Nl. 140. Donnerstag, 23. Juni 1898. Jahrgang 117. Aibllcher Zeitung 'H"«"«t<°nSpreiö: Mit Post versend»,..,: ganzjährig fl. l 5. 'awMr» l. ?50 In C°^ M"» sl. li. l,albMl>ria f! 5-50 Mr die Zustellung ins Haus ganzjährig !. 1. - InseltlonSyebUr: Für """e I>„„^ M zu 4 Zeilen 85 lr grühere per «eile t! fr,: bes öfteren W.edevholungen per Ze»e 3 lr. Die «Laib, ^»g,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Abmlnlftratlon befindet sich Congrejsplatz Nr, 2, die Nedaction Aarinherzlgergasse Nr, ll», Tprechstunden der Nedattiu» von « dis ll Uhr vor» mittags, llnfranlierle Vrirfe werden nicht angenommen, Manuscript« nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. g. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben auf ^rund eines vom Minister des kaiserlichen uud kömg-'?en Hauses und des Acußcru erstatteten allerunter-^"lgsten Vortrages init Allerhöchster Entschließung Mn 26. Mai d. I. den Consul Marcell Cseh von ^ent-Kätolua in Rustschuk zum Generalconsul ü"Mer Classe hnldreichst zu ernennen sowie die Be-Hung des Consuls Emil Edlen von Hirsch zur ">!u„g des Consulates in Singapore und des Consuls l?n 7" Lippert von Granberg zur Leitung des gen kt ^ '" Philippopel allergnädigst zu genehmigen All ?""e k. und k. Apostolische Majestät haben mit «""höchster Entschließung vom 26. Mai d. I. den "consul,, Felix Marua.'.ski in Constantinopel ^ Hector di Rosa in Nisch das Nitterlreuz des "'"^Josef-Ordens huldreichst zu verleiheu geruht. All. ^""e k. und k. Apostolische Majestät haben mit u rhochster Entschließung vom 12. Juni d. I. Dr Flnauzrathe der Finanz-Procuratur u, Prag ^ Franz Weisel das Rittertrenz des Franz-Iosef- e»s allergnädigst zu verleihen geruht. All-^me k. und k. Apostolische Majestät haben mit Nächster Entschließung vom 17. Juni d. I. dem „..^''uugs-Nevidentcn des oberlandesgcrichtlichen Nech-de, Departements in Graz Oskar Rath taxfrei »is ""b Charakter eines Rechnungsrathes aller-"W zu verleihen geruht. 3tuber m. p. Verordnung des k. k. Finauzmiuisteriums vom ^ 20. Juni 1898, bchj!, ^'^ den Monat Juli 1898 das Aufgeld ' . '" wird, welches bei Verwendung von Silber '"l Mahlung der Zollgebürcn zu entrichten ist. 25 iw !t ^ezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom "chln. 1882 (N. G. Bl. Nr. 47) wird im Einver-^ '" nut dem königl. ungarischen Finanziuinisterlum für ? Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes uud de„j sen Monat Juni 1898 festgesetzt, dass in Und ^ s fällen, in welchen bei Zahlung von Zöllen statt k^tckren, dann bei Sicherstellung von Zöllen lonli.n>. .^°ldes Silberlnüuzen zur Verwendung entriß "" Aufgeld von 19 5 pCt. in Silber zu 'hlen ist. Kaizl m. p. Der Iustizministcr hat versetzt: die Gcrichtsadjuncten: Max Dirnböck in Leibnitz nach Graz, Alois Heb re in Adelsberg nach Nadmanusdorf, Dr. Theobald Edlen von Fritsch in Voitsberg nach Villach nnd Dr. Anton Hochen burger in Hartberg nach Leibnitz; ferner ernannt: zu Gerichtsadjuncten die Aufcultauten: Dr. Karl Hal lava nya von Radoici«! für Oleisdorf, Dr. Heinrich Aschbacher für Voitsberg, Anton Mladic' für Adelsberg, Dr. Josef Mischitz für Hartberg uud Richard Puza für Fürstenfeld. Nichtamtlicher Theil. Verställdigmlgsvelsllche. Das «Präger Abendblatt» verzeichnet die mit immer größerer Bestimmtheit auftretende Nachricht, dass zwischen den Vertretern der deutschen und böhmischen Bevölkerung neuerliche Verständigungs-versuche bevorständen, die in erster Linie bezwecken sollen, das Parlament wieder arbeitsfähig zu machen. Das Blatt sagt, man sollte erwarten, dass eine derartige Meldung bei einer sich ihrer Aufgabe bewussten Publicistik »ur sympathischen Wiederhall finden werde. Denn wie im politischen, so auch im nationalen Leben kann der Sieg nicht Endzweck, sondern nur Mittel zum Frieden sein. Der anzubahnenden Verständigung müsse eine Art Waffenstillstand, und vor allem müssen Berathungen beider Parteien, beziehungsweise ihrer Vollmachtträger, behufs Feststellung der Präliminarien vorausgehen. Dies sei so logisch, so natürlich, dass nur Unverstand oder sinnlose Leidenschaft gegen einen derartigen Vorschlag ankämpfen könnte. Leider zeigt sich diese finnlose Leidenschaft bei einem namhaften Theile der Provinzpresse bereits jetzt, wo es sich noch um eine bloße Anregung handelt, zu der die Vertreter der Bevölkerung bisher noch nicht einmal Stellung genommen haben. Mit kaum noch zu überbietender Anmaßung unterfangen sich gewisfe Publicisten nicht bloß, den gesammten Mandataren des Volkes für ihr Verhalten Befehle zu ertheilen, fondern ihnen geradezu zu drohen, falls sie, ihrer patriotischen Einsicht folgend, sich zur Theilnahme an zwanglosen Besprechungen über die Möglichkeit einer Verständiguug m der Sprachenfrage entschließen sollten. Ist das nicht der nackte Terrorismus? Man mag über die Zweckmäßigkeit der Idee, mittels persönlicher Aussprache der beiderseitigen Vertreter den Weg zur Annäherung der beiden Volksstämme in Böhmen zu suchen, wie immer denken! Man mag über die Chancen eines solchen Gedankenaustausches von Volk zu Volk welche Meinung immer haben, so gebietet doch, abgesehen von allen patriotischen Bewegungen, schon die einfachste Rücksicht auf die Entschließungsfreiheit der verantwortlichen Wortführer des Volkes, uicht mit läppischer Hand in die Action einzugreifeu, die kaum aus den, Stadium der ersteu Anregung herausgetreten ist. Die Cabiuetslrise in Franlreich. Zur Geschichte der Cabinetskrise in Frankreich wird der 'P. C., aus Paris geschriebe«: Durch die Demission des Cabinets HMiue hatte sich die parlamentarische Lage, wie allgemein erkannt wurde, sehr uuklar gestaltet. Herr Meiine hatte sich verpflichtet gehalten, seine Demission zu geben, trotzdem er mit einer kleinen Majorität ein Votum erhalten hatte, das seine Politik billigte. Allein diese Majorität schien ihm nicht genügend, um mit ihr neuen Kämpfen die Stirne zn bieten, umsoweniger als ihm die Kammer eine unannehmbare Bedingung auferlegt hatte, indem sie ihn verpflichtete, sich auf eiuc ausschließlich republikanische Majorität zu stützen. Es schien, als ob die Kammer einander geradezu widersprechende Meinungen ausgesprochen hätte, und angesichts dieser Verwirrnng konnte sich eigentlich jede Partei als die siegende betrachten und für sich auch die Früchte des Sieges begehren. Aus diesen, Stande der Dinge ergab sich, dass zwei verschiedene Combinationen möglich waren. Wollte man sich darauf stützen, dass Herr Miline ein Vertrauensvotum erhalten hat, so tonnte man den Schluss ziehen, dass es in der Kammer eine neue Majorität gebe, welche die Absicht habe, ein Cabinet mit gleichen, Programme, wie das Meines, zu unterstützen und in diesem Falle wäre einem ge^ mäßigten Republikaner — etwa Herrn Charles Dupuy die Aufgabe zugefallen, ein Cabinet ohue die Mitwirkung der Radkaleu zu bilden. Allein, wenn man anderseits die Abstimmung in Erwäguug zog, durch welche die Majorität in der Kammer ihren Willen dahin kundgegeben hatte, dass die Regierung sich nur auf die Republilauer zu stützen habe, so schien angesichts der Thatsache, dass keine Partei für sich allein die genügende Stärke hatte, um ohne Allianzen die Regierung zu führen, die Bildung eines Cabinets der Concentration unausweichlich. Für diefe Lösung hatte sich der Präsident der Republik, Herr Faure, von Beginn an entschlossen. Er betraute zuerst Ribot mit der Aufgabe, in dieier Richtuug einen Versuch zu machen. Allein dieser scheiterte an den Forderungen der radicalcn Partei, welche die Mehrheit der Porte« Feuilleton. *'" Vrief des Fürstbischofs Thomas Chröu. lvürdi^ ^wiegte Historiker, der gegenwärtige hoch-Tchu Fürstbischof von Seckau (Graz) Dr. Leopold Viert* ^ ^ soeben ein vielseitig hochinteressantes schick^ ^« Desfentlichkeit übergeben, nämlich die Gc-giiiwel ^ c?^ens und Wirkens eines seiner Vor. ChalafH dem bischöflichen Stuhle von Seckau, das (1548 bi?"d bes Fürstbischofs Martin Brenuer lNatoriick ^^' der nach den Stürmen der refor-lnarl kn 's Bewegung die Rekatholisierung der Steier-Groh^"Weführt hat. In diesem Buche, das in ""hana ,, c!" leiten Text mit 16 Seiten Urkunden-Eteierma'?'5^' ""d zugleich eine Zeitgeschichte der 9"stvolle ce >^M, von der sich die mamchafte und ll! acht»» A""""9 des ausgezeichneten Kirchenfürsten so da Z Wettender Gestalt plastisch vollendet abhebt, Martin w ^^" um Schritt meinen, Fürstbischof das uns? lebendig unter uns, in diesem Buche, ^^oi^ unugste Interessengemeinschaft der damals ^ st^O'schof Martin Brenner. Ein Charakterbild aus ^Mstrr ^N' Reformlltionsgcschichte von Dr. Leopold lÄ "nil z. >t"sch°f vu" Seckau. Mit dem Porträt Brenners 'H Äiu,?/ 5.b" Tteiermart. Hraz und Leipzig. Aerlag von l"s -Uuchl)üMl,uu (I- Mryerhoss) 1«i1«. in einem Verwaltungskörper fowie zu gemeinsamer Abwehr des gemeinsamen Feindes — der Türken — vereinigten innerösterreichischen Lande auf mehr denn einer Seite vor das geistige Auge bringt, und daher, wie für die Landesgeschichte Krams, so auch für die Geschichte unserer Adelsfamilien, der Auersperge, Lamberge, Khisel, Porcia, Rauber u. s. w. u. s. w. die wichtigsten Beiträge liefert, weshalb es für jeden Fachmann, aber auch für jeden Freund unserer heimatlichen Geschichte von unabweisbarem Belange ist, in diesen, epochalen Werke begegnen wir unter anderem auch eiuem bisher unbekannten Beitrage zur Biographie unseres Laibacher Fürstbischofs Thomas Chrön, des congeuialen Zeitgenossen Martin Brenners, einem Briefe, den unser Kircheufürst — der ja betauntlich Hierlands gleichzeitig die Rekatholisierung durchgeführt — beim Hlnfcheiden des Fürstbischofs Martin nach Graz gerichtet hat. Diefcs Schreiben unseres Thomas Chröu wollen wir mm hier ausheben, weil, um mit den Worten des gelehrten Verfassers des Buches Dr. Leopold Schuster zu sprechen, «ein Bischof in seinem Wirten wohl am besten von einem Bischof beurtheilt werden taun, besundeis wenn dieser an uud für sich ferne-stehend unter ähnlichen Verhältnissen thätig ist»; «deshalb — schließt Dr. Schuster — können wir es nicht unterlassen, noch die Worte des großen Reformators von Kram Thomas Chröu anznsühn'n.» Und mm folgt der Brief Chröns au Bischof Iako< der also «Ich habe Deine» Brief erhalten, der zwar traungen Inhaltes war, aber doch in mir wunder-jame Gefühle erregte; denn unser gemeinsamer Vater ist gestorben und hat uns eine unnennbare Liebe uud Sehnsucht hinterlassen wegen seiner wunderbare,, und nachahmungswürdigeu Tugeuden. Da aber ein solcher Tod nur der Anfang eines neuen Lebens und der Aufflug lu das jenseitige himmlische Vaterland ist so ist unser guter Hirt und frommer Vater von uns nur geschieden, um für seine Arbeiten von, gerechten Richter nnd obersten Hirte» Jesus Christus die Krone der Seligkeit zu empfangen, den Nachfolgern aber zum Muster zu dlcneu und gleichsam eine Leuchte zu seiu m diesem duutlen Orte der Verbannung. Jetzt üud m Ewigkeit wird seiu Andenken nicht weichen von den Menschen. Immer war vor meinen Augen und wird meineni Geiste vorschweben der vielgenannte edle Vater Marti» von Scckau. der wie eine kostbare Perle wie ein glänzender Edelstein uuter den Priestern leuchtete Christus wird ihm nun den guten Antheil geben i» der Gemeinschaft uud Vergeltung der Gerechten Amen! Amen! Es gefchehe! Es gefchehe! Ich habe ,chon in meiner Kathedrale das Todten-Officium ae-feiert uud auch den anderen Priesteru der Diöeese dasselbe aufgetragen. Am siebenten und dreißigsten Tage wlrd dleM' Feier in Oberburg und Lainach Laibacher Zeitung Nr. 140. 1146 23. Juni 1898. feuilles für sich verlangte. Der Präsident glaubte trotz dieses Misserfolges nicht an der Politik der Versöhnung der verschiedenen republikanischen Gruppen des Parlaments verzweifeln zu sollen und betraute nunmehr Herrn Sarrien, den Vizepräsidenten der Kammer und ehemaligen Minister des Innern im Cabinet Bourgeois, mit der Bildung des neuen Ministeriums. Eine Vorbedingung für den Erfolg dieser Combination war, dass die gemäßigten Republikaner Herrn Sarrien ihre Unterstützung nicht versagen. Diese Unterstützuug hängt aber wesentlich vom politischen Programme des neuen Cabiuets ab. Es war klar, dass die Frage der Verfassungsrevision beseitigt und ür die Lösung der Frage der globalen Einkommen-teuer eine Formel gefuudeu werden musste. Uuter !)iesen Bedingungen hat der Versuch Sarriens Aussicht auf Erfolg. Eiu auf dieser Basis aufgerichtetes Cabiuet darf auch die Hoffnuug hegeu, dass es nicht vor Auflösung des Parlaments gestürzt werden wird. Politische Uebersicht. Laibach. 22. Juni. Am 20. d. nachmittags fand im Ministerraths-Präsidium unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grasen Thun ein längerer Ministerrath statt. Am 20. d. mittags empfieng Seine Ma jestät der Kaiser den Minister des Aeußern Grafen Goluchowski, den Reichs - Finanzminister von Kallay und den Ministerpräsidenten Grafen Thun. Wie die «Reichswehr» berichtet, wird der niederösterreichische Landtag Freitag, den I.Iuli, zu eiuer kurzen Sessiou einberufen werden. Die identischen Noten, welche die Propositionen der österreichisch-ungarischen Bank an die Regierungen in der Frage der Verwaltung der staatlichen Goldbestände enthalten, sind, wie das «Fremdenblatt» berichtet, am letzten Freitag den beiden Finanz-Ministern zugegaugeu. Im Lanfe dieser Woche dürften zwischen den beiden Negierungen noch die letzten Vereinbarungen hinsichtlich des Golddicnstes stattfinden. Anknüpfend an die jüngsten Auslassungen des «Glas Crnogorca» wendet sich das «Fremdenblatt» in scharfen Worten gegen die genannte Zeitung, die sich herausnimmt, bei Publicationen österreichisch-nngarischer Blätter, die ihm nicht genehm sind, offi-ciüsen Urspruug anzudeuten und von perfiden Herausforderungen aus Wieu und Budapest zu sprechen und sagt, der Inhalt dieser Auslassungen sei einer Widerlegung nicht wert, der Ton des fürstlichen Organes aber erheische eine entschiedene Zurechtweisung; so freche Insinuationen stehen einem sich officiell geberdenden Blatte einer Regierung nicht zu, welche an die Wohlthaten Oesterreich-Ungarns vielfach appelliert hat und demselben viel zu danken hat; sie sind nicht nur eiu schlechter Dank für die vergangenen Wohlthaten, sondern anch übel gewählte Mittel, nm in Zukunft ähnlicher Wohlthaten theilhaftig zu werden. Das «Fremdenblatt» glaubt, eiu ruhiger Politiker werde der österreichisch-ungarischen Regierung die Geschmacklosigkeit nicht zutrauen, gegen ein Land wie Montenegro einen Zeitungstricg insceniert zn haben, nichtsdestoweniger sollte sich ein Blatt wie der «Glas Crno-gorca» in seiner ungeschickten Polemik gegen die ö'stcr-reichisch-uugarische Regierung inacht nehmen. In Italien ist die Ministcrkrise noch nicht beendet. Den Blättern »Meffagero» und «Don Chisciotte» zufolge würde Köuig Humbert den Präsidenten des Rechnungshofes Senator Finali mit der Bildung des neuen Cabinets betrauen. Der Koni hatte im Laufe des vorgestrigen Tages mehrfache Besprechungen mit ihm. — Präsident Biaucieri berief die Kammer für den 24. Juni ein. Das euglische Unterhaus nahm die Finanzbill in dritter Lesung mit 159 gegen 89 Stimmen an. Der Kanzler der Schatzkammer Sir M. Hicks - Beach erklärte, seines Erachtens würde das Marineprogramm keine neue Erhöhung mit sich bringen. Aus Madrid meldet die Age nee Fabra: Die K a m m e r wird ihre Sitzungen nächsten Montag vertagen. Dann soll der Finanzminister seine Demission geben. Einigen Blättern zufolge wäre es möglich, dafs Ministerpräsident Sagasta dann auch demissionieren würde, wenn es sich zeigte, dass er das Vertrauen der Königin-Negentin nicht mehr besitze. Infolge dessen ist die Regierung entschlossen, mit großer Energie vorzugehen. Der Präsident der Kammer lehnte die Einbringung eines ihn ehrenden Antrages in der Kammer ab. Wie man aus Belgrad meldet, wird die Regierung der am 29. d. in Nisch zusammentretenden Stupschtina 32 Gesetzesvorlagen uuter-breiten. Nach den bisherigen Dispositionen wird König Alexander gegen Ende der Woche nach Nisch abreisen, während die Minister sich in der nächsten Woche dahin begeben dürften. Nach einer ausSalonichi zugehenden Meldung soll seitens des Valis von Scutari constatiert wuiden fein, dass die am Aufruhr betheiligten christlichen Albanesen mit neuartigen Gewehren, die ihnen aus Montenegro geliefert worden wären, ausgerüstet seien. Es sollen sich gegen 2400 Präcisiollsgcwehre in den Händen der Albanesen befinden. Nach Privatberichten aus Vera na sollen während der Unruhen 31 Dörfer ein Raub der Flamme» geworden sein. Die etwa U000 Seelen zählende Bevölkerung dieser Ortschaften fei furchtbarer Noth verfallen. Seit dem Abend des 18. d. M. habe kein weiterer Kampf bei Bera na stattgefnnden, jedoch dauere die Erregnng fort. Im Vilajet Koffowo ist, obgleich auch dort hochgradige Erreguug herrsche, die materielle Ruhe bisher in größerem Umfange nicht gestört worden. Nichtsdestoweniger sei eine Verstärkung der dortigen Garnisonen in Aussicht genommen, und zwar sollen sechs Tabors aus dem Bereiche des Adriauopeler Corpsgebietes dahin dirigiert werden. Der Sultan hat aus seinen eigenen Mitteln zur Entschädigung der Opfer der Unruhen in Albanien einen namhaften Betrag angewiesen, dessen Vertheilung der dahin entsendete Specialcommiffär Saab Edin Pascha vornehmen wird. Zwischen vier Cabinetten wurde ein Einvernehmen bezüglich der provisorischen Verwaltung Kretas vereinbart. Diese erfolgt durch einen Commissar der Nationalversammlung unter der Oberaufsicht der Admirale, welche außerdem das bisherige Hafenregime beibehalten. Die unterbrochenen Verhandlungen zwifchen Russlaud uud der Türkei bezüglich der Kriegsentschädigung wurden wieder aufgenommen. Aus Washington wird vom 21. d. M. ge« meldet: Die Senatscommission znr Berathung des Nicaragua-Canal'Projectes nahm den Bericht über die Canallianvorlagen, welcher von den bisherigen Projecten wesentlich abweicht, an. Die Vorlage bestimmt in der Hauptsache, dass der Canalban dnrch die Vereinigten Staaten zu erfolgen und dass d^ ganze Baucapital von den Vereinigten Staaten uvr nonnnen zu werden hat. _______ ^ Tagesneuigleiten. Seine Majestät der Kaiser in Druck a« del Leitha. ... Seine Majestät derKaiser inspirierte das b^"'!^ hercegoviuische Infanterieregiment Nr. 1 und das 6"° '" bataillon Nr. 21. Nach der Besichtigung der ^ .^ ließ der Monarch zunächst das Feldjägerbatailloil tau,^ Gcfechtsexercitieu vornehmen und drückte darüber on Zufriedenheit aus. Die taktischen Exercierudungc ^ 1. Bataillons des bosnisch-hercegovinischen^l'ia"^ regiments fanden die besondere Auerkemmng Sr. ^' des Kaisers, welcher der Mannschaft in kroatischer^^, zurief: «Sehr gut habt ihr eure Sache ge""^.' bosnisch-hercegovmische Bataillone führte» "da"» spanueude Gefechtsübung gegen das FeldM"'""" ^ durch. Die beiderseitigen Operationen fanden M ^ Zufriedenheit Sr. Majestät des Kaisers, welcher oen ^ sammelten Officierscorps seine Anerkennung ausdrückte. Besonders ehrenvolle Mer«. ^. und Lob wurde dem Divisions - Artilleriereg'mem,^ zutheil, welches trotz mehrfacher Hmocrmssc m M Trab die Ersteigung des Spitalberg.es durchfuym- ^ Nach erfolgter Inspicieruug der Truppen vcg Se. Majestät der Kaiser, gefolgt vou dm ou^ ^ tigsteu Herren Erzherzogen Franz F^'dlna ^ Otto, sowie einer großen Suite unter begMenn tioneu nach dem Hoflagcr. . h hü' Veteranen, freiwillige Feuerwehr, Vereme m ,^. Schuljugend der Stadt Aruck a. d. Leitha b'ldeun "^^ Im Hoflager hatten sich die Gemeindevertretung or Brück a. d. Leitha, mit dein Bürgermeister an "" .s ^n die Obmäuner der an der Spalierbildung ""^ ^ Vereine, die Geistlichkeit, sowie sämmtliche 5-taa ^ der in Vruck befindlichen Aemter zur ^^"M u^ ., gesunde». Nach einer kurzen Aufprache des Vmg" .^., dautte Se. Majestät der Kaiser demselben l" or ^,^ lichen Empfang und fügte hinzu: <""l)ren0 ,^ Jahre, in denen Er zu wiederholtenma cu "'^. ^^^^^ stets eiue angenehme Erinnerung au dasselve m u ^.„ zu haben.» Auch die anderen zur Begrüßung "^ Gäste wurden mit Ansprachen ausgezeichuct. ^. Seme Majestät der Kaiser geruhte l"^ ^, spräche bei der Tafel zu halten: «Der h"'"^ ^.M sonders herzliche Empfang gibt mir Aulass, "'"'^ ^'"dc Ausdruck zu geben über das seit vielen 3"^"" " > ^ vortreffliche uud ungetrübte Verhältnis s"'Ager be-hiesigen Bewohnern uuo deu zahlreichen, das ,^^ nutzenden Abtheilungen aller Theile der ^ ^ ^. Macht. Ueberzeugt von dem Fortbestehe» dMes, ^ ^., patriotische Gesmmmg der Einwohner gcgr"' ^ ^ freulichen Einvernehmens leere ich mein <-> Aitha-' Wohl der Gemeinden diesseits uud je"s"ts °" ^scl Nach dem Diner hielt Seme Majestät ocr ^ Cercle. Ueber Ersuchen des Seine Majestät die Zustimmung, die ^ueru^ ^ ^, rede iu den Gemciudeu des Wiesclburger ^on" ^^ placatieren. Die Ansprache Seiner Majestät ^' „,,d wird demnach im ganzen Wieselburger ^"'V ^„er-noch heute iu der Stadt Vruck a. d. Lcltha ou^ anschlage veröffentlicht werden. - (KrönunglfeVe^Die K^f^I Königin Wilhelmine der Niederlaude N"""'.^ „cue" Bestimmungen zufolge, am 6. Septembcrd^^,^' stattfinden; denn das ist eine Gnade, die der werte Vater mit Recht von uns hoffeu darf.»* Es erübrigt mm uach Aushebung diefes deu Schreiber wie den Tiefbetrauerten gleich ehrenden Schreibens an dieser Stelle, an der wir damit die Beziehungen des, wie man sieht, über die grüne Steier-mart hinaus interessanten trefflichen Buches zu unserer engeren Heimat anzudeuteu versuchten, auf die mannigfachen Vorzüge des monumentalen Geschichtswerkes hinzuweisen. Des Fürstbischofs Dr. Schuster Biographie Martin Brenners zeichnet sich nämlich in erster Linie durch große Objectivität — nnd dies namentlich auch betreffs der kirchlichen Zustände vor der Reformation ^- dann durch gewifsenhafte Vorführung und Behandlung der Quellen, durch Wärme und Würde der Darstellung, durch vornehme Einfachheit und Schönheit der Sprache ganz besonders aus, es vereinigt demnach alle Vorzüge eines sowohl den Fachmann wie den Laien vollständig befriedigenden und, was gleichsam verdient hervorgehoben zu werden, auch für die Allgemeinheit lesbaren Geschichtsbuches, das dazu bestimmt erscheint, seinem Helden — und das war Fürstbischof Martin Brenner im edelsten Sinne des Wortes — ein Denkmal zu setzen ^r« poronnui»! — Die Ausstattung des Buches ist eine, dem Inhalte entsprechend, windige! ? v. li. »MmuNN "°" "' """"'^ "" ""' Stauer Zer Grauln vorn Kolöe. Nonlllu von vrmanos Gandor. (42. Fortsetzung) «Sie werden beleidigend, mein Herr!» sagte Braun, der seine Kaltblütigkeit wieder gewonnen hatte und nun entschieden Herr der Situation war, gemessen. «Ich will deshalb nicht weiter mit Ihueu streiteu. Die Gerichte mögen entscheiden, ob es sich nnserseits um eine Erpressung oder um wohl berechtigte und begründete Ansprüche handelt.» «Wie viel verlangen Sie denn?» fragte Graf Gilkas ungeduldig. «Ich bin allenfalls bereit, Ihrer Tochter einige taufend Guldeu für deu ausgestandenen Schreck und das Aufgebeu der Illusion, Gräfin Raczenzi zu werdeu, zu fchenken. Freiwillig thne ich das, denn von berechtigten Ansprüchen kann natürlich leine Rede sein.» «Ich betrachte unsere Unterreduug als beendet!» erwiderte Braun stolz. «Wir wollen die Entscheiduug dem Gericht überlassen. Erkennt dasselbe unsere Ansprüche als unberechtigt an, so bescheiden wir uns reiwillig und verlangen auch uicht einen Kreuzer geschenkt von Ihnen. Das ist mein letztes Wort. Damit Punktum!» Graf Gilkas griff nach seinem Hute, den er bei seinem Einlritte vorhin anf den Tisch geworfen hatte. Aber in dem Moment, als er sich znm Gehen wandte, uhr es ihm durch deu Kopf, dass es doch vielleicht > > "'«^'ü^>»3!!??-^ü?!__!____________ .. diesen rathsamer sei, gütliche de' Leuteu anzuknüpfen nnd ste 5«'" ^^ aM^ .^.„t-Affaire zu verpflichten, als die Gefch'chte m d e ^ ,^ liclM zu zerren und die Welt wieder emM^,, die Excentricität eines Raczenzi lachen zu '"^ <^> M dass die Leute wirklich ihre vermeintlichen ^^,^^ Gericht auszufechten suchen würden da"" s ^,,-er keinen Augenblick, nnd die zahllosen P""N^ ^, lichen Genres in den letzten Jahren h""' „yc Evidenz bewiesen, dass die Richter Nestel's 'eyl'^ ^,, Ansichten von den Pflichten ^ verlas ene Braut hegten. Auf alle Falle aber' ,,^ Scandal vermieden werden, dass em R^ hanpt in solche Angelegenheit verwickelt wuro ^„ <.ln-0i>iciu(! ««-mä^us« sich wieder einmal uoc Raczenzi lustig machte. . ,,.,?. f^ate del «Was fordern Sie denn eigentlich?' !"-> Graf stirnrunzelnd. , ., ...., f,,,Z nü^'" «Ich fordere eine den Verhaltmfse i d'^^.. Grafen entfprechende Entschädigung ur me " ^ erwiderte Braun, «eine halbe Million Gulden- Graf Gilkas lachte wüthend auf. A.sche»- «Ueber einen allzureichlichen Mang l "N ^ ,e denheit verfügen Sie sicher nicht!' "^v" >< ^rM halbe Million Gulden? Ich glaube, Sie ,'"" ^ ^""'«Ich glaube, dass das Gericht das Wo^ ^ Grafen Raczenzi womöglich «o« h'her ^^ habe gegnete Braun trocken. «Wir werden sehen < ^ ^aibacher Zeitung Nr. 140. N47 23. Juni 1898. A" zu Amsterdam statt. Ihre Majestäten König "Mm und Königin Charlotte von Württemberg werden j, >Mer kön. Hoheit Prinzessin Pauline an dieser Feier ^ "nehmen. Seme kön. Hoheit Prinz Albrecht von he., "l. Regent von Braunschweig, und die groß-' zogUche Familie von Sachseu-Weimar haben gleichfalls ^ Erscheinen zugesagt. niein^ (Saatenstand Mitte Juni.) Im allge-n,an? '""' ^le Witteruug ini Juni günstig und machte sink-" Schaden gut. Die Erutehoffnungeu im Roggen is" emigermaßcn beeinträchtigt. Eine gute Mittelernte zu "'""tbar. In Aöhmen lind Galiziell sind die Saaten dor?/"M' doch liegen aus Galizien auch Klagen b ^2" l" zu'neist die zweite Haue. Hier wie in brand '"ch 'lt die Culturarbcit fast beendet. Wurzel-leren "' ^hmen bemerkbar. Weinstock steht in der mitt-Leiber Ü ^'"' ^l)eil uoch iu der südlichen Zone in Blüte. Glndp ^^^be vielfach in der regnerischen Zeit statthaben «v ^ ^"^ s'ch die Erute-Aussichteu verringert loch - ''"chtsdesiowenigcr ist der Stand der Weingärten ^inende?"" ^""^3 "nd der Traubellansatz eiu befrie- lllufT' .großes Unglück beim Stapel-2l d V""s Schiffes.) In Blackwall fand am ^W,ei/V ' Stapellauf des Kreuzers «Albion» in An-t>er ^ " "'s Herzogs von Yor, statt. Die Tanfe nahm glittV^^on Vork vor. Als das Schiff in den Fluss dass' hi > f.!"chtc dasselbe eine so große Wasserverdrängung, große,, Nl „ ^^ Zuschauer errichtete Tribülle von einer ^"sser ^c? ^^'ckt und uugcfähr 300 Personen in das "ufgesm^leudert wurden. Bisher wurden zehn Leichen ^tso»«.. "' Man befürchtet, dass mindestens fünfzig ^ ^ prunken seien. >«lt 8 strike.) Aus Gablonz wird berichtet: Der Meifer » " ^ I- dauernde Strike der Krystallglas- """walk ^ von Vtorchenstern aus auf deu gauzell !" Tlefe,s ' ^rk ausgedehnt, trotzdem die am 20. Juni Hch de, ^ Wttgefnndeue Versammlung der Genossen-^gesiM ^ "Istallwaren-Erzeuger die von den Arbeitern !'""' dier s ^lniniallöhne angenommen und lediglich !°rbert ^"^"ägigcn Aufschub für das Iukrafttreten ge-!^"'der <^' Seit 21. Juni früh ziehen Grnppen ^strite,^ ^^"fer ä" den Schleifmühlen, um die . ^. 35" zur Einstellnng der Arbeit zu veranlassen, n MisHpw be" Rade im Löwenkäfig.) Der ^"iade ."'"^hrer Bertiil wettete lnit seinem Frcnnde . "l Lüw « ^ "' es wagen wollte, auf dem Rade in Mlte zur ^^'3 einige Evolutionen ausznführen. Man k "l lit n^"6""g der seltsamen Wette die Menagerie >"'e" Jen. Nertiu erschien in Gegenwart einer ^ageriÄ7^"'"U'ngc zu Rad im Löwentäsig. Der >^^ucntzer Hiu,m begleitete ihn. Zuerst machte der vieren '""H, '" "einer Wohllung noch länger in-^ «Icl> lassen!. ^slir lnm-^3/ Minen hunderttausend Gulden geben. ' H 3gien ^" Tochter sich verpflichten, nie wieder ,. !°lNlnen """Haupt nicht wieder nach Oesterreich '"'hm. ^ >agte der Graf nach kurzem Ueberlegcn ü? Nlein)^ I" schwören!» ergänzte Braun. «Das »t. ^,r Achter nicht thun! Wenn sie Ihnen verbell Ihn n d^""b Ihres Sohnes zu verzichten, so ^>> beba.. 3^"^". Was die Entschädigung an-Z"en nieil, s?/^ ""s »»einer Forderung. Ich will > sich/"'letztes Wort sagen, Herr Graf. Besinnen tz> ich Ä t>?"^ drei Tage verstreichen lassen, j/ "'ich (5« ^"?e erhebe. Jetzt aber entschuldigen ien!> ^ drangt mich, nach meinem Kinde zu ö." einen'^".chten Verbeugung gegen den Grafen tz.,M »iu,.„ "^'lU rückwärts und verschwand hinter "lire" "^ von einem Nebengemach trennenden ^'slUl/^^lkas blieb uichts anderes übrig, als sich ^i/^t" 3^"^ der Fiaker, der ihn her-su»?r. jh ' /us der Graf einstieg, befahl er dem 5l Ä di, N )" Mariahilferstraße zu fahren ' w^', be^ >. ""^""ng seines Rechtsauwalts, ^l<> ie ps !^no. >>' ^^wl V!?"mbiniert hatte, traf er denAdvo-^di. ^»l)u.n. ^"l^sUlnden längst vorüber waren. ^"gen. "9 an und wurde sofort von diesem lVorlsehung solgt.) waghalsige Neilnfahrer einige Runbell durch den Käfig nnd blieb dann plötzlich dicht vor einem der Löwen stehen. Das schien vou eiuem anderen Löwen übel auf-genommen zu werden, denn er sträubte seine Mähne uud machte ernstlich Miene, sich auf Bertin zu werfen. Aber der Menageriebesitzcr hielt die Bestie ill respectvoller Eut-feruung, bis der Radfahrer den Käfig verlassen hatte. Bertin that dies mit einiger Beschleunigung und erklärte nachträglich, die Löwe» seien ihm so groß wie Ochfen erschienen lind er habe nicht mehr die geringste Lnst, das Kunststück nochmals auszuführen. — (Ein Riesenluftschiff aus Alumini ll m) wird gegenwärtig für die Luftschiffergeseüschaft in Sau Francisco gebaut. Es soll eine Länge von 195 und eine Breite von 60 Fuß erhalten und wird ohne Zweifel das größte Lnftschiff seiner Art sein. Der cylindrischc Theil, der eigentliche Rumpf, wird 100 Fuß Länge und 35 Fllß im Durchmesser haben, er läuft in zwei kegelförmige Spitzen aus, die mit den» Rumpfe noch besonders verbunden sind. Der ganze Körper ist ans einzelnen Aluminiumftlatten von nnr einem halben Millimeter Dicke zusammengesetzt, die untereinander durch, Aluminiumnieten verbunden sind. Das Luftschiff wird, durch einen Gasolin-Motor mit zwei Kolben, der 300 Umdrehungen in der Minute erzeugt, betrieben sein uud ebenso wie die Wellen und die an diesen angebrachteil Schraubcuflügel aus Aluminium bestehen, cmch die Steuervorrichtung wird aus demselben Metall hergestellt werden. Hoffentlich hat diefes Aluminium - Luftschiff eiu besseres Schicksal, als das des verstorbenen Ingenieurs 5 Schwarz, das bei seiner ersten Versuchsfahrt in Berliu ill Trümmer gieng. Local- und Prouinzial-Nachrichten. * (Loyalitätskundgebung.) Die Lehrerschaft des politischen Bezirkes Rudolfswrct hat am 22. d. M. j eine Vorfeier anlässlich des Regiernngsjnbiläums Seiuer^ k und t. APostolischeu Majestät veranstaltet und ! einer Loyalitätslundgebung im telegraphischen Wege durch !das Laudespräsidium Ausdruck gegeben. > , * (Eröffnungsfeier der Wasserleitung in Tschernembl.) Zur Eriimcrung au das fünfzig-, jährige Regierungsjubiläum Seiner k. und k. Apostolischen ! Majestät des Kaisers Franz Josef 1. wird, wie^ man uus aus Tschernembl mittheilt, am 11. Juli d. I. die Wasserleitung feierlich eröffnet werden. __ (Staats-Subvention.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das t. k. Miuisterium sür Eultus und !uuterricht zur Förderung der mit Volksschulen verbundenen laudwirtschastlicheu Lehrcnrsc uud Schulgärten ^in Kram eine Subvention von 300 st. bewilligt. —<>. > — (Entscheidung.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat der Verwaltnngsgcrichtshof die Eut-!scheidnng getroffen, dass bei Reconstructionsbautel, an ^ Kirchcngebäudcn bei Nichtcinigung der Coucurrcnzfactoren ' für die Form uud deu Umfang der Herstellungen sowie für die Leistungspflicht des Patrons der bisherige Bestand maßgebend ist. -^o. __ (Festversa m mlu ng der marrani- schen Herren-Congregation.) Am nächsten Sonntag, den 26. Juni, veranstaltet die marianische Hcrren-Eongrcgation in Laibach um 7 Uhr abends in der St. Iosefstapelle (Elifabcthstraße) eine Festversammlung, zu welcher Seme Gnaden der hochwürdigste Herr Fürst-bischof Dr. Antoll Ieglic sein Erscheinen gütigst zu-gesagt, uud Hochwürdigstderselbe selbst die Festansprache halten wird. Die mariauischc Herren-Congregation lädt die Herren Laibachs zu dieser Versammlung freundlichst cm. c- ^. Post» liegt uns das 11. Quartal vor; dasselbe enthält wieder eine Reihe dem jugendlichen Fassungsvermögen angepasstcr belehrender nud unterhaltender Artikel, Erzählungen, Humoresken uud Märchen sowie Gedichte mit hübschen Illustrationen, kurzweilige Anekdoten, Räthsel lc. Ferner 24 Seiten Mnsitbeilagcn, bestehend aus melodiösen Klavierstücken, Liedern mit Clavierbegleituug und Duos für Clavier und Violine. Wir haben nnsere Leser schon öfter ails diese vortreffliche, mit Geschick redigierte Iugend-zeitschrist ausmcrkfam gemacht und empfehlen sie den Eltern mnsikalisch beanlagter Kinder sowie Lehrern und Lehrerinnen heute angelegentlich aufs ueue. Der Verleger Karl Grüninger in Stuttgart vcrseudet Gratis-Probennmmcrn franco znr Ansicht. Die im Verlage von Karl Grüninger in Stuttgart erfcheineudc illustrierte Familienzcitschrift «Echo vom Gebirge» wird mit Recht das Lieblingsblatt der Zitherspicler genannt. Das Blatt, das die Interessen des Zithcrspiels vertritt, ist sehr hübsch ausgestattet und bringt nebelt belehrenden musitgeschichtlichen nnd mnfik-pädagogifchen Artikeln Beurtheilungen neu erfchicnener Zitherstückc, auch Unterhaltendes ill Form von spannenden Erzählungen und Humoresken, Räthsel :c., ferner Concertberichte und Concertprogramme, welche über die Thätigkeit in Kreisen von Zithcrspiclern orientieren. — Jede Nnmmer enthält wertvolle Mnsikbeilagen. (Preis 1 M. ^0 Pf. vierteljährlich.) Probennmmcrn versendet die Verlagsbuchhandlung Karl Grüuinger in Stnttgart gebi'lrenfrei. Der Knnstwar t. Heransgcber Fcrd. Avcnarius Verlag Georg D. W. Callwey, München (vierteljährlich M. 2.50, das einzelne Heft 50 Pf.) Heft 1« enthält: Grabreden. — Mufikphantome. — Ueber Knnstpslege im Mittelstände. lV. Vun Panl Schnltze - Nanmbnrg. — Schtttzgcdankeu nnd Schntzgesiihle. Von Karl O. Erdmanu. ^ Lose Blätter: Friedrich 'Nietzsches Gedichte. — Vom Tage (Chronik). Neueste Nachrichten. Seine Majestät der Kaiser in Brück an der Leitlia. (Original Telegramm.) Brück a. d. Leitha, 22. Juni. Die Bevölkerung brachte Seiner Majestät dem Kaiser um 7 Uhr früh eine herzliche Ovation zum Abschiede dar. Seine Majestät der Kaiser drückte der Gemeindevertretung gegenüber seine Freude für die neuerliche Huldigung aus nnd dankte herzlich. Bei der heutigen Inspizierung des bosnisch-hercegovinischen Inf.-Neg. Nr. 4, des 1. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 61, des Husaren-Regiments Nr. 15 und des Uhlancn-Regimcnts Nr. 1 drückte Sc. Majestät der Kaiser seine volle Zufriedenheit aus. Nachdem die Uebungen beendet waren, ritt Se. Majestät der Kaiser mit der Suite zum Bahnhöfe, woselbst die Spitzen der österreichischen und ungarischen Behörden sich eingefunden hatten, und reiste nach herzlicher Verabschiedung nach Wien zurück. Wien, 22. Juni. Seine Majestät der K aiser traf um 10 Uhr vormittags aus Brück a. d. Leitha wieder hier ein. __________ Ein Eommuniqm» über Aomarow. (Oiiginal«Ielegramm,1 Wien, 22. Juni. Das «Fremdenblatt» enthält folgendes Comuiuiliquö: Die höchst taktlofe Rede des Generals Komarow beschäftigt heute die gesammte öffentliche Meinung in Oesterreich. Wir haben unsere Ansicht darüber bereits dargelegt und wollen noch hinzufügen, dass der Redacteur Koinarow durchaus nicht als der berufene Vertreter dcr öffentlichen Meinnng jenes Landes gelten kann, fondern sammt seinem Blatte in den maßgebenden Kreisen Russlands die gründlichste Miss-achtung genießt. Dem genannten General wurde übrigens, wie wir ans sicherer Quelle erfahren, von behördlicher Seite nicht nur der Mifsbrauch der Uniform vorgehalten, sondern es wurde ihm auch sofort nach dem Bekanntwerden feiner Rede fehr deutlich bemerkt, dass ein Fremder, Bürger eines befreundeten Reiches, es sich herausnimmt, derlei Reden in einem Lande zu halten, wo nationale Gegcnfätze herrschen und wo daher naturgemäß solche Aeußerungen den Charakter einer beabsichtigten Störung des Friedens annehmen. «Herr Koinarow hat es lediglich der traditionellen österreichischen Gastfreundschaft zu danken, dafs gegen ihn nicht noch ganz anders vorgegangen wnrde und dass er noch innerhalb der schwarz-gelben Grcnzpfähle verweilt.» Es steht zu erwarten, dafs er während dieses Aufenthaltes die Geduld der Behörden nicht auf eine weitere Probe stellen wird, da ihm sonst die Zeit seines Aufenthaltes entschieden gekürzt werden würde. Die Unruhen in Westgalijien. (Original Telegramm,) Lemberg, 22. Juni. In den Bezirken Gorlice, Iaslo und Strzyzow herrscht vollständigeRuhe. Aus Iaslo wird telegraphiert, dass die Gemeindevorsteher dieses Bezirkes sich massenhaft melden und versichern, dass die Ruhe auch künftighin aufrechterhalten bleiben werde. Auch vcrsicheru sie, dass die durch eine strafwürdige Agitation hervorgerufene Bewegung neuerdings die besseren Schichten der Bevölkerung mit sich gerissen habe, welche die Ausschreitungen der unreifen Burschen verdammen. __________ Oabinetskrise in Frankreich. (vlia,i»al'Ielegrammr,) Paris, 22. Juni. Präsident Faure hatte heute vormittags Besprechungen mit den Präsidenten der beiden Kammern und dürfte noch im Laufe des Tage» jene Persönlichkeit zu sich berufen, der er die Bildung des Eavinets zu übertrageu beabsichtige. Man glaubt, es werde dies Brisson oder Bourgeois sein. Paris, 22. Juni. Präsident Faure bot dem Senator Petral die Missiou zur Bildung des Eabinetö an. Derselbe erbat sich Bedenkzeit bis morgen nach mittags. Der sMnisch-amerikanische Krieg. (viigiüal'Teleglamm!') Madrid, 22. Juni. Die Journale protestieren gegen die voll Gibraltar aus verbreitete falsche Meldung vou der angeblichen Absicht der Königin-Negentin, abzudanken. Die Königin-Regentin, welche Beweise würdevollster Energie gegebeu habe, sei vielmehr entschlossen, ihre Pflicht zu erfüllen. Madrid, 22. Juni. Die Regierung erhielt bis jetzt keine Nachricht von einem Angriff auf Santiago dc Enba. Nach amtlichen Depeschen wird die Zahl der amerikanischen Trnppen, die znr Ansschisfnng ii> Santiago bereit sind, auf 2(1.000 Manu geschätzt. Die spanische Regierung setzt ihr vollstes Vertranen u> die Generale Linares und Pinajea, die sich in Santiago de Cuba befinden, sowie auf die Bca/>fterung der Armee uud der Civilbevölkeruug, welche fest geso""" sind, die fremden Invasionen zurückzuweisen. , Madrid, 22. Juni. überschreitet bereits den Betrag von 22 Ml"'"' Pesetas. . ^>- Barcelona, 22. Juni. Die Lage der Arve" hat sich verschlimmert. Ill der Provinz st"d '" 17.000 Arbeiter ohne Beschäftigung. Man bcfma) ' dass die Fabriken im Monate Juli ganz a^ciM! werden. ,.Z London, 22. Juni. Die «Times» melden"' Havanna von gestern: Oberst Linares telegnM^ dass «0 amerikanische Schiffe, vermuthlich mit ^"'^ an Bord, vor Santiago de Euba erschien"' !" ', Marschall Blanco entsandte sechs Bataillon? s> Schutze der Küste. . G- Londou, 22. Juni. General Shaster uno -miral Sampson trafeu am 20. d. M. ä"samM'N ' begaben sich 17 Meilen östlich von Santiago dc ^ ans Land, wo sie Garcia mit 3000 Mann wn Nachdem sie gemeinsam eine Meile landeinwau« ^ zogen waren, fand eine mehrstündige Besprechung >^ Es ist wahrscheinlich, dass eine allgemeine ^"' ^, nicht vor zwei oder drei Tagen versncht werden Kleinere Trupps jedoch werden wahrscheinlich »w ^ an verschiedenen Punkten östlich und westlich uon ^, tiago landen, wo sie vor ernstlichen Angrisst Spanier sicher sind. ,. ,, ^ö Newyork, 22. Inni. Nach einer MelduW ^, «Evening Ionrnal» aus Keywest besageil el"^ , dort lebende Eubaner gerichtete chiffrierte ^'A ^ aus Havanna, Marschall Blanco habe nach dein ^ ^, anschlage anf feine Person das Regierungsgebauo ,^ lassen nud halte sich in der Festung de la f."^>!, auf, von wo aus er die Civilverwaltung l"eu" ,^> New-York, 22. Juni. Das ^c""Y Journal» veröffentlicht eine Depesche ans >v">-i ^.,„ welche meldet, die chinesische Regierung ^ "^„B l amerikanischen Aviso «Zofiro» den Befehl ä"., c^i, lassen, die chinesischen Gewässer sofort zu ""^ ohne ihm die reglelnentmäßige Frist von 2-1 ^ ^i.e zur Verproviantierung und zur Eiuuahlne von zu bewilligen. Gelegvatnrne. Wie», 22. Juni. (Orig.-Tel.) Das hc"t^., lllittags stattgefundene Leichenbegängnis des ^ Universitäts-Professors Freiherrn' vou Nokiw''^ ^ staltete sich zu einer imposanten Trauerkundg^» -^^ den Gelehrten. Die Leiche wurde auf dem ^ ^ Friedhofe an der Seite des berühmten ""! Verstorbenen zur ewigen Ruhe beigesetzt. . ^ig^ Lemberg, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Bei d" ^ ^ Reichsrathsersatzwahl imLanogemeindenbezlrle ^ ^ilk Zbaraz-Slalat wnrde der gemäßigte Ruthene arzt Dr. Emil Gladyszowsli gewählt. a,.,-sB^ Berlin, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Ei'ie .^^ ^, lung der Vereinsvurstände und sonstigen N"" ^^ österreichisch-ungarischen Eolonien im deuticye ^ berieth gestern über die Veranstaltung e.""^.^ z digungszuges der Oesterreicher und Ungarn lN ^> land, der Mitte Angust Sr. Majestät dc" ^i5>' Franz Josef die Glückwünfche zum "^^ Regieruilgsjubiläum überbringen soll. Die - ^ wnrde mit wärmsten Sympathien anfgenolllN '^! der Entwurf der Hnldigungsadresse wurde g Ein Bankett schloss die Berathung. ^.-ddel'l? Berlin, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Die ^"^M ! Allgemeine Zeitung, stellt fest, dass d,e ' M> einiger englischer Blätter von einem Anese, ^- o Wilhelm vom Prinzen Heinrich von P^p f,M, >'" angebliche Wertlosigkeit Kiaotschans erhalten y einer bloßen Erfindung beruhe. . ^lil^ Rom, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Kowg V , empsteng hellte nachmittags den Senator H' hhe> Rom, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Der Ml^, ^, zustand Seiner Heiligkeit des trefflicher. Nachdem der Papst in sein« ^'.Ms eine Messe celebriert hatte, empfiena. er den l ^ ? Bischof Riinely. Nach dem Diner unteU'.^F Papst einen längeren Spaziergang in den " . Gärten. ^ .,„ ge! «, London, 22. Juni. (Orig.-Tel.) Von ^ ,,? beim Stapellauf Ertrunkenen wurden . 37 Leichen gefunden. - l ^'l^ Belgrad, 22. Juni. (Orig.-Tel.) ^- I^ Hoheit der durchlauchtigste Herr Elzhclö ^. ^ ist heute mittags aus Seiulm hier angM' ^,'l^, Empfange desfelben hatten sich Kön'g .^-Ministerpräsident Gjorgjevic und KrlcgvlN>^^i!l> luvic am Perron des Bahnhofes "ngefuildel^ ^^,,i^ ,. kapelle intonierte die österr. Volkshymnc. ^'' ^»^ Palais begrüßte König Nach dem Dejeuner kehrte der durchla"^ <^, Erzherzog, voll König Alexander lU'd " .j^l / bis zllm Bahnhofe begleitet und u^) l)H^ g',^ abschiedung voll denselben, unter nulltar»!^ ^ bezeugungen nach Scmlin zurück. -^cher Zeitung Nr. 140. 1149 2Z. Iimi 1898. Fettigkeiten vom Büchermarkte. 5>'f!,Hbis'Holle. Praktisches Kochbuch, ^7. Auflage, ^' »lit Ä) ^/g'ster, fl. --?«. — Björn son, Johanna, I>ch'Mae„ ?°lt' Gütchens Heirat, st. 2 10, - Marlo. ^, n '^" lwrr die Organisation der Arbeit, 2. Auflage.' .'^chule n ' ^ Martin, Das deutsche Lesestück in der .'^e ^'U0' -^ Link, Grundgedanke und Gliederung >^>n«,,,° prosaischer Lescstncke. 1. Bündchen, st. —'72- — ^,^ «, H,e Anilinfarben nnd ihre Fabrikation. 2. Theil, ^pn'il? . °"^' Die Frauen von Wwenberg, fl. 2-10. -!>sl !' Echwarz.braun-bloud. ft.— 60. — Prevost, ?^i>ttn' 's, ^ Wolzogeu. Vom Peperl und von anderen ! '^h//»'7"60. - Ede^ Jahrbuch für Photographie fur ,'^'tt >,., ^ll 4 80. - Friederich, Das große Haupt-"eine, «, bie deutschen Operationen i», Fcldzuge 1870., ^'A>... ' si-^ ^plen. Türkei. Italien. Algerien. Rnf^land, Indien ?c.. '"ber./^ ^ ^""äthig in Jg. v. Kleinmayr H Fed. ^/"" -"uchhaudlnna in Laibach. Angeloulmeue Fremde. «. Hotel Stadt Wien. ^illlvett!. ^' ^""'- Kopsarw, l. Post-Oberbeamter, Agram. Mxie, "' -vwn.ter i Dr. Weißer, k. u. t. Regimentsarzt, f. Frau. >!^tar l,.,. .^"'iger. Fabrikant, Augsburg, ^- Lindebner, ^!°i», / V/ l, Etaatsbahn, Villach. -- Egged,, Pfarrer. ^ Aa>'»m ""^' l. u. t. Marine-Ingenieur, s. Frau. Pola. >L°il^' Iudustrieller. f. Fran, Pinerow, - Kozel, Pn-V^net, ^«^ bitter von Lenkh. Grundbesitzer. Landtags« < '''nein o'z M'chl'ld. '^ Dnran. Privatier. Temesvar -'," - s, ^. ""''' l- Tochter nnd Dienerin. Görz. - Dem,cher. ^>'chrl hl ' Asnern. — Oolachoh, Kfin, Castelamare. — ^>".'^'',,' DobrnWa. - Stein, Nfm,, Petersburg. -!^N^"bter, Steru. Teffer. Nubiu. Fritsche. Scherpe. ^tcllrulollizch^ Vcobnchtmlgcu in Laibach. -^^. Seehühe 306-;! m. ^ NlH^-^^^^^^_______^ ^ ^ »Al. !^ ^ ! 26'6 , SW^zmlstllrk theilw. bew. ^ ^.ss^^b. ^34.7!^^ SN mäßig ^bewöM !^ Ta^ ^ ^^ 2ft- 3 j'SW. zml. start thei'lw. heiter^ 0 - 2 "'üb« ?°^"Mel der gestrigen Temperatur 21 5 °, um ^ ^ ^"^" Normale. wortlicher Redacteur: Julius Ohm au die Administration dieser Zeitung erbeten. Vanksagung. Voin schweren Schicksalsschlage gebeugt, der «nich dnrch den Verlust meiner innigstgeliebten, unvergess'-lichen Gattin, bezw, uuserer Tochter. Schwiegertochter, Schwester nnd Schwägerin, der Frau Detty Andretto, geb. Achtschm gctroffeu, erfülle ich an! diese»! Wege die Pflicht, für all die vielen warmen Trostesworte, für die prächtigen Kranzspenden, besonders aber für die überans zahlreiche, ehrende Vegleitnng der unvergefs« lichen so früh Verblichenen zu ihrer lfhten Nuhe< statte, insbl-sondere anch dem Laibacher Bicycle tsllib, der Säugerrunde des Laibacher dentsche» TlNii^ Vereines für den ergreisenden Trauerchor lind der Laibachcr freiwilligen Feuerwehr iu meinem und im Namen der Anverwandten den besten, ausrichtig' sten Dank mit der Pe>sichern»«^ knndzna/brn, dass uus die vieleu Beweise liebevoller Theilnahme in unserem herben Schmerze ooch einigermaße» Trost gewähre». Nlnmmld Audrctto, Haus- nnd Fabrilsbesitzer. Zanksagnng. Für die vielseitige VellMgung der Theilncihiue wälirend der Krankheit und l'eilli Hinscheiden, dann fiir die überans zahlreiche Netheiliqnnq an den, Leichen« begängnisse des in Stein am 15. d. M. vevstorbeilcn Herrn k. u. k. Feldnmrschall-Wlltemnts i. U. Josef Edlen oon Hermann sowie für die zahlreichen schönen Kranzspenden sagen der hochwürdigsten Geistlichkeit, der hohen k. u. k. Generalität, den Herren Stabs- nnd Oberoffieieren, den Herren Beamten der k. k. Bezirkshauptmannschaft und des k. k. Bezirksgerichtes, der geehrten Bürgerschaft von Stein und den vielen Leidtragenden M der Umgebung ihren herzlichsten, innigsten Dank die trauernden Hinterbliebenen. (žsilp^- ~ —------- ; Opr. st. E. 120/98 p Dražbeni oklic & '* Looft»Zahtevaniu Franceta Gosti.ša m<* ho dne S'olciJ*0; J«»«ja 1898, ^enjeni , ¦ uri' '>ri sll0claJ ozna" Hi (]• Z i{> v i/bi *'¦ ]|. na Vrh- 4-' kai , zp»>ljisft \\o). st. IG in Nh', ^al)la"st « pritiklmo vred. llr^.h. i, JniU>"ninii!l1' ki so Pr0(1;lli n:i |ir1,lk|'Jt(1oloètnavr(;dnosln:i9315Kld., N"lla'» na 3H7 gK). G8 krl J, "JS| ponudek ztm'sa 6434 gld. I)rUj° letn zneskom se ne prodaje. ^¦cjo'n e P°ß°ie in l'H«i»e, ki se «J'-pi.sok fpremif:ni" (zemljiško-knjižni ^aiasi,' |)Olekstrni izpil^jü ,:' .(:emtvene zapisnike i. I.. d.) Pi'i c, , .» kl ^ele kupili, prrgledati ^'. l| 'dJ üznainenjeni sodniji, v izbi \>\..x"™ °P»avilnimi urami. l'|1J|ilje ie> kalere ^>i ue pripuftfiale •Hijt v' ^.e üK'asiij |,ri sodniji najpoz-^ik<„n ur"*lH'riem ohroku pred za-"nigU» lu'a*'>e, ker l)i se sicer ne ^iiWrie ^ÄVfiUavljini glede nepre- ^. futile. PQiiluPunUlaIjl1111 du8°(lkih dražbenega W «e obvesfijo osebe, katere imaju sedaj na nepremiönine pravicei ali bremena ali jih zadobš v teku dražbenega poslopanja, tedaj samo /. nabitkom pri sodniji, kadar niti ne sfanujejo v okolišu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo lej v .sodnem kraju stanujo^ega poobla-ftrenoa za vroc'be. Dol(Hr:ilev dražbenega obroka je zaznmnovali v bremenskftin listn vlo/k zii nepreuiK'nine, ki jib je prodali na diažbi. C. kr. okrajna so«lnija na Vrhniki, dn6 5. maja 1898. (2412) K.J4/98 Skip o uesiavitvi.s V pravni stvari m!. Marjete Konda po varubu «>>sp. F. Furlanu v Metliki zoper Jan. Nemanièa i/. Berer-ivasi za-radi 188 gld. s skiepom c. kr. okrajne sndnije v Melliki z dn6 5. (ebruvarja 1S98, opr. .M. E 34/98, dnvoljena pricilna prodaja zemlji.šè vlož. St. 55 ad Vuninjavas so usiavlja po § 200 .«st. 3 izvi'S. re.i. vsled predloga zahte-vajo^e upniuc. i C. kr. okrajno sodiftf-c v Melliki,' odd. III., duo 10 junij.i 1898. , (2267) 3—3 Opr. At. IV. 1624/97 4. Razglas. C. kr. okrajno sodi.^èe v Ljubljana, odd. I., naznanja, da sf.a se dela Janez GlinSek iz ftmarije in Jera Križman iz Pec zaradi bedosli pod skrbnika. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. I., dne 17. maja 1898. Laibacher Actien-Gesellschaft für < _________Gasbeleuchtung._______ J Laut Beschluss der Generalversammlung vom 21. .luni d. J. wird der ' am 31. Juli fällige , IDividondoiicoiiiiou ' vom 1« Juli aij» bei , Herrn L. C. Luokmann in Laibach oder Herrn F. S Euring-ar in Augsburg1 m- mit fl. 10 = 5% eingelöst, -m Ijaii>ai-.h , iltüi 21. Juni 1898. Der Uhmann des Venvaltiingsrathes : (2ir>7) Josef Xj-ulcIs:xn.an.n.. < Ha»>)^« «roueu mid 4»ml 25.000 Kronen suid ^'e. ^M". d,.r ssl,',>n Iubilänmo.AusfteNungH-Lot-^tdci, «».'^ >"'t nur li0 Procont Abzug bar aiisbezahlt s, ^ die /,s. '""^"l "us.re gcchrteu Lcscr darauf alisuieilsam. ^l'fiüdrt ' ^chmln. uuuiidenuflich am 25. Inni 1»9« Laibacher Zeiwng Nr. 140 1150 23, Juni IM Course an der Wiener Börse vom 22. Juni 1898. ^ ^ °Me««n ^M Veld War, Staatsschuld. Allgemeine »>/, »inheONche Rente l» Dtote« verz. VlaiHvember . . . 10,55 10175 »n Noten verzFeblUlll-Alissusl 101 50 101 70 „Silber verz. Iünner«»» 10130 10150 „ „ „ «lprll Or!l'l»>r I0i30i0iü<» l«54er 4»/, Staatslofe 25.0 st. IL3 2i> 1«4 — »8SUcr 0»^ „ ^aiiz, 50" fi. 141 50 14» 7b 1«,.0er 0»/<. „ Fünftel «00 st. luu 75 i«l-25 »8L4er Ttaat»lost . . 100 l. 193 — 194 - dto. ,. . . 50 st. 193 — 194 - »»/, Vo»..Vfanbbl, l» l« st. 149 50 1Ü0-— 5»/, Oefterr, «oldrente, steuerfrei 121 40 121 eu <»/« bto, Rente in NronenwHhr., fttu«ifreifui2«0«r!»!tnNo«. 101 »5 10, »5 dto, dw, pri Ultimo . . IN115 101 35 >'/,°/« »sterr. Ilwesliti«n««ente <«l «00 «dlvNtN ««». . . »2 20 92 4U «sn»»«h».«t«<,«sch»lb»e»' schreibungen. «klilabclhbahn in »., sleuerfnl (diU, L»), für 100 fi, «, 4»/, 180'— 12050 Franz^ Joses, «ahn in Silber (biv, Lt,) f. 10« fl, «°»>, ö>/.»/, 128 50 129 50 «udolftdahn 4»/» in Klonen». fteuerl. (blv. St.), für »00 »r. Nom.........99 2z 10025 Vorarlbergbahn t"/, l. Kronen». fteuerf.. 400 ». ll »«. f- »«> lll. «««......98 90 99 90 Zn Gtaatsschulbvtrschreib»»» ß«n »bgeftemp. «lsenb. Nctie». »lilabeihbahn 200 sl, LM, 5'/.°/, v»n 2000 st, »,W, pl, Stück . 25150 258^0 dt». Linz Vvdwel« 200 fi. o. W. b>/,°/,........ »»^ — 2».!'öu dt«. s«lib..Tll, zwoll »W °°/, 230 ÜU ^31 50 ««U^l«lHlb».<«.«>0U.«»l. »12 — 2,2 80 «eld Ware V»W Gtaat» zu» Zohloxg O»r»»«m«tne Vlsenb.'Pr<»r^ vhli>atl»»en> ««abetbbohn «00 u, »000 «l. 4»/_ »b 10«^ «. Et. . . . 116»ü ll7st> Wiwvethbahn, 40« u. »000 «. »00 2» 4»/,...... l20 — 120 »0 »r<,nz.I°!el.V,, «m, l,84, <»/, 99^5 100 25 ««liiijchf Karl-Ludwig.Nahn. dioerjt Llülle 4»/„ .... 98 »ü »an »5, >or»iloel,er V»hn, «tn», i»»i, «>/, (di». St) 3.. f, 100 fi. «. 99 »ö iu« 25 Vn>. OolBrente 4"/, per I«sse 121— 12< 20 btu. b»,, p« Ultlm, .... 121 — l21 W bto, Rente in Kronenwühr,, 4»/^ steuerfrei für 2NNKronen N,ni. »8 95 99 II, «»/„ dto, bt», per Ultimo . . 9« 95 »9 15 dt°,Vt.»«ll,«0lblU«fI,,4>/,°/, 119-20 120- bto, dl». Silber 100 fl,. 4'/,'/, 100 — u^ -vto, Ot»»l«.Obl«g, (Ung, Ostb.) », I. 1»7Ü, K»/,..... 12U50lliI-2ü bto,4>/,»/,Och5<) «» 2l Andere 3ffentl. Hnlehen. Von«u.«t«..LoIe b»>o ... l28 ?b 129 7ü bt«. .Anleihe 187» . . I,,»-------- Anlthen bei Glaot Vö« . . 1,2 by — — llnlehen b, Vtadlgeuxinbe Wlen 104 — 105 — ltnl««n b, Stadlgemrind, Wien (Vllber über G»Id> . , . . 12L-— 127 — Nrämieu.llnl, b. Gtabtgm, Wien 172 2s» 173 ^5 «»rfH«u»«nllh»n, vtllo«b. b«lw«« »nbHA'llulthn, . W— W 90 Velb Wnre ßs«»bhrl»ft (ftlt lOO sl.). ««tzer. »ll«,«st.lnt»NI.»«l,^,, 9»«0 99 SU bto PrlM'EchlbV, »»/<» I ,i,.'«l»st, 4«^ 99 80 100 «0 Oesl.-un«. Van! verl. 4»/„ . . wo 20 wi 20 blo, blo, «Mr, ,, 4»/, . . ion 20 <0t 20 Lvaicasse, l. »ft,. »0I, »'/.'/,«, ,0,50 -- Dri«riliit«.Vblig«»N«»,» (l«l 100 fl,). Fn5«n»nb,.N°ldbatin »«, l8« 10! «?. 102 15 Vesterr, Nordwestbahn . . . 11! —1'. 120 Etaat»°al,!!»°/„kFrc«,500p,Gt. 221 — 283- ßübb«hn »«/, kFrc«, 5U0p, St. 1», 75 i8^' 50 bto, b°/, k»00fl, P, lvo ll. «2»>8!i t2? »°> Un« .«a'.lz, «,hn..... lU« »0 »09 30 <^/, Unterlr«il«l «oh«« . . 9» 50 100 - «N<,,»Oeft. ««nl «0 fl, «O» .. ». ,57- 15b - Vaxluerein, Wiener, 100 fl, . 2L? 50 2»«50 «ubcr,,Anst,.Oest,.«00fl,Ü,4li°/, 470.» 472-— «rdl,.Anst. f,H<»nb u.V, »LNst. ^— _- bto. bto. per Ultimo Veptbr. ^«050361 — lredllbllul, «lllg. ung., »00 st. , gy7'50 39» 5» DepositenbanI, Allg, 800 sl, . 22475 226 — E«cump!e'Gel,. Nblüst,, 50U fi. 75«.^ 7.^ _ «lro-u,0ll,2z'/.«l. 8Z__ 84_ Lüüderbaul, vest,. «00 fl. . . 22« 50 22? — lleslerr>ungar, Vanl, «0s st. . »«8 — 912 - Unachel 74- Ftrbwand« Nurob, lOUOsl CM, ,351u- »520- Lemb-Czeriww, I.'ssl, Eilend.» ! Gtsellfchaf! 200 fl, H, . . !i!'il - 294 .. Lloud, Oest,, Trieft. 500 <> dto, dto, (!>t, N) 2l»l> fl, 3. 2«2 2I^> 202 7b Pra>i Duzer Gisenb, «50 fl, V. . 95 ^5 95-50 Elaa!^eise»l>ahn 200 fl, K. . 3!>I — 3«! 50 Lüftl'al»! «00 fl. 2..... ! ?!! »5l ??-3k> süblwibd «erb,-B, 200 fl. «Vt. !2U8 äu 20!» 30 Illl»,w„>i G,f,.Wr,,I70fl,e,H. — — —-- d!o, Em l»87, 200 fl, . . 519 —»«0' tramwnu Ges,, Neue Wr,, Pilo» ritä,» Al-Ilen 100 fl, , . . 114'— ttli - Nnz «aliz ckljexb, 20ufl. Silb« 81» 25 2,4 l»0 Nn«.«eftb,(Raab Hraz^00!l,F. 210 5« 211- «ltner Uac»lba>»en »ct.»«l. — — — — Indullrit'ßslitn (per Vtült>, V«ugel, All^, sst,, lON sl >, . <>N50llI50 «lizubier (t«e„. und Vlavl'^nb. In Wien 100 sl..... «.<,?(> »4«0 Eilenlia!,!!» »Ueiyg,, ltisle, «ü sl. ,37 — iz? 80 ..Vlbemüyl", Papiers, u V -V. »2 — !»N — Liestuger Vrauere! 100 N. , . ,ü.z — ,54 — Mu»tll!,'<»«stlllch,, vest, »alftin, ,a» 75 162 2b Planer «lftnHnb^Eef, 20U N. 740— 7^3 — Salao-I«n, 3tt!nl»hlen «0 N> «25— Nö8 — ^ichl»«!»«W" V«,lsi<. «N fl. 814 - 8l« - ^»«W«».''. »Hn<. ».».». ,78... ,78^ --------------------------------------------' Held M' «r<,»!ler Kohle»«,>«<«, ?« st- M^^" W»ssenf.-«,.0est,i!'Wie».,^-, ! Wa°gon^elhanst,,«lla.,-^- „, ^ '" «zzic!u>lkx««'- j zierst z,s» , ^. ?!« «>.b«ftesl - ^^ kreditlose >>»» '! ^ - ' ' 65-.!^ Polffl, '.'ois 40 sl, «M - ' ^ ^. «' ^>he..Krrui,0est,^".l°^ „,50 >^ «udoiv» '.'ole l» fl, , - ' ' «z^.z ^', S«ln> >.',„< <0 fl, «^» ' 7ü-"'!3.. 2t G..„i4.U«,e 40 " «" g<,,^ v< W.,!»s>ei,> U«le »0 fl «A ^' ^ b «,be»credi««u,ta!l, l »» ^ j.^ Oinsl^t«,!» ..... zys^T",,, Deul,ch, P>H«e...... ,,9«">'?,!,) Loobo,! , ..... 4747, ',.. P«ri« ........ ^.— " »! 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