..MHtN. »«hlft«»», »il»»,, str A»».« Rr. «S. Freitag »V. Mai I«»«. . Ä-Hrgang. Die »A „Marburger Zeit»,,erscheint jede» Countati, Miitwocki lind Freitog. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., Hau» mmmtlich 10 kr. — mit Postverseiidungqc,nzjährig ^ fl., halbjährig 4fl., vierteljährig L fl. Die ein Mal mit 10, liei zweimaliger mit bei dreimaliger mit 20 kr. berechnet, wozn für jedesmalige Einschaltun hi,lbjähr,g 3fi., vierteljährig 1 fl. 50 kr-, für Zustellung) gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung Einschaltung 30 kr. Jnseraten-Stempelgebühr kommen. Zur gkschichte des Tages. Dem Vernehmen nach sollen die Neuwahle» für die Landta^ze aus dm 20. Juni anberaumt sun. Wenn da^ GkseK^ »v^lcheS daS Wnhl' recht auf die Zehnstuldenmünncr auSd.li»t. die a. li. Sanktion crliält, wird die Zahl der Wähler bedeutend verj^rößert lticrdrn. Die Verhandlungen mit dcn Polen wrrdcn sortgesetzt. Das von denselben konstituirte Komite hielt »viedelholte Berathungen beim Fürsten Sapicha. Gras Andrassy dürste mit dem Ministerpräsidenten Grafen Potocki eine Bereinbarun;^ itber dcn Zeitpunkt des Zusammentritts dcr Delegationen anbahnen, der von d^r Konsliluirttiig deS neu zu lvählen-den Reichsrath» abhanstt. Palacky ist von Prag in Wien angekommen. In den Vocche di Kallaro herrscht lvieder eine bedenkliche Gährung. die KrivoScianer, Ledenic.nter> Zuppaner. Braeianer. Mainaucr nnd Poborianer verlan^^cn die versprochene Entschädij^ling. und sind mit der Restaurirung dcr Häuser ,icht zufrieden. In dcr Gemeinde Kastel-Nuovo ist lvegen des türkischen Lagers bei Suttoriiia die Bevölkerung empört und verlani^t die Zurückziehung dcr Türken aiiS ihren Feldern, mit dcr Drohung, daß sie lvidriflenfallS tieselben angreifen und „llc in'S Meer tvers^n tverdc. Die Folge dieser trauri^;en Zustä-.de in dcr Vocche ist die Atireise des FML. Rodich. tvelcher durch seinen Einfluß dl? voll-ständif,c Ruhe zu erhalten »vußte. Es verlautet, das; in den nächsten Ta.^e'i ein Infanterie Regiment nach Kanale in der Bezirkshauptmannschaft Ragusa marschiren werde, um dort das Landlvehrgestß durchführen zu können. Unruhen sind bei diesem Anlaste nicht unwahrscheinlich. Der „Jmparzial" sagt, die Kommission der Esparteristen sei V0!t der Unterredung, »velche sie mit Prim halte, lvenig befriedigt. Dieser halte ihr eiklärt. daß die Regierung, im Bestpe einer kategorischen Ab lehnung Espartero's. sich an dieselbe halten müsse. Die Mitglieder der Kommistion erklärten. Espartero fahre fort, die Annahme deS spanischen Thrones abzulehnen, doch nähme er denselben au. wenn er ihm vom Volke angeboten lvürde. Dir Deatscht» ia Oeßerreich. Endlich ist der Zeitpnnkt gekommen, welcher die Deutsch Oesterreicher zu Deutsch Nationalen gemacht hat. So lange »vir konstitutionelle Ber-hältnissc in Oesterreich haben, ja vor der Zeit der Reaktion begann der Begriff des spezifischen OesterreicherthumS immer mehr und mehr slch zu differenziren. Nationen nnd Natiönchen entstanden, ja theilweise dort, wo man sie bis zu dem Zeitpunkte gar n'cht gesucht hätte. Und ein Be-lveis. lvie verkehrt, ja geradezu dem Begriffe eines eini^^en Oesterreichs entgegen manche der vxlen Regierungssysteme das Staatsschiff Oesterreichs lenkten, schufen selbst Ministerien dort neue Nationalitäten. wo dieft an ihre Sonderexistenz nicht gedacht hätten, wie daS Vachische Regime die Ruthenen den Polen auf den Hals hetzte, um die einen mit den andern bequemer im Zaume halten zu können. Der Begriff des Oesterreicherthums haftete in den letzten Zeiten nur mehr an den Deutschen und waS hatten sie für einen Lohn dafür, daß sie ihr eigettcs Nationalbewußtsein einem Staatsbegriffe opferten? Bon den Nationalen lvurden sie angefeindet, sie. welche sletS den freiheitlichen Bestand eineS einigen Oesterreichs wollten, wurden mit Koth beworsen von Leuten, die sich heute ylS ganz gemeine Staatsverrälher entpuppten. Am besten zeigt sich dies in dem ectelhasten Geschimpfe, welches die ezechischen Blätter erheben über die Nichtauflösung des böhmischen Landtages. So sagten die ..Narodni Listy": „Die Czechen kennen keinen ciS-leithantschen Standpunkt. Ans Grundlage eines solchen werden sie nie unterhandeln. weil eic den Untergang der Czechen bedeute". ..Pokrok" erklärt: ..Wir reden ungern von einem Ausgleiche mit Oesterreich". Ej» anderes Blatt sagt ganz offen: ..Die Regierungsschritte bilden den Hebel für die Zukunft Oesterreichs, wenn einmal die Czechen den CisleithaniS-mus aus dcn Angeln heben und den Feinden als Feinde geaenübtr-stehen". Ate Ke«en-Lene. Bon Clemens Stelirer. (X. Fortsetzung.) „Nichts — weiter gar nichtsversetzte der Gefragte kaltblütig. ,.ich will nichts von Euch noch auch von Eurer tugendsamen Tochter. So Ihr aber etlva den Nachl)ar Fischer sragt. tvas dcr ivill -- dcr wird Euch schon besseren Bescheid geben könncn." „Ja das kann ich. und Hab s schon lang gcthatl." schrie der altc Fischer, neuerdings in Zorn aufwallend, meinen Sohn ivill ich von dir. alte Hexe, weinen braven Jungen will ich wieder haben, den du durch deine höllischen Künste verhrzt und verzaubert hast, daß er nichts mehr wissen will von seinem alten Vater, und lveiter an nichts Mchr Freude finden m^'g. denn an dir und deiner höllischen Vrutl^' „Wehr' ich Euchs denn. Euren Sohn zu halten, wie s Euch ansieht?'' sagte Mittler Margarelh. die die Vcrlänmdungen dcs Alten ganz rul,it) Mltangehört hatte, „bin denn ich eS. die ihn auffordert. Euch nicht inehr gehorsam zu sein? Rede du selber. Hans" fuhr sie soll. ..ist dctn wirk-lich so. wie dein Vater sagt?" „Nein", erlvicderte dieser kurz und ernst, „kein Mensch fordert mich aus. dies ^aus zu besuche»; eS ist mein sreiei. ungczivungrne Wille, so ich daS thuc, und ich lverd' es auch immeiliin tliu>i> so lang Ihr mir> nicht verbietet. Mutter!" „Seht Ihr'S jetzt lvieder, Nachbar, ivie sie du» Jungen in ilir Höllennetz verstrickt hat?" raunte Veit dem Fischer in's Ohr. „Hab' ich nicht recht gehabt tnit dem. was ich vor eitier Stunde zu Euch gelagt? Jetzt stl)t Ihr's srlbcr, Encr Wille gilt ihln nichts —^ aber dae^ Verbot dieser TeuselSkünstlerin — ..Innge. du lviist sürder nie tvieder dies Haus betretrn!" schrie der Fischer. „Wenn dir das Leben veines alten Vaters lieb ist, wirft du'S nicht thun." setzte er weicher hinzu; denn er Hub jetzt an einzuseh'n. daß hier mit Zorn nicht viel auszurichten iväte. „So. Vater." sagte der Hans daher auch freundlicher, „jetzt gefallt Ihr mir wieder. Jetzt redet Ihr wieder wie sonst, und ich will Euchs ja gern ver» geben, daß Ihr in der Hitze ungerecht wäret gegen mich und diese schuld-lose Frau. Ihr habt j^'. nicht auS Euch selber geredet — der Teustl der Ber-leumdung lvar's. der aus Euch sprach." „Du amier Hans." sprach der Alte, schier gerührt ob der tvehmü« thigen Freundlichkeit seines Sohi'es. „glaub' deinem Vater: die Alte lnmdclt nicht ehrlich an dir. noch auch die leichtfcrtitze Dirne! Du bist in Lieb entbrannt zu dem Mägdlciil — ich tveiß dis gut und es mag dem auch so sein, in deilien Jahren verzeiht tn>n so ivaS leicht! Weißt du's aber auch, doß du s^tündlich gen.'rrt ivirst von der Alten nicht minder, denn von der Jungen? Weißt daß dit» dic schlechte Dirne nicht allein nietet liebt, vielmehr daß sie. indeß dli dich abhärmst, und deine Arbeit versäutnst um iliretwillen — d.iß sie unterdessen ln nnziemlicher Bubischaft lebt init einem fiemden Ritte»', vcn dem — ..Vater, das ist nicht ivahr!" fiel ihtn Hans erbleichend ins Wort. ..ivcr ist so frech mir dao zu bciveisen?" „Ich." spottete Vcit. ..ich wage das. vorlautem Junge! Denn tvas tnan tnit eigenen Augen schaut, das denk ich. kann man tvohl auch bciveisen!" „Ihr seid ein Lilgner. ein elender Vkileumder'" schrie H.ulS. aus den boshaften Rotl)kops losgehend. ..»chleunt Ench. daß Iiir gut zur Thüre t)inausko»nint. sonst möcht ich weiter für nichts gut stehen." „Ja. Hans, sowahr der Herrgott ,m Himmel ltbt. er ist ein Li'lgner!" riks jetzt Lene mit von Thräncn crstickter Stimme. iväbl.'nd auf ibrcn sonst so blassen Zügen die Purpurrötlie der Sch nn Uiid des Zornes strahlte. ..glaub' ihm nichts, dem bosbastcn Verleumder, und du sollst alles er-»fahren, wenn ich lvieder zu reden im Stand bin.'" Da war es doch wohl die höchste Zeit, daß auch die Deutschen sich als Deutsche geriren. daß sie als Nation, die alS Lehrmeisterin allen diesen Rationen und Natlönchkn Bildung beigebracht, sich hinstellen und als Deutsche in die Aktion eintreten. Hier hat sich der alte Spruch be-wührt: „Die Gefahr zeigt den Äiann"; die Deuchhen. durch die Unglück' liche Ausgleichspolitit dtS Ministeriums dazu gezwungen, sehen nu» erst ein. daß a^ch ein nationates Vewastt^ei» in ihnen sei, sie wollen nicht, daß Oesterreich ein deu^'cher Staat werde, denn Gott bewahre Deutschland von solchen verrätherischen Elementen. wie wir sie jetzt in Oester-reich haben, aber sie müHeu .nun wollen und mit aller Energie durchzusetzen suchen, daß man den Deutschen als Ration nicht den Einfluß auf die Leitung des Staates entziehe, der ihnen ihrer Bildung und Zahl nach gebührt. Aetzt regt es sich auch an allen Enden CisleithanienS, i^ber^ill werden Programme grschaffen. wie sich die Deutschen in der gegenwärtigen Drangperiode bewegen sollen, und ein solches Programm ist auch das d^r Deutsch - RatiMttten in Graz, welches wir hiemit unserern Lesern kundgeben: Die gegenwärtigen politischen Verhältnisse treten mehr denn je an die Deutschen Oesterreichs mit der Pflicht heran. einem drohenden unge-wissen Chaos gegenüber kräftige Position zu nehmen. wenn nicht auf's Reue durch unglückliche ELperimente und unhaltbare Systeme die Krast des Volkes geschwächt werden soll! Es ist daher die höchste Zeit, daß die Deutschen Oesterreichs sich organisiren, daß ne sich klar werden über die Ziele, die sie erstreben sollen und kleinlichem Hader entsagen, wo es sich nm die höchsten Güter eine» Volkes, seine nationalen und freiheitlichen Rechte handtlt. Unsere eigene Kraft und unsere Einigkeit sind die einzigen Bundesgenossen. auf die wir in dieser Existenzfrage zählen dürfen. Wir wollen daher im Rachstehenden unser Programm klar legen und die Forderungen aussprechen, die wir an Jeden stellen, der für den Landtag oder Reichsrath zu kandidiren gedenkt. Rur wer sich zu diesen Ansichten bekennt nnd den Muth hat. sür dieselben überall einzutreten, sei der Kandidat der deutsch-nalionalen Partei! I. Die deutsch'nationale Partei steht auf dem RechtSboden der Dezemberverfassung; sie wird jedem Versuche einer Ausgleichsnktion mit Ignorirung dieses Rechttbodens energisch entgegentreten. II. Die deutsch.«atlonale Partei ist aber zugleich auch der Ueber. zeugm'g. daß eine Revision der Dezemberverfassung unabweisbar gewor-den, ja daß eine solche im Interesse der Deutschen in Oesterreich drin-gend geboten ist. Ztvar können die Deutschen niemals einer Bersasfungsrevision ihre Zustimmung ertheilen. durch welche der staatsrechtliche Zusammenhang der Deutschen in West-Oestelreich zerrissen und die deutschen Minoritäten in Böhmen. Mähren und Krain der Vergewaltigung slavischer Majoritäten preisgegeben »vürden. Durch die Dezemberverfassung sind aber in den staatsrechtlichen Verband der deutsch slavischen Kronländer auch heterogene demente. Län der. in welchen es deutsche Interessen nicht zu vertreten gibt, hineinge-ztvüngt. und hierin liegt die Schtväche der Dezemberverfassung Die sieben Millionen Deutsche in WkstOesterreich werden ihre staatsrechtliche Position noch auf lange gegen Czcchen und Äovenen zu vertheidigen haben. Jedoch die Kräfte versagten ihr bei diesen Worten, nnd halbbewußt los sank sie in die Arme der Mutter zurück. „Hebt Euch hinweg von hier, elender Wicht!" rief jetzt diese mit einem vernichtenden Blick auf den Veit, „hebt Euch hinweg", wiederholte sie noch lauter, als der Rothkopf noch immer ruhig stehen blieb und mit unheimlichem Grinsen die Herumstehenden musterte. « 'brsame grau," versetzte er mit scheinbtirer Kaltblütigkeit, „Euer Wille soll alsogleich in Erfüllung gehen. Doch eh ich von hinnen scheide, gebt erst noch den fremden Ritter heraus, so Ihr in Eurem Hause verborgen haltet; denn ich möchte nicht gerne vor diesem ehrbaren Manne und seinem nnseweisen Söhnlein als Lugner dastehen!" wollte reden, auch Hans fühlte sich von einem leiskn. ihm selber nlcht unklärbarcn Unmuih bewegt gegen den schönen Fremdling — aber da traf ihn ein Blick aus den verweinten Augen feiner Jugendae-sptelm. der «hm bis ii»s Innerste der Seele drang. lllaubt mir's. es ist kein Fremder im Hanse l'^ versicherte er dem Alten, indem er der Frau Margareth rasch iii's Wort fiel Veit neb sch die Hände und e,n teuflisches Lächeln verzerrte seinen zahn losen Mund. „So — kein Fremder im Hause?" spottete er auf den Hiind . Erhört denn dann wohl diese Bestie da? Ist die vielleicht Euer eigen. Junker Gelbschnabel?" entschlossen zur Autwort, „mir gehört der Hund, und Euch ziemt es nicht, darnach zu fragen." .So. Euch gelitrt die un„ezogtn« Besti«?" lacht. d«r Ander,, und stine grauen Augen blitzten dabei gar tückisch hinter den rothen buschigen Brauen hervor. ..ja dann verzeiht mir's! dann ist's freilich was aan^ anderes. " ^ ^ könnt ich aber auch ivissen? — Hab' das Thier noch nie bei Euch dement! Indeß. wir könnten ja doch ein wenig in der Kammer ^chsrhen. Nachbar — und seid sicher, ivirsinden darin, was wir suchen." Dabei nahm er den Alk,n beim Arm und wollte mit ihm aus die Kam-merthür zugehen. — aber da sprang, als hätte er die Rede des Rothkopks Dadurch aber nun. daß man Galizien in den Rahmen der Dezemberverfassung einbezogen, daß man es bisher abgelehnt hat. diesem Lande die geforderte staatsrechtliche Sonderstellung einzuräumen, hat man auch die Polen GolizienS in daS Lager der föderalistischen Opposition gedrängt. Die vereinigte Opposition der Polen. Czechen und Slovenen befin-det sich den Deutschen gegenüber in der faktischen Majorität, wenn letz-tere auch bisher eine Mehrheit im ReichSrathe behaupten. Die deutsche ReichSrathSmajorität ist aber keine natürliche, sie ba-lanzitt auf den künstlichen Schmerling'schen Wahlordnungen und aus der ^ichfalls durch künstliche Wahlbeeinflußung zu Stande gebrachten deutschen Majorität im böhmischen und mährischen Landtage. Dieses MißverstSndniß zwischen faktischer und parlamentarischer MaMitüt mußte die Quelle steter Versassungskrisen sein, eS ist ich auch die Quelle der gegenivärtigen. ^ie Beugung der Opposition der Ezechen niid Slovenen, die Aufrichtung eines gesunden parlamentarischen Systems, die Anbahnung einer energischen Reformgesetzgebung ist nur möglich, wenn den Deutschen eine konstante Majorität im ReichSrathe gesichert ist. eine Majorität, ivelche weder durch WahlmanöverS noch durch bloße Aend^rung der Wahlordnungen in Frajie gestellt iverden kann. Diese Voraussetzung kann aber nur dann Verivirklicht werden, wenn die Deutschen sich entschließen. der Forderung gerecht zu werden, ivenn sie eS verstehen, die Allianz der Polen mit den Czechen und Slo-Venen durch Befriedigung der Ersteren zu sprengen. hiedurch aber letztere zu isoliren und somit zu schtvächen. Die deutsch-nationale Partei hält es daher alS im Jiiteresse der Deutschen iil Oesterreich gelegen, daß dem Königreiche Galizien eine möglichst selbstständige staatsrechtliche Stellung eingeräumt werde; sie erblickt hierin keine Art der Resignation, sondern die naturgemäße Ausscheidung eines heterogenen Elementes aus dem engeren Verbände der deutsch-slavischen Kronländer. Die deutsch-natio»»ale Partei sieht serner auch durch die Abtrennuug Dalmatiens von der westlichen ReichShälste, durch die früher oder spater wohl unvermeidliche Bereinigung dieses Landes mit Kroatien kein deutsches Interesse gefährdet; sie ivird daher auch einer dahin zielenden Be« tvegung nicht hemmend entgegentreteii. III. Die beutsch nationale Partei erklärt sich gegen jede Erweite-rnng der in der Dezembcrverfassuiig bereits hinreichend ausgedehnten LandtagSaulonomie in den übrigen Kroiiländcrn, indem sie der festen Ueberzeugiing ist. daß die Opposition der Ezechen und Slovenen durch derartige Zugeständnitle nicht zu versöhnen ist. Die ezechische Opposition kann nur durch den böhmisch mährischen Generallandtag. die slovenische nur durch die Bildung eineS slovenischeu Kronlandes befriedigt werden; dieS aber zugestehen hieße soviel, als die Deutschen in Böhmen. Mähren. Krain n. s. w. der geivaltsamen Ent-nationalisirung preisgeben. Jede andere Konzession stärkt nur unsere föderalistischen Gegner, ohne sie uns nur um eines HaareS Breite näher zu bringen. IV. Die deutsch-nationale Partei hält die Einführung direkter Reichsrathswahlen, soll daS parlamentarische Leben in Oesterreich nicht in völlige Versumpsung gerathen. sür eine dringende Rothiveudigkeit. Die deutsch nationale Partei sielit in dem vom Abgeordneten Dr. Siechbauer in der verflossenen Session des ReichSratheS eingebrachten ReichSlvahl Gesetzentwurs ihre wesentlichen Forderungen erfüllt und schließt sich daher diesem Entwürfe an. verstanden, der vierfüßige Wächter neuerdings mit wildem Gebell in die Höhe und auf die Beiden zu. ivährend Hans, durch einen zweiten bitten-den Blick des schwachen Mädchens aufgemuntert, ein Beil von der Wand rieß und sich mit der drohenden Waffe vor die Thüre stellte. «Hier geht niemand durch!" rief er mit heftiger Entschiedenheit, „zum mindesten nicht, solang ich im Stand bin. dieses Beil zu schwingen! Der Eiste, der es wagt, über diese Schtvelle zu treten, dem spalte ich den Kopf — und ivär'S der Vater!" Mit gepreßter Stimme hatte er die letzten Worte gesagt, bleich stand er jetzt an die Thüre gelehnt und schaute auf seinen Vater hin. der sich an der Bettstatt festhalten mußte, auf daß er nicht zusammensank. „Kommt. Nachbar, laßt unS weiter geheii." redete Veit mit anscheinender Besorgniß dem erschütterten Alten zu. „Verzeiht dem ungerathenen Burschen, denn er redet nicht aus sich ftlber; vielmehr ist'S der Teufel, der auS ihm spricht und der ihm die Augen blendet! Ihr aber, gottloses Wrib." fuhr er fort, gegen Frau Ma^areth gewandt. „Ihr mögt zusehn, daß Ihr mit heiler Haut über die Berge kommt! Hindert mich auch sür heute der unbesonnene Junge, meine Rede als ivahr und untrüglich zu ertveisen. so ist'S Euch damit noch nicht geschenkt. Was mir nicht möglich ist. daS wird schon dem peinlichen Gerichte möglich iverden — denn daS vermag auch die verschlossensten Thüren aufzusperren! Somit Gott befohlen. Herrlein. Und denk' an mich; ich will dir „den elenden Wicht" noch hundertfach vergelten!" - Dann nahm er den bestiirzten Fischer in den Arm und ging mit eiNtM triumphirenden Blick aus Mutter Margareth-und ihre Tochter »ur Stube hinaus. ,1,0 Innen waltete jetzt ein bangeS Schiveigen. nnr zuiveilen von leisem Wtintn unterbrochen. daS auS der Ecke kam, Ivo die 5^rau Maraareth saß mit ihrem Mädchen. Hans lehnte noch immer stumm und düster vor sich l,inbrütend an der Tyure; d.iS schwere Beil ivar seiner Hand «ntsallen, nnd sein finster blickende» Auge schweifte unstät in dem kleinen Raum umher. U' V. Di'ldeulsch nallonal» P«rt«i steh« auf Seil« dt» srtiheiNichni gorlschr>lt««i al» die dliagtidste« Aufg««« de» »jeder zusammentreten-den ReichsratheS erblickt fie. nebtn der Verfassungsrevision, die gänzliche Aufhebung des Konkordates im Wege der Separatgesetzgebung, die Eln« führung der Geschtvornengtrichte für sämmtliche, alfo auch die nicht durch die Presse begangenen politischen Delikte, die Reform der Vereins- und Preßgesetzglbung, die Einführung der Eivil Ehe zc. VI. Die deutjch.nationale Partei forde»t eine Politik deS Friedens sie fordert insbesondere, daß Oesterreich sich jedes störenden oder hemmcn den Einflusses auf daS im außerösterreichischen Deutschland sich vollziehende Einigungswerk unbedingt enthalte. Die deutsch nationale Partei erklärt jede Deutschland feindliche Allianz Oesterreichs mit einem fremden Staate als einen Berrath an der deutschen Nation. Vtr«ischtt Nachrichtt». (Ein Graf, der die Bauern mißhandelt.) Das Gericht in Agram hat am 13. d. M. den Grafen Viktor Orsiö wegen grausamer Mißhandlungen, die er sich gegtn mehrere Bauern erlaubt hatte, zu dreijährigem, mit Faften verschärften Kerker und Verlust des Adels verurtheilt. (Wolkenbrüche.) Im Tiroler Pusterthale ist am 16. d. M. ein Wolkenbruch niedergegangen, welcher die größten Verheerungen anrich-tete. In Niederndorf wurdrn durch das rapide Anschwellen der Gebirgs-däche die Häuser und Scheuern deS Schuhmachers Andreas Meßner und des Großbauern Michael Küster weggerissen und beide Söhne des teren von d.n andringenden Gewässern, während selbe mit der Rettung der Habseligkeiten beschäftigt waren, iu die Strömung gerissen und san-den in derselben ihren Tod. — Ueber das Wolkenbruchunglück in Nagy-Nun in Siebenbürgen liegt ^nun folgender den ziffermäßigen Nachweis richtigstellende kurze Bericht aus Kronstadt vor: Nächst Nagy Vun wur-den 80 Häuser weggeschwemmt. BiS jej^t hat man auf de« Feldern gegen 200 Todte aufgefunden. 3n Schüßbnrg selbst wurden 14 fortge-schwemmte Personen todt aus den Wellen herausgezogen. Mütter hatten ihre Kinder im Tode fest umschlungen. (Ein Mädchen aus R a ch e v e r b r a nn t) AuS Kiew in Rußland meldet man folgende gräßliche Tl)at: Zivei Bürgerssöhne machten in Gesellschaft eines jungen Mädchens eine Landpartie. Sie nahmen eine» Fiaker und wurde» unterwegs durch fleißiges Einkehren recht lustig. An einem Walde vorbeifahrend, ließen sie den Fiaker halten und über-redeten das Mädchen. mit ihnen eine» Spazierganj, in den Wald zu machen ; der Kutscher sollte sie an einer bestimmten Stelle erwarten. Im Walve angelangt. wurden die jungen Leute zudringlich, das Mädchen jedoch blieb spröde. Ausgebracht durch ihren Widerstand, führten sie die beiden Jünglinge in ein Dickicht. banden sie an einem Baume fest, schlichteten aus herbeigeschlepptem Holze und Reisig einen Scheiterhaufen auf. zündeten denselben an. und liefen, als sie die Lohe aufschlagen sahen, mit höllischem Gelächter davon. Das unglückliche Mädchen konnte sich erst frei machen. als ihre Bande vom Feuer zerstört wurden. Ihr Jammergeschrei lockte Leute herbei, denen sie noch die Namen ihrer Mör-der anaeben kon»te. Auch den Transport nach Kiew überstand noch die Unglückliche unter gräßlichsten Schmerzen. Dort angelangt, verschied sie jedoch. bevor noch die Gerichtsorgane zu ihrer Einvernahme erscheinen tonnten. Lene war die Erste, die es wagte, die unheimliche ^Stille zu unterbrechen. „Sind sie sort?" fragte sie leise und schaute sich dabei furchtsam nach allen Seiten hin um. „Der Herr se» gelobt, sie sind es!" „Donk, tausend Dank, daß du ihn bewachtest! jubelte das Mädchen, indem sie sich aus den Armen der Mutter losriß und dem Gespielen ihrer Kindheit herzlich die Hand drückte, „aber komm jej^t. H^ins. und laß uns hineingehen. Mich drängt es. ihm die Botschaft zu saaen. daß die Gefahr vorüber ist." Der Junge wollte just die Thüre öffnen und daS Mädchen in die Kammer führen, als bereits der Fremde mit bloßem Degen entgegentrat von feinem treuen Packan mit freudigem Bellt» begrüßt. „Habt Dank, wackrer Junge." sagte auch er dem Hans freundlich die Rechte bielend. „Euer Muth H.U mir daS Leben gerettet. Gilt das auch für heute just nicht viel, so möchte dennoch eine Zeit kommen, in der Euch die Segenswünsche von Tausenden für Eure edle That belohnen werden. Ich kunn für jetzt nicht mehr für C«ch thun. als daß ich trachte, schleunig von hinnen zu komme«; denn nichi zum zweitenmal? möcht' eS mir gelingrn. den Augen dcr Verfolger zu entgehen, und daS möchte Euch und dieser holdsrligen Jungfrau gar schlimme Früchte tragen, so's die Bauern erführen, wen Ihr beschützt habt! Somit Gott besohlen! Habt nochmals meinen Dank und verlaßt Euch drauf, wir werden uns wiedersehen, so mal beffere Zeiten kommen werden!" „Nein — Ihr könnt — Ihr dürft nicht vou hinnen, edler Herr!" rief Lene den Ritter zurückhaltend. ..die Gefahr ist noch tätige nicht völlig vorbei! Glaubt ja nicht, daß der Veit so gutwillig von Euch abläßt. (Fortsetzung solgt.) Mrtargtr Ktrichie. Marburg. 27. Mai. (Aus dem Turnveine.) Der Turnrath des hiesigen Turn-Vereines hat. »vie wir hören, beschloffen, am Pfingstsonntage eine Turn-fahrt nach St. Lorenzen in der Wüste zu veranstalten. (Gesangsverei n.) Der hiesige Männergesangsverein, welcher m lungster Zett durch Uebersiedlungen manches tüchtige Mitglied verlor, hat IN kurzer Frist das Ausscheiden eines seiner thätigsten Mitglieder zu bedauern, da Herr I. Simonitsch Marburg Verlaffen wird. Der Gesangs-morgen dem Scheidenden zu Ehren im Bereinslokale eine AbschiedSliedertafel im Kreise der ausübenden Mitglieder. (Irrsinn.) ES ist wahrhaft bedauerlich, daß Heuer diese Rubrik nahezu zu einer stehenden geworden ist. Borgestern wurde nämlich schon wieder ein achtzehnjähriges Mädchen, M. W.. eine geborene Marburaerin wegen Tobsucht in daS LandeSirrenhauS nach Graz abgeliefert und eine andere Frauensperson befindet sich auS demselben Grunde in ärztlicher Beobachtung. ° ^ l . aUgemeinen deutschen Lehrertage) in Wien ^ Marburg aus über ztvanzig Lehrer als Theilnehmer ae- meldet. Wir vernehmen auch, daß nun jen^n Landschullehrern, die bisher noch Nicht Gelegenheit gefunden, die neuen praktischen Lehrmittel in Augenschein zu nehmen, und welchen die Mittel fehlen, eine iveitere Reise M diesem Zwecke zu unternehmen, im Verlaufe des Monate« August die Gelegenhett geboten werden wird. indem der hiesige Lehrerverein einen unterstemischen Lehrertag und eine Lehrmittelausstellung veranstalten wird. (Die tzsauerbrünner Musikkapelle) ivird vollständig kollipietilt am Samstage und Sonntage unter Leitung ihres Kavell-Meisters Herrn Hohl im Götz'schen Biersalon Soireen veranstalten . c. ^ ^ " Z^ r e s u l t a t e.) Der Mittheilung der k. k. statisMen Kontrolkommission über Steiermark entnehmen wir folgendes: Die Einwohnerzahl nach der Zählung vom 31. Dezember 186S beträat iN Graz 80732. Marburg 130SS. Leutschach 5755. Leoben 50Sl. Cllli 4203, Eisenerz 3841. Fürstenfeld 3609. Knittelfeld 2033 Seelen. indischgraz. 23. Mai. Aus der Nachbarschaft wird ein Fall gemeldet, der. wenn er auch von einer glaubwürdigen Person selbst erzahlt worden wäre, in unserem gegenwärtigen Rechtsleben ganz natür-lich ist und nur einen Schlagschatten eigener Art auf unsere Theoretiker und philantropischen Juristen ivirft. - lNoßen Gute, deffen Schloß zugleich das Bezirksgericht in sich faßt, bestahl ein Knecht 'den andern und es war die strafgericht' liche Untersuchung darüber eingeleitet. Natürlich erhielt der Beschädigte Nichts mehr zurück, der Dieb aber wurde abgestraft. Worin bestand aber die Strafe, und was war die Beschäftigung ^s Verbrechers während der Untersuchung? — zuzusehen, »vie die andern Dienstboten des Gutes, unter denen auch der Beschädigte, im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brod verdienen mußten! War diesem die Kost zu schlecht oder die Anstrengung zu viel, so hieß eS: „er köiine gehen" — war aber einmal nicht Alles nach Wunsch des Verbrechers, so meldete er sich sogleich Mit seiner „gerechten" Be» fchwerde — und eS mußte Abhilfe getroffen »Verden. Als dies bekannt wurde, verlangten selbstverständlich alle Dienst-leute „lieber Arrestanten" »Verden zu wollen, da es jene viel besser haben — Thatsache. woraus der Schluß von selbst folgt. I. E. H. Gi»gefa«dt. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebrauch der delikaten Rs-vnloso^ro 6u glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hofspitä. ler die Wirkung derselben anerkannt, ivird Niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an die sie ohne Anivendung von Medicin und ohne Kosten heilt: Magen-. Nerven». Brust-. Lungen. Leber-. Drüsen-, Schleimhaut-. Athem-, Blasen-, und Nierenleiden. Tuberkulose. Schwindsucht. Asthma. Husten. Unverdau-^keit. Verstopfung. Diarrhöen. Schlaflosigkeit, Schtväche, Hämorrhoide«. Wassersucht. Fieber. Schivindel. Blutaussteigen. Ohrenbrausen. Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft. Diabetes. Melancholie. Abmagerung. Rheumatismus. Gicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin ividerstanden. worunter ein Zeugniß Seiner Heiligkeit des Papstes, des Hosmarschall Grasen PlnSkow. der Marquise de Brshan. ^ Nahrhafter als Fleisch, erspart die RevaleSeivre bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihreii Preis im Medielnircn. Stadt Veidena», k. k. Schlesien. Trop. Kreis. 14. Oktober 1866. Mein 18 Monat alter, heftiger Lungenkatarrh, welcher allen Medizinen nich» weichen »vollte und tiei meinen 8') Jahren unheilbar schien, i'erschwindet l»e» dem Gebrauche Ihrer Revalesciöre und selbst meine liartnäckigen Hämorrhoiden bessern sich und ich hoffe sie nunmehr gänzlich zu beseitigen, bitte deßhalb um noch 1Z Pfd. aeg,n inne-liegenden Postschein. Karl Kriß. pensionirter Vüraermeister. In Blechbüchsen von '/» Pfd. fl. 1.50. 1 Pfd. fl. 2.50. 2 Pfd. fl. 4.50 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Iiev»I«8oivro elio-eolatvo in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl. 2.50. 48 Tasten fl. 1.50 in Pnlvcr für 12 Tassen fl. l.50. 24 Tassen fl. 2.50. 48 Tassen fl. 4.50. für 120 Tassen fl. 10. 288 Tassen fl. 20. 576 Taffen fl. 36. — Zu bezikhen durch Barr», du Barry Co. in Wien. Goldschmied-gasse 8. in Marbnrg F. Kolletnig. Grazervorstadt, Tegetthoff-straße 10; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preß bürg PlSztory; in K l a g e nf u r t P. B i rn b a ch e r; in Linz Ha-selmeyer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Gr az Oberranzmeyer; (Arablowiß; in Lemberg Rot' tender; in Klausen bürg Kronstädter; und nach allen Gegenden gegen Baar oder Postnachnahme. F / « ?ür clis so isalilrviLdo LsKleitullK dsl tiem I^viodsabsxäuxvisso ullivrvs iviu^siZ^sliedton, unver^ssslioksn Vkltvr8, rospsct. Or<>s8- unü LvkvivxorvUtsrs, 6vg Hvrrn .lolKaiKi^ 8»ßsSll vir allsn Vsrvavätov, I'rsvuüsn uvä Lekauvtell unseren tivk-^«kültlten Iisriiliokston Danic. 412 vis tr»uvrvä«Q LwtsrdUvdovvll. Boranzeige. 3. 241». Kundmachung. (40S Samstag den 28. Mai wird sich hier »te vollstäudlge Mufittaptlle a»« dem laudschastl. «ur»rte Sa«erbr»nn unlcr ptrsönlicher Leitun» ihret KaptUmtistnS »«I»! pr»diiziren> NSHereS der Anschlagzettel. (4l4 K. k. pr. SMch« Gesellschaft. I^Zst-IöiörtAZö. s«p«lr»t v«rs»aeiwe»iie M Vieii «seil Irml ii««I wraet^ Die Stadtgemeindc Marburg nimmt für den Aeldschutzdienst in ihrem Bereiche zwei Flurcnivächter vom 1. Juni 1870 an biS zur Einbringung der Ernte mit einer monatlichen Löhnung von 15 fl. auf. Bewerber von unbescholtenem Benehmen haben ihre Gesuche bei dem gefertigten Amte bis 80. Mai d. I. persönlich zu überreichen. Ausgediente Militar-Unterosfiziere haben den Borzug. Stadtamt Marburg am 22. MlN 1870. Der Bürj^ermeister: Bancalari. Freiwillige Lizit^ation. Samstag de» 28. Mai d. I. werde» im Hause Nr. 258 vi»-^-vis der Ganlbrin«shalle verschiede»? Einrichtungsstücke, Mannskleider, Betten, Wäsche, Knchengeschirr uud Bilder um 9 Uhr Borniittag gegen bare Bezahlu»g versteigert werden. Türken-Lose gegen monatliche Ratenz'ihlnng von nui' Z Kuli!«» können wir bei der außerordentlich vortheilhasten Spiel Chance dieser Eisenbahn.PrümienLose ausS Beste empfehlen. Die nächste Ziehung findet schon Mittwoch den t. Juni statt und kann man alSdann mit nur 5 Gulden Anzahlung den Haupttreffer von ^ Zvv.vvtt Francs oder lZ,ttyv Kapoteond'ors Attsahrt im Volf von Criest. VrolltNstß in Adtlsvtrg.!«»«, allew gewinne». Zv-P IS«»IÄVI» auf einmal zahlt, erhält Abs-Hrt von Wien Samstag de» 4.Jnni 7 Uhr 5 Min. Srüh.!'N°7„^7 worauf ,««««« Suld.» AAiIlehr nach Wien Dienstag den 7. Juni 7 Uhr IS Min. Abends. AustrSae »u« dc» Provii - . . (^ Aufträge Betrages ausgeführt. Provinzen werden nur gegen Einsendung deS ^ Ooilkp. Wechselhans. Wien, Ecke vom Kärntner-Ring 1. Die betreffenden fahrplanmäßigen Personenzüge der Nebenlinien schließen an diesen VergnügungSzug an. Fahrpreise: Bon Wien, Oedenburg, Ofen, Stuhlweißenburg. BarcS, Nillach, Klajienfurt fl. 18 in der II. Klasse, fl. 12 in der III. Klaffe. Bon LeobkN, Brnck, Graz. Marburg. Kanizsa. Agram. Karlstadt, Gisset fl. 12 in II. Klasse, fl. 8 in der III. Klaffe. lZiehung» Anfang der von der Herzog!. Braunschwetg. La»de HUDM^U ^ MiMon 8MVV0 Thater U.« « s fromessen unil vrixwsl I>o»»e .Fol». LvrrellxsasZv 123. Gin Meier wird bei Carl Scherbaum aufgenommen. (409 Brief Converts mit äußerst elegant aufgedruckten farbigen Firmenstempel« (Ersatz der Tiegeloblate) empfiehlt zu sehr billigen snxros-Preiscn die !^«vl»'sche Briefcouvertsabrik in Solide Agenten werden gesucht. es v« V. ««d t«. B«Ni findet wiederum eine überau» großartige (?v1ü-VvrIo8UliK statt, in welcher im Ganzcn 1 Million 718,440 Chaler in L Ziehungen zur sicheren Auszahlung gelangen mtisfen. 82» Hauptreffer evt. Thaler Ivv.vov, Kv.vt^O, 40.000, 20.000, ie.000, 12.000, 10.000, 2 it8000, 3 it K000, 4 K5000, 6 4000, 6 3000, 7 K2400, 21 ^2000, Z7 k 1200, 126 il 800, 207 400, 25k 200, 28.900 k 100, «0. 44, 40 «to. et«. In obigen giehnngen werden nur Gewinne gezogen. Bon» Äaait gnrantirte Original-Loofe zu obiger Ziehung fl. 7, fl. L'/.^ und fl. l'/^ versende ich gegen Kranko-Einsendung des Betrages selbst nach weitester Entfernung. Die Ziehung geschieht nnter Aufsicht des Staates, welcher auch die Auszahlung der Gewinne garantirt. Jeder Interessent erhält einen ZiehuugSplan und sofort nach Entscheidung die amtl. ZiehnngSIisie. Man wende sich dal»er vertrauensvoll dirett an daS vom Gliicfe stets begünstigte Bankhaus Gl«Uini>i»«I li» werden. Haupttreffer event. Thaler 100,000, K0,000, 40.000, 20,000, lä^ooo, I2.0»0^ 2 » lo.ooo^ 2 ä 8000, 3 » «voo^ .? » bvoo. 12 » 4000^ 2 ä zooo. 34 » 2000^ 4 » IS00, 155 » I000. 7 » S00. 2S1 » 4»0. 1« » zoo. 383 » 200 tt. ,c. Ganie Origt»aI>L»s« (keine Primeffe«) koste» si. 7. H«»»e .. .. .. jl. g'/,. viertel .. . si. l»/.. In ununterbrochener Reihenfolge fielen nachstehende große Haupt-treffer in mein Debit, alS: 152.000. 103,000, 2mal 102.000, 2mal 100,000. 4mal 50,000, 30.000, 25,000. sowie Viele von 12.000. 10.000 ze. zc. — Auswärtige Auftrage untcr Bcifügung des Betrage» werden prompt und verschwiegen ausgefiihrt. Jeder Interessent erhält nebe» dem lwllen Original Lose den vollständigen ZiehnngKplan, sowie nach Entscheidung die amtliche Ziehungsliste. 383 Man biete daher dem Glücke die Hand und wende sich direkt an Banquier in Hamburg. Nr. 3176. Edikt. (403 Das gefertigte Gericht macht bekannt, daß zur Bornahme der «xekutiven Fcilbirlung der Rcalitälcn Urb. Nr. 567 und 568 aä Burg Marburg mit Zugrundelegung der Schätzungswerllje pr. 4770 fl. und 5360 fl. die Tagsatzungen nkuerdings auf den IQ. Jnni, den IB. Jnli und IQ. Angnst d. I. jedesmal Vormittags von 10—12 Uhr die erste und zweite in der hiergerichtl. Kanzlei, die dritte loto WolfS-thal mit dem angeordnet worden, daß der Berkauf nur bei der dritten Lizitation auch unter der Schätzung erfolgt und jeder Lizitant ein 10"/„ Badium ,u erlegen habe. K. k. Bezirksgericht Marburg am II. März 1870. Eisenbahn-Fahrordnung fiir Marburg. Vilztige. ^Personenzüge. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 1 ttl,r 5'!» Min. Nachmittag. Ankunft 8 ll. 6 M. Ariih. 8 U. 44 M. Abends. Abfaltrt llhr Min. Nachmittag. Abfal)rt8„ 20,, „ v „ 50 „ ^ Von Tricst nach Wien: Ankltnft 2 Uhr »7 Min. Nachmittag. Ankunft 0 ll. l tt M. Kriil». U. ^»5, M. Al'endS. Abfahrt 2 lll,r 40 Min. Nachmittag. Abfahrt „ „ 7 „ 7 l>eilt brieflich der Tpeeialarzt fiir Wlepsie Doktor 4V. in Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. 32 Verantwortliche ßtedaktion, !^suck und Verlag von Eduard Janschiß in Vtarburg. 2. Ii. Lt. v.