^ 11«. Freitag, 24. Mai 1901. Jahrgang 12^ kaitlachel Zeitung. "« WZ"«: M« PoNvtrstnbun«: «nzjllhrl« 50 «, Halb1«i<« l» ll. Im «om pt ol r: ganz. 9>!!tt,,'"bMr«, ,1 x. Für b!« gustellun, In« Hau« «aiujiihrlg « K, - Inlertl„»,»»»rt Fü« Nein» ^^ ' b!, ,u ^ ^,^,„ z, ,, ,l»ße« per Zelle »» b^ hii «fte«n Wlebeiholunzeu per Zellt « l>. D<» «Lalbacher Zeitung» erschein« tilgüch, mit «ulnahme der Tonn« unb sselertage. Hie «b»l»-a ^ HofCeremonieil Director des Obersthof'! ^«en?^ H"mich Ritter Lo eben st ein von '^ttn«. ^^^ zum Unterstabelmeister allergnädigst ""Men q^uht. erordnung des t. k. Finanzministeriums ^ vom 20. Mai^iWI, !>n s den Monat Inili IWl. das Aufgeld lO'l^,, ^'''^' lvelches bei Vorwendung von Silber- ^lr Zahlnng der Zollgebiircn zu ent° ^ richten ist. ^ W^ ^"U auf Artikel XIV des Gesetzes vom ^ehnV^ .(N. G. Vl. Nr. 47) wird im Ein- ^t>e,/!3 ^^ bem kgl. ung. Finanzministerium !iir d^ ^ltungsbereich des erwähnten Gesetzes und ^ i^iin. "^ ^""^ ^^^ fchgeseM, dass in denjeni- 'l?b^ "> m welchen bei Zahlung von Zöllen und ^ s. "''"' dann bei Sicherstellnng dieser Ab- ^g t ^ ^oldgulden Silbergulden zur Verwen- ^ent ^^ll, ein Aufgeld von neunzehneinhalb UN/2<^) j„ Silber zu entrichten ist. __________ Böhm in. p. ,^l ^ dem Amlsblatte zur «Wiener geitun». vom 22. Mal ^tlls,.' ^") wurde die Welterverbreitung folgendei Pres». 3ll 9?"doten: ^ '2n^ 'Wahrheit, vom 16. Mai 1901. ^ttti in ^^seier», Druck und Verlag der Deutschen Vereins« !k>, Nr 10^ (Flugschrift). ""l. ' ^ «Oesterreichische Verlehrs.Zeitung» vom 16. Mai Ctch!^Islhns Jünger) «Der Scherer» vom Ib. Mai 1901. Hl ^"llsichtslarten mit obsconen Darstellungen. 3lt ?- '^" Vorwärts» vom 18. Mai 1901. ^ 3l/ ,3 «Unlilsc!?» (Munden, Kansas). ^>^^"^ii!ä 8I»n!l. vom 1«. Mai 1901. Nichtamtlicher Theil/ " auswärtige Politil unserer Monarchie. ^tv "f ,^l" Minister des Aeußern Grafen Go ! u - ^ga^ ^" auswärtigen Ausschüsse der ungarischen >^^n entwickelte Ezposs beginnt mit der Dar° legung der Lage in China. Mir Oesterreich-Ungarn tonnte vom ersten Augenblicke an kein Zweifel be-stehen, dass seine Vetheiligung an der gemeinsamen Action der Mächte sich nur innerhalb der engen, durch die verhältnismäßig geringfügigen Interessen Oesterreich Ungarns gezogenen Grenzen bewegen dürfte, die gewisse Erweiterungen nur mit Rücksicht auf die Pflichteil der Grofzmachtsteüung der Monarchie erfahren mnssten. Somit war es unznlässig, die Mitwirkung Oesterreich-Ungarns an der nothwendigen, übrigens im Voraus genan nmschriebenen Action der Mächte zu versageu, aber es war angezeigt, alles zu vermeiden, was die Monarchie in folgenschwere Abenteuer verwickelt hätte. Die Entsendung eines kleinen Geschwaders nach Taku, die Ausschiffung einiger Hundert Combattanten dienten in eyter Linie zur Decknng der österreichisch' ungarischen Gesandtschaft und sollten zugleich die Mitwirtung an der Collectivaction documentieren. Der Gcdailte, die Action zur Anbahnung einer förmlichen Colonialvolitik auszuuützen, war von ^ vonlherein ausgeschlossen. Der Minister erinnerte an ^ die wiederholt entwickelten, hauptsächlich in der Eigenart der Monarchie liegenden Gründe, die den Erwerb eines Colonialbesitzes zu einer schweren Bürde gestalten würden, und am wenigsten hiezn geeignet sei China, wegen der Entfernnng der Operationsbasis ,md der besonderen Landesverhältnisse, die eine un« gewöhnliche Anspannung der militärischen und finanziellen Kräfte bedingt hätte. Somit musste das Vorgehen von der änhersten Vorsicht beherrscht sein. Der Minister geoentt der Entbehrungen und der tapferen Haltung der Mitglieder der österreichisch» ungarischen Mission nnd der ruhmvollen Leistungen der österrcichisch-ungarisäM Marine-Combattanten. Der Minister skizzierte die bekannten Grundlagen der Friedensverhandlungen nnd hebt hervor, er müsse sich, da dieselben noch nicht beendet sind, Zurückhaltung anferlegen. Dao folidarifche Vorgehen der Mächte wird sich auch hinsichtlich der noch schwebenden Postulate bewähren. Es ist in hohem Grade wünschenswert, dass die Bezahlung anf einmal erfolge, nm den thunlichst baldigen Abschlnss der ganzen Action zu ermöglichen. Die von Oesterreich-Ungarn angemeldete Summe entspreche den factischen Aus^ lagen und Verlusten, somit dürften der Monarchie voraussichtlich deine Geldopfer erwachsen. Die Besitznahme des Terrains in TiewTsin für die Errichtung des Consulats und eine eventuelle Handelsniederlassung war nicht aufzuschieben, da der fragliche Platz der letzte für diese Zwecke günstig ge° lcgene war. Die Souveränitätsrechte Chinas bleiben unberührt und die Regelung seiner Ablösungsansprüche sei für die Liquidierung der Indem» nität an Oeste.rreicl>l!ngarn vorbehalten. Die Besitz-nähme birgt also keinerlei Gefahren in sich und ent spricht auch nicht den weitgehenden Combinationen, als wäre sie der Ausgangspunkt einer förmlichen colonialpolitischen Action. Zu deu näherliegenden europäischen Interessen übergehend, constatiert der Minister, dass es trotz der wiederholt aufgetauchten bedenklichen Anzeichen ge-lnngen sei, dem Gang der Ereignisse einen ruhigen Verlauf zn sicher», wozn vielleicht die oftasiatifchen Ereignisse beitrugen, indem die anderweitig beschäf« tigten Grosmiächte umso emsiger bedacht waren, nach» drücklich allem ontgegenzntreten, was unerquickliche Complicationen herbeiführen konnte. Inwieweit ein zuverlässiger Schluss daraus für dio Hukunft möglich fei, kann heute mit Rücksicht anf die Verhältnisse im nächsten Orient kaum jnnand bestimmen, da selbst das glücklich bestehende Einvernehmen zwischen Oesterreich»Ungarn und Rufsland dort nicht immer wirksam einzutreten vermag. So anerkennenswerte Dienste dieses Einvernehmen den Friedensinteressen , leistete, wäre es doch Schönfärberei, dieses enge Iu« ^ sammengehen als Panacee gegen alle Ueberraschun« geil hinzustellen. Der Minister warnt ernstlich vor einer solchen Anffassung. Die Verständigung im Jahre 1897 bietet sehr wertvolle Garantien gegen eine schad» liche Rückwirkung der Ereignisse auf dem Balkan und die österreichisch- russischen Beziehungen; es wäre aber eine Vogelstrankpolitil, daraus zu folgern, dass es alle Ansbrüche hintanzuhalten vermag. Gewisse unfreundliche Symptome mahnen zu erhöhter Wach» samkeit, damit man nicht eines Tages einer Lage ge« ! genüberstehe, die nicht ohneweiters acceptiert werden i könnte. Gewiss ist, dass Oesterreia>Ungarn keine terri« torialen Vortheile auf Kosten anderer anstrebt. Mit der wiederholten Auftifchung der abgeschmackten Le> i Feuilleton. Ein Pistolenschnss. Nach dem Französischen. (Schluss.) ^ bnm? ""chslen Minnte war sie in dem Mnr ' ^Unk> ^bar ^,, ^ angelangt waren, ver-^ l^ich > ^ blieb noch lange an der Stelle, an der °'^f ^,"'Uassen, wie festgebannt von dem Zauber n ^splnl"^ Erscheinung. Ich rief mir alles, was !>6. ^, ^", in die Erinnerung znrück. Die Wol> '^ gcrn^ ""l angegeben, lag zwar, wie ihr wifst, >7 aber - "' ö"" vornehmsten Viertel von Paris ^ iil,/^ ^tage nnd zwöls Fenster, dies konnte 3ly "^'" ^""lt bernhigen. 3 dos'^"chsten Tage, pünktlich um 2 Uhr, stand ^5bo/'" bl'.',l!ichneteii HciM. ans dem Boulevard !<^r /!^ ^'^' ^"^^' '"'"I nicht getälischt. Die zlvölf kll ich v ' '^'llN^n die gleichen Draperien. Rasch ^M-bi ^^^'p^' "upor. Ein kleiner Grooni in d^" ^nlon"^"^^'" ^^""^' '"'^ "'^ flirte mich in ^?)a>ii^^^"NlMe die Pause bis zum Erscheinen 3 Nil„v Hauses, nm mich ein wenig umzusehen. d?n>n7 ^M'l>n, d^s., d^ ^.s^> Eindruck, dell ich i> ^ lmiv" ^^'ulich befrelndender war. Madame >V" Nich/ "^' offenbar dem gymnastischen Sport: 5 kUtcl'. "'^ ^"^ zahlreiche Embleme, die darauf ^'Urrcw die Wände schmückten, auch wirkliche "l kr„, ^"^'Stangen. Ringe. Hanteln u. dgl., lagen ^"'llboden. Ich hatte keine Zeit, mir über das Sonderbare dieses Umstandes Gedanken zu machen, denn in dein^ selben Augenblicke öffnete sich die Thüre und Madame trat, mit einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen, ein. Sie trng eine. prachtvolle Matinee aus Mousseline de soie, reich mit Spitzen garniert — eine wahrhaft blendende Erscheinnng. „Sie haben also Wort gehalten, das ist schön von Ihnen," sagte sie, indem sie mir ihre Hand reichte — ein allerliebstes Händchen, auf das ich einen Kuss drückte, der sicherlich länger währte, als gerade unbedingt nothwendig war. „O, ich möchte wohl wissen, wer an meiner Stelle nicht gekommen wäre," antwortete ich. „Ich freue mich übrigens, Sie heil nnd munter zn sehen — ein Umstand, der mich der Nothwendigkeit iiderhebt, mich nach dem Erfolge der Operation zn erkundigen. Sie ist offenbar glücklich gelnngen." „Vollständig!" ries sie freudig ans, „nnd denken Sie — ohne auch nur den geringsten Schmerz. Diefer Doctor Beckler ist doch ein ganz wunderbarer Mensch. Aber legen Sie doch Ihren Hnt weg!" Ich wollte ihrer Weislmg nachkommen, aber sie lain mir znvor, indem sie mir den Hut aus der Hand nahm und ihn eine Weile betrachtete. Schon wollte ich sie fragen, was ihr denn an meinen, Cylinder Besonderes abfalle, aber was sich i>, demselben Augenblicke meinen Augen darbot, benahm mir vollständig die Möglichkeit zn sprechen. Nachdem sie nämlich, wie gesagt, meinen Hut eine Weile betrachtet, setzte sie ihn plötzlich mit dem Rande auf ihre Nasenspitze, legte die Hände auf den Rücken und machte so. den Hut sicher balancierend, mchrcrewal die Runde durch dm Colon. Tmm hlich sie stelln. NMs M «Mf fas^y Bewegung des Kopfes den Hut in die Höhe, fieng ihn. wieder mit dem Rande, diesmal aber auf der Stirne, auf und wiederholte dieses Kunststück vier» oder fünf-mal, dabei immer auf und ab spazierend. Endlich blieb sie vor nur stehen. „Sie machen ein so erstauntes Geficht," sagte sie lachend. „Ja, wissen Sie denn nicht, dass ich eine Akrobatin bin?" „Eine Akrobatin? Eie find eme Akrobatin?!" „Natürlich! Ich hätte gedacht, dass Sie das schon von meinen Afsichen her wifsen. Gros; genug find sie, um nicht übersehen zu werden. Oben mit Riesen« lettern: ,Lea d'Erty', unten mein Bild in Lebensgröße in hellrothem Costüm, daneben ein weißer Bär . . ." „Verzeihen Sie — Sie haben mir doch gesägt, dass Sie einen, Pistolenschuss gegen sich abgefeuert haben." „Ganz richtig, das war in der vorigen Woche, während meiner Glcmznnmmer. Sie haben mich darin noch nicht gesehen? Das ist nbschenlich von "chnen. Ich habe in drei Welttheilen damit die grösste Sensation erregt. Das ist nämlich so: Während ich mit der linken Hand fortwährend drei kugeln in gleichen Zwischenräumen in die Höhe werfe und wieder auffange, drücke ich mit der Rechten eine Pistole nach einer dreißig Schritte entfernten Scheibe ab. Ich habe diesen, wie Sie mir wohl zugeben werden, gar nicht leichten Tric wenigstens schon fünf« hundertmal prakticiert, aber vorige Woche, ich weijj honte noch nicht, wie es kam, ich hatte eben..das Spiel mit den itugeln begonnen und meine Scheibe ins Auge gefasst, als ich Plötzlich fühle, dass mir eine Kugel zn entschlüpfen drohl. Unwillkürlich will ich lM mil 5w' m»d?sen Hand. W K'> ich h<»<,»<<. f^jo ^ Laibacher Zeitung Nr. 118. 988 ___________24.Mai^0^. genden über das Gegentheil bezwecken die wenig wählerischen Ausstreuer nnr, die öffentliche Meinung gegen Oesterreich - Ungarn zu mobilisieren, um eine Deckung für die eigenen Machenschaften zu gewinnen. So wenig Oesterreich-Ungarn an die Erweiterung seines Besitzstandes denkt, ebensowenig konnte es die Anschläge gegen die bestehende politische Ordnung oder Verschiebungen ,',ugeben, die die Schädigung seiner vitalen Internen, oder die Bedrohung seiner Machtstellung involvi^en winden.Diese unversehrt zu wahren, wird immer der springende Punkt der Orientpolitik Oesterreich-Ungarns bleiben, welches keinen Augenblick zögern könnte, mit voller Entschiedenheit gegen jeden Versuch der Vorschubleistung für derartige Constellationen aufzutreten. Darüber darf kein Zweifel bestehen. Zu den bedenklichen, die Aufmerksamkeit Oester« reich-Ungarns ganz besonders fesselnden Erscheinun-geli auf dem Balkan gehört gegenwärtig die mit der makedonischen Frage zusammenhängende Agitation in Bulgarien, sowohl wegen der Gefahr für die Be-ziehungen Bulgariens zu seiner souveränen Macht als wegen des fatalen Einflusses auf andere Mächte. Es fehlte nicht an den eindringlichen Mahnungen der Mächte bei der bulgarischen Regierung, welcher der Vorwurf nicht zu ersparen ist, dass sie durch das zu nachsichtige Geschehen lassen manche Schuld an der Situation trägt, die jedoch in jüngster Zeit in Ve« herzigung der erhaltenen Rathschläge Maßregeln er» griff, die auf den löblichen Vorsatz hinweisen, dein tollen Treiben der zu einer förmlichen Nebenregie« rung erwachsenen Comites endlich einen Riegel vor« zuschieben. ES wäre sehr wünschenswert, dass nunmehr die correcte Haltung Bulgariens eine Ergänzung in der Besserung der Verhältnisse in der Verwaltung des macedonischen Vilajets finde. Leider lassen die dortigen Verhältnisse manches zu wünschen übrig. Das Einlenken Bulgariens sei eine erfreuliche Thatsache, und dem Fürstenthume sei dringend zu rathen, dass es auf dem betretenen Wege ausharre, da es nur in dem Maße, als es sich als Element des Friedens lind der Ordnung erweist, auf die Er Haltung der europäischen Sympathien rechnen kann, deren Wert es bereits wiederholt ermessen konnte. Ill Serbien verspricht man sich von der neuen Verfassung die Stabilisierung der politischen Lage und will alle Kräfte der Gesundung des Staats--Wesens zuluenden. OesterreiclMngarn kann den Erfolg wünschen und der Hoffnung Ausdruck geben, Serbien werde zugleich alles vermeiden, was der Pflege guter Beziehungen mit Oesterreich » Ungarn Abbruch thun und eine Erkaltimg des Wohlwollens der Monarchie für das serbifche Nachbarland herbeiführen könnte. Bezüglich der allgemeinen Richtung der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns stellt der Minister neuerdiugs fest, dass sie sich in den sicheren Bahnen eines engen Anschlusses an die Verbündeten fortbewegt nebst der parallellaufenden Pflege vertrauensvoller Beziehungen zu den übrigen Mächten, vor allem zu dem benachbarten Rufsland. Die im Laufe der Jahre für die allgemeinen Friedensinteressen wohlbewährte Basis zu erhalten, ist unser beständiges Bestreben, und wir dürfen uns wohl zu der ganz begründeten Hoffnung bekennen, dass an ihr auch künftig nichts geändert werde. Die Tendenz der verschiedenen, immer wieder verbreiteten Gerüchte behufs Erschütterung des Glaubens an die Solidarität des Dreivundes sind zu durchsichtig, um nicht gleich erkannt zu werden. Derlei Ausstreuungen würden kaum besondere Erwähnungen verdienen, wenn nicht zu der bisherigen Wühlarbeit gewisser wohlbekannter Elemente Bestrebungen anderer Kreise hinzutreten, welche die Frage der politischen Allianz-Verhältnisse in directen Zusammenhang mit dein Abschlüsse günstiger Handelsverträge bringen möchten. Heute, wo die wirtschaftlichen Fragen täglich an Bedeutung gewinnen ist diese These kaum mehr verfecht-bar, dass sich ein förmlicher wirtschaftlicher Kampf ganz gut mit engen Politischen Beziehungen vertrage. Sonnt sei es sicher, dass ein wirtschaftlicher moäu» vn'^ulli im Interesse der Intimität dieser Beziehnn-gen gesucht und gefnnden werden muss. Der Minister drückt die Ueberzeugung aus, bei den bevorstehenden Handelsvertrags Verhandlungen, sowohl mit Deutschland als mit Italien, werde es ge lingen, zu einer billigen, allseits beruhigenden Schlichtung etwaiger Differenzen zu gelangen. Es hieße aber weit über das Ziel schießen und einer bedenklichen Theorie Vorschub leisteil, wollte man die höhere Ziele verfolgenden politischen Bündnisse von einer nnbedingt zufriedenstellenden Gestaltung der handelspolitischen Fragen abhängig machen und die Erfordernisse der Staatsraison den Rücksichten ma-urieller Natnr unterordnen. Eine solche Auffassung kann bei den schwere Verantwortung tragenden maß-gebenden Factoren weder hier noch anderswo ver-fangen. Die Vortheile, welche die Eonstellation des Dreibundes bei ihrem eminent friedensfreundlichen Eharakter und der gleichmäßigen Vertheilnng der Rechte und Pflichten jedem Eompaciscenten bietet, sind zu evident, um preisgegeben zu werden. Es wäre bedenklich, wenn durch die systematische Verhetzung und Verführnng breiter Voltsschichten Strömungen entständen, die jenen rührigen Ele menten nur willkommen wären, denen die gegenwärtige Gestalt der Dinge in Enropa aus wohl» bekannten Gründen ein Dorn im Auge ist. Gegell derartige Anwürfe kann nicht entschieden genug durch sachgemäße Aufklärung der öffentlicheil Meinung gewirkt werden, damit bei ihr die Erkenntnis geweckt werde, dass, sosehr die commerziellen Angelegenheiten die, weitgehendste Berücksichtigung fordern, nnd es die vornehmste Pflicht jeder Regierung fei, für dieselben nachdrücklichst einzutreten, doch ein politisches Bündnis kein Gegenstand ist, der ohne Gefährdung schwerwiegender Interessen als einfaches Eompensations-object ausgespielt werden darf, scholl darum nicht, weil die Bündnisse nicht alts Rücksichten der Gefällige leit geschlossen werden, hanptsächlich aber deshalb, weil sie höheren Bedürfnissen entsprechen und in ihnen gegenseitig sich deckende Interessen eine Sicherstellung fmden. So fest Oesterreich-Ungarns Allianzverhältlnsse stehen, so freundschaftlich sei auch d" ^^M allen übrigen Eabinelten, mit denen ^ ^^d5 ernsten und aufrichtigen Bestreben ZuM" ^< der Erhaltung des Friedens jede ^roer" ^ gedeihen zu lassen. Dieser beständigen ^rt". ^^ fortlaufenden Znge nach Ausgleichung ^ Gegensätze ist es zn danken, dass die im -"U" jO" befürchteten ungünstigen Rückschläge der .^inü Angelegenheit auf die Beziehungen der _.^>j! ccoverierenden Mächte vermieden wurden. ^ ^i die Hoffnnng nicht unberechtigt, das ^', ,„g ^l zeitiger Ansprüche und billiger BeniMM ^i.' gegenseitigen Interessen, welches auf d'^" .«dB mit so zufriedenstellendem Resnltate ^'^ '' ,en"^ kam, werde sich auch bei Lösung anderer i>l " minder wirksam bewähreil. , HiM Schließlich gedachte der Minister " „,,. anknüpfungen der diplomatischen ^^' ^.,,^t ^ Merito, wodurch einem beiderseits wn"^^, sprochenen Wnnsche, unter voller Schonung >- ^,' seitigen Empfindlichkeiten, nachgekommen w' . ^i Herftellnng des normalen politischen Vertt) ^ Merito kann der commerziellen Entwickelung reich-Ungarns nur einen stärkeren Impul" N ^ ^' Der zunehmende Verkehr mit Australlon ^ wachsende Answandernng nach Canada M" ? j,i Umwandlnng einiger Honorar - Consilia" ^ ^ KaufSconsulnte nothwendig, wodurch "ne," ^, Delegationen wiederholt gebilligten Prmclsi dingS entsprochen wnrde. Das Erposs wurde beifällig . ""lg"^,^ namentlich die Stelle, wo der Minister die ^^ zerstört, als ob Oesterreich-Unganl auf dem ,^ ^ irgendwelche eigennützige Zwecke verfolge, 1 ^^ über den Dreibund, endlich die Stelle, won' ^ Theorie entgegentritt, als ob die poUNM' ^< nifse von der Gestaltung der handelspolltna, ^ gen abhängig gemacht werden dürfen. Naai ^ Debatte wurde das Budget des Aenßern "' ^ gegen zwei Stimmen unverändert migenoMi . ^ die Zustimmnng zur Politik des Aeußern ' ^, Anerkennung für den Leiter derselben anSM^^- Politische Uebersicht. , Der „Pester Lloyd" schreibt: Die Ms^" ^ M ajestätan dieDeIegationen.str"'^ ^ Höhenzüge unserer auswärtigen ^^^^,' ./^tlu!^' tonung unseres unverändert herzlichen "^.^chti^ zu den mit uns alliierten Reichen und ^^ he^ tell Hoffnnng auf die weitere Erhaltung b»^' ^B verliert darum, weil sie in den feierlichen ^ ^^' gell vom Throne herab regelmäßig wieoertel) ' ^ von ihrem ausschlaggebenden Gewichte, ^^.gft l^ Völkern Oefterreich-Ungarns eine bessere VotM ,^>i diese nicht verkündet werden: denn sie tnfst' ^ wärmsten Wünschen und Neigungen zus""""" ^ d?» Wort, durch welches der öffentliche Gl"'^ ^st^ uuveränderten Bestand des Dreibundes ^ ycl wird, bewährt sich zum Segen; denn im ^»" .^e" Monarchie stärkt es das Vertrauen zu^er^^^ stole hielt, verhindern, drücke dabei in der begreiflichen Verwirrung los und die ganze Ladung nimmt die der Scheibe entgegengesetzte Richtung. Es ist aber glück» licherweise nichts weiter geschehen, als dass mir einige Pulvertornchen ins Auge drangen, die mir zwar große Schmerzen verursachten, von dem vortrefflichen 5 Doctor Beckler aber bald entfernt wurden, bis auf eines, bei dein es, wie Ihnen bekannt, einer Operation bedürfte. So, nun wissen Sie alles. Sind Sie zufrieden?" Ihr werdet begreifen, dass ich cmf diefe Frage, nicht gleich eine Antwort fand, ich hätte auch auf keine andere eine gefunden. Ich wäre in diesem Augenblicke überhaupt nicht imstande gewesen, etwas Vernünftiges zu sagen. Nur so viel war mir klar, dass ich hier eine lächerliche Rolle spielte. Ich benutzte den nächst« . besten Vorwand, um mich zu empfehlen, und athmete , auf, als ich wieder auf der Straße war. Merkwürdig, was ich früher gar nie bemerkte — ihr wisst ja, ich bin kein Eircusfreund — jetzt stich ich wenigstens alle zehn Schritte darauf: nämlich auf die grellfarbigen Wichen mit der rothen Dame und dein weißen Bären. Darüber in wirklich koloffalen Lettern: Lea d'Erty. Gewiss, das hätte ich schon früher sehen können. Damit halte sie wirklich recht. Na, jetzt war nichts mehr zu machen. Schließlich, so sagte ich mir, war ja die Sache noch ganz gut abgelaufen. Wegen der kleinen Blamage brauchte ich mir kein graues Haar wachseil zu lassen — hatte ich doch dafür l'ine wertvolle Lehre eingetauscht, die ich auch euch zur Verfügung stelle: wenn ihr nämlich hon, dass jemnnö .'inen Pistolenschuss gegen sich abgefeuert hat, >o müsot ihr nicht gerade gk'ich an Selbstmord denken. Z)«5S Kstzeitnnis der schwarzen Oräfin. Roman von vrmano» Gandor. (2b. Fortsetzung.) Trotz der Eile hatte Frau voll Langfeld es sich nicht nehmen lassen, ihren Freund an den Bahnhof zu geleiten. Weipert erreichte noch eben glücklich das Coupö, als der Zug sich schon in Bewegung setzte. Zum Fenster hinaus winkte er der Zurückbleibenden den letzten Gruß zu: „Auf Wiederfehen!" Und Frau Helme erwiderte den Gruß: „Alls Wiedersehen!" Zum zweitenmale im Leben waren sie mit dem° selhen Trennungsluorte voneinander geschieden. v. Nathaniel van der Hütten hatte vor einigen Tagen wieder einen besonders schmerzhaften Anfall seines Leidens bekommen, in dessen Verlauf fich ein besorgniserregender Kräfteverfall einstellte. In dem bestimmten Gefühle nahender Gefahr hatte er Weipert telegraphieren lassen — allerdings weniger, um seine ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, als um ihn, im Falle oass eine Katastrophe eintreten werde, vor« dem noch einmal zu sprechen. G Rolf Weipert erschrak, als er eintrat und in das fahle, schmerzverzerrte Antlitz des Kranken blickte. Aber trotzdem der alte Holländer beinahe bis zur Be» wusstlosigkeit matt war, erkannte er den Eintretenden, und feine eingesunkenen Angen lenchteten anf, als er ihm mit einiger Auslrrngnng die Hand ont-Mwstreckk'.. „Gut, dafs du kommst, mein Junge l"^,^ „Habe dich fehnfüchtig erwartet! Es nnro Zeit! Mit mir geht es zu Ende!" ^, ^ Wcipert drückte dem Alten die H""b' ' ^ wissenhafter Arzt konnte er nicht widerfp"^ ^^ kundiges Auge, bemerkte fchon den Stempel o ^ auf den verfallenen, wachsgelbcn Zügen. .^ t>>^ „Verfprich mir, dass du alles aufbieten ".g zl> rechtmäßigen Erben meines Bruders "U"! ^,l,ie> machen," bat der Kranke mit erlöschender „Ich verspreche es!" erwiderte WeiP^t 1^ ^ Ein Lächeln der Befriedigung huscht » . „„» schmalen Lippen des Greises; dann wurde er 1 sprach nur wenige Worte mehr. ^e!>)'' Drei Tage lag er noch so hin, dann kl ' ein Herzschlag von seinem Leiden. ..<^ M Doctor Weipert war die ganze Zeit u" ^iiü vom Bette des Kranken gewichen: er selbst '^>"^ dem Todten die, letzten Liebesdienste, indem e Allgen zudrückte und ihn später einsargte. MiP^ Am Tage nach der Beerdigung wM'^ „,e,l voll einem Notar benachrichtigt, dass ein ^ ^fB niedergelegt sei. Bei der Eröffnung dessewc ^5 er, was Nathaniel van der Hütten ihm B ^, ^, mitgetheilt hatte, dass er zum Unwersa^^F' gesammteil Nachlasses eingesetzt war. ^',,,i»e^ , acht Tage hatte er vom Morgen bis zum -"" ^' auf mit dem Ordnen der ihm so unerwaru' .^ö lenen Erbschaft zu thun. Zu feinen: grenz^'l ^iB staunen überzeugte er sich, dass der alte ^' >B' in der That ein schwerreicher Mann g^'.^l),^' Selbst wenn er das Vermögen des weiland ^ ^ ,!» Hütten, das durch das Aufschlagen von o ^gtei?'^ ^" Tinge und erhöht die Schaffens-^ ^^'^lche zuni Gedeihen der Arbeit nöthig ist, ^ y . "^'l- hült eo jeden Zweifel an der in der ^ü is, .^richteten Zriedentzbürgschaft nieder. Ja, 'leG.?erer Zeit verflicht wurde, eine gewisse ^'M^ ^lilich der Stellung Italiens zuni nlittel-^ßebu ^""bmssr zu verbreitm, so yat die ^teil bi? ^^ Monarchen die absolute Auösichto-'"> ^^ '" Tendenz delitlich manifestiert. Der Satz herzlichen Verhältnisse zu den l ^l ^ " ^leichon lässt eine Zweideutige Auslegung ^tiy/^n^r VoltMatt" räth den Dcutsch-^limin '"' ^"i (5zechen die volle Gleich-, "icht ''" aeluahren. Dieselbe tonne den Teut-,'Ail, schaden, wenn die deutschell Beamten , l i>aa " ^"rden. Entschieden verwahrt sich das MH"'' die wirtschaftlichen Interessen der Hcntii^ un die Nordslaven Zu verlaufen. Die ^l^g^'" Wünsche der (5zechen zu verwirtlichen, ^ 1,?"^ "u den Alpenländern, "tn/'^llsener Tagblatt" erklärt, die deutsch e >^. lttapartei stehe jedem ehrlichen s^be/c. " lhr loyal angeboten werde, offen: sie ^lieri ^ gmug in sich, ihr'Programm vor der , Tii> ^? ^"rch faule Conipromisse zu bewahren. ^t"s, ^'post" beschäftigt sich mit der Stellung ^lil 1., ^ ^ undbe sitzeS in den Vertretungs-?^>°^ "^"nt, die staatserhaltende patriotische !^8en ^ ^lusjgrundbesi^es sei der Sinn seiner l^' »ver^ ^^"'^' "'^ "'"' solange dieselbe wahr ' ^ ans ^ ^" ""^erne Vertretuugc-törper Grund l^besi ?^>^be Nürlsicht zu nchnien. Der Groß->e,i'^ Uehe hellte vor der Wahl, wohin er sich ^ bie ^ "' Erfasse er seine Mission, so werde er sich ? don s. ^"' ftaatstreuen Elemente stellen und i llche '^^"Uillnnischer Umsicht geleitete vollo-' ^^ ^"^reform, wie sie in mehreren Üron-^Äch^'^l'dig ist, thatkräftig unterstiitzen. -p ^., ^er^itllng" erblickt in diesen Ausführn,:-z^'t de"°^"^'Uiteil Blattes ein Werben um die ^ ch^, ^toßglundbesitzes aulässlich der seitens ^I^'uichsocialen Partei geplanten Landtags-!^°ge>, !'' "'^ luhrt alls, die Christlichsocialen ^iie^ >'ll) nur mehr durch die Unterstützung der l^',„ "ssel, 21. Mai, wird gemeldet: Vei »c>l^8 einer Petition zugunsten Trans-°^uli,m llcht 'lll Senate Lafonteine (Socialist) ^i^^^oig^it der Einsetzung eines Schiedst ^^e ,w ^' ^^' fordert die Negierung auf, in diesem ,?be>i ' bcr englischen Negierung vorstellig zu 3^n' ' "^ Redner ergehen sich in heftigen Aus-^ofli^^ das Verhalten der britischen Armee in stiert . '^"ister des Aeuhern de ?.avereau ^^>^^2endll' ungerechten Behauptungen über ei^apitnl - Gcsannntsumme ausschied, blieb noch ^ " beli' ^!^^' bch'eu Zinsen dein Besitzer nicht nur ^leinl uchm Wohlstand sicherten, sondern ihm >b ^eiH« ?^'^<^ ^eben in großem Stil gestatteten. ^ s° m/, ^'^st war alles wie ein Traum. Der ^!te i>, ^'^"^ W den Schoß gefallene Reichthum i?^ " "lcht zufriedener nnd glücklicher, als er i?"e , gewesen luar. Wenn er nachdachte, i> ' ^ö s beinahe eine llngerechtigteit des Schick-,/^iillfj'/" ^^^ s"n Zuthun mit irdischen Gütern ^»5 .' während unzählige wirtlich Bedürftige tzn < ol, "^ ^'" uiühseligen Nmnpf u,ns Dasein >ü, "le dl>-s ^^^' i"nals eine goldene frucht vom !°.^.^liickes zu ihren Züßen niederfällt. Ja, .'er tz 'lugenblicke, als er sich über die Größe ^""^'n lt klar lvurde, war ihm der Gedanke ^lirlV^lN'Mtt'n l>im'5 n'ohlthatigen Zlveckes auf "3"! dm " ^"' Huttens Hiltterlassenschaft zu ver-^ ''f er v v^"'''' ^ ""^ reiflichein Erwägen — l^'l No, - ^^ bieder. Sein alter Frennd hatte z'.'/ hinl«^'"^' "ls er ihm sein irdisches Hab und ^l^'^:,oine Nichtachtung des Todten und »in ^!t /' "^^^'"^ luäre es gewesen, hätte er der l»!^ in s^^lllig entsagt. Auch wenn das Ver-tz/' dc,,.,."'^" Hand blieb, war es ihm unbenom-'^ii,! ^"^ 3u thun und es werkthätiger ^^" sn .b""stbar z>l machen. ^I^' ^.^".^'lN'^ Studium der hinterlassenen I^NyH .!'"fschaften uud Documente »nachte ihn h,? hli^' /" mit der Aufgabe vertraut, die er zu ^ ^ ^i(> ^ ^'lulssenhaft, wie er lvar, verkannte er ^i^Kr ^^'"ierigkeit der gestellten Aufgabe, noch ü^te, ^ ""'nlltluortung, welche damit auf ihm ^°»l!n> ^o"-willig hatte er die Angelegenheit ^n -" ^^rs^ "^^'^ ^'^^' ^" ^ ^'" Zurück inehr gab, ^'hw.' ^'"' dus er denl Todten gegeben, ihn V 'lnch,, ."'"achte plötzlich auch sein Eifer, der ^Nen^ '^^" ""d sie, welin niöglich, gu einem '^ Ende zu sichren. (Fortsetzung folgt.) die Engländer (Widerspruch auf allen Seiten des, Hauses) und fährt dann fort: England trug die Eivilisation in alle Welttheile, vertheidigte überall die persönliche sowie die Gewissensfreiheit und das Privateigentum. Vieles, was über die Vorkommnisse in Transvaal berichtet wurde, fei übertrieben oder erfunden; außer Zeitungsartikeln lägen keinerlei Beweise vor. Die Regierung lehne es ab, die Schritte zu tlmn, zu denen man sie auffordere. Ein Ende des Krieges wäre zwar sehr erwünscht, die Regierung lehne es aber ab, England eine section zu ertheileu und Belgien damit bloßzustellen. Der Minister schlägt vor, die Petition dem Ministerium des Aeußern zu überweisen. — Mehrere Redner uuterstüyeu diesen Vorschlag. Der Antrag Lafonteine wird sodann mit l>? gegen 22 Stimmen abgelehnt und die Petition dem Ministerium des Aeußern überwiesen. Tagesneuiglciten. — (Vom Allohol betäubt.) Aus Graz wird gemeldet: Ein Taglöhner beim Maurerwirt in Arnfels, der beu Nest in einem Arantwein-Maischbottich aufrühren sollte, wurde oom Altohol betäubt und fiel in den Vottich. Der Wirt Johann Wicdner, der ihn herausheben wollte, wurde gleichfalls betäubt, und beide starben, bevor man um Fuße oes Bottichs ein Loch schlug und sie herauszog. — (Eine Vulcan-Eruptio n.) Aus Amsterdam wird unter dem 28. Mai gemeldet: Nach einer Depesche beö „Handelsbladet" aus Vatavia hat die Vevölleruilg von Nlitar infolge der Eruption des Hulccms Kellot die Flucht ergriffen, (veriichtweise verlautet, dass viele Einwohner ge-tö'otet worden seien. — (Eine neue Erklärung von Ebbe und Flut) versucht sich neuerdings in amerikanischen Gelehrten-treisrn Geltung zu verschaffen. Bisher hat alle Welt geglaubt, dass die Gezeiten durch die Anziehung des Mondes hervorgerufen werden, und Kant hat in seiner Physischen Geographie noch die besondere Erklärung hinzugesetzt, oass der Mond diese Bewegung in dem Meere hervorrufe, damit dcssen Wasser nicht ins Faulen gerathe. Nach den neuesten Anschauungen soll nun der Mond überhaupt nichts mit der Ebbe und Flut zu thun haben, vielmehr soll deren Entstehung nur in der Wirlung der Schwerkraft begründet sein. Hegen die landläufige Überzeugung, dass der Mond als „Flutheber" wirlt. wird besonders angeführt, dass die Flut sich immer gleichzeitig über viele Längengrade ausdehnt, während der Mond Stunden brauche, um die gleiche Entfernung zu durchschreiten. Die neue Theorie will also mit Hilfe der Schwerkraft das Geheimnis der Gezeiten lösen. Sie geht von der Annahme aus, dass die große Masse des Meereöwassers niemals völlig ins Gleichgewicht kommen könne, sondern ewig hin und her schwante. Wenn zum Beispiel das Meer in einem weiten Gebiet um die Bcrmuda-Instln hochsteht, so sind die Wasser von Grönland und Westindien tief. Umgekehrt muss nun dieses Hochwasser in dem großen Bcrmudabecten, der Schwerkraft folgend, wieder nach beiden Seiten abfließen und eine Flut in Grönland und Wejtindicn erzeugen, wo das Hochwasser eintritt, wenn in der Umgebung der Vermuda-Inseln ein tiefer Wasserstand rerzeichnet wird. Eine derartige Erscheinung des dauernden Hin- und Hcrjchloanlens des Wassers im Weltmeere soll nun auch in anderen Oceanen stattfinden und die Erscheinungen bedingen, die als Ebbe und Flut bezeichnet werben. Bor der Annahme dieser überaus einfach klingenden Theorie ist, nc.ch der Meinung des „B. L.-A.", vorläufig doch zu warnen, da die Anschauung von der anziehenden Kraft des Mondes auf das Meer durch Rechnungen zu wohl begrünbet ist, als dass sie durch bloße Vermuthungen umzustoßen wäre. — (Flucht eines Petersburger Irrenarzt e s m i t seinem Patienten.) Man schreibt aus Petersburg: Ein Verbrecher war behufs Beobachtung seines geistigen Zustandes in einer Irrenanstalt in Petersburg untergebracht worden, einer sehr großen, die einige tausend Kranke einschließt. Vor einigen Wochen trat nun ein neuer Arzt als Ordinator ein, der Psychiater Dr. Masurlewitfch aus Warschau. Er ward zum Helden dieser Geschichte. Als er diesertage äu i'oui' hatte, beauftragte er den Portier des Krankenhauses, eine Besorgung in der Umgegend zu machen. Unterdess befahl er dem Krankenwärter, den Krallten V. ins Dujourzimmer zu führen. Obwohl der Befehl eigentlich der Hospitalorbnung stricte zuwiderlief, that der Wärter doch, wie ihm befohlen. AIs der Portier zurückkehrte und sich bei Dr. Masurlewitsch melden wollte, fand er die Zimmerlhüre des Arztes verschlossen, nahm jedoch an, dass dieser mit dem Kranken beschäftigt fei, und entfernte sich. Plötzlich erschien um die Mitternachtsstunbe der Wärter bei ihm, voller Unruhe darüber, dass der Kranke immer noch nicht in sein Zimmer zurückgekehrt sei. Neide warteten noch einige Zeit, dann sehten sie die Behörde von dem räthselhaften Falle in Kenntnis. Man öffnete das Empfangszimmer —niemand war darin. Arzt und Patient wcrcn ausgeflogen! Sofort wurden alle Maßnahmen getroffen, um der Flüchtigen habhaft zu werben, bis jetzt aber ohne Erfolg. Man vermuthet, dass der Arzt dem Kranken seinen Paletot gegeben hat, während er selbst im leichten Hocke das Krankenhaus verließ. Der geheimnisvolle Vorfall erregte naturgemäß in Petersburg das größte Aufseyen. '_ (Der Nach lass eines Lebenden.) Der Pariser Romandichter Hector Malot schloss sein letztes, vor vier Jahren erschienenes Buch „Der Roman meiner Romane" mit einem „Abschieb an seine Leser". Es sollte fein letzter Roman sein. Zum größten Staunen von Ernst Flammarion, dem Verleger Malots. erschien der Dichter diesertage in dessen Bureau und brachte ihm «in neues Nomanmanuscript. Eh« Mlo< aber kn« Vuch A'ergab. sklllt er snne N»b»nyung»st und erzählte: . . . „Ich bin Großvater. Meine Tochter ist die Gattin des Hauptmannes Mesple, und deren Kind. die kleine Perrine, ist mein Herzbliittchen. Der Kleinen möchte ich ein Vermögen sichern, und da habe ich einen Roman für Kinder geschrieben: ,Der Schaum'. Ein Roman für Kinder, der kann hundert Auflagen erleben, aber er darf erst drei Monate nach meinem Tode erscheinen, denn als Lebender habe ich abgeschlossen." Der Verleger hat diese Bedingung angenommen, der Vertrag wurde unterzeichnet, und nun sind die besten Marinemaler in Paris daran, zum ,Schaum', dem Wellenschcmm der Brandung, die Illustrationen zu zeichnen. Hector Malot ist aber trotz seiner 71 Jahre noch frisch und rüstig und kann noch lange Jahre hindurch die Reclame für das Buch betreiben, das seinem Entelchen eine gute Mitgift schaffen soll. — (Ein fideles Gefängnis.) Das Newyorler Strafgefängnis hat wieder einmal seinen Ruf eines fidelen bewährt. Wer über Mittel verfügt, lebt da behaglich wie im Hotel. Es ist wohlthuend, aus dem nervösen und hastenden Gedränge amerikanischen Strahenlebens seine stillen, freundlichen Corridore zu betreten. Zu beiden Seiten liegen hinter Gitterstäben wohlgenährte Herren wohlig in weichen Stühlen, lesen ihre Zeitung und blasen Cigarrendampf darüber, während zuvorkommende Wärter säubernd und stäubend ab- und zugehen, ja dafür sorgen, dass die Aschbecher zeitig geleert werden, und die sich tief verneigen, wenn der Herr Häftling kleine Münze in ihre Hand gleiten lässt. Ein Stadtvater, der gegenwärtig in diesem Hotel absteigen muss — so etwas passiert in Newyorl — lässt sich seine Zelle tapezieren und mit Bildern wie Möbeln ausstatten; nur gegen das Aufstellen einer Spieldose erhoben unmenschliche Kerkermeister Einspruch. Die Gäste dieses Hauses erhalten, wenn sie klug sind, auch Erlaubnis zum Ausgehen. Ein Mörder und Kammerdiener, der seinen Herrn ermordet hatte, heuchelte Schwermuth und Selbstmordgedanken. Ge-fängnisarzt und Vorsteher wurden gerufen. Man rang die Hände. Der arme Kerl! Was konnte nur zu seiner Aufheiterung, geschehen? Ein Eriminalbeamter in Civil wurde commandiert, mit dem Verbrecher eine abendliche Vergnügungstour durch die Stadt zu unternehmen. Man besuchte Bars wie Tingeltangels, trank, lachte und tam um 2 Uhr morgens, Hut im Genick. Cigarre im Mundwinkel, heiter und aufgeräumt „nach Hause". Die Schwermuth dürfte im Gesängnisse epidemisch werden. Zu den Insassen des vergnügten Ortes zählt nun augenblicklich auch ein Ver» brecher, dessen Specialität Bettel und Erpressungsbriefe bilden. (3r hat nun von seiner Zelle aus eine wohlhabende alte Dame durch Briefe zu überzeugen gewusst. dass er ihr lang vermisster Sohn sel. und so von ihr die Mittel erschwindelt, sich seine Strafzeit behaglich zu gestalten. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ausstellung von S ch ü lera rbe i ten.) Die gewerbliche Fortbildungsschule in St. Veit veranstaltet zu den Pfingstfeiertagen eine Ausstellung der Schüler-zeichnungen. Dieselbe wird am 26.. 27. und 28. von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags offen sein. Schulfreunde und insbesondere Gewerbsleute werden zur Besichtigung der Ausstellung eingeladen. — (Die Section Krain des D. u. Oe. AIpen-Vereines) ersucht uns um Mittheilung, dass der Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen, der sich auch die wissenschaftliche Erforschung der Pflanzenwelt unserer Alpen zum Ziele geseht hat. sich mit der Absicht trage, ein wissenschaftliches Werk über die Naumholz- und Krummholzgrenze in den Alpen überhaupt und in den ein° zelnen Gebirgsstöcken insbesondere herauszugeben, und dazu, um die Grenzen dieser Zonen bezüglich ihrer Meereshöhe mit thunlichster Genauigkeit bestimmen zu können, statistischen Neobachtungsmaterillles benöthige. Um dem Einzelnen die Betheiligung zu erleichtern, lieh der genannte Verein Notizblocks herstellen, welche eine ausführliche Belehrung enthalten und es überdies durch ihre Einrichtung ermöglichen, die Einzelbcobachtungen in eine Form zu bringen, welche deren wissenschaftliche Verwertung erleichtert. Die Mitglieder der Section Krain werden eingeladen, sich an diesem wissenschaftlichen Werke zu betheiligen, und wollen sich behufs Aeistellung des Notizblocks an den Sectionsausschuss wenden. — Die Sectionsmitglieder werden ferner auf die von Herrn Alexander Haunz, Mitglied der Section Karlsruhe, geplanten Special-Gesellschaftsreisen nach Italien und auf die vom Oesterreichischen Touristenclub veranstaltete Gesellschaftsreise nach dem Norbcap aufmerksam gemacht. Die Reisen nach Italien erstrecken sich nach der vorliegenden Ankündigung über ganz Italien bis Neapel bei einer Dauer von sechs Wochen und einem Kostenaufwande von 740 Mark ab Trieft und werden am 21. August und 2. October angetreten? für Personen, welche nur über einen drei- bis bierwöchentlichen Urlaub verfügen, ist die Theilnahme an einer Thcilstrecke zulässig. Die Nordlandsreise findet im Zeit» räume vom 28. Juni bis 1. August l. I. bei einem Kostenbeträge von 1580 l< (I. Classe Bahnfahrt ab Wien. Schiffsplatz ä. oder tt) statt. Die Reisepläne liegen zur Einsicht, ncchme im Seclionszimmer (Haus Kilbisch) auf. — (Auf ber GoIica.) Die regelmäßige Sommerwirtschaft in der Golicahütle wird mit 1. Juni l. I. eröffnet, doch wirb die Hütte den Bergfahrern auch in den Pfingstfeiertagen (Samstag bis Dienstag) offen stehen und wird darin Vater Klanönil seines Amtes walten. Da derzeit nur Bier und ein kleiner Vorrath von Proviant zur Verfügung steht, so werden diejenigen, welche die Hütte in den Pfingstfeiertagen zu besuchen gedenken, gut thun. sich mit Efswaren zu versehen. — (Aus Furcht vor Strafe.) Wie verlautet, sollen zwei Realschüler, welche aus der Schule ausgeschlossen wurden, vorgestern aus Klagenfurt flüchtig geworden sein. Es heißt, dass sie sich nach Ferlach und vnn dort in der Mchlunfl sttflfn Laibach genxnket hah»n. Laibacher Zeitung Nr. 118. 990 24, M ^ — (DieFllhrlegitimationenderStaats-b e a m t e n.) Eisenbahnminister Dr. R. v. Wittel hat auf eine directe Anfrage der Reichsraths-Abgeordneten Dr. Pan-tucet und Dr. Feijan^, die Meldung, als bestünde die Absicht, von Neujahr ab die Fahrlegitimationen der Staatsbeamten zu llnzen, als gänzlich erfunden erklärt. — (Hau der Franz Josef-Brücke.) In der abgelaufenen Woche ist beim Naue der Franz Josef-Brücke eine Pause eingetreten. In den nächsten Tagen gelangen die Betonarbeiten auf dem Vrüctenlörper zur Fortsetzung. In der Schulallee wird demnächst ein Theil des angehäuften Erdmateriales verschwinden und der Platz daselbst reguliert werden. x. — (Die Demolier« ng des alten Lyceal-gebäudes.) Nachdem der Bau des II. Staatsgymna-siums gesichert und die Plane, ausgenommen einige Correc-turen an den Endfronlen, festgestellt sind, wird die Demo-lurungsarbrit in der Ninlerzeit vor sich gehen. Bis zu diesem Zeitpuntte bleiben sowohl die üycealbibliothetsräume als auch das Schulzimmer der bürgerlichen Mufillapelle für die genannten Zwecke offen. Die Musillapelle übersiedelt hierauf, wie verlautet, in den kleinen Saal des „Mestni Dom." x. — (Circus Aarnum H: Bailey.) Wir werden um die Aufnahme der folgenden Zeilen ersucht: Inbetreff des einmaligen Eintrittspreises, den wir für die Besichtigung bet gesummten Vorstellungen und aller anderen Sehenswürdigkeiten der Barnum K Bailey gröhten Schaustellung der Erde erheben, scheinen so viele falsche Gerüchte im Umlaufe zu sein, das» wir Ihnen äußerst verbunden wären, wenn Sie uns gütigst dazu verhelfen wollten, dieselben-richtig zu stellen. Wir wünschen es, jedermann klar zu machen, dass ein Nillet zur Besichtigung aller annoncierten Sehenswürdigkeiten berechtigt und dass auch mit demselben das Anrecht auf einen Sitzplatz verknüpft ist, ganz einerlei, ob ein Billet für K 1-20. X 2-50, k 4, 5 oder 6 gelöst ist; weiter hat man nichts zu zahlen. Der Unterschied in den verschiedenen Preisen rechtfertigt nur einen besseren Platz m einer besseren Lage, je nach den gezahlten Eintrittspreisen, welche sind: l< 1 20, X 2-50. k 4, X 5 und X 6. — Das ist amerikanischer Usus, den wir auch hier einführen, und da dieser bei einer so kostspieligen Schaustellung wie diese, die viele Unterabtheilungen einschließt, eine Neuerung für hier bebeutet, so lann er leicht missverstanden werden. Wir haben schon in allen unseren Bekanntmachungen deutlich und ausdrücklich angezeigt, dass lein Extra-Eintritt zu zahlen ist, dass vielmehr ein Eintrittsbillet einen Sitzplatz, ferner die Besichtigung aller annoncierten Sehenswürdigkeiten, der Menagerie und der Wunderdinge einschließt, sowie für die Vorstellungen in den Manegen, der Hippodrom-Nennbahn, auf den Bühnen, in der Luft und auf dem Erdboden gilt. Der Eintritt in di« Separat-Schaustellung dagegen, welche einige Raritäten undMerlwürdigleiten, die nicht annonciert werden, enthält, ist extra, denn dieselbe bildet in leiner Weise einen Theil der großen Schaustellung. — Außerdem gibt es noch nach den Circus-Vorstellungen Minstrel- und Vaudeville-Vorstellungen zu sehen, die ebenfalls weder zu der großen Schaustellung gehören, noch annonciert werden, und für welche der Eintritt 50 1i ist. — Aus Vorstehendem geht wohl klar hervor, dass man schon für eine Krone die ganze große Schaustellung mit allen ihren durch Annoncen angezeigten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen kann, dass man dagegen sich auch einen besseren Platz, der je nach der Lage Kronen 2-50, 4, 5 und 6 lostet, sichern lann. Von jedemPlatze aus, selbst dem billigsten, hat man einen guten Ausblick auf alle Vorstellungen. Hochachtungsvoll Barnum H: Bailey. — (Schulhausbau in Hrvaßlibrod.) Der l l. Vezirlsschulrath in Gurlfeld hat den Nau des neuen Schulgebaudes sammt Zubehör in Hrvaklibrod den Bauunternehmern Josef Klabutschar und Josef Battigelli um den veranschlagten Gesammtpreis von 11.581 X 96 k unter der Bedingung übergeben, dass bis End« October 1901 das rohe Mauerwerl mit der Bedachung, die weiteren Arbeiten aber bis Ende Juli 1902 vollständig beendet sein müssen. — (E in S on n e n f lect.) Wir lesen in der „Triester Zeitung": Ein Sonnenfleck von fehr bedeutendem Umfange ist feit 20. d. nachmittags sichtbar. Er befindet sich noch am Ostrande der Sonnenscheibe und wird noch fünf Tage lang zu beobachten sein. Nach unserer Schätzung bedeckt der Fleck ein Gebiet von mindestens 9 Millionen Quadrat» meilen. — (Unfall in Pletliach.) Beim Baue des Kar» thäusertlosterö in Plctriach fiel am 21 . d. M. dem 18 Jahre alten Josef Rangus aus Obeifeld ein Waggon der zur Verführung der Baumaterialien errichteten Bahn auf den Fuß und brachte ihm arge Verletzungen bei. —o. — (Nächtliche? U e b e r f a l l.) Am 19. d. M. nachmittags veranstalteten der Steueramtsadjunlt Alois Klofutar und der Lehrer Johann Aen, beide aus Weichselburg, einen Ausslug nach Unterdraga. Als sie abends auf ihrer Heimkehr in der Nähe des Schlosses Smercgg nächst Weichselkurg anlangten, wurden sie plötzlich von drei Burschen angegriffen und mit Holztnütteln misshandelt, so dass beide am Kopfe und am Körper mehrfache Verletzungen erlitten. Auf dic Hilferufe des Lehrers AeN liehen die Angreifer die beiden Ueberfallenen los und er» griffen die Flucht. Als thatverdächtig wurden schon am nächsten Tage die Burschen Josef Ialok, Iofef Bergan und Franz Culjlar aus Draga verhaftet und dem Bezirksgerichte in Weichselburg eingeliefert. —ik. * (Selbstmor d.) Am 20. d. M. gegen halb 6 Uhr abends hat, wie man uns aus Radmannsdorf mittheilt, der Gemeindebiener Blas Grilc aus Radmannsdorf seine L2 Jahre alte Ehegattin Maria in seinem Keller in sitzender Stellung erhängt aufgefunden. Maria Grilc war schon durch längere. Zeit «lwc>2 schwachsinnig und seit fünf NW Nllkn aus «mn HlN« htwz Mhm! und kr tzpiacht he.' raubt. Der herbeigerufene Arzt konnte nur mehr den eingetretenen Tod conftatieren. —r. — (Dieb staHI.) Kürzlich wurden dem Kaufmanne Anton Bonaö in Vigaun bei Zirtnitz aus einer unversperrten Geldlade circa 80 X entwendet. Des Diebstahles verdächtig erschien der Hirt Franz Intihar, welcher auch der Gendarmerie gestand, 59 li 20 li gestohlen zu haben; bei demselben wurde auch eine Nickeltaschenuhr vorgefunden. 50 X. welche er in Aufbewahrung gegeben hatte, die Nickeluhr und ein Hut wurden confisciert, der Hirt aber dem Bezirksgerichte Zirlnitz eingeliefert. —1. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 12. bis 18. Mai kamen in Laibach 20 Ander zur Welt (darunter 1 Todtgcburt), dagegen starben 20 Per« sonen, und zwar an Scharlach 1, an Tuberculose 6, infolge Schlagslusscs 2, durch Selbstmord 1 und an sonstigen Krankheiten 10 Personen. Unter den Verstorbenen befan« den sich 3 Ortsfremde und 5 Personen aus Anstalten. Infectionsertrankungen wurden gemeldet: Scharlach 5, Typhus 2, Diphtherltis 1 und Trachom 2. — (öur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke Gurkfcld (53.189 Einwohner) wurden im I. Quartale d. I. 143 Ehen geschlossen. Die Zahl der Geborenen belief sich aus 490, jene der Verstorbenen auf 352, welch letztere sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilen: Im ersten Monate 37, im ersten Jahre 70, bis zu b Jahren 116, von b bis zu 15 Jahren 11, von 1b bis zu 30 Jahren 20, von 30 bis zu 50 Jahren 21, von 50 bis zu 70 Jahren 98, über 70 Jahre 86. Todesursachen waren bei 17 angeborene Lebensschwäche, bei 34 Tuberculose, bei 27 Lungenentzündung, bei 4 Scharlach, bei 2 Influenza, bei 14 Gehirnschlagfluss, bei 4 bösartige Neubildungen, bei allen Übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verunglückt sind 3 Personen (1 erfroren, 1 ertrunken, 1 ab« gestürzt). Es ereignete sich ein Todtschlag, dagegen kam weder ein Mord noch ein Selbstmord vor. —o. — (Gemeindcvorstandswahl.) Bei der am 6. d. M. vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandcs der Ortsgcmeinbe Schwarzenberg wurdrn Josef Trobec in Schwarzenberg zum Gemeindevorsteher, Anton Sova und Johann Osredlar, beide in Schwarzenberg, zu Gemeinderiithen gewählt. — (Ertrunken.) Am 22. d. M. in der Frühe wurde der Mühlbesitzer Franz Pikec, vulgo Malnar, aus Vresovltz von seiner Gattin im Radnagraben, circa 140 Schritte von seinem Hause entfernt, im nur etwa 15 cm tiefen Wasser, auf dem Gesichte liegend, todt aufgefunden. Pilec dürfte etwas berauscht auf dem Helmwege in den Graben gefallen und so ertrunken sein; seine Leiche wurde in die Todtenlammer nach Bresovitz übertragen. —l. — (Der erste Laibacher Beamten-Con-sumverein) hält am 5. Juni seine Xlll. ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Geschäftsbericht für das Jahr 1 9 0 0 - 2.) Bericht des AussichtsratheS tt. für das Jahr 1900 (nicht 1899, wie im Inserate vom 21.d.M. irrthümllch angegeben ist). Theater, Aunft und Literatur. — («Beamten-Zeitung»), Wien. Die am 20. b. M. zur Ausgabe gelangte Nummer 14 enthält u. a.: «Die XXXVI. ordentliche Generalversammlung des Ersten allgemeinen Veamtenvereines der österr.ungar. Monarchie», «Disciplinarverfahren gegen nichtrlchterliche Beamte», «Agrarzvlle — Lebensmittelvertheuerung», Mittheilungen aus dem Neamtenvereine, dem Schulvereine für Beamtentöchter, dem Staatsbeamten'Casino«Verelne; Bekanntgabe erledigter Stiftungen und offener Etrllen. — («Uöltel^gki 'I'u variij.») Inhalt der 15. Nummer: 1.) Programm der Xlll. Generalversamm« lung des Verbandes der sübslavlschen Lehrervereine. 2.) Nach Veldes ! 3.) Fr. Crnagoj: Von meiner Reise. 4.) Bildung dem Volle l 5.) Der Rechtsanwalt des Lehrers. 6.) Correspondenzen. 7.) Vereinsmitthellungen. 8.) Literatur und Kunst. 9.) Mittheilungen. — (Ehel und Ewers, ein Fabelbuch); Nücherschmuck von H. Frenz, Horst-Schulze, I. I. Vries-lander; geh. 3 Mk. 50 Pf., geb. 4 Ml. 50 Pf. Dies Fabelbuch dürfte zu den eigenartigsten Erscheinungen der zeitgenössischen Literatur zählen. Kein Geringerer als Ernst von Wolzogen hat den fröhlichen Spötter Hans Heinz Ewers entdeckt. Von seinem Ueberbrettl «Buntes Theater» in Berlin machte Wolzogen selbst ein weites Publicum mit den witzigen Erzeugnissen des jungen Dichters bekannt. Und bald betrat dieser selbst die Bretter, um seine Fabeln unter dem Beifall seiner Hörer vorzutragen. Ewers ist jetzt lein Nulling mehr in der Literatur, seine Fabeln wie "Der Karpfenteich», «Der Mistkäfer», «Des Rabbis Kuh» u. a. sind auf dem besten Wege ins Volk zu drin« gen. Wer sich eine genussreiche Stunde bereiten will, dem können wir das Fabelbuch nur bestens empfehlen. — (Die theaterreichste Stadt.) Nach einer Statistik, die von der Newyorler «World» aufgestellt wird, ist Newyorl jetzt die Stadt, die die meisten Theater, Singspielhallen und Circusse enthält. In Newyorl ist die Zahl der Sitzplätze, welche die verschiedenen Etablissements an demselben Abende dem Publicum zur NersUgung stellen lönnen, 123.795 ; in London sind es A^ ^p und in Paris nur 82.331. London ^^^ ^ Theater im engeren Sinne, nämlich 3U, ^ ^ '>' deren 31, Paris 24. Unter den Thca" . aufnehmen, und in London haben das ^u ^ ^ das Standard je 3500 Plätze. Wgeg" " s^ einerseits die kleinsten Theater, sein ^"'^e!l^ (646 Plätze) und Lyceum (650 Plätze) u"°° ^)»l« geräumigsten Concertsäle, Madison S^a" Grand Central.Palace (80N0 Plätze)^^^^ Geschiifts)eitung. ^ 5' — (Lieferungs « Aussch^ib" ,^ 7. Juni um 1 Uhr werden beim Kriegs"""^ ^ Brüssel Offerten für die Lieferung ein" ^ ^ ^ entgegengenommen, die für d'e Fußbellel« ^^ benöthigt wird. Das Verzeichnis der zu 1"^ ^ ^ sorten kann im Bureau der hiesigen Hanre werbekamnn'r eingesehen Telegramme ^ desk.k.Telegraphen-Eorresp.'V"" Reichsrath. » Sitzung des Ubgeordnetenhau, ^ Wien, 23. Mai. Am Beginne "<^ protestiert Abg. Daszynski gegen d,e a"u ^ ^ Abg. Wielowieysti im Wahlbezirke ^ ^,^ breitete Nachricht, wonach Abgeordneter ^ gegen Wielowieyski die bekannten Anschu"'! F ^ dann erhoben habe. nachdem dieser (^WU Darlehen von 500 Gulden verweigert YU^M, erklärt, mit Wielowieyski nie auch nur em ^"5« zu haben. Die Nachricht entbehre jeder -o u^ 5 Nach Verlesung des Einlaufes, woruM" ^. Interpellation der Abgeordneten Nonwms F'' und Genossen, betreffend die Affaire m ^^ ,,^ ^ befindet, geht das Haus zur Tageso,d"UNU .j^ ist die Fortsetzung der Specialdebatte der >5 Vorlage. «lrtilel ^ Das Abgeordnetenhaus nahm den " j.M ^ Investitionsvorlage, betreffend die Gene)" «,, M Ausgaben per 487 Millionen Kronen !"r ^, 1905 herzustellende Bahnen an und veg" ^ 5 die Verhandlung deS Artikels 9. bettest"' ^ fundierung der aus den Cassebeständen . ^, 1898 bis 1900 bestrittenen Vorschüsse. ^' Artikel entspann sich eine längere Debate. ^ geordneten Kaftan, bekämpften die Refundierung aus staa«U ö ^ finanztechnischen Gründen. Nach der "' ^ g ^ Finanzministers wurde die Sitzung um / , abends unterbrochen. qMst^ Im Laufe der Debatte über das ^ ^d^ gesetz widerlegte der Finanzmimster "»»^ ^ Argumente der Vorredner und erllarle,.^g» verfassungsmäßigen Standpunkte der "Asich^ Vorwurf gemacht werden könne, wenn 1" ' ^ Haus um Refundierung der 80 Mill.Kr"'^ ' Vom sinanztechnifchen Standpunkte aus^hl". Minister erklären, dass die Regierung o'e ^U dieses Zuschusses dringend brauche. "" ^11 i°" , 38 Millionen für Valutazwecke gezahlt lv>- ^ Abendsitzun«. ^ Debatte über das Gesetz, beireffend 0le O^, der Arbeitszeit im Bergbaue. Es sprachen ^ ii redner ooutra Kos und pro StelN. abends dauert die Sitzung noch fort. Wien, 24. Mai. Das Abgeordnete"^ ^, in der bis 2'/. Uhr nachts dauernden ^'^< Regierungsvorlage, betreffend die Einsüyr"A A^. stündigen Schicht im Kohlenbergbaue, a". ^jjM^ der Sitzung ereignete sich ein tumultM""^!' l hervorgerufen durch den Abgeordneten Z^. welcher verlangte, dem Negierungsvertre« ^hcul ^ den Ordnungsruf zu ertheilen, was ber ^^gjel"^ weigerte, da er in den Ausführungen oe» ^„e. ^ Vertreters nichts Beleidigendes flnde" ^M". Sitzung wurde unter großem Lärm u!^^' Nächste Sitzung heute um 11 Uhr vorn" Selbstmord Brescis. Ae!< Rom, 22. Mai. Wie die den war. trug er ein finsteres Vench""!" ft ^, Er zeigte jedoch ein großes Verlange«. ^',dl' Wenn man ihn zum Schweigen verw'", >^cher Zeitung Nr. 118. 391 24. M, 190,. ^ »tt«^ ^ "lcht mehr ferne. In den ersten Tagen ^^enen Woche versuchte Vresci seinen Kerker-^^"berwältigen, worauf er in Raserei verfiel, ^ t>en l? ^^ Zwangsjacke angelegt werden musste, ^iln/j^" Tagen zeigte sich ein vollständiger Um-^ chien >'^^ Benehmen. Er sprach nicht mehr Me n)"?" einen finsteren Plan zu brüten. Ver-^lleides ^ "hängte er sich mit einer aus seinen ^ ei?, ^"sertigten Schlinge. Eine Untersuchung c. Aus Südafrika. ^ ^ " nesburg, 23. Mai. Der frühere Prä- ^U. ?us ist am 19. d. M. nach zweitägiger ^tliiw^vrben. Mehrere tausend Einwohner und u Nahmen an dem Leichenbegängnisse theil. ft, - ^^^"^ad. 23. Mai. Es verlautet hier. ^"8 s? Draga von Serbien über ärztliche An-^sn? einer Franzensbader Moorbadcur zu '^^aben werde. ^igkeiten vom Mchermarkte. ! z,^ ^ssenschaftliche Volksbibliothek. !^ 3.'bAll'isler Fr.. Volkswirtschaftslehre. X —48. !^ ^ n> lbes F., Der Staat und seinr Formen, l^"»d (?„/" ^ Berga h., Die Religionen, ihre Ent-X "'24. — «r. 5, Rottecl, tt. v., ^,>z 8 ^ 'hr Wesen und ihre Bedeutung, lc —'24. — l'ill, V ^ q/^l i^./"-i», Schwarhe Th,, Die Wunder der Elel-^i'!«e>,«^ ^ir. 10. 11, Binzer, Dr., Geschichte <^ V^lund. ?"'"ion, k -48. - Nr. 1^, Hertzberg, ^>ber.^ '' Dle Erde als Himmelslörper, ii — 24. ^3' ^ Fl l«' T)r- H>, Erdlunde, ll., Die Lufthülle, '^^lsch',-^ Walserziehrr, Dr. E., Aus dm, ^ ^umb»^^ li — 24. - 3ir. 1b, Verne I., 'V ^?"s' li --24. - Nr. 1«, Wahl H., Das 5!>H' ^^'24. - Nr. 17. Canbolles A. de, l ^,° biz">s>"'Wne Lehre und seine Bedeutung, li — 24. '<'^^ ^ sieuan E., Das Leben Jesu, k - 72. -i«le ^°"> I.^ Experimentalphysit, leicht ausführbare !^<3' 2? ^. "pp°rale, belehrende Unterhaltungen, «. 1 ^0 l^ ^-' w "!>^er R., Allgemeines über NaturheiMmde, ^^^^'berhberg, Dr. H., Erdlunde, III.. ^«"»Niiis - ^ 3lr. 29, 30, Eisler, Dr. R., Psycho. H, ^ M "nr Darstellung der Grundgesetze des Seelen« ^'°dois!,'^ Nr. 31 bis 38, Donnelly Ign., At-N^ «"bliche Welt. l^192. - Nr. 39 bis 42, p'?^tzhl von Chesterfield an seinen Sohn, Grundsätze »^''. Gesck^ -86. - Nr. 43 bis 47. Saphro-!^!!?"t ü.^ b" Reformation von ihren, Ursprllnge l'3'M°d^ ^ l-20. - Nr.4«, 49, Revon?)", >X > ^ ^«riegcs, k -48. - Nr. ö0, Fockt K. Th., I^^iüa^^ "'24- - Nr.b1,b2, Schwarz. l^^t, gZ"^,dcr Ethi,, l^ --96. - Nr. 53 bis bb, l^' ^tn'k Führung in die Philosophie, X -72. — ^°rir. 69 bis 72. Schott I. it., Eine Voll, X --96. - Nr. 73, d'Alem-l ^ "" 2tr !?"wickelung der Wissenschaften und Künste, >!^ !)lr ii ^ 77, Gaulle I., Kunstgeschichte, l. Elchen 3 Wasserzieher, Dr. E., AuS dem l^^ a,^"^- ^ ^'24- - Nr. 79 bis 82, l> >^?' Äo,^"dl°gen der Erlenntuistheorie, lc —-96. lVÜ«" 'l.^,hal)n W D^ Anwendungen der Elel. >'/°«a^' "" die Telephonic, K —48. -'','^N^^n P.. Meteorologie, K -48. -li. ^ite'rp "^ Dr. N., Der menschliche Körper, l .>>., " 'iummern erscheinen. ! ^2 in 3 ?"chhandlung Jg. v. K leiumayr ü ^ 'n Malbuch, Congresöplatz 2. Verstorbene. Am 23. Mai. Elisabeth Hermann, Stubenmädchen, 77 I., Spitalgasse 3, Marasmus. — Francisca Dovjal, Arbcitersgattin, 24 I,, Triesterstiaße 23, Tuberculose. Im Civilspitale. Am 19. Mai. Agnes Gorjanc, Verkäuferin, 23 I., Oeäema eerekri. — Vera Sesel, Magistratsrathstochter, 3"/, I,, ^leniußiti» ^ulierculo»». Am 20. Mai. Johann Rebol, Maurer, 52 I,, Pneu-moui». — Maria Vezlaj, Bedienerin, 43 I., ?n«umoni». — Maria Cepet, Kaischlersgattin, 41 I., luderculo». univ«r»»li8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 >n. Mittl. Lustdrucl 736 0 mm. V «L ZZ^i e" ! ^'"" »„Himmel, 3LZ .,, !i . N. 738 4 20 0 ONO. müßig theiln», heiter ^ 9 . «b. 739-4 15-1 windstill fast bewölkt 24> 7 U.M. j 739 1 > 11-8j SO. schwach j halb bewölkt , 0 Ü Pas TageSmittel der gestrigen Temperatur 14 7", Nor» male: 15 0 °. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. Müssigs ^ronzs in allen Farben ist das vortheilhafteste und vorzüglichste Prä» parat zum Vergolden oder Bronzieren aller erdenklichen Gegen» stände; höchster Glanz und Dauerhaftigkeit; auch Bronze in Pulver zu haben bei Nrüder Gberl, Vaibach, KranclS» canergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (919) 11—3 Die ausgezeichnet wirkende Tannochinin-Haartinctur aus der (1716)3 „Maria Huf-Apotheke" des M. Leustek in Laibach kräftigt den Haarboden und verhindert das Ausfallen der Haare. Preis einer Flasohe mit Gebrauchsanweisung 1 E. Depot der k. u. k. Generalstabs-Karten. auf iktnfoanb gespannt 80 fr. |g, o.$(emmat)r & #eb. gambergs guäjljanblunB in Catbadj. Maßstab 1: ?b 000. Preiö per Blatt 50 kr., in Taschenforma auf Leinwand gespannt 80 tr. Zg. v.Kleinmayr H Fed. Kambergg Kuchhandlung in kaibach. Sonnenschirme ggg in reichster Auswahl g$ zu billigsten Preisen ^ (1185) empfiehlt 11—7^J ' J.. Mikusch V^ Lailiac&p Ratbbaiisplatz5* l ^^ ^Ccutc gelangen zur Ausgabe ]Yene Ansichtskarten nach Aquarellen von Jvfich. Ruppe in farbiger Ausführung. ^ ^ ** Stein: *** Stadtansicht, Kleinfeste, BHck auf die Steineralpen, Säge bei Stein. &§> <£*> <2^> 3nscl, Vindischgrätz'sche Kapelle, Stiller Vinkel am See. <2^> ^s> <2^> ** Wochein: ** ^us J«itter5orf, JÄitteröorf, Criglav von der Wochein, Zouristenhaus, VocheinerSee mit Schiffhütte, Seebild. <^s> <2^> <^s> ** Verschiedenes: (1694) Kankermündung unter Krainburg, Save unter Krainburg, Vratathai mit Steiner. ^g> <2s> <2s> Zu haben in allen besseren Handlungen <2s> ^s> ä Jlatt 10 geller. <2s> <^s> Viederverkiufer erhalten hohen Rabatt. Jg. v. JCteinmayr S fed. Jamberg. Frau Gngelhilbe Krlbper gibt im eigenen und im Namen ihrer Kinder hiemit geziemend Nach < richt, dass ihre, ihr durch 46 Jahre treu zur Seite gestandene Haushälterin, Fräulein Elisabeth Hermann Inhaberin der Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste heute morgens 3'/< Uhr nach kurzem Leiden und Empfang der heiligen Sterbesacramente in ihrem 78. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Das Leichenbegängnis findet am 24. d. M. um halb 6 Uhr nachmittags vom Trauerhause Spital" gasse Nr. 3 aus statt. Die heiligen Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Die liebe Dahingeschiedene wirb dem frommen Andenken empfohlen. (1947) Laib ach am 23. Mai 1961. |lo;Vrge7 r<'iKil»-Po«iizii4K h ^l-v Jegen Postnachnahme ^2 —----------------- 3.6/1 in Laibach lh^HK^'cuchs über das «^ ^H?"M. Strohhut- ^<>MzrathHerr Franz wird zum Eoncurscommissär. Herr Dr.Va-lentin Temnifar, Advocat in Stem, zum einstweiligen Masseverwalter bestellt. Die Gläubiger werden aufgefordert, bei der auf den 3. Juni 1901, vormittags 9 Uhr, bei dem k. k. Bezirksgerichte in Stein, anberaumten Tagfatzung unter Beibringung der zur Bescheinigung ihrer Ansprüche dienlichen Belege über die Bestätigung des einstweilen bestellten ober die Erneimung eines anderen Majse« Verwalters und dessen Stellvertreters chre Vorschläge zu erstatten und den Glau. biger.Nusschuss zu wählen. sserner we> den alle. die einen Anspruch als Loncursgläubiger erheben wollen °uf< gefordert, ihre Forderungen, elbst wenn ein Rechtsstreit darüber anhängig sem sollte, bis 10. Juli 1901 bei diesem Gerichte ober b^i dem Bezirks- gerichte in Stein nach Vorschrift der Eoncursordnung zur Anmeldung und bei der auf den 22. Juli 1901, vormittags 9 Uhr, vor den Concurs« commissar in Stein anberaumten Liqui-diermigstagsahung zur Liquidierung und Rangbestimmuny zu bringen. Gläubiger, welche dte Anmeldungsfrist versäumen, haben die durch neue Einberufung der Gläubigerschaft und Pnlfung der nachträglichen Anmeldung sowohl den einzelnen Gläubigern als der Masse verursachten Kosten zu tragen und bleiben von den auf Grund eines förmlichen Vertheilungsentwurfes bereits stattgehabten Vertheilungen ausgeschlossen. Die bei der Liquidierungstagsahung erscheinenden angemeldeten Gläubiger sind berechtigt, durch freie Wahl an Stelle des VlassevllwalterK, dessen Stellvertreters und der Mitglieder des Gläubigerausschusses, die bis dahin im Amte waren, andere Personen ihres Vertrauen« endgiltig zu berufen. Die Liquidierungstaasahung wird zu« gleich als Vergleichstagsahung bestimmt. Die weiteren Veröffentlichungen im Laufe des Eoncursverfahrens werden durch das Amtsblatt der «Laibacher Zeitung» erfolgen. Gläubiger, die nicht in Laibach ober in dessen Nähe wohnen, haben in der Anmeldung einen daselbst wohnhaften Bevollmächtigten zum Empfange der Zustellung zu benennen, widrigenfalls auf Antrag des Concurscommissärs für sie auf ihre Gefahr und Kosten ein Zu-stellungsbevollmächtigter bestellt werden würde. K. l. Landesgericht Laibach. Abth. III. ijuIl pr,C,4«^ ^ 981!» 88 «l, „ «pill°Oc, pr,«4 »°, U8il) »«,o »864«l ««atittüs» »50 ß. »'»«/« ,»» — 183- tssae» „ «u l, 4«, ,»u »0 141 ?5 »sauer ,, »00 !. 5»,„ 171 »5 17« ,5 ,864er „ »00 l. . . «liilü«,«<^ blo. „ »o l. . . «ll»b üiz»b D°m..Pfanbbr. k l»0 st. 5'/, . »95 5i> «37 - ll«at»schuld d»r lm Atich»' l«lh» «ttr»l»n«n Koni«» t»»ah»«t»«t». «X, fi. ».«. v. 5°/u.........4LU»-4« — »al »all.«ub»..«.«00ll.««. b°/, v»n XX» fi......4»9 «0 4«t »<> »«Id »»« »«» «t«Vllhn, (dw, Vl.) Silb. 4°/» ... »Ü 80 »« »l> «orarlbeizer «ahn. »m. »8»4, (div. ll? 8l» «l7 öb dto. dt«, per Ultimo .... »?-»» »l?bü 4°/^ dt«. «ente in Kronnuoühr., steuerfrei, per «assa . . . 9« 90 9310 4°/, bt«. dto. bto, per Ultimo . « W 9» lv Un«. Nt.. bt«, Vlim..», K100jl.^ »00»l. 174 «l. l?l> »5 bto. dt«. k <«»!.-100«I. i?4,<ö l?d»z Thtlz.«t«.^«jt 4«/» .... 141 A) 14« tl0 4»/, »n»«r. »r»ndn>U..0»llg. 9» 40 »»40 4«/, ltAtt. »nd fl««,. bett, «« «4«! K«dn« »ssnlll. K»i,h»«. »'/» »«»„«»«.»»nltlhe «S?8 . 10S'5O 10? — «nteht» der stabl «r, . . — — —-- «nlehen b. St»dt Wien . . . io»«0t04»0 bt«. dt«. (bildn »b. G«lb) 1« «, —-- bt». dt«. (1894) .... 94 »l> 9475 bl«. dt«. (189S) .... 95— 9590 VOrs»baU'»«U«hen, V»il««b. ll'/, 100 0U 10»>— 4«/. »r«l»» ««de»<»lnl«h«, . —--------— »eld »a« Ks««dilUft »U. V°dcr.«»lla, «st, inüoI.verl.^/» 94 «5 95« «.'esterr,2ande» Oesterr. «oibweftbahn . . , 107KU INS40 Vtaatlbabn ^...... «8 —4»ü- Vübbahn b »«/»verz. I«nn..Iul! »48 — 843 - dt«. k »»/<>....., l»2 »» 124 — Un«.«llllz, «ahn..... 10« 10680 4°/» Unt,rrr«iner Uahnn, . —— — ,l«rs. los. (per VtüH). »«/» Vobentredit-Lose »«. 1880 «47-— l!0fI.. , SW — 410 — 5°/» Don»U'«eaul.'2»f« . . »5V-—»60-— N»v»rzi»»l«!He «,s». Vudap.'Vasilica (D««b«n) » sl. 1S8U 1? So itl«st 100 N...... 4^»' - 40» 50 «I«ry>H,le 40 ft. «Vl. . . 14» — 145 - 0f«n 2»l« 40 n..... 15? - 161 - V«lssy«2«lt 40 fi. «Vl. . . , 160 - 16» -«,then«r«uz,0«fi.«es.,». «oll. 48 »5 5u«5 „ ,, Ml«. „ „ lfl. «5 30 »«'«« «ÜbolphHst 10 fl.....58— 61 - «»lmoikie 40 ll...... «00-— «05 — Lt.»<»«N«l».2«It 40 fl. . . . ,34'- »89'— WalbsttlN'Loss »0 N..... »34 — »t6-> »ewinstsch. b. »°/, Pr.^chulod. d. »«dennebltanst., «». »»«9 5»'X5 5» »5 »««»cher 2«l« ..!... 5875 5950 »elo «nr, «etien. 4 ^25«- Iafs!,>0» - z«5 - Pr»8»Duier Visenb. lNUfi. abzf <«< - l»« 5« staatteisenbahn 200 fl. O. . , 6??ü5 67» «5 Lubbahn «00 sl. G. . . . 90 «b 91- OÜbnorbd. «erb..«. »00 fl, «M »?» zu »«» -TlllMN»av»»es., sleue Wr,, Prir rität»'«ctien 100 sl, . . <40 — 15<> — lln«,>«al!,, «isenb.LOUfl, »ilbe, 418 50 4»0 t»U Un«.Ws!lb.(»<»llb.<»rllz>»0t)sl.t <««-- 4»2- «iener Uoc»U>»hntn.«ct.<««! — —------- «n«l» Vobcr.'Nnst., vest., »00 sl. S «2° - ß»l - «rbt.«nft. f. Hand. u. «. 1s«fl --- — — bto, bto, p» Ultimo . . «"i'5N N9«50 lreditbnnl, All», ung., »00 fl. , 8^6 - 69» — Depoftteubanl, «llg., »00 fl. 419 - 4»» — «c°»pt«.««s., «bröfl.. 500 N 1865- 1875- »iro»u.«affenv.,Wiener, «oafl »80 — 4«e — Hyp^tt»..0«st,.»00fl.»0°/,« 194-196- ______________ -^: «ünderbllnl. vest., «<"H,', >"')l^' Oesterr..un«ar. «an», «<" '' i< 'ljü Unl«nbllnl »00 fl, . ',, i'i ! li,erlehl«»nl, »ll« , «^ ' ,nduNri».Knl'l' NlhMUNll'N. ,ft «aybier ««ei,, und -"»^ l' ,z!' in Wien 100 fl, - '.Ml, ^.!^, ..«llbemuhl". Papers, "/ »" ^' , lileslnge» Äraulre« lA' !>^ ,„ . Zalao-Tar. H', U,2HO!Ä'>.«" -H M«n«b„,fl »>^ Deutfche Plü«, , , <^^V London . ' ,, Pari» . - ' V». Petei»oul« Dalnt»«. ...^ Duca.en ..,-', ,'l^l' »0-Zvanc«Hlüc!s - - , «l^,^ Deutsche Nelchlbantnott" ^,,, s Italien»»^ «°>'ln°"" ' ^> «ubtl.slote». . - ___<^V : t«m ¦¦¦»urn, rr»B«t»rl«s