«rtru |ima«iuKUt ■ « eiui III2 2 0 I £4 Cj^gr Cinzelne Nummern 7 kr. riftsritung: isgasse ?kr. S ntr'SiS« übe: S -< Uhr nachm. Haildschlifl'» wridv» »ich« »nrUck-g«gfCt-n; tiitntnlotV ö.nirninttitlt »ickl dr.äckÄchttzt. B«tUlM(llIU flt u nimmt Ht vnwollilaz jtRcn Bc. fg\ in'« Wonaliiitf. .^u . . , ($. Iflirctfljjiitij. - o ' « «1*111)11)} . \MT. . Ganuäh'Ig }> . . i. D»>ch H; so« de,-,-»: SinftliSbrit. .... st. 1.00 ^altiaferig . > . . . R. 3.JO WanijAHrn . . . . il. «.4» Kr 1. Hilli, Mittwoch, 1. Januar 1890. 21. I^rgaug. Hin Losungswort zur Jahreswende. Cilli, »l. Teccmb«. In eisiger Wiulernaczt scheidet sich die alle Zeit von der neue». Noch schlummern die Früh-lingskeime in dcc schneebedeckten Erde. Wir aber freuen uns schon der wachsenden TageSlän^e und blicken mit erste» Hoffnung:» an der Jahreswende, die das kleine menschliche Zeitmaß zu.» Troste all' Derer lestsetzie, denen du Äerganginheit Uedles that, in „die bessere Zuluist". Für uns Deutsche am Saume des Wenden-landes. zumal für unser Cilli, die Stadt von alt-erprobtem und doch jugeidfrifchem Deulschlhume, war daS nun abgelaufene Jahr eines der schicksals-schwersten und — selbst im Leidensduche der Deuischen Oesterreichs ein unvergleichlich düsteres. Wenn einem gesunden, starten Baume ein grüner Ast abgehauen wird, so neiitt er harzige Thränen; wettn einem lebenden Organismus, fei es nun der menschliche Körper oder das stille Heiligthum der Familie, oder die in srievlicher nationaler Einheit lebende Gemeinde, ei» fremdes Gist aewaltsam eingeflößt wird, so sträilvt sich die Natur und wehr« sich ihres gnten Rechte« bis zum Siege oder Untergänge. Adermals um einen breiten, schatten-spendenden Ast wurde daS Deutschthum Cilli's verkürzt, da man unser deutsches Gymnasium in dem Berufe einengte, als einzige Mittelschule der Stadt der hohen culturellen Sendung des an-geflammten deutschen Volkes zu dienen-, und die Errichtung KeS floveaischen Gymnasiums hatte den von den Sloven n selbst eingestandenen, aus-schließlichen Zweck, den Eroberern vom sreindem Blute und fiemder Sprache neuen Boden zu gewinnen, nachdem sie unicr mächtigem Schutze schon Aeuitteton. Sieben Jahresanfänge. Bor hundert Jahren brausten über Frankreich die Stürme der großen Revolution. ES wurde so vieles gestürzt; der Thron und der Altar — und auch die alle Zeitrechnung mußte daran. Am 5. Ociober 1793 führte der Nationalconvem einen neuen französisch-republikanischen Kalender ein. Die Monate erhielten neue Namen, wie Weinlese-, Nebel- und Reisemonat; die Wochen wurden durch Dekaden ersetzt, die alten Tagesbezeichnungen durch Primidi, Duodi, Tridi u. f. w. Und selbst der JahrKanfang wurde verschoben; der I. Januar wurde als NeujahrStag gestürzt; daS republikanische Jahr begann mit der Herbstnachttaggleiche, oder nach unserer Zeitrechnung am 22. September. Die neue Epoche war laut dem Decret des ConventS vom 22. Sevtember 1792 an zu datieren, aber sie blieb nicht lange in Kraft; schon im Jahre I8V5 wurde der republikaniiche Kalender auf Befehl Napoleons aufgehoben und vom I. Januar 1806 richtete sich Frankreich wieder nach dem Gregoriani-fchen Kalender. Der hundertjährige Gedenktag der kurzlebigen revolutionären Zeitrechnung bringt uns die That-sache in Erinnerung, dass der 22. September nicht der erste Gegner unseres Neujahrstages war. dass in früheren Zeiten schon fünf andere Tage mit ihm um die Ehre, an der Spitze des Jahres zu stehen, gestritten haben. Die Würde deS NeujahrStageS erhielt der I. Januar von Julius Cäsar. Die römischen durch manche Bresche unserer Mauern geschlichen waren. Grimmiger «ras »och kein Schlag die Deutschen EilliS. Unsere Mittelschule war unser Stolz, unsere Zuversicht im Anblicke der blühenden Jugend. Nun sehen wir ihr zur Seite als ei» Wahrzeichen unserer tiefsten Demüthigung, als eine, wenn iiuch für uns ungiltige, so bo>ti von hochmögender Seite anerkann e Bestätigung der d>eiste i slowenischen Anmaßung, die doch nie und nimmer zur Wahrheit werden soll: dass nämlich Cilli eine deutsche Stadt gewesen sei. — nun sehe» wir das slooenische Gymnasium im Weichbilde Cillis bestehen nnd müssen es dulden, dass unser theueres Heim eine» neuen Herd seinsseliger Beslre-bunge» und Bethätigungen berge! Ein wider-wärtiges Vermächtnis hinterläist das zur Neige gegangene Jahr. Mit einer schlimmen Bürde treten wir in das neue. Und dennoch — wir verzagen nicht! Nein, unser Muth, unsere Kraft sind stärker und opfermuthigcr denn je; das i» unsere Reihen getretene funge Geschlecht hat die Fahne ergriffen, und unter günstigere» Zeichen stehe» heute die Deutschnanonalen zur Abwehr der slooenischen Beutezüge und jedes Feindes, der unser Deutsch- thum und dessen Eigenart bedroht, gerüstet! * * ♦ Wenn irgend eine, so führt die Schule des Leidens zur Erkenntnis und zum Erfolge. Die sort-brennende Cillier Wunde soll in diesem Sinne nicht blos für die deutsche Sache in unserer Stadt und im Unterlande, sondern für das gesanimie teutsche Volk Oesterreichs heilsam werden. Ist Loch .Cilli" in der That zum Bolksrufe geworden, der Alle, die eines nationalen Gefühles »ich» völlig unfähig sind, um unser gutes Recht schaart und • sie endlich Oberpriester halten den Kalender in arge Verwtr-rung gebracht; Julius Cäsar reformierte ihn, setzte den Anfang seines ersten Jahres auf den Neumond nach der Wintersonnenwende des Jahres 4ü vor Christo und nannte diesen Tag den 1. Januar, während im vorcäsarischen Rom der Neujahrstag aus den l. März fiel. Die "heidnischen Römer feierten den Jahresanfang mit lauten, ausgelassenen Festen, einer Erweiterung der Saturnalien, und an diesem wüsten Treiben nahmen die ersten Christen Anstoss, die den ersten Tag des neubegonnenen Jahres in Fasten und Trauer für die Heiden zu verbringen pflegten. Als sie später zur Macht gelangten, suchten sie den heidnischen Kalender zu verdrängen und so kam es, dass man an ver-schiedenen Orten daS neue Jahr zu verschiedenen Tagen anfangen ließ, und die Verwirrung war keineswegs gering, da man im Mittelalter, den 1. Januar eingerechnet, sechs verschiedene Jahres-ansänge hatte. Der I. März, der vorcäsarische Jahresanfang, wurde von den Christen schon im fünften Jahr-hundert angenommen; einen Ausschlag für diefe Wahl mag wohl die Thatsache gegeben haben, dass der jüdische Monat Nisan, in welchen das Passah-fest fiel, der erste im Jahre war. Dieser NeujahrS-tag fand aber keinen besonderen Anklang, in Frank-reich verschwand er schon im achten Jahrhundert, nur die Republik Venedig blieb dem l. März treu und sing mit ihm das Jahr an bis zu ihrem Untergang,. Größere Ausbreitung als NeujahrStag erlangte der 25. März. Es ist dies der Tag der Mariä Verkündigung. Als im Mittelalter der Mariencultus immer mehr zunahm, entschlossen sich Viele gern, den scharf sondert von anderen, die für die Gnade der Regierungen, für Fractions-.Vortheile" und fette Psründe» idr Volk täglich dreimal vor dem Hahnenschrei verrathen. Auch das Scheide-ivasser, von der Hand deS Verständigen gebraucht, kann frommen. Und ein solches, höchst nützliches Scheidewasfer, welches die Deutschgesinnten vo» der entartete» SelbsiversorgungS^esellichaft der liberalen Parteipolitiker gründlich und endgiliig trennte, war die Cillier Frage. Die deutsche E nheit ist ein hehreS Ideal, aber sie kann, wo sie »ur als trügerischer Popanz besteht, nicht gestört, sie wird vielmehr in dem Zeichen deS Nationalismus erreicht werden, wenn nur.einmal dem betrügerischen MisSdrauche, mittelst der Einigkeitsphrase die Deutschen an den Sichelwagen des Liberalismus zu spaluien, ein Ende bereitet wird. *' 0 Zwischen der vereinigten Linken und den deutschen Wählerschaften sei für :wige Zeiten das Tischtuch zerschnitten. Die liberal« Partei, welche seit den leyien Regierungsjahren Taaffe's ihre ge-sammten Ueberlieferungen und Grundsätze — mit einziger Ausnahme der treuen Anwaltschaft für die jüdischen Interessen auf allen Gebieten des politi-schen und wirthschaftlichen Lebens — über Bord geworfen hat, kennt nur eine Sehnsucht mehr: an den Tafeln der Minister zahnslochein zu dürfen. Das hat sie, die hungrige Bettlerin unter Taaffe „im Namen" deS armen deutschen Volkes um jeden Preis angestrebt, das unter Win-dischgrätz, unter Kielmansegg, unter Baden!. Polen, Tschechen. Ultramontane und — Sloveuen umarmten die Liberalen ohne Scheu nnd Gewissen als Eoalitlrnsbrüder und diesen Verbündeten wurde auch unser Deutschthum in Cilli kaltblütig zum Opfer- gebracht. Hätte nicht die blaffe Furcht von Neu>ahrStag auf einen Marientag zu fetzen. Man nannte diese Zeitrechnung Marienjahr, eS war namentlich in Italien verbreitet, in Deutschland aber nur in den Diöcesen Trier und Köln ge-bräuchlich. Andere nahmen Ostern, und zwar die VeSper deS Charsonnabends, in welcher die Osterkerze ge-weiht wird, zum Jahresanfang. Das nach diesem Anfang laufende Jahr war ebenso unpraktisch wie unser Schuljahr, -das auch zu Ostern beginnt und mit Ostern schließt und bald kürzer, bald länger ist. aber wie unsere Schule mit ihm auskommt, so fanden sich auch viele Städte in DeuisHland und in Frankreich in dem Osterjahre zurech». Die Christen im ferne» Osten setzten den Jahresanfang auf den I. September, und von Byzanz. wanderte dieser Neujahrstag nach Italien, wo er eine Zeit lang in Mode war. In diesem Wirrwarr der Jahresanfänge hielten sich die meisten Deutschen an die Sitte ihrer Vorväter. Weihnachten und Neujahr fielen bei ihnen Zusammen: denn sie setzten den NeujahrStag aus den 25. December, auf die Wintersonnenwendnacht, die schon den alten Germanen als Jahresanfang galt. Mi Deutsch-land kam erst im fünfzehnteit Jahrhundert der l. Januar als NeujahrStag zur allgemeineren Gel-tung! Erst die Einführung deS Gregorianischen Kalenders, der seit 1582 nach und nach 3b» den europäischen Völkern bis aus die Russen angenom-men wurde, liess die verschiedenen Jahresanfänge verschwinden und verHals dem I. Januar zum voll-ständige« Sieg. Immerhin galt beispielsweise in England noch bis zum Jahre 1752 der 25. März als der NeujahrStag. C. F a l k t n h o t ft. 2 der deutschen Nationalpark« die Linke in eine peinliche Lage versetzt, so würde sie für Cilli nicht den kleinen Finger gerührt haben. Aber auch so war das Echauffement mit dem Endresultate: Der erbärmlichen Abstimmung über das Budget klag-lich genug. Nur die naivsten Gemüther konnten die schönen Worte der „freisinnigen" Ab-geordneien und Zeitungen auch diesmal noch über den nackten Verrath täuschen, den die für die Regierung Schulter an Schulter mit den Slaven stimmenden Liberalen an dem Deutschthume der Stadt Cilli, an ganz Dutsch-Oesterreich verübten. Sie, die vereinigte Linke, hat das slovenifche Gymnasium in Cilli errich-t e t — denn in ihrer Macht halte es gelegen, den slavischen Angriff scheitern zu machen. Die Partei des selbstlosen »VolkSmannes" Plener, der. wie sich jetzt zeigte, steis bereit war. seine politische Ueberzeugung für ein einträgliches Slaatsami ein-zutauschen — diese Partei musste e« und konnte nicht mehr anders, als mit ihrem Suppentöpfen vor den Thürschwellen der Ministerpaläste kauern zu bleiben . . . „Keine Gemeinschaft mehr mit den liberalen Volksverräthern", diesem Rufe stimmte die taufend-köpsige Grazer Versammlung, stimmten viele Hun-derte von Gemeinden und Bezirksvertretungen der Alpenländer bei. Seither sahen wir die Linke in ihrem moralischen Verfalle noch tiefer gleiten. Sie hat in der Wiener Bürgermeisterfrag« in ihrem wohlsondierten Haffe gegen den Antisemitismus den principiellen freiheitlichen Standpunkt preisgegeben, und heute sind die Liberalen Böhmens an der Arbeit, dort Fractionsvortheile von den Jungtschechen zu verlangen, indem sie aus das Recht der deutschen Staatssprache in Oesterreich grundsätzlich verzichten. Und all diesen schnöden Schacher bezahlt das deutsche Volk mit seinem Herzblute! » » ♦ „Cilli" wird in der Entwicklungsgeschichte der deutschnationalen Bewegung der Ruhm bleiben, dass der Klang feines Namens alle guten deutschen Geister befeuerte, allen undeutschen Volksvertretern endlich die Maske vom Antlitze fallen ließ. ES ist selbstverständlich die ernsteste Pflicht der national gesinnten deutschen Bürger-s ch a f t Cill i'S. deS mächtigen nationalen Weck-rufe«, der von den Drangsalen ihrer schönen Vaterstadt zu fernen deutschen Gauen schallt, i n Thaten stets würdig zu sein. „Cilli" ist daS Losungswort der Teutschnationalen in Oesterreich geworden; es wäre tief beschämend und würde sich am Ende an unserer Stadt am fürchter« lichsten rächen, wenn eine feige, falsche Bedenklichkeit die Deutschen Cilli'S davon abhielte, den Reihen ihrer einzigen und neuesten Freunde, der Deutsch-nationalen, stolz vorauszuschreiten. Jede Halbheit trägt den Keim des Miss-erfolges. des Verderbens in sich. Allzu oft schon haben nach ungezählten bitteren Erfahrungen die Deutschen deS Unterlandes sich immer noch einmal an die Gesammtheit der deutschen Volksvertreter um Hilfe gewendet, allzuoft schon von den liberalen Hof- und VerwaltungSräthen schöne Worte und Steine statt des Brodes erhalten. An solch' eine Selbsterniedrigung kann unsererseits nie wieder gedacht werden. Wir wissen, dass wir von der Re-gierung, dass wir von der Vereinigten Linken, wie von den Ultramontanen nichts, absolut nichts zu erwarten - haben. Nur in der kräftigen, nationalen Selbsthilfe liegt unser Heil und int treuen Anschlüsse an die mächtig wachsende deutschnationale Bewegung. DaS schöne Wort der „deutschen Gemein-bürgschaft" würden wir unredlich und gewiß zu unserem Schaden deuten, wenn wir zwar die nationalen Opferthaten aller Deutschen Oesterreichs 05$ _ ..Neutfche Macht" für unser Cilli in Anspruch nehmen, selbst aber zögern würden, mit jenen Hand in Hand zu gehen, welche allein sich opferwillig und wohlgesinnt be-weisen. Nein, wir treiben kein« unsruchtbare, sich mit einer thörichten diplomatischen Klugheit brüstende Kirchthurmpolitik, unser Grundsatz ist vielmehr: Jede nationale Gemeinde für die Ge-fammtheit, und die Gesammtheit für jede bedrohte deutsche Scholle. Sind wir in diesem Sinne ehr« liche, aufrichtige Kampsgenossen, so werden die Wälle unseres südlichen deutschen Emporiums un-überwindlich sein und werden unsere, der Ver-theidigung geweihten Arme an Macht und Zahl sich immerwährend verstärken. * * Und weil die Zeichen heute so stehen, dass wir ausrufen dürfen: „Cilli ist eine deutsch-nationale Stadt", deshalb jubeln wir dem neuen Jahre zu. Die mit Begeisterung in Angriff genommenen Werke: das d e u t j ch e V e r e i n s-Haus und daS deutsche Studentenheim, bezeugen es. Ein frischer, entschlossener Geist be-seelt den „Deutschen Verein", den Mittelpunkt unserer politische» Organisation. Vielleicht am schwersten fällt ins Gewicht, dass es gelungen ist. den Buchdruckerei-Verein zu gründen, dessen Haupt-ausgab? die Herausgabe eines Blattes bildet und in dessen Eigenthum die „Deutsche Wacht' bereits übergegangen ist. Wir haben nun Wehr und Waffen — und wir werden st« auch brauch«»: der geliebten Vaterstadt zu Nutz, allen Feinden unseres Volksthumes zum Trutz! Die „Deutfche Wacht" wird auf dem Wege de« nationalen DeutfchthumS nicht nach rechts und nicht nach links schielen und ihren Rücken nicht krümmen, wo sie erhobenen Hauptes die Rechte des deutschen Volkes zu fordern hat. Die „Deutsche Wacht" will alS Kampf-und SiegeSpanier den deutschen Streitern im Unterlande voranwehen. Sie hofft aber auch, dass ihre Kampfgenossen Soldatenehre über alles schätzen und die Fahue im dichtesten Pulverdampfe nicht sinken lassen werden! Liebe um Liebe, Treue um Treue I Der alte deutsche Gott, der Gott der gerechten Fehde, wird dem Deutschthum an den blühenden Ufern der Sann seinen heiligen Schutz verleihen. In frommer Zuversicht begrüßen wir die kommenden besseren Tage; aus eigener Kraft wollen wir das Glück verdienen. DaS ist unser NeujaHrSwunfch — wir wissen keinen innigeren. Weichsratösaögeordneter Z)r. Kor-egger Sei seinen Wählern. Samstag, den 28. v. M. wurde im Garten-falon deS Hotels „Zum goldenen Löwen" in Cilli über Einladung des ReichSrathSabgeordneten Herrn Dr. Richard Foregger eine Wädlerversammlung abgehalten, in welcher der Herr Abgeordnete seinen Rechenschaftsbericht erstattete. Die Versammlung, welche sehr zahlreich besucht war, wurde, da Herr Bürgermeister Stiger durch Unwohlsein am Erscheinen verhindert war, vom Bürgermeisterstellvertreter Herrn Julius Rakufch eröffnet, welcher die Erschienenen in herzlichen Worten begrüßt«. Nach Bildung des Bureaus, in welches über Vorschlag des Obmannes des Deutschen Vereines Herrn Dr. Heinrich von Jabornegg die Herren: Bürg«rmeisterstell?ertreter Julius Rakufch als Vor« sitzender, Fritz Rasch als Schriftführer, Josef PalloS und Fritz Wehrhan als Ordner durch Zuruf gewählt wurden, ertheilte der Vorsitzende dem Herrn Abgeordneten das Wort zu nachstehenden Aus-führungen : „Ich muss mich wohl vor allem entschuldigen, dass ich nicht sofort im Zommer des heurigen Jahres nach dem traurigen Ereignisse, dessen Mittelpunkt leider Cilli gewesen ist, vor Sie hin-getreten bin. um mein Vorgehen in der für unS so wichtigen Cillier Frage darzulegen, dass ich erst heute meinen Bericht darüber erstatte. Der gewich« 1896 tigste Grund für das Hinausschieben meine» Berichte» ist wohl der, dass man uns nicht nachsagen soll, dass wir im «rften aufregenden Eindrucke, welchen dieses Ereignis auf Cilli hervorgerufen hat, flam-mende Reden gehalten, Urtheile abgegeben, eine Stellung eingenommen haben, die uns später vielleicht bei ruhiger Ueberlegunq gereuen könnte. Heute haben wir eine rnhige lleberlegung; es sind seither Ifinf, sechs Monate ins Land gegangen, «S herrscht heute keine Temperatur, die dazu angethan wäre, uns übermäßig zu erhitzen unv wir können somit heute, daS was sich in jenen denkwürdigen Tagen zugetragen hat, vollkommen ruing betrachten. Anknüpfen muss ich an di« ersten Tage der Coalition; wir waren gewiss berechtigt, an diese gewisse Erwartungen z» »kellen, wenn auch nicht di« Erwartung, dass dieselbe das Deutschthum besonder» fördere, so doch, dass der deutsche Besitzstand erhalten und nicht da» Slooenemhum bevorzugt werd«, hatten wir doch im Kabinei Vertreter der sogenannten deutschen Partei oder vielmehr der Vereinigten Linken, von denen der eine, ein geborener Steircr, ein Minn war, der sich mit Vorliebe der Vater seiner 'teirischen Landesfinder nannte. Dem Anderen, es war dies Herr von Plener, trauten selbst dte gewilltesten Politiker ein; solch« Begabung zu, dass ie meinten, er werde dem ganzen Kabinete den Stempel feiner Persönlichkeit ausdrücken, er werde )«r geistig« Mittelpunkt fein und gewiss waren die Deutschen berechtig, gerade an diesen Mann die größten Hoffnungen zu knüpfen, die freilich in keiner Weise erfüllt worden sind. Ich kann die Herien an eine Anecsote erin-nern, welche seinerzeit viel besprochen worden ist; «s war kurz nach dem böhmischen Ausgleiche, als man sich mit dem Gedanken trug, ins Kabinet «inen deutschen LandSm«nnminister zu nehmen und da wurde natürlich Herr von Plener in erster Linie in Vorschlag gebracht; damals hak sich Graf Taaffe geweigert, Herrn von Plener ins Kabinet zu nehmen, später aber, als das CoalitionS-Mini-stemm gebildet war und feine Kräfte in der Oef-femlichkeit entwickelt hatte, da hat derselbe Graf Taaffe sich geäußert: „Nein Gott, wenn ich gewufSt hätte, dass Plener so unbedeutend ist. fo hätte ich idn unbedenklich ins Kabinet genommen." Mit diesem Witzworte hat Graf Taaffe daS ganz« CoalitionS-Ministerium gekennzeichnet, wie «r überhaupt derartig« Bonmots trefflich zu geben v«r-standen hat. Dieses wenige Gute sei mir gestattet, Grafen Taaffe in daS Grab nachzusagen. Das CoalitioiiS-Mmisterium hat nicht lang? über seine Kräfte getäuscht; zwar ist dasselbe bald nach der Etablieruna Plcner's mit einer groß-artigen Progr'mmrede aufgetreten, welche der Welt verkünden sollte, dass er der geistige Leiter sein werde, aber bald hat diefeS Ministerium eine schwere Niederlage erlitten, sei» Schicksal war besiegelt. ES war ein Zeichen von politischer Unklugheit, dass das Ministerium verkündet Hit „meine erste That wird die Wahlreform fein". Meine Herren, ein Kabinet, das sich auf eine Majorität stützt«, welche aus fo heterogenen Elementen zusammen-gesetzt war. wie unter dem Coalitions-Miniiterium hatte ganz Recht, wenn es den Grundsatz aufstellte, dass die großen politischen fragen in den Hinter-gründ gestellt werden müssen; daS CoalitionS-Ministerium hat auch diesen Grundsatz aufgestellt, aber gehalten hat es sich nicht daran, insbesondere in der Wahlreformfrag ,'welche die Ansprüche aller Jener allgemein befähigten Männer berücksichtigen soll, welche bisher kein Wahlrecht besitzen; da» Ministerium, welche» einen solchen Punkt auf da» Programm setzt, muss auch sicher sein, denselben durchzusetzen. Das CoalitionS-Ministerium hat in einem gewissen Freudentaumel eine Verheißung gemacht, ohne eine Ahnung zuhaben, ob eS diese Verheißung auch verwirklichen können wird. D'.eS war ein Zeichen von großer politischer Kurzsichtigkeit und die Folgen konnten nicht ausbleiben. DaS Mini-sterium, von allen Seiten gedrängt, hat nach einem halben Jahre einen Reform-Vorschlag gemacht, welcher von keiner Partei acceptiert wurde. Das Ministerium, statt für seinen Vorschlag, wenn « diesen aus Grund seiner Ueberzeugung gemacht hat. einzutreten, erklärte nun: Sehr verehrte Herrn Abgeordnete, sehr geehrter AuSschuss, mach' Du du Wahlrekorin, wir sind bereit, jede Reform, welche die Majorität findet, zu acceptteren. Damit hat es die Führung aus der Han? gegeben, sich als ein schwächliches M ni'tenu» gekennzeichnet und damit war auch fe.n Schicksal besiegelt. DaS Ministerium bat aber auch einem zweiten Grundprincipe feines Daseins nicht entsprochen; t» 1896 Hai erklärt, dass alle politischen Fragen zurück-gestellt werden müssen und dennoch hat das Mim-ßerium die Cillier Frage entstehen lassen. DaS Ministerium haue nicht die Fähigkeit die Bedeutung dieser Frage zu erfassen, insbesondere die deutschen Minister hatten nicht die Fähigkeit, die Tragweite zu erkennen, weil sie zu wenig nationales BewusSl-lein hatten, nicht ersassen konnten, welche politische Bedeutung in »ieser scheinbar kleinen Frage liege. Das Ministerium ist. wenn auch nicht an der Cillier Frage, so doch unter dem Zeichen dieser Frage gestorben. _ Besieht man sich die Thätigkeit dieses CoalitionS-Ministeriums weiter, so wird es unS leichter zu sagen, wo« es geleistet als was es nicht geleinet hat. Die Steuerreform sollie durchgeführt werden, sie ist an der Kraftlosigkeit deS CoalitionS-Miniite-riumS zu Grunde gegangen, welches ebenso wenig die Macht hatte, das Strafgesetz durch,»bringen; allerdings weinen wir nicht darüber, da doch diele« letztere Gesetz so bedeutende Mängel ausgewiesen hat, dass man es als Schande für die österreichische Gesetzgebung bezeichnen hätte müssen. DaS Ministerium hat weiters größere Eisenbahn-Verstaatlichungen in die Hand genommen, hat jedoch auch damit ein Fiasko erlebt. Verschiedene Gesetze zur Reform des Gewerbewesens wurden gemacht, für die Börfeusteuer sollten Verbesserungen geschasf-tt werden, welche schon »rüher erlösten waren. Wohin wir blicken, finden wir einen negativen Erfolg und wenn man sich das Positive ansieht, so findet man nur weniges, was dem Ministerium gut geschrieben werden könnte: eine schwächliche PresSgesetz-Nooelle, die wirklich so reaktionärer Natur war. dass sich im Ausschüsse nur ein Pole als Referent gefunden hat; die Valuta-Reform, welche vom früheren Ministerium in die Hand genommen war, ist um einen Schritt weiter gekommen; dieser Schritt bestand darin, dass die vielen Barren Goldes der Nationalbank überant-woriet worden sind uns diese dasür die Silber-gülden herausgenommen und dem Staate übergeben hat. Wir sind also deS Goldes loS geworden. Diese That nun hat auch bei den Freunden de» Herrn von Plener die Ueberzeugung verschafft, dass dieser ebenso wenig Politiker als Finanzman» ist, so dass in den letzten Monaten vor dem Zusammen-bruche die Meinung von der Unfähigkeit deS KabinetS eine allgemein verbreitete gewesen ist. DieseS Ministerium hat endlich noch etwas vollbracht und dieS ist daS slovenische Gym-a a s i u m in Cilli. Die genaue Erörterung der Geschichte dieses Gymnasiums, deS zweiten Theiles dieser Geschichte, an der Hand der Thatsachen, behalte ich mir vor, schriftlich niederzulegen, damit auch dieser Theil verewigt werde, denn eS ist doch eine nicht unbe-deutende Episode in der österreichischen Geschichte. An Cilli oder doch unter dem Zeichen von Cilli ist das CoalitionS-Ministerium gestorben, da eS die Bedeutung und die Tragweite dieser Frage nicht erkannt und nicht darnach gehandelt hat. Wird jetzt einer der gewesenen Coalitions-Minister gefragt, wer die Schuld an der Cillier Frage trage, so hört man die Antwort: Plener und Wurmbrand, hauptsächlich aber Plener sei daran schuld, dass Cilli entstanden ist. denn wenn dieser befragt, die Bedeutung der Frage gewürdigt und gesagt hätte, welche Tragweite Cilli gewinnen müsse, so hätte man Cilli nicht in's Leben gerufen. Tie Schuld trifft jedoch Herrn von Plener nicht allein, sondern mit ihm auch seine Partei, der man diesen Vorwurf nicht ersparen kann; Herr von Plener kannte seine Leute, wusste, dass dieselben ebenso denken wie er. und dass die Vereinigte Linke, wenn er das Schlagwort ausgebe, dass es sich nur um eine Bagatelle handle, diesem Schlagworte nachgehen werde. So war es auch, und erst unter dem Drucke der Wählerschaft hat sich die Vereinigte Linke aufgerafft, um scheinbar einmüthig einzutreten für das Deutschthum in Cilli, einzutreten gegen die Slavisierung. Wenn die Vereinigte Linke gleich ansang« mit dieser Ent-schiedenheit ausgetreten wäre, dann wäre in Cilli das Gymnasium nie zu Stande gekommen: schließlich als sie ernste Miene machte und ihren Austritt aus der Coalition in Aussicht stellte, so glaubte ihr Niemand mehr. Es ist ihr gleich ergangen wie in der Fabel vom Wolfe und dem Kinde, das man immer mit dem Wolse schreckte, der niemals ge-kommen ist, so dass da« Kind, als der Wols wirklich kam, keinen Glauben schenkte und vom Wolfe gefreffen wurde. Es ist ein kennzeichnendes Moment für die Haltung der Linken, dass im Oktober v. I. bei „Nentsche Wach " der ersten Sitzung derselben einstimmig gegen das Gymnasium in Cilli, gegen die bezügliche Post im Budget gestimmt, in derselben Sitzung aber auch einstimmig beschlossen wurde, jenem Minister, welcher die Post unterfertigt hat, — das war Herr von Plener — daS volle Berirauen zu votieren. Wäre die Bereinigte Linke in den ersten Monaten nach der Gründung der Coalition, wo man besorgte, dass ein ChaoS entstehen müsse, wenn die Coalition in Trümmer gienge, mit einem entschiedenen ..Nein" aufgetreten, fo hätte sie Cillt retten können; später war eS eben zu spät, da wusste man waS nachkommen werd«. Trotz allede« aber wäre Cilli noch zu retten gewesen, wenn nicht unter den schwarzen Vertretern aus Tirol, aus den Alpenländern ein Morsey, ein Dipaul', ein Kaltenegger unter dem Titel ter Ge-rechtigkeit schmählichen Verraih an der deutschen Sache geübt hätte, wenn diese Jschariote nicht gewesen wären, welche den SlaviSmus gefördert haben. Von solchen Erscheinungen wenden wir uns mit Verachtung ab. bessern werden wir sie nicht und ich meine, dass es sogar eine Schande wäre, wenn wir darnach geizen wollten, dass diese Ge-sellschaft sich uns anschließen soll. Das Gymnasium in Cilli ist leider eine voll-zogene Thaisache. Ich muss bekennen, dass ich mich von einer Mitschuld daran, dass das Ver-hängnis diesen Gang genommen hat nicht voll-kommen frei fühle; ich gestehe, dass dies die schwierigste Frage war. welche in meiner lang-jährigen Lausbahn an mich herangetreten ist; ich gestehe, dass ich vor einem Dilemma gestanden bin. denn ich fühlte die Kraft nicht in mir, die Frage in eine Bahn zu lenken, welche für Cilli zuni Vortheile ausgeschlagen hätte. Dagegen musste ich mir wieder sagen, dass e$ mir als Verrath ausgelegt werte und werden müsse, wenn ich heute das Mandat niederlege und die Cillier vor die Frage stelle, wem sie die Kraft zugestehen sollen, die Frage in die richtige Bahnen zu lenken; finden sie keinen solchen, dann werden sie mir nicht mit Unreckt nachsagen, dass ich Cilli in der wichtigsten Frage im Stiche gelassen habe, llm diesen Vorwurs hintanzuhalten, habe ich den Entfchluss gefasst zu thun, was in meinen Kräften stand. Ich habe meiner Ansicht nach, mit meinen mir zu Gebote stehenden Kräften gearbeitet, Sie können meine Kraft verurtheilrn. aber nicht meinen guten Willen, der war vorhanden. Wir haben eine schmerzliche Niederlage erlitten, eine bittere Erfahrung gemachi, aber wir werden den Muth nicht sinken lassen, wir werden unS bi« zum letzten Athemzuge verteidigen und wenn unS eine Position genommen sein sollte, so werden wir trachten eine andere wieder zu gewinnen, wir werben aber niemals den Eindruck hervorbringen, dass wir irgend welchen Verlockungen zugänglich sind. Danim dürfen wir nicht verzagen, darum müiien wtr aus schwerer Zett neue Kraft schöpfen, unseren Vorsätzen getreu umso unerschrockener für die heilige Sache, daS Deutschtum, eintreten und allen Anfechtungen mit Mut und Entschiedenheit entgegentreten. ES soll diese bitterste Stunde, welche Cilli am 20. Jul^ 1895 erlitten hat, zur Warnung dienen denjenigen, die in Cilli eine neue Frage aufwerfen wollen und auch denjenigen, die Schuld tragen daran, dass es so gekommen ist. Wenden wir uns nun von der Vergangenheit der Gegenwan und auch etwas der Zukunft zu. Das schwächliche Coalitionsministerium ist entschlummert und nach einem kurzen Uebergange ist das Ministerium Badeni ausgetreten. Ich wurde nach Entwicklung des Programme«, von einigen fortschrittlich gesinnten wilden Deutschen beauftragt unsere gemeinsame Stellung zu kennzeichnen. Die von mir entworfene Erklärung fand die Zustimmung Sämmtlicher und heute schon kann ich mit einer gewissen Befriedigung daraus hinweifen, dafs ich sofort mit der größten Vorsicht diesem Ministerium entgegengetreten bin. Man hat dem Grasen Badeni eine große politische Gewandtheit und eiserne Hand nachgesagt. Diese Entschiedenheit vermisste ich von Ansang an. ich mochte aber auch seinen Erklärungen keinen rechten Glauben schenken. Zwar wollte ich es festnageln, dass die Stellung der Deutschen, gegründet auf alte Cultur-arbeiten und Geschichte, vom Ministerium gebührend anerkannt wurde, ich fügte aber sofort bei, das« wir Deutsche es als unsere Pflicht betrachten werden, das Ministerium zu controlieren, ob es daran festhalten werde. Ich hatte Anlass, daraus hinzuweisen, dass von einem Schutze des kleineren und mittleren Gewerbes, der Arbeit nicht die Rede war; das mag vielleicht ein Versehen gewesen sein, 3 doch werden wir ja bald sehen, ob eS thatsächlich nur ein Versehen war. ob er Geietzeiuwüne zum Schutze des Gewerbes vorlegen wird. Bisher scheint mir. dass dieses Ministerium eigentlich nur eine wirtschaftliche Aufgabe als die seinige betrachte und dass eS den Schutz der Land» wirtschaft, aber nicht deS kleinen. sondern in einem viel größeren Maßstabe des großen Land-wirteS erwirken wolle. Ich kann da einige Mittheilungen aus dem SteuerauSschusse machen, welchem ich angehöre und in welchem in den letzten Wochen sehr eifrig über daS Gesetz zur Bestimmung der neuen Grund-steuer-Hauptsumme und die Regulierung deS Katasters verhandelt wurde. Nach dem Gesetze des Jahres l880 wurde diese Summe und zwar aus die Dauer von >5 Jahre» mit 37'/, Millionen festgesetzt; nach dieser Zeit hat eine Revision statt-zufinden. Nun verlangen jbie Galizianer, das« der Grundsatz ausgesprochen werte, dass, wenn durch die Revision auch einzelne Länder erleichtert werden und daher eine geringere Steuer zu zahlen haben, der Ausfall nicht auf jene Länder überwälz! werden dark, welche bisher zu wenig gezahlt haben. Aber nicht genug an dem. da beginnt eine förmliche Licitation, von der man den Eindruck hat, dass sie auf die neue Wahl infceniert wird; die Galizianer verlangen einen Nachlass von 2'/, Millionen, die Deutschnationalen 7'/, Millionen, die Jungtschechen 12'/, Millionen; wie der Au«-fall gedeckt werden soll, sragt man nicht. Unser jetziger Finanzminister hat neue Steuern entwickelt, welche hauptsächlich den kleinen Mann treffen sollen; e« ist ganz richtig, dass der Landwirth entlastet werden soll, doch verlangt man auch, das« der kleine GewerbSmann entlastet wird, und auch der Beamte verlangt eine Erhöhung seiner Bezüge, eine bessere Versorgung der Witwen und Waisen. Da wird es wohl auch seine Schwierigkeiten habe», das richtige Maß zu finden, insbesondere, wenn es mit der Steuerreform nicht vorwärts geht, die ins Stocken gekommen ist und bezüglich welcher e« zweiselhaft ist, ob sie in dieser Session durckgesührt wird; es ist dieS ein Zeichen, in welcher Richtung dieses Cabinet Zugeständnisse machen müssen wird, denn wenn die Polen solche Verlangen stellen, so wird das Ministerium dieselben ersüllen müffen, wagt eS doch kein Pole etwas zu vertreten, was sein Minister nicht genehmigt hat. DaS Ministerium hat wohl eine That hinter sich, welche nicht die Ueberzeugung verlchasst, dass die eiserne Hand eine glückliche Hand sei; man mag sich der Wiener Frage entgegenstellen wie man will, gut, glücklich, geschickt manöveriert hat daS Mini-sterium nicht. Wir lesen weiter«, das« die sogenannten Be-sprechungen zwischen den Jungtschechen und dem Ministerium einen positiven Inhalt haben. Tie Jungtschechen fordern nicht blos die Entfernung deS Statthalters Grafen Thun; sie haben mit dem Grafen Badeni Vereinbarungen getroffen, welche von größerer Tragweite sind. Sie haben verein-bart, wie es heißt, dass den Deutschen in Böhmen einige Stellen im LandesauSschusse zugesichert werde« sollen, wogegen den Tschechen da« Zugeständ-nis gemacht wird, dass die tschechische Sprache bei Gericht und anderen Behörden innere Amtssprache werden soll. Das ist ein Schritt, dessen Tragweite man gar nicht ermessen kann, der jedoch ein t-e» deutender Schritt zur Slavisierung Oesterreichs ist. Die Tschechen träumen, das« Oesterreich ein-mal ein slavisches Reich wird und daS Ziel der Polen ist darauf gerichtet, diesen Zustand herbeizu-führen. Sie arbeiten ganz offen daran, dass in Wien die tschechische Sprache eine gleichberechtigte Sprache wird, das« Wien nicht mehr als eine deutsche Stadt, sondern als eine tschechisch-deutsche Stadt erklärt werde. Sie arbeiten mit allen mög« lichen Mitteln darauf bin. WaS hat, meine Herren, bisher noch immer den deutschen Charakter Oesterreichs aufrecht er-halte» außer der deutschen Armeesprache? Nur die innere deutsche Amtssprache, nur die Verpflichtung, dass jeder Beamte der deutschen Sprache mächtig sein muss. Was ist nun die Folge, wenn den Tschechen ihr Verlangen bewilligt wird? Dann werden die Slovenen, welche ihren Stammes-brüdern im Norden Alles nachthun und von diesen mit Blanketten für ihre Forderungen versehen wer-den, das gleiche Verlangen stellen. Ein wie lächer-licheS Verlungen dieses ist, weift niemand besser zu beurtheilen, al« wir; allein, darauf kommt es ja gar nicht an. denn wenn sie sehen, welch lächer-liche Verlangen ihnen erfüllt werden, so wäre es lächerlich, wenn sie solche Verlangen nicht stellen würden. 4 Zwar hat die Regierung den Grundsatz auf-peftellt, dasS keine Concession blos zur Provocation Anderer gewährt werden dürfe, doch hat sie schon vorsichtSweise erklärt, dass keine Concession zu qe-währen ist. welche bloS zur Provocation Anderer dient und schließlich urtheilt ja doch darüber, ob eine Conccfuon eine Provokation beinhaltet oder blos Provocation ist, nur die Regierung, so dass der ausgesprochene Grundsatz zwar ein »ehr schöner, ist, aber infolge der Dehnbarkeit desselben sür unS keinen Vortheil bietet. Ich möchte nur noch zwei Punkte besprechen, und dies ist die Wahlreform und der ungarische Ausgleich. Was die Wahlrc'orm anlangt, so wird sür uns eine Wahlreform nicht acceptabel sein, sobald sie deutschen Besitz im Unterlanoe tangiert. Cs ist schön und gut, wenn man das allgemeine Wahl-recht proclamiert. allein-die menschlichen Existenzen können doch nicht den allein Ansschlag gebenden Grund sür eine neue Wahlresorm qeb^n, sür welche wohl noch andere Momente sprechen. Wir sind noch nicht in einem socialistischen Staate, sondern in einem Staate, welcher Besitz und Eigenthum anerkennt nnd schützt und sich dasür auch bezahlen läsSt, ein solcher Steuerträger und ein Mann, welcher eine bedeutende Intelligenz besitzt, der im öffentlichen Leben nutzbar und seinem Vaier-lande zum Ruhme gearbeiiet Hai, soll mehr Rechte haben als ein Vauernknecht, der vielleicht nur feiner Militärpflicht Genüge geleistet hat. Im Nnterlnnde repräsentiert das Deutichthum den größeren Besitz und die größere Jrnelligenz und diese beiden verdienen in der Wahlreform ene »nisprechende Berücksichtigung. Ebenso lurz will ich mich auch über den un-garischen Ausgleich fassen. Es wurde in dieser Richtung eine Theorie aufgestellt, welcher ich nicht beipflichten kann. Dr. Lueger und seine Genossen haben sich zur Auflade gemacht, das Mißverhältnis, welches bei Veriheilung der Lasten zwischen Oesterreich und Ungarn besteht, abzustellen, eine Aufgabe, die eigenl-lich jeder österreichische Abgeordnete als seine Aus-gäbe empfinden soll. Ich erinnere mich an einen Ausdruck des Grafen Andrassy, welcher nach den Zielen seiner Politik befrao», erwiderte, dass die Wohlfahrt und Größe des österreichischen StaaieS die Ziele feiner Politik seien, waS ebenso felbstver-ständlich ist, wie der Umstand, dass jeder öfter-reichische Abgeordnete im wirthschaftlichen Ausgleiche mit Ungarn einzig und allein die Vertretung der Interessen der östmeichischen ReichShälfle als seine Ausgabe zu betrachten hat, und es wäre geradezu als ein Verrath hinzustellen, wenn er sich von einem anderen Gesichtspunkte leiten lassen würde. Dagegen wurde nun vom Berichterstatter, dessen Namen ich nicht zu nennen brauche, der Grundsatz ausgesprochen, dass nur eine Regierung, welche eine starke Majorität hinter sich hat, aegen-über der ungarischen Regierung einen Erfolg erzielen wird. Dieser Satz ist unbedingt falsch, denn daS Ministerium wird gegenüber Ungarn nur dann eine kräftige Stellung nehmen iönuen, wenn es sagen kann, für diese Concessionen finden wir keine Majorität. Wir müssen mit aller Entschiedenheit erklären, dass wir gegen ein Ministerium, welches beim wirthschaftlichen Ausgleiche mit Ungarn keine bedeu-tenden Vonheile erzielt, in eine entschiedene Oppo-sition treten werden, da nur durch Entschiedenheit von den Ungarn etwas zu erzielen ist. Leider bin ich nicht in der Lage, sagen zu können, da>s ich diesem Ministerium keine entschie-dene Opposition machen werde, denn die Anzeichen, welche bisher sichtbar geworden sind, habe» ineine Stellung geklärt, und ich bin mir bereits vollkom-men bewusst, dass ich dem Ministerium Badeni entschiedene Opposition machen muss, zumal es sich zeigt, dass dieses Ministerium eigentlich nur mit polnischer Gewandtheit dasselbe durchsühren will, waS seinerzeit T äffe mit robustem Humor durch-geführt hat. Die Deutschen werden also so lange mit Katzen-pfoten behandelt werden, bis daS Ministerium das erreicht haben wird, waS es will, um dann die-selben vollständig sollen lassen zu können. Eo lange die Post Cilli im Budget erscheint, so lange erschei-nen wir provociert, so lange nicht im Ausschüsse der Antrag auf Ablehnung der Post gestellt wird, so lange steht hinter der Post die Regierung, so lange haben die Teutschen des Unierland.S nichts zu erwarten und haben in Opposition zu ver-bleiben. Ich erkläre somit, dass ich dem Ministerium ..Deutsche Zvamt" Badeni zwar die allerfreundschastlichste aber ent-schiedenste Opposition bieten werde. Der Obm mn des deutschen Vereines beantragt sohin mit Rücksicht aus die Ausführungen deS Herrn Abgeordneten nachstehende Resolution: „Die heuiige Wählerversammlung spricht ihrem Abgeordneten den D^nk iür sein mannhaftes Auftreten »i der Cillier Frage aus, deionl gleich-zeitig, dass die Vereinigte Linke in derselbe» Frage eine derartige Haltung eingenommen hat, dass die Wählerschaft von Cilli auf eine Mitwirkung mit dieser Partei iür immer verzichte«. Endlich erklärt sich die Mi!>lerve:sammlnng damit einverstanden, dass der Herr Abgeordnete dem Ministerium Badeni zur Wchrunq unserer nationalen und wirthschaft-licht» Interessen enischiedene Opposition bieie." Herr Dr. Arthur K a u t s ch i t s ch schließt sich der Resoltttion an und findet, dass der Herr Abgeordnete seine Stellungnahme in der Cillier Frane unterschätzt, da er in opferwilliger Weife für Cilli ei»gelrelen ist; der Ausgang dieier Frage sei nicht von einer einzelnen Persönlichkeit ab-hängig gewesen, sondern hänge mit allgemeinen Elemente» in er Politik zusammen; mau dürfe sich l>icht vorstellen, dass man nur die Slovene» vo> sich habe, das Geheimnis des Erfolges dieser liege vielmehr im Zusammenhange mit dem Pan-slaoisinus; dri»»och wäre eS möglich gewesen, den Ausganvorzubeugen, wenn die Vereinigte Linke in chlrakiervoller Weise sür Cilli eingetreten wäre und zwar insbesondere bei der dritten Lesung deS Budgets. DaS Verhalten dieser Partei sei em schmähliches gewesen und desshalb haben wir von dieser Paitei überhaupt nichts mehr zu erwarten. Hinsichtlich der Zukunft fei eS nolwendig. die gesunden Grund-iätze des deutschnatianalen Programmes zu ver-wirtlichen, nicht in dem Sinne, dass wir Trennendes hervorheben, sondern in, Sinne ver Bildung des deutschnationaleii Bewusstseins im Bürgerthu!»e; wichtig sei eS auch von, nationalen Standpunkte die kleinen Gewerbetreibenden zu schützen, denn au« diesen würden deutsche Bürger und wenn dieser Nachwuchs ausbliebe, so müsste das deutsche Bürgerthum überhaupt aussterben. Mit Rücksicht darauf empfehle er die Annahme der Resolution. Die beantragte Resolution wurde sohin ein-stimmig angenommen und hierauf die Versammlung geschlossen. Steiermärkischer Landtag. (Ente Sitzung am SS December tSS5.) Nach Celebrieeung eines feierlichen Pontisical-amteS in der Hof- un > Domkirche, welchem der Herr Statthalter Marquis Bacquehem mit den Räthen der Staithalterei, der Landeshauptmann Graf Aiteuis mit dem Landesausschusse und mehreren LandtagS-abgeordneien anwohnten, versammelte» sich diese in der Landstube. Aufgelegt sind: D-r Bericht des steiermärki-scheu Landes-AusschusseS über den allgemeinen fteiermärkischen Schullehrer-PensionSsonds, über die Verwaltung der steier^lärkischen LandessondS vom Jahre 1894; der Voranschlag der fteiermärkischen LandeSfondS pro 189(5 sammt Be?eckungSanträgen; der Bericht deS LandeS-AuSschusses über seine Thätigkeit seit 1895, über das Ansuchen der OnS-gemeinde Oberwölz um Bewilligung einer 63pro-ceniigen Gemeinde-Umlage in der Or'.sgemeinde Oberwölz und einer weiteren 52procentigen Gemeinde-Umlage für d«e Catastralqemeinde Stadt Overwölz pro 1896, über die Uebernahme der vom Obstbau-vereine für Miitelsteiermark in Graz gegründeten pomologischen Versuchs- und Sa i en-Controlstation in den Landtsbetried; Bericht deS LandeS^Ausschusses mit dem Antrage aus provisorische weilere Ein-Hebung der sür das Jahr 1895 beschlossen und bewilligt geweieuen LandeS-Umlagen-Zuschläge und -Auflagen im ersten Halbjahre 1896; Bericht be-treffend den Verkauf eineS Grundstreifens von der Realität der Landes-HufbeschlagS-Lehr- und Thier-Heilanstalt an die Siadtgemeinde Graz zu Straßen-zwecken: Bericht des Landes-Ausschusses mit abermaliger Vorlage eines Gesetzentwurfes betreffend die Hebung der Rindoiehzucht; betreffend die Bewilligung einer JahreS-Subvention an den Bezirk St. Gallen zur Erhaltung der sogenannten St. Gallener Straße sür die Dauer von fünf Jahren; Bericht betreffend die Einreihung eines Theiles der im Bezirke Oberwölz gelegenen, vom Straßenzuge Bahnhos Scheifling—Murau—LandeSgrenze in Niederm«?!,^ abzweigenden, nach Oberwölz. St. Peter am Kammersberge, zur Murauer Bezirksftraße führenden BezirtSstraße zweiter Classe in die Kate- 1896 gorie der Bezirksstraße erster Classe, dann betref-send die Bewilligung zur EinHebung einer Maut-gedür sür die Stadt.,emeinde Rann an der über den sogeuannten Save-Mittelarm führenden Brücke aus die Dauer von süns Jahren; betreffend die Einreihung eines Theiles der von Sebersdors über Ebersdorf, Kaindort, Dimersdorf nach Pöllau und bis zur Birkfelder Bezirksgrcnze beim Gfchnd füh-renden Bezirksstraße zweiier Classe in die Kategorie der Bezirksstraßen erster Classe; Bericht betreffend die Gewährung einer LandeS-Suboention im Maximalbetragt von 5400 Gulden an die Stadtgemeinve Rann für die Struga-Regulierung; Bericht über die Gründung eines „Landes-Perbandes kür Wohlthätigkeit in St.iermark'; über da« Ansuchen der Orisgemeinve Lassing im Gerichtsbezirke Rotten-mann um Bewilligung einer Gemeinde-Umlage von 100 Procent sür 1896; Bericht über die Er'än-zungswahlen mehrerer Abgeordneten deS steter-märkischen Landtages; Gesetzentwurf für die Rege-lung des Jagdwesens in Sieiermark. Der Herr LaiideShauptmaun eröffnet die Sitzung, begrüß» den neueniannle» Hern» Statthalter Mar-guis von Bacquehem und gedachte Sr. Excellenz, des früheren Herrn Statthalters Freiherrn von Kübeck. weist sohin aus mehrere wichtig« Vorlagen, insbesonderS dcS Armenwesens und J^dwesens hin und erklärt endlich mii Bedauern, Lass die Plätze im Hause welche sonst die Abgeordnete» der untersteirischen Landgemeinden innehalten, leer se;en. „Ich bin mir dessen vollbewusst, dass die Motive, die für den Austritt der slovenischen Abgeordneten angeführt wurden, aus einer irrigen Auffassung aegen die Stellung der Majorität im Hause beruhen." Redner gedenkt sohin in schmerzersüllten Worten des die Allerhöchste kaiserliche Fainilie betroffenen Todes der durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Al-brecht und Ladislans (die Abgeordneten erheben sich von ihren Sitzen). Redner schließt mit den Worten: .Gort segne. Gott schütze. Gott erhalte Se. Majestät den Kaiser Franz Josef I. Er lebe doch!" Dreifaches begeistertes Hoch. Sohin begrüßt Se. Excellenz der Herr Siatt-Halter den Landtag und versiecher», dass die Re-gierung die Arbeiten desselben nach Kräften zu fördern bestrebt sein wird. Se. Excellenz betont, dass er g>, wohnt fei. sich in jedem Amie die gewissenhafteste Eriüllung seiner Aufgabe zur Pflicht zu machen, und dass eS sein erstes Bestreben sein werde, das Wohl deS Landes zu fördern (Beifall), eines Landes, welches durch seine culturelle Höhe, durch Reichthum der Natur, aber inSbesonders durch sein dynastisches Empfinden und dem Brerersinn seiner Bevölkerung hervorragt, er bitte schließlich, ihm dieselbe vertrauensvolle Unterstützung an^edeihen zu lassen, deren sich sein Vorgänger im Amie in besonderem Grade zu er-freuen hatte. Der .Herr Landeshauptmann widmet den, dem Landtage durch den Tod entrissenen Mitglie-dern, Herrn Regele und Dr. Fürst, ehrendeNachrufe. Zu Schriftführern wurden gewählt die Herren Proboscht und Freiberger. zu Verificatoren die Herren Hackelberg, Jermann, Kurz und MoScon. Landes-HusschusS Dr. Wannisch beantragt, den Bericht des LandeS-AuSschusseS mit dem Antrage auf provisorische weitere EinHebung der für daS Jahr 1895 bewilligten, zweiten Landes-Umlagen-Zuschlägen und -Auflagen sogleich in Berathung zu nehmen. Ohne Debatte wird sodann beschlossen: Zur Bedeckung des voraussichtlichen Abganges im LandeshauShalte werden vorläufig dieselben Um» lagen, Zuschläge und Auflagen, wie sie im Jahre 1895 einciehoben wurden, auch im ersten Halb-jähre 1896 fort einzuheben sein, und zwar wird bewilligt. I. Eine 35procentigc Umlage auf die gesamm-te» landesfürstlichen directen steuern sammt Zu-schlagen. II. Auf dem flachen Land«: a) «ine selbständige Auflage von I fl. von jed^m Hektoliter Bieres (bezw. 1 kr. von jedem Liter); d) eine selbständige Auflage von 6 kr. von jedem Hekiolitergrade (der 100theilis,en Alkoholometer-Skalo) verbrauchter, gebrann-ter geistiger Flüssigkeit und von 3 fl. von jedem Hektoliter verbrauchter, versüßter geistiger Getränke in beiden Fällen nach Wahl deS Verschleißers entweder bei der Einbringung in die Gewerbe- oder Auf-bewahrungsräume oder erst beim Anzapfen zum Zwecke des KteinoerschleißeS. 1896 H-«tsche Macht c) eine lOproceutige Umlage aus die gesammte BerzehrungSsieuer von Wein, Fleisch, Wein-und Obslmost. Daraus Schlu's der Eitznng. tZiveite Sitzung am 30. December). Vorsitiender Landeshauptmann Graf Attems. Am Regierungsnsche Stattkalter Marquis Bacquehem. Es erfoloi vie Wahl der Ausschüsse; in den PetitionsauS?chufs wurde auch unser Landtagsab-geordneter Dr. Wokaun gewählt. Es folgen sohin erste Lesungen. Der Voranschlag des Landes-fondS und der Rechnungsabschluss wird dem Finanzausschüsse zugewiesen. Der TbäiigSkeitsbe-richt des Landesausschusses wird mi: den einzelnen Theilen den betreffenden Ausschüssen, im allge-meinen aber dem Finanzausschüsse zugewiesen. Der Bericht des LandesausschusseS über das Ansuchen der Gemeinde Oberwölz um Bewilligung einer über die 63proccn»ige, für das Jahr 1696 in der Orts-gemeinde Oberwölz zur Eingebung gelangende Ge-ineind-umlage hinausgehenden weiteren 52 procen-tigen Gemeindeumlage sür die Eatastralgemeinde Stadt Oberwölz für das Jahr 1896, wird dem Ausschüsse sür Gemeindeangelegenbeiien zugewiesen. Der Bericht des Landesausschusses mit einem An-trage aus Uebernahme der vom Odstduuvereine sür Minelsieiermark in Graz gegründeten pomologischen Versuchs- und Samenconno station in L»n:esde-trieb, cer Bericht deS ^.andesausichusses, betreffeiiv den Ankam der dem Herrn Albcrt Kurz gehörigen Villa in Ro^itsch-Sauerbrun» und der Bericht des LaudeSausschusseS, betreffend den Bert ms eines Grundstreiseiis von der Landeshufdeschlag-Lehr- und Thierheilanstalt an die Stadt-Gemeinde Graz zu Siraßenzwrcken werden dem FinanzanSsch» . Peter am KommerSberg. zur Murauer BezirkSgrenze füh-renden Bezirksstraße II. Classe in die Kategorie der Bezirksstraßen l. Classe wird dem Landcsculiur-ausfchusse, der Bericht deS LandeSausschusseS, be-treffend die Bewilligung einer Mauthgebühr für die Stadtgemeinde Rann an der über den sogenannten Save-Miltelarm führenden Brücke auf die Dauer von sünf Jahren und der Bericht des LandeSaus-fchufses, betreffend die Einreihung eines Theiles der von Sebersdors über EberSdorf, Kaindorf. Dieners-dors und Pöllau und bis zur Bezirksfelder Bezirks-grenze beim Gfchaid führenden BezirkSstraße zweiter Classe in die Kaiegorie der Bezirksstraßm erster Classe, wird dem LandeScultnrausfchusse znacwiesen. der Bericht des Landesaus>chusses, betreffend die Gewährung einer Landessubvention im Maximal-betrage von 5460 Gulden an die Stadtgemeinde Rann für die Siruga-Regulierung, dem Landes-culiurauSschusse. DaS Gesuch der Gemeinde Lassing wegen Umlageerhöhung geht an den Ausschuss sür Gemein?eangelegenh>ilen. der Entwurf des Armen-geseyes an den Ausschuss für Gemeindeangelegen-heilen, der Entwurf eines neuen Jagdgesetzes an den LandesculiurauSfchuss. Nach Constiluiernng der einzelnen Ausschüsse erfolgt Schluss der Sitzung. — Nächste Sitzung. Mittwoch, den 8. Januar. Aus Stadt und ^Land. Vermählung. Am 8. Januar. 3 Uhr nachmittags, findet in der Kirche zur heil. Maria in Pleirowiifch die Trauung der Frau Marie C ö l e st i n , Haus- und Realitätenbesitzerin in Cilli und St. Paul mit Herrn Anion W e s i a k, Buch-Halter, statt. Verlobung. Der beim k. k. Revierberg-amie in Cilli zugetheilte k. k. bergbehördliche As-junci Herr Josef Friedrich Salomon hat sich am Weihnachtsabende mil der jüngsten Tochter des Herrn Joses Weiß Oberlehrers an der Mädchen« Volksschule in Cilli, Fräulein Ella Weiß, verlobt. LandtagSubgeordneler Dr. Friedricd Fürst 7. Der Landtagsabgeordneie Dr. Friedrich Fürst, Berg-, Hüttenwerks- und Gutsbesitzer in Tbörl. ist nach kurzem schweren Leiden im 47. Lebensjahre gestorben. Schon während der letzten, in voriger Woche abgehalten.» Sitzung des Landes-ausschuffeS ist eine Drahtnachricht aus Taörl eingelangt, welche meldete, dass Dr. Friedlich Fürst an TyphuS schwer erkrankt und sein Zustand bereits hoffnungslos sei. Dr. Friedrich Fürst betheiligte sich seit -iner Reibe von I ihren an dem öffentlichen Leben und mit ihm fällt eine mächtige Stütze !>er liberalen Partei im Oberlande. Dr. Fürst war durch viele Jahre Obmann des OrtSschulraiheS von Aflenz, Mitglied deS CuratoriumS der Berg-und Hüttenschule in Leo den. Mitglied der Handels-und Gewerbekammer ron Leoben. wurde von dieser im Jahr, 1892 in den Landtag gewählt, in welchem er bis in die letzte Zeit dem Unterrichts« >ni»schusse angerörte. Am 23 April v. I. wurde Dr. Fürst als Mitglie des LandeS-Eisenbahnrathes delegiert. Für daS Zustandekommen der Landes-Eisenbahn Kapfenberg-Seebach-Au ha» Dr. Fürst in hervorragender Weife gewirkt. Als liebenswürdiger M-nsch im ganzen Oberlande bekannt, wusste er auch mil feinen politische» Gegnern stecS gut aus-zukommen, und die letzteren baden >S ihm perfön-lich auch nichl übel genommen, dais er seinerzeit in Confcquenz seiner Paneirichtung sich sür die Wahl LorberS eingefetzt hat. Die Nachricht von dem unerwartet früh eingetretenen Tode Dr. Fürst'S wird demnach nicht nur bei feinen ungemein zahl-reichen Freunden im Lande, sondern auch bei seinen politischen Gegnern, die ihn persönlich 'chätzten und achteten, mit aufrichtigem Bedauern ausgenommen werden. Evangelische Gemeinde Cilli. Sonn-tag. ten 5. Jänner findet um lt) Uhr vormittag in der hiesigen evangelischen Kirche Gottes» d i e n st statt. EoncurSauoscbreibnng. Für daS Gebiet der politischen Bezirke Cilli und Rann, ferne? sür das Gebiet der politischen Bezirke Marburg. Rad-kerSburg und Windifchgraz, gelangt je eine Stelle eines technischen Leiters der :<>«blausbekämpsungS-arbeiten nnd der ärarischen Redenanlagen mit dem Amtssitze in Cilli, beziehungsweise in Marburg, gegen Dienstvertrag zur Besetzung. Südmark Sonntag, den 5. Jänner l. I. abends V Uhr findet in Wöllan im Hotel „Rat* die GründungSversammlung der Süvmark-Orts-gruppe Schönstein-Wöllan statt. Gesinnungsgenossen sind herzlich willkommen. Cafinovrrcin Cilli Am 27. December fand im kleinen Casinosaale die diesjährige Haupt-Versammlung statt, welche schwach besucht war. Der Obmann Dr. S ch u r b i erstattete den Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, gab dem Bedauern AuSdr.ick, dass die Bürgerschaft Cilli'S dem Casino gegenüber sich ablehnend verhalle und dankte dem Ofsiciercorps und den Beamten, welche doch dem Casino treubleiben und es ermöglichen, dass die financielle Lage keine schlechte fei. Hierauf erstattete der Cassier den Cassaberichi, aus dem zu entnehmen ist, dass der Verein mit einem Cassastande von 162 fl. in das neue Vereinsjahr tritt. In die Vereinsleitung wurden die Herren Stig er G , Dr.Aug. Sch u r bi, Oberl.Laessig, Frz. Kri ck, Dr. Kowatfchitfch, Nowak Frz. wieder- und die Herren Dr. B r a c i c und T e p p e i Carl, neugcwählt. Nachdem der Vorsitzende die Mitglieder ermcht haue, für den Syloesterabend in ihren Kreisen zu recht zahlreichem Besuche aus-zumuntern, da für die Tombola ganz besondere Auslagen gemacht wurden, fand die Licitation der politischen Zeitschriften statt. Bei der am Sonntag, den 29. December abgehaltenen constituierenden Versammlung wurden die VereinsUüungSstelle» in folgender Weife vergebe»: Herr Tr. Aug. S ch u r b i, O?ma»n; Herr Gust. Suger, Obmannstellver-treter; Herr Dr. Bracic, Vergnügungsleiter; Herr I. Nowak. Cassier; Herr Frz Krick, Archivar:Herren Oberlieut. Laeffig, C.Teppei, Tr. I. Kowatschitfch: Ausschüsse. — Das Programm für die Saison 1896 wurde in folgen-der Weise festgestellt: 1Ä. Jänner Kränzchen; 29. Jänner Familienabend; 18. Februar Kränzchen; 29. Februar Familienabend; ll. März Familienabend; 29. März Familienabend. Für die Fa-milienaöende sind Theatervorstellungen und Musik-produciionen in Aussicht genommen. Der Cillier Turnverein hält Samstag, den 4. Januar 1896, abends 8 Udr in der Gast-wirtschast «Zur goldenen Krone" seine ordentliche Jahreshauptversammlung mit folgender TageSord-nung ad: 1. RechenschastSbericht des T:rnrathes. 2. Prüfung der Rechnungen. 3. Festsetzung der Vereinsbeiträge. 4. Neuwahl des TurnratheS. 5. Wahl der Abgeordneten zum diesjährigen Gau- tage. 6. AllMige Anträge. Hieran schließt sich eine Turner-Versammlung n.it folgender Tagesordnung : l. Berichte des Kneipwartes und des Nneipfäckelwartes. 2. Prüfung der Kneipfäckel-rechnung. 3. Neuwahl d?S Kneipausschusses. 4. Wahl des Fahnenjunkers und des HornwaneS. 5. Allsällige Anträge. Im Falle der Beschluss-unfädigkeil findel am gleichen Tag« und Orte eine zwei:e Haup'veriammlung um 8'/z Uhr Üatt, woran sich obige Turnerversammlung s1ili?vi. Der Turnrath stellt an die P. T. Mitglieder die höfliche Bitte, rechtzeitig zu erscheinen, damit jene Turn-vereinSmitglieder, welche auch der freiwilligen Feuerwehr angehöre», nach Erledigung der TogeS« ordnung noch Gelegenheit haben, der Weihn rchtS-feier des Vereines beiwohnen zu können. Mnfikvcrein in Cilli. Am 30. December v. I. xm 9 Uhr Abends fand im Gartensalon d s Gasthofes „zum goldenen Löwen" die ordern-li> e Hauptversammlung des hiesige» MusikoereineS statt. Nach ausführlicher Berichterstattung über die Thätigkeit des Vereines im vergangenen Jahre durch den Vorstand Herrn Dr. D u ch a t s ch und den Cafüer Herrn Nowak wurde zur Neuwahl der Vereinsleitung geschritten. ES wurden sämt» liche Herren, welche im vergangenen Jahre der Vereinsleitung angehörten, wieder in dieselbe ge-wählt. AlS Ersatzmänner wurden die Herren Dr. Slepischnegg, Kotzian und Pacchiaffo in die Leitung des Vereines gewählt. Vor und nach der Hauptve fammlung conccrtierte die Capelle deS Vereines. Ein ausführlicher Bericht iolg». Ein slovenisckes Mitglied der Be-zirksvertr.tu.ig Cilli Als in Grobelno die Haltestelle errichtet werden sollte, schloss Matthias Jtaudiö von Grobelno mit den über 7V Jahre alien, lesei'.s- und schreibenSnnknndigen Grund-besiyern Josef und Maria Persche vo» ebendon einen Kausverrrag, wornach er von denselben mehrere in der Nähe der Haltestelle befindliche, mit .breg* bezeichnete Parzellen um 559 fl. kaufte. Ati$ einem Irrthume wurde jeöoch in die Vertragsurkunde äilo. 7. Juli 1891 auch als Kaufobject ein Acker „Andrejova njiva1 ausgenommen, auf Grund welcher Urkunde dem Matthias scauöiö nicht nur die gründ« bücherliche Umschreibung hinsichtlich der Parzelle „brey", sondern auch hinsichtlich der „Andrrpva njiva' bewilligt wurde. Während er aus dem ,-irex' Gebäude aufführte, ließ er die Eheleuie Persche bis zu ihrem Tode im Besitze der Genüsse der ,.VmIrejora ojiv»'. Erst nachdem Josef Persche am 27. Marz 1893 und Maria Persche am 25. Mai 1894 gestorben waren, überreichte er gegen deren Nachfolger im Besitze des genannten Grundstücke?, die Eheleuie Stesan und Anionia Mesiöek am 10. August 1894 beim k. k. Bezirksgerichte St. Marein die Klage aus Anerkennung feines „Eigenthums-rechtes" (!) auf die, die .Anilrejovs njiva' bildende Ackerparzelle Nr. 510 Cat.-G^meinde Grobelno. offenbar darauf bauend, dass den Geklagten, we.che erst im Jahre 1894 nach Grobelno getonimen waren und daher über den fraglichen Kaufvertrag nicht genau unterrichtet sein konnten, der sie treffende Beweis, es sei die genannte Parzelle irrtdümlich in der Urkunde als Kausobjekt bezeichnet, nicht gelingen könne. Im Prozesse selbst stützte er sich sactisch aus den unrichtigen Wortlaut der Urkunde, sowie darauf, daß er aus der in Rede stehenden Parzelle umschrieben sei und daß er bereits drei Jahre als Eigenthümer im Grundbuche erscheine, daher schon im Wege der Tadularersitzung daS Eigen-tdum erworben habe. Letztere Prozejsbehauptung des Matthias Kau>U6 zeugt neuerlich, wie berechnend Kauöiö vorging, du er eden dadurch, dai» er incht sofort nach dem Tode der Eheleuie Persche klagbar auftrat, sondern so lange zuwartete, bis die drei Jahre zur Tadularersitzung verflossen waren, den Geklagten den weiteren Beweis aufbürdete, daß er sich im guten Glauben befinde, es fei ihm auch die „Arnlrejova njiva4 verlauft worden. Allein Matthias Kauöic wurde bitter getäuscht, denn oen Geklagten gelang nicht >>ur der Beweis, daß die Parzelle Nr. 510 von den Eheleuten Persche dem Kläger nie verkaust wurde, und daß dieselbe nur irrthüm'.lch in die Urkunde ausgenommen wurde, sondern es stellte sich auch heraus, dass Kauöiö selbst zu einigen Personen gesagt hat, dass diese Parzelle nur lrrthüm'ich in der Urkunde fei. dass er sie jedoch von der Anlonia Mesi erst die zahlreich Erschienenen und dankte sodann allen Wohlthätern und Gönnern sür die Herstellung deS herrlichen Christbaumes und für die nützlichen Gaben, er ermahMe die Schulkinder ihren Wohlthätern durch fleißigen Schulbesuch, sitt-sames Benagen in und außer der Schule und durch Fleiß sich stet« dankbar zu erweisen. Nach Absingung „Die heilige Nachl" wurden von sämmt» lichen Schülern Gedichie und Denksprüche vorge-tragen. Aus Verlangen mußte das Lied „Die heilige Nacht" nochmals von den Schülern vorge-tragen werden, es wurde das Kaiserlied und „Abend-grüß" gesungen, worauf die Kinder mit Backwerk, Schuhen, Kleidungsstücken, Büchern. Gebetbüchern u. f. w. beschenkt wurden. Nachdem die Kinder entlassen waren, sprach der Obmann Herr Eduard Mulley feinen herzlichen Dank allen Jenen aus. welche zum Gelingen der schönen Feier beigetragen haben. Es sei auch hiermit allen Spendern, der Bewohnerschaft von Weitenstein, in erster Linie den Damen, dem hiesigen Spar- und VorfchufS-vereine, dem steienn. Lehrerbunde. dem deutschen Schriftsteller P r ö l l, dem SanitätSrathe Dr. Josef H o i f l, Reichsrathsabgeordneten Dr. Richard F o r e g g e r, dem Vereine Südmark der innigste Dank ausgesprochen. Aus Tüchern wird geschrieben: Aufge-fundene Leiche. Am 15. v. M>. II Uhr vor-mittags, fand der Besitzer Franz Rebou bei seinem Weingartenkeller in Savodna, Gemeinde Tüchern, eine männliche Leiche, in welcher von mehreren herbeigckommenen Personen später der Bildhauergehilfe N. Peöi aus Cilli erkannt worden ist. Die über die Todesursache de« Genannten gepflogenen Erhebungen ergaben, dafs am 13. v. MtS., abends, eine betrunkene männliche Person aus der Tücherer Gemeindestraße gehend gesehen wor-den war. Dieselbe schlug die Richtung gegen den er-wähntei» Keller ein, dürste sich dort niedergelegt haben und infolge deS einaetretenen starken Schnee- «Deutsche wacht" fallcS krfrdren seilt. Die bereit« gerichtlicherfeits anaivrdnete Obduction der Leiche wird in dieser Richiung Gewissheit verschaffen. Wahlsieg der Deutschen in Ober-Radkersburg. Aus Radkersburg schreibt uian uns: Schon seit geraumer Zeit war man auf den Ausgang der Gemeindeausschusswahl dcr Gemeinde Ober-Radkersburg umsomedr gespannt, als die slovenischc Partei alles ausgeboten hatte, um ihr Ziel zu erreichen. Zum größten Erstaunen jedoch siel die Wahl vollständig zu Gui'sten der Deutschen aus, weil beinahe alle in Ober-Radkersburg Besitz habende» Bürger der Stadt Radkersburg an der Wahl theilnahmen; sie sino auch dem Principe nach aus dem Grunde erschienen, um einerseiis eine für die Stadt Radkersburg gefahrdrohende Stellung zu wahren, sowie auch deshalb, um nicht von einer allsälligen slovenischen Gemeindevertretung unterjocht zu werden; in der Thal bot das Bild der zur heuligen Wahl Erschienenen eine bedeutende Ueberraschung: Mann an M^nn, beseelt von dem Bewusstsein, für eine gute, die deuifche Sache einzustehen, fühlte» sich die Radkersburger Wähler berufen, deut chen Sinn in der ohnedies durch viele Jahrzehnte von den Slovenen unter-jochten Gemeinde Ober-RadkerSdurg zur Geltung zu bringen; sie fühlten sich ferner berufen, die Bevölkerung darüber aufzuklären, welche bedeutende Vortheile ihr durch den Anschluss an das deutsche Volk und die Erlernung der deutschen Sprache erwachsen. Es wurden sämmtliche deutschen Candidaten gewählt. Straßenbau Suljbach Loqarthal Im vorigen Jahre wurde bekannilich infolge Landtags-beschlusseS die Straße Leutsch-Sulzbach gebaut, um die herrlichen Partien der Sannthaler Alpen dem touristischen Verkehre näher zu bringen. Das Straßencomits der „Section Zannthal deS slovenischen AlpenvereineS'' hat nun eine Eingabe an den Landtag gerichtet, in welcher dasselbe die Bitte stell», als Fortsetzung dieser Straße auch die Strecke Sulzbacb-Logarthal auszubauen. Das Comit6 begründet sein Ansuchen folgender-maßen: Das Gebiet der Sannthaler Alpen gehörl zu den großartigsten nicht nur der Steiermark. sondern auch der gefammten Alvenwelt, es besitzt Stellen, welche mit den herrlichsten alpinen Schau-stücken welleifern können. So hatte seinerzeil der berühmie Pyrenäen Forscher sich vergebens bemüht, in der Schweiz ein Pendant zum Thalschluffe von Gavarnie zu finden. Der große Geologe Ami Bou6. der fast ganz Europa systenmäßig durch-forschte, kounle in dem Thalschluffe der Sann im Logarthale dieses vielgesuchte Gegenstück aufstellen. Ami Bou6 führt ausführlich die Thatsachen an. welche diese beiden Thalschlüsse indentificieren. Durch den Bau der Straße Leutsch-Sulzbach hat sich im Jahre 1895 der Fremdenbesuch schon wesentlich gehoben. Aber zur weiteren Hebung ist der Ausbau der vorerwähnten Strecke nothwendig. Denn nur dadurch würde es den reichen, aber bequemen Reisenden möglich, mittelst Wagen an den großartigsten Theil dieses GebirgsstockeS zu kommen. Dadurch n.ürde nicht nur der Verkehr der Cilli-Wöllaner Bahn bedeutend gehoben, sondern selbst daS dem größeren Reisezuge excentrisch liegende Graz würde an dieser Verkehrshebung theilnehmen. So, wie jetzt die Verhältnisse sind, ist ein Besuch des Logarthales sür bequeme Reisende kaum möglich; im Falle der Erkrankung eineS Reisenden ist es äußerst schwierig, demselben ärztliche Hilfe zu bringen oder ihn aus dem Logarchale herauszu-schaffen. Auch die jetzigen, kaum den bescheidensten Anforderungen genügenden Unterkunfts- und Ver-pflegungSverhältnisse werden sich vor der Erbauung dieser Straße nicht bessern; erst wenn diese Arbeit vollendet ist, wird ein größerer, den gegenwärtigm Anforderungen entsprechender Gasthof ermöglicht. Das Comite beziffert die Kosten dieses Baue« aus 5630 fl. und schließt seine Eingabe mit den Worten : „Nach Ausführung dieser Straße ist das schöne Logarthal aus eine weitere Strecke von anderthalb Stunden bereit« fahrbar; diese Strecke erfordert nur unbedeutende Arbeiten, die bestimmt von den Einheimischen ausgeführt würden. Dann könnte man bis auf eine Entfernung von 20 Minuten vor den Rinkafall bequem mit dem Wagen kommen. Die noch übrige kurze Strecke bis zum Rinkafall, die überdies durch einen prächtigen parkigen Wald führt, kann der schwächste Besucher leicht zurück-legen." Sckneepegelstation Bad ReuhauS, 28. December. Am Samstag, den 21. December betrug die Schneehöhe: Bad Neuhaus bei Cilli 2 Centimeter; Weitenstein 9 Ctm.; Leutfchdorf 25 Ctm.; Oberbura 15 Ctm.: SnUbuch 24 Ctm. 1896 An unsere Leser! Mit heutigem Tage geht die »Deutsche Wachs in das Eigenthum der Vereins-Buchdruckerei „Celeja" über. Die Ovserivilligkeit einiger Parteigenossen ermöglich»? die Gründung dieses Vereines, als dessen Hauptausgabe die Herausgabe eines polnischen Blattes und die Besserung unserer Presse gedacht wurde. Dcr Verein wird kein Opfer scheue.«, um der übernommenen Aufgabe in jeder Richtung gerecht zu werden, er erwariel aber auch, dasS alle Parteigenossen daS Unternehmen auf das Kräftigste unterstützen; dann wird die nun vom Vereine herausgegebene „Deutsche Wacht" auch in der Lage sein, unsere volklichen und wirls Gastlichen Interessen aus das Nachdrücklichste zu vertreten. Die Bezugsgebühren der „Deutschen Wacht" betragen; Für Cilli: vierteljährig.....fl. 1 50 halbjährig......„ 3 — ganzjährig......„ 6 — Mit Postversendung: vierteljährig.....fl. I 60 halbjährig....... 3'20 ganzjährig.......6 40 Für die auswärtigen Leser der „Deutschen Wacht" liegen der heutigen Nummer Erlagscheine des k. k. Postsparkaffen - Amtes (Check-Conto Nr. 836.900) bei, mittelst welcher die Einzahlung der Bezugsgebühren portofrei bei jedem k. k. Post-amte erfolgen kann. Diejenigen Leser der „Deulschen Wacht", welche die Bezugsgebühren für das beginnende Jahr bereits eingesendet haben, bitten wir, die Erlagscheine bei einer späteren Zahlung zu benutzen oder in ihrem Bekaiinlenknise zwecks Gewinnung neuer Abnehmer zu verwenden. AM" Ankündigungen sür die »Deutsche Wacht" nimml die Verwaltung der ,Deutschen Wacht", Cilli, Rathhausgaffe 5 (Hummer'sches Haus) entgegen. Ankündigungen nach billigst gestelltem Tarife berechnet. Bei Wiederholungen entsprechender Preis-nachlass. Die „Deutsche Wachl" ist das bekannt erfolg-reichste Ankündigungsorgan für die südliche Umer-steiermark. Mit unserem Glückwunsche zur Jahreswende verbinden wir nochmals die Bitte, unserem Blatte die kräftigste Unterstützung zu Theil werden zu lassen. Aic Verwaltung der „Deutschen Wacht". Mnser Stadttveater. Sonntag wurde in unserem Stadttheater wieder einmal das gute, alte romantische Volksschauspiel „Preciosa" von Wolf mit der Musik von Carl Maria von Weber gegeben. DaS Stück ist zu bekannt, als dass e« nöthig wäre, daS-selbe näher zu besprechen. Die Aufführung mit im Ganzen eine recht gute zu nennen. Fräulein König alS Preciosa sprach mit warmem Gefühl, wenn auch ihr Organ, besonders im Melodram, nicht ganz ausreichte, waS durch die etwas zu laute Begleitung noch fühlbarer wurde. Die Herren B ö h m (Don Alonzo), Rainer (Don Fernando) und Arthur (Don Francisco) waren brav, wie immer, Herr T h a l m a n n stattete die in seinen Händen befindliche dankbare Rolle des Pedro mit der ihm eigenen derben Komik aus und erntete da-für Beifall. Ebenso gefiel Frau Saldern als Zigeunermutter. Auch alle anderen kleinen Rollen waren in guten Händen. Die Musik war, wie ge-wohnt, gut, die Chöre ließen besonders bei den Einsätzen einiges zu wünschen übrig. Die Regie sei gebeten, die Zwischenactspausen nicht so entsetz-lich lange auszudehnen. Bezüglich der nächsten Vorstellungen wäre zu bemerken, dass am Neujahrstage die tolle Posse: Hab'n S' kan Türk'n g'seg'n" und Donnerstag Sudermann's Schauspiel »Glück im Winkel", das soeben seinen Rundgang über die deutschen Bühnen macht, zur Aufführung gelangen. — Freiiag, den 6. Jänner bat der verdienstvolle Schauspieler und Regisseur Adolf Arthur seine Benkfice-Vorstellung. Er wählte für diesen Abend Anzengruber'S „Psarrer von Kirchseld", und möchten wir dem Künstler wünschen, mit einem vollen Hause überrascht zu werden. 1896 „Deutsche Wacht" Vermischtes. Muckerisches aus Tirol. Dr. Lalhrein, der «irrische zweite Vicepräsident deS Abqkordneten-Hauses, hat als Bürgermeister d? Stadt Hall ist Tirol, was er nebenher ist, eiie verdrießliche Zurechtweisung erfahren. Er hatte ,ur sogenannten 8$rc Gottes das Tanzen in Hall (außer drei- bis viermal im Fasching) fürsganze Jahr einstellen wollen, aber die statthallerei cas-fierte seine muckerischen Verordnuigen alS unge-schliche Ueberschreitung seiner Bksugnisfe. — Der alte Say: „Kalhrein, sperrt die Geigen ein" hat jid) also als trügerisch erwiesen. Koschat Lieder in Amerika. Der Tondichter Koschat hat von einem Chormeister in Chicago ein sehr herzliches Schreiben erhalten, dem folgende gewiss weitere Kreise interessierende Stelle entnommen sei: „Seit mchr als 25 Jahren pflege ich in hiesigen Gesangvereinen mit Vorliebe das Volkslied, ganz besonders aber sind mir die treuherzigen Kärniner-lieber an'S Herz gewachsen und da ist eS vor Allem wieder unser Koschat, dem ich so viele frohe Stunden verdanke; sei eS nun, dass ich beim Durchsehe« neuer Tonwerke aus Koschat'sche Com-Position-n stoße oder 'in Proben und Concerten Ihre Tondichtungen dirigiere. Auch unsere Sänger singen stets mit Begeisterung Ihre Kompositionen, troydem die Mitglieder unserer hiesigen Gesang- vereine aus allen möglichen deutschn? Gauen stammen und der Dialect daher oft Schwierigkeilen bereitet. Ja, ich weiß, dass wir uns oft genug in dieser Beziehung an Ihnen versündigen, und ich möchte nicht, dass Sie einmal hören könnten, wie bei uns Kärntner Texte ausgesprochen werden; doch versuchen wir wenigstens unser Bestes, im Uebrigen muss man eben denken: „Jma lei lassen!~ — O, dieser „nmüathliche G'manwirih", daS .I liab die föst!" d>'r „Gailthaler Jägermarich". „Ein Sonntaa auf der Alm", „Verlassen" und viele andere, wie lieb sind mir diese Sachen geworden! Welch! köstlicher Humor, welche herzinnige Melodie und welche tiefinnerliche musikalische Behandlung!" K. k. priv. mchselseitige Brandschaden-Bersichernngs-Anstalt in Graz. Nr. 22.799. Kundmachung. / Tie Direktion der k. k. priv. wechselseitigen Brandschaden-Verstcherungs-Anstalt in Graz beehrt sich den P. T. Vereinstheilnehmern derselben bekanntzugeben, dass die Einzahlung der Vereinsbeiträge pro 18l>0 mit 1* Jänner 189« beginnt und dieselbe jeoerzeit sowohl an der Directions-Cassa im eigenen Hause Nr. 18/20 Herrengasse in Graz, als cuch bei den kepi-ägentanien in Klagenfurt und Laibach, sowie bei den Distrikts-Commiffären geschehen kann. Hiezn wird bemerkt, dass alle jene P. T. Vereinstheilnehmer der Geliftiule-Ahllieüiiii^. welche in den ersten neun Monaten des Jahres 1894 bei der Anstalt schon versichert waren und auch noch im Jahre 1896 Vereinstheilnehmer der Anstalt bleiben werden, gemäß des Beschlusses t*r Vereins-Versammlnng vom 6. Mai 1895 aus dem im Jahre 1894 erzielten Gebaruugs-Ueberschusse der Gebäude-Abtheiluug eine Rückvergütung in der Höhe von 10 Procent des pro 1894 geleisteten Vereinsbeitrages erhalten, um welche die Beitrags-schuldigkeit pro 1896 vermindert wird. Graz, 20. December 1895. Direction der k. k. priv. wechselseitigen Brandschaden-Versicherungs-Anstalt in Graz. (Nachdruck wird nicht honoriert.) 2 Hcrbabny s aromatische GICHT-ESSENZ Seit Jahren bewahrte, schmerzstillend- Einreibung «bei alltn schmeizl.ast«n «nicht entzündliche» Zustände», wie sie infolge von Zugluft oder Erkältung in den Knochen, Gelenken und Muskeln frisch austreten oder bei Witterungswechsel und feuchtem Wetter periodisch wieder- £>;_»(hut?-1IanKt kehren. Wirkt auch belebend und ftärkeud aus die Muskulatur. Prrl*: 1 Fl .con 1 fl., |>er Tost für 1 — 3 Flacons 20 kr. wehr für Emballage. Nur echt mit neben-Schutzmarke. Cen'.r&lrcrsendDng« Depot: Wien, Apotbeke „zur Barmherzigkeit lll l KniMrr«trM*iH« iS und «S. Depot* bei den Herren Apothekern: Cilli: Carl (>rln, Raumhnrli's Erbrn, Apoth. Ucuiurh-l.uiiilHliprK: H. Müller, IVIdliurh : König, (•onobiiz : J. l*0Bjii8chU. (»rat: Anton NMwt-d. Iirlbnlt«: 0. Ea»sheiui. TIarhurjc: G. Baneiiluri, J. 41. Richter, W. Kr.nitf. nurrrk:K Reich». 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