PrSnuinnaiiciis Piuse: FSrLaibach: . . . « A. «a kr. «Ej-ipi«. . 2 . io. - 7», Laibacher W«t der P,fi: . . . II fl. - kr. H»»Äria . . . » . r» . dterteljiihriz. . . j . 7b. JEr ZufikÜ»,, m, Har« »ierlrl- vhng » kr., »vilatli« S kr. E»»el»« «ummer» « kr. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt: Manuskripte «icht zurLckgesend«. Nr. 16. :amstag, 20. Jänner 1872. — AU tleLaklion: lftahnholgaflc Nr. i«,. »»Pktiti»» »nt Znscralr«-Snrkan: n»n«rcßplatz Nr. »1 >Buchbai:t-'nr, »»» I. ».»lemmavrLF. B-mbr-.z, Z»srrlio«rxrcist: F«r ti- k,us:-alüge Pe^tteile » Ir. bei jweimsIitzcrEiilichol?»»? » ikr. »reimal » I kr. S»smi^r«stkMfcI jcdc^mal 40 k. Bei xrößrre» Ixseralcr. «nd cftera 8i«sch«k:>nx -ulipicidcndrr S!ai>atk. 5. Jahrgang. Unser Landesschulrath. Laibach, 20. Jänner. Die gestrige „Laib. Ztg." überraschte uns mit einem Leitartikel, in welchem der Landesschulrath anläßlich der mehrfachen journalistischen Angriffe i» rührend bescheidener Weise seine Verdienste aufzählt und uns versichert, daß das liberale Ministerium Auersperg kein besseres Exekutivorgan finden könnte, als eben diesen Landesschulrath. Wir kennen den Styl solcher Erklärungen und Rechtfertigungen, wir kennen auch die Herren Verfasser, und es däucht uns beinahe, als ob der betreffende Artikel wie der letzte Hilferuf eine« Unglücklichen klingt. Obwohl nun der Landesschulrath eigentlich nur Hegen die Verfasser jener boshaften Korrespondenzen den Wiener Blättern zu Felde zieht, so ist doch die ganze liberale Partei in Krain dadurch betroffen worden, denn diese ganze Partei ist einig in dem Wunsche, daß die Leitung des Schulwesens ändern Männern anvertraut werde. Man werfe uns nicht vor, daß wir die Per-svnensrage so sehr betonen und einer objektiven Darlegung der Wirksamkeit des Landesschulrathes aus dem Wege gehen. Man gebrauche nicht mehr die ^gedroschene Fräse: Personen können wechseln, wenn nur die Prinzipien bleiben. Aber die Prinzipien sind etwas todtes, wenn sie nicht von Personen getragen und durchgesührt werden. Wer weiß nicht, welchen Grundsätzen Bleiweis und Costa huldigen ? und die „Laibacher Zeitung" muthet uns zu, zu glauben, daß diejenigen, die die Verfassung als etwas nicht zu Recht bestehendes betrachten und im Landtag und in der flovenifchen Presse dies zu wiederholten malen auSsprachen, als LandeSschulräthe sich einer loyalen Durchführung der liberalen Gesetze befleißen, ja daß gerade diese es sind, die den Schulgesetzen den Weg ebnen und das Volk über die Vortrefflichkeit derselben belehren. Wie erhebend: Costa als Vertheidiger der freisinnigen Schulgesetze gegen die Angriffe der Klerikalen! Wahrlich bei solchen mißglückten Versuchen, sich reinzuwaschen, ist es schwer, keine L-atyre zu schreiben. Der betreffende Artikel unterrichtet uns — zwar keineswegs eingehend — über die bisherige Thätigkeit des Landesschulrathes, verschweigt aber dabei weislich, wie an den Mittelschulen gewirth-schastet wurde. Aber auch der Lehrerstand der Volksschule dürfte dem hohen Landesschulrath keinen Dank wissen, denn bis zum heutigen Tage ist noch nichts geschehen, um ihn aus sein« unterwürfigen Stellung gegenüber der Geistlichkeit pi befreien, ja i>r der Sitzung am 1. Juni v. I. wurde — freilich nur aus liebevoller Vorsorge für den matriellen Wohlstand der Lehrer am Lande — sogar ausdrücklich ausgesprochen, daß diese das Meßneramt wie bisher fortzuführen hätten. Was nützt es, wenn ihnen persönliche Dienstleistung «vb-ten wurde, sir bleiben doch immer nur Bediente der Pfarrer und wehe ihnen, wenn sie selbständig, etwa gar im Interesse der liberalen Partei aufzutreten wagen würden. Doch die „Laib. Ztg." sagt, daß der Landesschulrath väterlich für dir Volksschule sorge, und „Brutus ist ein ehren-werther Mann!" Nur Schade, daß das genannte Blatt das segensvolle Wirken des Landesschulrathes für die Mittelschulen so ganz übergangen hat, als ob solche Anstalten in Krain nicht existirten. Wir sehen un» daher genöthigt, in dieser Beziehung den genannten Artikel zu ergänzen. Wir übergehen die vollständig ungerechtfertigte Entfernung der Schulinfpektoren Holzinger und Wretschko und die Ernennsng Scho-larS, um uns nicht wieder das Mißfallen des offiziellen Journals zuzuziehen. Diese Frage ist schon so oft ventilirt worden, als daß man etwas neues darüber sagen könnte. Interessanter ist die Thätigkeit des hohen Landesschulrathes bezüglich der Einführung des utraquistischen Unterrichtes an unseren Mittelschulen. Freilich war damals eine andere Zeit; der föderalistische Kohl stand in voller Blüthe und der Landesschulrath wird kaum daraü gedacht haben, daß er sich einmal werde vertheidigen müssen! Am 12. Juli v. I. hatte Jirecek vom Landesschulrath ein Gutachten betreffs der Einführung der utraquistischen Lehrmethode an den krainischen Mittelschulen abverlangt und in der Sitzung am 29. August wurde dieser Gegenstand einer eingehenden Berathung unterzogen. Die Beschlüsse, die nun gefaßt wurden, sind, vom pädagogischen Standpunkt aus betrachte!, absolut verwerflich und beweisen die Unfähigkeit der leitenden Körperschaft in eklatanter Weise. Die Durchführung der Prinzipien, die hier aufgestellt wurden, hätte es nur dahingebracht, daß der Schüler nach Abfolvirung der acht Gymnasial- oder sieben Realschulklassen weder der deutschen noch der slove-nischen Sprache mächtig gewesen wäre; denn jeder, der die hiesigen Verhältnisse lennt, weiß, daß selbst jetzt, bei durchwegs deutscher Unterrichtssprache, die bei weitem größere Mehrzahl der Abiturienten nicht im Stande ist, einen deutschen Aufsatz orthografisch, geschweige denn stylistisch richtig zu schreiben. Ueber-dieS wäre der Unterricht in den einzelnen Gegenständen zu einem reinen Sprachunterrichte herabgesunken und durch die Anwendung deutscher und slovenischer Terminologie eine totale Begriffsverwirrung in den Köpfen der Schüler entstanden. Und diese Vorschläge wurden zu einer Zeit gemacht, wo nach dem eigenen Geständniß des LandeSschulratheS noch keine Lehrbücher vorhanden waren. Es sollten also „mit möglichster Beschleunigung" deutsche Lehr-bücher übersetzt werden, aber beileibe nicht solche, die auf dem Standpunkt der heutigen Wissenschaft Jeuilleton. Aus der Wolssjagd in Kroatien. Bon Eduard Moh r. (Schluß.) In Kroatien liegen halb vermoderte Baumstämme am Boden, dichtes Unterholz oder Dorn-gestrüpp, wie in den KawoS Asrika'S und machen hie und da jeden Fortschritt unmöglich, Brombeer-stauden wickelt« sich um die Stiefel, Felsstücke versperren den Weg. So waren wir drei Stunden sortgequält, als uns der Bär vollständig entkam, indem er durch die Dobra schwamm. — Es ward zwar noch ein Treiben auf Füchse angestellt, da aber die Kälte hier oben auf den eisigen Höhen nun sörmlich sibirisch geworden war, auch dies bald auf-gegeben und ein großes Feuer angezündet, den halb-rrstarrten Körper zn erwärmen, Punsch zu brauen, den Goulafch zu kochen und eine Puterheune am Spieß zu braten, zu welchem Zweck wir den Koch-opparat und die nöthigen Zuthaten vorsorglich und schlich mitgenommen hatten. Dieses Kochen hoch oben im einsamen GebirgSwalde in eisiger Winterszeit, umgeben von den fremdartigen Gestalten — welchen Stoff hätte es einem Maler nicht zu einem fantastischen Bilde gegeben. Sicher ist es, daß unser kulinarischer Versuch entschieden besser reussirte, wie die Bärenjagd. In der Nähe des behaglichen Feuers, in Gesellschaft der Panduren, die sich Kartoffeln in der heißen Asche brieten, und der guten Dinge, die da waren, hätte ich lange verweilen können, allein Herr v. Vranyczany erinnerte daran, daß wir noch bei Tage aus den Bergen heraus müßten, und daß der Nachmittag bereits weit vorgeschritten sei. War der Hinaufmarfch beschwerlich gewesen, der Weg hinunter war cs noch weit mehr, ein Balanziren war bei den glatt gefrornen abschüssigen Bergseiten mitunter kaum möglich, und so war der ganze Rückzug eine große Rutschpartie, bei der mehr oder minder ein jeder in der unfreiwilligsten und eigenthüm-lichsten Weife sich mitunter an den Busen der Mutter Erde warf, glücklicherweise jedoch so, daß die Gewehr laufe nicht beschädigt wurde«. Die Frau vom Hause hatte in derselben liebenswürdigen Weise sür unfern Komfort gesorgt, wie am Tage zuvor, war froh, ihren Mann wohl- behalten wikder anzutreffen, da sie von der Bären-Verfolgung bereits gehört und die Leidenschaft desselben für diesen Sport kennt. Ich dachte mir oft, es gehöre für eine junge Frau doch ein eigentümlicher Muth dazu, wenn ihr Gemahl, der noch andere Güter in der Nähe hat, abwesend ist, hier oben so allein in winterlicher Einsamkeit zu resi-diren. Wir hatten unsern Wagen früh 9 Uhr bestellt. Zur bestimmten Stunde verabschiedeten wir uns von unseren gastlichen Freunden, die Pferde angeschirrt, stampften im Hofraum, das Vefinde schaute unserer Abfahrt zu, unter ihnen fiel der würdige Kellermeister des Schlosses auf, eine kräftige Greisengestalt in schneeweißem Haar. Ein mächtiges Bund Schlüssel in seinem Gürtel hängend, erzwingt den Eingang zu den unten in mächtigen Fässern duftenden Schätzen. Die schöne Frau von Vraniczany stand am offenen Fenster, uns ein Lebewohl zuwinkend. Grüßend standen wir von unseren Sitzen auf, der Wagen rollte durch den Thorweg. — In die herrliche Winterlandschaft hineinfahrend» vom schönsten, klarsten Wetter begünstigt, erreichten wir nach einer Fahrt von Stunden Karlstadt, restanrirten nn-, bestiegen später den Zug nach Agram, stehen. Wer unsere deutschen Schulbücher kennt, muß lächeln über die Besorgniß, als konnten durch dieselben die Schüler auf die verderblichen Bahnen einer liberalen Anschauung geführt werden. Aber was nützen die schönsten Verordnungen, wenn man noch mit einem Lehrstande arbeiten muß, der sich nicht zu jedem Mamelukendienst herabwürdigt! Deshalb wurde von Seite des hohen LandeS-schulrathes die Anforderung an das Ministerium gestellt, den Lehrkörper des Laibacher Gymnasiums „in der den gesetzlichen und sprachlichen Bedürfnissen des Landes entsprechenden Weise umzugeslalten oder zu ergänzen (Sitzung am 23. März) und das Lehrpersonal der Laibachcr Realschule baldigst zu modifiziren" (Sitzung am 29. August). Am Gymnasium wurde der Anfang gemacht und „den Bedürfnissen des Landes entsprechend" drei ultranatio-nale Professoren hiehergesandt, und bald wären auch die verfassungstreuen Mitglieder des Lehrkörpers der Realschule in die verschiedenen Kronländer geschickt worden, wo Hohenwart etwa noch die deutsche Sprache geduldet hätte. Freilich, die Verhältnisse waren mächtiger, als der krainische LandeSschulrath: Hohenwart fiel, und der LandeSschulrath schickt sich mit sauerem Gesichte an, die Schulgesetze zu pro-tegiren. Und nun noch eins. Die „Laib. Ztg." behauptet, der LandeSschulrath habe stets streng nach dem Gesetze gehandelt. Dagegen bemerken wir, daß nach den Vorlagen des Landesschulrathes alle Schüler, gleichviel ob deutscher oder slavischer Nationalität, zum Besuche des Unterrichts in der slovenischen Sprache gezwungen' werden. Den Eltern wurde somit das Recht genommen, über ihre Kinder zu verfügen, und dieser Antrag involvirt somit eine unzweifelhafte Verletzung der Staatsgrundgesetze. Die „Laib. Ztg." möge daher den Versuch aufgeben, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen, und künftighin uns nicht wieder „Parteileidenschaft" vor-werfen, wenn wir offen und ehrlich die Wahrheit sprechen. ES ist überhaupt eine eigenthümliche Sache um diesen Vorwurf der „Leidenschaftlichkeit" und gewöhnlich wird er von demjenigen erhoben, der sich -etroffen fühlt. Politische Rundschau. Laibach, 20. Jänner. In der nächsten Zeit dürften die Sitzungen des Abgeordnetenhauses ziemlich dürftig avsfallen, da sich nur AuSschußwahlen auf der Tagesordnung befinden. Ueberhaupt entfernt sich das Schwergewicht der parlamentarischen Verhandlungen von den öffentlichen Sitzungen nnd wendet sich den Ausschüssen zu, von denen das meiste politische Jn> teresse der Verfaffungsausschuß in Anspruch nimmt. Nach dem BersassungSauSschnß ist es aber der Budgetausschuß, mit dem man sich am meisten befaßt und in dessen Schöße man auf einen größeren oder kleineren Aufschub der Arbeiten in Folge der Berufung eines neuen Finanzmiiiisters gefaßt sein muß. Was die Behandlung der galizi scheu Resolution anbelangt, so wird der Ausschuß vor allem das Ministerium auffordern, sich über die Zugeständnisse auszusprechen, in welche die Regierung zu willigen bereit wäre. Es ist bekannt, daß die Regierung auf diese Antwort vorbereitet ist, da diese einen Theil jenes Programmes bildet, auf Grund dessen Fürst Adolf Auersperg das Ministerium sormirt hat, und die Erklärung wird, da dieselbe die kaiserliche Genehmigung erhalten hat und auch mit den Anschauungen des Ministers des Aeußern harmonirt, entscheidend ins Gewicht fallen. Deshalb werden auch die polnischen Abgeordneten sogleich vor ein Entweder — Over gestellt sein, und die Sache dürfte sich, wie uns scheinen will, rasch entwickeln. Angesichts dieser Konstellation haben die völlig disziplinlosen und sehr konfusen Aeußerungen der polnischen Blätter über die Frage kaum einen Werth. An der Hand der Resolution wird man der Fräse Herr werden und an den konkreten Forderungen erproben, was wir uns denn unter dem polnischen Ausgleiche denken sollen. Inzwischen dürfte wohl auch das Nothwahlgesetz zum Vorschein kommen, sowie gewiß, wenn die polnischen Abgeord-neten in der Ausgleichsfrage einen haltbaren Standpunkt einnehmen, hiedurch die Wahlreform-Vorlage mehr als durch alles andere, namentlich durch Demonstrationen, gezeitigt werden würde. Die ungünstige Wendung, die die kroatischen Angelegenheiten in den letzten Tagen, nachdem der Ausgleich schon so gut wie perfekt erschien, wider alles Erwarten genommen, beschäftigt nicht nur in hervorragender Weise die ganze hauptstädtische Publizistik, sondern findet- auch, wie zu begreifen, in allen Korrespondenzen und Telegrammen aus Pest ein lebhaftes Echo. Diejenigen aber, die da glaubten, daß die Halsstarrigkeit der Kroaten die ungarischen politischen Kreise ganz rathlos finden wird, dürften durch die Enuntiationen, die diesbezüglich in den offiziösen Pester Blättern vorliegen, eines ändern belehrt werden. Die Magyaren lassen sich eben nicht so leicht durch Fundamentalartikel in's Bockshorn jagen. Mrazovic und Krestic, welche im Namen der Nationalpartei mit Lonyay unterhandelten, werden nun von ihrer Partei im Stiche gelassen, und als Führer und Herren der Situation im kroatischen Lager treten der Moskaupilger Polit und der Serbe MileticS, der als Blutzeuge für die südslavische Idee im letzten Sommer im Waitzeuer Gefängnisse gesessen, auf. Die Auflösung des Landtage« steht daher bevor, und die ungarische Regierung wird mit ihrem ganzen Einflüsse bei den Landtagswahlen für die Verstärkung der ihr tren ergebenen Unionisten-Partei zu wirken suchen. Fraglich ist aber, ob die Berufung an den „gesunden Sinn der Wähler" die auf ungarischer Seite gehofften Erfolge erzielen wird. Denn die Masse in Kroatien folgt, wie auf Kommando, dem Worte ihrer Führer und dem tief eingewurzelten Hasse gegen Ungarn, in dem ganze Geschlechter aufgewachsen sind. In Ungarn gibt es Priester, die aus den Geleisen der Jesuiten uud Bischöfe nicht einhergehen und trotzdem keine „stummen Hunde" sind, um M Isaias und Dr. Zwerger zu reden. Sie nehmen als muthige Mäuner sogar im Parlament das Wok. So hat unlängst der Priester Karl Bobory den Antrag gestellt, das ungarische Ministerium solle angewiesen werden, einen Gesetzentwurf über die Einziehung der geistlichen Sinekuren, der erledigten geistlichen Benefizien und der Kapitelstellen zu Schulzwecken einbringen. Das ist ein gesunder Antrag und der Priester, der ihn gestellt, verdient den Ehrennamen eines vernünftigen Mannes. Ob die ungarischen Minister diesem Antrage gegenüber die Rolle „stnmmer Hunde" spielen werden? Ausland. Die Kommentare der deutschen Blätter über v. Mühler's Entlassung und über seinen Nachfolger Falck enthalten nichts neues für uusere Leser. Der „Berliner Humor" spricht jetzt sein letztes Wort über den Sänger des „Grad' au» dem Wirthshaus" ... Als eine der letzten Tha-ten des frei gewordenen Mannes wird noch berichte^ daß er dem Frauenbesuch in den akademischen Vorlesungen durch deu Pedell ein jähes Ende bereitet hatte. Eine Maßregel, die, wie so manche anders einen unliebenswürdigen Gegensatz zu dem bildet«, was im Auslaude vorgiug, z. B- zu der weiblichen Frequenz der Züricher, der Edinbnrger Universität und deS Londoner Vuivsrsit^ vollste. Jedenfalls hätte es Herr Falck in der Hand, durch ErMchtung eiuer Fraueu-Akademie sich rasch die allgemeinsten Sympathie» zu erwerben. Im ReichSkan; leramt ist neuerding» die Frage über den Zeitpunkt der Einstellung der elsaß-lothrin gischen Rekruten in die deutsche Arme^ aus Anlaß der zahlreichen Petitionen, welche in dieser Angelegenheit aus den neuen Reichslanden in Berlin eingetroffen sind, berathen worden. D'aS Resultat dieser Berathungen wird als dahin gehend bezeichnet, daß schon im nächsten Herbst, wenn auch in beschränktem Umfangt, Aushebungen aus der Bevölkerung der neuen ReichSlande zur deutschen Armee erfolgen sollen. Kortsetznng in -er Beilage. wo wir zur bestimmten Stunde eintrasen und uusere Freunde aus dem Bahnhöfe begrüßten. Durch Herrn Fiedler erfuhren wir sogleich, daß in Folge der Bemühungen des Herrn von Monte-car bei Herrn v. Tomekovic auf seiner Besitzung Bozjacovina uahe bei Dugoselo eine Wolfsjagd arrangirt fei, wozu nicht weniger als 250 Treiber bestellt waren. Das Landgut liegt etwa zwei deut' sche Meilen von Agram entfernt in östlicher Rich-tMrg. Am 12. Nachmittags fuhren wir hinaus. Eine sehr schöne Grandchaussee, vou Pappeln eingefaßt, führt nach einer Fahrt von etwa 30 Minuten bei dem großen und prachtvolle» Park von Maximir hinaus, unter den Sehenswürdigkeiten die Perle Agrams. Die hohen, dicht bewaldeten Berge links bleiben immer in Sicht und rahmen die großen geschmackvolle» Anlagen wundcrvoll ein. Der Weg selbst bleibt in der Ebene und gleich hinter Maximir fängt dann eiuer der großen Wälder des Lande« an, die anschci-nend endlos sind, wie den» einer derselben von Agram bis »ach Scmli» verfolgt werden kann. Byron hat in feinem Mazeppa das eigenthümliche, Wüste und Weite dieser Waldungen zu beschreiben versucht. Selbst jetzt bei der großen Kälte lagerten Zigeuncr- banden in dünnen Zelten unter den kahlen Wald-bänmen, alte Weiber saßen »eben dem Fmer und kochten, halbnackte Kinder hockten auf der ge frornen Erde herum, kleine rauhe Pferde, an einen Baum gebunden, standen daneben, andere ans — der Weide! scharrte» mit den Hufen die Schneedecke weg und mußten sich mit den abgestorbenen Gräsern begnügen, die sie darnnter antrasen. — Als wir durch ein Kroatendorf fuhren, kam ein etwa 2'/zjühriger Junge ganz vergnügt zum Hause heraus und zwar barfuß und nur mit einem Hemde bekleidet. Da ich mehrere Beinkleider mitgenommen, so war ich schon dabei, meine kurze graue Jagdhose auszuziehen und sie dem Unglücklichen zum Geschenk zu mache», damit er wenigstens eine Be> kleidnng habe, allein mein Begleiter rieth ganz entschieden davon ab, indem er sagte, schon morgen würde der kleine Kerl ebenso wieder erscheinen. So hat es sein Vater, dessen Vater und der Urahn gemacht; cs ist eben die spartanische Erziehungöwcise des Kroate»! Es war dnnkel, als wir iu den Hof der Besitzung von Bozjacowina hinein fuhren. Die Mauern des Hauses siud vou derselben kolossale» Stärke wie die vom Schloß Zeverin. I» früheren Zeiten gebaut, wo die Türken »och nicht, wie jetzt, den TodeS-schlmnmer schliefe», mochte ihre furchtbare Nachbax-schast wohl eine fortifikatorische Bauart nothweMg machen. Herr von Tomekovic war 1848 Offizier in der »nzarische» RevolutionSarmee gewesen, mußte bei Vilagos kapitnlire», wurde von seinem Rang als Hanptmann degradirt und dann als gemeiner» Soldat in die österreichische Armee gesteckt, später wurde er zum Feldwebel ernannt, um eine au» Galizien herbeigeholte Bande faktischer Galgenstricke und Mörder — der eine der tkerle gestand freiwillig ein, auch ei» bische» gemordet zu haben, aber nur drei Mann — ci»;uexer;iere». Er hielt es unter diese» vortheilhaste» Bedingungen natürlich nicht lange ans, sondern entfloh »ach Deutschland; er wurde da»» später i» seinen Rang vollständig wieder eingesetzt und lebte »nn hier als Gutsbesitzer. Seiue liebenswürdige Fran, eine stattliche Erscheinung, ist ei»e Polin u»d lcidmschaftlichc Reiterin, wie man das bei den Damc» dieser Nation so häufig findet; eine elegante Kuust, die die Engländerinnen sich in hohem Grade angeeignet habe», und die leider von dem schönen Geschlecht unserer Nation noch immer vernachlässigt Beilage zum „vaibacher Tagblatt" Nr. Ein Pariser Korrespondent der „Köln. Ztg." entwirft ein gar trauriges Bilö von der gegenwär-ttgktt^age der f r anzösischen Hauptstadt. Täglich iWietzen eine Menge von Kleinhändlern ihre Ge-laMe, da sie nicht einmal die MiethL erschwingen onnen. Fortwährend veröffentlichen die Gerichts-alter lange Listen von Zahlungseinstellungen, und man bleibt woht stark unter der Wahrheit, wenn man sagt, daß die Hälfte der Kaufleute und Ge-Ichaftsleute am Bankerott steht. Was die Lage noch bedeutend verschlimmert, ist oer Umstand, daß fast gar kein Kredit mehr be- willigt wird. Unter diesen Umständen machte der Bericht des Herrn B uiss o n in der Nationalversammlung, «er auf dk Nichtrückkehr antrug, viel böses Blut, und die Stelle, wo derselbe sagt, „daß Paris zwar wert? ^ entschließen - ^ uoch mehr zu leiden," rief eine um so grö- p.re Erbitterung hervor, als der größte Theil derer, Herrn Buisfon zujauchzten, zu denen gehören, «che auch nicht die mindesten Opfer brachten, sich "ährend des Krieges in Sicherheit gebracht hatten dann nach demselben ihre Miethen und sonstigen Ausstände mit unerbittlicher Strenge eintrie-dtn und noch eintreiben. Das offiziöse serbische Blatt „Vidovdan" glaubt» m Anbetracht, daß das neue Jahr mit der Groß-Mrigwerdung des Fürsten Milan einen Ab-Ichnitt in der serbischen Geschichte bedeute, ein Programm aufstellen zu müssen. Es sei dies erstens »re Befestigung des fürstlichen Hauses Obrenovich, Elches, wie die Hohenzollern Preußen geschaffen »nd dadurch Deutschland hergestellt haben, durch ihr ^urslenthum Serbien die gesammte serbische Naton lhr altes Eigenthum im Orient wieder einführen >' zweitens eine liberale, fortschrittfreundliche, daneben starke, und unparteiische Regierung und drittens Verbesserung der staatswirthschaftlichen Beziehungen. Zur Tagesgeschichte. — In der „Ungar. Korr." begegnen wir einer interessanten Gegenüberstellung der Einnahmen in Ungarn seil dem JnSlebentreten des Dualismus und in der Bach'schen Periode. Nach dieser betrugen die Einnahmen seit dem Bestehen des parlamentarischen Ministeriums in Ungarn 1560—1570 Millionen, somit im Durchschnitt jährlich 336—340 Millionen. Diese Summe ist fast doppelt so groß, als jene Steuersumme, welche die österr. Regierung in den Jahren 1850—1860 in Ungarn einzunehmen vermochte. Diese Ziffern sprechen am deutlichsten für das konstitutionelle Prinzip, da sich in ihnen nicht bloS die Bereitwilligkeit, mit der dasselbe alle Staatslasten trägt, sondern der rapide Ausschwung der wirthschaftlichen Bewegung bleibt. Was man auch von den Polen als Nation denken mag, zwei große Tugenden sind ihnen in ihrem Unglück geblieben: Tapferkeit uud glühender Patriotismus, Eigenschaften, die die Frauen dieses Volkes vollkommen theilen. — In der Polriiverfol-gung von 1847 in Galizien ward der Bater der Fra» von Tomekovic bei Nacht und Nebel von einer bewaffneten Bande aus feiner Wohnung gezerrt, von Messerstichen durchbohrt und dann nackt ans einem Hanfe» Glasscherben hin- und her geschleift, bis die letzte Muskel anfgehört hatte, zu zucken. Das Gespräch, hier angelangt, nahm eine andere Wendung; es gibt gewisse Scheußlichkeiten, deren Grauen zn-rückbleibt, selbst wenn der Schatten eines Jahrhnn-derts darüber lagert. Am nächsten Morgen fandet« in den großen Wäldern der Ebene die WolfStreiben statt. Außer 25>0 Treibern hatten sich einige «iO Schützen eingestellt. Da cs an Schnee mangelte, ein llebelstand, der uns von Anfang an als der Jagd hinderlich bezeichnet wurde, so bestand das Resultat nnr darin, daß Herr Hauptmann Scheller einen Wolf und Brehin einen Fuchs schoß. Bier andere Wölfe brachen seitlich durch und konnten nicht wieder ein-getrieben werden. Die Zusammenkunft fand Abend« 16 vom 20. Jänner. ausdrückt. Wir wollen indeß auch die Rever-seite der Frage, die gesteigerten Ausgaben, nicht verschweigen, da doch Ungarn trotz dieser so immens gestiegenen Einnahmen konstant mit einem chronischen Defizit zu kämpfen hat. Der administrative Apparat, kurz der ganze Regierungs-Apparat ist, weil unabhängig, auch immens theuer geworden, was wir unseren nach staatlichen Sonderstellungen so lüsternen Natiönchen zur freundlichen Beachtung empfehlen möchten, unter gleichzeitigem Hinweise auf die Thatsache, daß in dem vielverlästerten Oesterreich die seit dem ersten parlamentarischen Ministerium rapid steigenden Einnahmen das früher chronische Defizit rein zur Mythe haben werden lassen. — Schulbildung in Oesterreich. Vor vier Jahren hat eine vom britischen Parlament nieder-gesetzte „Kommission des Schulwesens" über das Un-terrichtSwefen in Europa und Nordamerika Bericht erstattet. Drei Jahre hatte man Stoff gesammelt, der in zwanzig großen Bänden dem Parlamente gedruckt vorgelegt wurde. Fachmänner wurden entsendet. Am erfreulichsten waren die Resultate in Berlin und Hohen-zollern. Nur einzelne Kreise in Aktbaiern stehen hinter den anderen deutschen Ländern bedeutend zurück. In. Oesterreich drängt sich uns die Thatsache auf, daß die Schulbildung in dem vorwiegend deutschen Zis-leithanien verbreitet ist, und zwar in den zum ehemalige« deutschen Bunde gehörigen Ländern. Rehmen wir die Armee zum Maßstabe, so ergibt sich, daß von de» 1865 und 1866 eingestellten Rekruten des Schreibens kundig waren: In Niederösterreich 83 '/z Perz., Böhmen 60'/y Perz., Mähren 45^/, Perz., Schlesien 62 Vr Perz., u.irol 36 '/z Perz., Ungarn 25'^ Perz., Kroatien 13 Perz., Siebenbürgen 8^ Perz., Galizien 4'/z Perz., Krain 3'.'z Perz., Dalmatien 1'/, Perz. Me beschämend ist nicht diese Tabelle! Selbst Tirol übertrisft noch die östlichen Länder mit ihrer vorwiegend flavischen, magyarischen und walachischen Bevölkerung. — Ein czechischer K o l o n i st in Volhynien gibt im „Posel z Prahy" ein stellenweise sehr ergötzliches Bild der russischen Zustände. So schreibt er z. B. Uber die Schwierigkeiten beim Grundankauf und bei industriellen Unternehmungen: „Beim Ankauf eine» Grundstück- hat man zunächst eine große Arbeit, ehe man erfährt, wie viel Schulden darauf haften. Wenn in Folge dessen Konfusionen entstehen, wissen die ausgestellten Beamten selbst keinen Rath, weil sie die Gesetze nicht kennen. Diese Unkenntuiß der Gesetze hat hier schon viel Verwirrung bei Grundankäufen angerichtet, die Beschwerden häufen sich und den Beschwerdeführenden wird geantwortet: „Ihr hättet vorsichtiger sein sollen." Wenn der Friedensrichter einen Streit geschlichtet hat, muß der verlierende Theil durch die Polizei zur Erfüllung der ihm auferlegten Vel- in einem Banerichanfe statt, wo der genannte Gon-lasch und kroatischer Wein uns erwarteten. Ich selbst nahm nm 8 Uhr den Zug nach Agram und kam hier 0'/,Uhr an. —Die Herren Brehm, Ger-lich, Hermes und Baer setzten noch ändern Tags eine Jagd bei Kopreinitz fort, jedoch ohne Erfolg. Im Hotel «»gekommen, ließ ich mir die Speisekarte gebe», die auch hier im Wiener Deutsch erscheint, eine Sprache, ^ie der Norddeutsche ohne Lexikon nicht lesen kann. Schwäbisch mit Nockerl und ein halbes Gansel, Schöpsenschlegel und Kaiserfleisch waren mir unbekannte Größe», ich griff daher blind hinein nnd fuhr ganz gnt dabei. Bon den sonnigen Hügeln des schönen Kroa-tenlandes, wo der feurige Wein wächst, will ich mich nun verabschieden, und bringe meinen Dank seinen freundlichen Bewohnern und Bewohnerinnen dar, die sich in Freundschaftsbeweisen gegen uns überboten. Die reizenden Erscheinungen der letzteren und ihre dunklen Angen werden meiner Erinnerung noch lange in lieblichen Bildern vorschweben. Iliul tlis 8ucb a« Uivir l'urlrisl» »eikbbonrliooä I1»tb mmxlvtl witb tlwir l'olujd Mooct, Dark »s »bovo uu is tl»o pflichtung gezprungen werden und daS Urtheil bleibt monatelang liegen..............Wir Hab?« mit Mühe hier ein Brauhaus zu Stande, gebracht, indem wir 5000 Rubel auf Aktien aushrachien und 5000 schuldig blieben. E», war eine Komödie mit, diesem ersten und leider auch letzten Versuche, industrielle Unterueh, mungen hier einzuführen. Klugerweise hatten wir in den Aktien die Bedingung angebracht,, „daß Deutsche, Juden und Polen nicht das Recht Haben, Aktionäre zu sein." Wir dachten damjt die Russen anzulocken, und wie viele von ihnen sind beiMkten? Nicht ein einziger. Man hat uns Befreiung von allen Steuern versprochen, aber als wir zu bauen anfingen, kam der Akzise-Beamte und erklärte, daß wir von der Brauerei zwar keine Steuern, aber — Akzise zahlen müssen, und zwar 60 Rubel im voraus von jedW Gebräu. Dabei blieb es trotz aller Proteste." Lokal- uud Provinzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. Das krainische Bolksschulwesen iu offizieller Schönfärberei. Endlich brachte die gestrige „Laibacher Zeitung" in ihrem gewohnten Amtsstyl einen Artikel, der wie eine Entgegnung aussieht, auf die von uns aus der „D. Z." reproduzirten Korrespondenzen aus Laibach über das Schulwesen Krains. Vorerst ist es die hierorts neuerrichtete Leh-rerinnen-Bildungs-Anstalt, die man rein zu waschen versucht mit dem höchst unschuldigen Argument, daß „die bisher erzielten Unterrichtsresultate vollkommen genügen dürsten." Wir erlauben uns nur die höchst bescheidene Anfrage, wem denn diese Resultate genügen? Etwa Herrn „Prof." Lasar, der. noch immer in dem unglückseligen Wahne hinlebt, daß der Aeqnator eine gerade Linie und Gase Körper seien, an denen man nichts sehen kann? Meint der Verfasser des Artikels diesen Schiedsrichter, dann erkläre» wir uns allerdings offen vor aller Welt für geschlagen und streichen beschämt unsere Flagge — ja die Resultate können dann noch mehr als befriedigend sein, denn manche Schülerin durfte bereits die gefährliche Klippe derlei Preisfragen glücklich umschifft haben. Was die Remuncratio» des Turnlehrers anbelangt, so wird es wohl jedem unbefangenen Les^r sofort klar geworden sein, daß es sich nicht um die Remuneration handelte, sondern darum, daß em Lehrer für ein Fach bestellt wird, in dem er sich während seiner ganzen Lebenszeit noch nicht um^e-sehen hat. Gerade derlei Verhältnisse sind eS, die aufs entschiedenste gerügt werden müssen, wenn nicht alles auf den Kopf gestellt und das Unterrichts-wesen zur unbedentenden Nebensache herabsinken soll, von der es ganz gleichgiltig ist, wie, oder ob auch nur überhaupt für dieselbe gesorgt wird. Was den Austritt einiger Kandidatinnen anbelangt, so wird er auch von dem Verfasser besagten Artikels nicht geleugnet; daß die Gründe desselben auf alle möglichen Weise» beschöniget werden, scheint u»s so läppisch, daß wir darüber auch nicht ein Wort verlieren. Wir erlaube» uns aber bezüglich dieses Punktes noch eine zweite ganz bescheidene Frage: Was ist denn die Ursache, daß Schülerinnen der k. k. Leh-rerinnen-BildungSanstalt einzelne Fächer an derselben gqr nicht besuchen und sich dafür den Unterricht um theures Geld in Privatinstituten kaufen? Hst es je erhört worden, daß der Unterricht an einer Staatsanstalt so elend ist, daß er von den Schülern nicht besucht werden kann, trotzdem, daß er umsonst z» haben ist? Anbclangend dasjenige, was gegen den k. k. Landcöschulinspektor Dr. Jarz bemerkt wurde, wollen wir diesmal, um zu beweise», daß es »nS in dieser ernste» Angelegenheit durchaus nicht nm Persönlichkeiten zn thnn ist, nicht aus eigenen Quellen schöpfen, die uns zur Genüge zur Disposition stehen, sondern aus dem Organe des hohen LandeSschnlrathes selbst, auf das doch jeder ehrliche Slovene Stein und Bein schwört, Seite 394, Nr. 49 vom 6. Dezember 1871, bringt „Novice" den statistischen Ausweis über das Volksschulwesen vom I. 1871, wornach eS in Kram 259 Volksschulen, 187 Sonntagsschulen, 160 Obstzuchtschulen, 18 Bienenzuchtschulrn und 25 Seidenbauschulen gibt; davon sind 171 slooenisch, 56 slo-veni>ch-deutjch und 32 ganz deutsch. Seite 418, Nr. 52 vom 27. Dezember 1871, dringt nun.d ieselbige ,,'N ovice" eine Betrachtung über den oben angeführten Ausweis. Nachdem wir mit ganz besonderer Genugthuüng die Versicherung der Redaktion der „'Novice" vernehmen, daß jener erste Ausweis aus amtlichen Quellen pammt, lesen wir weiter. An der Anzahl der Volksschulen stößt sich der Verfasser dieses Artikels nicht, er setzt nur ein kaum sichlvareS Fragezeichen zu den 160 Ovstbauinschulen, obwohl man sich über die große, große Lüge von den 160 Ob>>baumschulen, den 18 Bienenzuchlschulen und den 25 Seidenbauschulen in Krain krank lachen könnte! Weiters aber folgen Beweise, die uns höchlichst ergötzen; vor allem beweist der Verfasser, dasz die Zahlen bezüglich des Nationalitätsverhättnisseö gänzlich falsch sind; ferner beweist der Verfasser, day, nicht uwa 5000 Kinder — nach den offiziösen Auswegen — ohne Schulunterricht sind, sondern 16000. „Lin Drittheil, ja ein Drittheil der Jugend gibt es," heißt es in dieser merkwürdigen 'Notiz, „im Alter von 6—14 Jahren, die keine Schule besuchen, wenigstens nicht die tägliche; höchstens, daß sie manchmal in die Sonntagöschule kommen; denn wenn," fährt diesmal „Novice" fort, „37.248 Kinder m die Schule gingen, müßten die Lehrer im Durchschnitt zu 130 Kinder in der Schule haben. Wir haben aber nach sichern Quellen ausgerechnet, daß jeder Lehrer bloS 90—100 Kinder zu unterrichten hat." — Auf diese Notiz in dem Organe des hohen k. k. Lan desichulratheö kam leine Berichtigung, obwohl wir lange darauf warteten, mithin sind wir gezwungen anzunehmen, daß der hohe k. k. LandeSschulrath etwa nicht in der La ge sei, dieselbe zu berichtigen. Ziffern sprechen! Wenn nun in den Ausweisen »IttVO Kinder als schulvesuchende figuriren, die in Wirklichkeit die Schule nicht besuchen, und der hohe k. k. LandeSschulrath un, dann mit der Entgegnung kommt, daß der Schwierigkeiten wegen „es allerdings möglich sein könnte, daß dir Ausweise hie und da lückenhast auöfielen, wodurch sich einige Differenzen ergeben," so können wir wahrlich nichts dafür, wenn die böse Welt 11000 nicht für „einige Differenzen" nimmt; jedenfalls aber wäre es Pflicht des hohen k. k. Landeöschnl-ralhes gewesen, in der Einleitung zu den statistischen Berichten zu bemerken, daß auch „einige Differenzen" Vorkommen, die bis 11000 hinaufreichen, eben nur um unliebsamen Kontroverien zu entgehen. O Statistik! Du herrlichste aller Wissenschaften, du Haft gezeigt, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen sich io mancher nichts träume» ließ; aber zu solchen Resultaten wie unser hohe k. k. LandeSjchnlraty kamst du noch nie. Anbelangend endlich die geschmähte slovenische Naturgeschichte (der Herr Vertheidiger will damit das Unrecht kennzeichnen, das die böse Welt — in diesem Falle die slovenische und nemökutarische -dem verkannten Genie deö Verfassers anthat), ver weisen wir nur aus die unvergleichliche Vogik, mit welcher die Verunglimpfnug der armen Naturge schichte gut gemacht werden soll; „dieselbe ist aller dings" heißt es, „seitens des k. k. Landeöschnlrathes als Schulbuch ni ch t geeignet befunden, jedochan-erkannt worden, daß sie von Lehrern beim naturgeschichllichen Unterrichte mit einigem Nutzen verwendet werden kann." Wer lacht da? Sehnlichst erwarten wir neue Anfklärungen von Seite des hohen k. k. Landesschulrathes, denn jedermann sieht ja ein, daß nicht wir, sondern die No-vicr „in ihrer teuflischen Bosheit" diese bitter-bösen Anschuldigungen gebar. Der kraiuische LandeSschulrath uud der pro-jektirle Laibacher Schulhausbau. ES ist gewiß am Platze, im gegenwärtigen Momente, wo sogar in einem offiziellen Beschwichtigungsartikel der „Laibacher Zeitung" das zwangsweise Vorgehen des Landes>chulrathes gegen die Stadtgemeinde bezüglich des Schulhausbaues als eines seiner verdienstlichsten Werke angerühmt wird, aus dasjenige zurüctznkommen, was vor nicht gar-langer Zeit über den nämlichen Gegenstand in dem „Moniteur" der Landesschulbehörde — als welchen wir, ohne einen Widerspruch von irgend einer Seite besorgen zu nküssen, mit vollem Fug und Recht die „Novice" bezeichnen können — zu lesen war. Als der Laibacher Gemeinderath zu Anfang des vorigen Jahres einen neuen Schulhausbau beschlossen hatte, bekrittelte „Novice" (Nr. 7, S. 54) jenen Beschluß in folgender Weise: „Wir erfahren aus den deut-„schen Zeitungen, daß der Gemeinderath die Absicht „hat, ein neues Gebäude für die städtische Volksschule zu erbauen. Das ist wohl leicht gesagt, aus „Kosten anderer! Wir übersehen es zwar nicht, daß „einige Schullokalitäten für die starke Anzahl der „Kinder zu klein sind, daß man daher für einzelne „Klassen mehr Raum benöthigt, allein wir wissen „auch, daß man ein Gebäude nur dann Herstellen „kann, wenn man Geld hat, sonst muß mau auf „billigere Auskunftsmittel denken, um geräumigere „Zimmer für die «schule zu beschaffen. Wer soll „nun die Neubaute bezahlen ? Wenn die deutschen „Herren am „rotovr" eine wohlgefüllte geheime „Kasse besitzen, so mögen sie es thun! — wenn sie „aber neue Steuern den Hausbesitzern aufzubürden „gedenken, so sagen wir ihnen, daß man schon jetzt „die Steuern kaum erträgt; so z. B. zahlen Hausherren, welche vor wenigen Jahren etliche 80 fl. „an Hauszinssteuer entrichteten, nunmehr viel über „200 fl. Solche Leute, wie Professor Pirker, können „leicht derartige Anträge stellen, allein keiner von „allen Herren im Rathhauö hat die Frage aufgeworfen: „Woher das Geld nehmen?" Als sodann im Juli v. I. vom Gemeinderathe die Ausnahme eines LotterieanlehenS im Betrage von einer Million Gulden, und im Falle als diese. Projekt abgelehnt würde, die Steigerung des Zinö-kreuzers, und zwar letztere ausschließlich zum Zwecke des Schulhausbaues beschlossen wurde, that „Novice" folgenden perfiden Ausspruch: „Die deutschen Herren „am „rot.ovL" beabsichtigen den Ziuskrenzer zn erhöhen und eine Schuld im Betrage von einer Million auszunehmen. Wer erstere zu zahlen hat, das „wissen wir, wer aber letzteres bcschassen wird, weiß „nur unser Herrgott allein." Zur Vervollständigung der Haltung der beiden maßgebenden Landeöjchul-räthe Dr. Bleiweis und Dr. Eosta in dieser Frage verdient noch folgendes beigefügt zu werden: Als die Gemeinde sich an den LandeSansschuß um Erwirkung eines Landesgesetzeö wegen Ausnahme des Millionanlehens, eventuell wegeu Zinskreuzer-Er-höhung wandte» wurde im Landeöausschusse die Befürwortung deö Aulehenöprojettes beim Landtage einstimmig beschlossen, Dr. Eosta arbeitete die diesbezügliche Vorlage aus, dagegen erklärten sich Dr. Cosla und Dr. Bleiweis gegen jede Erhöhung deö ZinskreuzerS. Jene Landtagövorlage gelangte jedoch merkwürdiger Weife erst in der vorletzten Sitzung zur Verhandlung, sie wurde einstweilen dem Finanzauö Ichusfe zugewiesen, welcher zwei ?age später ans nichtssagenden Gründen die Ablehnung des An« leheiiS beantragte. Dieser ablehnende Antrag wurde vom Landtage — an dem sich die Minorität nicht betheiligte — einstimmig angenommen und eö sand der Berichterstatter der befürwortenden Vorlage des Landesausschusses, Dr. Eosta, eö nicht einmal der Mühe werlh, zur Vertheidiguug feiner Vorlage das Wort zu ergreifen. Und eben jene Herren dekretiren nunmehr eine Umlage auf die Stadt Laibach, wodurch die Hausherren noch viel empfindlicher ge troffen werben sollen, als das bei dem ersten even tueUeii Anträge dsö Gemeiiiderathes der Fall ge wesen wäre. Ja nach den Versicherungen der offiziösen Feder in der „Laibacher Zeitung" ist da-Projekt deö Schulhausbaues nicht ein freiwilliger Akt der Stadtgemeinde,, sondern eine der großen Thaten — des krainischen Landesschnlrathes. — (Unterrichtssprache in der Real schule.) Die „Wiener Zeitung" bringt solgende Anzeige : Der Realschuldireküon in Laibach wurde bereit-am 13. December 1871 vom hohen Unterrichtsministerium ausgetragen, den Einiritt in die deutsche oder in die slovenische Parallelabtheilung der ersten und zweiten Klasse, unter Voraussetzung der erforderlichen Befähigung, vollständig dem freien Willen der Ellern oder Eltern-Stellverlreter von Schülern anheimzugeben und bezüglich der höheren Klassen den Unterricht der slovenischen Sprache nur sltr jene Schüler als obligatorisch zu behandeln, deren Eltern oder Eltern-Stellvertreter sich nicht im entgegengesetzten Sinne ausgesprochen haben. Auch wurde veranlaßt, daß beiden Verfügungen die erforderliche Publizität gegeben werbe. — (Bürgerkränzchen.) Wie bekannt, findet am morgigen zweiten Bürgerlränzchen die Gewinnst-verlosung statt; es können daher von jenen, die sich an dem Kränzchen nicht zu beiheiligen gedenken, nur mehr heute zu dieser Ziehung Lose gelöst werden. Wie wir hören, wird die Verlosung während der Raftstunde, selbstverständlich in Gegenwart des Publikums, vorgenommen und die Gewinnste den ganzen Äbenv hindurch zur Besichligung ausgestellt werden. — (Ehr ist baumseier.) Morgen Sonntag den 21. Jänner findet um 4 Uhr Nachmittags im Üli-sabeih-Kmderspilale, wie alljährlich, die Christbaum« seier statt. Der VerwaliungSraih des wohlthätigen JnstiiuteS ladet alle Freunde der Kinderwelt, insbesondere die Gründerinnen und Schutzdamen sowie die Wohlihäter desselben zu diesem Feste höflichst ein. — (Gefundene Sachen.) In der Stadt wurden 2 große Schlüffel und in der LattermannS-allee ein goldener Siegelring mit Stein gesunden. Die Verlustträger wollen sich VieSsallS beim hiesigen Stadi» Magistrale melden. — (Lack oder Predil?) Ein karntnerischrr Industrieller beleuchtete diese Berkehrsfrage wie folgt: „Vor einigen Tagen entsendete die Stadt Villach eine Deputation nach Wien, um für den Vau der Eisenbahn über den Predil nach Triest zu Petition»«». Man würde aber irren, zu glaube», daß dies die Stimme und der Wunsch des ganzen Lande« Kärnteu sei. Die kärntnerische Handels- und Äewerbekammer, deren rastlosem Bemühen es zu danken ist, daß die Kärnwer.Pusterthaler-Bahn auSgebaut, und die Rudolfsbahn ins Leben gerufen wurde, hält sich zwar zurück unb schweigt noch. So viel ist aber ganz gewiß, baß dieselbe der Prebillinie nie das Wort rebele. In dem Streite ob Ponteba- oder Predillinie, befürwortete sie erstere, nahm aber die Predillinie als eine von der Regierung beschlossene Thatfache hin, und knüpste bloS die Bedingung daran, daß man wenigstens sogleich zu bauen ausange. Inzwischen ist e»>e neue ^'inie aufgetaucht unb tritt mit voller Berechtigung immer mehr in den Vordergrund. Dies ist die Lm»e LaunSdorf'KühnSbors in Kärnten über den Seedcrg »ach Lack in Krain nnd von dort nach Triest. Diese Linie bietet Bortheile, die bei der Predillinie verloren gehen. Eine weitläufigere Auseinandersetzung derselben vermeidend, fei bloß erwähnt, daß Trieft einen zweiien Bahnhof bei Servola gegenüber dem Südbahnhof, unabhängig von diesem, bekäme, der auch günstig siluirt wäre für eine Bah» nach Istrien. Diese Lime würde weniger koste», wäre schneller auSgeführt und ist unter allen Linien die kürzeste, wenn man statt Lack-Seederg die um 3—4 Meilen kürzere Variante Lack-Neumarkil-Klagensurt in Aussicht nähme. Damit wäre erreicht, was das Land Kärnten »nmer anstredte, eine von der Südbahn unabhängige und dabei kürzeste Verbiuduug von Valentin bis zum Meere. Auch Strategen eifern sehr gegen die Predillinie und ziehen jene von Lack der erstereu vor. Hier sei blos erwähnt, daß der verstorbene General Welden in seinem Buche „die Kriege der Oesterreicher gegen die Franzosen in den Jahren 1813 — 1814," welche er als GeneralstabS-Offizier mit-machte, den Satz aufstelltc, daß derjenige, welcher den r.otbl inne habe, Herr der Situation sei. Die Kosten der Predillinie sind nahezu ermittelt, sic gehen in das ungeheuere. Jene Kosten einer Linie Klagenfurt-Neu-marktl-Lack-Triest sind noch nicht festgestellt, werden aber ebenfalls viele Millionen beanspruchen, jedoch mit Hinblick auf die orograsischen Verhältnisse immerhin weniger als die Predilbahn. In beiden Fallen könnten die Mittel nur von einem großen Staate mit gefestigtem Organismus beansprucht werden, da ein Konglomerat nur von lose zusammenhängenden Ländern sie me zu leisten im Stande wäre. Dies mögen sich die Herren Föderalisten südlich der Karavanken gesagt M ^ssen, die nur durch den Gesammtstaat in den -Weltverkehr cingereiht wurden und es immer mehr wodurch sich einerseits ihre volkswirthschastlichen Zustande heben, sie anderseits aber dem großen Strome °e» Kulturlebens folgen müssen, von dem sie sich heute noch lostrennen möchten. — (Erfroren.) Am 13. d. M. Früh ist der 69jähr. Florian Polanc auS Trebnjagorica, HauS-Nr. 12 in der Nähe von Znojile erfroren aufgefunden Worden. — (AuS Görz,) 14. Jänner schreibt man der „Novice" : Unsere Ackerbauschule ist endlich organisirt und wenn etwas bedauerlich ist, so ist e« der Mangel einer unteren Abtheilung an derselben. Diesem Mangel hat der wackere Professor PovZe, Lehrer an der Ackerbauschule abgeholfen, indem er den Landleuten der Umgebung von Görz, in den Räumen der Ackerbaufchule in slovenifcher Sprache jeden Sonntag um 10 Uhr Vormittag unentgeltlichen Unterricht ertheilt. Während bei dem ersten Bortrage des Herrn Professors Povße uur 10 Bauern als Zuhörer anwesend waren, hat sich ihre Zahl bis hente bereits auf 50 vermehrt, welche stets unter Aeußerungen des DankeS die Vorträge des wackeren Professors Povße verlassen. Ein wirklich sehr nachahmenSwerthes Beispiel. Während in Görz vor einigen Jahren noch keine Zeitung erschien, erscheinen jetzt in den zwei Druckereien der Stadt Görz sieben Journale, und zwar zwei slovenifche: „Soka" und „GoSpodarSki list," letztere» Organ der Landwirth-schaftSgrfellfchaft, dann vier italienisch-: „Jl Goriziano," „L'Jsonzo," e Msmorie" und „die Mitthei- lungen der Seidenbauversuchsstation" in italienischer, sowie auch in deutscher Sprache. — (Schlußverhandlung.) Am nächsten Montag beginnt bei dem hiesigen LandeSgerichte vor einem Fünsrichterkollegium die Schlußverhandlung gegen Dr. Valentin Preuz, Advokat in Kramburg, wegen Verbrechen des Betruges unter Einbeziehung der Verhandlung gegen Karl Dollar, wegen Uebertretung dcS Betrug«. Den Vorsitz führt LGR. Rome, die Staatsbehörde vertritt St.-A.-S. Kokevar. — (Theater.) Die in Folge plötzlich eingetretener Erkrankung Frau Paulmanii's, sür grstcrn eingesckobene Vorstellung : „Die Waise aus Lowood" verschaffte uns einen recht anqenebmcn Abend, welchen wir in erster Linie dem vorzüglickm, -spiele Frl. »rägcl's (Jane Eyre, und nächst ihm dein de« Herrn Puls (Rochesier) zu verdanken hatten. Die beiden Genannten erfreuten sich von Seite des Publikums auch der verdienten Anerkennung und wurden nach jedem Aktschlüsse wiederholt und stürmisch gerufen. Auch ffr. Leo (Mistreß Reed), wie Frl Langhof (Mistreß Judith) wirkten in anerkeiinenswerther Weise mit und erwarben sich einen wesentlichen Antheil an der im Ganzen sehr zufriedenstellenden Vorstellung. — Das Haus war nur schwach besucht. Literarisches. Für die Msdenwelt. Am Jahresbeginn wollen wir nicht unterlassen, uuscre schöne» Leserinnen ans ein Blatt -»isinerksam ru machen, das den »leisten nntkr ihnen aller-dings schon bekannt sein dilrste. Es ist dies die „Moden-welt." diese vortresslichc „illnstrirte Zeitung für Toilette »nd Handarbeiten," welche laugst eine niicnibehrliche Frenttdm und Raihgeberin in Hundcrttausexdc» vo» Familien geworden. Die diesjährige NeujahrL Nummer wird mit einer kurze», klaren Ueberstcht über die neuen Moden eröffnet. Vom bequeme» Morgeiirock bis zu den Bedürfnissen deS Ball Aiijugeö ist aus Stenge hübscher Einzelheiten — Taillen, Berthen. Gilrtel, Mäntelchen rc. Bedacht genoni-inen, besonders noch siir eine schöne Auswabt von Kr«ge», «ermelu uud «ravaleu gesorgt, welche durch Beisügung von schwollen Mustern siir die bekannte irische »nd »och zwei »euere Arten der gediegene» Spihenarbeit besviiders wer», voll werden. Line Jagdtasche und Gamasche, Börse, vteise- . kappe und -Decke beweisen, daß die Modenwelt auch die > j „herr"lichen Mitglieder der Familie nicht vergißt; der kleinen und kleinsten gedenkt sie in hervorragender Weise mit i Trag- und Lauskleidchen, Lätzchen, Mänteln nnd Kostümen; ^ »nd für die Heranwachsende Jugend bekundet ein praktischer ! Geradehalter die mütterliche Fürsorge der allzeit freundlichen Beratherin. Abonnements (zum Preise von 75 kr. ö W. — bei Franko-Postversendnng in Oesterreich-Ungarn 1 fl. 5 kr. ö. W. — pro Quartal, mit vierteljährlich neun großen kolorirten Modenkupfern 1 fl. 50 kr. ö. Sb. — bei Franko-Postversendnng I fl. 90 kr. ö. W. — pro Quartal) werden jederzeit bei allen Buchhandlungen nnd Postämtern an.ie nommen. Eiilgcserrdet. Tagesordnung der hiesigen Unter realschnle: Donnerstag den 18. d. Ferialtag: Freitag den 19. Vormittag Unterricht, Nachmittag Beichie ; Samstag den 20. Vormittag Kommunion, Nachmittag Unterricht; Sonntag den 21. Ferialtag. Wie soll es da mit der Wissenschaft vorwärts gehen ? — Um Antwort ersncht_________ein Familiknvnter. Angekommeue Fremde. Am 19. Jänner. Klef»»»«. Klaue, Kfm., Kanischa. — Süß, Wien. — Raic, Oberingenieur, Triest. — Wozniakowsk», Wien. — Gorjnp, Triest. — Carlo Angeli, Cloz. Knanß, Geschäftsmann, Kärnten. — Hok, Wien. — Feigel, Kfm., Böhmen. — Lang, Gastgebern________ Telegramme. (Orig.-Telegr. des „Laib. Tagblatt.") Paris, L« Jänner. Die Nationalversammlung bat entgegen dem Dermitt-lnngSantrage Barthe's, die Rohmaterialiensteuer prinzipiell anzunehincn, den Antrag Feray'S, dieselbe zu rcserviren, mit S7V gegen 307 Stimmen angenommen, obschon sich Thierö für den Antrag Barthe's erklärte. Diese Abstimmung erregte außerordentliche Sensation in Paris. CS geht daS Gerücht, Thiers wolle sich zurückziehen. Schon fand ein außerordentlicher Ministerrath statt. Wien, 19. Jänner. Im Agramer Landtage verlas der Banus ein königliches Reskript, worin betont wird, daß im Hinblick auf die im September stattgefundene Manifestation von Landtagsmitglie-dern und die darin negirte Legalität des Ausgleichsgesetzes von diesem Landtage kein gedeihliches Wirken zu erwarten ist, weshalb derselbe für aufgelöst erklärt wird. Wiener Börse vom IS. Jänner. ^perc. Rente, öN.Vav. dto. dto. öft.in Silb. is io io vrämienlch. ». 1884 tzteiermarl zu 5 pH«, lärmen, Sri»» a. «üstentand b , Illgarn. . ,ub . »roat. n. Ela». 5 . kiebendürg. . » . Ware! Geld 85.- Geld ________ «z.lv «».ro^Oeff. H?»oth.-Ba-r. e von I8S4 . . . ^9 — IU«i. e von 18«v, gan,e IM— IV« 25 eütch..Ses. ,u50«gr. ll4.L0 e vor l8«n. yünft. lL6.ro iri.ü»! dl-. Lvns 8 pLt. »so.- I5l.- 151 25 Rordd. (looft. CM.> 105.25 Sieb..«.(»ovfl.°.w.> SL.SV Kattonaldont . . Union - Lank . , tirrditanftalt . . K. ö. SSc-mPte Bei üugto-österr. Lank Oen. Bodencred.-L. 9«.— »l — l «5. -5 »e-! 80.25 8l — 83.50 84.— 17.50 78.— ^ - 88S - 885.— . S»7. - M.S5 Ware 85.50 H4.75 rsr.-105,50 83.— 138.-l»S — 85.75 lvS.8« S4S.K» IV05 lvl5. 348.50 S48.- »87.-289 -fj ^ Etaat«bahn pr. Stück l»l.50 StaatSb. pr. Et. I8>,7 1S5.— «udotf»d.«> ff. TM. . >20.50 dto. iv fi. ö.W. .! 58. Oest. Hypoth.-Bank 1? Steter. «»compt.-«k. svü. ^ -^o,38.^Wm ',chgra, ,o Franko - «ustria »ais. Ferd.-Nordb. Süt-dahu-B-lclll». -ail. Elisabeths Bahi jkarl-Ludwig-Bahn Siebend. Eisenbahn StaatSbahn. . . rais. yraaz-Iosef-b.. süufk.-Barcser Hsöld fftum. Bahn . Nation, ö.W. verloSd. ^Ntj. Bod.^Lreditanfi ÜÜg.öft.Bod.ULredtt. »to. »u 2 25. 2230 AAAin LI 4.20 214.5V 247. 248.— 263.75 L64. -174.- 180.— 413.— 4,4.-207.50 208.-181.— 18L.— 185.- ,8«.- 40 fl. ö.W. 3r.— 40 l 41 -40 ^ ! 27.50 40 , I 37.50 31.50 21.50 22 -14.- 14.50 Rudolf-stlft. LOö.w. VooL,sL(SMou.) LugSb. 100fl. südd.LV.! V7.— Franks. 100 fl. ^ ! 97.L5 London 10 Pf. bterl. 115.20 Paris 100 yrancS . 44.80 99.— 121.50 60.-33 -43 -29 - 38.50 32.- 22.50 23 16. 15 50 97.10 97.35 115 30 44.85 54) 5.50 9.14» i,.,5 1. r I 172. 114. >114.25 89 50 90.-ttair.Münz-Ducaten. 88.50 90.— 20-KrancSkÜS . . 106. !w6.50>3ereinsrhaler . . 87.—j 87.50j Silber Telegrafischer Wechselkurs vom 20 Jänner. Sperz. Rente österr. Papier «i3. —. — 5perz. Rent, l>sterr. Silber 73.—. — 186t)er StaatSanleben >0!) —. — Bankaktien 881. - Kreditaktten 35l.8<>. - London ll5 30 — Silber ll4 25 - jk. k. MUnz-Dukaten ü.47. — Na-poleonSd'or L.lü. Lusverkauf >v'6x6n xav-iliolisr ^.nkla88uiio- msinss niicl Lssonäerk LnrusmxsöUen ftir SLui»«»»! sin noek gut a88ortirtes I^Lger äsr nonesteu nnä löwsten Ittumen- unll Ni aut-kri»n/6 30 kerr. unter äem kreise. delcanm -8pitren sortirt äas neueste in »Ilen Breiten. 8eiüen- null in »Ilen Urbsn und HuLlitLten. I'oult äe unä 4^tla88e in »Ilsn kardon, s.u, tl seluilg geselmitten. Vüll i»nxlai8e, ', nn6r, klLtt, kbwst x63tiekL Un6 mit eedt OIuv^- uaä Lr^88l6r-8pit26ii-^ii8a.t2. 6v8ti<;kl6 Lvineir öc Vatist- Xnskltr- unä LinsatL-Ltreiksn LntK-vKMe», selir gesebnlLclivnII aus ^Volle, kreis n ^ ^NP0N8 »U8 vei88 81>iitinx, sedr eleznnt »usxekertixt Vlivtlor «kn« MUt, nur neuester kaxon unä bester ljn:üitLt. (ÄMeIi«n8, 1 nm- rrvu-Vüelier, Lrinnli„8, k<»88-Iiimrriu Ke ete. ete. (20—4) Z5mmtIieIiS8 2ö 30 ?ere. unter äsm?rei8. HocbLelituuxsvoll 6.1. Aöckl. ^ ------ coiiiM peicns Witttning. Laibach, 20. Jänner. Trübe, Höheunebel, regnerisch. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- 1.0", Nachm. 2 Ulr -j- 3.0° 6. (1871 4- 5.0°; 1870 -j- 0.5"). Barometer 728.72 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -j- 0.8", um 2.8° über dem Normale. Der gestrige Niederschlag 6.80 Millimeter. Verstorbene. Den 19 Jänner. Valentin Zustersic, Meßner, alt 67 Jahre, im Zivilspital an knenwonik senesti'g. Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich dem verehrten p. t. Publikum die Anzeige z» machen, das; er hieselbst eine Zuckerbäckerei im Eggenberger'Hause, Kundschaftsplatz, etablirt hat' und selbe morgen Lonntag den 21. Jänner eröffnen wird. Für solide und schnelle Bedienung wie nicht minder sür Waare von bester Güte wird gewissenhaft Sorge getragen, und sieht recht zahlreichem Zuspruch entgegen achtungsvoll l39) üä. Sinter. Feuerspritzen jeder Größe, mit nnd ohne Schlanckworrichrung, zn I verschiedenen Preisen und für Gemeinden mit der! 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