»„««er 23. Pett» ». >m 8. 1902. XIII. Iahryanq. PettauerZeitung. Erscheint jeden Konnrag. Piei« filt Pettou mit Zustellung in« Hou»: Monatlich St) k. vierteljährig X 2.40, haldjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Hoftoerscndnng im Inland«! Monatlich 8ö h, vierteljährig K 2.60, halbShng K 5.—, ganzjährig K a.50. — Sinjelne Rummern 20 h. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträgt sind erwünscht und wollen längsten« di« Freilag jeder Woche eingesandt werden. Friede! Am 1. Juni 1902 traf in London folgende Depesche ei»: „Da« Prvtokoll, daS die Bedingung« » der Übergabe der Buren enthält, wurde gestern abend» um 10 Uhr 30 Minuten von sämtlichen Delegierten der Buren, von Gouverneur M i l n e r und mir unterzeichuet. Kitchener." Durch fast drei Jahre hat eine Handvoll im modernen Kriege ungeschulter und mit modernen KriegSmiNelu zum große» Teile unbekannter uud blo« mit modernen Handfeuerwaffen au»-gerüsteter niederdeutscher Bauern, sich gegen die erste Weltmacht mit solchem Erfolge ge-wehrt, seine Freiheit so zähe verteidigt, um seine Rechte mit solcher Einmütigkeit gerungen, daß die Weltgeschichte ein zweites Beispiel davon nicht auszuweisen vermag! Denn selbst die Ge-schichte deS .Abfalls der Niederlande" von Spanien, das unter dem frommen und wie alle seiner Sorte mitleidlosen, in das Gefühl der Gott« ähnlichkeit verbohrten Tyrannen, dem Jesuiten-z^ling Philipp II., dem heutigen Weltreiche Großbritcmien glich. ,in dem die Sonne nie untergeht", — weiset nur eine Ähnlichkeit auf. in der Wahl deS Werkzeuge» dcS Größenwahnes: dort A l b a. hier Kitchener. Und wie dort die niederdeutsche Kraft und da» ollen Deutschen, welch' Stamme» sie immer seien, eig'ne Gottvertrauen der fpanischen Welt-macht den schwersten Stoß versetzte, so auch hier! Die erste Weltmacht der Erde, Großbritanien, hat durch die niederdeutschen Bauern von Tran»-vaal und Oranje den Stoß in» Herz abbekommen. Ob e» sich mit dieser Todeswund« so lange hinzu, schleppen vermag, wie Spanien, da» wird später die Geschichte unseren Nachkomme» sagen! Die e r st e Weltmacht der Erde! Da« .Land und Meere beherrschend« Albion" hat mit der Handvoll niederdeutscher Bauern seinen Frieden gemacht; einen Friede», der »hm über 100.000 Menschen und was diesen elenden Krämern noch Die hellige Vehme. Schön ist'», wen» man sich befleißet. — die Verführung vou sich weiset — weil ein jeder sromme Ehrist — solche» sehr gewogen ist. Denn e» läßt sich nicht bestreiken, — daß Genußsucht oft zu Zeiten — da man nimmer d'ran gedacht. — später hat viel Leid gebracht. Solche» hört man jetzo eben — und man sieht Prozesse schweben. — weil sich Zwo einmal geküßt, wa» nur selten ratsam ist. — wenn man nicht, wie sich» gebühret. — eh' die Schnäbel sich berühret, — rechnet mit der Kouseqnenz, — einer giltiaen Ehlizenz. Denn e< wachet die Remesi» — und notieret sich wa« bö» ist; und zur größere» verblei-tung — schreibt sie» später in die Zeitung. Solchermaßen weit und breit — liest e» dann die Ehristenhei», — die ob solcher Sünd und Schande — teilwei» spricht von: „Schwefelbande." — teilwei» wieder, je nach Neigung — so wa» viel, viel mehr wche tut, 5 Milliarden an Geld kostet! Er sei ihnen vom Herzen gegönnt, dieser Friede, den» sie so teuer bezahle» müssen! Aber mehr, noch viel mehr hat der Helden-kämpf deS niederd«»lscheu Bauern-Volke» gekoste: und dieser Schaden läßt sich weder in englische» Pfunden, noch in russischen Rubeln, weder in deutscher Mark, noch in österreichische» Kronen berechnen! An dem Frieden von Vereeiiiging oder Pretoria hat nicht der König von Großbritanien allein zu tragen! Die Völker Europa« nicht allein, sondern der ganzen civilifierte» Welt standen unentwegt auf Seile deS niederdeutsch«» Heldenvolke»; die Regierungen standen ans Seite — Englands. Ihnen war nicht da»: „BolkeSstimme ist GotleSstimme!" — sondern da»! „voluatas rex, suprema lex!" — maßgebend l Mit den Engländern wären die Buren fertig geworden; mit der „Neutralität" der Großmächte fertig zu werden. — ist ihnen unmöglich geworden! Mit einer solche» Neutralität würde über-Haupt eine einzelne Großmacht «uch nicht, viel weniger ei» kleines Bvlk fertig werden! ES war die Neutralität der Betterir- und Baseiischafie». die die Politik der Uuterröckr forderte! Arme Bure»! Sie waren leider mit keinem europäischeir Herrscherhaus? verwandt oder ver-schwiegert! „Voluntaa rex, suprema lex" ließ deutsche Schiffe von den Briten geduldig mit Beschlag belegen? „Voluntas rex, suprema lex," dekorierte de» gedestet heimschleichenden „Feldherrn" der Großmutter mit den, höchsten Orden! Andere Verwandte taten das ihrige, um eine Katastrophe der erste» Weltmacht zu ver-hindern; sie lieserten Pferde. Kanonen und andere wertvolle Freundschaftsdienste, um zu verhindern, daß dir erste Weltmacht bei einer Handvoll Bauern um de» Frieden bitten müßte. Trotz Genfer- und anderen papierene» Kon-veotionen. trotz Völker- und anderen verbrieften Rechten rangen die europäischen Großmächte vo» der „Weitverzweigung — jener schleißigen Moral, — die sich finde überall." — Und eh' mau sich'S »och verstehet — und die Konsequenzen ziehet, — kommt ein uubeschvlt'ner Mann, — der nie böie« hat getan. mit dem großen Klagebogen. — drinnen alle» scharf erwogen — und al» wahr bekräftigt ist, — weil er oft beim Lesen niest! — Schlimm steht alsdann die Geschichte; — dran da» hohe Behmgerichte — läßt sich niemals nicht erweichen — fürchtet weder Blut noch Leichen. — Den» die Luchen sind schon tot und da» Blut, ist e« auch rot — fördert Wahrheit. Recht und Glauben! — Ganz besvnders das der Trauben. — Wenn e» dann sein Urtel schöpfet, — aber weder henkt noch köpfet, —spießt, verbrennt, noch garrotirt, — weil da« »icht gestaltet wird. so erkennet e« zu Recht! — dieser Kerl ist bb« und schlecht I — Böser al« sein Namens-vetter, —schlechter alS 9 Tag Regenwetter! —" jammernd die Hände über die unmenschlichen Scheußlichkeiten, die in Südafrika an Weibern und Kindern der heldenmütigen Bure» verübt wurde»! Genug; der Friede kostete England eine gonzc Armee, tausende von Million«« und sein Prestige. Wa» er den andern kostet, wird die Zukunft lehre», denn e« mehren sich die Anzeichen be-denklich, daß die Völker, und sogar jene, die man bisher für eine große Herde willenloser Geschöpfe hielt, da« »voluntas rex, suprema lex« nicht inehr für einen Glaubensartikel hal-ten, der znr irdischen Glückseligkeit unumgänglich notwendig sei. Der Krieg in Südafrika und seine Begleiterscheinungen haben diese Erkenntnis mächtig gefördert und da» ist die Rache des Rech-teS über da» Unrecht! Die niederdeutschen Helden, deren Gebeine heute aus den Kampffeldern Südafrika» bleichen, sind gestorben wie Helden und sie sii;d für daS höchste gestorben. waS der ehrenhefte Mann außer dem Allvater als Höchstes hält: — Für Freihnt, Vaterland. Herd. Weib und Kind! — Die nebe» ihnen modernden Gegner starben, und mancher mit einem Fluche oder einer Verwünschung auf de» Lippe», als bezahlte Knechte de» »Voluntas rex!« König Edward VIII. ist modern erzogen und gebildet, er hält nichts aus Erscheinungen au» der vierten Dimension, wie König Belsazar. Er wird beim KrönungSmahle die Hand nicht sehen, die an die Wand deS Saale« schreibt: mene, tekel, upharein! Er wird auch die Klage» der in de» verwüsteten Farmen und den verpesteten Konzentrationslagern verhungerten Säuglinge, zu Tode geschundeten Mädchen und moralisch und physisch zu Tode gemarterten Weiber der Buren nicht höre», sondern blo« den Lobgesang seiner Höflinge „Herr von Oranje und TraiiS-vaal! dir sei die Ehre." — Er wird die geheim-»iSvolle Schrift nich! sehen und daS Wehklagen der Seelen der Gemordeten nicht hören, denn wen die Gölter verderben wollen, den strafen sie mit Blindheit. Punktum I satis, Streusand draus. — Alsbald preist das Volk den Lauf — solcher rächenden Nemesis. — Doch er lachte, weil er bös ist. — Darum soll mau stets mit Zage» — vor den bösen Folge», sragen: — ol>S auch billig ist und recht, — sich »um anderen Geschlecht — allzunahe hinzuschlängeln, — weil die Frommen da» bemängeln. — Da ja doch nicht jeder Ehrist — schon Unfall versichert ist. — Freilich, ansang« ist'» gar traulich. — lei-der wenig auferbaulich. — wenn man trotz zivei alter Tanten — mit den Auge» die bekannten — optischen Signale wechselt. — da»» zuhaust Verse drechselt, — die am rechte» oder linken — oder aus beide» Füßen hinken. — Ader wenn anstatt der Tanten — Onkel» mal al« Elefanten, — die entweder farbenblind — oder toleranter sind — mit gar rührendem Verstauen — auf den Schützling Häuser baue», — macht man sich solch laxe» Schutz — selbstverständlich bald zu Nutz; - Gemeinder.it? Sitzung »» 4 ?»» >««1. Zu dieser ordentliche» öffentliche» Sitznng war folgende Tagesordnung ausgelegt: 1. Verlesung de« Protokolle« der letzten Sitzung. 2. Mitteilung. 3. Bericht de« Recht«au«schuffe« über Gesuch« mehrerer P«rso»en um Verleihung der Zuständigkeit. 4. Bericht de« Recht», und Geldgebahrnug«-Ausschüsse« über Alter«-, Witwen- und Waisen-Versorgung der städt. Bediensteten. 5. Bericht des Geldgebarungs-Ausschufse« ülxr da« Ansuchen de« Propste« um Beitrag«-leistung für eine neue Orgel. 6. Bericht de« Geldgebarung«-AuSschuffe« über da» Ansuchen de» Haiidel«gremium« und Gewährung der jährl. Unterstützung für die kaufmännische Fortbildungsschule. 7. Bericht de» Geldgebarung«. und Ge-werbeAusschusse« über da» Gesuch de« Max S t r a s ch i 11 um Pauschalierung der Brantivein-Umlage. 8. Wahl des Stadtgemeinde-VertreterS in den gew«rbl. FortbildungSjchul-AuSschuß. 9. Bericht de« Recht«- und UnterrichtSaus-schufst« über da« Gesuch der k. k. geographischen Gesellschaft um Bkitritt. 10. Bericht dt» Bau- und GeldgebarungSau«-fchuffe» über da« Gesuch de« Konrad Fürst um Bewilligung de« Kaualbaue« und Beitrag«-leistung. 11. Bericht des Stadtamte» über Bewilligung de« Baue« eines offenen Gange« im Hause Hauptplatz 14. bezw. Brunngaffe. 12. Gericht de« Bau- und Geldgebahrung«-Ausschusses über da« Anbot de« Josef Fürst aus Parzellentausch beim städt. Biehmarkte. 13. Allsällige». Vorsitzender sttrr Bürgermeister I Ornig constatiert die Beschlußfähigkeit und eröffnet die Sitzung. Sohin wird die Tagesordnung wie folgt erledig: Zu Punkt 1. Da« letzte Sitzungsprotokoll wird in seiner Fassung genehmigt. Zu Punkt 2. Erklärung der Stadt Seyer, daß sie sich der Resolution gegen die Überbür-düng der Schüler der Gymnasien, inbezug auf „griechische Sprache" anschließe. Zu Punkt 3. Der Reser-ntenantrag bezüglich man biedert sich dem braven Mann — womöglich im Kaffeehau» an. — Man tut al« hätt der Strumpf kein Loch, — denkt aber a» die Nichte doch. — Ein frommer Mann tut so wa» nicht! — Denn dieser scheut da« Tageslicht — und nur an einem dunklen Abend — ist ihm die liebe Liebe labend. Den schlangenklug und sanft wie Tauben — macht er die bösen Leute glauben, — ihm sei da» Flirte» ganz verhaßt. — nxil es zur Frömmigkeit nicht paßt. — Und solche gelten bei den Tanten — al» ungefährliche „Bekannten." — bi« man nach d«r bestimmt«» Zeit — di« „Ungefährlichkeit" bereut.— Dahero ist e» immer gut, — ein jeder sei aus seiner Hut — uud deiike in d«r Liebe Lenzen — zuweilen an di« Konsequente» — und öfter auch an'« Vehmgerlcht! — denn diese« schont den Sünder nicht; — e# heuchelt stets Gesühl«.Vereisung. — verschweigt manch' eigen« Entgleisung, — obgleich sie auch nicht rühmlich war — und andern auflud die Gefahr. — Da» ist wohl nicht sehr ritterlich. — allein da« schirrt die Behme »ich. — die in der andern Augen sucht — nach Splittern — und sie redlich bucht. — Würd' auf West-phalen« roter Erden — da» alte heut leben-dig werden. — da« neue Vehmgericht wär dann — schon abgetan in Acht und Bann! 0. W. der Gesuch« um Erteilung der Zuständigkeit ver-schiedener Gesuchsteller wird angenommen. Zu Punkt 4. Wird Herrn Gemei»derat Dr. Schöbiuger da« Referat über den Ge-genstand zur seinerzeitigen Berichterstattung über-trage». Zu Punkt 5. Wird über Sektion? Antrag beschlossen, für ein Register der neuen Orgel den Betrag von 400 K zu widme». Zu Punkt 6 werden 200 K al« Beitrag für die kaufmännisch« Fortbildungsschule bewilligt. Zu Punkt 7. Da« Gesuch de» Herrn Max S t r a s ch i l l um Pauschalierung der Spiritus-Abgabe wird dahin erledigt, daß für da» lau» sende Jahr 1902 die bezügliche» Daten »ur Grundlage der Pauschalierung zu dienen haben und darnach seinerzeit da» Ansuchen zu erledigen s«. Zu Punkt 8. Herr Gemeinderat Johann Steudte wird zum Vertreter der Siadtge-meinde bezüglich der „Gewerblichen Fortbildung»-schule" wiedergewählt. Zu Punkt 9 wird dem Finanzausschuß? zur Berichterstattung zugewiesen. Zu Punkt 10. Nach dem Berichte de« Re» serenten der Bau-Sektion über die gepflogeneu Erhebungen bezüglich Herstellung eine« Kanäle«. Da sich die Kosten eine« solche» Straßenkanale« ans K 1098 03 belaufen, ist die Stadtgemeinde erbölig, den fraglichen Kanal selbst herzustellen. Die beiden Interessenten Herr E. Fürst und Herr A. R u 2 i C f a hätten in diesem Falle je V§ der Kosten mit K 366 01 an die Stadtgemeinde zu entrichten. Die Stadtgemeinde bleibt Eigentümerin de« eigentlichen Straßen-Kanale«. Herr Fürst E^entümer de« Teile« auf seinem eigene» Grunde bis zur Einmüudung in die Minoritengasse. Der Antrag d«S Herrn E. Fürst, die Stadtgemeinde möge die von ihm an-geschafften Kanalrohre übernehmen, kann nicht akzeptiert werd«», da die Lichlweite der Rohre 25X37 für den Kanal zu enge, sonst aber keine Verwendung Vorhand«,, sei. Dem Stadtamte wird aufgetragen, mit Herrn E. Fürst mündliche Verhandlungen weiter zu pflegen. Zu Pt. 11. Die vom Stadtamte angewendete Form der Baubewilligung gegen Ausstellung eine« Reverse» wird genehmigt. Z» Punkt 12. Da» Anbot de« Herrn Joses Fürst auf Parzellentausch behus» direkter Ver-binduug der Straß« zum Bahnhof mit dem Vieh-marktplatze kanu au« dem Grunde nicht ange-nommen werden, weil außer der zu erwerbenden Grundparzelle de« .Herrn Joses Fürst zwischen dem Viehmarktplatz, und der Bahustraß« noch fremde Parzellen liegen, somit auch die Erweraung dieser in Rechnung aezogen werden müßte, ehe die direkte Verbindung hergestellt werden könnte. Zu Punkt 13. Berichterstattung über die vorgelegten Gemeinde-Rechnungen wird bi« zur nächsten Sitzung vertagt. tu Punkt 14. Die Änderung de« Schlacht-arife« wird nach dem SektionS-Antrage angenommen. Darnach stelle» sich diese Gebühre» inklusive Beschau-Gebühren wie folgt: sür Großvieh K 4.—. für Kälber K —>60. für Schweine K 1.20, für Schafe und Lämmer K —.50. für Kitze und Ferkel K —.10. Die Specharen habe» die gleich« Gebühr per K 1.20 zu entrichten. Die Gesuche der Fleischer wegen Benützung d«r Kühlzellen im Schlachthause iverden dahin erledigt, daß sür eine große Kühlzelle pr. Monat nur 10 K sür eine kleine Kühlzellepr. Monat 6 K zu entrichten sind. Herr Bürgermeister Ornig übergibt den Borsitz, um nachfolgend«» Bericht zu «rstatten. Die Aktien-Brauerei Puntigam hat da« Ansuchen gestellt, da» Hau» de« Tischler« G e r e 6 i, i ( zu kaufen und an duser Stelle ein Bierdepot ohne Restauration zu errichten. Da« Hau» fei stockhoch und in gefälliger Ausführung geplant. Der Gesellschaft wurde die Bewilligung gegen dem zugesichert, daß da« neue Gebäud« in die neue Baulinie gerückt werde. Der dadurch frei werdend« Grundstreisen fei der Stadtgemeind« un- entgeltlich zu überlasten, wogegen ein kleinerer Grundstreifen der Gesellschaft behuf« Einhaltung der Baulinie konzedirt würde. — Der Antrag wird angenommen. Der Weinbangenosseuschaft in Peltau wird ein Beitrag zum Grüuduagssond 'pr. 1000 K bewilligt. Der Frau Faai W i b m e r wird die ver-Pachtung ihre« Bralltwein- und Obstmost-AuS schort?« an E. Edlinget unter dem vorbe-hatte bewilligt, daß geqen ton Pächter Anstünde nach de» bezüglichen Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung nicht vorliegen. Da« Auslichtn de» Franz Kaiser um Erweiterung stlner Konzessiv» sür Brantwein-schank aus den Au«schank von Obstmost wird ge-nehmigt. Bürgermeister-Stellvertreter Franz Kaiser berichtet über die Notwendigkeit d«r Vergrößerung de« Studentenheim« durch Aufführung eine« dritten Stockwerke« und ersucht, dem Stadtamte für diesen Zweck einen Kredit von 20.000 K im Höchstausmaße zur Verfügung zu stellen. Nach dem Berichte de« Referenten der Bau Sektion, Gemeinderat Kratzer über Art und Form der Ausfühiuna diese« Ausbaue« wird der Antrag Kaiser zum Beschlusse erhoben. Die UtttcrrichtS'Sektion füllt den Antrag: Nachdem an der neuen Mädchen-Bürgerschule und bei den Internisten de« Deutsche» Mädchenheim« Lehrkräfte sür Spezialfächer notwendig werden, die natülich au» den Kreisen der hiesigen Lehr-körper entnommen lverde» müßte», sei der Stadt-schulrat anzuweisen, eine diesbezügliche Genehmi-guiig seitens der oberen Schulbehbrde einzuholen. Wird angenomme.i. Sohin Schluß der Sitzung. Gleichenfest. Am Neubaue der Mädchen-Volks- und Bürgerschule und dem damit verbundenen „Deutschen Mädchenheim" würd« gestern abend« das Gleichenfest gefeiert. Die „Mauergleiche" ist vollendet und zudem ein Teil de« Dachstuhle«, dessen einzelne Be-standtkile fertig sind, aus dem rechten Seiten-flügel aufgestellt. Der Bau wird also in kürzester Zeit „unter Dach" sein. Freilich verdecke» heute noch die Gerüste den Rohbau so vollständig, daß seine Form völlig verschwindet, wer sich aber di« Mühe nehmen will, i» der Baubütte den Facadenpla» anzusehen. der wird sich leichter ein Bild machen können von der einfachen Schönheit de« einmal vollendeten Bauwerke«, das trotz feiner Größ« nicht massig wirkt, deffen Gliederung, leicht zur Höhe strebend, einer fast zierlichen Eleganz nicht entbehrt, so daß da» Ganze ungemein anheimelnd wirken twrd. Da« Wetter war dem Fortschreiten de« Baue» im gmuen wenig günstig und dennoch wurde ein Stück Arbeit geleistet, welch«« Einer heute mit stiller Genugtuung betrachten kann. Mit Gtnugtuung darüber, daß da« Werk trotz aller Hiuderniffe so weit gediehen ist; denn zufrieden ist er noch lange nicht I E« gibt nicht viele Bauherren, die bei ihrem eigenen Bau eine so rastlose Tätigkeit al« treibende Kraft entfalten; nicht blo« „nachschauen ob'« vorwärt» geht", sondern unermüdlich selber vonvärl« schieben, ohne dabei andere jemals zu entmutigen. Er ist in feiner Zähigkeit im Schaffe» staunenswert und von einer fabelhaften Arbeitskraft und Schaffenslust; alles geht durch seine Hand und von Arbeitsteilung ist so lange keine Rede, al« ihn irgend etwas »och nicht „gemacht" erscheint. Da liegen die Offerte über alle möglichen Dinge vor; jede« einzelne wird geprüft bi« zur letzte» Ziffer und diese werden dann wieder uuterein-ander verglichen und erst bi« alle« klargestellt ist. kommen sie schön geordnet und aus alle einzelnen Borteile geprobt zur Beratung. Welche Arbeit e< gekostet hat, da« massenhafte Material« herbei zu schaffen, darüber oft noch eingehend mit de» ein- jfliun Lieferanten zu unterhandeln. ehe er d»> geratenden und Beschliehendeu dich« Material» handgerecht und übersichtlich vorlegt, darüber verliert er kein Wort! Während heute die Mauergleiche vollende« ist, hat er schon an die innere Einrichtung und Ausstattung gedacht und erwogen und geprtst und gesonnen und wieder geprüft vorn Mot«, für die Wasserpumpoulage bi« z» den Fenster gardinen, von den Fliesen in den Eorridoreu bi« zur Malerei in den verschiedenen Jnnqi» räumen. S« ist eine phänomenale Arbeitskraft, ge-paart mit einer unglaublichen Zähigkeit, die da jchqsit »nd wenn da« Wer? erst vollendet ist. dann wird der Bürgermeister in seiner einfachen Weise ruhig sagen: .Ra also, jetzt habe» wir die G'jchichte doch fertig gebracht." Aus Stadt nnd Land. tyirr k. k. ÄUüUilUnirM (Brtf Mi»») ist Donnerstag von Pettau iiach seinem neuen Bestimmungsort Marburg abgereist. Am Bahn-Hose hatten sich zum Abschiede eingefunden sammt-licht Beamte de, k. k. Bezirkshauptmannschaft. die Herren: Bürgermeister I O r n i g und Bürgermeisterstellverlreter Franz Kaiser mit Mßkeren Äemnnderäteu; di« Chef» der k. k Behörden mit ihren Beamten. Vertreter anderer Ämter und Behörden, der Schulen k. Der Abschied war sehr herzlich und rt mag dem Herrn Statthaltereirate neuerlich bewiesen haben, wie sehr er als Mensch und al« Ehef de» politischen Bezirke« geschätzt wurde. („JUttig" ftct Mädchenschule.) Ans den 3. Juni hatte die städtische Mädchenschule ihren „Maitag" verlegt, weil ja der Wonnemonat Heuer v>el zu wenig einladend dazu war. Diese Verschieden, bewährte sich u»d s,»ahl Lehrerin-nen al« Schülerinnen lbnnen aus die gelungen verlqufeoeu Autflüge gern» zurückblicken. u» 7 Uhr morgens Iah man Körbchen und Täschchen tragende Mädchen die Straßen durcheilen. Die 1. und 2. Klasse hatte sich den BolkSgarten zum Tummelplätze erkoren. Die 3. Klaffe begtib sich zuerst zu unterrichtlichem Zwecke aus den Schloßberg und machte sodann einen Spaziergang in die Hinterbrühl. Die 4. Klasse gieng in die Stadtberge, die 5. Klasse ans den Panoramaberg und daraus in den Wald, die 6. Klasse wanderte z» Hintze» Gastwirschast. wo sich die Mädchen bei den verschiedensten Spielen prächtig unterhielten und erst gegen Abend zurückkehrten. Die 7. Klasse endlich hatte sich St. Urbaui zum Ziele gefteckt. In 6 arohen Wogen, welche von den fchulsreundlichen Familien Kaiser. L e«t o f ch e g M a z u n. H r n i g und Wreßnig beigesellt wurden, fuhren die Ausflügler b>» an de» Fuß de« Berge« vo» St, Üf lttiM, P»? hie, p|* wanderte man bi« zu« V»s,g««en dssherrp Uarinitjch. wo unter Singen unv Schetzen die mitgebrachte Zause »!«» M«t auch da« Mittagmal ringe-uommen wurde. Nach dem Besuch« der Kirche Und des »irklich prächtigen Au»sicht«punkte» wurden die Schülerinnen vom Herrn Lehrer W e s i »k i« St. Urbani. der ein bekannter Bienenzüchter ist, freundlichst eingeladen, sein Bienenhaus z« besichtigen. Sin sehr gelungener, leicht faßlicher Bortrag de« Herrn Wefiak belehrte die Schülerinneu über da« Lebe» und Treiben der Bienen. Dem Herrn Lehrer sei dafür besten« gedankt. Nach eingenommenem Mittagmale ging« den Berg hinab zur romantisch gelegene» Quelle hnd von hier zu Fuß hinab in die Stadtberge. Da begsnn erst ei« lustige« Spielen; nur ungern trennte sich d«e junge Ähar von dem schönen Plätzchen und unter Gesang zog man gegen 8 Uhr abend« der Stadt zu. Der dritte Juni ». I. war für die weibliche Schuljugend PettauS gewiß ein Freudentag. Wer die fröhlich sich lum-meludcu Kinder beobachte» konnte, mußte sich so recht au« Herzensgrund mit ihnen freuen n»d ihnen diese Freiheit in Gottes schöner Natur »ach dem vielen Sitzen in der dumpfen Schul-stube gönnen. Mögen die vorgesetzten Behörden, di» seit Jahren ganz aus der Mode gekommenen „Maitag?" wieder als Regel gelten lassen! Die versäumten Unterrichtsstunden werden durch die größere Lernfreudigkeit der Kinder und deren er-frischte Nerven sicherlich eingebracht. (Eine Kah»?«rli» uach 5a»ritlch und — lUrHifc.) Unsere Drau kann sich dermale» schon sehen lasten und der Draunix hat seine Freude an ihr. Deshalb aber ist e» nicht ausgeschlossen, daß auch andere ihre Freude daran haben. Daher veranstaltet der Zweigverein Pettau de« Ver» bände» der Handelsangestellten heule eine Kahn-fahrt nach vauritsch und retour! Na, na, — auch retour? dagegen dürste der alte Nix wohl protestiere», denn wenn er der Nixe auch gestattet, eine Anzahl junger Männer stromab zu tragen, stromaufwärts gibt er die Erlaubnis nicht, weil er die Widerspenstigkeit de« a»deren Geschlechte« im allgemeinen und der Nixen im besonderen zu gut kennt. Sie könnte sich am Ende auf der Retoursahrt einige mit in ihr kühle« Wellenbctt hinabziehen wollen und derlei Ulk geht selbst einem alten Nix gegen den Strich und er riet den jungen Männern, zur Rückreise lieber einen mehr trockenen Weg zu wählen. Solchen Rat sanden die in der Naturgeschichte der Nixen besser bewanderten Mitglieder lobenSivert und daher weiden, eben weil e« ein Kahnfahrt tour nnd retour fein muß. auf der Heimreise die Kähne ans Landfahrzeuge verstaut, bemannt und heimzu-gesteuert. Daß e« dabei ohne Ulk nicht abaeht. ist voraussichtlich. Einfchissuug um 2 Uhr Nach-mittag am Ornigkai. («egrlfdjifbri» i» Sqwryrrhans) de« Volks-gartenS für die Mitglieder des Äerschvncrun^S-Vereine« jeden Montag. Beionderc Wünsche, di» dem vereine bekannt gegeben werden, finde» tunlichste Berücksichtigung. (Ver Msaalsviehmarkt «« 4. 3t«i) war sehr gut besucht und trotz der steigend«» Tendenz de, Preise »-staltete sich der Berk«h, sehr flott. Anfgetrieben warben 317 Stück Pferde, 1074 Stück Rinder und 997 Stück Schweine. Der zweite Vieh-und Schweinen,arkt findet Mittwoch den 18. Juni statt. »rdrreitsch«st.) Vom S. Junibi« 16 Juni, 1. Rotte de« 2. Zuge«. ZugSsührer Lau. reutschitsch, Rottiührer M^rtfchitfch. Feueranmeldungen sind in der Sicherheit«wach-stube zu erstatten. Vermischtes. here» Töchtern hinauf ganz beruhigend so daß e«. wie un« der artistische Leiter de« Uberbrettl« aus Treu und Glauben versichert, ganz ungefähr-lich ist. Da« ist schon etwa«; sogar sehr viel, denn die junge Welt bat in der beginnenden Saison der laueren Gurkenzeit ohnehin gar wenig Amüsement und wen» ver Herr artistische Leiter nicht falsch geschworen hat. so wird er sich nicht über Leere im Theater zu kränken brauchen. (Ver Vb>b«»»erei» für Mittelsteier»ark) hält Sam«lag den 21. Juni f. I. um 1 ',8 Uhr abend« im Hotel .Florian" in Graz seine XIV. Jahre»-Haupt»erf«mmlung mit folgender TageSo?dn«na ab: 1. Mitteilungen de« Au«, schlisse«. 2. Ä»h?e«- und Eassciberich«. 3. Neu-wähl der Berein«leitung. 4 Allfällige Anträge der Mitglieder. 5. Bortrag de« Bereins-Seer»-tflr« A. Rauch über die Grundb^ingungen zur rationellen Ausführung de« Baumschnitte«. Laut § 11 der BereinS-Statute» sind die Anträge der Mitglieder 8 Tage vor der Hauptversamm- lung bei der BereinSleitung schriftlich einzubringen. Gäste sind willkommen (3n» Streit» «-lf-Achs-erer) bringt da« .Deutsche Rordmährerblatt" in seiner Nr. 22 eine ganze Reihe von Aussätzen, unter anderen: ..Rieder mit Schambergrr!....." so lautet der neuste Kampsrns der .Unbedingten". Und warum soll auch der Bauer Schamberger vom politischen Schauplatz« verschwinde»? Er macht die Hetze gegen Wolf nicht mit. da« ist sein ganze« Ber-brechen. Jahrzehnte lang sprach er mit Schönerer in zahlreiche» Bauernverfammlnngen und mußte darob den ganzen Haß der Klerikale» Oberöster-reicht empfinden. Oftmals wurden die Verdienste de« Bauers Schamberger in der alldeutjchen Presse hervorgehoben, heute ist er gleichfalls „korrupt", weil er für fein Blatt, den .Bauern-führ«", da« jährlich 1 Gulden kostet, Propaganda macht. Ja sorgen etwa die alldeutsch«» Abgeord-neten nicht für die Verbreitung der von ihnen herausgegebenen Zeitungen? Sorgen sie nicht da-für. daß auch ihre Zeitungen .Abiatz finden" ? Abg. Berger („Gablonze, Tagblatt"). I. L. Hofer („Egerer Nachrichten"), Alwin Hanich >,Mdeuijch« Wacht"). Stein (.Hammer") und Wüst (.Nationale Zeitung") trachten doch auch so viel al« möglich Abnehmer für ihre Blätter zu gewinnen; ebenso macht Herr Abg. Jro für den Taschenmerkzeitweifer ausgiebige Reklame und Herr Abg. Stein benützt alljährlich den Geburt»-tag Schönerer«, um von den Gesinnungsgenossen .Glückwunsch-Inserate" — natürlich gegen Be-zahluug — zu erhalten. Den Herren darob einen Borwurf zn machen, fällt un« nicht ein. einige von ihnen müssen ja au« dem Erträgnisse ihrer Zeitungen ihr Dasein fristen, nur das Eine möchten wir ihnen sagen, daß sie nicht nur den Splitter in dem Auge de« Nächsten sehen sollen. ($«» 4. Heft ler F»ftblittt,r) zum sechsten deutsche» SängerbundeSfeste in den Tagen vom 26. di« 30. Juli 1S02. herausgegeben vom Fest-auSschusse. enthält wieder eine ganze Reihe von Beiträgen dichterischen, musikalischen, mono- und biografischen Inhaltes, von welchen manche al« Faksimiles für den Liebhaber fogar dauernden Wert habe». Lo d«n prächtigen gereimten Spruch des genialen Professor« Bulthaupt Bremen, den die lex Heinze-Männer köstlich persiflierenden Spruch O. I. Bierbaum'«, da« lustige .Sing mr!" (niederösterreichisch) vo» I. G. Frimberger und Widmungen von Meistern wie: Richard Strauß. Ha»« Zoi«. Goldmark. Rikisch, teilweije in Faksimile«, ein solche« von R. Wagner aus einem Brief an unsere unsterbliche Materna, eine Erinnerung an Erzherzog Johann mit dem Bildnisse de« unvergeßlichen Prinzen, Bilder von Leoben. dem Grazer Schloßberg. Glockenturm mit der .Lie«l" u. f. f. Der Preis von 50 Hellern für da« Heft ist mit Rücksicht auf die schöne Ausstattung, besonder« aber den Inhalt gar nicht nennenswert und auch solchen, die nicht einer Kängergild« angehört», werben in diese» Heften viele» finden, wa« auch sie interessien. (ttrllrrproguose für jnni.) Falb prophe-zeit: Bom 1. b>» 5. Juni soll nach Falb ausgebreitetes Regenwetter herrschen, die Temperatur liegt verhältnismäßig tief, doch treten stellenweife Gewitter ein. Der 6. Juni ist ein kritischer Tag erster Ordnung, der mit Bersrühung zur Geltung kommt, so daß bereit« um den 3. Juui die meisten Niederschlage zu erwarten sind. Da« sind nette A»«sichten. (Die deutsche Sludeulenschaly hat sich nun-mehr endgillig geweigert, sich sür die wütenden Schöuerianrr mißbrauche» zu lassen. Die schla-genben Bereine an de» deutsche» Hochschnl«» in Österreich lehnten nämlich aus ihrer zn Pfingsten in Znaim abgehaltene» Tagang den Antrag, im Streite Schönerer Wolf für den Ersteren Partei zu ergreifen, mit allen gegen die eiiizige Stimme de« Antragsteller« ab. («eile-Lottrrlk.) 50 Haupttreffer. 20.000 «Rebentreffer. Jeder Treffer eine herrliche Bergnü-gung«reise. Der erste .Haupttreffer eine Reise um bie Erde. der 2. Reise durch Indien. 3. Orient-reise verbünde» mit einer Niltour. 4. Reise »ach Spanien. 5. Reise nach England, ß Nordlandreise. 7. Reise nach Frankreich. 8. Reise nach Nordamerika, ö. Reise nach Deutichland und 10. Reise nach Italien. Alle Hapttreffer mit twll-ständig freier Verpflegung. Die Gewinner der ersten 10 Haupttreffer erhalten außer ihrem Btllet I. Classe auch einen Lreditbries und kbn-nen in jeder Stadt, in der sie sich aushalten, die Summe Gelde» beheben, die für den Aufenthalt erforderlich und sestgesetzt ist. Man kann also die entzückendste Reise machen, braucht auch nicht einen Heller von seinem Gelde au«zugebe» und erhält eine Reise-Uttsall-Polizze aus 20.000 Kronen für n u r 2 Kronen, denn somel kostet ein Lo« der Reife Lotterie. — Ganz besonder« machen wir noch darauf aufmerksam, daß da« Reisebureau S ch e n k e r & Eo in Wien, olle Treffer der Reise-Lotterie mit 10 Procent Rachlaß in barem Gelde kauft. Die Ziehung findet unwiderruflich am Ib. Juli l. I. unter behördl. Aufsicht statt. ver österreichische XPcinbao und die Utia-Ml«»sel. Ferdinand Rtckendoefer, Direktor der n-S. Lande« Wein- nnd Lbstbouschule in Krem» a. d. D. Die im Zoll- und Handelsverträge mit Jta-lien enthaltene sogenannte Weinzollclausel, nach welchtr italienischer Wein zum Zollsatze von fl. 3 20 in Gold für 100 Kilogramm Brutto nach Oesterreich eingeführt werden kann, tritt mit Beginn 1903, zu welcher Zeit die Handels-Verträge erlöschen, außer Kraft. Da uns nur mehr zwei Jahre von den, JnSlebentreteu der neu zu schaffenden Verträge trennen, ist eS nunmehr hoch an der Zeit, daß die Weinbautreibenden ihre Forderungen genau und scharf umschreiben und für deren Beachtung alleuthalben Propa-gauda machen, damit uicht abermals der notleidende heimische Weinbau der DreibundS-Politik Opfer bringen und da« Object abgeben muß, auf dessen Kosten der Leinen-Jndustrie Vorteile zu-gewendet weiden sollten. Vorteile allerdings, welche dieser Industriezweig bi« heule noch nicht sonderlich verspürt haben dürfte. Mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Frage, welche ich mir al« Thema wählte, in öffentlichen Versammlungen, sowie in der Tage»-und Fachpresse wohl schon zur Genüge nach allen Seiten hin erörtert wurde, möchte ich meinem Aussatze mehr die Form der Kritik, der Polemik Scben, wohl wissend, daß derselbe auch in diesem ileide nicht mehr sonderlich Neue« werde bieten können. Vorausschicken muß ich, daß ich bei meinen Ausführungen nur die österreichische, nicht aber die österreichisch-ungarische Produktion im Auge habe. Berechtigt hiezu glaube ich mich au« sol-genden Gründen: 1. gilt Ungarn al« Ausland und 2. ist Ungarn un« gegenüber hinsichtlich de» Weine« nicht Konsument, sondern Lieferant; die allerdings im Rückgänge begriffene Einfuhr ungarischer Weine nach Osterreich übersteigt die Einfuhr österreichischer Weine nach Ungarn noch immer jährlich um rund 400000 Metercentner. Der Klub der Wiener Weinhändler hat in einer an Se. Exzellenz den Herrn HandelSminister verbrochenen Eingabe die Behauptung aufgestellt, ich zitiere sinngemäß, nicht wörtlich — die öfter-reichische Produktion fei heute nicht ausreichend, um den innländische» Consum and den Bedarf deS Exportes zu decken. An diese Behauptung wurde die Folgeruug geknüpft, daß italienischer Wein hereingelaffen werden müsse, um da« Manko der heimischen Produktion auszugleichen. Treten wir nun einmal dieser Behauptung näher, und prüfen wir sie auf ihre Wahrheit. Die Zollklausel trat im August 18S2 in Kraft, vor deren Bestand reichte also die heimisch« Pro-duktion zur Deckung d«S Bedarfes hin. Nun wurden aber von 1885 bi» einschließlich 1891 durch- schnittlich jährlich 3,870.000 hl und von 1892 bi« einschließlich 1898 durchschnittlich jährlich 3,690,000 hl Wein produci«rt. Der Rückgang der österreichischen Produktion in de» 7 Jahren nach dem Inkrafttreten der Zollklausel beträgt demnach durchschnittlich nur 1 «0.000 hl jährlich, eine Menge, welche gegenüber der Produktion«-ziffer gar nicht i» Betracht kommt. Im übrigen gieng der Export von 687.551 hl im Jahre 1890, auf 255.477 hl im Jahre 1899 zurück, e« blieben also von 1890 an jährlich zirka 400.000 hl Wein mehr im Lande wie früher, wodurch der Produktionsnussall von 180.000 hl jährlich reichlich gedeckt erscheint. Nach diesen Zif-fern, welche offizielle» Ursprünge« sind, an deren Richtigkeit daher nicht gezweifelt werden kann, hatten wir also nach 1892, dem Jahre de« I». krafttreten« der Zollklausel, eben soviel Wein für unseren Inlandsbedarf verfügbar, wie vor diesem Jahre. War nun tatsächlich da« Bedürfnis vor-Hände», italienisch« Wein« in großen Mengen einzuführen? Kein Mensch, der eS mit der Wahr-heit genau nimmt, wird diese Frage bejahen können. (Schlich ftigt. Wer aus seine Gesundheit bedacht ist. trinke /raus Josef-Ditterwasser, welche« seit 25 Jahren in die ganze Bklt verschickt wird und al« einzige«, angenehm zu nehmende« natürliche« Abführmittel anerkannt ist. Man verlange au«-drücklich Franz Jose f-Bitterwasser. SemfcBt Die« ist der Titel de« feffeladen und in-tereflanten Roman» au» der Feder v. K Geisel, wichen die beliebt« Zeitschrift »Der Romanleser" in ihrer Rr. 22 vrrSff?ii!licht. 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Bon hohem Interesse ist in dem neuen Heft namentlich die große FalsimiI^Productioa einer jacjrt-.scti-fri Darstellung au» der Mitte des >7. Jahrhun-dert»! da« große »rdbe bea tn Ied » (Tokio) im Jahre tkbO Die Zerstörung etue« Bultan« der Molutten-Infeln durch eine Bulkaneruption im Jahre 1673. die Reilbilduna eine« Bulkan» bei Pozuolo i« 2talien im Jahre löM und die bfache farbige Darstel->ng der vergröbeninq der Insel Rea-Kaimeni (Eantorin-Ariippe) im Jahre 186«. Richt geringere» Interesse haben die prachtvollen Darstellungen de» Besuv vor dem großen Autbruch de» Jahre« 1767 und die Veränderung eine« Vulkankegel» während einer großen Eruption nach den berühmten Darstellungen Sir William Hommilton» er-regt. Al« Extrabeilage ist der in Text wie in Illu« strationen gleich fesselnden 4. 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LataarU* aOtn »utaia Wkatta l>r<|ni H-«r»acha anchl » aa S aaMbaf, »ala»«st: Sa|nUM Utt ich »» Äa, la» Ich 31t .Uraerla- «altaa*,, »alaa aUt (alaa Haata aa» , llAltt Bilfc t«t< „Laaaarta" mtla» M« $aamai|«Ia Ix MM Ittritllatalil BtUi ■ laker aaaatiai. »al |aaa« Haar tatitili »»I »»*• I» tlSaaallchn Maillftdl ««utt fltrait «Lkchaa. kätaa Haa, tan ual aaaaaMtlaUch las »aa, lall»» I» ■atlaa kalaala» im Ita ittaaallchta Bits»»»« »lese« nakttkatca Quial» tal,««l Itia mtknak k«( chrlHtai laM Hflaiau W. t« Uiataa »Wa« ch«A»ei- ■ Jl'aüaa In «aui aa» «»Mall »» kallaa, I» a» l»T lala ttiuitt üMktl«. »« mldia, ka| al rla Mtttd gilt, mich«« l*taa llalaaa glaMU*aa »cnl i». *chtt<» «tat ttafcta fflalcha „lanarla", «r»ttrt «taaf aalrrtchnil. I X. 1 Kialcha« 11 2, « Alalchaa M K. chtrlaatl |t|ta »a«aachaa|»a »tu Mt|at!|a chtlkatafaalaa« laich la» aai»Mtf«a »e»— > M. Feith, Wien, VII. Mariahilferstr. 88. Warnung! SI'ÄK fc".:s.5' sssTS #al«laal»l»Bli rat fl |.a. 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SrjSHIung vo» Arthur Sage« Simso». eider bin ich auch augenblicklich nicht lm stände, Ihnen die ganze Summe auszuhändigen, da ich Mama die Aufregung ersparen möchte, die ich mit der Erinnerung an jene traurige Zeit unfehlbar hervorrufen würde,' entschuldigte sich Marianne. .DaS müssen Sie in der That vermeiden und ich denke, «erden diese Angelegenheit schon ordnen." Wieder ruhten seine sonst so schläfrigen Augen mit verzehren-der Glut auf dem jungen Mädchen, welches, ihm halb abgewandt, ll»t eine Schatulle öffnete, um ihre darin aufbewahrte, geringe Barschaft herauszunehme». .Ich gebe Ihnen einstweilen, was ich vermag, Herr Holding, und werde Ihren Herrn Papa ersuchen —" »Ist gar nicht nötig, Fräulein Marianne; ich selbst soll diese Bagatelle ordnen — und — ich will sie ordnen." Die letzten Worte stieb er hastig hervor, iviaug von sci>:.m - ge aus und umschlang mit seinen ?! men ihre ahnungslose, bebende Äe> mlt. »Lassen Sie mich lo«,' preßte Marianne mühsam hervor und ver» suchte, sich ihm zu entwinden. .Ein freundlicher Blick — ein frei-williger Äuß — und die Schuld ist «(tilgt," rief er erregt und war be> lüüht, die Widerstrebende fester an nch zu ziehen. Da — mit einem kräftigen Ruck war es Marianne gelungen, sich au» ocn sie umschlingenden Armen zu be» ireien und hochausgerichtet stand sie ictzt vor Arthur Halbing, mit einem Älick der Verachtung denselben messend. .Der Reiche hat keineswegs das Aecht, so niedrig von dem Aermeren denken," sagte sie möglichst ruhig imb fest .Was un« an klingender Äüuze fehlt, besitzen wir an Ehrgefühl. Merken Sie sich da«, Herr Halbing. nnd wenn auch Ihnen noch ein Funke .lavon hmewohnt, dann befreien Sie mich sofort von Ihrer Gegenwart." Die letzten Worte hatte Marianne in so entschiedenem Ton gesprochen und !>m mit einer so stolzen Bewegung oen Rücken gewandt, daß Arthur fei» esweg« die Lust ankam, einen zwei--en Angriff zu riskieren .Hochmütige, spröde Hexe." mur-»leite er grimmig zwischen den Zäh-nen; laut aber, mit einem teuflische». »oShaiten Ausdruck in seinem Klassier-ich Gesicht, sagte er zu Marianne: Den Seebär, den ich einmal meinen Bruder genannt, hätten Sie wohl scho-nender behandelt an meiner Statt? — Schade, daß die gegen-'titige Sympathie nun ein Ende hat, seit die »Lydia" mit ihrem wackeren Kapitän nnd Mann und Man« untcrgegangen." Marianne wandte sich um und starrte den Sprecher an. Dir Kreuzspinne (E|i«ira (lindem*). «Mi> Icx«.) Ein Blick in ihr erbleichende« Gesicht sagte ihm, daß er mit seinen Worten sie getroffen habe bi» in« Herz hinein, und besrie-digt, ein höhnisches Lächeln ans den farblosen Lippe», verlies! er das Zimmer. Mit einem lauten, durchdringenden Schrei sank Marianne zu Boden, und als sie aus einer tiefen Ohnmacht er-wachte, da fiel ihr erster Blick auf Hanptmann Horst» besorgt aus sie herabgebeugteS Gesicht, während ein zweiter Blick die jam-mernde, kranke Mutter traf. Es war ihr, als erwacht sie au« einem schweren, düsteren Traum, und erst nach einigen Minuten war sie de» Erlebten sich völlig klar bewußt. .Ist die .Lydia" wirklich gescheitert und Hugo tot?" fragte sie in herzzereißendem Ton. .Fasse» Sie sich," bat borst mit saiifter Stimme und sagte ihr nun, daß di« ersten eingelaufenen Nachrichten allerdings sehr ungünstig lantetrn, daß die Zeitungen aber oft übertrieben und sie iedensall» nicht alle Hoffnung verlieren dürfe. Er war in der Absicht gekommen, das arme Mädchen so schonend als möglich von dem Gelesenen zu unterrichten, und hatte sich, da er weuige Schritte vom Hanse entfernt Arthur Halbing be-ccj.icl wur, den traurige» Anblick erklären können, der sich beim Eintreten in da» Zimmer seinen Au-gen geboten. Marianne saß da, bleich und starr wie ein Marmorbild, und das Leben erschien ihr jetzt wie eine öde, freuden-leere Wüste. Da trat HalbingS alter Comptoir-diener herein und brachte einige von Frau Halbing flüchtig geschriebene Zeilen, in welchen diese dem jnngen Mäd-chen mitteilte, daß ihre Mutter sie dringend zn sprechen wünsche. .Vielleicht weiß Frau Erkmann et-was Näheres über Hugos Schicksal," dachte Marianne und neueSLebe» kehrte in die schlaffen Glieder zurück. Sie wollte zu ihr — sogleich — und Haupt-mann Horst begleitete sie. Noch nie war ihr der Weg so weit erschienen al» heute — endlich, nach langer Wanderung war das Ziel er-reicht. Als Marianne an des Freundes Seite das Zimmer der Greisin bc-trat, war sie erstaunt, dieselbe nickt wie sonst in dem großen, beanemen Lehnstuhl sitzend zn finden — bei ih-ren Vögeln nnd Blumen. Nur eine Dienerin des Halbingschen vanseS befand sich im Zimmer nnd dentcte stumm, mit verweinte» Augen, nach deni anstoßenden Kabinett, aus velchem heftiges Schluchzen drang Hanptmann Horst schob die Portiere beiseite »»d ließ Marianne eintreten, jedoch nur. um die Taumelnde im näch ste» Augenblick in seinen Armen ans-znsangen Bor ihnen auf dem Ruhe-bett lag Frau Erkmann, stumm und regungslos, die bleiche» Lippe» geschlossen für immer, während Fran Holding, ans einem Stuhl znsammengesnnken, ihrem Schmerz sich überließ. .Zie komme» zu spät, Marianne, der Schmerz über ihres Liebling Zvd hat ihr da» Lebe» ocfoftet. Ihr letzte» SegenS-mort galt Ihnen" Da» arme Mädchen raffte sich zusammen u»d kniete nieder bei der geliebten Tote», die kalten Hände mit ihren «üssen bedeckend, al» wolle sie das Leben wieder zurückrufen in die alte morsche Hülle. „Ich bleibe ihm treu über» Grab hinaus." klÜsterte» ihre bebenden Livven.-------- Todestraurig daheim wieder an-gelangt, sand sie die kianke Mut-ter. den von Anhnr Halbing in der Aufregung znrückgelasienen Schuld schein i» der Hand haltend, aus» äußerste aufgeregt vor nnd mußte aus deren Frage» erzähle», wa» e» mit dem Papier für «ine Bewandtnis habe. „Ich habe mir nie etwa» von Halbing geliehen und der Schein ist gefälscht!" rief streut Frieder in höchster Eutriistung an». .Erlauben Sie mir da» Papier," bat Hanptmann Horst, welcher Ma-rianne wieder zurückgeleitet und mit Spannung den Bericht ver-folgt hatte. Prüfend heftete er feine Augen ans die Unterschrift, dann schloss er schweigend da» Blatt in sein Portefeuille, drückte Frau Frieder und Marianne die Hand und ging. Tas gebeugte Mädchen be> mühte sich, die aufgeregte Mutter, welcher der Arzt die größte Ruh« empfohlen, zu beschwichtige», ob-gleich da» eigene Herz ihr zu zer-springen drohte vor Kummer und Weh. Inzwischen lenkte Haupt-mann Horst, in Gedanken versnn-ke», seine Schritte dem Halbing-scheu Hanse zu. die Grüße seiner ihm begegnenden nnd verwundert uachseheudeu Bekannten unerwi-dert lassend. .Ist Herr Halbing zu sprechen ?" sragte er den mit dem Lesen eine» Roman» beschäftigten ersten Buchhalter und erhielt von diesem in widerlich höflicher Weise, die gewünschte Auskunft. 3« I»»i. «ach bem ttfmftlb« « H»»s»l«r (Kit Tut») Wiotofliaptilc «n» B«rl«g von granj Qaalftarogl In «iinch«» daß der Tod zwei nahestehend« Mensche» ih»t genommen, lie, Herz war kalt wie Stei» — da» erkannte man auch a» de» vor gebrachte» Phrasen, mit denen er die in herzlichstem Ton gespro chene Beileidsbezeugung de» Haupt mannes erwiderte. Tann folgte eine lange, ernfr Unterredung zwischen Halbing >„i Horst — da» verbindliche Lächcl schwand von den Zügen de» erstl ren und mit nnverkennbarem lln mttt musterte er da» Papier ii seiner Ha»d — den Schulbscheii der Witwe Frieder .Wenn Sie nicht selbst sich ju überzeugen vermögen, da» die N» terschrift gefälscht, da»» würd' Frau Frieder ohne Zweisel weiter Schritte thnn, die--* .Mich kompromitteren wurde»," siel Halbing dem Ha»ptma»n in: Wort. .Jedenfalls ist et ein nicht übel angelegter Plan, meine Ehr, anzngreife», und ich möchte wissen, wer meinem Sohn die» Blatt i» die Hände gespielt, damit er selbst den Streich gegen mich führe." Eineigentümliche»Läch«ln spielte um Horst» Lippen. .Glauben Sie wirklich, daß ein Dritter--doch da kommt ja derjenige, der die beste Auskuin: zu gebe» vermag." Die Thür hatte sich geöffnet und der aufblickende Halbing schaute ln Arthur» erbleichend«» Gesicht. Ter jetzt folgend« Auftritt war ' heftiger, aufregender Natur Ar thnr stet» bevorzugt und verwöhnt, sah zum erstenmal de» Batrr» ganzen Zorn aus sich gerichtet nnd sein gehässiger, feindseliger Blick streikte de» Ankläger» ernstes, männlich schönes Gesicht. Halbings blasser Liebling hatte selbst da» Bubenstück ersonnen, um dadurch Marianne — wie Horst mit Recht vermutete — die Erfüllung seiner längstgehegten Wünsche abzuzwingen. Die alte <■ Bafel. (Stit ttjt.) Wenige Minuten daraus stand er dem Repräsentanten de» «or den Augen de» l«tzt«r«n ward d«r «rwähnt« Schuldschein »ameS gegeniiber. der ihn auf da» verbindlichste empfing und in d«n Flammen übergeben, und al» dieselben da» Blatt umzüngel- Denen Zügen man vergeblich nach einer Spur von Trauer suchte. I ten, für w«lchr» Mariannkn» Ehre al« Prei» gefordert worden. 91 »ras ein Blick der tiefste» Bctachtuna bei« Elenden, der so nie-i Gesinnung sähig gewesen. nächsten Augenblick ruhte die Hand des Hauptmann« mit lichem Druck in der de» Handelsherrn, denn Horst vermochte »i gegenüber eine« Gefühls der Teilnahme sich nicht zu erwehren. 3rfj rechne auf Ihre Verschwiegenheit, Herr Hanptmann.' t Halbing mit unsicherer Stimme und blickte ängstlich zu dem ,n, Manne ) - A -1 " -y. '//■ / * V ^ / 1 \ w Mein Eh-:( uort dar» ,ii !" entgeg-derselbe fr , warf et» r kurzen ib zu Ar« t r hinüber 'verließ das nmer mit „irohenBe^ fitsein, für schutzlose» stn in die ranken ge-ien zn fein. Er wollte .umhin? von tabal»£>u* i Aermächt-ru-i betrachte» uuv treulich !ien Bitte er-illcit, ihr bei-ifljeit mit i lt und That ,Vi Halbing« -iUvnsahman ih > immer sel-» er. denn feine in biederen. re ichen llha-?al:er war der ilcin zuwi-^r. der in de« 51 iiifmann« vvust Mängel irnSLaster verfug. veleue frei-!i li hatte un-tr all ihren Anbetern kei-so sehr wrmi&t. al« »arst« glätt-Witte, elegante Erscheinung. ^-eZierdealler 'lilon». E« itte ihr sehr schmeichelt. :sj er immer ihrer Nähe wesen, mit itterlichem 'stand und vrühendem 1 eist ihreni " lzen Herzen lmldigt hat-i und nun e» ' der« war. ! g fl« ihren . rger dar- i> er am ersten besten an», der ihr begegnete Schließlich aber i irde sie auch diese» Manöver» müde und suchte und fand er-i inschten Ersatz in einem andere» Tieferer Neigung bedürfte es nicht bei einem Wesen wie Helene Halbing. Ohne laute Klagen trug Marianne inzwischen if)r_ tiefe« Leid >d nur Horst allein war zuweilen Zeuge ihrer Thränen, wenn ! mit ihm von dem geliebten Toten sprach. Der Odersteuerman» er .Lydia", einer der wenige«, die sich zn retten vermocht, hatt« VonVo Wa4 d»m I» >««>»,« »«» c ttoi| versucht, die entsetzlich« Kulattrvphe. die jene» Seesturm herbeige-führt, in den Blätter» zu schildern und in rührender Weise auch mitgeteilt, daß der wackere Kapitän Halbing von dem sinkende» Schiff herab in» Meer geschleudert worden sei. AI» der Sommer vorüber und der Herbst gekommen war, da zog aus» neue der Schmerz ein in da» kleine, freundliche Han» in der Borstadt; mit dem fallenden Laube sank Frau Frieder in» Grab. ____ Marianne war nun eine Waise und wieder war es Haupt-mann Hvrst. welcher brü derlich ihr zur Seite stand und manch trau-rige Pflicht willig sür sie erfüllte. Zudem ein-fachen, stille» BegrübniSwar auch der einzige Bruder der Verstorbeneu gekommen, der Komödianten-onkel, wie He-lene an jenen, abend ihn ge-nannt. Er war ein großer, Hage-rer Herr, wel-chem die Gut-mütigkeit und Teilnahme an fremder Not in dem freund-lichen,ehrliche» Gesicht ge-schriebe »stand Mit ganzer Srast bei seiner Ktinst, leistete er Vorzug» weise Beden tendeS in Eha rakterrollen. und fein eisri-ge» Strebe», verbunden mir seiner Liebens Würdigkeit und Humanität, sicherte ihm die Herzen aller, die mit ihm in Berührung ka men. Haupt-mann Horst fühlte sich auch zu dem Onkel Brandt hinge zogen, nnd dir beiden Män-ner. wennauch an Jahren ver-schieden, ver-kehrten mitein-ander wie alte. liebeBekannte. Hvrst glaub-te Mariannens Zukunft in den Händen de» Braven am gesichertsten, und als man grau Frieder in die kühle Erde gebettet und alle Angelegenheiten grordnet waren, da »ahm die arme Waise auch wirklich Abschied von d«r Heimat und zog mit dem Komödiantenonkel in die Ferne. • ch Fünf Jahre sind seitdem vergangen; die Firma ©. Halbing ist durch eine neue verdrängt worden. Da» große, düstere Hans hat «inen modernen Anstrich erhalte» und auch die steinernen Löwe» Tv . ' *« L *«• . rfr" -f ii l Wagner, sWll Äedicht.) 14 In Bcrll» erschien«»^» 92 schaue» nicht mehr so grau und finster auS. lutc ehedem. Der frühere Besitzer aber ruht draußen am den» Jriedhvf und fciu prun lendeS Denkmal nennt den Name» bev» begütert gewesene» ManneS, ei» halbeingesniikeuer, nur von einem Feldblumenkranz geschmückter Hügel deckt sei» Grab. Vergessen ist er von alle», die sich einst seine Freunde nannte», den» als er, des Lebens überdrüssig, mit eigener Hand durch eine ttugel sich dr» Tod gegebe», war er nicht »lehr der reiche, ge-achtete Halbing, sondern ei» dnrch eigene Schuld bankerott gewor-dener, ruinierter Mann. Arthur, sei» Liebling, war mit nicht unbedeutenden Geldern au» der GejchäftSkasse i» die weite Welt gegangen, »»d Helene hatte sich vor drei Jahre», als der Vater »och allgemein für reich galt, mit einem wenig bemittelten Baron verheiratet, führte aber, von Jugend auf a» Pracht »»d Glanz gewöhnt, ein trauriges Dasei» an der Seite deS sie mit Vorwürfe» überhäufende» Galle». FrauHalbing indes wohnte seit dem Tode ihres Mannes i» demselben kleine» Häuschen, was Frau Frieder einst mit Maria«»? bewohnt. anspruchslos von dem kleine» Rest ihres Vermögenc lebend, der mit Mühe gerettet worden war. Hauptmau» Horst, welcher feit kurzer Zeit verheiratet und schon längst in eine ent-fmite größere GaruisonSstadt versetzt worden war, hatte seit Jahren nichts mehr von Marianne und Onkel Brandt erfahren. — An einem freundliche», milde» Spätherbstnachmittage wanderte er, feine junge Frau am Arm, durch die wohlgepflegten Prome-»ade» der Stadt und erblickte in einiger Entfernung eine» elegant gekleidete» Herr», der eine» am Wege beschäftigten Arbeiter »ach etwas zu frage», vo» diesem aber die gewünschte Auskunft nicht erhalten zu könne» schien. Nähergekommen trat der Fremde mit höflichem Gruß an ih» Hera», während Horst »ach einem Blick aus diese», z»m größten Befremde» seiner Gattin, bleiche»d einen Schritt zurückwich. .Verzeihung, mein Herr,- stammelte er; .ich —" Weiter kam er nicht, denn im nächsten Augenblick schon drei-tete der Fremde die Arme nach ihm aus und rief, seine Umgebung vergessend: .Horst, alter Freuud, stnd Sie es den» wirklich?" „Sie leben. Hugo — Sie leben?" jubelte Horst seinerseits, und die beiden Männer hielten sich lange und fest ninschlnnge», während die juuge Frau, welcher vor Rührung die Thränen in den Augen getreten, mit gefalteten Händen danebenstand. Endlich kam ihr glücklicher Gatte dazu, sie mit dem totgeglaub. ten Freunde, von welchem er ihr oft erzählt, bekannt zu mache», »»d freildestrahlr»d «ahm er denselben mit in sei» behagliches Heim. (6ih(»fc folgt.) Ü.®f3ipJgKBl)lLi0Iia ~r~J' Aus der Iufrktcuwelt. So verschieden die Art und Weise der Nahrung». mittelbifchaffung der Ins»ki»n ist, s» interessant ist »» dieselbe» dabei zn beob-schien! Fangen wir mit einer der un» bekanntest»» Art. mit unserer Hau«» ginussta an, der Spinne! Die legendenhaft»?!« der großen Anzahl ton Arten ist |i) wohl die so harmlose Kreuzspinne (Epeirn diaderna). Männchen wie Weibchen leben getrennt, spinnefeind, sür sich In steter Abgeschlossenheit, still und fleigig nur seinem Handwerk und der dadurch erworbenen Beut« »ach-gehend- Da» kunstvolle Gewebe, welch« «ine Spinn» In einer einzigen lauen Nacht herzustellen vermag, läuft in »ine» Faden an», der bi« in ihren Schlupf, winket reicht, wo sie durch die geringste Erschütterung von dem Fange eine» unglücklichen Znftkt«» Kunde erhalt In ibrer siel« vorsichtigen Weise degiebt sie sich al»bald »ach dem Mittelpunkt de» Gewebe», tötet ihr Opfer durch einen Ci& und verspeist e» entweder sofort, oder spinnt »in paar Fäbe» um die Heute, um sie so am Rehe auszuhängen, oder trägt sie auch nach ihrem Schlupf. Winkel, um sie für ipälere Mahlzeit aufzubewahren. Hie und da gerät aber auch ei» unwillkommener Besuch in» Gar». wie etwa aus unserer Abbildung einer ihrer grvvten Feind«, eine Wespe nnd ih» spinnt sie al»ban» i» größter tfiie in ei» an» einzelnen Fäden bestehende» Band fest »In. ihn so kämpf, unschädlich machend: oder befreit ihn auch sogar, fall» derselbe durch feine Stärk» da» Gewebe zu zerstören drohen sollte, durch Ablösen von feinen Fes. fein, ihm so seine Freiheit wiedergebend. 0» Zuiti. Auf dem allerliebste» Bildchen von S. Henseler .Im Juni' hat da» Ewigweibliche allein da» Wort. U» stellt »in hübsche» Lanbmäbche» dar, da« in hkllem Sonnenschein ein»« Frühsommermorg»«» leise trällernd, mit dem Reche» ans der Schulter, an einem üppig emporgeschossenen, bunt» blühenden Mohnselde auf engem Pfade zur Feidaideit schreitet. Man kann sich ohne weitere» denke», welche» Farbenreichtum der Maler über da» Origi. nal verstreut hat. Die alle Rheiitbriicke in Basel. Der allen «i»Ii»iinisch«» wie B»such»rn Basel» wohl btkaniiten alten Rh»i»brück». seit sieben Jahrhunderte» «in Wahrzeichen der Stadt, sind nun ihr» Zag» gezählt. Da« altehrwürdige Bauwerk über dessen «ei»äu»r hinweg der F«f> der Geschichte gar manchmal mit mäch» tig'.rn Tritt geschritten ist. ohne e» indessen zu vernichten, fällt nun den Be. dürsnifsen de» modernen Verkehr» zum Opfer. Im besten Falle wird die kleine ttcfelle, di» auf d»m «iltelpf»il»r d»r alten Brück» Ihr»n Pla, gehabt Hot, erhalten bleiben, um irgendwo ander» aufgestellt zu »erde»! doch steht auch t jr Schickt«t noch nicht sicher fest. „5uM, Oufa!" iift ein Böglei» in feinem 9!eft Mitte» im Wald, aus Tor» und Geäst. Saft in stiller, behaglicher Ruh. Müde die Flüglel». di« A»»gt»i» zu. Trat«» >w«l Kinderlein scheu heran. Schauien» mit pochendem Herzen an. Staunten verwundert auf Rest und Busch. Flog da» Böglei« herau» — husch, husch! A Gemütlich. Richtet: .Angeklagter, nun geben Sie endlich Ihr fernen auf und schenken Sie n«! reinen Wein «I».' — Angeklagter: .8(j und nach zu» Bischof Po» Auxerre und Großalmoirnier von Frankreich au> er hatte mit großer Belesenheit nnd Grtniilichkeit eine Geschichte Frankreich! geschrieben, die allgemein bewundert ward. Gr führt« fl» lüde» nur bi» «u eine« gewiss«» Abschnitt« fort, und all »a» ihn nach dem Grunde hier?», fragt« und Ihn a»fford«rt». doch auch da» Leben nnd die Geschichte derjenige» französischen König», unter denen et gelebt had», zn bkschteiben. antwortete er »Ich bin meine» Gebietern viel zn sehr ergeben, um ihr Lebe» zn beschreiben Durch die Blume. Junger Herr: .Sehen Sie sich da» neue Ralhan» recht genau an, e» Ist elnl der interessanteste» Gebäude hier.' — Welten Dame: .Ach, wie schön muh e« sein, hier .anfgeboten' zn werben.' /, «find «äse, 3 «idotier 3 ganz« Girr. Di« Masse ohn« die Gier wird onf dem Feuer abgerührt. Räch, dem fl« verkühlt ist, kommen di« «i«r hin«i», worauf mit d«m Löffkl klein* runde Bälle geformt und In Schweinefett «»»gebacken werden. Man bring: bi» Käsebäll». mit geriebenem PormesankSfe bestreut, zur Tafel. Auch kann mau zwei Sorten »äse dazu nehmen, z. v. Schweizer, und Parnirsankäs». N»s«>bii»t«t. Ei» gute», kostenlose» Düngemittel sür Rose» de» freien Lande» ist Seifenwass«r. Diese» sollte man überhaupt niemal» wegschütten sonder», wo «elege»helt dazu ist, stet» I» Gärte» verwe»d»n, da e» auf Wein Itöcke, vbstbäume. Gemüse aller Art «. s. w, sowie auch aus den Gra»wuchi «tn» günstig« Wirkung au»übt. Messing schwarz z« färbe«. Schwarz«» Mrsflng wird vielfach zn opti-fchen und andere» Instrument«« verwendet. Um e» herzustellen, hätt ma den Gegenstand mit einer eiserne» Stange fest, bestreicht ihn mittelst eine» Röllchen» au» Fliehpapier mit rauchender oder selbst roter Salpetersäure und erhitzt ihn dann (etwa über einer Weingeistlampe), bi» der Ueberzug gan, schwarz erscheint. Run bläst man da» lockere Pulver ab und reibt bie Fläche in noch warmem Zustande mit weihem, mit Wach» bestrichenem Fliehpapie, und hierauf kräftig mit Wollenluch ab. Da» Metall Ist bann tlefschwarz mit schwachem Glanz. Diese Bronze eignet sich auch sür Kupfer. Kryptogramm. A A A ! A A H - c C C C D | ü |B E E~ E | E | B 1 !e|e lo |o " 11 H | I | I I ! L 1 L l- N N N 1 N | 0 R R *1 S 8 T ! T U V Die »uchstahen in vorstehender Nigur stnd so «u ordnen, dah jf(ti sich kreuzend« Wilitft entstehe». — Tie Wort« in den vertikal--Reihen dezeichnrn: >> ttlntit Iranzdiischen Hat dinat und Staat»mann, ij Einen der drlle! teste» und populärsten sranrösischen Tichee, dee Sieuzett. I> Einen Cn bei Pari» mit dr. deutender Industrie und Irrenanstalt- Tie Wörter in den horizontalen Rcilien ixzeild-neu: t> Einen Crt am Rhein. 2) Einen flnnn r> sehen Patrioten In vierzehnten Zalirhundrii Um--------mä^m «.Klein. I) Stadt in Württemberg. Charade. Wer'» Erste verachtet, der ist wohl et» rhol E» raffet da» lindere inächtia empor. «eist «irlii an dem Zweiten da» Eianz« sich !|ir Da» köstlich« Erste gedeihet darin. I. f) ttufldsung >»!«« in nächster Nummer. Auslosung«» au« poriger Nummer: Te» tirithmogrlph»: Ilreuznach, Ittchen, »unuch. vrach. »ahna. »eckar. Aathtr «'hur, Manou. — St» WStfet«: «utomat. — »«» Uogogtiph»! Eiler, Kider. >1« «echte »««»eh,»,». Berantivoriilche RedaMon von Ernst Vseifter. aedruck» un» heraulgegeben von »reiner » Bleiiler 'n StnitaaN.