MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES mi ■ililfllillwi MHWf %. «. Vmm, MfMH Ih. 1 -| 11 if m. WM, «-M. »-«. Ak ■ «Ir (MfUo' Mivr S«M4«g) lat 4to SckrtflWtaDf mm mwt rmmifri Mk. IM* iultlifcM. U*v«rlutgt« ZutchrlftM werte itcM {«ckfMM«. M aämOtt^ AafniflM lü 4m »iIwUbm. PoaUrk«:kk(»nt« Wlu ^«r. S4.fiQa. OMcMflMtoll*' M CUH, MniktpMi Nr. IX fMti* Nk. f, Ib NMm. OBferteffeeee Nr. 1. P«rmral Hr. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES WnitrtB» Berufepreie ?■>■■■ »akibait BofiStlirk tM 2,10 «mirkUcBIlrk IV.i If> ^ttztituBftgebflhri LlcfaniBg !■ SlrainMB4 taiOglick Portoi b«l Abnolen ia dn Grscbiftsttell* 2,— AlUalch d'jrch Post ■onatllrh RM 1,14 («teick' (t.f Rp< Poatceltungsgebfihrl und SO Rpf Zoatelt-f«b4U». SteMlBamMTi wcrdM aur VoulMiwidiBMi 4m VliiMlpTeiM* und der PortftauiUq«« rug««*nd*t. Nr. 107/108 - 83. Jahr^an? Marbnrg^'Draii, Samstag/Sonntag, 17./18. April 1943 Einzelpreis 13 ßpf Dentsche Front am Knbanbrfictenkopf unerschfittert Die Sow|etangt'iffe yergeblich fortgpsetzt — 60 Ferndflu^zen^e im Osten Temichtet — Weitere Erfoljfe zar See Pührerhauptquartler, 16. April Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; !■ Kuban-Brttckenkopf letztea dl« Sowjets auch geitern ihre Annlff« ▼»-gvbiich fort. Sie wurden im Zusammenwirken mit der Luftwaffe blutig abgewiesen oder im sofortigen Gegenangriff serschlagen. Der Feind hatte sehr schwere Verluste. An der übrigen Ostfront verlief der Tag ruhig. Die Luftwaffe vernichtete gestern bei nur zwei eigenen Verlusten sechzig Sowjetflugzeuge. Vor der Kaukasus-Küste versenkten leichte deutsche Seestreitkräfte ein sowjetisches Küstenschiff. Von der tunesischen Front wird lebhafte örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Feindliche Angriffe gegen einige Höhenstellungen wurden zurückgeschlagcn und dabei zahlreiche Gefangene eingebracht. Ein eigener Gegenangriff erreichte das gesteckte Ziel. Deutsche Kampfflugzeuge griffen In 4«r vergangenen Nacht den Hafen von Bone tm, b«schldigtea feindllcli« Kriegsschiff und einen Prachter und erzielten Volltreffer in Kaianlagen und Lagerhluiern. Deutsche Schnellboote stielten ta der Nacht zum 15. April erneut gegen die britische Küste vor und versenkten in einem Gefecht mit überlegenen feindlichen Küstensicherungs-Streitkräften einen stark bewaffneten großen Bewacher. Unsere Boote kehrten ohne Beschädigungen in ihren Stützpunkt zurück. Drei neue Eichenlaabtr&ger Berlin, 16. April Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Eichenlaub 7um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Hans Ulrich Rudel, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader, als 229, Soldaten der deut-irhen Wehrmacht) Oberstleutnant Paul-Werner Hozzel, Kommodore eines Sturz-knmpfgesrhwaders, als 230. Soldaten der deutschen Wehrmachti Hauptmann Georg Dörflei, Oreppeakommeadew einem Schldchtgescüwader, als 231. Soldaten der deutschen W^macht. Unablässiger Kleinkrieg tot Englands Küste Deutsche Schnellbcvte Immer am Feind Berlin, 16. April Die in der Nacht vom 13. zum 14. April vor dem britischen Hafen Pal-mouth erfolgreich titig gewesenen deutschen Schnellboote sind, wie der Wehrmachtbericht vom 16. April meldete, in der darauffolgenden Nacht erneut gegen die feindlichen Geleitwege unter der britischen Küste vorgestoßen. Die Nacht verlief jedoch weniger erfolgreich für die deutschen Boote als die vorausgegangenen, da trotz stundenlangen Suchens kein Geleitiug festgestellt werden konnte. Im Augenblick, als unsere Boote Ihr Operationsgebiet verlassen wollten, tauchten aus einer dünnen Fröhnebel-schicht zahlenmäßig stark überlegene Jüdisch-bolschewistische Blutschuld Weitere Einzelheiten zum Massenmord von Katyn — Kein Land in der Welt tot diesen Grausamkeiten sicher — Zweckloses Lügengestammel aus London Smolenak, 16. April Der bekannte polnische Schriftsteller der Vorkriegszeit Emil Swülyski, der als Teilnehmer der ersten polnischen .Kommission die Massenhinrichtuniisstätte im Walde von Katyn mitbesichtii^t hat, berichtet: »Von Smolcnsk aus wurde die Fahrt nach dem Walde von Katyn an(!e-treten. In der Stadt Smolcnsk selbst herrschte völli|{e Ruhe. Uber Kahlschlage und Rodungen hinweg ging es einem breiten, leuchtendcn Satidsireifen entgegen, in dessen Mitte mehrere etwa zehn Meter tiefe Gruben ausgehoben worden waren. Diese Gruben aber bargen eine wirre, grauenhafte Masse, Verwesende Körper, Lumpen, Skeletteile, menschliche Schädel, dazwischen einzelne militärische AusröstungsifegenStände, unverkennbar polnischen Ursprungs — Überreste des von den Bolschewisten niedergemetzelten polnischen Offizierskorps Die in meiner Gegenwart vorgenommenen Sektionen und Identitätsforschungen enthüllten grausige Einzelheiten des Blutbades. Zusammenfassend sagte der polnische Schriftsteller zum Schluß: »tch war auf Schlimmes gefaßt, als ich die Fahrt antrat. Aber was ich dann wirklich sah. diese fürchterliche Anklage gegen den Bolschewismus übertrifft an Grausigkeit jede Vorstellung bei weitem.« Verlogene Entschuldigungen und dreiste Dementis Berlin, 16. April Vier Tage lang hat das Weltjudentum zu der furchtbaren Anklage des jüdisch-bolschewistischen Massenmordes im Blutwald von Katyn geschwiegen. Nachdem Hunderte von unbestechlichen Zeugen die Massengräber am Kosegory-Hügel kennenlernten, haben sich die Juden und ihre Handlanger in London und Moskau angesichts der empörten Wcltanklage gegen Judentum und Bolschewismus endlich doch entschließen müssen, die Verschwörung des Schweigens über den jü-disch-bolschewistischen Massenmord zu brechen. Zynisch und verlogen stammeln sie nunmehr verlogene Entschuldigimgen und dreiste Dementis in die Welt, obwohl es gegenüber dem erdrückenden Beweismaterial keine Vertuschung gibt. Das Reuter-Büro beschränkt sich in seinem »Dementi« auf die merkwürdige Formulierung, daß es sich bei den Nachrichten aus dem Blutwald von Katyn möglicherweise um eine deutsche »Propa-«^anda« handele. Das Büro muß aber in der gleichen Meldung zugeben, daß Mit- 0 WaKbild Am Massengrab von Katyn Ausländische Journalisten besirhtiqen im Roisoin deutscher Offiziere die frei-geletjleu Müsseugrdber des bestidlischen bolschewistischen Verbrechens glieder der sogenannten polnischen Emi-grantenregicrung in London erklärt haben, daß tatsächlich mehrere tausend polnische OHiziere, die 193eitet Daneben wurde der andere wichtige Zweck erreicht, den Feind zu angewöhnlich langen, seit- und kraftraubenden Nacb-schubtransportso so zwingen i denn die Salomon-Inseln, n denen die Florida-Inseln gehören, sind von San Francisco 5200 Seemealen (fast 10 000 Kllomerterj und von Nevryork, dem Hauptausfnfav-hafen des nordamerikanischen Industriegebietes 9500 Seemeilen (17 000 Kilometer) entfernt. Ein amerikanischer Angriff w4räe zunächst in der Hauptsache von Flugzeugen getragen werden. Aber diese allein vermögen, selb^ wenn iic die eine oder andere Ecke der japaoiecheB Front zum Abbröckeln brächten, nicht eine feste Besetzung wichtiger Stellim-gen durchzuführen, wenn sie nicht durch Kriegsschiffe and Landtruppen wter-stützt werden. Dieee müßten aber saf Transportschiffen herangeführt werden. So sind durch die Kriegskunst der Japaner sowohl See- wie Loftstreitkräfte der Nordamerikaner an den Schauplats in den australischen Gewässern in einem Umfang gebunden, der zu der ttrategi-sciien Bedeutung der einzelnen Angriffsziele in keinem Verhältnis steht. Australien selbst kann in den daraus sich ergebenden Beanspruchungen gerade bezüglich der Flugzeuge wenig Erleichterung bringen I denn seine KriegstiKhwtrte kann noch nicht Motoren von grofte Leistung baueni auch fehlen LeAchtm^ talle für den Leitwerkbau. Daraus entspringen die in letztet Zeit besonders laut gewordenen Sorgen der Australier. Die angese#jene englische Wochenzeritimg »Sunday Timee« brachte Anfang April eine Meldung aus Sydney, die voller Unmut von dem ia Casablanca von Briten und Nordameri-kanem gefaßten Entschluß sprach, ihre Kräfte auf deon europäischen Kriegsschauplatz zu5geEchossen. Die Angriffsabsichten der Sowjets waren von deutschen Aufklärungsstaffeln rechtzeitig erkannt worden, sodaß im Augenblick des Beginns der feindlichen Angriffe mehrere hundert Kampfund Sturzkampfflugzeuge zur Unterstützung der Erdtruppen starten konnten. Ununterbrochen rollte Angriff auf Angriff gegen die Panzerkolonnen und Geschützstellungen des Feindes. Schwere Kampf- und Zerstörerstnffeln bombardierten gleichzeitig im Tiefflug die vorgehenden sowjetischen Regimenter und rissen mit einem wahren Hagel von Bomben große Lücken in ihre Bereitstellungen. Während sich Sturzkampfflugzeuge auf feuernde Flakbatterien stürzten, bekämpften Ja 88 und He-lll-Verbände stark belegte Ortschaften, wichtige Nachschubstraßen sowie Treibstoff- und Munitionslager der Sowjets mit großer Wirkung. Zahlreiche Jagdgeschwader sicherten den Luftraum über den Kampfgebieten gegen feindliche Jagd- und Tieffliegerangriffe, wobei es zu erbittertem Luftgefechten kam. Ohne eigene Verluste schössen unsere Jäger, von slowakischen und kroatischen Jagdfliegern unterstützt, 58 Sowjetflugzeuge ab. An dem massierten Einsatz unserer Kampfund Sturzkampfflieget sowie an der verbissenen Abwehr unserer Grenadiere und ihrer rumänischen Verbündeten scheiterten damit auch am Donnerstag alle noch to rücksichtslos und unter schwersten Blutopfem* durchgeführten Versuche der Sowjets, die deutsche Front am Kubanbrückenkopf zu erschüttern. DI« deatsche Luftwaffe !■ Tmieslei •rfolgrelch Ib der Morgendämmerung des 15. April griffen schnelle deutsche Kampfflugzeuge en der mitteltunesischen Front Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen des Feindes an und fügten ihnen mit Bomben vnd Bordwaffen empfindliche Verluste tu. Während des ganzen Tages setzten dl« deutschen Flieger diese Angriffe mit Erfolg fort. In der Nacht zum 10. April waren Verladeeinrichtungen und Schiffe im Hafen von Bone das Ziel schwerer deutscher Kampfflugzeuge. Nach Zerstörungen, die zahlreiche Bom-benvolltreffer auf den Kaianlagen, insbesondere auf der Nordmole und im Sfldteil des Hafens hervorriefen, wurden ein Zerstörer und ein Handelsschiff mittlerer Größe schwer beschädigt ProHt durch »Todesstrafe« Lissabon, 16. April Das neue Steuerjahr, das etatsmäßig mit dem 1. 5. begonnen hat, sieht in Kanada S,5 Milliarden Dollar Staatsausgaben vor, von denen bestenfalls 2,5 Milliar-len Dollar durch Steuern aufgebracht werden können, während der Rest auf »chuldkonto gebracht werden muß, Ob-lleicl) die Steuern die Kriegsausgaben des Landes nicht zur Hälfte decken, stellen sie doch die größte Belastung las Volkes in der ganzen bisherigen lesrhichte Kanadas dar. Sie beträgt lach einer Berechnung der bekannten, n Toronto erscheinenden Zeitschrift Star Weeclyt da^ Sechsfache des Steueraufkommens, Die Verbrauchssteuern ■nH Rfi Millionen auf 418 Millio- nen Dollar heraufgeschnellt, und die tikdutsüi«. uein, die bei Beginn des Krieges 125 Millionen Dollar betrugen, sollen jetzt trotz der rücksichtslosen Beschränkung von Kaufmöglichkelter 225 Millionen Dollar aufbringen. Während im Jahre 1939 das kanadische Volk nur 46 Millionen private Einkommensteuern zahlte wird es für das beginnende Jahr nicht weniger als 930 MilKonen Dollar bereitstellen müssen Die Einkommensteuern der Korpora-Monen und Gewerkschaften sind von ^5 Millionen Dollar auf das Zehnfache, nämlich auf SvSO Millionen Dollar, ge--itlegen. Die kanadische Regierung führte sogar eine sogenannte Todesstrafe ein, durch die von den Nachkommen VerstorbAier nach dem Haushaltsplan 18 Millionen Dollar aufgebracht werden sollen. Moskauer »Kirchenfreunde« Lissabon, 16. April Die bolschewistische Agitation in der USA hat eine »Glanzleistung« voll-tjracht. Um den Amerikanern einzureden, daß der Bolschewismus »kirchenfreundlich sei, vertreibt man gegenwärtig in Amerika ein In Sowjetrußland in englischer Sprache gedrucktes Buch »Die Wahrheit über die russische Kirche«. Dieses Traktat, das von der kanadischen Zeitschrift »The Standard« mit Begeisterung angepriesen, und des sen Verbieitung von der nordamerika nischen wie von der kanadischen Re gierung gefördert wird, enthält auf 457 Seiten, die ausgiebig mit Bildern rus lischer Kirchen und angel>llcher Popei im Ornat versehen sind, »Erklärungen von 50 sowjetischen »Priestern«, die da Loblied Stalins und des Bolschewismu: singen. Als Kronzeuge wird der »Me tropolit« von Moskau angeführt, ante« dessen Namen die Erklärung abgege ben wird, die Kirche sei in Sowjetruß land nie verfolgt worden und fühle siel im »Schutz« der Bolschewiken seh wohl. Die ganuffgasen der Boote chemische Verbindungen eingingen, duich die das Was-■er in weitem Umkreis des U-Bootes line gelbe Färbung annehmen werde. Da das Mittel auch bei tiefgetauchten 'J-Booten anzuwenden sei, setzte das \4arinedepartemenl ciroße Hoffnungen luf die Erfindung und Zumper ließ sich das Interesse mit entsprechenden finanziellen Unterstützungen bezahlen. Als das Marineministerium datin zu lern ersten praktischen Versuch über-(ing, stellte sich heraus, daß sich zwar lie Vermögensverhältnisse des Cheml-fers Zumper, nicht aber das Wasser in iem erhofften Sinne verändert hatten. In Italienischen Marinekreisen wird uf den Fall Zumper als Zeichen für die itatlosigkeit des USA-Maiineniinlsteri-ims gegenüber der U-Boot-Kriegfuhning verwiesen, In der als letzte Rettung ■merikanlsche Scharlatane bemüht wer-^en. Empfindlicher Schlag für die USA Der Hewaltlg. LiilW.g der bei Neu-Gulne. - EU IdndUch. Tran.portschiBe Terseokt Tokio, 16. April Der bereits gemeldete neue japanisch« Luftsieg bei Neu-Guinea stellt sich nach den jetzt in Tokio vorliegenden Nachrichten noch bedeutend umfassender dar. Am Freitagnachmittag gab das Kaiserlich-Japanische Hauptquartier dazu folgendes bekannt: Am Mittwoch, 14. April, griffen japanische Marineflugzeuge einen Geleitzug in der Nähe der Milne-Bucht am Ostzipfel von Neu-Guinea in Mas-senfomatlon an. Das Ziel einer weiteren japanischen Lufteinheit war gleichzeitig ein Flughafen in der Milne-Bucht. Durch diese Angriffe verlor der Feind im ganzen elf Transportschiffe. Vier davon sanken sofort, während die übrigen sieben zunächst schwer beschädigt wurden, ausbrannten und schließlich versanken. Außerdem wurden mehrere kleine Kriegsschiffe schwer beschädigt, 44 feindliche Flugzeuge abgeschossen, zehn Maschinen am Boden zerstört und schwere Schäden an militärischen Einrichtungen hervorgerufen. Die japanische Luftwaffe verlor fünf Maschinen. Wie zu dem erfolgreichen Angriff noch welter bekannt wird, rerloren die Amerikaner hierbei insgesamt rund Blum & Blufsteins gute Geschäfte Immer neue ffidische Rietens ZEITUNG w-- Samstag ^Sonntag, 17./18. ^April Nr. 107^108 * Seite 3 •vrtv,,. PK-Aii(nahme^ Krir|t«berich(er Dallin (Wb) Panzer »Tiger« — Schrecken unserer Gegner Panzer „Tiger" greift* an Die deutsche Waffentechnik schuf einen Kampfwagen, der den schwersten feindlichen Panzern überlegen ist Deutsche Schriftleiter hatten auf Einladung der Pressestelle der Reichsregierung und des Reichsministers für Be-waffniui/g und Munition, Speer, Gelegenheit, den neuen Panzer »Tiger« kennen-lulemen. Dieser deutsche Pan7eT, der modernste Kcimpfwagen der Welt, hat seine Fiontei probung und Kampfbewährung bereits erfolgreich auf den Kriegsschauplätzen des Ostens und Nordafrikas bestanden. Er hat im Einsatz gehalten, was er versprach, und seine Überlegenheit über die feindlichen Abwehrwaffen und selbst über die schwersten Panzer des Feinties einschließlich des viel-berüchtigten Sowjetpanzers »T 34« bewiesen. Eigene Frontschilderungen und Feindberichte vermelden wahre Wunderdinge von der ungeheuren Kampfstärke und der unwiderstehlichen Durch-bruchskraft des neuen Geräts der deutschen Panzerwaffe. Feindliche Geschosse, abgefeuert von nahestehenden Panzerabwehrkanonen oder Haubitzen, die bisher noch auf jedem Panzer ihre Wirkung hatten, prallten ab. Es wai, als ob ein Tier ein lästiges Insekt ab-•chOttelt. Der Eindruck, den die Schriftleiter Yon dieser neuen Spitzenleistung der deutschen Rüstungsindustrie bei dessen praktischer Vorführung erhielten, war überzeugend; er wurde noch mannigfach unterstrichen durch Erläuterungen kampferprobter Frontoffiziere der Panzerwaffe, unter denen sich mehrere Ritterkreuzträger befanden. Wie ein riesiges Ungeheuer, doch schnell und wendig, braust der schwere Koloß aus Stahl und Eisen, jeden Widerstand brechend, über das oft schwierige Übungsgelände. Spielend überwindet er mit knarrenden Ketten tiefe Schluchten, erklimmt er steile Hänge. In unwiderstehlichem Rammstoß nimmt er wie ein Kamplsliei seinen Geqncr, eine knorrige Eiche von fast meterstarkem Durchmesser, an, ein kurzes Knak-ken in den Wurzeln des Bdumriesen und der mächtige Stamm legt sich wie von Riesenhand zu Boden gedrückt auf die Seile. Wie Streichhölzer zerknicken zwanzig-, dreißigjährige Kiefern, als sich der »Tipgpr , eine breite Waldschneise hinter sich lassond, durch den dichtcn Baumbestand wälzt. In rücksichtslosem Angriff durchstößt ein Panzerkommandant mit seinem »Tiger« die Frotwand eine« zweistöckigen Hauses. Mit Donnerqetöse bahnt sich der Panzer'unbeirrt seinen Weg durch das niederbrechende Mauerwerk. Kalkstaub wirbelt auf. Der »Tiger« nimmt die Zwischenwände, drückt sie wie Pappe viuseinander. Dach und obere Stockwerke stürzen polternd zusammen. Der »Tiger« ist nicht mehr zu sehen, eine weiße Wolke hüllt alles ein. Und aus einem Gewirr von Steinen, Pfosten und Brettern schall sich der »Tiger« hervor, or knirscht über die zerbröckelnden Ziegel und kommt auf der anderen Seile des Hauses wieder heraus — weif überpudort, beladen mit Geröll und Dachsparren. Senkrecht ist er durch die vier massiven Mauern gestoßen, hat Dach und Mauerwerk auf sich stürzen lassen — es macht ihm nichts aus. Kein Hemmnis, kein Widerstand, die der urgewaltige Koloß nicht durch seine Kraft und Schwere zu überwinden vermöchte. Was vor seine malmenden Stahlkellen gerät, was sich ilun In den Weg stellt, wird niedergewalzt. Seine starke Panzerung macht ihn fast unverwundbar und 80 gut wie minensicher. Selbst schwere panzerbrechende Waffen lassen die Schweißungen seines Panzers nicht zerplatzen. Der geringe »tote Winkel« und seine Bauart machen Ihn auch aus der Nähe fast unangreifbar. Bestückt mit einer schwenkbaren großkalibrigen Kanon« (ein Modell, das bisher noch nicht auf Panzern montiert war) und Maschinengewehren, dazu Handfeuerwaffen und Handgranaten verfügt der »Ti ger« über eine ungeheure Feuerkraft Sedne Besatzung besteht au« besondery erprobten Panzermännem. Es Ist nicht zu viel gesagt, und dir Kampferfahrungen bestätigen es, daß r^er Panzer »Tiger« alle bisherigen Kampfwagen an Schnelligkeit und Wendigkeil, an Panzerung und Feuerkraft übertrifft. Sein großer Aktionsradius und seine hohe Geschwindigkeit, die einen guten Durchschnitt in der Stunde erreicht, die leichte Lenkbarkeit und die verbesserten Sichtverhältnisse erhöhen seinen Kampfwert bedeutend. Äußerlich aber ist der Panzer »"figer« trotz seines Gewichts von über .'>0 Tonnen und seiner 7weckhesfimmenden Bauart beinahe formschön zu nennen. So haben in steter Fortentwicklung deutsche Ingenieure und deutsche Arbeitskraft in Auswertung aller Kampferfahrungen unserer Panzermänner ' der kämpfenden Front eine Waffe geschenkt, die das Herz jedes Armeeführers begeistert "nd in die er mit Recht sein volles \ ertrnuen setzt. So erfüllt die ''chnffendp Heimat die Ihr vom Führer gestpllfe Aufgabe; Dem besten Soldaten die besten Waffen. Waffen im ersten Wellkrieg Wieviel Flurfzenge, U-Boote und Gcschütze konnte Deutschland damals erzeugen? Jeder von uns hat zu ßegmn dieses Krieges eine Vorstellung von der deutschen Wehrmacht und ihren Waffen gehabt, Aus Beschreibungen und öltent-lichen Vorführungen war unschwer zu erkennen, was für Kanonen, welche Flugzeugtypen, wieviel U-Boote wir h»»-iaßen Heute dagegen, im vierten Kriegs jähr erscheint uns die Rüstung des Jahres 1939, auf die wir so überaus stol/ waren, klein und unbedeutend qefjen-'iber dem gewaltigen Kricgsapparat, den Deutschland seither aufgebaut hat und den es in immer schnellerem MaRc zu ungeahnten Dimensionen anschwellen läßt. Der Nachtjäger Ist eine Erfindung dieses Krieges, die man an seinem Bfj-ginn überhaupt nicht kannte. Unsere U-Boote operieren in weltweiten Entfernungen von der Heimat und unternehmen hierbei Seereisen, die jfder militärische Sachverständige ebenfalls zu Beginn dieses Kriege« für unmöglich gehalten hätte. Unsere artilleristischen Waffen dröhnen nicht nur an Taus'^nc^en von Kilometern der Frontlinien, sondern auch in zahllosen Städten des Heimatkriegsgebietes. Die Zahl der Feuerschlünde, die sich gegen unsere Feinde jederzeit zu öffnen bereit sind, sind für Nichteingeweihte nicht einmal mehr zu schätzen. Der Minenkrieg hat einen solchen Umfang erreicht, daß man weite Strecken für lange Zeit praktisch unpassierbar zu machen in der Lage ist. Die deutsche Panzerw«ffe ist im Verlaufe dieses Krieges mehrfachen Wandlungen unterzogen worden, während man zu Reginn des Polenfeld/.uges nur verhält nismäßig selten Kanonenp'Tnrern hogog-nete, tragen unsere heutigen Panzer An griffs- und Abwehrwaffoti der verschiedenartigsten Kaliber iinrl halben sich teilweise zu wahren Stnhhmgeheiiern niis-gewarhsen. Fernkampfaesc^.üize he-schleßen Schiffsziele im Kanal oder militärische Anlagen auf der englischen Insel. Wenn man sich ejnmal überlegt, zu welchen Leistungen ein erheblich kleineres Deutschland, das zudrm noch von weiten Teilen Europas abgeschnitten war, sich während des ersten Weltkrieges aufschwang, dann vermittelt uns eine soUhe Betrachtung vielleicht eirjon Einblick in die geradezu ungeheuerliche Leistungsfähigkeit unseres jetzigen Großdeutschen Reiches. Bei der Mobilmachung im Jahre 1914 besaß das deutsche Heer 23Ü Fluif/cuge, die für Flüge in 800 Meter Höhe konstruiert waren. B??reils im Jahre ini.5 wurden insgesamt 4532 Flugzeuge gebaut und im Jahre 1917 bereits 19 746. Im dritten Jahr des ersten Weltkrieges war also unser kleines, eng eiugeschlos-^enes Deutschland • in der Lage, monatlich über 1500 Flugaeuge zu bauen. Zu ihnlichen überraschenden Zahlen kommt man bei der Betrachtung des U-Bootbaues in denselben Jahren. Ende Juli UM 4 gingen Ifl kriegsbereite U-Boote nach der Nordsee, Im März 1916 hatten wir bereits 68 Boote in der Front und 141 Boote unmittelbar vor der Fertigstellung. Das U-Bootamt hat seine Anstrengungen jedoch im Verlaufe des Krie^ies so weit gesteigert, daß vom November 1918 bis November 1010 der monatliche Zuwachs durchschnittlich etwa 27 Bootp betragen haben wüjde, wo'iinter si^h große und größte Boote befunden hätten. Damals also waren unsere Werfti^n in der Lage etwa an jedem Arbeit-^tag ein U-Boot der Kriegsmarine zur Verfügung 7.u stellen, Auf artilleristischem Gebiet brachte 1er erste Weltkrieg Neuerscheinungen '>hne Zahl und von der »Dicken Bertha über das »Paris-Gcschütz« bis zum Mi-nenworfer sind Geschütze und Munitior 'n ungeheuren Massen konstruiert und hergnstollt worden. Bei Krieri'^b^fiinn also 1914, verfügte das deutsche Heernu .iber 7U schwere und llü mitllere Mi iienwerfer, bei KriegssrhluÜ at^er lau' Lehrbuch für Minenwerfer« über 12()( schwere, 2400 mittlere, 12 400 leich t ind 700 Flügel-Minenwerfer, die m'-natlich rund 20 000 schwere, 120 00 nittlere. 1 500 000 leichte und 15 000 Flu lelminen verschossen. Noch instruktiver sind die Zahlen de leutsclien Geschüt/produjition, deret enorme Steigerungen, als ein Wunde der deutschen Technik bezeichnet wer den müssen. Bei Beginn des ersten Wel'-krierjes fertigten die staatlichen Werk >Mtten und die westdeutschen Geschüt 'ahriken monatlich 1.5 Feldgeschützf 1017 waren hierfür 500 Fabriken täU | von denen die größte Zahl wahrend df Krieges erst gebaut worden sind. Ver fertigt wurden 1917 2000 FeUlge5chntz< monatlich und vlOOO beschädigte Ge ifhü'ze wurden monatlich in Stand ge ■setzt. Selbst das kleine, rings von Fein len umgebene Deutschland war in der l äge, seine Kräfte zu verfielfachen. lUule ist das Grobdcutsrbe Reich ein I) si' h m'srhlub?>(*ner Block, dessen Kidfte von e.nei starken Zentralgewdlt [osieucrt und an'jefacht werden. Heute »U'ht d:<>sem GroUdrutschen Reich die v'itsclidft.iche K.ipii/itiit des gesamten iZuropas zur Veii.igung und in keiner itiuil Cirolidciilsi hlonds wird zurzeit et-tis andeies getan, als nur für den Krieg ((iibcilet Zudem h brn wir die Roh-liiirtjuidlen Hrr:nl,ieirhs, des Balkans Hfl \vnit(!r Teile der Sowjetunion zur . erfiVjung, Wir wissen nicht wieviel Flugzeuge, '\.iiif>nen. U-R.iote oder sonstiges Kriegs-(erät im .Au()enblirk laglich und stünd-ch gni.flut werdon. Wir sind aber der JI>t;!V('uguiig, d iß die deutschen Lei-siunqcn des ersten Weltkrieges um ein .'ielf.rh 'S übf'i troffen werden und daß ''i'tjlsrhlfUid in diesem Kriege seine Be-valliumg so vervollständigt hat, wie lies noch niem.ils in der Kriegsgeschichte überhaupt der ""tM qevnspn ist. Karl Sedlaftek Das Heldenlied von Narvik Der Sieg und Unterganji unserer Zerstörer — Ein Gedenkblatt für Kommodore Bonte fen von Narvik selbst, der schon am 10. April im Morgengrauen von mehreren englischen Kreuzern und Zerstörern unternommen wurde, konnte nicht verhindert weiden. Zwar wurden drei der An-gieifer versenkt und ein anderer schwer beschädigt, aber auch auf deutscher Seite fielen drei Zerstörer aus. Aus der Luft versuchtPTi die Briten mehiere Angriffe, d'e jedoch aiigewiesen wurden. Zwei Taqe lang richteten sich keine qröPeten Atignllo tiegen unseie Ver-biinde Inzwisi tieii konnten die Zerstörer im liiifen ül uijernehmon und einige kleinere Scheiden iiusbessern. Gleichzeitig aber zog der Feind schwerste Ver-slärkuntjen heran, mit denen er am 13. April einen Großangriff auf unsere Zerstörer unternahm. Zwei Schlachtschiffe, mehrere Flugzeugträger, Kreuzer und zahlreiche Zerstörer rannten gegen die deutschen Schiffe an, von denen nur noch sieben kampffähig waren. Bis zur letzten Granale kämpften sie den bus-sichtslofien Kampf gegen die Übermacht. Erst dann, als ihnen jede Verteidigungsmöglichkeil genommen war, zogen sie sich in das Innere der Fjords zurück, um an Mannschaften und Material für die Verteidigung Narviks zu retten, was noch zu retten war. Da das Nachdrängen der Briten nicht anders abgewehrt werden konnte, legte sich einer der Zerstörer guer in den engen Fjord und schützte so die Landung der übrigen Besatzungen. Dadurch gelang es dem Fe'nd nicht, auch nur einen unserer Zerstörer in die Hand zu bekommen. ^ Am 10. April war der Befehlshaber (Ter deutschen Zerstörergruppe, Kommodore Bonte, an der Spitze seiner Männer gefallen. Schon damals war keine Hoffnung mehr auf eine Ausfahrt aus dem Fjord. Dennoch hatte der Kommodore bis zum letzten Atemzug,, den Untergang vor Augen, gekämpft. Das Opfer des Kommodore und seiner Männer würdigte das Oberkommando der Wehrmacht am 18 April mit den Worten: »Sic haben als deutsche Soldaten dip Fhre der deutschen Kriegsmarine und die ruhmvolle Ulierllelerung der Torpedobnotswaffe in höchstem M.iße gewahrt. Die deutsche Wehrmacht blickt mit Befriedigung auf sie, das deutsche Volk aber kam stolz ai;f tlie=e seine Si'ihne sein.« Noch w.ir der Kimpf um N'arvik nicht zu linde, d"( h hatte der heldenhafte Un-teroang der Zerstörer die G-undlage ge-scl^iffen. die den Getjirgsiägern unter ihrem K tmrnandeur, Oberst Dietl, die weitere Verteidigung des Hafens und der Frzbahn von Narvik und endlich den Sieg über die englischen Angreifer ermöglichte. K. H. Innerhalb weniger Stunden war das Weller unigeschluyeni wo gestern die Sonne schien, jagten jetzt graue Wolken über die Nordsee, und schwer schlug die See gegen die Boidwand der deutschen Schlachtschiffe. Im Dunkel der Nacht zum 9. April 1940 halte der deutsche f'lottenverband die Encje zwischen Norwegen und den Shetland-Inseln iinbehol-ligt p;ißiert. Gin im ersten Morgcnrjrauon g<'sichtr1ctor britisrher Zerstörer war (tlinungslos zwischtMi dit; deutschen Z"r-störer geraten uiid zur Strecke gebiaciit worden. Nun hatten sich die zehn Zerstörer, die im Hafen Narvik, dem nördlichsten Ziel der deutschen Landung in Norwegen, Truppen landen sollten, von dem Schlacht-schifiverband getrennt und Kurs auf den Ofolen-Fjord genommen. Der Kommodore der Zerstörer, Kapitän Bonte, sah sin-nenil aus seiner Kajüte auf die schwere See, Eine große Verantwortung lastete auf ihm. 12 000 Seemeilen vom Heimathafen enifern! sollte er eine Truppenlandung durchführen, die eine der entscheidendsten Operationen des ganzen Norwegen-Unternehmens überhaupt darstellte. Es war anzunehmen, daß der Feind, dessen Anmarschweg ungleich kürzer war, hier im Norden zuerst zum Gegenangriff mit überlogonen schweren Flottenverbänden antreten würde. Die schwere See schüttelte unaufhörlich Menschen und Material durcheinander, Motorräder und Geschützteile, die an Dick transportiert wurden, rissen sich los und tanzten über Bord. Die seeungc-wohntun Gebirgsjäger aus Steiermark und Kärnten, die — 200 Mann auf jedem Schilf — in den'engen Kojen saßen und standen, wurden hart mitgenommen. Ein Aulatmen ging duich ihre Reihen als sie zur befohlenen Stunde gelandet wurden. An verschiedenen Stellen, wo man Küstenbatterien vermutet hatte, war die Küste unbefestigt. Zwei norwegische Panzerschilfe wurden rasch niedergekämpft, im Handstreich Narvik selbst besetzt. Die Bürger der Stadl rieben sich noch den Schlaf aus den Augen, als sie die deutschen Gebirgsjäger unter dem Befehl des Obersten Dietl in den Straßen erblickten. Die norwegische Garnison ergab sich und wurde gefangen gesetzt, »Nun aber sollte sich das Fehlen brauchbarer Küstenbelestigungen als verhängnisvoll eiwelsen. Englische Seestreitkräfte stießen den deutschen bald nach und blockierten den Vest-Fjord. So war die kleine deutsche Zorstörergruppe von allem Nachschub, besonders an Artillerie, die zu Abwehr der englischen Angriffe notwendig gewesen wäre, abgeschnitten. Ein Vorstoß bis in den Ha- Am 15. April unsere Spende dem Hrie^sMMswerij ir & M E^reoz Das Stubenmädel vom Dienst Paninka, die Bunkerkatze, und die Mausfalle mit 24 »Abschüssen« Von Gefr. Paul Sohn Das Stubenmädchen vom Dienst is kein adrettes Zöfchen mit Häubchen und weißer Schürze, sondern ein rauher Landser, der den frühen Morgen meist mit einer herzhaften, wenn auch gulge meinten Schimpferei beginnt. Denn ab gesehen davon, daß der gesunde Soldai gewöhnlich schimpft, ist ja heute er an der Reihe mit den häuslichen Pflich ten, und da hat sein Vorgänger doch wieder ein Kochgeschirr nicht gesäu bert, den Herd voll Asche gelassen' Doch der wickelt sich — hämisch grinsend — nur fester in die Decken. Das Stubenmädel tappt durch den Bunker. Dei erste Blick gilt der Mausefalle, auf der schon die stolze Zahl von 24 »Abschüssen« verzeichnet ist, Pa ninka, die zugelaufene Bunkerkatze, hat es erst auf neun beslätigte Erfolge gebracht. Sie !äl allerdings erst seit kur zem in Dienst gestellt. Der Knffeeschlitlen muß da sein, also die Feldflaschen geschnappt, sechs Stufen an die Erdoberfläche hoch, ein Trab durch den Graben und über den knirschenden Schnee. Ist der »Muckefuck« (schwarzer Kaffee) zur Stelle, wird gelüftet und ein()ehoizt, sonst meckert gleich einer, daß er abwechselnd erstik-ken oder erfrieren müßte, denn immer noch gilt der alte Lnndserspru''h: »Warmer Mief (dicke Luft) ist besser als kalter Ozun«, Aus dersclbea zarten iücksichtsnahme auf die Herrschaft ist laher auch höllisch aufzupassen, daß ja kein Rauch entsteht. Dann ist mit Marmelade-Eimer, Leitungsdraht und Mus kelkrafl Wasser aus dem tiefen Brun lenschacht zu schöpfen. Ist der Haushalt soweit in Ordnung jebrachl, erheben sich die vier Herr-ichaften von den Pritschen. Sollten sie keine Lust verspüren, wird mit kaltem Wasser nachgeholfen. Es kommt vor. daß einer schlecht geträumt hat und entsprechend gelaunt ist. Das haben dii inderen gleich heraus und bearbeiten hn sachgemäß. Er wird solange gefrot ■eil, bis er sich von der Übermacht ge schlagen gibt und in das allgemeine Gelächter einstimmt. Es wird viel gelach •in Bunker. Auch dann — grimmig — wenn draußen Iwan seine Granaten um-lierstreut, daß das Zelluloid-Fenstercheii •Hcheppert, die Leitungen zerfetzt wer den. Wir sind hier nSmllch In der vorge jchobenen Vermittlung einer Nachrich tenstaffel, wo alle »Fäden« von der Kompanien her zusammenlaufen. Ahe ganz ähnlich geht es in allen anderen Untersländen in der Hauptkampflinit zu. Schnuppernd stellt nun einer fest, ob es Tee oder »Negerschweiß« gibt. Hat sich der Küchenbulle, genannt »Ein topfkönlg«, annestrengt und Milchkaffee geliefert, erhält das Stubenmädchen «ine lobende Erwähnuna, als sei es sein eigenes Verdienst. Zu dem beliebten Brntrösten säbelt sich nun jeder seine fünf, sechs Scheiben ab und legt sie auf die heiße Herdplatte, bis sie lecker duften. Der Tisch wird festlich gedeckt Jt>dür klummt sich auf seinen Slamta- pldtz, und nun bleibt es eine Weile still bis sich der erste erhebt, um gleich ans Waschen zu kommen. Denn geräumig ist der Bunker nicht, auch sind nur zwe Schüsseln da, zurechtgebogene sowjetische Munitionskanister, Prustend und gründlich maclit jeder Toilette, legt auch wohl eine erstklassige Rasur hin, wem-ihn die Volksmeinung dazu gemahnt und ermuntert hat, denn der Komman deur mag nun einmal keine Fischgräte-' jm Gesicht Doch darf die tägliche Kam merjägerei auch nicht versäumt werden ilie sorgfältige Suche nach den »übei-läufern« Ist das Jagdglück hold, wird jeder Fang mit belriediglem Grunzei mgezeigt. Der Führer der Besatzung verteilt nun lie Rollen für das Tagewerk Da will '.»ine Leitung gebaut oder vorlegt sein dort "ist die Verständigung schlecht streikt ein Radiogeräl, Ist eine Leitunc jestört, gelten natürlich keine »Büro ■stunden« mehr, sondern da saust zu je der Tages- und Nachtzeit gleich de Slörtrupp raus, einschließlich Stuben .nädchen. Auch erscheint der Stnffelfüh rer von Zeit zu Zeit zur Ausbildung. Kommt die hungrige Meute mittag heim, hat das Zöfchen inzwischen aus gefegt, große Wäsche gehabt und elwa^ übriggebliebenen Eintopf aufgewärmt der dann aus einer gomeinsamen Schüs sei einträchtig gelöffelt wird. Die Wurst oder Wds es gerade ist, wird hervor neholl, ein »Mokka« dazu gebraut' wohl auch ein tiefer RMck ins Kllopackerl von zu Hause getan L'nd es erhebt sich stürmisch de-Ruf nach einer Runde Korn, so einer vorhanden ist. Das Mädchen für alles kredenzt ihn im Schnapsslampurl, das aus einer Leuchtpalronenhülse be sieht und — jedesmal andächtig nach gefüllt — reihum geht. Soilte eine zweiti künde gefordert werden, hat das Stu benmädol die Machtbefugnis, solchf: Ansinnen strikt abzulehnen, wenn dei Vorrat zur Neige zu gehen droht. Danach steckt man sich eine dicke Havann. oder sonst ein Kraut ins Gesicht unr' fischt sich einen Kopfhörer für den Wehrrnachtbericht. Denn wozu wärr man denn sonst bei den »Strippenzie hern«! Der Empfänger einer Kompanii wurde nngezaplt, und deshalb bleibt diese Leitung nie lange unterbrochen wenn sie einmal hin ist. Beim Dunkelwerden — im Dnzembe' war es schon gegen 15 Uhr — zünrlei die Zofe die Petrollampe an, das gub' Stück, den Stolz dos Hauses, Der Zy linder ist mehrfach gespnmgen, mit Pa pier kreuz und guer verklebt und häU wie durch ein Wunder, Im Schutz de' Dunkelheit ist nun die Feldküche vorgo fahren Erwartung.svoll reckt alles der Hals, wie das Stubenmädchen die fünl Kochgeschirre gefüllt zurückliringt Gibt's »Drahtverhau« oder »Quer durch-"Gemüsebeet« und wie diese Geiichtc alle heißen? Oder die so beliebten sü ilen Nudeln? Sollte es gar Landsers Lieblirgsspeise geben: »FInischlo borlno? Auch hier kann sich das Stu benmädel Lob oder Tadel holen Letzteren gibt es mit unbotmäßigen Rodens arten zurück. (Frech werden die Dienstboten heutzutage auch noch!) Es muß sodann gleich die kalte Ver pf'egung für den nächsten Tag fassen Die Teilung von nutter, Honig, Wurst und ähnlichen ergibt wieder eine feiei liehe Zeremonie, bei der sich ias geo- metrische Fingeispitzengefühl des Stu lenrnadchens mit salomonischer Go-echtigkeit paaren muß. Nach dem Es-len liest man, stopft Strümpfe oder gibt der Feldpost was >>zu verdienen«. Indessen reinigt das Stubenmädchen die Gp-•ichirre, die krumme Pfe'fe in den Mund-v'inkel (|nhän(jt — ein Bild stillen, häuslichen Friedens. Nach dieser Leistung und wenn das letzte Scheit Holz nachgelegt ist, bekommt es Ausgang. Doch können Kino, Bar und Tanzboden heute nicht locken, lind so setzt sich auch d.Ts Stubenmädel zu einem Spiel an den Tisch und nimmt sich vor, den Kameraden B., der morgen «vom Dienst« ist, dann seinerseits nach Kräften zu »himren«. So sieht's im Funkerbunker aus. Immer auf 'Draht«, rastlos tätig und nicht unter-.'ukriegen! nie grnflen Rekrulensorqen Der Stabsarzt geht einmal nachts über den Kasernenflur. Rinns in den Stuben liegen Rekru-'en, die erst seit drei Wochen Soldaten sind Einer der Rekruten aber ist nicht in der Stube, sondern draußen am Go-wehrständer. Er hat sich, den Karabiner in der Hand, gegen die Wand gelehnt, sein Gesicht ist blaß, die Pupillen sind geweitet, die Hände zittern. Der Stabsarzt — er sieht all die emston Symptome mit einem Blick — bleibt stehen und fragt: »Mann, Sie sind doch krank. Was fohlt Ihnen?- Da nimmt der Rekrut die Knochen '.usammen und antwortet: »Mir fehlt sonst nichts als der Müudimgsschoner, Herr Stabsarzt,« Seite 4 * Nr. 107 108 * Samstag"Sonntaji, 17.'18. ApnT Marburger zeitung r>(?kenntnisse rVm der Führer ruft und befiehlt, dann hat jeder bedingungslot zu folgen und zu gehorchen, wrr immer er auch lei. Afit dem t uhrer sind wir allei, ohne ihn sind u'tr nidits. Hermann Cöring In den Arbiiislagern Mazedoniens Volksdcutschcs Schicksal zu Reginn des Balkanfeldzuges Dci^ ficchfte, was .•'in Mensch auf Erden erreichen kann, ist, daß mr einer |f-scliiehllichen Epoche seinen Namen gibt und den Stempel seiner Persönlichkeit iinausli-schlich seiner Zeit aufdrückt. Das kann man im weitesten Umfangt vom I-i.hrer sagen. Er ist atts der heutigen \i'elt nicht mehr wegzudenken. Dr Joseph Goehhelt 1939 Bc^vahruntf der Heimat Eine Frau und vier Mann Pf^r C)hs(- lind (k'müsrverteiler Posih 1'i Miircc k ist zur VV hrmncht einberu-frn woiclcn, n dient ji t/t seiner Hpiuidt , mit doi VVcifjp tu der Iliind. An seme Stnile im Betrieb ist «eine tüchtige Frau flf'treten, unterstiitzt von vier verbliebenen Gefcilgschiiftsmitfilipdern, Män-nrrn, dir- ihr'Mn Bi triehsfuhier auch un-tPi S( hwicriyon Vorhciltnissen tatkräftig ilie Trfuc heilten. Prdu Posch leitet d.is Geschäft mit aller rrnsicht iiiul Enoi^ip. In den letzten 'fünf Moiiüten hdt sie mit Hilfe der vier Arbeilskjiiftr tiiqlich /'cbn WafjgonB Ge-müst ur.ii Olist von den Sammelstellen horar.qebracht, sortiert, verpackt und verleiden, eine bpeich'liche Leistung, die der deutschen Volkseinahrung zugute knmmt. Keiner der vier in rünsem Betrieb tA-tlqen Mrinnet hat in dieser Zeit äußerster Krafttinsprtnnunfj irgendwelche Erleichterungen qcsuchf oder gefordert. Seit fünf Monaten arbeiten sie nun täglich fast 18 Stünden und opfern auch die Sonn- und Feiertane, um das angelieferte Obst und GoTiiüse vor dem Verderb 7.U bewahren. Oft ist Prau Posch, die ein Vorbild des Arbeitseinsatzes unserer fleißigen und unentwegt t^linon Frauen darstellt, noch um Mitternncbt auf der Fflhrt 7U den Sammelstellen Sie und ihre Gefolgschaft sind unermüdlich, weil sie wissen, daR auch ihre Arbeit der Nation und damit dem Kriege und dem Siege dient. Konzert in Marburg Am Monliig, den 1^ April, um 2(' Vhr, fin7 aus üben. Fintrittskarten für diesen interes s.inten Abend sind im Vorverkauf in der Geschiftsstolle des Amtes Volkbil-dung, Tegetthoffstraße 10a, erhältlich. Die Geschichtc wird einst über den Bil-kanfeldzug und besonders über das l.'ber-rennen dci ehemali]{tn ju]{oslawi$chen I Staates mit einem Nebensatz hinweg-. ^ehen. Und doch brachte diese Zeit den j Deutschen des Landes Mühsal und Sorgen, \ Un^Jewißheit und Kummer. Zwei Jahre I liefen erst seit jenen schicksalsrcichen I März- und Aprilta^en des Jahres 1^41 hinter uns, doch uns erscheint nui) dies alles bereits als läniJst ver((an){cn, als verflossen und veriJesKen. Besonders im jugoslawischen Herr hc-tjann bereit* frühzcitiit der Krnipf (JeiJcn alles Deutsche. Schon Jahre vor September 1939 wurden die Deutschen nicht mehr ' Reserveoffiziere, setzte die strenfje Übcr-j wachunji jedes dcutschcn VoI!{«t?cnosscn ein, der den Rock des scrbiscliun Kiinii^s anziehen mußte. Nie wurde im Heer die freundliche Einstellunü zu dtn Westmächten verheimlicht, offen wurde (JefJcn das Reich Stelhini; (Jenommen und fic-hetzt. Als dann die laufender Waffon-iihunf^en ihren Anfang nahmen als mit dem Bau der nach der Meinunt! serbischer Strategen uneinnehmbaren Bcfcsti-■^imrt.tlinie längst der Grenzen des Pfinst-lich konstruirten SlaatsgcbiMcs be)'ornen wurde, waren es wieder die Deutschen, Jie immer wieder zu den B'^fcstiilunf'sar-bciten herangezogen wu'-den Arbcltskom-lanien wurden aufgestellt und alles hin-eingepfercht, was nicht jugoslawisch, vor allem was deutschfreundlich eingestellt war. Als die politische Lage sich immer mehr zuspitzte und die Wahrscheinl'chkeil eines jugoslawischen Kriegseintrittes auf Seiten der Plutokraten immer stärker wurde, begann die letzte und große Süu-beruni{ der Truppenteile von sogenannten UDTerläOlichen Elementen. Volksdeutsche auf Zwangsarbett In den Bergen Makedoniens wurden Arbcitsbataillone aufgestellt, s.trafwei.'se versetzte aktive Unteroffiziere und Offiziere des serbischen Heeres als Führer und Unterführer in die Wildnis abkommandiert In aller Eile sollte gegen Bulgarien ein Festungsring errichtet werden, der ein zweites Eindringen des »Erbfeindes« aus dem Osten her verhindern sollte. Überwiegend Deutsche wurden in diese Bergwelt eskortiert. Unter strengster militärischer Bewachung mußten sie, Sträflingen gleich, den Marsch nach dem Süden Antreten. Aus allen deutschen Siedlungen des Staates zog man sie heran. Batschka-und Bosniendeutsche, Unterstcirer und Donauschwaben fanden sich zusammen und teilten dort da« Los der Ungewißheit bei schwerster Arbeit und menschenunwürdiger Behandlung und Verpflegung durch Wochen und Monate. Über 70 Arbeitsbataillone waren im Laufe der Zeit aufgestellt worden, doch nur jene von Kriva palanka galten als ausgesprochene Strafabteilungen. Tagesmärsche von der Eisenbahnstrecke Nisch—Skopie entfernt, stundenweit von der nächsten makedonischen Siedlung wurden in der Mitte der schauerlichsch&ncf) Bergwclt oft in der Höht von Ober tausend Metern Erdbaracken aufgebaut, in die die Arbeitssoldaten. BotdOrftig in zerissene und ausrangierte Sommeruniformen gesteckt, zu dritt mit einer zerissenen Decke beschert, hineingepfercht wurden. Dem Hunger und der Kälte wurden sie rücksichtslos ausgesetzt. Vor dem Morgengrauen trieb man sie zur Arbeit, nach kurzer Mittagsrast, während der eine unbeschreibliche Flüssigkeit als Hauptmahlzeit ausgeteilt wurde, ginj es weiter bis in die Nacht hinein. Es waren harte Tage und Wochen, die unsere auf unbestimmte Zeit einberufenen Volksgenossen dort verbringen mußten. Neben den ungewohnten körperlichen Anstrengungen, die mit brutaler Gewalt von jedem erpreßt wurden, drückte vor allem die seelische Belastung. Keiner wußte, wie und wann leine »Waffenöbung» enden würde. D^nn nur zu oft wurde mit Nachdruck verlautbart. daß bei der ersten feindlichen Handlung des Deutschen Reiches, die Nazis in Jugoslawien das Schicksal der Polendeutschen zu erwarten haben. Von der Umwelt abgeschnitten, ohne Zeitungen und Nachrichten, wußten die Volksdeutschen Minner nichts von fro-ben Geschehen, nichts vom Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt, nichts vom Verrat und vom Putsch serbischer Offiziere. fiintonig flössen die Tagt, die Schwerarbeit ließ nicht viel Zeit zum Nachdenken und Plüneschmieden flbrig. Doch eines war jedem klar Nor ein Feldzug konnte die fast hoffnungslos« Lagt der Bedauernswerten Indem. So oder »o. Dann kamen die ersten Apnltagt. Immer mehr Mili'är wurde in den engen Raum zwischen der einige Kilometer entfernten Grenze und den Arbeitslagern gesteckt, immer ölter stellten sich hohe serbische Offiziere zur Besichtigung ein, das Arbeitstempo wurde noch beschleunigt. Die Anzeichen der nahen Entballung häuften sich. Als dann auf einmal die Offiziere und Unteroffiziere ihr^ Emstellung zu den Rüservisten wie die Zwangarbeiier offiziell genannt wurden, Inderten, als sie sich sogar herabließen und mit ihnen Gespräche anzuknüpfen versuchten, als die Behandlung merklich bes:;er wurde, war sich jeder bewußt, daß die Stunde der Entscheidung schon ganz nahe sein müsse. Der Tag der Befreiung Der sechste April brach an. Es war ein Sonntnrf. Doch für die Deutschen in den Arbeitskornmpanien gab es keinen Ruhetag. Noch hatten die ersten Sonnenstrahlen nicht den Weg über die Bergkette ijcfunrlen. So wie an anderen Tagen waren die Männer noch im Dunkeln aus ihren Erdbaracken getappt. In Gruppen warteten sie auf ihren Arbeitseinsatz. Eisig wehte der Wind von den noch schneebedeckten Hfthen. Kaum einem vurde es bewußt, daß mit diesem Tage die Osterwoche 1941 ihren Anfang g*-nommen hatte. Ein dumpfer Knall ließ alle aufhorchen. Längst des ganzen Grenzabschnittes fing es an zu donnern. »Das ist der Kriegl« ging es von Mund zu Mund, »das ist die Erlösung!« hallte es in den Herzen wider. Hoch in den Wolken zogen deutsche Flugzeuge aus Bulgarien kommend westwärts. Der diensthabende Unteroffizier kam angestürmt. Husserfüllt gab er den Befehl, jeder möge sich mil seinen Sachen sofort in das fast hundert Kilometer entfernte Städtchen K. begeben, wo die Arbeitereinheiten bewaffnet w.ürden, um das »Vaterland« gegen den »feigen Friedensstörer« zu verteidigen. Angst leuchf'^te aus seinen AuiJen, nur widerwillig ließ er die Leute ziehen, die ihre Freude nicht verbergen konnten. Mit Freuden bemerkten sie, daß sie den Weg ohne Eskorte antreten durften. Die wenigen Hnbseligkeiten waren schnell gepackt, wohl jeder warf noch einen Blick auf die Hänge der Kisciica, wo so mancher Schweißtropfen auf die Steine des Karstbodens gefallen war, Kameraden fanden sich zusammen, in Eilschritten ging es in« Tal, in die Ungewißheit, der Freiheit .oder dem Verderben entgegen. Unaufhörlich klang der Kriegslärra. Flugzeuge verschiedenster Typen kamen und gingen, Mg's hämmerten ihr eintöniges Lied, schwere Brocken flogen über die Bergwände und explodierten oft in gefährlicher Nähe. Der Freiheit entgegen Die kämpfende Front trennte die Volksgenossen noch von der Freiheit Denn wohl keiner hatte auch nur einen Augenblick daran gedacht, sich Waffen in die Hand drücken zu »lassen und ^gen das Reich zu kämpfen. Eines war jedoch sicher An Ort und Stelle durfte niemand auf die Befreier warten Denn streng wurden alle beobachtet und nur zu leicht wäre der eine oder der andere als Fahnenflüchtiger behandelt ^worden. So ging es zrück, an anmarschierenden Truppenteilen vorbei, der Kriva reka entlang. Nach zweistündiger Flucht war das Städtchen Kriva palanka erreicht. Zivilisten waren nicht zu sehen. Nervös eilten Soldaten hin und her. Man merkte bereits, daß es im Grenz-abpehnitt keine einheitliche Führung mehr gab. Schon bei den ersten Schüssen, er-z.ihlten später gefangene serbisch« Soldaten, seien die* Offiziere auf Autos und Krafträdern ins Innere des Landes geflüchtet. Imatr lin|er wurdt d«r Zatf dtr Flflcht-lingt. Karocradtn aus Marburg hatten atch zusamntngefundtm. Sit sprachen nicht vitl, doch allt bewt|tt nur tin Gtdank« — wann kommt der Augenblick, wo man sich aus der rflckflutenden Meng« ohne Gefahr tint« Genickschüsse« «ntfemen kAont«, um dit dtutachta Truppen irgend-w« vtr«t«ckt n «rwartta Eadlo« io| «ich da« Tal dtr Kriva rtka dahin. Bei eintr starkes Bitgnn^, b«i dtr dit StraBt wieder den FluB fiberqueren muB, bot «ich die schwererwartett Gelegenheit. Der trat« sprang in den Graben and verschwand im Dickicht, dtr zweite folgte, diesem der dritte. Keuchend trafen sich die sechs Marburger nach kurzer Zeit in einer Mulde des Karstboden«, unsichtbar für alle, die in der Flucht der Straße entlang ihre Rettung erhofften. Weiter ging es zu einem bt««crtn Versteck, den ein verlassener Schafstall bot. Schon pfiffen Gewehrkugeln über das Versteck. Von den nahen Bergen kamen die Einschüsse. Waren es Serben, die dit Flüchtlinge beobachtet hatten? Waren e« Kugeln aus deutschen Gewehren? Serben flüchteten, bald lag die Schar im Niemandsland. Bis zum Zerreisen waren die Nerven der Volksdeutschen gespannt Dann kam der schönste Augenblick. Deutsche Panzer rollten an. Das enge Tal erdröhnte, nach allen Seiten sichernd, wälzten sich die Stahlkolosse näher und näher. Der Karstboden bildete für sie kein Hindernis. Eine Vorausabteilung stieß um die Flußkrümmung vor, die anderen machten in unmittelbarer Nähe des Verstecks Halt. Stürmisch begrüßten die Volksdeutschen die deutschen Soldaten. Der Balkanfeldzug war fftr «ie im wesentlichen beendet. Der Weg In die Heimat Mit ganz anderen Gefühlen ging es zurück, an den vorwärtsteilenden deutschen Truppen vorbei. Kriva palanka war ver-änaerL Die reinmakedonische Bevölkerung war auf den Straßen «od Plitxea der Stadt und jubelte ihren Befreiern zu. Kein Haus war ohne Flaggenschmuck. Den durchziehenden Soldaten wurden Rauchwaren, Getränke und Speisen freudigen Herzens überreicht. Auch die Volksdeutschen fanden «ich immer in größerer Zahl ein. Jeder hatte es verstanden, irgendwie der drohenden Gefahr, in die jugoslawische kämpfende Truppe gepreßt zu werden, rechtzeitig rn entweichen. Singend ging e« weiter nach Bulgarien. Zahlreiche «tellteii sich den Ortskommandaturen zur Verfügung, wo sie als Sprachmittler oder Ubersetzer eingebaut wurden und bis cur Beendigung des Balkanfeldzuges ihr Wissen der deutschen Wehrmacht zur Verfügung stellten. Dann ging e« heim, ia die befreit« Untersteiermark. Heut« «tehen «ie als Freiwillige wieder an den Fronten oder schaffen daheim für den deutschen Sieg, OUo Kotehitz Bereitstellung VoD fern ein Schufi. — Nur Einsamkeit. Wir schreiten m den Tag hinein. Der Nebel wälzt sich grau und brail, Blai blüht der erste Frührotscbein. Dtr Morgen blickt so fremd und kaK, Bleibt manches Wort im Munde stumm. In Reihe geht es in den Wald, Gedanken gehen um und um. Und Endlich haltl Befehle kommen. Noch eine Viertelstimde Zeit. Gewehre in die Hand genommen. Wir stehen bereit. Wolfgang JOnemana Das Dorf bei Odessa Untei obigem Titel bringt das Stadt-theater Marburg ^ 20. April la der Inszenierung von Richard Nagy das Werk eines jungen deutschen Dichters and Frontkämpiers, Herbert Reinecker, Zuerst als Berichterstatter einer Pro-pagandakompanie und )etxt als Frontsoldat mit der Waffe la ter Hand, erlebte er aas unmittelbarer Nähe das Leid der Volksdeutschen Sprachinseln in der Sowjetunion. Die Erlebnisse eines Volksdeutschen Dorfes bei Odessa in der Nacht vor dem Einmarsch der deutschen Truppen sind der Inhalt dieses einaktigen, etwa zweistündigen Schauspieles. Es erlebte vor einigen Monaten seine gleichzeitige Uraufführung In Berlin, Haimover, Breslau und Stuttgart nnd ging In kurzer Zelt mit grofiem Erfolg über wohl 100 deutsche Bühnen. Der Dichter selbst sagt: ». . . Zunächst war der biofit Wunsch vorhanden, etwas aussagen «« dürfen über Schicksäle, die, von der deutschen Heimat entfernt, uns gefühlsmäßig doch so nahe standen , . .« Unser Gehorsani Die Frage »Warum gehorchen wir freiwillig?! klingt bei emem Volk, das als das diszipUnierteste Volk de'r Hrde gilt, etwas merkwürdig. Wenn wir sie dennoch stellen, so gesclueht es, weil beute vom deutschen Volke m seiner Gesamtheit unbedingter Gabursaia verlangt wird. Dieser Gehorsam ei streckt sich auf alle Dinge unseres Lebens, auch aui dit kleinsten und nebensächlichsten, in beruflichen wie im privaten Bereich. Gehorchen wir nun, weil wir müssen, oder gehorchen wir freiwillig? Wer unter Zwang arbeitet, wei also nui «lern Befehl gchorcht, ohne innert Beieit-bchdft, ohne innere freiwillige Mit-dibeit, wird nur das tun, was der Befehl von ihm verlangt. Es ist gut, dem Befehl zu gehorchen, es ist besser, Irei-willig über deu Befehl hinduszugehen. Würden unseie Soldaten an der Fiont nur die gegebenen Befehle ausführen, dann würden die unerhörten Wallen-erfolge, die glänzenden Siege, die heroischen Einzeltaten nicht möglich sein. Der Befehl ist nur Richtlinie, die eigene Initiative geht übef den Belehl hinaus, sie führt zur idealeu Erfüllung des Befehls. Alle großen Meisterwerke der Kultur sind nicht durch Zwang oder etwa allein durch äußert Not entstanden, sondern weil der Wille, die Begeisterung, der innere Drang hinter dem Werke standen. Nicht anders ist es auf dem Gebiete der Wissenschaft, der Staatskunst oder der Strategie. Die Gesetz«, die Anweisungen und Verordnungen, die heute «n uns ergehen, sind aus der harten Notwendigkeit des Krieges geboren. Sie sind nicht der Laune und Willkür der Führung entsprungen. Auch die Führung hat den Gesetzen des Krieges ZQ gehorchen, sie muB sich der Schicksalsnotwendigkeit beugen, die dieses gewaltige Völkerringen mit seinen Wechselfällen, seinen Launen mid seinen zeitweiligen Ergebnissen mit sich bringt. Aber vis diese Gesetze nnd Notwendigkeiten erkannt und befolgt werden, das ist dit Kunst der Regierung und das Glück oder Unglück eines Volkes. Gewiß müssen wir gehorchen, ob wir wollen oder nicht. Hier hilft uns keine Debatt« und keine Sophisterei. Aber wenn es wahr ist, daß Deutschsein heißt, eint Sache um ihrer selbst willen tun, dann gehorchen wir freiwillig, aus tiefster Erkenntnis der erbarmungslosen Notwendigkeit Der Bolschewik gehorcht, weil er die Pistole des Komniissdrs hinter sich sieht. Der Deutsche sieht von der Höhe seiner mehr als tausendjährigen Geschichte und Kultur seines reichen geistigen Lebens nnd der Reife seiner völkischen Einsicht auf den barbarischen Standpunkt der Sowjets mit Abscheu und Verachtung herab. Ei gehorcht den Notwendigkeiten der Zeit und ihren Gesetzen freiwillig, weil er «le erkennt und xa beurteilen weifi. Er tat, wie alle Deutschen seit Jahrhunderten, eine Sache um Ihrer selbst willen. Dr. S. KrieashlUftwerk 1943 je heimat hilft DENI ehwundeten SOLDATEN! Haussammlung am 18. April Die Berge brennen Von Herbert Erker • Kameraden, wir müssen wieder etwas unternehmen! Die slowenischen Behörden (glauben, daß sie uns neuerdings unter den Tisch gespielt haben. ZeijJen wir ihnen, daß in unseren Leuten der alte, zähe Kern deutschen Kämpfertnms und deutscher Treue noch steckt! In zehn Tagen hat der Führer Geburtstag. Das ist der günstigste Augenblick !• In einem ruhigen, entlegenen Raum in der Stadt steckten AnfaniJ April l'J39 zwölf junge Güttscheer iManner die Köpfe zusammen und schmiedeten einen Plan, dessen Durchführung die Bevölkerung der Volksinscl bald in größte Begeisterung, den Bezirkshauptmann mit seinen Bütteln aber in hellen Aufruhr bringen sollte In diesem stillen Nest, in dem sich die jungen Männer schon seit langem immer trafen, um sich an der nationahozialislischen Idee und dem Gcd:inkent>ut führender deutscher Männer zu schulen, war schon mancher verwegene Plan geboren worden, der der jugoslawischen Exekiitionsbehördc wiederholt monatelang zu schaffen machte, aber .stets ohne F.rfolg. Diesmal war besonders der lustige Siegele nicht mehr zu halten. Während seine Kameraden noch um den alten Eichentisch s.Tssen und über der Durchführung des Planes brüteten, hielt es ihn nicht mehr auf seinem Platz, Ununterbrochen ging er auf und ab und murmelte etwas wie ». ., schon zeigen . . . werden stauren , .« vor «ich hin. In dieser Nacht haben er und seine Kameraden keinen Schlaf gefunden, Lange bevor sich am foU'cnden kühlen Aprilmorgen die Sonne ^jczcigt halle, hal- te Siegele den Mattl mit dem Motorrad aufgctrommelt und beide machten sich auf die Reise, genau so wie auch alle übrigen Kameraden. Es ging nach allen Seiten, ins Ober- und Unterland, ins Hinterland, ins Waiden und in die Moschnitze In den nächsten Nächten war so mancher junge Mann in den Dörfern nicht in. seinem Hause anzutreffen. In den Wäldern und auf den Bergen, den alten Zeu-1 gen deutschen Mannestums aus der Zeit der Türken- und Franzosennot, gingen im nächtl'chen Dunkel heimliche Dinge vor sich Schon am 18. April liefen beim »Gc-' , neralslab« in der Stadt die Meldungen I ein: All"s bereit. Die Staatsorgane haben keine Ahnung, I Es kam der 19. April, der Vorabend zum 50. Geburtslage Adolf Hitlers. Für den folgenden Tag kündigte sich wieder ! richtiges »Hillcrwetter« an. Die Sonne I strahlte Jen ganzen Tag über ihre Wärme auf die Erde aus, so daß in den ersten Abendstunden in den Dörfern die Bevölkerung länger als gewöhnlich auf den Bänken vor den Häusern festgehnlten wurde. Oer Bauer trat zu seinem Nachbar, lim über die Probleme des Tages und der Gegenwart zu »plauschen«, denn gerade ' zu dieser Zeit lag besonders viel »in der Luft«, Eine halbe Stunde nach Einbruch der ! Durkelheit war es um die Ahendrube geschehen Von Haus zu Haus ging ein lang-gedehntes Rufen, untcrbrnchen von Atis-' hrüchen der Bewunderung tmd des Slnu-' nens Männer, Frauen und Kinder liefen auf die Straßfn Was war geschehen? So wie einst, als sich die Ahnen der Gottschfer in größter Not gegen die Her-i rcn der harten Zinsknechl&chuft erhoben, fils die Morden der Türken das Land bedrohten und blutrünstige Franzosenhcrr-schaft die Freiheit der Gottscheer zu rau-l en versuchte, leuchteten von den Bergen die Feuer der Erhebung. Von überall schlug dunkle Höte gegen den n&chtlichen llmimel. Hunderte von Feuerstößen flammten auf einmal auf den Bergeshöhen — auf dem alten Hornwald, der in seinen Urwäldern noch den Meister Isegrim birgt, auf den» Friedrichstein, dem Wahrzeichen der groflen Liebe des Cilliers Friedrich und der Veronika, auf dem Windisch-dorfer und Koller Nock, auf den Walde-ner Bergen, auf der Gatschcn und aus den Spitzen des Unter- und Hinterlandes, Auf den Straßen und Feldern aber stand alt und jung, in den Herzen nur ein Bekenntnis; der Führer hat Geburtstag und wir alle, alle gehören nur ihm f'Is dauerte nicht lange und schon kamen, schnaubend vor Wut, die serbischen Gend.irmen rudelweise au. Bis sie jedoch die Bergrücken und Höhen erklettert hatten, waren die Feuer längst niederge-br<'.nnt, die Uhrhcbcr dieser Aktion aber lagen mit freudigster Genugtuung bereits in den warmen Federn, Einen besonders belustigenden Verlauf nahm die Angelegenheit in der Stadt selbst. Wer sich auf den Plätzen und Straßen befand, konnte sich dem wirklich einc'rucksvollen Bild nicht entziehen. Rund um die Stadt loderte auf jedem f^erg und atif jedem Hügel ein mächtiges Feuer In den Bürps der Bezirkshauptmannschaft und des Kommandanten der Gendirmerie ging ein Durcheinander los, Fernsprecher rasselten, es herrschte eine Unruhe sondergleichen Als mitten in den Rummel noch Papierböller krachten, da war es selbst um die Ruhe des Bezirks- hauptmanncs geschehen. Schnell entschlossen stürzte er sich hfichstpersönlich auf die Straße, am die Verfolgung dieser »staatsfeindlichen Elemtntt« selbst za leiten. Uber Hecken und Ziune, Girten «nd Wiesen ^ing die wilde Jagd. Befand sich der gestrenge Herr in der unteren Stadt, so gingen die Böller in der oberen Stadt los und umgekehrt Die hell lodernden Feuer auf den Bergen aber gaben den Ganzen den herrlichsten Rahmen. Als nach Stunden die Verfolgung aufgegeben werden' mußte, war «ie völlig erfolglos verlaufen. Die Rückkehr der Verfolger in da« Schloß wurde von «inem vielsagenden Lächeln der gesamten deutschen Bevölkerung begleitet. Knapp vor dem Schloßein-gang begegnete dem hohen Herrn der Siegele im Sonntagsanzug, mit einer eigens für diesen Zweck gekauften Virginia im Munde und einer tiefernsten Micn«. Es hat wieder einmal geklappt. Erfolglos war auch da« Nachspiel, das über ein Jahr lang w&hrte. Zu wiederholten Malen wurde die gesamte männliche Jugend der einzelnen Gottscheer Dörfer zu tagelangem Verhör in die Stadt geholt, aber umsonst. Kein einziger nnter Hunderten ist bei den süssen Schmeichelworten oder gar bei der üblichen Prügelstrafe weich geworden. Niemand wurde verraten. Heute ist das damals so sehnsüchtig Erträumte Wirklichkeit geworden. Der Führer hat «ie gerufen und alle kamen. Viele Kameraden stehen schon lange als Freiwillige in der Waffen*ff. Die Treue zu Adolf Hitler und Deutschland hat im heldenhaften Tode so manches Kameraden die schönste Sinndeutung gefunden. Im Herzen jedes deutschen Menschen aber brennt ohn« Ausnahme das Feuer der Erhebung. Das Vaterland ist in Gefahr. Zum ersten Male ist das ganze Volk angetreten. Zwischen zwei Stationen Von Zinn Zwischen zwei Stationen der Reichsbahn war es. Ein Mann mit Arbeltsrucksack stieg zu, Ei kam aus der Stadt und schien müde, Das Abteil war besetzt. Ein Bauer stand auf und bot dem Arbeiter seinen Platz an. »Bittet Sie haben heute lange genug gestanden, glaubt ich.« Der Arbeiter dankte und setzte sich. >Tja, das stimmt schon. War wieder mal ein langes Ende.« Eine Frau «ah den Bauern an. »Sie Glückli-chert, sagte sie. »Ihre Beine hnlten's noch aus. Na ja, auf dem Lande geht's gemüticher zu. Da richten sie sich die Arbeit ein.« Der Bauer wollte antworten, doch kam Ihm der Arbeiter zuvor. Er lachte und sagte: »Das wollte ich nicht, daß Sie für Ihre Gefälligkeit eins auf die Mütze kriegen.« Und zur Frau gewandt fuhr er fort; »Wenn Sie sich man nicht irren werte Frau, Ich kenne die St'idt und auch das Land. Weder hier noch dort fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund. Das war •ichon im Frieden so. Ob das Stadt oder Land ist, überall sehen wir die Gefahr, in der wir schweben, und gemeinsam gehen wir dagegen an, der eine in der Ackerfuiche, der andere an der Revolverbank. Stimmt's, Kamerad?« Und wieder zum Bauern: »So, und nun setzen Sie sich man wieder denn so ein Paar Reine, die hinter Pflug oder Egge herwandern mOsson, verdienen auch ihre Riihcpaubo. Ich muß jetzt aussteigen.« MARBUKGER ZEITUNG ; S&mst«|/Sofuita|, 17/18. April * Nr. 107'1C8 ♦ Seite 5 Ekren'a^ der Jugend Zu den schönsten GaburtstagsgcscheD-ken, di« der' Führer ulüfilich MioM Pesttage« b«konunt, gehört wokl d«r Eintritt aller zehnjährigen Buben und MA-del des ganzen Großdeutschen Reiches in die Hxtier-Jugend. Sie, di« noch nicht dem Kindesalter entwachsen sind, lernen nun in der Gemeinschaft des Jung-mädclbundes und des Deutschen Jungvolks die Kameradschaft und die Pflichten geg&nüber dem Führer kennea. Auch in der Untersteiermark finden am Sonntag und Montag 10 000 Jungen und Mädel feierlich Aufnahme. Sie werden nun vier Jahre Ung als Pimpf« «nd Jungm&del ihre schönste Zelt tai ittittr Kameradschaft erleben können. Für die Zehnjährigen beginnt mit ihrem Eintritt in die jüngste Gefolgschaft des Führers ein -neuer Lebensabschnitt. Es ist symbolhaft, wenn am Geburtstag des Führers die Pflichten der jungen Gemeinschaft an sie herantreten. Wenn im ganzen Reich ein neuer Jahrgang eintritt,'um in der Hitler-Jugend seinen Dienst zu tun, so ist das für den Führer drts st hönsto Geschenk, denn es verbürgt die Ewigkeit unseres Volkes und der nationalsozialistischen Weltanschauung. Taf^unö in Frc^'denau Die Beauftragten für die Jungmddel-Arbeit in den sieben Bannen der Unter-steirrmark fanden sich vom 13. bis zum 15. April in der Führerinnenschule Freu-denau zusammen. Mit dem Frühjahr ist auch der schönste Jahresabschnitt im Jungmädelleben gekommen, denn wann läßt es sich neben den Heimstunden draußen im Grünen bei Sport und Singspielen so herrlich tummeln, wi« gerade in der Sommerzeit. So gehen auch die kleinsten Mädel mit neuem Schwung an ihre Arbeit, in die auch neben dem Singen und sportlichen Übungen, Schulim-gen und Heimstunden kleine Pflichtaufgaben eingeflochten sind. m. Vereinfachungen im Peraonentarlf der Reichsbahn. Vom 1. Mnj 1943 ab brauchen Antiäge auf Ausgabe von Ar-beaterwüchenkdrten, Arbeiterrückfahrkarten, Schülermonatskarten und Schülerwochenkarten, die bisher ipAteetenc nach sechs Monaten erneuert werden mußten, erst nach Ablauf von zwölf Monaten wieder erneuert werden, diese Maßnahme dient zur Vereinfachung und Entlastung der Gemeinde- bezw. Ott»-poHzeibehörden. Vom gleichen Tage ab wird in den Anträgen auf Ausgabe von Arbeiterwochenkarten (nicht auch Arbeiterrückfahrkarten) die Bescheinigung der Genwinde- (Ortspolizei-) Behörde über den Wohnort durch eine Bescheinigung de« Arboitsgebers ersetzt. m. Alpine Einheitszeitschrift. Im Zuge der für den totalen Krieg notwendigen Eirvschränkungen im deutschen Zeit-schrlftenwosen werden für Kriegsdauer nahezu alle Im Reichsgebiete erscheinenden Bergsteigerzeitschriften unter den Fittichen der Alpenverein«mltteilun-gen vereinigt und als alpine Binheitzeit-schrlft herausfioqehen. Auch die im 38. Jahrgang erscheinende Deutsche Alpenzeitung hört dcimit bis auf weiteres auf, selbständig zu erscheinen. m GÜItiqLc'.t der Wertschelne des 4. Krleqsw'pte'"hn'<eltfvorrichtnngen gewisse Einschränkungen auferlegt, war es den Referenten Dipl.-Ing. and Obergewerberat Staudmger Obergewerkerat Dipl.-Ing. Stieger Mögbck, m einer Aa-'lii voi. praktischen Beispielen im Lichtbild zu zeigen, wie man oft durch eckmäßige Organisation oder sinn volle Gestaltung der Arbeitsbedingun- gen, der Arbeitsräum«, den Betriebs-schutz ausbauMi und damit wirksamer gestalten kann. Den Nachmittag des Lehrganges füllten di* Vorträge der Fraueureierentin Ips Landesriili .'ilsüntffg Steiprin iik-Kain tmi, von Manz, über »Erfahrungen k>ei den jetzigen Arbeitseinftatz von Frauen«, des ArbeitssrhutTiwalters des Steirischen Heimatbundea, Nelsbach ül>er »Das Wirken bei der flrlrpunng der Freuen« und des Aoebildungslelters d«r StefT-Daimler-Puch A. G. aus, der in lebendiger Art das umfangreiche Wirken und die Erfahrungen der Betriebe beim Schutz der werktätigen Frau umriß. Klärung der Staatszugehörigkeit Samstag und Sonntag in den Kreisen Marburg-Land, Cilli, Luttenberg und PetLau Samstag nnd Sonntag, dem 17. und lt. April, werden in den Kreisen Marburg-Land, Cilli, Luttenberg und Pettau die Anmeldungen aller Jener untersteirl-schen Männer nnd Frauen entgegengenommen, die vor d«m 31. März 1927 geboren sind und deren Mitgliedschaft im Steirischen Heimatbund noch nicht geregelt und somit die Staatszugehörigkeit noch nicht endgültig geklärt ist. Anmeldungen werden in den Dienst-des Steirischen Heimatbumirs entgegengenommen. tM Arbeitsverluste zu vermeiden, ist die Meldezeit am Samstag von 14 bl« 31 Uhr nnd am Sonntag von • bis 12 nnd von 14 bis 18 Uhr für di« Ortsgruppen nach folgender Reihenfolge festgelegt: Kreis Marburg-.Land: die Ortsgruppen Frauheim, Kerschbech, Pulsgau, Rast, Schleinitz bei Marburg, Schober, Win- dischfeistritz eud Zeilniti a. d D. — Kreis Cilli, dir Ortsgruppen CHI Forstwald, Cilli-Köttlng, Cilli-Lalsberg, Cilli-Schloßberg, Römerbad und Tüffcr. Kreis Luttenberg; die Ortsgruppen Abstal, Bad Radein, Oberradker&burg, Roßhof und Süßenberg Kreis Pettau: die Ortsgruppen Haslach, Lichtenegg, Maxau, Moiisberg, Mörtendorf, Schiltcm und Treun. . m. EheschlieAung. Im TrauungsMal des Marburgei Stiindesamtea schlössen der Geschäftsführer der Gauwirtschafts-kammer Anton Haas und AureJia Gerra den Bund fürs Leben. Trauzeugen waren für den Bräutigam der Autoeloktriker Franz Mariöl, für die Braut der Kauf-maim Hugo Lofck oschegg. Die Feier gestaltete der Sondersturm, dem dpf-Rräii tigam seit dessen Gründung angehört. Unsere Kleinsten für die Front Dank eines Soldaten an die Kindergruppe Sachsenfeld Auch dl« KinderimMc Sachsenfrld hat ■ich eingtrcflit hl die Kolonnen fener, die immer Weit sind, der klnuifenden Front in irgendeiner Weise deo Dank der Heimat abzustatten. Als Antwort auf «in kleines Pickchen, des n«bet vielen anderen von der Kindergmope an unsere Soldaten abgeschickt wurde, lief dieser Tage beim Kindergarten Seehsenfeld nebst anderen Briefen anck dlesea Schreiben aus Afrika «in: Mein« liebes Kleinen, Hebe Tante I Habt recht vielen Dank fttr Euer Pickchen, das ich weit von Euch entfernt, zugleich aU Heimatgmfi erhalten habe. Ihr werdet es wohl kaum ermessen können, welche Frende und Zuversicht ein P&ck-chen auslöst, wenn man Tag um Tag, Nacht nm Nacht weiter nichts hört als das Heulen und Beraten des todbringen-den Eisens. Der Krieg ist hart gegen uns alle. So manchen guten Kameraden deckt schon Afrikaa braune Erde und viele werden noch hier ihr letztes Ruhebett finden. Doch tun wir weiter nichts als unsere heilige Soldatenpflicht. Ihr lieben Kleinen, werdet mich ja nicht so recht verstehen, dafür seid Ihr ja noch tiel zu jung. Wir alle stehen hier gerne fflr Euch, wenn Ihr nur immer recht fleißig lernt und artig seid. Aneh hier gibt «a Kinder, Berühmte Gäste in Marburg Konzerte des Mozartchors der Berliner HJ auch in Gonobitr und Windischgrar wied«r wird In den Pressestim- Ein Chor von 75 frischen Jungen und Mädchen rieht durch die deutschen Lande, singt in kleinen und großen Städten, vor musikverwöhnten und musik- ifcw^hnten Mensrhon und übf>'-.^ll w diese Singschar •rsch«int, gl&nzen die Augen heller, geht Jung und alt das Hers auf, wie «t viel« tausend Stimmen fler Beoe'sterunti und Eroriffoiihe i fii allen Volksschichten wieder und wieder bestAtigen Der Chor, der derzeit eine Reihe von Konzerten Im Gau Steiermark •fibt, hpsucht fim 2.T April auch d r Draustadt, um hier einen Konzertabend zu geben. Der Mozartchor ist befähigt, das edelste Liedgut deutscher Musik zu pflegen. Wehrgemeinschaften der Jugend Reffes Leben auf Schloß Windenau Die Gefolgschaftsführer der »Deutschen Jugend« aus allen Ortsgruppen wurden in vier je 'V'niiä'tinen Knrzehrqängen 7U-sammeniJefaßt, die zwischen dem 1. und 18. April in der Bundesjugendführer-schule auf Schloß Windenau stattfanden. Die Lehrgänge, die vom Bundesjugend-führer, Bannfiihrer Schilcher. selbst geleitet wurden, vermittelten den Jugendführern vor allem das Rüstzeug für die Aufgaben der nächsten Zeit. Insbesondere wurden tm Dienstunterricht die Neuauf-stellung der Wehrgemeinschaften und die neue Disziplinar- und Dienststrafordnung der »Deutschen Jugend« besprochen. Außerdem besuchte der Nationalpolitische Referent der Bundesführung, Dr. Car-stanjen, jeden der vier Lehrginge, nm ein Bild der untersteirischen Geschichte und Gcfjenwart zu geben. Der Dienstplan wurde vervollstindigt durch praktisch durch|(eführten Musterdienst, vor allem Sportstunden und Singen. Zum Abschluß jedes Lehrganges sprachen sämtliche Abteilungsleiter der Bundesjugendführung zu den Gefolgschaftsführern über die einzelnen Arbeitsgebiete. Es wurden damit und in den vorhergehenden Dienstunterrichtstunden alle Fragen, die die Gefolgschaftsführcr bei der Durchfuhrung ihres Dienstes und insbesondere für die kommenden Aufgaben der Sommermonate interessieren, einge-hendst durchbcsprochen und in gemeinsamen Aussprachen erarbeitet Die Jugendführer gehen so mit einem vollkommen klaren Dild und mit den genauen Mar^cb- befShlen fflr di« nichsten Monate wieder zurück in ihre Standort«. In einem der vier Lehrginge sprach Bundesfflhrer Franz Steindl zu den Teilnehmern und hielt ihnen die große Verantwortung ihrer Aufgaben vor Auffcn. Jeder dieser Lehrginge, die mit Arbeit von fröh "bis spit angefüllt waren, war ein Bekenntnis der Jugend zu den Pflichten dieser Zeit. Immer wieder wird In men die makellos« R«inhelt gepriesen, mit der die Klnderstinimen durch den Konzertsaal schwingen. Auch die zartesten Echowirkungen, kaum noch vernehmbar, bewahren Wohllaut und Tragfähigkeit. Es ist «In wundervolles Singen aus frohen klingenden Kinderkehlen, das frisch und ungekflnstelt wirkt und «inen einzigartigen Zauber auf den Zuhörer ausübt Bedarf es nach dem Gesagten noch eines Hinweises, dafi die Berliner Kinder überall, wo sie erscheinen, mit offenen Armen aufgenommen werden, dafi sie mit Ihren Welsen aus der großen klassischen Zeit de« deutschen Chorliedes, aus dem Liedschaffen der }ungen Generation und der Bewegung und aus dem roichen Schatz des ewig jungen Volksliedes, ständig Brücken der Herzlichkeit srhltinop zwischen den deu'srhei Menschen an« «nea Qeven des Vaterlandes. < Wh erwarten «och la Marburg dieses Konzert der 75 Jungen und Midel mit Freude und m§ empfiehlt sich, die Eintrittskarten fOr den Konzertabend am Freitag, den 33. April, hn Heimatbundsaal zu besorgen. Das Konzert des Berliner Mozartchores findet am 16. April auch in Gonobltz und am 22. April in Windischgraz statt Eine Schauspielerin verschwindet Ab Montag erscheint GroOs Aufregung faa Stadttheatcr zu Crantz I Bei der Generalprobe zu Hebbels »Judith« fehlt di« Darstellerin der Titelrolle. Si« wer sonst immer «ine der Pünktlichsten, die jung« Schauspielerin, die seit zwei Jahren das Fach der ersten Liebhaberin an dieser Provinzbühne versieht und deren brennender Ehrgeiz allgemein bekannt ist. Was mag nur plötzlich in sie gefahren'sein? Der Regisseur ist wütend, di« Kollegen murren. Der Bote, den man in die Wohnung der Säu-migen geschickt hat, kommt unverrichtc-ter Dinge zurück. Er hat die Zimmerwirtin in Ängsten angetroffen; denn die Schauspielerin ist di« Nacht über außer Haut« gewesen und bis jetzt noch nicht zurückgejcehrt. Liegt ein Unglücksfall vor, eine Entführung? Oder sollte am Ende.,.?! Flüsternd nur wird die letzte Vermutung ausgesprochen; aber schon sind fast alle aavon überzeugt, daß sie unser neuer Romas di« richtig« M. Sl« h«b«a )e auch immer gestritten, di« B«id«n. Erst g««t«m noch, während der Vorstellung kurz vor Beginn des letstea Akte«, Mttaa si« in Di-naha Gardarob« «inen Wortwechael, daß man es in allen Naehbarkabinen hören konnte. So erregt war dt« Schauspielerin danach, daß si« fast Ihren Auftritt gefährdete, Sicher hat er Ihr nachher etwas angetan, der... Mit einem Schlag verstummt das Geflüster, Der Besprochene betritt eben den Zuschauerraum, Fragen schwirren auf ihn zu; aber er weiß von nichts. Im Gegenteil; er scheint erstaunt, bestürzt, und nun sieht d«r Intvndant schließlich keinen anderen Ausweg «Mhr, als die Polizei zu vers findigen .,. Wollen Si« wissen, wie es weitergeht? Denn lesen Sie bitte ab Montag mit uns unseren ttou«n spannenden Roman: Geheimnis um Üinah Rauch. aber die sehen nicht m sauber and gepflegt aus, wie bei uns im schönen Deutschland. Ich hab« noch kein Land kennengelernt, das an Sauberkeit und Schönheit unserem gleich wire. Bittet mal recht höflich Enre Tante, vielleicht kt.nn sie Euch etwas über Afrika erzählen. Vielleicht kommen auch *ar wieder einmal zur Ruhe, dann will ich Euch etwas mehr schreiben. Mit vielen Grffflen verbleibe ich Euer unbekannter Soldat. E n Ja! rhundert alt Glückwunsch des GeuieUen Heule, am 17. ApnL begebt der Sek-lionschef a. D. Dr. Rudolf Acii von Jähn-stedn in Graz seinen 100. Goburtetag Gauleiter und Reichssta/thalter Dr. Uiberreither sandte dem Hundertjährigen ein henf.lich gehältene« Glürkwunerh-schreiben. Dor Jubilai, der sicJi vejhäJt-nismäßig guten körperlichen Wohlbefindens erfreut, bekleidete im «Itein Österreich ansphnlirhe Stellungesni zuletzt war er Sektionsrhef im Finanzministerium nnd erhif»lt hohe Auszeichnungen. Seit seinem tThertritt in den Ruhestand, das heißt seit 40 Jahren, le^)te er ir Graz. I m. Dr. h. c. Hans Emfl tedam gestorben. Im Mter von 62 .I.ihr«n Ist am Mittwoch im Sanatorium Bühler Höhe !m Schwnrzwald der Mitinhaber und Betriebsführer f!*ir welt'>ekannfen Lp?fpz<-ger Verlagsbuchhandlung und Buch-druckerei Philipp Reclnm jun., Dr. h. c. Hans Emil Reclam. gestorben. m. Vereidlgunq von Helfern ond Hel-ferfnnen beim i)^^tsc^^'fl Roten Kr«iz in Marburg Am Sonntag, den 18 April, findet um 11.^0 Uhr un Musiksaal de« Fodoroczy-Palais in df*r Schmiderergasse iji Marburg di»» Veieiif.gujig von FTrl-fem und Helfo'^iTinrTi des Deutsrhen Roten Krfv,i7es «ta't. Opierfreudige Frontsoldaten b* vargtiiit kaum em Icig, do dem osüU Sp^uduu voll (kir Front lüi das Kj-iegswo^toitiiÜswerk und dnrwi6t>eQ sie dem K-riay»-WHW, Km eiruiyes Roffiment w«u daran mit iii>cr 120 UO'.) RM beteiligt. Eine rheiTLisrhe liifanteriedivisiion spendete 322 093 RM Die Männer einer Nach-richten.ibleilung übersandten 50 995 RM. Gebirgvjdgere.nheiteD im Norden sam-n»e»lt«ii onläiliich cU» Tages 4er Weiu-madit. Daf>e< erbracht« ein GebargsJA-gerregiment 48 tXX) RM, eine GeWrgs-nachrichttMidbleilung 20f)H2 RM und der Stab eines Gebirgspionierbataillcn« 1670 RM auf. Männer eines im Osten stehen-c>n Grenadierbfltaillons brachten 21 000 RM für die Kinder Her gefallenen Kaine-Tiiden zusammen. Eine Berlineir Flak-batterie üherwins für bomhengeschä-digte Berliner 18 620 RM. Zwei Fr''f'>fif"whrrngen in Marburjj Woche sieht «He? "■nnr St-iHtfheaters Für die kfimmr-nde rt'". Mrt'i' nicht weniger als zwei Erstauffflhrun-(|en vor. .'\ni Oienstüf] neht der Einakter »Das Dorf hei Odessa* in Szen«, ein Schauspiel aus dem gegenwärtigen Kriege von dem luqqcn Dramatiker Herbert Reinecker Es wird am Freitag wiederholt. Der Karsamstaq bringt als ganz besonders reizvolle Neuinszenierung die Operette »Der Zigeunerbaront von Johann StrauR. »Der Troubadour« ist in der Aufführungsreihe dreimal vertreten am Sonntag, den 18., «Is Nachmittags-, am Mittwoch und am Ostersonntag als Abendvorstellung. Am Abend des 18. und am Nachmittag des 0»terB()nntaq wird die Lustspieloperette »Susi Beutet« sowjetruMiacb« uivd französiArjie Waffen sind ia einma Schairfemster der Firma Karbeutz In Marburg, SrhmiedgAM«, ausgestellt. m. 25 000-RM-Gewtnn Hei auf Nr, 1.1.392. In der I Klasse der 9. Deutschen ReachBloMer** Helen dr«l Gewinn« Toa je 2.^ ODO Reichsmark «n/ di« Nummer 13 m m. Volksbewegang 1« Marbwy. Da« Ergebnis d«.« ersten AprilhAlft« unter-scheidet nch nicht viel vo« jenen an« der letzten Vormonathälfte. Dem Stau-deeamte wurden gemeklet; 99 Gel>urten (vorletzt 108), hievon 44 Knaben (vor-•e**t 54) ojvd 55 Mädriien (vorletzt M)i 69 Todesfälle (vorletrt 64), hievon m&rtnhrhe (vorletrt 35) nnd 26 weibllciM (vorletzt 29). — Es ist bezedchneiKl, dnfl die 7fthl d<»T männlichen SterbefSlle regelmäßig (iie der weiblichen bei weitem flborsterlgt. — Trauungen waren diesmal 45 (vorletrt S9). m. überlall. In Kapellen wurde der 49 Jahre alte Scbuhmachergehilfe Johann Weheritsch aus der Fl iedergaese in Thesen ftberiallen. Hr erlitt durch «inen Schlag eine schwere Wunde aa Rücken. — Der 18|8hhge Grunei ihm eine Eisenspitz« in (Me Unke BrustÄeite «rntrang. — Vom Fahrrad stürzten der 43jahnge Handelsantjb-stellte Franz 7,emi«chek aus Kartsrho-wtn, der ertne KopfwuiKte auf der Knken 5^te erlitt, rmd der W)Ährlge Lnfl-srhutrleit^'r Horst v Hftckper aus der StrauBnai*se In Thesen, der sich dabej Har^d- tmd Knieverletnmebrecheus wegen hatte Michel das Tier besonders in sein Herz geschlossen. Der noch junge Bauer lächelte oft über seinen allen Knecht, den er samt Troll von seinem Vater flbemommen hatt«, nnd spöttelte zuweilen bei seiner Frau über Michels närrisches Getue mit Troll. Dann meinte die Frau, die beiden Alten paßten in ihrer Treuherzigkeit wohl zusammen und er möge sie nur gewähren lassen. Michel ließ sich auch in seinen lieben Gewohnheiten nicht beirren, zumal seine Neigung zu Troll einen sehr triftigen Grund hatte, von dem freilich niemand etwas wußte. Aach dem Altbauer hatte er es damals nicht przählt, als er pudelnaß heimgekommen, daß er in der S< hwemme beinahe ertrunken wäre, hätte ihn nicht Troll, an dessen Mähne er »ich verzweifelt ge-klimmert, ans Ufer geschleift. Es war selbstverständlich, daß Michel bei aller zwolspännigen Feldarbelt hin find zurück neben Troll schritt, der jedem seiner Winke willig folgte, ohne daß es jemals eines harten Wortes bedurfte. Und er wurde auch ganz gut mit Troll allein fertig, als die Militärbehörde eines Tages bei einer Musterung auf dem Marktplatz den Rappen für sich beanspruchte. So kämen sie auf keinen Fall mit aller Feldarbeit zu Ende, rumorte der Bauer bei seiner Frau. Michel mache wohl seine Sache gut, aber ein Junger sei ihm zweifellos über an Tempo und Ausdauer. Der alte Gaul passe zu ihm, aber beide nicht auf einen Jungen Hof. Doch die Frau war gegen jede gewalt-I same Änderung der bestehenden Ver-1 hältnisse. Sie meinte, es werde sich ! schon alles lügen. Und es fügte sich. Anders allerdings, \ als sie und auch ihr Mann es erhofft. I Der Krieg brach aus, nnd der junge Bauer wurde schon in den ersten Tagen eingezogen, Nun war die Bäuerin doppelt froh, Michel und Troll zu haben. Viel« Nachbarn hatten den Bauer und den Knecht und manche beide Pferde hergegeben. Es kam sogar soweit, daß Michel mit Troll noch da und dort aushalf, als die Ernte einzuholen war. Der Bäuerin war es nur noch für einige Monate möglich, bei der Feldarbeit dabei zu sein. Sie erwartete das erste Kind. Um dieses nnd den fernen Mann kreisten all Ihr« Gedanken und giiton Wünsch«. Nach dem Waffenstillstand In Frankreich erwartete s'e ihren Mann, zumal «ie in der Zeitung überall von heimkehrenden Truppen las. Endlich schrieb der Bauer, daß er in Deutschland sef und in Kürze beurlaubt werde. Er kam zur rechten Zeit, da die Äpfel im Wiesengrund gebrochen und auf den Obstmarkt gefahren werden mußten. Er traf eine junge Mayd am Lager seiner Frau an, bereit Hilf« zu holen, wenn «s vorzeitig nötig werden sollte. Den Bauer hielt es nicht in der stillen Stube mit seinen wirren Gedanken, er war i« erregt und fühlt« sich überdies so überflüssig, daß er zn Michel in den Wiesengrund lief. Der hatt« bereits einige Körbe voll Apfel gepflückt, als sich düsteres Gewölk am Himel zusammenzog, nnd man ab und zu dicke Regentropfen auf Gesicht und Händen spürte. Der Bauer war dafür, die Körbe auf den Wagaa zu schaffen und zuzudecken, damit man jederzeit aufbrechen könne. Michels zweifelnde Frage, ob sie den Baum, in dem sie beide standen, noch leer bringen würden, beantwortete er mit einem unverständlichen Knurren. Sein« Gedanken waren schon wieder woanders. Er schreckte alle paar Minuten auf und verwünschte den Sturm, <^eT ihn narrt«. Wo blieb nur die Magd, die ihn benachrichtigen sollte? Plötzlich jagte Troll, dem die Bremsen schwer zusetzten, wie von Peitschen gehetzt unter den Bäumen fort dem Feldweg zn. Alles Rufen der beiden half nichts. Der Bauer eilte dem Pferd als erster nach, während Michel ihm den Weg abzuschneiden suchte. Dabei rief er Ihm alle vertrauten Wttrte z«, die Ihm einfielen. Ein greller Blitzstrahl, bei dem Troll sich aufbäumte, ließ ihn jäh verstummen, zumal ihm ein schmetterndes Krachen folgte, daß Michel die Knie zitterten. »Den Baum hat's getroffenI« schrie der Bauer bleichen Gesichts und deutete mit dem Arm dorthin, wo sie eben noch auf den Leitern gestanden. Noch ziemlich verstört erreichten sie den Hof. Der Bauer ging Ins Haus, sog seinen nassen Rock aus und schlich sich auf Zehenspitzen zur Schlafkammertür. »Ein Bub ist'sU hört« er di« Hebamme sagen. »Ein Buht« er küßte sein« Pran. Dann holte er sich in der Küche ein paar Zuckerstücke. »Gib's ihmU sagte er zn Michel an der Stalttür, »die Bäu«rln schickt's ihm und der Hoferbe.« Auf der Rollbahn des Frühlings Von Kriegsberichter Fritz Thost Im Osten entzünden sich die Horizonte und bringen das Tagesgestim sur Welt, purpurrot nnd strahlend. Da wird es stiller überm Tel. Freund und Pelnd verkriechen sich tief in den Bunkern, denn keiner will vom anderen eingesehen und abgeschossen werden. Es ist eine ungeheure Spannung, di« sich nun schon seit drei Wochen über die Nerven unserer Männer legt: Dtinkle Nächte erfüllt mit Angriff nnd Gegenangriff, helle Tage voller Zwang und Vorsicht. Aber es Ist Ja schon um Tieles besser und leichter geworden, seit Nacht für Nacht die Kameraden vom Troß Ober die Höhe kamen, und hier am Bergrand beim Stellungsbau mithelfen. Nun sind die Gräben und Bunker fertig und sogar ein breiter verminter Zaun, der die Hänge gegen den Feind abriegelt. Kameraden, dort oben Ist aus dem Blau des Himmels, das wir sparsam durch unsere Luken schauen, der Frühling gelandet. Im Sturzflug ist er herabgeschossen zwischen die großen Disteln und das Steppengras, die noch frühmorgens im Rauhreif > blühten, und hat si« in Diadem« silberner Perlen verwandelt. Die schmutzigen Schneelachea hat «r aufgeräumt und das verglaste Land geöffnet. Jetzt schleudert «r seine erste Lerche empor wi« «in flimmernde« trillerndes Herz, und Jetzt läßt er auch die Kameraden auferstehen, die in ihren dunklen Kammern wohnten. Heute sitzen sie das erst« Mal tot ihren Bunkern, die Männer Tom B*-taillonsgefechtsstand, von den Granatwerfern, MH- nnd Pakstellunaen. Einer zieht das Hemd vom Leib« nnd wagt «4n «rstes Sonnenbad, ein anderer hängt Gewaschenes auf eine Leine, die er zwischen die Pfähle spannt. So richtig zu Gast aber ist der Frflb-Hng bei den Mlnnem eines Granatwer-ferzuges. Die hatten den Mut, Ib trflh-seligsten Tagen Ihren Bunker »Sonnenschein« zu taufen, und so die Wegbereiter der schönsten Jahreszeit zu werden. Jeder l«t wie eine leibhaftige Granate voll frischer Kraft und Zurersicht, und wie spassig: In fhrem Nest Hegt ganz Deutschand beisammen; Emst aus Westfalen, Albert aus Thüringen, Otto an« Bayern Gustav ans Oberschlesien, Theo aus der Eifel und Willi aus Köln. Heute, wo es obendrein noch Post und Marketenderware gibt, ist «s ihnen wi« Sonn tag zumute. Was stören schon die dreißig Schuß, die sie heute zu den Bolschewisten hinüberballerten. Das taten sie so nebenbei. Nein, heute feiern sie etwas, was sie plötzlich überkam: den Frühling über der Höhe. Oder ahnten sie bereits das noch viel überraschendere, das bereits zu Ihnen und ihren Kameraden der vordersten Front unterwegs Ist, die schöne Nachricht der Ablösung? MARBURGER ZEITUNG SarngfafrSonnUi. 17./18. April » Nr. 107/108 « Seile 7 Allezeit schöne Steirertrachf Von der »Ledemec« «nd Tom »Dirndl« — Die Wandlnngen der S uideskleidnn| — Schatz umI Pflef^e dem altererbten Knltnrgnt Aergbauer in der »Ledernen«, die Generationen Uberdauert Hat Bchn einer darüber nachgedacht, dafi auch die gute, bie dere Volkitracht ihre Wandlungen- und Veränderungen N«uerun{{cn und Vielfältigkeiten durch-tfemacht hat — ähnlich wie die itidtiiche Mode? Zwar tind^dai »Dirndl« und die »Ledern«« uralt und doch immer tfälti^, iind beatindiff und allezeit tragbar, doch sind aic in ihrer Form nicht steif nnd «nablnderlicfa geblieben seit Vorfahr« Tagen, wie etwa die Berge unterer Heimat Sind doch auch diese schon den Wandlungen der Naturgesetse unterworfen, wie erat die Tracht, von Menschen «nd für Menschen geschaffen! So hat sich in vielra Generationen der volkstflmliche Geschmack, der der Tracht das Gesicht ^leiht. beeinflussen laasen und man- ches, was Ton »draußen« als Mode eindrang, den Notwendigkeiten and seinem Schönheitsin angepaßt und aufffenom-mcn Freilich nicht in dem städtisch-eilfertigen Tempo, daß nicht einmal das Zeug des Gewandes auftragen läßt um neuen Modelaunen nachzugeben, sondern schön bedächtig, mit Maß und Ziel und praktischer Überlegung. Langsam drang ein Bestandteil einer Standeskleidung in die bäuerliche Gewandung ein und blieb Jahrzehnts, Ja auch Jahrhunderte dann bei ihr zu Hause; der untrügliche, mit tiefem Sinn fOr Harmonie in Form und Farbe ausgestattete Volkstumsgeschmack hat eben nur einzelnes auserkoren, um es als trachtlichen Bestandteil zu konservieren und damit den stolzen Weg der Erhaltung'in der Bauerntracht gehen zu lassen. So weiß dei Bauer heute wie früher, was zu ihm paßt und was wesensfremd ist, sein Geschmack ist sicher und nicht so wankelmütig, wie der städtische und wir alle sollten ihn — und besonders im Kriege — zum Vorbild nehmen, wenn wir von t&richten und unzeitgemäßen Modelaunen geplagt sind. *Das is nix für unseran« sagt der Bauer und weist unpraktische und auffallende Kleidungsstücke lurfick und hilt sich an seine solide, wetterfeste Tracht.-die trotz ihrer Beat&ndigkeit (wie viele Stücke aus dem Bauernschrank überdauern Generationen) ein unbekümmert frisches, lebendiges und originelles Eigenleben feiert. Ja, faat jedes der Alpent&ler hat seine trachtlichen Eigenheiten, denn man müßt' sich ja sch&men, haargleich wie der Tal-Nachbar gekleidet einherzugehen I Aber lachen würd' auch der Nachbar, wenn man auf einmal ein gutgedientes Gwand ablegen wollte, wo e« noch nicht verschlissen ist, nur um etwas Neues anzulegen! Aber gestaltend greift die Tradition und die kulturelle Eigenart des Volkstums immer wieder in die trachtliche Entwicklung ein. Unsere lltestea Vorfahren kannten kefn iÜ? * Vielerlei der Kleidung, Die Germanen unserer Gegrad, z. B. die Bauern unter Karl dem Großen, trugen ein schlichtes Leinenhen>d als Hauptbestandteil ihres ip'Dest Anzugs. Darüber wurde ein Wetterflerk geworfen und gegürtet, die Beine staken in Lang- oder Kurzhosen, auch eine Art Wickelgamaschen waren den — durchaus nicht felldr^pierten — Altvordern bekannt. Die Stoffe waren derb und fest, die Fraueokleidung bestand ans einfachen, Irmellosen und knöchellangen Hemden. Alle ohne Unterschied des Standes gingen so gekleidet einher, noch hatte sich die Mode nicht mit dem Standesbewußtsein gepaart. Erst im aufblühenden deutschen Kaiserreich brachte der Handel mit den Nachbarländern Anregungen aller Art, und mit ihnen drang der Wunsch nach differenzierter Kleidung mit ein. Statt Leder, Loden und Leinen begannen Seide, Brokat und Damast heimisch zu werden und der einfache Zuschnitt wurde von neuen, kleidsameren, oft aber auch absonderlichen Formen abgelöst. Nun will der reiche Mann schon kleidungsmißig im Vordergrund stehen, bald will es der ärmere ihm gleichtun, die Zeit prigt die Menschen und ihr Aussehen nach ihrem Geist — and ganz langsam fingt in den verschwiegenen Alpentilem auch die Tracht zu wachsen an Wie der Stein, der ins Wasser fällt, zuerst heftige Kreise zieht, die später immer leiser, schwächer werden — so raft auf dem Lande die Mode als Tracht, ein lartes, dabei aber wertvolleres Echo als in der Stadt her* »Brach« — Calotte — •Knleabl-Hoacn« Damals wurden die plumpen Hosen za eleganten Beinlingen, »Beinhöserln«, die an die kurze »Bruch« oder Oberhose angenestelt wurden. Denn aber wurden die Beinlinge ganz abgeschnitten und als Strümpfe selbständig angezogen. Die Hose Aufnahmen: SU-lfcn-Li<:hll>tld, ürtt D!e fleinige Spinnerin wurde bald weit nnd bauschig, protzig «nterfüttert nach Lendsknechtsari, bald wieder eng nnd als Atlasseide alt Calotte, bis inr die französische Revolution den Garaus machte. Di« »Sansculotten« (ohne Culette) trngea ntniich com Zeichen ihrer Distansiening von den Adeligen die langen Röhrenhosen der Hafenarbeiter, die bis zum heutigen Tag als unsere »langen Hosen« in Stadtmode nnd Landtracht einheitlich Aufnahme gefunden habf;n. Daneben kennen unsere Bauern wohl vor allem die »Lederne«, zu den immer braunen, nackten Knien. Doch zur Zeit des Erzhertogt Johann war di« Lederhose länger nnd als »Knieabihosen« allgemein bekannt. Die abgeschnittene Hose kommt »Vom Jagem, Tanzen und auf-die-Alm-Gehen« nnd deshalb muB ja auch im Winter die Barchent-Unterhose bis in die Stutzen gezogen werden. Das farbenfrohe »Dirndl« Mit kühnen Schnitt wurde «inst der Bauemkittel in der Mitte vom entzweigetrennt, der Oberrock wurde geboren, der zu keiner Zeit mehr geschwunden ist. Der Frauenrock hingegen, der zum Leibkittel, der gleichfalls vom zum Zumachen getragen wird, hat viel öfter Wandlungen erlebt und war sowohl als Krinoline als auch als kurzes Röckerl, als schwerer Faltenrock oder gekrauster Seidenrock Hauptbestandteil der kleidsamen, steiri-schen Frauentracht Zweimal gab es nach spanischem Einfluß Reifröcke, im Rokoko und im Biedermeier, es gab niederländische Halskrausen in unserer Tracht (ein Votivbild aus Traboch zeigt ein altsteiri-sches Paar in diesem Schmuck), es gibt heute noch Schinkenärmel und mancherorts besonders »boschate« Röcke mit vielen, vielen Unterröcken. Ihrem Wesen aber ist die Tracht trotz mancher Wandlungen treu geblieben, sie zeigt heute wie damals altüberkommene, vertraute Motive, Muster und Schnitte, weshalb auch nie ein »Dirndl« unmodern werden kann. Wenn wir daher im Krieg noch mehr als sonst dem »Dirndl« die Ehre geben, es zu unserer areigensten Kleidung machen und uns an seiner Farbunfreude weiden, handeln wir nicht nur praktisch und punkte- und daher rohstoffsparend, sondern dürfen uns des eigenen Wertes und Geschmackes wohl bewußt sein. Denn in der Tracht gibt es kein »gesunkenes Kalturgut«, wie mancli« meinen möchten, die Tracht ist primär und nach ihr richtet tich wiederum unser Farbensinn. Ernst und Heiterkeit mischen sich oft im Charakter unserer Tracht, grün ist die »steirische Färb««, aber mehr dunklet Rot, Braun, Rosa, Lila «nd E^nkelblaa finden sich in ihr in schönsten Harmonien, wie sie bei modischen Kleidern nntrag-bar, ja lächerlich wirken würden. Naturverbunden ist der trachtlich« Geschmack, wer aber nicht sicher darin iet, findet in den vom Volkskundemuteum in Graz zusammengestellten Dirndlmustern beste Vorbilder. Im Unterland hat sich das Mä-delwerk der Förderung der Steircrtracht vorgeschaltet «nd in zahlreichen Lichtbildervorträgen und Ausstellungen steirische »Dirndl« gezeigt. Denn unsere Tracht ist ja, wie unsere Sprache, Ausdruck unterer Gesinnung nnd darum lieben wir sie auch in ihrer ganzen Schönheit von Herzen. Dr. Edina Weber Das schöne »Gwandl« Sport und Wehrwille im Unterlana In den swei Jahren seit d«r Befreiung {der Untersteiermark mußte auch die I Sportbewegung zur Aufbauarbeit das rhr« ; beitragen. Ihr oblag die Formung des I untersteirischen Menschen, vor allem der ' Jugend. Ünd to wurde nai:h d«r Heimkehr ' der Untersteiermark «mfassend mit dem ' Neuaufbau der Sportbewegung begonnen. Richtunggebend für diese Arbeit waren die Sonderaufgaben, die am «ntertteiri-tchen Menschen nach Aber 20j Ihriger Fremdherrschaft tn lösen waren. Früher konnte der junge Mentch noch überlegen, ob er sich körperlich schulen wollt«. Heut« hat sich in dieser Beziehung alles von Grund auf ge&nderi Der Steirisch« Heimatbund and in ihm die Deutsch« Ju-end bringt d«n Leibesübungen das gröBt« tereee« entgegen, ja man wertet si« ab «inen auBerordentlieb wichtigen Ercie-kungsfaktor. Man sagt den Menschen in den Betrieben, die bereits von Betrieb«-tport erfaßt sind, man sagt den Schülern in d«a Schulen and den Jungen «nd Mädeln ia der Deutschen Jugend daB es als eine Pflicht gegenüber der deutschen Volkigemeintchaft gilt, sich körperlich lu «rtüchtigea. Mit diesen Ja sur Leibes-«rtflchtiguag bt daa einer ▼ergangen«n Zeitepoche entstammend« Gerede vom »freien« Einzelmenschen durch den Begriff der Gemeinschaft, der in der «nter-tteirischen Tum- und Sportbewegung festen Fuß gefaßt hat, restlos ausgelöscht, Die Stelle des «instigen »Kavaliers« mit den langen, gewellten Haaren, der bewußten dunklen Horabrille «nd den anderen Anzeichen, an denen er erkennbar war, ist im Unterland von dem »ganzen Kerl« eingenommen. Daß dies möglich war, dafür bürgt die straffe Ausrichtung im Hin- blick auf die Leibesertüchtigung «nd nit dieser Arbeit ist der große Schritt aur Erhaltung der Volksgesundheit getan. Mit voller Befriedigung kann anterstrichen werden, daß bereits ein erstrebenswerte« Teilziel «rreicht ist, unseren Jtugen und Mädeln ein neues Schönheitsideal näher zu bringen. Wie freudig wird dieser Dienst, den man an der Jugend leistet, von ihr aufgenommen. Ein Besud unserer Sportveranstaltungen auf den vielen neuerstandenen Sportplätzen der Untersteiermark, der Turnhallen, der Wehrertüchtigungslager der Deutschen Jugend, der Führervchulea and der mannigfachen Lehrgänge gibt uns hier «in Bild, wie wir es uns schöner nicht denken können. Artgemäß gestrafft und gespannt, ausgerichtet auf hohe Ziele, steht hier der Junge und das Mädel aus dem Unterland vor «na nnd die kommende Arbeit wird es «ein, diese Art der Leibeserciehnng, die wir für daa Volk ala die richtigste Art erkannt haben, noch mehr hinauazutragen in die Dörfer ia Un-terst«i«r, tun dadurch alle Menschen des Werte« dieser Leibeserziehung teilhaftig werden i« lassen; denn Turnen und Sport ist letzten Endes nicht nur Dienet an Volk and Vaterland, ist folgerichtig gerade in dieser Zeit des schweren ans aufgezwungenen Ringens gegen ein« Welt von Feinden auch Erziehung zum Wehr-willea, zum Wehrkönnen, zur wehrhaften Wahrhaftigkeit tmd sur wahren Wehrkraft, aar Wehrfähigkeit ia allen Lebena-lagen, zur Wehrfähigkeit in ihrer besten und höchsten Potenz: für das gesamte Volk und unser aller deutsches Vaterland. R. Kratxtrt AninaHm«: Archnr Deutsche Jugend am SrhIeBstand Flucht III OK' iJUjI' loman von Bert Oehlmann iUleKcchie Vürhehiilirn lici Horn - VurlaK.UvriiiiäW 11 (3!). Fortsetzung) Ich habe die Asche soiylältig gesiim Hielt und in eine I üte geic-gt, die ich mit der Aufsclirilt A versah. In eine zweite Tüte, die ich niil B bezeichnete, tat ich Asche, die eui mir btfkdnntoi und verdächtiger Angeslolitei von seiner Zigarre streifte, als er am Morgen seinen Dienst antrat Beide Ascheaarlen ließ ich chemisch lintersuchen. Das Ergebnis — — bitte schön, wenn Sie Einsicht nehmen wolienl — dEs brachte ihm fünfhunderttausend Mark ein. Und er? Er arbeitete weiter! Er ließ sich vom Gelde nicht den Kopf verdre-henl Er blieb der stille l>escheidene Mitarbeiter, als den wir ihn dlle heit Jah ren kennen. Der einzige Luxus, den er sich gestattete, bestand in der Anschaffung eines kleinen Wagens nnd einer schönen Villa in Halensea, die er, seit er sie übernahm, mit einem tapferen Kriegskameraden und dessen Schwester teilt. Das Geld berauschte ihn nicht. Was er im Lehen tonst erreichen wollte, die Arbeit sollte es ihm bringenl Erkämpfen wollte er sich den Posten, nach dem er seit Jahren strebt«--erkämpfen nnd nicht erkaufoni Er fürchtete, urplötrlirh ausgeschlossen zu sein aus dem Kreide seiner Arbeitskameraden, wenn sie erfuhren, wie reich ihn das Schicksal gemacht hatta. / Ä Seite 8 * Nr. 107/108 * Samsti£/SonnU|, 17./18. Aprfl Zuchthaus für Dicbftahl ab Miireitendra Wer unt«r Auinutzung d«r Vtrdunk*-luim Min« Mitreitenden la der EiMn-babn befttieblt, ist alt VolkMchidling tu betrachten. Zu diesem Urteil kui das ßondergericht Im Hagen, vor tfataea Schranken der 37jlhrige Ferdinand Paters Bich zu verantworten hatte. Peters hatte aus einer Handtasche, die tlne Mitreisende offen auf der Bank neben ihm hatte stehen lassen, wihrend si« selbst durchs Fenster hinaussah, «ine Geldscheintascha, dia 65 RM bares Geld sowie Lebensmittelkarten enthielt, ge> stehlen. Das Sondergericht ▼erurteilte den bisher nicht vorbestraften Angeklagten zu einem Jahr Zuchthaus und zwei Jähren Ehrverlust Rundfunkverbrecher Vor dem Sondergericht Wien hatten lieh der 47 Jahre alte Johann Malik aus Rennersdorf und der 49 Jahre alte Friedrich Hlrl aus Schwächst wegen Rundfunkverbrechens su verantworten. Beide haben fremde Sender gehört und den Inhalt der Sendungen Freunden und Rekannten weiterer2ählt. Beide setzten ihr volksBchddliches Treiben fort, obwohl sie von verschiedenen Seiten auf die Strafharkeit ihres Tuns hingewiesen worden waren. Es traf sie die verdiente Strnfe. Malik wurde zu zehn Jahren Ziichthnus, HtrI zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Schußwaffen nicht in Kinderbandl Tn letzter Zeit haben sich die Kinderunfälle durch unvorsichtiges Hantieren mit Schußwaffen und ganz besonders mit attf Wehrmarhtsübungsplätzen gefvm-denev Munition wie Handgranaten, Sprengkörper und Patronenhülsen, derart gemehrt, daß es unverantwortlich wSr«, dieser Gefahrenquelle durch Auf-kInning und Belehrung der Kinder nicht den nötigen Einhalt zu gebieten. Pflicht der Schulen, Eltern und sonstigan Enie-hungsberechtiqten ist es daher, die Kinder auf die gefährlichen Polgen des Spielen« mit Schußwaffen und Munition eindringlichst aufmerksam m Machen br.w. zu belehren. E« ist aber auch Pfllriit der Besitzer von Schußwaffen, dieee so zu verwahren, da£ ito durch Kinderhand nicht erreicht werden können. Auch die Aufbewahrur)g der sogenannten iFrontandenkenf in den Wohnungen muß so vorgenommao werden, daß ein Unfall ausgeschloesen Ist. Wenn auch heute in vielen Fällen die Eltern kriegsbedingt nicht in d«r Lage sind ihreir Aufsichtspflicht den Kindern ^-gonüber so zu genüqen, vrie M m ®r-warten so muß doch mit aller Entschied^heit darauf hingewirkt werden, daß durch Aufklärung, Belehrung und Wamunq fler Kinder diese tragi-srhen Unqlöcksfdlle vermieden werden. Arbeiter und Betriebe in Urisrsteier DU toiiakn and wirtachaitspi^tischen Auigabra und LcUtungen des Steiriscben Heünatbttnde« Ein boshafter tat Tm Rastatter Wochenblatt war anfangs September 1839 die nachstehende boshafte Warnung an die BÄcker veröffentlicht: »Die Bäcker in Rastatt werden von einem Freunde gewarnt, ihre Mitcb* and Wasserwecken nicht vor die Fenster 7V legen, Indem solche leicht von den Spatzen fortgetragen werden könnten, wie dies schon an einigen Ortea der Fall gewesen seyn soll«. m. Hotelzimmer anf Drtngllchkeltsba* »cheinigung — unstatthaft. Die Wirtschaftsgruppe Beherbergungsgewerbe gibt auf Wunsch der Reichswlrtschefte* kammer folgende Klarstellungen bekannt: Einzelne Beherbergungsbetriebe sind da-u übergegangen, von den Gi-sten, die aus beruflichen Gründen XV Ihnen kommen Auswelse der Industrie» und Handelskammer oder Ganwirt-schaffskammem zu verlangen, in danea die Berufsreise bescheinigt wird. Gifte ohne »^ine solche Bescheinigung werdea abgelehnt. Ein derartiges Verfahrea ist unzulässig und führt tu einer untragbaren Belastung der erwähnten Kaniniern. Die Berufsreise kann auch mit anderen Unterlagen belegt werden, wenn sie sich nirht aus den äußeren Umständen ergeben sollte. MartHirg, 16. April bi den Jub«l tbar die Befreiung nsischteD steh ia den Apriltagen dee Jahres 1941 in der ganzen Untersteiermark Kundgebungen dee Dankes und als seine wATtvollete Form das Cieiöbnis treuei PfMchterfülluog. Der Wille zur Arbeit, das Streben, säch als vollwertiges Glied der großen, stolzen deutschen Volksgemeinschaft zu arweisea, wai ehrlich und sozusaigen allgemeia. Aber Voraussetzungen fflr erfolgreiches Schaffen sind gesicherte Lebenshaltung des Arbeiters, Regelung de« Arbcitscir\satzee und des Arbedtsver-hältnlsse« und Sdtutz der Arbeltskräfte, vor aJleni Schutz der arbeitenden Jugendlichen und Frauen. Hier war in der verflossenen jugoslawischen Zeit alles vernachlässigt worden. Dem arg verju-deten Belgrader demo- und plutokrati-sehen System war ja die Untersteiermark nicht viel mehr als eine Kolonie, aus der man herauszog und herauspreßte, was nur möglich war — au« ihrem Boden, ihren Betrieben und ihren arbeitenden Menschen. Es war klar, daß dabei eine gewisse Schichte vortrefflich lebte. Das waren die »Kolonialbeamten«, die aus Belgrad und Laijbach kamen, und jene ge«innungsloae Clique, die sich mit den weder in Moral, noch Fleiß und Können hervorragenden fremden Send-lingen aus dem Süden zur Ausplünderung der Untersteiermark zusammenge-funden hatte. Diese kleine Minderheit, welcher Bestechung in jeder Form eine bis zur Meisterschaft gediehene Selbstverständlichkeit war, genoß ein Wohlleben auf Kosten der großen Mehrheit, vor allem der Arbeiter, der Bauern, der kleinen Handwerker, Angestellten unH Beamten! All da« zu säubern, auf dae gesunden und rwnlichen Verhältnisse, wie sie im Reich üblich sind, umzustellen, dazu eina starke soziale Sicherheit und Ordnung aufzubauen und einer tüchtigen politischeo Erziehung den Weg zu berei-war ^ noch dazu mitten im Krieg — eine ungeheure Leistumg, die dadurch noch erschwert wurde, daA das gesamte Wirtschaftsleben gleichzeitig au« seiner Süd- und Südostorientierung herausgehoben und auf die Bedürfnisse des im schwersten Kampf stehenden Reichee ausgerichtet werden mußte. GeuMter und Reichsstatthalter Dr. Utberreither hat als Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark durch die in rascher Folge herausgegebenen dringenden Verordnungen Stein um Stein zum sozialen und wirtschaftspoH-tischen Bau gefügt. Das Arbeitspolitische Amt (A. P. A.) im Steirischen Heimatbund wurde geschaffen und baute seine Organisation aus, die bis in die Betriebsstätten reichen mußte, wenn ee die ihm obliegende fachliche und soziale Betreuung der Betriebsführer und Gefolgschafts-mitgHeder «id die Bearbeitung aller Wirtschaftsfragen im Sinne einer einheitlichen Planung und Lenkung nach dan Grundsätzen nationalsozialistischer Weltanschauung In die Tat umsetzen wollte. Eine sofortige Lohngestaltung wurde durchgeführt und vom Chef der Zivil Verwaltung mit Verordnung vom If. Mal 1941 verfügt, daß in Jedem Betrieb fftnf und mehr Beechäftigten ein Gafolgschaftsmitglied als Beauftragter des A. P. A. dem Betriebsführer zur Seite gestellt werde. Zweck dieser Verordnung war die Festigung der Betriebs-genelnschaft, die Vertiefung dee gegenseitigen Vertrauen« zwischen Gefolg-sdhaft und Betriebsführer und die Überwachung der bereits am 9. Mal ergangenen Verordnung über die arbeitsrechtlichen Bedingungen. Damit war ein au-Berordentlich bedeutungsvoller Fortschritt im sozialen Aufbau ertlelt: Der Arbeiter stand dem Betriebsfflhrer nicht mehr feindlich gegenüber» denn dieser war nicht mehr der von einem Auebeu-tersystem eingesetzte Antreiber, sondern der auf da« Wohlergehen und auf den Mutzen der gesamten Gefolgschaft bedachte fachkundige Lenker des Betriebe«, der alle Arbeiter zu einer pflichtbewußten Kameradschaft einte, die mit ihrem Schaffen der großen Gemeinschaft, deos Reiche, diente und damit »ch selbet. Um gwneinsam mit den zuständigen staatlichen Stellen den Einbau der Untersteiermark in die Wirtschaftsstruktur und in die Kriegswirtschaft des Reiches durchzufüLhren, < wurden in 28 Arbeitsausschüssen der wichtigsten Indust und Gewerbe wertvolle Unterlagen gesammelt. So konnte die Arbeitslosigkeit durch zielbewußten Arbeitseinsatz rasch beseitigt werdeni im ersten Halbjahr 1941 bereits wurden die zahlreichen un-ausgenützten Arbeitskräfte erfaßt, in den Arbeltsprozeß eingereiht und zum Teil auch in Betrieben de« Reiches untergebracht. Betriebsführern, Betriebsbeauf-tragten und Gefolgschaften wurde die Notwendigkeit der Betriebsgeraelnschaft durch Appelle und Schulungen immer wieder nahegebracht, Hand ia Hand hiemit ging die politische Belehrung und Ausrichtung. Die Leistungsstelgerttngen, die in einem großen Teil der untersteiriechen Betriebe erzielt werden konnten, «Ind geradezu von überraschendem Ausmaß und sie zeugen ebenso von Arbeitsfreudigkeit und Pflichtbewußtsein wie der Handwerkerwettkampf Ende 1942, bei dem über 1^00 Handwerksbetriebe Ihre Leistungsfähigkeit und den Aufbauwillen der Untersteiermark bewiesen. Der Arbeitsrhythmus, der in den Betrieben des Unterlandes herrscht, läßt heute, im Zaichen des totalen Krieges, in der Leistung keinen Unterschied mehr mit einem Betrieb im Reiche erkennen. Das gilt sowohl von den Zechen und Gruben Landwirtschaft wie z. B. auch von der Teitü- oder der Rüstungsindustrie. Dittse Tatsache führte auch dazu, ddl3 der Leistungslohn den Verordnungslohn immer m^hr verdrängt, eine Lohnrevision, die zugleich ein Beweis fortschreitender Leistungswifligkelt und sich standig steigernden Arbeitserfolges ist. Die Arbeit hat in der kurzen Zeit von zwei Jahren auch in der UntarsteiermArk ihren neuen, schönen und tiefen Sinn erhalten. Der schaffende Mensch wuchs in seinen Betrieb hinein, rias einstige böse vlißtrauen, da» »Arbtijtqeljer« und »Arbeitnehmer« als Feinde einander gegenüber stellte, hat einer freudigen, vertrauene-vollen Kameradschaft Platz gemacht So steht heute die Untersteiermark in der großen Arboitsschlaoht für die Front in Reih und Glied mit den Kameratleo im Reich. Soldaten der Arbeit hier und dorl Daß der totale Einsatz in den unter-steirischen Betriehen trotz harter vnd anstrengender Arbeit im Zeichen im.be-dingter sozialer und wirtschaftlicher Ordnung und Sicherheit, aber auch nn-ter der Zufrie^lenheit der Gefol^chaf-ten vor sich geht, an die«»em Erfolg hat das ArbeUspolitischo Amt im Steirischen Heimatbund durch seine nimmermüde und zielsichere 7rv.Teijahrige Arbeit jedenfalls tiewichtigen Anteil. Die poHtisrhe Führung wnr hier Wegbereiter \ind Garant einer tiefgreifenden Wandlung, die nicht hoch genug gewertet werden kann, vor allem auch in Ihren Auswirkungen für die Zukunft. A. Gerschack Erdbeerenanbau im Unterland Sorgsame Überwinterung der Pflanzen — Erfolgversprechende Sortenwahl M&rz) 2—3 kg Natronsalpeter für kalkarme, oder schwefelsatues Amonlek für kalkhaltige Böden, An Stelle der tot-genaimten Düngemittel kann eberaeo gut der Volldünqer »Nitrophoska J..G.« gegeben werden, und zwar Ende Februar bis Anfang März in einer Gabe von 2 bis 3 kg pro 100 gm. Nach Beenddgung der Ernte kann zor Kräftigung der alxjetragenen Pflanzen nochmals 1,5—2 kg »Nitrophoska J. G.« gestreut werden. Die ganze Menge in zwei Gaben. Die erste gleich nach der Ernte, die zweite im August. Diese« Düngemittel darf nur verabreicht werden, wenn dne Pflanzen trocken elnd. Es Ist zwischen den Reihen einzustreuen und leicht einzuhacken. • In zwei Aufsätzen der Nr. 105 und 106 der »Marburger Zeitung« brachten wir zwei Aufsätze aus berufener Fede. über den «rfogversprechenden Erdbeer anbau im Unterland. Der heutige Aufsatz führt in die mannigfachen Fragen der Uberwinterung der Pflanzen, die Nacherntedüngung und die Sortenwahl ein. Nach der Ernte der Erdbeeren ist der Bodenbearbeitung ein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Es muß wiederholt -flach gelockert werden, um das sich bildende Unkraut zu vernichten. Das Graben in Erdbeeranlagen ist nach teilig, da die flachwachsenden Wurzeln dann beschädigt und die Pflanzen so In ihrem 'Wachstum gehemmt werden. In den älteren Anlagen sind nach der Ernte die Ausläufer zu entfernen. Alljährlich übe»- den Winter sind die Pflanzungen wieder mit gut verrottetem Stallmist zu belegen. Das Abschneiden der alten Blätter ist zu verwerfen, es ist zweifellos ein großer Feher, gleichviel, ob es im Sommer oder im Herbst erfolgt. Die Blätter sind zur Bildung der organischen Stoffe bestimmt. Nach der Ernte werden diese Assimitate als Reservestoffe für das nächste Jahr im Wurzelstock niedergelegt. Es lohnt sich nicht, Erdbeerpflaniun-gen länger als 3—-4 Jahre alt werden zu lassen. Im zweiten Jahr Hefem «ie den Hauptertrag. Neben der alle drei Jahre zu verabreichenden Stallmist-iüngung, ca. 5 kg auf den qm, müssen die Erdbeeren mit künstlichem Dünger qedüngt werden. Je nach der Kalkhaltigkeit solle man alle 3, 4 und 5 Jahre den Boden im Laufe des Herbstes oder Winters auch kalken, und zwar gibt man auf schwere Böden 20 bis 30 kg Branntkalk und auf leichte 35 bis 50 kg kohlensauren Kalk je 100 qm. An kfinstlichen Düngemitteln gebe man jedes Jahr auf 100 qm Anbaufläche 3 kg Superphoephat oder Thomasmehl, 1,5 kg 40prozientiges Kalleeix oder 2 kg scÄiwefelsaures Kall, Im Genaeng« im Herbst zu streuen und darauf im zeitigen Frühjahr (Ende Februar bis Anfang Als zum Anbau* empfohlenen Erdbeer-Sorten, welche sich besonder« bewährt haben, sind zu nennen: 1. Sieger: Die Frucht Ist groB, «chön rund geformt, le^ichtend rot gefärbt, festfleischig und von sehr feinem, äußerst angenehmen Geschmack. Die Sorte hat gesunden Wuchs, bringt reichen Ertrag und ist daher für den Anbau besonders zu empfehlen. 2. Hansa: I>ie Pnicht Ist außerordent-lidi groß, aromatisch, mit dunkelrotem Fruchtfleisch, vorzüglich zum Einkochen geeägnet. Die Sorte Ist sehr reichtra-gend und widerstandsfähig. 3. Oberschlesien: EMe Frucht ist lebhaft rot, ijn Fleisch sehr fest und von ausgezeichnetem Geschmack. Verlangt kräftigen Boden. Die Blüte ist äußerst widerstandsfähig und hat den Frost im Frühjahr 19.'?5 überstanden, ohne Schaden zu nehmen. Zum Versand gut geeignet. 4. Späte von Leopoldshall; Die Frucht ist groß, leuchtend rot gefärbt, festfleischig, im Geschmack erfrischend, leicht säuerlich, zum Einkochen sehr geeignet. Die Sorte zeigt kräftigen Wuchs, gesundes Laub und ist sehr winterhart. Bin Nachteil an ihr ist, dafi eie keinen Blütenstaub zur Befruchtung Mldet. Diese Sorte darf daher nicht isoliert stehen, da sie sonst keine Früchte bringt. Tinter anderem Blütenstaub bll- m IN 40 MINUTEN SehuhF _ ätn den4schtnT^d »■•inMlMn lctHid*«««rhJiunf denden Sorten trägt sie jedoch reach-llch. Mit vorstehenden Ausführungen habe ich versucht, kurz zusurumenhangend dl« wesentlichen, wichtigen und ausschlaggebenden Punkte des Erdbeer-anbaue« n beleuchten und klarzustellen. Mögen sie dazu beltrag^n, daß der Erdbeeranbau auch in der Untersleiermark, wo alle Voraussetzungen für den Erfolg gegeben Sind, eine grölieie Bedeutimg erlangt H. Plock, Gau-Obstbauoberinspektor X Fördenmg der Almwirtschaft In Kroatien. In den kroatischen Gebirgen bieten sich der Almwirtschaft viele Möglichkeiten. Um alle Probleme der Grünland- und Viehwirtschaft im Gebirge systematisch erforschen und praktisch lösen zu können, wird die wissenschaftlich-praktische Forschungstätigkeit in der Almregion verstärkt. Zu diesem Zweck hat die Regierung kürzlicb auch eine ausgedehnte Wirtschaft mit 700 ha im Vrauica-Gebirge angekauft, wo die verschiedenen Fragen der Dün-gewirtschaft der Steigerung der Wiesenerträge, der richtigen Heuwerbung und Probleme der Rinder- und Schafzucht eingehend studiert werden sollen. X Donav-Sawe-Adrla Elsenbahn-Gts sellschaft (vdtm. Südbahn-Gesellschaft), Wien. Auf der Tagesordnung der ziun 13. Mai anberaumten 92. Hauptversammlung der Donau-Sawe-Adria Eiaenbahn-Ge«ell«chaft (vonnala Südbahn-Gesell-schaft), Wien, steht zunächst dei Be-'rlcht de« Verwaltungsrates über die Vereinbarungen von Brioni vom 10. 8. 1942 Aber die Neuordnung der Verhältnis«« bei der Gesellschaft. Die Haiipt-versanunlung soll dieses Abkommen mit den vier Beilagen genehmigen, darunter die Neufassung der gesellschaftlichen Statuten, und dem Übereinkommen mit dem Komitee der Obligationäre ihre Zustimmung erteilen. X Bmteslenern in der Türkei. Zur Deckung der Bedürfnisse der nusschließ-lich für militärische Zwecke bestimmten Budgets soll eine Emtesteuer von 10"/« in der Türkei eingeführt weiden. Außerdem wird die Erhöhung mehrerer schon bestehender Steuern beabsichtigt. Entgeltliche Mitteiinngen Ärztlicher Sonntagsdienst Marburg Dienstdauer: Von Samstag mittag 12 Uhr bis Montag früh 8 Uhr. Diensthabende Arzte: Dr. Johann Fras, Koko-schlneggstraße 24 (Tel. 27-74), für das linkes Drauuferi Dr. Hermann Worintz, Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz 9 (Telefon 27-90), für das rechte Drauufer. Für Zahnkranke; Dr. Gustav Rodoschcgg, Tegett-hoffstraße 22. Dienstdauer: Samstag von 14—16 Uhr, Sonntag von 8—10 Uhr. Diensthabende Apntheke; Magdalenen-apotheke, Mr. Savost, Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz 3. Clin Dauer: Samstag mittag bis Montag früh 8 Uhr. Diensthabender Arzt; Dr. Fischer Alfred, Cilli, Wokaunplatz 6. Diensthabende Apotheke: Adler-Apotheke. Cilli, Marktolatz ' !78 Namensregister deutscher Orte Von Karl LAtge Weite Blicke in vergangene Zeiten l'ounea wir bei der Betrachtung und Deutung deutscher Ortsnamen tuni Wißbegier und die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit, alles zu erkunden, läßt uns gerade heute danach fragen, was der Name unseres Wohnorte«, des Ge-burts- oder Nachbarortes, Kurortes, Garnison- oder Lazarettortes usw. bedeutet, heute, wo so viele Menschen umhergewirbelt werden. Zunächst einige leichte Beispiele; das »wunderschöne« Straßburg (Elsaß) ist benannt nach der Burg an der Straße, d. h. der großen Heerstraße am Rhein, Homburg nach der Burg am hohen Ufer, Hannover (plattdeutsch) allgemein nach der Lage am »hohen Ufer«. Nordhausen erklärt sich von selbst, Sangerhauten dagegen heißt: Heuser am abgesengten Walde — hat mit Gesang also nichts zu tun! überraschen mag, daß in Bochum, der Stadt mit einem wahren Wald von Schornsteinen, »Buchenheim« steckt. Und wahrend im Ortsnamen Trlberg (Schwarzwaldj die drei Berge stecken, die rund um die Wasserfallstadt aufragen, hat Driburg am Teutoburgerwald df'n Nnrnrn nicht von der Zahl drei, sondern, da die ältere Form »to der Iburg« lautet, von der Eibe, »Ansiedlung an der Eilionhurg«. Und München Ist: »Ansled-Inng bei den Mönchen«, was ebenso der dritte Fall der Mehrzahl Ist wie bei Mölln (wo Eulenspiegel begraben Uegt), ■bei den Mühlen«. Halle an der Saale hat, wie die beiden Orte Hall in der Ostmark und Schwäbisch Hall, Hallein usw., nach dei »Hall«, der Salzbereitungsstätte an den Salzbomen, ihren Namen. »Helm« (in Rüdesheim z. B.) »Halle« usw. sind älteste« deutsches Sprachgut. An Eigennamen, meist Namen der Gründer de« Orte«, erinnern zahlreiche Städtenamen, so Gemrode an Gero, den Slavenbezwinger, der am Ostharz rodete, d. h. siedelte, und In Wernigerode, der heitren Harzstadt am Brocken, Abt Warin aus Corvey, der Im Harzgau zuerst missionierte. Auch in Eßlingen, ein schwieriges Beispiel, mag ein Eigenname stecken, denn der Name der einstigen Reichsstadt wandelte sich vom Mittelalter an über Het-sllinga und Ezzelingin zu Eßlingen. Wie Aachen, das nach den heißen Quellen von den Römern aquls genannt wurde (aqua: das Wasser), so hat auch Passeu, die Dreiflüssestadt, von den Römern den Namen, und zwar nach der betavischen Legion, die das Kastell namens »Castra Batava« besetztet daraus entstand über das mittelalterliche Baz-zawa dann Passau. Auch die alte Ostseestadt Kolberg, heute Deutschlands größtes Seebad, erinnert Im Namen an älteste deutache Siedlungsgeschichte. Lange vor E'nhnirh der 9'nwpn"iif in nprman's'^he"-Stammland gab es dort Salz, woran In beiden Fällen die erste Silbe In Kolberg 'Innn «lo '«t pino Form für Salz und hat sich aus der Sla-'venreit m'» den r sozialen Hilfswerke hat den 18. April als »Tag der Familie des Soldatent erklärt. Äm Sonntag werden im gan7en Landp Sammlungen veranstaltet, die zur Linderung der sozialen Lage der Soldatenfamilien beitragen sollen. o. Bulgarischer Verkehrsminister als Lokomotlvfithrer Der bulgarische Verkehrsminister, Ingenieur Radoslawoff, probierte dieser Tage aus Deutschland Vom Kampf der Schnellboote Ihre Höchstgeschwindigkeit betrigt fiber hnndeii Kflofneter in der Stande Dai moderne, tchnittige Schnellboot verkörpert die reinste Form de« Torpedoträgers. Es stellt alt Nahkamplwaffe die Wiedergeburt des einstigen TüLrpedo-bootes dar, welche Waffe einst der große Flottenbaumeister Tirpilz für Deutschland schuf. Im April 1940 hörte man zum ersten Male Näheres von dem Einsatz und von den Erfolgen unserer Schnellboote, deren Bedeutung bis dahin der großen Öffentlichkeit nur wenig bekannt war. Damals überquerten diese schnellen kleinen Schiffe das Meer und trugen mit zu den großen Erfolgen imd dem stolzen Siege in Norwegen bei. Als dann der unaufhaltsame Vormarsch .unseres Heeres im Westen vonstatten ging, erhielten unsere Schnellboote neue Aufgaben. Von den Flottenstützpunkten an Hollands Küste aus sind sie ständig Nacht für Nacht in den Kanal vorgestoßen und haben dem Gegner schwere Verluste an Zerstörern und Unterseebooten, an Hilfskreuzern, Transportern und anderen wiohtigen Schiffen beigebracht. Im Sommer des gleichen Jahres erzielten sie bei Angriffen auf die feindliche Handelsschiffahrt schöne Erfolge. Und Anfang März 1941 gelang es deutschen Schnellbooten erstmals, troti ungünstiger Wetterlage und stärkster Gegenwehr aus stark gesicherten Geleitzügen zwei feindliche Zerstörer sowie zehn Dampfer mit zusammen 45.600 brt. eingetroffene neue Lokomotiven per- darunter zwei Tanker, zu versenken. sönlich aus Die Probefahrt, zu der der Minister die Lokomotive selber steuerte, ging von Sofia nach Varna (ungefähr 400 Kilometer). Der Minister war mit den gelieferten Maschinen äußerst zufrieden — ein Zeichen dafür, daft trotz des Krieges die deutschen Lokomotivfabriken die gleiche Wertarbeit leisten Wie im Frieden. o. Stalinkämpfer in Mazedonien. Eine Gruppe von 31 Stalinkämpfern besuchte Bitoljd, wo ihnen von der Bevölkerung «ein herzlicher Empfang bereitet wurde Die deutschen Soldaten blieben einige Tiuje als Gäste in der Stadt. Ein andeic Gruppe besuchte die mfazedonische Stodi Veles, wo sie ebenso hcrzllch empfangen wurde. o. Bettlerunwe.sen In der türkischen Hauptstadt. Gi'gen das In Istanbul trotz der angedrohten strengen Strafen zunehmende Bottierunwesen i«t nun energisch eingeschritten worden. In den letzten zehn Tagen wurden 234 Bettler festgenommen. o. Flecktyphus im FstanbnJer Gefängnis. Wegen aufgetretenen Flecktyphus wurde über das Istanbuler Zenlralge-fängni» eine Quarantäne von zwanzig Tagen verhängt. Die Verbindung mit der Außenwelt ist aufgehoben, die Häftlinge dürfen auch an keinen Prozessen teilnehmen. m. Drei Jahre Zuchthaus für Slttllch- keitsverhrecher. In nichtöffentlicher Verhandlung hatte sich vor einem Straf-richter des Landgerichtes Graz der 54-jährige Franz Schirmhofer aus Graz-Weitendorf wegen fortgesetzter Sittlichkeitsverbrochen zu verantworten. Das Urteil lautete a\if drei Jahre Zuchthaus. Soort und turnen Seither haben sich ähnliche große Erfol ge dieser Waffe oft wiederholt. Aber nicht nur an der Seefront Im Westen haben die Schnellboote ihre Waffen mit Erfolg zum Tragen gebracht. Auch in der Ostsee im Kampf gegen die Sowjet-Union sowie im Mittelmeer vor der afrikanischen Küste haben sie Wesentliches geleistet und den Gegner schwer geschädigt. Auch Italien hat diesen Schiffsfyp — hier M. A. S.-Boote genannt (Motoscafi anti sommergibih) — erfolgreich im Mlt-telmeer und Schwarzen Meer p.inge-setzt. Dank Ihrer geringen Abmessungen können die Botte mit der Eisenbahn über Land transportiert und in Seege-hieten verwendet werden, die auf dem Seewege schwer oder garnlcht zu erreichen sind Sie sind also ohne weiteres Ober Land von Küste zu Küste zu schaffen. Damit ist besonders den Achsenmächten eine Waffe gegeben, die überall da eingesetzt werden kann, wo sie für die Kriegsführung im Küstenvorfeld erforderlich ist. Die Hauptwaffe des Schnell- oder Torpedomotorbootes ist, wie der Name schon sagt, der Torpedo, Das Boot muß vom Gegner möglichst unbemerkt in schußgünstige Lage an das zu torpedierende Schiff herangebracht werden) dabei kann die Nacht oder Dämmerung für den Angreifer von großem Vorteil sein. Aber auch ein aus schützender Bucht bei Tageslicht plötzlich mit Äußerster Moto-renkraft auf den Feind zujagende« Boot kann diesem schnell zum Verhängnis werden) denn ehe er noch seine Geschütze auf den anlaufenden kleinen Feind gerichtet und eingesrhoßen hat, kann dieser schon seine todbringende Torpedowaffe eingesetzt und dann abgedreht haben, um im Schutze künstlichen Nebels das Weite zu suchen. Ist es Wer wird stcirischcr Fussballmeister? Marburger Relchsbahner Im Kampfe gegen Loibnitz — Die Clllier starten In Graz — Doppelveranstaltnng Im Marbarger Relchsbahnstadion zweite Reichsbahnermannschaft dasVor- Im Marburger Relchsbahnstadion kommt am Sonnlagnachmittag eine Doppelveranstaltung zur Abwicklung. Im Hauptspiel treffen die Abteilung Reichsbahn der Marburger Sportgemeinschaft und die TuSG Leibnitz im Punk-tekampf aufeinander, der den Reichsbahnern den Marsch an die Tabellen-«pltze ermöglichen «oll. Das Spiel beginnt um 17 Uhr. Um 15 Uhr bestreiten eine Marhurger Soldatenelf und die spiel. Während ' Rapid-Marburg erst zu Ostern in die •Ereignisse der steirischcn Fußballmelsterschalt eingreift, muß die SG Cilli am Sonntag in Graz gegen den Grazer SC antreten. Die Frage des steirischen Fußballmeisters rückt also ihrer Lösung immer näher, so daß jedes Spiel an Bedeutung und zugleich an Interesse gewinnt. Rapid-Handballer setzen Sich durch Die Handballelf von Rapid-Marburg •rrang am geitrigen Donnerstagabend wieder einen namhaften Erfolg. Die Elf, die »ich aus durchweg« spielfreudigen Kameraden zusammensetzt, trat auch diesmal einer Marburger Soldatenelf gegenüber, In deren Reihen einige große Könner tätig sind. Die Rapid-Elf führte ein schwungvolles Spiel vor, In dem besonders die Stürmerreihe erfolgreich hervortrat. Auch der Rapid-Torm'ann setzte sich ausgezeichnet durch. Der erfolgreichste Tor-•chfltxe war Sturm von Rapid, der allein acht Treffer buchen konnte. Rapid» Sieg wurde mit 14:11 (6:3) sicherge-«tellt SA-Siandarie »T. Tschammer und Osten« Der Führer hat in Anerkennung der Verdienste des verstorbenen Reichs «portführers SA-Obergruppenführer Hans von Tschammer und Osten der SA Standarte 103, Gruppe Sachsen, die Bezeichnung »Von Tschammer und Osten« verliehen. Die SA-Standarte 103 hat Ihren Standort in Beutzen. Sie war die Standarte, die der verstorbene Rei^hs-«portführer 1930 als erster führte unf' von der aus er als Oberführer in dif SA-Gruppe Sachsen berufen wurde. Deutsche FuHImH-I ehrf'lme in Italien. Durch Aussetzung von Pramioii für Trainer, die mehr als drei Jiihro für einen Vevein (iitin sind, soll ein festeres Verhiilfnis iuMhciqefiihrl werflen, zumni mit dem Trainer oft mich be soiKlrrs nutn Spieler (l;e F-Virben wcrh-seltnn, Mi'chi'se Pjdolfi ist der Atif fdsminq, Hiß im it.Tlicnist heu I'uHb ill Ii tcchiti&choi Hinsicht ciu Küikschiitt festzustellen «ei. Er will dem durch Lehrgänge für Spieler und Trainer abhelfen und dabei vor allem auf die ausgezeichneten deutschen Lehrfilme zurückgreifen I Der Tiroler Abfahrtslflufer, Obgefr. Haselwanter, gewann bei den Schimeisterschaften der Hird-Organisation in Gausdal bei Lillehammer den Torlauf in 1:17:4 vor Sverre Vikemon Ton der Jugendorganisation der National Sämling (1:22:2). Einen weiteren deutschen Erfolg gab es im Patrouillen-Lauf über 20 kiö, in dem die erste Mannschaft der Wehrmacht In 2:08:38 vor der Hlrd-Mannschaft mit 2:23:*58 erfolgreich war : Au« AnlaB ihre« hundertjährigen Bestandes in diesem Jahr wird die Kölner Tumerschaft eine Reihe würdiger Veranstaltungen begehen. Ein Pionier des deutschen Reitsports. Hubert Wlenen, der Schöpfer und (irganisator der bekannten Aachener Reitturniere, ist in seiner Vaterstadt Aachen im Alter von 68 Jahren gestorben. : Kroatischer Waldlaufmeister wurde luf einer 7,5 km langen Strecke der .\gramer Kotnik in 26:07,8 Minuten. Ir rier Mannschaftswertung siegle Concor-clia Agram mit IC Punkten vor den Ei senbahnern Hask. : Ungarns Nationalelf trug als Vor-hereitnnq auf den Landerkampf gegen die Schwei? ihr zweites Übungsspiel qeqen die Ligomannsrhaft von Törekve uis. Mit einem 5:0 (2:0|-.Sieg hinterlieC sie einen recht qu^en Eindruck : Spanlen.s Sportührer, General Mos-cardo, unte breitete in Barcelona dei Nitlionalrn Dclen.ilinn fiir Sportweseii einen Geset?esvorsrhldq liir d'e kör-nerl'cho Ci Iüci'.tifiiinq in Spfinien, HiT-''rojekt so'l nnch einer niieiprii'unt) ien .S[)nnisrli"ii Cortes zur Aiindlinu' voryeleyt worden. icfaoB «ehr «diwierig, «tneii derartig wendigen, kleinen und «chnellen Gegner zu treffen, «o wird die Aussicht auf Erfolg äußerst gering, wenn sieb das Schnellboot noch einnebelt und im Zick-zackkuri davonläuft, zumal in diesem Augenblick auch der Torpedo gegen dai sich wehrende Schiff anläuft und ein schleuniges Ausweichmanöver — wenn noch möglich —' erforderlich Ist. Typenraäßig sind die Schnell- oder Torpedomotorboote untereinander durchaus nicht gleich, gemeinsam haben sie äußerst starke Motoren, Torpedobewaffnung und leichte Fla-Waflen. In der Bauart, den Torpedoladevorrichlungen, in Größe und Motorkraft sind sie sehr verschieden. Das kann man auch in be-zug auf Seetüchtigkeit seinen. Ihre Länge beträgt etwa 10 bis 30 Meter und auch mehr, ihre Breite 3 bis 5 Meteri die Besatzung besteht aus 5 bis 19 Mann. Das deutsche Schnellboot ist größer und seetüchtiger als die Typen anderer Marinen. Es stellt also unter den Torpedomo-lorbooten eine besondere Konstruktion dar. Die deutschen Boote führen zwei fest eingebaute Uberwasser-Torpedorohre, die back- und steuerbord auf dem Bootsdeck gelagert sind. Die Mündungen der belehn nach vom gerichteteten Rohre sind mit Klappen versehen, die für den Angriff geöffnet werden und dann die torpedowerfenden Schlünde freigeben. Die Torpedoraotorboote des Auslandes be- sitzen UB allgemein«« «fttw^d« gebaut« Torpedorohre oder Torpedoabwurfvorrichtungen. Mit letztgenannten Einrichtungen wird je ein Torpedo rechts und links oder vom Heck aus vom Boot beim Angriff abgeworfen. Verwendet wird bei den größeren Booten hauptsächlich der 53,3-cm-Torpedo, bei den kleinen des Auslandes im allgemeinen dei 4.5-cm-Torpedo.Neben der Torpedobewaffnung haben die Boote noch Fla-MG und oft auch Wasserbomben zur U-Boots-Be-kämpfung an Bord. Die Schnell- oder Torpedomotorboote sind neben den Zerstörern die schnellsten Kriegsschiffe der Weit. Ihre gewaltigen Motoren, die bei den kleinen Booten etwa 500 bis 2000,"T)el den großen sogar 3000 und mehr Pferdekräfte entwik-keln, verleihen ihnen die Geschwindigkeit eines Schnellzuges! im allgemeinen können sie in der Stunde zwischen 35 und 45 Seemeilen (eine Seemeile 1.B.52 Meter) zurücklegen. Die von einer^ Schnell- oder Torpedomotorboot erreichte absolute Höchstgeschwindigkeit beträgt 55 Seemeilen je Stunde, das sind über 100 Kilometerl Das deutsche Schnellboot hat durch seine Erfolge in diesem Krieg bewiesen, daß es ein unentbehrliches Scekrleqs-mlttcl darstellt. Ihm gebührt ein besonders ehrenvoller Platz In unserer nihm-relchen Seekrlegsgeschichte. Die Bnsnt-ziinqen können stolz sein auf ihre Waffe und die eigene Leistungl von Goerne Jugend am Motor Erstmalig und einmalig im Reich — Die Kraftfahrtechnische Lehranstalt der Waffen-in Wien Vor knapp zwei Jahren, also mitten im Krieg, wurde in Wien die Krafiiohr-technische Lehranstalt der ff enichtel. Sie ist die erste und bis zum heutigen Tag auch die einzige Euirichtung die&er Art im Reich. Der Komuicindeur lührto uns auf einem ausgeclehntcMi Rundgang durch die weiträumigen Anlagen der Anslcilt und erläuterte uns ihren Sinn und Zweck, ihren Aufbau und ihre Gliederung. Die Kre, die sich zwischen Anna nnd dem fremden Arbeiter Paul anbahnt, folgt srhnell unsägliches Leid: bei einem schweren Zusammenstoß zwischen Bau-* ern und Bahnarbeitern wird Paul fälschlich des Totschlages beschuldigt. Unter der Wucht der gegen ihn sprechenden Beweise flieht er und läßt Anna zurück, die in der Stadt sein Kind zur Welt bringt und, In einem Dasein voll Kummer und Mühsal, hochzieht. Sterbend nimmt sie der Tochter das Versprechen ab; Keinen Mann zu lieben, keinem zn trauen, denn au« Liebe kommt nur Leid. Therese kehrt in die Heimat ihrer Mutter zurück, wo «ie bald alle Burschen in Aufnihr versetzt und die rachedürstende Eifersucht der Mädchen entfacht. Doch nach viel Kampf und Schmerz war ihr das Glürk beschieden; in dem beim Hochwasser verunglückten Flößermeister fand sie Paul, ihren Vater and im Maler, vor dem sie, eingedenk des ihrer Mutter genebenen Versprechens floh, ni-letzt den Mann, der ihr nur Liebe nnd kein Leid brachte. Dieses Mädchep wird von Karin Hardt in lebensvollem Wechsel von sonnigem Frohsinn und heißer Leidenschaft verkörpert. Hilde Scssak, Margit Symo sind die trefflichen Trägerinnen der anderen Rollen. Die Pflegemutter wird von Margarete Haaqen bewährt gut dargestellt Die Gestaltung der männlichen Rollen sind vor allem bei Waldemar, Richard H^uR'er und Josef Sieber in besten Händen. Ein bunfbewegter Film, in dem lebensfrohe, Svenen von aufregender Na-turkatnstrophenTr>alerel obaelöst werden. (Marburg, Frplanade-Kino.) Marianne von Veste'^eck Der Seniorcbef Wieder einmal wiid un» lueir ean Film um l'tcrcl*' gezeigt Doch sie sp»elea wenigcj im Fiim als im Loben des Pftar-dezüchleis Georj von Schulte eine Hdupt-lolle. Uintin geJiört sein ganzes InLeieese oud ei vergißt ddröbta seme Frau und iieino AJs ihn dann eine schwere Henjkrdiikhejt dcvs Arbeitern unmöglich macht, entdeckt er plotziich seinen Fa-maliensliin. Aber ar muß sehen, daß seine Kinder bereits eigene Weg« gegangen sind, er niciits von ihnen weiß und sie nun ihrerseits von ihm nichLs melir Aviss?n wollen. Er5t als er is «ed-ri'?au ältf-slt>n Sohn Konrad, de'r wegen der väterlichen Mißhandlungen vor vielen Jahren versqjiwunden war, seinen Meistw in Pferdezucht und Pferdehajidel findet, ken nach der Komödie »Seine Maje.-ilen. Hildegard Grethe gibt seiner Frau feine vornehme Züge. Rolf Weih und Hwnz Wol-za) stellen als Schult/« Sehne zwed sym-pathisrhe junge MSnner von hellte dar. Karin Himboldt Ist als Tochter Helfme .mmutig und hül>sch (Marburg, Burg-Kmo.) Gretel Stflhler Unterirdische Hallen imd „Dome" Eine phantastische Welt in den Alpen- und Donauländcm Seit sich che Erfurschuug unterirdischer Höhlen zu einem besoudereu Zweig der Wissenschalt, der Speläologie, entwickelt hat, ist die Entdeckung neuer grofier Hohlräume im Innern der Erde, wie jetzt die zweier großer Hohlen in den Alpen- und Donaugauen, immer em wissenschaftliches Ereignis Die neuen, von deutbchen Forschem aufgefundenen Höhlen liegen im Karstplateau des 1300 Meter hoheu Brunnsteinberges, «u der Grenze von Niederdonau und Steiermark. Die erste Hohle ist 20 Meter lang, die zweite darunter liegende 70 Meter. Der Einstieg in diese erfolgte mit dem Seil, durch einin Schlund Die Untersuchung der Hohlen hat begonnen. Man fand die Wände mit dei seltenen Erscheinung der »Bergmilch« bedeckt) einem Gemisch von Ar-ragonit und erdigem Kalkspat. Auch Tlerknorhen wurden gefunden. Die weiteren Ergebnisse sind abzuwarten. Unterirdische Höhlen finden sich vorwiegend in Kalksteingebirgen. Auch auf deutschem Reichsgebiet besitzen wir diese interessante Naturerscheinung in großer Zahl: im Har^, In der Fränkischen Schweiz, in Thüringen, in Westfalen, im Rheinland, in Baden und Württemberg Berühmte Höhlen in Deutschland sind, unter anderem, die Barbarossa-, Baumanns- und Hermannshöhle im Harz, die Altensteiner Höh!e in Thüringen, die Olqnhöhle hei Lichtenstein in der Schwabischen Alb, die Oechenhöhle bei Iserlohn. Reich an Höhlen ist auch das Salzkammergut. Viele unterirdische Höhlen finden sich in Fiankreich, Belgien und Griechenland, vor alle'Ti im Karstqebirge. Eine der größten Höhlen ist die Finqelshöh)p auf der Hebrideninsel S'affa, 113 Meter lang, am Eingang 36 Meter.hoch, mit einem 70 Meter langem Gewölbe, d. s luf 17 Meter hohen Basaltpfeilern ruht. Sie wurde 1772 enrleckt Un'er dm Grotten Italiens ist die »Blaue Grotte von Capri weltberühmt, deren zanSer-hifte I.ichterscheinunqen dadurch entstehen, dar\ die Pforte der Höhle un:nit ■''Ihnr ülier dem Meeresspiegel liegt. Oas r-^pri-Wiindei hat nur noch In e'-tier Höble niif der dnlmntipischen Iii:,-.'! Busi ein schwächeres Gegenspiel. Es gibt Höhlen von so mächtigen Ausmaßen, daß man ihre majestätischen Räume mit Domen vergleicht. Mehrere Hohlen im Har: haben eine Länge von etwa 2tH) Metern. Die Dechenhöhle bei Iserlohn, entdeckt 186fe, ist 2ö7 Meter lang ud h.it 15 Abteilungen Die Adels-ber<,er Höhle ini Karst ist bis zu 5 Ki-ionioter zugänglich und es gibt auf der Welt sogar Ricsenhöhlen, die über Hunderte von Kilometern gangbar sind. Die bekanntesten Naturgebilde, die die unterirdischen Hohlräume kenn-.:eichnen, sind die Stalaktiten und Stalagmiten (Tropfstoin). Sie sind In manchen Höhlen von märchenhafter Schönhell und verleihen, oft auch lu-Sürnraen mit unterirdischen Seen und Wasserläufen, den »Domen« einen phantastischen Reiz. Die Paläontologen fanden und finden reiche Ausheule in den Überresten von Lebewesen, die in vielen Höhlen entdeckt wurden und wer-d^-n. Die Kenntnis der diluvialen Fauna beruht wesentlich auf solchen Höhlenfunden Die unterirdischen Räume dlen-teh im Laufe vorgeschichtlicher und geschichtlicher Zeiträume Tieren und Mr-nschen als Zufluchtsstätte. Die Höh-lenforsihung kennt deshalb neben der • Höhlenflora« auch eine »Höhlenfaima«: Höhlen löwe, Höhlenbär, Mammuth. Wolf, Fuchs, Renntier usw. Die aufgefundenen Knochen stammen sowohl von df'nen die die andern fraßen, als von lenen die gefressen wurden. Auch der berühmte, viehimstrittene Schädel des 'Neandertalers«, dos prähistorischen Menschen aus dem Diluvium, wurde In einer unterirdischen Höhle, der Feldho fer Grotte im Devonkalk des Neander-tals bei Düsseldorf, aufgefunden. Es war 'm .fahre 1R.S6 Andere für die Entwick-'ungsgecrhif-hle bedeutsame Funde fanden sich in südfranzösischen Höhlen, An d'^r Hrihlniiforsi-himq ist auch die Kunst-neschii b'e, durch die Fntdpckung von 7eicbnunrien und GernMoi, heteiligl. Hie der pr.ihistorisi-he Mensch in die ^Viin'le s(illi(jveibuigeuden Arbeit zu gestalten, chert nicht nur unsere Ernahtungsliei- jnt es, nicht m.t blotlcn ßelehiungen an heit, sondern auch die Erlialtung unseres den li.iuern herdiizuljeten, sondern auch Blutes, dessen ewiger Quell das liduern- \ alle s' (?lischen Kialle des Doiles zu mo-tum ist. Sie sichert damit die Erhaltung bilisii.'uii, das B^iueriitum selbst zum be-unserer gesamten völkischen Kralle, null wuiUen Handeln iu erziehen. Dies kann denen sich unser Volk vor andeii-n Vol-j gesf hohen in der Heim-, Dorf- oder Landfein üusge.'e ' hnel u u | si'hiil t.-vjestaltung, in der Wahrung und kunft hineintragen soll und muß. Die' I:;hdltung allen oder in der Weckung Landflucht ist deshalb eine Gefahr nicht j neuen Brauchtums, das der Gemeinschaft nur für das Bauerntum, sondern für roOa llntprhaltun|{itendun|. Dentachlandaendari §--8,30: J. S, Bach-Or[(al-koniert. 15.30—15.55: SollaUnanaik vm Robert Schumann. 18—19: Unterhaltaaaia Weiae« dar G«-genwart. 30.15—21; Liedar der Nacht. 21—22: Joaef Havdn >Jahrc*iailcB€. der großen im Bauerntum ruhenden Kulturwerte dazu beitragen, daß der Bauer selbst wieder inniger mit feinem Beruf, BelroiiMiig des Doift;s aus neuer Einsicht mit der Scholle verbunden wird, und die HflKvbt'wiji tuiig des Bauerntums im | diese Verbindung wird der Abwanderung Volke Wirk'it likoit werden. Auch das j aus dem Bauerntum ihre Schranken entwird nt}Lieii seiner ciyrnen Erkenntnis gegensetzea. _______ -rri' Aus aller U elf d. Vor 160 Jctaien Federkiel als Ffill-feder. Um das läst ge tintauchen des Federhalters in die Tinte zu vermeiden, konstruierte im Jahre 178.3 ein Leipziger Merhaniker eine, primitive Mes.sing-röhre, die auf der ejnfn Seite verschlossen und auf der anderen mit eini m irhraubderkei versehen wai, in dem iich ein Federkiel mit einer Öffnung be-and, so daß der Feder dauernd Tinte ugeführt werden konnte. Diese Erfin-hing kann als dei erste Vorläufer un-.eres modernen Füllfcderhaltms gelten. a. Schlagende Wetter gehen riiröck, leim Arbeitseinsatz des Bergmanns ■pielt die Grubensicherheit eine wichtige Rolle. ADi' Stellen, die sich mit der 'Jnfallsicheriir.g im Berrjbnu beschätti-len, bemühen sich seit Jahren, die Un-'allzahlcn im Steinkohlenbergbau her-ibzumjjidcrn. Durch technische Veibes-seningen und Erzieliung der Bergleute ^ur unfallsicheren Arbeit, konnten die llnfflll^iffcrn gesenkt weiden. Durch Steinfall kamen im Jahre 1926 von tau-■;f»nd Mann unter Tage noch 1,.T? zu ^nde. Im Jahre 1935 betrug der Anteil "•82, im Jahre 1938 0,(10 Die Zahl der "chlagwetterexpiosionen betrug in den fahren von 1901 bis 1910 im Durch-ii hnitt 30,7. In den Jahren 1911 bis 1920 waren es noch .10,5, im Durch-ichnitt der Jahre 1P21 bis 1930 konnte iie Zahl auf 11,6 gesenkt werden, wah-end in den Jahien 1931 bis 1937 nur loch 4,2 auftraten. Die großen Gruben-:inghjcke, die durch Schlagwetter hervorgerufen weiden, konnten also ganz •r«nrhMirh einnrdämnit worrlon Eileiner Anzec^er Ipdes Wotl kost*' fU' S'pIIenqesur.ie 6 Rpf d^s fettgedruckt« Wort 2fi R[i(, lui Cirld-, RpdlilaiciivOlklih'- B> plwfichsri ui.d Hftiiat 13 Rpl, ilrts feMijedriK kle VVnrt 40 Rp', "'r aUc ühngon Wortan/eigan 10 Rpf, dds (ettqeflrufkte Wort JO Rpl De, Woitprpis gilt bis ru 12 Burh-stitlibn je Wort. Ker nworlijobühr bei Abholung dor Angobote 3S Rpf. bei Z'upnclung durch Po«t otior Rdten 7y Rpl. ÄiisiciitifKgebiihr für Aniel-ipii mii doin Vf-rmork: Anskiinlt in do Verwaltung odrr Gesrhälts-stnlU"" 20 Rpl An7Pinen-.\nii.ilim''Sftiliili Am Tage vor Ersrh»>lnon um Iii Uhr KleinR Anzeigen wprrfen nur gea^n Vorelrupndiing de« Be-tr.Kios (aurh nültigf Rripfni.itki-i.) iufgononinneii. Mindesigebühr für uina KIr m» An7oigR I RM, Kaufe A-, B-, C-Kl.irinetlen u B-Trompete in .N'ornuil.-itiin mung. 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Die Zulassungskarten werden gegen Lösung oder Vorlage der Fahrausweise ausgegeben; a) im Vorverkauf bis 3 Tage vor dem Verkehrstag der Züge von 7 bis 22 Uhr bei den Fahrkartenausgaben der Abgangsbahnhöfe und während der allgemeinen Verkaufszeiten bei den Ausgabestellen des Mitteleuropäischen Reisebüros in Baden (b. Wien), Graz, Marburg(Drau) und Wieni b) an den Verkehrstagen der Züge nur bei der Fahrkartenausgabe. Kriegswichtige Reisen haben den Vorrang. Näheres bei den Abgangsbahnhöfen und den Ausgabestellen des Mittel-europ&ischen Reisebüros. 229 O.IG 0,20--- 0 fO 0.3(1 0.511 0 84 -- n 40 0.34 0.4R I 0.40 0.3 J OjBR 0.2!) 0.4«, 0-37 O.Ofi 0.07 O.Ofl 0.17 OflO 1.20 0.06 0.14 0.45 0.9<> S.- 1-6« 0.80 j—•- 0.88 —— 0.31 0.40 — — O.fi4-|-Topf 0.24 0.80 0 80 0,88 0.03 0.27 0.22 0 22 0.27 I ' .10 l.Ofi (l.OH 0.46 — 0,54 0 .15 0.G4 0,r)2 Ü.48 O.fiOj 0.12 o.io| 0 22! 1 .Ofi I 1.00 o.ro 0 44 0 38 0 4K 0 10 0.08 0.18 O.C.O 1.28 2.ftfi ' o 10 0.40 O.BO 0,4Ü 0 54 O.W'^Topf 0.4rj 0.32 0.50 1 0.40 O.Ol O.Sfi 0.80 Wohnort" hiiteieiniaik, Mar'tiiry-iJrau, Kärntnersir. S/L D,e ndchstehcnd angr'fQhrten Vojeine werden vom Still-hi1lL;vu;uii]iSi>dr giuvii) dt'r Vtroidruag vom Ib. 4. 1941, ver-oi.. nl'.f tit im Vcro'^rinupgs- und Amtsblatt Nr. 5, aufgelöst u;id das ieitgeslellle Veriiiögnn unter die Mitgliei.er aufgeteilt. SliT^evereine 1 P^stittiinneai-stdlt Bruniidorf — i'ocj.ebno drustvo Studenci p.-i Mjiiiboiu. 2. Unlrrf-Ijlzunysverein in hrauheim — Podporno druStvo v Frarnu. 3, riitptslütziingsverein »Dfit Mctai'ai1)ei1er« in Eichtal —-I'odj)orno druitvo »Kov nar« v Hraslniku. 4 Veif in d.T nerqv/erksnnnostt'lftrn, Ortsgruppe Eifhtal — Druülvo ludniskih namest enrev, krajevna skupina Hrastnik. 5. Arbeiter-Unterstütrurnsvorein Eichtal — Dclavsko pod-po:ro druUvo v Hraslniku. 6. St?rl)overPin — Sr':1inn r'os RüdunijsvGreines in Kartsrho-win Ni. 25 — Izobruievulno diualvu v ivjceviai — piigrebni odst:k. 7. Sterbevere'n Kartschowin Nr. 3 — Pogrrbno druätvo v Krfevini st. 3. 8 Bildungs- und Sterbevcrem in Leilersberg — Izobrazevalno in pocjrebno druStvo v Lajtersbcrgu. 9. SLerbeverein Lembarh — Pogrebno drustvo Jupnijp LimbuV 10. Kniifmännif-rhe Selbsthilfe, rofj. Hiif<;kassc, Mg osoblja kaznenih zavoda u kraljevind Jugoslaviji, Maribor. 17. Vereinicfung des Wachpersonnls der Strafanstalten im Königreiche Jugoslawien, Sektion Marburg — Udru^enje stra-iarskog osnblj« kaznenih zavoda u kraljevini Jugoslavijl, sekcija Maribor. Alle Mitglioder dieser Vereine werden aufgefordert, sich bei der Dienststelle di>s Stülhaltekommissars in Marburg, KnrntnerstraP.e 5'T., In der Zeit vom 19. 4. bis 15. 5. 1943 entweder schriftlich oder mündlich zu melder». Die persönliche Meldung hat in der Zeit zwischen B und 11 Uhr vormittags zu erfolgen. Bei der Melrtung «rind vorruleigen, oder In der schriftlichen Anmeldung genau zu l>effledchnen: 1. Mitgliedsbuch oder sonsttne Urkun Beglmaat tm bWfcaadaai AMar vaa M Jahre« bal dar Schlacht aa Charkow, aa M. «. »41, Mir POhrar a«d Volk aela L«ba> gegebaa bat . GMchiaitlf danken wir Iriamtt daaa Hern Otagrappen-rahrer fOi dta trftftandaa Worte, »owle dar Wehnnannti liaft bxw. Binger« and alias, die bal dar Kranzniederlegung am 10. 4. tM3 I« Roltaabaif tallgaaomBaa baban. BaManbaif, d» tV, Aprtl IMS. HS la ftolier Trasan taania« NOVAK ICiilEFIllilRIIEN Preisliste gegen Freiumschlag von Briefmarkea-handlung Hans Höxer Hohensalza Betrieb geht unverändert weiterl Haoataaacfc Ittr Uni-■ledie« Kraatea, tauMrba aelDa aeue I modernst* I Zin-I mer • Vlüa and ein ilterea I ZUanw-Houa, aewt« atn OruBdatflck 3M qm. i f allea In d«r Stadt Agiaai be« Troai- warbaltaatella, Wert ra. l>/t Mll-Ilona« Kon« ffti ba-I liehbaia aMidante Villa la Marburg, Gros etc. Ähnlichen Werte«. Angebote an Interreklaai DD., ^ Zagreb, Jaladc«« trg W. 4. M3 Verordnonrs- und ümtslilatt des Chefs der Zlvilverwaltung in der Untersteiermark Nr. II vom 10. April 1943 ist erschienen. Aus dem Inhalt; Lohnverordnting für Bau-geworbe, Bauhandwerk, Zenvent- und Kalkwerke, KohJeiit>ergl>au, Wäsche- und Schürzenindustrie und Wäscheschneiderhandwerk n. a. ra. Eiiuelpreit 45 Pfennig Erhältllcfa beim Schalter der Marburger Verlags- u. Druckerei Ges. m. b. H. Marburg/Drae, Badgasce 6 t>ei den Geechäftseteilen der »Marburger Zeitung« IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernruf 7) IN PErrAU, Ungartorgasse, Herr Georg Pichler u. bei dt« sonstigen Verkaufsstellen. Bezagspr«4s; Monatlich RM 1,25 (atets tm voraus zaiilbar). Bezugsbestellungen werden bei des Geschäftsstellen der »Marburger Zeitung« imd im Verlag, Marburg-Drau, Badgasse 6, angenommen. Danksagung m finden durch die »Marburger Zeltunga welleste Verbreitung BchiüeniwfttHt geben wir die tranrige Nac!»-rlcht, driiB an—ri Schweet^r and Schw&yeoin, Fraa Veronika Jeritsch hn 55. Lebensjalu sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonnlag, den 18. April 1943, um 16 Uhr, statt Maitnug-Draa, 16. April 1943. In tiefer Tratw! *?4 Schwester, Schwager und alle Verwandten. PSr die herzliche Aatellnalune, die ans anlflfl-Hch des Todes tinserei lieben Sohnes, des Herrn FRANZ PESSEK, luteil wurde, sprechen wir allen Teilnehmern am Begräbnis unseren aufrichtigen Dank aus. Besonders danken wir der Deutschen Reichspost Marburg—Bruck'Mur und der Kame-radschaftsmusik für das ehrende Geleite, sowie für die vielen Blumen- «nd Kiauzspenden. W r • s n 1 B bei Kranichsfeld, den 15. TV. 1943. 209 FAMILIEN PESSEK Seilfe 12 * Nr. 107/108 * Samstag/Sonntag, 17./18. April MARDUnGER ZEITUNG UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU BIIRG-IICHTSPIELE IH, 18.30 :() 4^ Uhr Fernruf 2219 Soantiiq um IJ 4i, Ih, 18 lO und 20 45 Uhi Der Seniorchef mt Olln Wprnicke, Rulf Weift, Karl* HInboldt. Millen aus dem Leljen gpgrllfen iit dieier Film — bunt und p.i(krn1 wie das Leben telbstl für Jugt-ndlUhp nlihl zugeUsienl KULTl Rl IlM-SONDEBVORSTELLUNGEN: SonnUii voimitt.Tg 10 Uhr, Montag, Dienitag und M Uwoih IJ 4S Uht: Der Stern von Teiuao — Marokkanische Romanze f ür .liiqendllc h« zugelaiien! ESPLAIAOE Heute 16 IS.Iiu, 20 LT'ii Fvrntüf 2'-29 _ Sonntdg um 13.45, 16, 18.30 und 20.45 Uhr ErvlauffUhrMDq Liebe, Leidenschaft und Leid Em Prag-fllra mit Karin Hardt, Hilde Setiak, Margit Symo, Wdldemtr Leltgeb, Richard HtuAler, Joiel Sleber, Mirla Andergast, Paul HArbIger: u. a. — lür Jugt-iidlUhe Uber 14 Jahre zugelasseni Zui Betreuiuig kroatischer Ar- Licliisplele turtenbcrg Samslag um 2U Uhr. Sannlag um 15, 17 10 und 20 Uhr, Beaters Flitterwochen Für Jngenrillu^e nli hl lugelissenl SPENDET flir das Deutsche ROTE KREUZ dia Rohrchen mM 10 klefnea Neokralln-Tablcttcheo (Neokratineiten) kostet 53 Rpf. Eine Hilfe bei leichteren Schmer« zea verschiedener Art ______ Nar io Apotheksal b#kä®P Doh«» SchUaB« 309-S SCHMOLL-PASTA RepopatHPtD on Stricliwipei werdiBin modisch und raschelt bei der Firma F. KRAMARSCHITZ. Marburg, Herreng. 13, übernommen. 219 AUSBILDUNG Im Malen und Zelchnea durch Selbstunterricht. — Proapekl durch 1. 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