Dogma, auch das von uns nicht geglaubte, welches Millionen Landsleute theilen, muß für ihre Mitbürger und für die Regierung jedenfalls heilig sein. Aber wir können den Anspruch auf die Ausübung eines Theiles der Staatsfouveränetät den geistlichen Behörden nicht einräumen, und soweit sie dieselbe etwa besitzen, sehen wir im Interesse des Friedens uns genöthigt, sie einzuschränken, damit wir nebeneinander Platz haben, damit wir in Ruhe nebeneinander leben können." — Das jetzige Auftreten der Bischöfe wird unzweifelhaft dazu helfen, das Wort des Reichskanzlers rascher zur Erfüllung gelangen zu lassen: „daß die Regierung gegenüber den Ansprüche», welche einzelne Unterthanen Sr Majestät de« Königs von Preußen geistlichen Stande« stellen, daß es Landgesetze geben könne, die für sie nicht verbindlich seien, daß die Regierung solchen Ansprüche» gegenüber die volle einheitliche Souveränetät mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln aufrecht erhalten werde und in dieser Richtung auch der vollen Unterstützung der Majorität beider Confessionen sicher sei." — „Die Souveränetät kann nur eine einheitliche sein und muß eS bleiben : Die Souveränetät der Gesetzgebung!" Politische Rundschau. Laibach, 23. Oktober. Inland. Die ungarische Delegation hat das Ordinarium und Extraordinarium des HeereSersor- stellungskatalog statt lOOO nicht weniger als 1127, zum überwiegenden Theile prachtvolle Gewinste und überdies noch 1924 fl. 29 kr. in Geldbeiträgen und eine Reihe anderer Spenden ausweist. Ja, indem wir diese Zeilen schreiben, erhalten wir die erfreuliche Mittheilung, daß die Zahl der Spender sich noch fortwährend vergrößert lund seit der Druck, legung des Gewinstverzeichnisses neuerlich eine Reihe von Geschenken abgeliefert wurden. Indem wir auf die Ausstellung selbst übergehen, die im 2. Stocke des Fürstenhofes in zwei sehr großen Zimmern untergebracht ist, müssen wir von vornhin«» darauf verzichten, eine Beschreibung auch nur der vorzüglichsten unter den exponierten Gegenständen zu liefern, dazu maugelt uns bei weitem der Raum, wir wollen uns hier daher nur auf ein paar allgemeine Bemerkungen beschränken, im übrigen aber heißt eS: Jeder gehe hin und sehe. Im ersten Zimmer sind auf zwei großen Tischen je eine Gruppe zusammengehöriger Gegen-stünde sehr glücklich vereint. Auf dem einen Tisch befindet sich «ine glänzende Collection von Lederwaren jeder Art; große eingerichtete Reisetaschen au» Juchten, Album«. Necessaires, Schreibzeuge, Brief- und Zigarrentaschrn, Operngläser u. s. w., dernisses bereits öurchberathen und ohne erhebliche Streichungen auch bewilligt. Dafür erhält sie von dem officiösen „Naplo" einen Fleißzettel ausgestellt, auf welchem geschrieben steht, daß sie in ihrem Vorgehen strengen Constitutionalismus mit dem feinsten parlamentarischen Takte zu verbinden verstand, daß sie keine Krisen heraufbeschwor und an einer Trübung der Beziehungen zur Regierung keine Freude zu finden vermochte. Wenig Reden, wenig Lärm, aber viel bewilligen, das scheint die Hauptsache zu sein, um sich an maßgebender Stelle einen Stein ins Brelt zu legen. Wenn ein pester Correspondent der „Times" das Richtige erräth, so werden die ungarischen Eon-servativen jetzt eine verstärkte Thätigkeit entwickeln. Seit der Schlacht von Mohacs, wird in der erwähnten Correspondenz behauptet, hätten die Con-servative» immer die U n i o n mit Oesterreich vertreten. Die Rede SennyeyS sei das Signal, daß die konservative Partei wieder auf den, politischen Schauplatze erscheinen werde. Wie man dem „P. L." aus Wien meldet, bezweckt die vom Ministerium inaugurierte Reform der böhmischen Landtagswahlordnung hauptsächlich, dem Besitzwechsel durch Zerstückelung des Großgrundbesitzes vor den Wahlen einen Riegel vorzuschieben. Demselben Blatte wird aus Wien telegraphiert: Graf Arnim, der deutsche Botschafter in Paris, dringt auf Abberufung und erklärt, es sei das Leben in Frankreich für einen deutschen Staatsmann unerträglich. Auch Bischof Stroßmeyer hat den Widerstand gegen das Unfehlbarkeitsdogma aufgegeben. Die „Italienischen Nachrichten" melden: „Es wird soeben in Rom bekannt, daß Bischof Stroßmeyer die Decrete des vatikanischen Eoncils im officiellen Journal seiner Diöcese bekannt gemacht hat. So hätten denn nun alle Väter des Eoncils ihre Zustimmung zu den Decrete» gegeben." Die Mandats niederlegung des tiroler Reichs -ratS-Abgeordneten Dr. v. R a pp wird auch in Regierungskreisen dahin gedeutet, daß der Landtag in Innsbruck möglicherweise die Nichtbeschickung des Parlament« beschließen könnte. Um diesen Schlag gebührend zu parieren, ist Graf Taaffe dahin instruiert worden, darauf zu dringen, daß dem tiroler Landtag die Neuwahlen für das Abgeordnetenhaus als eine der ersten und dringendsten Vorlagen empfohlen werde». Sollte man in Innsbruck geneigt sein, das Dringliche dieser Wahl nicht einsehen oder die Wahl verschleppen zu wollen, dann wird das Ministerium sofort zur Auflösung des Landtages schreiten und sich vom Monarchen die Ermächtigung bilden ein wohlthuendeS Ensemble, in das sich ein paar prachtvolle Lampen, Gewehre nnd noch verschiedene andere hier ausgestellte Gegenstände glücklich einreihen. Am zweiten korrespondierenden Tische findet sich eine große Zahl literarischer und musi-kalischer Prachtwerke vereint; die von Dor6 illustrierten Märchen, „Blätter und Blüten deutscher Poesie und Kunst," Jmmerinanns „Oberhof," Kaulbachs Goethe- und Schillergallerie, illustrierte Chroniken des letzten Krieges, Beethovens und Mozarts Sonaten, Heine und Albert Träger, die Bibel und die Geschichte der Jesuiten liegen hier in reichverzierten Einbänden vor uns, unter schimmernder Decke noch viel glänzenderen nnd herrlicheren Inhalt bergend. Die Wände dieses Zimmers sind mit Bildern aller Art auSgeschmückt, und während unter den Oelgemälden hauptsächlich A. SchäsferS „Stillleben" und Ebert« „Schlafendes Kind" unsere Aus-merksamkeit fesseln, ragen unter den Photographien vor allem die Galerie deutscher Tondichter, zwölf Prachtphotographien in größtem Jmperialfolio, die von der Direktion der philharm. Gesellschaft sehr glücklich zur Ausschmückung der künftigen Verein«, localitäten reserviert wurden, und die beiden Ruh-meshallen deutscher und außerdeutscher Musik in erbitten, das Nothwahlgesetz in Kraft treten zu lassen. Die erforderlichen Vorarbeiten hiezu sind fix und fertig. — Dem Vernehmen nach sollen in Böhmen in nächster Zeit mehrere ezechische Bezirksvertretun-gen aufgelöst werden, welche sich bei der Vertheilung der Gaben an die im Sommer durch Wasserschäden Verunglückten Unzukömmlichkeiten habe» zuschulden kommen lassen. Ausland. Kirchliche Fragen und Krei-ord-nung — das ist das ganze Repertoir der deutschen politischen Bühne. Erstere verschärfen sich immer mehr. Bischof Hefele, der arg Blamierte, ist von sämmtliche» deutschen Bischöfen beglückwünscht worden. Ossiciöse berliner Correspondenten versichern, daß die suldaer Denschrift die letzten Zweifel und Bedenken gegen ein energisches Einschreiten in hohen Regionen beseitigt habe. Die „Nat.-Ztg." donnert gegen die Jesuiten: „Die blinde Begehrlichkeit der Jesuiten bürgt dafür, daß kein fauler Friedensschluß Deutschland um die Früchte des Kampfe« bringen wird. Die Jesuiten haben den Staat herausgefordert, der Staat kann nicht eher ruhen, bis er sie unschädlich gemacht hat, und diese Ueberwin-dung der jesuitischen Kirche in Deutschland ist der Anfang zu neuen Gestaltungen auf dem Gebiete des religiösen Lebens." Von der gegnerischen Seite versichert die „Germania", die EentrumSfraction dächte nicht deran, ein Bündnis mit der ForschrittS-partei zu suchen. In preußischen Osfizierskreisen spricht man sich mit vieler Anerkennung über den guten Geist und die Disciplin der eingetretenen elsässer Freiwilligen aus. „Wenn die eben in Elsaß-Lothringen ausgehobenen Rekruten, die bereits in Berlin ein-tressen, das halten, was die Freiwilligen bisher versprochen haben, so gewinnt die deutsche Armee gute Soldaten", meint ein berliner Blatt. Bekanntlich gehörten die Elsässer zu den besten Soldaten der französischen Armee, und sie werden unter der Pickelhaube nicht aus der Art schlagen. Auch der Graf von Chambord tritt wieder mit einer Epistel hervor. Die „Union" veröffentlicht nämlich ein Schreiben des Grafen an den Deputierte» La Röchelte, welches ausführt, daß die Republik zur socialen Anarchie führe und die gemäßigte Republik Illusion sei. Frankreich, das katholisch monarchisch ist, müsse zur traditionellen Monarchie zurückkehren. Chambord sagt weiter: der Tag de» Triumphes ist noch Gottes Geheimnis. Er fordert zum Vertrauen in die Mission Frankreich« auf, dessen Europa und das Papstthum bedürfen. Der gegenwärtigePräfid entvon Mexiko hat ein gar stolzes, vielversprechendes Programm, von dem im Interesse des so schwer heimgesuchten der großen Facsimileausgabe, sämmtlich wahre Kunstwerke aus dem Bruckmann'schcn Verlage in München, hervor. Treten wir an dem großen, äußerst geschmackvolle« Aufsatzkamin aus.Terrakotta und einem bei der herrschenden kühlen Temperatur fast einladenden Schlafrock vorüber ins zweite Zimmer, so auf der großen Stellage dem Eingänge gea"' .er an hervorragender Stelle das Geschenk Sr. Majestät des Kaisers: eine große prachtvolle, äußerst sei" ge' arbeitete Kaminuhr aus Bronze nebst jivei fünsar-migen Girandolen i» gleicher Manier. Wenden wir den Blick »veiter im Zimmer umher, >o wird derselbe von Hunderten von Gegenständen aller Art in bunter Aufeinanderfolge gefesselt. Wir wissen nicht, sollen wir diese superbe Gläferkasette au« Rosenholz oder jenen reizenden Lichtschirm; ein Frauen« bild auf schlankem Bronzegestell, diese geschmack' vollen grünen und weisen Glas- oder jene großen marmornen Vasen; diese prächtige Pnnschbowle aus mattem reichverzierten Glas oder jene hellglün-zende Schreibtischgarnitur; dieses mehr originelle als praktische Theeservice in Muschelform oder die zierlichen, goldgestickten türkischen Pantoffel nay anfehen. Immer fallen uns neue schöne Dinge die Augen und wir werden nicht müde, die M q und zerrütteten Landes zu hoffen ist, daß es nicht blos Worte, die zur Wahl den Weg ebne» sollen, sondern Versprechungen sind, die realisiert werden solle». Senor D Sebastian Lerdo de Tejada spricht sich in seinem Programm zu gunsten der Unabhängigkeit der einzelnen Staaten und Nichteinmischung in ihre inneren Angelegenheiten aus. Gleichheit in der Aushebung für die Armee, Unterstützung und Aufmunterung der Erziehungsinstitute, die ihre Wohlthaten auf die niedrigsten Klassen der Bevölkerung ausdehnen sollen, Ausrechterhalmng des Friedens durch eine wohlorganisierle Polizei werden in Zukunft der Regierung am Herzen liegen. Um das Finanzwesen zu heben und die Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen, sollen alle un-nöthigen Beamlenposten abgeschast, Berantwortlich-keit der Beamten für Veruntreuungen eingeführt, eine Amortisation der Staatsschulden geregelt, die Freiheit des Handels erleichtert und ein Saatsschatz gegründet werden. Wenn es nur wahr wäre, dann könnte Mexiko endlich zum ruhigen Genüsse der so reichen Schätze des Landes kommen, und eine Er-neuerung so vieler und so schrecklicher Bürgerkriege wäre selbst in Mexiko unmöglich. _________________ Local- und Provinzial-Angelegenheilen. Original-E-rrefp-ndeuz. Krainburg, 21. Oktober. (Nerduslet.) Mittwoch, den 16. d. M., »st der HandlungScommi» resp. GeschästSleiier des Herrn Handelsmannes D., 8, S k, nachdem er um halb 9 Uhr abenvs das Geschäft wie gewöhnlich geschloffen, den Schlüssel und die Kasse nebst einem Schreiben seinem Herrn Principal zugesendet, mit Zurücklassung seiner Kleidung und sonstiger Effecten und nicht sehr bedeutender Ersparnisse spurlos verschwunden. Er war ein sehr lebensfroher junger Manu, ohne Verschwender zu sein, und in ollen Kreisen und bei allen Parteien gleich beliebt wegen seines angebornen Mutterwitzes und nie versiegenden guten Humors. Da derselbe bis heute weder todt noch lebend zum Vorschein gekommen, so ist man der Meinung, er habe sich ein Leid angethan. Man munkelt, die Liebe habe ihn so weit gebracht. Ferner bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß hier im nahen NaklaS den 23. d. die schwarzen Vögel von Repne, die Jesuiten, wieder ihr Unwesen beginnen. Sie umkreisen systematisch unsere gute Stadt; wenn auf dem Lande alles mürbe genug ist, werden sic sich wohl auch in Kramburg producieren, wohlgemerkt, wenn ihnen nicht früher ihr unlautere» Getriebe eingestellt wird, wozu eS schon wirklich hoch an der Zeit wäre. zu durchmufteru und all die verschiedenen Herrlichkeiten zu bewundern. Treten wir zum Tisch an der rechten Seiten-wand, so hebt sich vom dunklen Hintergründe eines große» Fußteppichs eine reiche Menge von Silber-grgenständen ab. Prächtige Tafelaufsätze, große Vase» mit kostbarem Silberpiedeslal, Bestecke in allen Forme» und Größe», Becher, darunter der schönste samnit silbernem Reisebesteck vom König von Baiern, Tabativre», Leuchter, ei» äußerst geschmackvoller Toilettespiegel, Colliers, Uhren u. s. w. sind hier zu einer jedenfalls sehr kostbare» Gruppe vereint, während am gegenüberstehenden Tische vorwiegend die !chvnsten Porzellan» und Glaswaren eine höchst sehens-werthe Zusammenstellung bilde», auf den Stellagen Rechts und links vom Eingänge aber wieder in buntester Mischung reizende Gegenstände aller Art in Seschmackvollster Weise postiert sind. Damit sind freilich die Schätze, die diese« Zimmer birgt, keineSwegeS enchöpst. Elegante Waschtische stehen in den Fensternischen, kostbare Beitend Tischteppiche sind ausgebreitet, ein prachtvoller «ronzeluster uud schöne Ampeln hängen von der Decke, Bilder und Photographien in reichen Gold-nnd Holzrahmen zieren auch hier die Wände, ge-IchmackvoUe Handarbeiten, Wandkörbe. Schnitzereien und ähnliches schmücken jede« freie Plätzchen. Local-Chroail. — (Verleihung.) Sr. Durchlaucht dem Herrn Statthaltereirathe Lothar Fürsten v. Metternich-Wuine-burg wurde von Sr. Majestät der Titel und Charakter eines HosratheS taxfrei verliehen — (Verleihung.) Die unter dem Patronate der ReligwnSsondS-Domäne Landstraß stehende Psarr-Pfründe Tfchalesch (Bezirk Gnrkseld) wurde zufolge Allerhöchster Entschließung vom 23. September 1872 dem Pfarrer in Schweinberg Slmon Zadnik verliehen. — (Der ärztliche Verein) wird am 2. November feine wissenschaftlichen Sitzungen in dieser Herbstsaison wieder ausnehmen. — (Maul- und Klauenseuche.) Nachdem in mehreren Ortschaften, u»d zwar in allen drei Steuerbezirken, Jdria, LaaS. Planina, des Bezirkes Loüsch, die Maul- und Klauenseuche unter dem Hornvieh ausgebrochen ist, so werden alle Viehmärkte in den genannten drei Steuerbezirken für den laufenden und den Monat November d. I. eingestellt. — (Journalistisches) Man schreibt aus Görz, 17. Oktober: „Als ein erfreuliches Zeichen des Fortschrittes muß es betrachtet werden, daß hier in Kürze ein deutch-politischeS Blatt unter dem Namen „Görzer Zeitung" erscheinen wird. Mehrere hervorragende deutsche Persönlichkeiten haben jüngst den Beschluß gefaßt, das fragliche Blatt spätestens mit Iten November d. I. ins Leben zu rufen und dreimal in der Woche erscheinen zu lassen. Die Tendenz des Blattes wird eine durchaus liberale sein, und voraussichtlich wird damit der Verfassung-Partei eine große Stütze erwachsen. Theater. 23. Oktober 1872. -pp- Das beim hiesigen Publicum fo beliebte Genre der leichten Operette, welches von unserer Theater-directton bisher leider fast ganz ungepflegt blieb, fand verflossenen SamStag durch die Vorführung der Supp6-schen „Leichten Cavalerie" seine Berücksichtigung. Obwohl bereits zur Genüge bekannt, finde« diese Operette wegen ihrer lieblichen, an reizenden Motiven reichen Musik doch stetS eine freundliche Aufnahme; umsomehr dann, wenn uns dieselbe in einer so vortrefflichen Darstellung geboten wird, wie wir dies von der samstägigen un-geiheilt anerkennen müssen. Das weitaus größte Verdienst an diesem Abende erwarb sich vor allen Herr Ausim, dessen wahrhaft mustergiltiger „JanoS" uns einen neuen Beweis von der reichen Begabung und stan-nenswerthen Verwendbarkeit dieses Künstlers lieferte. Wir müssen rückhaltSloS anerkennen, daß wir diese Charakterrolle selten in solcher Vollendung gesehen haben, Wollten wir alle Gegenstände, die hier ausgestellt sind, auch nur kategorienweise aufzählen, wir würden noch lange nicht fertig. Speise-, Kaffee-, Thee-, Punsch-, Bier-, Limonade- und Liqueurservice aus Porzellan, Glas und Metall in allen Farben und Formen; Photographiealbums, Mappen, Skizzen und Notizbücher; Vasen, Gläser, Schalen, Teller der verschiedensten Art und Größe, Schreibzeuge, Nähtischchen, Zigarrenständer, Fächer, Pölster, Sacktücher, Uhren, Bücher, Lampen, Bilder, Kaffeemaschinen, Musikalien, Briefbeschwerer, Stiefelzieher, Kassetten aller Gattungen, Nähmaschinen, Hiile u. s. w., u, s. w. formieren einen reich-znsammengestclltcn Bazar und laden zu eingehender. wiederholter Besichtigung ein, die wir dem Publicum hiemit auch dringend ans Herz legen. Sicherlich wird jedermann von der Mannig-faltigkeit und Schönheit der ausgestellten Gewinste im hohen Grade überrascht sein und sich ohne Zweifel vornehmen, seinerzeit recht viel Lose dieser Lolttrie zu kaufen, früher aber auch darin mit unserem Urlheile übereinstimmen, daß das Gewinst-"Comitö für das mühevolle und äußerst gelungene Arrangement der ganzen Ausstellung gleichfalls die vollste Anerkennung verdient. wie diesmal. So viel wir schon bis jetzt ersehe« haben, ist Hr. Ausim jedenfalls ein bedeutender Gewinn für unsere Bühne, und können wir die Directio» sowohl wie uns selbst zu dieser werthvollen Acqui« sition nur beglückwünschen. Schade nur, daß wir — wie es uns eine „dunkle Ahnung" sagt — im Laufe der Saison allem Anscheine nach nicht gar oft in die Lage komme» dürsten, im gleichen Tone zu sprechen. Doch hievon vielleicht später einmal — bei Gelegenheit! Nächst Hrn. Ausim ist es unsere Pflicht, Hrn. Stoll (Hermann) und Fr. Kropp (Vilma) za erwähnen, welche beide ihren Part sowohl in gesanglicher wie darstellender Hinsicht zur vollsten Zufriedenheit durchführten. Da die Besetzung der kleineren Rollen gleichfalls eine genügende war und auch der Chor, sowie insbesonderS das Orchester ihre Schuldigkeit ihaten, so können wir die ganze Vorstellung mir Recht als eine gelungene bezeichnen, was auch von Seite des gut besuchten Hauses durch wiederholt gespen. deten Beifall anerkannt wurde. Der Operette voran ging das einactige Benedix'sche Lustspiel: „Die Eifersüchtigen," dessen Aufführung nn« jedoch nicht in dem gleichen Maße befriedigen konnte, wie die der ersteren. ES wurde zwar im ganzen recht glatt und ohne offenbaren 1aux-pÄ8 abgespielt, dennoch fehlte ihm jene lebhaft pulsierende Frische und Lebendigkeit der Darstellung, die bei derartigen Kleinigkeiten unumgänglich nothwendig ist, sollen sie nicht wirkungslos verpuffen. Gut war Hr. Carode (Weiß), während das sonst gerundete Zusammenspiel der Fräulein Brand, Brambilla und Hrn. RöderS unter den Folgen der obenerwähnten Mattigkeit merklich litt. „Der letzte Jesuit," ein historische« Bolk-stitck von Anton Langer, welche« wir vorgestern zu hören bekamen, ist ein verunglückter Versuch, eine politische Zpisode aus dem Leben Kaiserin Maria Therefia'« zu dramatisieren, dem jedoch jede Grundlage zu einem gesunden und correcten Bühnenproducte abgeht. Denn um letzteres zu sein, krankt es zu sehr an gänzlicher Stoffarmuth, sowie an dem Mangel einer eigentlich leitenden dramatischen Idee, so daß eS den Zuhörer unmöglich über den Moment hinaus zu fesseln, geschweige denn zu befriedigen vermag, da eS ihm in seinem ganzen Verlause nichts als eine Reihe lose aneinandergefügter, jedes Themas sowie jedes geistigen Zusammenhanges entbehrender Bilder bietet. Der Dichter hoffte wahrscheinlich mit dem Knalleffecte de« Stücke-, nämlich dem am Schluffe desselben von Maria Theresia gelaffen gesprochenen großen Worte: „Fortan bleibe der Jesuitenorden für ewige Zeiten au« Oesterreich verbannt!" da- Publicum so zu entzücken, daß es darob gerne der vielen Mängel de« StückeS vergessen werde. Ja, wenn dieser goldene Spruch auch wirklich zur Wahrheit geworden wäre, o wie gerne wollten wir dafür Langers .historische« Volksstück" mit in den Kauf nehmen und sogar noch ein weitere« Dutzend wiener Literatur-Gräuelihaten willig über uns ergehen lassen; so aber, wo derselbe heute und wohl auch „bis auf weiteres" nicht mehr als nur ein „frommer Wunsch" ist, nimmt sich dieser Schlußeffect denn doch etwas zu naiv als, als daß er nicht statt der gehofften erhebenden Wirkung ein gelindes Lächeln Hervorbringen sollte. Die Darstellung de» Stückes erhob sich in keiner Weise über da- Niveau einer anständigen Mittelmäßigkeit, ja blieb «heilweise, insbesondere hinsichtlich seiner Jnscenierung, sogar unter demselben. Ganz zu befriedigen vermochte unS von den Mehrbeschäftigten nur Frau Kotzky, die die Kaiserin mit Würde und trefflicher Charakterisierung zu geben verstand, sowie Herr Ausim, der uns im „Schmied von Achau" abermal- ein glücklich gezeichnete-, natur-wahres Bild lieferte. Herr Höller (Pater Cölestin) schien nn« seiner Rolle nicht vollkommen gewachsen zu sein, den» so correct er dieselbe äußerlich auch zur Darstellung brachte, fehlte ihr doch jene feinere Poin« tierung, die hiezu unbedingt erforderlich ist. Besser erging e« Herrn Carode mit seinem „Baron Klenau," während wir von den Übrigen Mitwirkenden, wie Frl. Brambilla, Frl. Rep» und Hrn. Kra nj eben nur sagen können: sie genügten. Entschiede« tadeln aber müssen wir die mangelhafte Besetzung der Kfm., ss-ünh. — Zimmer, »«,. Supan, Prirster, Srssana. Fritsch, ! Graz. L-inipe, Landstraß. - Liiwinaei, P.P. Rudolf, koüsch. Dimitrievic, Ägein, Gra,. — Eichstätt, Hdl«m Leaipa. Beamte, Triest. »»« «»Frau Holler, Oberco»dncteur«-Gatli». ? Marburg. Tkcatcr. Heilig' Ter ^unftmeiftc» von Nürnberg. Schauspiel in 5 Aele» von Nedwitz. - Perjoncu: Georg Behaim, regierender Bürgermeister Hr. Waucr. Friedrich Holzschnhe'r. > ...Hr. Midancr. Berthold Tücher, ! Patri;»r und . Hr. Kranz. Neit Grolaudt, l Rathsherreu . . Hr. Stick Hanns Pauuigartiier ' ...Hr. Carode. Agnes Behaim .................................Frl. Brand. Röschen Toppler aus Rothenburq, ihr Büschen KlinlMlimrii k SchmuckWer» mache ich die geehrten Tameii anfin^rksaw, da ich fjlr die Herbstfaiso» eine grotze Auswar» der neuesten «er M M» Mell Uj ksSm ! vorriilhig habe, auch sind stets »eine Brautkränze ;ur Aus-! wähl, soirne auch frische gebunden werden, nebst einer schönen Auswahl tzirabkränze sonne alle Äattnngen Kirchenblumcn j u.-i fertigt werden. ^iüisimine 8eiir, st. Pctersvorstadt ^' r. ^ ^ ___________, f^ran Gcrtrnde Krafflin, Wilhelms Mutter (Richard Weiß) brachte seine Rolle in vorzüglicher ^ ' Aunstmeister der Kold- Meife zur Gellung und wußte das Publicum durch ^ ^ schmiede > Lanrcnlius toß, tÄeiber, sein frisches und launiges Spiel in die heiterste Stiin- Wendeln, Wehlgnnnih, Knischue, wung zu versetzen. Hätte er in Frl. Brambilla eine gleich gute Partnerin gesunden, so würden wir der Aufführung dieser niedlichen Blnetie gerne unser ungelheilles kob spenden. Leider war dies jedoch nicht der Fall, indem Frl. Brambilla in ihrem Spiele so! ziemlich alles vermissen ließ, wodurch der Dichter diese ^ muthwillige und geistreiche „Baronin von Fersen" ge Nikolaus Haubcuschmidr. gniaum „der Geisbart," Tuchmacher, ! Zunsl-' ^ A--uosse» ,^rl. Benisch. Fr. »roseck. Hr. Hörmann. Hr Ausitti. He. Höllkr. I. M Kotzky. Aiieillpfthliliig. Ich erlaube mir, dem geehrten t. Piiblicuiii ergebenst aii^uzeigen, daß ich alle Gattungen von 2) Telegramme. Peft, 22. Oktober. Beide Delegationen hielten Sitzungen. Bezüglich des Budgets der Ministerien' . ^ . >cr « »k. „ . des Aeußeru, der Finanzen und Krieasmarine waltet keunze,chm. wisse» woll.e. Ihre Darstellung war n" Differenz .nehr fischen beiden Delegationen gewöhnliches H-run.ersp.elen der Roll^ ohne ,-de „ ^ileties dementiert das Gerücht, daß ihn der! st.g.Po.ute und zeug e an »'chr-ren-stellen w.e z. B ^ Schlag gerührt. - Der ..Pester Lloyd' meldet, es i l'e.m Lesen de- Br.ese« und manche» anderen auch^e von Seite des kaiserlichen Hofes Graf Beast! von ganz verfehlter Auffassuug uud Deklama.w.. - !'außerordentlicher Botschafter zur Feier der gol-! Frl Beutfch war e,u ganz gu.eS Kammerkätzchen. Hochzeit deS sächsischen Königspaare. eutscu-! Das Haus war an > leiem Abende nur mäßig besucht!^ w^den - wohl eine natürliche Folge des etwas aligebockrnen ^ ^ ' Reperioires, dessen sich die Direetwn schon dvrch län- gere Zeit befleißigt. — ( K r i e g d e m U n g e z i e f e r.) Der Bürger meister von Leilmentz erließ im „Leiimeritzer Wochenblatt-" folgende nachahmcnSwerihe Kundmachung: „Bei dem Umstande, daß in der gegenwärtigen Jahreszeit die Lbstbänme mit einer ungewöhnlichen Menge von Raupennestern behaftet sind, welche demnächst die verheerendsten Folgen bringen wü>den, werden alle Besitzer von Obstgärten, Pflanzungen und Alleen, mit Bezug auf dos Circular des löblichen Bezirksausschusses vom 17. April 1872, 3- 200, auf das nachdrücklichste ausgefordert, sämmiliche Obslbäume auf ihrem Gebiete sogleich zu reinigen. Die Strafen bei Nichterfüllung dieser Pflicht sind im ß 5 deS Gesetzes von 30ien April 1870 ausgesprochen, welche eintrclen müßten, wenn obiger Aufforderung nicht nachgekommen würde. Bürgermeisteramt Leilmeritz, am 12. September 1872. vr. Fleischer, Bürgermeister." Witterung. Laibach, 23. Oktober. Nachts starte Wisse, »m Mitternacht Gewitter. Vor' mittags trübe, iirbelig, uachiuiitagö lheilweise gelichtet. Wärme: Morgens V Ulir -j- w.u', nachmittags 2 Uhr I 12.;^ 6. >1871 4 IK7V ,<>.»".) «aro Nieter im Fallen, 7»! 2IMil>imeter. Das gestrige Tages-Mittel der Wärme »>u 2.3" Uber dem Normale. Äesiiiger iliiederschlag 31.00 Millimeler. ________ Berfiordene. De» 22. Oltober. Johanna Zwayer,-ldv°ea>e»s wilwe, starb im 78. Vlbnisjahie in der Giadischavorstabt Nr. ^1 a» der r»iig>»lilbii u»g. ^akeb Hiischmanu, Echnbsllhrer, lein »lind Maiio, all 3 Jahre uild 8 Tage, in der jkapuzinriorstadl Nr. >>, Mllnchcn — Echlestngcr, Wien. — Epatzmonn, R>i»sch'id. — Käme, Wien. — Praiuik, Grohliischiisch. - HrUmau», Gioz. Lchniidburg, tzi«n». k» „. Zurhal^k, Rsm , Wir». - v. Gnlmatts-tho>, Triest. Popie, ji'm, IvhauuiSihal. Konstam, Boriälhig ist wieder und ;>i !>e;iehctt durch BuchhandliMli ^ in L a i b a ch: vunsjski 80Nkti üloLi! in /ü.!«/i! «/OX. 3 Hestchru ü. 25, kr. p>. Post unter Krc»;baad 79 kr. Ferner: (>>4 kr., uud kleine lim Kafiq leicht;üch!-t>ar), sowie schilue große siiid :u!igr Tage z»a> Vert>uise ausgestellt im „Ilvtel I>!I«>s»u<", Ziuimer.^ir. Ii>, von!> llbr früh bis l> Uhr abends. Z>n» gütigen iahlreicheu Besuch ladet ergebenst cm n. » , üt'> !) Bogllhiludler. N»rrrrxrx:rLrrLr:xrLrrrttL;rrrrLr«rkioisvr, Dro-gnisl iii WIen; Herrn pur,Ivitner in Gra,; Herr» r«mdra in Botzen; Herrn los. förvk in Pest. l5>!'0- 2, ;um /lirillil, Älllckt"! !i. Prcsstt! aimehmc und dieselben in jcdcr beliebigen modernsten Farbe gefärbt und mit geschmackvollen Mustern gedruckt werde». Gleichzeitig empfehle mich dem geehrten p. t. Publicum mit der Versicherung, daß ich das möglichste leisten werde, mir das Bertrauen zu erwerben, wie auch durch solide Md promple Arbeit wie billige Preise die allseitigc Zufriedenheit zu erhalten. Hochachtungsvoll ergebenst Kunst, Zchiin und Srideiisärbcr >,«, Aroschplat; in, Koschicr'fchen Hansc. Wiener Lörse vom 22. Oktober :;L(« »cs. dis. ift.il>>-,v: »ov rsb-I . . »IN !»>. i-Ir i»»", r.»'-»!« >>- Kikt-rMür! ,u!>v r«r»!ei>, Aral!. ». itnd ^ LujüLH . S!av. . . Pt. ^V> I, >>!>»>.' v.-». Bodeocr--'-' ' <>>ip»i>.-Ä...' S'kier. re;i. " «ulk!., . ii>1. Dadd«hn-Ae!li!nd. Sliia ^ar.- t^cld A?a,e e-5 30 " "^avl . 95- S5 50 72 30 r3. 7" 40 V) 50 W-t— 102.^0 «> -'Arj. rn NS — ^,3 21 L5 1L3 75 143 .5 143 7-'» > -b. ii:0 »s. SS 75 SO i 0 o.W.' vr. Gtüs 9l.70 U1.50 1>S.- 130 ' »L 50 92 50 vr. St. l8*i? 125 ^ 12V. «:l 10<> kl. W.— 97.- 055. i5« - < lv-tter 1(8» ü. ^ 117.50 118 50 L!0 , »70 75 'to. 50 .".'W. 58. 59 3^»«.7^ 8üV.. 5 . s-ncr . ft. ö LL. »S kV LO 50 1030 H4 Salm . 40 , w - ,1 316 L 5 !sfv . . 40 . »7.50 28 — . . 40 . 38 - 39 4:u!evi. 3»».— 223.-1»i5 5<1 . 17^- 10 328 ÜN 213 5« lpt1 50 174.50 ku^öb. ivon.fUr>v.»v Krailkf. iW sl. - . ^ol.r>ou 10 Pf. Pari* ioo ,^a«cc -1 S0 "1 ^0 g,.40 81.K0 1VN.40 i, 8.50 42 ^5 V3.40 »7.75 90.60 P8. «»tl. Vt»"'.,'M«caeea. ^ - ' - 5.15 8.V5 5.16 8.65» 101.50 Veretu-Nhat« . . »8.75 Vi,.>«5 10V.75 107. - vi«»k«d. vr»at-b<>hu. . «aN. ilokt'ö >ck.- Lttüii»»ijtum. lug. S7d. »to. In Telegraphischer Cursbericht der Filiale der Striermiirk. Lscomptebank iuLaibach. 0VII der k. t. öffeutticheil Börse in Wie» am 23. Oktober Schlüffe der MltagSbiirse. Papirr-Reine »>I..V>. — Sicher Rente t!9.>j0. - 18«>«'er Staaw ^iilebeii Bankaciie»- Lredit 320.M. - «uglobank 315.5,». - Fraucvbauk l2!>.i'>0. - Lombarde» 202.25. — Uuiviibaiik 2«,!«. . Wechslerbank l3«!.!>0. " «aiidank 218.5,0. Aualobaubauk 18».- - - Neiile»-bauk Vanverein Pereiusbanl ^ r'oudon >"7 « l Mlin, Dncat«" i>.13. - 20-Frane Stücke ^.«>'1'/,. ^ »»» » > »>> i» i'at^kit ^rleaer nnl> llr die >tedactii>n vrrantwolttlch: Ottomar B.imberq