Echristleitung: G?atda«»gass» Nr. » ! >»«»»>»« der So»». ». ytier. »»«1 ro« 11—1* Uhr vor«. s«tiW4tfilr» mxbtn nicht |«Tfltf4'g« .Xealichc erscheint W»ra CdBilagant loaiutltaa »»igea». P»*f#»tfilItM.*oal» «K.KM. Verwaltung: Rathausgasse Mr. («igcnt« Haa«.Z vtziiA«bkdIiigui»ge»: "^■ar® Me ?o>> bqogeai »»lUUttia »•Mld&rij . Sät «MM Bionstltch Bin»« K , K CM K 11*80 iti änlttOaai ist (all: »«•» ::: l ►!? «oajuixij . ; . . K if_ »8rl SallanS erhides sich Mc »W«»ii*tiiaB^it »oltttra 8» |b< «DUBcflaai. Mr. 93. HiM. Sonntag. 20. November 1904 29. JaVrganq. Z>er Staatsvoranfchtag. I» der Sitzung d>s Abgeordnetenhaus»« vom 17. d. brachte der Finanzminister St o f 11 den Staa»Svoran>chlag sie 1905 ein. Die wesentlichsten Unterschiede zwischen dem Voranschlag« für 1905 »nd jenem für da« lausende Jahr stellen sich wie folgt dar: 1. Hrsorderuis. Da« Erforderni« im Kapitel „Allerhöch-st e r Hofhält" wurde in der gleichen Höhe wie i« Vorjahre eingestellt. Im Kapitel „R e i ch « r a ergibt sich gegen da« Vorjahr ein um 50.403 K geringere» Erforderni». Da« Kapitel „Reich«gerichl' weist gegen» über dem Borjahre ein um 10.700 X höhere« Er-fordern,« auf. Leim Kapitel 5, Titel 1 „Ministerrat' wurde ein um 59.623 X höherer Auswand ver» '«schlagt. Der Mehraufwand bei Titel 2 »Verwal» tung«gericht«hos" beziffert sich mit 4294 X. Da« Ersorderni« für di, „Gemeinsamen Angelegenheiten' zeigt gegenüber dem für da« Vorjahr genehmigten gemeinsamen Voranschlage »ine Steigerung von 1,057.894 X. Da aber die Ersorverni«pofiiion »Ueberschüsse de« Zollaefälle«" um 1.192.600 X höher veranschlagt werden konnte, fo ergibt sich für da« quotenmäßig zu bedeckende Ersorderni« zu den gemeinsamen Au«lagen (T'tel 2 und 3) ein Mindererfordern,« von 134.706 X. Der Mehraufwand im Eiat de« Ministe-riums de« Innern beträgt gegenüber dem Vorjahre 1.965.435 X. Da« Erforderni« de« Ministerium« für Landesverteidigung ist mit 1.164.416 X höher veranfct lagt. Dieser Mehraufwand entfällt zum g öhttn Teile auf den Titel „Landwehr' (mehr 292.741 X) „Militäipolizeiwache' (mehr 61.243 X) und .«endarmeri ' (mehr 736 044 K). Im Eiat de« Ministerium« für Kul-tu« und Unterricht (exklusive Religion«sond« fo ste und Domäne-) beziffer« sich du« Mehrerfor Kie Keiratsvermittlung. Au« dem Volk«leben. Die .Tratschen', deren Beschäftigung darin besteht, „d' Leu« untereinander z'bringen", teilen sich in solche, welche die Verbieiiung von Neuigkeiten . zum Vergnügen, und solche, die sie au« Bo«heit Anreiben. Man wird im allgemeinen nicht fehl gehen, wenn man die Frau Staudigl der letzteren Ab-[ teilung beizählt. E« geht ihr allerdings nicht zu« besten, aber e« ist schließlich doch ein Be» »et« von äußerst schadhafter Logik, wenn man glaubt, da« eigene Lo« dadurch angenehmer und erträglicher zu gestalten, daß man da« der lieben Nebeumenschen nach Kräften verschlechtern hilft. ,.Eo war ste ober, die ewig süß lächelnde Frau Staudigl. Vielleicht beka« ihr naiürliche« Uebel-'»ollen dadurch einen stärkeren Antrieb, daß ihre Tochter, ihr, „Mijzerl", zu einer immer älteren «l»en Jungser heranblühie. Wenn ein Mä el au« ihrem nahen, weiteren »der allereniserniesten Bekanntenkreise nur in den leisten Verdacht gerät, die wohlwollende Be-achtung eine« ledigen — oder feldst verheirateten Manne« errungen zu haben, so befaß sie die gute, süße», lächelnde Frau Staudigl sofort zur un> nachsichilichsten, .im Geheimen opentrenden Wider-sacherin. Man« kannte sie, man fürchtete und mied sie »nb zeigte sich mit allem Grunde ängstlich bestrebt, ihr keinem Anlaß zur Vertilaung eine« puien Rufe« darzubieten. Denn die Ehre ihrer Neben» derni« im Ordinarium auf 2.348.926 X, während da« Extraordinarium ein Minderersorderni« von 2,348.926 K aufweist. In der Abteilung „Unterricht" wird im Ordinanum ein Plu« von 2,156 523 X beansprucht, während im Extraordinarium der Minderauswand 2,393.241 X beträgt. Der Eiat de« Finanzministerium« weist gegen da« Vorjahr eine Steigerung von 3,973.141 X aus. Der Voranschlag de« Handel«ministe» riums weist gegenüber dem Vorjahre ein Mehr-erfordern!« von 4,396.668 X auf, wovon 1.495.590 X aus den eigentlichen StaatSaufwand und 2,901.078 X auf die Post- und Telegraphen-anstatt und da« Postsparkassenantt entfallen. Im Etat de« E ifenb a h n m in i st er iu m« werden im O'dinarium um 6,050.830 X mehr, dagegen im Extraordinarium um 883.550 X we-Niger, zusammen somit um 5,167.110 X mehr be-ansprucht. Im Ordinarium de« StaatSbahnbe-triebe« sind um 4.460.830 X mebr veranschlagt, von welch.m Mehranspruche 3.729.080 X auf per. fönliche Auslagen und 731.750 X auf sachliche Belrieb«erfordernjsse entfallen. Eine Steigerung der persönlichen Ausgaben ergab sich auch aus der Ei»ft,llung eines neuen Erfordernisse« infolge Uebernahme des Betriebe« der Linie Eilli — Wöllan (69.400 X), sowie auS der für 1905 in Aussicht genommenen Betriebs-eröffnung eines Teiles der neuen, im Bau begriff fenen StaatSbahnstrecken (m-hr 483 500 X) Im Etat des Ackerbauministeriums ergibt sich im eigentlichen StaaiSaufwande (exklu-sive MeliorutionS'r», «präliminar») ein Mehran-spruch von 800 409 X, wovon aus die „Zentral-leiiung" ein Teilbetrag von 325.807 X entfällt. Der Grund dieser letzteren Eteixerung liegt Haupt» sächlich in der Aenderuna der bisherigen Prälimi« nat onSmodalitäien im Etat des Ackerbauministe-riumS. Weitere wesentlichere Erhöhungen deS Erfordernisse« ergeben sich bei Titel »Staatliche Lehr- und Versuchsanstalten" (mehr 76.718 X). mensch n. namentlich weivtiche» iAe>ctilrchie«, war ihre ausgesprochene Leibspeise, und sie liebte e«, spätesten« zum Gabelfrühstück, zur Einkaufsstunde, dann zum Dessert beim Mittagsmahl und auch al« angenehmen Magenjchluß vor dem Niederlegen hiervon «ine große Portion zu sich zu nehme«. In dieser Hinsicht war sie gefräßig und verdau-ungSkräslig wie ein Hecht oder e>n sonstiges Raub» vieh. die anfonsten gute Frau Staudigl. Al« daher eine« Abend« die Neuerbauer-Mali, die Modistin, die mit ihrer Mutier „auf der dritten Stiegen" wohn«, knapp vor dem Torschluß heimkam, und zwar big zum Han«eingang in Be-gleitung de« Monteur« au« dem Nachbarhause, da fragte die Mutt-r nicht: „Wa« wird die Welt dazu sagen?" son»ern ste sagte nur sehr besorgt: »Wann di nur net die alte S'audigl g'sehn hat!' »No und wann? Ersten« bin i ka klanS Kind mehr, nachher war i mit dem Herrn Neuerer net allein, sondern mit de« ganzen Gesangverein, und schließli geht da« die Madam Staudigl. wann man fchon sehr viel fagi, eine« „Klenkäfe" an'. .Mein Gott, K'Nd. wann sie die nur um da« kümmern tät, wa« sie angeht, dann möcht« wahr» fcheinli besser zsammerigebn. Wann di» nur siecht, daß wer anderer, besonder« a Mattel im betrat«» fähigen Alter, bloß ein sekundlichen Blick kriegt, dann zerspringt f schon vor Gift und Gall." »Da« gsreut mi. Hat wtnigslen« ein Mensch a Vergnügen daran, geh?" „Schaden kann» dir do. Wa« hat denn a arm« Maoel sonst.» .I weiß schon, Mutter. An da« denk i schon ferner bei Titel „Förderung der Lande«kultur' (direkte Förderung der Land- und Forstwirtschaft mehr 259.820 X) und bei Titel „S,aat«-Pferde-zuchtwesen' (mehr 60.349 X). Bei den ,S t a a i « i o r st e n und D o m ä« n e n" wird ein um 392.330 X geringere« Erior» dern« beansprucht und ist da«felbe zum prößten Te«le durch da« Minv»rerford»rni« für Neubauten und Realttätena, käufe, sowie durch die bereits früher hervor >ehoven»n Umstellungen verursacht. Im .Montan wesen' resultiert ein Min» deranspruch von 263.53 X, hauptsächlich infolge Erfparungen beim Betriebe de« Bergbaues in Brüx dem. Ankaufe von Erzen für Cilli und zufolge Ersparungen bei Beirieb«materialien mit Rücksicht aus die niedrigeren Preise. Im Etat de« Justizministerium« wird gegen das Vorjahr ein Mehraufwand von 492.686 X präliminiert. Derselbe betrifft hauptsächlich den Titel „Justizverwaltung in den einzelnen König» retchen und Ländern'. ^ Zm Kapitel .Staat«fchuld' wird gegen da« Vorjahr ein um 17,066.050 X höhere« Er» fordern«« ausgesprochen. Dieses Plu« tritt bei der „Staat«schuld der im Reich^rate vertretenen König» reiche und Länder" ein. welche« ein Mehrer» forderni« von 22.729.471 X beansprucht, während dagegen für die .A l l g e m e i n e S, aa t« f ch u l d" ein Minderaufwand von 5,662.721 X veranschlagt werden konnte. 2. Aed,ckuug. I» Kapitel „Ministerium de« In» nern" ergibt sich eine Mehreinnahme per 156.384 X K Beim Kapitel „Ministerium für Lan» deSverieidigung' erfch int eine Mehreinnahme von 26.173 X präliminiert. Im Etat de« Ministerium« für Kul» tu« und Unterricht"(exklusiveReligion«sond«» forste und Domänen) ergibt sich geaen da« Vor» jähr eine Mehreinnahme von 390.069 X. Die Einnahmen im Eiat de« Finanzmini« fel&ec; o S glauvft du mir do. denn t vergaß net daraus, an jeden Menschen offen in b' Augen schaun zu dürfen. Außerdem bin i ka Hofrat«» tochter und ka Komiesse, daß i unter an Äla«» stürz kommen müßt, um unbeschädigt zu bleiben, Gott fei Lob und Dankl" Die Mutier gab sich überwunden; und sie hatte doch recht mit ihren Befürchtungen. Da« Munkeln begann schon am nächsten Tage. Die Frauen und Mävel de« Hause» beobachteten im Verkehr mit der Neubauer-Mali eine gewisse Vorsicht, so ungefähr, al» ob sie von einer In» fetiion»trankheil befallen sei. Nur die Frau Stau» digl war lieb und herzlich wie immer; ste hatte aber kein besondere» Glück in ihrem Bestreben, »wa» außerzulaxln.' Al» ob sie auch für ihren Nachrichtendienst positive Tatsachen nötig gehabt hätte. Am Sonntag kam der Herr Monteur vom Nachbarhaufe, angetan mit dem schwärzesten aller Gehröcke und mit einer au»gefprochenen Leichen» bittermiene. Schnurstrack» ging er zur „dritten Stiege" und in die Wohnung der Fraa Neubauer, die er fast flehend und sehr verlegen ansprach: »Meiner Seel, i kann net da» Geringste da-für! Wann i gwußt hätt, daß da« Jhnerer Fräuln Tochter passiert.^ „Wa« i» ihr denn passiert?' erkundigt stch die Mutier ängstlich. „Wegen der Rederei in der ganzen Nachbar» fchaft.' »Ja, was wird denn von mir gredt?" rief die Mali aus dem Nebenzimmer. Sie kam h«. Seite 2 Nummer 93 sterium« zeigen g«g«nüb«r dem Vorjahre eine Steigerung von 17,463.61! K. Wesentliche Aenderungen ergeben sich bei nach« stehenden Kapiteln: Bei der „allgemeinen Kassen ver-waltung" ergibt sich ein EinnahmeauSfall von 1,803.293 K, welcher haupisävlich auf dem Ent-fall der im } orjahr« präliminierten einmaligen Empfangspost „Einnahme au« der Jnkameri«rung de« Pensionssonv« de« Vereine« für Landpost-B«-dienst«»«' (9.000.000 K) beruht. An „direkten Steuern" werden gegen» über dem Vorjahre um 6,961.238 K mehr präliminiert. Die „Zoll«innahm«n" wurden um 1,296 606 K höher präliminiert. Die G«samib«vmte». Staat«lehrpersonen und Landpostbedi.nkteien oorau«sth>lich in eine« höhe« ren Mag» zur Einzahluna gelang.» dürften. Bei der Be"ckung der „Staatsschuld^ erscheint «ine um 5 353.874 K höhere Summe al« im Vorjahre präliminiert. Einers« t« wird nämlich hier jener Beira > eing-st-llt. welcher von dem fei« ten« der Heere«- und Mirineverwaltung zur R«-funditrung gelangendem Betrag« pro 26 079.000 quotenmäßig aus die im Reich«rate vertrrt«n«n Königreiche uns Länder «ntfällt (rund 17.700.000 X), andererseil« würd«, um da« Zinsenerforderni« für di« zur Tilgung d«r allgemeinen Staat«fchuld auszugebenden Rentenobligatione» gegenüber den durch Tilgung in Abfall kommenden allgemeinen S«aai«ichuldkapttalien nicht zu steigern, «m Betrag von rund 7.500.000 X au« den laufenden Ein-nahmen zur Deckung de« Ttlgung«erforder»isse« verwendet, welch«« sich pro 1905, infolge der bereit« im Jahre 1904 erfolgten vollständigen Til-guna de« 1354er Loiloanlehens, auf 21.500.000 X (g«g«n 26.400.000 K im Jahre 1904) stellt. E« wird daher von dem Gesamierjordernisse nur «in Betrag von rund 14 Million«« Kronen durch d«n au« der Rentenemxsion zu «rzi«lenden, hier zur piäliminarmäßig«» Darstellung gelangen« den Erlös bedeckt. Im Staaitvoranschlag für da« Jahr 1905 sind sür Steiermark u. a. folgende Au«-gaben in Aussicht genommen: Bau «in«r eisernen Draubrücke in Marburg; Bau «ine<- eisernen Brück« über den E»n«fluß bei Groß-Reifling; Staai«bei-trag für di« Rtguli rung de« En»«flusse« zwischen Hau« und Oeblarn (15.360 K); Sla„t«deilrag sür di« Regulierung de« li»k«seitizen Murufer« durch Anlage «ine« Kaibaue« zwischen der Fervi« nand«- und Franz Karl-Brücke in Graz <20.000 K); Staa>«beiirag für den Ausbau der Siraße von Laufen nach Leutsch, sowie für die Instandsetzung der Straße Leutsch«Sulzbach, politischer Bezirk Eilli, 3. Rat« (10.000 K); StaatSdei« trag für den Bau einer Bück« über den Save« und Gurkfluß bei Rann, polnischer Bezirk Rann, 3. Rai« (20.000 K); Rekonstruktion d«r Stützmauer» und der Straßenschutzbauie» im Kilom«t«r 1112 bi« 111-4 der Sal,-Reich«straße enilang der Oedenseer Traun in Aufsee, politischer Bezirk Gröbming, 4. Rate (50.000 K); Herstellung «iner neuen Brücke über den Do soach in Groß Wilser«-dors. im Zuge der Ungar-R ichsstraße, politischer B«N'k Frlöbach. 2. Rat« (10.000 X); Herstellung einer n«u«n Brück« über den Schöckeldach in Anbritz im Kilomeier 3e/9 der St. Gotthardtr R-ich«-straße, politischer Bezirk Graz. 2. Ra»e (13 000 X); Neubau der Brücke über den Pößnitzvach im Kilometer 60 d«r Tri-ster R«ich»ktr >ß«. politischer Bezirk Maiburg, 2. Raie (15 000 K); Pflast rung d«r T r i e st e r Reich« st raß« von K lomettr 127-607 di« Kilometer 127-314 in o«rDurch> fadriS't recke Eilli, politischer Bezi-k Eilli. 2. Rate (9000 L) - S>aat«de>trag iur die partiell« Drauflaß,korr«k«ion von der Puschenk>orf«r Bucht adwäri«, 1. Raie (25 000 X); Siaal«b«iirag für den Kaidau am Muifluß in der Siavt L«ob«n, 1. Rj'« (2900 K); Staal«b«itrag sür den Mur-uierschutzdau in St. Lor-n>«n. polischer Bezirk Jud«»burg. 3. Rat« (7000 K); SiaaiSbeitrag für au«, n muß,« laut auflachen, al« ste den «benio feier« lich al« nnglücklich dr«inblickend«n Herrn sah. Er su tii« nach recht delikat«» Wo l«n, sand sie aber nicht. „SS laßt si beinah »et sagen, Fräulein Mali, Fräulein Neubauer.' „So schrecklich i« '«?" „Ja. Es wird überall erzählt, daß Sie . . . doß . . . daß wir beide . .* „Daß mir a G'pusi hab»*, eruänzie die Mali. „Und da» wär June« so unenbli schauderhaft? Na, hörn S. a Schmeichler s in Si« grab ntil" „O, bitt«, ganz konirar, im Gegenteil", lau« tete di« hastige Aniwort darauf, worauf er rot wurde. „AlSdann. wissen S wa»? Ich werd Ihnen beweis», daß mir an d«r Rederei net da« Aller« minveit« dranliegt. I muß jetzt eh elnkaufen gehn. Sie dürfen mi beuleilen. Recht langsam, durch oll« zwa Hös. durch die ganze Siraßn. meinttwrgin di« zum Naschmarkl. Damit die Tra«svmäul«r wenigsten« an Gründ hab«." Er akzepiitr«« m>t Begeist ru»a den Vorschlag und ging an ihrer S iie so unsäglich stalz dahin, daß d«r selbstbewußt Hav» im V«rgl«tch zu ihm ein b-scheid-ncr Waisenknabe war. Er ging mit der Mali — und jetzt kommt da« ärgkt, — er kehrte diii der Mali auch wie« der zuaück. «um fassungslosen Staunen sämtlicher Damen ve« Hause«. Die Malt blinzelte izrer Muiter zu und zwang ihren Sopran zu einer fast vroh«»»«» Alt» stimm« herab, al« si« der Muu-r mitteilt«; „Der Herr hat früher wa« vergesse«. Er Hai dich noch fragen wolln. . . Na. außer mit der Sprach, jetzt reden S selber!' forderte sie den Monieur auf. „Jawohl, he, he, he . . . wann S halt so gut sein möcht«». Frau N«u5auer. h«. h«, h« . ." „Ob er halt von heut an öfter zu un« kom« men dürft«." „I« da« a Trauminet von an Mana«bildl* „Jawohl, h«. he. he —" » * • „Hab» ]a heut «inen Bsuch gbabt. Fräuln Mali gellen S?" schmunzelt« trilnahm«ovll die Madame Siauvial. „wohl einen a»aen«hmei,?* „O ja; wan an schon der Bräutigam unan« genehm wä>!" „Bräu —" „iigam. Ja. stellen S Jhna nur amal vor, wie ich zu an Mann komm. Ich bin au«.iricht wordn — weiß oer Teuxl. von wem — und da hat der gu e Man« si denkt, er muß mi „reha« viliiieren.' I« da« nel g'paßiu?' „Dat i« wirkli « neueste R-zepi," pfauchte die Frau Si >udigl, deren Anil'tz einen deutlichen Stich in« N'lqrün- bekommen hatte. „Net wah? Vielleicht probieren Sie « ge« legtnilich amal an der Fräuln Mizzerl. Aber j yi muß ich J^nen leivrr verlassen. Er wart schon aus mi. mein Br — .Bräu —" „Ganz richiig: Bräuiigam!« (Ottolar Tann-Bergler.) die Regulierung de« Murflusse« in der Grenz« strecke von der K«lltrdor»'«r U«d«rfuhr bi« Mauth« dors. 5. Rate (87.500 K); StaatSbeitrag für die Erhaltung der Re,iulieruug«dauten de« Mu>flusie« in der Strecke von Graz abwärt« bi« ischea»I für G päck und Waren ab. die über Sinm'Ml »ach der Mandschurei d«stimmt sind. Di«s« K>| r«g«l wird von chin«sisch«r S«»« mit d«n Best»» munden über di« Kri-g«koairebande und die!ft»I traliiät China« bearüadet. In Mukden sind t» I »estsche Offiziere täiia, die Not unier de» m I flachen Lande nach Mulden g-flüchteten Ehi«s»I zu mildein. Si» veipfle«en täglich mn H Ist m* I länvischer Hils«verei»e 20.000 Fiüchilinge. $«41 srüder reiche chinesiiche Häch er siud j'tzi mi»«I«<» da ste ihre Schad'nersavansprüch« nicht zu beleM» v«rn>ög«n, um die von Kuropatki» oer'prshm I Eutschädiguna zu erlang«». Z>a» Acrhatttu gegen di« H«salle»e». Da« Reut r,ch« B^,eau mel ei au« Muksnl vom 14. o. M.: Die auf d«m Krie»«scha»,Ich I herau»a«a«bti e russisch« Zeitung lobt da« L«n«il ten d«r I 'paner geg«näd«r den russischen Ä solcl nen. Kuropaiki» Hai i»folqe dessen vi« ruifisdi»! Kommandanitn aufg«fordert, die japanischen ebenso zu behandeln, d. h. d>ren Habseligkeue» til An denk«» zur Ablieferung zu sammeln. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Fannlie. Ka»»t«gsSeisa«e der „Deutschen ZSacht" in Eili. Vr 4?I „Die Süd mark" erscheint jeden Lonntag al» uncnlgetitiche Beilage ftr die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Sadmart' nicht käuflich (Schluß.) 1904 Das Aorsthaus im Heufelsgrund. Teteltiv-Roman von F. Eduard P s l ü g e r. dieser Studentenkaserne ist es durchaus nicht ausfattlg, daß stch zehn b;8 zwölf Äusensöhne entweder zu gemeinsamem Trinkgelage oder zu gemeinsamer m h» "... emeä Kommilitonen versammeln. Nur Breitschwert ist es aufgefallen, weil gerade Winkel-mann und solowiew einen Freund in diesem Studenten-quartier besuchen. Er hat es deshalb für nötig ge° ^ zu sein und Abend für Abend. Nacht für Nacht liegt er aus der Lauer, ob etwas Verdächtiges in dem Stockwerk unter ihm vorgeht. Er kennt die Bauart des Hauses ganz genau und weiß, daß nur ein Eingang existiert. Er weiß, daß, wenn seine Kombination richtig ist, er die ganze -Lande mit einem Schlags aufheben kann, aber er weiß aU$L , JL alleräußerste Vorsicht geboten ist, um die gefährlichen Tunkclmänner nicht zu warnen. Er beobachtet immerzu und der Chef der politischen Polizet wird sckon ungeduldig; denn Breitschwert ist bereits eine Woche in Berlin und es ist nichts geschehen. lange dauer^ sagt sich der Inspektor, geht meistens schiel, denn allzu lange Beobachtungen müssen dem Beobachteten auffallen. - ®r sollte nur zu recht haben, denn an einem Sonntag Abend klop't es plöhlich an Breitschwerts Tür und herein tritt Erich von Winkelmann. Sem erstes Wort ist: „Hab' ich es mir doch gedacht, so haben meine Freund« doch richtig gesehen. Sie sind uns auf der Spur, Herr Doktor Breitschwert, und ich bin glücklich S«e zeitig genug entdeckt zu haben, um Sie unschädlich zu machen. Diesmal wird eS Ernst, denn diesmal handelt eS sich darum, Sie oder ich oder vielmehr wir alle.' Breitschwert kehrt dein Eingetretenen verächtlich den Rücken greift nach einer Zigarre, wendet sich nach dem Fenster und zündet sie an. .Sie scheinen sich wenig daraus zu machen, den Sprung ins ungewisse Jenseits zu tun, mein Herr!' »Sehr wenig,' antwortet Breitschwert und wendet dem Anarchisten das Gesicht zu. .So lange Sie allein mir gegenüberstehen. fürchte ich Sie nicht, denn wie sie wissen, habe tch es in Würzburg mit fünfen Ihres Gelichters ausgenommen.' »Ich kann aber sofort Hilf« holen, denn wie Ihnen bekannt sein wird, sind wir eine Etage tiefer alle ver» sammelt. Die Morgenröte ist heute abend aufgegangen.' ... »Vielleicht geht sie bald unter, Winkelmann, viel-leicht ist heute ihr letztes Ausgehen.' Die grauen Augei» Bmtschuxrts schießen Blitze, bo4 bartlose Gesicht hat jetzt etwas furchtbares, etwa» Raubtierartiges, der schmale scharf gezeichnet« Mund ist zusammengepreßt, so daß er wie eine einzige glatte Linie im Gesicht erscheint. Winkelmann beobachtet die Veränderung, die mit seinem Gegenüber vorgeht auch, er fühlt, daß jetzt eine Entscheidung nah« und er ver- !ucht. unbemerkt die rechte Hand in die Tasche zu chieben, wo er wahrscheinlich eine furchtbare Waffe ver->orgen hat. Aber Breitschwerts Augen folgten der leisesten Be-weguna feines Gegners. .Lassen Sie Ihre Hand ruhig auS der Tasche, Winkelmann, es hilft Ihnen nichts, wenn Sie mit mir kämpfen wollen, müssen Sie es ohne Waffe tun, denn Sie kommen nicht dazu, die Waffe zu ergreifen.' Winkelmann sah ein, daß Breitschwert recht yatte und zog sich rückwärts yehend nach der Tür hin. In diesem Augenblick hörte Breitschwert unten di« Haustür gehen und das ,var für ihn das Signal, dem augenblicklich gleichfalls aufhorchenden Anarchisten an die Kehl« zu springen, ihn durch die Wucht seines Körpers niederzureißen und ihm das Knie auf die Brust zu fetzen. Im nächsten Augenblick legte er die Hand-schellen um seine feinen Gelenke. Ein wilde? Feuer des Triumphes brach aus seinen Augen, als der gefährlichste Verbrecher, mit dem er in seinem Leben zu tun gehabt, endlich gefesselt vor ihm lag. »Nun zünden andern.' sagte er. .Gehen Sie nicht hin. Breitschwert, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist.' ,0, Sie Stümper im Verbrecherhandwerk,' ant-wartete verächtlich der Detektiv, „Sie haben mich ja meme Zigarre am Fenster aiizünden lassen. Das Zündholz, Winkelmann, war das Signal für den draußen harrenden Schutzmann. Wie zur Bestätigung dieser Worte trat jetzt ein uniformierter Schutzmann nach leisem Klopfen in das gimmer und meldete, die Wohnung sei vollkommen jetzt, was der Herr Doktor befehle. .B«wacken Sie diesen Hauptschurken hier, ich werde selbst die Verhaftung der anderen Gesellschaft vornehmen.' Und nun ging er langsam hinunter, klingelte und betrat mit zehn Schutzleuten das Zimmer, in dem er zwölf bis vierzehn Mann verschiedenen Alters zu-sammentraf. „Die Polizei, die Polizei I' schrieen sie durchein-ander und sofort blitzten Dolche anf, und Revolver wurden erhoben. Aber die Ueberrafchung war doch so vollkommen, daß in weniaer als fünf Minuten die ganze Gesellschaft überwältigt und gefesselt war unb nach dem Pmizti&effinflni? abgeführt werden foarUc.. Zum ersten Mal, seitdem Rechenbach und Surisch mit dem geheimnisvollen Brief zu ihm gekommen waren, schlief Breitschwert in jener Nacht mit vem Gefühl tiefer Befriedigung ein. Am andern Morgen macht« sich der freiwillige Polizist bei Zeiten auf, um bei der Vernehmung Winkel« mannS zugegen zu sein. AU er mit dem Inspektor und einem Schutzmann die Zelle betrat schlief Winkelmann noch fest, er rührte sich auch nicht, als der Beamte ihn rüttelte und ihm ins Ohr schrie. Winkelmann gab auch kein Lebenszeichen, als ihn der Aufseher energisch anfuhr: .Stehen Sie auf, ein Herr will Sie sprechenI' Da wurde Breitschwert von einer seltsamen Ahnung befallen. Er kniete nieder, saht« nach dem Herzen deS scheinbar Schlafenden und zog seine Hand schnell zurück, «r hatte si« auf di« Brust em«S eiskalten Leichnams gelegt. .Der wird Sie nicht m«hr hören, guter Freund.' Er näherte fein Gesicht dem Munde der Leiche. Ein scharfer Geruch wie von bitteren Mandeln schlug ihm entgegen. „Blausäure' flüstert^ er. „Er hat einen leichten Tod aehabt.' Still bedeckt« er da» jetzt eigenartig verfallen aussehende schön« Gesicht deS Toten Mit dein Bettuch. • • Vier Wochen später stieg Breitschwert, der sich nach der angestrenaten Arbeit der letzten Zeit ein wenig erholen wollte, in Alerandria an das Land, um Rechen-bach und Hertha aufzusuchen, die sich jung verheiratet in Heluan aufhielten. Er fand beide hoch beglückt durch ihr« Liebe und die junge Frau merkwürdig verschönt und gekräftigt. Die Nachricht von dem Tod des einst so geliebten «tief-brnders, war noch nicht in die Einsamkeit ihres Aufent-Haltes gedrungen und Breitschwert hütete sich, den Tropfen Wermut in den Becher deS Glückes der Vereinten zu gießen. Die Zeit schlägt Wunden und die Zeit wird sie auch heilen, das Glück der Liebe ist ihr vester Schutz gegen neu« Schmerzen, sagt« er sich. Zum ersten Mal jutjlte Breitschwert etwas wie Sehnsucht, zum ersten Mal. Hoffentlich gab eS bald wieder einen aufregenden Fall. End«. Originalroman von E Erstes Buch. L ES war eben zehn Uhr, als Gero von der Ladenburg mit s«in«r Schwadron vom Temp«lhof«r Feld zurückkam. Vor dem Thor der Garde-Dragoner-Kaserne in der Belle-Alliancestraße wartete Psuia, fein polnischer Bursche mit dem Ueberrock über dem Arm, der Mütze in der Hand und den Trakebner Hengst langsam aus dem Reitweg hin« und herführend. Gero gab sein Ehargenvferd der Schwadron mit, eilte auf die Wacht-stube und schickte einen Mann den Trakehner zu halten, damit der Bursche heraufkommen könne. Schnell zog er den Ueberrock an, setzte die Mütze anfund ließ sich den Tempelhofer Staub von den eleganten Lackstiefeln bürsten, nahm darauf die Reitpeitsche, die ihm Psuja zu-reichte, klopfte sich noch leicht über die Uniform und ging dann hinaus. Er stieg schnell in den Sattel und rief dem polnisch« Burschen schon im Abreiten zu: „Ich bin um elf Uhr zurück. Psuja.' .Besedl, Herr Oberleutnant, antwortete der gut-mllthige Polack Zund machte sich langsam auf den Weg nach der stillen Großbeerenstraße, wo sein Herr ein ele-ganteS Quartier bewohnte. Gero ritt indeß langsam am Schöueberger Ufer ent-lang, bog dann bei der Potsdamer Brücke in die Biktoriastraße ein und erreichte, immer noch im Schritt, den Reitweg im Thiergarten. Eö war eiu wunderbarer Frühlingstag. Die Sonne malte goldige Flecke auf das hellgrüne GraS und von den hier und da knospenden Bäumen wehte ein aroma-tischer Dust dem Reiter entgegen. Aber Gero hatte keine Zeit, auf die schöne Natur zu achten, denn der nur notdürftig zugerittene Trakehner Henast verlangte »ll» ftunntttianitnt, damit er nicht, durch ivlend »ine yviv* von GeierSberg. c«»ch»r»a etztum.) Aeußerlichkeit bewogen, das Gebiß zwischen die Zähne nahm und mit seinem Reiter aus und davon stürmte. Dieser Reiter war eine Erscheinung, die in jeder Gesellschaft ausfallen mußte. Schlank und sehnig, eine echte Kavalleristenfigur, stand er seine sechs Fuß hoch in den eleganten Reiisnefelii. Der schöne, männlich kühne Kopf zeigte einen edlen Schnitt, und jeder Kenner mußte unwillkürlich sagen, adeliges Vollblut. In der That, so war eS. Die LadenburgS führten ihre Ahnen bis in die Kreuzzüge zurück, wo sie schon als tapfere Kämpen bekannt gewesen waren. Einer von ihnen war Bruder vom deutschen Hause geworden und von da an datirte die Tradition, daß jeder zweite Sohn der Hauptlinie in den deutschen Orden eintrat. Die Familie war dann, als die »Ritter mit dem weißen Mantel und dem schwarzen Kreuz zur Bekehrung und Ueberwindung der heidnischen Preußen, die Marienbura in Besitz genommen hatten, gleichfalls ins OrdenSland übergesiedelt und seit-dem dort begütert. Aber eS war mit der altadeligen Familie gegangen, wie mit so vielen. Sie hatten sich ausgebreitet, ein Stück des großen BesideS nach dem andern war abgebröckelt worden und schon zur Zeit Friedrichs des Großen galten die LadenburgS zwar als vorzüglich« Soldaten, ab«r als arm« Teufel, di« gerade so viel hatten, daß sie mi» ihrer OffizierSgaa« notb-dürftig durch'» Leben kommen konnten. In neuester Zeit Hatten sich die Ladenburg bemüht, reich« Frauen zu hei rathen. Und auch GeroS Bater war dieser Tradition gefolgt, sodaß der Sohn, nachdem er seinen Bater in Schloßkapelle de» alten Familienheims in Preußen zu Grabe geleitet, in den Besitz dessen gelangte, wa» von der Mutter einst fürstlichem Vermögen übrig geblieben war. Die Zinsen reichten gerade hm, daß er in dem «clusiv» Kavallericr»gw»eiU Miibu hiU fttofje GprNna, machen durft« er „»ch», ex tonntr qcraB« die noihdürstigen Ausgaben decken und den Anforderungen, die ein vornehmes Regiment an seine Mitglied» stellt, nachkommen. Aber wie hätt« ein Ladenburg, denen der militärische Geist und Freude an die klihuen Reiterthaten im Blut lag, je so etwaS al» Unglück empfunden, und der schöne Gero, wie er im Regiment genannt wurde, erst recht nicht. Denn er war »in ganzer Ladenburg uud eben» bürtig allen den kricgStiichtigeu Mannen,, die im Ahnensaal deö langsam verfallende»» Herrensitzes den weiße» Mantel mit dem schwarzen Kreuz um die Schultern trugen und das stolze Haupt trotz der Last des EisenhelmeS hoch ausrichteten. Gero war nur Kavallerist, nur Soldat. Unermüd-lich im Dienst, ein kühner Reiter, der vor nicht« zurück-schreckte und der allen jüngeren Offizieren im Regiment als Beispiel hingestellt wurde. Seine einzige Passion waren Pferde, eine billige Passton, denn ein tüchtiger Kavallerist darf von seiner Pferdeliebhaberei keine Kosten haben, wenn die erste Anschaffung geschehen ist. So war eS auch immer Gero gegangen. Sein Schwiegervater in spe, ein Rittergutsbesitzer, besorgte ihm stet» die besten Trakehner Vollblüter, und wenn er das Thier ant zugeritten hatte, fanden sich immer Käufer, die ihm den doppelten, ja drei- und vierfachen Anschaffungspreis zahlten und sich glücklich schätzten, wenn es ihnen nur gelang, ein.Thier auS seiner Schule zu bekommen. Oft war auch die Versuchung an ihn herangetreten, sich mit Rennen abzugeben. Aber er hatte immer abge-lehnt, trotzdem er einmal die „Armee" gewonnen und in den Jagden feines Regiments stets mit dem FuchS-schwänz ausgezeichnet wurde. Er wollte nicht rennen. Es widerstrebte seiner Natur, sich von tausend Opern« gläsern anstarren und dann womöglich w der Zeitung krittsiren zu lassen.-- Jetzt bog Gero am großen Stern in den langen Reitweg ein und fetzte den vor Feuer zitternden Hengst in einen langen Galopp, daß der Staub deS Reitwegs nnter den Hufen aufsprühte. H«i, wie daS Thier dahin-schoß, und wie er im Sattel faß, leicht den Be« wegnngen deS Pferdes nachgebend, immer de»» Zügel in der kraftvollen Faust, obne allzu straff zu ziehen, dem Pferde aber iinmer zeigend, daß er der Herr fei. Ob er noch nach dem Hippodrom reiten follte? Er war heute schon ein bischen »nüd« vom Dienst und schwankte dann«. Aber den Hengst noch ein paar Mal tüchtig auf dem Cirkel gehen zu lassen, war nöthig. Er ritt ja auch kaum eine halbe Stunde und unter einer Stunde durfte er mit seinen» Rappen nicht vom Platze gehen, sonst wurde er nicht fertig bi» zum großen Armeerennen. daS er mit feinem herrlichen Trakehner zu gewinnen hoffte. Darum also vorwärts! Er ließ den Hengst in Trab fallen, gab ihm die Zügel etwas nach uud folgte fo, sich selbst und daS Pferd schonend, dem langen von frühlmgSgrünen Bäumen be-schatteten Reitweg, der hinaus nach dem mächtigen Sandplatz am Zoologischen Garten führte. Aber was war de»»n das? Da vorn ritt eine Dame, deren Pferd vor einem auf der Straße dahin« schießenden Automobil scheute, sich zur Seite »vandte und in langem Galopp davon schoß. Der Reitknecht, der die Dame begleitete, versuchte, dem Renner zu folgen, vermochte aber nicht das flüchtig dahinjagende Thier ein« »»»holen. Die Dame hatte offenbar die Direktion über daS Pferd verloren, denn sie hing nur noch im Sattel und wenn nicht schnelle Hilfe kam, würde sie stürzen und gegen die Mauer deö Zoologischen GartenS ge-schleudert werden, aus die daS vor Angst rasend ge-wordene Pferd zuschoß. Hier galt eS einen schnellen Entschluß. Gero nahm den Schenkel zurück, drückte seinen trakehner in die Galoppslellung, schlug ihm die Eisen in die Flanken und jagte in wilden» Tempo dem durchgegangeneu Thiere nach. Da» war ein echte» Reiterstück, wir er eS liebte, ein wirkliches Rennen, wo e» nicht um Preise und Ehre ging, sondern um da» Leben eines Menschen. Er sah nnd hörte nichts um sich, sah nicht, daß die von dem herrlichen Frühlingstag zahlreich herausgelockten Spazier« ganzer stehen blieben nnd der heißen Jagd autgeregt zuschauten. Er sah nur, wie sich da» scheue Damen-pserd mehr und mehr der verhängnißvollen Stelle näherte. Er wußte auch, daß eS womöglich versuchen »vürde, daS Hinderniß zu überspringen, u»»d selbst von einer furchtbaren Aregung getrieben, spornte er immer schärfer feinen Renner, der keuchend nnd Schaumflocken von sich werfend, wie ein Pfeil vorwärts stürmte. Jetzt kam der Moment, der die Dame entweder rettete, oder sie und ihn in furchtbarem Stur» unter den Thieren begrub. Er durfte seinen Hengst nicht pariren, er mußte in vollem Jagen die Bügel freigebend mit der rechten Hand dem Pserd der Damen» die Zügel fallen, dann über die Kruppe seines eignen Rennerö ab-springen und auf dem Boden stehend da» scheuge-wordene Thier hallen. Immer näher kam er. Noch ein paar Galopp« sprünge und die That mußt« gethan nxrde». DaS Blut schoß ihm in die Wange»», au» seinen schönen blauen Augen sprühten Blitze, jetzt geschah eS, jetzt mußt« «S geschehen. Er ließ die Bügel fahrn», drückt« noch einmal fest die Kniee feinem Renner in die Seite, legte sich nach rechts aus und nun faßte er mit schnellem Griff Trensen- und Kandarenzügel deS zitterilden Fuchse», ließ die Kniee loS, da» Pferd setzte unter ihm weg, er selbst überschlug sich, schoß mit dem Kops voran, taumelte gegen einen Baum und dann war eS geschehen. Er fühlt« einen Schmerz in seinem Kopf, als ob er einen schweren Säbelhieb erhalten hätte, oder einen Schuß, oder als ob ein Stein aus beträchtlicher Höh« auf ihn niedergefallen wäre. Die Sinne drohten ihm zu schwinden, nur einS durfte er nicht vergessen, er durste die Faust nicht öffnen, mit der er den Zügel de» DamenpferdeS umgeschlosse» hielt. Und da wachte er plötzlich aus seiner Betäubung auf, er hob sich vom Boden und >ah jetzt, daß daS Pferd stand, daß er allerdings eine kurze Strecke ge-schleift worden war, aber ei>» freudige» Lächeln glitt über sein Gesicht, er hatte die Zügel nicht fahren ge« ' lassen. Noch hielt er da» Pferd, da» wie Espenlaub jitternd neben ihm stand, verbeugte sich gegen d»e todt-ltiche Dame und sagte: .DaS ist ja mit genauer Roth gelungen, mein gnädiges Fräulein.' Sie konnte nicht sprechen, ihre Lippen bebten. Aber au» ihren dunklen Augen überstrahlte sie ihn mit einem heißen DankeSblick und mit schwerer Mühe raiigen sich die Worte von ihrem Munde loS: .Ich glaube, Sie haben mir 'das Leben gerettet, mein Herr.' .Ach, so schlimm ist die Sache nicht, „»ein gnädiges Fräulein. Ich hab« nur gethan, was ich al» Mensch mußte.' .Ja, ja, aber ich begreife imm«r noch nicht, wie Sie meine Hera zum Stehen bringen konnten.' ,O, daS begreife ich sehr gut, mein gnädiges Eein. Was ein richtiger Dragoner einmal in oer hat. das läßt er »»icht wieder loS, uud wenn .er er zu Grund« gehen müßte.' .Aber Si« sind selbst verwundet." (iZvrtie»un^ \ow-) SWW Vrleli, nidr», Unterhaltende», Heiteres rtc. D iaaBa!g* »M!SHSSUUi!s«ll?UiMs^S'» Ein unverstaudeneS Gebot. Im losenden Wassrrsturz bebt der Sttj, Hochwasser schon schwemmte die Mühle hinweg, Und nimmer die Räder kreisen. „0 schwere Zeit, o tiefe Not!" — ©irnug der Klagen, da« Schicksal gebot, Zu schmieden ein Hau« uns au« Eisen. In Oesterreich« Bergen ist Eisen genug, Es laugt zum Schmerle wie zum Pflug, Der Feindr Hohn kann e« stillen. Wohl manchen Tag und manche Nackt Wird dauein e«, di« haben vollbracht Die Deutschen de« Schichal* Willen. Karl Proll. In« Album. Wa« deutsch?« Land heißt, stelle Kampsr«-sch «aren, Dann schmäh« wohl Niemand mehr da« Deutsche Reich Richard Wagner. « So steht trotz Zeiigestürme und Ggrolle, Ganz gleichgemu« gen fremden Wende-weid, Mit breiten Beinen aus der Mutterscholle! So bleib» si.' Euch ein ungeschmälert E»b'. Ludwig Anzengruber » Und sowie einst d.'n Burgundern kein Freund, kein Helfer nah, Hoch hebt ob Eure» Häupiern das Schild Ihnati. Felix Dahn. Denn wir sind hier und dort nur immer Eine«, In Lied und Tat ein ungelrennter Strom, E* scheide« uns der Hindernisse keine« Und scheidet Gnnze nicht, noch Idiom. I. G. Fischer. • Nickt beuls* zu werden gilt e« nun allein, Nich daß wir selber deutsch sind, ist genug, Wir müssen, recht mit deuiscke» «dleislu^ Ausstiedend, unser eigen Volk befrei'«. Adolf Hagen. * I" deiner Brust sind deine» Schicksal« Sterne. Schiller. Welche« sind die ersten Erke« nu«g«jeich»n der Ülaul» und Klauenseuche? Bei Allsbruch der Maul- und Klauenseuche beim R'Nde zeigt sich zu-nächst eine gewisse Abgeslumpstheit und und etwa« Fieber. Bei Milcht lhen ist zu-gleich die Milchabsond« ung osi verringert. Alsdann zeigt sich Ge sekn und Speicheln au» dem Maule und oft kann man bei tauender Bewegung des Kieser« einen eigentümlichen, schmatzenden Ton wahr-neumen. Bei Untersuchung der Maul» düble findet man auf der Maulschleim» baut, besonder« an der Oberlippe und an der Zunge, eibsen bi« haselnußgrobe Blasen, oder — wenn die Blasen geplatzt sind — wunde Stellen. Beim Austreten der Seuche wird den Tieren da« Stehen und Gehen schwer, weshalb sie gern liegen Der Gang ist gespannt und steif. Am Saume und in der Spalt« der Klauen zeigen sich Blasen, die bald platzen und Siusten oder Geschwüre h nterlassen. Gar nicht selten treten gleich-zeitig mit der Erkrankung des Maule« oder der Klauen Bläschen oder Pusteln an den Zitzen aus Bald platzen diese Bläschen und an den wunden Stellen bilden sich Krusten; zuweilen stellt die ganze Zitze eine eitrige Fläche dar. Aufbewahrung de« Honig«. Den-selben darf man nicht zu dicht, wie e« oft geschieh«, in Gesäßen »erschließen. Er enthält, auch wenn er noch so reis ist, immerhin noch eine Menge Flüssigkeit und diese muß bekanntlich erst verdunsten. Husten u. der l. treten bei Er-waä-senrii oder Kindern plötzlich bedenkliche Atembew«gungen. Huuen, Eng »rüstig keil, Heiserkeil, Biustbekleminungen u.s.w. ein, so gebe man Zwiebetsafi mit Zucker in kleinen Gaben, aber ost wiederholt. Gleich,all« gegen Engbrüstigkeit und Husten gibt man ein Gla« starken Eisig übe. zeriiebene Zwied.ln, drückt die Masse durch ein reim« Tuch, gibt alsdann Honig dazu und reich« dem Kranken alle halbe Stunden einen Teelöffe» voll davon lie« Mittel ist i.deimann gegen Husten zu empiehlen. B Shun»,ea der Kaninchen. Ist au» irgend einer Utiacht ein Kaninchen auf. gebläht, so drehe man au« Papier einen Trichter zurecht und flöße burck diesen dem Tier» einen TeelSssel voll Wasser ein, dem zwei bi« drei Tropsen Salmiakgeist zuge. fügt wurden Hierzu te.l«a sich am besten zwei Personen in di« nötigen Borrittun gen; di« «ine hält da« Kaninchen in die Höhe, »per« den Rachen mit einem Hölz-chen aus, woraus di« zwei«« Person die Flüssigkeit «ingießt. Salmiakgeist bindet die Gase im Leibe: ist der Erfolg nach einer halben Stunde noch nich« ringe-treten, so wiederhol« man die Behandlung. Für di« Folge darf nur trorgilb»e Wäsche wieder rein weiß zu bekommen, gebe man ein Gemisch von gleichen Teilen Terpentinöl und Salmiak-geist in« Waschwasser und zwar einen Eßlöisel voll auf einen Eimer Wasser. Da» Mittel ist in keiner Weise nachteilig für di« Wäiche und in seiner Wirkung etwa der Sonnenbleiche an die Seit« zu stellen. Hdflich. Herr: „Sie scheinen mich sür beschränkt zu halten, mein Fräulein?" — Dame- „O bitte sehr, ich beurteile nie-mand nach >einem Aeußeren." Ideale Mirgtft. Braut eines Schrift-stelln«: „Bare Mitgift kann ich dir nicht mitbringen, aber acht herrliche Roman-Ideen!" Iägerlatein. Föster wären, gälten Si« schon eine ganz hübsch gesüllle Jagd-lasche I" Moderne Dienstboten. Erste Köchin: „Wa.um bis« du bet der Frau Doktor schon wieder ausgetreten?" — Zweite Köchin: „Mit der konnte ich mich durch-au« nicht vertragen — sie hat eine ganz andeie geistige Richtung >« Empfehlung. Tierarzt: .Wie kommen Si- denn dazu, daß ich Ihnen da« ver-»tauchte Bein wieder einrichten soll, Huber-bau.r?" - .Ja, wissen Sle, Herr Doktor, »eitdem Sir mir da« O'chSle kur ert haben, hab' ich halt so a g>oßes Vertrauen zu Ihnen!" Nicht zufrieden. Besucher: „Warum weinst du denn so, Kleiner?" — Der kleine Willi: „Ja, alle meine Brüder haben nun Ferien bekommen, nur ich nicht!" — Besucher: „Das ist ja schlimm I Wir ist e« denn gekomme »" — Willy (schluchzendI: „Ach, ich geh« noch nicht in di« Schule I" Nummer 93 Gerichte. AuS best Hauptquartier der dritten japanischen Armee wird dem Reuterschn, Bureau vo« 11. d. Aber Fusau gemeldet: Gerüchtweise verlautet, daß General Siössel verwund« worden sei und sein Zustand die Ausnahme in »in Hospital notwendig mache. Der General weigerte sich jedoch, seinen Posten zu verlassen, er wolle lieber auf seinem Posten sterben, al« sich zurückziehen. Die russischen Truppen sollen durch die unaufhörliche schwere Arbeit und den Mangel an Leben«mitteln geschwächt sein. Sin großer Teil sei bereit, sich zu ergeben, werde jedoch von den Offizieren daran gehindert. Die Japaner glauben, daß die Garnison an der Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit angelangt s'i. Ein Spion berichtete, daß in Port Arthur Mangel an Munition herrsche und daß di» Kälte und der Mangel an Leben«mitteln einen weiteren Widerstand unmöglich machen. ?ort Arthur. Ein Londoner Berichterstatter hatte Gelegen-heit, mit dem Kapitän de« in die Luft gesprengten russischen Torpedoboote« zu sprechen. Er berichtet, daß die Vorräte in Port Arthur noch sür 'in Jahr a^Ireichm. Da« Innere de« Schiffe« war schmutzig, da die Mannschalt keine Zeit hatte, da« Schiff zu reinigen und man die Torpedo zu einem Gefechte richten mußte. Der Kapitän erklärte, daß die Ge-fundheit der Truppen in Port Arthur «»«gezeichnet sei; auch die Wasserversorgung lasse nicht« zu wünschen übrig. Weder Stöflel, noch sonst etn Generalstab«offizter seien verwundet; der Prozent» satz der Todessälle sei gering. Die mitgebrachten Depeschen behaupten. daß die Lage in Port Arthur durchaus nicht verzweifelt sei. Al« bedeutsame Tatsache wird festgestellt, daß die Feste noch neun-Monatlicher Belagerung im Stande war, ein Krieg«-schiff mit voller Besatzung abzusenden unb mit Luxu«sachen, z. B. Tabak, auszurüsten. Z>er letzte von der Kompagnie. Eine entsetzliche Szene von dem Schlachtfeld« bei Liaojang wird jetzt in sibirischen Blättern be» richtet. Bei einem plötzlichen Uebersall, den in einem Felde von Hirse versteckte Japaner unter-nahmen, wurden fast 2000 Mann eine« einzigen russischen Regime»«« getöiet und verwundet. Von sech« Kompagnien entkam-n nur zwei oder drei Mann unverletzt. Die Kompagnie de« Kapitän« Sch. wurde völlig ausgerieben und er selbst war der einzige Mann seiner Abteilung, der, wenn auch leicht verwunde», doch ledend dem Blutbabe entkam. Seine Leute waren in Dichten Reihen niedergemäht worden. In der Nacht darauf verschwand Sch.; sein seltsame«, sonderbare« Wesen war schon vor-her aufgt unbegrabe« nen Leichen noch lagen, da wede. Japaner noch Russen sich zu nähern wagten. Sch. saß auf einem Steine. Vor ihm lag in einer Reihe von kleinen Haufen feine ganze Kompagnie, die er zusammen« geschleppt hatt», darunter auch seine beiven jungen Leutnant«. „Wie?" schrie er den herzutretenden Osfizier an. .wa« sagen nun meine Leute zu meiner Feigheit? Ich liege ja nicht bei ihnen, ehrlich vor dem Feinde gefallen!" Der andere nahm Sch. ruhig am Arm, doch der stieß ihn rasenb zurück. Ein Wahnfinn«ansall halte ihn übermannt, er glaubte sich mitten im Kampfe und schrie: .Seid yhr oll» da, meine Jungen«? Sergeant Manin, hinter mir her. Vorwä't«, vorwärts!" Dann »iever fing er an, die Körper zu zählen, redete ste freundlich an und trieb aus de« Leichenfelde einen grausen, unhei«lichen Spuk. Nur «it Ge» »alt konnte man ben Offizier, der dem Tode eni« Cngen war, um m Wahnsinn zu verfallen, fort-ingen. politische 'Rundschau. Keichsrat. Nach einer Pause von eine« Jalben Jayre versammelte sich am 17. d. M. da« ldgeordntttnhau« zur Herbsttagung. Alle Galerien waren eich» besetzt. Bor den Abgeordneten liegen ganze Ballen von Vorlagen au'geiürm». Zunächst allgemeine« Begrüßen und Häodeschütieln. Um 11 Uh» 15 Minuten gibt d»r Piäsiven» da« Glocken« Jeich n und verkündet bamit ben Beginn der Sitzung. Kurz vor halb 12 Uhr betrat der Mi-»ifterp-äsident K o e r b e r den Saal. Al« Ko»rber in ben Saal »rat, ertönten aus ben Bänken ber Alldeuitschen V»reivigung v»r»inz»lt» Pfuirufe-doch ctt trat halb wieder Rüde ein. Der Präsident teil» die Einberufung be« Reich«rate« »it und / P*4rtM bringt zunächst verschiedene Formalitäten zur Kennt« ni«. Dann hält er den bahingeschiedenen Abgeordneten Jawor«ti, Posch, Supuk. Pipe«, Nisig und Acquarolli Nachruf». Eine Zuschrift de« Mini-tterium« gib» bekannt, daß Abg. Georg Wassilko in« Herrenhaus berufe» wurde. Der Präsibent teilt mit, baß ber Abgeordnete für die Stadt Troppau und die Hand»ltka««»r daselbst, Prof. Franz Hos«ann, sein Mandat niedergelegt habe. Die neugewählten Abgeordneten Duledic (Kroate) und Krühner (Fieialld.) leisten die Angelobung. Nach Vorlage einiger Gesetzentwürfe durch die Minister und nachdem der Finanzminister Kofel ben eingebrachten Siaa'«voranfchlag in einstündiger Rede erörterte, ergriff Ministerpräsident K o e r b er da« Wort. Die Erklärungen de« Ministerpräsi-denten Koerber haben auf deutscher Seite keinen günstigen Eindruck gemacht. Die Zu-stimmung, die seine Rede bei den Slaven gefunden ha», zeig», baß ba« Ministerium im Begriff, steht, eine starke Schwenkung nach recht« zu vollziehen unb daß Koerber ba« System de« Grasen Taaffe einzuschlagen beabsichtig». Da« wichtigste Moment der ersten Sitzung bi beten bie Erklärungen be« Ministerpräsi-denten über die allgemeine politische Lage und seine Darstellung der Veihältniff« in Innsbruck, sowie die Ausführungen de« Abg. Dr. Erler. koerber vermochte nicht die von allen Seiten erwartete Auihellung der parlamentarischen Lage zu dringen. Nach Ansicht von Abgeordneten der Deutschen Volk«partei haben beide Reden des Ministerpräsidenten einen ungünstig.» Eindruck hervorgerufen. Man macht ihm den Vorwurf, daß er jeder entschiedenen A»uß»rung au« oem Wege ging, die parlamentarisch» Lage »nr mit allgemeinen Wendungen streifte und den aktuellen Fragen, um die sich olle Vorbe-ratungen drehten, au«wich. Auch die Ablenkung aus da« wirtschaftliche Gebiet balle nicht die Wirkung, wie in fiüheren Tagen. Alle« klang so schwach, so mäßig, daß man nach den biSver gemachten Ersahrunaen zweifeln muß. ob der Ruf nach Arbeit dem Ministeipräsidenien wirklich au« dem Herzen kam. Mitunter hatte e« sogar den Anschein, ul« ob Köcder bie Neigung der Regier» ung nach recht« stärker betonen wollte, aber über einzelne Andeutungen kam er nicht hinaus. Sehr ungünstigen Eindruck macht» e«, daß Koerber kein Wort de« Bedauern« über die unnötige Verweil-dung und das unverantwortliche Vorgehen de« Militär« in der Blutnacht vom 3. auf den 4. d. fand, daß er e« gar nick« versuchte, den üblen Eindruck de« unhöflichen Empfan„e« der deutschen Vertreter zu verwischen und vor allem, daß »r e« vermied, die unumgänglich notwendige Schließung der italienischen Fakultät in Wilten k.ipp und klar zuzusaaen. E>ne eigentümlich» Auffassung scheint koerber über bie politischen Aufgab, n be« deutschen Volke« in Oesterreich zu haben, benn »r sagte u. a.: »Ich lehne bie Methode lokaler Behandlung der L^den«-fragen de« deutschen Volke« in Oesterreich im Namen der Regierung, die sich die undesanaene Wahrnehmung der großen Jnter«ss n aller Volk«-stämme auf dt» Fahne schrieb, feierlich unb en»-schieden ab. E« ist n'ch« wahr, baß die Deutschen in Oesterreich mit ben I alienern in blutigem Zwist led»n müssen. E« ist überhaupt nicht wahr, baß Haß und Verfolgung ber anberen Volk«stamme bie noiwenbige Grundbedingung bei Stellung b »r Deutschen sein soll." Selbstverständlich sanben diese Erklärungen stürmischen Beifall bei der Rechten, aber wir Deutsch» wissen nun, wa« wir vo« Herrn Koerber zu halten haben. Au« der Rede de« Ministerpäsiden-t e n wollen wir folgende« h»rau«gre>f»n: Bezüglich de« Ministe,Wechsel« sagte Dr. v. Koerber u. a.: „Die Ernennung unsere» bei seine« Volke, wie i» ber juristischen We t lo hoch angesehenen brüten neuen Kollegen soll neuerlich banun, baß die Regierung niemal« eine Zurück« setzung be« hochentwickelten tsche« chischen Volke« beabsichiigte (Abg. S ch r e i t e r: Ader deS deutschen!) und mit volle« Nachdruck die rege Beteiligung seiner l»giti«en Vertreter an all-n Werken der Gesetzgebung wünscht. Die drispiellose Mannit.faltiuk»ii unserer nationalen und politischen Paiteiverhältnisse dringt e« mit sich, daß die Regierung, so sor sättig sie auch jede ein-zelne Maßnahme i« vorhinein erwäg'... Abg. Schreiter: Auch in Innsbruck! Seite 3 Abg. V o 1111: Pfui T'ufel, Innsbruck! Mmisteipräsideni Dr. v. Koerber: ... und so sehr ihr daran gelegen ist. nach keiner Seite zu verletzen, doch zuweil-n infolge unerläßlicher Not-wendigkeit Verfügungen treffen muß. welche nach« tragisch einer, wie ich ruhig hinzu etzen kann... Abg. Wolf: Zu« Morb unb Tobschlag führen! Ministerpräs. Dr. v. Koerber: ... irrige, partnwäßige Auslegung erfahren. (Zwischenruse.) Die Reaierung, welche unverändert an be« in der Allerhöchsten Thronrebe vo« 4. Februar 1901 niebergelegten Programm festhält, kann in solchen Fällen sich nur barauf berufen, baß ihr jebe mal» fides sremd ist und daß sie ganz allein vom staat« lichen Gesichtspunkte handelt... Abg. Wolf: Bom Standpunkte der Slavi-sierung! Ministerpräsident Dr. v. Koerber: ... der bei unseren Zuständen sich nun einmal nicht immer «it den Wünschen aller nationalen Parteien deck»." Ueber die JnnSbrucker Affäre ließ sich Dr.». Koerber solgender«assen aus: .Noch vor drei Jahren, al« bie nationale Frage infolge mannigfacher Erscheinungen auch in biesem höh n Hause sich besonder« scharf zuspitzte und auch die Errichtung einer italienischen Unioer« sität ernstlich aus« Tapet ka«, äußerte sich eine hervorragende Persönlichkeit der vorgeschrittenste« b»utsch»n Partei »ntschieben abledn»nd gegen die Weg erlegung der italienischen Kurs« au« Jnn«« brück in iolgenben Sätzen: ich zi»»i»r» wörtlich... Abg. Wols; Nur Nam»n nennen! Wozu die G»h»i«tue,ei? Minist»,Präsident Dr. v. Koerber: ... e« ist die Nummer der »Oftdemsch-n Rundschau" (hört! Hört!) vom 6. November 1901. (Zwischen-ruse seilen« d»« Abg. Wols.) Es ist ja die .Ostdeutsche. Rundschau"." (Hört! Hört!) Aba. Wols: Ader zu einer Zeit, wo sie mich nichts mehr anging! Der Ministerpräsident verliest den betreffenden Artikel, woraus er die JnnSbrucker Vorfälle weiter bespiicht und zum Schlüsse sagt: Durch die Geschichte de« selbstbewußten Deutschtum« in Oesterreich zieht sich der goldene F.den der unausgesetzten Bemühun.» und Erhal-tung und die Blüte deS Reiches. Diese Tradition biete» die Gewähr deS FriednS, für den olle Be« sonnenen einsteven werden. (Ledhafter Beifall.) Ich der Sache selbst kann ich daS hohe Hau« nur bitten, die deren« eingebrachte Regierung«« rorloge über die Errichtung einer italienischen Rech,«sakul S« baldigst in Beratung zu nedmen, damit da« Provisorium in Jnn«d>uck je eher aus» hören kann. (Zidlreiche Zwiichenruf» und Unruhe.) Al« der Ministerpräsident daran ging, da« Hau« Über die Vorbereitungen sür die beginnende parlamentarische Kampagne zu unterrichten, kam e« zu einem erregten Auftritte. Abg. Erler: Ja wa« ist dennl Ueber da« Revolv ratteniat äusgern Si» sich gar nicht? Hadett Sie d sür keine Entrüstung? koerber (mit scharfe Akzentuierung): Ich habe davon geiprolien: wenn Sie e« nicht gehört haben, kann ich nicht« machen. Ab»,. Wolf: Sie had»n mit »in»m Abgtorb« ne»»n in eine« anderen Tone zu sprechen, da« lassen wir un« nicht gefallen! Koerber: Don Ihnen, Herr Abgeordneter Wolf, habe ich keine Belehrungen entgegenzunehmen. Abg. Wols: Da« ist mir ganz gleichgillig. (Weitere hesiige Zwischenrufe sei'en« de« Adu»ord« netrn Wolf g»g»n den Ministerpräsidenten. Anhal« tendee Lärm.) Koerber: Wag»n Si» sich an «ich heran. (Lebhafter, anhaltender Befall und Händeklatschen.) Wagen Si- »« nur 1 (Anbauender Beifall unb Händeklatschen. Groß»r Lär« unb Zwischenrufe.) Abg. Wols: Naiürllch pie Meuie, wenn Sie die auf Ihrer Se>te haben! Sie Dürfen mit einem Adgeordniten nicht fo sprechen! Sie haben den Abgeordneten Erler adzukanz-ln sich herauSge« nommen. (Anhaltender leböasier Beifall und Hände« flatfchen und Suse: Bravo, Bravo, Koerber!) Abg. Wols: Den Betfall gö..ne ich Ihnen. (Lärm.) Nachbem ber Einkauf verlesen worden war, beantrag» Abg. Frh. o. Malfa »»i (Jtal.), über bie Erklärung n b « Ministerpräsidenten die Er« örterungen zu eröffnen. Der Antrag gekanate einstimmig zur Annahme. A'g. Erler bespricht eingehend bie Jnn«» drucke? Vorgänge unter scharfen Aa«sällen gegen die Regierunz. den Statthalter von Tirol «nd da« Seite 4 Mililär und schreib« die Schuld an den Vorkam«' rissen ben italienischen Siudenten zu, welche alle Vorbereitungen sür den Siraßenkamps getroffen hätten und auf die »«bewaffneten Deutschen ein förmliche« Schnellfeuer eröffneten. Redner spricht unter heftigen Ausfällen gegen den M nisterpräsidenlen und feine Unterredung mit letzterem, wiederholt durch Beifall. Rufe der All« deutschen und ihrer Parieigenossen unterbrochen. Da» hohe Hau« müsse einstimmig gegen »ine der« ortig» Mißachtung einet Abgeordneten protestieren. Der Redner bedauert, daß der Ministerpräsident kein Wort der Mißbilligung über die Tut der italienischen Studenten und da« Verhallen der ita« lienischen Abgeordneten gesunden und fordert da« Hau« auf, mitzuwirken, die Regierung von ihrem Platze zu enifeinen. (Beifall der Alldeutschen und der Parteigenossen.) E« sprechen hierauf noch der Ministerpräsident und mehrere Abgeordnete, worauf die Sitzung unterbrochen wurde. » » O In seiner Rede sagie Dr. Erler unter an« derem auch: „Wenn schon Graf Taaffe sich dadurch forizufrelten verstand, daß er eine Nation gegen die andere au«spielte, so gilt die« oonKör-b er n o ch m e h r, d e n n a u ch diejenigen Völker, die sich bisher vertrugen, Haler u n g l ü ck s e l i g e r w e i s e au«ein» andergebracht. Wie lange sollen sich die Völker noch sein Joch gefall-n lastn, wie lange sich noch durch sein« unechten Worie täuschen lasten? Wenn da« Parlament noch zu «in«r Tat fähig wär«, müßte «« sich zu «iner solch«» ausraffen und d«n Mann entfernen. der e« hobnlächelnd mit Fü^en tritt. Vielleicht kann da« Parlament dann wieder einmal gesund,«!* * . ' Am 18. vormittag« war der Viererau«schuß der deutschen Parteien zu einer Beratung versa«» meU, wo in die Rede de« Ministep isidenten de» Gegenstand der Besprechung bildete. E« ka« zu keiner Bkschlußsastung. A« »9. d. ist der Vierer« ouSjchuß nochmals zusammengetreten. Der V>ererau«fchuß der deutschen Parteien be» riet sich sowohl u it de« Voistande de« Polenkläd«, >a» auch mit dem Abg. K a l h r e i n üver die Er« »öglichung der Ardeii«fabiakeit de« Hause«. Man hoff, im weitere» Verlaufe der Unterhandlungen zu einem günstigen Ergebnisse zu gelangen. Ao« »er Deutsche» AokKspartei. Der Verband der Deutschen Volt«pa>>»i Hai sich a« 17. d. vor der Hu»«sitzung zur B« prechung der Kundgebung de« Vollzug«au«,chuffe« versa««elt. Abg. Derschaita leitete die E'örierung «>t einer kurzen Berichterstattung ein, woraus die Adgeord« neten beschlossen, der Kundgebung beizutreten. Die Deulsche For«schril»«partei hat gleichsall« de» schlöffe», die Kundgebung de« Vollzug«au«schuffe« anzunehmen. I« christlichiozialen Verband« de« richteten die Abg. Lueger und Seßmann über die politische Lage und nadmen einstimmig die Kund« gebung de« VollzugSau«schusse« und ohn, irgend welche Aenderung an. Ki» »«»» ZugestSuduis a» die Angara. Die Honv'd bekomm, eine AntUniel Der M>m« steipiäsideni Gras Tißa hat diest« neuerliche Zu« oeständni« in Militärischen Fragen an die Unuarn im Parlamente feierlich kundgelan. I« offiziösen Kreiien sucht man diese« au« Kosten der Gemem-samkeil der Ar«ee de» Unga n ge«achte Glich nk damit zu bemänteln, daß überhaupt eine gründliche Umgestaltung der Ar, illeri> waffe vorgenommen werden soll und daß auch die österreichische Landwehr eine Artillerie erhalte. Da« alle« aber nur, u« die Magyaren friedlich zu stimmen. Für den Graf.n Tißa und die Mehrheil bedeute« die Ber« fügung de« Kaiser« eine kau« abzuschätzende Stärkung ihre« Ans hen« vor dem Volke. Bl«her hat die Opposi ion sich damit gebrüstet, daß alle ua«>onalen Eroberungen «n der Armefrage ihr zu danke» sei«n. Tie Artillerie sür die Honoed« ist jedoch vom Graien Tißa und von der Mehrheit in einem Äugend! (f vu chgesetz« worden, wo von «ine« Druck der Opposition »ich« gesprochen wer-den kann. Auch die österreichilcht Landwehr be« komm« eine besondere Artillerie, wäorend beive Lanvwehrlrnppen tisher >h>e Bewaffnung mit Kanonen von der gemeinsamen Arme' bezogen haben. In O-ste reich ist dah-r diese Maßregel für die Sieuerträger eine Steigerung der militärischen Lasten, sür Ungarn ist ab r die Resorm ein vewet« de« große» nationalen Einflüsse« auf die _•«-»••»« »«««'_ Krone und wieder ein Baustein zur Vollendung de« ungarischen Staate«. Ungarischer Reichstag. I» der Sitzung am 15 d. erklär« vor der Ta.,e«ordnung Abg. Tdaly (kostulhparlei), die Opposition habe ihre im März eingeaangene Verpflichtung loyal eingehalten und die Obstruktion eingestellt. Die Absicht de« Mini« sterprä'idenlen, die Hau«ordnung zu revidieren, fei vollkommen unmotiviert, denn von einem Wie« deraufleden fei keine Rede. Nach einer länaeren Erwiderung de« Ministerpräsidenten spricht Abg. Ugron und »bg. Eöivö«, nachher wieder Tißa, de« Cölvö« unter großer Heiterkeit entgegnet, er erblicke in der Aeußerung d « Ministerpräsidenten nich»« al« die Ausschneiderei eine« unglücklichen jungen Menschen. Dann überreich« Abg. Gabriel Daniel einen Beschlußamrag wegen Revision der Hausordnung. Die Verlesung de« An« trage« wurde in verhältnismäßig« Ruhe ange« hört, nur bei einigen Punkten »ab eS Widerspruch und Zwischenrufe. In der Sitzung vom 16. d. erklärt Abg. Baraba«. der Danielsche Antrag verstoße gegen den politischen Anstand. Mehreren Redntin wird daS Wor« enlzogen. Zn der Sitzung wird von mehreren Redner» dem Grafen Tißa, der Ministerpräsident deS ganzen Landes sei, Ver« letzung ver Höflichkeit und deS Anstand«« vorge« warfen. Nach Schluß der Sitzung kam eS in de» CouloirS zu einem heftigen Wortwechsel zwischen liberalen Abgeordneten und den Mitgliedern der Opposition. Dabei erklärte Abg. Kuninyi inmitten eine- großen Gruppe vo» Abgeordneten, er sei tnischlofsen, jeden, der sich an dem Mini»>tipräsi« Deinen tätlich vergreisen sollte, so« fortzutöten. J>ic Ungarische Keschäftsordnung Aender-uug Am 14. yiel« oie liberale Parte« eine Konferenz ab; am Schlüsse stellte Ministerpräsi« den« Graf T'ßa folgenden Antrag: .Die Partei wolle beschließen: I« Abgenhause sei eine provisorische Aenderung der Hausordnung durch» zusühren zu dem Zwecke, um «it deren Hilfe die vom Mlnisterpiäfidenttn bereit« zitierte, in mäßigen Grenzen gehaltene endgiliige HauSordnungSrefor« zu verwirklichen. Außerd.m sollen mit dieser pro« visorischen Hausordnung daS Budget sür 1905, die dami« zusammenhängenden P ovijorien, eventuell auch der Ausgleich mit Kroatien und daS Rekruten» ges'tz votiert werden." Graf T,ßa erklärte, die Angelegen«»«» sei nun in ein akule« Stadium ge» treten. Man mllfle die Dinge mit offnen Augen betrachten und er sei überzeugt, daß mit dem An-trage der ungarischen Naitonalpoluik ei» Dienst erwiese» werde. (Ltürmiiche Rufe: „Wir nehmen den An«raa an!*) $ie Zt altanvorginge. Anläßlich der serbisch» bulgariichen Banv«nlä«p'e in Maktdom«n er« mahnt bie »Nowoj« W-emja" die Süoslavrn zur Einigkeit. Sie müßten dies« jtz« «ehr al« je und ihr« Selaständigkeit und Freiheit verteidige», bi« die „ältere Schwester* mit ihrem Feind fertig geworden fei und ihnen dann bei ihre« Befreiung«« streben behilflich fein könne. Die Spitze gegen Oesterreich ist unverkennbar. — I» Valona und anderen Garmf n«otten Makedonien« habe» bei Beginn de« Faste»«»»at« Rarnavan lärmende Demonstrationen feiten« der Offiziere und Mannschaften weuen de« rückständigen Solde« stattge« funden, woraus diese« auf Befehl de« Aildij aut« bezahlt wurde. Äus Stadt lllld Land. Frannng. Geklern nachmittag fand i» der deutschen « raie in Ctll, die Trauung de« Fräu-lein Man« Zorzin « nil H«rr» Johann Ian » i, k. u. k. G r>cht« A'junkt in Franz statt. Al« Trauz-ugen nahmen teil, für die Bcaut Herr O»to Küster. R stauraieur und Gerneinderat, sür de» B äut'gam Herr Han« T r e » k e r, k. ». k. Ge» r«chi«»Abj^nk> in Villach. Evangekifche gemeinde. Heute Sonntag, de» 20 d. M. al« den in ver evallaelischen K rche übliche» .Totensonntags fi,ve« um 10 Uyr vorm. im Buchten in d«r Gartengaff« öffentlicher Gott««-dienst stau. — Montag, av«»d« 8 Uor im Hotel »Sisl't Wien" große 8uthtestier. Di « mal a».i»ahm«w«tst a« Donner« tag versa«« «el» sich die Da«e» de« Frau,noe>»i»« nach« 'mittag« 3 Uyr im «oan «tischen Ge« indesaale zu einer Arl,,,>«>«»nde sür Weihnachten. LntKerfeier. Wen» befonoet« unser deut« sch « ttoik «>« Stolz aus seine Glauben«« und G«w ffen«sl«ideit und seine sreie Forschung hin-weist und sich de« damit zusamme» hängenden an« Nummer 33 gehende» Aufschwünge der Wissenschaft. ja der Ge samtkultur und Bolk«wohlfahrt rühmen darf, s, verdankt e« di«« in allererster Linie dem wahren B«fr«i«r D«utschla»d«, Dr. Marti» Lu«ber. un» seiner segensreichen Riesentat. der Resorma«i«». Diesen Besten der Deutschen zu eh?en i» ein» Zeit, in der seine alten Feind«, die Römlinge. sich nicht genug tun können, ihn zu besudeln und z» verkleinern, ist die Ehrenpflicht aller wahrhaft Frei-gesinnten, die bewußt auf dem Boden moderner Kultur stehen. Auch in Eilli soll Luther« An« denken gefeiert werden und zwar an dem Fest« abend de« 21. (Montag) im große» Saale de« Hoiel« Stadt Wien abend» 8 Uhr. Außer der Vorführung von 50 künstlerisch vollendeten Licht« bildern Mittel« Skioptikvn sollen kurze Vorträgt dem Werke und der Person Luther« gerecht werden. Herr Psarrer Eckardt au« Graz wird spreche» über „Luther im Hause', Pfarrer K a p p u S über: „War»« wußte Luther siegen?*, Piarrer Mahnet« hat sich da« Thema noch vorbehalte». Ueberdie« wird Herr Pürstel Arien au« Mendel«sodn« .Paulus" und R. Wagn«r« .Par« sisal" zum Vortragt bringen. Wir sind überzeugt, daß weile Kreise unserer Siadt lebhafie« Jnlereffe diesem vielversprechenden Abend entgegenbringet«. Jeder gutgestnnle Deutsche ist dazu herzlich ei»» geladen. Seltenes A»«ike»ereignis. Dem Schneider» meister Herrn Joses Iicha in Eilli wurde dieser Tage da« fünfundzwanzig^ Enkelkind bescheert. Die glücklichen Großelern er« freuen sich der besten Gesundheit und Rüstigkeit. Schauturnen. i er Eilli r Turnverein »er« anstaliet Donnerstag den 24. November um 8 Uhr abends in der Turnhalle (Lchalgaffe) ein Schau» turnen, zu Dem oie Mitglieder und durch diese eingeführte Gäste freien Zutritt haben. Die Tur» ordnunn ist reichhaltig und versprich« die Vorführn»« schon im Vorhinein den besten Ersolg. Nach de» Schauturnen findet im Garten,immer deS Hotel« „Stadt Wien" eine Kneipe statt. Schaubühne. Etwa« enttäuscht mögen di» Theanrdemcher gewesen sein, in einem.Lustspiele" Tränen echten weiblichen Schmerze«, AaSbrüch« einer ent«äusch«en, mit de« Leben kämpfenden Mädchenseele «it angesehen zu haben, «arrie« .I« stillen Gäßchen" ist ein englische« Lust piel. Da« ganze Stück ist nach Vieler Ansicht oollko» men de« ruhigen, ernsten Charakter de« Engländer« angepaßt, der in den wohl äußerst seinen Satyr»» und «lnia«n selbstverständlich sehr gut zu gebend» Charaktereigenschaften der darin gezeichneten Personen Witz finden mag, während wir. «it iiatür« lichem Mutterwitz ausgestatteten Deutschen oder gar der Franzose mit seine« besonder« au«gepräg« ten E«pr«t unter der Bezeichnung »Lustspiel" >lwa« andere« verstehen. U der die Darstellung läßt sich nicht viel sagen; vielleicht mag da« S«ück unter der deutschen Uebersrtznng gelitten haben. Hea K a m « a u f als Brvwn tat sein Möglichstes, di Situation zu retten. I« letzten Akte erst konnt» er den Zuschauern durch di» wirklich g««e Durchführung der Szene «it der Puppe ein Lochen ot> gewinnen. — Die Trägerin der Hauptrolle — Phoebe — Frl. Valeriu«. war in Sprache uri Spiel gl«ich gut, na««nllich in b«r Berwandluiß al« Nrlly spielte si« wohld»rchdacht und an«u>i^ Fräulein Brn nn er al« Susanne wußt« al« S» sann« i« ihren PaN wirklich Witz zu bringe», de» rechl belebend auf die Zudtrer wirk««. Hoffentlich werden beide Da««n in «in«« anderen Stuck« cht Können best.r verwenen können. Eine drollige Etour bot un« Frl. P o n g a r al« Dienftmädch« Patty. deren Figur nebtn denen der Herren Han>s al« Leutnant nnd Mauerhafer al« Fädnri^ sowie der eigentlich nur mi«"ch wirkenden Da«» O11, Lvibner und Leopold in d n Rahmet eine« Lust p ele« paßien. Da« Publiku« verdick sich i» den beiden ersten Akten gleichgilttg. erst in drft-n Akte erwär«te e« sich, während der viert» Akt «it seinen wirklich komischen Verwicklung» den Barstellern. die sich «i« redlicher Muhe enu» undankbaren Aukgade unterzöge» hatte» zie«l«het Beisall brachte. — Sonntag den 20. d. un 6 lltzt abend« gtlangt Lehar« lustige Operette .Der Rastelbinder" zum erstenmale in dieser 6aifei zur Aufführung. A« Die»«iag wird die 0|Kt „Troubadur* gegeben nnd Sa««tag findet da« einmalige Gastspiel de« Herrn Dr. R»d»lf T y r o l« statt. Der de> fiomte Künstler spielt eilt seiner Glanzro en. den Briesirä er K!e«« » L'Arronoe« Volktstück „L o l o « Vater". Schwurgericht. In der am 21. d. beginne» den Schwur.er«chl«session kommen folgende Fäll» Beilage zu Nr. »3 der „Deutschen Wacht". Sine menschliche Kacket. Im Gasthau« de« Florian W a st i o n in St. Stephan a. G. ereig-nete sich am 13. d. um l Uhr mittag« «in entsetz-licher Unglück«fall. Di« dort bedienstete Magv Walburga Kollegger stand beim Herd«, als plötzlich die Flammen herausschlugen und die Klei der de« Mädchen« ergriffen. Die Arme lief «r» schreckt au« d«r Küche in den Kuhstall und dann zurück in den Hosraum. Da« Mädchen war in-zwischen in Flamm«n eingehüllt und glich einer förmlichen Fackel. Ein« »weil« Magd, die der Un glücklich«» nacheilte, riß ihr di« brennenden Kleider vom Leibe, wobei auch di» Kleider d«r H«ls«rin zu brennen anfingen. Der Wirt und einige HauSleut« war«« rasch zur St«lle und üderschütteten beide mit Waffer. Da« Mädchen bot einen jammervollen Anblick und schrie infolge fürchterlicher Schmerzen Die Bedauernswerte halte am ganzen Körper Brandt wunden schwersten Grade« erlitten; am Rücken schien sie förmlich gebraten. Da« zweite Dienst Mädchen kam mit Brandwunden an beiden Armen davon. Inzwischen eilte ein Mann in die Papier sabrik „Lrykam-Jofes«tal" und ließ di» RruungS g»s»llschaft verständigen. AlSbald fuhr ein Ret< tung«wagen dem Unglücksplatz zu. Die Funktionäre der Rettungsabteilung gingen mit möglichster Schonung vor und hatten hieb« äußerst schwierige Arbeit zu vollbringen. Da» schwerverletzte Dienst mädchen wurde in daS Allgemeine Krankenhaus übersuhr», während da« zweite in hän«licher Pflege belassen werden konnte. An dem Auskommen de« MadchenS wird gezweifelt. Sin rücksichtsloser Kraftwagensahrer. Am 10. d. früh etwa um 7 Uhr fuhr der Kutscher Johann Knoll de« Besitzer« Johann Rothwangel in Millerdorf i. M. mit einem Kuischierwagen in der Richtung gegen Brück. Al« er in die Näh« deS Schlosse« Wieden bei Kapfenberg kam, fuhr ihm «in Kraftwagen in rascher Gangart entgegen. Der Kutscher winkte schon von weitem, daß der Automobilsahrer halten vd«r wenigstens langsamer fahren möge, doch wurde diese Warnung nicht be-rücksichtigt. Die Pferde scheuten und der Wagen geriet mit dem Kraftwogen derart aneinander, daß d«r Kutscher vom Bock h«rabgeschleudert wurde. Auch der Wagen und da« Riemenzeug erlitten Schaden. Der Kutscher Knoll forderte nun von dem Insassen des Kraftwagen« Schadenersatz in d«r Höh« von 60 K; dieser griff auch sogleich in die Brustlasche, um — einen Revolver herauSzu-ziehen, dessen Mündung er dem erschrockenen Kutscher mit den Worten: „Gehen Sie weg oder . . . vor die Brust hielt. Der Kutscher, dadurch «ing»schücht«rt, ließ von s»m«r Fordrrung ab und der Revolverheld fuhr mit vermehrter Schnellig-keit weiter. Er blieb unerkannt. Man vermutet, daß er ein Frauzofe ist und hat auch Anhalt«- > punkte dafür, daß er in Brück genächtigt hat. doch wurde er polizeilich nicht gemeldet. Von dem Vor- > falle wurde die Strafanzeige erstattet. Zera« von Kervay als Zugmittel. Wie verlautet, wurde Krau v. Hervay von einem Wiener j Geschäftsmann, ver ein Ansicht«kartengeschäst be« I treibt und demnächst in der Mariahilserstraße in Wien eine Filiale eröffnen wird, als Leiterin dieser Filiale mit einem Monatsgehalt« von 400 K an-gestellt. Frau v. Heroay hat angeblich Diese« Engagement unter der Voraussetzung anaenomme», daß der Oberste Gerichtshof in ihrem Prozeß ein freisprechendes Urteil fällen werde. Vielleicht findet sich noch früher ein Schaubudenbesitzer, der mit dem Schoßkind« d«r jüdischen Press« herumreist. St. Lareuzeu au der Kirntuerbayn. Ueber «inen, der einen Rehbock tragen mußte, von ihm oder nicht» essen konnte, dasür aber sitzen wird müssen, wird zur Zeit folgende tragikomische Ge-schichte besprochen. In der Umgebung von Et. Lorenzen hat sich kürzlich einer, dem daS Fleisch von einem Rehbock besonders gut schmecken muß, da« Vergnügen gemacht, ohne den Jagdberechtig. ten zu fragen, aus die Jagd zu gehen. DaS Glück war ihm hold; «in prächtiger Rehbock war bald sein« Beut«. Hieraus häutet« «r — obgleich nicht nach WeidmannSbrauch — den Rehbcck an Ort und Stelle ab. Der wilde Jäger war «ine« guten Braten« für den nächsten Tag. auf welchen »in Sonntag fiel, schon ganz sicher. Um ja nicht etwa« zu verlieren »der bei jemanden ein Gelüste zu er-»ecken, packle er mit Wohlgefallen da« Fleisch in einen Sack ein, den er, um jede unliebsame Be-gegnung zu vermeiden, in der Nacht nach Haufe » trug. Er- war mit seiner Beute fast schon in Sicher-h heit. al« ihm daS .Auge deS Gesetz «" entgegen-i ka«. Gin Blick genügte und dem Bockjäper war ' der Sack' zu „schwer- (oder wurde ihm vielleicht plötzlich daS Fleisch .zu schlecht" ?) — denn er wars den Sack weg und suchte eilend« da« Weite, Aber sein Herz konnte sich nur schwer von der bereit« errungenen Beute trennen —, der Gedanke an den leckeren Broten trieb ihn wieder zurück Aber — o weh! Der Mann der Sicherheit er-kannte al«bald, mit welchem sauberen Gesellen er e« zu tun hat und daß dieser Braten nicht sür diesen Magen gehört. .Ja, ja! Tragen hat er müssen, gegessen hat er nicht, sitzen wird er aber müssen!" — sagen jetzt die Leute. Aerei« Südmark. Au«wei« über erhaltene Spenden, sowie gegebene Unterstützungen und Dar lehen in der Zeit vom 27. Oktober bis 8. Novem-ber 1904. Spenden haben gesandt: O.-G. Ober drautal 38.57 X (davon 26,80 au« den Sammel büchsen); O.-G. St. Stephan a. G. 3.40, M.-O. G. Klagensurt 24.04. F.-O.-G. Jnn«bruck 7.00, O.-G Weiz (Festertrag) 35.70, O.-G. Ober-Rosen-tal (Sammelbüchse) 20.00, Burgerwirt in Lassach (Sammelbüchse) 9.80, Johann Noisternigg in Mall-nitz (Sammelbüchse)6.75, Marktgemeinde Weiz 20K. Unterstützungen wurden gegeben: Für die Fach schule in Gotischee 103.15 X; a» die Suppen-anstalt der Knabenvolksschule in Gottschee 50.—, der Schulküche in Arnoldstein 100.—, einem Lehrer in Kram 100.—, weitere« an Studien-Unterstützungen 600.—. Herr Realitätenverkehrs Kanzleiinhaber Julius Herzl in Graz hat de« Vereine Südmark ein einfache« Harmonium ge. schenkt. Arme deutsche Landschulen an der Sprach-grenze von Sieiermark, die ein solche« Harmonium verwenden können, werden aufgefordert, ein be-züglichc« Ersuchfchreiben an die Hauptleitung de« Vereine« Südmark in Graz einzusenden. Gesucht werden: Tüchtiger deutscher Meier (Großknecht) verheiratet, de« Windifchkn mächtig, findet sogleich Aufnabme, JahreSgehalt 700 Kronen, jfreie Woh-nung, Beheizung und Milchdeputat. Derselbe hätte 12 Melkkühe und 8 Stück Jungvith vollkommen zu versorgen und besonder» in der Vi«haufzucht bewandert zu fein. — Tüchtiger deutscher Bau-tischlergehilfe findet zu sehr günstigen Bedingungen sofort Stellung (Reisegeld vergütet). — Teutscher Uhrmachergehilfe (mit Werkzeug) wird gesucht. Be dingungen vorteilhaft. Stelle sucht absolvierter deutscher Fachschüler (Drexler). Angebote bezüg-lich dieser Stellen übtrnimmt zur Weiterbeförder-ung die Südmark-Kanzlei, Herrengasse 3 in Graz. Hras- nnd Kleesamenöellellungen. Da der hohe LandeSauSschuß die von ihm biS jetzt bewert-stelligt» Gratsaminzufammenstellung dem Verbände der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Steter-mark übertragen hat, wird der Verband dieselbe künftighin nicht blo« für die Mitglieder, sondern auch für alle steierischen Landwirthe besorgen. Durch Vereinigung dieser bi« jetzt getrennten Ge-schäsiSgebahrung wird auch die ganze GraSsomen-aktion neu organisiert und zwar sind: 1. Der not-wendige Gra«samen in Sieiermark selbst gebaut, vom Verbände angekauft, gereinigt und auf feine Keimfähigkeit geprüft, so daß der Verband in der Lag» ist, bezüglich Reinheit und Keimfähigkeit volle Garantie zu leisten. 2. Kommt au« praktischen Rücksichten nicht jede einzelne Sorte separat ver-packt, sondern die fertige Mischung zum Versande. Der Verband leistet hiebei volle Garantie, daß die Zusammenmischung den gegebenen Verhältnissen xnt-spricht und legt auch jedem Pakete ein Berzeichni« über die Mischung bei, damit sich der Besteller über die richtige Zusammenstellung zu orientieren ver-mag. 3. Werden Bestellungen von einzelnen Per-sonen nicht berücksichtigt und haben demnach die Bestellungen von Seite der Mitglieder durch Vor-schußkassenvereine. Genossenschasten oder durch die k. k. Landwirtschaft«ges»llschast, von Seite der Nicht-Mitglieder durch Gemeindeämter und zwar durch genaue Au«füllung beigeschlossener Bestellbogen bis spätestens Ende Dezember l. I. beim Verband» einzutreffen. Der Verband ist durch Vergrößerung, Vervollkommnung und Vereinsachung der GraS-samenzusammenstellung in di« Lag« versetzt, allen steierischen Landwirten den GraSsamen in varzüg-lichster Qualität zu den billigsten Preisen zu liesern. Altmetall- uud AltmaterialKerkaut der Staatsbahueu. Nach einer Mitteilung der Han-del«- und Gewerbekammer in Graz hat die k. k. StaatSbahndirektion in Billach den Verkauf von Altmetallen und Altmaterialien ausgeschrieben und gelangen bei der genannten Direktion nachstehende, in den Materialmagazinen Knittelfeld und Amsteite» lagernde Altmetalle und Altmaterialien zur Au»-chreibung, und zwar: Alte» Gußeisen, Pausch-und Zerreneisen, Eisen- und Plattenblech, alte Siede-röhr», alt»r Stahl in groß»» und kleinen Stücken, Gußherze. Stahlguß und Gußeisenbruch, alte Stahl-tyrr« und Radsterne, Blattsedern, Voluts»d»ru, Werkzeug- und Zerrenstahl, alt» Stahlachsen. Bohr, und Dredspäbne. Bruch-, Röhren, und galvanische« Kupfer. Bruchmetall. Dampfschieber. Kupfer- und Metallspähne, Kauschuk. Vakuumschläuche, Baum« woll- und Hanswaaren, Lederabsälle und Makulatur-papier. Näher» Angaben üb»r die vorhandrntn Quantitäten und Alimaterialgattungen sind au» den Offertsormularien zu entnehmen, welche, ebenso wie die Bedingnisse sür den Verkauf von alten Materialien und Jnoentargegenständen bei der k. k. Staat«bahndirektion (Zugförderung«bureau) in Vil« lach eingesehen, behoben oder gegen Einsendung de« Porto» bezogen werden können. Die Offerten, zu deren Versassung die hiezu aufgelegten For«u-larien «»»schließlich benützt werden müssen, sind samt den Beilagen, per Bogen mit einem Kronen-stewpel versehen, versiegelt und mi, der Ausschrift «Offerte sür Altmaterialienankauf" bei der k. k. StaatSbahndirektion Villach bi« längsten« 30. No. vember l. I., 12 Uhr mittag«, einzubringen. Die Abgabe der Altmaterialien erfolgt ab Wage der Lagerplätze und sind auch die Prei«anbote franko derselben zu stelle». Der k. k. Staai«bahndirektion steht es frei, rücksichtlich de« ganze» zu vergeben-den Quantum« oder nur eine« Teile« derselbe» zu akzeptieren. Offerte, welche nach dem obigen Termine eingebracht werden oder den Bestimmun-ge» der Ausschreibung nicht entsprechen, bleiben unberücksichtiqt. Ausstellung in Mailand lS06. Der Handel«, und Gewerbekammer in Graz sind feiten« de« f. f. Handelsministerium» die allgemeinen Bestimmung» betreffend die Teilnahme an der im Jahre 1906 zur Feier der Eröffnung de» Ei«plon-tunelS stattfindenden Ausstellung in Mailand, so-wie die Programme der internationalen Abteilungen dieser Ausstellung (Landtran«portwesen, See- und Flußtran«portwesen, Wohlfahr>»einrichlung«n, deko-rative Kunst und Arbeit»halle sür Kunstgewerbe) zugekommen. Industrielle und Gewerbetreibende de» Kammersprengel« Graz. welche geneigt wären, diese Ausstellung zu beschicken, werden eingeladen, in diese Publikationen, die bi» Ende November d. I. im Bureau der Kammer (Graz. Neuiorgaffe 57, I. Stock) aufliegen, Einsicht zu nehmen. Nach diesem Zeitpunkte können di« Publikationen außer-halb Graz im Kammersprengel ansässigen Int«, ressenten. deren Beteiligu»g an der Ausstellung zu erwarten steht, zur Einsichtnahme übermittelt werden. Warnung var der Auswanderung »ach Kcuador. Nach einer an da» Ministerium de» Inneren gelangten Mitteilung werden vielleicht in nächster Zeit versuche unternommen werden, öfter-reichische Arbeiter sür in der R.publik Ecuador be-sindliche Goldminen anzuwerben. Da keinerlei verläßliche Nachrichten darüber vorliegen, welche« Lo« die angeworbenen Arbeiter in den erwähnten Mienen erwartet, und da überdie« Oesterreich. Ungarn in der Republik Ecuador keinerlei konsu-larische Vertretung besitz», hat sich da« Ministerium de« Inneren veranlaßt gesehen, vor einer Au«-Wanderung zu dem angeführten Zwecke eindring» lich zu warnen. Die politischen Unterbehörden werden auf Grund de« Erlaffe« de« k.k. Ministerium« de« Inneren vom 26. Oktober 1904 Z.47312 beauftragt, für die lunlichste weitgehende Verbreitung dieser Warnung Sorge zu tragen. Aahr- und Aiehmärkte in Auterfleiermark. Am 21. Nov.: Eilli, Jahrmarkt; St, Georgen, Bezirk Franz. Jahr- und Viehmarkt; Windisch. landSberg, Bezirk Drachenburg, Jahr- und Bieh-markt; Schönstein, Jahr- und Viehmarkt. Auf der Weltausstellung i« St. Louis hat unter den zahlreichen Ausstellungsobjekten die Rich-tersche Abteilung mit den prächtigen Bauten au« den bekannten Anker-Steinbaukasten und Anker. Brückenkasten nicht nur die größte- Ausmerksamkeit erregt, sondern e« haben auch viele Tausend Be. suchet ihre mit den Anker-Steinbaukasten und den Anker-Brückenbaukasten gemachten Erfahrungen in da« aufgelegte Buch eingeschrieben. Diese int er-nationale Beurteilung de« einem jeden Deut-fchen bekannten Bauspiel« ist so günstig au«gefal» len, daß wir ollen Eltern, die ein wirklich gediegene« Geschenk für ihre Kinder suchen, nur raten können, sich von der Firma F. Ad. Richter u. Eie., königl. Hof- und Kammerlieferan» ten in Wien, I. Operngaffe 1V, die illustrierte Baukasten-Preisliste kommen zu laffen, denn sie enthält außer einer genauen Beschreibung der ver-schiedenen Steinbaukasten auch einen Teil der Ur« teile von der Weltausstellung in St. Loui«. Herichtssaat. Marivrg, 15. November. (Im Schlafe erschlagen.) Am 24. Juli l. I. nach,« durch-zogen in Rogei« mehrere Burschen singend den Ort. Unter diesen Burschen geritten der Besitzer«-söhn Johann «reitner und der Jnwohner«sohn Aloi« Marcik in Streit und Raufhandel. Nach diesem Exzeß entfernte sich Areiiner. Da er etwa« betrunken war, legte er sich aus einen Scheuer» Hausen und schlief ein. Um II Uhr nacht« kam ihm Markt! nach und versetzte dem Schlafenden mit einem Holzscheit einen derartigen Schlag aus da« Hinterhaupt, daß er den Kops de«selben ein« schlug und «reiiner aus der Stellt tot war. Mariiö stand deshalb vor dem Schwurgericht unter der Anklagt de« Totschlage«. Er wurde von den Ge-schworenen einstimmig schuldig »ikannt und vom Gerichtshof zu fech« Jahren schweren Kerker ver-urteilt. Meptts Kroßes Ka«»ttsatia«s>^,Tik»«. Ein Nachschlagewerk dt« ollgemnnen Wisf'n«. Sechste, gänzlich neud,arbeitete und vermehrte Aus-läge. Mehr al« 143 000 Artikel und Weisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr al« I I 000 Abbildungen. Karten und Plänen im Text und aus über 1400 JllustrationStaseln (darunter etwa 190 Farbendruckiaseln und 300 stldständigt Kar-tenbeilagen) sowie 130 Texibrilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. (Berlag de« Bibliographischen Institut« in Leipzig und Wien.) In unsrer Zeit, in der die Entwicklung der deutschen Industrie und de« Hansel« nach ei« nem möglichst günstigen Ausgleich mit dem Au«-lande drängt, ist e« für jedermann von dem größ-ten Interesse, sich aber alle d«n Handel, die HanvelS« geographie, die Handel«poliiik und Handel«veriräge betreffenden Fragen orientieren zu können. Der soeben erschienene achte Band von Meyer« Großem KonversationS-Lexikon kommt gerade zur rechten Zeit, denn in ihm sind, durch di« alphabetische Anordnung gegeben, »ine ganze Reihe von äußerst instruktiven Arkikeln üb»r di»se Materie vereint, di« ein sehr gute« Bild von den wirtschaftlichen Aufgaben «in«S Staate« zu geben geeignet sind. Wohin eine falsche Volkswirtschaft sührt, zeigt vortesflich der Artikel „Handelskrisen". Auch die rechtliche Seite dieser Fragen findet in den Artikeln „Handelsgesetz". „Handelsrecht", .Handelsgerichte" und „Handelskammern" eine eingehende Beleuch» tung, während wir durch die Artikel „Handels-kompagnien", „Hansa" sowie in dem Abschnitt .Großbritanien". „Geschichte der Kolonien" über die Entwicklung der wichtigsten HandelSbestrebungen unterrichte« werden. Die schönen Künste und vor allem die »unstindustrie sind vertreten durch die Artikel .GlaSkunstindustrie", „Glasmalerei", ..Gold, schmiedekunst", „Graphische Künste", die sich schon äußerlich durch die prächtig gelungenen sarbigen und schwarzen Tafeln herausheben. Auch dem Artikel Hamburg ist ein folcher Schmuck in der Tafel „Hamburger Bauten" beigegeben, um den Charakter und den Kunstsinn der Stadt kenntlich zu machen. Auch bei den anderen Großstädten ist diefe Methode mit Erfolg angewendet. — ff Man verlange im eigensten Interesse stets Echt Kathreiners Kneipp-Malz-Kaffee nur in Paketen mit Schutzmarke Pfarrer Kneipp und dem Namen Kathreiner und vermeide sorgfältig alle mindernerthigen Nachahmungen. Teppiche als Weihnachtsgeschenke. Gratis und franko versendet das btfyinntt Teppichhaus Orendi, Wien, I. seinen neuesten PreiSkurant. in welchem alle Arten von Teppichen, Decken, Vorhängen ic. in naturgetreuen Farben abgebil» bet sind. (X 11.6 Aus aller Wett. itt eine« Theater. Sonntag entstand in der Nachmittagsvorstellung im Belle-Alliance. Theater in Berlin eine Panik. Durch da« laute Geräusch der Dampfheizung wurde eine Dame in Schrecken versetzt; sie wurde ohnmächtig und fiel mit dem Rufe „Feuerl' um. Dadurch entstand eine Panik und alle« drängte nach den AuSgängen. Nur durch da« resolute Eingreifen einiger Thea-terbesucher und der Feuerwehr wurde größere« Unheil verhütet. Nachdem Direktor Krenn einige Worte der Aufklärung an da« Publikum gerichtet halte, konnte die Vorstellung zu Ende geführt werden. Jammervolle» Ztnglück. Wir lesen in der „Klagensunrr Heilung*: Jakob Kerschbaumir, Holzknecht bei Frau KlrinSzig in St. B«it, arbeitete im Walde auf dem Ulrichsberge nnd hatte jich etwa eine Vl«rtrlflu»dt oberhalb dt« B-siyer« vul-go »locker nächst Prtiliy tine hölzrrnr Holzkntcht» Hütte »rrichl«. TagSiider arbeitete er mit seiuer Frau abfeit« der Hüll« im Holzichlag«, wobei sie von ihren fünf Kind«rn u«roö&nlich die beiden kleinsten, und zwar den 14 Monate allen Knaben Piu« und bie zwei Monate alte Regina, in der Hütte allein zurückließe», da e« im Freien schon zu kalt ist und die Hrau, um den notdürftigen Lebens« unterhalt verdienen zu können, bei der Arbeit mit-helfen muß. Am 7. d. M. mittag« aßen sie ge-meinschastlich in der Hütte: die Frau kochte auf dem armseligen Herde daS Essen und schürte dann wie gewöhnlich, die Glnt auf ein Häufchen zu-sammen. Der Herd stand in einer Ecke nnd be-stand auS lose aneinandergefügten Steinen, welche oben und seitlich eine Oesfnung lassen. Der 14 monatliche Knabe Pius war kränklich, konnte noch nicht gehen, war daher stet« in seinem Wägel chen untergebracht, während die kleine Regina in einem Bretterverschlag am Boden lag. Nach dem Essen begaben sich die Eltern wieder in den Wald zur Holzarbeit. Bald darauf schrie einer der Holzknechte herunter, daß die Hütte brenne. Die Eheleute Kerschbaumer liefen schnell zur Hütte: al« sie hinkamen, war dieselbe bereit« vollend? in Flammen und schon im Begriffe zusammen;» brechen. Eine Reltung der Kinder war unmöglich und die unglücklichen Eltern mußten untätig ab warten, bi« der Brand sich legte. Der Bater zog dann mit einer Stange die großenteils verkohlte Leiche de« Knäblein« aus den Trümmern heraus, während von der zwei Monate alten Regina keine Spur mehr zu finden war. Die Holzhütte war nicht gesperrt. An den Rettung«arbeiten beteiligten sich auch einige herbeigeeilt? Holzarbeiter. Wie der Brand au«gebrochen, ist ihnen unerklärlich. Von den drei Kindern waren der fünfjährige Jakob und der vierjährige Max bei den Eltern im Walde, der achtjährige Juliu« aber in der Schule. Erschütterndes Aamiliendrama. Ueber ein erschütternde« Familiendrama wird au« Klausen bürg berichtet: Der PostamlSpraktikant LadiSlauS Toma hat seine elfjährige Schwester Helene durch einen Revolverschuß tötlich verletzt und sich selbst unmittelbar darauf entleibt. Die Veranlassung de« traurigen Vorkommnisse« war folgende: Gegen da« elfjährige Mä chen war ein Sitllichkeit«atlen tat verübt worden, und der Baier hatte die An zeige gegen den Betreffenden bereit« erstattet. Der PostamlSpraktikant, der bei der Ofen-Pester Post diente, nahm sich die Angelegenheit jedoch so zu Herzen, daß er den fisten Entschluß faßte, Helene und sich selbst zu töten, nm die Ehre der Familie zu retten. Er reiste mit diesem Vorsatze nach Klausenburg und wählte nun «inen besonderen Vorgang, um dem Kinde alle Leiden zu ersparen Er schlug seiner Schwester vor, „Blinde Kuh" zu spielen und verband ihr unter diesem Vorwande die Augen. Al» da» Kind sich tastend anschickte, den Bruder zu erhäschen, zog er den Revolver, feuerte gegen Helene, die schwer verletzt zusammen-stürzte, und richtete dann die Waffe gegen sich selbst, um tot zu Boden zu stürzen. In Klausen bürg erregt der Vorfall ungeheure» Aufsehen, und bald nach Bekanntwerden wurden gedruckte Zettel verteilt, in welchen die sofortige Inhaftierung de» Verführers de« armen KindeS gefordert wurde Auch hat man eine Geldsammlung eingeleitet, u« die Beerdigung de« unglücklichen jungen Mannet aus Kosten der Bevölkerung zu bewerkstelligen, u» in solcher Art ihm einen letzten Ehrentribut z« zollen. Z>ea Aater erschösse«. Au« Großwardea wird berichtet: In der Gemeinde Feketot spielte sich ein blutige« Familiendrama ab. Der 63jähr. reiche Bauer Florian Matzinka, der vor einign Monaten erst «in 17jährige« Mädchen geheiratet hatte, überraschte seinen Sohn in dem Momente, al« dieser seiner Stiefmutter »in» LiebeSerkläruij machte. Matzinka wie« feinem Sohne barsch l>» Tür. Dieser gab au« Rache gegen seinen Baur zwei Schüsse ab. welche den alten Mann nieder» streckten. Der Mörder ist flüchtig. Gedenket Wetten nnd -Legaten l ~ ..J O/vI/l« »»» st. »70 di» I. ver nenri '» r OUlära-D61(l0 toSftlxMft *»»«. staut« II» W» X U UXOfl U UOIUU „zolll ml Haa« (dieser!, «-ich- ***» ou»rao4i «■actchiebt" f neu erfundener W ascli-£\trakt Marke Frauenlob 9412 mm Einweichen der Wische. - Vorzüge: - I. Vermindert die mm Waschen bisher notwendig Arbeitszeit auf die Uklste. 2 die nfthe Bus ein Viertel. 3. Macht die Verwendung von Noda (Inilleh Aber Uul|. 4. Macht die Wische, well reiner, auch viel weiiaer. 5. Ist für Hände nnd Wische vollkommen nnschi.Ui4 wofür unterzeichnete Firma jede Garantie leistet 6. Kommt wegen seiner ausserordentlichen Ausgiebigbttj billiger als alle anderen Waschmittel. Eil einziger Versuch nackt dieses Wasdiextrakt jeder Hatisfnii Wäscherin iinentbehrlicii. Uebera.ll zu haben. Ffir Woll-, Seiden- und farbige Wäsche, Spitzen, Stickereien u. dergl. ist und bleibt das beste Reinigungsmittel Schicht's fest« Kali-Seife mit Marke Bch-wan, Georg Schicht, Aussig a. E. Grösste Fabrik Ihrer Art ans dem «uropibcbei Fesilul Bei Kinderkrankheiten, welch» ao häusig s&uretilgende Mittel erfordere wird Ton Ärztlicher Seite als wegen seiner mildes Wirkung hiefflr besonders geeignet: MATTONi: ■ atirtkk* ■lksUMkw mit Vorliebe verordnetbei Magensäure, Soropktll, Rhachitis, Drüsenanschwellungen s. s. W„ ebea-so bei Katarrhen der Luftröhre und KeuchhiutM. (Hofrath von LOschner's Monographie Aber (Jicst-hübl Sau erbrann.) FRITZ RASCH, »MM»»!. GILL f Nummer 93 zur Verhandlung: Montag den 21. November: Agnes Struckel. Di«bstahl. Vorsttz«nder: t. k. Htrei«gericht«präsident Dr. Edler o. W u r m f e t. DienSiag de» 22. November: Michael Biacl, "Totschlag, Vorsitzender: L.-G.-R. Smolej. Mittwoch d«.>23 November: Anton Flvrianz, Ditbstahl, Vorsitzender: L.»G.»R. G r e g o r i n. Kiue »eue Iachgenosseuschaft. Am Sonntag den 13. d. Hai sich im «Hotel Post' die neue Fachg«nossenschast der Herr.»- und Dumenkleider-«acher. Dumenkleiberma »rinnen und Wäsche-Er-! zeuger in Eilli konstituiert und' nachstehende Funk-tionäre gewählt und zwar: Herrn Eduard Weiß zum Vorsteher, Herrn Ruvols Tador zu dessen Slelloertreter. dann die Herren Banholomau« Planko. Josef Jamschegg, Maitin Gieuorincic, » Lodann Mastnak und BlasiuS Pobgorschek als AuSsttüff«. Josef Eabukoufchet, AloiS Puckmeister ~ und Josef Buischi al» Ermtzmänner (in bie Ge-«vssknfchasiSvvi stehung). In den schiedsgerichtliche» Ausschuß wurden d>e Herren L-opold Wambrecht» sanier, Evuarb Weiß, BaitholomäuS Planko, Mar» l ein Gregorinc>i. Rudolf Tador und Jofel Jamschegg ^ al« Ausschüsse und BlasiuS Podgor>chek, Johann I Mastnak und AloiS Puckmeister als Ersatzmänner ! entsende«. — AlS Genoss mchasiS-Kassareoisoren » würben die Herren Leopolo Wamdrecb,,amer und » Kranz Senker gewählt. — Außerdem wurden noch verschied n« Funknonär« sür die G,h>ls«n- und » Lehrling»krankentasse der Kleider- und Schuhmacher» genoss,nschast n in Cilli gewählt; sämtliche ge-wädlien Funktionäre sind alS Kleidermachermiistkr in Eilli ansässig. Der Miigliederst >nd der Fach-r g'noffenichast der Herren- und Da enkleidermacher, Damenkl«id«rmach,rinnen und Wäsche-Erzeugrr in ^ Cilli beträgt derzeit 76 Kopie. 7»»igk a S. A (Ein Kind ver-brannl.) Am 15. o. war die Grundbesitzen» Maria Zvin aus Eoloo bei Ponial mit iyrem fü-iijährigen Töchiercher, im Walde mit Laudrechen > teschäitigt. Der herrschenden Kälte we»,en wurde ein Feuer unierhalien. Die Mutter ging ihrer l Arbu« nach und entfernt« sich weiter in d-n Wald hinein, während da« Kind beim Feuer allein zu-rückblieb. Da« sünsjäh'tg, Mäoa.en. IN unoerant-wörtlichster Weise ganz sichs«lbst übe-lassen, spielte mit dem Feuer, bi« d>ss n Kleider zu brenn n an» singen. Mi« den b>e«i>enden Kleioein lies da« Kind schirrend der elterlichen Behausung zu, wo-selbst e« zusammenstürzte. Du verzwetselie Mutter, die auf da« W«h,g«schrei de« Kinde« h die fahrlässige Mutter wurde bereu« die S.ras-«zeige ersta»et. ZVwötsch Ketftrttz (Trauung.) Am 14. ' d. M. I»nt» in Graz >-l« Trauung dt« Herrn [Stanz Petzolt, Apotheker« in Windiich F,istritz »»d o>t Frau Johanna Pitschl au« W>ndi»ch. Feistritz kau. Beistände waren für die Braut Herr Dr. Mx Mur«>i«r, pr.kmcher L>zi in Windisch-F.istntz, für den Bräutigam Herr Karl Han«. t. k. Notar. St. Maret» bei Hrkachflei». (Von der Post.) Au« Sl. Ma>,in schreibt mm un«: In t l tz«>r«r Zu werden fit h erori« an ebrachten Pon» käyei» «niwever gar »ich» oder z» ganz ungelegener Zeit, wie «« ebn dem k. k. Postbeamien paßt, «»«gehoben. G«wöl.«tich weiden die PoNtanen zivijche» 9—10 Uhr vormittag« und um i.ald 9 Uhr abn»« enileeit, wädreno rie« srüher unminetvar vor Avgang eine« jeoen Zuge« geichah. U sr,« viff.n« vai die k. k Pondnekno., eine di««b,züg» liche Aenve.ung nicht gesuhlt und scheint die« ßw'plich deswegen zu geschehen, weil e« de« Be-I a«ien fo bequemet ist. Hoffentlich wird die Post» S direkiion diesem für di« B« ö kerung s hr sühlbaien »lk>d,lnano« «iwa« näher Heien und Ordnung in »bie Poftoest llung hnernbringen. JmIl bei Süß,«heim (Schadenfeuer.) I>« 13. d. wu d oie undewohnie kteuiche de« IJakob Ardeiter ein Raub der Fla««,n. Vieh« »honen u,,ieri>iil«en in der Nahe der «it Eiroh »aeaeckten Keusche »in Feuer und der zur selben iZeii t.äfti.t weuence Wind trug da«s lb< aus da« »Dach o,r Kusche, welche gänzlich ni»d»rbrann>». >A»r Schad« bei aq« 1500 KronkN. Da« Gebäude Iwac d i der Vtrstchrran «g-iellschait Franco Ho^n» |ft#ti, in Graz aus 1200 Kronen versichert. 3Uan. (lioultin.) Am 13. d. zechten llti« Et»,«noauweinauSsch,nk»l Eizel in Po^otje Hü Sjnn «'hrere Bauernburschen. die au» U«d«r> IW»> eine Mäulern provozierten, wobei Franz »Gendoho ü i 6 d ran mißoandelt wurde, daß er WW schw rveirletziem Zustan» in da« All .ewe ne iKtaalenhau'.. in Aan« ad. «führt werden mußte. »Dir>«.b« erliiit »nen Bruch d.« linken Unierar«« „9t«tT+* Wacht» und mehrere klaffende Wunden am Kopfe. Die Besitzer«föhne Franz Medvedec und Josef F e • rencak au« Kapellen wurden al« mutmaßliche Täter dem Bezirk«gericht in Rann namhaft ge-macht. — (Ee trunken.) Am 11. d. nachmittags weideten mehrere Kinder, darunter ouch die acht« jährige Grundbesttzer«iochtkr Marie GerZak, in Et. Peter in Königsberg auf einer an de« Eoitla-Flusse gelegenen Wiese Vieh, wobei Marie GeiSak ins Wasser fiel. Die anderen. Kinder riefen um Hilfe, woraus der Knecht Franz T a b e r 8 e k herbeieilte, die Verunglückte au» dem Flusse zog und Wiederbelebungsversuche anstellte, di« jedoch ohne Erfolg blieben. — (In den Fluß gesprungen.) Am 13. d. sprang die 50jährige ledige Gastwirtin Jo-hanna K o n c a n in Gurkfeld in Rrain in selbstmörderischer Absi dt in den Savefluß. Sie wurde ol« Leiche au« de« Waff-r ge-ogen. Johanna Konkan war seit einigen Jahren trübsinnig und machte bereits zweimal Selbstmordversuche. Vabkersburg. (Eine Kundgebung für Jnn«druck.) Der G meindeauSschuß der Stadt Radker«burg hat in seiner S tzung vom 16. d. aus Anirag b»« Gemeindeautschusse« Dr. Kamniker nachstehende Entschließung einstimmig zum Beschlusse erhoben: «Der GemeinbeauSschuß der Stadt RadkerSbuig spricht feine Enoüst^ng auS über die bei der Eröffnung der italienischen RechtSsakuliät in Innsbruck von bewussneien ita» liemschen Studenten an wehrlosen Deutschen ver» üdten Gewalttaten und versichert den Bürgermeister und d,e ganze deutsche Bevölkerung der Haupiftadt Tirols der wärmsten Anteilnahme. Der Gemeinde» auSschuß der Grenzstadt RadkerSburg fühlt sich in Beiätigung deutscher Gemeinbürgschast einS mit Innsbruck im Kamp'e zur Wahrung deutschen Rechie« gegen ein Re».ie'ungSiystem, da« deute lowie zuvor nur bestredt ist. den Ansprüchen aller anderen Nationen aus Kosten der hiftorischen Siel» lung de« Deutschen Volk«« tn Orst treich zu dienen.- Hrazer Hemcinderatswahle« Der dritte Wahltö p.r un>e er LanveShaup stadt ist zur Do-mäne der Soz'al0t«okraien geworden. Während noch in den Vorjahren der deutsche Wahlausschuß heilig mit den Genossen um den Besitz o,es.K die oroße Mehrheit der Geme n'ewähler darstellenden Wavltö'per« rang, aber Sch >t> um Schritt zurück-xtdrängt wurde, hat sich Heuer gar kein d.uilch« 4Ü4Ölau«stuB mehr g>bildet; lediglich di« deutsch und sreiheiillch denkenden G.we, betreiben en, unter Führung de« Land«ag«abgeordn»ien Emspinner roff-ten sich aus. um da« Borhande-fein d utich-srei-heillich Gesinnt.» in diesem Wahlkörper zu b weisen. Daß e« damit recht kärglich best lli ist. beireist "ie Taljach-, daß die Kandidaten dieie« Au«jch sse« nur 218—275 Simmen auf sich vereinigen konn> ten, wahr-n' e« kie lozioldemokralischen Wahl» werder auf 1446—^1526 Summen brachten. Da« Er ebni« diejer W >hl erscheint noch delrüMicher, weil auch die Kl ritalen einu'iffen und zwar mit größerem Ersolge al« die d'Ulich f eih'iilich n Ge-we> betreibenden. Sie brachten 279—633 St mmen zu>a««en. Außer den Noten stehen also, wie di.« gelegen«! ch der LandtagSwadl üb igen« bereit« zu «riehen war, auch noch die Schwarzen aus der Tag»«ordnung nnt-nr LaubeShauptnadt. Wahr» h fug. f hr ersr-ulich! Da« Etimmenoeihäl ni« uno Wahlergebni« würbe deren« in der letzten Nummer gebracht. Di« Wahl gestaltete sich Heuer aus sozialdemokratischer Een« äußeift lebhaft. Schon am Voimiitag wuiden die Wähler der einzelnen P^N«i«n tei« zu Faß, teil» zu Wa en zum Wa llokal gebracht. U« di« Mitlau«stunde ( mm vitle Wähler der soz>a>de«okral,sch»n Pari« m Omnibuss-n angefadr n. Um diese Zeit entstand in den Gängen mitunter «in lebhatt«» Gedränge. In den von r«n einzelnen Paneien ausg.stellien Wahllokalen herrich'e r«ge« L«"en. Am N -ch-m»ta war di« B"«>ligung «in« geringere, i>otz« dem iäumien di« Wähler aller Parteien nicht, sich noch Ubhaft an der Wahl zu beteilig,Um 5 Uhr nachmuia: s halten sich aus d,m Haupiplatz nur w,nig, Perfon-n eingesunb n. Der Z>-zug wurde j»bvch g»g-n 7 Uh a'end« immer g,öß«r. Am 16. fand eine vom Grazer Hau«h,rr«n> vereine gemriniam m>i d«m d«ui>ch»nWahl» au«schu>f« veranstaltete Wähl», Versammlung de« zweit«n Wahlkreise« im Ho>«l „Florian^ statt, welch« sehr starmis »i verlies. De> Obmann dr« Hau«herreno'retne« Herr Ertl e,öffnete die Versammlung, welch' «in f«hr klägliche« End« nab«. Herr Volltnhal« sag«, .«ine Anhänger ver» zichten, die dt«h.eigen Gemeinderäie zu «.ören, denn Seite 5 wa« bisher au« dem Gemeinderate gehört wurde, sei schrecklich genug. E« müßten neue Männer kommen. (Ruse: .Aber nicht Herr VollenhalSl^) Er beantragt daher, auf die Berichte der abtrete«-den Gemeinderät« zu verzichten. (Angenommen.) Herr GR. Postrat von Suitner sagt, in dieser Versammlung werd« eS zu «in«r Entwickln»« der Dinge überhaupt nicht kommen, da «ine vollkom» men« Zkifabrenheit Platz ««griffen hab«. Al« Wähler und B aml«nvertret«r erklär« er. daß i» den Wahlbesprechungen deS zweiten Wahlkörpers nur bei der Ver>ammlung der Beamtenschaft eine Einigung erzielt worden ist. Von der Wähler-schast ve» zweiten Wahlkörper, gehören 4000 Wah» lee dem Beamienstand« an. Ei« bilden die Mehr« heil in diesem Wahlkörper, und waS geschehen kann, könne nur durch die Beamtenschaft ge» schehen. Redner erklä't, er habe da« Geiühl, da« di« Bkamtenwählerverlammlung da« einzig« Rich-liste war, um zu «in«m Ergebnisse zu komm««. Die dori ausgestellten Wahlwe>ber v«rtt«ten «in wirischastlich«« Programm, unabdängig davon, ob deutsch-national, sozilodemotrailich ober klerikal. Die Giazer Beamienichast werde al« Wäliler-scha^ de« zweiten Wahlkörper« sklbständig vorgehen. (Siürmist« Bravorufe bei d«r Beamtenschaft.) Die in größerer Zahl anwesenden B«-anten verlasf?» nunmehr d«n Saal und b«g«b«n sitz in einen Neben aum, den große» Speilesaal d««i«lben HoielS, wo ste «ine cigtnc Wählet» Versammlung abhalten, als si« die Absicht der Kleri-kalen erkannt halten, einen ruhigtn Verlauf der V«rf>«mlung nicht zulassen zu wollen. Hier er-greift zunächst Oberinspektor RomuUv Mag g da« Wort und erklärl, daß sich die Wahloerdächti-gungen der Sozialdemokratin durchaus nicht stich-halug «rwi««n hab-n. Di« Unlersuchun «'ommi-ssion, dt« der LanbeSau«schuß abgeordnet hatt«, erklärte ausdrücklich, da« redlich gearbeitet werd«. G-wiß w«rd« ab«, in d«r Verwaliuvg manche? resormiert und überhaupt die größte Sparsamkeit eingeführt weiden müssen. Nach längerer Debatte wird einzeln ao^eftimmt und werden größtenteils einstimmig folgende Herren Kandidaten ausgestellt: RechiSanwali Dr. Viktor R. v. ArtenS F.,br>kS-b'sitzer Jng. Heinrich Eleß, LandeSob«ringen'«ur AloiS H«jd «, Oberlehrer AloiS H o 1 z«r, Oder» in'pekior Rvmualo Magg, Postrechnun^Sreoii'«»» Jvhann Maser und Professor LadiSlau« Paz-d.rek Der Vorsitzende Poirai Sull ner btitet, e« mögen all« zufamm-nwirken, daß diefe Wahl-werber mit ,in«r möglichst großen Siimmenanzahl l>,wühlt werben, wa« gewiß nur zum Wohl« UN» f«r«r Stab' sein wer»,. Er schließt mit dem b«-geistert aufgenommenen Ruf«: .Heil die Siadt Grazl' Die erste Bersammlun , o>« der Klerikalen wird, da sich außer Ne>i»ieuf«l kein w«itee«r Kandidat meldet, lang, vorh«, schon »in groß«r Teil der Mitgli,d«t de« Hau»h»rrenver«ine«, sowie de« den Wahlaus-schuss.« sich entfernt hatten vom Vorsitz,nd,n ge« sch oss>n. Der klerikale Kandidat Neunteusel be-sprach in dieser «»st«n Versammlung den Autfall der Wahlen im 3. Wahlkörper und sagt daran sei die Agitation gegen di« Kl«ritalen schul". In lang«n Autsühruncen verurteilt «r den Kampf g'p'N di Chr'st.ich« Volk«part«i. di« Wirt-fchafi im Gemeinderät«, da« Vorgtben der D«ut-sch'N Volksprrte, und j«n«S de« Obmannes des H.>u«der>»no»rrin»«. Schließlich fordert er di« schäifst« Opposition gtgtu d«n gegenwärtigen Ge-«ein de rat. Kiu,«ckt»gtckPhie für Jlntatrate. Die packend, Wirkun k n««aiog>aphncher Vorführun-gen wird heute kau« «ehr irgend je«anbe»> un» bekannt sein; doch war der bisher höh« Preis solcher Apparat« der allgemeinen Verbreitung noch sehr hinderlich. Die Firma L«chn«r di« »««er bestrebt ist ihren Kunden Neues zu bieten, Hai dra Vertrieb «i»«s kleine», billig«« Kinematograph?» ü »ernvmmen, welcher «S jedem Amateur« «r«ög-licht. bt, ist zud,« nicht größ,r unn t«ur«r wie jede bessere Taschen-t>'«era. N mentlich auch für w>ssenfchaf>l che Zweck-, für BewegungSa-'aly'en ic. ist diks« Neu-«rnsüdrung von «noim,r T>a>.w,it« und j-n« die die Pooiographie zum Bergnü en betreiben, kön» n,n nun«,hr für zirka 200 K on n „l benve-Reise,rm «rung«n mu nachhau!« bringen. Die Hosmanusakiur R. L e ch n e r (Wi»h. Mülle,), Wen, Graben 31. k««il> jedk« Käufer fystemali-sa>,n Unierncht im Gebrauch, de« Kinematographen, so daß jeher Ar»än>.«r a»f gute Erfol.,« rechneu kann. P'0,peti« und Prri«o«rjrtchnissk werde« grati« abgegeben. Seite 6 »fents*« W«ch?' Nummer 93 »obMibe« »« «lUr-Welt «tUl» 4m «fW*-nnd« «ad bolehroed® Bach alt hnoiltewf B»t*eber tb»r ApolWkar A. Thlerry ■ Kalium and Ptprifolle»»alfc« «1« nner-Mttbu« HIMrl. »«»»«»»» d1!*V Blckltl» Erkalt ,«» a» k (auck l» Brlafaarkn). B««leller tob MkalM« < KliM K » «. Bitte aa adr«aiaran a» Apstbeker L THIERRY In Pregndt |>ei Rotaitscta-Saaerbrann. rUiebar aad Wlaiarrrrkiafar »o» Kaebab-aaagaa »«Inar allala acblaa PrUparat« bitt« mir aambatt xa mach«« babab alratfariebt-Jiobar VaHelfaaf. 1007« gin verbreitete, Kausmittet. Die steigend« Nachfrage nach „Moll'» F r a n , b r a n n t w e in unb ©al|" beweist die erfolgreiche Verwendbarkeit dtese«. namentlich al« schmtristillende Einreibung best-bekannten antirheumatischen Mittels. In Flasche« »u K 1-90. Täglicher Versand gegen Post-Stachnahme durch Apotheker A. M o l l, k. u. t. Hoflieferant. Wien, Tuch« lauben 9. 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