Intelligenz - Blatt zur Naibacher Neitung M^ 70. Kamstag den 12. Juni 1830. Nemtliche Verlautbarungen. Z. 702. (Z) Nr. ^,9. licita lions - Ankündigung. Von der k. k. illpr'schen Taback- und Stampelgefallen -Administration zu L. entrreder portofrei anlas Oberllcl ter«, zugleich Veriraltungsams derherrs^aft Zorelscer., einzusenden, oder sich dort mit ihren Documen« ten persönlich zu prasentiren. Bezirts'Obligkeit Aueljperg am ». Juni i83o. 3l2 Z. 703. (2) Nr. 902. Edict. Von demBezirks. Gerichte Haasdcrg wird hie-mit belannt gemacht: (36 fco ln Folge Unsuchens des Hrn. Anton Moschek von Pla.iina, als GMonär des Marcus Lourenzhizh, von ^aunl^, 6« praest»«. tato 24. d.M.. Nr. 902, in die Reassumirung oer mit Bescheid vom »7.^November 1627, Nr. 2Z33 bewilligten, aber unterbliebenen ereculiven Fell-bietunq der, dem Jacob Lcnzhel von Maunlz qe> hörigen, dec Herrschaft haasoerg, 5ub R?ct. 3lc. 2i)7 zinsbaren, auf 4oa si- gerichtlich geschätzten ij5 Hude, dann dcs auf 107 st. betheuerten tun-6li5 in5!iuctu5tou2a , Acker p6r kot^ teck, u ^eu3cri22ck, Wiese u ^IlaxIck und das haus zu Wlpdach, Sonsc Nr. i» mic An< und , Zugehör, im Wege dcr Execution reassummirt, auch sind hierzu dreo Feilblrtur.gs Termine, näm, Ilch: auf den i3. Juli, ,2. August und ^.September d. I., jedesmal von Früh 9 bis 12 Uhr in cicser Gcriä'lskanzlei mit dcm Anhange anbe« räumt worden, daß ei« Pfandgüter bei der ersten und zweiten FeÜDletung nur um oder über den Schätzungswerts bei der dritten aber auch unter demseloen hlntange^eden werden wüiken. Demnach weroen die Kauflustigen, so als die intabu» lirten Gläubiger hiezu zu erscheinen eingeladen, und können inmittels die Sckahung, dann Hei» tausödetlnqnisse hieramts einsehen. Bezirks.Gericht Wipdach am 22. Mai i83o. Z. 6g5. (3) Kundmachung. Von der Bezirksobrigkeit Eibiswald, Mar» burger Kreises in Steoermark, wird hiermit be» kannt gemacht, daß die Arbeitslohns» Forderun» gen aus dem »m Jahre 18,4 geführten Straßen» bau über den Nadl für jene unbelannt, wo? sich beftndencen Bergarbeiter und Steinbrecher, wel» che sich mit legalen Beweisen ihrer dießfälligen Ansprüche ausweisen tonnen, hierorts zur Aus« zahlung bereit liegen. Bezirtsodrigkeil Eibiswald.m 28. April l63o. Z. 692. (5) Nr. 6.2. Edict. Von dem Bezirks »Gerichte der Herrschaft Ponovilsch wird detannt gemacht: Es wurde auf Anlangen dcs Johann iHsaria aus Fischern, wider Joseph Huppantfäitsch von höttitsch. wegen an Weln berechnelermassen, schuldigen 3^o fi. M. M. sammt 5oja Fntereffen, «nFolge wirthschaftsämtli» chen Vergleiches, vom 22. Februar I. I., in den Verlauf der, der Freysassen Administration Lai, dach, 5ul) Urb. Nr. 35 ij4 unterstehenden, zu Höttitfch liegenden halben Kaufrechlshube sammt Fugehör gcrvlliiget, und zur Vornahme desselben drey Tagsahungen, nämlich: auf den 12. Juli,-»2. August und ii. September d. I., jederzeit Vormittags um 9 Uhr, die beiden ersten in die« scr Gerichtskanzleo. die lehte aber in I^aco der Realität zu hötlüsch mit dem Anhange bestimmt, daß faNs diese de» dcr ersten oder zweiten Licita» tion um-die einverstandene Werthsumme ven 3i3 Hoo ss. M. M. oder darüber nicht angebracht wer« den tonnte, sie .'i der dritten auck unter diesem Ausrufe hintangegeben weroen n'ürce. Hievon werten die H^pothekarqiaubiger zur Veiwahlung lhrer Rechte verständiget, und cie Kau^iustlgen zur zahlreichen Ecscdcinung mit ^em Beisetze eingeladen, daß tie Realiter vorläufig besichtiget, und d,2 Licitalionsoeditignissö täglich m dieser Amlskanzleo m den Vormittagsstunden em> gesehen rreroen können. Bezirks«Gericht Ponsvitsch am ». Juni iL5a. Z. 6ga. (5) 2ä Nr. 490. Edict. Von dem Bezirks Gerichte Schneeberg rrnd dem Georg Iuanz von Laä ou. durch gegenwärtiges Edict bekannt gemacht: Es hade rriter ihn Her Michael Rohrmann, bürgerl, Fleijä Hauer zu Neu stadtl, bei diesem Gerichte eine KIaqe wegen schul digen 40 fi. c:. 5. c., angebracht, und um richterliche Hülfe gebeten, worüber eine Tagfahung auf den 3i. August, Früh um 9 Udl, vor diesem Ge» richte angeordnet worden ist. Das Gericht, tern der Ort seines Aufenthaltes unbekannt ist, und da er vielleicht aus den k. k. Ödländern abwesend seyn könnte, hat auf seine Gefahr und Unkosten den Barlholomä Naßan von Neudorf, zu sei nen Curator aufgestellt. Derselbe wird daher des» sen durch diese öffentliche Ausschrlft zu dem Ende erinnert, daß er allenfalls zu rechter Zeit selbst zu erscheinen, oder dem bestimmten Curator feine Rechtsbehelfe an Handen zu lassen, oder aber auch sich selbst kinen andern Sachwalter zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zumachen, und überhaupt in alle die rechtlichen ordnungsmäßigen Wege ein« zuschreiten wisscn möge, die er zu seiner Vertheidigung dienfam finden würde, widrigens er sich sonst die aus seiner Vcrabsäumung entstehenden Folgen selbst beizumesien haben wird. BezirtS-Gericht ^vchneeberg am 3. Juni 2- 706. (2) Anzeige. Maria Theresia 6e 8655!, italienische Gesang« Künstlerinn , M>tglled des Lalba-cher, dann mehrerer anderer Mufikvereine, lst gesonnen im Gesänge nach den dessen italienl« schen Mameren/ dann in der französischen und italienischen Sprache gegen nachstehende Bedingungen, Unterricht zu ertheilen , als: für d»e Lection m »hrer eigenen Wohnung/ .«"zwar- I'wI'W«° .' -bkr. für die Lection hingegen, wenn sie sich m die Wohnungen der Lehrlustlgen begeben muß lm Gesänge ...... Zo kr. und in den angedeuteten Sprachen 20 „ Diejenigen ?. L. , welche sie mit ihrem gefälligen Zuspruche zu beehren gedenken, wer, den ersucht, »hre diesfalllgen Erklärungen bei den hi sigcn Herrn PaternolN, am Platz?, zu hinterlassen. La,bach am 5 Juni i35o. Z 682. (3) Bci Leopold Paternolli in Laibach ist zu haben: Glückwünsche in Versen und Briefen für Kinder in ihrerSpra. che, aus »hren Gefühlen und Begriffen, zu allen Festen und Gelegenheiten, an Aeltern, Lehrer, Wohlthäter :c. :c. N. In drei Abtheilungen. 5 2Z4 zwei» bis uurzeilige Gedickte für Kinder, etrva von 4 — 6 Jahren; II. 200 sects ' bis sechzehnzeili^e Gedichte für Kin» der, etwa von 6 — 12 Jahren; III. iiLGlückwüns'lunasbliefe für linder. Von Joseph Holnlgg. Gräh, »L2o. elegant croschlrt 46 kr. Troh der großen Anzahl von Schriften dieses Inhaltes dikrfte odlqes Werläen sich einer freund' lichen Aufnahme erfreuen, indem in demselben/, was bis jeht in keinem andern der Fall rrar, die Sprache und das Alter des Kindes berücksichtiget ist, und tie Wünsche nicht aNein in Gedichten, sondern auck in Briefen nach dem kindlichen Verstandes« und Lernvermögen bearbeitet und eingetheilt sind. Es sind auck daselbst viele neue Musika« lien, ly tb og ra p h ifche Blattes; eine neue Karte von der Küste von Griechenland, Wien, »V3o, 5 » st.; viele neue liter arische Produc-te, und sonstige schon früher bekannt gemachte Artikel, alS: Dinte, Papier, Maler» und Zeichen« requisite« :c. :c., alleS zu billigen Preisen, zu haben. Z. ?o5. (2) Am Gute GerblN bei Littay am Save-sirome, ist'eine für die Schiffsseilarbeit eingerichtete/ 60 Klafter lange, eingedeckte Sei-lerey sammt Hachelkammer, Wohnung und sonst dazu erforderlichen Behaltnissen, in Pacht auszugeben. Pachtllebhaber belieben sich dies-falls entweder persönlich oder mittelst frankir« ten Briefen an den m Laibach, Gradischa-Vorsiadt, Nr. ^5, wohnenden Gutsinhaber, Johann Noth, zu verwenden. Laibach am 6. Juni i83o. Z. 673. (3) Wer ein geringesWagengcssell, schon gebraucht, oder ncu, zu verkaufen hat, beliebe den Ort, wo es sieht, und den billigsten Preis, im Zenungs- Comptoir bekannt zu geben. — 3i4 — Z. 634- (2) Ganz neu erfundenes echtes drey Nilien Kölner NMasser des V. ^. A U 5 N 6 1'. Schwerlich ist jemals eine Erfindung mit mehr Anstrengung gemacht worden, als die geaenwi^tiqe. — Der Erzeuger bat es nickc der Mühe werth gefunden, in der jetzigen Zeit mit einem Kölnerwasser von gewöhnlicher Gärung aufzutreten, indem ohnehin fast jeter Ort mit dklleo gemeinen Erzeugnissen schon überfüllt ,tt. — Or ivollte daher der Welt etwas ganz Aus« gezeichnetes ln dieser Art liefern, und hatte sick fest vorgenommen, diescs neue Erzeugniß dem hoben Adel und dem verehrten Publicum nicht früher an^udi ten, als bis es ihm gelungen seyn würde, dasselbe zu einer bisher noä) nie erreichten Vollkommenheit zu dringen. Nach mehrjährigen unausgeseoten Versuchen und unzähligen chemischen Zergliederun» gen, erlebt er endlich die Freude, feine Bemühungen mit dem herrlichsten Erfolge gekrönt zu sehen. — Es ist ihm nicht nur gelungen, alle dle bisher dem wirslich eckten Kölnerwaf< ser beigelegt gewesenen Eigenschaften in seinem gegenwärtigen Erzeugnisse auf das Glücklichste zu vereinigen, sondern er hat dasselbe in Hinsicht femec Wirkungskräfte auch noch etwas zu verstärken, dessen ätherischen Wohlgeruch aber bedeutend zu veredeln gewußt, und er ge« traut sich nun ohne aNe Uebertreibung mit voller Ueberzeugung zu behaupten, daß er in dieser Er« findung ein Kölnerwasser zu stände brachte, welches ANes übertrifft, was je unter diesem Na« men erzeugt oder verkauft wurde. Die Erfahrung wird es lehren, daß er nicht zu viel dehaUV' let hade. Da ferner der Erfinder von der ausgezeichneten Güte dieses Kölnerwassers so fest über« zeugt ist, dah er mit demselben in allen in « und ausländischen Provinzen einen sehr bedeu» tenden UdsaI ganz zuverlässig zu begründen hofft: so hat er sich entschlossen, dessen Erzeugung mit einem beispiellos ger'ngen Nutzen zu betreiben, und feinen Gewinn nur in dem großen Quantum, welches er absehen wird, zu suchen, dem gemäß-tostet die Flasche dieses Kölnerwas« fers, ungeachtet dessen Unüvertrcffnchkeit, in allen unten benannten Nieterlagen nur 24 kr. Eonv. Münze; ein Preis, welcher bloß aus dem eben angeführten Grunde so sehr erniedriget werden konnte. — Der Erzeuger hofft sonach, daß man sein redliches Streben: diese so vortreffliche Er» sindung allgemein nüblich zu machen, und deren Anschaffung auch den minder Bemittelten zu erleichtern, nicht verkennen wird. Jeder einzelnen Flasche ist ein gedrucktes Blatt beigegeben. auf welchem die Vorzüge «nd kräftigen Wirkungen nebst dem Gebrauche dieses Kölnerwasscrs in französischer, deutscher und italienischer Sprache auf das Genaueste angefühlt sind. Ferner ist zur Entfernung einer fälschlichen Nachabmu,ia jede Flasche mit der eigens bierm verfertigten Petschaft, worauf die Worte: ^^ 015 50I.0(;NI5 V6KI1^6I>L ^VUX 1^013 I.I3 VL V. N. 2.H5?sI?N. zu lesen sind, versiegelt. Auch «st dieses Kölnerwasser für Krain nur in den nachdenannten sollden yand« lungen zu baden, als: In Laibach bei Herrn Joseph Schantel, Spezerevhandlung am Platze; „ „ bei Herrn Christoph Eaprcz, Nürnberger Handlung. „ Neufiadll bei Herrn Ma rti n Mari n; „ „ bei Herrn Franz Schtrem; „ ViNach bei Herrn Paul Morocutti, und n » bei Herren Radivo und GH on. Zum Schluße macht der Erzeuger die Versicherung, daß sich Derjenige, welchet von dieser Erfindung nur einen einzigen Versuch macht, dann wahrlich um lein« andere Gattung von Kölnerwasfer mehr bekümmern wird.