—-^1 ih Hi 11 Me- sMteiUjts ■»tlM ^ th*rt«M»«l flXMU* ?t. I, Deutscher Verein in Cilli. Der Teutsche Bern» in Cilli, dem die Durch« jtyr»ng aller politischen Angelegenheiten der Deut« Wen Lilli« und der Südsteiermark zur Ausgabe ge» «ich« ist, hielt Samstag abend« im Deutschen Hause ater überaus starker Beteiligung seine diesjährige Hauptversammlung ab. welche in Verhinderung de« vb«an»e« Sanität«rate» Dr. Gregor Jesenko vom Ob«an»stellvertreter Max Rauscher geleitet wurde, »er »»ter den Anwesenden insbesondere den Reich«, »ttabgeordneten Richard Marckhl, sowie den Bür« ßermeister Dr. Heinrich von Jabornegg begrüßte. Der Schriftführer de» Vereine«, Stadtamt«» mfiand Dr. Otto Ambroschitsch, erstattete einen »«sassenden Bericht über die Tätigkeit de« vereine« ii den letzten Jahren, verwie« aus die stete Füh-l«g«nahm» mit dem Reich»rat«abgeordneten Marckhl md den beiden Landtag«abgeordneten Moriz Stall-ui und Dr. Eugen Regn, welchen allen er sür I» so bereitwillige Intervention in zahlreichen Fälln de» herzlichsten Dank de« Vereine« aussprach, der Berichterstatter gedachte insbesondere der Mit» »nkung de« vereine« bei den Gemeindewahlen, na» «evtlich in der Gemeinde Cilli Umgebung. Der Bericht schloß «it einem warmen Appell an die Zuiigmannschaft, sich mit vollem Pflichteifer der so »ichtigen politischen Arbeit hinzugebe«. Der Bericht kt Schriftführer«, sowie jene de« Zahlmeister« Gustav Stiger wurde mi» großer Beftiedigung zur fautm« genommen. WcKtamc-WarKen. von Fritz Müller. Neulich erhielt ich eine sorgfältig liniert« Post-Inte: .Lieber Onkel! Hast Du Reklame-Marken? Zch bitte Dich herzlich, schicke mir alle, die Du haft, die anderen haben schon mehr al« ich. Dein treuer Freund Alfred." Mein treuer Freund Alfred, da« ist mein zehn» jthnger Reffe in München, Mein treuer Freund Al« frei hat mir noch «inen Brief oder «ine Postkarte ^schrieben. Wenn mein treuer Freund Alfred die« ftl plötzlich dennoch tat. so mußte wa« Brennendes Hinter stecken. Al« ich die Karte erhielt, da hatte ch noch kein« Ahnung, was da« ist: Reklame-Mar« tu. Aber daS e« eine ernste Sache war. da« war Name-Marken nehmen, huhuu — meine Reklame» Marken — huhuuhuuu ..." Und gleich darauf: „Wa«? Schämen sollten Sie sich, Si« alter Depp — dem Buam seine Reklame-Marken nemma — sei einzige Freud, die er hat, der arm« Bua — Sie alter Depp, Sie . . .!" Doktor Syndetikon kam nun wieder die Trepp« herunter. „E« ging nicht," sagt« er, „da war ein Miß-verständni» — komm mal auf die Straß« mit." Wir gingen auf die Straße. „Siehst Du?" sagte Doktor Syndetikon u»d machte eine allgemeine Handbewegung. Ich konnte nicht« besondere« sehen. Es war eine gewöhnliche Straße mit Menschen darauf. Einig« gingen, einige standen. Aus einmal sah ich e«: an allen Ecken, an allen Häusern, hinter Toren standen Buben, Jü»g« linge und ältere Menschen, die auseinander einsprachen mit Mund und Hände», mit au«druck»vollen geru»-zelten Gesichtern, mit bewegten Schultern, mit auf» geregt trippelnden Füßen . . . „Die Börse ist im vollen Gange, sagte Hugen» tobler ernst. „Welche Börse?" Seite t faw betämpst werden kann, erwarten wir auch »er-tra»en«»oll von dem neuen parlamentarischen Ber-bände, baß er im Einvernehmen mit den politischen Organisationen der bedrohten Gebiete dem trialisti» schen Ansturm« mit allem Nachdrucke entgegentreten «erde." Ferner wurde über Antrag de« Bürgerschul« divellsr» Otmar Praschak unter Hinwei» auf die »««gezeichnete Vertretung der Jnteresien der unter-steirische» Städte im fieirischen Landtage durch den Landtaglabgeordneten Dr. Eugen Negri nachstehende Entschließung ebenfall» einstimmig angenommen : .Die Hauptversammlung des Deutschen vereine» in Cilli spricht dem Landtag»abgeordnelen Dr. Eugen Negri au» Anlaß seiner mannhaften Vertretung der Rechte der autonomen Städte de» Unterlande» bei den Be» ratungen über die Gemeindewahlordnungen den besten Dank au» und pflichtet seinen Ausführungen im Landtage vollkommen bei." Hierauf wurden in anregender Weise innere v«reia»aagtltgenheiten durchberaten und die Bersamm« lung nach dreistündiger Dauer geschlossen. Schul- und LkhrergrhaUs-rrform in Krain. Die „Südslawische Rundschau", eine in deut' scher Sprache erscheinende Zeiiung«korrcsponderiz, bespricht da« von der sloweniichklerttalen Mehrheit de« Krämer Landtage« beschlossene neue Schulgesetz. Die Bestimmungen desselben verdienen die «usmerk-samkeit aller politischen Kreise. „Wir können uv«" — heißt e« in der Einleitung — „einer Kritik der« selben enthalten, da sie selbst eine mrhr al« deut« liche Sprache reden." Im Nachstehenden geben wir den Hauptinhalt d«r „Schulreform" de« Schuster« schitz und seiner Gesinnungsgenossen: Zur Regulierung der Lehrergehaltc wurden drei Gehaltklassen eingeführt, die Bezüge betragen in der ersten «lasse 2000 K, in der zweiten 1700 ft, in der dritten 1400 K. Die provisorischen Lehrkräfte erhalten Jahre«remunerationen von 800 K t«ziehung«weise.lÄ00 K »ach abgelegter Lehrbesä-higung«prüfung. Der Aufstieg von der dritten in di« zweite «lasse erfolgt nach zehnjähriger, jener von der zweiten in die erste nach iünfzehnjähriger Dienstzeit über Beschluß de« Lande«fchulrate« unUr der Bedingung einer zufriedenstellenden Dienstleistung und eine« einwandfreien außerdienstlichen Berhal- „Die Reklamebörse. natürlich. Hörst Du'« tu-scheln? E« ist ein scharse« Geschäft heute." „Kvnnen wir un« nicht beteiligen? Weißt Du, «ein treuer Freund Alfred hat mir dringend ge» schrieben, ich mächte doch sür ihn —" „Wa« für welche?" „Ich denke irgendwelche." „Hm. wollen einmal sehen.' Und dann traten wir auf eine Gruppe zu. di» ihre Handelschast hinter einem Dienstmannkarren aus-geschlagen hatte. „Wir möchte« Reklame-Marken/ sagte Freund Hugentodler «in wenig schüchtern. „Wa« für Tublätten habt ihr denn." sagte ein Großer Junge mißtrauisch. „Wir haben keine Tublätten," bekannte Doktor Syndetikon etwa« niedergeschlagen. Dann müßt ihr da hinüber gehen, wo der Milchwagen steht, bei un« wird nur getäuschelt — aber ich glaube der Steininger Maxi da drüben, der verkauft auch welche." Darauf gingen wir zum Steiniger Max beim Milchwagen. Der war auch sofort bereit, un« ein« „blaue Metzler von der zweiten Serie" um ein Fünferl ab-zulassen. Ich wollt« schon zugreifen. Aber mein Freund blinzelte mir zu. „Zu teuer", sagte er zum Steininger Max ge-fchäst«m»ßig. „Also nach«, drei blaue Metzlerundkompanie von der zweiten Serie." E« waren ganz niedliche Markenabdrücke. „Hm", sagte ich, „aber wa« tut man denn eigentlich damit?" „Eigentlich waren si« dazu bestimmt, von der Firma auf die Rückseite ihrer Kuvert« geklebt zu Kusche Macht ten«, worüber die Meinung de« klerikalen Lande«-au«schusse« einzuholen ist. Bei tadellosem dienstlichen und außerdienstlichen Verhalten dürfen die Wartefristen auf fünf Jahre herabgesetzt werden. Die definitiven Lehrpersonen erhalten zehn Tnennien zu 100 K und ein Quartiergeld von 250 bis 550 A (außerhalb Laibachs). Die Religionslehrer werden sofort beim Diensteintritte in die erste GehaltSklasse eingereiht. Für die Lehrerinnen wird der Zölibat eingesührt. Auch die bereit« pensionierte Lehrerin verliert im Falle der Verheiratung ihren Ruhe-gehalt. Die volle Dienstzeit beträgt 40 Jahre. Der Lehrer hat sich „jeder Nebenbeschäftigung zu enthalten, welche mit der Würde und Ehre seine« Stande« im Widersprüche steht oder einen Zeilauf-wand in Anspruch nimmt, welcher geeignet ist, die genane Erfüllung der BerusSpflichlen zu hindern oder welch« Anlaß zur Parteilichkeit im Dienste geben kann." Für da« Disziplinarverfahren wird al« ein-zige Instanz eine Di«ziplinarkommission, bestehend an« Vertretern de« LandeSauSschusseS, de» Referenten der Schulbehörde und den vom Landesschnlrat ernannte» Beisitzern, ferner auS einem Mitgliede de« Richterstaude«, geschaffen. Die Entscheidungen dieser Disziplmarkommifsion sind inappellabel. Die so-fortige Entlassung vom Dienste kann namentlich gegen jene Lehrpersonen verfügt werden, welche sich an „Religion oder Sittlichkeit versündigen." Neben der staatlichen Schulaussicht wird eine besondere „Aufsicht durch da« Volk' eingeführt. Jede« Mit» glied de« Ort«schulrate« (dessen Obmann kein Leh-rer sein darf) hat da« Recht, sich durch Teilnahme am Unterricht von der Wirksamkeit und den Ersol-gen der an der OrtSschule tätigen Lehrpersonen zu überzeugen, dem Landeshauptmann oder den von ihn nominierten Delegierten steht dieses Recht für alle Schulen de» Lande« zu! Die Schulpflicht wird auf sechs Jahre (vom sechstel» bi« zwölften Alters-jähr) reduziert. Der Bezirksschulrat ist berechtigt, Schüler, welch« da« fünfte Schuljahr mit gutem Erfolge absolviert haben, auch noch da« sechste Schuljahr zu schenken!! Zwischen der Regulierung der Lehrerbezüge und den übrige» Reformen tst ein Junktim schon durch di« v«r«inigung aller Bcstim-mnnge» in ein Gesetz geschaffen worden. E« erübrigt nur noch, auf die ebenso kurzen al« charakteristischen Autführungen de« Referenten der klerikalen Majorität im Landtage hinzuweisen, mit welchen er die „Dringlichkeit und da« Meritum der volksschnlresorm" begründete. Die Gehalt«-regulierung sei eine ideale, der Lehrer bekomme bei-nahe dasselbe, wie der Staatsbeamte bi« zur achten Rang«klasse. Aber nicht nur der Lehrer, sondern auch das Volk müsse zufriedengestellt werden. Die moderne Schulerziehung sei eine verfehlte, die „alte Schule" habe viel nützlicheres geleistet als da« neue auf der Schablone de« Reich«oolk«schulgefetze« werden," sagte Doktor Syndetikon, „um Reklame für die Firma zu machen — aber dieser Zweck ist jetzt weit in den Schatten getreten gegenüber der Sammelwut, mit der die Marken jetzt in Bücher eingeklebt werden.' Richtig — dort vorne war der legitim« Re-klame-Markenhandel bereit« in eine solenne Keilerei ausgeartet. Jetzt waren auch die Füße mit beteiligt. Einige Jungenstlefel suchten offenbar den Magen renitenter Kontrahenten, die am Boden lagen, um damit auch den Preis zu drücken. „Ganz wie aus der Wiener Börse am fchwar zen Freitag damal«," s«gte darauf mein Freund Hugentodler. Wir schlugen un» noch zu einigen ruhigen Grup-pen und erhandelten im Lause einer Viertelstunde eine landwirtschaftliche Maschinenau«stellung, rot, dritte Serie D, ein internationale« Wenfliegen, grün, letzte Serie, zwei Verkehr«verein, gelb, erste Serie, sast vergriffen; drei BerschönerungSvereln Unter« haching, braun, einzige Serie, lädiert, unter Marktwert ; eine vereinigte Rindvieh« und Schweintau»-stellung, rosa mit blauen Tupsen. sehr gefragt mit Aufschlag. Al« wir die Reklamebörse zerließen, war er-regte» Geschäft in Metzlerundeompanie. dritte grün, mit roten Tupfen, ver Wert stieg sprungweise um fünfzig Prozent aus die Nachricht, neue Marken würden von dieser Sorte nicht mehr ausgegeben. Einige Verkäufer, die „lieferbar per Ultimo" gehan-delt hatten, ohne die Marken wirklich zu besitzen, weil die Schlauberger glaubte», sie später bei nie-deren Preisen billiger „eindecken" zu können, such-ten ihre Kontrakte mit Verlust zu lösen. DaS Reu« geld war zuletzt auf eine Frühfiücksemmel mit Be-lag gestiegen und e« herrschte eine wild« Erregung. Nummer 17 basierende System, Hn sechs Jahre« könne da« 11«-terrichtSziel vollständig erreicht werden, daher seid« Reduktion der Schulpflicht vollständig berechtigt. Sie sei aber anch vom agrarischen und sozialen Start-punkt notwendig: die Jugend «erde fester an d« heimatliche Scholl« gtbunden, für Waise», uneheliche Linder, Armeleutekinder werde eine leichtere Vers«-gung geichassen, weil sie schon vom 12. Iah« a» sich durch Arbeit nützlich machen könne» u»d von den Bauern gerne ausgenommen werden würde» Trotz aller Erleichterungen aber halte natürlich anch die (klerikale) slowenische BolkSpartei daran sest, daß da« Kind in der Schule die gehörige Fertigkeit i« Rechnen, Schreiben und Lesen erlerne und sich ei«, feste Kennt«i« der religiösen Wahrheiten und eine« gesunde» sittlich.religiösen Sinn erw«rb«." Dir Eat-rüstung der Gegner werde die klerikale Partei nicht hindern, auch weiterhin für die „wahre Bildung' de« Volke« zu sorgen, weil sich diese« dann u«s, sester den gesunden Grundsätzen der slowenische, volk«partei anschließen werde. Der Referent iß überzeugt, daß die Regierung in de« Wunsche, d« Lehrern zu helfen, dem Schulreformgesetz keim Schwierigkeiten in den Weg legen werde. D» Sanktion de« ganzen Gesetzwerke« müsse von da Mehrheit de« Landtage« al« eine „condttio sine qaa non" sür die Besserung der Lehrerbezüge gefordert werden. Obwohl da« von den Klerikalen beschlösse,» neue Schulgesetz schon de«wegen, werl sich »itle seiner Bestimmungen im direkte» Widerspruch mit de» Reichsvolksschulgesetze befinden, der kaiserlichen Sank-tion unmöglich unterbreitet werde» kann, so unter-ließ es die Regierung doch, im Plenum de« Land« tage» eine diesbezügliche präzise Erkläruug abzi-geben. Sollte in Krain, dem Wilajet de« Dr. Schutzerschitz. Landrecht da« Reichsrecht brechen? Denkschrift der ..Vereinigung Deutscher Hochschullehrer in Graz" gegen die Neugründung oo« Hochschulen in Oesterreich. Mit wachsender Besorgnis muß jeder Deutsch-österreicher, der einer gtdeihlicheu Entwicklung bei deutschen Hochschulwesen« in unserem Staate und Verständnis entgegenbringt, jene Bewegung vee-folgen, welche sich die Errichtung ei»er Reih« m neuen Hochschulen zum Ziele setzt. Wesentlich m einer leidenschaftlichen uationalpolitischen Agila!« getragen und zu allermeist gegen da« Deutscht» und seine überragende kulturelle Stellung gcrichlch vermochte diese Strömung im engen Zusammen!,««? mit deu traurigen inuerpolitischen Zuständen Oester- Hände streckten sich in die Höhe. Ganze Knäuel von Jungen« suchten von wenigen verkäusern Mi> terial zu erlangen. Da« Geschäft ging i« fce Siedehitze. Wir «erließen fluchtartig die Reklame-Mark««' börse. Auf der Hauptpost gab ich da» Erworbe« .eingeschrieben" an meinen treuen Freund Aiftr» aus und teilte ihm aus einen Zettel kurz die Wt' senstimmung mit: . 1 „Vorbörse schleppend. Einige Nachfrage in i»< ternalionale« Wettfliegen. grün, letzte Serie. 64«' se« Angebot bei weichenden Preisen in Elektrische Au«stell,i >g, sämtliche Serien aus da« Gerücht emr Verdoppelung der zirkulierenden Bestände. Ei» sattere« Dementi durch Vermittlung de» Maxgym«-sium« gab wieder Anlaß zu einer kleinen Erholu»j Verkehr«v«rein, gelb, erste Serie, Vorprämie Oj» bet, Rachsrage. Verschünerung»v«rtin in alle» Ä-rie» weichend. Elvira (Abstellung photographrschn Apparate) nach mattem Beginn stark begehrt. Ruch-börse erregtes Geschäft in Metzlerund« tschechischen nationale» Lager auSgesorscht und mit» geteilt hat. Darüber herrscht in ganz Böhmen unge-heure Aufregung. Dr. Sviha wurde genötigt, sein Mandat niederzulegen und den Boden Böhmens zu verlassen mit dem versprechen, ni« wiederzukehren. Wenn man bedenkt, wie sehr die nationalen Be-strebungen der Tschechen gegen da« StaatSinteresse gerichtet sind, so ist eS ja begreiflich, daß die Staat«-Polizei sich auf ungewöhnlichem Wege Kenntnis von all diesen staatSverräterischen Vorgängen bei de« Tschechen zu verschaffen sucht. Vom nationale» Standpunkte auS aber ist die Schandtat Cvihas verabscheuenswert über alle Maßen und zeigt un«, wie weit die Korruption, die sich in den slawisch«« Lagern breit macht, schon gehen kann. Neue kroatisch-ungarische Differenzen Zwischen Kroatien und Ungarn sind neuer-dings Weiterungen entstanden, die in der eigentüm-lichen Stellung FiumeS ihre Ursache haben. Bereit» bei der Beratung der Vorlagen über die Neureg«« lung d«r Subventionen sür die ungarischen Schiss-sahrtSgesellschaften wurde von kroatischer Seite d«r Vertrag mit der Ungaro-Kroata heftig angegriffen, da er eine Bestimmung enthielt, die der ungarischen Seebehörde in Fiume aus die Ernennung deS Per-sonals der Gesellschaft einen weitgehenden Einfluß einräumt. Aus kroatischer Seite sürchtete man dar,« ein neue» Instrument der Magyarisierung, beruhigte sich aber, als der ungarische Ministerpräsident nach« wies, daß diese Bestimmung eher für die Kroate« als gegen sie getroffen worden sei, da die Ungarv-Kroata einmal bereit» vollständig in die Hände der Italiener grsallen sei, wa« sür die Zukunft vermie-drn werden müsse. Ein anderer Gesetzentwurf, der der Fiumaner Seebehölde da« Rech« einräumt, Be« sitz an der Fiumaner Küste, wenn notwendig, zu maritimen Zwecken zu expropriieren, wird in Kroa-tirn jedoch noch viel heftig« bekämpft und die Blätter gehen soweit, zu erklären, daß durch diese» Gesetz allmählich die ganze kroatische Lüste enteig» net und in ungarischen Besitz gebracht werden soll. Da» ist indessen mehr al» Uebertreibung. Die un-garische Regierung denkt an derlei nicht. Sie war vielmehr bei der Verfassung des betretenden Gesetz-entwurseS lediglich von dem Bestreben geleitet, mit Rücksicht aus die beschränkten räumlichen Verhält« nisse deS Fiumaner Hafens selbst die BorauSsetzun« ge» sür die Weiterentwicklung der Hasenanlagen zu schassen und sie mußte deshalb die Zulässizkeit der Expropriation sür daS in Frage kommende Gebiet auSsprechen, da Fiume kein ExpropriationSgesetz be« sitzt. Der Sturm, den diese« Gesetz in Kroatien er« regt hat, ist deshalb wohl nur darauf zurückznfüh« ren, daß, während man sich in Budapest an da« AuSgleichägefttz hält, wonach Stadt, Hafen und B«-zirk von Fiuae eine» btsondtrtn, dtr ungarisch«« Krone ang,glicd«rtcn Körper bilden, man in Kroa« tien diesen gesetzlich von beiden Seiten anerkannte« Zustand als «in« „Beraubung Kroatiens" hinzu« stellen pflegt, am liebsten durch Jnkorporierung FiumeS in Kroatien Ungarn von der Adria voll« stündiz abdrängen möchte. Die russische Politik. Wie vorauszusehen war, ist mit der Entlassung Kokow^ewS und der Ernennung GoremykinS zu fy« nrm Nachfolgn noch immer kleine Klärung in der Politik Rußlands eingetreten und eine Orientierung ist heute umso schwieriger, als Petersburger Nach» richten davon sprechen, daß anch Goremyki» scho« demnächst zurücktreten und eulweder drn gegenwär« tigkn Ackerbauminister Kriwoschein oder das Reichs« ratSmitglied Neidhart zum Nachfolger erhalte« werde. In innerpolitifcher Beziehung hat sich der Gegensatz zwischen der Duma «nd dem Reich»rat« nicht, wie Goremykin gehofft hatte, gemildert und dergleichen ist auch sür die nächste Zukunft nicht zu erwarten, da die Zusammensetzung der gegenwärti-ge» Duma die Bildung einer festen Mehrheit an» ihr überhaupt unmöglich macht. Die Duma zählt zurzeit 107 Oktobristen, von denen 20 dem linken Flügel, L3 dem rechten und 64 dem Zentrum an-gehören, serner 86 Nationalisten und 59 Abgeord« nete der äußersten Rechten; der Linke» gehöre» an: 44 Fortschrittler, 55 Kadetten, 9 Unabhängige, freiU 4 24 Sszlaldemokraten und 20 Nichtrussen. — Die Majorität beträgt also 205. welche Ziffer angesichts ber starken grundsätzlichen Gegensätze, die selbst aus ver rechten Seite der Duma und in ihrem Zentrum bestehen, durch keine Kombination erreicht werden kann. Die Duma schalte» also hinsichtlich einer posi-tiven friedlichen Politik vollständig auS, maßgebend hiesilr ist ausschließlich der Hos und die sich in sei-nein Bereiche geltend machenden Einflüsse, die sich «ber nur zu ost sehr erheblich kreuzen, wie auch die jüngsten Kundgebungen iu« dem russischen Regie-rungSlager beweisen. Während der russische Minister brt Aeußern Sasanoiv am 12. d. erklärte, daß er von einer Spannung zwischen Rußland und den Dreibundmächten nicht? wisse und Rußland absolut an keine» Krieg denke, gab der russische Krieg», «inistcr Suchomlinow am selben Tage bekannt, daß Rußland ans Grund der genossenen militärischen Maßnahmen keine Drohung mehr fürchte, denn während ei sich bisher mit der Defensive beschieden habe, werde die russische Armee von nun an eine «ktive Rolle spielen. Solche gegensätzliche Aeuße-rangen lassen sich nicht vollständig daraus erklären, daß einerseits der Zar die Erhaltung des Friedens will, anderseits man aber genötigt ist, in die Lärm« trompete zu blasen, um den französischen Berbün-beten und Geldgeber bei guter Laune zu erhallen. Die internationale Lage ist auch heute noch völlig »«geklärt. Auf der einen Seite steht der Dreibund, ber dt» Frieden erhalten will, auf der anderen aber Frankreich, da« einen Stoß gegen Deutschland vor-bereitet und ans Rußland drückt, sich der Aktion anzuschließen, wobei Rußland nicht mehr so viel Selbständigkeit besitzt, seine Politik ausschließlich nach seinen eigenen Bedürfnissen einzurichten. Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag den 20. d. um 4 Uhr nachmittags findet eine ordentliche öffentliche Gemeindeauvschnß-sitzung statt mit der folgenden Tagesordnung: Mitteilung der Einläuft. Berichte de« RechlSauSschusseS über: !. die Eingaben wegen Zuerkennung dcS HeimalSrechteS in ber Stadt Eilli auf Grund deS zehnjährigen frei, will-gen und ununterbrochenen Aufenthaltes, betref« send: den Malermeister Johann Karnjoufchek. die Private Helene Orofel, den kanzleidiener Franz Gralschrer. die Bedienerin Anna Brataner und den Maschinisten Anton Bretscher; 2. einen AmtSvor-trag wegen Anlegung eines Hundekatasters. Berichte des BauauSschusses über: 1. einen Amlsvortrag wegen Verlegung der Maschinentisch-lerei in daS innere Stadigebiet; 2. ein Offen der Oesterreichischen Saurer Werke auf Lieferung von Automobilen; 3. ein Baug?such der Gemeinnützigen Ba«- und Wohnung«ge»ossenschast in Eilli bttres-send die Erbauung eines Bierfamilienhauses. Berichte deS Finanzausschusses über: l. eine Eingabe der Frau Anna Schnitzler in Angelegenheit ber gemieteten Wohnung; 2. ein Ansuchen des Frei« tljchinstiluteS an der Grazer Universität u« Be-willigung eines Beitrages; 8. ein Ansuchen des Deutschen Studentenkrankenvereines in Graz um Bewilligung eines Beitrages; 4. ein Ansuchen der Frau Fanny Pelle um Herabsetzung de« Mietzinses str da« Magazin im Musealgebäude; 5. ein An-suchen deS Deutsch-österreichischen Lehrerbunde» um Bewilligung eine« Beitrage» für das Erholungsheim für Lehrer; G. einen Amlsvortrag wegen Herfiel-lungen im Waldhause; 7. ein Ansuchen des ver« eine« der Gärtner und Gartenfreunde Steiermark» «m Bewilligung eines Beitrages für die Jubiläums« ausslellnng; 8. einen Amlsvortrag wegen Ankauses eine« Hause« mit Dampfwäfcherei; 9. eine Eingabe ber Kongregation ber Missionspriester zu St. Joses in Angelegenheit der Wiesen^achtung und 10. den Rechnungsabschluß be« städtische» Gaswerke« sür 1913. Berichte des Ausschusses sür Gewerbe- und Marktangelegenheiten über: 1. daS Ansuchen der Anna Radosch um Bewilligung der Verpachtung ihrer rrddlereikonjesfion an Anna Jegrtschnik; 2. ei» Ansuchen de« Georg Canber um Bewilligung eines Standplatzes zum B«ka»se von Südfrüchten unb Zuckerbäckerwaren; 3. ein Ansuchen deS Frij Skoberne um Verleihung einer Gastgewerdetonzes-fio»; 4. et» Ansuchen des Franz Cölestin um Ver-leihuiig einer Gastgewerbekonzession; 5. die Eingabe ber Marktgeincinde Hochenegg wegen Einführung »euer Märkte. V-«tfch- Macht Berichte des Friedhsfsansfchusses über: 1. das Ansuchen de« Wilhelm Teichtman» um Frist zur Be-zahlung von Beerdigungskosten; 2. einen Amtsvor« trag betressend die Beerdigungskosten nach Paula HauSmann; 3. eine» Amlsvortrag betressend die Beerdigungskosten nach Franziska Horvath; 4. di« Eingabe der Frau Anna Jelleck betressend bie Er-bauung einer Gruft am städtischen Friedhofe. Berichte des Ma»laussicht«au»schusse« über die Mautgebühren-AbsindnngSgefuche sür da« Jahr 1314. und zwar: deS Peter Majdi! und der BierdepotS Puntigam, Göfc, Tüffer, Union, Reiningh-us und Eargendors. Bericht de« WaldanfsichtSauSfchusse» über di« Eingabe der .Höheren Forstlehranstalt" in Brück a. M. um Bewilligung eines Beitrages für den Baufond. Peter Rosegger Ehrenbürger von Windischfeistritz. «u« Windischfeistritz wird ge-meldet: In Würdigung der Wichtigkeit der Rosegger-stiflung für die Sprachgrenzorte hat unsere Stadt-gemeinde unsere» heimischen Dichter Dr. Peter Rosegger zum Ehrenbürger der Stadl ernannt und die Bahnhof-Allee in Rosegger-Allee umgetauft. Bürgermeister Stiger und die Gemeinderäte kaiserlicher Rat Bersolatti und Dr. Murmahr überreichten am DienStag dem Dichter in seiner Wohnung die Ehren-urkunde nebst einem «ohlzelungene» Bilde der Rosegger-Allee. Der Landesschulrat hat in seiner Sitzung vom 14. d. ernannt: Die provisorische Lehrerin in St Leonhard W»B-, Antonie Ziegler. zur definiti» tiven Lehrerin in Lubetschno; den definitiven Lehrer in Lackdorf, Robert Seniea, zum Oderlehrer da-selbst; die provisorische Lehrerin in Franz, Maria Wudler, zur definitiven Lehrerin daselbst; den provi-sorischen Lehrer in Maria-Neustifl, Binzenz Pozar, zum definiliven Lehrer daselbst; die provisorische Lehrerin in St. Urban, Maria Rapoc, zur defini-tiven Lehrerin daselbst; die provisorische Lehrerin in Trofin, Maria ArnuS, zur definitiven Lehrerin da-selbst. Aus dem Poftdienste. Der Postmeister Albin Lichlenegger in Fraßlau wurde aus sein An» suchen in gleicher Eigenschaft nach Maria-Pletrowitsch übersetzt. Trauung. Samstag fand in ber St. JosesS» kirche zu Graz die Trauung des Herrn Dr. Pepo Schwischah, Werks- und Distriktsarzt in Storö, mit Fräulein Resi Löschnigg statt. Beistände waren sür d«n Bräutigam Ingenieur Sugen Hannemann, Be« triebsltiter de« Grazer Gaswerke», und für die Braut deren Bruder Albin Löschnigg. Südbahnassistenl. Cillier MSnnergefangoerein. Die nächste Probe findet am Freitag, den 20. d. pünktlich um viertel 9 Uhr abends statt. Vollzähliges Erscheinen ist Ehrenpflicht. Jahresversammlung der evangeli-schen Gemeindevertretung. Diese sand am Monlag den 16. im Saale des Pfarrhauses statt und gewährte einen vollen Einblick in die weilver« zweigte Tätigkeit der Cillier deutschevangelischen Ge-meinde. Aus dem Jahresberichte deS Herrn Pfarrer Mah möge hervorgehoben werde», daß «ußer den regelmäßigen Gottesdiensten für Erwachsene und für Kinder besonders die winterlichen AbendgotteSdienste und an außerkirchlichen Veranstaltungen der festliche Familienabend zu Ehren M einstigen Seelsorgers der Gemeinde, nunmehrigen Superintendanten in Wien, Dr. theol. Schack und die glänzend verlausen« Roseggerfeier auch außerhalb der Gemeinde großen Anklang fanden. Ebenf» waren die von Vertretern deutscher MissionSgesellschasten gebotenen Lichtbildex. vorträge gut besucht. Eine rege Tätigktit entfalieten der Gustav Adolf-Verein, drr Frauenverein, die Vereinigung junger Mädchen, diese besonder« dnrch Vor-träge des Herrn Pfarrer Mah über ethische Fragen, »or allem aber der Kirchbauverein, dem «s durch reiche Spenden eines edlen Gönners, Herrn Doktor von Musil gelang, die Kirchdaufchuld fast aus die Hälste der vorjährigen Höh« h«radzudrücken. Herr von Musil wurde vom Vereine zu seinem Ehrenmit-gliebe ernannt. In den Predigtstationen Gonoditz, Lichtenwald und Rann wurde» Gottesdienste adge-halten. Reiches Lob gebührt hier namentlich der Predigtstation Lichtenwald, die für die deutschen Ka-thotiken und Protestanten de« Savetales «inen gei« stigen Mittelpunkt bildet und die mit ihrem hochver-dienten Obmann Dr. Wienerroither durch schwere Anfeindungen sich von ihrer zielbewußten Arbeit nicht abhalten läßt. I» Cilli wird in 7 Gruppen Religionsunterricht erteilt, außerdem in den Orten Goncditz, Surkfeld, Hochenegg, Lichtenwald, Rann, Nummer 17 Store, Trifail, Tüffer. Bide« unb Weitenstei«. Die Gemeinde beteiligte sich durch Vertreter an der Hanpt-Versammlung des Gustav Adolf-Zweigvereines str Südöflerreich in Pola und an der sechste» 6iq*t-intendentialversammlungWien. Herr Pfarrer May vertrat di« Gemeinde auf den großen Tagunge» de« Evangelischen Bundes in Halberftadt und Halle und belebte durch Vortrige vor gewaltigen Versammln», gen das in der Provinz Sachsen für bie Gemeinde C'lli vorhandene, seit Jahren du ch namhafte Unter-stützungin bekundete Jntereffe. Eine» erfreuliche» Z«-wach« erfuhr die Gemeinde durch eine Anzahl v»a Uebertritten. Die Ausführungen des R» der Pflege unserer deutschen Mundarten besprach Herr Fink Ue Pflege uosere« deutschen Volksliedes in der Familie, den Schutz unserer heimische» Volks-trachten, die Wertung unserer deutsch«» Sagen und Märchen wie der Bolkssitten u»d Gebräuche, ir schilderte sodann die Notwendigkeit der Errichtung und Erhaltunz von Ort»- und Bezirksmuseen, die Ausgestaltung unserer deutschen Heimarbeit und Hau«-industrie und besprach schließlich in überzeugender Weise die Notwendigkeit der Erhaltung unserer hei-mische» Bauweise wie den Schutz der Denkmäler, die wir in der N«tur und in der Heimat finde» Reicher Beifall folgte den gemütvolle» Ausführungen de« Redners, dem Herr Daniel Rakufch den Da«? aussprach uns eine Anzahl Herren waren sofort de» reit, sich als Mitglieder dem Vereine Deutsche Hei-mal anzuschließen. Im gemütlichen Teil des Abend» trug Herr Fink noch eine Anzahl heilerer mundatt« licher Dichtungen vor, die allgemein gefielen, eo iß auch dem Gedanken des Heimalfchutzes eine Pflege» stSlte in unserer Stadt gegeben. Polizei- und Kriegshundeoerein. Orts-gruppe Cilli. Am Donnerstag den 12. d. Ä. sind im Deutschen Hause die JahreShaupiversam«-lung deS österr.-ung Polizei- und KriegShundevernntH Ortsgruppe Cilli unter dem Vorsitze de« Ovinanni» Herr» Bürgermeisterstellvertreter« Max Rauscher statt. Be« dieser wurde die Abhaltung eine« einmalige« Hundtdressurknrse». welchen der Gendarmeriewacht-meister Herr I. Goriup au« Trifail, mit Unterstützung de» Gendarmerie-PostensührerS Soriup an« Cilli, leitet. Die Uebungen finde» täglich von 2 llhe an statt. Jnteresienten, welch« mit ihren Hund«» (nur reinrassige) an diesem Kurse teilnehmen wolle», mögen sich an den Schriftführer de» Vereine«, Herrn Oberlehrer Zeder, melden. Zu Oster« ch eine größere Hundevorführung geplant, bei welcher einige Preise sür die besten Leistungen zur V«r-teilung gelange». Nach der Borführung wird em Versammlung im Deutschen Hause abgehalt». Bei der Nenwahl wurden folgend« Herren in tot Vereinsleitung gewählt: Obmann Max Rauscher, Bürgermeister - Stellvertreter; Obmanostellverlre« Ernst Thienel, f. f. Rittmeister; 1. Schriftführer Wmmtx 17 vtnlkhnr Franz Zeder; 2. Schriftführer Lehrer Arthur JanSty ; Säckelwart Julius Ramschak, Assi-ße»t der Südbahn. Beiräte: Rentmeister Koschuch, Großkaufmanu Stiger und Verwalter Temmerl. Der >ere»> zählt derzeit über 30 Mitglieder und es ■to wünschenswert, daß sich deren Zahl der guten feche wegen vermehren würde. Anmeldungen nimmt Herr Julius Ramschat bereitwilligst entgegen. Fuhball. Die Wettspielmannschast und die Reservemannschaft de« Cillier Athletik-Sportklubs spielen morgen um 3 Uhr nachmittag« ein UcbungS-spiel gegeneinander. Da Spiele gegen fremde Mann-ften bevorstehen, wird daS morgige Spiel be-mend sein, ob die Ausstellung der Wettspiel-«mnschast dieselbe bleibt oder ob Aenderungen vor-ßniommeu werden müssen. Am Sonntag findet dann im Wettspiel zwischen den beiden Mannschaften statt. Gemslag abends um 8 Uhr treffen sich die Spieler Kr ersten und der Reservemannschaft im Klublokal l«r Besprechung über die kommenden Wettspiele. Sektion Cilli de« Deutschen u. Oe. Klpenve reines. (5. Fortsetzung.) Unter der Ob-«nnschast de« LandeSgerichtSratc» Dr. Hermann Ochaestlei» entwickelte sich die Sektion in erfreulicher vkise. Im Jahre 1903 gehörten folgende Mitglie-kr dem AuSschuss« an: Dr. Greger Jesenko, Ob-«mnstellvertreter; Franz Hiu«baum, Weg- und htttcnwarl; Dr. Franz Hradetzky, Schristsührer; Zritz Rasch und Karl Ferjen, Zahlmeister, und In- Elieur Wilh. Lindauer alS Beirat. Die Sektion Qi zählte damals 42 Mitglieder. Angestrebt wurde ke Vereinigung der Sektion Cilli mit der Srktion K«ldurg. Es blieb aber bloß bei den Verhandln«-pH, zur Durchiührung kam es nicht. Der Führer 3»h«nu Dolinar wurde in den Ruhestand versetzt >»d erhielt eine jährliche Unterstützung von 80 Mk. ghm wurde die Bewirtschaftung der Okreschelhütte Ar die Sommermonate übertragen. Die Hauptleitung «dmcte zur Herstellung de« Wege« von der vkreschelhütte über den Stelnersattel zur Ojstritza 1300 Mk. unter der Bedingung, daß die Eigen-««»Verhältnisse der Gründe, über die der Weg siihren soll, klargestellt werden. Der Ausschuß «nidte sich mit einer Zuschrift an die Bürger-drporation der Stadt Stein mit den, Ersuchen, der Sektion Cilli die Bewilligung zur Weganlage zu «teile». Auf diese« Ansuchen hin kam am 22. Fe> Ituar 1908 von der Forstverwaltung der Bürger« lnporation in Stei» (Krain) ein Antwortschreiben, »eiche« wörtlich lautete: „Die löbliche Sektion dei V u. Oe. A -B. wolle von der Weganlage vom bteiner-Saltel über Planjava (2392 m) bis aus \kt Ojstritza gütigst absehen, iveil eine solche Weg-«lagt in dieser Richtung vom Slowenischen Alpen -Krttiie bereit« am 31. Juli 1897 ausgeführt Wortes war. Da der Slowenische Alpenverein int Heu-lipn Sommer eine ziemlich geräumige Touristen-hiittc aus dem Steiner-Saltel erbauen wird^ so ge-Mhrt ehrenhalber ihm, die bestehende Weganlage ta zeitg-mäßen Ansprüchen entsprechend au«zubes-skr». sie hie und da auch neu anzulegen, wa» auch jssihehen wird. Weil der löblichen Sektion dadurch me große Last entfällt, so wolle sie vielleicht ihre cke Sieiganlage von der Okreschelhütte bis zum j Hteiner-Sattel desto schöner ausbessern, da auch die jehilichst gewünschte Zeit naht, wo Alpenvereine der Rationen in freundschaftlicher Gemeinsamkeit «Mten werden." — Da auch von der Herrschaft vderburg keine schriftlichen Verträge vorliegen, so «fiel die Subvention sür Wegbauten. E« wurde ! «lmehr dem Slowenischen Alpenvereine der Sek-iieu Sanntal unter Wahrung de« Besitz- und AgaiwwSrkchtei, sowie gegen jederzeiligen Widerruf tn Wegdau über den Steinersattel vom Forst- und >n»»Iiungsamte der Laibacher sürstbischislichen Herrschaft zu Oberburg eingeräumt. Wegen Weg-tqlichvungen im Bachergebirge wendete sich die Sek-r« an den Grundbesitzer Eduard Mnlley in Wei-tapein. Auch wurde die Ueberlassung und Benützung M Jagdhause« unterhalb der Rogla für touristische JJwtft angestrebt. Von slowenischer Seite waren chie Erlaubn,« Wege bezeichnet worden und e« soll Met auch zu einer Besitzstörungsklage geführt haben, hrimz Deschmann in Leutsch wurde al» Führer be-MU. In der Hauptversammlung am 10. Dezember IA>Z wurde folgender Ausschuß gewählt: Dr. Her-«nin Scharst lern, Obmann; Franz Donner, k. k. vbeeforstkommissär, ObmannsteUvertreter; Dr. Franz hndetzty. Schriftsührer; Fritz Rasch und Karl fai««, Zahlmeister; Ingenieur Wilhelm Lindauer Btirat; Franz HauSdaum, Weg- und Hüttenwart, vie Sektion zählte 59 Mitglieder. Der Ausschuß «> ihrem rührigen Odmanne an der Spitze war deslrebt, durch Lichtbildervorträge und Unterhaltun-P die Teilnahme am Alpenverein«leben zu steigern. I« Jahre 1904 wurde die Studentenherberge im Hotel Stadt Wien errichtet. ES wurde beschlossen, am 5. Jänner 1905 ein Alpenverein«sest unter der Bezeichnung „Ein Kirchtag aus der Alm" zu veran-stalten. Da« wohlgelungene Fest brachte der «sek-tion einen Reingewinn von 800 K. Für den Batt-sond de« Rudolf Spannagel-Hause« widmete die Sektion 10 K. Ein Relief der Sanntaler Alpen wurde dem Musealvereine unter Wahrung dr« Eigen-«»»«rechtes übergeben. Der Ankauf der Höhle „Huda Lnkna" wurde wegen unzureichender Geld» Mittel und wegen zu großer Erhaltungskosten abge» lehnt. Die Zahl der Mitglieder stieg aus 84. Der Ausschuß, welcher in der Hauptversammlung am 17. März 1905 gewählt wurde, bestand au« fol-gende» Herren: Dr. Hermann Schaeftlein, Ob-mann; Franz Donner, Stellvertreter; Fritz Rasch, Kassier; Dr. Franz Hradetzky, Schriftführer; Franz Hautbaum, Weg- und Hüttenwart; Karl Ferjen und Ferdinand Porsche, Beiräte. In der Umgebung Eilli wurden Wegmarkkrungen durchgefübrt. Ebenso wurde die Herstellung eine« Wege« durch den Teu-sel«graben angeregt. Dr. Hradetzky übersiedelte nach Klagensurt. Dem hochverdienten Schriftführer wurde ein Abschiedsabend veranstaltet und ihm Dank und Anerkennung sür die vielen Verdienste und hervor« ragenden Leistungen, die er sich um die Sektion er« worden, ausgesprochen. (Fortsetzung solgt.) F. P. Gewerbeversammlung in Cilli. Der Cillier deutsche Gewerbebund hält SamStag den 2 t. d. abend» im Gasthanse zur Traube eine öffrnt» liche VereinSversammlung if>, bei welcher der Land« tagSabgeordnete Kieb« üder gewerbepolitische Fragen und über Kreditorganisation sprechen wird. Wie wir vernehmen, wird auch der Landtag«abgeordnete Dr. Enge» Regn an der Versammlung teilnehmen. Herr Dr. Regri wird über die Vorgänge im steiri-schen Landtage sprechen. Steirischer Sängerbund. Da« dieSjäh. rige BundeSsingen der untersteirischen BundeSvereine findet Sonntag den 21. Juni in Marburg statt. DaS Reinerträgnis sällt der deutschen Studentenküche in Marburg zu. AlS Gesamtchör« wurden bestimmt: Sommernacht, von R Wagner, Wcnn der Frühling aus die Berge steigt, von K. Fürnschnß und Ständ-chen, von I. Gauby. Die Genossenschaft der Fleischhauer und Fleischselcher in Cilli. Bei der am Sonntag nachmittag» im Hotel Post stattgefundcnen Generalversammlung wurde der vom Borsteher Joses Rebeuschcgg erstattete Tätigkeitsbericht mit Besriedi-gung zur Kenntnis genommen. Aus demselben ist zu entnehme», daß die Genossenschaft 76 Mitglieder, 40 Gehilfen und 37 Lehrlinge zählt. Der Ber« mögenSstand ist ein sehr günstiger. E« beläuft sich aus 5515-07 K. Der BermögenSzuwach» betrug im abgelaufenen Jahre 654 53 K. Die Neuwahlen hatten folgende» Ergebnis: Obmann Josef Rebeuschegg; Obmannstellvertreter Franz Sellak' AuSschußmit-glieder Suppan, Stelzer, Janschck. Ptlvcak, Swettl und Ralej; Ersatzmänner Kne«, Friedrich, Hodnik. In den Ausschuß der Gehüsenkrankenkasse wurden Suppan und Korne» als Mitglieder, Kne« und Swettl al» Ersatzmänner gewählt; al« Delegierte in die Generalversammlung der Gehilsenkrankenkasse Junger und Janschek; al» Ersatzmann Gugl; in den Ueberwachung«auSjchuß der Krankenkasse Plev-eak; al» Ersatzmann Koschenina; alS Rechnung«« revisoren Stelzer und Vrecer; als Ersatzmann Friedrich; als Delegierte in den Reichsverband Rebeufchegg und Fvrte; al« Erfatzmann Junger; schließlich al« Beisitzer für die Gesellenprüfung«-kommission Forte, Stelzer, Sellak und Junger. Mit der Rohhäutevereinigung der Stadt Wien wurde :in Abkommen betreffend die Abgabe von Rohhäuten ge« schlössen. Eine längere Wechselrede wurde abgeführt bei der Beratung über die Schritte, die gegen Schlachtungen von Eigenvieh durch die Landwirte ergriffen werden sollen. Hiedei machte der anwesende Regierung«vertreter Dr. Otto Ambroschitsch inSbe-sondere aus die mangelhafte Fleischbeschau bei solchen Schlachtungen aufmerksam und e« wurde in der Versammlung insbesondere die Forderung erhoben, daß bei derartigen Notschlachtungen die Fleisch-beschau nur durch eine» Tierarzt vorgenommen wer-den sollte. Ueber Antrag des Herrn Forte wurde beschlossen, über jene Genossenschaftsmitglieder, die nun schon zum zweitenmale ungerechtfertigt bei der GenossenschastSversammiung nicht erschienen waren, eine Geldbuße von zehn Kronen zu verhängen. Di« neuen Steuerbekenntnisse. Den Steuerpflichtigen werden bereit» in den nächsten Ta-gen die neuen Einkommensteuerbekenntnisse zugestellt werden. Gegenüber den bisherigen BekenntniSsormu- Celte i larien enthalten sie bloß eine Geldkolonne, da der Unterschied zwischen feststehenden und schwankende» Einnahmen aufgehört hat. Demgemäß entfällt «nch die DnrchschnittSberechnung auf der dritten Seilt de» Bekenntnisse», da da« Einkommen mit jenem Betrage einzubekennen ist. den eS im letzten, dem Steuerjahre vorangegangenen Jahre tatsächlich er-reicht hat; hat da» Einkommen noch nicht ein >an-ze» Jrhr bestanden, so ist e» nach dem mutmaß-liche» JahreSertrage in Ansatz zu bringen. Unter den Abzugsposten sind in den neuen Formularien neu hervorgehoben: Zins-, Schulheller, Kultu«steuer, die Militärtaxe; KapitalrückzahlungSbetri^e, welche auf Grund rechtlicher Verpflichtung entrichtet wer-den, insoweit dieselben ein Prozent des anfänglichen Betrages de» auf dem Grnnd> und Hau»desitze haftenden Schuldkapitales jährlich nicht übersteigen, die jährliche Gesamtannuität weniger al« 1000 K und daS steuerpflichtige Einkommen nicht mehr al« .1600 Kronen beträgt; unter den dauernden Lasten jene Beiträge, welche an Ehegatten, Kinder oder Eltern regelmäßig, wenn auch nicht auf Grund eine« »e-sonderen Rechlstitel«, gewährt werden; Beiträge zur Kranken», Unfall-, Alier»- und Invalidität«»«-sicherung»-, Unfall-, Waisen- und Pensionskassen oder derlei Anstalten, und zwar: a) für die eigene Person und die Familienangehörigen (wenn der Steuerpflichtige zum Eintritt in die Versicherung»« anstatt verpflichtet ist, ohne Einschränkung bezüglich der Höbe, andernfalls mur in den Grenzen von SOO und 600 K, wie bezüglich der Lebensversicherung«' Prämien; b) für die Angestellten, Beamten, Arbei-ter und Dienstboten ohne Einschränkung; bei Lohn-bezügen oder bei 3000 K nicht übersteigenden Dienst-bezügen, Beiträge an Berufsvereine und HilsStassen zur Sicherung von Unterstützungen, Ausgaben zur Erhaltung und Beistellung eigener Arbeitsgeräte, ArbeitSlleider, Fahrgelder zum und vom Arbeitsorte, Lebensversicherungsprämien im Höchstbetrage von 300 K sür den Steuerpflichtigen selbst, von 600 ff für ihn samt Ehegattin und Kindern, nach Abzug deS anfälligen Prämienrückersatze». Neu ist ferner eine Rubrik für da» Einkomme» der Haushaltung«-»»gehörigen, welche« gemäß § 157 dem Hauhal-tungSeinkommen nicht zuzurechnen ist, sowie eine Rubrik zur Angabe jener Umstände, welche die Be-mrssuuz, den Entsall oder die Herabsetzung de« fünf-zehn-, beziehungsweise zehnprozentigen Ausschlage« sür minderbelastete Hail«h«Ite (sogenannte „Jungge-sellensteuer") maßgebend sind. Endlich sind aus der dritteu Seiie des Bekenntnisse» für die gellend ge-machten Schuldzinsen, kapitalSrückzahlungSbeträge und Lasten anzugeben: Namen und Wohnort de» Forderuigsberechtigten, Psanbobjekte, die Höhe der Schuld (bei Kapitalsrückzahlungen Höhe de« ansang-liche» Schuldkapitale« , Zinsfuß, Betrag der Zinse» beziehungsweise der Annuitäten, Art und Betrag der Last. In den sonstigen wesentlichen Punkten sind die neuen BekenntniSformularien den bisherigen gleich geblieben. ginsfußermSbigungderOestereichisch ungarischen Bank. Der Generalrat der Oester-reichisch-ungarischen vank hat in seiner am 12. >. in Oseiipest abgehaltenen Sitzung den ZinSsuß um V* Prozent aus 4 Prozent herabgesetzt. Bon da ab beträgt der Banksuß im WtchseleSkompte 4 Prozent, sür Darlehen auf StaatSrenten, Salinenscheine, österreichische und ungarische Staatsschatzscheine, un-garischc Tresorscheine der Oesterreichisch ungarische» Bank 4'/, Prozent und sür Darlehen aus andere Wertpapiere 5 Prozent. Der Diskont von 4 Prozent, der bei der Oesterreichisch-ungarischen Bank al» der Normale anzusehen ist, wurde zuletzt in der Zeit vom 23. Februar bi» 21. September 1911 ver» zeichnet. Dann stand bi» zum Oktober 1912 ei» Zin»suß von 5 Prozent in Geltung, dem in der Aera der Geldknappheit und Geldteuerung Di»ko»t-sätze von 5'/, aus 6 Prozent solgten. Am 27. No-rember v. I. kam der Umschwung der Geldver-Hältnisse in der Ermäßigung der Bankrate aus 5'/, Prozent zum Ausdruck. Am 20. Jänner 1914 ermäßigte die Bank den Diskont auf 5 Prozent, a« 4. Februar auf 4'/, Prozent und nun ist sie end-Uch dei dem Normalsatz von 4 Prozent angelangt. Gründung von neuen Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereinen in Steiermark. Es gibt noch viele Orte in Steier-mark mit einem regen Touristen- und Fremdenver» kehr, woselbst aber noch immer keine Fremdenver-kehr«- und BerschönerungSvereine bestehen. E» würde sich daher in den betreffenden Orten die Gründung von solche» Bereinigungen sehr empseh-len, damit die lokalen Interessen de« Fremdenver» kehr« und der Berichönerung in wirksamer Weise vertreten und durch Anschluß an den La»de«verband e*( • Deutsche Wacht ikmnu 17 fttt Fremdenverkehr in Steiermark in sachgemäßer Weise wahrgenommen werden können. Vom Landet« »e,bände sür Fremdenverkehr in Steiermark ergeht ans diesem Grunde an alle jene Persönlichkeiten, die sich mit den volkswirtschaftlichen vorteilen dieser Orte betätigen, die Einladung zur Gründung solcher Fremdenverkehr»« und Verschönerungtvereine. E» gilt eine Mitarbeit mit dem Landesverband« sür Fremdenverkehr in der Richtung aus da« Gemein-»ohl, an der denn auch die allermeitesten Kreise freudig teilnehmen sollten. Der verband ist gerne bereit, den betreffenden Persönlichkeiten bei der Gründung an die Hand zu gehen und hat er auch zu diesem Zwecke eigene Mustersatzungen aufgelegt. Strahenelend. Bon einer Reihe von In-tereffenten wird Klage darüber geführt, daß die Um-gebungSgemeindestraße, dir dei der Emailfabrik In Goberje von der Reichsstraße zum Schloß Weschigrad führt, sich In einem unbeschreiblich schlechten Zustande befindet. Die Fuhrwerke haben infolge der großen Kotmengen und der tiefen Furchen, die die Straße zeigt, mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen, »m diese Strecke zu passieren, und di; Zugtiere sind hiebel den roheste» Mißhandlungen der Fuhrleute «utgesetzt. Es wäre wohl Sache der Behörden, in»-besondere 5er BezirkShauplmannschast Eilli. aber auch deS Tierfchutzvereine», da« Augenmerk aus diesen unhaltbaren Uedelstand zu lenken. Nachwirkungen der Trifaller Ge-meindewahlen. Ganz unglaublich klingt die Tat« sache, in welch unerhörter gemeiner Weise sich ge-wisse windische Station«beamle Trifail« ihre Wut tber den sür die Slowenen mißlichen Au»gang der Gemeindewahlen autlassen. Dieselben veranstalte» eine Razzia durch die Gasthäuser Trifail», wobei sie sämtliche ihnen in die Hände kommenden oder an der Wand hängenden deutschen Zeitungen ver-nichlen und besudeln und durch windische Revolver-blätter ersetzen, so unter anderen auch in der Werks-Gastwirtschaft bei der Südbahnstation Trisail, wo sie da» gewiß nicht im deutschen Geiste gehaltene „Interessante Blatt" herabrissen und zertraten. Wir können nicht glauben, daß die maßgebenden Kreise hierüber nickt unterrichtet sind uns wollen hoffen, daß solche Bübereien höheren Ort» gebührend ge-ahndet werden, da wir doch nicht annehmen lön-nett, daß die Südbahngesellschaft ein solche« Bor-gehen ihrer Angestellten billigt nnd die Trisailer Kohlenwerksgefellschaft auch weiterhin geneigt ist, solche „Beamte" mit Remunerationen und Kohlen-deputaten zu unterstützen. Die deutschen Industrien »v» Trisail und Hrastnigg haben ihre Tatkraft ge-nügend bewiesen, weshalb wir hoffen, daß die Süd-bahngefellfchaft nun doch sich einmal dazu aufrafft, um den schon des öfteren geäußerten Wünschen nach deutschen Beamten in den Stationen Trifäil-Hrast-nigg Rechnung zu tragen. Steinbrück. (Südmark.) Die diesjährige Jahreshauptversammlung der hiesigen SüdmarkoitS- Jruppe fand am 15. d. in MoserS Gasthau« statt. )ieselbe wurde durch den allgemeinen Tätigkeit»-bericht des ObmanneS Herrn Payer eröffnet. Stramm beutsche Worte waren eS, die den Mitgliedern für Ihr Mitwirken und ihre große Opserwitligkkit dankten. Aufmerksam verfolgte man den Bericht über das Wirken deS Ausschusses und begeistert war der Beifall, der den Redner lohnte, al» er mit ein-dringlichen Worten alle anrief, ihre Pflicht auf die-scm Ehrenwachtposten dem deutschen Volke zum Nutzen auch weiterhin zu erfüllen. Der Bücherei-bericht war ein äußerst günstig« und die rege Zn« anspruchnahmt der Bücherei ermöglichte eS, schon im Laufe weniger Monate di« Bücherei durch Neuan-kaus der Werke der hervorragendsten deutschen Schrift» stelle? zu vervollständigen. Nachdem über Antrag der Rechnungsprüfer dem Zahlmeister die Entlastung erteilt worden war, wurde der Bericht de» Zahl-meist«» zur Kenntni» genommen. Anschließend sprach Redner noch dankenswerte, aufklärende Worte über die Ziele und Schwierigkeiten der Besiedlung»-tätigkeit im Rahmen der Südmark. Durch den Ob-mannstellvertreter wurden den berichterstattenden Mitgliedern sowie allen and«r«n der Dank ausgesprochen. Nur eine derartig zielbewußte Tätigkeit ermöglicht« so glänzend« Erfolg«, wi« sie unser« roch jung« Ortsgruppe aufzuweisen hat. Unker anderem wurde der überraschende Geldumsatz, sast 10 0 K, die groß« Anzahl dtr Bücherentlehnungen, auch fast llXX), erwähnt. Die daraus folgende Wahl ergab, daß der bisher gewtsene Ausschuß durchwegs einstim-mig wiedergewählt wurde. Der Obmann dankte im Namen de« ganzen Ausschusses sür da» gezeigte vertrauen und erneuerte da» Gelöbnis, auch im salzenden Jahr« stramme deutsche Arbeit leisten zu wollen. Die stehend gesungene „Wacht am Rhein" schloß den offiziellen Teil der Versammlung unb an-der? deutsche Sch«.rli?d?r eröffneten ben gemütlichen Teil. Heil Südmarkl gugsoerspätung durch Entgleisung. Während de« Berschude» eine« Lastenzuge« in Stor6 gestern halb 12 Uhr nach!» stellte der Weichensteller die Weiche vor Passierung be» ganzen Train» um, wodurch bie letzten zwei Wagen infolge der hiedurch geänderten Fahrtrichtung umstürzten unb beibe Haupt-geleise verlegten. Infolge der schwierigen Räumung«-arbeittn erlitten die folgenden Eilzüge eine vierstün« dige Verspätung. Unglück«sall ereignete sich keiner. vom Bauernschreck. Nach einer beiläusi-gen Berechnung hat der sogenannte „Bauernschrrck" einen Schaden von etwa 10.000 K angerichtet. Nach den gepflogenen Erhebungen wurden 16 Stück Rinder und 80 Schafe gerissen. Der Wolf wurde vom Reich»grasen «rtnr Henckel »on DonnerSmarck über die Bitte de« Bürgermeister» Paul Hackhoser der Stadt Wols»berg zum Geschenke gemacht. Für die Stadt Wolssberg hat diese Jagdbeute eine ge-schichtliche Bedeutung, zumal da sie dazu dienen wird, daS Wappen der Stadt Wolssberg nach tau-seudjährigcm Bestände wir der aufzufrischen. Der Wolf wird zur Erinnerung im Rathause zu WolsS-berg aufgestellt. Den Bater mißhandelt. Die 48 jährige Taglöhnerin Maria Kacnrk in Gorica bei Neuhau» behandelte schon seit längerer Zeit ihren 80 jährigen Bater Franz Kacnik, der bei ihr im Ausgedinge lebte, in unmenschlicher Weise. Am 8. d. legte ihr der GreiS nahe, sie möge sich auf die Osterdeichte vorbereiten, worüber Maria Kacnik derart erzürnte, daß sie ihrem Bater, der auch kränklich ist, einige wuchtige Schläge in da» Gesicht versetzte, wodurch dem armen Manne ein Schneidezahn ausfiel. Gegen die rohe Tochter wurde die Anzeige erstattet. Durch scheue Pferde verunglückt. Am 10. d. scheuten die Pferde de« Knechte» Franz Crepinsek in Dornbüchel bei Cilli aus unbekannter Ursache uub rannten davon, ohne daß sie der Knecht, der am Wagen saß. zurückhalten konnte Plötzlich siel Crepinsek auS dem Wagen, der mit ganzer Schwere über ihn hinwegfuhr. Hiebei er-litt er einen Bruch de» rechte» Oberschenkel», so daß er sofort in» hiesige Krankenhaus gebracht wer-den mußte. Gonoditz. (Der Männergesangver« ein) hielt am 13. d. feine Hauptversammlung ab. Obmann Postmeister Emil Schwischay erstattete den Tätigkeitsbericht. Der Verein zählt 2K ausübende und 25 unterstützende Mitglieder. Aus dem Berichte de» Zahlmeisters August Radilsch geht hervor, daß der Kassasland auf 349 54 K angewachsen ist. Der Reisefond beträgt 37 84 K. Die Neuwahl hatte fol-gendeS Ergebnis: Obmann Schwischay, Obmannstell-Vertreter Anlon Prettner, Schriftfülirer Lehrer Swet-lin, Zahlmeister Bezirksbeamler Michael Fink, No tenwart Gemeindebeamler Johann Antonufch. Bei-rat Friseur August Raditsch, Fahnenjunker Steuer« assistent Max Rest. Den abtretenden Funktionären, besonders Herrn Franz Weiich. wurde der beste Dank ausgesprochen. Der Verein verliert in ihm ein hervorragendes Mitglied. Verhaftung eines Diebes. Am 14. d. wurde der Vagant und ehemalige Hafnergehilfe Ja-kob Skoberne, welcher schon längere Zeit al» ge-fürchtet« Dieb und Einbrecher gesucht wird, beim Keuschler Josef Arzensek in Razgor bei Neukirchen verhastet und dem Krei»gerichte Cilli eingeliefert. Skoberne verüble in Gesellschaft mehrerer DiebSge-nossen im vergangenen und heurigen Jahre zahl-reiche Diebstähle in den Bezirken Leibnitz, Marburg, Cilli usw. Unter anderem stahl er vem Kaufmann? Götz in Leibnitz Zuck«, Kaffee und eine Summe vo» 600 K; auch stahl er aus seinen Diebreisen zahlreiche Fahrräder. Am 9. wurde unter anderen d«m Privatbeamlen Karl PreSnig in Unierkötting bei Eilli von Skoberne ein Fahrrad im W«te von 240 K grstohlrn. Herichissoat. Messer- und Sädelkampf. Einem überaus gefährlichen Anschlage waren, wie fchon berichtet wurde, vor kurzem zwei hiesige Wachleute ausgesetzt. Der 30jährige Schuhmacher-gehilfe Franz Skorjane aus Polul: bei Cilli kam in der Nacht zum 27. Februar in Gesellschaft des Arbeiters Jakob Sorko und des 36 jährigen Berg-arbeiterS Michael Belej aus TremerSfeld in ange-heitertem Zustande auS dem Cafä Sruschitz in der Grazrrstraß«. Michael Belej jauchzte am Hauptplatz laut aus. Da sie fchon einige Zeit vorher, auf dem Wege in das Cas6 Kruschitz, auf offener Straße ge- lärmt hatte», sah sich nun d« an dn Ecke »«» HaupipIatzeS und der Bahnhosgaffe postensteheide Wachmann Franz Bntfcher veranlaßt, «inzuschreita, ging aus Belej zu und «mahnte ihn zur Ruh«. Bri{ wollte gusbegehren, wurde aber von seinen Lame-raden Skorjane und Sorko gegen den Sirchknplch weitergezogen. Da er am Kirchenplatz« neu«lich z» schreien begann, ging ihm Butscher, dem sich unt«r> wegS auch der Wachmann Joses Grätschn« ange-schloffen halte, nach. Die beiden Wachleute holte» nun Skorjane und Belej, — Sorko hatt« sich be-reit» allrin «ntfkrnt, — in dn Sanngafs« ein. C« Belej unaufhörlich »eiterlärmte, erklärt« ihn Wach-mann Butscher für verhaftet. Jn di«f«m Augenblick« zog Belej srin Messer nnd holte mit diese« zum Stich gegen den Oberkörper ButscherS au». Nur dem raschen Eingreifen Gratschner», d« d«» Belej in di« Hand fiel, ist e» zuzuschreiben, daß «ine schwer« körperliche Beschädigung de» Wachmai-ne» Butscher untttblieben ist. Nun gelang e» de» beiden Wachleuten, Belej zu Boden za werfen, ih» nach längerem Ringen das Mefs« zu «ntwind«» und tine Handsessel anzulegen. Bntsch« «hielt bei dieser Gelegenheit eine Schnittwunde am >,kleinen Finger der linken Hand. Während die Wachleute mit der Fesselung de» Belej beschäftigt waren, ka« Skorjane hinzu und packte den Wachmann Grätsch» ner beim Arm. um Belej zu befreien. Bntsch« jiz de»halb vom Leder und hieb den Skorjanz auf 6« rechten Arm, worauf dieser zurückwich. Dara»s hoben die Wachleute den Belej aus und sührlen ih» gegen den Hauplplatz zurück. Belej wehrte sich jetzt noch mit Händen und Füßen und versetzte de, Wachleuten, sobald sie stehen blieben. Fußtritte. A» Kirchplatz kam Skorjane wieder nach und rief de» Wachmann Grätschn« zu: „Wenn ich Dich einmal «wische, kommst Dn mir nicht lebendig au» de» Händen." Da er dabei eine drohende Haltung ei»-nahm, zog auch Gratfchu« seinen Säbel und hieb auf ihn ein, worauf Skorjan, wieder einige Schritt» zurückwich, um die Wachleute mit „Räuber" .i*d »Mörder* zu beschimpfen. Ani Hauptplatze a»gc« langt, machten die Wachleute Rast und ließen de» Belej, d« nicht stehen wallte, zu Boden nieder. I» diesem Algenblicke lies Skorjanz mit gezückte» Mefs« heran, schrie: „Jetzt Tod od« Lebe»,' kauerte sich zusammen und wollte zunächst auf Gratschner, dann auf Butscher IoSstechen. Die W-ch-lrut« aber, die ihre Säbel bereits gezogen hatte», hieben auf Skorjanz ein. Diese Gelegenheit benutz« Belej zur Flucht gegen die Sannbrücke. Skorj«»c solgte ihm blutüberströmt. Den beiden Wachleute» gelang e« nicht mehr, di« Fliehen?«„ einzuhol» Diese wurden erst am Morgen von der Gendarm-, rie sestgenommen. Die Angeklagten waren geständig sich den Wachleuten mit Gewalt widersetzt zu hab« leugneten aber entschieden, diese verletzt zu habe». Skorjanz stellte auch den Besitz eine« Messer« :» Abrede, wa« alles den Tatsachen nicht entsprach Auch mit ber Trunkenheit wollten sie ihre Tat de-fchönigen. Der Wachmann Butfck« wurde durch einen Messerstich de» Skorjane am Bauche, d« Wachmann Gratschner durch zwei leichte Stiche de* Skorjane an der rechten Hüfte verletzt. Sämtliche Verletzungen waren zum Glück leichter Natur, jedoch beim Butscher höchst lebensgefährlich. Al» d« £«»> sitzende des Senate» LandeSgerichtSrat Wenedikt». an die beiden Angeklagte» die Frage stellte, ob h einen Wunsch hätten und ob sie nicht um eine »ü-dere Behandlung bei Fällung d?« Urteile» bitte» wollen, antwortete Belej mit einem frechen .,91«»*. Skorjane würd« sodann zu zweieinhalb Jahr» Belej zu 18 Monaten schweren Kerker», verschärft durch einen Fasttag und einem harten Lager m» urteilt. Beide nahmen da» Urteil mit ein« lächel«-den Miene auf. Geistige Arbeiter, die gegenüb« dn, ff* tagsüber viel im Freien Bewegung machenden $crfoa» im Nachteil sind, müssen auf die Regulierung der ledas« erhaltenden körperlichen Funktionen besonder« ach» und sich namentlich vor der chronischen und habituell« Obstipation (Darmträgheit oder Hartleibigkeit) hile». di« bei nicht wenigen, früher kerngefuneen Jndtvid»«» den Anfang verschiedener lkrankheitSerscheinmigen tilW. Selbstverständlich nur, wen» man nicht da« getarnt Regime einhielt und mit natürlichen ZtbiüinniMt» nachhilft, unter denen Huuyadi IinoS Bitterwasser M populärste und mit Recht beliebteste ist. Siiur da Hauptvorzüg« deS Hunyadi JänoS Bitterwasser» ist Mt Nachhaliigkelt und die Dauer d« Ciublregulimwt. Man begrüßt angestchtS de« Wohlbefinden«, weiche« selbst nach jahrelanger Darmträgheit durch systewatt-schen Gebrauch de» Hunyadi Jane» Bitterwasser« n SaauRK 17 Ventsche Macht «*ite 7 Alle Erkrankungen derAtmungsorgene LrungenRranKheiten Keuchhusten, Husten, Katarrhe, Influenza und Asthma SIROLIN "RÖCHE" bchandett. Die a^ejaichncle wohltuende Wicfcung de» Präparate* macht »kh recht bald fühlbar Die k> Ifetigcn Kachbchwvüe vemcbwindm Dar Appetit und dös hOrpergonchl heben - Die dem SiroSn -Röche" eigene Heilkraft hat »ich »eiM ) Jahren bewlh/i Minderwertige Nachahmungen und »©genannte Er wti-Pr Aparot« WTUt m4n turüdt *«i«nge autdnkfclkh StroJin -Röche" w Orifc-Padung Sirolm .Roch«' ist in allen Apotheken ivra Preise mn/T«*.- crhittlkh. tfdt wird, die begeistert«» Worte, welch« Professor Dr. H. S (Breilau) dem Wasser sozusagen al« Albuf» Katt widmete: „Rulla die« sine ,Hunyadi Juno»'", .Kein Tag ohne .Hunyadi J5noS'". Ein deutscher Kirchensürst. In Troppau starb am 4. März Kardinal Fürsterzbischof Dr. Georg Kopp im 77. Lebensjahre. Al» Kind armer veber«leute geboren und unter vielen Beschwernissen (er muhte seine Studien unterbrechen und war auch zwei Zahre Telegraphenbeamter) stieg er durch eine seltene Befähigung und »ine« unermüdlichen Arbeitt-eifer zu einer Stellung, in der er auf die inneren Geschick« zweier großer Reiche (Deutsche« Reich und Oesterreich) nicht geringen Einfluß ausübte. War der Kardinal auch streng kirchlich gesinnt und im piitijchett Lebe« einer der bedeutendsten Kämpfer für die Geltung der Kirche, so hat ihn die« nicht «dzehalten, semer deutschen Abstammung getreu, sich «ich al« Priester und selbst al« Kirchensürst al« Eghn der deutschen Nation zu fühlen nnd hat auch «ie versäumt, seinen überau« bedeutsamen Einfluß i» diese» Sinne geltend zu machen, so daß er sich m« da« Deutschtum zweier Reiche große Verdienste erwarb. Wie er in seinem Wirken in Deutschland der polnischen Gefahr gegenüber seinen Mann stellte, l» bekannte er sich auch in Oesterreich offen zum veutfchtum. Feierlich bekannte er seine deutsche Ge-Innung auch dadurch, daß er am 7. Februar 1895 dem Deutschen Schulvereine al« Gründer beitrat wd damit ein Beispiel gab, welche« von deutsch ge« sinnten Priestern seither in vielen Fällen befolgt vnrde. I» alle« deutschen Kreisen bewahrt man dem dahingeschiedenen Ktrchenfürsten ein ehrende« An-denke«. Zahn-Creme Mundwasser Rm soll man sou 3 ni 18 mjsell? Di« Sink verordnen« d«n Eodener Wanndrunnen Re. * bei chronischen Kehlkopf- und Rachenkatarrhen, reichlicher Echleimadsonderunq »c. Der Brunnen ^ mindert d«n Husten und silhrt die Cidleimabson-» » derung in normale Grenzen zurück. Er wirkt glänzend | I bei Bronchialkatarrhen bcfonbtr« strosulös«r Kinder. M und chronischer Berschteimung alter lir-ut«. Der f ffiiej«Bbrunnen Ar. 18 wird u. a. verordnet geqen Stauungikaiarrhe der Lustwege, und «r wirkt außer-I ordentlich günstig auch aus den Berdauungs'rakt «in. Au« diesen d iden Quellen werden Fay« ächte So-dener Mmeral-Paftillen g«wonnen. Der Name Fay vor allem qarantierl für die Aechtheit dieser Pastillen. | Di« Sckachtel kostet Hr. 1.25. Arena. Auch da« 8. Heft der bei der deut-sch<» verlag«anstalt in Stuttgart erscheinenden Mo-»itSschrist läßt deutlich erkennen, »ie Verlag und Redaktion bestrebt sind, mit jeder neuen Nummer chren Lesern eine Freude zu bereiten. Neben der jweU« mit Spannung erwarteten Fortsetzung von tmghoser« historischem Roman .Der Ochsenkrieg" flib I vor allem die «ohlillustrierten Abhandlungen «»» den verschiedensten WisienSzweigen, die «in be-foidere« Interesse wecken. So macht ein Beitrag -Ueber Desinfektion" sowohl mit den primitiven «Mein bekannt, welche da« Altertum zur Bernich. tiiz von KrankheitSkeimen anwendete, al« auch mit W« Hochentwickellen, zur Desinfektion von Kranken-hiusern, Schiffen und Eisenbahnzügen dienenden »idertten Apparaten. Andere Wunder der Technik schilbert der Aufsatz «Die elektrischen Riesen-, der ibet die Herstellung gewaltiger Dynamo« plaudert. Dfuren und Fährten lehrt ein natunvissenschasl-lich« Beitrag kennen, wogegen „San Eristobal la« iasa», di« alte Metropole Südmexiko«", reizvolle «ilkerkundliche SchUderungeu bietet. Auch di« Kunst ist nicht vergessen, wie der durch launige Bilder wirkungsvoll »»«gestattete Aussatz «Richard Müller" dartut, der eine rechte Würdigung diese« Humor-vollen Künstler« bringt. Auch der Aufsatz „Mephisto aus der Bühne", der diese« schwierige schauspieleri« sche Problein beleuchtet, gehört in da« Reich der Kunst. Lieb« Erinnerungen in dem oder jenem Leser «eckt vielleicht di« Arbeit ..Berühmte Kneipen", während der originell geschriebene Beitrag ,Wan-dernde Komödianten" interessante Streiflichter auf deren eigenartige« Leben und Treibe» wirst. Da« Märzheft der von Paul Keller herausgegebene» Monatsschrift „Die Bergftadt" (Bre«-la», Wilh. Gottl. Korn) bringt al« bedeutsamste literarische Gabe da« zweite Kapitel au« dem bi«. her noch nicht erschienenen dritten Bande de« ge-waltigen Roman« „Stephana Schweriner" von En-rika von Handel-Mazzetti mit einer ausführlichen Einleitung von E. M. Hamann. Unter den illu-strierten Beiträgen ist an erster Stelle die fesselnde Schilderung Persieu«: „Vom sterbenden Sonnen, lande" de» Orientforfcher« Ewald Banse zu nennen, der sechs prächtig« Farbendrucke nach Originalen de« Maler« H. Buchwald b«igegeben sind. Reichen Bilderschmuck hat auch die Plauderei «Malerische Dorfkirchen Schlesien«" von Fr. Mielert, serner die scharfumrissenen. humorvollen Kulturbilder au« dem Kassubenlande: „D«r Dorsschulmeister jenseit» der Welt" von Seesried-Gulgowiki und der Bericht über „vorzeitliche« Gräberseld* bei Gmunden von R. von Mandelsloh. Jn Bergstädter« Bücherstube begutachlet E. M. Hamann „Literarische« Strand-gut". Proben auserlesener Lyrik bieten G. Eberlein, E. R. Schmidt. Margarete Windthorst, R Rieh, Han« Herbert Ulrich und andere. Allerlei Ernste« und Heitere« au« alier Zeit bringt wieder die Ab-teilung .Au« Großvatea« Bücherschrank", und die neuesten Zeitereignisse glossiert mit seiner Satire Ealiban im „Lokalanzeiger". Als musikalische Spende hat Alexander Menzler ein hübsche« „Abendlied" beigesteuert. Sech« schöne Kunstbeilagen zieren da» 7'/, Bogen starke Heft. Im ganzen hat die.Berg-stadt" im ersten Vierteljahr 1914 211/. Bogen Text mit mehr al« 120 sarbigen und schwarzen Bildern und vielem Buchschmuck, dazu 18 Kunstdei-lagen in Farben- und Tondruck und zwei Musik-stücke gebracht — da» alle« sür nur 3-24 K vierteljährlich. Alols Fietz, Tote Scholle. Eine« deut-schen Dorse« Kreuzweg. Broschiert drei Mark. (Berlin EW. 11, Deutsch« Landbnchhandlung.) „Wann endlich wirst du, große« deutsche« Bolk, er-wachen?" Mit dieser da» Gewissen aufrüttelnden Frage schließt dieser soeben erschienene Roman eine« neu erstandenen deutsch.österreichischen Dichter«, der in dem schweren Ringen zwischen Deutschtum und Slawentum al« ein mutiger Ruser im Streit her-vortritt. Mit bitlerem Gefühle liest man, wie da« an der böhmischen Grenze gelegene deutsche Dorf Taubitz unter der Wühlarbeit tschechischer Güter-schlächter zu Fall gebracht wird. Die Tscheche« gehen dabei ganz planmäßig vor: Erst kommen einige wenige, die sich bescheiden und in der Maske de« Biedermanne« im Hintergrunde halten, hinter denen aber eine geschlossene und straff organisierte Macht steht. Jn ausdauernder, abwartender Arbeit, mit Geld, Betrug, Verrat — jede« Mittel ist ihnen recht! — wird ein Stück deutschen Boden« nach dem andere» erworben; immer mehr Tschechen nisten sich ein, bi« endlich die Saat gereist ist, bi« der Tscheche die heuchlerische Ma«ke abwirst und mit der ganzen Unerbittlichkeit de« Sieger« die letz-ten Reste de« einst so sest in Taubitz wurzelnden Deutschtum« beseitig», den letzten Deutschen von der Scholle jagt. Schlimm genug, ja da« Schlimmste ist — und hier legt der Dichter mahnend de« Fin-ger auf die Eiterbeule: den fremden Eindringlingen ersteht ein mächtiger Bundesgenosse in der deutschen Lauheit, in der Geldgier, in der mangelnden Hei- matliebe der Mehrzahl der Taubitzer. Nur ganz wenige besitzen noch nationale« Rückgrat, halten ihr Deutschtum hoch in Ehren, wollen sich eher die Finger abhacken, al« auch nur einen Fuß breit väterlicher Scholle hergeben. E« wird einem warm um« Herz angesicht« solcher Treue, solcher aufrech-ter, kerndeutscher Gesinnung, die ja aber unterliege» muß. weil der „wurmzerfrrsirnden Früchte vom deutschen Stamm" zu viele sind, Leute, die e« nicht Der neue BERSON tMswfclM ihm «•■II ittl ii •parlal - Pam aumml-tlMlm alt «*a ■a««r« •tau BfttlfM <»r rilrlkaHMtHMti •ringt a. >>»< »« » §rol«a V»nil|» *• enorm* Mnltb«rk*lt> vor-zQBliche Elastizität, tiakta, rw»ofcmall|B Aus'jhrunc, «uelt a«MT-» >,,»,» «,», AohttnSI« b«lm lltkaaf atita las «Kortiai'ki „BERSON BERSOMWERKE, WH, ¥H begreifen wollen, baß e« höhere Werte gibt, al« den schnöden Mammon. Mit markiger Sprache und packendem Schwünge schildert al« da« Ergreifende ein Mann, der selbst al« Kämpfer auf vorgefchobe« nem Posten steht und da«, wa« er erzählt, au« nächster Nähe beobachtet hat. E« ist ein Notschrei au« tiefer Nacht — möge et nicht ungehört »er-hallen! wfirddlpuMä Derfhusbuifch 'Hauses/hm Wer 12 verschiedene F.rdal-.1BC-Anzeigen ausschneidet and gesammelt einsendet, erhält einen ganzen Sa$ von 26 F.rdal• ABC Kiinftlermarkcn in farbenprächtiger Ausführung von der Lrdal-Fabrik in Wien III, Petrusgasse Seite I Dnttfch- Wacht Rann 1T Schreibmaschine Preis K 850— fflr Jedermann. Iaklnilre Lederkoffer oder Holikaw»ette H»«h Heb. Schott & Donnath, k. u. k. Hoflieferanten Wien III., Heamarkt 9. Telephom 4868 Ein sehr schönes ZIMMER gissenseitig gelegen, ist in der Ring-■trasse sofort zu vermieten. 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