LllitmchelMMtu ng. Nr. 3«. PränumerationSprei«: I», Uomptoil ganzj. si. il, halbj. si. 5.5>l>. ssilr die ^ustclluua in« Hau« hall'j.5«lr. Mit berPost ganzj. fl. 15, halbj. fi. ?.i>(». Mittwoch, 6. Februar Inseitlonsgevüyr bls l0Ze!ltn: imal 0« lr., 2m. 80lr., 3m. 1 st.; sonst pr.Zcilc im. <> lr., Lm. 8lr., »ui. l« li. u. s. w. Injeltionsstempel jedeSui. 30 ll. 1887. Anitlicher Theil. Verordnung dcg k. k. Staatöministeriums vom 3. Februar 18L7 über die Reform der politischen Verwaltung in dem Hcrzogthumc Kraiu. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster Entschließung vom 11. Jänner d. I. znr Durchführung dcS Grundsatzes einer vollständigen Trennung der Rechtspflege von der Verwaltung und zur Erzielung von Ersparnissen im Staatshaushalte die nachstehenden Bcstimmnngcn über die Reform der politischeu Verwaltung des Hcrzogthums Kram allerguädigst zu geuchmi-gcn geruht. I. Die Angelegenheiten der politischen Verwaltnng im Hcrzogthnmc Kraiu, welche derzeit von der LaudcS-behördc in Laibach, dann von zwei politischen nnd achtundzwanzig gemischten Bezirksämtern besorgt werden, sind künftighin unter der Leitnng ciucS Landcspräsidcn-ten (Statthalters) von der Landesregierung in Laibach nnd von cilf Bezirksämtern zu besorgen. Diese Bezirksämter werden bestehen: 1. in R adma n uSdorf für den ganzen Umfang der dcrmaligcn Bezirke RadmauuSdorf und iirouau; 2. in Krainburg für die dcrmaligeu Bczirlc Krainburg, ^icuuiarktl nnd Lack; 3. in Stein für die dcrmaligcn Bezirke Stein und Egg; 4. in Laibach für die dcrmaligcn Bezirke Unp gcbllng Laibach nnd Oberlaibach, dann die jetzt zum Bczirlc Sittich gehörige Gemeinde Ilovagora; 5. in Gotlfchcc für die deriualigen Bezirke Dottschce, Neifniz und Großlaschitz; s'). in Tscherncn, bl für die dermaligcu Bczirlc Tschcrncmbl uud Niöltling; 7. iu Adels bcrg für die dcrmaligen Bczirle Adclsberg, Fcislriz, Scuosetsch und Wippach, dann die jetzt znni Bezirke Planimi gehörigen Gemeinden Etcrniza nnd .'»taltenseld; l^. in Voitsch für die dcrmaligcn Bezirke Planiua (Loitsch), Idria uud LaaS; 9. in 8indolss werth für die dcrmaligcn Bezirke Rndolsswcrlh, Seisenberg nnd Tresfrn; 10. iu G nrtfeld für die dcrmaligcu Bezirke Gl,rk< seld, ^Icalschach, Nasseusnß und Laudslraß; 11. iu Litlai für die dcrmaligeu Bezirle Litlai nnd Sittich. II. Der Pcrsoualstand der neu zu organisircndcn Behörden ist auf das strengste Bedürfniß des Dicustcs zu befchränkeu, uud hat bei der Landesregierung nebst dein LaudcSpräsideuten (Statthalter) auS drei RcgicrnngS-rathen, von dcucu einer den LandcSpräsidcntcn (Statthalter) in Verhinderungsfällen zu vertrete» hat, einem Regie» rnngSsccrctär, einigen NegicruugSconcipislcu, ciucm Hülfs. ümtcrdircctiousadjuncten, einigen Officialcn uud der nöthigen Dienerschaft; bei den Bezirksämtern aus je ciucm VezirtSvorslchcr, ciucm Bczirkscomunssär und einem BczirkSsccretär zur Leitung deö ManiPulatiouSdicustcS zu bestehen. Iu llciuercn Bezirken hat die Bestellung von Bczirkssccrctärcn wcgcn dcS voraussichtlich geringeren Ge-schäftSumfaugcS zu cutfallcu. Ein besonderes DicucrschaftSpcrsoualc wird für die Bezirksämter nicht systcmisirt uud dcu BczirtSvorstcheru znr Besorgung der dcr Dienerschaft obliegenden Geschäfte ein Pauschalbetrag angewiesen. Dienstfähige nud gut vcrwcudbarc Kauzcllistcn und AmtSdicncr, welche im ncncn Organismus lciue dcfi' uitive Anstclluug erhalten, sind nulcr Vclassung in dem Gcuuß ihrer bisherigen Bezüge uud uuter fort-dauciuder Aurcchcubarkcit ihrer Dieustzcit bei dcu Bezirksämtern uach Bedarf in Verwendung zn nehmen. In dem Maße, als eine solche Verwendung statt» slndet hat eine cutsprcchcudc Verminderung dcr deu Bezirksämtern für Diurnen und für die Geschäfte der Pauschalbeträge Platz zu greifen. ui. oie Ernennung des LaudcSpräsidcutcu uud der ^eg.cruugsräthe bleibt dcr Allcrhöchsteu Schlußfassuug ^- l. l. Apostolischen Aiajeslät vorbehalten. . 0,c Eruennuug der BczirtSvurslcher nnd dcS Nc> gierlingssecretärs ist dem StaatSuiiuister, jcuc dcr Vc-zlrlSeommlssäre und R'cgicrllngSconcipistcn, deS HilfS-nmterdneclionSadjunelen, der Bezirlssceretäre uud Ossi« cialc dem Laudcspräsideulcu (Statthalter) übertragen. Beamte, welche ohne ihr Verschulden im ueucu Organismus anf Dienstposten mit einer geringeren als lhrer bisherigen Besoldnug augcslellt werden, habcu dcu Anspruch auf ergänzende Plrsonalznlagen bis znr Höhe >hres lusher bezogenen GehallcS, ivclche im Fallc der pcnsiouirnug mitanzurcchncn und nach Maßgabe dcS Vorrückens in einen höheren Gehaltsbezug wieder cin^ anziehen sind. ^1V. Der LandcSpräsidcnt (Statthalter) und die ^"ndeSregicrnng tritt in den gesetzlichen WirknugStreiS des Landeschcfs lind dcr dcrzcit bcstchenden Vandcsbehörde, oie neuen Bezirksämter übcruchmcu sür die ihucu zngc wleseucu größcreu Bezirlc deu Wirluugskreis, welcher derzeit den rein politischen und den gemischten Bczirlö« änltcrn in Angelegenheiten dcr politischen Verwaltung gesetzlich zusteht. V. Die AmtSwirlsamleit der politischen Behörden in Krain anf Grund dcr vorstehcudcu Vcstimmnngcn hat am 10. März 1807 zn begiuucu, wouach die gemischten Bezirksämter in diesem Lande ihre AmtSwirk-samleit als politische Behörden an demselben Tage ein« zustellen haben. Diese Bestimmungen werden hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Bclcrcdi m. i>. Nichtamtlicher Theil. Laibach, (i. Februar. Ans dcr SiebcnundscchSziger-Commission ist die Nachricht eingelangt, daß dieselbe am -4. d. M. ihre Schlußsitzung gehalten uud damit das Elaborat beendet hat, welches zur Basis dcr AuSgleichSvcrhaudluugcn dienen soll. Sämmtliche Punkte des Subcomit»7s wur-dcu durchbcrathcn, sohin das Elaborat im Ganzen angenommen, und findet bereits hentc die Authentications-fitznng statt. In Ncberciuslimmuug mit frühcrcu ?l'ach-richten wird gemeldet, daß in daö Elaborat ein Amen-dement Lonyay'S ausgcnommeu wird, welches die Han delS' uud Zollverträgc, iudirccteu Sleneru, Eisenbahnlinien, den Gcldfnß, das Münzwcscu uud die StaatS' schuld betrifft. Vom Belange ist die in jener Sitznug abgegebene Erlläruug des sicbeubürgischcn Depntirtcil BömchcS, worin derselbe Namens der Sachsennalwn dem Gefühle dcr Freude über das Zustandekommen deS Operates, dcr Befestigung dcS VcrbaudcS zwischcn Ungarn nnd Sicbcnbürgcn AnSdruck gibt. Zum Programme dcS baierischeu 3)liuistcrpräsideuteu Fürsten Hohcnlohe finden wir ein bcachteuSN'crthes Communique iu dcr ,,^l. A. Z.," wclchcS ErN'ähnung vcrdicut. Dassclbc laulct: ^Zu wclcheu irrlhümlichcn Alifsassungcu iu der auS^ wärligeu Prcssc dic Aunahme führt, daß Preußen für den nntcr seiner Leilui'g bcgrüudeteu uorddeutschcu Buud uicht die Main Linie festzuhalten Willens sei, zeigt cin Artilcl dcS „Iourual dcS DebatS" über das Programm deS Fürsten Hohcnlohe. Dcr Vcrsasscr stellt die A» hanpluug auf, daß Baieru gcucigt sei, sich dcr Sliprc matie Preußens zll uulcrwcrfcu. Von ciucr solcheu Ab' sicht ist aber in den Erklärungen des baierischen Mini- 'sl'M'ssl'lMl. Vcitliinc zur ttaimschc,, SaMtmidt. l.tjeldrusngcn. Pctcr Klcpcc. ^du^u^ verloren o'der^1i6^?'s!! '^ ^' historische Km von späteren Z,^^ .^ ^?r aus de.i Umhüllungen Für Krain Äim ' ^^s,chn.uckuugcn losschälcu. kämpfe bei dcr erste Ac.,'" "gütlichen Hcldcn° das Ende des Mttt^a ter "'^!" ^'^'"^ Grcnzland an der Knlpa ,.d S ve w7^"^/'^ ^ rische Türkenfchwäru/auf liui '9,' ./"m? 5^" Araud verbreiteten. Auf di scu !';«^ > 3^ uud Sage vom Heldcn Pcler Kl/p7e. rs ,.^?le vielleicht noch iu die Zeit der dürfcu, uud welche wir uach Erzählungen a '^,/Mn^! dcs Volkes hier wieder geben wollen. ^""^ Im Hcrzogthume Gottschce liegt das Mn^,c "sslnuiz, uuwcit dcr croatischeuGreuze. Sci.. ,i.s N noch Ueberrcste einer Befestigung (Tabor) ai s der N ^' ^ürleneiufälle. Es ist daher uatürlich, ^ c>." Ulcgerischc Eriuucrnugcu im Volke leben. Di.-"lstumzcr crzählcu: ' Ein ^ s!"^ ""'"^ "n schrecklicher Krieg anf dcr Welt. "oati.l> " c,. '"^'^^"l'cn verfolgte cincn König auf si") n. wi^;,"' bis zu ciuc,n Berge, anf welchen er cungcn streuen flüchtete und dcr seither „kr^.v V"ll" (KöuigSfpitzc) heißt. Die Fciude verschanzten sich "bcr jenseits des BcrgcS in einem Thalc. Aus diesem verschanzten Vager lam uuu täglich cin slarkcr Älann, der glanbte, es gebe seiucSglcichcn »icht uulcr dcr ^ouuc. Der fordcrte die Köuiglichcu heraus, mit ihm zu lämpfen. Als er dicS ciueS TagcS that, stürzte sich ihm der bekannte ^eld Pctcr Klcpce mit dem Schwerte entgegen. Seine starke Faust warf deu Gcgucr zu Bodcu. Die Feiudc, als sie dicS saheu, ergriffen voll Schrecken die Flncht. Dcr König mit dcu Sciuigcu vcrfolgte sie nnd tödtcte alle. Wir habcn hier ohne Zweifel die ältere Lesart dcr Sage vor uns, welche uuS sowohl iu dcu OrtSbcncu-'lnngcn als anderen Umständen Handhaben zu Vermuthungen übcr dcu wahrscheinlichen historischen Inhalt bietet. Der Berg „kruNov vork" liegt in Croaticn nahe bci Qssmniz. In dieser Pfarre gibt eS noch hentzutagc ^cute des Namens Klcpec, ebenso wie im benachbarten Kroatien. Die Ossiuuizcr behaupten, cS scicu ihuen nnd "nigcu bcuachbartcn Dörfcrn wcgcn auSgczcichucter KricgS' thatcll AdclSvorrcchtc vcrlichcu wordcn, abcr sie hätten die Urknndeu verloren nnd blos daS ^cccht bchaltcn, baß jcdcr HanSvatcr 4 Eimer Wciu auS Eroaticn stcncr-f«i ciuführcn dürfte. ?iach DschingiSchauS Tode (1227) wandten sich die niougolischcu Wellcrobcrcr, dcucu Asien nach der Erobc-ruug Ehiua's lcilün mchr 8callm sür ihre Thatcu bot, gcgcu Europa. Batuchan überschwemmte mit 300.000 Kricgcrn Rußland, schlng die uuciuigcu Fürsten nnd verübte schreckliche Gräucl. Daun thciltc dcr Sieger sein Heer in zwei Theile. Dcr erste stürzte sich übcr Polen uud Mähren anf Dcutschlaud nud Franlrcich. IaroSlav Stcrnbcrg schlng diesen Hansen bci Ollmütz (1241). <'er zweite Heercshause sollte nach Italic», dem gelobku ^ndc aller barbarischen Eroberer, vordringen, nnd cr wandte sich daher übcr Unga r n. König Vela IV., Sohn jcncS Andreas, dcm dcr Adel die goldene Bulle (NugaruS inu^iül cliurw) abgetrotzt, wurde am Sajoflnsse gc^ schlagen nnd flüchtete von dort nach Agram in das eroatische Küslcnland uud zulctzt auf dic dalmatinischcu ^nscln. Die Aiongolcn folgtcn ihm nach. Anf dcm Grobnikcr Fcldc im croatischcu iiüstculaudc stclllcu sich ihucu dic lapfcrcu Eroateu cutgcgcn, schlngcn sie nnd retteten den ungarischen König. Bcla mnßte anf sciucr Flucht dcm Kulpastusse folgeu, louutc daher leicht auf den Schauplatz unserer Sage gelangt sciu, oder wenn nicht cr selbst, doch einer nuö königlichem Geschlecht. Da ferner die Ueberlieferung sagt, znr Zeit dcS Klcpcc habe man noch keine Kanonen gehabt, so mnß die Sage jedenfalls vor das Jahr 1330 fallen. Eine zweite Erzähluug von Pctcr Klepec lautet im VollSmunde folgendermaßen: Pctcr Klcpcc war daS uneheliche Kind einer armen Mutter ans Ofsiuniz, nud weidete daS Vieh. Die Hirteu, sciuc Spiclgcuofscn, warfen ihul oft dcu Makel scincr Hcrlnuft vor uud nanuteu ihn ciucn Bankert, ^ic schlugcu uud pcitschtcn ihn nicht scltcu. Einmal louutc der Arme diese Verfolgung uicht mchr crtragcu uud ging nach Hause. Es war am IohanuiStag (kro^ui gicruugeu uuter sich zur Herstellung nnd Befesligling eines Blindes südlich vom Hiain nach Kräften zu fördern." Sollte man also in Preußen an das Undenkbare wirtlich noch ernstlich glauben wollen? Oesterreich. NZien. Ueber dic vor einigen Tagen in einem Privatbricfe des „Sürgöuy" gemeldete angebliche Mißhandlung österreichischer Unterthanen in Bukarest erhält die „W. A." aus verläßlicher Quelle folgeudc Aufklärung: „Die ohucdics uicht bcdcu-teudc öffentliche Sicherheit in den Fürstcuthümcrn scheint in der letzten Zeit eine bedrohliche Vcrschlimmeruug er» fahren zn haben. Kein Tag vergeht, ohne daß in Bu-larcst und in den Distrietcu Ätaubaufälle, Einbrüche, Diebstählc nud ähnliche Verbrechen vorkommen, die hint» nnzuhaltcu bisher nicht gelingen wollte. In Bezug auf Bukarest glaubt die fürstliche Regierung die Frcqueuz dieser Verbrechen der Menge jener Individuen zuschreiben zn sollen, die sich crwcrblos in den Straßen der Stadt hcrnmtreibcn. Dies führte zu dem Beschlusse, sich sol« chcr Pcrsoucn zn bemächtigen nnd dieselben über die Grenze zn schaffen. Ganz abgesehen jedoch von der Richtigkeit dieser Maßregel gali die Art ihrer Durch' führnng Anlaß zn entschiedener Einsprache. Es wnrde nauilich dem subjeetivcu Ermessen der Stadtepistaten — so heiße» die in den Straßen poslirleu Polizcisoldatcu — überlassen, nnter den Passanten diejenigen ausfindig zu macheu, auf welche die Bezeichnung „Vagabnnd" paßte. Anf diese Weise wurden Hunderte von einheimischen sowohl als fremden Unterthanen in den Straßen der Stadt cingcfangen und in die Polizcigefäugnifse geführt, bloß weil fic durch ihre vernachlässigte äußere Erscheinung dic Ausmerksamleit und dcu Verdacht jener Polizciorgane auf sich zn lenken das Unglück hatten. Dieses Los traf anch viele der in Bnlareft so zahlreich auwcscndcu kaiserlichen Unterthanen, nntcr denen wieder die Mehrzahl nach den Nachbarländern Siebenbürgen nnd Ungarn znsländig ist. Das kaiserliche Generale»»' snlat halle nicht sobald von diesen Vorgäugcu z'eimluiß erhalten, als cs sich zu Gunsten derjenigen Personen, die sich dnrch Pässe oder anderweitige Doeumcutc über ihre österreichische Staatsbürgerschaft auszuweisen vermochten, in der eindringlichsten Weise verwendete nnd nach energischer Reelamaliou deren Freilassung erwirkte. Die Uebrigen, welche sich als österreichische Unterthanen nicht zn legitimiren vermochten, wnrden allerdings an die österreichische Grenze abgeführt, wohin irrthümlich auch einige fürstliche Unterthanen gebracht wurde»." — 4. Febrnnr. Die „Wr. Ztg." schreibt: Wir finden nns veranlaßt, die in Nr. 2'.» des „Wanderer" cnthaUene Notiz von der Pensionirnng jenes Hofralhes, welcher als der geistige Schöpfer deö uenen, angeblich praktisch nnanssührbarcn V e r r c ch nnngS - und Eon» trol c systems augesehen wird, rein als Erfindung zu bezeichne», indem von leiner Seite ein Ausland gegen die Ausführung des erwähnten Systems erhoben wnrde. Trieft. Sc. k. l. apost. Majestät hat mit allcrh. Entschließung vom 2<',. Jänner d. I. den Inhalt der von dem Landtage der gcf. Grafschaft Görzl. Iäuuer statlgeslilldeueil Fortsetzung dcr durch solchcu Scaudal uuterbrochcucu Eoutrolversammluug cin, indem der größte Theil der erschienenen Mannschaft sofort zur Einstellung anf acht Wochen bci den bezüglichen Rcgi- aber überwand alle nud schlug sic. Sic kamen nach Hause nnd erzählten überall von dcr Stärke des Klepee. Und so kam der Rnf von dcr Mannhaftigkeit nnferes Helden nllch nach Wien. Der Kaiser berief den starken Mann nach Wien uud sagte zu ihm: Ich höre so» viel von deiuer Stärke, zeige sie mir. Klrpee ging uuu auf die Gaffe nnd lehrte alle schweren Lastwagcu sammt ihrer Laduua. in die entgegengesetzte Richtung um. Dcr Kaiser besahl ihm nnn, die Wagen wieder umzukchreu, nud auch das that cr mit Leichtigkeit. Dann ließ er sich 12 Hnfcisen bringen und nahm alle auf ciumal in die Hände nnd zog fie aus riuandcr. Da sagte der Kaiser znm Klepce: Ans dcr Grenze zwischen Krain nnd Eroalien ist cin riesiger Türle, 90 Ecntncr schwer, dcr alltäglich unsers Manen zum Zweikampfe herausfordert. Wcun du cs dir getraust, ih» z» überwindcn, wcrdc ich dir sehr dankbar sein. Dieser Zwcikampf wird entscheiden, wessen das Land sein wird. Unser Held sagte ohne Zögern zn uud versprach, cs »lit dem türkischen Riesen nnfznnehmen und au ihm Rache zn nehmen für dic dem Kaiscrthumc ^i«',) Oesterreich angethane Schmach. Alles wnrde nun znm Kampfe bereitet. Der österreichische nnd der türkische Kaiser führten jeder seinen Kämpen herbei. Zncrst schien der Türke seine Stärke als Esser beweisen zn wollen, indem cr 12 Maß Wein und U Laibe Brot vcrlangtc, während nnser Kämpe sür sich, gewiß für ciucu solchen Helden nnd dazu in einem Weinlandc fehr mäßig, cinc Halbe Wein und einen halben Brotlaib verlangte. Während dcS Essens begnügten sich die Gegner, einander mit verächtlichen Blicken zu messen. Nach dem Essen begann dcr Kampf. Sie packten fich lrcnzwcisc bci den Armen, uud Klcpcc schüttelte dcu Türken mit solcher Gewalt, daß dcr genossene Wein cincn natürlichen Ans' weg snchcn mnßtc. Als dcr Sultan nun sah, daß cs mit seinem Kämpen nicht gut gehen wcrdc, rief cr dcm Klepcc zu und sprach: Packe und werfe ihn an die Mancr. Klcpce aber packte seinen Gegner nnd zerschmetterte ihn nn der Wand. Dann jagte cr die ganze tür-kischc Armee bis Belgrad, indem er mit einem Baum^ stamme anf die Feinde losschlng. Bci Belgrad stieß cr sein Schwert in die Erde, nud sagte: Wenn das Schwert sich selbst in die Erde versenken wird, wird cs cin Zci' chen sein, daß Gcfahr da ist uud ich Hilfe brauche. Wenn cs sich aber von selbst ans dcr Erde erheben wird, soll es mir cin Zeichen sei», daß ich sic mit Dichtigkeit besiegen werde. Bald senkte, bald hob sich uuu das Schwert, aber Klepcc überwaud am Ende doch glücklich die Türken. Die Moskowiter, froh über diesen Sieg, übcrlicßcn cin Stück Land an dcr Donan den Oester reichern. Dcr Kaiser aber versprach nuscrm Heldcu zur Belohnung, alle seine Wünsche zn erfüllen. Der verlangte blos freie Jagdbarkeit, Nachlaß dcr Stencr nnd — noch viele andere Sachen, welche dic Sage nicht näher angibt. Er bantc fich dann cin hölzernes Haus nnd machte jede Wand nur auö drei auf ciuaudcr gc legten Ballen, welche fo dick waren, daß die Wand groß genng. Alles Züge, durch welche die Volkssagc das Rl> scnhaftc iu ihrem' Hcldcn kcnnzcichnen will. Unser Gcwährsmauu fügt hinzn, daß Leute nns dcr Gegend von Ossiuniz ihm erzählten, dcs Klcpcc Hans stehe noch nnd sie hätten cs selbst gesehen. In dieser zweiten Version derKlcpce-Sagc haben wir wohl ciucu spätcrcu Nachhall des Urtcrtcö vor uns, iu welchen die Türlcnlämpfe hincinspielcn. Dcr nrsftrüuglichc Kern, dic Beziehung auf deu vor seinen Fciudcu fliehen-den König, war verloren gegangen uud die Ueberlieferung fetzte an seine Stelle die beiden mächtigsten Herrscher dcr Zeit, den dcntschcn Kaiser nnd seinen Erbfeind, den Sultan von Constantinopcl. mcntcrn, nntcr andcrm bci dem 82 Rcgimcntc in Hanall, nntcr Bedeckung abgeführt wnrdc. In Stuttgart trctcn dieser Tage die Hi i n i sl c r dcr süddeutschen Staatcu zusammeu, um eiuc gemeinsame Reform ihrer Wchrverfasfnug uach preußischem Muster zu bcrathcu. Fürst Hohcnlohe, welcher als Bismarckschcr Volontär diese Angelegenheit betreibt, ist mit dem Kriegsminister v. Pranlh nnd zwei FachmäN' ucril vou Müuchcu bereits abgereist. Ueber die Bedeutung dieser Verhaudlungeu läßt sich dcr „Schwäbische Merkur", das eifrigste, wenn anch ans geschäftlichen Rückfichtcn sehr vorsichtige Organ dcr preußischen Par« tci in Süddcntschland, folgendermaßen vernehmen: „WaS in Stnttgart bcrathcu wcrdcn wird, soll, nach dcm Willen dcr baierischcu Regierung, nnr dazu dienen, „auf dcm Wege dcr Vcrhaudluug uud dcs Vertrags die Rccoustituiruug Deutschlands auzustrcbcn." Daß abcr iu dcr bckanutgegcbcucn Eonfercnz-Grnnblagc nicht mehr als dcr nächste Zweck nnd zugleich das Mittel zu allen weiteren Zwecken, die Militär-Organisation nach Preußischem Muster, bezeichnet ist, ist sehr erklärlich. Warnm anch Dinge an die große Glocke hängen, die vom Auslande, sobald cö nnr will, übcl gedeutet werden uud alsdauu iu die Wagschalc dcs Kricgcs fallen könnten? Daß die füddcutfchcu Minister dcs Auswärtigen nnd dcs Kricgcs, wenn sie in Stnttgart znsammcukommen, mehr wollen, als nnr eine verbesserte Triippcn Formation, dafür bürgt anch die Betheiligung Badens an dcr Eonfcrcnz, Badens, das allerdings cinc Weile sich gesträubt zu habcu scheiut, das nbcr dann zu den Verhandlungen sich herbeiließ, offenbar, weil cs überzeugt wurde (von Preußen), daß cs sich noch nm andere Di»gc handle, als nm neue Bcstimmuugc» über Wehrpflicht, Dienstzeit nnd Exereir-Reglcmcnt." Iu demselben Sinne, wie die Worte Hohenlohe's, sind wohl anch die Aeußerungen dcr „N. A. Z." zn nehmen, wenn sie sagt, daß cs iu Prcußeus Iutcrcssc liege, dic Bildung des süddeut-scheu Vnndes so viel als möglich zn fördern. In Paris scheint man bcrcits anf dcr richtigen Spur zu sein; dic Osficiöscu coustatiren wenigstens jetzt schon, daß die nächste Thronrede Napoleon's von dcm friedlichsten Geiste durchweht seiu werde. Am 2X. Iäuncr habcu in Turin Uuorduuu-gcu statlgefuudcu. Wie die „Tnriner Ztg." berichtet, waren cs nicht sowohl unbeschäftigte Arbeiter, als halbwüchsige jnnge Leute nnd Weiber, welche ill den Straßen Erecsse begaugcu uud verfchicdene Znckerlädcn ausgeleert habe». Iu dem Valeutinogartcn läßt die Stadt große Arbeiten ausführen, allciu cs wurden die Leute, welche dort beschäfligt ware», von den Ruhestörern durch Stein-würfe verjagt uud gezwungen, fich dcm tobenden Haufen nnzuschließen. Die Ordnung war bald wieder hergestellt, und bis spät in die Nacht durchzogen Patrouillen der Nationalgarde und der Earnbiniers sowie einzelne Eavalerie Abtheiluugcil die Stadt. Am folgenden Tage ließen sich wieder .'><)(» Individuen für die Arbciteu in Valcutiuo eiuschreibe». Auch die „Proviueia" behauptet, daß die Ruhestörungen nicht von der arbeitenden Elafse ausgegangen seien. (Ncnna, 2. Fcbrnar. Dcr „Eorr. mere." hebt, indcm cr die hie nnd da vorkommeudcu Arbeitern »ruhen bespricht, uicht mit Unrecht die dcmoralisireudc Wirkung hervor, welche dic Mauic gewisser Iourualc hervorbringe, dic scit Jahren die Proletarier znm Hasse gcgcn die Regierung und die obersten Staatslörperschasten anfhetzeü nnd ihnen dic Meiunug beibringen, Stehlen uud Ra»< bcu sei eben leiuc fo große Verschuldung, da ja „alle Minister, Senatoren, Depntirten nnd Beamten" dies ebenfalls thnn. Vilo^na, 1. Febrnar. Dcr Oberst der anfgc' lösten ungarischen Legion hat hcntc ciucu Tagesbefehl crlasscu, worin er derselben ankündigt, daß sie in Folgc dcs l. Dceretes vom 23. v. M., das ihre AnslösM ansspricht, mit dcm hcntigcn Tagc zn cristiren nnfhört. Dicfcr Entschluß dcr k. Regierung, sagt der Oberst, >!'l eine höchst natürliche Folge ihrcr nenen politischen Rich^ tnng lind zugleich cin unbestreitbarer Beweis, daß ci» militärischer Körper anf dcn bisher festgesetzten Grnlid' agen, mit denselben Grundsätzen nnd dcn gleichen Te»' dcnzcn, zu denen sich die nngarischc Legion belauute, >>l Italien leiuc Mission mehr hat. „ Nom, 1. Fcbrnar. Das „Giornalc di Row" erklärt es als sehr unrichtig, daß die Finanzopcrati"" zwischen Langrand'Dnmoncean nnd Italien uach lä»^ . reu U»tcrha»dl»»gen i» Rom nnd mit dcn italienis^'. Bischöfen abgeschlossen worden fei. Das Gioruale f^, hiuzu: Die Aehanptuugcil anderer officiöscr italicllis^ Ionrnale bezüglich dcr Meinung dcs päpstlichen St»^ verdienen lein Vertrauen; cs sind dies Umtriebe, W^ darauf abzielen, Zeit zu gewinnen und dcr Welt 6^ in die Angcn streuen, um gottlose antichristlichc P^"' die im Gchcimcn reifen, befscr dnrchzliführcu. , ,, — Ueber die Ursache dcs Eonflictcs zwischc» -^., Granada nnd dcn Vereinigten Staaten theilen ""^ tigc Blätter Folgendes init: „Ein ziemlich erustcr ^ ^ fall hat fich zwischen der Ncgicruug voll Columbia , . der dcr Vcrcimgtcu Staaten in Betreff des I^" von Pannina, nach defscn Besitz letztere streben, ^c gen. General Pincdez, Gonvcrncnr eines der ^olu" ^ staatc», hatte in einem Meeting eine sehr heftig ^, gegen das Washingtoner Enbinct gehalten, »»d "1.^,^ halb der Vertreter der Vereinigten Staatc», Hc" " 197 ton, von dcm Präsidenten Moöqucra Erklärungcu vcr< langte, antwortete dieser in so hochfahrenden: Tone, daß es sofort zu einem diplomatischen Aruche zwischen den beiden Freistaaten lam. <^S tann dieser Äruch wichtige ssolgcu nach sich zichcn. Die Landenge von Panama ist die siir den gesaunutcil Welthandel nothwendige Straße Mischen dem atlantischen und dem stillen Oeean. Wenn sie ans irgend einem Grund unter die Herrschaft der ^crmngteii Staaten gcrälh, so kann man leicht voranö-sehen, von welcher Wichtigkeit dies für alle europäischen Mächte sein dürfte." Locales. ^ (Vegnadigte Italiener.) Sc. Majestät der Kaiser haben mit allerhöchstem Acschlsschrcibcu die im hie« sigeu Kastelle wcgcn Hochverrat!) inhaslirlen schweren Sträs. linge, als deu Privatier Carlo Vonopace, Grnndbcsiller Luigi Marchieri, Aauer Giovanni Ärunori, Kleinhäudler Paolo Salari, Schuhmacher Giuseppe Ecaglia, 5 > li '^"' die Pensimiirnnq drr Wie. l'sm werden ,^' , i ,",7/'^ ^'volle slalt „A u « c ul < a n t e n" gc- Tclcgrmmc. l^mal.Tclcgrawmdcr^aibachcrZei^ Nebender Stelle n«/^ """ b"b^' au mast, Neichörath verlichtet ,.«55 "".y"ordentlichen tane auf den ,« «..^""^ ""'""' ^c «and. riuberufeu "^ mcht <,«f den »,.d. Vt. ^on^sfoke?led^t^ ^rändert m. ^n,m. '''"'' ^ "^ ''^ "erden,.n. W biö <;3 '-',. '"'"uf nmrden die Alineas Melchior ^onyasö ",, ? "ll'neas mnfassenden, nach vorgelesen. Da.sclbe lm.tcl."""^"cudeu Au,eude,ueui Mnt'dcr^mein^7^„^n^^"^u^ Alineas 20, 21, 22, 23 und ?! , ^-.^" '" ^'u ftstgestelltmrdenwird^zngle!' 1^ der ungarischen Krone einerseits nnd S m -'" i'brigen Ländern nnd Provinzen anderseits ^ "3'!,"/ und yandclöbnndüiß nach der in Alinea l;^ . s.-^ "' tm Wcisc ^.schließendem, wobei ^^^ sp ochcn wird, daß die bisher mit dcm An6lm,d .^ Hlosfcncn Handelsverträge auch fnr Ungarn G^timg . K5. Aci dieser Gelegenheit lind ebenfalls din^ "nc der Alinea 03 gemäße Vereinbarung tonnen für dk d n ."'^"dnstricprodnctioii u» enger Verbindnna slel.cn. dm «ndlreeten Steuern, hältniß uud für die Gcbahrnng derselben solche Normen festgesetzt werden, welche die Möglichkeit dessen aus» schließen, das die eine Legislative oder die eine vcrant» wörtliche Regierung Maßregeln in diesem Punkte träfe, welche eine Verkürzung des (5iulo»l!!!cns des anderen Theiles nach sich ziehen könnten. Zngleich kann auch für die Zukunft dcr Modus festgestellt werdcu, wouach die bei dicscu Stcucru ciuzuführcuden Reformen durch beide Gesetzgebungen übereiustimmend wurden cutfchicdcu werden. 00. Fcrucr würde auch bestimmt werden, durch wcu und in welcher Weise die Aufficht über dic gleichmäßige Verwaltung aller Zolllinicu auSzuübcu sei, uud würde ausgefprochcu werden, daß die Zolleinnahmeu zur Dcckuug dcr gemciusameu Auslagen zu vcrwcudcu sind; die Suiume dieser (!5iuknnftc wird daher vor allem von dcr Summe dcr gemeinsamen Ausgaben abgezogen werden. 67. Da die Eiscubahucu ciueS der wcscutlichstcu Mittel zur Förderung des Handels sind, kanu bei Abschluß des Zoll- uud Handelsbundcs durch ein im Siuuc des Aliuea 03 zu schließendes Uebcreinkommen bestimmt wcrdcu, bezüglich welcher ^iseilbah» Viuieu iin Interesse beider Theile gemeinsame Verfügungen nothwendig find, uud wie weit sich diese Verfügungen zu erstrecken habeu. Hinsichtlich aller audcrcn Eisenbahu-Vinien gehört das Vcrfügnngsrecht ausschließlich jedem Ministerinn! lind Reichstage, dessen Territorium sie durchlanfeu. 08. Mit dcm Handel steht auch die Feststellung des Müuzwcscus uud des allgemeinen Geldfußcs im cugcu Zusammenhange. Cs ist daher nicht nur wüuschcns' werth, soudcru im Interesse jedes Theiles auch uothweu« dig, daß sowohl das Müuzwcscn als auch dcr Geldfnß iu alleu Zaudern, welche zu dcm zu schlicßcudcu Zoll buude gchörcu wcrdcu, gleich sei. Bei Abschluß des Zoll-uud Haudclsbuudcs wird cs daher nöthig sein, auch über das Münzwescu und dcu Gcldfnß iui Wege besonderer Vcrhandluugcu Verfügungen zn treffen. Sollte aber später eine Abänderung der iu dieser Weise festgestellte» Verfügungen oder die Feststellung eines ucueu Müuz-systems und Oclofnßcs sich als nothwendig oder zweck mäßig herausstellen, so wird dies im gegenseitigen Ein vernehmen der bcioeu Miuistcricu und unter Guthcißung beider Reichstage geschehen. Selbstverständlich bleiben die Majestätsrcchtc des z'töuigs von Ungarn hinsichtlich dcr Prägung uud Emission llou Geldmüuzc» iu voll« stäudigcr Uuvcrschrthcit aufrecht. <>i>. Vei Beslimmunq der Onote uud bei Abschluß des Zollbuudcs wird zu gleicher Zeit dcr auf dic Staats< schuldeu bezügliche, vou Üugaru zil übernehmende Jahresbeitrag uach dcr iu dcu Alineas 5>? uud 03 bczcichuctcu 2^cisc durch eilt freies llebercinkommeu festzustcllcu seiu. Die Ntiuorität luachtc Einweudnngcn, daß dadurch die Selbslständiglcit llngarnS gefährdet fei. Die Redner der Majorität fehen dadurch die materiellen Iulcrcsseu des Maudes gefördert. Deat beautragt ciuc das selbst-stäudige Verfüguugsrecht des Landes wahrende Cinschal« tuug, mit welcher dann die Aliucas angenommen werden. Mit einer gleichen ^rwcitcruug, die von Somssich be-autragt wird, werden auch die Aliucas 70 und 7l un vcräudcrt angenommen. Hoßzu beantragt uoch Ansuahme des Post- nnd Tclegraphenwescns; wird als überflüssig vcrworfc». Tisza meldet au, daß die Minorität fich vorbehalte, ihre befondercu Ansichten gegen das Elaborat eiuzubriugcu. Bömches crklärt im ^lameu der Sachsen sciue Freude über das Zustaudelommeu des Operates uud über die ucuerc GcfestiOlng des Verbandes zwischen Ungarn uud Siebenbürgen. Die Anlhcutieatioussitznng ist auf Mittwoch Vormittag anberaumt. Nach Aliuea 71 wurde der Entwurf im Gauzcn angenommeu. Folgcudc telegraphische Berichtigung geht dcm „Frdbl." zu: Der iu der Depesche vou Brüssel, 3. Februar, gc° nauutc OrtMarchicuucs liegt uicht iu Noro>Fraukreich, soudcru iu Bclgicu. ^__ Telegraphische Wechselconrse vam l». Februar. kberc Metalliquca 6l. -^ s'P"'c. MelaNi^ir« mit Mai- „nd Not,eml./r.'^insm (j.'> 10. - 5p"c. National Äoirhm ?l, -- Va»l< - Sild.r 120 3!. -^udonN^.o.-K.l.Dueatcn^) cheschästs-Zeitunss. nlchi' '„ "" U,,"' ",i> O,»idc ,1» S,!», Schweine «°>, Wchm pr,Mch«. ^^«^,Zzwd, ^ GnNe !. " " ^'^l, ^r. Mal; . - 1<» Hafcr ,. ^ " l ^ndstrisch ,n, Pfd. ^ 1? Halbsrucht ,. ^ "^ Kalbfleisch „ __ 24 Heiden „ ^ "l0 ^chwcincsleisch „ — 20 Hirsc „ -' ^ Schöftssuslnsch „ -!- Kulnnih „ 4 — ! Hälnidel pr. Stück — 25> Erdiipftl ,' 1,60 Taub»'u „ ^ ^9 lünscn „ "! ^! H"i ftr. Zcntuer . 1 — Elbsni „ -. I - , Stroh „ . _. 50 Fisolen „ 4 «0 Hol;, hartes, pr. Klst 4 ^. Nlud^jchinnl, pr. Pfd. — z 45 — N'eiche«, „ 3 -. Schwciiu'schinalz „ ^ i^^ ! Wmi, rother, pr. Eimer - ! — Spcct, frisch, „ — ^ 29 ^ — weißer „ ,s) 5<) Cpecl, geräuchcrt, Psd, — ^40 > ^ 3lngckommene Fremde. Am 4. ssebriiar, Ttal't Wien. Die Herreu: Nolmse. Kaufmann. — Kttsevani, Bllrgermcistcr, uou Dorubcrg. — Ki^ Maler, von Graz, — Pclsche, Kaufm., vou i'aas. - ^ol'iuger, k, l. General, von ZwischenwNssern. — Ranniler, Theolog, von Oiirz. — Herz- frtd, Kfm,, u. Deschmai,, dann strau Äaronin Aichelburq. v. Wien. Elcpliallt. Dic Hcn'?n: 2»iai^», von Seisenucra. Hanxsch, Kausm,, vou Trieft — Vtayrr, Kanfm., von Preftran?g, — ! Samia,, Hanplmauu, vou Wien. — Ritler v. OuluiauSthal, Herrschaftsbesitzcr, von Saveusteiu. Wilder Mann. Flau Gressel, GntSvesilMm, vou Treffeu. Baiser von vestervcicli. Hcrr Leuts, Schanbilderbes., u. Iglcm. ! Mohrell« Hrrr Iallitsch, Hausuer, vou Kottschee. Theater. Hcntc Mittwoch dru 1,2 > windstill ^ trilbe ,^"1 Die Vollcndeclc wgübl'r geschlossen. NbeudS schwacher 9legeu Wolkenzug auö EW. Verantwortlicher NedactsUl: Igim, v. K l e! n m a n > Eingese.ldet. Geehrte Wähler in Kram! Ms das gefertigte Wahkomit!' am 11. v. MtZ. sich zum crskn male au Euch wendete, Euch die große Wichliglcit del gegenwärtigen Landtagswablcn auseinandcrsrlzcnd uud die Wahlcandidateu aucmpschlcud, war eZ von dcr Hoffnung beseelt, das; Ihr vcrtrauungsvoll seine Stimme hören und nach seinen Rathschlägen haudeln werdet. So groß uuser Vertrauen aber auch war, noch viel mehr haben wir erreicht. Der Ausgaug der Wahlen in den Landgemeinden, Märkten und Städten ist so glänzend, daft lein Vand dcs weiten Kaiserreiche) sich eines Aehnlichen rühmen lann. In schönster Einigkeit, wclche selbst anherlands bewundert wird, seid Ihr, geehrte Wähler! säst vollzählig vor die Wahlcoinmijsion getreten und habt so gewählt, das; säst dnrcha/hcndö mit ruhmvoller Majorität die vou uuö Anempfohlenen gewählt wurde». Dieser großartige Sieg, welchen wir mit keinerlei unehrenhaften Mitteln erlämpften, ist ein llarcr Aeweis, das, unser Voll sich feiner Rechte und Pflichten be< wußt ist — das, mau ihm durchaus nicht politische Unreife oder die Uusahigkeit für das conslilulioncllc Lebeil vorwerfen darf — nud dah es un5 vertraut, die wir dc»H National-wahlcomitc? gebildet und die Ncithfchläge an die Hand ge» gt, da die schwere Aikcit mit Gottcshilse beendet ist, den herzlichsten Dank ausznsprecheu für das Vertrauen, das Ihr ihm vor aller Welt so glänzend bewiesen habt. Ihr habt eö dadurch ermöglicht, daß die Wahlen iihcrall so zu Ende geführt wurden, daß der lünslige Landlag wirklich das scin wird, was er sein soll, cin nationaler Landtag, sich bewußt seiner allsciligeii großcu Pflichten für da? Vatcrlaud, in den Rcichsangrlegenheitcn aber ein kräftiger Vertreter cines einigen, untrennbaren Oesterreichs, gerecht auch jedem andern Voltsslammc. Mit dem heißesten Wunsche, daß bald bessere Zei» ten unserem theueren Vaterlande erblühen möchten und daß der sriedlicbe Ausgleich aller Völker das wahre conslitutionelle Leben in Oesterreich kräftige, verabschieden wir uns silr dermalen von Exch, theuere Laudsleute, mit dem inständige,, Clsuchcu, uns gegebenen Fall>3 wieder au Euch wcuoeu zu dillscu. Gott erhalle Euch! Laivach, am l. Februar I6U7. Das nationale Wahl " C 0 mit 6 f il r das Her» zoglhum Krain. Dr. I. Vleiwcis, Landcöau^schuß: Johann Varon v. Echloiß-nizg, t. t. Gehcimrathi Anton Äaron Zois, Herrschasts-brsillcr 1 Dr. Lovro Toman! Lucas Svetcc: Johann Horal, Viccpräsident dcr Handelskammer; Josef Dcbevec, Gemeinde' rath; Anton Koß, Domprobst: Dr. Johann Pogacar, Domdechant: Johann Noval, Dombeir; Josef Pavölcr, Domherr: Iohaun Pollular, Domherr und Gemeinderath: Iofcf Zuvan, Domherr und Sladtpsarrcr-, I.Volc, Domherr; Dr. Andreas Ccbaöet, Consislorialralh: Dr. Leo Voncina, Consistotialralh: Dr. E. H. Costa, Vürgermeislcr; Dr. Josef Orel, Viceliülger-mcister: Pavel Auer, Gcmcinderalh: Josef Vlasnil, GR. i Anton Fröhlich, GR.: Michael Palic, GR.: Josef Pleiwciß, GR.: Franz Rösmann, GR.: Joses Svenlner, GR. : Franz Eouvan, GR.: Dr. Icrnej Zupanec, GR. 1 Dr. Alois Va-lcnla, GR.: Alasius Vcrhoucc, GR.: Fideiis Tcrpinc, Prä« sideut dcr Laudwirlhschaftsgcslllschafl: V. C. Eupau, Präsident d,r Handelskammer: Johann Fabian, HKR.: Johann Iamöet, H5R.I Iohaun Vec, HM.: Mathias Schreiner HKR.: Paul Skale, H5R. 5 Franz Mali, HKR.: I^l Strzelba, H.